BioEnergie Schwerin GmbH

Eckdrift 43, 19061 Schwerin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 9174
Eingetragen
2.8.2006
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungEnergetische Verwertung von AbfällenElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Gegenstand
Errichtung und Betreibung von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus regenerativen Grundstoffen, insbesondere die Planung, die Finanzierung, der Bau, der Betrieb und die Verwaltung von Erzeugungsanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Schult
seit 9.5.2023
Geschäftsführer
Andreas Bruhn
seit 30.7.2018
Prokura
Karolin Ruhkieck
seit 30.11.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BioEnergie Schwerin GmbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Betreibung von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus regenerativen Grundstoffen, insbesondere die Planung, die Finanzierung, der Bau, der Betrieb und die Verwaltung von Erzeugungsanlagen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 13. Februar 2019.

Die BioE nutzt die gesetzliche Förderung des Stroms aus Biogaserzeugung gemäß des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)).

Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 besteht ein Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG (EVSE) und der BioE, der notariell beurkundet und am 6. September 2011 ins HRB 9174 eingetragen wurde. Eine Änderung des Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrages wurde notariell am 21. August 2014 vorgenommen und im Handelsregister am 24. November 2014 eingetragen.

II. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Die Qualitäten und Mengen der Ernte 2023 entsprechen den Erwartungen der BioEnergie Schwerin GmbH. Alle Landwirte waren in der Lage die angezahlten Mengen in der geforderten Qualität zu ernten.

Im ersten Halbjahr 2023 war aufgrund von einem Schaden am Motor des BHKW-2-Moduls und Wartungsarbeiten die Produktion nur eingeschränkt möglich, sodass sich für das Jahr eine Anlagenauslastung von 84 % ergibt. Verglichen zum Wirtschaftsplan wurde der geplante Jahresansatz um 8 % unterschritten.

Die Umsatzerlöse aus der Wärmeeinspeisung liegen deutlich unter den Vorjahresergebnissen. Während die Umsatzerlöse aus der Wärmelieferung nach EEG bei nahezu gleichbleibender Menge im Ergebnis der Anpassung der Spezifik erheblich über den Vorjahresergebnissen liegen, bleiben die Erlöse aus der Wärmelieferung gemäß Reserveliefervertrag mit der EVSE deutlich unter den Vorjahreswerten. Da diese Erlöse durch die Beschaffungskosten kompensiert werden, wirkt sich die Reduzierung nicht auf das Jahresergebnis aus.

Die in Folge des seit dem 24. Februar 2022 andauernden Krieges in der Ukraine enorm gestiegenen Preisniveaus auf den Energiemärkten sind verglichen zu 2022 in 2023 insgesamt zwar gesunken, doch die BioE profitierte in der Vermarktung der produzierten Strommengen im Zuge der Direktvermarktung noch von langfristig geschlossenen Verträgen. Durch die Direktvermarktung konnten gerade im vierten Quartal des Jahres 2023 so deutlich höhere Erlöse als geplant erzielt werden.

Durch die langfristigen Ernteanbauverträge lagen die Beschaffungsaufwendungen für die Inputstoffe am Plan.

Im Geschäftsjahr 2023 waren sechs Mitarbeiter beschäftigt. Neben der Anlagenbedienung werden auch Instandhaltungsaufgaben wahrgenommen.

Über den Betriebsführungsvertrag mit der SWS ist die kaufmännische sowie teilweise technische Geschäftsbesorgung sowie die Geschäftsführergestellung geregelt.

Die BioE nahm an einem Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur zur Ermittlung der anzulegenden Werte von Biomasseanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) teil, um nach Ende der EEG-Förderung in 2027 eine Fortschreibung der EEG-Förderung zu sichern. In diesem Verfahren musste abweichend zu den bestehenden Förderbedingungen, bei welchen Anlagenleistung und der Zeitpunkt der Inbetriebnahme entscheidend für die Förderungshöhe sind, eine Gebotsabgabe zur Förderung je kWh erfolgen. Die Gesellschaft hat keinen Zuschlag erhalten. Die Ausschreibung erfolgt jährlich, sodass eine zukünftige Teilnahme möglich ist.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 weist die BioE einen Gewinn von 4.770 Tausend Euro aus.

Die Umsatzerlöse einschl. der Zuschüsse gemäß EEG lagen mit 428 Tausend Euro über den Vorjahreseinnahmen. Es wurden überdurchschnittlich hohe Erlöse aus der Direktvermarktung des erzeugten Stroms erzielt. Dem entgegen steht die Reduzierung der erzielten Umsatzerlöse aus der Wärmeeinspeisung, welche wiederum auf die geringere Wärmelieferung aus dem Reserveleistungsvertrag mit der EVSE zurückgeht.

Der spezifische Preis für die Einspeisung von Strom fiel gegenüber dem Vorjahr um 162,13 Euro/MWh höher aus. Ursächlich dafür ist u.a. die Direktvermarktung der produzierten Mengen über die EVSE.

Für die Einspeisung von Wärme bestand ein Festpreis von 106,77 Euro/MWh. In 2023 erfolgte eine zusätzliche Wärmelieferung gemäß dem geschlossenen Reserveleistungsvertrag mit der EVSE. Die hieraus erzielten Erlöse werden durch die Beschaffungskosten kompensiert.

Die geplante Anlagenauslastung konnte in 2023 aufgrund des sich im März 2023 ergebenen Motorschadens an dem BHKW-2-Modul nicht erreicht werden. Der Motorschaden konnte Anfang Mai behoben werden. Zusätzlich wurde eine geplante 20.000 h Wartung am Motor 1 durchgeführt, sodass die Produktion im ersten Halbjahr nur eingeschränkt erfolgte.

In der Biogasanlage werden Maissilage, Getreide und alternative Futterstoffe als Inputstoffe verwendet. Die eingesetzten Mengen unterschreiten die Ansätze aus dem Wirtschaftsplan um 5.167 t. Zurückzuführen ist diese Unterschreitung auf die angepasste Fütterung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Qualitätsstufen der Inputstoffe sowie wegen der im Geschäftsjahr durchgeführten Reparaturen und Wartungen und der damit in Verbindung stehenden eingeschränkten Produktion.

Der sich für 2023 ergebene Rohertrag von 7.121 Tausend Euro liegt mit 4.033 Tausend Euro deutlich über den Planannahmen für 2023. Die deutliche Ergebnisverbesserung ergibt sich aus den erzielten Erlösen.

Zwischen der BioE und der SWS besteht ein Betriebsführungsvertrag für die kaufmännische und technische Betriebsführung. Für 2023 ergeben sich Kosten in Höhe von 252 Tausend Euro.

Der Jahresüberschuss 2023 wird in die Gewinnrücklagen eingestellt, um die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft zu stärken und die eigene Liquidität zu stabilisieren. Im Hinblick auf die bereits geplanten Investitionen für den Umbau der Anlage bildet eine stabile Eigenkapitalausstattung u. a. eine bessere Ausgangssituation für mögliche Darlehensausschreibungen.

Finanzlage

Zur Optimierung der Liquidität ist die BioE Mitglied im Cash-Pool der SWS-Unternehmensgruppe bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin. Über diesen Cash-Pool erfolgt der Ausgleich von Saldoguthaben und Kontokorrentbedarf der einzelnen Gesellschaften untereinander.

Zum Stichtag 31.12.2023 betrug der saldierte Finanzmittelfonds 1.148 Tausend Euro. Die handelsrechtliche Aussetzung der Ergebnisabführung des Ergebnisses von 2022 begründet die deutliche Verbesserung zum Vorjahr.

Die BioE ist jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

Die Investitionen in Höhe von 37 Tausend Euro betrafen im Wesentlichen erste Investitionsaufwendungen für die Vermessung und Umwallung der Biogasanlage sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Vermögenslage

Zum Stichtag stehen langfristig gebundenen Vermögensgegenständen von 2.954 Tausend Euro langfristig gebundene Passiva i. H. v. 6.979 Tausend Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein Anlagendeckungsgrad von 236,3 Prozent.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 6.978 Tausend Euro (i. Vj. 2.208 Tausend Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 90,3 Prozent. Der deutliche Anstieg zum Vorjahr um 62,9 Prozent ergibt sich im Wesentlichen aus der Zuführung des Jahresergebnisses in die Gewinnrücklagen.

Das Fremdkapital resultiert in Höhe von 100 Tausend Euro (i. Vj. 200 Tausend Euro) aus dem langfristig geschlossenen Darlehen zur Finanzierung nachträglicher Investitionen. Dieses hat zum Bilanzstichtag noch eine kurzfristige Restlaufzeit.

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend.

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Die künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BioE wurde mit dem Wirtschaftsplan 2024 sowie einer fünfjährigen Erfolgsvorschau eingeschätzt.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei Erträgen von 8.178 Tausend Euro im Rahmen des Wirtschaftsplans mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 415 Tausend Euro geplant.

Als Auswirkung des Krieges in der Ukraine ist weiterhin die Stabilisierung der Verteuerung der gesamten Wertschöpfungskette und damit die Beschaffung von Saatgut und Düngemittel festzustellen. Das vorhandene hohe Preisniveau ist im Zuge der Wirtschaftsplanung gewürdigt. Die Mehraufwendungen werden durch die Erlöse aus der Wärmelieferung an die EVSE kompensiert.

Für die Folgejahre ist ebenfalls mit positiven Ergebnissen zu rechnen, die aber wegen des geplanten Umbaus der Anlage und der damit in Verbindung stehenden eingeschränkten Produktion geringer ausfallen.

Es ist notwendig, einen zusätzlichen Behälter für die Lagerung der Gärreste zu errichten. Dazu wird in 2024 in Zusammenarbeit mit einer landwirtschaftlichen Genossenschaft ein Gärrestbehälter errichtet. So können die rechtlichen Anforderungen für die Entsorgung und Zwischenlagerung innerhalb der Sperrfristen für die Ausbringung der Gärreste erfüllt werden.

Um auch nach Auslaufen der EEG-Förderung in 2027 einen wirtschaftlichen Betrieb der Biogasanlage zu erreichen, wird ab 2024 der Umbau der Anlage erfolgen. Damit sind für das Jahr 2024 Investitionen von 3.900 Tausend Euro geplant, welche mit 3.500 Tausend Euro auf den Anlagenumbau entfallen. Weiterhin sind 300 Tausend Euro die Beschaffung von einer programmierbaren Steuerung sowie 100 Tausend Euro für allgemeine Ersatzbeschaffungen geplant. Die Finanzierung erfolgt durch die Aufnahme von Darlehen.

Die wesentlichen Risiken für den Betrieb der Biogasanlage sind technische Störungen der BHKW sowie Änderungen der Gesetzgebung.

Ein Risikohandbuch der BioE wurde in 2007 erstellt. Im Berichtszeitraum wurden zwei Risikoinventuren zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2023 durchgeführt.

Die benannten Risiken:

1.1 Ausfall der Lieferung von Einsatzstoffen Mais und Roggen

1.2 Umweltrisiko

1.3 Ausfall des BHKW durch technischen Schaden

1.4 Zwischenlagerung flüssiger Gärreste in der Sperrzeit

1.5 Ungünstige Entwicklung bei gesetzlichen Änderungen und Änderungen in der Rechtsprechung

werden weiter überwacht.

Weiterhin ist die fortwährende Teilnahme am Cash-Pool der SWS-Unternehmensgruppe zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit für die BioE unerlässlich. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit genügt nicht zur Deckung der Cashflows aus den Investitions- und Finanzierungstätigkeiten.

 

Schwerin, 01. Februar 2024

BioEnergie Schwerin GmbH

Marco Schult, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.228,00 4.389,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.303.236,00 1.464.361,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.437.898,00 1.714.423,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.732,00 109.831,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 27.089,50 36.394,80
2.864.955,50 3.325.009,80
2.868.183,50 3.329.398,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 53.790,19 90.948,79
2. Unfertige Erzeugnisse; unfertige Leistungen 118.054,75 156.007,66
3. Geleistete Anzahlungen 1.357.347,99 2.845.018,64
1.529.192,93 3.091.975,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166.678,78 171.443,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 371.939,42 377.816,09
- davon aus Lieferungen und Leistungen 371.939,42 € (i. Vj. 377.816,09 €)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.313.291,78 660.305,27
- davon aus Lieferungen und Leistungen 1.313.291,78 € (i. Vj. 660.305,27 €)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 124.937,82 152.789,69
1.976.847,80 1.362.354,90
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.148.097,87 49.804,97
4.654.138,60 4.504.134,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 204.930,70 228.425,20
7.727.252,80 8.061.958,96
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Gewinnrücklagen 6.651.244,94 1.881.143,38
IV. Bilanzgewinn 1.765,46 1.765,46
6.978.010,40 2.207.908,84
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 686,00 745,00
2. Sonstige Rückstellungen 231.649,02 471.810,74
232.335,02 472.555,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.064.035,04
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 € (i. Vj. 3.064.035,04 €)
2. Erhaltene Anzahlungen 0,00 1.564.623,08
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 € (i. Vj. 1.564.623,08 €)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 404.382,39 536.739,24
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 404.382,39 € (i. Vj. 536.739,24 €)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 108.294,66 212.155,88
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 108.294,66 € (i. Vj. 112.155,88 €)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.230,33 3.941,14
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 4.230,33 € (i. Vj. 3.941,14 €)
- davon aus Steuern 4.230,33 € (i. Vj. 3.941,14 €)
516.907,38 5.381.494,38
7.727.252,80 8.061.958,96

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 14.404.258,27 13.976.734,83
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -37.952,91 39.942,89
2. Sonstige betriebliche Erträge 131.206,45 231.932,02
3. Gesamtleistung 14.497.511,81 14.248.609,74
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.546.435,01 -3.331.993,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.090.750,37 -7.920.347,08
-8.637.185,38 -11.252.341,03
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -343.819,78 -346.330,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -83.255,73 -83.381,54
- davon für Unterstützung 47,00 € (i. Vj. 40,00 €)
-427.075,51 -429.712,44
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -497.668,71 -549.778,15
-497.668,71 -549.778,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -196.374,85 -165.764,53
8. Betriebsergebnis 4.739.207,36 1.851.013,59
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127,00 0,00
- davon aus Aufzinsung 127,00 € (i. Vj. 0,00 €)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.055,00 -4.950,50
- davon aus Abzinsung -0,00 € (i. Vj. -13,00 €)
- davon an verbundene Unternehmen: -3.055,00 € (i. Vj. -4.935,00 €)
11. Finanzergebnis -2.928,00 -4.950,50
12. Ergebnis nach Steuern 4.736.279,36 1.846.063,09
13. Sonstige Steuern 33.822,20 35.080,29
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 0,00
15. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
16. Jahresüberschuss 4.770.101,56 1.881.143,38
17. Einstellung in die Gewinnrücklagen -4.770.101,56 -1.881.143,38
18. Gewinnvortrag 1.765,46 1.765,46
19. Bilanzgewinn 1.765,46 1.765,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der BioEnergie Schwerin GmbH (im Folgenden auch "BioE" genannt) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes bzw. des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft wurde am 14. Juli 2006 errichtet und im Handelsregister des Amtsgerichtes Schwerin unter HRB 9174 eingetragen.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag wiederholt die Kriterien für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Anlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich anfallender Anschaffungsnebenkosten und unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände ermittelt.

Selbstständige, über ein Jahr nutzungsfähige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,01 Euro und 1.000,00 Euro werden in einem Sammelposten erfasst und pauschal über fünf Jahre abgeschrieben.

Es werden die folgenden Nutzungsdauern unterstellt:

Nutzungsdauer Jahre
Bauten 10 bis 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 15

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertigen Erzeugnisse sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und die geleisteten Anzahlungen zum Nominalwert bewertet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen mussten nicht gebildet werden.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag abgegrenzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

5. Rückstellungen

Die Bewertung von Sterbegeld- sowie Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf Basis der bestehenden Betriebsvereinbarung über freiwillige soziale Leistungen mittels der Bewertungsmethode "Projected Unit Credit Method" unter Berücksichtigung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 Prozent p. a. und eines Gehaltstrends von 2,00 Prozent p. a., einer jährlichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen um 2,00 Prozent p. a. sowie unter der Anwendung der unmodifizierten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Eine Fluktuationsannahme wurde nicht getroffen. Voraussichtliche Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung ebenso berücksichtigt wie eine Abzinsung im Falle einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte von 1.529 Tausend Euro (i. Vj. 3.092 Tausend Euro) setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von 54 Tausend Euro (i. Vj. 91 Tausend Euro), einem Bestand von unfertigen Erzeugnissen mit 118 Tausend Euro (i. Vj. 156 Tausend Euro) sowie geleisteten Anzahlungen 1.357 Tausend Euro (i. Vj. 2.845 Tausend Euro) zusammen.

In den Vorräten sind der noch nicht-vergorene Fermenterinhalt und der Lagerbestand am Standort der Biogasanlage bewertet worden. Bei der Vorratsbewertung wurde sowohl das LIFO- (Last in, First out) als auch das FIFO-Verfahren (First in, First out) angewendet.

Geleistete Anzahlungen für Verträge mit Lieferanten über Einsatzstoffe werden entsprechend der Lieferungen von Einsatzstoffen ratierlich aufgelöst.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen die Jahresabrechnung zur Abgabe der Gärreste im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 372 Tausend Euro (i. Vj. 378 Tausend Euro) bestehen im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Netzgesellschaft Schwerin GmbH (NGS) aus der Abrechnung nach EEG mit 229 Tausend Euro und gegenüber der Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit 143 Tausend Euro (i. Vj. 363 Tausend Euro).

Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG (EVSE) bestehen aus der Wärmeeinspeisung i. H. v. 358 Tausend Euro (i. Vj. 115 Tausend Euro) und der Stromeinspeisung aus der Direktvermarktung i. H. v. 990 Tausend Euro (i. Vj. 565 Tausend Euro).

Die sonstigen Forderungen von 125 Tausend Euro (i. Vj. 153 Tausend Euro) betreffen u. a. Forderungen gegenüber dem Hauptzollamt von 103 Tausend Euro (i. Vj. 69 Tausend Euro). Aus einer Versicherungserstattung werden 19 Tausend Euro ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen aus noch nicht abziehbarer Vorsteuer von 3 Tausend Euro ausgewiesen. Diese werden im Folgejahr über die umsatzsteuerliche Organschaft realisiert.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. 205 Tausend Euro (i. Vj. 228 Tausend Euro) enthält die Vorauszahlung für die Anmietung eines Wirtschaftsdüngerbehälters und eines Silos.

5. Gezeichnetes Kapital

Zum Bilanzstichtag beträgt das gezeichnete Kapital 25 Tausend Euro. An der Gesellschaft ist die EVSE mit 100 Prozent beteiligt. Die Stammeinlage ist voll eingezahlt.

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der BioE besteht weiterhin i. H. v. 300 Tausend Euro.

7. Gewinnrücklage

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. Dezember 2023 wurde das in 2023 erzielte Jahresergebnis von 4.770 Tausend Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Bestand von 6.651 Tausend Euro.

8. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden wie folgt gebildet:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Ausstehende Rechnungen 185 418
Personalbereich 22 16
Prüfungskosten 16 9
Berufsgenossenschaft 8 8
unterlassene Instandhaltung 0 14
Übrige Rückstellungen 1 7
232 472

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen, die Vorjahreswerte sind in Klammern vermerkt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(im Vorjahr) (3.064) (3.064) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(im Vorjahr) (1.564) (1.564) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405 405 0 0
(im Vorjahr) (537) (537) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 108 108 0 0
(im Vorjahr) (212) (112) (100) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0
(im Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4 4 0 0
(im Vorjahr) (4) (4) (0) (0)
Gesamt 517 517 0 0
(im Vorjahr) (5.381) 5.281) (100) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der SWS und resultieren im Wesentlichen mit 100 Tausend Euro (i. Vj. 200 Tausend Euro) aus einem geschlossenen Darlehensvertrag.

10. Latente Steuern

Auf Basis des Vergleichs von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen ergibt sich ein Überhang von aktiven Steuerlatenzen (Steuersatz 31,58 Prozent). Die BioE macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch und setzt aktive latente Steuern im Abschluss 2023 nicht an.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 14.404 Tausend Euro (i. Vj. 13.977 Tausend Euro) und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Wärme 5.454 7.730
Strom 8.781 6.064
Sonstiges 156 160
periodenfremde Umsatzerlöse 13 23
14.404 13.977

Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatzerlöse für die Wärmelieferung sind im Wesentlichen auf die zurückgegangene Wärmeeinspeisung aus dem Reserveleistungsvertrag zurückzuführen. Die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Stromerzeugung gehen auf die erzielten Erlöse aus der Direktvermarktung zurück.

2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen

Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie aus der Bewertung von noch nicht eingesetztem Aufbereitungsmaterial eine Verminderung der Werte aus Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 38 Tausend Euro (i. Vj. Erhöhung 40 Tausend Euro).

3. Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 wurden sonstige betriebliche Erträge von 131 Tausend Euro (i. Vj. 232 Tausend Euro) erzielt. Diese Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von 101 Tausend Euro (i. Vj. 61 Tausend Euro) und Erträgen aus vergangenen Abrechnungsperioden von 25 Tausend Euro (i. Vj. 83 Tausend Euro), welche sich im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen aus Vorjahren ergeben, zusammen.

4. Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2023 entstand ein Materialaufwand in Höhe von 8.637 Tausend Euro (i. Vj. 11.252 Tausend Euro).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 3.546 Tausend Euro (i. Vj. 3.332 Tausend Euro) beinhalten unter anderem die Kosten für Maissilage von 1.643 Tausend Euro (i. Vj. 1.981 Tausend Euro) und Getreide/alternative Futterstoffe von 1.617 Tausend Euro (i. Vj. 903 Tausend Euro).

Für Reparaturmaterial sind Aufwendungen in Höhe von 92 Tausend Euro (i. Vj. 258 Tausend Euro) entstanden.

Fremdleistungen wurden in Höhe von 5.091 Tausend Euro (i. Vj. 7.920 Tausend Euro) aufwandswirksam. Für die im Rahmen des Betriebsführungsvertrages erbrachten Leistungen sowie die Geschäftsführergestellung wurden von der Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS) 302 Tausend Euro (i. Vj. 322 Tausend Euro) berechnet. Weiterhin sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Fremdleistungen von 2.863 Tausend Euro (i. Vj. 6.444 Tausend Euro) aus einem bestehenden Wärmeliefervertrag entstanden. Aus der Wartung und Instandhaltung der Anlage sowie der mobilen Technik entstanden Aufwendungen in Höhe von 820 Tausend Euro (i. Vj. 460 Tausend Euro). Energiebezug fiel in Form von Strom 19 Tausend Euro (i. Vj. 10 Tausend Euro) und Gas 780 Tausend Euro (i. Vj. 169 Tausend Euro) an. Weiterhin sind Aufwendungen für die Entsorgung der festen und flüssigen Gärprodukte von 225 Tausend Euro (i. Vj. 236 Tausend Euro) angefallen. Die Laboranalysen für alle Einsatzstoffe wurden mit einem Wertumfang von 26 Tausend Euro (i. Vj. 26 Tausend Euro) in Rechnung gestellt.

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen von 12 Tausend Euro (i. Vj. 200 Tausend Euro) enthalten.

5. Personalaufwand

Zum Bilanzstichtag waren sechs Mitarbeiter bei der BioE beschäftigt. In 2023 resultieren Personalaufwendungen einschließlich Sozialabgaben i. H. v. 427 Tausend Euro (i. Vj. 430 Tausend Euro).

6. Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 498 Tausend Euro (i. Vj. 550 Tausend Euro).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Versicherungsaufwendungen 62 59
Mietaufwedungen 65 55
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 25 19
Reisekosten 7 10
periodenfremde Aufwendungen 19 3
Sonstiges 18 21
196 167

V. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen

Das Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung enthält in § 6b Abs. 2 Regelungen zur Offenlegung von Geschäften größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen.

Wesentliche Geschäftsbeziehungen der BioE bestanden mit verbundenen Unternehmen:

NGS

Verkauf von Strom in Höhe von 1.766 Tausend Euro (i. Vj. 207 Tausend Euro) und Umsatzerlöse aus vermiedener Netznutzung 3 Tausend Euro (i. Vj. 2 Tausend Euro)

EVSE

Verkauf von Strom i. H. v. 6.964 Tausend Euro (i. Vj. 5.755 Tausend Euro),

Verkauf von Wärme in Höhe von 5.454 Tausend Euro (i. Vj. 7.730 Tausend Euro),

Bezug von Gas für das BHKW i. H. v. 780 Tausend Euro (i. Vj. 169 Tausend Euro) und

Kosten für die Direktvermarktung über 42 Tausend Euro (i. Vj. 42 Tausend Euro)

SWS

Strombezugskosten von 19 Tausend Euro (i. Vj. 10 Tausend Euro)

Betriebsführungsvertrag über die Erbringung von kaufmännischen und technischen Dienstleistungen über 252 Tausend Euro (i. Vj. 272 Tausend Euro)

Vertrag über die Geschäftsführergestellung mit 50 Tausend Euro (i. Vj. 50 Tausend Euro)

Darlehensvertrag zur Finanzierung von Investitionen 100 Tausend Euro (i. Vj. 200 Tausend Euro)

Seit der Aufnahme des Probebetriebes erhielt die Gesellschaft den Status eines Energieversorgers, für den § 6b EnWG Anwendung findet. Die Gesellschaft verfügt mit der wärmegeführten Biogasanlage über eine Sparte.

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen auf Grund von geschlossenen Lieferverträgen zur Lieferung von Einsatzstoffen in Höhe von 218 Tausend Euro (i. Vj. 588 Tausend Euro). Aus dem Bau- und Mietvertrag über den Wirtschaftsdüngerbehälter resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 16 Tausend Euro (i. Vj. 18 Tausend Euro).

2. Angaben zu den Organen

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte ein Wechsel in der Geschäftsführung. Mit Wirkung zum 28. April 2023 wurde Herr Marco Schult für fünf Jahre zum neuen Geschäftsführer bestellt. Der Geschäftsführer ist bei der SWS angestellt und erhält keine Vergütung von der BioE.

3. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich sechs Mitarbeiter.

4. Verbundene Unternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS), in Schwerin einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Die gemäß § 285 Nr. 17 HGB notwendigen Angaben zum Abschlussprüferhonorar erfolgen im Konzernanhang der SWS.

5. Ergebnisverwendung

Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13. Dezember 2023 wird das Ergebnis des Jahres 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

6. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine bedeutenden Geschäftsvorfälle mit Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

 

Schwerin, 01. Februar 2024

BioEnergie Schwerin GmbH

Marco Schult, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-u. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Endstand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.301,80 0,00 0,00 0,00 8.301,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.305.969,62 9.126,45 0,00 0,00 4.315.096,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.089.918,97 2.028,87 0,00 16.213,30 6.108.161,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.414,58 1.458,59 1.854,57 16.931,50 274.950,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.394,80 23.839,50 0,00 -33.144,80 27.089,50
10.690.697,97 36.453,41 1.854,57 0,00 10.725.296,81
Gesamt 10.698.999,77 36.453,41 1.854,57 0,00 10.733.598,61
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
kumulierte Abschreibungen Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Endstand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.912,80 1.161,00 0,00 0,00 5.073,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.841.608,62 170.251,45 0,00 0,00 3.011.860,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.375.495,97 294.767,17 0,00 0,00 4.670.263,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.583,58 31.489,09 1.854,57 0,00 178.218,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.365.688,17 496.507,71 1.854,57 0,00 7.860.341,31
Gesamt 7.369.600,97 497.668,71 1.854,57 0,00 7.865.415,11
Nettobuchwerte
Restbuchwert 31.12.2022
EURO
Restbuchwert 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.389,00 3.228,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.361,00 1.303.236,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.714.423,00 1.437.898,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.831,00 96.732,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.394,80 27.089,50
3.325.009,80 2.864.955,50
Gesamt 3.329.398,80 2.868.183,50

Forderungsübersicht für das Geschäftsjahr 2023

31.12.2023 Bilanzwert am 31.12.2022 Wertberichtigungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167 171 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 167 171 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 372 378 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 372 378 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 1.313 660 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1.313 660 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 125 153 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 125 153 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0
Summe 1.977 1.362 -

Verbindlichkeitenübersicht für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzwert am Sicherung durch Pfandrechte o. ä.
31.12.2023 31.12.2022 Höhe Art/Form
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 3.064 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 3.064 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
erhaltene Anzahlungen 0 1.564 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 1.564 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405 537 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 405 537 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 108 212 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 108 112 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 100 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
sonstige Verbindlichkeiten 4 4 -
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 4 4 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 0 0 -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 -
Summe 517 5.381 -

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BioEnergie Schwerin GmbH, Schwerin

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BioEnergie Schwerin GmbH, Schwerin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BioEnergie Schwerin GmbH, Schwerin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 13 Abs. 3 KPG M-V unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 13 Abs. 3 KPG M-V unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Erweiterung der Jahresabschlussprüfung gemäß § 13 Abs.3 KPG M-V

Wir haben uns mit den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gesellschaft i. S. v. § 53 Abs. 1 Nr. 2 HGrG im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 befasst. Gemäß § 14 Abs. 2 KPG M-V haben wir in dem Bestätigungsvermerk auf unsere Tätigkeit einzugehen.

Auf Basis unserer durchgeführten Tätigkeiten sind wir zu der Auffassung gelangt, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die zu wesentlichen Beanstandungen der wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft Anlass geben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie dafür als notwendig erachtet haben.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Tätigkeit haben wir entsprechend dem IDW Prüfungsstandard: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG (IDW PS 720), Fragenkreise 11 bis 16, durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Grundsätzen ist es, anhand der Beantwortung der Fragen der Fragenkreise 11 bis 16 zu würdigen, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse zu wesentlichen Beanstandungen Anlass geben. Dabei ist es nicht Aufgabe des Abschlussprüfers, die sachliche Zweckmäßigkeit der Entscheidungen der gesetzlichen Vertreter und die Geschäftspolitik zu beurteilen.

 

Rostock, den 9. Februar 2024

DOMUS Steuerberatungs-AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Niederlassung Rostock

Christmann, Wirtschaftsprüfer

Singer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 24. April 2024 festgestellt.

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