RASANT Personal-Leasing GmbH
Henleinstraße 12, 28816 Stuhr, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Bode seit 1.3.2021 | Prokura |
Bernd Feinermann seit 28.8.2019 | Geschäftsführer |
Anja Susan Meier seit 28.8.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Bernd FeinermannRASANT Personal-Leasing GmbH | 75.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
RASANT Personal-Leasing GmbHEigenbeteiligung | 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RASANT Personal-Leasing GmbHStuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die RASANT Personal-Leasing GmbH, ein Fachunternehmen für das gesamte Personaldienstleistung Portfolio, ist im gesamten Nordwesten und auch im Osten Deutschlands als professioneller Ansprechpartner für Kunden und Mitarbeiter aller Branchen tätig. Seit Gründung im Juli 1992 ist RASANT Personal-Leasing mit 23 Standorten am Markt aktiv. Die Zentralisierung aller verwaltungstechnischen Aufgaben auf den Verwaltungsstandort Stuhr-Brinkum bleibt unverändert bestehen und bewährt sich auch weiterhin. Die Ausrichtung unseres Unternehmens wurde weiterhin auf die gewerblich/technische Überlassung unserer Mitarbeiter konzentriert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt von einer stabilen, aber herausfordernden wirtschaftlichen Lage. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 %, was eine deutliche Abkühlung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Gründe hierfür waren der anhaltende Ukraine-Krieg, hohe Energiepreise und globale Lieferkettenprobleme. Dennoch zeigte die deutsche Wirtschaft ihre Resilienz und verzeichnete einen Beschäftigungsanstieg auf ca. 46 Millionen Erwerbstätige. Die Arbeitslosenquote lag 2023 stabil bei etwa 5,7 %. Der Arbeitsmarkt profitierte von der zunehmenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, wobei insbesondere Branchen wie IT und Ingenieurwesen ein Wachstum verzeichneten. Gleichzeitig blieb die Beschäftigung in flexiblen Arbeitsmodellen wie der Zeitarbeit bedeutend, da Unternehmen diese nutzten, um auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 | Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 796.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag bei 2,0 Prozent. [Quelle: Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt | Juli 2024 Entwicklung der Zeitarbeit) Zwar ist die Geschäftslage der Personaldienstleister aufgrund der Stagnation der deutschen Wirtschaft weiterhin eingetrübt, dennoch waren die Branchenerwartungen zum Jahresende 2023 optimistisch geprägt. Auch eine steigende Zahl der neu gemeldeten Stellen aus der Zeitarbeit ist ein positives Zeichen. Noch zeigen sich in der Branche allerdings keine Zuwächse bei der Beschäftigtenzahl. Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Reallöhne in Deutschland im zweiten Quartal 2023 erstmals seit zwei Jahren wieder leicht um 0,1 Prozent zum Vorjahresquartal angestiegen sind. (Quelle: 10.01.2024 | Anstieg neuer Stellenmeldungen aus der Zeitarbeit GVP Mitgliederinfo Tarif) Im dritten Quartal 2023 ging der positive Trend mit einer Reallohnsteigerung von 0,6 Prozent zum Vorjahresquartal weiter. Ursächlich hierfür ist ein spürbarer Rückgang der Verbraucherpreisinflation bei gleichbleibend hohen Nominallohnsteigerungen. Die zunehmende Kaufkraft hat sich zuletzt auch in einer Besserung der Konsumentenstimmung gezeigt. (Quelle: 10.01.2024 | Anstieg neuer Stellenmeldungen aus der Zeitarbeit GVP Mitgliederinfo Tarif) 2. Geschäftsverlauf Nachdem die deutsche Wirtschaft bereits im Winterhalbjahr 2022/2023 leicht geschrumpft war, konnte sie die Wachstumsschwäche auch im Frühjahr nicht überwinden und stagnierte. Die Inflation befindet sich noch immer auf hohem Niveau und fällt nur langsam, was besonders den Konsum beeinträchtigt. Hinzu kommt eine schwache Auslandsnachfrage. Insgesamt trübte sich die Konjunktur ein, weshalb die Erholung später einsetzt als noch zu Jahresbeginn angenommen. (Quelle: IAB-Kurzbericht 18/2023) Die Erfüllung der Kundenanfragen sowie die Kundenzufriedenheit stellen nach wie vor zentrale Elemente unserer Dienstleistungserbringung dar. Das Kundenfeedback wird regelmäßig durch die Disposition eingeholt und in unserem CRM-System dokumentiert. Trotz der gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen ist eine Nachfrage nach Leiharbeitnehmern zu verzeichnen. Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sind und bleiben fest in unserer Qualitätspolitik verankert. Beides sind wichtige Voraussetzungen für Wachstum. Die Kundenzufriedenheit wird als Kennzahl aus unseren Kundenbefragungen ermittelt. Befragt wurden 626 Kundenunternehmen, leider haben nur 42 Kunden teilgenommen, das entspricht einer Teilnehmerquote von 6,71%. Im Jahr 2022 konnten wir noch eine Beteiligung in Höhe von 10,26% ermitteln. Befragte ehemalige Kunden bestätigten uns zu 100%, dass eine erneute Zusammenarbeit für sie in Frage kommt. Aktivkunden gaben ein positives Feedback zu unserer Dienstleistungserbringung. Die unzureichenden Vertriebsbemühungen führten auch im Jahr 2023 zu einer geringeren Anzahl an Neukunden. Die Bestandskunden waren aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage mit rückläufigen Auftragszahlen konfrontiert. In der Konsequenz führten die genannten Umstände zu einer Reduktion der Produktivität in den Niederlassungen, was letztlich einen minimalen Rückgang des Umsatzes zur Folge hatte. Diese negative Tendenz setzte sich im Jahr 2024 fort. Infolgedessen wurde im Jahr 2023 ein Standort geschlossen, wobei die Niederlassung Hildesheim im März 2023 betroffen war. Im Februar 2024 wurde schließlich die Niederlassung Lüneburg geschlossen. Der erwartete Jahresverlauf 2024 ist geprägt von einem starken Ertragsrückgang, einem starken negativen Jahresergebnis sowie einem stagnierenden Umsatz. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass über das Jahr 2024 hinaus weitere Sparmaßnahmen erforderlich sind, um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu führen. Dazu werden weitere Standortstillegungen und Abbau von Personal notwendig sein, um den Fokus auf die ertragsstarken Niederlassungen zu legen. Das Ziel einer Senkung der Kosten um 1,0 % konnte im Jahr 2023 nicht erreicht werden. Als Hauptfaktor für die Abweichung vom Ziel ist der signifikante Anstieg der Ausgaben im Bereich der Stellenanzeigen zu nennen, der im Vergleich zum Vorjahr 90 % beträgt. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Die Analyse der Prozesse hat ergeben, dass wir auch weiterhin Einsparungsmassnahmen durchführen werden um am Markt erfolgreich tätig zu sein. a) Ertragslage Die aktuelle Ertragslage des Unternehmens ist angesichts verschiedener Faktoren als nicht zufriedenstellend zu bewerten. Die allgemeine wirtschaftliche Lage ist weiterhin angespannt, was zu einem Rückgang der Konsum- und Investitionsbereitschaft geführt hat. Neben den externen Bedingungen sind auch unternehmensinterne Schwächen erkennbar. Insbesondere mangelhafte Vertriebsbemühungen haben dazu beigetragen, dass Marktpotenziale nicht hinreichend ausgeschöpft wurden. 2023 wurden "nur" 226 Neukunden gewonnen, 2022 waren es noch 264 Neukunden. Am Ende des Jahres 2023 war der Ausblick für das 2024 als positiv zu sehen. Die Jahresendgespräche und die Prognosen unserer Kunden waren sehr vielversprechend. Anfang 2024 gab es dann aber bedingt durch eine geringere Nachfrage unserer Kunden nach Zeitarbeitskräften unerwartet einen starken Rückgang der Auftragslage. Wir haben mit Abbau von Personal und sofortigen Einsparungsmassnahmen gegengesteuert. b) Finanzlage Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin stabil. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Vermögenslage Das Vermögen der Rasant Personal-Leasing GmbH besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und den Cash-Flow heran.
III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. IV. Prognosebericht Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 steht weiterhin unter dem Einfluss geopolitischer Unsicherheiten, gestiegener Energiepreise und einer restriktiveren Zinspolitik der Zentralbanken. Laut aktuellen Prognosen wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland moderat ausfallen, mit einer erwarteten Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um ca. 0,2 %. Insbesondere die Industrie und der Einzelhandel sehen sich weiterhin mit Nachfragerückgängen konfrontiert. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt relativ stabil, wenngleich die Dynamik bei Neueinstellungen nachlässt. Dies betrifft vor allem konjunktursensible Branchen wie Bau und Automobil. Die hohe Inflation dürfte sich erst im Verlauf des Jahres abmildern, was den Konsum leicht entlasten könnte. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Gesamtlage herausfordernd und erfordert ein flexibles unternehmerisches Handeln. (Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024-pressemitteilung.html) Die Personaldienstleistungsbranche blickt ebenfalls auf ein anspruchsvolles Jahr 2024. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten könnte die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften und Personalvermittlung leicht schwächer ausfallen als in den Vorjahren. Viele Unternehmen zeigen eine verstärkte Vorsicht bei der Einstellung von neuem Personal und setzen vermehrt auf interne Umstrukturierungen. Gleichzeitig bieten aktuelle Entwicklungen auch Chancen: Der Fachkräftemangel bleibt in zahlreichen Sektoren bestehen, insbesondere in der IT, dem Gesundheitswesen und der Logistik. Unternehmen suchen zunehmend nach flexiblen Lösungen, um Kapazitätsengpässe zu überbrücken, was die Relevanz von Personaldienstleistern unterstreicht. Darüber hinaus wird die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse in der Branche fortschreiten, um effizientere Abläufe und eine verbesserte Kundenansprache zu gewährleisten. Angesichts des stagnierenden Marktwachstums ist eine verstärkte Vertriebsaktivität unverzichtbar, um Marktanteile zu sichern und zu erweitern. Unser Fokus liegt auf der gezielten Ansprache wachstumsstarker Branchen und der Pflege langfristiger Kundenbeziehungen. Insbesondere der Aufbau strategischer Partnerschaften mit Unternehmen aus dem Bereich Lager/Logistik wird forciert. Aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung und der Notwendigkeit, Kosteneffizienz zu steigern, wird unser Unternehmen gezwungen sein, weitere Standorte (Boizenburg 08/2024 und Leipzig 09/2024) zu schließen. Diese Maßnahme dient der Optimierung unserer Ressourcen und der Fokussierung auf wirtschaftlich starke Regionen. Die Investition in digitale Tools zur Optimierung der internen Prozesse und der Kundengewinnung bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Wie dargestellt, wird sich das Jahr 2024 nicht wie zunächst erwartet, positiv entwickeln, sondern wir werden mit einem hohen negativen Jahresergebnis abschließen. Wir gehen davon aus, dass die von uns eingeleiteten Maßnahmen perspektivisch zum Erfolg führen werden. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ist unser Unternehmen zuversichtlich, dass es durch eine klare strategische Ausrichtung und die Fokussierung auf zukunftsträchtige Bereiche seine Position am Markt festigen kann. Die Personaldienstleistungsbranche bleibt ein zentraler Akteur bei der Bewältigung des Fachkräftemangels. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Im Jahr 2023 standen Unternehmen der Personaldienstleistungsbranche vor einer Vielzahl branchenspezifischer Risiken. Eine der größten Herausforderungen war die anhaltende Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Der Fachkräftemangel verschärfte sich weiter, insbesondere in Schlüsselbranchen wie der Pflege, der IT und dem Handwerk. Dies führte dazu, dass Personalvermittler zunehmend Schwierigkeiten hatten, qualifizierte Kandidaten für offene Stellen zu finden. Gleichzeitig stiegen die Erwartungen der Kandidaten an flexible Arbeitsmodelle, attraktive Vergütungen und Entwicklungsmöglichkeiten, was den Wettbewerbsdruck auf Dienstleister erhöhte. Ein weiterer Risikofaktor war die schwankende Nachfrage nach Zeitarbeitskräften, die stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängt. Während in einigen Branchen eine hohe Nachfrage nach temporärer Arbeitskraft bestand, wie beispielsweise in der Logistik oder im Gesundheitswesen, führten konjunkturelle Schwankungen in anderen Bereichen zu Nachfragerückgängen. Regulatorische Veränderungen stellten ein zusätzliches Risiko dar. 2023 wurden die Arbeitszeitregelungen im Rahmen der Zeitarbeit stärker in den Fokus gerückt. Die EU-Arbeitszeitrichtlinie sowie das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung führten zu strengeren Anforderungen an die Zeiterfassung in Deutschland. Eine Verpflichtende, vollständige Zeiterfassung der Arbeitsstunden führte zu einem zusätzlichen administrativen Aufwand für unser Unternehmen. Gleichzeitig waren wir mit zunehmenden Anforderungen an Transparenz und Compliance konfrontiert. Nicht zuletzt blieb der technologische Wandel ein zentraler Risikofaktor. Die zunehmende Automatisierung von Prozessen und der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Personalrekrutierung eröffneten zwar neue Chancen, erforderten aber auch erhebliche Investitionen in Technologie und Know-how. Unternehmen, die nicht schnell genug auf diesen Wandel reagierten, liefen Gefahr, im Wettbewerb zurückzufallen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2023 für die Branche durch einen Mix aus strukturellen, regulatorischen und technologischen Herausforderungen geprägt war. Die genannten Risiken erforderten von uns eine hohe Flexibilität, strategisches Geschick sowie die Fähigkeit, uns an ein dynamisches Marktumfeld anzupassen. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Jahr 2023 standen die Tarifparteien in der Zeitarbeit vor der Herausforderung, neue Abschlüsse zu verhandeln. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Anpassung der Löhne, um die Teuerungsrate auszugleichen. Die Verhandlungen zwischen den DGB-Tarifgemeinschaften und den Arbeitgeberverbänden führten zur Unterzeichnung neuer Tarifverträge, die bis 2024 Gültigkeit besitzen. Der tariflich vereinbarte Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche betrug 12,43 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2023 und 13,00 Euro pro Stunde ab April 2023. Die Anpassung wurde durch die Tarifgemeinschaft der DGB-Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit (BAP und iGZ) beschlossen. Die Entwicklung der Lohnkosten ist weiterhin von einem Anstieg geprägt, was die Dienstleistung Zeitarbeit verteuert und sich somit nachteilig auf die Nachfrage auswirken kann. Dies kann zu Umsatzeinbußen führen. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die Anpassungen der Entgeltgruppen auch positive Auswirkungen haben können. Eine gerechtere Entlohnung der Mitarbeiter kann die Arbeitszufriedenheit und -motivation steigern, was sich langfristig positiv auf die Produktivität und die Mitarbeiterbindung auswirken kann. Die Wertschöpfung unseres Unternehmens ist in erster Linie von den Personalkosten abhängig, welche wiederum an die Kunden weitergegeben werden. Daher ist kurzfristig mit einer Ergebnisbelastung durch das neue Tarifwerk zu rechnen. Durch eine enge Bestandskundenbetreuung sind wir jedoch zuversichtlich, notwendige Preisanpassungen zeitnah umzusetzen. 2. Chancenbericht Im Jahr 2023 sah sich die Zeitarbeitsbranche einem dynamischen und herausfordernden Umfeld gegenüber. Die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Auswirkungen der Inflation stellten viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dennoch erwies sich die Zeitarbeit erneut als flexibles und stabiles Instrument, um Schwankungen in der Personalplanung zu begegnen. Mit Blick auf das Jahr 2024 bleibt die Zeitarbeit ein Schlüsselinstrument für Flexibilität und wirtschaftliche Stabilität. Die Herausforderungen des vergangenen Jahres werden die Branche auch im kommenden Jahr begleiten, jedoch bieten sich neue Chancen durch die fortschreitende Digitalisierung und den technologischen Wandel. Hierin liegen Potenziale für die Vermittlung von Arbeitskräften in zukunftsfähigen Branchen wie der Informationstechnologie, erneuerbaren Energien und der Automatisierungstechnik. Der steigende Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften wird auch 2024 ein dominierendes Thema bleiben. Zeitarbeitsunternehmen, die in Schulung, Qualifizierung und digitale Tools investieren, können hier eine tragende Rolle spielen. Insbesondere automatisierte Bewerbungsprozesse werden zur Optimierung der Personalvermittlung beitragen. Darüber hinaus wird die Internationalisierung der Arbeitskräftebeschaffung eine größere Bedeutung erlangen. Durch gezielte Rekrutierung im Ausland können Zeitarbeitsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Fachkräftemangels leisten und ihre Position am Markt weiter stärken. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Zeitarbeit auch im Jahr 2024 ein wichtiger Impulsgeber für den deutschen Arbeitsmarkt sein wird. Durch Anpassungsfähigkeit, Innovation und strategische Ausrichtung können Zeitarbeitsunternehmen ihre Chancen nutzen und zur Stabilisierung der Wirtschaft in volatilen Zeiten beitragen. Die Stabilisierung der GmbH steht 2024 im Fokus. Die obersten Ziele sind Umsatzsteigerung und Neukundengewinnung. Parallel wird auf die Schulung der bestehenden Kollegen/innen mit dem Schwerpunkt Vertrieb besonders Wert gelegt. Die Umsetzung der Vertriebsziele wird enger begleitet, unrentable Standorte werden stillgelegt oder geschlossen. 3. Gesamtaussage Die Personaldienstleistungsbranche konnte im Jahr 2023 ein leichtes Umsatzwachstum (der durchschnittliche Branchenumsatz stieg um 2,2 Prozent) verzeichnen, das vor allem auf die positive Umsatzdynamik in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen ist. Die schlechte Entwicklung der deutschen Wirtschaft dämpfte das Wachstum von Personaldienstleistern im Jahresverlauf und führte im zweiten Halbjahr zu Umsatzrückgängen. (Quelle: 27.03.2024 | Leichtes Wachstum der Personaldienstleistungsbranche im Jahr 2023 | GVP Mitgliederinfo) Laut Bundesagentur für Arbeit ist bereits seit 2019 ein Rückgang der Beschäftigungszahlen in der Zeitarbeit zu erkennen. Die Corona-Pandemie beschleunigte den gesamten Prozess weiter und verursachte einen tiefen Einbruch. Nach einer kurzen Erholungsphase im Anschluss sanken die Zahlen 2023 auf durchschnittlich 796.000 Beschäftigte und erreichten nun erneut das Niveau der Pandemie. Positiv anzumerken ist, dass die Branche fast ausschließlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Auch die Zahl der Personaldienstleistungsbetriebe sinkt weiter: Zum Jahresende 2023 gab es in Deutschland 46.000 Unternehmen in der Branche - zwei Prozent weniger als noch im Vorjahr. Etwa 23 Prozent davon sind Unternehmen, die ihren Schwerpunkt auf die Arbeitnehmerüberlassung legen und 78 Prozent der Leiharbeitnehmer beschäftigen. Obgleich die allgemeine Branchenentwicklung rückläufig ist, konnte im zweiten Halbjahr ein leichtes Umsatzplus in Höhe von 5,28% verzeichnet werden. Dieses Plus ist auf die gestiegenen Beschäftigtenzahlen zurückzuführen. Während im ersten Halbjahr durchschnittlich 712 Leiharbeitnehmer beschäftigt waren, belief sich die Zahl im zweiten Halbjahr auf 758. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 735 Leiharbeitnehmer beschäftigt. Die anhaltend schwierige konjunkturelle Lage wirkt sich für unser Unternehmen in mehrfacher Hinsicht nachteilig aus. Einerseits führt sie zu einer hohen Inflation, was mit entsprechend hohen Lohnsteigerungserwartungen der Beschäftigten einhergeht. Andererseits beobachten wir eine Stagnation der Investitionsbereitschaft unserer Kundinnen und Kunden, was sich in einer Zurückhaltung bei dem Ausbau und der Besetzung freier Stellen niederschlägt. In der Konsequenz werden diese Faktoren zunächst ertragsmindernd wirken. Aufgrund der langjährigen Erfahrung sowie der personellen Kompetenz unseres Unternehmens ist es möglich, die gegenwärtigen Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und somit auch zukünftig positive Ergebnisse zu erzielen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumente lassen sich im Wesentlichen in Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten unterteilen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, sodass Forderungsausfälle nur gelegentlich zu verzeichnen sind. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden, wobei die meisten Forderungen an eine Factoring-Bank abgetreten werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art zu sichern. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen weiterhin eine konservative Risikopolitik. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Von der Gesellschaft werden 22 Zweigniederlassungen unterhalten.
gez. Bernd Feinermann gez. Anja Meier BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die RASANT Personal-Leasing GmbH hat ihren Sitz in Stuhr. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRB 208029 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB auf und wird gemäß den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt, wobei die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs.1 Satz 2, 266 ff. HGB). In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres wird das Rohergebnis gemäß § 276 HGB ausgewiesen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Dies gilt auch für im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Ausnahme der geringwertigen Wirtschaftsgüter. Die Anschaffungskosten der geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben in 2023, die Aufwendungen für die Wirtschaftsjahre 2024 bis 2027 darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und beinhalten den vollständigen Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszins für die Pensionsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird pauschal der Marktzins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) angenommen. Die Durchschnittsbildung erfolgt über die vergangenen zehn Geschäftsjahre. Für die Ermittlung der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB ist der Erfüllungsbetrag zusätzlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren berechnet worden. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 S. 3 HGB) beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 6,5 (Vorjahr T€ 29,0). Rentenanpassungen sind entsprechend den vertraglichen Zusagen nicht berücksichtigt. Die versicherungsmathematische Bewertung der Versorgungsverbindlichkeiten erfolgt gemäß dem IDW Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 und dem DAV/IVS-Ergebnisbericht vom 26.04.2022. Es wurde das Deckungskapitalverfahren angewendet und das Passivprimat gewählt. Der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 1 HGB wird nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren ermittelt. Die Leistungszuwächse werden auf die gesamte Dienstzeit verteilt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bildung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem zukünftig notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine dem HGB entsprechende Abzinsung vorgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz Das Anlagevermögen wird in dem nachfolgend ausgewiesenen Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 mit den einzelnen Posten gesondert aufgegliedert und entwickelt (§ 284 Abs.3 HGB). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 9). Ferner beinhalten sie Beträge mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 4). Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 25.564,59 (Vorjahr € 25.564,59) entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag des Stammkapitals von DM 50.000,00 (Vorjahr DM 50.000,00) (Art. 42 Abs. 3 Satz 3 EGHGB). Der ausgewiesene Bilanzgewinn i.H.v. € 764.814,59 (Vorjahr € 889.062,97) enthält einen Gewinnvortrag i.H.v. € 889.062,97 (Vorjahr € 885.964,45). Die in den Rückstellungen für Pensionen enthaltenen Verpflichtungen sind durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dient und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen wird nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
Der Nettowert der Pensionsverpflichtung in Höhe von € 66.474,00 entfällt mit € 6.860,00 auf den ausgewiesenen aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung und mit € 73.334,00 auf die Pensionsrückstellung. Der Posten sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen in Höhe von T€ 667 (Vorjahr T€ 769). Die Verbindlichkeiten werden in dem nachfolgend ausgewiesenen Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 mit den einzelnen Posten gesondert aufgegliedert und entwickelt (§§ 268 Abs. 5, 285 Nr. 1 HGB). Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeiten und Sicherheiten
5. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind die sich aus der Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergebenden Beträge auszuweisen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB und um Erträge aus Finanzanlagen, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen:
6. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 a HGB)
Angaben zu den beschäftigten Arbeitnehmern (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer hat im Berichtsjahr 793 (Vorjahr: 897) betragen. Hiervon waren 79 interne Arbeitnehmer und 714 externe Arbeitnehmer. Die gewährten Gesamtbezüge i.S.d. (§ 285 Nr. 9 a HGB) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zu den Organen (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft sind die Geschäftsführer: - Herr Bernd Feinermann, Kaufmann, Hude - Frau Anja Meier, Kauffrau, Ganderkesee Angaben zu Beteiligungen (§ 285 Nr. 11 HGB) Es wird von der Ausnahmeregelung des § 286 (3) Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht. Angaben zum Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11a HGB) Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der - Feinermann Immobilien GmbH & Co. KG, Hude - Feinermann & Pilger Immobilien GmbH & Co. KG, Hude Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 124.248,38. Der Bilanzgewinn in Höhe von € 764.814,59 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Stuhr, den 25. November 2024 gez. Bernd Feinermann gez. Anja Meier Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RASANT Personal-Leasing GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RASANT Personal-Leasing GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RASANT Personal-Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 28. Februar 2025 FTSP
Frisia Treuhand GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Christeleit, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. M. Schmädeke, Wirtschaftsprüfer |
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