Pylos Beacon Warehouse GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Georg Dr. Schmidt-Schultes seit 18.11.2024 | Geschäftsführer |
Cornelius Everke seit 19.6.2024 | Geschäftsführer |
Michael Josef Koch seit 6.6.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Pylos Beacon Holdings S.à r.l. | 92.75% |
| 7.25% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OASE Living Water GmbHHörstelKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021I. Grundlagen der GruppeDie OASE Gruppe mit Hauptsitz in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) und Produktionsstätten in Deutschland, Italien, Niederlanden, China, Großbritannien, USA und dem Competence Center für Professional Design in Singapur ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv: Im Consumer Business (Wassergärten, Ent- und Bewässerung und Aquaristik) stehen im Segment Wassergarten seit Jahrzehnten Pumpen, Filter und Equipment für Garten-, Schwimm- oder Koiteiche, Bachläufe und Wasserspiele im Mittelpunkt. Die Position von OASE in den USA wurde im Oktober 2018 durch den Erwerb von Meridienne International Inc. d/b/a Atlantic Water Gardens mit Sitz in Aurora, Ohio/USA, weiter ausgebaut. Durch die Akquisition von Eden S.r.l. (2013) und biOrb (2015) sowie Produkte aus der Eigenentwicklung ist OASE auch im Segment Aquaristik ein zunehmend relevanter Marktteilnehmer. Weiterhin wurden die Aktivitäten auch im Segment Ent-/Bewässerung durch ein umfangreiches Pumpensortiment ausgeweitet. Im Frühjahr 2019 wurde mit dem Wasserpflege und -technologiespezialisten Söll GmbH ein weiteres Unternehmen erworben. Im Professional Business (Fountain Technology und Water Technology), früher 'Commercial Business' genannt, ist OASE zum einen führender Systemanbieter für Showfontänen und architektonische Wasserspiele, die meist in enger Kooperation mit lokalen Partnern, im Einzelfall auch in eigener Regie (Design & Build) weltweit realisiert werden. Ein Beispiel ist die faszinierende Anlage am Unirii Square in Bukarest, Rumänien, mit einer Länge von 1,4 km und über 2.000 Water Jets. Zum anderen setzt OASE durch den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Wassertechnologie (und hier insbesondere bei der Therapie von Seen) neue Akzente in der Diversifizierung. Die zentralen Leistungsindikatoren (KPI) für die OASE Gruppe sind Umsatzerlöse (vgl. hierzu Abschnitt II.2.). und das um Sondereffekte bereinigte EBITDA sowie die sich daraus ergebende EBITDA-Marge (vgl. hierzu Abschnitt III.1.). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung der Branche a) Gesamtwirtschaftliche Lage Die COVID-19-Pandemie stellt für die Volkswirtschaften der EU und weltweit ein außerordentliches Ereignis dar und hat schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen. Die Wirtschaftstätigkeit in Europa erlitt in der ersten Jahreshälfte 2020 einen schweren Schock und erholte sich im dritten Quartal kräftig, da die Eindämmungsmaßnahmen schrittweise aufgehoben wurden. Das Wiederaufflammen der Pandemie in den letzten Wochen des Jahres 2021 führt jedoch zu wirtschaftlichen Störungen, da die nationalen Behörden neue Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit einführen, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Die epidemiologische Lage bedeutet, dass Wachstumsvorhersagen für den Prognosezeitraum extrem unsicher und risikobehaftet sind. Die Wirtschaft der EU erholt sich schneller als erwartet von der pandemiebedingten Rezession. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Impfkampagnen und der schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen setzte das Wachstum im Frühjahr wieder ein und konnte sich dank der Wiederbelebung der Wirtschaft auch während des Sommers halten. Trotz des zunehmenden Gegenwinds dürfte die EU-Wirtschaft im Prognosezeitraum weiterwachsen und in den Jahren 2021, 2022 und 2023 eine Wachstumsrate von 5 %, 4,3 % bzw. 2,5 % erreichen. Den Projektionen zufolge werden die Wachstumsraten im Euro-Währungsgebiet in den Jahren 2021 und 2022 denen in der EU entsprechen; im Jahr 2023 soll das Wachstum im Euro-Währungsgebiet hingegen 2,4 % betragen. Zwei Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklungsaussichten: Einerseits wird der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie ausschlaggebend sein und andererseits wird eine Rolle spielen, wie gut die Angebotsseite mit der sich aus der Wiederbelebung der Wirtschaft ergebenden raschen Umkehr der Nachfragekurve Schritt halten kann. Die europäische Wirtschaft kehrt schneller als erwartet zu ihrem expansiven Kurs zurück Mit fast 14 % pro Jahr lag die BIP-Wachstumsrate in der EU im zweiten Quartal 2021 so hoch wie nie zuvor: Sie fiel genauso stark aus wie der beispiellose BIP-Rückgang, der im selben Zeitraum des Vorjahres während der ersten Pandemiewelle verzeichnet wurde. Im dritten Quartal 2021 fand die EU zu ihrer vor der Pandemie verzeichneten Gesamtwirtschaftsleistung zurück und wechselte von der Erholungsphase in eine Expansionsphase. Diese Expansion dürfte von der Binnennachfrage weiterhin getragen werden. Die sich aufhellende Arbeitsmarktlage und der erwartete Rückgang der Sparquote dürften den Konsum nachhaltig stützen. Auch die Umsetzung der Aufbau- und Resilienzfazilität beginnt ihre Wirkung zu entfalten und stimuliert sowohl private als auch öffentliche Investitionen. Dennoch erfährt die Wachstumsdynamik neuen Gegenwind. Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten belasten die Wirtschaftstätigkeit in der EU, insbesondere in der verarbeitenden Industrie, wo der Grad der Integration besonders hoch ist. Zudem sind die Energiepreise insbesondere für Erdgas nach einem drastischen Rückgang im Jahr 2020 im vergangenen Monat rasant gestiegen und liegen nun deutlich über ihrem Niveau vor der Pandemie. Dies dürfte sowohl den Konsum als auch die Investitionen bremsen. Der Arbeitsmarkt dürfte sich weiter erholen Mit der Lockerung der Beschränkungsmaßnahmen bei den auf private Verbraucher ausgerichteten Wirtschaftstätigkeiten haben sich die Arbeitsmarktbedingungen in der EU deutlich verbessert. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden in der EU rund 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, viele Arbeitnehmer konnten die Programme zur Arbeitsplatzerhaltung verlassen und die Arbeitslosenquote ging zurück. Die Gesamtzahl der Beschäftigten in der EU lag jedoch noch immer 1 % unter ihrem vor der Pandemie verzeichneten Niveau. Seither ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen. Im August lag die Arbeitslosenquote in der EU mit 6,8 % knapp über dem Ende 2019 verzeichneten Wert. Wie die nach dem Stichtag der Prognose veröffentlichten Zahlen zeigen, waren sie im September weiter leicht rückläufig. Aus den Konjunkturerhebungen der Kommission geht hervor, dass sich in bestimmten Bereichen ein Arbeitskräftemangel herausbildet, insbesondere in Sektoren, in denen die Wirtschaftstätigkeit am stärksten wächst. Je länger dieser Arbeitskräftemangel andauert, desto größer ist die Gefahr, dass er die Wirtschaftstätigkeit belastet und durch Lohnauftrieb die Inflation begünstigt. In der Prognose wird ein Beschäftigungswachstum in der EU von 0,8 % in diesem Jahr, 1 % im Jahr 2022 und 0,6 % im Jahr 2023 veranschlagt. Die Beschäftigungsquote dürfte nächstes Jahr einen Wert über dem Vorkrisenniveau erreichen und 2023 weiterwachsen. Die Arbeitslosenquote in der EU dürfte dieses Jahr 7,1 % betragen und im Jahr 2022 auf 6,7 % und 2023 auf 6,5% zurückgehen. Für den Euroraum werden in den nächsten drei Jahren 7,9 %, 7,5 % und 7,3 % prognostiziert. Geringere Defizite als erwartet Die verbesserten Wachstumsaussichten deuten darauf hin, dass die Defizite 2021 niedriger ausfallen werden als im Frühjahr erwartet. Im Jahr 2020 lag das Gesamtdefizit in der EU bei 6,9 % des BIP; im Jahr 2021 dürfte es sich aufgrund der zu Beginn des Jahres nach wie vor hohen fiskalischen Unterstützung geringfügig auf 6,6 % verringern. Da der Einfluss der Unterstützungsmaßnahmen und der automatischen Stabilisatoren in Anbetracht des anhaltenden Wirtschaftswachstums nach und nach zurückgehen wird, dürfte sich das gesamtwirtschaftliche Defizit der EU im Jahr 2022 auf rund 3,6 % des BIP halbieren und 2023 weiter auf 2,3 % des BIP zurückgehen. Nach einem Wert von rund 92 % in der EU (und 99 % im Euro-Währungsgebiet) dürfte sich die Gesamtschuldenquote in diesem Jahr weitgehend stabilisieren, ab dem Jahr 2022 zurückgehen und im Jahr 2023 einen Wert von 89 % des BIP (97 % im Euro-Währungsgebiet) erreichen. Der vorübergehende globale Preisdruck treibt die Inflation auf den höchsten Wert seit zehn Jahren Nach mehreren Jahren mit geringen Inflationswerten ging der kräftige Neustart der Wirtschaftstätigkeit in der EU wie in vielen anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einem Anstieg der Inflation einher, der die prognostizierten Werte übertraf. Im Euro-Währungsgebiet stieg die jährliche Teuerungsrate ausgehend von einem negativen Wert im vierten Quartal 2020 (-0,3 %) im dritten Quartal 2021 auf 2,8 %. Gemäß den im Oktober veröffentlichten Zahlen betrug sie 4,1 % und erreichte damit einen Wert, der seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1997 nur einmal verzeichnet wurde. Diese starke Teuerung ist in der Hauptsache auf den sprunghaften Anstieg der Energiepreise zurückzuführen, aber auch vor dem Hintergrund der vielfältigen wirtschaftlichen Anpassungen nach der Pandemie zu sehen, was nahelegt, dass es sich bei diesen hohen Werten in erster Linie um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Die Inflation im Euro-Währungsgebiet dürfte 2021 einen Höchstwert von 2,4 % erreichen und - mit der allmählichen Stabilisierung der Energiepreise - 2022 auf 2,2 % und 2023 auf 1,4 % zurückgehen. Für die EU insgesamt wird eine Inflation von 2,6 % im Jahr 2021, 2,5 % im Jahr 2022 und 1,6 % im Jahr 2023 erwartet. Die Wachstumsaussichten sind weiterhin mit sehr hohen Ungewissheiten und Risiken behaftet Obwohl die Wirtschaftstätigkeit nunmehr sehr viel weniger von der Pandemie beeinträchtigt wird, ist das COVID-19-Virus noch nicht besiegt, und die wirtschaftliche Erholung ist in hohem Maße vom weiteren Verlauf der Pandemie innerhalb und außerhalb der EU abhängig. Angesichts der unlängst in vielen Ländern zu beobachtender, wachsender Zahl der Neuansteckungen ist eine Wiedereinführung von Beschränkungen, die sich auf die Wirtschaftstätigkeit auswirken, nicht auszuschließen. In der EU droht dies besonders in denjenigen Mitgliedstaaten, in denen die Impfquoten noch relativ niedrig sind. Wirtschaftliche Risiken ergeben sich auch aus den derzeitigen Versorgungsschwierigkeiten und Engpässen, die längerfristige Auswirkungen haben könnten. Die wichtigsten Aufwärtsfaktoren für die Wachstumsaussichten sind die potenziellen Effizienzgewinne und dauerhaften Produktivitätszuwächse, die sich aus den pandemiebedingten strukturellen Veränderungen ergeben. Investitionen, die durch die Aufbau- und Resilienzfazilität und die damit verbundenen Strukturreformen gefördert werden, werden dabei von entscheidender Bedeutung sein. Insgesamt überwiegen bei dieser Prognose die Abwärtsrisiken. Falls die Lieferengpässe länger anhalten und die über dem Produktivitätswachstum liegenden Lohnsteigerungen auf die Verbraucherpreise durchschlagen, könnte die Inflation höher ausfallen als in der Prognose angenommen 1 Der Stichtagskurs des Euro/USD hat sich im Vorberichtsvergleich von 1,171 auf 1,158 verändert. Das Jahreshoch im Berichtszeitraum 2021 erreichte der Euro somit Anfang Januar 2021, als er bei über 1,233 US-Dollar notierte. Der Stichtagskurs des Euro/GBP veränderte sich von 0,9072 GBP per Ende September 2020 auf 0,8595 GBP per 30. September 2021. b) Entwicklung der Branche Consumer Business Auch im 3. Quartal 2020 und inmitten einer sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie haben die Menschen ein hohes Vertrauen in die Bau- und Gartenfachmärkte. In den Monaten, die ansonsten eher durch Umsatzzurückhaltung in der Hauptreisezeit bzw. in ein Auslaufen der Gartensaison gekennzeichnet sind, konnte die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnen. Dies ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet, aber Umfragen zeigen sehr deutlich auch die neue Lust am Heimwerken. Von Januar bis September setzten die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland 17,32 Mrd. Euro um, was einem Umsatzplus von +15,0 Prozent entspricht. Auf vergleichbarer Fläche macht dies sogar einen Anstieg von +15,4 Prozent aus. In Österreich, das vom Lockdown im Frühjahr in weit stärkerem Maße betroffen war als seine Nachbarländer, betrug der Anstieg bei einem Gesamtumsatz von 2,3 Mrd. Euro immerhin +11,4 Prozent, auf vergleichbarer Fläche +10,2 Prozent. Die Bau- und Gartenfachmärkte in der Schweiz setzten im Dreivierteljahresvergleich bei 2,76 Mrd. Schweizer Franken (CHF) +7,4 Prozent mehr um (flächenbereinigt ebenfalls +7,4%). Dies lässt sich auch in der Entwicklung der Sortimente ablesen. So viele zweistellige Zuwächse wie im ersten Dreivierteljahr 2020 gab es schon seit etlichen Jahren nicht mehr. Die Spitzenplätze unter den bei den Kunden meistgekauften Sortimenten belegen dabei erwartungsgemäß die Gartensortimente, aber auch klassische Heimwerkerartikel und Baumaterialien. Die größten Zuwächse:
Lediglich ein Bereich der insgesamt 22 im BHB/GFK-Panel erfassten Warengruppen rutscht in diesem Pandemiejahr ins Minus: Der Bereich Automotive (Autozubehör, Anhänger, Fahrzeuge etc.) sinkt um -3,7 Prozentpunkte und spiegelt damit die eingeschränkte Mobilität der Deutschen im Corona-Jahr wider. In Österreich zeichnet sich ein in vielen Bereichen ähnlicher Trend ab. Auch hier der größte Umsatzsprung bei Farben/ Malerzubehör (+22,1%). Dahinter folgen Möbel (+21,6%), Werkzeuge/ Handwerkzeuge (+20,9%), Gartenzubehör (+19,7%) und Holz (+18,5%). Auffällig: Das Gartenmöbel-Sortiment bricht um -16,1% ein. Ebenfalls (minimal) im Minus: Die Produkte des Technik-/Büro-/ Unterhaltungs-Sortiments mit einem Rückgang von -0,9%. In der Schweiz wuchs die Warengruppe "Sonstiges" im Dreivierteljahresvergleich um 29,3% an. Ebenfalls weit vorn: klassische Bauelemente (+16,1%) und Gartenausstattung (+16,0%). Vier Sortimentsbereiche weisen negative Raten auf; mit -5,5% schneidet das Automotive-Sortiment am schlechtesten ab. 2 Auch unsere DIY-Kunden etwa in den USA verzeichneten starke Zuwächse, die sich auch in unserem Geschäft widerspiegelten. 3 Zudem entwickelte sich das mittelbare und unmittelbare Geschäft im Online-Bereich sehr dynamisch, so dass sich der Umsatzanteil der OASE-Gruppe in diesem Vertriebskanal weiter ausbaute. Allerdings wird nach wie vor noch der deutlich größere Umsatzanteil über den stationären Handel abgewickelt. OASE geht davon aus, dass dies auch für einen heute absehbaren Zeitraum so bleiben wird. Professional Business Der internationale Fontänenmarkt litt stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Bereits als Auftrag erhaltene Projekte konnten wegen testpositivbedingt stillgelegter Baustellen nicht abgewickelt werden. Einige Branchen, die grundsätzlich als Kunden in Frage kommen, wie etwa Amusement Parks oder Cruiseliner, verschoben ihre geplanten Investitionen aufgrund mangelnder aktueller Einkünfte in die Zukunft. Gleichwohl gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass Projekte grundsätzlich gestrichen werden. Der europäische Markt besteht weiterhin aus eher kleinen Projekten privater Investoren. Die in der Vergangenheit sehr dynamische Marktentwicklung in der Türkei ist aufgrund der politischen Situation mehr oder weniger zum Erliegen gekommen. Nach einem verhaltenen Wachstum in den vorangegangenen Jahren ist in Nordamerika eine spürbare Marktbelebung zu erkennen, die sich aktuell eher in planerischer Tätigkeit ausdrückt, aber zum Ende des Kalenderjahres 2021 auch in steigenden Auftragseingängen spürbar war. Insgesamt ist in der Branche eine Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit der Investition und Wartungsgedanken zu erkennen. Die nachgefragten Systemlösungen haben zunehmend einen "One Supplier" Ansatz mit technischer Planungs- und Beratungskompetenz und die Realisierungszeitspannen werden zunehmend kürzer. Zum Ende des Geschäftsjahres, konnten wir Tendenzen einer Markterholung registrieren. Das Nachfragevolumen erhöhte sich signifikant und einige größere Aufträge konnten abgeschlossen werden. Insofern gehen wir davon aus, bereits im Geschäftsjahr 2022 wieder an die Umsatzniveaus von vor der Pandemie anknüpfen zu können. 2. Geschäftsverlauf a) Allgemein Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch die anhaltenden Herausforderungen am Beschaffungs- und Logistikmarkt, somit die Fortführung der Auswirkungen der Corona-Krise, die bereits im Frühsommer 2020 begannen und sich im Geschäftsjahr 2021 in der Logistik und Materialbeschaffung bestimmter Rohwaren verschärft haben. Neben der beschriebenen Auswirkung zur Corona-Krise wurde im Geschäftsjahr 2021 die Integration der neuen Gesellschaften weitergeführt. Dazu gehörte die Optimierung von SAP nach der Einführung bei Söll. Gleichzeitig wurde die Konsolidierung der Logistik in den USA weiter vorangetrieben. Dazu bezogen wir bei der Tochter Atlantic Water Gardens im Januar 2021 ein 15.000 qm großes Distributionszentrum, das sukzessive externe Logistikdienstleister ablöste. Die Geschäftsführung hatte den Bruttoumsatz für das Geschäftsjahr 2021 im Bereich Consumer mit einer rund 2%igen Wachstumsrate konservativ geplant, als Resultat einer weiteren Unsicherheit aus der Corona-Krise. Die Planung basierte auf Produktinnovationen, Sortimentsoptimierung sowie dem Ausbau der Distribution in Nordamerika, China sowie sämtlichen europäischen Tochtergesellschaften, dieses zudem über die wichtigen Segmente Wassergarten und Aquaristik, aber auch der Annahme, dass die durchweg positive Entwicklung im Jahr 2020 im Bereich Consumer auf dem Niveau gehalten werden würde. Das Professional Business plante aufgrund der Projekt-Pipeline sowie der erfolgreichen Neuausrichtung vom Generalunternehmer zum vorwiegenden System- und Komponentenlieferanten ein deutliches Umsatzwachstum von rund 50%. Das Consumer Business startete mit einem prozentual zweistellig wachsenden Frühbezugsgeschäft im Segment Wassergarten. Damit zeigte sich einmal mehr das Vertrauen des Handels in die Marke OASE als Innovations- und Qualitätsführer der Branche, die damit verbundene hohe Akzeptanz der Neuprodukte aber auch Zuversicht in die Marktentwicklung. Grundsätzlich stand aber auch das Consumer Business unter dem Einfluss der Corona-Krise. Die Turbulenzen in den Lieferketten aus 2020 zogen sich noch durch das gesamte Jahr 2021. Auslöser waren Rohstoffengpässe und mangelnder Frachtraum die durch den weltweit stark gestiegenen Bedarf, aber auch COVID-bedingte Schließungen von Häfen oder Lieferanten. Auch die Verzögerungen durch die Havarie des Containerschiffs Evergiven im Suez-Kanal hat die globalen Lieferketten vor große Herausforderungen gestellt. Durch den hohen Einsatz der Mitarbeiter gepaart mit der Flexibilität in den Werken konnte trotz der zahllosen Herausforderungen das Wachstum auch 2021 fortgeführt werden. Hinsichtlich der Kostenentwicklung führte insbesondere die genannte Verknappung des Frachtraums zu stark gestiegenen Kosten im Bereich der Seefracht-Container. Aber auch im Bereich Luftfracht stiegen die Kosten aufgrund des fehlenden Passagierverkehrs signifikant. Diese Kosten-Effekte sind allerdings globale und nicht OASE-spezifische Effekte. Das Wachstum steht weiterhin auf breiten geografischen Füßen. Alle wesentlichen Regionen trugen zu diesem Erfolg bei. Aufgrund des Produktmix gehen wir davon aus, dass sehr viele Teiche neu angelegt wurden, was auf ein ebenso nachhaltig wachsendes Geschäft in der Zukunft hoffen lässt, da somit die installierte Basis wuchs. Das Geschäft mit Aquaristik - und hier vor allem die OASE-Produkte - entwickelte sich in Summe sehr positiv. Dabei zeigte sich diese erfreuliche Entwicklung ebenfalls über nahezu alle Tochtergesellschaften hinweg, so dass diese Tendenz auf einem stabilen Fundament fußt. Letztendlich gelang es uns auch im Segment Entwässern & Bewässern durch gezielte Marketingmaßnahmen unsere Spuren im Markt zu hinterlassen. Professional Business Im Professional Business hat die zunehmende Fokussierung auf das Servicemanagement und die Systemlösungen in einer noch intensiveren und engeren Zusammenarbeit mit lokalen Partnern resultiert. Das sehr stabile Netzwerk in den lokalen Märkten führt zu einer guten Marktpenetration und Markenbekanntheit bei den Investoren. OASE ist dabei als System- und Komponentenlieferant tätig und wird mit dieser Positionierung als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen. Durch die Fokussierung auf das Servicemanagement und dem über Jahre konsequent aktiv entwickelten Kompetenzprofil der lokalen Partner sind diese in der Lage die Projekte in den lokalen Märkten unter Nutzung der herausragenden Systemtechnik von OASE weitestgehend selbständig einzusetzen. Die Verbundenheit mit der Marke OASE konnte weiter gesteigert werden. Auch wenn sich für OASE das Fontänengeschäft bewusst mehr und mehr zum Liefergeschäft entwickelt, ist es für die lokalen Partner ein klassisches Projektgeschäft mit typischen projektspezifischen Herausforderungen. Selbst größere Auftragsvolumen wurden mit Flexibilität und dem weltweit agierenden OASE Team sowie dem internationalen Partnernetzwerk auf der Lieferantenseite hoch professionell bearbeitet. Das Geschäftsjahr 2021 war entgegen der ursprünglichen Planung weiterhin geprägt durch die anhaltende Corona-Krise. OASE, als einer der großen Player im Fontänengeschäft, hat dem allgemeinen Branchentrend weiterhin unterlegen. Dem Bereich OASE Professional ist es gelungen den Umsatz zum Vorjahr zu steigern, blieb jedoch hinter den selbst gesteckten Erwartungen. Der Bereich Wassertechnologie, entwickelte sich wieder äußerst positiv mit einem Wachstum von 50% zum Vorjahr. In diesen Bereich wird OASE weiter investieren und durch zusätzliches Vertriebspersonal bzw. entsprechende Marketingmaßnahmen die Vermarktungsintensität verstärken. Positiv festzuhalten ist, dass sich generell die Struktur und Qualität des Auftragseingangs weiter verbessert haben. Dabei zielen wir in erster Linie auf Projekte kleinerer und mittlerer Größenordnung ab. So reduzieren wir Klumpenrisiken und optimieren gleichzeitig den Deckungsbeitrag einzelner Projekte. b) Umsatzentwicklung Die Umsätze des Konzerns setzen sich nach geographischen Märkten und strategischen Geschäftsfeldern wie folgt zusammen:
Das ursprünglich für 2021 geplante Umsatzvolumen wurde im Consumer Business deutlich übertroffen, während sich das Professional Geschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Planung aber über dem Vorjahresumsatz entwickelt hat. Der Nettoumsatz beläuft sich in Summe auf rd. Mio. € 203,2 bei einer verbesserten bereinigten EBITDA Marge.
c) Produktion und Logistik Das abgelaufene Geschäftsjahr war zu weiten Teilen geprägt von Herausforderungen rund um COVID-19. Für alle Produktions- und Logistikstandorte wurden seit Januar 2020 Pandemie-Pläne ausgearbeitet und kontinuierlich in Abhängigkeit der jeweils lokalen Rahmenbedingungen angepasst. Die Produktions- und Logistikprozesse konnten im gesamten Geschäftsjahr aufrechterhalten werden, hier kam es nicht zu einer Teilschließung wie im Jahr 2020 erlebt. Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter, aber auch die optimierten Produktionsprozesse hat es der OASE-Gruppe erlaubt jederzeit auf die Markterfordernisse reagieren zu können. Bei allen Kapazitätssteigerungen wurde stets höchster Wert auf die Sicherheit der Mitarbeiter gelegt. Stark im Fokus des abgelaufenen Jahres war ebenfalls die Konsolidierung der logistischen Aktivitäten in USA in unserem eigenen Distributionslager in Ohio. Hierzu werden in Summe drei externe Logistik-Dienstleister abgebaut und parallel eigene Strukturen aufgebaut, um Kostenvorteile zu generieren. Parallel zu den operativen und organisatorischen Maßnahmen wurde SAP als Lagerverwaltungssystem am Standort weiter ausgeprägt, um Abläufe weiter zu optimieren. In diesem Zusammenhang wurde das Modul SAP WM (Warehouse Management) eingeführt und mittels Scanner die operativen Logistikprozesse digitalisiert. Zur Flexibilisierung der Absatzmöglichkeiten im Produktsegment BiOrb in USA wurde eine Montagelinie in Ohio installiert. Als Gegenmaßnahme zu den gegenseitigen wirtschaftlichen Sanktionen zwischen USA und China und den damit einhergehenden Importzöllen wurde in enger Zusammenarbeit mit OASE durch einen bestehenden Lieferanten ein Werk in Mexiko aufgebaut. Damit können wettbewerbsfähige Produkte marktnah produziert werden, was auch weitere Vorteile im Kontext kurzfristiger Bedarfsschwankungen mit sich bringt. Der Standort wurde im abgelaufenen Jahr erweitert und weitere Produktlinien aus Asien nach Mexiko verlagert. Weiterer Fokus des abgelaufenen Geschäftsjahres lag auf der erfolgreichen operativen und organisatorischen Integration der Söll GmbH in die Prozesse und Systeme der OASE Gruppe. Nachdem die prozessuale Integration zum 30.09.2020 mit dem GoLive von SAP abgeschlossen werde, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die inhaltliche Optimierung der Geschäftsprozesse erfolgen. Am Produktionsstandort Norwich/Großbritannien stand das vergangene Geschäftsjahr im Fokus des Brexits. Der im Geschäftsjahr 2020 begonnene Aufbau von Sicherheitsbeständen wurde im laufenden Geschäftsjahr an die Laufzeiten der Logistikdienstleister aus der EU nach UK angepasst, um eine optimale Marktversorgung sicherzustellen. Der Standort Norwich wurde in diesem Zusammenhang als lokales Distributions-Center ausgebaut. Im Zuge weiterhin bestehender Unsicherheiten als Folgen des Brexits gilt es weiterhin kritisch zu prüfen, welche Standortvorteile produktions- und logistikseitig für die OASE Gruppe genutzt werden können. Der Standort in Italien wurde aufgrund des starken Wachstums im Bereich Aquaristik von Cartigliano nach Tezze sul Brenta verlegt. Damit einhergehend wurde der Standort auch auf das "OASE Production System" umgestellt und die Produktionslinien restrukturiert. Durch diese Maßnahme wird das weiterhin starke Wachstum in dem Geschäftsfeld Aquaristik sichergestellt. Die Produktion in Deutschland hat auch in der Saison 2021 von ihrer lokalen Netzwerkstruktur und der damit verbundenen hohen Flexibilität profitiert. Auf starke Bedarfsschwankungen sowie Schwankungen aufgrund der schwierigen Versorgungssituation in der gesamten Lieferkette gerade in dieser Saison konnte adäquat reagiert werden. OASE konzentriert sich am Standort Hörstel auf die hochwertigen und wissensgesteuerten Prozesse des Produktions- und Qualitätsmanagements. Das bestehende Produktionsprinzip wurde weiterentwickelt und mittels Material- und Informationsflussanalysen konnten weitere Verbesserungen erzielt werden. Dabei wurden auch die logistischen Prozesse überprüft, um die Bestandsreichweiten an den Fertigungslinien auf die Kundenbedarfe abzustimmen. In diesem Zusammenhang kommen nun auch Routenzüge zum Einsatz, um die logistischen Prozesse an die Variabilität der Produktion anzupassen. Ziel ist das wirtschaftliche Herstellen kleiner Losgrößen, um flexibel auf die Kundenanforderungen reagieren zu können. Die Neugestaltung der Produktionsbereiche führt auch zu einer Flächenoptimierung im Werk, die künftig für neue Projekte oder Insourcing zur Verfügung stehen. Die erarbeiteten Grundprinzipien des "OASE Production System" werden in die Abläufe der anderen Standorte integriert. Für einfache Tätigkeiten wurden - wie bereits in der Vergangenheit - lokale Partner in die Produktions- und Logistikabläufe integriert. Das Kanban-Konzept in der Produktion gewährleistet einen gleichmäßigeren Materialfluss und trägt zur Verbesserung der Prozesse bei. Weiter ausgebaut wurde im vergangenen Geschäftsjahr die datengestützte Analyse und Steuerung komplexer Geschäftsprozesse entlang der gesamten globalen Lieferkette mittel Business Intelligence (BI) Die über die letzten 3 Jahre zu leistenden Entgelterhöhungen am Standort Hörstel konnten teilweise durch Beschaffungsprojekte und Kostenmanagement ausgeglichen werden. Durch die Kombination der unterschiedlichen Fähigkeiten der Werke kann OASE sowohl preissensible als auch technologieintensive Massenprodukte in eigener Regie herstellen. Am Standort in China wurde zudem die Automatisierung von Produktionsabläufen vorangetrieben. d) Beschaffung Analog zu den Herausforderungen in den Bereichen Produktion und Logistik war auch der Bereich Beschaffung im vergangenen Jahr weiterhin stark von der Pandemie geprägt. Lieferketten aus Asien waren seit Beginn der Pandemie schwer kalkulierbar, was zur Etablierung alternativer Lieferwege führte. Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter gepaart mit datengestützten Analysen erlaubte eine konsequente Steuerung der sich täglich ändernden Lage. Die internen Anstrengungen zur Budgetsicherung für das Geschäftsjahr 2021 in Form von Design-to-Cost Projekten sowie internen Einkaufsoptimierungs-Projekten wurden erfolgreich fortgeführt. In diesem Zusammenhang wurden auch Insourcing-Projekte im Bereich "Wasseraufbereitung und Wasserpflege" am Standort Hof erfolgreich umgesetzt. Die Einkaufspreise im Euro-Raum konnten noch weitestgehend im Rahmen des Budgets gehalten werden. Die Kosten für See- und Luftfracht stiegen aber im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie um einen fast 2-stelligen Faktor. Darüber hinaus sind Verspätungen, Schiffsausfälle, Entladeprobleme durch Schließungen von Häfen oder hohen Bedarfen nicht ohne Auswirkung auf Verfügbarkeit von Laderaum und die damit verbundenen einmaligen Kosten. Das Management der weltweit steigenden Rohstoffpreise sowie der Verfügbarkeit von Komponenten werden in den kommenden Monaten weiterhin anspruchsvoll bleiben. Das Management der Lagerbestände stellte in diesem Jahr aufgrund des volatilen Beschaffungsmarktes erneut eine besondere Herausforderung dar. Dieses Geschäftsjahr war weiterhin getrieben durch eine hohe Unsicherheit durch die Pandemie und auch den Brexit. Kurzfristige Lieferverzögerungen einzelner Komponenten der Stücklisten führte zu Umplanungen in den Werken aber auch höheren Bestandswerten aufgrund dieser kurzfristig verzögerten Einzelkomponenten. In Summe war das vergangene Jahr aus Sicht der Beschaffung sehr erfolgreich und zeitgleich äußerst anspruchsvoll. Sich täglich ändernde Rahmenbedingungen und Lieferverzögerungen durch COVID-bedingte Schließungen von Grenzen oder Firmen wurden versiert und mit hohem personellen Einsatz gemanaged. Die Komplexität der Herausforderungen zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen und betrifft ausnahmslos alle Warengruppen. Der direkte Dialog und das gute partnerschaftliche Verhältnis zu allen Lieferanten, aber auch das reaktionsschnelle Identifizieren und Qualifizieren von alternativen Lieferquellen spiegelt sich in den Umsatzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres wider. e) Investitionen, Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Investitionspolitik in der abgelaufenen Saison lag wieder in der Entwicklung innovativer Produkte, wie etwa dem Launch einer Nachfolgeversion des sehr erfolgreichen Druckfilters FiltoClear, dem neuen Flaggschiff in der Pumpenrange AquaMax Eco Titanium 81000, des Aquarienfilters BioStyle sowie den neuen StyleLine- und ScaperLine-Aquarien. Ein weiterer wesentlicher Investitionsschwerpunkt lag und liegt in der Vernetzung unserer Produkte mit OASE CONTROL, z.B. die zentrale Steuerung wichtiger Funktionen im und am Teich bzw. im Garten über das Heimnetzwerk zentral gesteuert, mit einer App mit Hilfe der OASE Cloud. Dieses wird auch für das Aquaristik- und Terraristiksegment aufgebaut. Dabei forcieren wir den Aufbau eigenen Knowhows und investieren in eigene personelle Kapazitäten. Speziell das ebenfalls neu entwickelte biOrb EARTH für die Terraristik vereint das gebündelte Kompetenz-Set von OASE, weil alle tropischen Umwelt-Szenarien für das Wohlbefinden der Tiere voreingestellt per App wählbar und individuell anzupassen sind. Zudem verstärkt OASE seine Performance im Portfolio der Consumables, unterstützt durch seinen Standort in Hof und die Kompetenzen der Tochter-Firma Söll. In dieser Kooperation entstanden sowohl ein neues, hochklassiges Fischfutter für Gartenteiche, Dynamix, als auch eine 360°-Range für die Rundumpflege in der Aquaristik, OASE AquariumActiv. Darüber hinaus baut die Gruppe ihre Laborkompetenz im Wasser-Technologie-Sortiment konsequent aus. Mit dem effektiven Blaualgenvernichter CyanoClear, der erfolgreich in internationalem Gewässer getestet wurde, bis zur Wasseraufbereitung durch die OASE WaterBox, mit der unter anderem Uranrückstände aus Trinkwasser filtriert werden können. Die jahrzehntelange Erfahrung, in Engineering und Vermarktung innovativer Pumpen- und Wassertechnik bilden die Grundlage für die Erschließung dieser wachsenden Bereiche. Die Reduzierung des Energieverbrauches, Langlebigkeit sowie Nachhaltigkeit der Produkte wird weiterhin im Fokus der Entwicklungstätigkeit stehen. Dies geht einher mit den gesellschaftlichen Erwartungen an Produkte dieser Art. Wie bereits im vergangenen Jahr wird überdies mit hoher Ressourcenbindung in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, dem Marketing und dem Produktmanagement in die Geschäftsfelder OASE Indoor Aquaristik am Standort in Italien und in Produkte zur biOrb-Range investiert. Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden dominiert von einer komplett neu konzeptionierten Webseite sowie hohen Entwicklungsaufwendungen für Innovationen wie der OASE Control App, und beliefen sich im Berichtszeitraum auf T€ 6.021. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände betrugen im Berichtszeitraum T€ 10.260; davon entfielen auf die Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte T€ 2.748. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen im Berichtszeitraum bei T€ 2.476. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr T€ 3.456. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bzw. Konstruktionen betrug im Geschäftsjahr T€ 7.717. Hiervon entfielen T€ 3.845 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens. Die auf den Konzernumsatz bezogene F&E Quote betrug 3,8 %. f) Finanzierungsmaßnahmen Mit Übernahme der OASE Gruppe durch Argand Partners konnte eine bis in das Jahr 2024 reichende Finanzierung mit Hayfin Funds als Arranger aufgesetzt werden. Die langfristigen Senior Fazilitäten über insgesamt € 148 Mio. teilen sich in einen 7-jährigen Term Loan und eine Betriebsmittel- und eine revolvierende Saisonkreditlinie mit jeweils 6 Jahren Laufzeit auf. Der Kreditvertrag wurde am 30. Oktober 2017 unterschrieben. Die OASE Living Water GmbH als neue Muttergesellschaft wurde zum Erwerbszeitpunkt mit einem Eigenkapital in Höhe von € 63 Mio. sowie einem Gesellschafterdarlehen von € 10 Mio. ausgestattet und mit den getätigten Akquisitionen in 2020 erfolgte eine Erhöhung der Kapitalrücklage auf € 67,7 Mio. Dieses Gesellschafterdarlehen ist mit einem Rangrücktritt belegt, was somit in einem wirtschaftlichen Eigenkapital von € 78 Mio. resultiert. Die bestehenden Kreditlinien (Betriebsmittelkredite und Saisonkreditlinie) von insgesamt € 35 Mio. zeigten sich im Verlauf des Jahres jederzeit mehr als ausreichend. Die Betriebsmittellinie war zu Beginn sowie zum Ende des Geschäftsjahres jeweils komplett zurückgeführt. Im Geschäftsjahr erfolgten Kredittilgungen für die Darlehen der Söll GmbH in Höhe von €140 Tsd., welche Anfang Januar 2022 komplett zurückgeführt werden sowie € 2 Mio.in der Senior Fazilität im März 2021. g) Personal und Aus- und Weiterbildung OASE verfolgt das Ziel, qualifiziertes Personal langfristig an sich zu binden und bei Bedarf gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren. Im Geschäftsjahr wurden in der OASE Gruppe durchschnittlich rund 950 Mitarbeiter incl. Zeitarbeiter beschäftigt. Um auch langfristig den Nachwuchs zu sichern und sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region zu präsentieren, nimmt OASE in Deutschland seit Jahren an Firmenkontaktmessen sowie Job- und Berufswahlmessen teil. Durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen und Abschlussarbeiten verschafft sich OASE die Möglichkeit, kompetente und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Jungakademiker - insbesondere Ingenieure - zu gewinnen. In der Berufsausbildung setzt OASE seit langem auf die Ausbildung von Industriekaufleuten. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit 2008 Kooperationspartner des Instituts für duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück und bildet Ingenieurnachwuchs in dem dualen Studiengang Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen aus. Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter genießt bei OASE einen hohen Stellenwert und setzt dabei auf einen Mix aus kollektiven und individuellen Maßnahmen. Während sich der firmeninterne Englischunterricht an die gesamte Belegschaft richtet, basiert die Fach- und Führungskräfteentwicklung bei OASE auf gezielten individuellen Maßnahmen. Dass OASE die Herausforderungen des Marktes und hier besonders die Rahmenbedingungen innerhalb der Corona-Krise bislang gemeistert hat, verdankt das Unternehmen insbesondere dem gut ausgebildeten und engagierten Personal. Die Schlagkraft und Motivation der Belegschaft auf Dauer zu erhalten ist eine vorrangige strategische Aufgabe, die aufgrund der demografischen Entwicklung immer weiter an Bedeutung gewinnt. Der im Mai 2019 implementierte Haustarifvertrag zwischen den Tarifpartnern für den Standort Hörstel hat eine Laufzeit bis 31. März 2022. Dieser orientiert sich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten der OASE Gruppe. Im Frühjahr 2022 werden Gespräche mit IG Metall und Betriebsrat geführt werden, um einen neuen Haustarifvertrag abzuschließen. h) Umweltschutz OASE ist dem Umweltschutz schon durch seinen Geschäftszweck verpflichtet. Der Gartenteich als Biotop spielt eine außerordentlich wichtige Rolle für die Tier- und Pflanzenwelt. Mit unserem Anspruch als technologisch führender Anbieter trägt OASE mit innovativen Lösungen zur Ressourcenschonung bei. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung energieeffizienter Produkte wie z.B. die Teichpumpen AquaMax ECO oder Einsatz von LED-Technologie. Höchste Qualität unserer Produkte sichert den Einsatz über viele Jahre und ist damit ein wertvoller Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Umweltrisiken in den Fertigungsstätten der OASE Gruppe sind von inferiorer Bedeutung. Die Verwertung bzw. Beseitigung von Abfällen ist vertraglich geregelt, bei der Beschaffung von Gütern wird explizit auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Soweit möglich werden Werbematerialien klimaneutral auf FSC-zertifiziertes Papier gedruckt. Der Paketversand innerhalb Europas für auf Klimaneutralen Versand umgestellt und wo möglich auf Versandpackung aus Biopolymeren oder Recyclingmaterial umgestellt. Die Werke in Europa wurden mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, im Werk in Italien partiell durch Photovoltaik selbst erzeugt. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Nachfolgend werden zum Einblick in die Ertragslage die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung in zusammengefasster Form und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen gegliedert und im Vergleich den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Die im Geschäftsjahr erzielte Gesamtleistung beläuft sich auf Mio. €208,3. Der Umsatz entfiel dabei auf den Bereich Consumer mit Mio. €184,9 und mit Mio. €18,3 auf das Professional-Geschäft.
Die Materialaufwandsquote hat sich erhöht, gleichzeitig wurde ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Rohergebnis von T€ 116.007 erreicht. Die Erhöhung der Materialaufwandsquote ist weitestgehend ein Resultat der im Geschäftsjahr 2021 gestiegene Rohstoffpreise aber auch eine Verschiebung innerhalb der Geschäftsfelder und deren Produktfamilien. Die Personalaufwendungen haben sich mit T€ 4.941 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Wichtiges externes Know-How wurde ingesourct. Im Bereich Entwicklung wird die App Programmierung für unsere Produkte Inhouse getätigt. Die Elektronikentwicklung wurde ausgebaut und beim externen Lieferanten reduziert. Mit eigenem Personal erfolgt nun die Programmierung im SAP Umfeld, Inhouse IT Projekt Manager, Programmierer für den Ausbau der Digital Plattform, E-Commerce Manager sowie Investitionen in Personal im Bereich Marketing und Produkt Management für die Wachstumsfelder Indoor Aquatics und Water Technology. Weiterhin wurde die externe Logistikdienstleistung in den USA am Standort in Ohio aufgebaut (Insourcing). Die Erhöhung der Abschreibungen ist ein Resultat gestiegener Innovationen und der Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes (Mio. € 2,748) geschuldet. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um Mio. € 4,2 ist getrieben durch die Erhöhung der Logistikkosten einhergehend mit dem Umsatz in Deutschland, Lagerhauserweiterung in den USA, die monatlichen Gebühren zur digitalen Infrastruktur sowie Kosten korrelierend mit der Umsatzausweitung. Das neutrale Ergebnis stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Das Geschäftsjahr wird mit einem Konzernjahresergebnis von Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,4) abgeschlossen. Das bereinigte EBITDA/die EBITDA-Marge der Gruppe, welche/s nachstehend detailliert dargestellt wird, beträgt Mio. € 31,7 Mio. /15,6% (Vorjahr € 27,5 Mio. /15,3%). EBITDA errechnet sich auf Basis der Definition im gültigen Finanzierungsvertrag, definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, bereinigt um einmalige, außerordentliche, periodenfremde Aufwendungen und Erträge sowie Kosten, die mit der angestrebten Wachstumsstrategie bzw. strategischen Initiativen und Geschäftsoptimierungen einhergehen. Weiterhin haben Veränderungen bei den latenten Steuern das Ergebnis mit Mio. € 0,5 entlastet.
Die in der EBITDA Bridge dargestellten einmaligen Effekte resultieren im Wesentlichen aus einmaligen Kosten im Bereich der periodenfremde Aufwendungen (T€ 343), strategischen Kosten zur konsequenten Weiterführung der Wachstumsstrategie (T€ 3.116), Aufwendungen für die Optimierung der Organisation (T€ 307) und einmalige weitestgehend externe Aufwendungen aufgrund der COVID19 Krise im Schwerpunkt der Logistikherausforderungen (T€ 4.170). b) Finanzlage Die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätslage wird anhand der folgenden, aus der Bewegungsbilanz abgeleiteten, indirekt ermittelten, verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt. Sie basiert auf der Finanzmittelfondsrechnung, wobei der Finanzmittelfonds als Bestand liquider Mittel definiert ist. Die ausführliche Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ 16.576 nach T€ 19.259 im Vorjahr. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Änderungen in den Vorratsbeständen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus Kredittilgungen in Höhe von T€ 2.139 sowie Zinszahlungen in Höhe von T€ 6.463. Der Finanzmittelbestand hat sich somit zum 30. September 2021 um T€ 532 von T€ 13.606 im Vorjahr auf T€ 13.073 reduziert. c) Vermögenslage Nachfolgend haben wir zum Einblick in die Vermögenslage die Bilanz zum 30. September 2021 nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (Bindung des Vermögens sowie Fristigkeit der Fremdmittel) aufbereitet und den Vergleichszahlen des Vorberichts gegenübergestellt:
Auf der Aktivseite hat sich das immaterielle Anlagevermögen aufgrund der die Investitionen überschreitende Abschreibungen um T€ 4.149 auf T€ 133.348 reduziert. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen auf Investitionen in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 3.845. Die Vorräte liegen über den Beständen des Vorjahres, bedingt durch deutlich zu niedrige Bestände im Vorjahr getrieben durch die hohe Nachfrage sowie fehlender Komponente um Fertigwaren final zu fertigen, dieses gegen Ende der Saison sowie weltweitgestiegener Rohstoffpreise. Die liquiden Mittel ist auf die Veränderung des Working Capitals zurückzuführen.
Die Gesellschafterdarlehen (mit Rangrücktritt belegt) zusammen mit dem Eigenkapital ergeben eine substanzielle Eigenmittelquote von 29 %. Die langfristigen Fremdmittel entfallen im Wesentlichen auf Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Debt Funds (T€ 110.542) und Gesellschaftern (T€ 11.669). Die Finanzierung erfolgt über Debt Funds, so dass die Darlehensverbindlichkeiten aus der Finanzierung unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Die Reduzierung erfolgte aus Mio. € 2 Rückführung sowie T€ 184 von Umrechnungsdifferenzen. Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen ist inclusive höherer Steuerrückstellungen im Wesentlichen auf die Auszahlung von Kosten für externe Beratungsleistung zurückzuführen, höherer Bonusrückstellungen der Kunden, höhere Rückstellungen im Personalbereich für Urlaub, Mehrarbeit, EBITDA Bonus, 13. Monatsgehalt, sowie ausstehende Rechnungen von Lieferanten zum Stichtag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt T€ 2.406 über den Verbindlichkeiten zum 30. September 2020. Die Lieferanten wurden im Rahmen der Zahlungsziele unter Inanspruchnahme von Skonto bezahlt. Die Erhöhung ist auch ein Resultat der frühzeitigen Materialbeschaffung, vor dem Hintergrund Lieferfähigkeit zu gewährleisten bzw. zu verbessern. Die passiven latenten Steuern vermindern sich entsprechend der Abschreibungen auf Step-Ups im Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Zu den Details verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Anhang. d) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage Die ursprüngliche Prognose, dass sich der Umsatz und das korrelierende EBITDA positiv entwickeln würde, hat sich materialisiert, sprich Umsatz und Ergebnis haben sich positiv entwickelt. Tatsächlich wurde der Vorjahresumsatz um 13,2 % überschritten. Zudem ist es gelungen das bereinigte EBITDA und EBITDA - MARGE des Vorjahres zu übertreffen. Insgesamt stellt sich daher die Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der oben dargestellten Entwicklungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv dar. III. PrognoseberichtUnverändert gilt aus unserer Sicht, dass sich der Handel nur mit der Listung von OASE als kompetenter Anbieter für Teichtechnik positionieren kann. OASE ist die unumstrittene "must have" Marke für den Wassergarten. Gleichzeitig entwickelt OASE die relativ neuen Geschäftsfelder Aquaristik und Wassertechnologie aktiv weiter und wird dort zunehmend Akzente setzen. Die konjunkturelle Erholung in Deutschland hat im Jahresverlauf 2021 wieder spürbar an Schwung eingebüßt. Nach den Belastungen zum Jahresanfang durch den Lockdown im Gefolge der zweiten und dritten Infektionswelle der Corona-Pandemie machen den Industrie- und Bauunternehmen fehlende Materialien zu schaffen. Dazu kommen höhere Preise für Energierohstoffe. Dies belastet auch die globale Wirtschaftsdynamik. Über die stark ansteigenden Produktionskosten legen auch die Verbraucherpreise deutlich zu und die Konsumerholung verliert an Tempo. Die seit Oktober 2021 in Deutschland wieder stark ansteigenden Infektionen werden im Winterhalbjahr 2021/2022 ein erneutes Abbremsen beim Konsum und in den damit verbundenen Wirtschaftsbereichen auslösen. Dieses Zusammenwirken von Produktionsstörungen, Preiseffekten und der Pandemie-Politik wird die ökonomische Normalisierung weiter hinauszögern. Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2022 um knapp 4 Prozent zulegen - nach nur 2 ½ Prozent in 2021. Das setzt voraus, dass sich die vielfältigen Produktionsstörungen im Jahresverlauf entspannen - trotz noch bestehender Knappheiten in einigen Bereichen. Damit lassen auch die preistreibenden Effekte nach. Die negativen Arbeitsmarktwirkungen der Pandemie bei der Erwerbstätigkeit und der Arbeitslosigkeit werden im Jahr 2022 in Deutschland weitgehend überwunden sein. Die Erwerbstätigkeit wird den Vorkrisenstand sogar übertreffen, während die Arbeitslosigkeit mit knapp 2,4 Millionen Personen noch etwas darüber liegen wird. Die Arbeitslosenquote geht im Jahr 2022 auf 5 ¼ Prozent zurück. Nach den massiven Finanzierungslasten des Staates in den Jahren 2020 und 2021 geht das Haushaltsdefizit auf -2 Prozent des BIP zurück und die Schuldenstandsquote liegt bei rund 70 Prozent. 4 Unter Berücksichtigung der allgemeinen Konjunktureinschätzung, bestehender Risiken und Einschätzung der Marktposition hat die Geschäftsführung in den Monaten Juli bis September 2021 ihre Planung aufgestellt und für 2022 weiteres Umsatzwachstum geplant. Im Consumer Business begründet sich die Erwartung auf
Für das Professional Business erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 eine wachsende Geschäftsentwicklung, die auf das Vorkrisenniveau zurückführen soll. Diese Erwartung stützt sich auf die Fortsetzung der positiven Entwicklung im Komponenten- und Systemgeschäft aufgrund der einzigartigen und führenden Systemtechnik und dem globalen Netzwerk von Distributionspartnern. Gestützt wird diese Einschätzung durch die vielversprechende Order-Pipeline. Zusätzlich erwartet das Management den weiteren Ausbau der Ergebnisse im Bereich Wassertechnologie, da wir dort immer mehr neue Fachpartner gewinnen können. Die Geschäftsführung setzt weiterhin auf eine positive Margenverbesserung durch Skaleneffekte sowie kontinuierliche Entwicklung von Produkt-, System- und Prozessinnovation. Laut der ursprünglichen Planung erwartete die Geschäftsführung für das aktuelle Geschäftsjahr (Oktober 2021 bis September 2022) steigende Umsatzerlöse mit unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Segmenten. Das bereinigte EBITDA wurde über dem Wert des Vorjahres und die bereinigte EBITDA-Marge (abgeleitet aus der Definition des Kreditvertrages auf dem Vorjahreswert prognostiziert. Auf Basis der aktuellen Entwicklung in Folge der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 erwartet die Geschäftsführung im Vergleich zum Vorjahr keinen Rückgang der Umsatzerlöse Aufgrund stark gestiegener Transportkosten speziell für Lieferungen aus China sind nachteilige Effekte auf das Ergebnis wahrscheinlich, auf die u.a. mit Preiserhöhungen zum 01.10.2021 reagiert wurde. Auch wurde die Lieferkette für den amerikanischen Markt teilweise neu ausgerichtet, mit Beschaffung von Produkten aus Mexiko statt China. Zu beachten ist, dass weitere Auswirkungen des Coronavirus zu einer negativen Abweichung von Prognosen des Unternehmens führen könnten, die sich eher aus den wirtschaftlichen Nebenerscheinungen dieser Krise, wie etwa steigender Arbeitslosigkeit, ergeben könnten. Der militärische Konflikt zwischen Ukraine mit Russland stellt für die Volkswirtschaften ein ungeplantes Ereignis dar und hat voraussichtlich schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen in der Region. Inwieweit die Wirtschaftstätigkeit sich in Europa in den kommenden Monaten entwickelt, hängt unter anderem von der Länge des Konflikts ab. Das OASE Geschäft in den beiden Ländern belief sich für das Geschäftsjahr 2021 kumuliert auf ca. 0,7%. Mit Ausbruch der Krise wurde mit einer internen Task Force, Risikoanalysen in den Bereichen Supply Chain, Logistik und Cyber Security durchgeführt und bewertet. Dieser Prozess zur Risikobewertung wird fest installiert, um erforderliche Maßnahmen zur Risikominimierung für die OASE zu implementieren. Chancen- und RisikoberichtDas Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung von OASE. Die OASE Gruppe verfügt über verschiedene Systeme und Reports zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken . Aufgabe des Risikomanagements ist es, eine valide Abschätzung der mit der Planung und Ausführung unserer Geschäftsstrategie verbundenen Chancen und Risiken durch das verantwortliche Management sicherzustellen. Zur Minimierung von Risiken hat OASE ein Risikomanagementsystem aufgebaut, dessen Elemente darauf ausgelegt sind, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und effizient gegenzusteuern. Dieses System wird permanent an neue interne und externe Veränderungen angepasst. Hierdurch gewährleisten wir, dass das verantwortliche Management frühzeitig über mögliche Risiken informiert ist und dass unmittelbar eventuell notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken stellt dabei das Berichtswesen dar, mit dem neben den externen Daten monatlich detaillierte, interne Berichte und Auswertungen - hinsichtlich der KPIs sowie z.B. zum Net Working Capital, Reichweitenanalysen, Auftragseingang, Leistungserstellung, Cashflow - erstellt werden. Laufend werden Abweichungen von Budgets, die Erfüllbarkeit von Prognosen sowie das Auftreten neuer monetärer und nichtmonetärer Risiken untersucht. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich möglicher Verbesserungspotenziale für ein effizientes und wirksames Risikomanagement werden zeitnah umgesetzt. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die OASE Gruppe Risiken ausgesetzt, die negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Im Folgenden werden wesentliche Risikofelder beschrieben, die Einfluss auf das Geschäftsergebnis der OASE Gruppe haben können. Den allgemeinen Risiken stehen auch Chancen gegenüber. Sie ergeben sich im Besonderen bei einer sich belebenden Konjunktur und der damit einhergehenden Neigung der Verbraucher zu erhöhten privaten Konsumausgaben. Weitere Chancen ergeben sich aus der Erschließung neuer Märkte durch den Ausbau der Distribution in den USA und der Fortführung der Entwicklung neuer innovativer Produkte im Bereich Water Technology und Water Treatment durch die Söll GmbH sowie aus der generellen OASE Position im Markt. Konjunkturverlauf und Nachfrageschwankungen Wesentliche externe Risiken für die OASE Gruppe sind der saisonale Konjunkturverlauf in Abhängigkeit vom Wetter in den Ländern und die damit verbundenen Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten. Durch eine systematische Analyse der Stimmungslage und der Auftragseingänge in den jeweiligen Absatzmärkten versucht OASE, ihre Strategie und Aktivitäten möglichst frühzeitig an künftigen Veränderungen auszurichten und insbesondere Leerkosten zu vermeiden. Dem durch die weiterhin bestehenden politischen Krisen insbesondere durch den Handelskrieg zwischen USA und China, ggf. noch bedingt durch den Brexit und damit möglicherweise einhergehenden Rückgang der Nachfrage wurde im Rahmen der Planung Rechnung getragen. Ein weiteres signifikantes Risiko besteht in der aktuellen Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine. Schließlich würde eine militärische Aktion beider Seiten, aber insbesondere ein Erstschlag seitens Russlands eine Gegenreaktion der NATO nach sich ziehen. Ein Krieg vor der Haustür Europas hätte unter anderem massive negative wirtschaftliche Auswirkungen. Die Situation bzgl. des Coronavirus SARS-CoV-2 hat weiterhin weltweite Konsequenzen auf die Konjunktur. Das hieraus resultierende Risiko lässt sich aktuell für 2022 noch nicht abschließend bewerten. Die Änderung des Bestellverhaltens im Onlinehandel hat zudem massive Auswirkungen auf unsere Tätigkeit zum Beginn der Saison. Bereits zu Beginn des Ausbruchs in China im Januar 2020 haben wir Business Continuity Pläne aufgestellt und fortgeführt. Die für uns wichtigen Märkte und Regionen haben wir täglich im Blick, um uns den aktuellen lokalen Anforderungen zu stellen und weiter handlungsfähig zu bleiben. Nach den Schließungen von Produktionsstandorten im letzten Jahr, stellt die aktuelle Entwicklung in der Materialbeschaffung und Eingangslogistik von China nach Europa und in die USA eine Herausforderung die ganze Saison dar. Schwerpunkt der Herausforderungen sind die fehlende Verfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten, aber auch fehlende Entladekapazitäten an den Zielhäfen insbesondere in UK und USA. Die bereits im Geschäftsjahr 2020 implementierten Maßnahmen u.a. zum Schutz der Mitarbeiter, zur Sicherung der Liquidität, der Lieferketten und -Beziehungen, der Sicherstellung der Produktion und der notwendigen Infrastruktur sowie umfangreiche Kostensenkungen werden fortgeführt und laufend überwacht. Die Geschäftsführung wird, wenn erforderlich, wie auch im Jahr 2020, mit dem Betriebsrat am Hauptstandort in Hörstel eine Betriebsvereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit abschließen, um dann auf Auslastungsschwankungen in der Produktion und in der Verwaltung reagieren zu können. Unsere hohen Investitionen den vergangenen Jahren sowie deren Fortführung im abgelaufenen Geschäftsjahr in digitale Infrastruktur ermöglichen es uns, besser auf die Herausforderungen in Folge des Coronavirus SARS-CoV-2 zu reagieren. Unseren Mitarbeitern in Verwaltung, Forschung & Entwicklung, Vertrieb sowie produktions- und vertriebsnahen Abteilungen ist dadurch Arbeit im Home-Office möglich und dieses an fast allen Standorten weltweit. Finanzierungsrisiken Die von einem Konsortium derzeit und auch in Zukunft gewährten Darlehen und eingeräumten Kreditlinien hängen von der Erfüllung bestimmter Finanzkennzahlen in der Gruppe ab. Sollte sich die Unternehmensplanung nicht wie erwartet realisieren lassen, besteht das Risiko, dass Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden und somit eine Verletzung des Kreditvertrages vorliegt. In diesem Fall hätten die Kreditgeber das Recht, die Kreditvereinbarung zu kündigen und die Rückzahlung der bestehenden Darlehen zu verlangen. Die für das Geschäftsjahr 2021 gültigen Covenants wurden, für die bestehenden Finanzierungen in der OASE Gruppe wie in den vergangenen Jahren, jederzeit mit ausreichend Headroom eingehalten. Am Standort in Hörstel erstellen wir seit 2009 wöchentlich einen 13-Wochen Cash Forecast, der aus den Plänen der jeweiligen Niederlassungen konsolidiert wird, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Dieser wird dem Hauptgesellschafter wöchentlich kommuniziert. Auf Basis der aktuellen, konsolidierten Cash Forecasts unserer internationalen Niederlassungen sehen wir im Moment keinen Engpass in der Liquidität, vorausgesetzt, dass das Zahlungsverhalten unserer Kunden sich nicht wesentlich verschlechtert. Auf Basis des Ende Dezember 2022 vorliegenden Cash Flow Plans für das Geschäftsjahr ist die Liquidität per Ende September gewährleistet, der Cash Flow Forecast per Ende Dezember 2021 sowie die zur Verfügung stehende Betriebsmittellinie geben aktuell keinen Hinweis, dass die Liquidität in den nächsten 12 Monaten nicht gesichert sei. Materialpreise und Herstellkosten Risiken für das operative Ergebnis der OASE Gruppe entstehen aus möglichen weltweiten Preissteigerungen vorwiegend auf dem Energie- und Rohstoff- bzw. Transportmarkt. Zusätzlicher Einflussfaktor ist die Entwicklung der Währung USD und RMB. Hier werden lokal Kurssicherungen in RMB und GBP getätigt. Weitere Konsequenzen aus der Corona-Pandemie ergeben sich durch die hohe Nachfrage unter anderem in den Warengruppen Elektronik, Kunststoff und Papier und daraus resultierende Verfügbarkeitsengpässe. Der aktuell abgewertete Dollar, gleichzeitig erstarkte RMB und GBP Kurs birgt Beschaffungsrisiken gegenüber dem Euro und hat somit direkt und indirekt Einfluss auf das Geschäft der OASE Gruppe. Bedingt durch unsere internationalen Produktionsstandorte ist es uns gelungen, das FX Exposure (USD/GBP/RMB) für die Gruppe zu reduzieren. Mehrkosten muss OASE durch weitere Einkaufsoptimierung kompensieren, dieses auch im Bereich der nicht-strategischen Kosten sowie Überprüfung von effizienten Prozessen in der Garantie- und Kulanzabwicklung. Ferner ist der konsequente Ausbau eines kosteneffizienten Lieferantennetzwerkes, unter Beibehaltung der Flexibilität, die im saisonalen Geschäft benötigt wird, von immanenter Bedeutung. Auswirkung auf die Ertragslage zeigt auch der übliche Preisdruck auf den Märkten, in denen OASE aktiv ist. Zudem ist die Entwicklung bei den Logistikkosten sprich Containerpreise kaum einschätzbar. Auf die volatilen Preise kann nicht adäquat reagiert werden, auf Basis bestehender Verträge. Das Management begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Prozessoptimierung und weitere Kostenreduzierung. Somit wird durch die Fortführung des Arbeitszeitmodells (40-Stunden- statt 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich) in der Serienfertigung am Standort Hörstel ein Einspareffekt erzielt. Risiken der Auftragsabwicklung Im Geschäftsfeld Professional ist die Oase Gruppe bei der Auftragsabwicklung operativen Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen typischerweise unerwartete technische und kaufmännische Schwierigkeiten oder auch Störungen in der Wertschöpfungskette durch Probleme bei unseren Partnern bzw. Subunternehmen. Wir begegnen diesen Risiken durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement / Projektcontrolling. Unsere weltweiten Lieferanten müssen strenge Qualitätsprüfungen durchlaufen und ihre Bonität wird umfassend und laufend durch uns überprüft. Im Rahmen der Business Continuity Plans haben wir als Reaktion auf die Folgen aus der Ausbreitung von Coronavirus Maßnahmen zur Überwachung und Sicherung unserer Lieferketten- und -beziehungen implementiert. Investitionsrisiko Investitionsentscheidungen sind aufgrund ihrer langfristigen Tragweite und ihres Volumens mit Risiken verbunden. Daher werden Investitionen erst nach Durchführung eines einheitlichen Genehmigungsverfahrens, das eine sorgfältige Prüfung der Annahmen und der Wirtschaftlichkeit umfasst, getätigt. Die Hierarchie der erforderlichen Genehmigungen richtet sich nach der Höhe der Investitionssumme und damit nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen. Auch der Beirat ist im Rahmen der Budgetdiskussion in die Investitionsplanung eingebunden. Zins- und Währungsrisiken sowie Berichterstattung zu Finanzinstrumenten Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Liefer- und Zahlungsströme in unterschiedlicher Währung. Daraus entsteht ein Verlustrisiko, weil Vermögensgegenstände, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren. Gleichzeitig werden Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer. Das Netto-Exposure wird regelmäßig erfasst, bewertet und anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen werden diese Wechselkursrisiken gegebenenfalls mit geeigneten Finanzinstrumenten (Forwards) abgesichert. Zu den Auswirkungen des Euro-Dollar Wechselkurses vgl. auch Abschnitt 2). Soweit für unsere Verbindlichkeiten variable Zinssätze vereinbart sind, besteht neben der Chance sinkender auch das Risiko steigender Zinsen. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und gesteuert. Im Rahmen des Finanzcontrollings werden die Zahlungsüberschüsse oder -unterdeckungen in den einzelnen Währungen auf Basis einer regelmäßigen Liquiditätsvorschau permanent überwacht. Das Forderungsausfallrisiko wird durch Prüfung der Bonität von Kunden sowie durch ein leistungsfähiges Mahnwesen wirksam begrenzt. Für Geschäfte in als riskant eingestuften Ländern gilt zudem die Vorgabe, diese Forderungen durch übliche Ausfuhr-Sicherungsinstrumente, wie beispielsweise Letter of Credit, abzusichern. IT-Risiken In einer zentralisierten und standardisierten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von Systemen oder Rechenzentren. Gegen Datensicherheitsrisiken durch Zugriff auf die IT-Systeme setzen wir u.a. Firewall-Systeme und Virenscanner ein. Ein interner Datenschutzbeauftragter außerhalb von Geschäftsleitung und IT-Organisation ist bestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zudem das Informations-Sicherheitsteam (IST) gegründet und mit internen und externen Ressourcen besetzt, um Risiken schnell und effizient zu bewerten und unmittelbar Maßnahmen abzuleiten. Prozesse wie "Data Breach" und "Major Incident" wurden global definiert und ausgerollt. Zudem wurde neben dem Datenschutzbeauftragten ein Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) benannt, der die Geschäftsleitung in der Weiterentwicklung der Thematik Informationssicherheit unterstützt. Risiken aus Organisation und Struktur Technologische Führerschaft ist ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar. Bestqualifizierte MitarbeiterInnen für die OASE zu gewinnen, zu halten und zu integrieren ist daher eine der zentralen Aufgaben aller Führungskräfte. Ausblick und Gesamtbild der Risikolage Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung von OASE können sich aus der Veränderung im wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere aus den Auswirkungen der Coronapandemie auf die weltwirtschaftliche Lage, in der Wettbewerbssituation und der Akzeptanz neuer Produkte und Produktfelder in den Märkten ergeben. Zu beachten ist, dass Auswirkungen des Coronavirus auf Beschaffungs-, Transport- und Absatzmärkte (Lockdowns) zu einer negativen Abweichung von Prognosen des Unternehmens führen können. Soweit die Risiken absehbar sind, werden diese im Planungsprozess und in der Bilanzierung berücksichtigt. Mit einer wachsenden internationalen Ausrichtung des operativen Geschäftes ist OASE vermehrt Veränderungen von Währungsparitäten ausgesetzt. Das Währungsrisiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzierungsinstrumente minimiert. Hinzu kommt ein Zinsrisiko. Zusammenfassend muss man feststellen, dass sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr durch die Beschaffungssituation und Materialknappheit verschärft hat.
Hörstel, den 11. März 2022 OASE Living Water GmbH Thorsten Muck Birgit Kempe-Heeger
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https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_21_5883
Konzernbilanz zum 30. September 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021I. Allgemeine AngabenDie OASE Living Water GmbH ist beim Handelsregister Steinfurt, HRB 11933, gemeldet. Der Konzernabschluss der OASE Living Water GmbH zum 30. September 2021 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Konsolidierungskreis und KonzernstichtagDer Konsolidierungskreis besteht neben der OASE Living Water GmbH aus 10 deutschen und 27 ausländischen Gesellschaften. In den Konzernabschluss einbezogen werden die folgenden Unternehmen, an denen die OASE Living Water GmbH unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält:
Die OASE B.V.B.A. Belgien wurde per Gesetz in OASE B.V. umbenannt. Im Berichtsjahr ist der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der 30. September. Bei zwei Unternehmen mit abweichenden Stichtagen wurden Zwischenabschlüsse aufgestellt. III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach dem Recht der OASE Living Water GmbH vollständig aufgenommen und einheitlich bewertet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HBG durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile der Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapitalanteil zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit Datum zum 30. Oktober 2017. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften entstehende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben und beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 37.834. Die planmäßige, lineare Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes über einen Zeitraum von 20 Jahren basiert insbesondere auf der Einschätzung über die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche und der Geschäftsbeziehungen der OASE Gruppe. Die Erstkonsolidierung der Söll GmbH, der Aquacheck GmbH, der T.P.S.-TOP Product Services GmbH, die Lavaris Lake GmbH, der Immobilis Partizipis GmbH sowie der 1. MB Mittelstandsbeteiligung UG (haftungsbeschränkt), alle Hof, wurde zum 1. März 2019 vorgenommen. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften entstandene Betrag von T€ 751 wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 653. Die Erstkonsolidierung der Meridienne International Inc. d/b/a Atlantic Water Gardens, Mantua, Ohio/USA, erfolgte zum 1. Oktober 2018. Der bei Verrechnung von Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital entstandene Betrag von T$ 8.554 wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Geschäftsjahresende T$ 7.271. Die planmäßige, lineare Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes über einen Zeitraum von 20 Jahren basiert insbesondere auf der Einschätzung über die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden. Eine Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Lieferungen und Leistungen aus Absatzgeschäften vorgenommen. Sämtliche Aufwendungen und Erträge zwischen in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden entsprechend § 305 Abs. 1 HGB eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden saldiert ausgewiesen. IV. WährungsumrechnungBei der Umrechnung der auf Fremdwährungen lautenden Jahresabschlüsse einbezogener ausländischer Unternehmen wurden die Kapitalpositionen der einbezogenen Unternehmen mit historischen Kursen und die anderen Posten der Bilanz mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das in der Bilanz ausgewiesene Jahresergebnis ergibt sich als Saldo der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung. Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in einen Ausgleichsposten im Eigenkapital eingestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entstehende währungskursbedingte Aufrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Für die Umrechnung von Währungen derjenigen Länder, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, wurden folgende Wechselkurse angewendet:
V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten mit einbezogen, diese sind in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei selbsterstellter Software beträgt die Nutzungsdauer 3 Jahre und bei den sonstigen selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern 5 Jahre. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über den voraussichtlichen Werteverzehr. Die Nutzungsdauer der Software beträgt 3 bis 7 Jahre, für die Marken zwischen 10 und 30 Jahren und für den Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung 20 Jahre (vgl. Abschnitt III). Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zur Berücksichtigung voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt 15-33 Jahre, für die technischen Anlagen und Maschinen 2 bis 15 Jahre sowie für die Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahre. Anlagegegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst, der gewinnmindernd über fünf Jahre aufgelöst wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung direkt als Aufwand gebucht. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Konzernherstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Konzernherstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von einem Jahr werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit ihrem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den erkennbaren Risiken im Forderungsbestand wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen wird durch angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Entsprechendes gilt für geleistete Anzahlungen, die in den sonstigen Forderungen mit Ihrem Nennwert enthalten sind. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden bei in Euro lautenden Beträgen mit dem Nominalwert angesetzt. Beträge in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Latente Steuern wurden nach §§ 274 und 306 HGB gebildet. Sie enthalten künftige Steuerminder- oder Steuermehrbelastungen, die sich aus temporären Differenzen zwischen der Konzernbilanz, den Einzelbilanzen und den Steuerbilanzen ergeben. Latente Steuern werden unter Verwendung des Steuersatzes berechnet, der nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgebend sein wird. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Die Einkommensdynamik war nicht zu berücksichtigen und die Rentendynamik wurde mit 1,00 % angenommen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,98 %) zugrunde gelegt. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 30. September 2021 T€ 294. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Darüber hinaus wurden diese Ansprüche und die Pensionsverpflichtung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Rückstellungen für Altersteilzeit werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Gehaltssteigerungen wurden entsprechend berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ausgegebenen Marktzinssatz entsprechend der restlichen Laufzeit abgezinst. Die Verpflichtungen werden gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zum Stichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ausgegebenen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung eingebucht und gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. VI. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens der OASE-Gruppe ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert hat sich wie folgt entwickelt:
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bzw. Konstruktionen betragen im Geschäftsjahr Mio. € 7,72. Hiervon entfallen T€ 3.845 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens. Die auf den Konzernumsatz bezogene F&E Quote beträgt 3,8 %. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. In der Konzernbilanz sind latente Steuern in Höhe von T€ 24.065 passiviert, die sich wie folgt zusammensetzen:
Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden unter Verwendung eines Steuersatzes von 30%, 30,35 %, 27 % oder 19 % berechnet, der nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgebend sein wird. Latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden unter Verwendung von Steuersätzen von 25 %, 27% und 30,35 % ermittelt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde eine Saldierung der Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen vorgenommen. Der Zeitwert des mit der Rückstellung verrechneten Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert und beträgt T€ 1.926. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt zum Stichtag T€ 3.857. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 59) wurden mit den Zinsaufwendungen (T€ 288) gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 229 ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde eine Saldierung der Altersteilzeitrückstellung mit dem Deckungsvermögen vorgenommen. Der Zeitwert des mit der Rückstellung verrechneten Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert und beträgt T€ 23. Der Erfüllungsrückstand der Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt zum Stichtag T€ 272. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Werte in Klammern geben den Werte zum 30.09.2020 Für Verpflichtungen aus abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Zum Bilanzstichtag betrug der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus dieser Finanzierungsvereinbarung € 110,54 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 26 sind durch Grundpfandrechte in gleicher Höhe abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von T€ 11.699 auf Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen. VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach strategischen Geschäftsfeldern und geographischen Märkten wie folgt zusammen:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 98 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus periodenfremden Steuern in Höhe von T€ 97 enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ 2.748. VIII. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden Haftungsverhältnisse aus Avalen:
Wir gehen davon aus, dass wir die Verpflichtungen gegenüber den Kunden/Lieferanten vollständig erfüllen werden, so dass die eventuelle Rückgriffsanspruche aus Avalen nicht zu passivieren waren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Leasingverpflichtungen und Mietverträgen und betragen insgesamt T€ 5.019. Davon sind innerhalb eines Jahres T€ 1.449 und innerhalb von zwei bis fünf Jahren T€ 3.570 zu leisten. Zweck der Leasinggeschäfte ist die Fremdfinanzierung des Anlagevermögens. Vorteile der Leasinggeschäfte sind im Wesentlichen in der geringeren Kapitalbindung zu sehen. Potenzielle Risiken bestehen aufgrund der langfristigen Vertragsbindung. Die Risiken und Vorteile aus Leasingverhältnissen sind für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns unwesentlich. Eine wesentliche und außerhalb des normalen Geschäftsbetriebs wahrscheinliche Inanspruchnahme besteht nicht. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage des Konzerns von Bedeutung wären. Beschäftigte Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten MitarbeiterInnen betrug:
Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2021 schlüsselt sich wie folgt auf:
Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Für die Tochterunternehmen OASE Parent GmbH, OASE Management GmbH, OASE Holding GmbH, OASE GmbH, OASE FT GmbH, OASE International Holding GmbH, PfG GmbH, Söll GmbH, Aquacheck GmbH und Aquanique GmbH wird für das Geschäftsjahr 2020/2021 die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen und der Jahresabschluss nicht offengelegt. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der OASE Living Water GmbH sind bestellt:
Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird unter Berücksichtigung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Der militärische Konflikt zwischen Ukraine mit Russland stellt für die Volkswirtschaften ein ungeplantes Ereignis dar und hat voraussichtlich schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen in der Region. Inwieweit die Wirtschaftstätigkeit sich in Europa in den kommenden Monaten entwickelt, hängt unter anderem von der Länge des Konflikts ab. Das OASE Geschäft in den beiden Ländern belief sich für das Geschäftsjahr 2021 kumuliert auf ca. 0,7%. Mit Ausbruch der Krise wurde mit einer internen Task Force, Risikoanalysen in den Bereichen Supply Chain, Logistik und Cyber Security durchgeführt und bewertet. Dieser Prozess zur Risikobewertung wird fest installiert, um erforderliche Maßnahmen zur Risikominimierung für die OASE zu implementieren.
Hörstel, den 11. März 2022 Thorsten Muck Birgit Kempe-Heeger Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. September 2021
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
* sind als Sicherheiten an Kreditgeber verpfändet Eigenkapitalspiegel zum 30. September 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OASE Living Water GmbH, Hörstel Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der OASE Living Water GmbH, Hörstel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OASE Living Water GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 15. März 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Melanie Wedi, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 30. September 2021 wurde am 17. März 2022 gebilligt. |
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