Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
BBW Lasertechnik GmbH
Gewerbering 11, 83134 Prutting, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kristina Bürger seit 28.12.2023 | Prokura |
Maria Bürger seit 20.2.2018 | Prokura |
Andreas Bürger seit 23.11.2015 | Geschäftsführer |
Johann Bürger seit 17.4.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BBW Lasertechnik GmbHPruttingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der BBW Lasertechnik BBW Lasertechnik wurde im Jahr 1997 gegründet und hat seinen Standort in Prutting bei Rosenheim. Seit 2015 ist es ein reines Familienunternehmen und wird von Johann und Andreas Bürger gemeinschaftlich geführt. Das Unternehmen ist auf die Lasermaterialbearbeitung von Metallerzeugnissen als Dienstleistung spezialisiert. Dazu zählen insbesondere das Schweißen, Schneiden, Bohren, Abtragen und Strukturieren von Materialien mittels der Lasertechnik. Um unseren Kunden Komplettbaugruppen zu bieten, gehört auch die mechanische Bearbeitung zu unserem Portfolio. Mit dem Einsatz verschiedenster Lasertypen, modernsten Maschinen, einem leistungsfähigen Vorrichtungs- und Maschinenbau sowie einer prozessorientierten Fertigungsüberwachung mit eigenen Laboratorien erfüllen wir selbst anspruchsvollste Kundenwünsche - von der ersten Entwicklungsphase an bis hin zur Produktion von Stückzahlen im Millionenbereich. Zum Ende des Berichtsjahres waren dafür 50 Laseranlagen im Betrieb. Die Kundenzufriedenheit steht bei BBW Lasertechnik an oberster Stelle. Deshalb ist auch das Qualitätsmanagement des Unternehmens von großer Bedeutung. Dafür stehen moderne Anlagen- und Verfahrenstechnik sowie bestens geschultes Personal zur Verfügung. Das Unternehmen ist nach den Normen DIN ISO 9001 und DIN 2303 zertifiziert. Der wichtigste Absatzmarkt ist weiterhin Deutschland (rd. 86%), insbesondere Bayern. Es werden aber auch Kunden aus dem gesamten europäischen Ausland sowie in Fernost und in den USA bedient. Die wichtigsten externen Einflussfaktoren sind auf der einen Seite der technische Fortschritt in der Fertigungstechnik im Allgemeinen, als auch in der Lasermaterialbearbeitung im Speziellen. Einen großen Einfluss auf die laufende wirtschaftliche Entwicklung hat aber auch die konjunkturelle Lage innerhalb Deutschlands und der Welt. Am Geschäftsmodell hat sich im Berichtsjahr keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz einer Vielzahl an anhaltenden Krisen, wie der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sowie dem am Gazastreifen und in Israel erweist sich die Weltwirtschaft als robust und widerstandsfähig. Dennoch fiel das Wachstum im Euroraum gedämpft aus und Volkswirtschaften mit geringem Einkommen meldeten weiterhin Produktionsrückstände bei zeitgleich erhöhten Kreditkosten. Laut dem Institut für Wirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft nur noch um 2,8% (Vorjahr 3,1%). 2023 war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt verzeichnet die Wirtschaftsleitung einen Rückgang von -0,1%. Verglichen mit dem Corona-Jahr 2020 ergibt sich dennoch eine Steigung um 0,7%. Die Inflation stieg 2023 um 5,9% gegenüber 2022 an. (Quelle: destatis.de). Der Steigerung der Energiekosten konnte durch Entlastungsmaßnahmen entgegengewirkt werden, was für einen überschaubaren Anstieg von 5,3% sorgte - nach 29,7% im Jahr 2022. Hingegen stieg die Teuerungsrate bei Nahrungsmittel auf 12,4% an und bei Dienstleistungen auf 4,4%. Der robuste Arbeitsmarkt zeigte im Wirtschaftsjahr 2023 durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige, das sind 0,7% oder 333.000 Personen mehr als im Vorjahr. Dieser historische Höchstwert konnte durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte erreicht werden. Ein Beschäftigungsaufbau fand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die Daten stammen aus den Angaben des Statistischen Bundesamts sowie dem Institut der deutschen Wirtschaft. a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut Ergebnisse der IW-Verbandsumfrage zum Jahreswechsel 2023/2024 sind die Aussichten für die deutsche Wirtschaft erneut als unzureichend zu. Die aktuelle Lage wird von 30 der 47 teilgenommenen Verbänden schlechter bewertet als vor einem Jahr. Sechs der teilnehmenden Verbände schätzt die Lage besser ein und elf bewerten sie als unverändert. 23 Verbände gehen von einem Produktions- oder Geschäftsrückgang aus, wovon sechs Verbände aufgrund der anhaltend hohen Energiekosten und der unsicheren Haushaltslage sogar von deutlichen Rückgängen sprechen. Die Investitionen für 2024 schätzen 22 Verbände aufgrund von schlechten, investiven Rahmenbedingungen und Verlusten der preislichen Wettbewerbsfähigkeit ebenfalls pessimistisch ein. Nur acht Verbände rechnen mit höheren Investitionen, unter anderem auch die Stahl- und Metallverarbeitung, zu der sich BBW zählt. Gleich dem Produktionsrückgang, rechnen auch mehr Verbände mit einem Beschäftigungsrückgang. Waren es im letzten Jahr noch 16 Verbände, die von rückläufiger Beschäftigung ausgingen, sind es für 2024 bereits 23 und verteilen sich über das gesamte Branchenspektrum. Nur fünf Verbände rechnen mit einem Anstieg der Beschäftigungszahlen, unter anderem die Informationswirtschaft. Ein Grund für die schlechte Perspektive bieten die geopolitischen Verwerfungen, welche in Kombination mit den weltweit erhöhten Inflationsraten die globale Investitions- und Konsumnachfrage abschwächte. Der deutsche Außenhandel verzeichnete im gesamten Jahr 2023 einen Rückgang. Die preisbereinigten Warenausfuhren lagen in den ersten drei Quartal 2,2% unter dem Vorjahresniveau. Ein weiterer Grund sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise, die aufgrund von Materialengpässen und des Energiepreisschocks auf ein historisches Hoch angestiegen sind (+ 50% im Vergleich zu 2022). Dies wiederrum sorgt für eine geldpolitische Straffung mit stark gestiegenen Zinsen und bremst die Kreditaufnahme sichtlich ab. Den Dienstleistungssektor schwächen die Folgen des Energiepreisschocks und die Kaufkraftverluste nach der Inflation ab, während die Industrie seit ihrer Erholung vom Corona-Einbruch 2020 stagniert und mit der schwachen Weltkonjunktur zu kämpfen hat. Eine der größten Belastungen hat der Energie- und Versorgungssektor, welcher eine Bruttowertschöpfung von 18% unter dem Niveau des 1. Quartals 2022 aufweist. Die Bauwirtschaft ist ebenfalls von den Energiepreisen, aber auch von pandemiebedingten Materialengpässen und rückläufige Baunachfrage aufgrund gestiegener Finanzierungskosten betroffen. Die Bautätigkeit stabilisierte sich im Verlauf des Jahres auf rund 2% unter dem 1. Quartal 2022. Der Agrarsektor zeigt als einziger eine fast durchgängig ansteigende Produktion in den letzten beiden Jahren. b) branchenbezogene Rahmenbedingungen Aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass die Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) 2023 um 2,6% über dem Vorjahr lag. Aufgrund verbesserte Materialverfügbarkeit und angestauter Aufträge konnte in der ersten Jahreshälfte viel aufgeholt werden. Im zweiten und dritten Quartal war die Produktion jedoch wieder rückläufig. Auch die Auftragslage lag trotz angenommener Großaufträge 5,1 % unter dem Vorjahresniveau Für 2024 wird ein Produktions-Rückgang von 2 bis 3% prognostiziert und die Auftragslage wird ebenfalls als schlecht bewertet. 36% der M+E-Firmen berichteten im 1. Quartal 2024 von Auftragsmängel und nur noch von einer Kapazitätsauslastung von 83%. Dementsprechend ging im 1. Quartal 2024 die Produktion gegenüber dem Vorquartal um 2,4% zurück und lag somit um 7% unter dem Niveau von 2023. Auch die Auftragseingänge gingen im 1. Quartal um 3,4% im Vergleich zum Vorquartal weiter zurück. Mittlerweile sind zwei von fünf M+E-Firmen von Auftragsmangel betroffen. Aus dem Konjunkturbericht der "Gesamtmetall" geht hervor, dass im März 2024 rund 3,95 Mio. Arbeitnehmer in M+E-Firmen beschäftigt waren, was 0,3% bzw. 11.500 mehr als im Vorjahr waren. Während der Stellenaufbau nach Corona zum Stillstand gekommen ist, blieben die Personalpläne im April 2024 überwiegend negativ. 28% der M+E-Firmen sehen den Arbeitskräfteengpass als ein Produktionshindernis. Als Beispiel standen im April 235.000 MINT-Stellen zur Verfügung, welche nicht besetzt werden konnten. Laut einer Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbands "bayme" im Winter 2023 sagten zwei Drittel der befragten M+E-Unternehmen, dass sich die Standortfaktoren im Inland in den letzten 24 Monaten verschlechtert haben. Dies läge vor allem an den Arbeitskosten, den Energiekosten und der steigenden Bürokratie. 19% der Betriebe, die eine Verschlechterung der Standortbedingungen sehen, haben innerhalb der letzten zwölf Monate Teile der Arbeiten ins Ausland verlagert, während es 47% bereits planen. Dies sind 11% mehr als bei der Umfrage vom Juli 2023. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stimmung der M+E-Firmen pessimistisch ist. Aufgrund des Arbeitskräftemangels, der schlechten Auftragslage und damit resultierenden Produktions-Rückgang sind die Aussichten gedämpft. BBW Lasertechnik nimmt die angesprochenen Risiken dieser Wirtschaftslage zur Kenntnis, setzt aber ihre zur Verfügung stehenden Mittel ein, um diese Risiken frühzeitig zu erkennen, entsprechend entgegenzuwirken und dadurch zu minimieren. Durch die qualifizierten Arbeitskräfte, abgesicherte Finanzmittel und ständig neuentwickelte Innovationen sehen wir unseren Platz im Mittelstand als gesichert an. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gesamtleistung im Jahr 2023 betrug TEUR 26.246 und liegt um TEUR 302 über dem Vorjahr. Der Rohertrag blieb mit TEUR 18.170 praktisch auf dem Vorjahresniveau von TEUR 18.121. Unsere treuen Stammkunden haben uns auch im vergangenen Jahr begleitet, was sich in einem konstant hohen Auftragsvolumen und einer guten Auslastung unserer Anlagen widerspiegelte. Darüber hinaus trugen ihre neuen Ideen, die wir gemeinsam realisieren konnten, zu diesem Ergebnis bei. Erneut konnten wir erfolgreich Neukunden akquirieren, was das Auftragsvolumen weiter erhöhte. Nach der Herstellung von Mustern und erfolgreichen Testläufen blieben uns die meisten dieser Neukunden ebenfalls treu. Durch unser personalintensives Geschäftsmodell bedeutet dies zwangsläufig eine hohe Personaleinsatzquote. Wie aus den oben beschriebenen Berichten entnommen werden kann, herrscht im verarbeiteten Gewerbe ein Arbeitskräftemangel, von dem BBW Lasertechnik zwar nicht in vollem Maße betroffen ist, die Auswirkungen aber ebenfalls spürt. Der durchschnittliche Personalstand (ohne Leiharbeiter und Auszubildende) sank von 165 Mitarbeitende auf 158. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten von TEUR 9.766 im Vorjahr auf TEUR 10.363 an. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Neuanschaffung von Laseranlagen für den Fertigungsprozess und der Übernahme von Gegenständen nach dem Auslauf der Leasingzeit von TEUR 1.651 im Vorjahr auf TEUR 1.865. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr wieder deutlich von TEUR 3.669 im Jahr 2022 auf TEUR 4.327, was eine Erhöhung von TEUR 658 ergibt. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren neu hinzu gekommene Raumkosten, überwiegend für die neue angemietete Fläche an unserem zusätzlichen Standort in Edling (TEUR +324), der Abschluss neuer Leasingverträge (TEUR +386) und gestiegene Versicherungsbeiträge (TEUR +33). Eine gegenläufige Entwicklung, also Einsparung im Vergleich zum Vorjahr, ergab sich insbesondere bei den Instandhaltungen. Für die aufgenommenen Darlehen, überwiegend langfristig für den Ausbau der Produktionshallen und für die Anschaffung zusätzlicher Maschinen, mussten Zinsen in Höhe von TEUR 145 aufgewendet werden. Erstmals seit mehreren Jahren konnten wieder Zinserträge generiert werden, die das gesamte Finanzergebnis mit TEUR 58 positiv beeinflussten. Die Steuerbelastung für 2023 beträgt TEUR 601. Nachzahlungen oder Erstattungen für Vorjahre waren nicht zu verzeichnen. Als Resultat der beschriebenen Entwicklung, weist die BBW Lasertechnik ein positives operatives Ergebnis aus und schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn nach Steuern von TEUR 1.540 (Vorjahr TEUR 2.425) ab. b) Bilanz Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 19.840. Gegenüber dem Jahresabschluss 2022 bedeutet dies eine Reduzierung um -6,1% beziehungsweise um TEUR -1.294 was insbesondere auf die zum Stichtag gesunkenen Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen ist. Tabellarisch zeigt sich folgender Vergleich: AKTIVA
Im Jahr 2023 wurden TEUR 2.080 in die Erweiterung der Produktionsmöglichkeiten, in neue Anlagen und in langfristige Finanzanlagen investiert. Durch die sich ständig ändernden Kundenanforderungen, sind hier laufend Verbesserungen und Erweiterungen notwendig. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.865 reduzierten zusammen mit Abgängen in Höhe von TEUR 75 das vorhandene Anlagevermögen. Unsere Vorräte bestehen überwiegend aus Materialien für den Fertigungsprozess, die zum Bilanzstichtag entweder bereits abgeschlossen oder noch in der Produktion, aber noch nicht abgerechnet waren. Der Anstieg auf TEUR 3.223 nach TEUR 2.908 im Vorjahr ist höheren Rohstoff- und Materialkosten und der vorsorglichen Lagerhaltung von Rohmaterialien geschuldet. Forderungen gegen unsere Kunden zeigen einen deutlichen Anstieg von TEUR 1.781 auf TEUR 2.489. Potenzielle Forderungsausfälle wurden zum Jahresende nicht erkannt und dementsprechend auch keine Einzelwertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 157 (Vorjahr TEUR 453) bestehen im Wesentlichen aus der Umgliederung debitorischer Kreditoren wg. Bonusgutschriften zum Jahresende sowie Forderungen gegen öffentliche Stellen. Das ausgewiesene Guthaben bei Kreditinstituten hat sich zum Stichtag 31.12.2023 auf TEUR 1.543 (Vorjahr TEUR 3.640) vermindert. Vorauszahlungen für Leistungen, die erst in künftigen Perioden aufwandswirksam werden, wurden in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 39) abgegrenzt. Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.540 auf TEUR 12.277. Die Differenz stammt in voller Höhe aus der Gewinnzuführung des laufenden Jahres. Zum Stichtag waren im Wesentlichen Rückstellungen für Steuernachzahlungen, Gewährleistungen, Rückbauverpflichtungen und für Personalverpflichtungen zu bilden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.239) um TEUR 1.008 wg. planmäßiger Tilgungen auf TEUR 5.231 gesunken. Neuausreichungen erfolgten im Geschäftsjahr 2023 nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 789 bestehen überwiegend für Materiallieferungen unserer regelmäßigen Lieferanten und werden zur angegebenen Fälligkeit gezahlt. Der Ausgleich kann jederzeit mit den vorhandenen liquiden Mitteln erfolgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 525, wovon TEUR 441 aus Steuern und TEUR 39 aus der sozialen Sicherheit resultieren. c) Finanzlage Die nachstehende verkürzte Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Finanzierungsmittel der BBW Lasertechnik im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 994 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR - 2.865 verschlechtert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verminderte sich hingegen nur um TEUR - 27 auf TEUR - 1.976. Die Veränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit wird im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung der laufenden Darlehen und keiner Neuaufnahme von Darlehen beeinflusst. Zum Ende der Periode beträgt der Finanzmittelbestand (liquide Mittel abzüglich jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten) TEUR 1.543 und besteht allein aus liquiden Mitteln. Die BBW Lasertechnik hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Pläne erstellt, die einen Überblick über die künftigen Zahlungsströme vermitteln. Darüber hinaus besteht ein ausreichender Bestand an schriftlich zugesagten Kreditlinien. d) Personalbereich Der BBW ist es wichtig, die Berufsausbildung junger Leute zu fördern, weiterzuentwickeln und neue Berufslernende einzustellen. Zum Ende des Jahres 2023 beschäftigte das Unternehmen 19 Auszubildende. Dank ihres Engagements und ihrer Fachkenntnisse tragen die Mitarbeitenden maßgeblich dazu bei, die strategischen Ziele der BBW Lasertechnik zu verwirklichen. Sie unterstützen und begleiten unsere Kunden bei ihren Vorhaben, entwickeln innovative Produkte und gewährleisten einen professionellen und reibungslosen Geschäftsablauf. Unsere motivierten Mitarbeitenden, die über die erforderlichen Qualifikationen verfügen, sorgen somit für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Durch eine an die verschiedenen Lebensweisen angepasste Personalarbeit wird ein Umfeld geschaffen, das den Mitarbeitenden ermöglicht, sich optimal zu entwickeln und zu qualifizieren, sowie private und berufliche Interessen besser zu vereinbaren. Eine wertschätzende und leistungsorientierte Unternehmenskultur fördert den guten Umgang miteinander und mit unseren Partnern. Für die Jahre 2023 und 2024 hat die Gesellschaft allen Mitarbeitenden die Auszahlung der Inflationsprämie in Höhe von insgesamt EUR 2.000 in vierteljährlichen Raten verbindlich zugesagt. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Leiharbeiter und Auszubildende) ist mit 158 Arbeitnehmern (Vorjahr 165) im Jahr 2023 leicht gesunken. Das Durchschnittsalter der zum Bilanzstichtag beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bei 37 Jahren, wobei rund 15% der Belegschaft weiblich und rund 85% männlich sind. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Unternehmen ein umfassendes Schulungsangebot an und sorgt somit dafür, dass sie sich das notwendige Wissen für ihre Tätigkeiten aneignen und vertiefen können. Dazu gehören neben Inhouse-Workshops und Schulungen zu diversen Themen auch Fachseminare bei externen Veranstaltern. e) Forschung und Entwicklung Unsere interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist durch anhaltende und neu hinzugekommene Forschungsprojekten in ständigem Wandel und Wachstum. Daraus resultierten im Jahr 2023 TEUR 184,5 Zuschüsse für die Entwicklung von neuen Laserquellen. f) Zusammenfassung Die BBW Lasertechnik GmbH verfügt über eine geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und ist gut im Markt positioniert, um das vorhandene und künftige Geschäftsvolumen sicher abzuwickeln. Das Unternehmen verfolgt die technische Entwicklung der Lasertechnologie und setzt innovative Konzepte bereits um. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Unser ERP-System ABAS wird zur internen Unternehmenssteuerung und -planung eingesetzt. Damit werden wichtige Kennzahlen für das Unternehmen entwickelt und ausgewertet. Im Rahmen eines monatlichen Reportings erfolgt anhand der aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertung eine Hochrechnung der Erlöse und der Aufwendungen zum vorläufigen Planergebnis des Geschäftsjahres. Außerdem werden Liquiditäts- und Investitionspläne erstellt und die Auftragseingänge sowie die offenen Posten analysiert. Für das Wirtschaftsjahr 2023 plante das Unternehmen Umsatzerlöse von knapp 26,9 Mio. € und einem Jahresüberschuss von ca. 2,2 Mio. €. Die realisierten Umsatzerlöse betrugen 25,9 Mio. € und der erzielte Jahresüberschuss lag bei 1,5 Mio. €. Die Abweichungen erklären sich mit Auftragsverschiebungen unserer Kunden in das Folgejahr, sowie mit Zusatzkosten aufgrund der Neuanmietung von Produktionsflächen an einem weiteren Standort. Insgesamt betrachtet die Geschäftsleitung das erzielte Ergebnis als noch zufriedenstellend. III. Prognosebericht 1. Allgemeines Die Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine sind nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich spürbar. Erschwerend hinzu kommen die auf hohem Niveau verbleibenden Energiekosten und der Fachkräftemangel. Die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage weist darüber hinaus einige Unsicherheitsfaktoren auf. BBW Lasertechnik hat jedoch in der nahen Vergangenheit bereits bewiesen, dass es krisensicher aufgestellt ist und die verschiedenartigen Probleme für sich annehmen und lösen kann. Die Bundesregierung erwartet 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um lediglich 0,2%. Im Euroraum wird mit einer Erholung der Wirtschaft und einem Anstieg des BIP in 2024 von 1,0 % und für 2025 sogar um 1,4 % gerechnet. Die hier dargestellten Prognosen für das BIP basieren auf einem Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom Mai 2024. 2. Planung der BBW Lasertechnik für 2024 Wir beurteilen die weitere Entwicklung des Unternehmens grundsätzlich positiv. Die Laserbranche bietet nach wie vor ein sehr großes Wachstumspotenzial. Der Materialeinsatz wird sich aufgrund der Preisstabilisierung von Rohmaterialien im Fertigungsprozess festigen. BBW Lasertechnik erwartet deshalb für 2024 zwar eine erneute Steigerung des Umsatzes um etwa 10 % im Vergleich zum Vorjahr, was sich aus den vorhandenen Auftragseingängen (Stand Juni 2024) ableiten lässt, aber gleichzeitig werden auch höhere Material- und Energiekosten für eine entsprechende Gegenbewegung sorgen. Nach der Berücksichtigung von Abschreibungen, Personalaufwendungen und sonstigen Kostenbereichen rechnen wir in unserer Planung mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses nach Steuern um rund 50 %. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung bestätigt unsere betriebswirtschaftliche Auswertung der ersten sechs Geschäftsmonate und die weitere Hochrechnung diese Tendenz, allerdings könnte das zweite Halbjahr von geringeren Auftragseingängen geprägt werden, was in der Folge rückläufige Ergebnisse bedeuten könnte. Die bisher vorhandene Auftragslage und prognostizierten Absichtserklärungen unserer Hauptkunden deuten insgesamt darauf hin, dass unsere Planung nah der Realität entsprechen wird. Zum aktuellen Zeitpunkt (Juni 2024) liegen wir beim hochgerechneten Rohertrag für 2024 knapp über der Planung (+0,3 %). Aufgrund der anhaltenden globalen Unsicherheiten wird unsere Prognose im weiteren Jahresverlauf ständigen Überprüfungen unterzogen. 3. Investitionen 2024 Unsere Investitionsplanung sieht für Neuanschaffungen von Technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie für Umbaumaßnahmen von bestehenden Gebäuden TEUR 2.000 vor. Der Großteil der geplanten Investitionen (TEUR 960) verteilt sich die Modernisierung mehrerer bestehender Laseranlagen und Anschaffung neuer Laseranlagen sowie Maschinen. Den Überschuss halten wir uns für unvorhergesehene und ungeplante Investitionen offen. Weitere Neuanschaffungen werden überwiegend eigenfinanziert. 4. Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung Die Kosten für Energiestoffe und bestehende Unsicherheiten in den Branchen unserer Kunden haben direkten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und können auch in nächster Zeit die Margen des Unternehmens beeinträchtigen. Automatisierungstechnologien wie Roboter und künstliche Intelligenzen sind mittlerweile Unterstützungsinstrumente von Industrie-Betrieben geworden und revolutionieren die Wirtschaft sichtlich. Gut eingesetzt kann dies die Effizienz und Qualität der Produktion steigern, Betriebskosten senken und Fachkräftemangel ausgleichen. Zeitgleich legen immer mehr Kunden Wert auf umweltfreundliche und nachhaltige Produktionsmethoden und Materialien. Firmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, können sich somit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. IV. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Aufgrund § 289 HGB ist die Gesellschaft verpflichtet auf etwaige Risiken in der künftigen Entwicklung hinzuweisen, die entweder allgemeiner oder spezieller Natur sind und Bedeutung für den Bestand der Gesellschaft haben. Mit Ausnahme der schwankenden Material- und Energiekosten und damit verbundenen Beschaffungsengpässen stellen wir keine weitgreifenden Risiken fest. Allerdings wird auf nachstehende Positionen verwiesen, die fortlaufend beobachtet werden. Gesamtwirtschaftliche Risiken: Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben leichte Aufwärtskorrekturen in den Prognosen zur weltwirtschaftlichen Entwicklung für 2024 vorgenommen. Positive Einflüsse könnten hier der Rückgang der Inflation, die schnellere wirtschaftliche Erholung Chinas oder ein robustes Wachstum der Vereinigen Staaten sein. Risiken bestehen laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz überwiegend in dem Konflikt im Gazastreifen und Israel, welcher sich weiter ausbreiten könnte. Etwa 35% der weltweiten Ölexporte und 14% der Gasexporte stammen aus dieser und umliegenden Regionen. Hinzu kommt der andauernde Krieg von Russland und der Ukraine, welcher die Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten weiter steigern könnte. Branchenspezifische Risiken: In der Branche könnte ein Risiko im anhaltenden Auftragsrückgang liegen sowie in verlängerten Fertigungsdurchlaufzeiten bestehen. Mit Rahmenvereinbarungen unserer Kunden und guten Geschäftsbeziehungen durch langfristige Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten wirken wir dem entgegen. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Produktionsstörungen kommt. Unternehmensstrategische Risiken: Es kann zu Fehleinschätzungen von künftigen technologischen und branchenspezifischen Risiken kommen. Wir wirken dem durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie entgegen. Unsere Lasertechnologie können wir dank dem Mitwirken in verschiedenen Forschungsprojekten frühzeitige weiterentwickeln. Produktionsrisiken: Risiken in der Produktion können aus Qualitätsrisiken oder Fertigungsineffizienzen entstehen. Wir kontrollieren permanent die Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand, Fertigungsfortschritt, Deckungsbeitrag je Laseranlage und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Fertigungsaufträge, die nicht oder nur schlecht kalkulierbar sind oder einen überdurchschnittlichen Lagerbestand fordern, vermeiden wir grundsätzlich. Im Bereich der Arbeitssicherheit achten wir auf konsequente und durchgehende Anwendung gesetzlicher Arbeitsvorschriften. Vorgeschriebene Überprüfungen sowie freiwillige Audits sorgen bei uns für einen höchst zertifizierten Standard. Gefahrenstoffe werden bei BBW Lasertechnik fachgerecht gesichert, gelagert und umweltgerecht entsorgt. Des Weiteren gewährleisten wir in internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung der Umwelt und daraus resultierenden Umweltrisiken. Forschung und Entwicklungsrisiken: Aufgrund von möglichen Überschreitungen des Budgets durch Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, Fehlentwicklungen und erhöhten Anlaufkosten für neue Anlagen bestehen Risiken. Wir begegnen diesen Risiken mit ständiger Kontrolle des Budgets und einem gesamtheitlichen Produktentwicklungsprozess mit regelmäßigen Berichten. Zudem stehen wir in ständigen Kontakt und enger Abstimmung mit Forschungspartnern und Hochschulen. Nicht kalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte vermeiden wir, so dass wir diese Risiken für überschaubar halten. Personalrisiken: Der Bedarf nach qualifizierten Fach- und Führungskräften ist weiterhin hoch und sorgt für Personalrisiken. Bei nicht ausreichender Gewinnung von Mitarbeitenden und steigender Fluktuation kann der Personalbereich nachhaltig beeinträchtigt sein. Durch unsere modernen Unternehmenskultur, intensive Personalentwicklungsprogramme, eine leistungsorientierte Vergütung, eine flexible Arbeitszeitenregelung und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen wirken wir diesem Risiko entgegen. Dank einer vorbeugenden betrieblichen Gesundheitsvorsoge, sowie die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten schränken wir das Risiko einer erhöhten Krankenquote und dadurch nicht verfügbare Mitarbeiter ein. IT-Risiken: IT-Risiken entstehen durch die Vernetzung unserer internen Systeme. Netzwerke können ausfallen oder Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Die Bedrohung einer organisierten Datenausspähung, Erpressung, Cyber-Kriminalität und betrügerisch eingesetzter Schadprogramme wächst stetig und hält seit ein paar Jahren auch Einzug in mittelständische Firmen unseres Landkreises. Diesen Risiken im informationstechnischen Bereich begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen, unter anderem auch die Verlagerung von ressourcenintensiver Software in die Cloud, sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Einsatz von Viren-Scannern und Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die Empfehlungen durch das BSI werden konsequent umgesetzt. Ertragsorientierte Risiken: Insolvenzen unserer Kunden und eine veränderte Wettbewerbssituation sind Risiken, die wir ständig und genauestens überwachen. Durch einen Kundenstamm, der sich über verschiedene Branchen erstreckt, wirken wir diesem Risiko entgegen. Die BBW Lasertechnik GmbH tätigt fast den gesamten Einkauf und Umsatz im europäischen Raum und fakturiert ausschließlich in Euro, so dass Währungsrisiken ausgeschlossen sind. Finanzwirtschaftliche Risiken: Durch die stabile Liquidität der Gesellschaft sind derzeit keine Liquiditätsrisiken zu erkennen. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und es wurden Maßnahmen für den Fall einer weiteren längerfristigen Rezession getroffen. Zudem stehen der Gesellschaft schriftlich eingeräumte Kreditlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung. 2. Chancenbericht Die Chancen von BBW Lasertechnik werden systematisch identifiziert, regelmäßig analysiert und gezielt gesteuert. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen überarbeiten wir fortlaufend die Prognosen. Durch regelmäßige Überwachung unserer Qualitätsabteilung analysieren wir mit Blick auf die nächsten fünf Jahre potenzielle strategische Chancen vor dem Hintergrund aktueller und hinzukommender Rahmenbedingungen. Die metallverarbeitende Industrie, insbesondere die Lasertechnik, unterliegt einem ständigen Wandel durch technologische Innovationen. Wir sehen unsere Chancen von diesem Fortschritt zu profitieren, indem wir in moderne Fertigungstechnologien investieren, aktuelle Prozesse automatisieren und unseren Kundenstamm fortlaufend branchenübergreifend erweitern. Der wachende Trend des Lasers als Werkzeug in der Materialbearbeitung wird aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in den kommenden Jahren weitergehen. Immer mehr Branchen nutzen wegen der detaillierten Bearbeitungsmethoden mittlerweile laserbearbeitete Produkte. Durch die große Nachfrage existiert noch kein Verdrängungswettbewerb, sodass wir mit stabilen Preisen rechnen. Forderungsausfälle sind in unserem Kundenstamm eine Seltenheit, die meisten Kunden zahlen im vereinbarten Zeitraum. Um "Betriebsblindheit" und eingefahrene, veraltete Prozesse zu verhindern werden diese ständig von internen Mitarbeitende und externen Auditoren überprüft und optimiert. Daraus ergeben sich leistungswirtschaftliche Chancen in kaufmännischen sowie industriellen Bereichen. Besonders in der heutigen Zeit liegt für uns ein besonderer Fokus auf der Digitalisierung und Automatisierung unserer Produktionsprozesse, um einen effizienten Arbeitsablauf zu gewährleisten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wachsende Investitionen in unsere interne Forschung und Entwicklung erlauben uns Innovationen zu erschaffen sowie nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Unser Bestreben ist es weiterhin ein innovatives, modernes Unternehmen zu sein, welches permanent die Technologien annimmt und weiterentwickelt, die sich aus dem demografischen Wandel, Klimawandel und Globalisierung ergeben. Die allgemeine Wissenschaft der Lasertechnologie kommt uns sehr zugute. Regelmäßig verzeichnet die Forschung größere und kleinere Fortschritte zum Beispiel in der Optik und der Physik, sodass der Laser weiterhin als ein "Zukunftswerkzeug" bezeichnet werden kann. 3. Gesamtaussage In unserer aktuellen Prognose für das Geschäftsjahr 2024 nehmen wir an, dass der russisch-ukrainische Konflikt die Weltwirtschaft weiterhin, allerdings nicht schwerwiegend, belasten, sowie die Inflation langsam sinken wird. Sowohl die Bundesregierung als auch wir erwarten 2024 einen leichten Anstieg des BIP. Über die im Prognosebericht genannten konjunkturellen und politischen Risiken, sowie die in diesem Bericht aufgeführten Risiken hinaus sehen wir derzeit keine Weiteren, die 2024 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BBW Lasertechnik wesentlich beeinflussen können. Alle Risiken stufen wir als niedrig und damit als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand der Gesellschaft vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität als nicht gefährdet an. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Wesentlichen bestehen die im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumente aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über langjährige Geschäftsbeziehungen mit einem Großteil der Kunden, welche zudem insgesamt sehr solvent sind. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Das Finanz- und Risikomanagement setzen sich das Ziel, den Unternehmenserfolg der Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art zu sichern. Beim Management der Finanzmittel verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind mit Festzinssätzen ausgestattet und damit bestmöglich gegen Zinserhöhungsrisiken abgesichert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessen und ausreichend wertberichtigt. Darüber hinaus werden vor Beginn einer neuen Geschäftsbeziehung zusätzlich Bonitätsprüfungen vorgenommen. Liquiditätsrisiken bestehen derzeit keine, da die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittelreserven bzw. Kreditlinien verfügt, die die Finanzierung sicherstellen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und Geldeingänge vermitteln. VI. Bericht über Forschung und Entwicklung Die Abteilung Forschung und Entwicklung konzentriert ihren Schwerpunkt hauptsächlich auf die (Weiter-)Entwicklung der Fertigungsprozesse. Darüber hinaus werden gemeinsam mit anderen Unternehmen sowie Instituten und Hochschulen Forschungsprojekte initiiert und durchgeführt. Durch die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung entstehen zusätzliche Synergien, die die anderen Dienstleistungen des Unternehmens bereichern. Dies zeigt sich in vertieftem Wissen über Lasermaterialbearbeitung und Fertigungsprozessen, die nach der Entwicklung gewinnbringend in Serienproduktionen bei BBW Lasertechnik umgesetzt werden.
Prutting, im Juli 2024 Johann Bürger, Geschäftsführer Andreas Bürger, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die BBW Lasertechnik GmbH hat ihren Sitz in Prutting und ist im Handelsregister (Amtsgericht Traunstein) unter der Nummer HRB 10519 eingetragen. 1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der BBW Lasertechnik GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechend der Vorschriften nach §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen gemäß § 266 in Kontoform bzw. § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Die ergänzenden Regelungen nach dem GmbH-Gesetz kamen zur Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach den §§ 276 bzw. 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Bei der Offenlegung werden die Erleichterungen gem. § 327 HGB (verkürzte Bilanz und erleichterte Anhangsangaben) beansprucht. 2. Erläuterungen zur Bilanz Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vermindert. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von zwei bis 33 Jahren linear vorgenommen. Von öffentlichen Stellen gewährte Zuschüsse wurden aktivisch von den Anschaffungskosten abgesetzt und mindern die laufenden Abschreibungen entsprechend. Die Anschaffungskosten beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen Die verzinslichen sonstigen Ausleihungen wurden nach § 253 Abs. 1 HGB zum Zeitpunkt ihrer Entstehung mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- bzw. zu Herstellungskosten angesetzt; sofern die Wiederbeschaffungswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen (§ 253 Abs. 4 S. 1 HGB). Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden mit ihren Herstellkosten bewertet. Neben den Einzelkosten wurden über eine Zuschlagskalkulation angemessene Bestandteile an Gemeinkosten berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergaben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch die Vornahme von Einzelwertberichtigungen, soweit erforderlich, abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Liquide Mittel Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Währungskonten bestehen nicht. Aktive Rechnungsabgrenzung Der Posten wurde für Ausgaben gebildet, die erst in späteren Wirtschaftsjahren Aufwand darstellen. Eine laufzeitabhängige Abzinsung war nicht erforderlich. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage dotiert unverändert zum Vorjahr mit 600.000,00 €. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 10.110.589,82 € enthalten. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - Zinssatz 1,82% (Vorjahr 1,78%) - Lohn- und Gehaltssteigerungen 0% (wie Vorjahr) - HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck Die ausschließlich der Erfüllung des Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Soweit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorliegt, ergibt sich die Rückstellung aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwerts der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens. Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem Marktwert des verrechneten Deckungsvermögens. Ergebnisauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden nach Verrechnung im Zinsergebnis ausgewiesen. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 folgende Werte ermittelt:
Der Unterschiedsbetrag unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74%) beläuft sich auf 15.942,00 €. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB). Der Zinsänderungseffekt unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 beträgt - 7.934,00 €. Die Gesellschaft macht von dem Ausweiswahlrecht gemäß IDW RS HFA 30 keinen Gebrauch. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende nicht unerhebliche Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Latente Steuern Das Wahlrecht zur Aktivierung von latenten Steuern aus Unterschiedsbeträgen zwischen handels- und steuerrechtlichen Ergebnissen wurde nicht ausgeübt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nachstehende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen mit Laufzeiten bis längstens Dezember 2032:
Vorteile aus den Leasingverträgen ergeben sich aus den geringeren gebundenen Mittel für die Anschaffung der Anlagegüter. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Verbindlichkeiten aus Bürgschaften für die Bürger Beteiligungs GmbH bestehen in Höhe von € 194.438,00 (Vorjahr € 386.856,72) gegenüber Kreditinstituten. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung ergaben sich Zinsaufwendungen von € 38.119,00 (Vj. € 36.346,00). Die unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesenen Steueraufwendungen entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis vor Steuern. Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, vom Bilanzgewinn von € 11.650.182,39 einen Betrag von € 1.500.000,00 auszuschütten und € 10.150.182,39 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Sonstige Pflichtangaben Geschäftsführer des Unternehmens waren im Geschäftsjahr 2023: - Herr Johann Bürger, Maschinenbauer - Herr Andreas Bürger, Wirtschaftsingenieur. Die Geschäftsführer wurden von den Beschränkungen des § 181 BGB Befreiung erteilt. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist bezüglich der Angaben der Geschäftsführerbezüge in Anspruch genommen worden. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, aufgeteilt nach Gruppen beträgt:
Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). 5. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BBW Lasertechnik GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. sonstige Berichtsbestandteile
Prutting, im Juli 2024 Johann Bürger, Geschäftsführer Andreas Bürger, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BBW Lasertechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BBW Lasertechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BBW Lasertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert wird oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Bad Aibling, 15. November 2024 Danner
und Maier Treuhand GmbH
Andreas Maier, Wirtschaftsprüfer Hans-Jürgen Danner, Wirtschaftsprüfer |
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