Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 10124
Eingetragen
4.12.1974
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenBetrieb von BaumschulenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Handel mit und Vertrieb von Baumschulartikeln und anderen gärtnerischen Produkten sowie gärtnerischen Bedarfartikeln und Betrieb eines mit "Sängerhof" bezeichneten Gartencenters. Der Gesellschaft steht es frei, den Handel auf andere Wirtschaftsgüter auszudehnen oder gärtnerische Dienstleistungen zu verrichten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die Gesellschaft darf Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, pachten, erwerben, sich an solchen Unternehmen beteiligen, die Geschäftsführung und Vertretung derselben vornehmen, sowie Zweigniederlassungen im In- oder Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Dirksen
seit 16.2.2023
Prokura
Wilhelm Ley
seit 8.11.2002
Geschäftsführer
Marita Ley
seit 8.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 5 angezeigt

Sängerhof, 53340 Meckenheim
78.000 €
26.00%
Bürvigstr. 31, 53177 Bonn
75.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wilhelm Ley GmbH

Meckenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

BILANZ ZM 30. JUNI 2023

AKTIVA

30.06.2023
30.06.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.692,50 10.075,50
II. Sachanlagen 833.320,30 503.459,00
III. Finanzanlagen 4.500,00 4.500,00
843.512,80 518.034,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.891.045,55 1.867.921,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.343.530,62 721.661,33
- davon gegen Gesellschafter 24.223,59 € (Vorjahr: 33.086,16 €)
III. Wertpapiere 999.807,38 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.289.023,73 6.578.415,50
8.523.407,28 9.167.998,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.417,61 18.498,89
9.388.337,69 9.704.531,73

PASSIVA

30.06.2023
30.06.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnrücklagen 120.000,00 120.000,00
III. Gewinnvortrag 4.990.236,41 5.114.120,59
IV. Jahresüberschuss 1.061.347,23 876.115,47
6.471.583,64 6.410.236,06
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.481.176,65 2.083.981,44
C. VERBINDLICHKEITEN 1.435.577,40 1.210.314,23
9.388.337,69 9.704.531,73

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JULI 2022 BIS 30. JUNI 2023

2022 / 2023
2021 / 2022
1. Rohergebnis 7.280.012,72 6.966.834,73
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.789.291,18 -2.830.628,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -565.225,04 -3.354.516,22 -542.003,41
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -165.360,73 -122.817,95
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.168.816,30 -2.111.868,39
5. Erträge aus anderen Wertpapieren 4.946,72 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.195,43 1.087,83
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.588,72 -25.332,27
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -533.231,92 -452.628,35
9. Ergebnis nach Steuern 1.067.640,98 882.644,14
10. Sonstige Steuern -6.293,75 -6.528,67
11. Jahresüberschuss 1.061.347,23 876.115,47

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022 / 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 der Wilhelm Ley GmbH, Meckenheim, (Amtsgericht Bonn, HR B 10124) wurden nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Einzelnen wurde bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden nach folgenden Grundsätzen verfahren:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, die nach linearer Methode berechnet wurden.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungskosten von 250,01 € bis einschließlich 800,00 €) werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich 250,00 € werden nicht im Anlagevermögen, sondern direkt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Verwendung der biometrischen Wahrscheinlichkeiten der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Zinssatzes von 1,80 % für die aktiven Geschäftsführer und für die Witwenversorgung (ehemalige Geschäftsführer) von 1,80 %. Der Rententrend wurde mit 2 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten zu erwartende Nachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Verpflichtungen, Risiken und rückständigen Aufwendungen, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Ihr Ansatz erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erschien. Von dem Wahlrecht Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr abzuzinsen wird nicht Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind für Aufwendungen der folgenden Geschäftsjahre gebildet worden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Darstellung der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite dargestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen den Zugängen bei den Wertberichtigungen.

2. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

Von den Forderungen gegen Gesellschafter haben 2 T€ (Vorjahr: 11 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Forderungen gegen Gesellschafter

Bei den ausgewiesenen Forderungen handelt es sich in Höhe von 13 T€ um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Daneben ist einem Gesellschafter-Geschäftsführer am 14.10.2014 ein Darlehen (10 Jahre Laufzeit) gewährt worden (Stand 30.6.2023: 11 T€), das mit 2,25 % verzinst wird. Das Darlehen wird mit einer monatlichen Annuität in Höhe von 750,00 € zurückgezahlt.

4. Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des 7-jährigen und des 10-jährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes beläuft sich auf 14 T€. Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresüberschuss unterliegt keiner Ausschüttungssperre nach § 253 Abs.6 S. 2 HGB.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 166 T€ (Vorjahr: 184 T€) enthalten. Per 30. Juni 2023 bestanden Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 2 T€).

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von 352 T€ (Vorjahr: 410 T€) sowie Garantien von 80 T€ (Vorjahr: 75 T€).

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund von bestehenden Pacht- und Mietverträgen ergeben sich für das Folgejahr Verpflichtungen von 303 T€, die sich jeweils um ein Jahr verlängern.

8. Latente Steuern

Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben sich lediglich bei der Pensionsrückstellung, wobei der Handelsbilanzwert über dem Steuerbilanzwert liegt.

Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wird aufgrund des Aktivierungswahlrechtes verzichtet.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 33 T€) enthalten.

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 12 T€) enthalten.

E. Sonstige Angaben

1. Angaben der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr setzt sich die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten wie folgt zusammen:

Gewerbliche Arbeitnehmer: 64
Angestellte: 10
Aushilfen: 21

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführergehälter machen wir von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer: Wilhelm Ley, Dipl.-Ing. Gartenbau, Kaufmann
Marita Ley, Kauffrau

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind (§ 285 Nr. 33 HGB)

Bezüglich des durch den Einmarsches der russischen Armee in die Ukraine ausgelösten Russland-Ukraine-Kriegs auf die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter Punkt "VIII. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung".

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass Ergebnis des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Meckenheim, den 27. September 2024

Geschäftsführung

gez. Marita Ley

gez. Wilhelm Ley

Wilhelm Ley , Meckenheim

ZUSAMMENSETZUNG UND ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022 / 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.037,23 2.100,00 0,00 238.137,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 715.635,32 0,00 0,00 715.635,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 416.236,61 334.262,59 0,00 750.499,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.043.082,03 64.817,64 0,00 2.107.899,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 89.658,80 0,00 89.658,80
3.174.953,96 488.739,03 0,00 3.663.692,99
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 4.500,00 0,00 0,00 4.500,00
3.415.491,19 490.839,03 0,00 3.906.330,22
Wertberichtigungen
Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.961,73 6.483,00 0,00 232.444,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 520.609,32 17.674,00 0,00 538.283,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 388.914,11 10.101,59 0,00 399.015,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.761.971,53 131.102,14 0,00 1.893.073,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.671.494,96 158.877,73 0,00 2.830.372,69
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
2.897.456,69 165.360,73 0,00 3.062.817,42
Buchwerte
Stand 30.06.2023
Stand 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.692,50 10.075,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 177.352,00 195.026,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 351.483,50 27.322,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.826,00 281.110,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89.658,80 0,00
833.320,30 503.459,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 4.500,00 4.500,00
843.512,80 518.034,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.07.2022 bis 30.06.2023

der Wilhelm Ley GmbH

I. Vorstellung des Unternehmens

Die Wilhelm Ley GmbH ist ein unabhängiges, familiengeführtes Unternehmen in Meckenheim, welches 1974 gegründet wurde und seitdem eine erfolgreiche Entwicklung genommen hat. Als Familienunternehmen fühlen wir uns nicht nur den Pflanzen, sondern auch besonders der Gartenkultur verpflichtet. Der "Sängerhof" - Leben und Wohnen - bietet den Kunden auf einer Verkaufsfläche von rund 20.000 qm alles rund um die Themen Garten & Park, Haus & Hof. Geschmackvolle Ausstattung für Haus und Garten, Grillgeräte aller Art, stilvolle Gartenmöbel sowie Bekleidung, kulinarische Delikatessen, gute Weine, englische Gartenmagazine sowie Bücher über Gärten, Architektur, Lifestyle, Wohnen und kulinarische Reisen gehören zum Angebot.

Ein besonderer Schwerpunkt ist im Pflanzenbereich das Angebot von über 200 verschiedenen Obstgehölzen mit zahlreichen historischen Apfelsorten, sowie das vielfältige Sortiment von Pflanzen aller Art.

Bei wiederkehrenden Veranstaltungen im historischen "Sängerhof" haben wir zu Rosenfesten, englischen Wochen, französischen Märkten, Grillvorführungen, Musicals und mehr eingeladen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dies allerdings eingeschränkt worden.

Unverändert engagieren wir uns auch im Bereich Ausbildung. Wir bilden u.a. im Ausbildungsberuf "Verkaufsgärtner" aus; außerdem beteiligen wir uns an der Aktion "Meckenheimer Ausbildungsplatzgarantie".

Das Einzugsgebiet unserer Kunden geht weit über die Grenzen Meckenheims hinaus. Im Jahr 2006 erweiterte das Unternehmen mit dem Gartenwebshop.eu seine Absatzzweige.

Außerdem erfolgte die Zertifizierung des Gartencenters Sängerhof als "Eifelproduzent". Mit der Regionalmarke EIFEL wurde eine Marke geschaffen, an der die Verbraucher besondere Qualität aus der Eifel direkt erkennen können. Wir werden uns auch in Zukunft verstärkt als EIFEL-Händler beim Vertrieb der Eifelprodukte engagieren.

Neben dem "Sängerhof" betreiben wir als weiteren Betriebszweig den erfolgreichen Großhandel mit Baumschulpflanzen. Ausgefeilte Logistik und ein eigener Fuhrpark sind hier u.a. Garant für pünktliche Bereitstellung und Lieferung der Pflanzen. Wir beliefern neben Kunden in Deutschland auch Abnehmer aus dem EU-Raum sowie dem übrigen Europa.

II. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Auch im Geschäftsjahr 2022/2023 beeinflusst der durch Russland am 24.02.2022 begonnene Russland-Ukrainekrieg die Gesamtwirtschaft, so dass längerfristige Prognosen schwer vorzunehmen sind. Die eingeleiteten Sanktionen gegen Russland führten einerseits zu einer zumindest vorübergehenden Verknappung und damit einhergehenden Teuerung von Energie und haben damit direkte Auswirkungen auf die Kostenlage der gesamten Wirtschaft. Andererseits sind insgesamt Teuerungsraten zu beobachten, als Beispiel seien Nahrungsmittelpreise genannt. Dies lässt sich an dem enorm gestiegenen Verbraucherpreisindex (+6,4 im Juni 2023 im Vergleich zum Juni 2022) ablesen. Die Entwicklung kann sich negativ auf die Umsätze der Branche und des Unternehmens auswirken, da zum einem der Staat inflationsbedingte Mehraufwendungen hat, aber auch zum anderen den Haushalten weniger Kapital bleibt, das in die eigene Begrünung gesteckt werden kann.

Der Bundeshaushalt für das Jahr 2024 sieht weiterhin große Investitionsvorhaben der Regierungskoalition vor. Sowohl der "Bund deutscher Baumschulen e.V.", als auch der "Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V." stehen im fortwährenden Kontakt mit Entscheidungsträgern aus der Politik. In welchem Umfang Investitionen für die aufgrund des Klimawandels dringend erforderliche Begrünung der Städte möglich sind, kann zurzeit nicht vorausgesagt werden. Dies würde den Umsatz unseres Großhandels weiter positiv beeinflussen.

Hinsichtlich des Umsatzes an Privatpersonen gehen wir davon aus, dass die hohe Inflation die Kaufkraft verringert und so kaum mit Zuwächsen in diesem Bereich zu rechnen ist. Aufgrund des nach wie vor stabilen Arbeitsmarktes gehen wir jedoch nicht von einem Rückgang der Umsätze an Privatpersonen aus.

Auch wenn sich aktuell die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, einer vorübergehenden Energieverknappung und der Inflation auf den zukünftigen Umsatz unserer Branche nicht abschließend vorhersagen lassen, so können wir nach einem positiv verlaufenden Jahr 2022/2023 auch für das Folgejahr 2023/2024 bisher auf weiterhin gute Umsätze verweisen.

III. Umsatz- und Auftragsabwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Umsatz um rd. 6,63 % gegenüber dem Vorjahr erhöht.

IV. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 317 T€ auf 9.388 T€ gesunken. Dies ist auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen auf Reduzierung der liquiden Mittel um 1.289 T€ im Zusammenhang mit Steuerzahlungen zurückzuführen. Dementsprechend ist eine Abnahme der Steuerrückstellungen auf der Passivseite festzustellen.

Die Vermögensstruktur ist durch das Vorratsvermögen (Geschäftsjahr 20,1 %, Vorjahr 19,3 %) und die liquiden Mittel inklusive Wertpapieren (Geschäftsjahr 56,3 %, Vorjahr 67,8 %) geprägt. Die Forderungen sind überwiegend mittels einer Kreditausfallversicherung abgesichert. Sämtliche Investitionen wurden durch Eigenmittel finanziert. Wir sehen die Vermögenslage der Gesellschaft weiterhin als sehr gesund an.

V. Finanz- und Ertragslage

Die Eigenkapitalquote ist mit 68,9 % (Eigenkapital/Bilanzsumme) der Bilanzsumme leicht gestiegen und nach wie vor auf einem hohen Niveau (Vorjahr 66,0 %).

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind sämtlich binnen eines Jahres fällig und in Euro zu begleichen.

Entsprechend der Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr hat sich auch ein höherer Materialeinsatz ergeben. Dieser ist neben den gestiegenen Umsätzen auch durch Preissteigerungen am Energie- und Beschaffungsmarkt getrieben. In Summe verbleibt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und nach Verrechnung des höheren Materialaufwands ein um 313 T€ höheres Rohergebnis von 7.280 T€.

Die Personaleinsatzquote beträgt 12,1 % nach 12,9 % im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr moderat um 57 T€ bei Schwankungen in den Einzelpositionen gestiegen.

Es verbleibt ein Betriebsergebnis von 1.585 T€.

Die wesentlichen Faktoren sind:

Ertragsseitig die Umsatzerlöse

Aufwandsseitig der Materialaufwand.

Das Finanzergebnis konnte aufgrund der Zinssteigerungen und der Anlage von Geldern am Kapitalmarkt auf 9 T€ (Vorjahr -24 T€) erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern verbleibt ein Unternehmensergebnis von 1.061 T€ (Vorjahr 876 T€).

Da die Gesellschaft unter Berücksichtigung von Wertpapieren über 5.289 T€ liquide Mittel am Bilanzstichtag verfügte und somit jederzeit in der Lage war, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, gehen wir von einer unverändert gesunden Liquiditätslage und von keinen bestandsgefährdenden Risiken aus.

VI. Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2022/2023 vorgenommenen Investitionen in Höhe von 490 T€ wurden ausschließlich durch Eigenmittel finanziert. Die Investitionen betrafen mit 2 T€ die immateriellen Vermögensgegenstände, mit 334 T€ die technischen Anlagen und Maschinen, mit 65 T€ die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie mit 89 T€ die Anlagen in Bau.

VII. Personalbereich

Am Bilanzstichtag waren 68 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 66) und 23 Aushilfen (Vorjahr 21) sowie 10 Angestellte (Vorjahr 13) beschäftigt.

Neueinstellungen sind für das jetzt laufende Jahr nur als Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeiter geplant.

VIII. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das DIW Konjunkturbarometer sank im zweiten Quartal 2024 auf 87,0 Punkt und liegt damit deutlich unter seinem neutralen Wert von 100,0 Punkten. Derzeit macht sich neben schwachen Ausrüstungs- und Bauinvestitionen auch die gedämpfte Entwicklung der Weltwirtschaft bemerkbar - dies lastet auf der Nachfrage. Vor allem die deutsche Industrie schwächelt aktuell: Die Industrieproduktion ist zuletzt wieder zurückgegangen und die Auftragseingänge kommen nicht in Schwung; der Auftragsbestand ist trotz stockender Produktion zuletzt gesunken. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juli deutlich zurückgegangen - dabei schauen die Unternehmen sowohl auf die aktuelle Lage als auch in die Zukunft skeptischer. Diese Faktoren bestimmen final auch die Nachfrage bei unseren Kunden und werden sich voraussichtlich auch auf die Umsätze der Wilhelm Ley GmbH auswirken. Der Krieg in der Ukraine und die allgemeinen geopolitischen Unsicherheiten haben weiterhin hohe Einflüsse auf die Kostenlage des Unternehmens. Insbesondere zählen hierzu zumindest vorübergehende Energieengpässe und damit einhergehende Turbulenzen der Energiepreise sowie die Inflationsrate (Juni 2023 + 6,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat).

Da ein Ende des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen konjunkturellen Belastungen zurzeit noch nicht abzusehen ist, gehen wir davon aus, dass die Kaufkraft zukünftig nicht so stark wie bisher in das "grüne Wohnzimmer" fließen wird. Wir gehen somit nach den Boom-Jahren für die nahe Zukunft zunächst einmal von zurückgehenden Umsätzen aus, obwohl wir weiterhin Potenzial im neuen "Gärtnern in der Stadt" auf bepflanzten Balkonen sehen.

Aufgrund der globalen Erwärmung hat sich in den letzten Jahren ein allgemeiner Trend zur Begrünung entwickelt. Dies gilt zum einen für den Städtischen Bereich, hier getrieben durch die Städte und Kommunen. Es gilt zum anderen auch für die privaten Haushalte. Viele "Städter" haben in den letzten Jahren den Garten zu sich auf den Balkon geholt und begrünen zur Verbesserung des Raumklimas ihre Wohnungen. Zudem bewirtschaften immer mehr Hobbygärtner innerstädtische Beete. Es lässt sich nach wie vor anhand steigender Absatzzahlen beobachten, dass Gärtnern zu den Krisengewinnern gehört. Setzt sich dieser Trend fort, könnte dies positive Auswirkungen auf die Umsatzerlöse aus dem Privatkundengeschäft für uns haben.

Auf die heißen Sommer 2018 bis 2023, die als Vorboten des Klimawandels gesehen werden, muss seitens der Städte mit Investitionen in Grünanlagen reagiert werden, damit der städtische Raum lebenswert bleibt. Vermehrt werden begrünte Fassaden und Dachflächen vorgeschrieben und teilweise durch Städte bezuschusst. Wir hoffen, dass den öffentlichen Auftraggebern weiterhin ausreichend Geld für den Klimaschutz zur Verfügung steht. Prognosen hierzu sind zur Zeit schwer zu treffen. Wir können uns allerdings gut vorstellen, dass sich aus Klimaschutzgründen eine gleichbleibende Nachfrage (allerdings ohne größere Steigerungen) im Großhandelsbereich ergibt, wobei neben den verkauften Stückzahlen auch den zu realisierenden Preisen eine entscheidende Bedeutung zukommt. Gelingt es der Gesellschaft weiterhin das Angebot an den durch die globale Erwärmung erhöhten Temperaturen und im Allgemeinen extremeren Witterungsbedingungen auszurichten, kann dies insgesamt einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Umsatzlage der Gesellschaft haben.

Aufgrund der bisher getätigten Umsätze im Wirtschaftsjahr 2023/2024 sind wir auch unter den erschwerten Bedingungen zuversichtlich, dass wir uns am Markt behaupten können.

Wie bisher sollte sich die von uns angebotene Qualität in Verbindung mit Serviceleistungen behaupten können und weiterhin Kundenbindungen schaffen, generieren und festigen. Für die nahe Zukunft gehen wir trotz möglicher Umsatzeinbußen von positiven Ergebnissen aus. Bei dieser Prognose können allerdings Wettereinflüsse nicht berücksichtigt werden, die sich unmittelbar auf den Umsatz auswirken.

Wir haben Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Hier ist ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem zu nennen. Elemente hiervon sind im Großhandelsbereich die laufende Kreditrahmenüberwachung von Abnehmern (einschl. Verhängung von Liefersperren bei unpünktlicher Zahlung), tägliche Prüfung der Zahlungsein- und Zahlungsausgänge mit Kontrolle der Liquidität, Einsatz eines Warenwirtschaftssystems, Einsatz einer Software mit laufenden Analysen des Geschäftsverlaufs sowie Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Des Weiteren sind die Vorräte über eine Inhaltsversicherung gegen Brand, Überschwemmungen, Diebstahl usw. abgesichert und die Forderungen durch eine Waren-Kreditversicherung.

IX. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die im letzten Jahr getätigte Prognose konnte erfüllt werden und auch in diesem Jahr gehen wir aufgrund der bisherigen Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 davon aus, dass der Umsatz auf dem Vorjahresniveau liegt; wir erwarten aufgrund der inflations- und kriesenbedingten Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt für das folgende Geschäftsjahr ein Unternehmensergebnis in leicht geringerer Höhe.

 

Meckenheim, den 27. September 2024

gez. Marita Ley

gez. Wilhelm Ley

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 328 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss mit dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Wilhelm Ley GmbH, Meckenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wilhelm Ley GmbH, Meckenheim, − bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden − geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wilhelm Ley GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen − beabsichtigten oder unbeabsichtigten − falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen − beabsichtigten oder unbeabsichtigten − falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher − beabsichtigter oder unbeabsichtigter − falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 30. September 2024

DIPL.-KFM. HANS M. KLEIN + PARTNER mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Matthias Klein, Wirtschaftsprüfer

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