inogreen GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yoshihiro Kurashima seit 28.4.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Zeon Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zeon Europe GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Zeon Europe GmbH ist die in Düsseldorf ansässige europäische Hauptniederlassung der ZEON Corporation, zuständig für den Vertrieb von Elastomeren, Polymeren sowie Chemikalien für Spezialgebiete, verbunden mit technischer Beratungsleistung. Die vertriebenen Produkte stammen fast ausschließlich aus konzerneigener Fabrikation aus Japan, USA, Thailand und Singapur. Die Zeon Europe GmbH vertreibt basierend auf spezifischen Werkstoffen eine breitgefächerte Produktpalette. Das umfangreiche Produktsortiment findet Anwendung bei der Herstellung von Technischen Elastomer-Erzeugnissen (TEE) für unterschiedliche Industriebereiche wie Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Öl & Gas und die Bauindustrie, über Kunststoffe für die Bereiche Pharmaindustrie, Medizin, Optik, Aromastoffe für die Duftstoff- und Lebensmittelindustrie bis hin zu Spezialchemikalien und wasserbasierten Polymerbindern für die Herstellung von Elektroden und keramischen Beschichtungen in wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien (LIB). Hauptabsatzmärkte sind neben Deutschland weiterhin der EU-Binnenmarkt, Großbritannien sowie die Schweiz, die Türkei und Osteuropa. Der Fokus unserer Geschäftsführung liegt in der nachhaltigen Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Produkte. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, treiben wir Innovationen voran, investieren in Wachstumsfelder und versuchen gleichzeitig, die Kosten zu senken, um bei Nachfragerückgängen ausreichend Handlungsspielraum zu haben. Unsere Entwickler suchen daher immer neue Anwendungsmöglichkeiten für unser Produktportfolio und erarbeiten spezifische Lösungen für unsere Kunden, um mittels Produktionsanpassungen bei unseren Konzernlieferanten flexibel auf die aktuelle Nachfragesituation reagieren zu können. Diese breite Aufstellung will die Gesellschaft auch zukünftig weiter ausbauen, um das Angebot noch unabhängiger von Konjunkturschwankungen zu machen. Die intensive Zusammenarbeit mit unseren Partnern, aber auch Forschungseinrichtungen und externen Experten, verschafft das notwendige Know-how, um Produkte exakt auf die Markt- und Kundenbedürfnisse zuschneiden zu können. Die ressourceneffiziente Herstellung von Produkten, die Dekarbonisierung und Abfallminimierung, der marktorientierte Service und die Flexibilität, sich noch stärker auf sich verändernde Marktgegebenheiten einzustellen, sind Kernaufgaben unserer Gesellschaft. Um eine effizientere Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette zu schaffen, und die Zugänglichkeit und Sicherheit in der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern zu optimieren, treibt die Gesellschaft insbesondere das digitale Dokumentenmanagement voran. Es verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir Informationen speichern, organisieren und teilen, sondern schafft auch die Grundlage für agile und adaptive Arbeitsabläufe. Die Zeon Europe GmbH bekennt sich zu ihrer Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcenmanagement und strebt Geschäftsbeziehungen mit Partnern an, die sich ebenfalls zu Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) bekennen. Wir sehen die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften als ein wesentliches Grundprinzip wirtschaftlich verantwortlichen Handelns an und achten den Grundsatz der Legalität. Integrität und die Beachtung der Rechte Dritter bestimmen den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und dem gesellschaftlichen Umfeld. Neben qualitativen und finanziellen Erwägungen sind daher auch soziale und ökologische Faktoren zu berücksichtigen. Bei gleichen Leistungsmerkmalen und Kosten werden nachhaltige Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich bevorzugt. Nachhaltiges Handeln und ein klares Bekenntnis zu unserer Compliance-Kultur sind unser Ziel. Wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Gute Corporate Governance ist für unsere Geschäftsführung ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Zur verantwortungsvollen Unternehmensführung gehört ein gewissenhafter Umgang mit Chancen und Risiken, der dafür sorgt, dass die Interessen aller Parteien angemessen berücksichtigt werden. Dies beinhaltet die Fähigkeit, Chancen systematisch zu erkennen und zu nutzen und dabei die gesellschaftliche und ökologische Verantwortung für die unternehmerischen Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen. Der Umgang mit Nachhaltigkeit wird zunehmend in unsere Geschäftsstrategie integriert und Managemententscheidungen sind auf eine langfristige Wertschöpfung ausgerichtet. Um Risiken und Verstöße zu vermeiden, ist das Bewusstsein für ein regelkonformes Verhalten bei allen Mitarbeitern über alle Standorte des Unternehmens hinweg von essenzieller Bedeutung. Eine effektive Förderung unserer Compliance-Kultur, die den korrekten Umgang mit Kunden, Lieferanten und Beschäftigten regelt, ist daher ebenso unser Ziel wie eine profitable Ausrichtung unserer Geschäftsstrategie. Im Hinblick auf die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation steht die Stärkung der Finanzkraft und dabei insbesondere die Liquidität im Fokus. Die Deckung des Finanzbedarfs erfolgt in großem Umfang mittels ausreichendem Eigenkapital. Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken werden durch die Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling-System deutlich reduziert. Ein direktes finanzielles Risiko besteht für die Gesellschaft daher derzeit nicht. B WIRTSCHAFTSBERICHT GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN Allgemeine wirtschaftliche Lage Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit weiter abgeschwächt. Zum Jahresende hin ist die Wirtschaft in Deutschland sogar geschrumpft und die Anzeichen einer Rezession mehren sich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% auf Jahressicht nach. Auch die Prognosen des ifo Instituts für das erste Quartal 2024 weisen einen weiteren Rückgang um 0,2% zum Vorquartal aus. Besonders betroffen ist die deutsche Industrie. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lage in der EU. Eurostat verzeichnet für das Jahr 2023 insgesamt nur ein Wachstum von 0,5%. Hohe Energiepreise und die Inflation infolge des Ukraine-Kriegs, zunehmender regulatorischer Druck im Bereich Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung, sowie Nachfragerückgänge haben die Wirtschaft geschwächt. Nachhaltigkeitsziele sind nicht mehr nur ein Thema von kapitalmarktorientierten Unternehmen - auch mittelständische Unternehmen werden durch Gesetze und Richtlinien immer mehr in die Pflicht genommen, kontinuierlich und nachweislich CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig ist die Klimapolitik nicht der einzige Prozess, der derzeit die Gesellschaft und die Wirtschaft massiv herausfordert. Die Corona-Krise, die Veränderungen der Globalisierung, die Digitalisierung und der demografische Wandel haben große Auswirkungen auf alle Marktteilnehmer. Die Spezialisierung und der Ausbau von Alleinstellungsmerkmalen schaffen dagegen Vorteile. Dazu ist ein tiefes Verständnis des Marktes, der Branchenlandschaft und der Kundenbedürfnisse unerlässlich. Laut dem Wirtschaftsverband der Kautschukindustrie (wdk) verliert der Standort Deutschland aufgrund hoher Kosten für Rohstoffe, Energie, Personal, Logistik, Compliance und Transformation für die industrielle Produktion an Potenzial. Störungen der weltweiten Lieferketten haben im Jahr 2022 auch die Automobilindustrie in Deutschland massiv getroffen, die negativen Auswirkungen sind bis heute nicht vollständig überwunden. Gerade die Knappheit an Halbleitern hatte die globale Produktion stark gedämpft und somit auch den Absatz negativ beeinflusst. Über weite Teile des Jahres 2023 stützte aber der hohe Auftragsbestand die Automobilproduktion in Deutschland. Allerdings sinkt der Auftragsbestand nun seit einigen Monaten. Für die Kautschukindustrie geht der wdk sogar von einem Absatzrückgang von 2% für 2024 aus. Die internationalen Automobilmärkte sind im Vergleich zum Vorjahr 2022 mehrheitlich im Plus, was aber in den niedrigeren Vorjahreswerten bedingt ist. Während im Jahr 2023 zunächst die beschränkte Angebotsseite dominierte, prägt seit einigen Monaten die nachlassende Nachfrage das Bild, was auch für die Kfz-Zulieferer einen erhöhten Kapazitätsanpassungsdruck erzeugt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich noch robust, auch weil viele Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachkräften suchen, aber im Jahr 2024 rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit auf 6%. Die Inflation ist zwar rückläufig und die Lohneinkommen steigen, aber vor 2025 wird sich die Konjunktur wohl nicht normalisieren, so dass das Jahr 2024 auch für uns eine Herausforderung darstellt. Wir haben auch im Jahr 2023 die Möglichkeit des mobilen und flexiblen Arbeitens beibehalten und vermehrt in digitale Technologien investiert, die für die Kommunikation zwischen Mitarbeitenden, die Organisation von Arbeitsabläufen und die Sicherung von Firmendaten eine zentrale Rolle spielen. Die Geschäftsentwicklung der Zeon Europe GmbH für das Jahr 2023 verlief insgesamt unter Plan, aber trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Lage dennoch positiv. Unsere Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 bei den Spezialelastomeren die Vorjahresumsätze steigern und lag somit deutlich über Budget. Erfreulich entwickelte sich auch das Geschäft mit den Kunststoffen, den Batterie Bindern sowie den Aromachemikalien. Rohstoffpreisanpassungen wurden weitestgehend an unsere Kunden weitergegeben. Aufgrund von Unterbrechungen in den Lieferketten kam es jedoch zu Lieferverzögerungen und somit ungeplanten Folgekosten, die ebenfalls, zumindest teilweise, an die Kunden weitergegeben werden mussten. Das Ergebnis bei den Reifenkautschuken blieb aber aufgrund der gedämpften Situation in der Automobilindustrie leicht hinter unseren Erwartungen zurück. Aufgrund von Restrukturierungen in den vertikalen Vertriebskanälen von Kohlenwasserstoffen und Petroliumharzen ist der Umsatz der Gesellschaft im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 50 Millionen Euro zurückgegangen. Zu schaffen machten uns auch eine deutlich reduzierte Nachfrage nach einigen Produkten, der anhaltende Abbau von Lagerbeständen auf Kundenseite und ein weltweiter Rückgang bei einigen Rohstoffpreisen. Die logistischen Herausforderungen für die Gesellschaft waren erneut geprägt durch Engpässe bei der Verfügbarkeit und Verspätungen bei der Verschiffung. Die Lage hat sich im Laufe des Jahres zwar entspannt, aber auch 2023 lagen die Kundenbedarfe deutlich über unseren Kapazitäten. Unser Managementsystem, Schulungen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung minimieren die Umwelt- und Produktrisiken. Das seit 2003 bestehende Qualitätsmanagementsystem der Gesellschaft ist in einem Handbuch auf der Grundlage des DIN EN ISO 9001:2015 beschrieben. Die Entwicklung und Einhaltung der dafür notwendigen Prozesse stellt die Zeon Europe GmbH regelmäßig durch eigene und externe Audits nach internationalen Standards sicher. Das Überwachungs-Audit nach ISO9001:2015 wurde 2022 durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Eine entsprechende Zertifizierung für alle europäischen Standorte liegt vor. Die chemische Industrie unterliegt dauerhaft umweltrechtlichen Vorgaben und Importregularien und es müssen besondere Sicherheitsauflagen im Produktionsprozess berücksichtigt werden. Unser nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein zur Umsetzung der jeweils landesweit geltenden Chemikalienregelungen reicht von der strengen Kontrolle der importierten Mengen bis hin zur Sicherstellung der Einhaltung aller chemischen Vorschriften für alle in unseren Produkten enthaltenen Stoffe. Die Fristen für die Überführung der REACH Registrierungen in das neue UK REACH und KKDIK (REACH Türkei) wurden von den jeweiligen Regierungen um mehrere Jahre verlängert, so dass hier kurzfristig keine wesentlichen Aktivitäten anstehen. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben von REACH und CLP durch unsere Gesellschaft wird regelmäßig von externen Beratern geprüft. Personal Zur Stärkung unseres Teams wurde die Mitarbeiterzahl leicht erhöht. Zur Gewinnung und dem Erhalt qualifizierter Fach- und Führungskräfte verfolgt die Gesellschaft eine Personalpolitik, die darauf abzielt, das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu gewährleisten. Das erreichen wir, indem wir unseren Angestellten neben einem leistungsbezogenen Vergütungssystem ein entwicklungsförderndes und vielfältiges Umfeld bieten. Wir messen regelmäßig das Engagement unserer Mitarbeiter. Auf Basis dieser Umfragen folgen Maßnahmenpläne wie die Entwicklung von Karrieremöglichkeiten oder gezielte Weiterbildungsprogramme für unsere Talente. DARSTELLUNG DER LAGE Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir einen Jahresüberschuss von TEUR 7.240 (Vorjahr: TEUR 12.517) erzielen. Dies entspricht einem Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.277, entsprechend 42%. Das Betriebsergebnis konnte entgegen den Erwartungen um 5% (1.117 TEUR) gegenüber dem Plan gesteigert werden. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Rohstoffpreisen bei einigen Produkten, die weitestgehend an die Kunden weitergegeben wurden. Darüber hinaus sind außerordentliche Kosten aufgrund der angespannten Liefersituation nicht wie erwartet eingetreten. Unsere Umsatzerlöse sind um TEUR 48.880 auf TEUR 279.529 gesunken, was einer Reduzierung von 15% entspricht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Restrukturierung in den vertikalen Vertriebskanälen von Kohlenwasserstoffen und Petroliumharzen. Die Umsatzerlöse in Deutschland gingen um TEUR 7.482 auf TEUR 51.252 (Vorjahr: TEUR 58.734), um 13% zurück. Der Anteil der Umsätze mit dem Ausland fiel um TEUR 41.399 (16%) und entspricht 82% (Vorjahr: 82%) des Gesamtumsatzes und betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 228.277 (Vorjahr: TEUR 269.676). Die Umsatzerlöse in 2023 (TEUR 279.529) haben zu 97,02% die Planzahlen erreicht. Auf der Absatzseite mussten wir einen Mengenrückgang von insgesamt 29% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Dieser Rückgang kommt fast ausschließlich aus den C5/SIS Petroleumharzen, was im Wesentlichen aus der Restrukturierung in den Vertriebskanälen resultiert. Darüber hinaus ließ hier die Nachfrage auch allgemein aufgrund des wachsenden Konkurrenzdrucks aus China deutlich nach. Aufgrund von Verfügbarkeitsengpässen bei einigen Spezial-Elastomeren gab es einen kleinen Rückgang von 2%. Erfreulich hingegen war die Entwicklung der Kunststoffe im Pharmabereich mit +6% und der Reifen-Kautschuke mit +12%. Auch konnten wir den Absatz der wasserbasierten Polymerbinder für Lithium-Ionen-Batterien um +63% steigern. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.367 (Vorjahr: TEUR 6.571) beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne in Höhe von TEUR 3.087, Weiterbelastung an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 757 sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 108 im Wesentlichen aus ausländischen Vorsteuererstattungen, Einkommensteuererstattungen für japanische Mitarbeiter für Vorjahre und Versicherungserstattungen. Ferner sind in den sonstigen Erträgen, Erträge aus der Auflösung von periodenfremde Rückstellungen mit TEUR 53 enthalten. Der Materialaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 255.022 und somit TEUR 42.488 weniger als im Vorjahr (TEUR 297.511). Der oben erwähnte, niedrigere Umsatz brachte diese analoge Reduzierung des Materialaufwandes mit sich. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres betrug TEUR 7.029 und fiel somit um TEUR 609 höher aus als im Vorjahr mit TEUR 6.420. Der Grund hierfür war die höhere Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 103 etwas niedriger als im Vorjahr (TEUR 121). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 12.111 (Vorjahr: TEUR 13.021). Sie beinhalten hauptsächlich Kursverluste mit TEUR 3.639, Fracht- und Lagerkosten mit TEUR 4.866, technischen, kaufmännischen und EDV-Service mit TEUR 1.224, Firmen PKW und Leasing mit TEUR 392, Büromiete und Mietnebenkosten mit TEUR 296, Messe- und Werbungskosten mit TEUR 212, Reisekosten und Bewirtung mit TEUR 494, Versicherungen mit TEUR 197, Provisionen mit TEUR 46 und sonstiges mit TEUR 745. Die Zinsaufwendungen lagen bei TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1). An Zinserträgen erzielte die Gesellschaft TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 44). Vermögenslage Die Bilanzsumme der Zeon Europe GmbH ist um TEUR 6.259 auf TEUR 92.418 (Vorjahr: TEUR 98.677) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte, welche um TEUR 10.142 auf TEUR 43.582 gesunken sind. Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind ebenfalls um TEUR 3.582 auf TEUR 68 gesunken. Dagegen steht ein um TEUR 8.122 höherer Warenbestand von insgesamt TEUR 38.252 (Vorjahr: TEUR 30.130). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 3.140 auf TEUR 5.245 gestiegen. Die Bankbestände sind um TEUR 3.756 auf TEUR 5.089 gesunken. Unsere japanische Muttergesellschaft hat im Dezember 2010 ein Globales Cash Management System eingeführt. Seit November 2013 ist das Cash-Pooling automatisiert worden. Für unsere Gesellschaft ergab sich hieraus zum 31. Dezember 2023 eine Verbindlichkeit an die Muttergesellschaft von TEUR 182 (Vorjahr: Forderung TEUR 3.318). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 weist die Bilanz ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 65.797 (Vorjahr: TEUR 64.557) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 71% (Vorjahr: 65%). Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 3.110 auf TEUR 2.614. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 6.251 auf TEUR 1.453. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken ebenfalls um TEUR 219 auf TEUR 19.788. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich neben dem Eigenkapital hauptsächlich durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wie in den Vorjahren werden Einkäufe nahezu ausschließlich bei drei verbundenen Unternehmen in Japan, Singapur und USA getätigt. Zum 31. Dezember 2023 bestanden liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.089. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Seit 2013 steht das konzernweite Cash Pooling System zur Verfügung. Zusätzlich könnten bei Bedarf kurzfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen werden. Investitionen Im Jahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. NACHTRAGSBERICHT Weitere wichtige hervorzuhebende Einflüsse, als die genannten, die sich in besonderer Weise auf den Geschäftsverlauf und die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz ausgewirkt haben, liegen nicht vor. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN Als wesentliche Niederlassungen der Zeon Europe GmbH, Düsseldorf, im Ausland sind die Niederlassung in Frankreich, die Niederlassung in Mailand/Italien, die spanische Niederlassung in Barcelona sowie die Niederlassung in Cardiff/Wales zu nennen. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT Nachdem sich die Lieferketten im Jahr 2023 erholt und wieder zu einer gewissen Normalität zurückgefunden hatten, führt die Lage im Nahen Osten wieder zu Lieferverzögerungen. Die Containerschifffahrt hatte sich 2023 zunächst etwas entspannt und die Staus in den meisten Häfen hatten sich zwischenzeitlich aufgelöst. Lieferketten erholten sich und immer mehr Containerkapazitäten wurden frei. Aufgrund der Angriffe von Huthi-Rebellen auf die Frachtschiffe meiden Redereien aber aktuell den Suezkanal, was erneut unmittelbare Auswirkungen auf die Lieferketten hat. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage. Aufgrund des anhaltenden Materialmangels bei einigen unserer Produkte im Jahr 2022 waren viele Aufträge ins Jahr 2023 geschoben worden. Hinsichtlich der Verfügbarkeit ist die Lage derzeit entspannter, da ZEON u.a. eine Kapazitätserweiterung unserer Produktion für hydrierten Nitrilkautschuk beschlossen hat. Dennoch liegen die Kundenbedarfe weiterhin über der vorhandenen Kapazität. Die Zeon Europe GmbH ist als international tätiges Unternehmen vielfältigen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihren unternehmerischen Aktivitäten verbunden sind. Die Identifikation, Analyse und Bewertung dieser Risiken erfolgt im Rahmen eines konzernweiten Risikomanagementsystems. Dieses System ist integraler Bestandteil des umfassenden Planungs-, Kontroll- und Berichtssystems, dessen Ziel es ist, Chancen konsequent zu nutzen und identifizierte Risiken auf ein handhabbares Maß zu reduzieren oder zu vermeiden. Um Veränderungen in den Bereichen Kredit, Markt und Länder frühzeitig zu erfassen, werden Mechanismen zur kontinuierlichen Risikoerkennung implementiert. Dabei erfolgt eine eingehende Analyse und Überwachung, insbesondere hinsichtlich Marktpreisänderungen und möglicher Liquiditätsengpässe. Ein permanenter Fokus auf die Früherkennung von Risiken ermöglicht es, bei Bedarf Anpassungen in der strategischen Mittelfristplanung vorzunehmen. Potenziell sinkende Rohstoffpreise könnten beispielsweise im Lagergeschäft zu Abwertungen oder Verlusten führen, weshalb diesem Risiko besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Um Kostensteigerungen entgegenzuwirken, wird kontinuierlich an der Optimierung der eigenen Kostenstrukturen gearbeitet. Monatliche Abschlussdaten ermöglichen eine regelmäßige Berichterstattung über die wirtschaftliche Situation, sowohl bezogen auf den jeweiligen Berichtsmonat als auch kumulierte Daten, inklusive des Abgleichs mit den Budget-Vorgaben. Die Geschäftsführung trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Effektivität eines angemessenen Risikomanagements. Das Ziel des Risikomanagements besteht darin, bestehende Risiken frühzeitig zu identifizieren, durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen und eine Gefährdung des Unternehmensbestandes zu vermeiden. Zur Absicherung finanzieller Risiken stehen angemessene Versicherungsschutzmaßnahmen bereit, um Verluste von Vermögensgegenständen oder die Übernahme von Haftungsverpflichtungen zu minimieren. Darüber hinaus hat ZEON ein weltweites Compliance Management System (CMS) implementiert. Compliance-Verstöße können zu Strafen, Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen, Reputationsverlusten und Verfahrenskosten führen. Um diesen Risiken, insbesondere im Bereich des Kartell- und Wettbewerbsrechts, entgegenzuwirken, wurde ein global gültiger Verhaltenskodex etabliert. Mit dem Hinweisgeberschutzgesetz hat die Bundesregierung die Hinweisgeberschutz-Richtlinie der EU (2019/1937) umgesetzt. Kernstück des Gesetzes ist es, sog. Whistleblower im beruflichen Umfeld künftig umfassender vor beruflichen Repressalien zu schützen. Die Gesellschaft hat ein entsprechendes Hinweisgebersystem eingerichtet. Als Unternehmen ist Zeon davon überzeugt, dass nachhaltiges Wirtschaften auf ethischem, fairem und ehrlichem Handeln beruht. Die Achtung von Recht und Gesetz ist daher ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Im Rahmen unserer Geschäftsaktivitäten nehmen wir Integrität und faires Verhalten innerhalb des Unternehmens und gegenüber unseren Vertragspartnern sehr ernst. Das Zeon- Hinweisgebersystem ist ein wichtiger Bestandteil zur Wahrung unserer Unternehmenswerte und -überzeugungen und dient dazu, möglichen Missbrauch und Fehlverhalten aufzudecken und abzustellen. Grundsätzliches Ziel ist es, finanziellen Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Unser Fokus liegt in der Regel in der Risikoprävention und in der Überwachung und Anmahnung unbezahlter Forderungen. Über Scoring- und Tracking-Tools verfolgen wir die Risiken und die Kreditwürdigkeit unserer Kunden, was angesichts der großen Veränderungen im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld heute noch wichtiger ist. Über den monatlichen Kreditreport hinaus werden außerdem alle neuen Kreditanträge einer konzerngesteuerten Überprüfung unterzogen. Zudem besteht für einen Großteil der Kunden die Absicherung über eine Forderungsausfallversicherung. Um das Wechselkursrisiko während des Prozesses von der Beschaffung bis zum Verkauf abzusichern, hat die Gesellschaft sich allgemein bemüht, den Großteil ihrer Einkäufe und Verkäufe in EURO abzuwickeln, oder aber eine Parität der Währungen im Einkauf und Verkauf zu erreichen. Währungsschwankungen, sowie volatile Rohstoffpreise, könnten sich auf unsere Margen auswirken. Auch die Marktpreise auf den Rohstoffmärkten ändern sich kontinuierlich. Diesen Risiken wirken wir mit Preisanpassungen oder Materialgleitklauseln teilweise entgegen. Empfindliche Störungen der Lieferketten wie z.B. aktuell durch den Angriff von Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Roten Meer, aufgrund des Erdbebens in Japan und des hohen Container Aufkommens in diversen Häfen weltweit, stellen die Gesellschaft immer wieder erneut vor Herausforderungen. Auf der anderen Seite ist aufgrund der Produktionsauslastung bei einigen Produkten ein Aufbau von Lagerbeständen kaum möglich. Die Transport- und Speditionsrisiken versucht die Gesellschaft weitestgehend über langjährige Logistik-Dienstleistungsverträge abzudecken. Die Situation im Suezkanal dürfte aber erneut zu einer zusätzlichen Kostenbelastung führen. ZEONs Spezialelastomere stellen für viele Anwendungen geeignete Alternativen dar, um z.B. Ethylen-Acrylat Elastomere oder polymere Werkstoffe auf PFAS-Basis zu ersetzen. Der anhaltende Trend zur CO 2 -Neutralität und Elektromobilität führt zu einer weiterbleibend hohen Nachfrage an Neuentwicklungen und Innovationen im Bereich hybrider und voll elektrischer Fahrzeuge. Für diese Anwendungen hat ZEON eine Reihe neuer Produkte entwickelt, die sich z.B. durch den Einsatz bio-basierter Rohstoffe auszeichnen oder in der Lage sind, die sich stetig ändernden Anforderungen an polymere Werkstoffe - wie Wieder-Verwertbarkeit (Recycling) oder chemische- & thermische Beständigkeit - zu erfüllen. In diesem Kontext werden die Themen Grüner Wasserstoff, sowie alternative Kraftstoffe (inkl. E-Fuel) in Zukunft an Bedeutung gewinnen und ein weiteres, wichtiges Einsatzgebiet für Spezialpolymere der Gesellschaft darstellen. Gleichzeitig arbeiten wir stetig daran zu ermitteln, welche Produkte aus unserem Portfolio durch Anpassungen auch für die Elektromobilität oder andere alternative Antriebstechnologien übernommen werden können. Der Bedarf an Elektrofahrzeugen (BEV) und Plug-In Fahrzeuge (PHEV) in Europa steigt stetig an. Im Jahr 2023 belief sich der Anteil an den Kfz-Neuzulassungen in der EU auf 33,5%. Dieser Trend begründet eine erhöhte Nachfrage nach Produktionskapazitäten in Europa. Mittlerweile werden 40 sogenannte "Giga plants" in der EU gemeldet. Dies sorgt für eine große Konkurrenz und Druck unter den Herstellern. Doch nicht jeder Markteilnehmer wird sich durchsetzen und die finanziellen Hürden stemmen können. Da der Markt nach wie vor von Subventionen getrieben ist, dürfte der Trend zumindest in Deutschland abflachen, zumal Deutschland als Wachstumstreiber vorerst ausfällt. Zunehmend wird eine lokale Beschaffung gefordert. Das bezieht sich nicht nur auf die Batterien, sondern auch auf die Rohstoffe zu deren Herstellung. Dies soll die Lieferkette drastisch verkürzen und die Klimaneutralität fördern. Zeon folgt diesem Trend und produziert bereits teilweise Batteriebinder in Deutschland, um den hohen Bedarf in Europa zu decken. Die Binder sind wasserbasiert und demnach frei von Lösungsmitteln, die aufwendig recycelt werden müssen. Dies könnte zusätzliche Chancen bieten, da Umweltgruppen einen Antrag gestellt haben, Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, kurz PFAS, in Batterien zu verbieten. Diese Chemikalien sind chemisch so stabil, dass sie sich in der Natur praktisch nicht zersetzen ("Ewigkeitschemikalien"). Neben der Lebensdauer sollen sie zudem umwelt- und gesundheitsschädlich sein. Klimaschutzmaßnahmen und -vorschriften schreiten voran, aber nicht alle Branchen sind auf dem gleichen Level. Dabei gilt es sich zu reorganisieren, mit dem Ziel, die neuen und immer anspruchsvolleren Regulierungsnormen zu erfüllen. Die ökologische Transformation wird auch Chancen bieten - für die Entstehung neuer Märkte und für neue Technologien. Auch das Innovationstempo bei chemischen Produkten wie Werkstoffen, Biomaterialien oder Batterien steigt. Der Übergang von Verbrennungsmotoren zu BEV hält auch für unsere Gesellschaft neue Chancen bereit. ZEON hat eine Reihe neuer Hochleistungswerkstoffe entwickelt, die sich z.B. durch verbesserte Beständigkeit gegenüber neuartigen, im Zuge der Elektromobilität aufkommenden, automobilen Betriebsflüssigkeiten und Medien auszeichnen. Die Aussichten für das Geschäft mit Aromachemikalien und Lösungsmitteln sind trotz der aktuellen Unsicherheiten weiterhin positiv, aber herausfordernd. Die über mehrere Jahre andauernde Verknappung des Angebots an cis-3-Hexenol und seinen Derivaten führte dazu, dass Neueinsteiger mit etablierter kommerzieller Produktion in Indien und in China auf den Markt kamen. Dies hat die Verknappung im Markt zwar reduziert, aber gleichzeitig den Preisdruck erhöht, weil die Konkurrenz aus China aggressiv ihren Marktanteil verteidigt. Auch bei Methyldihydrojasmonat (MDJ) gibt es einen Neueinsteiger aus China, der mit starker finanzieller Unterstützung beträchtlichen Kapazitäten auf den Markt bringt, so dass es derzeit eine Überkapazität von mehreren Tausend Tonnen gibt. Im Bereich Aromachemikalien präsentierte die Gesellschaft eine neue Qualität von cis-3-Hexenylsalicylat, die zu über 50% aus biobasierten Rohstoffen besteht. Im Markt stößt dies insgesamt auf positive Resonanz. Deshalb plant die Gesellschaft, die neue Qualität im 2. Halbjahr 2024 kommerziell einzuführen und darüber hinaus weitere Aromachemikalien mit ähnlichen Eigenschaften zu entwickeln. Im Cyclopentylmethylether (CPME)-Geschäft setzt sich der positive Umsatztrend weltweit fort, da die Kunden weiterhin nach sichereren Alternativen zu herkömmlichen Lösungsmitteln suchen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird im Mutterkonzern über eine Erweiterung der Produktionskapazitäten nachgedacht. Das Geschäft mit Kohlenwasserstoffharzen ist nach wie vor von der schwachen Konjunktur in China beeinflusst. Zusätzliche Kapazitätserweiterungen in China führen zudem dazu, dass der europäische Markt mit billigem Material geflutet wird, was den Marktpreis weiter nach unten drückt. Zudem haben Kunden in den letzten Monaten Lagerkapazitäten aufgebaut, die derzeit nur langsam abfließen. Trotz der andauernden Belastung der Wirtschaft durch geo-politische Einflüsse, blicken wir vor dem Hintergrund der Erfolge der letzten Jahre verhalten positiv in das Jahr 2024 und sind zuversichtlich, auch den aktuellen Herausforderungen für das internationale Geschäft begegnen zu können. Bei der aktiven Gewinnung von Neukunden setzt die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren weiterhin verstärkt auf einen aktiven Marktauftritt. Dies umfasst neben einem weiter ausgebauten Internetauftritt und der Präsenz auf Fachkonferenzen, vor allem die gezielte und systematische Ansprache potenzieller Neukunden. Die Aussagen und Prognosen basieren auf dem aktuellen Stand der Geschäftsentwicklung der Zeon Europe GmbH sowie der im Dezember verabschiedeten Jahresplanung bis zum 31. Dezember 2024. Auf Basis unserer Planungen erwarten wir für 2024 Umsatzerlöse von 277 Millionen Euro, die die Gesellschaft mit einer leicht erhöhten Mitarbeiterzahl erbringt. Der geplante Umsatz der Gesellschaft wird im Jahr 2024 (TEUR 277.500) auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2023 liegen. Das Betriebsergebnis wird im Vergleich zum Vorjahr bei ca. 2,07% liegen. Dies ist zum einen in der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung begründet als auch in der Tatsache, dass sich die Marktpreissituation normalisiert hat. Die Inflation ist noch nicht nachhaltig eingedämmt und auch geopolitische Spannungen bleiben bestehen. Infolge des Kriegs in Gaza hat sich die Konfliktlage im Nahen Osten zugespitzt. Die Auswirkungen sind auch für uns spürbar. Unternehmen werden durch das Kapern und Beschießen von Handelsschiffen durch die Huthi-Rebellen im Roten Meer in Mitleidenschaft gezogen, da ein nicht unerheblicher Teil des Welthandels auf die Wasserstraße durch das Rote Meer angewiesen ist, die von Reedereien zunehmend gemieden wird. Auch unsere Vertragspartner nehmen zunehmend die längere Route über das Kap der Guten Hoffnung in Kauf, was die Lieferzeiten deutlich verlängert und die Kosten erhöht. Der Druck zur Verringerung von Treibhausgasen nimmt weiter zu und die Energie- und Erdgaspreise sind nach wie vor höher als vor dem Ukraine-Krieg. Auch die geplanten Zusatzbelastungen im Energiebereich werden die Wirtschaft und Verbraucher belasten und eine wirtschaftliche Erholung erschweren. Dieses wirtschaftliche Umfeld hat auch Auswirkungen auf das Forderungsmanagement von Unternehmen und die Deckung durch Warenkreditversicherungen. Der Ausblick der großen Kreditversicherer für das Jahr 2024 ist daher eher trübe. Die Situation entwickelt sich aber dynamisch, insofern sind mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsbereiche zu diesem Zeitpunkt schwer einzuschätzen. Die Personal- und Verwaltungskosten werden ansteigen, da wir unser Team verstärken werden. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nicht von der Zeon Europe GmbH, Düsseldorf, sondern auf Konzernebene in Japan, Singapur und den USA betrieben. Das konsolidierte Jahresergebnis vor Steuern sollte bei 8 Millionen Euro liegen.
Düsseldorf, den 29. März 2024 Yoshihiro Kurashima Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Seit dem Jahresabschluss per 31. Dezember 2013 wird für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Zeon Europe GmbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 24962 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde linear über 5 Jahre abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf Grundlage des gleitenden Durchschnittspreises. Analog zum Vorjahr wurden bei der Berechnung der niedrigeren beizulegenden Werte niedrigere Einkaufspreise nicht berücksichtigt. Wertberichtigungen auf Vorräte wurden in erforderlichem Umfang gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten oder nicht durch die bestehende Kreditversicherung erfassten Forderungsbestand gebildet. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Die Nutzungsdauer von 5 Jahren für den Geschäfts- und Firmenwert der im Jahr 2017 gegründeten Betriebsstätte in Wales, Großbritannien, ist unter Berücksichtigung des derzeitigen Produktlebenszyklus sowie der lokalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 332) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Forderungen gegen den Gesellschafter und die Konzernobergesellschaft, die Zeon Corporation, Tokio/Japan, betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 3.616). Die Forderung im Zusammenhang mit dem Cashpool beträgt zum 31. Dezember 2023: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.318). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus deutscher und ausländischer Umsatzsteuer sowie sonstigen Vorauszahlungen. Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die aktiven latenten Steuern basieren auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht, die sich insbesondere hinsichtlich immaterieller Vermögensgegenstände, der Abwertung der Waren, Altersteilzeitrückstellung sowie der Aufbewahrungsrückstellung ergeben. In der italienischen Betriebsstätte wurden aktive Steuerlatenzen gebucht für Personalbonus. Die Steuerabgrenzung wurde mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die passiven latenten Steuern basieren aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht, die sich aus nicht realisierten Währungskursgewinnen ergeben. Für Deutschland wurde mit einem Steuersatz von 31,23% und für die italienische Betriebsstätte mit 27,9% gerechnet. Entwicklung der latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Das gezeichnete Kapital beträgt DM 5.200.000,00 (EUR 2.658.717,78). Überleitung des Gewinnvortrags:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Aufwendungen und Jahresabschlusskosten. Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen der Konzernmuttergesellschaft Zeon Corporation, Tokio, Japan, sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und der Konzernobergesellschaft, der Zeon Corporation, Tokio/Japan, betragen zum 31.12.2023 TEUR 7.741 (Vorjahr: TEUR 6.208). Hierin ist eine Verbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Cashpool in Höhe von TEUR 182 (im Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 19.788 (Vorjahr: TEUR 20.006) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen hauptsächlich Verbindlichkeiten aus britischer Umsatzsteuer sowie Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres wurden ausschließlich durch den Verkauf von Chemikalien und artverwandten Produkten erzielt und gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.367 (Vorjahr: TEUR 6.571) beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne in Höhe von TEUR 3.087, Weiterbelastung an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 757, sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 108 im Wesentlichen aus ausländischen Vorsteuererstattungen, Einkommensteuererstattungen für japanische Mitarbeiter für Vorjahre und Versicherungserstattungen. Ferner sind in den sonstigen Erträgen, Erträge aus der Auflösung von periodenfremde Rückstellungen mit TEUR 53 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 12.111 (Vorjahr: TEUR 13.021). Sie beinhalten hauptsächlich Kursverluste mit TEUR 3.639, Fracht- und Lagerkosten mit TEUR 4.866, technischen, kaufmännischen und EDV-Service mit TEUR 1.224, Firmen PKW und Leasing mit TEUR 392, Büromiete und Mietnebenkosten mit TEUR 296, Messe- und Werbungskosten mit TEUR 212, Reisekosten und Bewirtung mit TEUR 494, Versicherungen mit TEUR 197, Provisionen mit TEUR 46 und sonstiges mit TEUR 745. Ausschüttungsgesperrte Beträge Die aktivierten Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 18 unterliegen grundsätzlich in voller Höhe der Gewinnausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern entfallen in Höhe von TEUR 2.748 auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres. Die Veränderungen der latenten Steuern führten zu einem Steueraufwand in Höhe von TEUR 29. Sonstige Angaben Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Außerbilanzielle Geschäfte sind wie folgt dargestellt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Jahre 2024 bis 2028 in Höhe von TEUR 257. Anzahl der Beschäftigten Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 59 Mitarbeiter (Vorjahr: 52), davon 57 nicht leitende Angestellte und 2 leitende Angestellte, beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehört im Geschäftsjahr an:
Herr Yuzo Kuroda und Herr Kurashima üben ihre Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus und vertreten die Gesellschaft allein. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unter Bezugnahme auf das BMJ-Schreiben vom 6. März 1995 verzichtet. Mutterunternehmen 100% des Stammkapitals werden zum Bilanzstichtag von der Zeon Corporation, Tokio/Japan, gehalten. Die Zeon Corporation, Tokio/Japan, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf und veröffentlicht diesen. Der Jahresabschluss der Zeon Europe GmbH, Düsseldorf, wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen des Mutterunternehmens einsehbar. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (inkl. Auslagen) des Abschlussprüfers des Jahresabschlusses beträgt für
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7.239.941,96 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 55.897.931,99 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Weitere wichtige hervorzuhebende Einflüsse der Russland Ukraine Krise, als die im Lagebericht genannten, die sich in besonderer Weise auf den Geschäftsverlauf und die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz ausgewirkt haben oder in Zukunft auswirken, liegen nicht vor bzw. ergeben sich nach aktueller Einschätzung nicht. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Düsseldorf, 29. März 2024 Yoshihiro Kurashima Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Zeon Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zeon Europe GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zeon Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 31. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Monika Glückselig, Wirtschaftsprüferin
Düsseldorf, 10. Oktober 2024 Tetsuya Toyoshima |
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