Heinrich Bauer Verlag KG
HamburgStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
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Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Media Salzland GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heinrich Bauer Verlag KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Einzelangaben gemäß § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Erläuterungen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des dortigen Amtsgerichts in Abteilung A unter der Nummer HRA 2968 eingetragen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 wurden nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB i. V. m. § 13 Abs. 2 PubIG aufgestellt. Von der Möglichkeit des § 13 Abs. 3 PubIG i. V. m. § 5 Abs. 5 PubIG, wonach Personenhandelsgesellschaften keine Gewinn- und Verlustrechnung, sondern eine Anlage zur Bilanz zu veröffentlichen haben, wird Gebrauch gemacht. Daneben werden in der zu veröffentlichenden Bilanz in entsprechender Anwendung des § 9 Abs. 3 PubIG sämtliche Kapitalkonten in dem Posten "Eigenkapital" zusammengefasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es können im Jahresabschluss Rundungsdifferenzen auftreten, da die Beträge kaufmännisch gerundet wurden. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Unternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Zum Anteilsbesitz des Konzernabschlusses der Heinrich Bauer Verlag KG im Jahr 2023 verweisen wir auf Anlage 2 des Konzernanhangs. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2010 grundsätzlich mit den Wertansätzen zum Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen wurden, unter Verwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB). Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, werden diese Transaktionen als Kapitalvorgang abgebildet. Hierbei sind die Schulden und Vermögenswerte nicht neu zu bewerten, sondern die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenen Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt zu verrechnen. Ergibt sich aus dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag, ist dieser erfolgsneutral im Konzerneigenkapital zu verrechnen. Bei der Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem darauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Veräußerungszeitpunkt erfolgsneutral im Konzerneigenkapital verrechnet. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde daher nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB wird bei einem verbundenen Unternehmen und sieben Beteiligungen Gebrauch gemacht. Unternehmen auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden nach § 311 Abs. 1 HGB "at-Equity" bewertet. Bei assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung wird nach § 311 Abs. 2 HGB auf die Equity-Bewertung verzichtet. Die allein auf Währungskursänderungen beruhenden Veränderungen des Eigenkapitals der Tochterunternehmen werden erfolgsneutral dem Kapital zugeordnet. Forderungen, Verbindlichkeiten, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den einbezogenen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Berichtsjahr wurden infolge des Erwerbs und unter Wesentlichkeitskriterien erstmals folgende Gesellschaften voll einbezogen:
Aus den Erstkonsolidierungen ergaben sich Aktivierungen von Radiolizenzen, deren Restbuchwert zum Bilanzstichtag TEUR 7.384 beträgt. Des Weiteren erfolgte eine Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten, deren Restbuchwert zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 4.687 beträgt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 sind aufgrund von Verkauf, Liquidation, Verschmelzung oder Unwesentlichkeit folgende Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
Die Auswirkungen auf die Posten der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Endkonsolidierung von wesentlichen Tochtergesellschaften stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr haben die Bauer Media Group und die Netrisk Group, eines der führenden Finanztechnologieunternehmen, die Zusammenarbeit ihrer Online-Vergleichsplattformen (OCP) in sechs mittel- und osteuropäischen Ländern bekanntgegeben. In Rahmen dieses Zusammenschlusses hat die Bauer Media Group sämtliche Anteile an rankomat.pl (Polen) sowie epojisteni.cz und srovnejto.cz (Tschechien) in eine neu gegründete Gesellschaft eingebracht. Im Gegenzug erhielt die Bauer Media Group 34,9 % der Anteile an der Broker Lux Topco S.à r.l. (assoziiertes Unternehmen). 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sechzehn Jahren angesetzt. Bei Vorliegen eines entsprechenden Wertberichtigungsbedarfs werden über die planmäßige Abschreibung hinaus auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen (§ 309 Abs. 1 HGB) werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer richtet sich in Anlehnung an die Nutzungsdauer der Verlags-/Sende-/Titel-/Markenrechte, die im Rahmen der Übernahme des Unternehmens entgeltlich erworben wurden. Sofern keine entsprechende Anlehnung möglich ist, wird unter Vorsichtsgesichtspunkten regelmäßig ein Zeitraum von vier Jahren für die Abschreibung festgelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen sowie bei Bedarf außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Steuerliche Sonderabschreibungen wurden eliminiert. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Zugänge bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen enthalten erworbene Anteile. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge und veräußerte Anteile erfasst. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren Barwert bilanziert. Zu den Angaben nach § 313 Abs. 4 i.V.m. § 284 Abs. 3 Satz 1 f. HGB verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens in Anlage 1 des Konzernanhangs. Die Gegenstände des Vorratsvermögens wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet oder auf den niedrigeren Marktwert abgeschrieben. Die Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt wurden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Risiken sind durch angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet, um Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag getätigt wurden, aber Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, periodengerecht zuzuordnen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Teilwerten bzw. Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt werden (Projected Unit Credit Method). Als Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" (RT 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,83 % p.a., der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Darüber hinaus werden Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Für die künftige Erhöhung von laufenden Renten wird davon ausgegangen, dass diese alle drei Jahre um den Anstieg der Verbraucherpreise von 1,5 % p.a. zu erhöhen sind. Aufgrund der geringen Bestandshöhe sowie des Alters der aktiven Mitarbeiter wird der Wegfall oder die Veränderung von Pensionsverpflichtungen durch Fluktuation nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt für die inländischen Gesellschaften insgesamt TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 125). Auf den Ausweis des Unterschiedsbetrags für die Altersversorgungsverpflichtungen ausländischer Tochtergesellschaften wird wegen Unwesentlichkeit verzichtet. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Konzernabschluss werden aktive und passive latente Steuern auf temporäre Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge unter Anwendung des unternehmensindividuellen Steuersatzes des jeweiligen Tochterunternehmens berücksichtigt. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, insbesondere im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgrund der Wertansätze für Verlagsrechte und Lizenzen für Senderechte, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Bei der Berechnung wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz zugrunde gelegt, der im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen maßgeblich ist. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhanges latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebucht und in der Folgezeit zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Kursverluste, die bis zum Stichtag durch Realisation oder Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nicht realisierte Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden nur bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB gebildet, um Einnahmen, die vor dem Bilanzstichtag vereinnahmt wurden, aber Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, periodengerecht zuzuordnen. 4. Währungsumrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Dabei werden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wird in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Differenzen aus der wechselseitigen Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aufgrund der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam im Rahmen der Schuldenkonsolidierung behandelt. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung und Aufteilung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände In dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert sind aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Firmenwerte enthalten:
Die Erstkonsolidierungen im Jahr 2023 führten insgesamt zu einem als Geschäfts- oder Firmenwert aktivierten Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5.298. Des Weiteren ergaben sich aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen Zugänge von TEUR 2.195. Die in der Konzernbilanz darüber hinaus ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren nicht aus der Kapitalkonsolidierung. Finanzanlagen Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen Gesellschaften, die insgesamt für den Konzern von untergeordneter Bedeutung sind oder sich in Liquidation befinden und nicht konsolidiert wurden. Nach der Equity-Methode werden drei (Vorjahr: zwei) assoziierte Gesellschaften konsolidiert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben bis auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 2.529) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 2.472 (Vorjahr: TEUR 2.499) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr TEUR 1.623) sowie Forderungen aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 3.010 (Vorjahr: TEUR 2.117). Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie Forderungen gegen assoziierte Unternehmen haben wie im Vorjahr keine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 1.233 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (Vorjahr: TEUR 3.314). Latente Steuern Im Konzernabschluss wurden aktive und passive latente Steuern aufgrund von temporären Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ermittelt. Aktive latente Steuern ergeben sich insbesondere aus Unterschieden im Anlagevermögen, für Rückstellungen und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern wurden insbesondere auf nicht realisierte Währungsgewinne im Zusammenhang mit Fremdwährungsforderungen, Forderungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern grundsätzlich jedoch nur berücksichtigt, soweit die Realisierung der Steuerentlastung aus dem Verlustvortrag innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Die latenten Steuern aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen berechnet, die zwischen 9 % und 32,3 % (Vorjahr: 9% und 32,3%) liegen. Latente Steuern wurden zudem auf Kapitalkonsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB ermittelt, insbesondere ergaben sich passive latente Steuern im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgrund der Wertansätze für Marken- und Titelrechte, Lizenzen für Senderechte sowie Software. Darüber hinaus ergaben sich aktive latente Steuern im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung aufgrund von temporären Bilanzansatzdifferenzen beim Anlagevermögen. Für die Ermittlung wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen erwartet werden, welche zwischen 15,0 % und 26,5 % (Vorjahr 12,5% und 26,5%) liegen. Insgesamt ergeben sich aus den Konsolidierungsmaßnahmen passive latente Steuern, die mit den aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen i. S. d. § 274 HGB zu einem Überhang an passiven latenten Steuern führen. Im Berichtsjahr ergibt sich, ebenso wie im Vorjahr, ein Überhang an passiven latenten Steuern. Aktive und passive latente Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Remissionsverpflichtungen, Anzeigenrabatte, Verpflichtungen im Personalbereich, aus Rechts Streitigkeiten sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Verbindlichkeiten Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht am Bilanzstichtag eine Sicherungsvereinbarung zu einer Grundschuld in Höhe von TEUR 16.300, mit Abtretung von Rückgewähransprüchen, zur Übernahme einer persönlichen Haftung sowie Abtretung von Versicherungsansprüchen gegenüber der HypoVereinsbank. Zusätzlich bürgt die Heinrich Bauer Verlag KG im Rahmen einer selbstschuldnerischen Höchstbeitragsbürgschaft in Höhe von TEUR 16.300 für die Bedienung des Darlehens (Stand zum 31. Dezember 2023: TEUR 14.690). Aus dem längerfristigen Hypothekendarlehen (Darlehensgeber HypoVereinsbank) bestehen am Bilanzstichtag TEUR 1.251 Zinsverpflichtungen. Ein Tochterunternehmen hat eine Patronatserklärung gegenüber einem verbundenen Unternehmen abgegeben. Die Erklärung für das verbundene Unternehmen ist auf TEUR 12.000 begrenzt. Mit einer Inanspruchnahme wird auf Basis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht gerechnet. Die Heinrich Bauer Verlag KG hat eine Einlageverpflichtung gegenüber einer Beteiligung in Höhe von insgesamt TEUR 143.000. Bis zum 31. Dezember 2023 waren von der Heinrich Bauer Verlag KG Einlagen in Höhe von TEUR 142.082 geleistet. Gegenüber dem beteiligten Unternehmen bestehen daher zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 918. Die Bauer Media AS aus Norwegen hat sonstige finanzielle Verpflichtungen von umgerechnet TEUR 28.689 (NOK 322 Mio., davon NOK 37 Mio. in 2024) (Vorjahr: EUR 36.048) (NOK 379 Mio., davon NOK 39 Mio. in 2023) aus einem Vertrag für die digitale Verbreitung von Audiosignalen (DAB) mit einer Laufzeit bis 2031. Es bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen im Rahmen einer Nachschusspflicht zugunsten eines assoziierten Unternehmens von bis zu TEUR 36.875 (Vorjahr: TEUR 35.028). Darüber hinaus bestehen die Verpflichtung zur Zahlung einer Vergütung für Softwarepflege von jährlich TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR 1.103). Im Rahmen von Lizenzverträgen besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 9.212 (Vorjahr: TEUR 9.773). Bei drei (Vorjahr: drei) britischen Gesellschaften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Bereitstellung des FM Dienstes in Höhe von TEUR 163.969 (Vorjahr: TEUR 98.649). Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus Miet- und Leasingverpflichtungen von insgesamt TEUR 48.310 (Vorjahr: TEUR 63.335), davon TEUR 0 gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 0). Ferner bestehen finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Druckverträgen im branchenüblichen Umfang. 7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen gliedern sich wie folgt auf:
9. Sonstige Angaben Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg ist Abschlussprüfer des Konzerns. Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 880). Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden nicht erbracht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter aufgegliedert nach Regionen und Geschlecht stellt sich wie folgt dar:
Geschäftsführung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg, sind die Komplementäre allein berechtigt und verpflichtet. Komplementäre sind Herr Heinz Heinrich Bauer sowie die HB GmbH, Luxemburg/ Luxemburg. Geschäftsführerin bei der Komplementärin HB GmbH, Luxemburg/Luxemburg, ist Frau Yvonne Saskia Bauer, Hamburg. Nachtragsbericht Mit Pressemitteilung vom 4. März 2024 hat der Konzern den Verkauf der Semergy Group in Polen bekannt gegeben. Semergy besteht aus fünf Agenturen, die sich auf die Bereitstellung von digitalen Marketinglösungen für kleine und mittlere Unternehmen in Polen spezialisiert haben. Die Bauer Media Group hat die strategische Entscheidung getroffen, die Konsolidierung im polnischen Marketingdienstleistungssektor nicht weiter voranzutreiben und sich noch stärker auf die aktuelle Transformation des Kerngeschäfts im Publishing- und Audio-Bereich zu fokussieren. Wir erwarten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Zum 31. Januar 2024 hat die Ad Alliance die Vermarktung unseres Digitalgeschäfts übernommen. Wir möchten mit dieser Kooperation das digitale Geschäftsfeld für die Bauer Media Group erfolgreich weiter ausbauen und unsere digitalen Vermarktungserlöse maximieren. Ferner haben wir neben der Digitalvermarktung mit der Ad Alliance eine Kooperation im Agenturgeschäft vereinbart.
Hamburg, 15. November 2024 Heinrich Bauer Verlag KG Heinz H. Bauer HB GmbH, Luxemburg/Luxemburg vertreten durch Yvonne Bauer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZESA. Erläuterungen zur Aufstellung des Anteilsbesitzes und zum Konsolidierungskreises Zum Anteilsbesitz der Bauer Verlagsgruppe gehörten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 288 Unternehmen. (Vorjahr: 299 Unternehmen). In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden neben der Heinrich Bauer Verlag KG (Mutterunternehmen) insgesamt 160 (Vorjahr: 175) in- und ausländische Gesellschaften (unmittelbare und mittelbare Beteiligungen) sowie 3 (Vorjahr: 2) assoziierte Unternehmen (unmittelbare und mittelbare Beteiligungen) einbezogen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine assoziierten Unternehmen (mittelbare Beteiligungen) abgegangen (Vorjahr: 0). Wie im Vorjahr wurde eine Gesellschaft ohne Stimmrechtsmehrheit im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, da das Mutterunternehmen über Beherrschungsmöglichkeit gemäß § 290 HGB verfügt. Bezüglich 1 (Vorjahr: 8) verbundener Unternehmen und 7 (Vorjahr: 3) Beteiligungen wird von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Einbeziehung der in Abschnitt D. aufgeführten Unternehmen in den Konzernabschluss unterbleibt aufgrund von Wesentlichkeitskriterien gemäß § 13 Abs. 2 PublG i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB. Es handelt sich um insgesamt 117 (Vorjahr: 111) in- und ausländische Gesellschaften, davon 18 (Vorjahr: 18) assoziierte Unternehmen. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss 2023 neben der Heinrich Bauer Verlag KG einbezogene Unternehmen: Der Ausweis der Anteile im Konzernbesitz bezieht sich auf die direkt gehaltenen Anteile (additive Ermittlung).
KONZERNLAGEBERICHT 20231. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell und Segmente des Konzerns Die Heinrich Bauer Verlag KG als Muttergesellschaft der Bauer Media Group hielt im Geschäftsjahr 2023 direkte und indirekte Beteiligungen in Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien. Die Heinrich Bauer Verlag KG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden im Konzernlagebericht auch als Bauer Media Group bezeichnet) sind eine international operierende diversifizierte Unternehmensgruppe mit den Geschäftsbereichen (Business Areas) Publishing, Audio und OCP (Online Comparison Platforms), d.h. Vergleichsplattformen. Mehr als 400 Zeitschriften, über 100 digitale Produkte und über 150 Radio- und TV-Stationen erreichen Millionen Menschen rund um den Globus. Mit einem Umsatz von rund 1.320 Millionen EUR stellt Publishing im Geschäftsjahr 2023 das bedeutendste Geschäftsgebiet innerhalb des Konzernabschlusses der Bauer Media Group. Es umfasst das Magazingeschäft, Online-Aktivitäten, Druckereien und Publishing-Services. Der Geschäftsbereich Audio trägt mit rund 742 Millionen EUR zum Umsatz bei und ist nach wie vor ein sehr bedeutendes Geschäftsgebiet der Bauer Media Group. Wir sind einer der größten kommerziellen Radio-Anbieter in Europa und erreichen wöchentlich rund 61 Millionen Hörer. Daneben unterhalten wir Digitalplattformen und betreiben Podcasts. Der Geschäftsbereich Vergleichsplattformen trägt rund 104 Millionen EUR zum Gesamtumsatz bei. Rund 10 Millionen Menschen nutzen unser Angebot in Skandinavien, Spanien und Osteuropa. Mit der Übernahme weiterer Radiosender in Irland im Geschäftsjahr erweiterte die Bauer Media Group ihr Audiogeschäft, um ihre Position als Europas führender kommerzieller Radiobetreiber weiter auszubauen. Die Konzernstrategie besteht neben dem Wachstum durch Akquisitionen darin, die digitale Entwicklung in der Branche zu prägen. 1.2 Ziele und Strategien Es ist das Ziel der Bauer Media Group, den Unternehmenswert der Gruppe langfristig und nachhaltig zu steigern. Die Bauer Media Group ist weltweit eines der erfolgreichsten Unternehmen im Publishing-Bereich. Unsere Redaktionsprozesse sowie die Qualität unserer journalistischen Produkte bilden die Grundlage unseres Erfolgs. Das Publishing-Geschäft befindet sich jedoch aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung und damit einem veränderten Medienkonsumverhalten im Wandel. In diesem Umfeld werden wir erfolgreich bleiben, wenn wir uns auf unsere traditionelle Stärke verlassen, Marktveränderungen zu antizipieren und als Chance für uns zu nutzen. Mit unserem Einstieg in das Radiogeschäft 2008 haben wir begonnen, den Fokus unserer Gruppe auszuweiten: von einem reinen Verlag zu einem zunehmend diversifizierten Unternehmen. Unser Radiogeschäft hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Akquisitionen in diesem Bereich sind ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von Bauer Media Audio auf dem Weg zu einem globalen Audio-Pionier, der innovative Hörer- und Werbedienste anbietet. Strategisch haben wir 2023 die Transformation der Unternehmensgruppe zu einem breiter diversifizierten Konzern vorangetrieben und gleichzeitig in unser zentrales Standbein, das Publishinggeschäft, investiert. Auch zukünftig wird die Bauer Media Group Investitionen vornehmen, mit dem Ziel, uns in stabileren Segmenten zu verstärken. Parallel werden wir in Nischenmärkten oder schwächeren Segmenten und Märkten Desinvestitionen tätigen. Gleichzeitig setzen wir auf den kontinuierlichen Ausbau unseres wachsenden Audio-Bereiches und bauen zusätzlich neue Geschäftsfelder auf, um unsere Unternehmensgruppe nachhaltig breiter aufzustellen und resilienter gegen die zu erwartende weitere Abschwächung im Publishing-Bereich zu machen. 1.3 Steuerungssystem Wir haben unser internes Steuerungssystem entlang unserer Konzernstrategie ausgerichtet und finanzielle Leistungsindikatoren (die gleichzeitig unsere Steuerungsgrößen darstellen) definiert, mit denen wir den Erfolg unserer Strategie messbar machen. Ein wichtiges Modul unseres internen Steuerungs- und Kontrollsystems sind detaillierte Monatsberichte. Sie enthalten die Monatsergebnisse der wichtigsten Aktivitäten. Anhand dieser Berichte gleichen wir Ziel- und Ist-Größen ab und leiten bei Abweichungen weitere Analysen und geeignete Korrekturmaßnahmen ein. Im Fokus steht für uns die nachhaltige Steigerung unserer Profitabilität. Dafür sind Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte Betriebsergebnis die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen. 1.4 Gesellschafter und Konzernstruktur Muttergesellschaft ist die Heinrich Bauer Verlag KG mit Sitz in Hamburg, die einen Konzernabschluss nach § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen hat. Die konsolidierten Beteiligungen sind im Konzernanhang dargestellt. In den Konzernabschluss werden Tochtergesellschaften in Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien einbezogen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) war in den Jahren 2021 und 2022 nach der Corona-Pandemie wieder positiv. Dieser Trend konnte in 2023 nicht fortgesetzt werden, so dass das Bruttoninlandsprodukt um 0,3 Prozent gesunken ist. Die Prognose für 2024 liegt bei einem Wachstum von 0,2 Prozent, damit würde sich Deutschland in einer Stagnation befinden. Unsere Management-Agenda 2023 war stark von globalen Trends geprägt, denen wir uns nicht entziehen können und die sich deshalb verstärkt in unseren Ergebnissen und Planungen widerspiegeln. Der bedeutendste Trend ist nach wie vor die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende anhaltende Transformation der (Medien-)Wirtschaft. Ein Risiko besteht im stetigen und zunehmend rascher verlaufenden Wandel unseres traditionellen Tätigkeitsfelds Publishing. Große Digitalplattformen wie Google und Facebook profitieren weiterhin von enormem Nutzerwachstumsraten, entsprechend verlagern Werbekunden große Teile ihrer Budgets dorthin. Dieser digitale Shift zieht weitere Konsequenzen, insbesondere sinkende Zeitschriftenauflagen und eine damit verbundene Schwächung der herkömmlichen Vertriebskanäle, nach sich. Digitalerlöse können die Umsatzrückgänge im klassischen Magazingeschäft nur eingeschränkt abfedern. Immer stärkeren Einfluss auf unser Geschäft nehmen auch die politischen Entwicklungen hin zu Autokratie und Populismus, die zu Eingriffen des Staates in die Medienwirtschaft im weitesten Sinne führen. Unsere volle Aufmerksamkeit verlangen jedoch nicht nur globalgesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungsprozesse, sondern vor allem die wachsende Dynamik dieses Wandels. Wir werden in diesem Umfeld nur erfolgreich bleiben, wenn wir die Flexibilität und Agilität der Bauer Media Group immer weiter steigern, bestehende Geschäfte konsequent und fokussiert stärken und dem sich wandelnden Umfeld anpassen. Auf allen Ebenen gilt es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, um den Wandel erfolgreich gestalten zu können. In den neuen, schnell wachsenden und profitablen Geschäftsmöglichkeiten liegen jedoch auch Chancen, wie - in unserem Falle - insbesondere in dem Bereich Digitalradio mit einem vielfältigen Produktportfolio. Die nachfolgende Beschreibung fokussiert Märkte und Regionen in Deutschland, Großbritannien und Polen, die aus Konzernsicht über eine bedeutsame Größe sowie eine strategische Relevanz verfügen. 2.1.1. Entwicklung in Deutschland Die Wirtschaftsleistung ist in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent zurückgegangen. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 Prozent erwartet. Im Gegensatz zu anderen großen westlichen Volkswirtschaften ist die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, einem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Mit Ausblick auf das laufende Jahr ist ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich rückläufig und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 Prozent gerechnet. Mit 46 Millionen Erwerbstätigen hat die Zahl einen historischen Höchststand erreicht. Der Arbeitsmarkt erweist sich als bemerkenswert robust. Nach den starken Verlusten in den Jahren 2022 und 2023 führten die derzeit hohen nominalen Lohnzuwächse in Kombination mit der nachlassenden Inflation zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft. Als große Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind unter anderem ein Fach- und Arbeitskräftemangel, eine übermäßige Bürokratie, sowie zu wenige private und öffentliche Investitionen zu sehen. 2.1.2 Entwicklung in Großbritannien Die Wirtschaftslage im Vereinigten Königreich hat sich nach einem guten Start ins Jahr 2023 und einem soliden Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 (4,1 Prozent) über das Jahr 2023 eingetrübt. Die britische Wirtschaft befand sich im 3. und 4. Quartal in einer leichten Rezession, über das Gesamtjahr konnte mit +0,1 Prozent Wachstum eine schwarze Null erreicht und damit eine Rezession vermieden werden. Für 2024 liegen die Wachstumsprognosen angesichts einer gedämpften internen Nachfrage als auch einer Exportnachfrage und stagnierender Anlageinvestitionen bei +0,4 Prozent bis +0,9 Prozent. 2.1.3 Entwicklung in Polen Polen blickt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Das geringe Wachstum von nur 0,2 Prozent ist vor allem auf eine Schwächephase der privaten Haushalte zurückzuführen, die seit der zweiten Jahreshälfte 2022 mit stark erhöhten Preissteigerungen und spürbaren Reallohnverlusten zu kämpfen haben. In 2024 werden konjunkturelle Impulse von freiwerdenden EU-Mitteln in Höhe von 137 Milliarden EUR sowie von kräftigen Lohnsteigerungen erwartet. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2024 dürfte die polnische Wirtschaft trotz des zähen Jahresbeginns wieder spürbar an Fahrt gewinnen. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2023 Das Marktvolumen der Werbewirtschaft in Deutschland stieg 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 48,79 Milliarden EUR. Die medienbasierten Investitionen in Werbung stiegen um 2,2 Prozent auf 36,98 Milliarden EUR (2022: 36,18 Milliarden EUR). Der Anteil der Branche am Bruttoinlandsprodukt beläuft sich auf 1,2 Prozent und verzeichnet das zweite Jahr hintereinander ein leichtes Gesamtplus. Wie im Vorjahr war der Pressegroßhandel im Jahr 2023 mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Neben den hohen Inflationsraten und daraus resultierenden Kostensteigerungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg war der Pressegroßhandel in besonderem Maße von der allgemeinen Kaufzurückhaltung betroffen, wodurch sich der strukturelle negative Absatztrend durch das sich wandelnde Mediennutzungsverhalten zusätzlich verstärkt hat. So war der Pressegroßhandel in 2023 mit einem zweistelligen Absatzminus konfrontiert. Der Branchenumsatz des Pressegroßhandels betrug in 2023 in etwa 1.517 Millionen EUR und damit rund 52 Millionen EUR weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von -3,27 Prozent. Das im Vergleich zur Absatzentwicklung deutlich abgeschwächte Umsatzminus ist vor allem auf zahlreiche Preisanhebungen zurückzuführen, mit denen die Branche auf die hohen Inflationsraten und damit verbundenen Kostensteigerungen (z.B. auch Papierpreise) reagiert hat. Das umsatzstärkste Zeitschriftensegment war wie in den vergangenen Jahren die Objektgruppe Frauen/Unterhaltung mit rund 19 Prozent. An zweiter Stelle folgte das Segment der TV-Programmezeitschriften mit einem Anteil von rund 15 Prozent. Eine gegenüber der Marktentwicklung bessere, wenn auch ebenfalls rückläufige Entwicklung konnte bei den Rätsel- und Romanzeitschriften sowie bei der TV-Programmpresse verzeichnet werden. Überproportionale Auflagenverluste waren wie im Vorjahr in den Segmenten Multimedia/Technik, Familie/Tiere sowie den Computerzeitschriften zu beobachten. Im Vergleich zum Printgeschäft konnten die Radiomärkte im Jahr 2023 eine leichte Steigerung verzeichnen: In allen unseren Geographien sahen wir ein deutliches Wachstum des Werbemarktes. Im Berichtsjahr haben wir die Präsenz unseres Audio-Bereichs in Irland durch den Erwerb und die Integration von weiteren Radiosendern ausgebaut. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die OCP-Umsätze im Jahr 2023 um -21 Millionen EUR bzw. -16,9 Prozent zurück. Die Energiekrise führte dazu, dass die Energie-Anbieter neue Akquisitionsbemühungen einstellten, entsprechend schrumpften die Energie-Umsätze. Auch die Kreditumsätze entwickelten sich rückläufig. Ursächlich hierfür sind ein verstärkter Wettbewerb, die gestiegenen Anforderungen der Risikoprüfungen bei den Kreditinstituten sowie höhere Zinsen. Die Versicherungsumsätze konnten dagegen gesteigert werden. Im letzten Quartal 2023 haben die Bauer Media Group und die Netrisk Group, eines der führenden Finanztechnologieunternehmen, die Zusammenarbeit ihrer Online-Vergleichsplattformen (OCP) in sechs mittel- und osteuropäischen Ländern bekanntgegeben. In Rahmen des Zusammenschlusses werden die Online-Vergleichsplattformen der Bauer Media Group - rankomat.pl (Polen) sowie epojisteni.cz und srovnejto.cz (Tschechien) - mit dem schnell wachsenden Portfolio der Netrisk Group in Ungarn, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Litauen verbunden. Dadurch entsteht eines der größten Unternehmen für Online-Vergleichsplattformen in Europa, das 80 Millionen potenziellen Kunden in Mittel- und Osteuropa neue Möglichkeiten bietet, Zeit und Geld zu sparen. Die Bauer Media Group wird Miteigentümer des neuen Unternehmens. 2.3. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung der Leistungsindikatoren zum Vorjahr sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
2.4 Ertragslage Die Ertragslage des Konzernabschlusses ist der folgenden wirtschaftlichen Erfolgsrechnung zu entnehmen:
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gesunken. Umsatzzuwächse konnten überwiegend im Audio-Bereich erzielt werden, während die Umsatzerlöse aus den Geschäftsbereichen Publishing und OCP rückläufig sind. Der Rückgang der Personalaufwendungen um 10 Millionen EUR (-1,9 Prozent) resultiert aus einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Mitarbeiterzahl. Gegenläufig entwickelten sich die Gehaltssteigerungen der beschäftigten Mitarbeiter. Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Werte der Leistungsindikatoren und deren Erreichung im Geschäftsjahr ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 hat sich entsprechend unserer im Vorjahr getroffenen Einschätzung entwickelt. Wie erwartet hat sich der Umsatz im Geschäftsbereich Audio in diesem Berichtsjahr positiv entwickelt. Diese Steigerung konnte jedoch die rückläufige Umsatzentwicklung in den Bereichen Publishing und OCP nicht kompensieren. 2.5 Vermögens- und Finanzlage 2.5.1 Vermögenslage
Das Gesamtvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent gestiegen. Der Anstieg des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens resultiert aus dem Anstieg der Anteile an assoziierten Unternehmen (+157 Millionen EUR) bedingt durch die Einbringung der osteuropäischen OCP-Gesellschaften in ein neues assoziiertes Unternehmen Ende 2023. Gegenläufig hierzu hat sich das restliche Anlagevermögen bedingt durch planmäßige Abschreibungen entwickelt. Im Bereich des kurzfristigen gebundenen Vermögens haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine bedeutenden Veränderungen ergeben. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Konzernüberschuss zurückzuführen. Der Anstieg im mittel- und langfristigen Fremdkapital beläuft sich auf 9,1 Prozent, hier haben sich gegenüber dem Vorjahr keine bedeutenden Veränderungen ergeben. Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals beläuft sich auf 11,6 Prozent. Ursächlich hierfür ist insbesondere die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten der Muttergesellschaft (+91 Millionen EUR). 2.5.2 Finanzlage Die Entwicklung der Finanzlage ist der Kapitalflussrechnung in zusammengefasster Darstellung zu entnehmen:
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen geprägt durch den Zugang bei assoziierten Unternehmen (+157 Millionen EUR). Bei der Finanzierungstätigkeit haben sich die Entnahmen der Gesellschafter ausgewirkt. 2.6 Entwicklung Mitarbeiterzahlen Die Zahl der Mitarbeiter der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften betrug im Jahresdurchschnitt 9.983 Beschäftigte (Vorjahr: 12.559 Beschäftigte). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Übergang der osteuropäischen OCP-Gesellschaften in ein assoziiertes Unternehmen im vierten Quartal sowie aus einem Personalabbau in den Geschäftsbereichen. 2.7. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Der Umsatz der Bauer Media Group ist im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent gesunken. Der Umsatzsteigerung in dem Geschäftsbereich Audio standen Rückgänge in den Bereichen Publishing und OCP gegenüber. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen erweist sich als erstaunlich widerstandsfähig, jedoch war die steigende Wachstumsdynamik bislang nicht überall zu spüren. Besonders gedämpft fiel das Wachstum im Euroraum aus, wo Verbraucherstimmung und Unternehmensinvestitionen unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen litten. Weltweit verzeichnen Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen weiterhin Produktionsrückstände im Vergleich zu vor der Pandemie - bei gleichzeitig erhöhten Kreditkosten. Zudem deuten jüngste Indikatoren auf eine gewisse Abschwächung des Wachstums hin. Die Inflationsrate lag im August 2024 bei 1,9 Prozent und liegt damit seit März 2021 erstmals wieder unter der Zielmarke von 2 Prozent. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich jedoch weiterhin verhaltend fortsetzen. Die Frühindikatoren deuten auf keine baldige Trendwende hin, so dass derzeit von keiner Belebung am Arbeitsmarkt in der zweiten Jahreshälfte auszugehen ist. Insgesamt haben sich die jüngsten Stimmungs- und Konjunkturindikatoren eher abgeschwächt, so dass wenig Hoffnung auf eine baldige Konsumbelebung besteht. Insgesamt plant die Bauer Media Group für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz, der sich in etwa 2 bis 3 Prozent unterhalb des Vorjahres bewegen wird. Für den Geschäftsbereich Audio wird eine positive Umsatzentwicklung von ca. 5 bis 6 Prozent erwartet. Diese Entwicklung wird jedoch durch den rückläufigen Umsatz des OCP-Bereichs kompensiert. Für das Publishing Geschäft wird mit einem Umsatz auf Vorjahres-Niveau gerechnet. Wir gehen davon aus, dass sich die Umsatzerlöse auch im Geschäftsjahr 2025 auf einem vergleichbaren Niveau bewegen werden. Die Management Agenda für 2024 sieht folgende Schwerpunkte vor:
Wir weisen abschließend darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Chancen Die größten Chancen für das Geschäftsjahr 2024 sind nachfolgend absteigend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt:
3.2.2 Risiken Die größten Risiken für das Geschäftsjahr 2024 sind nachfolgend absteigend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt:
Eine Qualifizierung der genannten Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen finanziellen Auswirkungen zeigt die nachfolgende Übersicht:
Weitere spezielle Risiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft, deren Tochtergesellschaften und Beteiligungen negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Entwicklungen oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen nicht vor. Die Gesellschaften werden auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3.2.3 Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage des Unternehmens Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 2024 nur geringfügige Veränderungen der Risiken festgestellt. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.
Hamburg, 15. November 2024 Heinrich Bauer Verlag KG Heinz H. Bauer HB GmbH, Luxemburg/Luxemburg Yvonne Bauer Bescheinigung zur Offenlegung In dem vorstehenden - zur Offenlegung bestimmten - verkürzten Konzernabschluss wurden die Erleichterungen nach § 9 PublG zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernanhang - sowie dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Heinrich Bauer Verlag KG für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 24. November 2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Konzernabschluss und Konzernlagebericht abgegeben hat. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, den 25. November 2024 Rödl
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