Herstellung von Prüfmaschinen
LTZ Chemnitz GmbH
Mühlauer Straße 11, 09232 Hartmannsdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Franke seit 3.12.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
Claas Vertriebsgesellschaft mbH | 10.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LTZ Chemnitz GmbHHartmannsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang des Geschäftsjahres 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die LTZ Chemnitz GmbH mit Sitz in Hartmannsdorf ist beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 18031 im Handelsregister eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 ff HGB und der Vorschriften des Gesetzes der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Eine Anzahl Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden von der Bilanzposition "Technischen Anlagen und Maschinen" in die Bilanzposition "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" umgegliedert. Auswirkungen auf die Höhe der Buchwerte hatten die Umgliederungen nicht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu historischen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Es wird ausschließlich linear abgeschrieben; die Abschreibungen sind nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt worden. Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis max. EUR 1.000 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden bis 2022 als Sammelposten abgeschrieben; die Zugänge dieser Wirtschaftsgüter ab dem Kalenderjahr 2023 werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250 € wurden sofort abgeschrieben. Der Maschinenbestand wird zu Anschaffungskosten, der Ersatzteillagerbestand wird zu Durchschnittspreisen bewertet. Die unfertigen Leistungen werden zu ihren Herstellungskosten aktiviert. Soweit Wertminderungen auf den Vorratsbestand zu berücksichtigen sind, sind diesen durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen worden. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nominalwert (ohne Mehrwertsteuer) ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Den Risiken im Forderungsbestand werden durch Einzelwertberichtigungen sowie durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Nettoforderungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält die Auszahlungen des Geschäftsjahres, die Aufwendungen für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nominalwert (ohne Mehrwertsteuer) ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen des Geschäftsjahres, die zu Erträgen in der Zeit nach dem Bilanzstichtag werden. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. In der Position Waren sind die Nettobestände der Maschinen und Ersatzteile aktiviert. Unter den unfertigen Leistungen sind noch abzurechnende Serviceleistungen und noch nicht komplettierte Maschinen aktiviert. Die geleisteten Anzahlungen (TEUR 4.553) sind wie auch im Vorjahr (TEUR 4.872) in voller Höhe an einen Gesellschafter geleistet worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 125, VJ TEUR 13) und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, (TEUR 193; VJ TEUR 241) sind solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen insgesamt TEUR 314 (VJ TEUR 252). Die Forderungen haben allesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Unter den flüssigen Mitteln sind die Kassenbestände und Bankguthaben erfasst. Aktive latente Steuern werden nicht ausgewiesen; es wird das Wahlrecht nach § 274 HGB ausgeübt. Aktive latente Steuern resultieren aus temporären Unterschiedsbeträgen im Bereich der Personalrückstellungen (noch nicht genommene Urlaubstage und Mehrarbeitsstunden). Es wäre ein Steuersatz von 28,8 % anzuwenden gewesen. Unter den sonstigen Rückstellungen sind Beträge gegenüber dem Personal (TEUR 455), fehlende Eingangsrechnungen (TEUR 160) sowie Verpflichtungen aus der Prüfung des Jahresabschlusses und die Erstellung der Steuererklärungen (TEUR 29) passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensgewährung (TEUR 13.162; VJ TEUR 9.739) und aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 18; VJ TEUR 84). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 1.204; VJ TEUR 2.495). Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (in Klammern die Vorjahresangaben) und sind wie folgt gesichert:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.379 sind durch eine Grundschuld gesichert; der Anteil dieser Verbindlichkeit mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (TEUR 720) ist in die Grundschuld einbezogen. Verbindlichkeiten zu Maschinenfinanzierungen sind durch Sicherungsübereignungen abgesichert. Die durch Pfandrechte gesicherten Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 2.352. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern betragen TEUR 14.366 (VJ TEUR 12.235). Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden durch Kunden vorausbezahlte Leistungen passiviert, die nach dem Stichtag zu erfüllen sind. Aus Miet- und Leasingverträgen haben am Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen im Gesamtbetrag von TEUR 4.448 bestanden. Hiervon sind innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag TEUR 1.702 fällig. Haftungsverhältnisse, die zum 31. Dezember 2023 bilanziell nicht berücksichtigt sind, bestehen keine. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden im Bereich des Landtechnikhandels (TEUR 45.764), der Landtechnikvermietung (TEUR 2.187), mit Serviceleistungen (TEUR 3.889) und aus übrigen Dienstleistungen (TEUR 48) erzielt. Auf Umsätze im Inland entfällt ein Anteil von TEUR 49.681; im Umfang von TEUR 2.134 wurden Umsätze mit Kunden aus EU-Staaten, in Höhe von TEUR 73 mit Kunden im außereuropäischen Ausland getätigt. In dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen, Schadenersatzleistungen und dem geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung enthalten. Die Summe enthält im Umfang von TEUR 112 Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind; wesentliche Posten sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und den Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Kosten für Betrieb und Verwaltung, einschließlich Energiekosten, Mieten, Pachten und Versicherungsbeiträge sowie Vertriebs- und Werbekosten. Periodenfremde Aufwendungen sind im Umfang von TEUR 8 aus der Ausbuchung von Forderungen und Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens enthalten. VI. Sonstige Angaben Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr René Franke, Chemnitz. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 101 Mitarbeiter/-innen beschäftigt; davon waren:
Die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung (TEUR 24) und für Steuerberatungsleistungen (TEUR 5) sind in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der BayWa AG, München, und wird in deren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wird am Sitz der BayWa AG und beim Bundesanzeiger verfügbar sein. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Hartmannsdorf, den 29. Februar 2024 LTZ Chemnitz GmbH Der Geschäftsführer René Franke Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (Bruttodarstellung)
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023Tz.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die LTZ Chemnitz GmbH (LTZ) vertreibt exklusiv das komplette CLAAS Produktprogramm, sowie Produkte von weiteren namhaften Herstellern der Landtechnikbranche. Das Vertriebs- und Servicegebiet umfasst das südliche Sachsen. In diesen Gebieten erfolgt die Betreuung der verkauften Maschinen von sechs Betrieben aus. Produkte ohne Vertriebsbeschränkungen werden auch über den Großraum hinaus angeboten. Sitz der Gesellschaft ist Hartmannsdorf. Wettbewerber im Vertriebsgebiet sind die bekannten Landtechnikhersteller mit ihren Vertriebsorganisationen. Tz.2 Zweigniederlassungsbericht Sitz der Gesellschaft ist Hartmannsdorf. Zweigniederlassungen bestehen in Plauen, Frauenstein, Wolkenstein (Ortsteil Hilmersdorf), Rositz (Altenburger Land) und Borsdorf (Ortsteil Panitzsch (Großraum Leipzig)). Die LTZ Chemnitz GmbH betreibt in jeder Niederlassung ein Ersatz- und Verschleißteilelager sowie je eine Werkstatt. 2.1 ENTWICKLUNG STANDORT HARTMANNSDORF Am Stammsitz der Gesellschaft in Hartmannsdorf ist das Werkstattgeschäft gewachsen. Alle Segmente konnten ein positives Wachstum vorweisen. Der Handel mit Ersatzteilen in der Landtechnik wurde relativ stark gesteigert. Der Absatz von Land- und Kommunaltechnik ist in Menge und Umsatz stark gestiegen. Von einer positiven Weiterentwicklung aller Geschäftsfelder am Standort Hartmannsdorf wird ausgegangen. 2.2 ENTWICKLUNG STANDORT FRAUENSTEIN Der Standort Frauenstein hat sich positiv entwickelt. Die Umsätze im Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft konnten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Entwicklung des Standortes Frauenstein ist nachhaltig positiv. 2.3 ENTWICKLUNG STANDORT PLAUEN Das Service- und Ersatzteilgeschäft am Standort ist auf hohem Niveau stabil. Die Entwicklung des Standortes Plauen ist nachhaltig positiv. 2.4 ENTWICKLUNG STANDORT HILMERSDORF Am Standort Hilmersdorf konnte das Servicegeschäft leicht gesteigert werden. Das Ersatzteilgeschäft entsprach dem hohen Vorjahresniveau. Die Aussichten für den Standort sind positiv, die Entwicklung stabil. 2.5 ENTWICKLUNG STANDORT ROSITZ Der Standort konnte das Werkstattgeschäft zum Vorjahresniveau leicht steigern, der Handel mit Ersatzteilen konnte stark gesteigert werden. Die Entwicklung des Standortes ist nachhaltig positiv. 2.6 ENTWICKLUNG STANDORT BORSDORF Das Servicegeschäft vor Ort konnte durch das dort arbeitende Personal fast verdoppelt werden. Ebenfalls gesteigert wurde das Ersatzteilgeschäft. Für eine zukünftige positive Entwicklung des Standortes wird weiterhin gutes Personal für ein Wachstum in der Werkstatt benötigt. Das Ergebnis zeigt positive Tendenzen, ist aber in Summe erwartungsgemäß noch erheblich negativ. Ein deutlich gewachsener Auftragsvorlauf für die Werkstatt zeigt die positive Entwicklungstendenz. Die Geschäftsleitung sieht weiterhin ein ausreichend gutes Potential für eine zukünftig positive Entwicklung des Standortes im Großraum Leipzig. Tz.3 BRANCHENVERLAUF Die Landwirte im Einzugsgebiet der LTZ hatten im Jahr 2023 gute Vegetationsbedingungen. Die Erträge bei den Ernteprodukten waren in den meisten Fällen qualitativ wie auch quantitativ leicht über dem langjährigen Mittel. Die Situation bei der Grundfuttergewinnung war durch ausreichende Niederschläge während der Wachstumsphase entspannt. Das Futterdefizit der letzten Jahre konnte bei fast allen Tierhaltern ausgeglichen werden. Bei der Vermarktung der Druschfrüchte sind die Marktpreise während und nach der Ernte im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Durch den Einkauf von Betriebsstoffen zu teuren Vorjahreskonditionen im Winter 2022 bzw. Frühjahr 2023 war das Einkommen bzw. der finanzielle Ertrag unserer Kunden teilweise unter den Erwartungen. Zusätzlich bringen Getreideimporte aus der Ukraine über den Landweg die Vermarktungspreise innerhalb Europas unter Druck, was das Einkommen der Landwirte zunehmend schmälert. Trotzdem ist die finanzielle Lage unserer Kunden weiterhin als stabil einzuschätzen. Es besteht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Neu- und hochwertigen Gebrauchtmaschinen. Bei den Milchproduzenten hat sich die Situation durch einen stabilen bzw. im Jahresverlauf leicht gestiegenen Milchpreis verbessert. Zwar sind die Preise für Futtermittel und Betriebsstoffe noch auf einem hohen Niveau, jedoch konnten die Milchviehhalter in den meisten Fällen ihren Betriebsgewinn erhöhen. Die derzeitige und zukünftige Umsetzung von Tierwohlvorschriften mindert die Investitionsbereitschaft in diesem Bereich enorm. Es gibt wegen der Tierwohlauflagen nur sehr wenig Stallneubauten und beschleunigt insgesamt die vermehrte Aufgabe der Milchproduktion in unserem Gebiet. Die Lieferschwierigkeiten der Landtechnikhersteller konnten im Verlauf des Geschäftsjahres behoben werden und der Bestellprozess hat sich weitgehend normalisiert. Tz.4 GESCHÄFTSVERLAUF DER GESELLSCHAFT Im Jahr 2023 konnte der Umsatz gegenüber dem letzten Jahr stark gesteigert werden und lag weit über dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre auf einem Rekordniveau. Ursachen dafür sind eine sehr gute Investitionstätigkeit unserer Kunden im ersten Halbjahr, gestiegene Produktpreise und die Abarbeitung und Belieferung von aufgeschobenen Aufträgen aus dem Vorjahr. Durch die stark gestiegenen Neumaschinenpreise im Landtechniksegment sind im Verhältnis auch die Preise für gute Gebrauchtmaschinen gestiegen. Erst im späten Jahresverlauf kam es zu einer Abkühlung im Gebrauchtmaschinengeschäft. Die gestiegenen Ersatzteilpreise führten im Ersatzteilhandel ebenfalls zu einem Rekordergebnis. Der Umsatz im Neumaschinengeschäft stieg um über 10 %. Wegen teilweiser Lieferschwierigkeiten unserer Lieferanten im Geschäftsjahr 2022 sind wir ins Geschäftsjahr 2023 mit einem sehr hohen offenen Auftragsbestand gestartet. Im Vertrieb von Kommunaltechnik konnten wir eine gesteigerte Investitionsneigung bei unseren Kunden weiterhin nicht bedienen. Der Neumaschinenumsatz lag in diesem Bereich lediglich auf Vorjahresniveau. Die Lieferschwierigkeiten der Kommunaltechnikhersteller hielt teilweise bis zum 4. Quartal 2023 an. In diesem Segment starten wir ins neue Geschäftsjahr mit einem sehr hohen Auftragsvorlauf. Die Erweiterung unseres Vertriebsgebietes in Richtung Großraum Leipzig beeinflusst unseren Neumaschinenverkäufe im Bereich Kommunaltechnik zunehmend positiv. Das Gebrauchtmaschinengeschäft konnte stark gesteigert werden. Die hohe Nachfrage und die im Verhältnis stark gestiegenen Verkaufspreise beeinflussten das Umsatzergebnis positiv. Die Margensituation hat sich in diesem Bereich verbessert. Eine zunehmende Normalisierung in Bezug auf das Handelsvolumen und die Preisgestaltung ist zu erwarten. Der Absatz von Ersatzteilen konnte ebenfalls stark gesteigert werden. Die Steigerung kommt zum Teil aus dem CLAAS-Segment, aber auch im Non-CLAAS-Segment konnte der Absatz von Ersatzteilen erhöht werden. Die Weitergabe der gestiegenen Ersatzteilpreise unserer Lieferanten ist dabei auch ein Treiber für das Umsatzwachstum in diesem Segment. Bei den Werkstattleistungen konnte trotz des hohen Niveaus des Vorjahres eine Steigerung erreicht werden. Der Auftragsvorlauf in diesem Bereich ist ebenfalls sehr gut. Tz.5 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 5.1 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich um rd. TEUR 55 erhöht. Die Investitionen haben rd. TEUR 385 bei Abschreibungen von TEUR 321 betragen. Investiert wurde im Wesentlichen in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, in Fahrzeuge und Fahrzeugeinrichtungen, hochwertige Werkzeuge und Ersatzinvestitionen der EDV-Ausstattung. Der Nettobestand und die Zusammensetzung des Vorratsvermögens (ohne geleistete Anzahlungen) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.386 gestiegen. Der Bestand an Neu-, Vorführ- und Mietmaschinen stieg um rd. TEUR 4.137, der Bestand an Gebrauchtmaschinen reduzierte sich um rd. TEUR 1.661. Der Ersatzteilbestand blieb gegenüber Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat mit rd. TEUR von 1.607 um rd. TEUR 87 über Vorjahresniveau gelegen, wobei rd. TEUR 74 älter als 30 Tage waren. Die geleisteten Anzahlungen lagen mit rd. TEUR 4.553 unter Vorjahr und die erhaltenen Anzahlungen haben sich zum Bilanzstichtag auf rd. TEUR 4.835 abgesenkt. Das Eigenkapital ist um rd. TEUR 836 gegenüber Vorjahr gestiegen. Wegen der um rd. TEUR 2.236 höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote nur um 2,5 %-Punkte auf 9,4 % gestiegen. Die Sonstigen Rückstellungen liegen über dem Niveau des Vorjahres. Gründe hierfür sind Rückstellungen für laufende Projekte, höhere Rückstellungen für Prämien und Provisionen und ein Anstieg der ausstehenden Urlaubstage und Überstunden. 5.2 Finanzlage Das Unternehmen erhält seine finanzielle Ausstattung aus bestehenden Kontokorrentlinien, aus Darlehen (Finanzierung des Neubaus in Frauenstein) und bei Bedarf über eine Anpassung der Kreditlinie des Hauptgesellschafters. Die aktuelle Kreditversorgung der Gesellschaft ist ausreichend, so dass die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden konnten und mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft erfüllt werden können. Es haben Kreditlinien von EUR 16.749 Mio. bestanden, die zu rd. EUR 15,3 Mio. (rd. 91 %) in Anspruch genommen worden waren. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war negativ (TEUR 3.988). Ursächlich hierfür war der Abfluss der Mittel für den Aufbau des Vorratsbestands und für den Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten. Wesentlich geringer im Vergleich zum Vorjahr war der Zufluss aus Anzahlungen der Kunden. Die finanziellen Mittel für die Investitionen und zum Ausgleich des negativen Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit sind über die Kreditlinie des Hauptgesellschafters zur Verfügung gestellt worden; zusätzlich sind Darlehen über eine Einkaufsfinanzierung aufgenommen worden. 5.3 Ertragslage Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. TEUR 1.825 oder 20,3 % gestiegen. Der Personalaufwand ist bei fast gleichem Personalbestand um rd. TEUR 579 gestiegen. Gründe sind u.a. Lohn- und Gehaltsanpassungen und die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rd. TEUR 262 gegenüber Vorjahr gestiegen. Das resultierte vor allem aus den höheren Aufwendungen für Fuhrpark, dem Unterhalt von Gebäuden und Einrichtungen und erhöhten Aufwendungen für Werbung. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 836. 5.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl "Umsatz" die Erlöse aus den Segmenten Neumaschinen- und Gebrauchtmaschinen sowie die Erlöse aus dem Mietgeschäft, dem Ersatzteil- und Servicegeschäft heran. Die Roherträge konnten sowohl im Vertrieb als auch im Service gesteigert werden. Im Vertrieb resultierte die Steigerung hauptsächlich aus dem gestiegenen Umsatz. Im Service konnte die Marge im Ersatzteilgeschäft und die Erhöhung der Stundensätze zur Steigerung beitragen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist um TEUR 525 gestiegen. Ein weiterer Fokus unserer Arbeit liegt auf der Zufriedenheit unserer Kunden. Vom Hauptlieferanten CLAAS werden diverse Daten zur Kundenzufriedenheit nach dem Produktkauf und für den gesamten Aftersales- Bereich (Ersatzteilversorgung, Werkstattservice) erhoben und ausgewertet. In den vergangenen Jahren war die LTZ Chemnitz GmbH immer unter den besten deutschen Claas-Händlern. In den Jahren 2022 und 2023 konnte die LTZ Chemnitz GmbH als bester Händler den Kundenzufriedenheits-Award des Lieferanten Claas gewinnen. 5.5 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Das originäre Geschäft des Land- und Kommunaltechnikhandels wird als stabil eingeschätzt. Ein guter Auftragsvorlauf und die gute Marktpositionierung lässt eine weiterhin gute Entwicklung der LTZ Chemnitz GmbH erwarten. Das Ergebnis hat die LTZ im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern können. Die Entwicklung ist durch Umsatzsteigerung und in der Verbesserung des Ertrages, sowohl im Vertrieb wie auch im Servicegeschäft (Reparaturen) und Ersatzteilgeschäft, begründet. Die Investitionstätigkeit der Kunden ist durch deren gute Ertragslage auf einen anhaltend hohem Niveau. Die LTZ hat ein Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 1.206 (Vorjahr TEUR 681) erwirtschaftet, was eine Steigerung von rd. 77 % bedeutet. Tz.6 PERSONAL Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 101,25 Mitarbeiter (Vorjahr 100 Mitarbeiter) sowie durchschnittlich 19,25 Auszubildende (im Vorjahr 15 Auszubildende). Tz.7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGSKOSTEN Die LTZ Chemnitz GmbH ist im Bereich Forschungs- und Entwicklung nicht tätig. Tz.8 RISIKOMANAGEMENT Die LTZ Chemnitz GmbH setzt keine Finanzinstrumente ein. Die LTZ nutzt das SAP-gestützte Kreditmanagementsystem der BayWa AG und ein daraufhin abgestimmtes Debitorenmanagement; mit nachhaltigem Mahnwesen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Ausfälle bei den Debitoren weiterhin auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Verbindlichkeiten der LTZ Chemnitz GmbH bestehen u.a. gegenüber einer kreditgebenden Bank, aus der Konzernfinanzierung sowie gegenüber den Herstellern der gehandelten Maschinen und Geräte. Hier erfolgt eine ständige Überwachung, um die Kontokorrentrahmen einzuhalten und gleichzeitig die Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Herstellern und Lieferanten zu erfüllen. Mit Hilfe eines detaillierten betriebswirtschaftlichen Reporting auf der Grundlage des SAP-Warenwirtschaftssystems hat die Geschäftsleitung qualitativ hochwertige und aktuelle Geschäftsinformationen zur Hand, um das Unternehmen operativ und strategisch führen zu können. Weiterhin erfolgt eine Anpassung der Planungen für das laufende Geschäftsjahr zu bestimmten Zeitpunkten innerhalb des Geschäftsjahres. Damit ist es der Geschäftsleitung über ein vergleichendes Berichtswesen möglich, negative Tendenzen in der Unternehmensentwicklung zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Tz.9 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 9.1 Risikobericht Da die landwirtschaftlichen Kunden der LTZ Chemnitz GmbH zum großen Teil keine Marktfruchtbetriebe, sondern Mischbetriebe sind, hat die Entwicklung des Milchpreises einen großen Einfluss auf die Ertragslage und die Liquidität unserer Kunden. Daneben stellt der Witterungsverlauf in der Vegetationsperiode ein Risiko für die Erträge bei Getreide und Ölfrüchten dar. Ein hinzugekommener Risikofaktor für die Ertragslage unserer Kunden sind die teilweise sehr stark gestiegenen Beschaffungskosten für Betriebsstoffe. Besonders sind hier Düngemittel und Treibstoff zu nennen. Insgesamt haben diese Faktoren einen direkten Einfluss auf die Stabilität und die Zahlungsfähigkeit unserer Geschäftspartner. Der Gesamtmarkt wird bei einzelnen Produktgruppen tendenziell rückläufig sein. Besonders im Segment Feldhäcksler und Mähdrescher werden die Investitionen mittel- bis langfristig zurückgehen bzw. werden Kaufgeschäfte in Mietgeschäfte umgewandelt. Die Ertrags- und Liquiditätslage bei den Landwirten in unserer Region hat sich tendenziell verbessert, ist aber nach wie vor angespannt. Derzeit werden die in den letzten Jahren aufgeschobenen Investitionen getätigt. Der Gesamtausblick und die Stimmung der Landwirte sind eher verhalten. Treiber für das Handeln unserer Kunden sind die Angst vor einem Geldwertverlust in Folge einer hohen Inflation und Rationalisierungsthemen wegen fehlendem Fachpersonal. Im Neumaschinengeschäft gehen wir in Summe von einer Normalisierung aus. Das heißt, das Investitionsniveau wird leicht rückläufig sein und sich dem langjährigen Mittel annähern. Als Risiko für eine zukünftige positive Geschäftsentwicklung wird zunehmend die Entwicklung am Personalmarkt angesehen. Fehlende Fachkräfte und die steigende Konkurrenz um das vorhandene Personal werden die zukünftige Entwicklung bremsen oder negativ beeinflussen. Die Erwartungen für 2024 sind wegen der vielen Unsicherheitsfaktoren nicht oder nur sehr schwer zu benennen. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes, eingeschränkte Lieferketten auf Grund des Nahost-Konflikts, die Preisentwicklungen am Weltmarkt für Rohstoffe und Energie auf die zu vermarktenden Produkte sind derzeit schwer kalkulierbar. Die derzeitige Unsicherheit bei der Bewertung und Beurteilung des Marktumfeldes wird wahrscheinlich für den größten Teil des Jahres 2024 anhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Markt für Landtechnik bei fehlenden Investitionen seitens der Landwirte und landwirtschaftlichen Dienstleistern, oder durch instabile politische Verhältnisse in Europa, stärker rückläufig sein könnte als derzeit erwartet. 9.2 Chancen der Geschäftsentwicklung, Prognose und Ausblick Im Ersatzteil- und Servicegeschäft erwartet die Geschäftsleitung in Summe ein moderates Wachstum. Der Reparaturbedarf steigt durch ältere Maschinen, einem höherem Maschinenbestand im Markt und durch längere Nutzung der Maschinen. Auch wächst der Umsatz durch die teilweise hohen Preisaufschläge der Lieferanten automatisch. Die Geschäftsleitung geht von stabilen Margen in diesem Bereich aus. Weiterhin arbeiten wir an der Verbreiterung unseres Handels- und Dienstleistungsportfolios. Im Bereich der Kommunaltechnik haben die Lieferanten ihre Zulieferungsprobleme weitestgehend behoben und wir gehen von einem leicht steigenden Maschinen- und Servicegeschäft in diesem Bereich aus. Das Servicegeschäft im Baumaschinensektor sollte mit zunehmendem Vertrieb von KUBOTA-Baumaschinen und den neuen CLAAS Rad- und Teleskopladern steigen und wird zukünftig zur positiven Entwicklung beitragen. Die durchgeführten Marketingaktionen im Geschäftsjahr 2023 haben sich positiv auf die Auftragslage ausgewirkt. Insbesondere bei den Traktoren konnte in den kleineren Leistungsklassen Interesse und Nachfrage generiert werden. Die Stärkung der Marktposition bei Traktoren hat weiterhin die höchste Priorität. Am Standort Borsdorf OT Panitzsch (Leipzig) muss der Bekanntheitsgrad der Werkstatt durch gute Arbeit in der Werkstatt gesteigert werden. Die Erweiterung unseres Serviceangebotes im Großraum Leipzig wird den zukünftigen Absatz von Kommunaltechnik positiv beeinflussen. Zur Weiterentwicklung des Standortes wird zusätzliches Personal benötigt. Das erfolgt durch Akquise und durch eigene Ausbildung. Die Qualität der Werkstattdienstleistung wird durch umfangreiche Schulungen des Personals verbessert. Für den Standort Frauenstein, Plauen, Hilmersdorf, Rositz und Hartmannsdorf sind keine wesentlichen Investitionen und Veränderungen geplant. Die Geschäftsleitung geht für 2024 und 2025 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Es wird ein Ergebnis auf Niveau des Geschäftsjahres 2023 angestrebt.
Hartmannsdorf, 29. Februar 2024 René Franke, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. März 2024 WZT
GmbH
Zingraf, Wirtschaftsprüfer Graf, Wirtschaftsprüfer Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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