Beba Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Günter Holtmann seit 6.11.2025 | Geschäftsführer |
Johannes Kuron seit 5.4.2024 | Geschäftsführer |
Phil Limbach seit 3.5.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CTBG Beteiligungs GmbHKelbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns Die CTBG Beteiligungs GmbH mit Sitz in Kelberg (im Folgenden auch kurz "CTBG Beteiligung" oder die "Gesellschaft") ist das oberste Beteiligungsunternehmen der Beinbauer Automotive GmbH & Co. KG, Büchlberg (im Folgenden auch kurz: "Beinbauer KG"). Am 2. Januar 2018 hat die mittelbare Beteiligung der CTBG Beteiligung, die Beba Beteiligungs GmbH, Kelberg, 100 % der Geschäftsanteile der TierOne Beteiligungs GmbH, Kelberg (im Folgenden auch "TierOne"), erworben. Die TierOne wurde im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres 2018 auf die Beba Beteiligungs GmbH, Kelberg, verschmolzen. Die TierOne war zuvor das Mutterunternehmen der Beinbauer KG. Die Beinbauer KG wurde mit ihren Beteiligungen zum 2. Januar 2018 erstmalig im CTBG Beteiligungs-Konzern konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der CTBG-Konzern, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. März 2021, um den Geschäftsbetrieb der insolventen Walter Hundhausen GmbH, Schwerte, erweitert. Die Beinbauer Grundstücksgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, hat zudem die Betriebsgrundstücke und -gebäude in Schwerte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. März 2021 von der Hundhausen Grundstücks GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte, übernommen. Die betreffenden Geschäftsgrundstücke und Gebäude werden seit März 2021 an die Hundhausen Casting vermietet. Ein Vergleich des Geschäftsjahres 2022 mit den Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt möglich. Die Beinbauer KG verfügt über zwei Produktionsstandorte in Niederbayern. Der Hauptstandort in Büchlberg ist im Bereich der mechanischen Bearbeitung auf spezielle Achs- und Getriebeteile ausgerichtet. Die Komponentenfertigung in Obernzell kann an einem Standort von der Rohteilbeschaffung bis zur Bearbeitung, Lackierung und Montage direkt an das Montageband des Kunden "just-in-sequence" ("JIS") den Gesamtprozess abbilden. Eine mittelbare Beteiligung der Beinbauer KG besteht an der Wagner Automotive GmbH, Kelberg (im Folgenden auch kurz "Wagner"), mit dem Produktionsstandort in Kelberg, Rheinland-Pfalz sowie der Beinbauer Automotive CZ s.r.o, Spořice/Tschechien, (im Folgenden auch "Beinbauer CZ") mit dem Produktionsstandort in Spořice, Tschechien. Der Produktionsstandort in Kelberg ist auf spezielle Achs- und Rahmenanbauteile für den mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugbau und der Standort in Spořice/Tschechien (Produktionsstart September 2018) ist auf Achsen und Achsenanbauteile für Flurförderfahrzeuge ausgerichtet. Seit 2021 wird am Standort Büchlberg und Kelberg sukzessive in Automatisierungslösungen in der Fertigung investiert. Ziel der Projekte ist die teil- und vollautomatisierte Bedienung von CNC-Dreh und - Fräszentren. Damit wird ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Produktivitätssteigerung unternommen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. März 2021 hat die Hundhausen Casting GmbH, Schwerte (im Folgenden kurz: "Hundhausen Casting" oder "Hundhausen"), die Vermögensgegenstände der Walter Hundhausen GmbH, Schwerte, erworben. Die 1914 von Walter Hundhausen gegründete Gießerei ist auf die Produktion von Eisengussteilen mit Kugelgraphit (Maschinenformerei) spezialisiert. Mit der Integration in den CTBG-Beteiligungs-Konzerns seit dem Geschäftsjahr 2021 wird die volle Bandbreite - vom Design über die Produktion von Rohteilen bis hin zur Auslieferung von Bauteilen - abgedeckt. Kundenspezifische Lösungen können so aus einer Hand realisiert werden. Die Wertschöpfungstiefe des CTBG-Beteiligungs-Konzerns wurde mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs der Eisengießerei in Schwerte signifikant erweitert. Weitere Guss- und Schmiedebauteile werden über ein Rohgusskompetenzzentrum für die Hauptkunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns eingekauft. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2022 sorgten der Russland-Ukraine-Krieg und die fast durchgängige anhaltende Zero-COVID-Politik in China für eine geringere Dynamik in der prognostizierten Entwicklung der Weltwirtschaft. Die deutlich gestiegenen Energiepreise, insbesondere in der Eurozone, belasteten private Haushalte, Unternehmen und auch des CTBG-Beteiligungs-Konzerns. Die Inflation weltweit bewegte sich im Kalenderjahr 2022 bei ca. 7,6 %. Dennoch stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (kurz "BIP") im Vergleich zu 2021 um ca. 3,0 %. In der Eurozone sorgte insbesondere das gesunkene Angebot an Gas, als Folge des Russland-Ukraine-Krieg, für einen deutlichen Anstieg bei den Gas- und Strompreisen. Dies wirkte sich sukzessive auf die Produzenten- und Konsumentenpreise aus (Inflationsrate Eurozone: 8,4 %). Durch ein gutes I. Halbjahr 2022 erhöhte sich das BIP in der Eurozone im Berichtszeitraum dennoch um ca. 3,5 % gegenüber 2021. In den USA trübten sich die Wachstumsprognosen im Verlauf des Jahres 2022 ebenfalls ein. Die gestiegene Inflation führte zur deutlichen Erhöhung des Leitzinses bis Ende 2022 durch die US-amerikanische Notenband (bis zur Spanne von 4,25 % bis 4,5 %). Trotz der Nachholeffekte aus der COVID-19-Pandemie, dämpfte die Inflation das Wachstum auf ca. 2,1 %. Die chinesische Volkswirtschaft war im Berichtszeitraum durch die strikte Zero-COVID-Politik geprägt. Wiederkehrende Lockdowns bremsten das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft. Das Ziel von 5,5 % für 2022 wurde mit einem moderaten Wachstum von 3,0 % deutlich unterschritten. Auch wenn sich die Weltwirtschaft im Berichtszeitraum 2022 schlechter als erwartet entwickelte, konnten einige der wichtigen Lkw-Absatzmärkte Zuwächse verzeichnen. Ein hoher Auftragsbestand sowie der Nachholbedarf führten trotz einer weiterhin angespannten Lage in den Lieferketten zu einer Aufwärtsbewegung in der Nutzfahrzeugindustrie. In Nordamerika wuchs der Markt für schwere Lkw ("Klasse 8") um rund 15 % auf 309.000 Einheiten. Ebenfalls positiv zeigte sich der Absatz von schweren Lkw in der Region EU30 (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen). Das Marktvolumen legte im Jahre 2022 um gut 7 % auf 296.000 Einheiten zu. In Brasilien bewegte sich das Marktniveau für schwere LKW auf dem des Vorjahres. Negativ entwickelten sich dagegen die Märkte für schwere LKW in Asien. In Japan ging das Marktvolumen um ca. 33 % zurück, in China sogar um ca. 71 %. Die Absatzmärkte für schwere Busse entwickelten sich unterschiedlich. So ging das Marktvolumen in der Region EU30 gegenüber dem Vorjahr zurück und lag damit weiterhin unterhalb des Vor-Pandemie-Niveaus. Hingegen zeigte in Brasilien der Markt für schwere Busse eine deutliche Aufwärtsbewegung. Nach Angaben von Euroconstruct wuchs der europäische Bausektor um ca. 3,0 % im Kalenderjahr 2022, nach einem Wachstum von 5,6 % im Vorjahr. Innerhalb Europas stellte sich die Lage von Land zu Land unterschiedlich dar. Der Wohnungsbau zeigt sich auf Grund der gestiegenen Zinsen sowie der stark gestiegenen Preise für Baumaterialien sowohl bei den Neubauten als auch bei der Modernisierung rückläufig. Verkehrsinfrastrukturprojekte blieben hingegen Treiber des Wachstums. Euroconstruct erwartet für 2023 und 2024 einen stagnierenden Markt mit einem minimalen Wachstum von 0,2 % in 2023 und 0 % in 2024. Die Baumaschinenbranche - welche von den Entwicklungen der Bauwirtschaft beeinflusst wird - konnte laut CECE (Geschäftsklimaindex des Committee for European Construction Equipment) im Kalenderjahr 2022 den Absatz fast auf dem Vorjahreslevel halten und hatte lediglich einen Rückgang von 0,6 % zu verzeichnen. Während der Absatz in den europäischen Märkten - ohne Russland - um 3 % gewachsen ist, brach der Absatz auf dem russischen Markt um 37 % wegen des Krieges in der Ukraine ein. Auftragsvolumina in der Landtechnikbranche sind immer noch auf einem hohen Niveau Nach dem der Geschäftsklimaindex des Dachverbands der europäischen Landtechnikindustrie (CEMA) im ersten Halbjahr 2021 einen Rekordwert von +72 Punkten erreicht hat, verblieb dieser Index im ganzen Jahr 2022 im Wachstumsbereich wenn auch mit rückläufiger Tendenz. Nach einem Tiefstand von 12 Punkten im Oktober 2022 hat sich der Index im November 2022 wieder auf 30 Punkte erhöht. Beflügelt wurde die Stimmung der Landtechnikhersteller von einer positiven Entwicklung im Auftragseingang, die sich bis Ende des Jahres 2022 auf einem hohen Niveau zeigte. Schwierigkeiten gab es weiterhin im Wesentlichen auf der Lieferantenseite durch Engpässe zum Beispiel bei sogenannten Halbleitern, die sich auch im Berichtszeitraum 2022 fortsetzten sowie den deutlichen Steigerungen bei den Erzeugerpreisen. Der globale Material-Handling-Markt umfasst das für die Beinbauer Group wichtige Segment der Flurförderzeuge. Basierend auf Schätzungen der Kunden verzeichnete dieses Segment ein Wachstum von wertmäßig durchschnittlich ca. 7 % p.a. in den vergangenen Jahren (2017 bis 2022). In den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 teilten sich der Weltmarkt bei Flurförderfahrzeugen wie folgt auf: ca. 53 % Lagertechnik, ca. 30 % Gegengewichtsstapler mit Verbrennungsmotor sowie ca. 17 % aus Elektrostaplern. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Gesamtumsatz von TEUR 297.200 (i. Vj. TEUR 236.940) und einer Gesamtleistung von TEUR 299.086 (i. Vj. TEUR 239.414) abgeschlossen. Die Planerlöse für den Berichtszeitraum wurden in der Gruppe um insgesamt ca. 2 % überschritten. Die Übererfüllung der Planungsziele für das Geschäftsjahr 2022 wurde allerdings durch stark gestiegene Material-, Energie- und Zulegierungspreise beeinflusst, die über Teuerungszuschläge an einen Großteil der Endkunden weitergegeben werden konnten. Dies führt zu einem Anstieg der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Die Produktionsstillstände bei einigen Hauptkunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns im I. Halbjahr 2022, als direkte Folge des Russland-Ukraine-Kriegs, verhinderten einen Rohertrag auf dem Niveau der Planung. Insbesondere im Zeitraum März bis Mai 2022 wurden die Abrufe aus dem Bereich der Nutzfahrzeuge erheblich reduziert. Der CTBG-Beteiligungs-Konzern reagierte hierauf mit dem Abbau von Urlaubs- und Zeitkonten sowie Kurzarbeit an einem Teil der Produktionsstandorte. Die Lieferketten stabilisierten sich teilweise erst ab dem II. Halbjahr 2022. Die Umsatzverteilung im Geschäftsjahr 2022 basiert auf einer starken Geschäftsverbindung zu einigen Großkunden. Ein Großteil der Umsatzerlöse wird im Inland generiert. Durch entsprechende Aktivitäten im Vertriebsbereich konnten im Berichtszeitraum neue Produktaufträge außerhalb der Nutzfahrzeugindustrie akquiriert werden, die das weitere strategische Wachstum sowie die erfolgreiche Positionierung der Gruppe nachhaltig sichern sollen. Hierzu zählt insbesondere die Erweiterung der Gruppe um den Geschäftsbetrieb der insolventen Walter Hundhausen GmbH, Schwerte, in 2021. Der Konzern konnte mit der Eisengießerei die Geschäftsbeziehung zu einigen Großkunden intensivieren und zudem die Märkte weiter diversifizieren. Aktuell laufende sowie geplante Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zudem auch in Zukunft weiter steigern. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren belaufen sich auf TEUR 173.861 (i. Vj. TEUR 134.612) und die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf TEUR 30.567 (i. Vj. TEUR 22.564). Die branchenüblich hohe Materialkostenquote resultiert aus rohteilintensiveren Fertigungsaufträgen. Die Rohertragsmarge in Bezug auf die Gesamtleistung liegt mit 31,7 % (i. Vj. 34,4 %) auf ebenfalls branchenüblich niedrigem Niveau. Die Reduzierung um 2,7%-Punkte im Berichtszeitraum 2022 gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus den hohen Preissteigerungen im gesamten Bereich der Materialaufwendungen (insbesondere Schrotte, Legierungsstoffe, Strom und Koks), die einen erheblichen Einfluss auf die Relationskennziffern haben. Der Rohertrag konnte insgesamt deutlich um TEUR 12.420 auf TEUR 94.658 (+15,1 %) gesteigert werden. Die Personalaufwandsquote in Bezug zur Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 2022 18,5 % (i. Vj. 20,2 %). Ursächlich hierfür ist vor allem die Veränderung der Relationskennziffer im Bereich der Gesamtleistung, durch die Weitergabe eines Großteils der Kostensteigerungen im Bereich des Materialaufwandes sowie des Abbaus von Zeit- und Urlaubskonten sowie der Durchführung von Kurzarbeit an einigen Produktionsstandorten, während der Produktionsstillständen bei einigen Hauptkunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns. Nach Abzug der betrieblichen Steuern beträgt das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) TEUR 14.886 (i. Vj. TEUR 12.583) und entspricht einer EBITDA-Marge im Verhältnis zur Gesamtleistung von 5,0 % (i. Vj. 5,3 %). Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 5.690 (i. Vj. TEUR 6.271) und ist weiterhin geprägt durch die Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisallokation und der daraus resultierenden Höhe der Abschreibungen. Die Produktionsstillstände bei einigen Hauptkunden des Konzerns, als direkte Folge aus dem Russland-Ukraine-Krieg (gestörte Lieferketten), verhinderten eine Übererfüllung des Planergebnisses 2022. Das II. Halbjahr 2022 verlief, trotz der weiterhin angespannten Lieferketten, eher günstig für den CTBG-Beteiligungs-Konzern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich das Konzernergebnis um TEUR 581 auf TEUR -5.690 verbessert (+ 9,3 %). 2.3. Lage des Konzerns 2.3.1. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns war im Geschäftsjahr 2022 durchaus zufriedenstellend. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.697 auf TEUR 126.511 erhöht. Dies ist auf der Aktivseite vor allem auf den deutlichen Anstieg der Vorräte um TEUR 6.651 auf TEUR 30.177 sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 7.070 auf TEUR 14.288 zurückzuführen. Dies wurde nur teilweise durch den Rückgang der immateriellen Vermögenswerte um TEUR 6.070 auf TEUR 25.955 auf Grund der laufenden Abschreibungen kompensiert. Der Anstieg der Vorräte ist, neben einem generellen Mengenanstieg durch die verbesserte Auftragssituation des CTBG-Beteiligungs-Konzerns, im Wesentlichen auf die deutliche Erhöhung der Anschaffungs- und Herstellungskosten durch die Preissteigerungen (insbesondere betreffend Schrotte, Legierungsstoffe, Strom und Koks) zurückzuführen. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist, neben der erhöhten Produktionstätigkeit im II. Halbjahr 2022 gegenüber dem II. Halbjahr 2021, auf das erhöhte Preisniveau (teilweise Weitergabe der Kostensteigerungen) sowie Forderungen aus der Nachberechnung der Kostensteigerungen begründet. Investitionen wurden vor allem im Wesentlichen im Bereich "technische Anlagen und Maschinen" (TEUR 3.375) vorgenommen. Insgesamt liegen die Gesamtinvestitionen (TEUR 7.442) deutlich über den Abschreibungen im operativen Bereich in Höhe von TEUR 6.278. Forschungs- und Entwicklungskosten werden - sofern angefallen - nicht aktiviert. Die Vorräte betragen zum Abschlussstichtag TEUR 30.177 (i. Vj. TEUR 23.526). Unter Bezugnahme der Umsatzerlöse wird das Vorratslager rd. 9,9 Mal pro Jahr (i. Vj. 10,1 Mal pro Jahr) umgesetzt. Der offene Forderungsbestand gegenüber Kunden beträgt TEUR 14.288 (i. Vj. TEUR 7.219) und wird im Durchschnitt nach rund 18 Tagen (i. Vj. rund 11 Tagen) ausgeglichen. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.050 auf TEUR 22.475 erhöht. Ursächlich hierfür ist die Ausweitung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gegenüber dem II. Halbjahr 2021 sowie korrespondierend zu den Vorräten, der deutlichen Erhöhung der Einkaufspreise. Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 3.534 auf TEUR 13.260 betrifft unter anderen die deutliche Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 1.781 auf TEUR 2.463, auf Grund der Ergebnisentwicklung der Produktionsstandorte. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 3.514 auf TEUR 17.235 begründet sich mit den laufenden Tilgungszahlungen im Berichtszeitraum. Unter Beachtung der Mezzanine-Finanzierung in Höhe von TEUR 42.133 (i. Vj. TEUR 38.310) ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 von TEUR 42.133 (i. Vj. TEUR 42.920). 2.3.2. Finanzlage Die Finanzlage des Konzerns ist, trotz der Belastungen durch die angespannten Lieferketten als direkte Folge des Russland-Ukraine-Kriegs und der Entwicklungen der Material- und Energiepreise (insbesondere im Bereich der Schrotte, Legierungen, Koks und Strom), auch im Berichtszeitraum 2022 nahezu ausgeglichen. Dem kurzfristigen gebundenen Vermögen (ohne Abgrenzungsposten) in Höhe von TEUR 45.686 (i. Vj. TEUR 33.762) steht kurzfristiges Fremdkapital (ohne Abgrenzungsposten) in Höhe von TEUR 48.824 (i. Vj. TEUR 38.037) gegenüber. Dies führt zu einer rechnerischen Unterdeckung in Höhe von TEUR 3.138 (i. Vj. TEUR 4.276). Unter Einbeziehung des durch die Konsolidierung entstandenen Postens "Passive latente Steuern" ist das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 72.956 (i. Vj. TEUR 81.286) durch das langfristig gebundene Fremdkapital überdeckt.Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zur weiteren Optimierung der Liquiditätslage wurde mit Datum vom 5. Dezember 2018 ein Forfaitierungsrahmen mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, (echtes Factoring) geschlossen. Mit Datum vom 31. März / 12. April 2021 wurde der Forfaitierungsrahmenvertrag bis 28. Februar 2024 verlängert. Die Finanzierung des Konzerns wird über einen Konsortialvertrag mit Datum vom 20. Dezember 2018 sichergestellt. Mit Änderungsvertrag vom 17. November 2022 wurde der vorgenannte Konsortialdarlehensvertrag bis Ende 2024 verlängert. Die im Konsortialvertrag vereinbarte Kontokorrentlinie (RCF-Linie) wurde zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 nicht in Anspruch genommen. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt zum Stichtag TEUR 13.604 (i. Vj. TEUR 15.274), aus Investitionstätigkeit TEUR -7.442(i. Vj. TEUR -17.961) sowie aus Finanzierungstätigkeit TEUR -5.994 (i. Vj. TEUR -1.168), so dass sich insgesamt eine Erhöhung des Finanzmittelbestands zum Stichtag um TEUR 168 auf 6.473 ergibt. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.3.3. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2022, trotz der angespannten Lieferketten und Produktionsunterbrechungen als direkte Folge des Russland-Ukraine-Kriegs, als relativ robust gezeigt. Die EBITDA-Marge (in % von der Gesamtleistung) konnte im Berichtszeitraum mit 5,0 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (5,3 %) gehalten werden. Das EBITDA erhöhte sich insgesamt um TEUR 2.303 auf TEUR 14.886 (+ 18,3 %). Die deutliche Erhöhung der Gesamtleistung um 24,9 % (+ TEUR 59.672) betrifft, trotz einiger Produktionsunterbrechung, vor allem die Mengensteigerungen gegenüber dem Vorjahr sowie die Preisanstiege, durch konsequente Weitergabe eines Großteils der Kostensteigerungen an die Kunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns. Den Produktionsunterbrechungen wurde mit entsprechenden Maßnahmen (Abbau Urlaub- und Zeitkonten sowie Kurzarbeit) entgegengesteuert. Dennoch wurde das Planniveau auf EBITDA-Ebene unterschritten. Die Umsatzerlöse betragen unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen insgesamt TEUR 297.200 (i. Vj. TEUR 236.940). Hierbei entfallen auf den Tätigkeitsbereich "Mechanische Fertigung" TEUR 198.943 (i. Vj. TEUR 168.823); dies sind ca. 66,9 % (i. Vj. 71,3 %) der Gesamtumsätze. Im Bereich Eisenguss am Produktionsstandort Schwerte wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 82.134 (i. Vj. TEUR 58.852) erzielt. Regional erzielt der Konzern rd. 70,0 % (i. Vj. 71,0 %) seiner Umsätze im Inland sowie ca. 29,9 % (i. Vj. 29,1 %) im europäischen Raum. Drittlandumsätze wurden im Berichtszeitraum in Höhe von ca. TEUR 1.488 (i. Vj. TEUR 829) erzielt. Die Materialaufwandsquote, inkl. Aufwendungen für die Fremdbearbeitung, beträgt im Geschäftsjahr 2022 branchenüblich 68,4 % (i. Vj. 65,6 %). Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen auf die Preissteigerungen bei fast allen Einkaufsmaterialien (insbesondere Schrotte, Legierungsstoffe, Koks und Strom) zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 %-Punkte auf 18,5 % verringert. Die Entwicklung ist durch die Veränderung der Relationsziffern geprägt. Die Gesamtleistung erhöhte sich durch die teilweise Weitergabe der Kostensteigerungen aus dem Materialaufwand. Folgende Ertragsgrößen wurden im Geschäftsjahr 2022 sowie im Vorjahr erzielt:
Die Steuerquote des Konzerns beträgt unter Berücksichtigung der Auflösung passiver latenter Steuern -1,2 % (i. Vj. -15,7 %). Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR -5.690 (i. Vj. TEUR -6.271) erzielt, davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile TEUR -316 (i. Vj. TEUR -482). 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand), EBITDA (Konzernergebnis zzgl. Steuern, Zinsergebnis und Abschreibungen) und den Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit heran. Weitere wesentliche Leistungsindikatoren sind zudem das EBIT (EBITDA abzgl. Abschreibungen des CTBG-Beteiligungs-Konzerns) sowie das EBT (EBIT abzüglich Zinsergebnis des CTBG-Beteiligungs-Konzerns). 2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Qualifikation der Mitarbeiter Trotz der teilweise spürbaren Abwesenheit der Belegschaft wegen der fortdauernden Pandemie- und Kurzarbeitslage, sind und bleiben die Qualifikation, das Know-how und das Engagement aller Mitarbeiter entscheidende Leistungsfaktoren und ein wesentlicher Teil des Erfolgs des CTBG-Beteiligungs-Konzerns. Das Interesse und der Grad der Identifikation mit der Unternehmensgruppe leisten in Verbindung mit der Übernahme von Verantwortung einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Insbesondere der Fachkräftemangel und Kampf um Nachwuchstalente sowie die weitere Zunahme an höher und hochspezialisierten Wettbewerbern in Europa und Asien erfordern eine noch stärkere und nachhaltige Qualifizierung und Bindung der eigenen Mitarbeiter. Innerhalb des CTBG-Beteiligungs-Konzerns haben wir daher die Mittel für interne und externe Weiterbildungsprogramme (z.B. Qualität, NC-Programmierung, Werkzeugtechnologie, Umwelt- und Energiemanagement, Werkstofftechnologie usw.) im Geschäftsjahr 2022 auf gleichbleibend hohem Niveau gehalten. Mit diesen breit angelegten Weiterbildungsmaßnahmen sind wir auch zukünftig gut vorbereitet, um die Anforderungen der Kunden und des Marktes bestens zu erfüllen. b) Personalbereich Die Schwerpunkte der Personalarbeit liegen weiterhin in der konsequenten Nachwuchsplanung und -förderung sowie im neu aufgestellten, strategischen Talentmanagement. An den Produktionsstandorten Büchlberg, Obernzell, Schwerte und Kelberg befinden sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 53 Personen (31. Dezember 2021: 56) in der Ausbildung. Unter anderen werden derzeit folgende Berufe ausgebildet: Zerspanungsmechaniker, Gießereimechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker sowie Industriekaufleute. Der CTBG-Beteiligungs-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt (ohne Auszubildende) 959 Mitarbeiter (i. Vj. 942 Mitarbeiter) beschäftigt. c) Gesundheits- und Arbeitsschutz Gesundheits- und Arbeitsschutz haben einen hohen Stellenwert. Der werksärztliche Dienst, die Fachkraft für Arbeitssicherheit und das Sicherheitsbeauftragten-System leisten hierbei einen wesentlichen Beitrag. Flankierend hierzu haben wir konzernweit digitale Lern-, Melde- und Unterweisungsinstrumente im Einsatz, um den Aspekt der Arbeitssicherheit zu jedem Zeitpunkt transparent und nachhaltig zu gestalten. 3. Prognosebericht Der CTBG-Beteiligungs-Konzern bewegt sich als First-Tier-Systemlieferant der weltweit größten Nutzfahrzeughersteller in einem stark konjunkturabhängigen Bereich der Investitionsgüterindustrie. Sie unterliegt damit einer Vielzahl internationaler, wirtschaftlicher und politischer Risiken und Einflussfaktoren. Der Ausblick auf das Jahr 2023 basiert auf der Grundlage einer sukzessiven Markterholung, nach den Produktionsverlusten durch die angespannten Lieferketten, in den wichtigsten Märkten des Konzerns, einer stabilen Situation auf den Energiemärkten und einer schrittweisen Normalisierung der dazugehörigen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund wurde in der Unternehmensplanung angenommen, dass im Geschäftsjahr 2023 und in den folgenden Jahren die Auftragseingänge sukzessive ansteigen und die Neuprojekte realisiert werden können. Der Ausblick unterliegt insbesondere den weiteren Entwicklungen des Russland-Ukraine-Kriegs und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie der Entwicklung des hohen Inflationsdrucks und des damit verbundenen restriktiven geldpolitischen Umfeldes. Auch die weitere makroökonomische sowie geopolitische Entwicklung bergen ein Maß an Unsicherheit. Die Auswirkungen auf die Auftragseingänge des Konzerns sind aktuell nicht quantifizierbar. Unter der Voraussetzung, dass die Risiken die Wachstumserwartungen nicht wesentlich negativ beeinträchtigen, prognostizierte die Geschäftsführung die folgende Entwicklung im Geschäftsjahr 2023. Die Geschäftsführung erwartet eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2022. Insbesondere an den Produktionsstandorten in Tschechien und in Schwerte wird mit einem Wachstum auf Grund des weiteren Ausbaus der Produktion bzw. Auslastungserhöhung gerechnet. Die operative Rendite bezogen auf das EBITDA des Konzerns wird, ohne den derzeit nicht vollständig quantifizierbaren Einfluss des Russland-Ukraine-Kriegs und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, über dem Niveau des Berichtszeitraums 2022 erwartet. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, können die Ergebnisse bzw. die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Einschätzungen und Erwartungen abweichen. Insbesondere das es keine zusätzlichen negativen Effekte aus dem Russland-Ukraine-Krieg auf die Weltwirtschaft gibt und die hohen Inflationsraten durch eine zielgesteuerte Geldpolitik mittelfristig sinken. Weiterhin nehmen wir an, dass auf Basis der aktuellen Situation auf den Energiemärkten (insbesondere im Bereich Strom und Gas) keine zusätzlichen Belastungen entstehen. Die Auswirkungen können auf Grund der aktuellen Datenlage nur eingeschränkt abgeschätzt werden. Zusätzlich zu den im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken können weitere hinzukommen, die heute noch nicht bekannt oder als unwesentlich eingestuft werden, einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CTBG-Beteiligungs-Konzerns haben. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht Grundlage des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft ist die systematische Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile. Diese erfolgt mit Hilfe von Berichts- und Controlling-Instrumenten. Abweichungen von langfristigen Vorgaben werden durch strategische Analysen sowie im Rahmen der Jahresplanung und des Reporting festgestellt und analysiert; sie dienen als Entscheidungshilfen für mögliche Korrekturmaßnahmen. Darüber hinaus wird an einer weiteren Verfeinerung des bestehenden Management-Informations-System gearbeitet. In 2021 wurde die Position eines gruppenweiten Risikomanagers eingeführt. Eine Verrechnung von Risiken und Chancen erfolgt nicht. Mit dem Risikomanagementsystem sollen bestandsgefährdende und andere wesentliche, den Erfolg des Konzerns gefährdende Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen und das Risikobewusstsein im CTBG-Beteiligungs-Konzern zu erhöhen. Das Chancenmanagementsystem des CTBG-Beteiligungs-Konzerns ist an das Risikomanagementsystem angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen mögliche Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für den Konzern zu nutzen. Im Rahmen der Planung werden Risiken und Chancen mit einem Betrachtungshorizont von bis zu drei Jahren erfasst. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im zusammengefassten Konzernlagebericht bezieht sich grundsätzlich auf ein Jahr. Nachhaltigkeitsaspekte werden sukzessive in den Risikomanagementprozess integriert. Hierzu werden die Voraussetzungen, Entwicklungen oder Ereignisse aus den Bereichen Soziales, Energie/Umwelt oder Unternehmensführung verstanden, deren Eintreten eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CTBG-Beteiligungs-Konzerns haben können. Des Weiteren werden durch den Abschluss entsprechender Versicherungsverträge (u.a. Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen) Risiken abgesichert. Abgeleitet aus dem Chancen- und Risikomanagement-System ergeben sich die im Folgenden aufgeführten konkreten Chancen und Risiken: Ein wesentliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft ist der weitere Verlauf sowie eine etwaige weitere Eskalation des Russland-Ukraine-Kriegs oder, im schlimmsten Falle, dessen Ausweitung auf weitere Länder. Der Krieg könnte sich negativ auf die Entwicklungen von Absatzmengen, Produktionsprozessen sowie der Logistik (Unterbrechung von Lieferketten oder der Energieversorgung) bei den Kunden und Lieferanten des CTBG-Beteiligungs-Konzerns auswirken. Eine Ausweitung des Krieges auf weitere Länder könnte ein erhebliches Risiko für das Marktumfeld des CTBG-Beteiligungs-Konzerns bedeuten. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen die Hauptkunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns von einer weiterhin reduzierten Dynamik der Weltwirtschaft aus. Bei vielen Zentralbanken steht die Eingrenzung der Inflation im Vordergrund. Die restriktive Geldpolitik wird demnach auch in 2023 sich dämpfend auf Konsum- und Investitionsausgaben auswirken. Steigende Inzidenzen und neue Varianten von COVID-19 könnten, zumindest regional, zusätzlich belastend wirken. Im aktuell wichtigsten Markt der Hauptkunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns, dem Bereich Nutzfahrzeuge, kann für 2023 dennoch von einer robusten Entwicklung ausgegangen werden. Dies ist auch als direkte Folge der Produktionsunterbrechungen im Berichtszeitraum 2022 abzuleiten, da die Auftragsbestände sowie Lieferverpflichtungen an die Endkunden nicht vollständig erfüllt werden konnten. Eine Erhöhung der Rohstoff- und Energiekosten sowie die Abhängigkeit von wenigen Kunden sind ein latentes Risiko, das für die Gruppe als mittel einzustufen ist. Insbesondere für die stark volatilen Veränderungen bei den Rohstoff-, Legierungs- und Energiekosten setzt der Konzern vermehrt Teuerungszuschläge ein, die - mit einem eventuellen Zeitversatz - zur teilweisen Weitergabe auf der Verkaufsseite führen. Inflationsbedingte Erhöhungen der weiteren Einkaufsmaterialien und Dienstleistungen sind derzeit nur eingeschränkt in Teuerungszuschlägen berücksichtigt. Es besteht ein mittleres Risiko, dass ein Teil der Kostenerhöhungen nicht über Grundpreisanpassungen - wie in der Unternehmensplanung als Prämisse vorgesehen - an die Kunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns weitergegeben werden können. Bei einigen Lieferanten ist die finanzielle Situation aufgrund des Marktumfeldes weiterhin angespannt. Daraus resultierende direkte oder indirekte Produktionsausfälle bei Lieferanten, können zu Unterbrechungen der Lieferketten bei den Kunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns führen. Risiken der Informationstechnologie (vor allem IT-Ausfall und IT-Sicherheit) werden ständig überwacht, sodass eine sichere Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet ist. Regelmäßige Investitionen in kritische IT-Infrastruktur und Sicherheitsmechanismen minimieren die IT-Risiken weiter. Den Risiken aus Umweltauflagen wird durch fortlaufende Investitionen in umweltschonende Anlagentechnik begegnet. Die Personalsituation kann weiterhin als angespannt, aber stabil bezeichnet werden, sodass das Risiko des Verlustes kompetenter Mitarbeiter durch Weggang vergleichsweise gering eingeschätzt wird. Auf Grund der fortlaufenden Inflation besteht grundsätzlich die Gefahr von notwendigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die eventuell nicht kurzfristig an die Kunden weitergeben werden können. Wesentliche Preisänderungs- und Ausfallrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit aufgrund der langfristigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen nicht erkennbar. Die Gesellschaft erwirtschaftet einen wesentlichen Teil ihrer Umsatzerlöse mit zentralen Kunden. Das Risiko aus der Abhängigkeit von diesen Kunden wird von der Geschäftsführung als mitteleingestuft, da mit diesen Kunden zumeist mehrjährige Rahmenverträge geschlossen wurde. Produktionsunterbrechungen bei den Hauptkunden des Konzerns, wie im Berichtszeitraum 2022, können einen wesentlichen Einfluss auf die Auslastungssituation haben. Risiken, welche die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Durch ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting - insbesondere an die Gesellschafter - sowie entsprechende Kennzahlenanalysen soll sichergestellt werden, dass mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. In einer jährlichen Planung werden die Chancen und Risiken des Unternehmens analysiert und über ein Strategiepapier konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele definiert. 4.2. Chancenbericht Chancen bestehen vor allem in einer Bereinigung der Zulieferlandschaft. Es werden weiterhin vor allem kleinere Wettbewerber aus dem Markt gedrängt. Dieser Prozess hat sich durch die angespannten Lieferketten und die sehr starken Preisanstiege von fast allen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie sowie sonstige Kosten noch verstärkt und könnte sich durch die direkten und indirekten Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs weiter verstärken. Mit der Einführung eines Rohgusskompetenzzentrums und dem Erwerb der Eisengießerei Hundhausen Casting im Kalenderjahr 2021 kann der CTBG-Beteiligungs-Konzerns den Kunden Kompletteile als ganzheitliche Lösung aus Guss/Schmiede und Bearbeitung anbieten und stärken sukzessive unsere Position als First-Tier-Systemlieferant. Dadurch besteht vermehrt die Chance, das Produktportfolio bei bestehenden Kunden zu erweitern und das Kundenportfolio weiter zu diversifizieren. Hinzu kommen weitere Synergie- und Skaleneffekte in allen Bereichen des CTBG-Beteiligungs-Konzerns. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, inklusive Nutzung von Skontozusagen, gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels eines Forfaitierungsrahmens für wesentliche Kunden in Form eines "echten Factorings". Ziel des Finanz- und Risikomanagements des CTBG-Beteiligungs-Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die Gesellschaft vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität der potentiellen Kunden. Zudem existierte im Berichtszeitraum eine Warenkreditversicherung für alle wesentlichen Kunden der Gruppe. Können Kunden des CTBG-Beteiligungs-Konzerns nicht über eine Warenkreditversicherung abgesichert werden, wird mit Vorauskasse oder Sicherheitsleistungen Risikomindernd hierauf reagiert. 6. Forschung- und Entwicklungsbericht Der CTBG-Beteiligungs-Konzern führt keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch. Entwicklungskosten sind im Berichtszeitraum nicht angefallen.
Kelberg, den 31. März 2023 Rainer Bosky, Geschäftsführer Phil Limbach, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen, zu Inhalt und Gliederung des KonzernabschlussesDie CTBG Beteiligungs GmbH (im Folgenden kurz: die Gesellschaft, der Konzern oder "CTBG Beteiligung") hat ihren Sitz in Kelberg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wittlich unter der Nummer HR B 44196 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgte entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Zum 1. März 2021 wurde der Geschäftsbetrieb der Walter Hundhausen GmbH i. Ins., Schwerte, von der Hundhausen Casting GmbH, Schwerte, im Zuge eines Assets-Deals übernommen. Des Weiteren hat die Beinbauer Grundstücksgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. März 2021 die Betriebsgrundstücke und -gebäude in Schwerte von der Hundhausen Grundstücks GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte, erworben. Der Vergleich des Berichtszeitraumes 2022 mit den Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt möglich. II. KonsolidierungskreisDer Konzern besteht aus der CTBG Beteiligung und zehn Tochtergesellschaften. Die Jahresabschlüsse der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften sind auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.
1) Die Herbert Beinbauer Verwaltungs GmbH, Büchlberg, ist Komplementärin der Beinbauer Automotive GmbH & Co. KG, Büchlberg. 2) Die Wagner Automotive GmbH, Kelberg, ist 100%ige Tochter der Wagner Holding GmbH, Kelberg. 3) Die Beinbauer Automotive CZ s.r.o., Spořice, Tschechische Republik, ist 100%ige Tochter der Beinbauer International Holding GmbH, Büchlberg. Die einbezogenen Tochterunternehmen brauchen unter Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB keinen Jahresabschluss erstellen. III. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 Abs. 1 und § 301 Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wurde dabei mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen im Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen war. Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 3 HGB bewertet. Am 2. Januar 2018 wurden die stillen Reserven aus der Erstkonsolidierung für den Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 5.982 erfasst und regulär im Rahmen der Abschreibung in laufender Rechnung angepasst. Aktive Unterschiedsbeträge werden zunächst ganz oder teilweise den Vermögensgegenständen der einzelnen Tochterunternehmen zugerechnet und fortentwickelt. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und gemäß § 309 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB über fünf Jahre linear abgeschrieben. Ausgehend von der beschriebenen Vorgehensweise wurden stille Reserven im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 7.736 aufgelöst (i. Vj. TEUR 7.736). Die passiven latenten Steuern wurden proportional berechnet und bilanziert. Schuldenkonsolidierung Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind verrechnet worden. Eventualverbindlichkeiten werden in gleicher Weise konsolidiert. Konsolidierungsmaßnahmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die sonstigen Erträge und Erträge aus der Beteiligung an Mitunternehmerschaften sowie die zugehörigen Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen verrechnet worden. Eliminierung von Zwischenergebnissen Zwischenergebnisse aus Veräußerungen von Gegenständen des Sachanlagevermögens innerhalb des Konzerns werden bei Wesentlichkeit eliminiert. Soweit das in den Konzernabschluss zu übernehmende Vorratsvermögen aus Lieferungen von einbezogenen Konzernunternehmen stammt, wird es mit den Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die sich dabei ergebenden Zwischenergebnisse werden eliminiert. Bei der Erstkonsolidierung wurden die in den Konzernabschluss erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet bzw. angesetzt, wobei insbesondere der erworbene Kundenstamm in der Konzernbilanz als immaterieller Vermögensgegenstand angesetzt wurde. Wesentliche weitere Neubewertungseffekte resultieren im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen und Maschinen. Fremdwährungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den relevanten Fremdwährungskursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. In Folgeperioden werden finanzielle Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit den Stichtagskursen umgerechnet; die Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit den Kursen des Periodenendes in Euro umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. 1. Immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von in der Regel drei Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf Jahren, der Kundenstamm wird über zehn Jahre, jeweils linear, abgeschrieben. 2. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Die Abschreibungen erfolgen nach linearer und teilweise degressiver Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei bis fünfzehn Jahren. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit untergeordnetem Wert bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt. Wirtschaftsgüter, die zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 in der Anschaffung oder Herstellung liegen, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Pool (Sammelposten) gesammelt. Dieser Pool wird zum Jahresende beginnend über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. 3. FinanzanlagenDie Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. 4. VorräteDie Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten unter teilweiser Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer Material und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Abschreibungen sowie der sonstigen Material und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fertige Erzeugnisse wurden retrograd, vom Verkaufswert ausgehend, bewertet. Für schwer gängige Artikel bzw. Überreichweiten wurden Wertberichtigungen mittels gestaffelter Abschläge vorgenommen. Den Grundsätzen einer verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für ausfallgefährdete Forderungen werden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine Pauschalwertberichtigung auf den um die Einzelwertberichtigungen geminderten Netto-Forderungsbestand berücksichtigt. Die Beinbauer Automotive GmbH & Co. KG, Büchlberg, die Wagner Automotive GmbH, Kelberg und die Hundhausen Casting GmbH, Schwerte, haben jeweils mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, einen Forfaitierungs-Vertrag zur Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur abgeschlossen. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die CommerzFactoring GmbH, Mainz, über. Zwecks Kundenpflege wird das Debitorenmanagement von den Gesellschaften durchgeführt. 6. Liquide MittelDie liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 7. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Aktive latente SteuernLatente Steuern werden gemäß § 274 HGB bilanziert. Per 31. Dezember 2022 bestehen aktive latente Steuern in den Einzelabschlüssen aus Bewertungsunterschieden bei Pensionsrückstellungen zwischen Handels- und Steuerrecht. Der daraus resultierende Aktivüberhang wird gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. 9. EigenkapitalDas Konzerneigenkapital entspricht dem Stammkapital der CTBG Beteiligungs GmbH, Kelberg. 10. Sonderposten für InvestitionszuschüsseDer Sonderposten für Investitionszuschüsse wird gemäß R 6.5 EStR in Höhe der Anschaffungskosten für gefördertes Anlagevermögen gebildet und korrespondierend zu den Abschreibungen über den Zeitraum der jeweils betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aufgelöst. Gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB wird der bisherige Ausweis beibehalten. 11. PensionsrückstellungenDie Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB in der Fassung des BilMoG und der Änderung vom 11. März 2016 des BilRUG nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) ohne Fluktuation unter Berücksichtigung der zugesagten Rentendynamik von 1,75 % p. a. (i. Vj. 1,75 % p. a.) mit einem Rechnungszinssatz von 1,78 % p. a. (i. Vj. 1,87 % p. a.), was dem pauschalen Zins für Restlaufzeiten von 15 Jahren zum 31. Dezember 2022 der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) entspricht. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zur Ermittlung des Wertansatzes wurde ein Gutachten eingeholt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 59 (i. Vj. TEUR 92). 12. Sonstige RückstellungenDie Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet. 13. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 14. Passive latente SteuernDie im Konzernabschluss entstandenen Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden für aktive und passive Steuerlatenzen berechnet und saldiert ausgewiesen, sofern sie sich in späteren Jahren voraussichtlich ausgleichen. V. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen haben wir in dem Konzernanlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weisen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.575) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. 3. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalansprüche, wie nicht genommenen Urlaub und geleistete Überstunden in Höhe von TEUR 1.502 (i. Vj. TEUR 1.056), Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 1.396 (i. Vj. TEUR 935), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.175 (i. Vj. TEUR 1.276), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 300 (i. Vj. TEUR 244) sowie Mitarbeiterboni in Höhe von TEUR 645 (i. Vj. TEUR 884). Für die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung wurden die Bewertungsparameter an die Erfahrungswerte angepasst. 4. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 13.819 (i. Vj. TEUR 13.021) Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen. Diese sind durch Eigentumsvorbehalte an den finanzierten Maschinen besichert. Des Weiteren wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten eine Mezzanine-Finanzierung in Höhe von TEUR 42.133 (i. Vj. TEUR 38.310) ausgewiesen, die dem wirtschaftlichen Eigenkapital zuzuordnen ist. Mit Datum vom 20. Dezember 2018 wurde ein Konsortialdarlehensvertrag mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, als Konsortialführer und der Beinbauer Automotive GmbH & Co. KG, Büchlberg, als Darlehensnehmerin abgeschlossen. Mit Änderungsvertrag vom 17. November 2022 wurde der vorgenannte Konsortialdarlehensvertrag bis Ende 2024 verlängert. Folgende Sicherheiten wurden für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegeben: • Gesamtschuldnerische Haftung für einen Konsortialkredit (Tranche A, Tranche B und Tranche D). • Für das Gewerbeobjekt Passauer Straße 9, Büchlberg ist eine gesamtschuldnerische Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 10.000 eingetragen. • Einzelsicherungsübereignungen diverser Maschinen, Anlagen und Sachen. • Raumsicherungsübereignung der Warenbestände mit Abtretung der Verkaufsforderungen. 5. Latente SteuernAktive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen bei den Pensionsrückstellungen. Der anzuwendende Steuersatz beträgt 13,5 %. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der zur Berechnung der passiven latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 27,19 %. Im Konzern resultieren passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen aus aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung und betreffen die immateriellen Vermögensgegenstände (Kundenstamm) sowie Grundstücke, Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen. 6. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Sämtliche o.g. Verträge wurden zur Optimierung der Liquidität des Konzerns abgeschlossen. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung 7. Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt:
8. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge (TEUR 2; i. Vj. TEUR 583), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 172; i. Vj. TEUR 468), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (TEUR 93; i. Vj. TEUR 167), Erträge aus Anlagenverkäufe (TEUR 437; i. Vj. TEUR 173) sowie Erträge aus Versicherungserstattungen (TEUR 162;i. Vj. TEUR 193). Erträge aus Währungsdifferenzen sind in Höhe von TEUR 65(i. Vj. TEUR 0) erfasst. 9. PersonalaufwandIm Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 207 (i. Vj. TEUR 121 enthalten. 10. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 37) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5). 11. Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 14) enthalten. 12. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 1.782 (i. Vj. TEUR 733) von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, die aus dem laufenden Geschäftsjahr 2022 sowie für Erstattungen für Vorjahre resultieren. Des Weiteren wurden latente Steuererstattungen aus laufenden zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in Höhe von TEUR 1.845 (i. Vj. TEUR 1.845) angesetzt. Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird der im Geschäftsjahr 2022 anwendbare Ertragssteuersatz der Gesellschaft von 27,19% (i. Vj: 27,19%) mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert.
Es bestehen steuerlich unverfallbare Verlustvorträge (Körperschaftsteuer) in Höhe von TEUR 16.643 (i. Vj. TEUR 15.046), für die keine latenten Steueransprüche bilanziert worden sind. VI. NachtragsberichtNach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. VII. Sonstige Angaben1. PersonalDie durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Auszubildende) im Berichtszeitraum stellt sich wie folgt dar:
2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Laufe des Geschäftsjahres 2022 führte der Konzern keine berichtspflichtigen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch. 3. Organe der MuttergesellschaftGeschäftsführer der CTBG Beteiligung im Geschäftsjahr 2022 waren: • Herr Rainer Bosky, Lohr am Main, CEO, • Herr Phil Limbach, Lohmar, CSO und • Herr Matthias Peter, Nehren, COO (bis 17. Februar 2022). Die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. 4. Honorare des AbschlussprüfersFür den Abschlussprüfer Baker Tilly GmbH & CO. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, werden für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 167 (i. Vj. TEUR 168) an Honorar abgerechnet. Davon entfielen auf Abschlussprüfungen TEUR 167(i. Vj. TEUR 163). Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung der Konzernrechnungslegung und deren Testierung sowie die Prüfung der vorgeschriebenen Einzelabschlüsse. Auf Steuerberatungsleistungen entfallen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2) und auf sonstige betriebswirtschaftliche Leistungen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3). 5. AusschüttungssperreDer Konzernbilanzverlust ist in Höhe von TEUR 59 (i. Vj. TEUR 92) ausschüttungsgesperrt. Bei dem Ansatz der Pensionsrückstellungen beträgt der aus der Änderung des Rechnungszinssatzes (Durchschnittsbildung über zehn statt sieben Jahre) resultierende Gewinn TEUR 59 (i. Vj. TEUR 92). 6. KonzernverhältnisseDer Konzernabschluss der CTBG Beteiligungs GmbH, Kelberg, wird als größter Kreis im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Offenlegung Folgende in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2022 gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreit. Die CTBG Beteiligungs GmbH, Kelberg, hat sich durch Beherrschungsverträge bereit erklärt, für die von diesen Gesellschaften bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen: • Herbert Beinbauer Verwaltungs GmbH, Büchlberg, • Wagner Holding GmbH, Kelberg, • Wagner Automotive GmbH, Kelberg, • Hundhausen Casting GmbH, Schwerte, • Beinbauer International Holding GmbH, Büchlberg, • Beba Beteiligungs GmbH, Kelberg, • CTBG MidCo GmbH, Kelberg, • Beinbauer Grundstücksgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, • Beinbauer Automotive CZ s.r.o., Spořice/Tschechische Republik. Folgendes in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen ist von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2022 gemäß § 264 b HGB befreit: • Beinbauer Automotive GmbH & Co. KG, Büchlberg. Vorschlag der Ergebnisverwendung:Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens vor: Der Jahresfehlbetrag der CTBG Beteiligungs GmbH, Kelberg, in Höhe von TEUR 5.690 wird auf neue Rechnungen vorgetragen.
Kelberg, den 31. März 2023 Rainer Bosky, Geschäftsführer Phil Limbach, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022
Ergänzende Angaben: a) Der Finanzmittelbestand beinhaltet flüssige Mittel der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. b) Der Finanzmittelbestand entspricht der Summe des Bilanzpostens "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Diese Bestände unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüferAn die CTBG Beteiligungs GmbH, Kelberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CTBG Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CTBG Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und ● vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. ● holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. ● beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. April 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Stahl, Wirtschaftsprüfer Biersack, Wirtschaftsprüfer Angaben zur BilligungDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 16. Mai 2023 gebilligt.
Luxembourg, den 16. Mai 2023 Ionut-Alexandru Dumitru, Manager A Amr Shawki, Manager B |
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