Maxion Wheels Werke GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henricus Margaretha Hubertus - genannt Mark - Gerardts seit 15.7.2025 | Geschäftsführer |
Kai Kronenberg seit 2.10.2024 | Prokura |
Florian Albrecht Langbein seit 2.10.2024 | Prokura |
Stan Mommers seit 2.10.2024 | Prokura |
Nuket Özgür seit 10.6.2024 | Prokura |
Pia Schütz seit 28.2.2022 | Prokura |
Tanja Förster seit 12.12.2019 | Prokura |
Karl Rode seit 4.7.2018 | Prokura |
Marc Hendrickx seit 5.7.2010 | Prokura |
Mark Daniel Sinar seit 5.7.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
lochpe-Maxion Austria GmbH | 91.33% |
Maxion Wheels Holding GmbHEigenbeteiligung | 8.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Maxion Wheels Holding GmbHKönigswinterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Maxion Wheels Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Maxion Wheels Holding GmbH, Königswinter, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maxion Wheels Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "II. Nr. 2 Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf" des Lageberichts enthaltenen finanziellen Kennzahlen der gesamten Rädergruppe des Iochpe-Maxion-Konzerns haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt ",Il. Nr. 2 Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf" des Lageberichts enthaltenen finanziellen Kennzahlen der gesamten Rädergruppe des lochpe-Maxion-Konzerns. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 2. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Galden, Wirtschaftsprüfer Dickopp, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die Maxion Wheels Holding GmbH in Königswinter ist beim Registergericht in Siegburg unter der Registernummer HRB 10379 eingetragen (§ 264 Abs. 1a HGB). Der Jahresabschluss der Maxion Wheels Holding GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde in entsprechender Anwendung nach den Vorschriften des HGB bzw. unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Maxion Wheels Holding GmbH, Königswinter, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden beim Unternehmensregister unter der Registernummer HRB 10379 eingereicht. Die Gliederung, der Ansatz bzw. die Bewertung der Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs blieben unverändert gegenüber dem Vorjahr und erfolgten nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Zentrale Aufgabe der Maxion Wheels Holding GmbH ist, neben der Beteiligungshaltung, die zentrale Administration in den folgenden Bereichen: zentraler Vertrieb, Controlling, Personal, Einkauf und EDV. Seit der Verschmelzung mit Ihrer ehemaligen Tochtergesellschaft Maxion Wheels Germany Holding GmbH zum 1. Januar 2020 hat die Maxion Wheels Holding GmbH als zusätzliche zentrale Aufgabe den Bereich Forschung und Entwicklung von Stahlrädern übernommen. Die diesbezüglichen erbrachten Leistungen werden von den Tochtergesellschaften mit einem Kostenaufschlag erstattet. Zwischen der Gesellschaft und der Maxion Wheels Werke GmbH, Königswinter (Amtsgericht Siegburg HRB 8252), sowie der Maxion Wheels Königswinter GmbH, Königswinter (Amtsgericht Siegburg, HRB 6668), besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin werden laufende Steuern bilanziert und abgeführt. Soweit sich ein Aktivüberhang an aktiven latenten Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahren, gem. Klassifizierung:
Dabei findet für Anschaffungen nach dem 1. Januar 2008 ausschließlich die lineare Methode Anwendung. Bei vor dem 1. Januar 2008 angeschafften, degressiv abgeschriebenen Anlagegütern erfolgt der Übergang zur linearen Abschreibung, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Anlagegüter (EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) wurden bis einschließlich des Geschäftsjahres 2016 als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2017 werden geringwertige Anlagegüter (EUR 150,00 bis EUR 410,00) sofort abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2018 hat sich diese Grenze auf EUR 800,00 erhöht. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn besondere Umstände außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich machen. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen entfallen sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert und unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben in fremder Währung werden im Zugangszeitpunkt mit dem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt und, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Die Pensionsrückstellungen sind im Rahmen des § 253 Abs. 1, 2 HGB auf Basis des "Projected Unit Credit"-Bewertungsverfahrens unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % und auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Zinssatz zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden eine Rentensteigerung von 2,20 % p.a. für Renten und - soweit erforderlich - ein Gehaltstrend von 2,75 % p.a. für Anwartschaften berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2023 ermittelte Zuführungsbedarf wurde auf der Basis eines Rechnungszinses von 1,83 % ermittelt. Der Effekt aus der Zinssatzänderung wurde hierbei im Personalaufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 910), der zugleich in dieser Höhe zu einer Ausschüttungssperre führt. Darüber hinaus bestehen Anwartschaften auf Versorgungsleistungen, bei denen sich die Höhe der Versorgungskapitalien inklusive eventueller Überschussanteile ausschließlich aus den Leistungen der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen ergibt. Diese Altersversorgungsverpflichtungen werden bilanziell wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen behandelt, indem der Erfüllungsbetrag nach § 253 HGB in Höhe des Zeitwerts der zu Grunde liegenden Rückdeckungsversicherungen angesetzt wird. Da die Rückdeckungsversicherungen an die Versorgungsberechtigten verpfändet wurden, handelt es sich handelsrechtlich um Deckungsvermögen. Das verrechnete Deckungsvermögen wurde nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 8.034 (Vorjahr: TEUR 6.808), der den fortgeführten historischen Anschaffungskosten entspricht, bewertet. Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird dieses Deckungsvermögen in Höhe des beizulegenden Zeitwerts von TEUR 8.034 mit Pensionsrückstellungen in Höhe eines Erfüllungsbetrages von TEUR 10.363 verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen angemessen alle bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften (zu Vollkosten). Der Ansatz erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Zugangszeitpunkt mit dem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt und, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1 Siehe Umrechnungskurs
Umlaufvermögen Forderungen Die Forderungen haben wie im Vorjahr ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. In Höhe von TEUR 7.586 (Vorjahr: TEUR 10.196) betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die weiteren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 10.623; Vorjahr: TEUR 20.588) resultieren aus "Cashpooling"- Forderungen (TEUR 2.689) gegenüber der Teilkonzernmuttergesellschaft aus Österreich und sonstigen Forderungen (TEUR 7.934) gegenüber der Maxion Wheels Königswinter GmbH. Wesentlicher Grund für die Forderung gegenüber der Maxion Wheels Königswinter GmbH ist die Gewinnübernahme der Gesellschaft in Höhe von TEUR 7.560 aus dem Vorjahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 995 (Vorjahr: TEUR 447) handelt es sich um Vorauszahlungen für Versicherungen und Lizenzen sowie andere Beitragszahlungen. Latente Steuern In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der Überschuss der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern nicht bilanziert. (Aktive) Latente Steuern basieren auf Zins- und Verlustvorträgen sowie auf Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in folgenden Bilanzposten: Immaterielle Vermögensgegenstände, Sonstige Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen und Sonstige Rückstellungen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr ein Steuersatz von 32,3 % (Vorjahr: 32,3 %) angesetzt. Insgesamt ergeben sich bei der Gesellschaft (inkl. der aus den Organgesellschaften resultierenden temporären Differenzen) aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 27.003 (Vj: TEUR 29.125). Eigenkapital Die Zusammensetzung des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar:
Darüber hinaus wurden Dividendenausschüttungen von der Maxion Wheels Holding GmbH in Höhe von Mio. EUR 16,3 abgewickelt, welche die Kapitalrücklage entsprechend gemindert haben. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen beinhalten Rückstellungen aus laufenden Pensionen und Anwartschaften in Höhe von TEUR 18.940 (Vorjahr: TEUR 19.850). Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.122 (Vorjahr: TEUR 1.089). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten von insgesamt TEUR 5.568 (Vorjahr: TEUR 6.847). Darüber hinaus beinhalten die Rückstellungen im Wesentlichen solche für Beratungskosten in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 720), Versicherungskosten in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 37) und für sonstige ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 891 (Vorjahr: TEUR 1.927). Des Weiteren wurden Rückstellungen für potentielle Lohnsteuernachforderungen in Höhe von TEUR 193 und für Zinsen aus Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 583) gebucht. Verbindlichkeitenspiegel
Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben EUR 855.078,94 (Vorjahr: EUR 496.392,46) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 1.739 (Vorjahr: TEUR 3.974) aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 40.261; Vorjahr: TEUR 42.442) betreffen den Verrechnungsverkehr sowie Darlehen nebst Zinsen. Hiervon entfallen Mio. EUR 38,9 auf Verbindlichkeiten gegenüber der Maxion Wheels Werke GmbH, Königswinter, da diese Gesellschaft im Wesentlichen den ein- und ausgehenden Zahlungsverkehr für die Maxion Wheels Holding GmbH abwickelt. Die restlichen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Maxion Wheels Immobilien GmbH, Königswinter, da zwischen diesen beiden Gesellschaften ein Mietverhältnis besteht und die Maxion Wheels Immobilien GmbH über kein eigenes Bankkonto verfügt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Dienstleistungen. Sie verteilen sich auf folgende Regionen:
Darüber hinaus wurden Umsätze durch erbrachte Ingenieursdienstleistungen mit Dritten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 8) erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterberechneten Kosten (TEUR 1.914; Vorjahr: TEUR 1.593) und Währungskursgewinne (TEUR 136; Vorjahr: TEUR 388). Die periodenfremden Erträge betrugen TEUR 644 (Vorjahr: TEUR 353) und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus konzerninternen Dienstleistungsverträgen (TEUR 18.761; Vorjahr: TEUR 17.793), Reisekosten (TEUR 1.820; Vorjahr: TEUR 1.275), Beratungskosten (TEUR 2.646; Vorjahr: TEUR 5.347), Werbe- und Vertreterkosten (TEUR 441; Vorjahr: TEUR 561), Lizenzgebühren (TEUR 1.661; Vorjahr: TEUR 1.372) und EDV-Aufwendungen (TEUR 942; Vorjahr: TEUR 1.520). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 569). Erträge aus Gewinnabführungsverträgen / Aufwendungen aus Verlustübernahmen Auf Grund der bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Gesellschaft und den Tochterunternehmen Maxion Wheels Königswinter GmbH, Königswinter, und Maxion Wheels Werke GmbH, Königswinter, verbuchte die Gesellschaft Erträge aus Gewinnübernahmen in Höhe von TEUR 1.169 (auf die Maxion Wheels Werke GmbH entfallend) und Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 19 (auf die Maxion Wheels Königswinter GmbH entfallend). Erträge aus Beteiligungen
Zinsergebnis Das Zinsergebnis spiegelt mit nachstehenden Werten die Finanzbeziehungen mit verbundenen Unternehmen wider:
Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 350) aus der Abzinsung von Rückstellungen und TEUR 1.919 (Vorjahr: TEUR 0) an Darlehenszinsen. 5. Sonstige Angaben Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) ohne Geschäftsführung und Auszubildende
Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 101 Mitarbeiter (Vorjahr: 104). Haftungsverhältnisse Zum Stichtag 31.12.2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Es handelt sich dabei um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien und mobile Vermögenswerte. Einbeziehung in den Konzernabschluss Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Iochpe-Maxion Austria GmbH, Wien/Österreich. Allerdings wird auf dieser Ebene kein Konzernabschluss aufgestellt. Sie wird sie in den Konzernabschluss der Iochpe-Maxion S.A., São Paulo/Brasilien, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis), welcher nach den International Financial Reporting Standards aufgestellt wird. Dieser wird auf der Internetseite der CVM (= brasilianische SEC), darüber hinaus in den Zeitungen "Diario Oficial" und "Valor Econômico" sowie auf der Webseite (www.iochpe.com.br) veröffentlicht. Die Maxion Wheels Holding GmbH stellt keinen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf, sondern macht gemäß § 291 HGB von der Möglichkeit Gebrauch, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht ersetzenden Konzernabschluss der Iochpe-Maxion S.A., São Paulo/Brasilien, in Deutschland in englischer Sprache offenzulegen. Gemäß § 291 HGB erläutern wir im Folgenden die im befreienden Konzernabschluss der Iochpe- Maxion S.A., São Paulo/Brasilien, vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden: Grundsätzliche Unterschiede Hinter der deutschen und der IFRS-Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Adressat das vorrangige Ziel der IFRS-Rechnungslegung. Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - sowohl über verschiedene Jahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach den IFRS ein höherer Stellenwert als nach HGB eingeräumt. Wesentliche Unterschiede im Konzernabschluss der Iochpe-Maxion S.A., São Paulo/Brasilien, nach IFRS und einem nach HGB aufgestellten Konzernabschluss bestehen in der Behandlung eines erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts. Nach dem HGB unterliegt dieser einer planmäßigen Abschreibung, während nach dem IAS 38 und IAS 36 der sog. impairment only approach gilt und jährlich zu prüfen ist, ob der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts gesunken ist. Unterschiede bestehen auch bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Insbesondere wird unter IFRS gemäß IAS 19.78 der Zinssatz zur Diskontierung von Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die als "leistungsorientierte Pläne" (defined benefit plans) eingestuft werden, auf Grundlage von Stichtagsmarktrenditen ermittelt. Nach HGB wird hingegen ein durchschnittlicher Zinssatz entsprechend der RückAbzinsV ermittelt. Mitglieder der Geschäftsführung Petrus Wilhelmus Maria Klinkers, Maastricht/Niederlande, CEO Maxion Wheels Group Der Geschäftsführer ist bei der Gesellschaft angestellt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und zugunsten des Geschäftsführers wurden keinerlei Haftungsverhältnisse eingegangen. Die Gesellschaft macht von der Erleichterung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für das abgelaufene Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 105, davon TEUR 70 für das Vorjahr. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten. Zukünftige Risiken wurden im Lagebericht dargestellt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Königswinter, den 27. Juni 2024 Petrus Wilhelmus Maria Klinkers, Geschäftsführer der Maxion Wheels Holding GmbH Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Dieser Lagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023. Vergleichsjahr ist das Geschäftsjahr 2022 mit dem Zeitraum 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022. I. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Maxion Wheels Holding GmbH ist die geschäftsführende, beteiligungshaltende Muttergesellschaft eines Teilkonzerns der Iochpe-Maxion Austria GmbH, Wien, Österreich, die wiederum geschäftsführender, beteiligungshaltender Teil der Iochpe-Maxion-Gruppe mit Sitz in São Paulo, Brasilien, ist. In den rechtlich verbundenen Unternehmen der Maxion Wheels Holding GmbH werden sowohl Stahlräder als auch Aluminiumräder produziert. Direkte Muttergesellschaft und Alleingesellschafterin ist die Iochpe-Maxion Austria GmbH, Wien, Österreich. Die Maxion Wheels Holding GmbH hält direkte oder indirekte Beteiligungen an folgenden Unternehmen:
Zu den Kunden der Gruppe zählen alle namhaften Hersteller in der Automobilindustrie. Vom Standort Königswinter aus werden zentrale Dienste für verschiedene Unternehmensbereiche bereitgestellt. Hierzu gehören zentrale Führungsfunktionen, Vertrieb, Controlling, Einkauf, Qualität, EDV und der Bereich der Forschung und Entwicklung. 2. Ziele und Strategien Ziel der Maxion Wheels Holding GmbH ist es, zu den generellen Unternehmenszielen und speziell den Wachstumszielen der Iochpe-Maxion-Gruppe beizutragen. Hierzu gehört die Festigung des Geschäfts an den bestehenden Standorten und eine weitere Erschließung und Ausdehnung des Geschäfts in den automobilen Wachstumsmärkten. 3. Steuerungssystem Das Steuerungssystem für finanzielle Kenngrößen des Unternehmens basiert auf SAP, das durchgängig im Unternehmen eingesetzt wird. Im Steuerungssystem werden Zahlen aus der Finanzbuchhaltung, Controlling, Produktionsplanung und -steuerung sowie der Personalabteilung eingesetzt. Bis auf die Daten der Personalabteilung werden alle Daten aus SAP bzw. der dazugehörigen Betriebsdatenerfassung bereitgestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten konsistent und reproduzierbar sind. Die Monatsabschlüsse werden zur jährlichen Planung und zum monatlichen Forecast verglichen und kommentiert. Hiermit kann früh eine Fehlentwicklung entdeckt und es kann entsprechend gegengesteuert werden. Dies gilt vor allen Dingen für die finanziellen Steuerungsgrößen. Die der Maxion Wheels Holding GmbH angeschlossenen Unternehmen berichten monatlich und quartalweise an die Muttergesellschaft. Zu den berichteten Zahlen gehören neben den Finanzzahlen GuV (insbesondere EBIT), Bilanz und Cashflow-Analyse auch nichtfinanzielle Kennzahlen wie Schrott- und Nacharbeitsquote, Produktionskennzahlen und Personalzahlen. 4. Forschung und Entwicklung Der Bereich "Forschung & Entwicklung" wurde im Jahr 2020 durch die Verschmelzung mit dem bisherigen Tochterunternehmen Maxion Wheels Germany Holding GmbH in die Gesellschaft übernommen. Der Geschäftsbereich ist zuständig für die Entwicklung der Stahlräder für PKW und LKW der europäischen Geschäftseinheit EMEA, zu der neben der Produktionsstätte in Königswinter die Werke in Spanien, Tschechien, und der Türkei gehören. Aufgrund der räderspezifischen Ausstattung des zugehörigen Testlabors werden hier auch Versuche mit Rädern aus anderen weltweiten Produktionsstätten durchgeführt. Durch die Emissionsauflagen der EU rückt das Thema LKW-Radgewicht mehr in den Fokus der Hersteller. Maxion Wheels arbeitet mit Hochdruck daran, das Gewicht im Lkw-Sektor durch neue Technologien und veränderte Prozesse nochmals deutlich zu reduzieren. Im Bereich der Personenkraftwagen spielt hingegen die Elektromobilität eine immer größere Rolle, welche auch das Design der Räder in Zukunft verändern wird. Hier wird zusammen mit den Kunden an zukunftsweisenden Ideen gearbeitet. Das Engineering Team am Standort Königswinter wurde in den letzten Jahren mit Entwicklungsingenieuren verstärkt, um die gestiegenen Stückzahlen/Volumen im LKW-Bereich mit einer guten Kundenbetreuung umsetzen zu können. Die Kooperation in der Entwicklung auch mit anderen Standorten wurde vor allem mit der Türkei und Asien deutlich ausgebaut. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Mio. EUR 4,2 in die Entwicklung und Verbesserung von Produkten am Standort investiert. Dies entsprach 7,9% des Umsatzes. II. Wirtschaftsbericht 1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Automobilindustrie 2023 Die Automobilindustrie war in 2023 von vielschichtigen Risiken behaftet. Dennoch konnten die weltweiten Produktionskapazitäten sowohl für PKW als auch für LKW aufgrund der stetigen Verbesserung der Lieferketten insgesamt gesteigert werden. 1 PKW-Markt Der PKW-Markt in Europa hat sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit +12,7% wieder erholt und liegt damit leicht über dem Niveau von 2022. Auch der Nordamerikanische Markt hat sich erholt und liegt somit fast 9,7% über 2022. Der brasilianische Markt (bedeutsamer Markt für die Konzernmutter) hingegen wuchs leicht um 1,3% gegenüber dem Vorjahr. 2 LKW-Markt Der LKW-Markt stieg im Vergleich zum Vorjahr im gesamten Geschäftsjahr im europäischen Markt um 14,3% und stieg damit deutlicher stärker als der nordamerikanische Markt (+7,3%). Der brasilianische Markt (siehe Anmerkung zum PKW-Markt) hingegen ist aufgrund der Umstellung von Euro 5 auf Euro 6 um fast 40% eingebrochen (-37,5%). Somit hat sich der gesamte LKW-Markt 2023 um 11,6% gegenüber dem Vorjahr 2022 positiv entwickelt. 3
1 S&P Global Mobility forecast - S&P
Global Mobility forecasts 88.3M auto sales in 2024 - Dec
14, 2023 (spglobal.com) und ACEA - New commercial vehicle
registrations: vans +14.6%, trucks +16.3%, buses +19.4% in
2023 - ACEA - European Automobile Manufacturers'
Association
2. Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Entwicklung der Maxion Wheels Holding GmbH ist im Wesentlichen von der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Beteiligungen und Geschäftsbereichen geprägt. Im Geschäftsjahr sank der Umsatz der Rädergruppe auf 11.414 Mio. BRL (brasilianischer Real) (-7%). Die Entwicklung in den drei großen Zeitzonen stellt sich in EMEA mit +0,0%, in Americas mit -14,5% sowie in Asien mit -12,0% dar (ungeprüft). 4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. Finanzierungsvorhaben Die Finanzierung der Konzernunternehmen erfolgt weitgehend zentral über die Iochpe-Maxion Austria, Wien, Österreich. Zum Bilanzstichtag stehen den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 42,0 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 18,2 gegenüber. Ein wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht gegenüber dem Tochterunternehmen, der Maxion Wheels Werke GmbH. Diese übernimmt die laufenden Zahlungen des Gesamtstandorts Königswinter und erwirtschaftet selbst ausreichend Liquidität, sodass die Gesellschaft auf die Forderungen nicht zurückgreifen muss. Die Liquidität der Gesellschaft ist neben den Einnahmen aus der Erbringung von Dienstleistungen für Gruppengesellschaften, den Einnahmen aus Dividenden und der Teilnahme am gruppenweiten Cash Pool aus Sicht der Geschäftsführung im Prognosezeitraum sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente wurden in der Maxion Wheels Holding GmbH und ihren deutschen Tochtergesellschaften nicht eingesetzt. Auf Leasingbasis werden im Wesentlichen Dienstfahrzeuge sowie diverse IT-Endgeräte finanziert. Ein Einsatz von Leasing zur Finanzierung größerer Investitionen ist derzeit nicht beabsichtigt. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in 2023 betrug 90 Mitarbeiter, im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr.
4 IochpeMaxion earnings release 4Q23
Lage Ertragslage Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 8,7 nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr von Mio. EUR 51,4. Die Ergebnisrückgang resultiert weitestgehend aus geringeren Dividendenerträgen der ausländischen Gesellschaften, sowie einer geringeren Gewinnübernahme der deutschen Tochtergesellschaften. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um Mio. EUR 1,0 zum Vorjahr und steht somit bei Mio. EUR 0,8. Die Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und reduzierter Aufwendungen für die Altersversorgung. Das Finanzergebnis verringerte sich um Mio. EUR -44,6 auf Mio. EUR 11,1. Die Verringerung basiert im Wesentlichen auf den oben genannten Veränderungen in den in- und ausländischen Beteiligungen sowie aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen. Vermögens- und Finanzlage Das Umlaufvermögen in Höhe von Mio. EUR 21,4 hat sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR -15,3 reduziert. Es besteht wie im Vorjahr nahezu ausschließlich aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Verringerung im Geschäftsjahr ergibt sich im Wesentlichen aus dem Erhalt von Dividendenforderungen von Tochtergesellschaften aus dem Vorjahr bei gleichzeitig geringeren Dividendenforderungen des laufenden Jahres. Die Rückstellungen verringerten sich um Mio. EUR -2,7 auf Mio. EUR 28,6. Der Rückgang begründet sich hauptsächlich durch reduzierte Rückstellungen für Boni an leitende Angestellte sowie eine Reduzierung von Zinsrückstellungen für Steuerverbindlichkeiten. Zum Geschäftsjahresende besteht keine Darlehensverbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben im Vergleich zum Vorjahr mit Mio. EUR 1,3 nahezu konstant. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich haben sich um Mio. EUR -4,4 auf Mio. EUR 42,0 verringert. Sie bestehen - wie im Vorjahr - hauptsächlich gegenüber der Maxion Wheels Werke GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Geschäftsjahr mit einer Erhöhung um Mio. EUR 0,8 auf nunmehr Mio. EUR 2,0 gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen finanziert sich kurzfristig über einen Cash Pool mit der Muttergesellschaft. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Cash-Pool Forderungen in Höhe von Mio. EUR 2,7 (Vj: Mio. 7,6). Zahlungseingänge ergehen regelmäßig durch die Einnahmen aus Umlagen, Aufwandweiterbelastungen und Lizenzeinnahmen. Darüber hinaus erhält die Gesellschaft Dividendenzahlungen ihrer Tochtergesellschaften. Trotz der vielen Herausforderungen und Unwägbarkeiten aufgrund der Halbleiterkrise, des Angriffskrieges auf die Ukraine und der damit verbundenen Inflation, ist es dem Unternehmen gelungen das Geschäftsjahr erfolgreich abzuschließen. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren wird im Unternehmen wie auch im Reporting gegenüber dem Konzern vor allem eine Größe gesehen. Hierbei handelt es sich um das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Ermittlung dieser Kennzahlen erfolgt auf Basis der Konzernrechnungslegungsgrundsätze der obersten Muttergesellschaft die den wesentlichen Standards der internationalen Rechnungslegung (IFRS) entsprechen. Sie wird einmal jährlich im Budget auf Monatsbasis festgelegt, sodann monatlich ermittelt und monatlich in einer aktualisierten Vorschau für das laufende Jahr aktualisiert. EBITDA:
Das EBITDA zeigte eine positive Abweichung gegenüber dem vorgesehenen Budget 2023. Ursächlich für die Verbesserung gegenüber Budget waren vielseitige Gründe. Im Wesentlichen gab es geringere Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr, geringere Personalkosten, da nicht alle Planstellen besetzt werden konnten, geringerer Aufwand für die Altersvorsorge, weitere Kosteneinsparungen an diversen Stellen, aber auch geringere Erlöse aus reduzierten Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen und niedrigeren Trademark Umsätzen. Die zentralen Dienstleistungen für Vertrieb, Engineering, Logistik, IT, Personal und Finanzen werden an die operativen Konzerngesellschaften weiterbelastet. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als primärer nichtfinanzieller Leistungsindikator wird der Personalbestand gesehen. Die Mitarbeiterzahl hatte sich in den Vorjahren durch die Verlagerung und Konzentrierung von übergeordneten Aufgaben am Standort Königswinter erhöht. Diese Strategie wird im Jahr 2024 weiterverfolgt. Durchschnittlicher Personalbestand zum Jahresende
Die Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Geplante Neueinstellungen wurden zum Ende des Geschäftsjahres nicht realisiert. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Voraussichtliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung für 2024 sieht einen Anstieg in der Ergebnisentwicklung vor. Beim finanziellen Leistungsindikator wird wie folgt prognostiziert: EBITDA:
Das EBITDA wird in der aktuellen Vorschau mit TEUR 2.550 erwartet. Der positive Trend, sowohl im Vergleich IST vs. BUD 2023 als auch IST vs. BUD 2024, setzt sich aus steigender Produktivität der Tochtergesellschaften und damit einhergehenden höheren Umlagen sowie Kostenreduzierungsmaßnahmen zusammen. Beim nichtfinanziellen Leistungsindikator wird wie folgt prognostiziert:
b) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Ertragslage der maßgeblichen Tochtergesellschaften unterliegt in der üblichen Betrachtung vornehmlich folgenden Chancen und Risiken:
Im Juni 2022 wurden die Geschäftsräume der Gesellschaft in Königswinter durch das Bundeskartellamt (BKartA) durchsucht. Hintergrund ist ein Verfahren des BKartA bezüglich möglicher Verstöße gegen Kartellrecht durch Hersteller von Aluminiumrädern. Die Gesellschaft kooperiert vollumfänglich mit dem BKartA. Sollte durch das BKartA ein Verstoß gegen geltendes Recht festgestellt werden, besteht die Möglichkeit, dass gegen die Gesellschaft eine Geldbuße verhängt wird. Das Verfahren läuft weiterhin und es ist für die Gesellschaft nicht möglich, die Länge oder das Ergebnis des Verfahrens vorherzusagen. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses sind der Gesellschaft bisher noch keine konkreten Anschuldigungen vorgetragen oder etwaige Zeiträume näher benannt worden. Die Geschäftsführung überwacht die Entwicklung der Untersuchung fortlaufend. Wie im Anhang unter Abschnitt 5. angeben, werden aktuell die künftigen möglichen Auswirkungen aus dem Inkrafttreten des Mindeststeuergesetzes für die Gesellschaft evaluiert. Es besteht hier ein mögliches Risiko, dass sich daraus künftig Steuermehrbelastungen für die Gesellschaft ergeben werden. Die Gesellschaft ist als Teil der internationalen Maxion-Wheels-Gruppe rechtlichen und steuerlichen Regelungen unterworfen, die auch zu entsprechenden Risiken führen können. Steuerliche Betriebsprüfungen können zu Belastungen aus Prüfungsfeststellungen und daraus resultierenden Steuernachzahlungen und Zinsen führen. Aktuell gibt es eine laufende Betriebsprüfung. Maßgebliche Feststellungen lagen bis zur Fertigstellung dieses Jahresabschusses nicht vor. Die beschriebenen Risiken sind Bestandteil des Planungs- und Controllingsystems und werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert und analysiert. Daher werden sich abzeichnende Probleme frühzeitig erkannt, und es kann entsprechend gegengesteuert werden. Für bestehende und drohende Risiken werden die Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Risiken, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sieht die Geschäftsführung nicht.
Königswinter, den 27. Juni 2024 Petrus Wilhelmus Maria Klinkers |
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