Isar Aerospace EPP MLP GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Peter Fleischmann seit 20.3.2018 | Geschäftsführer |
Daniel Metzler seit 20.3.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Isar Aerospace Technologies GmbHOttobrunnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 08.02.2023. 3 Wiedergabe des Versagungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der Isar Aerospace Technologies GmbH, Ottobrunn, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Versagungsvermerk erteilt: "VERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Isar Aerospace Technologies GmbH, Ottobrunn Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt den Jahresabschluss der Isar Aerospace Technologies GmbH, Ottobrunn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der Isar Aerospace Technologies GmbH, Ottobrunn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wie die gesetzlichen Vertreter im Lagebericht im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" sowie im Anhang im Abschnitt "Vorbemerkung" ausführen, besteht für die Gesellschaft ein aktuell grundsätzlich bestandsgefährdendes Liquiditätsrisiko. Die gesetzlichen Vertreter haben den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt und berufen sich dazu insbesondere auf erwartete Finanzmittelzuflüsse aus einer geplanten Finanzierungsrunde im 1. Halbjahr 2023. Wir haben jedoch keine ausreichenden geeigneten Prüfungsnachweise dafür erlangen können, dass die an dieser Finanzierungsrunde voraussichtlich beteiligten Gesellschafter und neuen Investoren zur Zuführung von Finanzmitteln in der erforderlichen Höhe tatsächlich willens oder verpflichtet sind. Wir waren daher nicht in der Lage, Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu ziehen. Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlangen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
München, den 8. Februar 2023 Deloitte
GmbH
gez. Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer gez. Sandro Süß, Wirtschaftsprüfer" 6 Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 der Isar Aerospace Technologies GmbH, Ottobrunn, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F.). Zu dem von uns erteilten Versagungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 3 "Wiedergabe des Versagungsvermerks".
München, den 8. Februar 2023 Deloitte
GmbH
Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer Sandro Süß, Wirtschaftsprüfer Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Versagungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Geschäftstätigkeit Die Isar Aerospace Technologies GmbH, gegründet im März 2018 ("Isar Aerospace"), hat ihren Sitz in 2021 von Gilching nach Ottobrunn verlegt. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst die Entwicklung, industrielle Herstellung und Qualifizierung von Raketenmotoren, Trägerraketen und Komponenten für Raketen-, Raumfahrt-, und Industriesysteme sowie Erbringung von Dienstleistungen in der Raumfahrtindustrie. Isar Aerospace konzentriert sich auf kleine Trägerraketen (Mikrolauncher), die moderne Kleinsatelliten mit einem Gewicht bis zu 1000 Kilogramm transportieren. Durch geringere Produktionskosten der Flugkörper soll es so möglich werden, kostengünstig ganze Konstellationen von Satelliten in die Erdumlaufbahn zu befördern. Die Isar Aerospace Technologies GmbH ist die Muttergesellschaft der im Jahr 2021 gegründeten 100 % Tochtergesellschaften in den USA, Norwegen und Schweden. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 164 (Vorjahr: 80). Hiervon entfallen auf den Bereich Forschung und Entwicklung 67 Arbeitnehmer, auf den Bereich Verwaltung 45 Arbeitnehmer und auf den Bereich Produktion 52 Arbeitnehmer. Die Mitarbeiter arbeiten an drei verschiedenen nationalen Standorten:
Die Tochterunternehmen im Ausland erbringen auf Basis von Dienstleistungsverträgen verschiedene Dienstleistungen an die Isar Aerospace. Die Services werden nach der Cost Plus Methode vergütet. Geschäftsverlauf 2021 war ein wegweisendes Jahr mit vielen positiven Aspekten für die Isar Aerospace Technologies GmbH. Der Firma ist es gelungen, erste Kundenaufträge mit einem Volumen von insgesamt rund Mio. EUR 7 zu gewinnen. Konkret handelt es sich um fünf in Europa ansässige Kunden. Es konnten auch bereits Anzahlungen von rund EUR 115.000 vereinnahmt werden. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag im Engineering, Testing und Manufacturing. Engineering arbeiteten gezielt daran, eine funktionsfähige Rakete für den Raketenstart vorzubereiten. Der Jungfernflug der Spectrum 1, wie die Rakete von Isar Aerospace heißt, der ursprünglich für Mitte 2022 terminiert war, wurde um ein weiteres Jahr auf Mitte 2023 verschoben. Testing fokussierte sich im Jahr 2021 auf den Aufbau und die Nutzung der zwei Prüfstände in Reischach (D) und Kiruna (SE). Während in Reischach Komponenten getestet werden, baut Isar Aerospace am Standort in Schweden einen komplett neuen Prüfstand auf, der der integrierten Triebwerkserprobung dient. Die Entwicklung der Teststände wurde im Geschäftsjahr durch Genehmigungs- und Zertifizierungsthemen verlangsamt. Reischach hat eine Erlaubnis für die geplanten Tests im Geschäftsjahr erhalten, Kiruna gelang die Zertifizierung im Jahr 2022. Nach erfolgreicher Zertifizierung konnten die erforderlichen Tests erfolgen. Im Juni 2022 wurde der erste integrierte Triebwerkstest erfolgreich durchgeführt. Weiterer Schwerpunkt des Geschäftsjahrs waren ISO Zertifizierungen, insbesondere die ISO27001 Zertifizierung, die die Wirksamkeit des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) objektiv und glaubwürdig nachweisen soll. Manufacturing fokussierte sich im Geschäftsjahr auf einen rapiden Aufbau der Produktionskapazitäten. Die Anzahl der FTE wurde mehr als verdreifacht und alle notwendigen Maschinen angeschafft, um 6-10 Raketen in Ottobrunn fertigen zu können. In diesem Kontext steht auch eine Vereinbarung mit dem österreichischen Lieferanten der Raketenstrukturen. Diese Vereinbarung sieht vor, bereits ab 2023 die Strukturen Fertigung im eigenen Haus darzustellen. Hierzu hat Isar Aerospace mit dem Lieferanten den Kauf entsprechender Wickelmaschinen und einen spezifischen Know-How Transfer vertraglich vereinbart. Neben dem starken Personalaufbau in den drei oben genannten Bereichen, ist die Firma insgesamt stark gewachsen. Die Anzahl der FTE verdoppelte sich zum Stichtag nahezu von 110 auf 190. Isar Aerospace ist es im Wesentlichen gut gelungen, die neuen Mitarbeiter erfolgreich zu integrieren. Hier spielen die zwei Mal im Monat stattfindenden Onboarding-Tage am Anfang und zur Mitte eines Monats eine entsprechende Schlüsselrolle. Die Arbeit von Isar Aerospace fand seitens der deutschen und europäischen Politik sowie seitens der entsprechenden Raumfahrtagenturen große Anerkennung: Isar Aerospace gelang es, sich im Mai 2021 gegen zwei deutsche Start-Ups von Micro-Launchern durchzusetzen und gewann den C-STS-Preis. Isar Aerospace erhielt mit dem Gewinn Mio. EUR 11 aus der "BOOST!"- Initiative im "Commercial Space Transportation Services und Support" (C-STS) - Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Der C-STS Preis ist eine Auszeichnung, für die Isar Aerospace zur Gegenleistung verpflichtet ist, während der EIC Award der Europäischen Kommission ein reines Preisgeld ohne Gegenleistung ist. Über die Tatsache, den EIC Award gewonnen zu haben, erlangten wir noch im Jahr 2021 Kenntnis. Die Geldmittel in Höhe von Mio. EUR 10 wurden kurz vor Weihnachten 2021 überwiesen. Die Bekanntmachung und die Preisverleihung selbst jedoch erfolgte erst Anfang 2022. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung für uns günstig verlaufen. Durch getätigte Investitionen in die Entwicklung sind wir dem Jungfernflug unserer Rakete Spectrum 1 deutlich nähergekommen. Makroökonomische Entwicklungen und geopolitische Kräfte Das Wachstum der Weltwirtschaft belief sich im Jahr 2021 auf 6,1 Prozent. Das globale Wachstum wird nach Informationen des Internationalen Währungsfonds (World Economic Outlook Update vom Januar 2023) voraussichtlich von geschätzten 3,4 Prozent im Jahr 2022 auf 2,9 Prozent im Jahr 2023 sinken, um dann wieder leicht auf 3,1 Prozent im Jahr 2024 anzusteigen. Der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Inflationsbekämpfung und der Krieg Russlands in der Ukraine belasten die Wirtschaftstätigkeit weiterhin. Die rasche Ausbreitung von COVID-19 in China dämpfte das Wachstum weiter im Jahr 2022. Die globale Inflation wird nach 4,7 Prozent im Jahr 2021 voraussichtlich von 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 und auf 4,3 Prozent im Jahr 2024 zurückgehen, was aber immer noch über dem Niveau vor der Pandemie von etwa 3,5 Prozent liegt. Neben den makroökonomischen Trends wirken durch den Ausbruch des Einmarsch Russlands in die Ukraine starke geopolitische Kräfte, die unmittelbare Auswirkungen auf die europäische Raumfahrt haben: die russische Sojus fällt als Trägerrakete für europäische Satelliten aus. Die Vega-Rakete steht bereit, sie benötigt jedoch Komponenten aus der Ukraine und Russland. Im Zuge der starken Nachfrage hat Space X die Preise um rund ein Fünftel für die Flüge erhöht. Die europäische Raumfahrt überlebte in den vergangenen Jahren lediglich aufgrund der Starts der sieben Sojus-Trägerraketen, während die Ariane 5 lediglich drei Starts realisierte. Die Ariane 5 wird aber künftig kaum mehr Flüge absolvieren, da sich die europäische, aus öffentlichen Mitteln finanzierte Raumfahrtgruppe auf den Bau und die Serienreife der Ariane 6 konzentriert. Branchenkenner stehen einem baldigen erfolgreichen Start der Ariane 6 kritisch gegenüber und rechnen mit einer schnelleren Verfügbarkeit der Micro Launcher wie sie von Isar Aerospace gefertigt werden. Diese hohe Nachfrage in Europa würde es Isar Aerospace nach erfolgreichen Starts ermöglichen, einen im Zeitraum bis 2030 sehr großen Satellitenmarkt zu bedienen und dies nicht nur in Europa, sondern weltweit. Persönliche Einschätzung des Marktumfeldes Die Herausforderungen, vor der die Raumfahrtindustrie heute steht, hat es in diesem Ausmaß während oder nach einer der letzten Weltwirtschaftskrisen in der heutigen Zeit noch nie gegeben. Die oben erläuterten geopolitischen Risiken, sind eine erhebliche Chance für Isar Aerospace. Die Firma ist ein junges dynamisches Unternehmen, dessen Fertigungstiefe es in großen Teilen unabhängig macht vom Krieg in der Ukraine und Russland. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 realisierte Isar Aerospace Umsätze in Höhe von TEUR 208; im Vorjahr beliefen sich diese auf EUR 0,00. Die Umsätze resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit den verbundenen Unternehmen der Isar Aerospace Gruppe. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die oben genannten Fördergelder/Preise. Der Jahresfehlbetrag (steuerungsrelevanter KPI) hat sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 10,6 auf Mio. EUR -21,3 erhöht. Dies resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung aller wesentlichen Aufwandsposten wie Personalaufwand (+Mio. EUR 7), Materialaufwand (+Mio. EUR 7) und sonstige betriebliche Aufwendungen (+Mio. EUR 15), der den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge (+Mio. EUR 20) überkompensierte. Der Anstieg der genannten Aufwandsposten spiegelt die Ausweitung der Aktivitäten in den Bereichen Engineering, Testing und Manufacturing wider. Finanzlage Isar Aerospace finanziert sich, abgesehen von Leasing- oder Mietkaufvereinbarungen, ausschließlich über Eigenkapital. Im Jahr 2021 wurde im Juli eine weitere Finanzierungsrunde, die zweite B-Runde vollzogen. Es konnten insgesamt Geldmittel von Mio. EUR 63,3 eingeworben werden. Die Eigenkapitalquote sank von 96 % auf 93 %. Vermögenslage Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 12 (Vorjahr: Mio. EUR 0) setzen sich aus Forderungen aufgrund der Veräußerung von Wirtschaftsgütern und der Gewährung von Darlehen zusammen. Liquide Mittel Die liquiden Mittel umfassen ausschließlich dem Unternehmen kurzfristig zur Verfügung stehende Bankguthaben; diese stiegen aufgrund der Finanzierungsrunde und der erhaltenen Fördergelder auf Mio. EUR 95,3 (Vorjahr: Mio. EUR 35). Die Kapitalrücklage beläuft sich auf Mio. EUR 155. Hier sind im Wesentlichen die Einzahlungen der Investoren aus der im Juli 2021 vollzogenen Finanzierungsrunde zu finden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und für Zahlungen an die Bauberufsgenossenschaft. Die Verbindlichkeiten beziehen sich in erster Linie auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese stiegen aufgrund erhöhter Investitionen für die Entwicklung unserer Rakete um Mio. EUR 4,5. Risiko- und Chancenbericht Der begrenzte Zugang der Isar Aerospace zu Fremdkapital gepaart mit der defizitären Ergebnissituation des Unternehmens, macht es erforderlich allein auf Eigenkapitalquellen zurückzugreifen. Die Möglichkeit nicht genügend oder zu spät ausreichend finanzielle Mittel für das Unternehmen einzuwerben, stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Da wir von der Liquiditätsversorgung durch Investoren abhängig sind, haben wir bereits Gespräche mit den derzeitigen Gesellschaftern und möglichen neuen Investoren aufgenommen und gehen davon aus, dass diese erfolgreich sein werden. Im 1. Halbjahr 2023 rechnen wir damit, dass der Isar Aerospace im Rahmen einer Finanzierungsrunde voraussichtlich bis zu Mio. EUR 200 zufließen werden. Darauf basierend gehen wir von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Zu dem Liquiditätsrisiko sieht sich die Firma im begrenzten Maße dem Risiko steigender Zinsen ausgesetzt, welches insbesondere bei den geleasten Maschinen zum Tragen kommen kann. Eine Erhöhung von einem Prozentpunkt hat hier eine Auswirkung von rund TEUR 150 auf den Zins-/Finanzierungsaufwand. Dieser Erhöhung versuchen wir, mit der Verlängerung der Laufzeit von Leasing-/Mietkaufverträgen zu begegnen, so dass insgesamt hier kein nennenswerter Ergebniseffekt zu erwarten sein sollte. Ein weiteres bestandsgefährdendes Risiko sind alle technischen Risiken, die mit dem Bau der Rakete, der Spectrum 1, und der Startrampe in Verbindung zu sehen sind. Da sowohl die Triebwerke als auch die Struktur der Rakete Eigen-/Erstentwicklungen des Unternehmens sind, können hier technische Fehler dazu führen, dass die Rakete deutlich später oder gar nicht starten kann. Dies hat zur Folge, dass die bereits geleisteten Anzahlungen an die Kunden zurückgezahlt werden müssen und Umsatz später oder gar nicht generiert werden kann. Nach aktuellem Stand gehen wir aber davon aus, in 2023 den ersten Raketenstart durchführen zu können. Darüber hinaus sind beim Launch Pad grundsätzliche Risiken beim Betreiben der Station möglich. Dies kann im Bereich der Datenerfassung (Telemetrie), des Betreibens des Launch Pads (Beschädigungen) und durch das Wetter (starke Stürme in Nord-Norwegen) verursacht werden. Auch Isar Aerospace sieht sich derzeit Versorgungsrisiken und langen Lieferzeiten ausgesetzt. Lange Vorlaufzeiten von Bestellung bis Lieferung können bei wichtigen Maschinen und Ausrüstungsteilen (z.B. für die Aufrichteeinrichtung für die Rakete) den ehrgeizigen Zeitplan erheblich verlängern und somit Umsatz- und Liquiditätsgenerierung deutlich verzögern. Ein derzeit noch nicht so relevantes Risiko, sind alle Marktrisiken. Isar Aerospace steht im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Unternehmen, die als "New Space Unternehmen" aktiv sind. Allein in Deutschland haben wir zwei Wettbewerber, in Europa ein knappes Dutzend und weltweit, in den USA, sind es noch einmal deutlich mehr. Das Produkt und die damit verbundenen Preise müssen der Nachfrage der Kunden entsprechen. Gerade durch Entwicklungen des Starships von Space X ist in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Preisdruck zu rechnen. Während Isar Aerospace pro kg € 10.000-€ 12.000 verlangen wird, sollen Transporte mit dem Starship $ 1.500-$ 2.500 kosten. Ein weiteres Risiko ist das Inflationsrisiko. Die allgemeine Preissteigerung wird uns überdurchschnittlich bei den Rohstoffen wie Nickel und Helium sowie bei der Elektrizität treffen. Durchschnittliche höhere Kosten erwarten wir bei den Positionen Maschinen und Personal (Gehaltsanstieg). Im Bereich der Rohstoffe haben wir dem Risiko durch Kauf großer Mengen bereits in Q1 2022 entgegengewirkt. Für unseren Strompreis rechnen wir mit einem signifikanten Anstieg der Kosten für die Jahre 2022 und 2023. Die Möglichkeit, die Bedarfe durch einen anderen Versorger decken zu lassen, wird geprüft. Aufgrund des begrenzten Kundenstamms der Isar Aerospace wurden die Kreditrisiken bisher nicht explizit geprüft. Allerdings besteht für uns faktisch ein sehr begrenztes Ausfallrisiko, da die Launch Service Verträge i.d.R. so strukturiert sind, dass bis zur Leistungserbringung bereits 90 % unserer Forderungen zu zahlen sind. Wie bereits oben erwähnt, bringen die sich in diesem Jahr neu entstandenen geopolitischen Risiken erhebliche Chancen für Isar Aerospace mit sich. Mit der politischen Neuordnung der Welt geht auch eine raumfahrt-politische Neuordnung einher, von der Isar Aerospace deutlich profitieren kann. Die Gesamtrisikolage sehen wir als herausfordernd an. Insgesamt sind wir der Meinung, dass wir das Geschäft und die bestehenden Risiken in den Folgejahren trotz der aktuell bestehenden Schwierigkeiten gut managen können. Prognosebericht Die kurzfristigen Aussichten sind gemischt. Einerseits hängt der Fortbestand des Unternehmens signifikant von einer erfolgreichen Finanzierungsrunde ab (s.o.). Andererseits kommen vielversprechende Signale vom Markt für Raumfahrt, insbesondere vom europäischen Markt. Allerdings kann die immense Kundennachfrage nur bedient werden, wenn eine funktionsfähige Rakete gebaut wird und der Testflug erfolgreich verläuft. In einem nächsten Schritt, der Skalierung des Unternehmens, sind dann weitere Herausforderungen zu meistern. Da die vorhandenen Produktionskapazitäten auf den Bau von maximal 6-10 Raketen ausgelegt sind, ist parallel zur Produktentwicklung und dem Startrampenbau an der umfassenden Erweiterung der Produktionskapazitäten zu arbeiten. Isar Aerospace führt dazu Gespräche mit einigen Gemeinden im Südosten von München und stößt hier auf positive Resonanz. Allerdings ist hier auch ein sehr enger Zeitplan zu erfüllen, da für den Bau einer entsprechenden Produktion mindestens drei Jahre zu veranschlagen sind und bis dato weder ein Standort gewählt wurde noch eine Baugenehmigung vorliegt. Zusammenfassend ist unsere Prognose für die Jahre 2022 und 2023 positiv, aber herausfordernd. Wenn Europa die Förderung eigener privater Raketenunternehmen weiterhin unterstützt, können sich daraus Gelegenheiten für Isar Aerospace ergeben. Unser KPI Jahresergebnis wird sich in den folgenden zwei Jahren (2022 und 2023) weiter verschlechtern; Umsätze werden nicht bzw. in sehr niedrigem Umfang erwartet. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir nach vorläufigen Zahlen mit einem deutlich höheren Jahresfehlbetrag als in 2021. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir nach der aktuellen Planung von einem Jahresfehlbetrag von fast Mio. EUR 60 aus. Dies resultiert durch weiterhin erhöhte Investitionen in die Entwicklung unserer Rakete Spectrum 1 vor dem geplanten Jungfernflug in 2023, aber auch in den laufenden Betrieb (inkl. Produktion), um nach dem Jungfernflug das rapide Wachstum des Unternehmens unterstützen zu können. Umsätze wurden in unserem Kerngeschäft in 2022 noch keine erzielt. Nach unseren Planungen werden wir in 2023 erstmalig Umsatzerlöse im Kerngeschäft von rund Mio. EUR 1 generieren. Darüber hinaus rechnen wir mit Zuschüssen/Förderungen in 2023 in Höhe von Mio. EUR 7.
Ottobrunn, 8. Februar 2023 Daniel Metzler, Geschäftsführer Josef Fleischmann, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
ANHANG für das Geschäftsjahr 2021Vorbemerkung Wie im Lagebericht im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" angeführt, bestehen für die Isar Aerospace bestandsgefährdende Risiken. Zum einen besteht das Risiko, nicht ausreichend Liquidität, insbesondere von Investoren, einzuwerben (Liquiditätsrisiko), zum anderen technische Risiken, die mit dem Bau der Rakete in Verbindung stehen und ggf. einen Start der Rakete deutlich später als geplant oder gar nicht ermöglichen. Da wir im ersten Halbjahr 2023 von einer weiteren Finanzierungsrunde ausgehen, wodurch uns voraussichtlich finanzielle Mittel von bis zu 200 Mio. EUR zur Verfügung gestellt werden, und aktuell keine Anhaltspunkte vorliegen, dass der erste Raketenstart aufgrund technischer Fehler nicht in 2023 stattfinden kann, wurde der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 unter Zugrundelegung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da die Fortführung überwiegend wahrscheinlich ist. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB gelten, wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um bisher aufgelaufene und im Geschäftsjahr 2021 planmäßig fortgeführte Abschreibungen, bewertet, sofern sie der Abnutzung unterlagen. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände erfolgen linear auf der Grundlage der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungs- bzw. Vertragsdauer; diese liegen zwischen einem und zehn Jahren. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um bisher aufgelaufene und im Geschäftsjahr 2021 planmäßig fortgeführte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden grundsätzlich linear entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände bzw. (bei Mietereinbauten) der zugrunde liegenden Vertragsdauer pro rata temporis vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungszeiträume liegen zwischen zwei und zehn Jahren. Die geleisteten Anzahlungen sind in Höhe der Zahlungsbeträge angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung waren nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag erfolgt sind, ausgewiesen, soweit sie Aufwand für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Bei temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die zu Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) führen, besteht ein Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Isar Aerospace Technologies GmbH macht von diesem Wahlrecht Gebrauch. Die aktiven latenten Steuern werden mit einem zugrundeliegenden Steuersatz von 30 % bewertet und gemäß § 274 Abs. 2 HGB nicht abgezinst. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen resultieren aus Bewertungsunterschieden bei den sonstigen Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt, erhaltene Anzahlungen in Höhe der erhaltenen Zahlungen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; zum Bilanzstichtag werden die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Preisgelder werden mit Zufluss des Geldes ertragswirksam vereinnahmt. Zuschüsse werden ergebniswirksam nach Maßgabe der Verrechnung des Aufwands, zu dessen Deckung der Zuschuss dient bzw. wenn die vertraglichen (Förder-)Bedingungen für die Ertragsrealisierung erfüllt sind. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11.574.579,90 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) setzen sich aus Forderungen aufgrund der Veräußerung von Wirtschaftsgütern und der Gewährung von Darlehen zusammen. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 10.951,75 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) betreffen unterschiedliche Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Rückstellungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist um 9.767,00 EUR auf 86.783,00 EUR (Vorjahr: 77.016,00 EUR) angestiegen. Außerdem sind die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB von 91.625.893,26 EUR um 63.330.785,30 EUR auf 154.956.678,56 EUR zum 31. Dezember 2021 angestiegen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 304.824,79 EUR (Vorjahr: 165.000,00 EUR), für Beiträge zur Berufsgenossenschaft und ausstehende Rechnungen 95.698,06 EUR (Vorjahr: 96.040,00 EUR) sowie für die Kosten der Jahresabschlusserstellung und die Jahresabschlussprüfung in Höhe von 50.981,33 EUR (Vorjahr: 28.500,00 EUR) enthalten. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten beträgt 8.526.209,08 EUR (Vorjahr: 3.028.642,29 EUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind nicht auszuweisen (Vorjahr: 40,00 EUR) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (91.924,91 EUR; Vorjahr: 11.498,67 EUR) haben in Höhe von 83.430,80 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 8.494,11 EUR (Vorjahr: 11.498,67 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu 5 Jahren. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (115.485,00; Vorjahr: 0,00 EUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8.086.047,04 EUR; Vorjahr: 2.860.731,49 EUR) haben in Höhe von 7.084.188,79 EUR (Vorjahr: 2.860.731,49 EUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.001.858,25 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu 5 Jahren. In den sonstigen Verbindlichkeiten (232.752,13 EUR; Vorjahr: 156.412,13 EUR) sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 184.980,50 EUR (Vorjahr: 101.765,08 EUR), Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von 738,24 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 35.076,17 EUR (Vorjahr: 21.545,07 EUR) sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 11.957,22 EUR (Vorjahr: 20.302,74 EUR) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 220.794,91 EUR (Vorjahr: 136.109,39 EUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 11.957,22 EUR (Vorjahr: 20.302,74 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu 5 Jahren. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene 14.175.000,00 EUR für Preisgelder und Zuschüsse. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Maschinen und aus Mietverträgen betragen 1.733.171,81 EUR für das Geschäftsjahr 2022. Weiterhin werden für 2 bis 5 Jahre nach dem Bilanzstichtag 4.519.811,14 EUR und 843.773,25 EUR für Verpflichtungen über 5 Jahre nach dem Bilanzstichtag fällig. Insgesamt betragen die finanziellen Verpflichtungen demnach 7.096.759,20 EUR. Leasingverträge werden aus Praktikabilitätsgründen abgeschlossen und dienen insbesondere einer Streckung der notwendigen Ausgaben sowie einer Verringerung der längerfristigen Kapitalbindung und des Investitionsrisikos. Darüber hinaus besteht zum Abschlussstichtag ein Bestellobligo in Höhe von 9.087.816,95 EUR. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 164 (Vorjahr: 80). Hiervon entfallen auf den Bereich Forschung und Entwicklung 67 Personen, auf den Bereich Verwaltung 45 Personen und auf den Bereich Produktion 52 Personen. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand der Angabe die Gesamtbezüge eines Mitgliedes der Geschäftsführung feststellen lassen. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende verbundene Unternehmen berichtet:
Als Referenzwechselkurse wurden jeweils die Devisenkassamittelkurse zum 31. Dezember 2021 herangezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 10.951,75 EUR und betrifft die aktiven latenten Steuern. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands an. Als Reaktion auf den ausgelösten Krieg haben NATO und EU die außenwirtschaftlichen Bestimmungen sowie die Sanktions- und Embargobestimmungen verschärft. Es entstanden und entstehen für uns weitere Belastungen durch gestiegene Energiepreise, Lieferschwierigkeiten und dadurch verursachte Preissteigerungen, deren zukünftige Auswirkungen aber aufgrund der Unsicherheiten des politischen Geschehens nicht quantifiziert werden können. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 21.281.240,27 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Ottobrunn, den 8. Februar 2023 Daniel Metzler, Geschäftsführer Josef Fleischmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
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