Udo Fischer Versandhandel GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kerstin Klages seit 20.5.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Udo Fischer | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fischer's GmbHGrefrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024fischer‘s GmbHI. Geschäftsmodell des Unternehmens Die fischer‘s GmbH wurde als Zentrallager fischer GmbH mit Sitz in Wuppertal am 19. August 2003 gegründet. Im Februar 2008 erfolgte der Umzug in neue Lagerräumlichkeiten nach Grefrath. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Juni 2013 erfolgte die Umbenennung in fischer‘s GmbH. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist der Import und die Lagerung von Möbeln und kunsthandwerklichen Waren insbesondere aus dem asiatischen Raum. Hier liegt der Schwerpunkt auf Waren aus China, Indien, Nepal, Indonesien, Marokko und Thailand. Die Veräußerung der eingekauften Produkte erfolgt fast ausschließlich durch 15 von der fischer‘s GmbH unabhängigen Gesellschaften an 21 Standorten in 8 Bundesländern sowie über den fischer‘s Versandhandel. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche EntwicklungAuch im Jahr 2024 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht besser als im Vorjahr. Das preisbereinigte und damit inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 um 0.2% niedriger als im Jahr 2023. Die zunehmende ausländische Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf den wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, strukturelle Belastungen und ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau ließen die deutsche Wirtschaft erneut schrumpfen. Die Ausbremsung der konjunkturellen Entwicklung hat mehrere Ursachen. Trotz steigender Reallöhne blieb der hieraus erwartete Konsumboom aus, da die Kaufkrafteinbußen der Vorjahre noch nicht wieder ausgeglichen werden konnten. Zunehmende Arbeitsplatzsorgen sorgten für einen Anstieg der Sparquote. Die schwache Nachfrage im Bausektor auf Grund der hohen Finanzierungs- und Materialkosten, schwächelnde Auslandsmärkte wie China und die politischen Unsicherheiten (Ukraine-Krieg und Scheitern der „Ampel Regierung“) verhinderten die erhoffte Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Dienstleistungsbereiche entwickelten sich im Jahr 2024 zwar insgesamt leicht positiv, bezogen auf die einzelnen Bereiche aber uneinheitlich. Die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe stagnierten, Einzelhandel und Anbieter von Verkehrsdienstleistungen verzeichneten eine positive Entwicklung. Vom privaten Konsum kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,3%, jedoch haben die zurückgehende Teuerung und die Lohnerhöhungen die Konsumnachfrage nur bedingt angekurbelt. Die privaten Haushalte waren im Jahr 2024 mächtig verunsichert, was die Konsumnachfrage erheblich beeinflusste. Zwar sorgte ein erneuter Anstieg der Erwerbstätigen um 0,2% gegenüber dem Vorjahr für einen neuen Beschäftigungshöchststand, jedoch verlor sich diese Dynamik zum Jahresende verbunden mit einen Beschäftigungsabbau insbesondere im Baugewerbe und dem Produzierenden Gewerbe. Der auf Grund der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft erfolgte Rückgang der Exporte verbundenen mit einem Rückgang der Importe führte zu einem positiven Außenhandelssaldo, was in diesem Fall die negative Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes etwas bremste. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2024 eine große Herausforderung für die Möbelbranche und den Einrichtungshandel. Die Möbelbranche verzeichnete einen erneuten Umsatzrückgang von 6,6%. Die Lebenshaltungskosten und Energiekosten zwingen die privaten Haushalte Möbeleinkäufe als weniger dringlich einzustufen. Trotz Sonderangeboten und gleichbleibenden Preisen vor dem Hintergrund der gestiegen Beschaffungs- und Energiekosten zeigen diese Aktivitäten keine großen Wirkungen auf den Konsumentennachfrage in dieser Branche. Den größten Anteil am Markt machen weiterhin die großen Filiallisten und der Möbelfachhandel aus. Hier ist die fischer‘s GmbH mit seiner Produktpalette und den Abnehmergesellschaften in einem Nischenmarkt tätig. Der Ausbau von Onlineaktivitäten ist neben der stationären Beratung das Mittel um gegen reine Versender und Internet-Pure Player bestehen zu können. Aus diesem Grunde werden Online - Präsentationen des Angebots auf den jeweiligen Internetplattformen in den Zeiten der Digitalisierung und KI - gestützte Lösungen immer wichtiger, um die Verbraucher zu erreichen. Das Zusammenspiel von stationären und digitalen Verkaufsstellen wird die Zukunft im gesamten Möbelhandel prägen. 1. Geschäftsverlauf Gegen über dem vorangegangenen Geschäftsjahr sanken die Umsatzerlöse von T€ 11.958 auf T€ 11.443 (-4,3%). Der Rückgang spiegelt unverändert zum Vorjahr die Verunsicherung der Konsumenten auf Grund der wirtschaftlichen Situation wider. Das Rohergebnis sank dadurch von T€ 4.539 auf T€ 4.320 (-4,7%). Die bereinigten Personalkosten verminderten sich im Jahr 2024 um 6,1% infolge von Anpassungen des Personalbestandes an die verschlechterte branchenspezifische konjunkturelle Lage. Die Materialaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr als weiterhin unverändert anzusehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insgesamt nur um T€ 23 oder 1,0%. Grund hierfür ist, im Wesentlichen, dass den allgemeinen Einsparungen fast gleichwertige Kostensteigerungen bei der Herstellung der beiden Kataloge gegenüberstanden. Das negative Jahresergebnis 2024 entspricht nicht der Entwicklungsprognose des Vorjahres. Das gegenüber der Prognose geplante ausgeglichene Ergebnis konnte auf Grund des Umsatzeinbruches ab dem II. Quartal 2024 nicht mehr erreicht werden. Die vorgenommenen Kosteneinsparungen zeigten zwar Wirkung, konnten aber den ab diesem Zeitpunkt einsetzenden Rückganges der privaten Konsumentennachfrage infolge der schlechten wirtschaftlichen Stimmung nicht kompensieren. Auch die Änderungen bei der Weiterbelastung der gestiegenen Transportkosten an die Verkaufsshops konnten den Umsatzrückgang nicht ausgleichen. 2. Finanzlage Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr erneut einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Dieser beträgt T€ 1.052 (Vorjahr T€ 867). Die vorgenommenen Investitionen im Anlagebereich betragen T€ 24 und sind in Folge von Kosteneinsparungen gegenüber den Vorjahren gesunken. Eine Darlehensneuaufnahme erfolgte nicht. Der mit der Rückzahlung der bestehenden Darlehensverbindlichkeiten um T€ 855 belastete Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 1.087. Damit werden die Anstrengungen der Gesellschaft die in den Vorjahren aufgenommenen Darlehensverbindlichkeiten zu reduzieren, um eine weitere Verschuldung der Gesellschaft zu verhindern verdeutlicht. Dies führt aber zu einem erneuten Rückgang der Barliquidität auf 1,8 %. Die Finanzierung der Gesellschaft ist aufgrund der langfristigen Darlehen aber weiterhin als sicher zu beurteilen. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich im Vorjahresvergleich um 10,9% auf T€ 10.609. Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen im Abbau des Lagerbestandes (T€ 817) infolge des weiteren Abverkauf desselben nach Aufbau in den Vorjahren. Ziel ist es die Lagerdauer zu verringern, trotz der weiter auf Grund der Weltpolitischen Lage gestiegenen gestörten Lieferketten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich infolge der Verkürzung des Zahlungszieles um T€ 125 auf T€ 700. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 3.897 (Vorjahr T€ 4.277), die Eigenkapitalquote liegt bei 36,7% (Vorjahr 36,0%). Die kurz- und mittelfristigen Rückstellungen haben sich insgesamt nur geringfügig um T€ 13 auf T€ 206 (Vorjahr T€ 193) erhöht. Hier sind im Wesentlichen T€ 47 Prüfungs- und Abschlusskosten sowie in den sonstigen Rückstellungen Überbrückungshilfe III (T€ 79), Rückstellungen für Personalkosten und Berufsgenossenschaft (T€ 79) zu nennen. Die Verbindlichkeiten sanken insgesamt um T€ 918 auf T€ 6.502 (Vorjahr T€ 7.420). Hier beträgt der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 774 durch die erfolgten Tilgungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 60 sowie der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 84 infolge von Darlehensrückzahlungen an nahestehende Unternehmen. Das Working Capital hat sich zum Vorjahr von T€ 100 auf T€ 1 verschlechtert. III. Prognosebericht Im Jahr 2025 werden die bisher durchgeführten Maßnahmen im Zusammenhang mit den sich aus der Pandemie ergebenden strukturellen Anpassungen weiterverfolgt, um sich angesichts der geänderten Herausforderungen des Marktes durch die verstärkte Konkurrenz im stationären sowie Online-Handel weiter behaupten zu können. Die Entwicklung der Gesellschaft ist wie auch in den Vorjahren weiter im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung der stationären fischer’s Lagerhaus Shops. Jedoch soll der Ausbau des Onlinehandels hier zu einer Stabilisierung des geplanten Umsatzes führen. Die Billigkonkurrenz im Onlinehandel und die private Konsumnachfrage werden im Jahr 2025 und 2026 entscheidende Faktoren für die Entwicklung des Unternehmens sein. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem sinkenden Umsatz und einer entsprechend angepassten Kostenentwicklung aus, die insbesondere durch die Sparmaßnahmen zu einem ausgeglichenen Ergebnis für 2025 führen sollte. Hier sind aber die Effekte aus der Entwicklung der Inflation und den Preissteigerungen im Bereich der Transportkosten nur sehr schwer kalkulierbar sind. Daneben stellen die neuen EU - Importrichtlinien für die Logistik eine neue Herausforderung dar, deren Effekte sich noch nicht eindeutig vorhersehen lassen. Die von der neuen Bundesregierung geplanten Maßnahmen in Form von Steuererleichterungen, der Stromsteuersenkung sowie die in 2025 erfolgten Lohnerhöhungen sollten zu einer Verbesserung der zukünftigen Konsumentennachfrage führen, die wiederum Umsatzsteigerungen bei den Shops bewirken sollten. Hier ist aber die zeitliche Umsetzung der Maßnahmen ein entscheidender und nicht kalkulierbarer Faktor. IV. Chancen-/Risikobericht 1. RisikoberichtBranchenspezifische Risiken Das branchenspezifische Risiko in Bezug auf Mängel und Schäden der bezogenen Waren und Produkte besteht generell. Risiken, wie sie zurzeit z.B. auf Grund der weiter vorliegenden Lieferprobleme mit Waren aus dem asiatischen Raum und den stark gestiegenen Frachtkosten innerhalb Deutschlands infolge der Inflationsentwicklung und weltpolitischen Situation bestehen, sind nur schwer abzusichern. Für die Tätigkeiten betreffend den Warenverkauf bestehen Produkthaftpflicht- und Betriebshaftversicherungen. Ertragsorientierte Risiken Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Die Gesellschaft verfügt mit den 21 Verkaufsstandorten aus 15 rechtlichen unabhängigen Gesellschaften über einen zum jetzigen Zeitpunkt solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind weiter die absolute Ausnahme. Größere Ertragsrisiken bleiben eventuelle weitere Epidemien, das Inflationsrisiko, die Entwicklung des Ukraine Krieges und die allgemeine weltpolitische Lage. Deren Auswirkungen sind aber nur sehr schwer abschätzbar und damit kaum absicherbar. Finanzwirtschaftliche Risiken Um seinen Fortbestand zu sichern, muss ein Unternehmen jederzeit seine fälligen finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden innerhalb der vertraglich vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt; dies stellen wir durch ein eng getaktetes Debitoren- und Kreditorenmanagement sicher. Währungsrisiken bestehen nur im Bereich der Warenlieferung, da hier keine Währungsabsicherungen, z.B durch Termingeschäfte, erfolgen. Die hier anfallenden Wechselkursschwankungen werden in der Warenbewertung und damit in der Ermittlung der Verkaufspreise berücksichtigt. Personalrisiken Das künftige geplante Wachstum muss auch weiterhin mit ausreichender Personalkapazität bedient werden. Solange die Auswirkungen der jetzigen wirtschaftlichen Entwicklung nicht abschließend beurteilbar sind, werden weiterhin nur Ersatz- aber keine Neueinstellungen vorgenommen. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken, soweit sie überhaupt entstehen bzw. zum Tragen kommen,werden unter Einbeziehung von externen Rechtsanwälten abgedeckt und gelöst. 2. ChancenberichtDurch die Firmenphilosophie Waren und Produkte direkt von den Herstellern zu beziehen und damit einem gezielten Einfluss auf das Produktergebnis und dessen Qualität zu nehmen, besteht aus unserer Sicht weiterhin ein großes Potential für weiteres Wachstum. Auch wenn die Anzahl der Konkurrenten, insbesondere im Onlinehandel immer weiter anwächst, garantiert diese Unternehmenspolitik und das daraus gewachsene Lieferantennetzwerk einen stetigen Zustrom an (neuen) Waren. Gerade mit Blick auf die neue Entwicklung zu „Omnichannel Konzepten“ (stationäre Ausstellungs- und Verkaufsräume verbunden mit Online- Vertriebswegen) bieten sich immer noch neue Chancen sich weiterhin am Markt fest zu etablieren und sich breiter aufzustellen. Auch die nachhaltige Herstellung wird in Zukunft aus Konsumentensicht immer wichtiger werden. V. Gesamtaussage Die sich zurzeit abzeichnende wirtschaftliche Entwicklung lässt auch zukünftig Preisanstiege erwarten. Die vorliegende Verunsicherung der privaten Konsumenten, die wirtschaftliche und die politische Entwicklung bleiben auch im Jahr 2025 die entscheidenden Faktoren für die Konsumentennachfrage. Die sich hieraus ergebende negative Entwicklung stellt eine immense Herausforderung für die Gesellschaft dar. Der weiter bestehende Kostendruck, insbesondere bei den Transportkosten und die verstärkte Konkurrenz auf diesem Nischenmarkt, sind Faktoren, die permanent neue Anforderungen an einen stetigen kontinuierlichen Verbesserungsprozess auf allen Ebenen der Unternehmensstrategie stellen. Die Insolvenzen von Unternehmen wie Depot und Butlers zeigen die Abhängigkeit vom Konsumverhalten und der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Branche. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns auch in diesen schwierigen Zeiten für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Schwankungen der Konsumnachfrage sind auf Basis der jetzigen Entwicklung weiter erwartbar, sie sind aber geschäftspolitisch mit der bestehenden Unternehmensstrategie beherrschbar. Die Entwicklung der anhand der Finanzbuchhaltung vorliegenden Umsätze im ersten Quartal des Jahres 2025 lassen nicht auf eine kurzfristige Verbesserung der Umsatzentwicklung schließen. Eine Erholung der Umsatzentwicklung kann für das Jahr 2025 voraussichtlich erst nach dem III. Quartal 2025 erwartet werden. Aufgrund der dargestellten Entwicklung wird für 2025 zwar mit leicht sinkenden Umsatzerlösen gerechnet, jedoch sollten die eingeleiteten Kosteneinsparungen, Werbemaßnahmen und Einkauf der neuen Sortimente zu einem nahezu ausgeglichenen Jahresergebnis führen. Eine Trendwende mit steigenden Erlösen sowie Überschüssen wird frühestens ab dem Jahr 2026 erwartet. Die weiteranhaltende Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte beeinflussen die Umsätze der belieferten fischer‘s Lagerhaus Shops erheblich. Der zurzeit ausbleibende Strukturwandel und die Unsicherheit über die wirtschaftliche und politische Entwicklung lähmen die Industrie- und Konsumkonjunktur. Da zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten wirtschaftliche Maßnahmen der neuen Bundesregierung vorliegen, wird seitens der Wirtschaftsforschungsinstitute nur ein sehr geringes Wirtschaftswachstum mit einem gleichbleibenden Konsumverhalten der privaten Haushalte erwartet. Darauf kann in dem speziellen Marktsegment des Unternehmens nur mit einem außergewöhnlichen Produktsortiment und speziellen Aktionen in den Shops und den Online - Kommunikationsmittel begegnet werden. Die von den Banken vergebenen Darlehen gelten ohne Einschränkungen weiter, so dass die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt ist. Dabei geht die Gesellschaft davon aus, dass die fischer‘s Lagerhaus Shops die momentane oben beschriebene Umsatzkrise überstehen und ab dem Jahr 2026 wieder vermehrt Produkte nachfragen. Sollte die der Prognose zugrundeliegenden Szenarien nicht eintreten, ist unsicher, ob die liquiden Mittel ausreichen, um den Weiterbetrieb der Gesellschaft zu ermöglichen. In diesem Fall wäre der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Geschäftsführung eine strikt konservative Risikopolitik.
Grefrath - Oedt, den 21.07.2025 gez. Udo Fischer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAngaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen Allgemeine Angaben Die fischer ́s GmbH hat Ihren Sitz in Grefrath und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Krefeld (Reg.Nr. HRB 12245). Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der Jahresabschluss umfasst das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2024 und wurde entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung von Gesetz und Satzung aufgestellt. Die Befreiungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 Abs. 2 HGB. (Gesamtkostenverfahren) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach dem Going-Concern-Prinzip, das heißt es wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ausgegangen. Dabei sind alle Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft einzeln unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet worden. Alle bei der Bilanzaufstellung vorhersehbaren Risiken und Verluste sind berücksichtigt worden. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Dabei wurden die Abschreibungen linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto - Einzelwert von 800,00 € sind im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Bewertung der im Eigentum der Gesellschaft stehenden Paletten erfolgte mit einem Festwert (§ 240 Abs. 4 HGB). Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteilsrechte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie wurden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertanpassungen bilanziert. Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs. Fremdwährungsbestände, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres ergeben sich aus der gesonderten Anlage zum Anhang (Anlagespiegel). Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich nach der Restlaufzeit wie folgt:
Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte gemäß § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresüberschusses aufgestellt. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 625.000,00 € und entspricht dem Nennbetrag der Gesellschaftsanteile. Rückstellungen Die zum Bilanzstichtag passivierten sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (T€ 79) und die Rückzahlung der Überbrückungshilfe III (T€ 79), die Verpflichtung zur Prüfung des Jahresabschlusses nebst Steuererklärungen (T€ 47) sowie Aufwendungen für die Aufbewahrung von Unterlagen (T€ 3). Verbindlichkeiten
* Weiterhin bestehen folgende Sicherheiten bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
Sonstige Pflichtangaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Von diesen sind innerhalb eines Jahres 142 T€ fällig. Angaben zu den Finanzanlagen Die nachfolgenden Anteile an verbundenen Unternehmen werden von der Gesellschaft am Bilanzstichtag gehalten:
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die Anzahl der Beschäftigten einschließlich der Geschäftsführer beträgt im Durchschnitt für das Geschäftsjahr 43 Angestellte (Vorjahr 56). Diese verteilen sich wie folgt:
Nachtragsbericht Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag, aber vor Aufstellung des Jahresabschlusses keine eingetreten. Risiken der Geschäftsentwicklung Die Umsätze der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr aufgrund zu geringer Nachfrage durch die „fischer’s“-Shops wie schon im Vorjahr gesunken. Zwar hat die Geschäftsführung Maßnahmen umgesetzt, um die Kosten zu mindern, jedoch konnte der Umsatzrückgang nicht vollständig kompensiert werden. Demzufolge konnten die Umsatz- und Ertragsziele für das Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Für 2025 geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Umsätze aufgrund mangelnder Nachfrage weiter sinken werden, es ist nicht auszuschließen, dass mittelfristig einzelne Shops aufgegeben werden müssen und damit als Abnehmer ausfallen. Sie erwartet aber, dass das Jahresergebnis aufgrund von weiteren Sparmaßnahmen sowie Werbemaßnahmen ausgeglichen gestaltet werden kann. Für die Jahre ab 2026 rechnet die Geschäftsführung dann mit einer Trendwende mit steigenden Erlösen sowie Jahresüberschüssen. Sollte der Umsatzrückgang entgegen den derzeitigen Erwartungen andauern und/oder einzelne Abnehmer ausfallen, ist der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Die aktuellen Planungen gehen davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft aufgrund bestehender Kreditlinien weiterhin gegeben ist. Die Geschäftsführung hat daher den Abschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Sollten die der Planung zugrundeliegenden Szenarien nicht eintreten, ist unsicher, ob die liquiden Mittel ausreichen, um den Weiterbetrieb der Gesellschaft zu ermöglichen. Für weitere Informationen und die Auswirkungen auf die Gesellschaft verweisen wir auf den Lagebericht. Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. August 2025 wird der Jahresfehlbetrag von 379.781,64 € sowie der Gewinnvortrag von 3.651.364,75 € auf neue Rechnung vorgetragen. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Udo Fischer Die Tätigkeit als Geschäftsführer wird im Hauptberuf ausgeübt. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Anlage zm Anhang Anlagenspiegel fischer ́s GmbH zum 31. Dezember 2024
sonstige Berichtsbestandteile
Grefrath-Oedt, den 21.07.2025 gez. Udo Fischer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 11.08.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die fischer's GmbH, Grefrath Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der fischer's GmbH, Grefrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fischer's GmbH, Grefrath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Risiken der Geschäftsentwicklung" im Anhang sowie den Abschnitt "V. Gesamtaussage" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Liquiditätssituation befindet. Wie in Anhang und Lagebericht dargelegt, weisen diese Sachverhalte jeweils auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und jeweils ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 21. Juli 2025 AKKURATA Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Gez. Schweikert, Wirtschaftsprüfer Gez. Hermenns, Wirtschaftsprüfer |
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