Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 2824
Eingetragen
28.8.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel von Kraftfahrzeugen, Zubehör und Ersatzteilen; Kfz-Instandsetzung; Tankdienst mit Service; Wasch- und Pflegedienst; Pannenhilfe im mobilen Einsatz; Auf- und Ausbau des Dienstleistungs- und Servicesektors.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Brust
seit 28.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
70.00%
Günter Brust
30.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

01796 Pirna
124.150 €
59.17%
Günter Brust
01796 Pirna
85.850 €
40.88%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Pirna GmbH

Pirna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

I. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

A. Allgemein

Hohe Inflation, steigende Zinsen und eine mäßige Weltkonjunktur haben die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr 2023 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 Prozent und verzeichnete damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 ein Minus. (Quelle: manager-magazin.de) "Die deutsche Wirtschaft ist gerade in einer schwierigen Phase", sagte OECD-Ökonomin Isabell Koske der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Energiekrise hat Deutschland mehr als andere Staaten getroffen, da die Industrie hierzulande einen enorm wichtigen Platz einnimmt und die Abhängigkeit von russischem Gas viel höher war als in anderen Ländern." Auch habe die hohe Inflation die Kaufkraft der Haushalte gesenkt und damit den Konsum beeinträchtigt. Die aktuelle Haushaltskrise verunsichere Unternehmen und Konsumenten. (Quelle: tagesschau.de)

Im internationalen Vergleich gehört Deutschland mit seinen weiter eingetrübten Perspektiven zu den wachstumsschwächsten unter den Industriestaaten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt Deutschland für 2024 ein niedrigeres Wirtschaftswachstum als fast allen anderen Industrieländern voraus. Das Bruttoinlandsprodukt werde wegen schwächelnder Exporte nur um 0,6 Prozent zunehmen, heißt es im jetzt veröffentlichten "Economic Outlook" der Organisation. Für das laufende Jahr erwarten Experten bestenfalls ein leichtes Wachstum. Einige befürchten sogar, dass Deutschland auch 2024 nicht aus dem Tal herauskommt. (Quelle: ifo.de)

B. Automobilbranche

Insgesamt zeigt sich der Automobilabsatz in Deutschland im Jahr 2023 als dynamisch und vielfältig, mit einer wachsenden Vielfalt an Fahrzeugtypen und Antriebstechnologien. Die Branche befindet sich im Wandel. In Deutschland sind im vergangenen Jahr 2023 signifikant mehr Neuwagen zugelassen worden. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Gesamtjahr um 7,3 Prozent auf 2,84 Millionen. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1 Prozent.

Die Elektromobilität gewinnt Anfang 2023 zunehmend an Bedeutung, sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen. Völlig unerwartet konnten mit Ablauf des 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Vom plötzlichen Stopp des Umweltbonus sind rund 60.000 E-Fahrzeuge betroffen.

Zahlreiche Autohersteller kündigten in der Folge an, selbst für die Prämien aufzukommen. Für viele Käufer hat sich also letztlich der Preis des Fahrzeugs nicht geändert.

Mehr als ein Drittel aller Neuwagen hatten 2023 einen Benzinmotor, der Anteil war damit sogar etwas höher als noch 2022. Der Diesel-Anteil schrumpfte dagegen leicht auf 17,1 Prozent. Hybrid-Modelle hatten einen Marktanteil von 29,5 Prozent, reine Elektroautos kamen auf 18,4 Prozent - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zu 2022. (Quellen: tagesschau.de, auto-motor- und-sport.de)

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

A. Allgemein

Die Autohaus Pirna GmbH ist beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 2824 im Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kraftfahrzeugen, Zubehör und Ersatzteilen sowie die Ausübung der Dienstleistungen: Kfz-Instandsetzung, Kfz-Karosseriebau, Kfz-Pannenhilfe, Kfz-Lackiererei und Kfz Wasch- und Pflegedienst. Die Gesellschaft verfügt über die Handels- und Serviceverträge mit den Herstellern, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Audi.

Basierend auf den gesamtwirtschaftlichen Prognosen im Kfz Markt richtete sich die Geschäftsführung der Autohaus Pirna GmbH im Jahr 2023 auf ein weiteres, sehr herausforderndes Wirtschaftsjahr ein, insbesondere durch die unvorteilhaften Rahmenbedingungen: steigende Energiepreise, steigende Zinsen, Ukrainekonflikt etc.

Die schlechte Lieferfähigkeit der Hersteller setzte sich, entgegen der Erwartungen der Gesellschaft, auch im Jahr 2023 fort. Der Gesellschaft gelang es jedoch auch weiterhin mit kundenorientierten Maßnahmen (Lieferüberbrückungsfahrzeuge etc.) alle Neuwagen- Kundenbestellungen, z.T. auch auf eigene Kosten, aufrechtzuerhalten. Die hohen Auftragsbestände der Vorjahre konnten im Laufe des Jahres etwas abgebaut werden, weisen aber auch weiterhin ein überdurchschnittlich hohes Fahrzeugbestandsniveau auf. Die mangelnde Lieferfähigkeit der Hersteller ergaben einen Neuwagen-Auslieferungsrückgang von -23,7% zum Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang wirkt sich auf den Gesamtumsatz der Gesellschaft aus, welcher zum Stichtag 31.12.2023 um 2,9 % niedriger ggü. dem Vorjahr ausfällt.

Die sehr starken und häufigen Preissteigerungen der Hersteller, im Vergleich noch zu den Vor -Coronajahren, wirken sich stark auf die Nachfrage im Privatkundenbereich aus. Auf Grund des hohen Anteils an Privatkunden, schließt die Gesellschaft mit -80 Fzg. weniger Auftragseingängen das Wirtschaftsjahr 2023 ab.

Positiv hingegen wirken sich die Lieferengpässe der Neuwagen auf die Ertragsseite der Gebrauchtfahrzeuge aus. Der Trend solider Roherträge der Gebrauchtwagenverkäufe aus den Jahren 2021 und 2022 setzte sich auch im gesamten Wirtschaftsjahr 2023 fort.

Nach den Bauinvestitionen 2018 (1,2 Mio. € Werkstattgebäude und neue Waschstraße) und 2019 (werterhaltende bzw. energieschonende Sanierungen der Bestandsgebäude) hat sich die Geschäftsleitung auf Grund der Unsicherheiten, analog der Jahre 2021 und 2022, für Investitionen mit Augenmaß entschieden. Die Investitionen beliefen sich im Jahr 2023 hauptsächlich in werterhaltenden Maßnahmen der Immobilien, Digitalisierung sowie Werkzeugneuanschaffungen für den Servicebereich.

B. Finanzen

Das Rating der Gesellschaft wurde in den Bankengesprächen 2023 erneut auf ein sehr gutes Niveau eingestuft. Basis hierfür ist die nochmals gewachsene Eigenkapitalquote aus der Thesaurierung von Ergebnisüberschüssen der Vorjahre auf eine Eigenkapitalquote von 49,9 %. Mit dem erneuten Jahresüberschuss aus dem Wirtschaftsjahr 2023 verfügt die Gesellschaft über eine sichere Liquiditätsausstattung, welche deutlich über dem Kfz-Branchendurchschnitt liegt. Das damit zur Verfügung stehende Eigenkapital versetzt die Gesellschaft zunehmend in die Lage, einen Großteil der Warenbestände selbst zu finanzieren. Der täglich aufgenommene Bedarf an Fremdfinanzierung beträgt in Abhängigkeit der Warenbestände zum Stichtag 31.12.2023 1,8 Mio. €. Demnach wirkten sich die stark gestiegenen Zinssätze, durch die Erhöhung der Leitzinsen an den Kapitalmärkten, nicht so drastisch auf die Gesellschaft aus.

C. Neuwagen

Die bereits erläuterten Thematiken der Automobilbranche in Deutschland, mit einem maßgeblichen Einfluss von Lieferengpässen, wirkten sich im vollen Umfang auch auf das Marktgebiet der Gesellschaft und deren Neuwagenauslieferungen aus. Die anhaltende Unplanbarkeit von Neuwagenlieferterminen aus den Vorjahren setzt sich auch im Jahr 2023 fort. Die Gesellschaft setzte aus diesem Grund einen besonderen Fokus auf die Stabilisierung der exzellenten Kundenzufriedenheitswerte, in Form von Ersatzmobilitätsangeboten, z.T. auf eigene Kosten.

Basierend auf der Liefer- und Kundennachfragesituation blieben im gesamten Jahr 2023 weitestgehend sämtliche Neuwagenverkaufsförderaktionen der Hersteller aus. Steigende Energie- und Rohstoffpreise veranlasste die Hersteller zu mehrfachen Preisanpassungen bei Neuwagen. Lediglich die Förderung in Zusammenhang mit der Bundesförderung für Elektro- und Plug-in Hybrid Neuwagen wurde, unter diversen Einschränkungen und mit einem abrupten Ende im November 2023, fortgesetzt. Dementsprechend zeichnet sich auch im Jahr 2023 eine Zurückhaltung der Kundennachfrage bei Neuwagen ab.

Die Gesellschaft schloss unter diesen Voraussetzungen das Wirtschaftsjahr mit 317 Auftragseingängen und damit 80 Fahrzeugen weniger als im Vorjahr 2022 ab. Im Bereich der Neuwagenauslieferungen an Endkunden lieferte die Gesellschaft 344 Fahrzeuge aus. Dies entspricht 107 Auslieferungen weniger als im Vorjahr 2022.

Der Auftragsbestand liegt zum Stichtag 31.12.2023 mit 200 Kundenbestellungen der Marken Audi, Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge nur 5 Fzg. unter dem Vorjahr. Dieser weiterhin sehr hohe Auftragsbestand verleiht der Gesellschaft eine starke Stabilität für die kommenden Monate im Wirtschaftsjahr 2024. Bei allen Verkaufsangaben handelt es sich um reine Kundengeschäfte, ohne Zulassungen für eigene Vorführ- und Mietwagen.

D. Gebrauchtwagen

Die Kundennachfrage, insbesondere an günstigen Gebrauchtfahrzeugen, blieb auch im Geschäftsjahr 2023 sehr stabil. Höhere Leasingraten auf Grund fehlender Aktionen, gestiegener Zinsen sowie erhöhten Neuwagenpreise, veranlassten den Kunden zunehmend zu einem Herauskaufen des Fahrzeuges nach Leasingbeendigung, statt eines neuen Leasingabschlusses. Damit kamen im Jahr 2023 deutlich weniger Fahrzeug Inzahlungnahmen für das Gebrauchtwagensortiment zustande. Die Herausforderung bestand somit im Gebrauchtwagenzukauf auf dem freien Markt.

Die Gesellschaft etablierte hierzu eine neue Planstelle im Gebrauchtwagenbereich. Durch diesen neuen strategischen Schritt gelang es der Gesellschaft, trotz weniger Neuwagenauslieferungen zum Vorjahr und den zunehmenden Übernahmen der Leasingrückläufer, das Wirtschaftsjahr 2023 dennoch mit 763 Gebrauchtwagenverkäufen und damit 34 Fahrzeugen über dem Vorjahr abzuschließen.

Daraus resultierend konzentrierte sich die Verkaufsleitung weiterhin auf die Hebung zusätzlicher Potentiale in den Leasing- und Finanzierungsrücknahmeprozessen. Besonderes Augenmerk lag hierbei im Fahrzeugaufbereitungsprozess, vom Tag des Fahrzeugankaufs bis zur Fertigstellung als Verkaufsfahrzeug (sog. Standzeit 1). Diese Strategie, mit dem Fokus auf Effizienz der internen Abläufe, wirkte sich deutlich positiv auf die Ergebnisbeiträge der Gebrauchtwagensparte aus.

Diese Maßnahmen wirkten sich insgesamt positiv auf die Gebrauchtwagen Bestandsergebnisse zum Stichtag 31.12.2023 aus. Der Gebrauchtwagenbestand belief sich zum Jahresende auf 86 Fzg.

(-33 Fzg. zum VJ) und einem Warenwert von 1.584 T€ (-778 T€ zum VJ). Die durchschnittlichen Standtage konnten mit 51 Tagen nochmals um 4 Standtage zum Vorjahr reduziert werden. Lediglich 2 Fzg. weisen eine länger Standzeit als 180 Tage zum Stichtag aus. Mit einer nochmals zum Vorjahr gestiegenen Umschlaghäufigkeit von 9,6 (+0,4 zum VJ) und dem gesunden Fahrzeugbestand, ist die Gesellschaft auch für das kommende Wirtschaftsjahr 2024 optimal aufgestellt.

E. Service

Strategisch stellen die Serviceabteilungen Mechanik, Karosseriebau und Fahrzeuglackierung die tragenden Säulen im Autohausbetrieb der Gesellschaft dar. Die größte Herausforderung im Servicebereich bleibt auch im Jahr 2023 die Kapazitätsplanung, auf Grund schwer einschätzbarer Serviceereignisse durch eine stetig wachsende Anzahl an Kunden ohne Terminvereinbarung (Liegenbleiber, Notfälle etc.) optimal im Planungssystem abzubilden. Aus den Erfahrungen der Gesellschaft spiegelt sich eine optimale Kapazitätsplanung unmittelbar in der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit wider, zwei Hauptfaktoren, auf die seit einigen Jahren sehr großen Wert gelegt wird.

Das angestrebte Planungsziel von 30.000 verkauften Servicestunden wurde mit 30.711 verk. Std. erreicht, welches mit -404 Std. leicht unter dem Vorjahresergebnis liegt. Die Gesellschaft verzeichnete über das gesamte Jahr eine Vollauslastung in allen Servicebereichen. Bedingt durch die hohe Kundenzufriedenheit und Loyalität der Servicekunden betrug der Terminvorlauf im Service, trotz zusätzlichen Produktivpersonals, zwischen 2-4 Wochen. Die weniger erzielten Servicestunden ergaben sich aus krankheitsbedingten Personalausfällen.

Die Gesellschaft legt weiterhin großes Augenmerk auf die Ausbildung junger Fachkräfte für den Servicebereich. Auch im Wirtschaftsjahr 2023 konnten alle altersbedingten Personalabgänge durch neu ausgebildetes Personal abgedeckt werden.

F. Teiledienst

Beeinflusst von der sehr guten Serviceauslastung sowie auch der inflatorischen Preisentwicklung bei Ersatzteilen, schloss die Abteilung Teiledienst das Wirtschaftsjahr 2023 mit einem erneut höheren Nettoerlös von 3,74 Mio. € (+0,36 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr ab. Ein ähnliches Bild spiegelt sich auch im Wareneinkauf von VW Originalteilen wider. Mit einem Einkaufswert von 1,97 Mio. € wurde der Vorjahreswert nochmals um 7,4% übertroffen. Zum Stichtag 31.12.2023 betrug der Lagerwert für Original-Ersatzteile 163,2 T€ (VJ 157,5 T€).

Die logistischen Vorteile in der Teilelieferung des Herstellers werden weiterhin intensiv genutzt, um den Gesamtlagerbestand auf einem niedrigen Niveau zu halten. Auf Grund der guten Liquiditätslage und in Abstimmung mit der Volkswagen AG erfolgt die Finanzierung des gesamten Teilebestandes über die Gesellschaft selbst. Damit konnten weitere Warenfinanzierungskosten gesenkt werden.

Das Kundenangebot zur professionellen Einlagerung von Rädern und Reifen entwickelt sich weiterhin sehr positiv, insbesondere als ein Instrument der Kundenbindung. Zur digitalen Weiterentwicklung dieses Prozesses investierte die Gesellschaft in zusätzliche Hardware und Lagerlogistik. Derzeit lagert die Gesellschaft über 5.000 Kompletträder von Kundenfahrzeugen ein und wird dieses Geschäftsmodell auch in Zukunft weiter professionalisieren.

Die Ersatzteilsparte der Volkswagen AG, OTLG prämierte die Gesellschaft zu den Top 100 Volkswagenhändlern in Deutschland, basierend auf den Gesamtergebnissen im Wirtschaftsjahr 2023.

G. Personal

Neben dem zunehmenden Mangel an Fachkräften entwickeln sich im Wirtschaftsjahr 2023 die Forderungen nach Inflationsausgleichen in Form von höheren Gehältern parallel zu den neuen Herausforderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Als Reaktion auf diese Entwicklung wurden auch im Jahr 2023 weitere Lohn-und Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 5% sowie Jahresabschlussprämien im Rahmen der steuerlich begünstigten Inflationsprämie durchgeführt. Die Gesellschaft beabsichtigt, damit verbundene Steigerungen der Personalkosten sowie sämtliche Plan- und Ausbildungsstellen im Unternehmen nochmals intensiv zu prüfen.

Im Vergleich zum Vorjahr 2022 weist die Gesellschaft zum Stichtag 31.12.2023, bedingt durch eine geplante Reduzierung von 4 festangestellten Mitarbeitern und 2 AZUBI, einen Gesamtpersonalbestand von 90 Personen (- 6 VJ) auf. Zudem wird Mitarbeiterwünschen aus den Personaljahresgesprächen, Altersteilzeitmodelle bzw. die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit betreffend, stets wohlwollend stattgegeben. Die Zunahme der Personalgesamtkosten belief sich zum Stichtag auf +10,5% im Vergleich zum Vorjahr.

Die bleibenden Herausforderungen liegen in der weiteren Besetzung freiwerdender Planstellen durch Fachpersonal und die Erhaltung der Motivation aller Angestellten. Die Gesellschaft hat sich hierzu bereits frühzeitig strategisch aufgestellt und setzt auf eine umfangreiche Ausbildung im handwerklichen und kaufmännischen Bereich. Die Frühauswahl der potentiellen Bewerber werden während Schulpraktika und ähnlicher Probearbeitstage getroffen. Bislang konnten alle planmäßig freigewordenen Planstellen mit eigenen Fachkräften nachbesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden wieder 1 AZUBI im kaufmännischen und 1 AZUBI im Bereich Mechanik unter Vertrag genommen.

Der Personalabwesenheitsgrad aufgrund von Krankheit konnte im laufenden Wirtschaftsjahr 2023 deutlich gesenkt werden. Maßnahmen wie eine gesunde Mittagsversorgung, monatliche Gesundheitsboni und Jahresendprämien haben im hohen Maße dazu beigetragen, nicht nur den Gesundheitsstand, sondern auch die Motivation zu steigern. Erfreulicherweise sind auch weiterhin keine unplanmäßigen Personalabgänge im Gesamtjahr 2023 erfolgt, was deutlich für ein gesundes Betriebsklima spricht.

Die Geschäftsführung legt auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und führt aus diesem Grund weiterhin mit jedem Mitarbeiter ein jährliches Personaleinzelgespräch durch. Hierbei werden neben der Zufriedenheit auch Entwicklungsmöglichkeiten besprochen sowie Stärken-Schwächen-Analysen erarbeitet.

H. Investitionen

In der strategischen Planung der Gesellschaft treten immer häufiger Investitionen der Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Auf Grundlage dessen wurden die Mitarbeiter in den Informationsveranstaltungen und hausinterner Kommunikation zu einem umweltschonenden und ressourcenensparenden Verhalten aufgefordert. Dementsprechend beliefen sich die nachhaltigen Investitionen im Wirtschaftsjahr 2023 auf:

- Kauf und Installation einer neuen Solaranlage (50 KV-Leistung)

- den Erwerb neuer Öltanks nach neusten Umweltrichtlinien

- den Umbau der gesamten Öllagerung und Ölleitung nach neusten Umweltrichtlinien

- die Umrüstung der Lackiermischbank nach neusten Umweltrichtlinien

- den Erwerb eines elektr. betriebenen Gabelstaplers

- Investitionen in eine neue Organisation des gesamten Recyclingprozesses

Des Weiteren wurden Investitionen in:

- eine neue Telefonanlage

- den Lagerumbau sämtlicher Spezialwerkzeuge

- IT Serverkapazitäten

- den Bau einer zusätzlichen Mitarbeiterfluchttreppe aus Sicherheitsmaßnahmen

- und einer neue Mitarbeiterküche im Speiseraum

getätigt.

Die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr 2023 liegen auf dem Niveau des Vorjahrs 2022.

I. Zusammenfassung

Die Gesellschaft schloss das Wirtschaftsjahr 2023 mit einem Gesamterlös von 33.243 T€ (VJ: 34.228 T€) ab. Trotz des leichten Umsatzrückgangs konnte die Rohertragsquote noch einmal zum starken Vorjahreswert von 25,8% auf einen neuen Rekordwert von 27,5% gesteigert werden. Dieses Rohertragsergebnis zeigt deutlich den Fokus der Geschäftsführung auf die Erträge sämtlicher Waren- und Dienstleistungsgeschäfte.

Der anhaltende positive Ertragswandel im Bereich der Gebrauchtwagen, weitere interne Kosteneinsparungspotentiale sowie die sehr hohe Kundenzufriedenheit (4,9/5 Sterne bei mobile.de) führen zu einem erneut positiven Gesamtjahresergebnis. Die Gesellschaft, Autohaus Pirna GmbH, liegt mit dem Jahresabschlussergebnis deutlich über dem branchenüblichen Durchschnitt. Die Geschäftsführung setzt sich in Ausblick auf die kommenden Jahre weiterhin ernsthaft die Zielsetzung, stetig Kostensenkungspotentiale zu analysieren, Prozesse ihre Effizienz betreffend zu betrachten und ggf. Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig zu gefährden.

II. Bericht über die zukünftigen Entwicklungen sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

A. Ausblick und Entwicklung des Unternehmens

Die sog. "Corona-Jahre" 2020-2022 haben gewisse wirtschaftliche Veränderungen ausgelöst, die den Jahreszeitraum 2023 geprägt haben und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren berücksichtigt werden müssen. Hierzu zählen die Auswirkungen des weiter andauernden Ukrainekonflikts, insbesondere auf die Energiepreise, der drastische Anstieg des Zinsniveaus sowie insgesamt sehr unsichere und schwer planbare Preisentwicklungen sämtlicher Hersteller und Dienstleister.

Im Automobilsektor wirken sich die unerwartet frühzeitige Beendigung der staatlichen Elektromobilitätsförderung vom November 2023 und die zunehmende Umstellung der Autobauer vom klassischen Vertrieb hin zum Agenturmodell aus. Auch der Volkswagen Konzern stellt sukzessive sein Vertriebsmodell auf ein Agentursystem um, wobei die Art der Agentur, die davon betroffenen Modelle und der Zeitrahmen innerhalb der Konzernmarken sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Erste Auswirkungen auf die Gesellschaft zeigen sich bereits im Wirtschaftsjahr 2023 mit der Einführung des Agenturmodells für alle VW PKW Vollelektromodelle (sog. I.D. Modelle).

Für die Jahre 2024 ff. ist der Agenturvertrag mit der Marke Audi für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge durch die Gesellschaft unterzeichnet. Gleiches gilt auch für die Marke VW Nutzfahrzeuge, die ihre Elektromodelle der Gesellschaft ebenfalls über ein Agentursystem anbietet. Alle bestehenden Handelsverträge bleiben von dieser Umstellung unberührt.

Basierend auf diesen neuen Rahmenbedingungen konzentriert sich die Gesellschaft auf eine exzellente Bearbeitung des operativen Tagesgeschäfts mit dem Hauptschwerpunkt hohe Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.

Nach Einschätzung der Gesellschaft wird auch in naher Zukunft eine sehr hohe Kundennachfrage an handwerklich ausgeübten Dienstleistungen bestehen bleiben. Das Wettbewerbsumfeld nimmt auch weiterhin durch Fachkräftemangel und Zunahme der Komplexität ab. Es ist davon auszugehen, dass im Marktverantwortungsgebiet der Gesellschaft, einzelne Marken bzw. freie Werkstätten, in Zukunft nicht mehr vertreten sein werden, was ein zusätzliches Kundenpotential schafft. Des Weiteren ist im Servicebereich der Trend zu erkennen, dass aktuelle Fahrzeugmodelle sowie Fahrzeuge der zunehmend auf den Markt kommenden Elektromobilität, auf Grund ihrer hohen Komplexität, nur noch in Fachwerkstätten mit entsprechender Werkstattinfrastruktur und Vernetzung zum Hersteller repariert werden können.

Durch die weiterhin andauernden Lieferschwierigkeiten von Neuwagen ist ein Trend zu mehr Reparaturvolumen je Fahrzeug im Servicebereich zu erkennen. Die Gesellschaft rechnet hierbei mit einer weiteren Zunahme des Werkstattgeschäfts in den nächsten 5 Jahren, trotz aufkommender Elektromobilität. Mit den durchgeführten Personalentscheidungen und der Personalstrategie ist das Unternehmen für ein Servicewachstum innerhalb der nächsten Jahre sehr gut aufgestellt.

Gesamtbetrieblich hat die stetige Zunahme der Eigenkapitalquote sowie die endgültige Tilgung des Neubaukredits zum 30.08.2015 der Gesellschaft eine finanzielle Stabilität verliehen. Basierend auf den Werten der Kunden- und Mitarbeiterloyalität im Jahr 2023 blickt die Gesellschaft, trotz anstehender Herausforderungen, optimistisch in das kommende Wirtschaftsjahr 2024. Dies unterstreichen auch die exzellenten Kundenzufriedenheitswerte, wie bspw. die 4,9 Sterne Bewertung bei der wichtigsten Verkaufsplattform für Gebrauchtfahrzeuge, mobile.de.

Die aktuellen Prognosen über die wachsende Entwicklung der Einwohnerzahlen für das Marktverantwortungsgebiet, insbesondere durch die Nähe zur Großstadt Dresden sowie die Nachfrage- und Ergebnissteigerung im Gebrauchtwagenbereich, unterstreichen diese Sichtweise auch hinsichtlich der kommenden 5 Jahre.

B. Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über keinerlei Währungsrisiken. Gesamtwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der schlanken Prozess- und Personalaufstellung in der Gesellschaft nicht zu erwarten.

Aus Sicht der Geschäftsführung liegen zukünftig die Top 3 Risiken für die Gesellschaft in:

1. Thema Fachkräftemangel auf dem Personalsektor

2. Risiko bei zukünftigen Leasingrücknahmen von hochpreisigen Elektrofahrzeugen

3. IT-Stabilität und Sicherheit vor Cyber Angriffen

Dementsprechend erarbeitet die Geschäftsführung Konzepte, Prozesse und Maßnahmen, um diesen Top 3 Risikofaktoren entgegenzuwirken.

Risiken in der vertraglichen Zusammenarbeit mit dem Hersteller sieht die Gesellschaft auf Grund der weiterhin angebotenen Agenturverträge nicht. Die europäisch geforderten Umstellungen von Verbrennungsmotoren auf reine Elektromobilität sowie auch die weitere Vermarktung dieser als junge Elektrogebrauchtwagen sieht die Gesellschaft als sehr kritisch und risikobehaftet an. Hierauf wird in den kommenden Jahren ein verstärktes Augenmerk der Risikoeinschätzung für die Gesellschaft gelegt. Zur Minimierung des Restwertrisikos bei Finanzierungs- und Leasingrückläufern nimmt die Gesellschaft bei allen drei Herstellermarken am jeweiligen Restwertstützungsmodell teil.

Von größeren baulichen Investitionen sieht die Gesellschaft auf Grund der zu unsicheren Wirtschaftslage eher ab. Investitionen werden lediglich mit Augenmaß und im Rahmen der liquiden Mittel in Erhaltungsaufwendungen sowie in Personal und deren Arbeitsmittel vorgenommen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird aus den Bankengesprächen mit sehr gut eingeschätzt. Die sukzessive Umstellung der Hersteller auf Agenturvertriebsmodelle wird der Gesellschaft in Zukunft durch den Abbau von eigenen Lagerwagen weitere liquide Mittel freisetzen.

Die Gesellschaft legt seit einigen Jahren hohen Wert auf eine Risikominimierung durch IT-Systemausfälle. Hierzu wurde bereits eine eigene Planstelle geschaffen und mit einem IT-Administrator besetzt sowie jährlich in aktuelle Server- und Sicherheitstechnik investiert.

Personalseitig sieht sich die Gesellschaft auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen Rückgang an Fachkräften eingestellt. Die Gesellschaft legt weiterhin einen hohen Wert auf die Personalausbildung (AZUBI) und Qualifikation des Mitarbeiterstamms. Alle bereits planbaren altersbedingten Personalabgänge der nächsten 3 Jahre wurden durch die Gesellschaft mit möglichen Nachbesetzungsszenarien versehen. Die direkt der Geschäftsführung unterstellte Abteilungsleiterebene wurde sehr breit und mit einer flachen Hierarchie aufgestellt, um bei möglichen Personalabgängen keine wirtschaftliche Schieflage zu erleiden.

 

Pirna, 9. Juni 2024

gez. Sven Brust, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.958.676,94 5.755.986,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.619,51 15.542,51
II. Sachanlagen 5.948.974,85 5.739.361,30
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.142.597,85 3.216.864,85
2. technische Anlagen und Maschinen 574.870,00 375.979,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.203.004,00 2.124.156,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.503,00 22.361,45
III. Finanzanlagen 1.082,58 1.082,58
1. Beteiligungen 1.022,58 1.022,58
B. Umlaufvermögen 7.935.743,46 6.490.957,65
I. Vorräte 4.944.251,02 4.428.551,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.398.419,06 1.775.138,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 593.073,38 287.267,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.773,00 10.985,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.896.193,40 12.257.929,04

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.939.084,19 6.270.677,12
I. gezeichnetes Kapital 210.000,00 210.000,00
II. Gewinnrücklagen 12.782,30 12.782,30
III. Gewinnvortrag 5.647.894,82 4.943.503,11
IV. Jahresüberschuss 1.068.407,07 1.104.391,71
B. Rückstellungen 771.326,51 1.081.891,13
C. Verbindlichkeiten 6.185.782,70 4.905.360,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.942.808,00 2.716.006,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 218.555,80 175.185,47
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.896.193,40 12.257.929,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.150.609,60 8.852.255,02
2. Personalaufwand 5.100.622,65 4.615.950,98
a) Löhne und Gehälter 4.043.752,64 3.690.307,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.056.870,01 925.643,43
davon für Altersversorgung 9.554,69 8.564,09
3. Abschreibungen 697.590,70 628.260,01
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 697.590,70 628.260,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.698.810,11 1.920.462,87
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 378,56 0,00
5. Erträge aus Beteiligungen 166,05 164,53
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.039,77 772,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.705,11 90.102,88
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 464.313,62 466.811,95
9. Ergebnis nach Steuern 1.097.773,23 1.131.603,85
10. sonstige Steuern 29.366,16 27.212,14
Jahresüberschuss 1.068.407,07 1.104.391,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Autohaus Pirna GmbH mit Sitz in 01796 Pirna, Königsteiner Straße 5 ist beim Amtsgericht Dresden unter HRB 2824 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Autohaus Pirna GmbH, Pirna, wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs (§ 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Schutzklausel des § 286 HGB ist bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge in Anspruch genommen worden.

Von der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht abgewichen. Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in 2023 beibehalten worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind, soweit handelsrechtlich möglich, an den steuerlichen Vorschriften ausgerichtet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Vorführwagen und die Mietwagen werden über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 800 Euro netto wurden sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Der Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten. Wertberichtungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Maße vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen wurden in entsprechender Höhe vorgenommen, um die Forderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung sind in der Höhe angesetzt, wie sie vor dem Abschlussstichtag geleistet wurden und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Die bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung gewonnenen Erkenntnisse sind berücksichtigt.

Unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB die saldierungspflichtigen Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Ein verpfändetes Rückdeckungsvermögen zu diesen Verpflichtungen besteht nicht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren und einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 % abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgt nach dem Teilwertverfahren und unter Verwendung der Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck. Eine Lohn- und Gehaltssteigerung (§ 285 Satz 1 Nr. 24 HGB) und eine Rentensteigerung wurde nicht berücksichtigt.

Durch das am 17. März 2016 in Kraft getretene "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilien- kreditrichtlinie und zur Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften" ist die Einführung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes statt des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes für die Abzinsung sowie die Einführung einer Ausschüttungssperre für den Unterschiedsbetrag neu geregelt worden.

Der Zinsfuß beträgt 1,82 % bei dem in 2016 erstmals anzuwendenden 10-Jahresdurchschnitt, bei einem für alle Zeiträume vor 2016 anzuwendenden 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes wäre der anzuwendende Zinsfuß 1,74 %. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung zum veränderten Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 1.347,00 Euro (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die Position der sonstigen Rückstellungen umfasst ausschließlich ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage) dargestellt.

Die Vorräte wurden mit dem niedrigeren Wert angesetzt. Außerdem wurde eine Abwertung bei den Fahrzeugen in Höhe von 51,0 TEuro (Vj. 87,2 TEuro) vorgenommen. Eine Abwertung der Ersatzteile infolge längerer Reichweite war in 2023 (Vj. 0,0 TEuro) nicht vorzunehmen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Entsprechende Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital in Höhe von insgesamt 6.939,1 TEuro aus. Das gezeichnete Kapital beträgt 210,0 TEuro und wurde mit der Urkunde (URNr. 406 / 2007 Notar Dr. Liessem, Pirna) festgesetzt. Der Gewinnvortrag in Höhe von 5.647,9 TEuro ergibt sich als Saldo des Jahresüberschusses 2022 (1.104,4 TEuro) abzüglich der Gewinnausschüttung (400,00 TEuro) und dem Gewinnvortrag 2022 (4.943,5 TEuro). Aus der Gewinn- und Verlustrechnung entsteht für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.068,4 TEuro.

Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten werden im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten § 285 Nr. 2 HGB Gesamtbetrag
TEUR
mit RLZ bis 1 Jahr
TEUR
mit RLZ von 1 bis 5 Jahren
TEUR
mit RLZ von über 5 Jahren
TEUR
1. gegenüber Kreditinstituten 3.942,8 3.860,7 57,1
2. gegenüber Gesellschaftern 218,6 218,6 0,0
3. aus sonstigen Verbindlichkeiten 2.024,4 2.024,4 0,0
Gesamt 6.185,8 6.103,7 57,1 25,0

Die Bankdarlehen dienen kurzfristig der Einkaufsfinanzierung von Fahrzeugen und sind entsprechend mit der Sicherungsübereignung der betreffenden Fahrzeuge und mit einer Bürgschaft von Herrn Sven Brust über 300,0 TEuro und 250,0 TEuro besichert. Zusätzlich besteht eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 200,0 TEuro bei der R+V Allgemeine Versicherung.

Es wurde eine Verbindlichkeit für Leasingrückläufer für den Zeitraum bis 2029 in Höhe von 299,9 TEuro gebildet.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 4,6 TEuro.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 172,9 TEuro (Vj. 193,2 TEuro).

Sonstige Pflichtangaben

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 86 Mitarbeiter (25 produktive Mitarbeiter, 50 sonstige Mitarbeiter - einschließlich Geschäftsführer - 11 Mitarbeiter Verkauf) beschäftigt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Sven Brust - Dipl.-Kfm., Pirna

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.068,4 TEuro einschließlich des Gewinnvortrags in Höhe von 5.647,9 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres lagen nicht vor. Im Weiteren wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Pirna, 9. Juni 2024

gez. Sven Brust, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 65.735,68 0,00 0,00 0,00 0,00 65.735,68
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 65.735,68 0,00 0,00 0,00 0,00 65.735,68
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 9.080.180,97 15.986,00 0,00 0,00 0,00 9.096.166,97
technische Anlagen und Maschinen 1.182.310,23 82.953,33 0,00 16.193,60 191.769,75 1.440.839,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.891.050,20 3.013.935,62 0,00 2.833.945,51 -0,09 4.071.040,22
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.361,45 198.175,30 0,00 264,00 -191.769,75 28.503,00
Summe Sachanlagen 14.175.902,85 3.311.050,25 0,00 2.850.403,11 -0,09 14.636.549,90
Finanzanlagen
Beteiligungen 1.022,58 0,00 0,00 0,00 0,00 1.022,58
Genossenschaftsanteile 60,00 0,00 0,00 0,00 0,00 60,00
Summe Finanzanlagen 1.082,58 0,00 0,00 0,00 0,00 1.082,58
Summe Anlagevermögen 14.242.721,11 3.311.050,25 0,00 2.850.403,11 -0,09 14.703.368,16
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 50.193,17 6.923,00 0,00 0,00 0,00 57.116,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 50.193,17 6.923,00 0,00 0,00 0,00 57.116,17
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.863.316,12 90.253,00 0,00 0,00 0,00 5.953.569,12
technische Anlagen und Maschinen 806.331,23 64.831,08 0,00 5.192,60 0,00 865.969,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.766.894,20 535.583,62 0,00 434.441,60 0,00 1.868.036,22
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.436.541,55 690.667,70 0,00 439.634,20 0,00 8.687.575,05
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.486.734,72 697.590,70 0,00 439.634,20 0,00 8.744.691,22
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 0,00 8.619,51 15.542,51
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 8.619,51 15.542,51
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0,00 3.142.597,85 3.216.864,85
technische Anlagen und Maschinen 0,00 574.870,00 375.979,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.203.004,00 2.124.156,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.503,00 22.361,45
Summe Sachanlagen 0,00 5.948.974,85 5.739.361,30
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.022,58 1.022,58
Genossenschaftsanteile 0,00 60,00 60,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.082,58 1.082,58
Summe Anlagevermögen 0,00 5.958.676,94 5.755.986,39

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Autohaus Pirna GmbH, Pirna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Pirna GmbH, Pirna - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Pirna GmbH, Pirna für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 9. Juni 2024

Dr. Heide & Noack PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

gez. Heike Noack, Wirtschaftsprüferin

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