Boecker Stahl-Service GmbH

Eickhofstraße 13, 58239 Schwerte, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 1602
Vorher
Boecker Handelsgesellschaft mbH
Eingetragen
12.4.1983
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Der Handel mit Walzstahlerzeugnissen und deren Anarbeitung durch Längs- und Querteilen sowie der Handel mit Waren aller Art und die Beteiligung an vergleichbaren Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Ewald Stutz
seit 2.3.2020
Geschäftsführer
Thomas Neumann
seit 5.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Am Kellerhofe 15, 58093 Hagen
30.800 €
Am Kellerhofe 15, 58093 Hagen
102.300 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Boecker Stahl-Service GmbH

Schwerte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Grundlagen des Unternehmens

Wir sind ein weltweit aktives Stahl-Service Center und spezialisiert auf kaltgewalzte, oberflächenveredelte Flachprodukte wie Coils, Bleche und Spaltband und deren Anarbeitung.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Rohstahlproduktion ist im Jahr 2023 um 4% auf 35,4 Mio Tonnen gesunken. Damit hat Deutschland in 2023 so wenig Stahl hergestellt wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Niedriger war das Produktionsvolumen zuletzt während der Finanzkrise 2009.

2. Geschäftsverlauf

Wir blicken auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2022/23 zurück und konnten unsere Erwartungen übertreffen.

Im Vergleich zum Vorjahr sank zwar der Umsatz um 8,5% jedoch konnten wir die abgesetzte Tonnage um 7,3% steigern.

Aufgrund der Zinssteigerungen im Geldmarkt, mussten wir einen leichten Rückgang des Ergebnisses vor Steuern hinnehmen.

Die Lage des Unternehmens ist derzeit als positiv zu bezeichnen.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von T€ 125.879 im Geschäftsgeschäftsjahr 2022/23 auf T€ 115.440 gesunken.

Die verkaufte Tonnage stieg in dem Geschäftsjahr um ca. 8.000 to. auf 119.652 to.

Die Materialaufwandsquote ist im Geschäftsjahr 2022/23 um mehr als 1%-Punkt gesunken und lag bei 90,8%

Das Rohergebnis von T€ 10.427 liegt T€ 239 über dem Niveau des Vorjahres.

Per Saldo haben sich die betrieblichen Aufwendungen um T€ 203 erhöht. Das Betriebsergebnis liegt auf Vorjahresniveau.

Das negative Finanzergebnis hat sich infolge des gestiegenen Finanzierungsaufwands um T€ 670 erhöht. Aufgrund der Einzelwertberichtung einer Kundenforderung verminderte sich das neutrale Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um T€ 288.

Das Ergebnis nach Steuern lag gegenüber dem Vorjahr mit T€ 2.091 um T€ 469 unter dem Vorjahresergebnis. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit unserem Gesellschafter wird ein Jahresergebnis von T€ 0 ausgewiesen.

Der bestehende Kundenstamm konnte gehalten und die Verkaufsmenge bei größeren Kunden erhöht werden.

Durch den hohen Bedarf innerhalb der Niedax-Gruppe sind wir jederzeit in der Lage unsere Anlage mit diesen Mengen auszulasten.

b) Finanzlage

Die Finanzsituation der Gesellschaft ist geordnet und stabil. Wir sind jederzeit in der Lage, unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken machen ca. 20% der Bilanzsumme aus.

Aufgrund gesunkener Einkaufspreise und einem stärkeren Bezug vom Waren in Europa, konnten wir darüber hinaus auch die Darlehen von Unternehmen der Niedax-Gruppe um ca. T€ 5.900 reduzieren. Diese Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern machen 47% der Bilanzsumme aus.

Die Höhe wird im Wesentlichen aus dem Kapitalbedarf zur Finanzierung unseres Lagers und den Forderungen bestimmt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 11,0% der Bilanzsumme. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

c) Vermögenslage

Unsere Vermögenslage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

Bezogen auf die deutlich reduzierte Bilanzsumme - im Wesentlichen aufgrund gesunkener Lagerbestände und Stahlpreise - ist die Eigenkapitalquote mit 19,6% im Vergleich zum Vorjahr (13,0%) um mehr als 6%-Punkte gestiegen.

d) nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir verfügen über einen langjährigen, erfahrenen Mitarbeiterstamm.

Unser jährlich überwachtes Qualitätsmanagementsystem und eine kleine Reklamationsquote sind die Grundlagen für eine hohe Kundenzufriedenheit.

Unsere Arbeitsschutzmaßnahmen werden ständig überwacht und alle Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen.

e) Gesamtfazit zum Geschäftsjahr 2022/23

Wir konnten trotz starker Preisschwankungen (Nov. 2022 - Mai 2023 kaltgewalzte Flacherzeugnisse +19%, andere Flacherzeugnisse + 15 % Mai 2023 - November 2023 kaltgewalzte Flacherzeugnisse minus 26 %, andere Flacherzeugnisse minus 25 %) die weiterhin gute Nachfrage nutzen und im abgelaufenen Geschäftsjahr ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.

Die Grundlage hierfür ist ein Kundenstamm aus vielen Industriebereichen verbunden mit langjährigen und guten Werkskontakten.

Der anhaltende völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine beeinflusste weiterhin negativ die Weltkonjunktur und die Entwicklung bei wichtigen stahlverarbeitenden Branchen in Deutschland und Europa.

Prognosebericht

Um das Unternehmen weiter in der Erfolgsspur zu halten, werden wir versuchen, die Zusammenarbeit mit den neuen Beschaffungsmärkten zu intensivieren und auf der Vertriebsseite die Kundenakquise zu forcieren.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Der am Jahresbeginn oft zu beobachtende Preisanstieg der Flachstahlpreise war in diesem Jahr 2024 von unüblich kurzer Dauer. Trotz der verbreitet niedrigen Lagerbestände hielt sich der Bestandsaufbau in Grenzen. Grund dafür sind vor allem schwache Absatzzahlen und -erwartungen im Handels- und Service-Center-Bereich. Die Bedarfe der Autoindustrie waren zuletzt insgesamt unter den Erwartungen. Auch aus anderen Abnehmerbereichen kommen kaum positive Signale. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran in den kommenden Monaten etwas ändert.

Fallende Rohstoff- und Importpreise dämpfen die Bereitschaft zum Lageraufbau.

Der chinesische Markt ist in einer schwachen Verfassung. Der Preistrend am Weltmarkt ist derzeit negativ.

Die Auswirkungen der unsicheren Lage am Roten Meer auf die Verfügbarkeiten von Importen halten sich bisher in Grenzen. Der hohe politische Druck auf die Verlängerung der zum 30.06.24 auslaufenden Schutzmaßnahmen macht eine weitere Verlängerung wahrscheinlich; einigen asiatischen Herstellern könnten neue spezifische Kontingente zugewiesen werden. Die damit verbundenen potenziellen Risiken könnten im Laufe des zweiten Quartals die Importe belasten.

Bei den EU-Werken gibt es vorsichtige Hinweise auf eine höhere Erzeugung.

Im Januar lag die Rohstahlproduktion in Deutschland um 3,4 % über dem Vorjahresmonat. Auch wenn eine stärkere Produktionsausweitung nicht zu erwarten ist, dürfte die Verfügbarkeit in den kommenden Monaten gut sein.

Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass die Flachstahlpreise in den kommenden Monaten fallen werden. Aufgrund der immer noch hohen Herstellkosten dürfte der Rückgang relativ moderat ausfallen.

Aus den genannten Gründen rechnen wir in diesem Geschäftsjahr mit einem rückläufigen Rohergebnis und einem geringeren positiven Jahresüberschuss vor Gewinnabführung als im Geschäftsjahr 2022/23.

Wir erwarten für dieses Jahr einen weiteren Anstieg der Zinskosten.

Im Jahr 2023/24 wird in eine neue Software sowie in die Prozessoptimierung und -automatisierung investiert. Ansonsten sind lediglich Ersatzinvestitionen geplant.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Zusammen mit gestiegenen Finanzierungs- und Energiekosten und einer in vielen Unternehmen angespannten Liquiditätslage sollte dies dazu führen, dass der Lageraufbau am Jahresanfang schwächer als üblich ausfällt. Damit ist eine neue Versorgungskrise wenig wahrscheinlich, auch wenn sie nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Mit längeren Lieferzeiten und Engpässen bei einzelnen Spezifikationen muss dagegen gerechnet werden.

Ertragsorientierte Risiken

Im überhitzten Markt und den derzeit anhaltenden weltweiten Krisen (Ukraine - Krieg etc.) kann es auch aus geringem Anlass zu einer schnellen Korrektur kommen. Das Risiko einer daraus resultierenden, möglichen Bestandsabwertung muss aktuell sorgfältig mit der Notwendigkeit der Bedarfsdeckung abgewogen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine große Anzahl von Lieferanten zurückgreifen. Die hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen Labor durch.

Durch den Kauf eines weiteren Stahl-Service Centers (BSH) innerhalb der Niedax-Gruppe eröffnet sich der Zugang für weitere Märkte mit gleichzeitiger Ausweitung der Kapazitäten.

Aufgrund sehr guter langjähriger Lieferanten- und Kundenverbindungen verbunden mit der stetigen Erweiterung des Kundenstamms gehen wir davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig ausdehnen zu können. Damit verbunden planen wir weitere Organisationsoptimierungen.

Durch den großen Stahlbedarf der Niedax-Gruppe können Nachfragerückgänge von dritter Seite gruppenintern aufgefangen werden und führen zu einer höheren Auslastung.

 

Schwerte, 12. April 2024

Thomas Neumann

Jürgen Reinken

Jens Stutz

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

Wert Wert
31.10.2023 31.10.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 9,00 739,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.976.438,15 2.050.850,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.709,00 151.811,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.402,00 218.828,00
2.295.549,15 2.421.489,15
Summe Anlagevermögen 2.295.558,15 2.422.228,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.153.871,13 44.015.188,88
2. Fertige Erzeugnisse 3.414.565,19 5.192.923,16
3. Geleistete Anzahlungen 1.948.258,66 3.026.952,97
25.516.694,98 52.235.065,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.925.113,68 9.241.599,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.000,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.215.376,14 116.667,87
12.165.489,82 9.358.266,91
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.410.261,09 24.894,88
Summe Umlaufvermögen 40.092.445,89 61.618.226,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.558,00 48.350,00
Summe Aktiva 42.452.562,04 64.088.804,95

Passiva

Wert Wert
31.10.2023 31.10.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.847.000,00 5.847.000,00
III. Gewinnvortrag 1.481.961,03 1.481.961,03
Summe Eigenkapital 8.328.961,03 8.328.961,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 26.832,00 94.281,00
2. Sonstige Rückstellungen 865.030,00 1.477.158,00
Summe Rückstellungen 891.862,00 1.571.439,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.556.685,84 22.959.679,27
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 502.950,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.706.332,99 4.817.265,74
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.806.476,35 14.271.344,05
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 12.130.635,43 11.604.149,47
6. Sonstige Verbindlichkeiten 31.608,40 33.015,89
davon aus Steuern: 18 T€ (15 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 T€ (0 T€)
Summe Verbindlichkeiten 33.231.739,01 54.188.404,92
Summe Passiva 42.452.562,04 64.088.804,95

Gewinn- und Verlustrechnung

2022/23 2021/22
1. Umsatzerlöse 115.440.045,37 125.878.976,55
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -1.778.357,97 48.220,23
3. Gesamtleistung 113.661.687,40 125.927.196,78
4. Sonstige betriebliche Erträge 328.160,07 369.814,02
113.989.847,47 126.297.010,80
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -102.325.336,18 -114.908.596,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -909.228,42 -830.460,66
-103.234.564,60 -115.739.057,54
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.960.593,90 -1.898.254,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -239.702,68 -360.270,71
-2.200.296,58 -2.258.524,94
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -168.045,98 -165.445,17
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.854.917,67 -3.351.100,09
9. Betriebsergebnis 4.532.022,64 4.782.883,06
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,06 56,05
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.512.908,28 -841.599,07
davon an verbundene Unternehmen: T€ 551 (Vorjahr: T€ 417)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -904.705,78 -1.357.511,90
13. Ergebnis nach Steuern 2.114.417,64 2.583.828,14
14. Sonstige Steuern -23.853,20 -24.164,20
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -2.090.564,44 -2.559.663,94
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang per 31.10.2023

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss

Firma: Boecker Stahl-Service GmbH
Sitz: Schwerte
Registergericht/Nr.: Amtsgericht Hagen / HRB 1602

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB gegliedert; sie wurde um den Posten "Gesamtleistung" und "Betriebsergebnis" ergänzt. Davon-Vermerke erfolgen grundsätzlich im Anhang.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die maßgeblichen Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der Bilanzkontinuität und der Gliederungs- und Bewertungsstetigkeit angewendet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter je unter 250,00 € wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Absatz 1 HGB bzw. zu Herstellungskosten gemäß § 255 Absatz 2 HGB unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst ausschließlich Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Zum Bilanzstichtag errechnen sich aktive latente Steuern bezüglich der Pensionsrückstellung aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Der Wertunterschied beträgt T€ 143; es wird mit einem Steuersatz von 30% gerechnet. Das Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 HGB wird in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach dem Bewertungsverfahren "projected unit credit". Für die Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen mit einem für einen Durchschnittszeitraum von 10 Jahren ermittelten Rechnungszinsfuß, der sich bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 1,82 % vor. Als Rentensteigerung in der Rentenphase wurden 1,0 % jährlich angesetzt. Die Heubeck Richttafel 2018 G wird angewandt. Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen mit einem Rechnungszinssatz von 1,70 % auf Basis eines Durchschnittszeitraums von 7 Jahren ergibt zum 31. Oktober 2023 bei ansonsten unveränderten Parametern einen um 1 T€ höheren Sollwert von 433 T€. Die Rückdeckungsversicherungen werden gemäß § 246 Absatz 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes (Deckungskapital) mit dem Rückstellungsbetrag für die zugehörigen Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszins-satzes und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatzes in Höhe von 1 T€ gehört zu den ausschüttungsgesperrten Beträgen.

Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wird die Pensionsrückstellung mit den Vermögensgegenständen saldiert, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind; dabei handelt es sich um zwei Rückdeckungsversicherungen. Angaben zur Verrechnung sind:

T€
Rückstellungen für Pensionen 432
Anschaffungskosten Aktivwert Rückdeckungsversicherung (Finanzanlagen) 405
beizulegender Zeitwert Aktivwert Rückdeckungsversicherung (Finanzanlagen) 405
Aufwendungen für die Altersversorgung - Ertrag Aktivwert Rückdeckungsversicherung 23
Aufwendungen für die Altersversorgung - Auflösung Pensionsrückstellung -55

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung der Risiken notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mitzugehörigkeitsvermerk gemäß § 265 Abs. 3 HGB)

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 25 T€ (VJ: 0 T€) enthalten.

Restlaufzeiten der Forderungen

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Eigenkapital

Aufgrund des gültigen Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss als Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen.

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalkosten, Provisionen, ausstehende Rechnungen, Versicherungen, Prüfungs- und Beratungskosten, Konzernumlagen und Zinsen für ein Darlehen von einem verbundenen Unternehmen gebildet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Ausgewiesen wird die Umsatzsteuer in Höhe von 275 T€ (Vorjahr: 571 T€), die aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft von der Niedax Holding GmbH, Linz, zu entrichten ist. Darüber hinaus beinhaltet der Posten ein Darlehen von einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 7.500 T€ (Vorjahr 13.700 T€) sowie laufende Verrechnungen von T€ 31 (Vorjahr 0 T€).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Es handelt sich im Wesentlichen um ein Darlehen, das aus den Jahresüberschüssen der Vorjahre (6.236 T€) entstanden ist, dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (2.090 T€), Zinsen, die Steuerverpflichtungen, die aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft von dem Gesellschafter zu entrichten sind, sowie um ein weiteres Darlehen über 4.000 T€.

Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

insgesamt Restlaufzeit bis zu einem Jahr
lfd. J VJ lfd. J VJ
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.557 22.960 8.557 21.460
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 503 0 503
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.706 4.817 4.706 4.817
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.806 14.271 2.306 6.571
Gesellschafter 12.131 11.604 12.131 11.604
sonstige Verbindlichkeiten 32 33 32 33
Gesamt 33.232 54.188 27.732 44.988
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
lfd. J VJ
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 1.500
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.500 7.700
Gesellschafter 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0
Gesamt 5.500 9.200

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.300 T€ durch Grundschulden auf dem Grundstück Schwerte, Eickhofstraße, besichert.

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen in Höhe von 25.500 T€ (Vorjahr: 19.000 T€) aus einer Kreditinanspruchnahme sowie in Höhe von 1.888 T€ (Vorjahr: 1.444 T€) aus einer Avalinanspruchnahme. Sie ergeben sich aus einem Kreditlinienvertrag infolge Gesamtschuldnerschaft und bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen bzw. nahe stehenden Unternehmen.

Die Haftungsverhältnisse bestehen gegenüber Niedax GmbH & Co. KG sowie Rico GmbH & Co. KG. Aufgrund deren positiver Finanz- und Ertragslage und des bisherigen Zahlungsverhaltens schätzen wir eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering ein. Neben den positiven Bilanzbildern sprechen die Erfahrungen der Vergangenheit sowie die aktuelle Ergebnisentwicklung für diese Einschätzung. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Die bestehenden finanziellen Verpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

T€ %
Inlandsumsätze 91.757 79
Auslandsumsätze 23.683 21
Gesamt 115.440 100

Aufwendungen für die Altersversorgung

Im Personalaufwand sind -53 T€ (VJ 37 T€) Erträge bzw. im Vorjahr Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten.

Weitere Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB

Aufwand aus Währungsumrechnung: 0 T€ (VJ 0 T€)

Erträge aus Währungsumrechnung: 0 T€ (VJ 27 T€)

Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 10 T€ (VJ 9 T€)

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 905 T€ (VJ 1.358 T€) entfallen auf Umlagen aufgrund Organschaft: 905 T€ (VJ 1.358 T€).

V. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

 

Herr Thomas Neumann, Breitscheid, kaufmännischer Geschäftsführer

 

Herr Jürgen Reinken, Dortmund, Vertriebsgeschäftsführer

 

Herr Jens Stutz, Hagen, Vertriebsgeschäftsführer nebst Einkauf

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils in Gemeinschaft mit einem weiteren Geschäftsführer.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Beschäftigte Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 32 Mitarbeiter (Vorjahr: 31), davon 19 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 18) und 13 Angestellte (Vorjahr: 13).

Abschlussprüferhonorar

Die von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechneten Honorare sind in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der Niedax Holding GmbH, Linz enthalten.

Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB, die nach Schluss des Bilanzstichtags eingetreten sind und eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben würden, liegen nicht vor.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von Niedax Holding GmbH, Linz, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 14.04.2019 wird der Jahresüberschuss in voller Höhe an den Gesellschafter abgeführt.

 

Schwerte, den 12.04.2024

Thomas Neumann

Jürgen Reinken

Jens Stutz

Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Wert Zugänge Abgänge Wert
01.11.2022 2022/23 2022/23 31.10.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 46.634,67 0,00 0,00 46.634,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.230.380,66 0,00 0,00 3.230.380,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.537.813,31 0,00 0,00 1.537.813,31
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 807.646,47 41.378,98 1.493,00 847.532,45
5.575.840,44 41.378,98 1.493,00 5.615.726,42
Gesamt 5.622.475,11 41.378,98 1.493,00 5.662.361,09
Abschreibungen
Wert Zugänge Abgänge Wert
01.11.2022 2022/23 2022/23 31.10.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 45.895,67 730,00 0,00 46.625,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.179.530,51 74.412,00 0,00 1.253.942,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.386.002,31 35.102,00 0,00 1.421.104,31
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 588.818,47 57.801,98 1.490,00 645.130,45
3.154.351,29 167.315,98 1.490,00 3.320.177,27
Gesamt 3.200.246,96 168.045,98 1.490,00 3.366.802,94
Nettobuchwerte
Wert Wert
31.10.2023 01.11.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 9,00 739,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.976.438,15 2.050.850,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.709,00 151.811,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.402,00 218.828,00
2.295.549,15 2.421.489,15
Gesamt 2.295.558,15 2.422.228,15

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Boecker Stahl-Service GmbH, Schwerte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Boecker Stahl-Service GmbH, Schwerte, - bestehend aus der Bilanz zum 31.10.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boecker Stahl-Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.10.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leubsdorf, den 12 April 2024

SNK GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Karl-Gerd Nolden, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 11.06.2024

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