Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Linde Medical GmbHLiquidiert
Rensingstraße 15, 44807 Bochum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne Zeller seit 3.5.2012 | Prokura |
Silke Euling seit 3.5.2012 | Prokura |
Kai-Niclas Dr. Michels seit 3.5.2012 | Geschäftsführer |
Bo Arne Dyrvold seit 3.5.2012 | Prokura |
Thorsten Reh seit 3.5.2012 | Prokura |
Lutz Leopold seit 3.5.2012 | Prokura |
Cornelia Setz seit 3.5.2012 | Prokura |
Luise Berghaus seit 3.5.2012 | Prokura |
Klaus Steinbach seit 7.2.2011 | Prokura |
Oliver Töller seit 31.8.2010 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Air Products Medical GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010/2011A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der Air Products Medical GmbH, Bochum, ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Es wurden erstmals die mit dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) eingeführten Vorschriften angewandt. Die Vorjahreswerte wurden gemäß Artikel 67 Abs. 8 S. 2 1. Halbsatz EGHGB nicht angepasst. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hat die Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag mit der alleinigen Gesellschafterin Air Products GmbH, Hattingen, abgeschlossen. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen pro rata temporis nach festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Diese betragen:
Die Umstellung von der degressiven Abschreibung auf die lineare Verteilung des Restwertes auf die Restnutzungsdauer erfolgt in dem Jahr, in dem der Übergang zu einer höheren Abschreibung führt als die Beibehaltung der degressiven Methode. Für Zugänge werden monatsgenaue lineare Abschreibungen vorgenommen. Nach § 6 Abs. 2a EStG werden Zugänge mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 und unter EUR 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre linear verteilt aufzulösen ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert nach § 246 Abs. 1 S. 4 wird auf Grund der zukünftigen wirtschaftlichen Erwartungen über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind. Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten findet grundsätzlich das Verfahren des gleitenden Durchschnitts Anwendung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für nicht einbringliche und zweifelhafte Posten angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall und Zinsrisikos hat die Gesellschaft eine zeitlich gewichtete Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten bestehen zum Stichtag nicht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für Einzelzusagen der Air Products Medical GmbH nach den Vorschriften des § 253 (1) bis (3) HGB bewertet. Als Berechnungsmethode wurde die "projected unit credit methode" angewandt. Es wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G und der von der Bundesbank veröffentlichte Abzinsungssatz von 5,13 % verwendet. Als Rententrend wurde 2,00% berücksichtigt. Da die Pensionszusagen für frühere Geschäftsführer gemacht wurden, wurde kein Gehaltstrend in die Berechnung mit einbezogen. Durch die erstmalige Anwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften des HGB ergibt sich ein außerordentlicher Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 39 und ein außerordentlicher Ertrag aus der Bewertung der Rückdeckungsversicherungen von TEUR 38. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Bewertung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung voraussichtlicher Preis und Kostensteigerungen und der Abzinsung des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bedingt durch die steuerliche Organschaft, werden latente Steuern im Einzelabschluss der Air Products Medical GmbH nicht ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Guthaben in Fremdwährung, Valutabestände sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden entsprechend § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Verbindlichkeiten und Forderungen in Fremdwährung haben sämtlich eine Laufzeit von unter einem Jahr. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Finanzanlagen Die Finanzanlagen betreffen eine Beteiligung an dem geschlossenen Immobilienfonds Dreiundsiebzigste Hanseatische Grundbesitz GmbH & Co KG, Hamburg. Die Beteiligung beträgt 0,3%. Das Eigenkapital der Dreiundsiebzigste Hanseatische Grundbesitz GmbH & Co KG beträgt zum 31. Dezember 2010 TEUR 148 (Vorjahr TEUR 270). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 3.881 die Gesellschafterin (i. Vj. TEUR 2.026) und resultieren im Wesentlichen aus Verlustübernahmen der Geschäftsjahre 2009/2010 und 2010/2011 entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag. Diese wurden mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert ausgewiesen. Die im Vorjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Steuererstattungsansprüche von TEUR 449 wurden im Wirtschaftsjahr 2011 von den Finanzbehörden zurückgezahlt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 128) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die im Vorjahr unter den langfristige Forderungen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungen mit einem Aktivwert von TEUR 66, die zur Sicherung der Pensionsansprüche an ehemalige Geschäftsführer verpfändet sind, wurden entsprechend des § 246 (2) HGB mit der Pensionsverpflichtung verrechnet. (4) Rückstellungen für Pensionen Der Barwert des Erfüllungsbetrags der Pensionsrückstellungen zum 30. September 2011 beträgt EUR 135.708 und wurde nach § 246 (2) HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen von EUR 65.869 verrechnet. Der Anschaffungswert der verrechneten Rückdeckungsversicherungen betrug TEUR 60. Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung betrug TEUR 7. Der Ertrag aus der Erhöhung des Aktivwertes betrug TEUR 8. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen wurden miteinander verrechnet. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Mitarbeiterboni TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 225), Instandhaltungen TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 122), ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 339), Jahressonderzahlungen TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 172) sowie nicht genommenen Urlaub TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 201). (6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Umfang von TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 595) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 30) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus der Aufnahme von Finanzmittelkrediten im Konzern betrugen im Berichtsjahr TEUR 13.023 (Vorjahr: TEUR 12.593). Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer über TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 102). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen nicht. (7) Passive Rechnungsabgrenzung Für Dienstleistungsverträge mit Krankenkassen, für die einmalige Pauschalbeträge für mehrjährige Servicezeiträume in Rechnung gestellt worden sind, erfolgt eine Abgrenzung dieser Erlöse über die Laufzeit der Verträge. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt insgesamt TEUR 8.455 (Vorjahr: TEUR 8.715). Es handelt sich hierbei um Mieteinnahmen aus langfristigen Verträgen, welche vorzeitig von den Kunden bezahlt werden und eine periodengerechte Abgrenzung auf Folgejahre erfahren. (8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 30. September 2011 bestanden Verpflichtungen aufgrund fester Grundmietzeiten von bis zu fünf Jahren aus Miet- bzw. Leasingverträgen. Die Gesamtverpflichtung beträgt zum Stichtag:
(9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden nahezu vollständig im Inland und hauptsächlich mit Krankenkassen erzielt. Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche auf:
(10) Materialaufwand Bei dem Materialaufwand handelt es sich im Wesentlichen um die den Verkaufserlösen zugrunde liegenden Handelswaren (Geräte und Verbrauchsmaterial). (11) Personalaufwand
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen unter anderem Kosten der Logistik, der Instandhaltung und für Reparaturen, verschiedene Verwaltungsaufwendungen sowie andere Vertriebsaufwendungen. (13) Periodenfremdes Ergebnis Periodenfremde Aufwendungen ergeben sich im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 54 aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (Vorjahr: TEUR 48). (14) Außerordentliches Ergebnis Aus Effekten der erstmaligen Anwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften des HGB resultieren außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 39 und außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 38. (15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bedingt durch die steuerliche Organschaft mit der Air Products GmbH wird auf der Ebene der Air Products Medical GmbH kein Steueraufwand für das Wirtschaftsjahr gebucht. Der in den Büchern ausgewiesene Steuerertrag betrifft Rückerstattungen für Vorjahre. D. Sonstige Angaben(1) Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 215 (im Vorjahr 208) Angestellte beschäftigt. (2) Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren: Markus Robertz, Barcelona, Kaufmann Heike Friedrich, Fürstenwalde, Kauffrau (bis 7. Januar 2011) Frau Friedrich war direkt bei der Gesellschaft angestellt. Bezüglich der Angaben ihres Geschäftsführergehalts macht die Gesellschaft von dem Angabeunterlassungswahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Herr Robertz ist nicht direkt bei der Gesellschaft angestellt. Die Gesellschaft zahlt keine Vergütungen an die bei ihr nicht direkt angestellten Geschäftsführer. (3) Angaben zur Konzernzugehörigkeit Die Air Products Medical GmbH ist ein Tochterunternehmen der Air Products GmbH, Hattingen und wird in den Konzernabschluss der Air Products Holdings GmbH, Bochum, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Air Products Medical GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der Air Products and Chemicals, Inc., Allentown / USA. Die Air Products and Chemicals, Inc., Allentown/USA, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die Air Products Medical GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des US-GAAP aufgestellt und ist bei der Air Products and Chemicals, Inc., Allentown, Pennsylvania 18195, USA, Post Box 538, erhältlich. (4) Angaben zum Gesamthonorar der Abschlussprüfer Die Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses des Wirtschaftsjahres 2010/2011 betragen TEUR 55.
Bochum, den 28. März 2012 Die Geschäftsführung ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2010/11
Bilanz zum 30. September 2011AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010/11
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010/2011A. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Für das Jahr 2011 prognostiziert das DIW für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent. Für 2012 werden, bedingt durch die Krise im Euroraum, nur noch 0,6 Prozent erwartet. Der Healthcare-Markt in Deutschland ist unverändert zum einen von regional tätigen mittelständischen Unternehmen und zum anderen durch die Healthcare-Töchter der wesentlichen Mitbewerber der Alleingesellschafterin geprägt. Der demographische Trend zu einer immer älter werdenden Bevölkerung wird in den nächsten Jahren zur einer Ausweitung des Marktes führen. Auf Seiten der Kunden, im Wesentlichen Krankenkassen, ist ein gestiegenes Kostenbewusstsein zu spüren, das sich im Wettbewerbsdruck auf dem Healthcare-Markt zeigt. 2. Investitionen und Finanzierung Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen von TEUR 4.919 (Vj. TEUR 4.992) betreffen im Wesentlichen Investitionen in medizinische Geräte, die im Zuge der medizinisch-technischen Versorgung der Patienten an die Krankenkassen vermietet werden. 3. Umweltschutz Im Rahmen des Air Products Konzerns ist die Air Products Medical GmbH in die Konzepte für Umweltschutz und für eine nachhaltige Unternehmensführung eingebunden. Nachhaltige Unternehmenspolitik bedeutet dabei für Air Products ökonomische, ökologische und soziale Faktoren bei all seinem Tun in Einklang zu bringen und so dauerhaft erfolgreich zu wirtschaften. Arbeitssicherheit ist eines der wichtigen Unternehmensziele von Air Products. Der Air Products Konzern investiert konstant in Umweltschutz. Die Investitionen unterteilen sich in betriebsnotwendige Umweltschutzanlagen und -einrichtungen und freiwillige Maßnahmen. Die Investitionen umfassen sowohl nachsorgende als auch produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen. Das Unternehmen ist permanent bestrebt, den Rohstoff- und Energieeinsatz für seine Produkte und Produktionsverfahren zu minimieren sowie Emissionen, Abfälle und Abwässer weiter zu reduzieren. Ein wesentlicher Aspekt des ganzheitlichen Umweltschutzkonzeptes liegt in der Sicherheit der Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus - von der Herstellung über die empfohlene Anwendung bis hin zur Entsorgung. Dafür erweitern wir beständig unser Wissen über Wirkungen von Produkten und Produktionsverfahren auf Mensch und Umwelt. 4. Personalwesen Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Geschäftsjahr auf 215 gegenüber 208 im Vorjahr. Die Gesellschaft ist bezüglich des Entgelts und der Sozialleistungen nicht tarifgebunden. B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind durch den anhaltenden Preisdruck auf dem Homecare-Markt gegenüber dem Vorjahr um 8,68 Prozent auf TEUR 34.188 (Vj. TEUR 37.439) gesunken. Durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ist auf der Kostenseite ein Rückgang der Materialaufwendungen um TEUR 2.308 und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.183 zu verzeichnen. Die Personalaufwendungen sind, bedingt durch den Anstieg der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, um TEUR 203 gestiegen. Die Materialaufwandsquote beträgt im Berichtsjahr 18,3 Prozent (Vj. 22,9 Prozent); die Personalaufwandsquote beträgt 27,6 Prozent gegenüber 24,7 Prozent im Vorjahr. Obwohl die Gesellschaft auch im Wirtschaftsjahr 2011 kein positives Jahresergebnis erzielt hat, hat die Reduzierung der Kosten zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr geführt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 949 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft von TEUR 2.041 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 3.002). 2. Vermögens- und Kapitalstruktur Der Nettowert des Sachanlagevermögens erhöhte sich um TEUR 26. Die Anlagenquote beträgt damit 46,8 Prozent nach 47,7 Prozent im Vorjahr. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 223 angestiegen, wobei dieser Effekt aus dem Rückgang des Vorratsvermögens um TEUR 289 und den Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 512 verursacht wird. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 3.881 gegen den Gesellschafter, die Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag für die Geschäftsjahre 2009/2010 und 2010/2011 enthalten und mit Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung saldiert ausgewiesen wurden. Die Eigenkapitalquote beträgt wie im Vorjahr 16,6 Prozent. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit TEUR 1.224 um TEUR 162 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 1.386. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 368 auf TEUR 14.341 angestiegen. Davon betreffen TEUR 13.547 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, wovon TEUR 13.028 aus Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen resultieren (Vj. TEUR 12.593). 3. Cash Flow Rechnung
Der Finanzmittelfonds besteht am Bilanzstichtag nahezu ausschließlich aus Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung. 4. Gesamtaussage Auf Grund des verbesserten Jahresergebnisses, des im Vergleich zum Vorjahr geringeren Abbaus der Verbindlichkeiten und des geringeren Anstiegs der Forderungen gegenüber Dritten, hat sich der operative Cash Flow um TEUR 3.729 auf TEUR 2.448 erhöht. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird als stabil eingeschätzt und als eine nach wie vor gute Grundlage für die weitere Entwicklung unseres Geschäftes angesehen. Die Finanzierung der Gesellschaft beruht ausschließlich auf Eigenkapital und kurzfristigem Fremdkapital, hauptsächlich in Form von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen aus dem Konzernverbund. Das Anlagevermögen ist im Wirtschaftsjahr zu 35,4 Prozent durch Eigenkapital gedeckt. Die Liquidität ist durch konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten gesichert. Dies bietet der Gesellschaft ausreichende Möglichkeiten, um Investitionen zu tätigen oder auf sonstige Gelegenheiten im Markt zu reagieren. C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sowie RisikoberichtDie Gesellschaft bedient sich neben eigenen der umfangreichen Berichts- und Kontrollmechanismen des Air Products Konzerns mit dem Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu bewältigen. Um seiner besonderen Verantwortung für den Betrieb der Anlagen und den Schutz von Mensch und Umwelt gerecht zu werden, beschäftigt der Air Products Konzern an allen Produktionsstandorten Mitarbeiter, die sich den Themen Anlagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz widmen. Das Risikomanagement von Air Products entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG, und ist wichtiger Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Zur Früherkennung und Identifikation von Risiken werden verschiedene Instrumente eingesetzt. Die Geschäftsleitung erhält monatliche Berichte mit wesentlichen Umsatz- und Ergebnisdaten, die über die gegenwärtige und zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft informieren. Darüber hinaus wird regelmäßig die Effizienz und Effektivität der Risikomanagementprozesse, die Zuverlässigkeit des Risikomanagements und der Berichterstattung sowie die Einhaltung der Richtlinien, der Genehmigungsgrenzen und der wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen geprüft. 1. Konjunktur und Markt Nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 noch um 3,0 Prozent gewachsen ist, prognostiziert der DIW für das Jahr 2012 ein Wirtschaftswachstum von nur noch 0,6 Prozent. Erhebliche Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung resultieren aus der hohen Verschuldung der öffentlichen und privaten Haushalte. 2. Absatzmarktrisiken Wir erwarten einen weiterhin harten Wettbewerb auf dem Markt für medizinisch-technische Versorgung. Der Wettbewerbsdruck reflektiert sich in der Erwartung weiterer Marktkonsolidierung bei den Anbietern und den öffentlichen Krankenkassen sowie dem daraus resultierenden zunehmenden Preisdruck sowie der Tendenz zu bundesweit geltenden Ausschreibungen. Die Gesellschaft ist für diesen Wettbewerb gewappnet durch die Einbindung in das Healthcare-Geschäft des Air Products Konzerns, mit entsprechendem Zugang zu Know-How und Zulieferer-Rahmenverträgen. Veränderungen des Marktes werden durch die Marktbeobachtung der Marketingabteilung frühzeitig erkannt, so dass gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ergriffen werden können. 3. Beschaffungsmarktrisiken Risiken in der Beschaffung versucht die Air Products Medical GmbH mit einem Bündel verschiedener Maßnahmen entgegenzuwirken. Dazu gehören langfristige Lieferverträge mit Partnern, die eine hohe Bonität aufweisen, zentral verhandelte Einkaufsverträge für strategisch wichtige Rohstoffe sowie der Zugriff auf mehrere Lieferquellen. 4. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Risiken, die sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben, verringern wir dadurch, dass in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten verlangt werden. Zu den Vorsorgemaßnahmen gehören auch das Einholen von Referenzen und Kreditauskünften sowie die Auswertung historischer Daten der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere hinsichtlich des Zahlungsverhaltens. 5. Rechtliche Risiken/Patentrisiken Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt sich die Gesellschaft auf die Entscheidungen des Air Products Konzerns sowie auf dessen intensive rechtliche Beratung. Die Beratung im Hinblick auf patentrechtliche Regelungen ist darauf ausgerichtet, die missbräuchliche Nutzung patentierter Produkte, Technologien und Verfahren zu verhindern. 6. Sonstige Risiken Im Bereich der Vermögenserhaltung besteht umfassender Versicherungsschutz gegen Feuer und Betriebsunterbrechung, Risiken der Produkthaftung sind ausreichend abgesichert. Zur Sicherstellung leistungsfähiger IT-Strukturen für das operative Geschäft und zum Schutz vor Datenverlust, Datenmanipulation sowie unerlaubtem Zugriff auf das IT-Netz wird die mit speziellen Sicherheitssystemen ausgestattete einheitliche IT-Infrastruktur des Air Products Konzerns einschließlich modernster Hard- und Software genutzt. D. Ausblick für die Geschäftsjahre 2011/2012 und 2012/2013, sowie Nachtragsbericht1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs Im Januar 2012 hat der Air Products Konzern sich mit der Linde Group auf den Verkauf des Homecare-Geschäfts in Kontinentaleuropa geeinigt. Bestandteil der Einigung ist auch der Verkauf des Homecare-Geschäfts in Deutschland an Linde. Der Vorgang liegt den Wettbewerbsbehörden zur Genehmigung vor. Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Februar 2012 wurde das Geschäftsjahr auf den Zeitraum vom 1. März bis zum letzten Tag im Februar des Folgejahres geändert. Das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 29. Februar 2012 ist ein Rumpfgeschäftsjahr. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Februar 2012 wurde der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrages vom 25. März 2010 zwischen der Gesellschaft und der Air Products GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 29. Februar 2012 durch Abschluss des Aufhebungsvertrages vom 6. Februar 2012 zugestimmt. 2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Durch Konzentration auf Wachstumsbereiche und den entsprechenden Ausbau unserer Angebotspalette wollen wir uns auch in Zukunft am Markt behaupten, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Unvorhersehbare Entwicklungen und Ereignisse können jedoch Anpassungen in der Erwartungshaltung nach sich ziehen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bietet eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung unseres Geschäftes. Die Finanzierung der Gesellschaft beruht ausschließlich auf Eigenkapital und kurzfristigem Fremdkapital, hauptsächlich in Form von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen aus dem Konzernverbund. Die Liquidität der Gesellschaft bietet ausreichende Möglichkeiten, um erforderlichenfalls weitere Investitionen zu tätigen oder auf sonstige Gelegenheiten im Markt zu reagieren. Wir schätzen deshalb die Vermögens- und Finanzlage auch künftig als gut ein. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2011/2012 erwarten wir, dass die Umsatzerlöse denen des vergleichbaren Zeitraums des Geschäftsjahres 2010/2011 entsprechen. Für die Folgejahre rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Umsätze. Wir erwarten für das Rumpfgeschäftsjahr 2011/2012 ein gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Berichtsjahres verbessertes Ergebnis, das auf Grund der eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung im Geschäftsjahr 2012/2013 positiv sein wird.
Bochum, den 28. März 2012 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Air Products Medical GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Air Products Medical GmbH, Bochum. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 28. März 2012 KPMG
AG
Gaeb, Wirtschaftsprüfer Graap, Wirtschaftsprüfer |
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