Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 99579
Eingetragen
9.11.2005
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von PrüfmaschinenVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Die Anbietung von Produkten und der Service auf dem Gebiet der Computer Simulation für industrielle Anwendungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Thurau
seit 8.5.2025
Geschäftsführer
Nina Viola Gnutzmann
seit 4.11.2024
Geschäftsführer
Mark Wenzlawski
seit 4.11.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Spectris Group Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Spectris Germany GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VI-grade GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein weltweiter Anbieter von Fahrzeugentwicklungslösungen, welche die virtuelle Entwicklung von Fahrzeugen ermöglichen. Seine auf den Menschen ausgerichteten Lösungen umfassen branchenführende Echtzeit-Simulationssoftware, professionelle Fahrsimulatoren und Hardware-in-the-Loop-Lösungen.

Das Produktangebot skalierbarer Fahrsimulatoren des Unternehmens deckt einen breiten Leistungsbereich zur Beurteilung des multidisziplinären Fahrerlebnisses ab. Diese ermöglichen es OEMs, Zulieferern, Forschungszentren, Motorsportteams und Universitäten physische Prototypen zu reduzieren und gleichzeitig die Entwicklungszyklen zu verkürzen, und so dem Entwicklungsziel eines primär digital entwickelten Fahrzeugs näher zu kommen. Das Vertriebsgebiet der Gesellschaft konzentriert sich primär auf Europa, Nordamerika und Asien.

Seit September 2018 ist die VI-grade GmbH ein Teil des Spectris Konzerns. Die Konzernmutter ist die Spectris plc mit Sitz in London (UK). Die Unternehmen des Spectris Konzerns sind in vier Hauptsegmenten tätig - Materialanalyse, Prüfung und Messung, Inline-Instrumentierung und industrielle Steuerungen - die ein breites Spektrum von Branchen, die von der Automobil- und Luft- und Raumfahrtindustrie bis hin zu Elektronik, Energie, Bergbau und Pharmazeutik beliefern.

Im September 2020 hat die VI-Grade GmbH die 100%-ige Beteiligung an der IMTEC GmbH, ansässig in Schönwalde-Glien, erworben. Die IMTEC GmbH ist als Sondermaschinenbauer in den Bereichen Automatisierung und Fahrsimulatoren tätig und liefert Komplettlösungen von der Idee bis zur Implementierung.

Forschung und Entwicklung

Auf Basis von Marktanalysen der VI-grade GmbH, werden Entwicklungsthemen intern, mit externen Partnern oder auch in der 100%- Tochtergesellschaft VI-grade Srl (Italien) erarbeitet. Bei der VI-grade GmbH werden die bestehenden Prozesse kontinuierlich im Rahmen der ISO 9001:2015- Zertifizierung und darüber hinaus verbessert und optimiert.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist in 2021, nach einem signifikanten Rückgang im Corona-Krisenjahr 2020, um 2,7% gestiegen. Das statistische Bundesamt sieht trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe eine spürbare Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr, wenn gleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht

Die Bruttoanlageninvestitionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% erhöht.

Geschäftsverlauf

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Betriebsergebnis.

Das Investitionsklima in unserem Geschäftsfeld hat sich in 2021 weiter positiv entwickelt. Wir verzeichnen einen Umsatzanstieg von knapp 4%.

Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 11% auf TEUR 18.155 (Vorjahr TEUR 20.492) gemindert, ausschlaggebend hierfür sind die Effekte der zu verzeichnenden Bestandsreduzierung (WIP) von TEUR 1.249 im Zusammenhang mit der Fertigstellung der im Vorjahr angearbeiteten Auftragsbestände.

Insgesamt entspricht damit der Geschäftsverlauf weitestgehend unserer Prognose für 2021, in der wir generell von einer Umsatzsteigerung aber unter herausfordernden Marktbedingungen ausgegangen waren.

Das Betriebsergebnis des Jahres 2021 ist liegt insgesamt allerdings durch einen Einmaleffekt aus der Abwertung des Beteiligungsansatzes an der VI-grade Inc. und der zu dieser Tochtergesellschaft bestehenden Forderung deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Ertragslage

Zur Verbesserung der Klarheit hab wir die Vergleichszahlen des Vorjahres aus der Gewinn- und Verlustrechnung tabellarisch dargestellt:

2021 2020
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 19.405 18.664
Bestandsveränderung -1.250 1.828
Gesamtleistung 18.155 20.492
sonstige betr. Erträge 757 378
Materialaufwand -14.355 -16,673
Rohergebnis 4.557 4.197
Personalaufwand -2.077 -1.419
Abschreibungen -1.454 -246
Sonstige betr. Aufwendungen -1.024 -1.343
Betriebsergebnis 2 1.189

Die Umsatzerlöse setzen sich aus dem Verkauf von Simulatoren, Software und Services zusammen. Für das Jahr 2021 beliefen sich die Umsatzerlöse der VI-grade GmbH insgesamt auf TEUR 19.405 (im Vorjahr: TEUR 18.664) und überschritten damit um TEUR 741 (+3,97%) den Wert des Vorjahres. Der Anstieg ist auf die Realisierung der sich in den Vorjahren noch in der Abwicklung befindenden Bestellungen zurückzuführen. Der Materialaufwand, verminderte sich von EUR 16.673 in 2020 auf TEUR 14.355 im Jahr 2021. Der Wareneinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung reduzierte sich um 2,3% auf /9,1% (Im Vorjahr: 81,4%).

Die Aufwendungen für Abschreibungen sind in Vergleich zum Vorjahr (TEUR 246) durch die Ausbuchung verjährter ausländischer Vorsteuervergütungsansprüche und der Wertberichtigung der Netto-Forderungen gegenüber der VI-grade Inc., USA, in 2021 deutlich erhöht (TEUR 1.454)

Der Personalaufwand lag im Jahr 2021 mit TEUR 2.077 um TEUR 658 über den Aufwendungen des Vorjahres von TEUR 1.419. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl beträgt 19 (im Vorjahr 19). Ein Anstieg der Aufwendungen resultiert aus einer Einmalzahlung für Gehalt, höheren Aufwendungen für soziale Abgaben und für die Altersversorgung, sowie aus erhöhten Rückstellungen für Boni und Urlaub.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 318 auf TEUR 1.025 (im Vorjahr: TEUR 1.343). Der Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierte insbesondere aus dem Rückgang der Aufwendungen für Währungsumrechnung um TEUR 268 auf TEUR 137.

Durch den Einmaleffekt aus der 100 %-igen Abwertung der Beteiligung an der Vi-grade Inc., USA; um TEUR 500 hat sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert.

Der Verlust des Jahres 2021 in Höhe von TEUR -589 (im Vorjahr Gewinn: TEUR 1.136) wird durch den Organträger, Spectris Germany GmbH, ausgeglichen.

Finanz- und Vermögenslage

Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir die Vergleichszahlen der Bilanz des Vorjahres tabellarisch dargestellt

2021 2020
Aktiva TEUR TEUR
Anlagevermögen 6.473 7.264
Umlaufvermögen 21.296 14.537
aktiver RAP 287 402
28.056 22.203
2021 2020
Passiva TEUR TEUR
Eigenkapital 5.371 5.371
Rückstellungen 435 770
Verbindlichkeiten 17.841 14.148
passiver RAP 4.409 1.914
28.056 22.203

Für das Jahr 2021 zeigt sich die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.853

Auf der Aktivseite ergibt sich eine Veränderung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Anstieg des Vorratsvermögens um TEUR 3.009 und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt TEUR 3.173.

Auf der Passivseite resultiert der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Die Liquidität der VI-grade GmbH war während des gesamten Berichtzeitraums durch das konzernweite Cash-Pooling sichergestellt. Zum 31.12.2021 beträgt die Cash-Pool-Verbindlichkeit der VI-grade GmbH TEUR 11.971.

3. Personal

Die Anzahl der durchschnittlich im Berichtsjahr Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr (19 Mitarbeiter) mit weiterhin 19 Mitarbeitern unverändert.

4. Prognosebericht, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Als Hightech-Unternehmen unterliegt die VI-grade GmbH im Wesentlichen den globalen Trends im Markt und den damit verbundenen Chancen und Risiken. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das monatliche Reporting der Spectris-Gruppe und das dort etablierte Risk-Management-System sollen Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Prognosebericht

Wir sind hinsichtlich der für unser Unternehmen bestehenden Chancen und der Entwicklung in der Nachfrage nach unseren Produkten optimistisch. Auf Basis der bereits Ende 2021 eingegangenen Großaufträge und der sich auch in den Folgejahren soliden bis sehr guten Auftragseingangslage, gehen wir grundsätzlich von einer stabilen bis steigenden Umsatzentwicklung aus, die zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen sollten. Allerdings bleiben die Marktbedingungen auch in den Folgejahren herausfordernd für die Gesamtleistung des Unternehmens.

Chancen

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Situation, die stark durch technologische Fortschritte und politische Vorgänge beeinflusst wird, ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass die Investitionsgüter- und industrielle Softwareindustrie ein relativ krisenfestes Tätigkeitsfeld für die VI-grade GmbH ist.

Konkrete Chancen für die kommenden Wirtschaftsjahre sehen wir durch die folgenden Entwicklungen:

Im Bereich Software:

Durch den Trend zum Homeoffice und durch die globale Adoption vom standortübergreifenden Arbeiten an einem einzigen digitalen Modell, wird der Einsatz unserer Softwareprodukte gestärkt.

Im Bereich Simulatoren:

Durch den vermehrten Einsatz entlang der kompletten Wertschöpfungskette werden Fahrsimulatoren zukünftig von einer größeren Kundenbasis angefragt werden. Die Vorteile Entwicklungsgeschwindigkeit und günstigere Kosten werden vermehrt Investitionen aus dem physischen in den virtuellen Testbereich verlagern.

Im Bereich Service:

Durch die steigende Nutzung von Simulatoren und Software werden auch benötigte Beratungs- und Schulungsdienstleistungen zu diesen ansteigen.

Risiken

Wie für viele andere Unternehmen, wird es für uns zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden und offene Stellen zeitnah zu besetzen. Eine wesentliche Herausforderung ist daher den weiteren zu erwartenden Folgen des demographischen Wandels mit attraktiven Lösungen für unsere Mitarbeiter zu begegnen und sich als Arbeitgeber am Markt von unseren Wettbewerbern abzusetzen.

 

Darmstadt, den 13. Dezember 2024

VI-GRADE GMBH

Guido Bairati

Nina Rosen

- Geschäftsführung -

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

VI-GRADE GMBH, DARMSTADT

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 6.472.652,03 7.263.687,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 852.959,63 1.085.915,63
II. Sachanlagen 657.840,00 715.919,21
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 325.373,00 325.373,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.467,00 86.680,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 303.866,21
III. Finanzanlagen 4.961.852,40 5.461.852,40
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.961.852,40 5.461.852,40
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.296.386,44 14.537.078,62
I. Vorräte 4.004.173,51 994.726,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.239.837,85 13.066.886,51
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.893.690,04 7.713.067,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.054.749,88 3.332.442,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.291.397,93 2.021.377,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.052.375,08 475.465,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 286.857,26 401.959,39
28.055.895,73 22.202.725,25

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 5.370.541,90 5.370.541,90
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.668.136,92 1.668.136,92
III. Gewinnvortrag 3.677.404,98 3.677.404,98
B. RÜCKSTELLUNGEN 435.082,55 770.410,52
C. VERBINDLICHKEITEN 17.841.262,15 14.147.438,52
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 17.841.262,15 (Vorjahr: EUR 14.147.438,52)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 17,40 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:EUR 5.144.829,23 (Vorjahr: EUR 6.379.565,93)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 11.928.276,92 (Vorjahr: EUR 6.455.834,47)
- davon aus Steuern: EUR 32.569,99 (Vorjahr: EUR 516.622,04)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.467,40 (Vorjahr: EUR 2.933,15)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.409.009,13 1.914.334,31
28.055.895,73 22.202.725,25

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Rohergebnis 4.557.934,96 4.197.631,94
2. Personalaufwand -2.077.051,20 -1.418.932,18
a) Löhne und Gehälter -1.806.596,83 -1.218.063,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -270.454,37 -200.868,68
- davon für Altersversorgung: EUR 34.967,04 (Vorjahr: EUR 17.270,04)
3. Abschreibungen -1.453.920,75 -246.460,36
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -303.980,96 -238.869,83
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.149.939,79 -7.590,53
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.024.568,53 -1.342.572,36
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 136.582,14 (Vorjahr: EUR 404.553,30)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,30 252,29
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -500.000,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -104.475,10 -23.012,01
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 104.475,10 (Vorjahr: EUR 23.012,01)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.337,01 -28.827,89
9. Ergebnis nach Steuern -583.730,31 1.138.079,43
10. Sonstige Steuern -5.282,53 -1.649,08
11. Erträge aus Verlustübernahme 589.012,84 0,00
12. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 0,00 -1.136.430,35
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Allgemeines

Der Jahresabschluss der VI-grade GmbH (nachfolgend "die Gesellschaft") zum 31. Dezember 2021 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt; ergänzend werden die Vorschriften des GmbHG angewandt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Darmstadt und wird beim Handelsregister Darmstadt unter HRB 99579 geführt. Die Anteile werden zu 100 % von der Spectris Germany GmbH gehalten.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten, mit Ausnahme des Ausweises der Anteile an verbundenen Unternehmen, die im Vorjahresabschluss unter den Beteiligungen ausgewiesen wurden, obgleich die Voraussetzungen nach § 271 Abs. 2 HGB erfüllt waren. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wird, werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Gegenstände des Anlagevermögens werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben

Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält Anteile an verbundenen Unternehmen, die mit den Anschaffungskosten oder bei einer dauerhaften Wertminderung mit einem niedrigeren beizulegenden Wert (gem. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB) bilanziert sind.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Dier Bewertung erfolgt nach der retrograden Methode. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wird, werden nicht angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 S.2 HGB abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten angesetzt. Wie in den Vorjahren wurde die allgemeinen Forderungsrisiken über eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Besondere Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Der Bestand an liquiden Mitteln wurde mit Nominalwerten bewertet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt wurde, angesetzt. Sie beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Beträge in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben bzw. der Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Währungsumrechnung

Währungsumrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden die § 253 Abs. 1 S. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht verwendet.

Latente Steuern

Aufgrund der mit der Spectris Germany GmbH, Darmstadt, als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wird dieser das Einkommen der Gesellschaft als Organgesellschaft zugerechnet. Die Ermittlung latenter Ertragsteuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge erfolgt auf Ebene der Organgesellschaft, während die hieraus resultierenden künftigen Steuerbe- oder entlastungen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt berücksichtigt werden. Ein Ansatz latenter Steuern im Jahresabschluss der Organgesellschaft unterbleibt insoweit.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Produktlieferungen oder der Erbringung von Serviceleistungen werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen werden zeitanteilig über die Vertragslaufzeit abgegrenzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
EUR EUR
% 2021 2021
VI-GRADE SRL Tavagnacco (Italien) 100% 1.235.124 145.580
VI-grade Ltd London (Vereinigtes Königreich) 100% 650.082 48.518
VI-Grade Japan Ltd. Tokio (Japan) 100% 608.559 257.634
VI-grade Inc. Rancho Santa Margarita, Kalifornien (USA) 100% -601.077 -101.741
Imtec GmbH Schönwalde-Glien (Deutschland) 100% 1.499.745 -632.283

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen uns sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 7.055 (im Vorjahr: TEUR 3.332). Davon entfallen EUR 3.295 auf Forderungen aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie in Höhe von EUR 3.759 gegen die Spectris plc aus der bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung.. Die dem Cash-Pool zu Grunde liegenden Darlehensvereinbarung besteht seit 2018 und hat eine kündbare Laufzeit von 5 Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 2.291 (Vorjahr: TEUR 2.021) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuerüberzahlungen, ausländische Steuererstattungsansprüche und geleisteten Mietkautionen.

Eigenkapital

Das gezeichnete und voll eingezahlte Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00.

Das Stammkapital wird zu 100 % von der Spectris Germany GmbH, Darmstadt, gehalten.

Der Verlust des Jahres 2021 in Höhe von EUR 589.012,84 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 11./12.11.2019 von der Spectris Germany GmbH, Darmstadt übernommen.

Die Kapitalrücklage beträgt am Bilanzstichtag TEUR 1.668, der Gewinnvortrag der Gesellschaft TEUR 3.677. Der Gewinnvortrag ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags unverändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 435 (im Vorjahr: TEUR 691) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Bonuszahlungen, Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten und Urlaubsrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Für die Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten bestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.145 (im Vorjahr: TEUR 6.380) entfallen auf Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag für das Jahr 2021 in Höhe von TEUR 589 sind zusammen mit den Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung früherer Jahre und den Cash-Pool Verbindlichkeiten gegenüber der Spectris Germany GmbH saldiert ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen insgesamt TEUR 11.928 (im Vorjahr: TEUR 6.456). Die dem Cash-Pool zu Grunde liegende Darlehensvereinbarung besteht seit 2018 und hat eine kündbare Laufzeit von 5 Jahren.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Erträge aus Softwarelizenz- und Wartungsverträgen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zukünftig fälligen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Mietverträgen belaufen sich am Jahresende aufgrund der Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende auf TEUR 2.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse TEUR 19.405 (im Vorjahr: TEUR 18.664) werden im Wesentlichen im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse setzen sich aus Verkäufen von Fahrsimulatoren, Softwareverkäufen und Wartungsleistungen zusammen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 758 (im Vorjahr: TEUR 378) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 541 (im Vorjahr: TEUR 175), aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 158 (im Vorjahr: TEUR 160) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 33 (im Vorjahr EUR 0) und verrechnete Sachbezüge aus der KFZ-Nutzung in Höhe von TEUR 20 (im Vorjahr: TEUR 16) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Aufwendungen für Fremdarbeiten, Ausgangsfrachten, Währungsumrechnung und Werbekosten. Periodenfremde Aufwendungen sind in 2021 in Höhe von TEUR 58 (im Vorjahr TEUR 46) angefallen.

Finanzergebnis

Die ausgewiesenen Zins- und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 104 (im Vorjahr TEUR 23) entfallen auf Zinsaufwendungen aus Intercompany- Verbindlichkeiten. Das Finanzergebnis enthält außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 500 auf die Beteiligung an der Vi-grade Inc. USA.

Angaben nach § 285 Nr. 31 HGB

Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens enthalten außerplanmäße Abschreibungen auf verjährte Ansprüche ausländischer Vorsteuerguthaben in Höhe von TEUR 455 und die Abschreibungen auf Forderungen gegen die Vi-grade Inc., USA in Höhe von TEUR 648.

Sonstige Angaben

Angaben über die Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 19 (i. Vj. 19,5) Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

William James Lorkin, Vereinigtes Königreich (bis 04.11.2024), operativer Geschäftsführer

Christoph Ortmann, Deutschland (bis 12.12.2024), operativer Geschäftsführer

Frieder Saalmann, Deutschland (von 04.11.2022 bis 13.11.2024), operativer Geschäftsführer

Guido Bairati, Italien (seit 04.07.2024), operativer Geschäftsführer

Nina Rosen, Deutschland (seit 04.11.2024), operative Geschäftsführerin.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Mangels eines gesonderten Entgeltes für die Geschäftsführungsleistung erfolgt keine Angabe der Geschäftsführerbezüge.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Ende Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine wirkt sich unmittelbar nicht wesentlich auf die VI-grade GmbH aus. Wir verweisen des Weiteren auf die entsprechende Berichterstattung im Lagebericht unter Abschnitt 4. "Prognosebericht, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung".

Anderweitig sind der Geschäftsführung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.

Gesellschafter und Konzernzugehörigkeit

Die Spectris Germany GmbH, Darmstadt, hält 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft. Zwischen den Gesellschaften wurde am 11./12. November 2019 eine Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung am 20. November 2019 zugestimmt hat.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Spectris plc., Melbourne House, 44-46 Aldwych,London, Großbritannien, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist beim Companies House (www.gov.uk/government/organisations/companies-house) unter der Registernummer 2025003 offengelegt. Er ist außerdem auf den Internetseiten der Spectris plc. veröffentlicht.

 

Darmstadt, den 13. Dezember 2024

Guido Bairati

Nina Rosen

- Geschäftführung -

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2025 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.368.478,63 0,00 0,00 0,00 1.368.478,63
1.368.478,63 0,00 0,00 0,00 1.368.478,63
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 325.373,00 0,00 0,00 0,00 325.373,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.182,08 19.467,96 297.350,00 11.390,83 499.609,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 303.866,21 0,00 -297.350,00 6.516,21 0,00
823.421,29 19.467,96 0,00 17.907,04 824.982,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.461.852,40 0,00 0,00 0,00 5.461.852,40
5.461.852,40 0,00 0,00 0,00 5.461.852,40
7.653.752,32 19.467,96 0,00 17.907,04 7.655.313,24
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282.563,00 232.956,00 0,00 0,00 515.519,00
282.563,00 232.956,00 0,00 0,00 515.519,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.502,08 71.024,96 11.384,83 0,00 167.142,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
107.502,08 71.024,96 11.384,83 0,00 167.142,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
0,00 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
390.065,08 803.980,96 11.384,83 0,00 1.182.661,21
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021 31. Dez. 2020
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 852.959,63 1.085.915,63
852.959,63 1.085.915,63
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 325.373,00 325.373,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.467,00 86.680,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 303.866,21
657.840,00 715.919,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.961.852,40 5.461.852,40
4.961.852,40 5.461.852,40
6.472.652,03 7.263.687,24

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VI-grade GmbH, Darmstadt

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VI-grade GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VI-grade GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir geben ein eingeschränktes Prüfungsurteil ab, da Prüfungshemmnisse vorliegen und wir zu dem Schluss gelangt sind, dass deren mögliche Auswirkungen auf den Abschluss und den Lagebericht wesentlich, aber nicht umfassend sind. Die Beauftragung zur Jahresabschlussprüfung erfolgte nach dem Bilanzstichtag, sodass wir nicht in der Lage waren eine Inventurbeobachtung durchzuführen. Die unfertigen Erzeugnisse werden mit EUR 3.299.321,00 ausgewiesen. Die Erfasssung und Bewertung erfolgt entgegen den Vorschriften zur Aufstellung eines Inventars gem. § 240 HGB und Durchführung einer Inventur gem. §241 HGB lediglich basierend den Auftragssummen und Schätzung eines jeweiligen Fertigstellungsgrades. Grundlagen für die Schätzungen konnten nicht vorgelegt werden.

Durch alternative Prüfungshandlungen hinsichtlich des Bestands und Bewertung der Vorräte konnten wir keine hinreichende Sicherheit gewinnen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Diese Sachverhalte beeinträchtigen möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend • und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da bei Verstößen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die • zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 18.12.2024

DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Ball, Wirtschaftsprüfer

Eduard Kollar, Wirtschaftsprüfer

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