TATA Steel International (Germany) GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Remco Blaauw seit 11.7.2018 | Geschäftsführer |
Dirk Hafermaas seit 8.12.2017 | Geschäftsführer |
Heiko Kohlen seit 29.4.2016 | Prokura |
Markus Himbert seit 10.9.2014 | Prokura |
Lutz Gerth seit 21.11.2007 | Prokura |
Michael Poppel seit 20.3.2006 | Prokura |
Thorsten Eickhaus seit 20.7.2001 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Tata Steel Nederland B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tata Steel Germany GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell und organisatorische Struktur des Konzerns Die Tata Steel Germany GmbH (im Folgenden "TSG") ist eine 100 %ige Konzerngesellschaft der Tata Steel Ltd., Mumbai/Indien. Alleinige Gesellschafterin ist die Tata Steel Nederland BV, Velsen-Noord/Niederlande, in die die bisherige alleinige Gesellschafterin Staalverwerking en Handel BV, Velsen-Noord/Niederlande mit Wirkung vom 31. März 2023 verschmolzen wurde. Die Tata Steel Ltd. ist an der Börse von Mumbai/Indien notiert. Im Konzernverbund der deutschen TSG-Gruppe sind verschiedene sogenannte "Business Units" zu beachten. Die Konzernstruktur und die Aufgliederung der Geschäftsbereiche der deutschen TSG-Gruppe stellen sich zum 31. März 2023 unverändert wie folgt dar:
Organisatorisch ist die Hille & Müller GmbH in die Business Unit "Tata Steel Plating" eingebunden. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Hille & Müller GmbH liegt im Kaltwalzen und galvanischen Veredeln von Stahlband am Standort Düsseldorf. Die Hauptabnehmer der Gesellschaft finden sich in der Batteriebranche. Die Service Center Gelsenkirchen GmbH betreibt ein Stahlservice-Center und berichtet an die Business Unit "Tata Steel Distribution Europe". Hauptabnehmer der Gesellschaft ist die Automobilzuliefererindustrie. Die Tata Steel International (Germany) GmbH tritt als Handelsvertretung im Bereich des Stahlservices auf (Provisionsgeschäft). Die Tata Steel International (Germany) GmbH gehört zur Business Unit "Tata Steel International" und arbeitet mit den Tata Steel Europe Ltd.-Verkaufssektoren zusammen. Die Fischer Profil GmbH ist Hersteller von Bauelementen für Dach und Wand von Industrie- und Gewerbebauten in Europa. Die wesentlichen Produktreihen sind Stahltrapezprofile und Kassettenprofile sowie Sandwichelemente mit einem inneren PUR-Hartschaumkern. Die S. A. B. Profil GmbH stellt beschichtete Stahl-Trapezprofile, Kassetten, Wellbleche und Kantteile für Dach und Wand sowohl für den Innen- wie auch für den Außenbereich her. Die Fischer Profil GmbH (einschließlich des Gemeinschaftsbetriebs FP Produktions- und Vertriebs-GmbH) und die S. A. B. Profil GmbH gehören zu der Business Unit "Tata Steel Building Envelope". In den Geschäftsbereichen Stahlservice sowie Walzen und Veredeln werden Flachstahle vom Schwesterwerk in IJmuiden/Niederlande bezogen. In dem Geschäftsbereich Dach- und Wandverkleidung erfolgt die Beschaffung ebenfalls teilweise konzernintern. 2. Forschung und Entwicklung Grundlagenforschung und -entwicklung wird auf Ebene übergeordneter Gesellschaften des Tata Steel Ltd.-Konzerns betrieben. Dagegen werden Produkt- und Maschinenentwicklung auch auf Ebene der lokalen Gesellschaften in Deutschland durchgeführt. Diese Tätigkeiten konzentrieren sich auf eine Weiterentwicklung der vorhandenen Produktpalette mit der Absicht, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen. So war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 0,7 % höher. 1 Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 unverändert, nachdem es zum Jahresende 2022 zurückgegangen war. Zum Jahresbeginn 2023 nahmen sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben ab. Positive Impulse kamen dagegen von den Investitionen und den Exporten. 2 Nach den Prognosen der World Steel Association vom April 2023 soll sich die weltweite Stahlnachfrage im Kalenderjahr 2023 auf voraussichtlich 1.822 Mio. t belaufen. Für das Kalenderjahr 2024 wird prognostiziert, dass die globale Stahlnachfrage auf 1.854 Mio. t steigen wird. 3 Die Rohstahlproduktion wurde für das Kalenderjahr 2022 auf 1.840 Mio. beziffert. 4 Im Kalenderjahr 2022 wurden in Deutschland mit 36,8 Mio. t Rohstahl rund 8 % weniger hergestellt als im Vorjahr (2021). Dies markiert (mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020) den niedrigsten Jahreswert seit 2009. Das Produktionsvolumen des zweiten Halbjahres stellt sogar einen Tiefpunkt seit der Wiedervereinigung dar. Mit 17,3 Mio. t lag die Erzeugung der zweiten Jahreshälfte im Vorjahresvergleich um 11 % niedriger. 5 In dem für die Fischer Profil GmbH und S. A. B. Profil GmbH sowie die FP Produktions- und Vertriebs-GmbH relevanten Bauhauptgewerbe zeigte sich im Kalenderjahr 2022 eine negative Entwicklung. So ging der Umsatz im Kalenderjahr 2022 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr zurück. 6 2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden durchschnittlich - ohne Auszubildende - 631 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 600). Die Veränderungen in der Belegschaft resultierten vor allem aus der Erhöhung der Beschäftigten bei der Hille & Müller GmbH. Darüber hinaus besteht in allen Konzerngesellschaften bzw. Geschäftsbereichen im Vergleich zum Vorjahr eine weitestgehend konstante Belegschaft. Lediglich bei der Fischer Profil GmbH und ihrem Kooperationspartner FP Produktions- und Vertriebs-GmbH haben sich Veränderungen ergeben. Gesundheit und Arbeitssicherheit genießen in der TSG-Gruppe eine hohe Priorität. Im Rahmen der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden Kennzahlen wie etwa Mitarbeiteranzahl, Arbeits- oder Trainingsstunden in monatlichen so genannten "Health & Safety Reports" erfasst. Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist dabei die Kennzahl "Unfälle mit Ausfallzeiten" (Loss Time Injury bzw. kurz "LTI" 7 ). Unter dieser Kennzahl war im Geschäftsjahr 2022/23 leider ein Unfall zu verzeichnen. Im Vorjahr (2021/22) waren noch zwei Unfälle festzustellen. 3. Umweltfragen Im Rahmen des Umweltschutzes werden Prüfungen des Umweltmanagementsystems (so genannte "Umwelt-Audits") an verschiedenen Standorten der TSG-Gruppe durchgeführt. An einigen Standorten bestehen nach Einschätzung der Geschäftsleitung im Übrigen ohnehin keine leistungsbedingten Umweltrisiken. Soweit bekannt, erfüllen die Anlagen und Einrichtungen die gesetzlichen Umweltschutzanforderungen. Darüber hinaus bestehen nach Einschätzung der Geschäftsleitung keine unternehmensspezifischen Umweltanforderungen bzw. -fragen. 4. Geschäftsverlauf Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellen den deutschen Vertriebskanal für die im Ausland ansässigen Produktionswerke der Tata Steel Europe Ltd.-Gruppe dar. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind die Absatzmenge und die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (im Folgenden "EBIT") und der Cashflow. Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr 2022/23 insbesondere durch die negativen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine geprägt (Rohstofflieferprobleme und Einkaufspreissteigerungen). Gleichzeitig waren auch rückläufige Absatzmengen festzustellen, die aber durch Preissteigerungen auf der Verkaufsseite teilweise kompensiert werden konnten. Der Umsatz liegt im Geschäftsjahr 2022/23 danach mit T€ 511.036 trotz eines Rückgangs des Absatzvolumens auf 533,7 Tsd. t leicht über dem Niveau des Vorjahres (T€ 497.453 bei einem Absatzvolumen von 595,7 Tsd. t). In den Geschäftsbereichen "Dach- und Wandverkleidung" und "Stahlservice" lagen die Erlöse dabei weitestgehend auf dem Niveau des Vorjahres (2021/22). Im "Walzen und Veredeln" waren dagegen moderate Erlössteigerungen festzustellen. Die im Vorjahr (2021/22) ursprünglich geplanten Umsätze (€ 599 Mio.) wurden damit aber allerdings deutlich verfehlt, insbesondere da das ursprünglich geplante Absatzvolumen (714 Tsd. t) nicht erreicht werden konnte. Das EBIT im Geschäftsjahr 2022/23 ist mit T€ + 12.797 erneut deutlich positiv: Es hat sich aber gegenüber dem Vorjahr (T€ + 39.838) aufgrund der Einkaufspreisentwicklung deutlich reduziert. Die Erwartungen an das EBIT des Geschäftsjahrs 2022/23 (€ + 13 Mio.) wurden aber damit weitestgehend erfüllt. 5. Lage des Konzerns Ertragslage Die Umsatzentwicklung stellte sich im Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt wie folgt dar:
Die Absatzmengen haben sich im Geschäftsjahr 2022/23 in allen Geschäftsbereichen vermindert. Kompensiert wurde der Rückgang der Absatzmengen durch zum Teil deutliche Preissteigerungen. Entsprechend liegen die Umsatzerlöse leicht über dem Niveau des Vorjahres (2021/22). Im Geschäftsbereich "Stahlservice" liegt die Absatzmenge mit 420,8 Tsd. t unter dem Niveau des Vorjahres (464,4 Tsd. t). Bereinigt um das Provisionsgeschäft ist die Absatzmenge ebenfalls aber leicht zurückgegangen. Der Anteil des Provisionsgeschäfts an der Absatzmenge im Geschäftsbereich Stahlservice beträgt 58,2 % (Vorjahr 57,3 %); der am Umsatz lediglich 3,0 % (Vorjahr 3,6 %). Im Geschäftsbereich "Dach- und Wandverkleidung" ist die abgesetzte Menge auf 66,6 Tsd. t (Vorjahr 77,7 Tsd. t) zurückgegangen. Der Rückgang des Absatzvolumens betrifft sowohl die Fischer Profil GmbH als auch die S. A. B. Profil GmbH. Im Geschäftsbereich "Walzen und Veredeln" hat sich die abgesetzte Menge auf 46,3 Tsd. t (Vorjahr 53,6 Tsd. t) vermindert. Die Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht. Die Rohertragsmarge (bezogen auf die Gesamtleistung) liegt insbesondere aufgrund überproportional gestiegener Bezugspreise mit 22,5 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (27,9 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von T€ 2.524 (Vorjahr T€ 2.320). Die periodenfremden Erträge im Berichtsjahr 2022/23 resultieren wie im Vorjahr vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Personalaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2022/23 bei einer moderaten Erhöhung der Gesamtbelegschaft nur geringfügig um T€ 369 oder 0,7 % erhöht. Die Abschreibungen haben trotz der im Vergleich zu Vorjahren hohen Investitionen gegenüber dem Vorjahr (2021/22) um T€ 390 abgenommen. So betrafen die hohen Investitionen neben Grundstücken insbesondere auch geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, die jeweils im Berichtsjahr 2022/23 keiner Abschreibung unterlagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei einem weitestgehend konstanten Geschäftsvolumen mit T€ 47.732 leicht über dem Niveau des Vorjahres (T€ 45.813). Die Erhöhung betrifft unter anderem Kursverluste von T€ 836 (Vorjahr T€ 150). Den Kursverlusten stehen dabei allerdings auch - unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene - Kursgewinne in ähnlicher Höhe (T€ 844; Vorjahr T€ 270) gegenüber. Der Zinsaufwand beinhaltet insbesondere Zinsen für die Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 1.164 (Vorjahr T€ 1.354) und Zinsen an verbundene Unternehmen von T€ 263 (Vorjahr T€ 208). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten mit T€ 132 periodenfremde Aufwendungen (Vorjahr T€ 1.577) sowie mit T€ 40 (Vorjahr T€ 256) Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern. Die sonstigen Steuern waren im Vorjahr (2021/22) in Höhe von T€ 916 periodenfremd. Nach dem negativen Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstigen Steuern beläuft sich der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022/23 auf T€ 8.365 (Vorjahr T€ 31.233). Finanzlage Die TSG und ihre Tochtergesellschaften sind in das konzernweite Cash-Pool-System unter der Führung der Tata Steel Belgium Services NV, Berchem/Belgien, (im Folgenden "TSBS NV") eingebunden. Die laufende Liquiditätsausstattung ist entsprechend über die Einbindung in den Cash-Pool der TSBS NV gewährleistet. Innerhalb der TSG-Gruppe besteht ferner - unverändert zum Vorjahr - ein Cash-Pool-System mit der TSG als Cash-Pool-Führerin. Die Fremdfinanzierung des TSG-Konzerns wird im Übrigen durch den weltweiten Tata-Konzern über die Tata Steel Nederland BV, Velsen-Noord/Niederlande, (im Folgenden "TSN BV") sichergestellt. Die TSN BV hatte bereits am 17. Juni 2015 und in weiteren Folgeerklärungen bestätigt, dass sie beabsichtigt, die TSG selbst oder seinerzeit durch die damalige alleinige Gesellschafterin, die Staalverwerking en Handel BV, Velsen-Noord/Niederlande, mit angemessenen finanziellen Mitteln auszustatten (weiche Patronatserklärung); die aktuelle bzw. letzte Erklärung datiert auf den 13. April 2023 und ist befristet bis zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2025. Auf Basis der vorliegenden Planungen war bzw. ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung die Zahlungsfähigkeit der TSG und ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023/24 und in dem Folgejahr insbesondere durch die erwarteten positiven laufenden Cashflows sichergestellt; es bestehen nach Einschätzung der Geschäftsleitung Reserven für den Fall von Planabweichungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen korrespondiert bzw. steht im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 38.437; Vorjahr T€ 40.547) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 38.188; Vorjahr T€ 58.596) sowie vor allem der Vorratsbestände (T€ 61.324; Vorjahr T€ 84.633). Ein Darlehen der TSN BV über ursprünglich T€ 25.000 war bereits im Geschäftsjahr 2020/21 teilweise bzw. vorzeitig in Höhe von T€ 20.000 getilgt worden. Die danach verbliebene Restdarlehenssumme von T€ 5.000 war zum 30. September 2022 zur Rückzahlung fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Cash-Pool-Guthaben gegen die TSBS NV von T€ 18.036 (Vorjahr T€ 19.066). Bei einem Jahresüberschuss von T€ 8.365 ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2022/23 mit T€ + 21.848 (Vorjahr T€ + 14.334) aufgrund einer insgesamt positiven Entwicklung des "Working Capital" erneut deutlich positiv. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf T€ - 15.693 (Vorjahr T€ - 10.091). Der vergleichsweise hohe negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert vor allem aus den umfangreichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ - 5.288 (Vorjahr T€ - 2.855) betrifft die planmäßige Tilgung von Konzerndarlehen (T€ - 5.000) und gezahlte Zinsen (T€ - 288). Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31. März 2023 danach auf T€ + 3.440 (Vorjahr T€ + 2.573). In den Finanzmittelfonds werden sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ohne die Cash-Pool-Guthaben einbezogen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. März 2023 auf T€ 192.886 (Vorjahr T€ 223.592). Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.713 deutlich erhöht. Die Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 16.856 betreffen im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude betreffen insbesondere das Tochterunternehmen Service Center Gelsenkirchen GmbH. Die Service Center Gelsenkirchen GmbH hat mit Wirkung zum 30. Juni 2022 ihr vertraglich vereinbartes Ankaufsrecht aus einem Immobilen-Leasingvertrag für den Erwerb von Grundbesitz am Standort Gelsenkirchen (Grimbergstraße 75) ausgeübt. Der Kaufpreis für die Grundstücke und Gebäude belief sich auf rund € 7,9 Mio. Die übrigen Investitionen (insbesondere geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau) wurden wiederum vor allem bei der Hille & Müller GmbH und der Fischer Profil GmbH getätigt. Den Investitionen stehen Abschreibungen von T€ 5.109 und moderate Anlagenabgänge mit ursprünglichen Anschaffungskosten von T€ 2.038 bzw. Restbuchwerten von T€ 34 gegenüber. Die Sachanlagenintensität als Verhältnis des Sachanlagevermögens zur Bilanzsumme liegt bei einer insgesamt rückläufigen Bilanzsumme mit 22,5 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres (13,9 %). Die Vorräte liegen im Verhältnis zur Bilanzsumme mit 31,8 % dagegen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (37,9 %). Die Vorratsbestände haben trotz gestiegener Einkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr (2021/22) absolut bzw. insgesamt um T€ 23.309 deutlich abgenommen. Der deutliche Rückgang ist vor allem auf geringere Bestandsmengen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben gleichzeitig ebenfalls deutlich abgenommen. Bei einem Rückgang der Bilanzsumme sind sie im Verhältnis zur Bilanzsumme von 26,2 % im Vorjahr auf 19,8 % im Berichtsjahr 2022/23 zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind leicht rückläufig. Sie resultieren mit T€ 18.036 (Vorjahr T€ 19.066) aus Cash-Pool-Guthaben sowie aus Lieferungen und Leistungen (T€ 20.402; Vorjahr T€ 21.491). Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr moderat erhöht (T€ 3.440; Vorjahr T€ 2.573). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten weiterhin umfangreiche Forderungen aus Rückdeckungsversicherungsansprüchen von T€ 2.675 (Vorjahr T€ 3.059). Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr (2021/22) ist allerdings auf Steuererstattungsansprüche bzw. -vorauszahlungen zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag 31. März 2023 beläuft sich das gesamte Eigenkapital nach einem Konzernjahresüberschuss von T€ 8.365 auf insgesamt T€ 74.963 (Vorjahr T€ 66.598). Die Eigenkapitalquote beläuft sich danach auf inzwischen 38,9 % (Vorjahr 29,8 %). Die Rückstellungen haben sich im Verhältnis zur Bilanzsumme von 38,8 % im Vorjahr auf 44,0 % im Berichtsjahr zwar erhöht, absolut sind sie aber um T€ 1.965 auf T€ 84.863 leicht zurückgegangen. Dabei sind die Pensionsrückstellungen insbesondere aufgrund des gesunkenen Rechnungszinssatzes sowie laufender Zuführungen auf T€ 65.488 (Vorjahr T€ 63.009) noch einmal leicht gestiegen. Die Steuerrückstellungen (T€ 205; Vorjahr T€ 6.220) haben sich gegenüber dem Vorjahr dagegen deutlich vermindert und betreffen insbesondere Ertragssteuern für den laufenden Veranlagungszeitraum 2022/23. Im Vorjahr (2021/22) betrafen die Steuerrückstellungen zudem auch noch die Ergebnisse einer Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen haben gegenüber dem Vorjahr (2021/22) zugenommen; sie betreffen insbesondere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 7.367; Vorjahr T€ 5.964) und Rückstellungen im Personalbereich (T€ 7.042; Vorjahr T€ 6.933) sowie für Reklamationen (T€ 2.587; Vorjahr T€ 2.611). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 17.652; Vorjahr T€ 21.561) und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 13.649; Vorjahr T€ 41.094) steht im Zusammenhang mit dem Abbau der Vorratsbestände sowie der Tilgung des Konzerndarlehens. Gesamtaussage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Situation des TSG-Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld aufgrund der operativen Gewinne im Geschäftsjahr 2022/23 als zufriedenstellend. Nachdem in den Vorjahren die Lage des TSG-Konzerns aus Sicht der Geschäftsleitung noch kritisch zu beurteilen war, wird die Gesamtsituation inzwischen seit zwei Jahren eher positiv bewertet. Besonders positiv wird die Tatsache beurteilt, dass erneut ein Konzernjahresüberschuss von T€ 8.365 (Vorjahr T€ 31.233) erwirtschaftet wurde und sich die Eigenkapitalquote danach auf inzwischen 38,9 % (Vorjahr 29,8 %) erhöht hat. Der deutliche Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2022/23 ist dabei insbesondere auf Rohstofflieferprobleme und Preissteigerungen infolge des Kriegs in der Ukraine zurückzuführen. Wie im Abschnitt "Finanzlage" erläutert, hat die TSN BV ihre befristete, weiche Patronatserklärung bis zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2025 der TSG verlängert. Mit einer Inanspruchnahme wird aber aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung derzeit nicht gerechnet. Die laufende Zahlungsfähigkeit der TSG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung durch die Einbindung in das Cash-Pool-System mit der TSBS NV und die bestehenden Cash-Pool-Guthaben sichergestellt. III. Chancen, Risiko- und Prognosebericht1. Darstellung des Risiko - M anagement - Systems Ziel des Risiko-Management-Systems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaften sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der monatlichen Abschlüsse und des monatlichen Berichtswesens werden unternehmensrelevante Daten der verschiedenen Konzerngesellschaften ermittelt und kommuniziert. Gleichzeitig werden verschiedene Unternehmenskennzahlen an die Muttergesellschaft berichtet. Damit soll die Prüfung von externen und internen Daten sowie die Zuverlässigkeit der dargestellten Aussagen gewährleistet werden. Etwaige Liquiditätsrisiken sollen im Rahmen der Finanzplanung erkannt und ggf. durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen der TSBS NV und/oder der TSN BV minimiert werden. Größere Investitionen müssen im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens beantragt und genehmigt werden. Drohende Forderungsausfälle sollen durch das Mahnwesen sowie das Kunden-Kreditmanagement verhindert werden. Zudem werden Forderungen gegen Dritte zum Teil durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Währungsrisiken aus der Volatilität des US-Dollars im Verhältnis zum Euro sind nach Einschätzung der Geschäftsleitung gering; aber trotzdem werden bestätigte Geschäfte teilweise über Währungssicherungs-Kontrakte abgesichert. Zur Absicherung gegen Nickelpreisschwankungen werden zudem Warentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. März 2023 bestehen keine offenen Devisen- oder Warenterminkontrakte bzw. derivativen Finanzinstrumente. I. 2. Chancenbericht Die Chancenpotentiale und deren Grad der Auswirkung sowie Eintrittswahrscheinlichkeit stellen sich wie folgt dar:
Soweit erforderlich werden nachfolgend zu den vorgenannten Chancen einige weitergehende Erläuterungen gemacht. Strategische Chancen
Operative und sonstige Chancen
Gesamteinschätzung der Chancenlage Insgesamt ist die Chancenlage nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der Marktpositionierung bzw. -anteile und dem Produktportefeuille weiterhin positiv zu beurteilen und hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert bzw. tendenziell eher verbessert. So wurde trotz gesamtwirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen erneut ein deutlich positives EBIT erwirtschaftet. 3. Risikobericht Am 24. Februar 2022 ist der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch ausgefochten. Es ist festzustellen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ auswirkt (z.B. auf die Energieversorgung und Rohstoffpreise sowie Lieferketten). Das Ausmaß ist aber auch zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin noch nicht abschließend abzuschätzen. Seit April 2023 gilt die Coronavirus-Pandemie als überwunden. Staatlich verordnete Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen sowie sonstige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus wurden bis dahin fortlaufend aktualisiert. Inzwischen sind sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen aber aufgehoben worden. Die Geschäftsführung der TSG geht entsprechend davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie zukünftig keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung mehr haben wird. Das Risiko wird daher mittlerweile als niedrig eingestuft. Im Rahmen des regulären Risiko-Management-Systems werden verschiedene weitere Risiken analysiert und auch hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit aufgelistet:
Soweit erforderlich werden nachfolgend zu den vorgenannten Risiken einige weitergehende Erläuterungen gemacht. Externe Risiken
Technologische Risiken
Leistungswirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Organisatorische Risiken
Gesamteinschätzung der Risikolage Bei den dargestellten Risiken wird aufgrund der bestehenden Maßnahmen bzw. der Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risiko-Management-Systems von einer eher geringen bis mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bei ohnehin jeweils geringem Risikograd ausgegangen. Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken hat sich insbesondere der Risikograd aufgrund weiterer Tilgungen von Konzerndarlehen und des positiven Cashflows sowie der nahezu unveränderten Höhe von Cash-Pool-Guthaben gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert. Trotz der weitestgehend geringen bis mittleren Eintrittswahrscheinlichkeiten und des überwiegend geringen bis mittleren Risikograds können gewisse kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollends ausgeschlossen werden. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsleitung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage kalkulierbar. Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens hat sich nach Überwindung der Coronavirus-Pandemie insbesondere aufgrund der erneut positiven Ergebnisentwicklung und der hohen Eigenkapitalausstattung insgesamt noch einmal verbessert. Unsicherheiten birgt allerdings weiterhin der Krieg zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine. 4. Prognosebericht Methodik Die Unternehmen der TSG-Gruppe sind im Rahmen des Budgetprozesses und der darauffolgenden so genannten "Forecast"-Planungen angehalten, Prognoseberichte zur zukünftigen Geschäftsentwicklung zu erstellen. Die Controlling-Funktion soll einerseits bei den Gesellschaften vor Ort sichergestellt und zusätzlich durch Controlling-Aktivitäten innerhalb der Business Units gewährleistet werden. Die TSG-Gruppe ist eingebettet in einen weltweit operierenden Konzern und partizipiert dadurch an Informationsquellen hinsichtlich der Einschätzung von zukünftigen Branchen- und Geschäftsentwicklungen. Wochen-, Monats-, Quartals- und Jahresberichterstattungen sollen die Fehleinschätzungen der zukünftigen Geschäftsentwicklung minimieren. Die Risiken leiten sich aus dem unternehmerischen Handeln und aus sich ändernden Märkten ab. Zur Unterstützung der Budgeterstellung der einzelnen Gesellschaften werden von der Konzernspitze der Tata Steel Europe Ltd. verschiedene Informationen bezüglich z.B. erwarteter wirtschaftlicher Entwicklungen, der Inflationsrate, der Einkaufspreise usw. übermittelt. Unter Berücksichtigung dieser Informationen werden seitens der einzelnen (operativen) Gesellschaften darauf aufbauend die individuellen Planungen vorgenommen, die dann zur Genehmigung bei der Tata Steel Europe Ltd. eingereicht werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses haben sich keine Änderungen in der Struktur des TSG-Konzerns ergeben. Ebenso ist die Geschäftstätigkeit der verschiedenen Konzerngesellschaften bislang unverändert. Bei der Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2023/24 wurde entsprechend von einer unveränderten Konzernstruktur bzw. Geschäftstätigkeit ausgegangen. Prognose Negative Auswirkungen aus der Coronavirus-Pandemie werden für das Geschäftsjahr 2023/24 und darüber hinaus nicht mehr erwartet. Inzwischen bestehen aber konkrete Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine. Die Geschäftsentwicklung des TSG-Konzerns lässt sich entsprechend nicht verlässlich abschätzen. Sollte etwa der Krieg in der Ukraine weiter auf die Realwirtschaft durchschlagen, wäre für die Gesellschaft eine Verlustsituation bzw. ein negatives EBIT und ein Rückgang der Umsätze sowie ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zumindest möglich. Ein solches Szenario wird derzeit aber nicht erwartet. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2023/24 sind aufgrund der anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise bzw. Bezugspreise allerdings recht verhalten. Auf Basis der Planung wird für das Geschäftsjahr 2023/24 von einem Absatzanstieg auf rund 697 Tsd. t und einer moderaten Ausweitung des Geschäftsvolumens bei Umsätzen von rund € 522 Mio. ausgegangen. Damit sollten ein erneut positives EBIT von rund € 11 Mio. und positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden können. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Düsseldorf, den 11. Juli 2023 Tata Steel Germany GmbH Die Geschäftsführung Sandra Rost Thorsten Eickhaus Remco Blaauw Ellen Selie
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 %
gestiegen - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Konzernbilanz zum 31. März 2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023I. Allgemeine Angaben1. Anwendungen der Vorschriften des Handelsgesetzbuches Die Tata Steel Germany GmbH (im Folgenden "TSG") ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HR B 55722 eingetragen. Der Konzernabschluss der TSG für das Geschäftsjahr 2022/23 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des Einführungsgesetzes zum HGB und des GmbH-Gesetzes sowie der Deutsche Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Für die TSG besteht die Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts. Dies ergibt sich entsprechend aus den §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches. Die TSG hat gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB die Mehrheit der Stimmrechte bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (sogenanntes "Control"-Verhältnis). Das Geschäftsjahr ist vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen sind sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. März 2023) erstellt worden. Zum Bilanzstichtag 31. März 2023 beläuft sich das gesamte Eigenkapital nach einem Konzernjahresüberschuss von T€ 8.365 (Vorjahr T€ 31.233) auf T€ 74.963 (Vorjahr T€ 66.598). Am 13. April 2023 hatte die Tata Steel Nederland BV, Velsen-Noord/Niederlande, erklärt, dass sie beabsichtigt, die TSG selbst mit angemessenen Mitteln auszustatten; die Erklärung ist befristet bis zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2025. Auf Basis der vorliegenden Planungen ist die Zahlungsfähigkeit der TSG und ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023/24 und in dem Folgejahr durch die erwarteten laufenden Cashflows sichergestellt und es bestehen hierbei Reserven für den Fall von Planabweichungen. Die laufende Liquiditätsausstattung der TSG und ihrer Tochtergesellschaften ist über die Einbindung in den Cash-Pool der Tata Steel Belgium Services N.V. gewährleistet. Der Konzernabschluss zum 31. März 2023 wurde auf der Grundlage der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Der vorliegende Konzernabschluss ist ein befreiender Abschluss im Sinne des § 264 Abs. 3 Nr. 3 HGB für die im Abschnitt V.5. aufgeführten voll konsolidierten Konzerngesellschaften. 2. Mutterunternehmen Mutterunternehmen ist die TSG. Alleinige Gesellschafterin der TSG ist die Tata Steel Nederland BV, Velsen-Noord/Niederlande, in die die bisherige alleinige Gesellschafterin Staalverwerking en Handel BV, Velsen-Noord/Niederlande mit Wirkung vom 31. März 2023 verschmolzen wurde. 3. Konsolidierungskreis Nach § 294 HGB sind neben der TSG unverändert die folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:
II. Konsolidierungsmethoden1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Unternehmen erfolgte für Erstkonsolidierungen bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB i.d.F. bis 28. Mai 2009, ab dem 1. Januar 2010 wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB angewandt. Gemäß der Buchwertmethode werden die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen den Buchwerten der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile gegenübergestellt. Gemäß der Neubewertungsmethode werden die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile gegenübergestellt. Im Vorjahr (2021/22) wurde die FP Produktions- und Vertriebs-GmbH mit Wirkung zum 1. April 2021 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Entsprechend betraf im Vorjahr (2021/22) die Kapitalkonsolidierung zum 1. April 2021 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) erstmals den Erwerbsvorgang bzw. die damalige Gründung der FP Produktions- und Vertriebs-GmbH. Die Kapitalkonsolidierung für diesen Erwerbsvorgang ist nach der Neubewertungsmethode erfolgt. Der deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 23 (DRS 23) "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" wurde beachtet. 2. Zwischenergebniseliminierung Einzelne Unternehmen erbringen Lieferungen und Leistungen im Konzernbereich. Ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist durch die Gewinnaufschläge bei diesen Leistungen nicht gegeben. Daher wurde auf eine Eliminierung dieser Zwischenergebnisse aus Wesentlichkeitsgründen gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. 3. Schulden - sowie Aufwands - und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Forderungen und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnsatz und Bewertung Bei der Bewertung im Konzernabschluss liegen nach § 308 Abs. 1 Satz 1 HGB die im Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsgrundsätze zugrunde. Gliederung und Ausweis Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§§ 266, 275 HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Sachanlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten werden die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung einbezogen sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes werden nicht aktiviert. Die Zugänge bei den beweglichen Anlagegütern werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt des Zugangs linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von € 250 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert zwischen € 250 und € 1.000 werden in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Für so genannte "Coilschuhe" bestehen teilweise Festwerte. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen wie folgt:
Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Finanzanlagen Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Legierungsmetalle und Magazinmaterial werden mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu tatsächlichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Gem. § 240 Abs. 3 HGB wird für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von nachrangiger Bedeutung, die in Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen, ein Festwert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse bestehen ausschließlich im Walz- und Veredelungsbereich. Die unfertigen sowie fertigen Erzeugnisse im Walz- und Veredelungsbereich werden mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwerts bewertet. Bestandserhöhungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden die Materialkosten, die anfallenden Schrottkosten, die Fertigungskosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung einbezogen sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens; bei den unfertigen Erzeugnissen erfolgt dies anteilig entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes werden nicht aktiviert. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Für überalterte oder mit technischen Mängeln behaftete Vorräte werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse werden die Materialkosten, die anfallenden Schrottkosten, die Fertigungskosten und die Sondereinzelkosten der Fertigung einbezogen sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes werden nicht aktiviert. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Für überalterte oder mit technischen Mängeln behaftete Vorräte werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten - teilweise unter Anwendung der Durchschnittsmethode - unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer oder verminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die im Vorjahr (2021/22) ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen wurden mit ihrem Nennbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche des Konzerns erfüllen die Anforderungen an Deckungsvermögen nicht und werden daher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden zudem Pauschalwertberichtigungen gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die flüssigen Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Geleistete Vorauszahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind zum Nennwert zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und entspricht dem Stammkapital der Muttergesellschaft. Unter den anderen Gewinnrücklagen werden thesaurierte Gewinne und Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit"-Methode unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" bewertet. Als Rechnungszinssatz wurde zum 31. März 2023 ein 10-Jahresdurchschnitts-Marktzinssatz von 1,79 % p.a. (Vorjahr 1,80 % p.a.) zugrunde gelegt. Der von der Deutschen Bundesbank zum 31. März 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 298 i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), beträgt 1,79 % p.a. (Vorjahr 1,81 % p.a.). Im Vorjahr (2021/22) führte dies zu keiner wesentlichen Abweichung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.), Rentensteigerungen von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) bzw. 1,00 % p.a. (Vorjahr 1,75 % p.a.) für Zusagen mit garantierter Rentenanpassung zugrunde gelegt sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten zwischen 0 % und 8 % unterstellt. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Personalaufwand und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" werden die Pensionsrückstellungen und die korrespondierenden Rückdeckungsansprüche nach dem sogenannten Aktivprimat bewertet, so dass sich die Höhe des kongruent rückgedeckten Teils der Pensionsverpflichtung nach dem Aktivwert der entsprechenden Rückdeckungsversicherungen bemisst. Aus der erstmaligen Anwendung des IDW RH FAB 1.021 ergab sich ein Ertrag von 570 TEUR, der im operativen Ergebnis enthalten ist. Aufgrund der ratierlichen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen über 15 Jahre nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB sind Pensionsverpflichtungen von T€ 1.279 (Vorjahr T€ 1.919) nicht in der Bilanz enthalten. Steuer - und sonstige Rückstellungen Bei Bildung der Steuer- und übrigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen und die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" und einem Rechnungszinsfuß von 1,50 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) ermittelt. Des Weiteren wurde ein Gehaltstrend von 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) angewandt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines typisierten Ertragsteuersatzes von 30,93 % (Deutschland). Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Passive latente Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Zum 31. März 2023 ergibt sich insbesondere infolge der Unterschiede bei der Bewertung von Aktiva, Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen ein Überhang aktiver latenter Steuern, der nicht bilanziert wird. Die im Vorjahr (2021/22) ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten aus der Erstkonsolidierung der S. A. B. Profil GmbH entsprechend der Neubewertungsmethode. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen neu bewertet. Weitere Unterschiede zwischen den Einzelabschlüssen und dem Konzernabschluss infolge von Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich nicht. Entsprechend resultieren hieraus keine weiteren latenten Steuern. Fremdwährungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Konzernabschluss mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" angegeben. Umsatzrealisierung Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung liegt grundsätzlich bei Lieferung und Gefahrenübergang an den Endkunden. IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAngaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im separaten Anlagegitter (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Das Anlagegitter ist Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte sind - abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten - frei von Rechten Dritter. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten - wie im Vorjahr - keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 20.402, Vorjahr T€ 21.481) und aus kurzfristigen Finanzforderungen bzw. Cash-Pool-Guthaben (T€ 18.036, Vorjahr T€ 19.066). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Rückdeckungsversicherungsansprüche (T€ 2.675, Vorjahr T€ 3.059) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die vorgenannten Ansprüche gegen Rückdeckungsversicherungen erfüllen nicht die Ansprüche an Deckungsvermögen und werden daher unsaldiert mit den Rückstellungen ausgewiesen. 3. Eigenkapital Die Veränderungen im Eigenkapital sind im separaten Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Die Aufstellung erfolgte entsprechend des deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22 (DRS 22) "Konzerneigenkapital". Das gezeichnete Kapital beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. März 2023 auf unverändert T€ 162.261. 4. Pensionsrückstellungen Der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, beläuft sich auf zehn Jahre. Danach ergeben sich zum 31. März 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 65.488 (Vorjahr T€ 63.009). Diese liegen um T€ 3.212 (Vorjahr T€ 5.058) (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. März 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,50 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) ergeben hätte. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 7.367, Vorjahr T€ 5.964) und den Personalbereich (T€ 7.042, Vorjahr T€ 6.933) sowie Reklamationen (T€ 2.587, Vorjahr T€ 2.611). Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen insbesondere ausstehende Urlaubsansprüche, Mitarbeiterboni und Tantiemen sowie Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig (Verbindlichkeitenspiegel):
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 13.649 (Vorjahr T€ 36.094) ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Im Vorjahr (2021/22) betrafen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darüber hinaus Darlehensverbindlichkeiten von T€ 5.000. Die Darlehensverbindlichkeiten betrafen ein langfristiges Darlehen über ursprünglich T€ 25.000 gegenüber der Tata Steel Nederland BV. Das Darlehen war ursprünglich endfällig zum 30. März 2020 zu tilgen. Es war mit Vereinbarung vom 13. August 2020 verlängert worden und danach zum 30. September 2022 zur Rückzahlung fällig. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 war eine teilweise bzw. vorzeitige Rückzahlung in Höhe von T€ 20.000 erfolgt. Die danach verbliebenden Darlehensverbindlichkeiten sind im Berichtsjahr 2022/23 zurückgezahlt worden. Sicherheiten wurden für die Darlehen der Gruppe nicht gestellt. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 1.180; Vorjahr T€ 7.226) und im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 30; Vorjahr T€ 30). 7. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern und ihre Änderungen im Geschäftsjahr 2022/23 sind nachfolgend dargestellt:
Die Abgänge zu den latenten Steuern des Berichtsjahres 2022/23 beruhen ausschließlich auf ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen. Angaben zur Gewinn - und Verlustrechnung 8. Aufgliederung der Umsatzerlöse Nach Tätigkeitsbereichen:
Nach Regionen:
9. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von T€ 2.524 (Vorjahr T€ 2.320). Die periodenfremden Erträge betreffen vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 1.693 (Vorjahr T€ 1.385) sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 458 (Vorjahr T€ 446). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungsumrechnungsgewinne gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB von T€ 844 (Vorjahr T€ 270). 10. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 3.919 (Vorjahr T€ 4.462). 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von T€ 640 (Vorjahr T€ 640) enthalten. Diese sind nicht dem laufenden Geschäftsjahr zuzurechnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten darüber hinaus verschiedene weitere periodenfremde Aufwendungen von T€ 659 (Vorjahr T€ 803). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Abrechnungsspitzen für frühere Geschäftsjahre sowie die Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB von T€ 836 (Vorjahr T€ 150). 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen von T€ 263 (Vorjahr T€ 208). Die Zinsen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 1.164 (Vorjahr T€ 1.354). 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 132 (Vorjahr T€ 1.577) für Steuernachzahlungen für Vorjahre, die nicht durch Rückstellungen gedeckt waren. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern von T€ 40 (Vorjahr T€ 256). 14. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern enthielten im Vorjahr (2021/22) periodenfremde Aufwendungen aus Betriebsprüfungen von T€ 916. V. Sonstige Angaben1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Konzernabschlussstichtag 31. März 2023 bestehen nachfolgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalschonung erreicht wird. Ein Risiko besteht darin, dass die geleasten und gemieteten Gegenstände nicht benötigt werden. Eine Chance besteht darin, dass eine Kapitalbindung vermieden wird und durch die Mietverträge kein Verwertungsrisiko auf den Konzern übergeht. Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 2. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl
3. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach dem deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) i.V.m. §§ 342 Abs. 2, 297 Abs. 1 S. 1 HGB entsprechend der so genannten "indirekten Methode" abgeleitet. In den Finanzmittelfonds werden ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. 4. Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin ist zum 31. März 2023 die Tata Steel Nederland BV, in die die bisherige alleinige Gesellschafterin Staalverwerking en Handel BV mit Wirkung vom 31. März 2023 verschmolzen wurde. Über die Tata Steel Nederland BV gehört die Gesellschaft zum Konzern der Tata Steel Ltd., Mumbai/Indien. Für den größten Kreis von Unternehmen wird ein Konzernabschluss durch die Tata Steel Ltd. erstellt, in den die TSG und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Tata Steel Ltd. wird nach dem Companies Act 2013 (including the rules made thereunder), den Indian Accounting Standards und den Securities and Exchange Board of India (Listing Obligations and Disclosure Requirements) Regulations 2015 sowie den Secretarial Standards aufgestellt und ist am Sitz der Obergesellschaft erhältlich. Er steht in englischer Sprache auf der Homepage des Tata Steel-Konzerns unter tata-steel-ir-2022-23.pdf (tatasteel.com) zum Herunterladen zur Verfügung. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird ein Konzernabschluss durch die Tata Steel Nederland BV erstellt, in den die TSG und ihre Tochtergesellschaften ebenfalls einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Tata Steel Nederland BV wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und Part 9 of Book 2 of the Dutch Civil Code aufgestellt und wird am Sitz der Obergesellschaft erhältlich sein. Er wird in englischer Sprache in der "Kamer van Koophandel" in den Niederlanden unter der Nummer 34005278 veröffentlicht werden. 5. Befreiungsvorschriften Die nachfolgenden Gesellschaften haben von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: Name und Sitz Service Center Gelsenkirchen GmbH, Düsseldorf Hille & Müller GmbH, Düsseldorf Fischer Profil GmbH, Netphen Tata Steel International (Germany) GmbH, Düsseldorf S. A. B. Profil GmbH, Niederaula FP Produktions- und Vertriebs-GmbH, Netphen Die vorgenannten Gesellschaften haben - im Rahmen der Einbeziehung in den Konzernabschluss der TSG - darauf verzichtet, Anhänge gem. § 284 ff. HGB und Lageberichte gem. § 289 HGB aufzustellen. Ebenso wurde bei diesen Gesellschaften auf Jahresabschlussprüfungen gem. § 316 ff. HGB sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse verzichtet. 6. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2022/23 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 201. 7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen das Cash-Pool-Verfahren mit der Tata Steel Belgium Services NV sowie den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit verschiedenen verbundenen Unternehmen der Tata Steel Ltd.-Gruppe. Mit nahestehenden Unternehmen wurden die folgenden Geschäfte getätigt:
Mit Ausnahme von Geschäftsführerbezügen wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt. 8. Forschung und Entwicklung Im Konzern der TSG werden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen getätigt. 9. Geschäftsführung Geschäftsführer der TSG waren oder sind:
Von einer Angabe der Geschäftsführergehälter wird abgesehen, da nur ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von der TSG-Gruppe erhalten hat. Entsprechend ließe sich anhand einer Angabe dann die Höhe der Bezüge eines einzelnen Mitgliedes der Geschäftsführung feststellen. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. März 2023 auf T€ 2.087 (Vorjahr T€ 1.789). 10. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss im Einzelabschluss der Konzernmuttergesellschaft TSG für das Geschäftsjahr 2022/23 von T€ 8.358 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die TSG und ihre Tochterunternehmen von wesentlicher Bedeutung wären und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns führen könnten.
Düsseldorf, den 11. Juli 2023 Tata Steel Germany GmbH Die Geschäftsführung Sandra Rost Thorsten Eickhaus Remco Blaauw Ellen Selie Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. März 2023
Zum 31. März 2023 stehen gemäß Einzelabschluss der Tata Steel Germany GmbH keine Beträge für Ausschüttungen zur Verfügung. Zum 31. März 2023 besteht im Einzelabschluss der Tata Steel Germany GmbH eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. von T€ 493 (Vorjahr T€ 726). BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tata Steel Germany GmbH, Düsseldorf Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Tata Steel Germany GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Tata Steel Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Die Werthaltigkeit der als Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen in Höhe von T€ 13.486 gegen die britische Schwestergesellschaft Tata Steel UK Limited sowie die niederländischen Schwestergesellschaften Tata Steel Strip Products IJmuiden BV und Service Centre Maastricht BV ist nicht hinreichend nachgewiesen, da uns keine aussagefähigen Prüfungsnachweise vorgelegt wurden und wir auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit dieser Forderungen erlangen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere an den Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sowie Jahresergebnis und Eigenkapital hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Konzernlagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Sabine Brose, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.03.2023 wurde am 12.09.2023 gebilligt. |
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