VRM Mittelhessen Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carl Conrad Englisch seit 23.1.2026 | Geschäftsführer |
Frank Norman Kaminski seit 23.1.2026 | Prokura |
Julia Lumma seit 3.1.2024 | Prokura |
Joachim Andreas Liebler seit 17.8.2023 | Geschäftsführer |
Miriam Inka Böttner seit 21.2.2022 | Prokura |
Veronika Madkour seit 18.3.2019 | Prokura |
Holger Hadeler seit 9.6.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
VRM Wetzlar GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VRM Wetzlar GmbHWetzlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Geschäftsmodell der VRM Wetzlar GmbH, Wetzlar, (VRMW bzw. Gesellschaft) ist die Vermarktung journalistischer und werblicher Inhalte in den Bereichen News Media und Advertising Media. Die VRMW ist ein regional tätiges Medienunternehmen, dessen Zeitungstitel im Lahn-Dill-Kreis und in Teilen der angrenzenden Landkreise Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf erscheinen. Unter der Dachmarke VRM Mittelhessen werden vier Tageszeitungen publiziert, die rund 71 Tausend Leser täglich erreichen. Darüber hinaus gehören drei Ausgaben von "Kompakt!", das führende Wochenend-Anzeigenblatt in der Region, mit einer Auflage von 132 Tausend Stück zum Portfolio des Hauses. Außerdem gibt sie zwei örtliche Telefonbücher in Wetzlar und Dillenburg heraus. Mit www.mittelhessen.de und der Nachrichten-App [m]-news betreibt die VRMW die digitalen Informationsplattformen der gesamten Region. Die Angebote der VRMW richten sich crossmedial über Print- und digitale Kanäle an Leser und Werbekunden. Das Produktportfolio teilt sich auf in Leser-Bezahlangebote sowie Werbevermarktungs- und Rubrikenangebote. Die Erlöse aus den Werbevermarktungs- und Rubrikenangeboten werden überwiegend durch Anzeigen- und Kleinanzeigenkunden generiert. Die Redaktion ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Wetzlar und in zwei weiteren Lokalredaktionen vertreten. Zum 1. Januar 2019 wurde die VRMW mit ihren Tochtergesellschaften in die konzerninternen Leistungsbeziehungen und die Verrechnungssystematik der VRM-Unternehmensgruppe integriert. Sämtliche Querschnittsfunktionen (Rechnungswesen, Controlling, Personal, IT etc.) wurden am 1. Januar 2019 in Mainz zentralisiert und werden von der VRM Service GmbH & Co. KG, Mainz, als sogenanntes "shared service center" erbracht. Am 1. Januar 2020 wurde darüber hinaus die Betreuung des Bereichs B2C (Business to Consumer) bei der VRM GmbH & Co. KG, Mainz, zentralisiert. Der Druck der Zeitungen erfolgte bis zum 1. September 2021 und der Anzeigenblätter der Gesellschaft bis zum 11. März 2022 in der eigenen Druckerei am Standort Wetzlar. Die Druckerei in Wetzlar wurde schrittweise geschlossen und der Druck der Zeitungen und Anzeigenblätter der VRMW zur VRM Druck GmbH & Co. KG (VRM Druck KG) nach Rüsselsheim verlagert. Damit wird u.a. den sich verändernden Rahmenbedingungen wie sinkenden Druckauflagen, reduzierten Umfängen und Einstellung unrentabler Produkte Rechnung getragen. Außerdem war die bisher in der Druckerei in Wetzlar eingesetzte Druckmaschine seit 1996 in Betrieb und wies eine steigende Störanfälligkeit auf. Die Entscheidung für die Zentralisierung der Druckerzeugnisse bei der VRM Druck KG in Rüsselsheim erfolgte aufgrund der dort vorhandenen Produktionskapazitäten, des modernen Maschinenparks und auch wegen des günstigen geografischen Standorts. Darüber hinaus entfällt die Notwendigkeit einer Ersatzinvestition in neue Drucktechnik am Standort Wetzlar. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Druckmaschinen in Wetzlar demontiert. Bei der Auslieferung der Zeitungen arbeitet die Gesellschaft mit der VRM Mittelhessen Logistik GmbH (MHL), Wetzlar, einer 100 %igen Tochtergesellschaft der VRMW, sowie mit zwei weiteren Zustellgesellschaften zusammen. Die Vermarktung der Anzeigen- und Beilagenwerbung erfolgt im Rahmen einer Leistungskommission über die Schwestergesellschaft VRM Mittelhessen Media Sales GmbH (MH MS), Wetzlar. 2. Steuerungssystem Das Unternehmen wird über verschiedene Kennzahlen und Leistungsindikatoren gesteuert. a) Finanzielle Steuerungsgrößen: Zu den finanziellen Steuerungsgrößen zählen die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis (in der Definition der VRM internen Berichterstattung) der jeweiligen Marktplätze, die Deckungsbeiträge der einzelnen Objekte sowie das Jahresergebnis vor Gewinnabführung der Gesellschaft. Diese werden monatlich ermittelt und mit den Planzahlen verglichen. Bei wesentlichen Abweichungen werden kurzfristige Maßnahmen durch die Geschäftsführung eingeleitet. b) Nicht finanzielle Steuerungsgrößen: Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind nachfolgende Leistungsindikatoren zu benennen, die zur Beurteilung der Entwicklung der Marktbereiche relevant sind:
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren 2023 wie schon im Vorjahr weiterhin sehr angespannt. Das Jahr stand nach wie vor unter dem Einfluss des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, dazu kam der neu entbrannte Nahost-Konflikt. Die deutsche Wirtschaft fiel 2023 in eine Rezession. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Vorjahr Steigerung um 1,9 %). Die nach wie vor hohen Preise dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Da die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte, erreichte das Baugewerbe insgesamt noch ein kleines Plus von 0,2%. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Die Erhöhung fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Anstieg verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6%. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit konnte mit +1,0% zulegen. Demgegenüber ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0% gesunken. Grund hierfür war vor allem der Groß- und Einzelhandel. Die privaten Konsumausgaben nahmen preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Zahl der Erwerbstätigen belief sich im Jahr 2023 durchschnittlich auf 45,9 Millionen und lag somit 0,7% über dem Vorjahresniveau und damit so hoch wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte haben die dämpfenden Effekte des demographischen Wandels überkompensiert. Die Bruttowerbeumsätze in den Above-the-line Medien (Zeitungen, Publikumszeitschriften, Fernsehen, Radio, Out of home und Kino) lagen gemäß Nielsen Media Research im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit rd. EUR 33,8 Mrd. rd. EUR 2,9 Mrd. oder 7,9 % unter dem Vorjahresniveau. An der Rangfolge der wichtigsten Werbemedien hat sich nichts geändert. Die höchsten Werbeinvestitionen wurden in den Gattungen Fernsehen (EUR 16,5 Mrd.; Vorjahr: EUR 17,1 Mrd.) und Zeitungen (EUR 5,5 Mrd.; Vorjahr: EUR 5,1 Mrd. - ohne Publikumszeitschriften) getätigt. Dabei verzeichnete die Fernsehwerbung einen Rückgang von 3,5 %. Demgegenüber stieg das Werbevolumen in den Zeitungen um 7,7%. Im Online-Segment wurden Werbeinvestitionen in Höhe von EUR 4,2 Mrd. getätigt (Vorjahr: EUR 4,5 Mrd.), das bedeutet eine Verringerung um 6,6% gegenüber dem Vorjahr. In Bezug auf die Statistiken der Nielsen Media Research ist zu berücksichtigen, dass sich die erhobenen Bruttowerbeumsätze (ohne Medienwerbung) auf Markenartikel- und Dienstleistungswerbung sowie auf Werbung von großen Handelsunternehmen beziehen. Rubrikenanzeigen und Prospektbeilagen finden dabei keine Berücksichtigung, wodurch die tatsächliche, gesamte Geschäftsentwicklung des Werbemarktes nicht vollumfänglich abgebildet wird. Außerdem beziehen sich die Bruttowerbeumsätze auf die offiziell ausgewiesenen Werbepreise ohne Berücksichtigung von gewährten Rabatten und Freischaltungen. Diese werden bei der Ermittlung der Nettowerbeumsätze umsatzmindernd berücksichtigt. Die wirtschaftlich entscheidende Entwicklung des Nettowerbeumsatzes im Bereich Tageszeitungen liegt i.d.R. unter den genannten Entwicklungsraten der Bruttowerbeumsätze (-0,6% in 2022 aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden sinkenden Konsumneigung). Die finalen Zahlen liegen für 2023 erst im Mai/Juni 2024 vor und können somit hier nicht mehr ausgewiesen werden. Die durchschnittliche verkaufte Auflage lokaler und regionaler Abo-Zeitungen in Deutschland (alte Bundesländer-Statistik IVW) ist im Geschäftsjahr 2023 um rd. 6,1% gesunken. 2. Geschäftsverlauf Entsprechend dem Branchentrend verzeichnet die VRMW einen Auflagenrückgang bei den Tageszeitungen. Die verkaufte Auflage der VRMW-Tageszeitungen reduzierte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,3% und beträgt zum Jahresende 36.673 Exemplare. Die vier Wetzlarer Tageszeitungen erreichten täglich im Schnitt 71 Tausend Leser. Das Jahresergebnis vor Gewinnübernahme durch die Muttergesellschaft, der VRM Mittelhessen Holding GmbH & Co. KG, lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 3.815 nahezu auf dem Vorjahresniveau und deutlich über Plan. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden Kennzahlen sowie finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, mit denen der Erfolg der Unternehmensstrategie messbar ist, regelmäßig ermittelt. Ein wichtiger Bestandteil sind detaillierte Monatsberichte, die die Monatsergebnisse der wichtigen Funktionsbereiche enthalten. In diesen Berichten werden die Ist-Größen den Plan-Größen gegenübergestellt. Dabei festgestellte Abweichungen werden analysiert und - sofern notwendig - geeignete Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus werden regelmäßige Prognoserechnungen bezogen auf die Werbe- und Vertriebserlöse sowie auf die Kostenentwicklung erstellt. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen per 31.12.2023 mit EUR 29,1 Mio. um EUR 0,9 Mio. oder 3,1% unter dem Vorjahr und unter Plan. Insgesamt haben sich fast alle Erlösposten (Werbeerlöse, Druckereierlöse und sonstige Erlöse) im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Der höchste Rückgang war bei den sonstigen Erlösen zu verzeichnen und beruht im Wesentlichen auf zwei Gründen. Zum einen hat die VRMW mit der Schließung der Druckerei im März 2022 keine nennenswerten Erlöse mehr aus dem Verkauf von Altpapier, das im Rahmen der Zeitungsproduktion angefallen war. Zum anderen stellte die rtv Media Group die nationale Vermarktung der mittelhessischen Anzeigenblätter Kompakt! im Verlauf des Jahres 2022 ein. Somit entfielen die hieraus resultierenden Einnahmen. Ebenfalls aufgrund der Druckereischließung sind im Jahr 2023 keine nennenswerten Druckereierlöse für Fremddruck mehr angefallen. Der Anteil der Anzeigen- und Beilagenerlöse an den Umsatzerlösen hat sich im Jahr 2023 von 27,5% auf 27,3 leicht vermindert und liegt nach wie vor deutlich unter dem Niveau der Vertriebserlöse (Print und Online), welche einen Anteil an den Umsatzerlösen von 67,1% (Vorjahr: 65,1%) erreicht haben. Der Anteil der Beilagenerlöse an den Umsatzerlösen lag mit 9,1% nur knapp unter dem Vorjahresniveau von 9,3%. Der Anteil der Anzeigenerlöse an den Umsatzerlösen lag ebenfalls mit 18,2% auf dem Vorjahresniveau. Die Vertriebserlöse liegen mit EUR 19,5 Mio. auf dem Vorjahresniveau. Der Rückgang bei den Printerlösen konnte durch Preiserhöhungen und Zunahme der Vertriebserlöse Online (e-paper, news app & web) kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von EUR 1,8 Mio. im Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,0 Mio. vermindert. Ursächlich für diese Verminderung ist, dass im Jahr 2022 verschiedene Sonderfaktoren zum Tragen kamen, die im Jahr 2023 entfallen sind. Hierzu gehörten u.a. Erträge aus dem Verkauf von Maschinen und Zubehörteilen von rd. EUR 0,7 Mio. Der Materialaufwand liegt mit EUR 14,6 Mio. 3% unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang um EUR 0,5 Mio. resultiert aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHBs) und ist im Wesentlichen auf die Schließung der Druckerei im Jahr 2022 zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Jahr 2023 um EUR 1,6 Mio. oder 19,9% auf EUR 6,5 Mio. vermindert. Im Vorjahr waren Zuführungen zu Abfindungs- und Altersteilzeitrückstellungen für Reorganisationsmaßnahmen mit insgesamt EUR 0,5 Mio. enthalten. Im Berichtsjahr sind ebenfalls Aufwendungen für die Zuführung für Restrukturierungsmaßnahmen von EUR 0,4 Mio. enthalten. Aufgrund der mit der Schließung der Druckerei einhergehenden Reorganisationsmaßnahmen haben sich die Mitarbeiterkapazitäten um 17,3 auf 75,2 vermindert. Dies ist auch ein wesentlicher Grund für die Verminderung des Personalaufwands. Im Jahr 2023 sind eine Reihe von Mitarbeitern in die passive Phase der Altersteilzeit eingetreten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 0,2 Mio. oder um 3,3% auf EUR 5,1 Mio. gestiegen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind deutlich um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,9 Mio. gestiegen. Grund für diese Erhöhung ist, dass die Verrechnungskonten der Gesellschaft, die in das zentrale Cash-Pooling der VRM KG einbezogen sind, in Abhängigkeit von der Entwicklung des Basiszinssatzes gem. § 247 Abs. 2 BGB zzgl. eines vereinbarten Aufschlags, verzinst werden. Dieser Basiszins wurde zum 1. Januar 2023 erstmals seit dem 1. Juli 2016 von der Deutschen Bundesbank von -0,88% auf 1,62% erhöht. Die nächste Anpassung erfolgte zum 1. Juli 2023 auf 3,16%. Unter Berücksichtigung der oben genannten Entwicklungen und Auswirkungen auf die Ertragslage weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 3,8 Mio. aus, der auf dem Vorjahresniveau liegt. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin als sehr stabil zu beurteilen. Die Zahlungsfähigkeit der VRMW war im Jahr 2023 stets gewährleistet. Die VRMW ist in das Cash-Pooling der VRM KG integriert, so dass das Bankguthaben der VRMW bei der VRM KG zentralisiert wird. Der Ausweis erfolgt bei der VRMW als Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Banksaldo von TEUR 61 zum 31.12.2023 betrifft die nicht in das Cash-Pooling einbezogenen Banken und Bankkonten. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 31,9% und liegt infolge der um 1,7% gesunkenen Bilanzsumme leicht über der Vorjahresquote von 31,4%. Im Jahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum 31.12.2023 mit EUR 26,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. oder 1,7% gesunken. Das Anlagevermögen hat sich insgesamt um EUR 0,3 Mio. vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens sowie des Sachanlagevermögens. Die Finanzanlagen haben sich um EUR 0,2 Mio. aufgrund der Vergabe eines Darlehens an ein verbundenes Unternehmen erhöht. In den Vorräten war im Vorjahr noch ein Rest des Rollenpapiers für die Druckerei mit EUR 0,2 Mio. enthalten. Der Papierbestand wurde an die VRM Druck KG verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit EUR 0,3 Mio. auf dem Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen ebenfalls mit EUR 22,6 Mio. um EUR 0,6 Mio. über dem Vorjahresniveau und betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die VRM KG aus Cash-Pooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,3 Mio. vermindert. Im Vorjahr war u.a. der Gewinnanspruch der VRMW aus dem abgespaltenen Teilbetrieb der WT als sonstige Forderung gebucht. Das Eigenkapital beläuft sich insgesamt, bedingt durch den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, unverändert zum Vorjahr auf EUR 8,5 Mio. Davon entfallen EUR 0,5 Mio. auf die Kapitalrücklage und EUR 3,4 Mio. auf die anderen Gewinnrücklagen. Die Pensionsrückstellungen liegen mit EUR 9,1 Mio. rd. EUR 0,1 Mio. über dem Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich von EUR 3,4 Mio. auf EUR 3,1 Mio. oder um 9,3% vermindert. Aufgrund der Information des Verwalters der Transfergesellschaft, dass keine weiteren Zahlungen aus der Transfergesellschaft mehr zu leisten sind und dass das dafür eingezahlte Treuhandguthaben im ersten Quartal 2024 ausgezahlt wird, wurde der Restbetrag der Rückstellung von EUR 0,2 Mio. im Jahr 2023 aufgelöst. Die Altersteilzeitrückstellungen haben sich durch Verbrauch um 12,0% vermindert. Demgegenüber haben sich die Rückstellungen für Abfindungen um EUR 0,3 Mio. erhöht. Zum 31. Dezember 2023 haben sich die Verbindlichkeiten um EUR 0,2 Mio. auf EUR 6,0 Mio. vermindert. Während sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin stichtagsbedingt um EUR 0,4 Mio. erhöhten, haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 0,6 vermindert. Im Verlauf des Jahres 2023 wurde der finale Kaufpreis für ein bis dahin gepachtetes Titelrecht gezahlt. Außerdem war im Vorjahr aufgrund der Abspaltung des Teilbetriebs WT eine Verbindlichkeit aus der Übernahme von Personalverpflichtungen entstanden, die nun ebenfalls im Verlauf des Jahres 2023 ausgeglichen wurde. III. Risiko- und Chancen-Bericht In der VRM-Gruppe werden alle Tochtergesellschaften mit vielfältigen Überwachungsinstrumenten und einem zentralisierten Controlling in ein integriertes Risikomanagementsystem einbezogen, das ein fester Bestandteil der Unternehmensführung ist. Ziel des Risikomanagements ist es, mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft sowie aus Beteiligungen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden die allgemeinen Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung, in der aktuellen Prognose und im Berichtswesen erfasst und dargestellt, um bei entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Entwicklungen frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen treffen zu können. Zur Diagnose und Überwachung von Problemen in allen Geschäfts- und Funktionsbereichen steht monatlich ein kennzahlengestütztes Management-Berichtswesen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Risikoidentifikation ist die Risikoinventur. Die jährliche Analyse möglicher Risikopotenziale im operativen Geschäft bindet alle verantwortlich handelnden Personen ein; die Ergebnisse der Risikoanalyse werden der Geschäftsleitung unmittelbar mitgeteilt. Risiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld identifiziert und bewertet und unterliegen im Berichtswesen einer kontinuierlichen Betrachtung. 1. Risiken Die nachfolgenden wesentlichen Risiken wurden im Rahmen der Risikoanalyse für die VRMW identifiziert. Maßnahmen zur Steuerung, Reduzierung bzw. Vermeidung dieser Risiken werden fortlaufend durchgeführt. Die sich weltweit verschärfenden Krisen (u.a. Ukraine-Krieg, Nah-Ost Konflikt) haben einen deutlichen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und somit auch auf die VRMW. Die Inflation von 5,9% vermindern das verfügbare Einkommen von Stammkunden und auch potenzieller Neukunden. Auch die Werbebudgets von Geschäftspartnern sind davon betroffen. Dazu kommt, dass sich die Medienbranche seit einigen Jahren in einem umfassenden Transformationsprozess befindet. Globale Megatrends, allen voran die Globalisierung sowie die Digitalisierung, beeinflussen vielerorts tradierte Geschäftsmodelle und ordnen Wertschöpfungsketten neu, mit teilweise disruptiven Auswirkungen. Weiterhin herrscht innerhalb der Medienbranche eine hohe Markt- und Wettbewerbsdynamik, die für die Geschäftsmodelle der VRM-Gruppe zu Umsatzrückgängen bzw. Marktanteilsverlusten führen können. Insbesondere durch die global agierenden Digitalkonzerne Alphabet (Google), Apple, Meta Platforms (ehem. Facebook) sowie Amazon und Microsoft (GAMAM oder Big Tech) hat sich die Wettbewerbssituation im Werbemarkt weiter verschärft. Diese Unternehmen geben bei der digitalisierten Globalisierung mit ihrem Know-how weltweit die Richtung vor und erzeugen teilweise alternativlose Abhängigkeiten für andere Unternehmen. Die Angebote der VRM-Gruppe sind durch die Dominanz der großen digitalen Player einem Risiko des unerwarteten Verlusts an Sichtbarkeit ausgesetzt. Die sich immer wieder ändernden und intransparenten Kriterien der Suchalgorithmen können somit zu einem Sichtbarkeitsverlust und einem damit einhergehenden Traffic-Verlust auf den VRM-Webangeboten führen. Im Bereich der Vertriebserlöse führt der demografische Wandel einerseits sowie das durch die Digitalisierung und den technischen Fortschritt veränderte Mediennutzungsverhalten andererseits zu einer signifikanten Veränderung des Konsum- und Leseverhaltens der Kunden. Außerdem erhöhen Hochpreisstrategien der VRM den Marktdruck zusätzlich. Die generelle Zunahme der Bedeutung und Nutzung digitaler Angebote, insbesondere innerhalb der jüngeren Zielgruppen, führt zu Auflagen- und Erlösrückgängen im Print-Bereich, die bis dato noch nicht durch Digitalerlöse kompensiert werden können. Insofern besteht ein allgemeines branchenspezifisches Risiko für Werbe- und Vertriebserlöse. In der VRM-Gruppe, zu der die VRMW gehört, wird diesen Entwicklungen mit einer Drei-Säulen-Strategie, bestehend aus der Diversifikations-, der Digital- und der Konsolidierungsstrategie, begegnet. Dabei beinhaltet erstere die Entwicklung weiterer ertragreicher Geschäftsfelder, den Ausbau des Agenturgeschäfts mit digitalen Dienstleistungen sowie den Umbau der Konzernlogistik zu einem Profitcenter. Die Digitalstrategie setzt sich mit der Dynamik und Geschwindigkeit digitaler Wertschöpfungsketten auseinander und eröffnet der VRM-Gruppe den Zugang zu neuen Märkten. Ein wesentlicher Punkt der Digitalisierungsstrategie ist der Ausbau von Paid Content und Content Diversifikation als Geschäftsmodell. Im Rahmen dessen beabsichtigt die VRM mit der Einführung neuer Produkte, sogenannten Verticals und zwei Reichweitenportalen, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Ein Vertical ist ein Webangebot, das genau eine monothematische Zielgruppe anspricht. Dabei handelt es sich um Nischenseiten, Special Interest Magazine und Blogs, die für bestimmte Interessengruppen besonders relevant sind. Reichweitenportale ermöglichen die Generierung von Traffic mithilfe datengetriebener SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) -optimierter Contenterstellung. Hierbei liegt der Fokus auf boulevard-lastiger Berichterstattung. Strategisch soll das Portal dem Reichweitenverlust durch die Bezahlschranken der VRM-Nachrichtenportale entgegenwirken. Die Reichweitenportale HessenToday.de und RLPToday.de sind im November 2023 im Rahmen eines sog. Soft-Launches online gegangen und werden ab Januar 2024 von der VRM MS vermarktet. Zudem beinhaltet die Digitalstrategie eine konsequente Weiterentwicklung der VRM, des Knowhows ihrer Mitarbeiter und der klassischen Produkte. Der Vertrieb zeitungsnaher Digitalprodukte wie beispielsweise das e-Paper oder die kontinuierliche Weiterentwicklung der Webangebote (Newsportale & Newsapps) gehört dazu. Die Konsolidierungsstrategie setzt auf Skalierbarkeit. Durch nachhaltiges Kostenmanagement und permanente Beobachtung des Wettbewerbsumfelds wird die Position für Kooperationen und Übernahmen gestärkt. Bedingt durch die Auswirkungen der Coronapandemie und insbesondere den damit verbundenen voraussichtlich auch dauerhaften Umsatzverlusten im Werbemarkt sowie die Erhöhungen der Rohstoffpreise, beinhaltet die Konsolidierungsstrategie ferner fortlaufende Überprüfung von Maßnahmen zur gezielten und geplanten Restrukturierung der VRM-Gruppe und damit einhergehend auch der VRMW, um den Konzern weiterhin wirtschaftlich stabil für die Zukunft aufzustellen. Konkrete weitere Maßnahmen, die zur Sicherung des Kerngeschäftes beitragen sollen, sind weiterhin die Einführung eines neuen Print-Produktionssystems sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des E-Papers. Um organisatorisch schneller auf die Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Trends in der Medienbranche reagieren zu können und um die bestehenden und neuen Produkte erfolgreicher zu vermarkten, wurde die Organisationsstruktur der VRM-Gruppe in den letzten Jahren sukzessive angepasst. Ziel war und ist es, die Voraussetzungen für ein stärkeres Wachstum in neuen Sparten und Themenfeldern zu schaffen. Neben den spezifischen Branchenrisiken ist die VRMW auch von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft und die damit einhergehenden Prämissen, die im Prognosebericht aufgeführt werden, werden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft haben. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung erhöht sich das Risiko, Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden, bei dem entweder Schadsoftware eingeschleust wird, um Daten zu zerstören oder Daten zu stehlen, oder um den Zugriff auf die Daten zu blockieren und Lösegeld für die Datenfreigabe zu fordern. Zur Vermeidung eines solchen Angriffs bzw. zur Minimierung des sog. Cyber-Risikos hat die VRM ihre IT-Sicherheitsstrategie im Jahr 2023 weiter geschärft. Diese IT-Sicherheitsstrategie unterteilt sich im Wesentlichen in die Bereiche: Infrastruktur, Authentifizierung/ Berechtigungsmanagement, Awareness, Business Continuity Management und Cyberrisk-Versicherung. Das grundsätzlich bestehende Ausfallrisiko von Kundenforderungen und Liquiditätsrisiken werden durch das zentrale Finanzmanagement in der VRM-Gruppe begrenzt. Feste Abläufe in Bezug auf das Debitorenmanagement verhindern ein unkontrolliertes Anwachsen von Forderungsbeständen. Höhere Ausfälle können grundsätzlich nur dann entstehen, wenn bei einem Großkunden im Bereich Anzeigen- und/oder Beilagenwerbung unerwartet eine Insolvenz eintritt und damit auch erst kurzfristig entstandene Forderungen ausfallen. Bei auftretenden Ausfallrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen auf den Nettoforderungsbetrag vorgenommen. Uneinbringliche Kundenforderungen werden abgeschrieben. Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Unternehmen der VRM-Gruppe wird unverändert als gering eingestuft. Durch die Rezession 2023 in Deutschland und die schwachen Wachstumsaussichten für das Jahr 2024 haben die Risiken für das Jahr 2024 zugenommen, wobei die Auswirkungen nicht verlässlich eingeschätzt werden können. Wesentliche Erfolgsfaktoren für das Unternehmen sind die Fachkompetenz, die individuellen Fähigkeiten und das Engagement der Mitarbeiter. Ein wesentliches Risiko ist daher der Verlust von Fach- und Führungskräften sowie der damit einhergehende Kompetenzverlust und Kapazitätsengpass. Die VRM wirkt dem Risiko des Fachkräftemangels durch ihre Human Ressource Management-Strategie (HRM-Strategie) entgegen. Deren wesentliche Elemente sind unter dem Dach eines einheitlichen Employer-Brandings: Recruiting nach dem Active Sourcing-Ansatz, proaktives HR-Business Partner-Management, eine an der Branche, der die jeweilige Tätigkeit typischerweise zuzuordnen ist, orientierte Vergütung, ein pfadgesteuertes Karrieresystem mit objektivierten Qualifizierungsmaßstäben sowie ein nach Art, Umfang und Nutzungswegen modernes Bildungsangebot. Derzeit sind auch unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen von Einzelrisiken keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der VRMW gefährden könnten. 2. Chancen Trotz der zunehmenden Dynamik des digitalen Transformationsprozesses und der teilweise disruptiven Folgen für bestehende Märkte und Geschäftsmodelle präsentiert sich der deutsche Zeitungsmarkt weitgehend stabil. 37,0 Mio. Personen in Deutschland - also 52,8 % der Bevölkerung über 14 Jahre - lesen regelmäßig gedruckte Zeitungen (Tageszeitungen = 34,6 Mio. Personen bzw. 49,4 % der Bevölkerung). Zu den 338 Zeitungstiteln in Deutschland kommen eine Vielzahl digitaler Zeitungsportale, sodass die Verlage insgesamt über alle Kanäle 76,8 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren mit Zeitungsangeboten erreichen. Diese hohen Gesamtreichweiten gilt es auch weiterhin erfolgreich zu vermarkten. Um die Digitalisierung des Kerngeschäfts (News Media) voranzutreiben und weiter zu beschleunigen, forciert die B2C-Vermarktung weiterhin den Verkauf von Digital-Abonnements. Im vergangenen Jahr wurde der ehemalige Bereich Digital News Media (Apollo) aufgelöst und das Vermarktungsteam wurde in die B2C-Vermarktung integriert. Die Mitarbeitenden, die mit der Produktentwicklung sowie der Webanalyse betraut sind, sind seither Teil der Abteilung Content Development innerhalb der Redaktion. Ende Dezember 2023 zählt die VRM Holding 15.725 Digital-Abonnenten. Als sehr hilfreich hat sich die Teilnahme bei DRIVE, der von der HIGHBERG Unternehmensberatung GmbH (ehem. Schickler) und der dpa initiierten Kooperation zum datenunterstützten Publishing erwiesen. Aufgrund der weiterhin herausfordernden Geschäftsentwicklung in diesem Bereich werden auch für das kommende Jahr weitreichende Maßnahmen zur Content-Diversifikation ergriffen. Ziel ist es, die digitalen Reichweiten der VRM-Nachrichtenportale sowie die Digital-Abonnements deutlich und nachhaltig zu steigern. Unterstützt werden soll dies durch fokussierte Verkaufskampagnen im Lesermarkt sowie die erfolgreiche Vermarktung der neuen Reichweitenportale RLPtoday und Hessentoday. Insbesondere durch Letzteres sollen Nutzer auf Plus-Artikel und weitere Paid Content-Angebote auf den Nachrichtenportalen aufmerksam werden. Zwei Drittel der Entscheidungsträger in Zeitungs- und Digitalpublishing-Unternehmen zeigen sich in Bezug auf die kurzfristige Geschäftsentwicklung eher optimistisch, während ihre mittelfristigen Erwartungen eher negativ ausfallen. Wie in den Vorjahren bleibt das Digitalgeschäft ein wesentlicher Treiber, wobei die Unternehmen eine Verdreifachung des digitalen Umsatzanteils innerhalb von fünf Jahren erwarten. Im Jahr 2024 liegt die Priorität auf dem Wachstum durch Paid Content und der Digitalisierung bestehender Print-Abonnements. Bis 2030 wird eine deutliche Verschiebung in der Zusammensetzung der Abonnements über Print, E-Paper und Plus erwartet. Diese Ergebnisse stammen aus der repräsentativen Studie "Trends der Zeitungsbranche 2024", die vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Unternehmensberatung HIGHBERG (ehemals Schickler) präsentiert wurde. Sie repräsentieren nach verkaufter Auflage 73% der Zeitungen in Deutschland und 87% der digitalen Zeitungsreichweite. Die Studie identifiziert drei Haupttrends: Der Einsatz von Machine-Learning- und KI-Tools wird zu einer Automatisierung führen und somit die Effizienz steigern. 52% der Befragten sehen die Automatisierung als den wichtigsten Hebel oder das größte Potenzial für effiziente Arbeit. Outsourcing (14%), reine Prozessoptimierung (14%) und Zentralisierung (10%) sind deutlich weniger relevant. Unternehmen erkennen Potenziale im Kundenservice und in der Produktion von Print-Seiten. Obwohl zwei Drittel der Befragten planen, KI zur Texterstellung einzusetzen, wird es keine umfassende Vollautomatisierung geben; die Redaktion behält weiterhin die Verantwortung. 35 % lehnen den Einsatz von KI bei der Texterstellung gänzlich ab. Eine Neuausrichtung der Redaktionen soll die Qualität journalistischer Inhalte verbessern: 88% der Befragten glauben, dass eine gesteigerte redaktionelle Qualität zu einer stärkeren Bindung von Lesern und Nutzern führen wird. 50 % setzen auf personalisierte Inhalte, während 47 % (hyper-)lokale Berichterstattung als unverzichtbar erachten. Die Erfüllung von Nutzerbedürfnissen kann zunehmend in Kennzahlen dargestellt und operationalisiert werden, wodurch Erfolge beim Publikum besser messbar und steuerbar werden. Für den Erfolg ist es entscheidend, Zielgruppen präzise anzusprechen: Angesichts eines Bedeutungs- und Relevanzverlusts der klassischen Ressorts orientieren sich Redaktionen stärker an Themen und Zielgruppen. Zu erschließende Zielgruppen(-themen) umfassen Familien und Eltern, Sport- bzw. Fußballfans, Gäste, Kultur und Freizeit, sowie Studierende und Auszubildende. Um junge Zielgruppen zu erreichen, betrachten 82 % der Unternehmen den gezielten Einsatz von Social Media als relevant, während immerhin 59% auf Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen setzen. Bei der Ansprache neuer Zielgruppen könnten bestimmte Formate hilfreich sein: 89% befürworten Frage-und-Antwort-Stücke/Listicles als leicht zugängliche Inhaltsformate mit großer Reichweite. Ähnlich hoch geschätzt werden Themen-Newsletter (86%) und Liveticker bei akuten Nachrichtenereignissen (84%). Die Beherrschung von Daten wird zur Kernkompetenz der Verlage. Dabei steht die Digitalisierung der redaktionellen Prozesse und allen voran die Umstellung auf "digital first", im Fokus: Innerhalb der VRM-Gruppe wurden seit Dezember 2022 die redaktionellen Prozesse auf "digital first" umgestellt. Die nationale Reichweitenvermarktung wird durch die strategische Beteiligung an der Score Media Group GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (SMG) erreicht. Die SMG ist auf dem Gebiet der nationalen Werbevermarktung für regionale Tageszeitungsverlage tätig. Dies vereinfacht für national werbende Unternehmen eine flächendeckende Schaltung von Anzeigen- und Beilagenwerbung. Anstelle von einer Vielzahl von Ansprechpartnern gibt es nur einen Ansprechpartner. Dies spart Zeit und Kosten bei den Agenturen. Außerdem wird hierüber auch der Nutzen der Werbung in den regionalen Tageszeitungen wieder stärker in den Fokus gerückt. IV. Prognosebericht Die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich, gleichwohl im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld mit Unsicherheiten behaftet sind. Die tatsächliche Entwicklung kann daher von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen bezüglich der VRMW basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten Planung für das Jahr 2024, die im Herbst/Winter 2023 aufgestellt wurde. Die Grundannahme für die Planung 2024 war, dass sich die Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weiter fortsetzt, gleichzeitig aber Preise für Rohstoffe, Energie und bezogenen Logistikdienstleistungen aufgrund der inflationsbedingten Kostensteigerungen auf erhöhtem Niveau einzuplanen sind. Bei der Entwicklung der Vertriebserlöse wurden weitere Preiserhöhungen für die Print-Abos im Jahr 2024 berücksichtigt. Gleichzeitig wurde mit einer schlechteren Entwicklung der verkauften Printauflage als im Geschäftsjahr 2023 geplant. In seinem Herbstgutachten 2023/2024 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung festgehalten, dass die Corona-Pandemie und die Energiekrise in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen haben. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens im Herbst 2023 ist man von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,4 % für das Jahr 2023 ausgegangen und für das Jahr 2024 ist man von einer leichten Erholung und einem Wachstum des BIPs von 0,7 % ausgegangen. Für das Jahr 2023 hat der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflation von 6,1% und für das Jahr 2024 von 2,6 % prognostiziert. In dem Jahreswirtschaftsbericht, den die Bundesregierung im Februar 2024 veröffentlicht hat, geht diese von einem Anstieg des preisbereinigten BIP von nur noch 0,2% aus. Die wirtschaftliche Entwicklung der VRMW ist eng mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland verbunden. Aufgrund der hohen Inflation und wirtschaftlichen Unsicherheiten haben alle Branchen einen enormen Kostendruck, der dazu geführt hat, die Höhe von Werbebudgets für 2024 zu überprüfen und ggf. Budgets zu verringern. Die Kosten für die Produktion und den Vertrieb der Printausgaben liegen auf einem hohen Niveau. Da die Abonnenten ebenfalls die Folgen von erhöhten Energie- und Rohstoffpreisen über die Heizkosten, Fahrtkosten oder dem Einkauf für den täglichen Bedarf tragen müssen, kann sich hieraus weiterhin die Anzahl der Kündigungen erhöhen bzw. die Gewinnung von Neukunden erschweren. Im Rahmen der im Herbst/Winter 2023 aufgestellten Planung wurde mit einem positiven Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die VRM Mittelhessen Holding KG für das Jahr 2024 von rd. EUR 2,8 Mio. gerechnet. Ein Mehrertrag könnte entstehen, wenn der Verkauf des Grundstücks in Wetzlar im Jahr 2024 erfolgen würde. Der deutliche Rückgang im Vergleich zu 2023 von rd. EUR 1,0 Mio. ist u.a. bedingt durch geplante Rückgänge bei den Werbeerlösen von rd. 2,8% und bei den Vertriebserlösen von rd. 3,5%. Obwohl auch die Personalkosten aufgrund des erfolgten Personalabbaus weiter zurückgehen werden, kann die geplante Reduzierung der Gesamtkosten um 3,5% den Erlösrückgang nicht kompensieren. In den ersten zwei Monaten 2024 war die Gesellschaft bei der Entwicklung der Erlöse sowohl bei den Werbeerlösen als auch den Vertriebserlösen auf dem Planniveau. Auf der Kostenseite lagen die Aufwendungen über die verschiedenen Kostenarten inklusive der Konzernumlagen und Verrechnungen in Summe mit 12,1% unter dem Plan. Somit weist die VRMW per Februar 2024 ein Unternehmensergebnis über dem Planwert aus. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass einige Kosten linear geplant sind und teilweise erst später im Jahr in Rechnung gestellt werden. Das Jahresergebnis 2023 wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungs-vertrages an die VRM MHH KG abgeführt.
Wetzlar, den 29. April 2024 BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die VRM Wetzlar GmbH hat ihren Sitz in Wetzlar und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wetzlar unter der Nummer HRB 21 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen. Die nachfolgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Vorjahr angewandten Grundsätzen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtlich Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Entgeltlich erworbene Software wird grundsätzlich über drei bis fünf Jahre und entgeltlich erworbene Verlags- und Titelrechte werden in Anlehnung an die bisherige Rechtsprechung über einen Zeitraum von fünf bis elf Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der der linearen und für ab dem 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2021 angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter auch nach der degressiven Methode mit 20 % bzw. 30% vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Als Nutzungsdauer werden hierbei bei Gebäude und Gebäudezubehör fünf bis 50 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 20 Jahre zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs in vollem Umfang abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteilen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden dann vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.st. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten (Durchschnittsverfahren) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken werden berücksichtigt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Verrechnung von vertraglichen Altersteilzeitverpflichtungen mit den als Deckungsvermögen geltenden Rückdeckungsversicherungen ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 302 ( Vorjahr: TEUR 31), der nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung anzusetzen war. Der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile wird nach § 272 Abs. 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 (Heubeck-Richttafeln 2018 G). Nach diesem Verfahren wird die am Bilanzstichtag erdiente Anwartschaft unter Berücksichtigung einer Rentenanpassung gemäß § 16 BetrAVG von 2,75 % p.a. und einer Fluktuationsquote von 1,5 % p.a. mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 % p.a., der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt abgezinst. Zudem war gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Bewertung mit einem Rechnungszins auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts von 1,74 % p.a. vorzunehmen. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgt ebenfalls unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Rechnungszins von 1,04 % p.a. entsprechend einer durchschnittlichen Restlaufzeit von einem Jahr sowie ein Einkommenstrend von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Zum 31. Dezember 2023 wurde Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 586) mit dem entsprechenden Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 555) verrechnet. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Verrechnung von Zinsaufwendungen und Zinserträgen im Zusammenhang mit dem Deckungsvermögen verzichtet. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen des Versicherers mit dem Aktivwert bewertet, der dem Zeitwert entspricht. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Rechnungszins von 1,74 % p.a. entsprechend einer durchschnittlichen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren sowie ein Einkommenstrend von 2,5 % p.a. und eine Fluktuationsquote von 1,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. Barwert angesetzt. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. Finanzanlagen Es bestehen folgende Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen im Sinne von § 271 HGB:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Cash-Pooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital und eigene Anteile Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von DM 10.000.000,00 (EUR 5.112.918,81) ist noch nicht auf Euro umgestellt worden. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2010 vorgenommenen Absetzung des Nennbetrags der eigenen Anteile ergibt sich ein gezeichnetes Kapital ohne eigene Anteile in Höhe von TEUR 4.602. Unter den Gewinnrücklagen werden andere Gewinnrücklagen ausgewiesen. 4. Rückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Verzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 385). Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Personalrückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, noch nicht genommenen Urlaub, Gleitzeit, Jubiläen und Abfindungen. Zudem sind Rückstellungen für Jahresabschlusskosten sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, soweit sie nicht gegenüber der Gesellschafterin bestehen, wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren TEUR 3.815 aus Gewinnabführung. 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aus der Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen ergaben sich Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 300). 8. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Nr. 31 HGB Im Geschäftsjahr 2023 sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 785 angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus der Bildung von Rückstellungen für Abfindungen (Position "Personalaufwand") und Zahlungen von Grunderwerbsteuern (Position "Sonstige Steuern"). Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung sind in Höhe von TEUR 991 angefallen. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträgen aus Abgängen des Sachanlagevermögens sowie Erstattungen im Zuge der Energiepreisbremse für Strom und Gas (Position "Sonstige betriebliche Erträge"). 9. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der VRM Mittelhessen Holding GmbH & Co. KG, Wetzlar, weist die Gesellschaft keine latenten Steuern aus. IV. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An ehemalige Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene wurden TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 144) gezahlt. Für diese sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.631 (Vorjahr: TEUR 2.459) passiviert. 2. Anzahl Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 114 angestellte Arbeitnehmer. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 208. 4. Honorar des Abschussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der VRM Holding GmbH & Co. KG enthalten. Auf die Angabe wird nach § 285 Nr. 17 HGB an dieser Stelle verzichtet. 5. Organschaftsverhältnisse Zwischen der Gesellschaft und der VRM Mittelhessen Holding GmbH & Co. KG, Wetzlar, als Organträgerin besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. 6. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der VRM Holding GmbH & Co. KG, Mainz, einbezogen, die als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereignet.
Wetzlar, den 29. April 2024 Joachim Liebler Michael Emmerich Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 17. Juni 2024. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VRM Wetzlar GmbH, Wetzlar PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der VRM Wetzlar GmbH, Wetzlar - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VRM Wetzlar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, 29. April 2024 BDO
AG
Höhn, Wirtschaftsprüfer Krause, Wirtschaftsprüfer |
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