Auerbräu AktiengesellschaftLiquidiert

83022 Rosenheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 150
Eingetragen
27.4.1923
Branche
Großhandel mit GetränkenAusschank von Getränken a. n. g.Herstellung von Apfelwein und sonstigen gegorenen Getränken aus Obst
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Bier sowie sonstiger alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke und die Ausübung aller hiermit zusammenhängenden Geschäfte und Dienstleistungen, ausgenommen solche, die einer besonderen Erlaubnis oder Genehmigung bedürfen.

Historie

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Management

NameRolle
Wilhelm Hermann
seit 4.4.2001
Vorstandsmitglied
Thomas Frank
seit 4.4.2001
Prokura
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

AuerBräu Aktiengesellschaft

Rosenheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht zum Jahresabschluss 2007

Das Jahr 2007 war in der Brauereibranche geprägt durch eine weitere Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs. Trotzdem konnten die Marktanteile im Kerngebiet im Handel weiter ausgebaut und in der Gastronomie gehalten werden. Die Lohnproduktion ist aufgrund von Sortenverschiebungen sowohl bei Bier als auch bei alkoholfreien Getränken deutlich zurückgegangen.

Das hohe Qualitätsniveau der AuerBräu-Biere wurde auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll bestätigt. Alle zur Prüfung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft eingesandten Biersorten wurden prämiert. 12mal wurde der Große DLG-Preis in Gold und zweimal der Silberne DLG-Preis zuerkannt. Eine derartige Auszeichnung ist deutschlandweit einmalig, insbesondere die bereits dritte Wiederholung in ähnlicher Größenordnung.

Nach dieser Spitzenleistung ist die Verleihung des Preises der Besten in Gold durch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft im Laufe dieses Jahres die logische Konsequenz. Diesen Preis erhalten Betriebe, die mindestens 15 Jahre ununterbrochen von der DLG für die Qualität ausgezeichnet wurden.

Das Immobilienergebnis liegt auf Vorjahreshöhe. Durch das weiter verbesserte Getränkeergebnis der Markengetränke waren wir in der Lage, das Planergebnis deutlich zu überschreiten.

Der Schwerpunkt der Investitionen betraf in 2007 das Sudhaus mit einer kompletten Erneuerung der Steuerung und dem Einbau einer Nassschrotmühle sowie den Fuhrpark.

Die AuerBräu AG ist in das Risikomanagementsystem der Paulaner Brauerei-Gruppe integriert. Es ist als ganzheitliches System zur Früherkennung, sowohl von Risiken als auch von Chancen, zu deren Bewertung sowie zur rechtzeitigen Festlegung geeigneter Maßnahmen konzipiert. Über die Schritte Identifikation, Überwachung und Risikosteuerung wird sichergestellt, dass alle erfolgsrelevanten Einflussfaktoren berücksichtigt, die Einzelrisiken auch in ihrer kumulierten Wirkung erfasst und Kontrolllücken geschlossen werden.

Für das Unternehmen sind folgende Hauptrisikofelder unverändert:

Nachfragerückgang aufgrund des geänderten Konsumverhaltens

Nachfragerückgang aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in Zusammenhang mit dem Rauchverbot

Starke Produktionsüberkapazitäten der Wettbewerber und damit verbundener Preisdruck

Gefährdung der Produktqualität durch Störfälle

Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel

Bonitätsveränderung der Gastronomiekunden

Künftig bestandsgefährdende Tatsachen oder wesentliche negative Beeinflussungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ergaben sich im Berichtsjahr aus der Risikoanalyse nicht.

Die AuerBräu AG ist über die Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG in das bestehende Risikomanagementsystem auf Holding- und Konzernebene eingebunden, damit sind sämtliche Anforderungen erfüllt, die der Gesetzgeber an ein Risikoüberwachungssystem stellt.

Der Überschuss in Höhe TEUR 1.808 wurde gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG abgeführt.

Die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens als kompetente lokale Brauerei wird von Kunden und Mitarbeitern weiter positiv bewertet. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass wir die optimistischen Ziele im Rahmen der Mittelfristplanung nicht nur erreichen, sondern übertreffen werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Die Werbeanstrengungen zur Sicherung und zum Ausbau des heimischen Marktes im laufenden Geschäftsjahr werden fortgesetzt.

Wir rechnen im Geschäftsjahr 2008 trotz der weiter verschärften Wettbewerbsbedingungen wiederum mit einem guten Ergebnis.

 

Rosenheim im Februar 2008

Der Vorstand

Bilanz

Aktiva

  31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 69.869,74   67  
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 6.337,00 76.206,74 8 75
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.981.293,34   10.667  
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.835.320,00   2.486  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.431,00   1.333  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.601,63 13.990.645,97 5 14.491
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen   2.282.634,92   2.230
    16.349.487,63   16.796
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 638.684,91   583  
2. Unfertige Erzeugnisse 157.129,98   187  
3. Fertige Erzeugnisse 178.059,39 973.874,28 229 999
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 937.114,75   1.037  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 431.638,61   343  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 173.988,94 1.542.742,30 115 1.495
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   83.464,84   120
C. Rechnungsabgrenzungsposten   110.177,12   120
    19.059.746,17   19.530

Passiva

       
  31.12.2007 31.12.2006
  EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   1.203.000,00   1.203
II. Kapitalrücklage   429.652,88   430
III. Gewinnrücklagen        
1. Gesetzliche Rücklage 147.047,55   147  
2. Andere Gewinnrücklagen 288.141,16 435.188,71 288 435
    2.067.841,59   2.068
B. Sonderposten mit Rücklageanteil        
1. Rücklage nach § 6b EStG 46.528,06   0  
2. Wertberichtigungen zu Posten des Sachanlagevermögens nach § 6b EStG 5.097.844,82 5.144.372,88 5.320 5.320
C. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.513.727,00   3.528  
2. Steuerrückstellungen 55.000,00   62  
3. Sonstige Rückstellungen 1.689.876,30 5.258.603,30 1.622 5.212
D. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.732.802,13   5.941  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.143,44   266  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.962,40   22  
4. Sonstige Verbindlichkeiten 513.183,82 6.495.091,79 583 6.812
E. Rechnungsabgrenzungsposten   93.836,61   118
    19.059.746,17   19.530

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

  2007
EUR
2006
TEUR
1. Umsatzerlöse 17.208.313,29 17.946
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -8.514.321,69 -8.695
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 8.693.991,60 9.251
4. Vertriebskosten -5.992.063,64 -6.284
5. Allgemeine Verwaltungskosten -1.053.763,78 -1.266
6. Sonstige betriebliche Erträge 370.024,60 307
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -75.406,67 -21
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27.186,93 17
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 95.254,89 109
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -257.344,61 -324
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.807.879,32 1.789
12. Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre -240,00 0
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
14. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.807.639,32 -1.789
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Kapitalflussrechnung 2007

  2007 TEUR 2006 TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit    
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 1.808 1.789
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.595 1.673
Zunahme der Rückstellungen 37 557
Zunahme/Abnahme (-) des Sonderposten mit Rücklageanteil -176 -238
Gewinn (-)/ Verlust aus Abgängen des Sachanlagevermögens 39 -1
Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3 -202
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -158 -2.496
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.142 1.082
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 220 18
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen --1.350 -1.235
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 11
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -19 -18
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 863 734
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -902 -1.103
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.188 -1.593
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner -1.808 -1.789
Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 2.400
Auszahlung (-) für die Tilgung von (Finanz-)Krediten sowie anderer langfristiger Verbindlichkeiten -183 -163
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.991 448
4. Finanzmittelfonds    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1-3) -37 -63
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 120 183
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 83 120

Transaktionen zwischen der AuerBräu AG und verbundenen Unternehmen der Paulaner Gruppe werden wie unter fremden Dritten abgewickelt, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten jeweils zum Monatsende ausgeglichen. Die daraus resultierenden Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb der Paulaner Gruppe werden im operativen Bereich ausgewiesen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der AuerBräu AG zum 31. Dezember 2007 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert zum Vorjahr nach dem Umsatzkostenverfahren.

Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Abschluss ist unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB aufgestellt. Die besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 269 bis 274, 279 bis 283 HGB) wurden beachtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden beibehalten.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007 ist im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) der Gesellschaft dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte enthalten im Wesentlichen Bierlieferungsrechte zur Markterschließung und -sicherung, die, entsprechend der Vertragsdauer, längstens auf die Dauer von zehn Jahren abgeschrieben werden, sowie Software, die auf der Grundlage einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben wird.

Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden linear nach § 7 Abs. 4 bzw. gestaffelt linear nach § 7 Abs. 5 EStG abgeschrieben.

Die Position technische Anlagen und Maschinen besteht überwiegend aus Produktions- und Abfüllvorrichtungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen degressiv gemäß § 7 Abs. 2 EStG. Der Übergang zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt.

Die Position andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht im Wesentlichen aus Vertriebseinrichtungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt mit Jahressätzen zwischen 10 % und 33 1/3 %. Die Abschreibung der Zugänge erfolgt, soweit zulässig, nach der degressiven Methode. Bei Zugängen wird die Abschreibung monatlich (12/12) verrechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im fünften Jahr nach Zugang im Anlagengitter als Abgang gezeigt. Im Berichtsjahr entfielen darauf TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 107).

Finanzanlagen

Unter den sonstige Ausleihungen werden vornehmlich Darlehen an Kunden zur Absatzsicherung bilanziert, die teilweise durch Grundpfandrechte und zum Teil durch Sicherungsübereignung besichert sind. Sie werden zum Nennwert bilanziert. Bei erkennbaren Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen; für das allgemeine Kreditrisiko besteht wie im Vorjahr eine ausreichende Pauschalwertberichtigung in Höhe von 11,85 %.

Sofern die Ausleihungen niedriger als marktüblich zu verzinsen sind, wird wegen zinsersetzender sonstiger Vorteile auf eine Abzinsung verzichtet.

Übersteigt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens den Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wurde dem durch außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB Rechnung getragen. Entfällt der Grund für die Einzelwertberichtigung, so erfolgt eine Zuschreibung. Im Berichtsjahr betrugen der Saldo aus Einzelwertberichtigungen und Zuschreibungen TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 72).

Umlaufvermögen

Vorräte

Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegen die Einstands- bzw. niedrigeren Tagespreise bzw. die Herstellungskosten zugrunde. Für die Bewertung kam wie im Vorjahr das Durchschnittsverfahren zur Anwendung. In die Kosten der Herstellung werden als Materialkosten insbesondere die Aufwendungen für die verarbeiteten Rohstoffe und als Fertigungskosten im Wesentlichen die vom Fertigungsgrad abhängigen Personalkosten einbezogen.

Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Forderungen älter als 180 Tage werden zu 50 %,

Forderungen, die älter als 360 Tage sind, werden zu 70 % wertberichtigt. Dubiose Forderungen werden zu 100 % wertberichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren Einzelwertberichtigungen von TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 493) erforderlich.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

PASSIVA

Eigenkapital

Es ist eingeteilt in 23.524 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil beinhaltet in Höhe von TEUR 5.098 (Vorjahr: TEUR 5.320) auf steuerrechtlichen Bestimmungen beruhende Abschreibungen als Wertberichtigungen. Diese werden jährlich in Höhe der Differenz zwischen handels- und steuerrechtlichen Abschreibungen der Objekte, auf die steuerrechtliche Sonderabschreibungen vorgenommen worden sind, aufgelöst. In Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 0) betrifft der Sonderposten mit Rücklageanteil die Rücklage nach § 6b EStG.

Rückstellungen

Allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen wurde nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ausreichend Rechnung getragen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung des steuerrechtlichen Rechnungszinssatzes von 6 %. Als Rechnungsgrundlage dienten ferner die Richttafeln 2005 G für Pensionsversicherung von Dr. Klaus Heubeck. Von dem Wahlrecht, die Bewertungsunterschiede gegenüber den Richttafeln 1998 im Vergleich zu den Richttafeln 2005 auf mehrere Jahre zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen, unterlassene Instandhaltung und ausstehende Rechnungen.

Rückstellungen für das Personal bestehen hauptsächlich aus Vorsorgen für Urlaubsrückstände, für Tantiemen und für Einzelvereinbarungen nach dem Gesetz zur Förderung eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand (Altersteilzeitgesetz).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

  bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 196 3.072 2.465 5.733
(Vorjahr) (214) (647) (5.080) (5.941)
Aus Lieferungen und Leistungen 205 0 0 205
(Vorjahr) (266) (0) (0) (266)
Gegenüber verbundenen Unternehmen 44 0 0 44
(Vorjahr) (22) (0) (0) (22)
Sonstige Verbindlichkeiten 318 39 156 513
(Vorjahr) (414) (34) (135) (583)
  763 3.111 2.621 6.495
(Vorjahr) (916) (681) (5.215) (6.812)

Von den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 5.727 (Vorjahr: TEUR 5.911) durch Grundpfandrechte besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

  31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 59 70
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 24

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag 31.12.2007 bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 18).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 99)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon an verbundene Unternehmen TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 105)

Zuführung/Auflösung zum Sonderposten mit Rücklageanteil

Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil betrug im Geschäftsjahr TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 238), die Zuführung TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 0).

Periodenfremde Erträge

Im Geschäftsjahr entstanden periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 33). Es sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 23) und Erträge aus ausgebuchten Forderungen von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 10).

Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre

Die außenstehenden Aktionäre erhalten gemäß § 304 AktG eine Ausgleichszahlung in Höhe von 7 % auf den Anteil am Grundkapital.

Aufwendungen aus Gewinnabführung

Das Ergebnis des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 1.808 wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG, München, abgeführt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  2007
TEUR
2006
TEUR
Bestellobligo aus Rohstoffkontrakten 957 525
Miet- und Leasingverpflichtungen für Anlagen 394 575
  1.351 1.100

Das Bestellobligo aus Rohstoffkontrakten besteht aus Malz- und Hopfenkontrakten.

Die ausgewiesenen Miet- und Leasingverpflichtungen enthalten sämtliche nach dem Bilanzstichtag bis zum jeweiligen Vertragsende von der AuerBräu AG zu leistenden vertraglichen Raten.

Den Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bei Gaststätten stehen entsprechende vertragliche Ansprüche auf Miet- und Pachteinnahmen gegenüber.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt gemäß § 267 Abs. 5 HGB) setzte sich wie folgt zusammen:

  2007 2006
Produktion 32 33
Vertrieb 54 65
Verwaltung 8 11
Gesamt 94 109

Personalaufwand

  2007
TEUR
2006
TEUR
Löhne und Gehälter 4.152 4.307
Soziale Abgaben 800 827
Altersversorgung 361 503
  5.313 5.637

Materialaufwand

  2007
TEUR
2006
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.417 3.404
Aufwendungen für bezogene Leistungen 729 741
  4.146 4.145

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der im Geschäftsjahr dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr TEUR 15.

Ehemalige Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene von Vorstandsmitgliedern erhielten Bezüge in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 35). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 300) zurückgestellt.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Dr. Peter Kreuzpaintner Diplomingenieur München Vorsitzender bis 23. Mai 2007
Andreas Steinfatt Betriebswirt Warngau Vorsitzender ab 23. Mai 2007
Dr. Peter Hellich Diplomingenieur Grünwald stellv. Vorsitzender bis 23. Mai 2007
Michael Doetsch Diplomingenieur Freising stellv. Vorsitzender ab 23. Mai 2007
Christoph Sieger Diplomkaufmann Pullach  
Günther R. Pollak Jurist München  
Judith Schilling Buchhalterin Rosenheim bis 23. Mai 2007
Birgitt Puckrandt Personalfachfrau Rosenheim ab 23. Mai 2007
Heinz Naundorf Schlosser Stephanskirchen bis 23. Mai 2007
Richard Hogger Fuhrparkleiter Pfaffing ab 23. Mai 2007

Vorstand

Wilhelm Hermann Brauereidirektor Rosenheim Vorstandssprecher
Ferdinand Steinacher Brauereidirektor Riedering Vorstand Vertrieb

Beteiligungen an der Gesellschaft

Die Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG, München, hält 99,72 % der Kapitalanteile. Die AuerBräu AG, Rosenheim, wird in deren Konzernabschluss sowie den der Brau Holding International AG, München, einbezogen. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt die Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG, München.

 

Rosenheim, den 4. Februar 2008

Der Vorstand

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2007

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1.1.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte          
1. Bierlieferungsrechte 256.154,65 19.000,00 39.057,03 0,00 236.097,62
2. Sonstige 28.428,78 0,00 0,00 0,00 28.428,78
  284.583,43 19.000,00 39.057,03 0,00 264.526,40
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.997.824,78 0,00 297.233,91 0,00 30.700.590,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.249.596,75 869.499,07 23.575,15 0,00 12.095.520,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.724.387,44 480.059,03 215.192,78 0,00 9.989.253,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.601,63 0,00 0,00 0,00 4.601,63
  51.976.410,60 1.349.558,10 536.001,84 0,00 52.789.966,86
III. Finanzanlagen          
Sonstige Ausleihungen 2.897.272,61 902.201,39 863.111,43 0,00 2.936.362,57
Anlagevermögen insgesamt 55.158.266,64 2.270.759,49 1.438.170,30 0,00 55.990.855,83
  Abschreibungen
1.1.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte          
1. Bierlieferungsrechte 189.128,05 16.856,67 39.057,03 699,81 166.227,88
2. Sonstige 20.141,78 1.950,00 0,00 0,00 22.091,78
  209.269,83 18.806,67 39.057,03 699,81 188.319,66
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.330.372,50 444.496,00 55.570,97 0,00 20.719.297,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.763.153,75 520.622,07 23.575,15 0,00 9.260.200,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.391.699,44 626.307,66 198.184,41 0,00 8.819.822,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  37.485.225,69 1.591.425,73 277.330,53 0,00 38.799.320,89
III. Finanzanlagen          
Sonstige Ausleihungen 667.074,81 0,00 0,00 13.347,16 653.727,65
Anlagevermögen insgesamt 38.361.570,33 1.610.232,40 316.387,56 14.046,97 39.641.368,20
  Restbuchwerte
31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte    
1. Bierlieferungsrechte 69.869,74 67.026,60
2. Sonstige 6.337,00 8.287,00
  76.206,74 75.313,60
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.981.293,34 10.667.452,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.835.320,00 2.486.443,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.431,00 1.332.688,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.601,63 4.601,63
  13.990.645,97 14.491.184,91
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 2.282.634,92 2.230.197,80
Anlagevermögen insgesamt 16.349.487,63 16.796.696,31

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AuerBräu Aktiengesellschaft, Rosenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der AuerBräu Aktiengesellschaft, Rosenheim, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 4. März 2008

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Plendl, Wirtschaftsprüfer

Prosig, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Gemäß § 171 Abs. 2 AktG erstattet der Aufsichtsrat folgenden Bericht an die Hauptversammlung:

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2007 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand überwacht und beratend begleitet. Er hat sich regelmäßig durch mündlichen und schriftlichen Bericht des Vorstands über die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft umfassend unterrichten lassen. Alle wichtigen Maßnahmen wurden gemeinsam im engen Einvernehmen mit dem Vorstand beraten, erforderliche Genehmigungen wurden in allen Fällen erteilt. Während des Berichtszeitraums wurden insgesamt drei Sitzungen, und zwar am 28.03.07, am 23.05.07 und am 25.09.07, durchgeführt. Ausschüsse sind während dieser Zeit nicht gebildet worden.

Der Jahresabschluss und der Jahresbericht wurden durch den von der Hauptversammlung am 23.05.2007 gewählten Abschlussprüfer, Deloitte & Touche GmbH, München, geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Bestätigungsvermerk wurde uneingeschränkt erteilt. In der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2008 wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert.

Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass gegen den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss sowie den Lagebericht keine Einwendungen zu erheben sind und hat sich damit dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Er billigt ausdrücklich den Lagebericht des Vorstands und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007, der damit festgestellt ist.

Entsprechend dem mit der Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG bestehenden Unternehmensvertrag erhalten die außenstehenden Aktionäre gemäß § 304 AktG eine Ausgleichszahlung (Garantiedividende) in Höhe von 3,58 pro Stückaktie.

Allen Mitarbeitern der Gesellschaft spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung aus.

 

Rosenheim, 13. März 2008

Der Aufsichtsrat

Andreas Steinfatt, Vorsitzender

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