HAI Lean Extrusions GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Annett Niebuhr seit 20.2.2026 | Prokura |
John van den Nieuwelaar seit 2.7.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Arlt seit 20.10.2023 | Prokura |
Manfred Mag. Steinhauser seit 15.8.2016 | Prokura |
Franz Becker seit 23.12.2015 | Prokura |
Markus Dr. Schober seit 22.7.2015 | Geschäftsführer |
Robertus van Gils seit 22.7.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAI Extrusion Germany GmbHSoestJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HAI Extrusion Germany GmbH, Soest Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HAI Extrusion Germany GmbH, Soest, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAI Extrusion Germany GmbH, Soest, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, den 27. März 2024 aucuron
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft •
Steuerberatungsgesellschaft
Stefan Heipertz, Mitglied des Vorstands, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Ramona Bierl, Prokuristin, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma HAI Extrusion Germany GmbH mit Sitz in Soest im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter der Nummer HRB 11252 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren darüber hinaus im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Ein Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 HGB wurde nicht ausgeübt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Konzessionen und Rechte werden über eine Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über eine Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von 2 bis 14 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw., soweit diese nicht die mittels Termingeschäften gesicherten Metallanteile betreffen, zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. War erkennbar, dass unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten die Verkaufspreise nicht gedeckt werden können, wurde verlustfrei, d.h. zum voraussichtlichen Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Kosten, bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Grundlage des PUC-Verfahrens im Sinne von IAS 19 (projected unit credit Methode = ratierlicher Barwert) ermittelt. Der Zinssatz für die Rückstellungsermittlung wurde bei den Pensionsverpflichtungen auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung mit 1,82 % (Vj. 1,78 %) bestimmt. Der Zinssatz für die zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung wurde auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung mit 1,74 % (Vj. 1,44 %) bestimmt. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB wurde für Pensionsverpflichtungen eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Es wurde - wie im Vorjahr - eine Rentendynamik von 1,5 % angesetzt. Als Ausscheidemodell bezüglich der Sterbe-, Invaliditäts- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten liegen seit dem Jahresabschluss 2018 die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Für die Berechnung der Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Restlaufzeit wurde pauschal mit einer Duration von 15 Jahren angesetzt, der Zinssatz gemäß RückAbzinsV mit 1,82 % (Vj. 1,78 %). Der Berechnung liegt eine Einkommensdynamik von 3,0 % zu Grunde. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 395 (Vj. TEUR 142) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es wurden kreditorische Salden in Höhe von TEUR 2.654 (Vj. TEUR 1.833) von den Forderungen zu den sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Dabei handelt es sich um Bevorschussungen des Factors für Forderungen, die zwischen Bevorschussungszeitpunkt und Bilanzstichtag bereits von Kunden beglichen worden sind. Entwicklung der latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei der im Finanzanlagevermögen gebuchten Kommanditbeteiligung. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen beträgt zum Stichtag TEUR 863. Dieser wurde mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 954 saldiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das s.g. Primat der Passivseite erstmalig angewendet: Das Deckungsvermögen wurde in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet und der Differenzbetrag aufwandswirksam erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Berufsgenossenschaftsbeiträge TEUR 80, Abschlusskosten TEUR 28, ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 622, Jubiläumsgelder TEUR 1.423, Altersteilzeit TEUR 1.313 und Umsatzboni TEUR 85 gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Von den Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehen sich TEUR 3.322 (Vj. TEUR 4.377) auf eine Sicherungsübereignung für zwei Bearbeitungsanlagen sowie einem Bolzenerwärmungsofen P22 TEUR 867 (Vj TEUR 1.018), einem Induktionsofen P33 TEUR 458 (Vj. TEUR 537) und einer Wasserkühlung P33 TEUR 994 (Vj. TEUR 1.163) für ein KfW Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 20.240 (Vj. TEUR 10.085) Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung diverser Sachverhalte. Die weiteren Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 222 (Vj. TEUR 217) gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie einem Darlehen in Höhe von TEUR 3.911 (Vj TEUR 4.400). Passive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,9 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen. Haftungsverhältnisse
Das Risiko der Inanspruchnahme ist sehr gering, da die HAI Extrusion Germany GmbH über entsprechende Mittel verfügt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.119 (Vj. TEUR 554) und beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 658 (Vj. TEUR 136). Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 657; Vj. TEUR 135). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierungen TEUR 719 (Vj. TEUR 348), Aufwand für Finanzierungsgebühren im Konzernverbund TEUR 73 (Vj. TEUR 1.693), Zinsaufwand aus der Abzinsung der Jubiläumsrückstellung TEUR 25 (Vj. TEUR 7), aus der Altersteilzeitrückstellung TEUR 28 (Vj. TEUR 28) sowie aus der Pensionsrückstellung TEUR 0 (Vj. TEUR 15). Außerbilanzielle Geschäfte
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 18.694 (Vj. TEUR 13.598). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2040. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Andaris GmbH, Salzburg, Österreich, stellt als Muttergesellschaft für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser Abschluss ist in Salzburg, Österreich, erhältlich. Die Hammerer Aluminium Industries Holding GmbH, Ranshofen, Österreich, stellt als Muttergesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser Abschluss ist in Ranshofen, Österreich, erhältlich. Die HAI Extrusion Germany wird in den Konzernabschluss der HAI Gruppe mit Sitz in Österreich einbezogen. Die Muttergesellschaft der HAI-Gruppe fällt dabei unter das in Österreich in Kraft getretenen Mindestbesteuerungsgesetz ("MinBestG"). Die Gruppe evaluiert derzeit die Auswirkungen infolge Pillar II sowie die in Kraft getretenen Steuergesetze zur nationalen Ergänzungssteuer. Derzeit wird mit keiner zusätzlichen Steuerbelastung für die HAI Extrusion Germany GmbH gerechnet. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
ErgebnisverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis in Höhe von TEUR 2.589 wird voraussichtlich auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu berichten.
Soest, 27. März 2024 Dipl.-Ing. (FH) Robertus van Gils MBA e.h., Geschäftsführer Dr.-Ing. Michael Heußen, Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Dr. Markus Schober MBA e.h., Geschäftsführer Lagebericht für 20231 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT 1.1 Rechtliche Grundlagen der Gesellschaft 1.2 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.3 Forschung und Entwicklung 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Absatz und Produktion 2.1.2 Vormaterialbeschaffung 2.1.3 Aluminiumnotierung/ Metallmanagement * 2.1.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Prognosebericht 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem 3.2.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken 3.2.3 Elementarrisiken 3.2.4 Risiken aus der Rohstoffversorgung 3.2.5 Risiken aus der Produktion und Auftragsabwicklung 3.2.6 Risiken aus der Entwicklung des Umfelds 3.2.7 IT-Risiken 3.2.8 Umweltrisiken 3.2.9 Finanzielle Risiken 4 BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Rechtliche Grundlagen der Gesellschaft Die HAI Extrusion Germany GmbH (im Folgenden "das Unternehmen" oder "HAI Extrusion Germany") steht zu 100% im Eigentum der Hammerer Aluminium Industries Holding GmbH mit Sitz in Ranshofen, Österreich. Die HAI Extrusion Germany wird in den Konzernabschluss der Andaris GmbH, Salzburg, Österreich einbezogen. Die Gründung der HAI Extrusion Germany erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Juli 2015 und Aufnahme der Geschäftstätigkeit sowie notarieller Beurkundung am 8. Juli 2015. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 22. Juli 2015. Im Wege eines Asset-Deals wurde das von Martin Rea Honsel am Standort Soest betriebene Aluminium-Strangpresswerk, einschließlich der diesem Geschäftsbereich zugeordneten Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Vertragsverhältnisse, von der HAI Extrusion Germany GmbH erworben. Mit Wirkung zum 1. September 2015 nahm die Gesellschaft die operative Geschäftstätigkeit auf. 1.2 Geschäftsmodell der Gesellschaft Das Unternehmen ist vor allem auf die Entwicklung und Produktion von Leichtbauteilen für die Automobilindustrie spezialisiert. Am Standort in Soest wurde Anfang der 90er Jahre Pionierarbeit im Bereich Leichtbau für die Automobilindustrie geleistet. Gemeinsam mit der Audi AG, Ingolstadt, wurde der "Space Frame" und damit die weltweit erste selbsttragende Aluminiumkarosserie entwickelt. Seither hat das ehemalige "Honsel Aluminiumstrangpresswerk" seine hohe Kompetenz im Bereich des automotiven Leichtbaus stetig weiterentwickelt. Neben diesem Geschäftsfeld ist das Unternehmen auch in den Bereichen Industrie (z.B. hochwertige Maschinenbauprofile oder Kühler für elektrotechnische Anwendungen) und Bauindustrie (z.B. Profile für die Solarindustrie) aktiv. Die Hammerer Aluminium Industries Gruppe - kurz HAI - mit der Andaris GmbH als Konzernmuttergesellschaft gehört zu Österreichs führenden Herstellern von Aluminium- und Gießereiprodukten für die weiterverarbeitende Industrie. Die Produktpalette umfasst Aluminium-Pressbolzen in hochwertigen Legierungen aus den Gießereien (Bereich "CASTING"), qualitativ hochwertige, kundenspezifisch konzipierte Aluminium-Spezialprofile als Halbzeuge aus den Presswerken (Bereich "EXTRUSION"), sowie endverarbeitete Aluminium-Profile als Baugruppen (Bereich "PROCESSING"), die in der Kraftfahrzeug-, Elektro-, Elektronik- und Luftfahrtindustrie sowie in den Bereichen Bau, Sonnenschutz, Solaranlagen, Maschinenbau, Beleuchtung und Dekoration verwendet werden. Die HAI Extrusion Germany GmbH ist ausschließlich in den Bereichen EXTRUSION und PROCESSING aktiv. Die Stärken von HAI liegen in der Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens und in den Vorteilen der integrierten Produktion, wo die Kompetenzen in den Bereichen Recycling von Aluminiumschrott und Gießen, Pressen und Weiterverarbeiten von Aluminiumlegierungen gebündelt sind. Diese Kompetenzbündelung ermöglicht HAI kundenspezifisch entwickelte Produkte über alle Fertigungsbereiche und höchste Flexibilität hinsichtlich Produktspezifikation und Lieferzeit anbieten zu können. 1.3 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel für zukünftige Erfolge und ein Garant für die HAI Unternehmensgruppe, an der Spitze der aluminiumverarbeitenden Industrie zu bleiben. Die zentrale Technologie- und Entwicklungsabteilung der Gruppe in Ranshofen verbessert physikalische Eigenschaften der Werkstoffe, entwickelt neue Produkte, Legierungen und Produktionsverfahren, optimiert Leit- und Biegefähigkeiten, Härten und Festigkeiten und Dehnungen. Am Standort der HAI Extrusion Germany GmbH liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf Produktoptimierungen, Prozessverbesserungen und Werkzeugentwicklungen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.049 TEUR (VJ: 657 TEUR). Abgeleitet aus der Unternehmensstrategie eines verstärkten Wachstums im Marktsegment komplexer Bauteile, hat die unternehmensinterne Forschung und Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der hierzu benötigten Know-how Ressourcen zu erbringen. Hierzu verfolgt das Unternehmen eine marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsstrategie mit zwei strategischen Fokusgruppen, in denen jeweils eine Reihe von Entwicklungsaktivitäten stattfinden. Einerseits ist die Entwicklung von Fertigungsprozessen mit Einsparpotentialen im Vergleich zu derzeit genutzten Fertigungsprozessen im Fokus, andererseits der Aufbau zusätzlicher technologischer Alleinstellungsmerkmale in den definierten Zielmärkten basierend auf konkreten Kundenbedürfnissen. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern steht der Unternehmensgruppe HAI eine integrierte Wertschöpfungskette zur Verfügung, wodurch sich ein erheblich verbessertes Potential einer zielgerichteten technologischen Gestaltung effizienter Prozesse ableiten lässt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 zeigte sich ein Rückgang des realen BIPs in Deutschland von -0,3% (VJ: +1,8%). In den 27 EU-Staaten zeigte sich ein Anstieg von +0,5% (VJ: +3,4%):
1 lt. EUROSTAT; nach ESVG 2010; ab 2020 EU 27
2 lt. IHS-Prognose ab 2020 IHS Prognose
Im Jahr 2023 waren geopolitische Spannungen und globale Risiken allgegenwärtig. Der fortdauernde Ukraine-Krieg und der verschärfte Nahost-Konflikt hatten weiterhin weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Geschäftswelt. Unternehmen mussten sich mit den Folgen von Handelsbeschränkungen, Sanktionen und politischen Unsicherheiten auseinandersetzen. Zusätzlich hatte die Änderung der Zinspolitik der EZB Einflüsse auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese Ereignisse beeinflussten die Entscheidungsfindung und die Geschäftsstrategien vieler Unternehmen weltweit. Die Weltwirtschaft stand vor Herausforderungen wie anhaltender Inflation, Versorgungsengpässen und Schwankungen der Rohstoffpreise. Unternehmen sahen sich zunehmend mit Umweltproblemen konfrontiert. Klimawandel, Naturkatastrophen und Nachhaltigkeitsfragen wurden zu wichtigen Themen. Die rasante Entwicklung von Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Digitalisierung führten zu neuen Risiken und Chancen. Daraus ergaben sich für die HAI Unternehmensgruppe Herausforderungen, die jedoch gut bewältigt werden konnten. Auch kundenseitig war das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld zu spüren. Vor allem die anhaltend starke Inflation und konjunkturelle Eintrübung führten zu einer unter der Erwartung liegenden Nachfrage aus dem Industriesektor. Für das Geschäftsjahr 2024 wird im Rahmen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds eine solide Geschäftsentwicklung erwartet. Zusätzlich zu den Herausforderungen 2023 bleibt abzuwarten, wie sich die konjunkturellen Maßnahmen auf die Gesamtwirtschaft, vor allem in Europa, auswirkt. 2.1.1 Absatz und Produktion Die Absatzmenge fiel mit 19.294 t sowohl niedriger als im Vorjahr (23.128 t) als auch geringer als geplant (23.559 t) aus. Ausschlaggebend dafür war die globale Abschwächung der Konjunktur. 2.1.2 Vormaterialbeschaffung Die Versorgung der HAI Extrusion Germany mit Aluminiumpressbolzen erfolgt über die Schwestergesellschaft Hammerer Aluminium Industries GmbH, Österreich, durch Beschaffung am internationalen Markt und durch Produkte aus den Gießereien Ranshofen (Österreich) und Santana (Rumänien) der HAI-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 32.125 t (VJ: 36.414 t) Aluminiumpressbolzen beschafft. Im Produktionsprozess entsteht Aluminiumabfall, der durch moderne Recyclingtechnologien wieder in Gießereien als Umarbeitungsschrott eingesetzt wird. 2.1.3 Aluminiumnotierung/ Metallmanagement * Der LME Wert für 3 Monats-Aluminium High Grade (ALHG) lag zum Jahresbeginn 2023 bei USD 2.369/t und zum Jahresende bei USD 2.382/t. Zwischenzeitlich erreichte dieser die USD 2.600/t-Marke im Q1 2023. Das Jahrestief wurde im August 2023 mit USD 2.123/t erreicht. Danach ging es immer wieder mit Schwankungen leicht aufwärts bis zum oben angeführten Jahresende. In EUR startete der 3 Monats-Wert mit EUR 2.248/t in das Jahr 2023 und schloss mit EUR 2.155/t zum Jahresende. Der Jahreshöchststand in EUR lag bei EUR 2.459/t im Jänner; der Jahrestiefstwert bei EUR 1.946/t im August. Der Umrechnungskurs EUR/USD bewegte sich im Jahr 2023 zwischen 1,047 und 1,126 und schloss zum Jahresende bei 1,105. In der Terminstruktur von ALHG zeigte sich 2023 durchgehend ein Contango. Der Jahresstart war gekennzeichnet von einer relativ hohen LME (verglichen mit dem Restjahr), die sich dann aber bis auf immer wiederkehrende kleinere Ausreißer eingependelt hat. Der Aluminiumpreis der Zu- und Verkäufe wird durch die Abteilung Metallmanagement der HAI-Gruppe zu 100% über Broker durch Termingeschäfte an der LME gesichert. Sämtliche Sicherungsgeschäfte werden in Euro abgewickelt, sodass daraus für den HAI-Konzern kein Währungsrisiko entsteht. Der an der LME notierte Preis für Aluminium hat daher nur eingeschränkte Auswirkung auf das Ergebnis der HAI Extrusion Germany GmbH, da die Sicherungspolitik der Gruppe auf "Vollhedging" ausgerichtet ist.
* alle Informationen werden täglich aus dem
Onlineportal Fastmarkets bezogen
2.1.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf 153.004 TEUR (VJ: 175.078 TEUR). Der Umsatzrückgang von 12,6% ist hauptsächlich auf die geringere Absatzmenge zurückzuführen. Insgesamt wurden 19.294 t abgesetzt nach 23.128 t im Jahr davor. 64,5% der Umsatzerlöse (VJ: 69,6%) wurden im Inland erzielt, der Rest überwiegend in anderen EU-Ländern bzw. im übrigen Europa: - nach Regionen
Die umsatzstärkste Sparte ist "Transportation", gefolgt von der Sparte "Industrial":
Der Auftragsbestand lag zum Bilanzstichtag bei 8.440 Tonnen (VJ: 10.760 Tonnen). Im Jahr 2023 wurde ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 6.973 TEUR (VJ: 13.786 TEUR) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 6.092 TEUR (VJ: 11.674 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern lag bei 2.589 TEUR nach 8.109 TEUR im Vorjahr. Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Leistungen beträgt 86.668 TEUR (VJ: 116.044 TEUR), die Materialaufwandsquote beläuft sich somit auf 57% des Umsatzes (VJ: 66%). Der Rückgang der Materialaufwandsquote ist hauptsächlich auf die höher erzielte Wertschöpfung zurückzuführen. Der Personalaufwand beträgt 31.457 TEUR (VJ: 26.013 TEUR) - berücksichtigt mit dem Personalgestellungsaufwand in Höhe von 519 TEUR (VJ: 943 TEUR) belaufen sich die Aufwendungen auf 31.976 TEUR (VJ: 26.957 TEUR). Der Anstieg der Personalkosten ist bedingt durch den Aufbau von Mitarbeitern (von 390 auf 450 Mitarbeiter). Das Finanzergebnis betrug -881 TEUR (VJ: -2.112 TEUR). Die Verbesserung ist auf eine Rückverrechnung von in 2021 und 2022 verrechneten Haftungsprovisionen in Höhe von 948 TEUR zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 10.717 TEUR investiert (VJ: 8.013 TEUR). Die größten Einzelinvestitionen entfielen auf Produktionsanlagen sowie auf eine Photovoltaikanlage. Ausreichend Liquidität für die laufende operative Geschäftstätigkeit und Investitionen ist einerseits durch Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 12.766 TEUR gegeben. Der Einsatz von Factoring bis zu einer Höhe von 25.000 TEUR erhöht die Liquidität. Von den IC-Betriebsmittelkreditlinien waren Ende 2023 3.911 TEUR von der HAI Extrusion Germany GmbH (inkl. Zinsen) ausgenutzt. (Vorjahr: 4.400 TEUR), von den Factoring-Linien 8.356 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 24.373 TEUR (VJ: 14.702 TEUR). Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 68.791 TEUR (VJ: 63.832 TEUR). Die Erhöhung der Bilanzsumme begründet sich vor allem durch ein gestiegenes Anlage- und Vorratsvermögen. Das Unternehmen verfügt über eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 22,7% nach 36,1% im Vorjahr. Die Verringerung ist auf die Gewinnausschüttung iHv 10.000 TEUR zurückzuführen. Darüber hinaus stehen innerhalb der Andaris-Gruppe größere Kreditlinien zur Verfügung, um den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Hinsichtlich Vermögens- und Finanzlage verweisen wir zusätzlich auf die Ausführungen zur Bilanz im Anhang, insbesondere auf die Ausführungen betreffend Forderungen und Verbindlichkeiten und deren Fristigkeiten. Abschließend beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 als erfolgreich. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, vor allem hinsichtlich der abschwächenden Konjunktur, sorgte die stabile Nachfrage nach Aluminiumprodukten in den Bereichen Automotive, Bau und Industrie für ein solides operatives Ergebnis. 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren HAI verwendet als finanzielle Leistungsindikatoren in erster Linie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT), das Betriebsergebnis (EBIT) sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Als wichtigste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gelten die Absatzmenge in Tonnen sowie der Auftragseingang in Tonnen. Das EGT belief sich 2023 auf 6.092 TEUR (VJ: 11.674 TEUR), das EBIT auf 6.973 TEUR (VJ: 13.786 TEUR). Das EBITDA betrug 12.462 TEUR (VJ: 18.451 TEUR). 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht EUROSTAT rechnete in ihrer letzten Prognose für 2024 mit einem Wachstum des realen BIPs in Deutschland von +0,9%, im Jahr 2025 mit einer weiteren Steigerung von +1,3%. Auf EU-Ebene rechnet EUROSTAT mit 1,2% BIP-Wachstum im Jahr 2024 und +1,8% im Jahr 2025. Im Januar 2024 zeigte sich eine im Rahmen des eingeschätzten Niveaus liegenden Nachfrage nach Aluminiumprodukten. Im Vergleich zum Vorjahr war die Abschwächung der Konjunktur quer über alle Geschäftsbereiche zu spüren. Neben den beeinflussenden Faktoren (Energiekosten, Inflation, Vormaterialen, und Supply Chain) sind die Folgen der Konflikte in der Ukraine und im nahen Osten schwierig vorhersehbar. Der Langfristtrend zum Werkstoff Aluminium wird anhalten. Die Bedeutung der aluminiumbasierten Leichtbauweise für bisherige Verbrennungsmotoren und für die Elektromobilität wird nach Einschätzung des Managements weiter steigen und ist eine wichtige Basis zur Erreichung der Klimaschutzziele. Die Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen steigen stark an. Ein Trend, der unserer Einschätzung nach auch langfristig anhalten und von der Legislative bestärkt wird. Für 2024 plant die Gesellschaft eine Absatzmenge von 19.855 t bei einem EGT von 4.305 TEUR. Das EBIT wurde mit 5.826 TEUR geplant, das EBITDA mit 12.121 TEUR. Die Erreichbarkeit der Ziele hängt wesentlich von der globalen konjunkturellen Entwicklung ab. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist ein systematisches Risikomanagementsystem. Identifizierung, Beurteilung und Kontrolle aller wesentlichen Risiken und Chancen stehen im Mittelpunkt des Risikomanagements. Risiken sollen frühzeitig erkannt und nach Möglichkeit frühzeitig gemanagt werden. In diesem Sinn stellt ein ausgewogenes Chancen- und Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für unser Unternehmen dar. Das System zum Risikomanagement fußt darüber hinaus im Wesentlichen auf
Bezüglich der strategischen Risiken erfolgt eine jährliche Überprüfung und allfällige Neuausrichtung im Rahmen des Budgetprozesses. 3.2.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken Als international agierendes Unternehmen ist die Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft abhängig. Die HAI Extrusion Germany GmbH hat die letzten Jahre gezeigt, dass auch in einem schwierigen Umfeld solide Ergebnisse erzielt werden können. Die nach wie vor andauernden geopolitischen Konflikte, die schwer einzuschätzende Zinspolitik und deren Auswirkung auf die konjunkturelle Entwicklung stellen 2024 große Herausforderungen dar. Auch die weiterhin hohe Inflation bleibt ein wichtiger Faktor, deren Entwicklung sich auf die Wirtschaft auswirken wird. 2023 hat gezeigt, dass die HAI Extrusion Germany in diesem dynamischen und teilweise unvorhersehbaren/unsicheren wirtschaftlichem Umfeld solide Ergebnisse erzielen kann. Inwieweit mit einer Insolvenzwelle und damit einhergehend einem Schiefstand des Bankensystems, der Kapitalmärkte und der internationalen Handelsströme gerechnet werden muss, ist weiterhin schwer abschätzbar. Ein weiterer Rückgang des Wirtschaftswachstums nimmt unmittelbaren Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Zudem besteht aufgrund des starken Wettbewerbs das Risiko des Verlustes von Marktanteilen. Das Risiko wird aktuell als mittel eingeschätzt, da die Prognosen des Wirtschaftswachstums als sehr gering eingeschätzt werden. Aktuell gehen wir jedoch von einer stabilen Nachfrage aus, da die HAI Extrusion Germany GmbH in unterschiedlichen Sektoren tätig ist. Das Management der Gesellschaft rechnet trotz einer, aus aktueller Sicht, schwer abschätzbaren Entwicklung mit einem soliden Jahr 2024 und sieht aufgrund der in den letzten Jahren erfolgten Ausrichtung des Unternehmens mit Zuversicht in die Zukunft. Durch eine ausgewogene Verteilung der Aktivitäten auf die Bereiche Transport, Industrie und Bau sowie durch die breite Aufstellung der Unternehmensgruppe HAI könnte eine Nachfrageschwäche in einem der Märkte in einem gewissen Umfang durch die anderen Märkte kompensiert werden. Negativen konjunkturellen Veränderungen kann durch Kapazitätsanpassungs-maßnahmen begegnet werden. Des Weiteren analysiert das Management kontinuierlich Marktumfeld und Konkurrenzsituation. Stetiger Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe liefern dem Unternehmen wichtige Informationen über die Bedürfnisse der Kunden. Die gewonnenen Informationen ermöglichen es, bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln und anzubieten und so die Wettbewerbsposition sowie den Bekanntheitsgrad weiter auszubauen. Risikobeurteilung: Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens korreliert mit der gesamtwirtschaftlichen Situation. Die HAI Extrusion Germany GmbH hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass auch in einem schwierigen Umfeld solide Ergebnisse erzielt werden können. Die weitere Entwicklung der konjunkturellen Rahmenbedingungen, der geopolitischen Konflikte und der Inflation sowie der Zinspolitik sind schwer zu kalkulierende Einflussfaktoren auf die Realwirtschaft und damit auch maßgebliche Einflussfaktoren auf den wirtschaftlichen Erfolg der HAI Extrusion Germany. Eine allgemeine konjunkturelle Eintrübung wurde auf Basis aktueller Einschätzungen berücksichtigt. Tritt jedoch ein unvorhersehbares Ereignis auf, besteht durch die starke Korrelation ein hohes Risiko. 3.2.3 Elementarrisiken Das Unternehmen setzt laufend vorbeugende Maßnahmen zur Minimierung von Elementarrisiken. Gas- und Strompreise (Spot) werden täglich beobachtet. Future-Kurse für Strom und Gas werden wöchentlich getrackt. Betreffend den Brandschutz und den Unfallschutz werden regelmäßige Audits und daraus resultierende Verbesserungen umgesetzt. Im Bereich des Brandschutzes werden Brandabschnitte überprüft und definiert, Brandmeldeanlagen, CO 2 -Schutzanlagen, Sprinkleranlagen in der Produktion installiert sowie der Abschluss von Feuerversicherungen vorgenommen. Außerdem werden regelmäßige Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für richtiges Verhalten in der Zusammenarbeit mit internen und externen Einsatzkräften abgehalten. Im Bereich des Unfallschutzes wird eine Evaluierung und Gestaltung von Arbeitsplätzen vorgenommen, Unfallpotentiale werden aufgezeigt und Präventivmaßnahmen erarbeitet. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen. Weiters ist durch entsprechenden Versicherungsschutz auf Gruppenebene für Elementarrisiken vorgesorgt. Risikobeurteilung: Die Risikoeintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel gesehen, die Auswirkungen sind durch die getroffenen Vorbeugemaßnahmen als mittel anzusehen. 3.2.4 Risiken aus der Rohstoffversorgung Die Versorgung der HAI Extrusion Germany mit Pressbolzen erfolgt teils durch die Gießereien Ranshofen (Österreich) und Santana (Rumänien) der Unternehmensgruppe und hinsichtlich der Standardqualitäten durch externe Zukäufe. Durch langfristige Lieferverträge soll sichergestellt werden, dass die Vormaterialversorgung weiterhin gewährleistet ist. Durch moderne Recyclingtechnologien wird in der Gießerei Rücklaufschrott aus der nachfolgenden Produktion (Extrusion, Processing, sowie von externen Kunden der Casting) wieder eingesetzt. Mittels eigener Gießereien innerhalb der Unternehmensgruppe kann einerseits ein hoher Deckungsgrad des Pressbolzenbedarfs der HAI Extrusion GmbH erreicht werden. Andererseits wird die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Pressbolzen bei externen Kunden gedeckt. Eine Unterbrechung der Gasversorgung im Zuge des Krieges in der Ukraine hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Vormaterialverfügbarkeit. Risikobeurteilung: Das Risiko aus der Vormaterialbeschaffung wird angesichts der geopolitischen Konflikte und dem globalen Lieferkettenproblem derzeit als mittel gesehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering, da mittels gruppeneigener Gießereien der Eigenbedarf gut gedeckt werden kann, sofern die Transportwege dies zulassen. Die Entwicklung des Krieges in der Ukraine, könnte vor allem hinsichtlich Gaslieferungen an die Gießereien ein hohes Risiko darstellen. 3.2.5 Risiken aus der Produktion und Auftragsabwicklung Innerhalb des Wertschöpfungsprozesses sind die operativen Gesellschaften der Gefahr von Betriebsunterbrechung oder Risiken in Bezug auf Qualität oder Arbeitssicherheit ausgesetzt. Durch umfassende und immer wieder verbesserte Verfahrensanweisungen in den Bereichen Produktion, Qualität und Arbeitssicherheit und durch die im Wege des KVP-Prozesses erhöhte Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden diese Risiken weitgehend vermieden. Durch Betriebsunterbrechungs-versicherungen ist eine zusätzliche Absicherung gegeben. Produktionsunterbrechungen, auf Grund von Lieferengpässen bei Gas oder Strom, wird durch tägliches Beobachten und Ableitung von Maßnahmen entgegengewirkt. Risikobeurteilung: Die Risikoeintrittswahrscheinlichkeit wird als gering bis mittel gesehen, die Auswirkung als mittel. 3.2.6 Risiken aus der Entwicklung des Umfelds Der Werkstoff Aluminium ist besonders in technologisch anspruchsvollen Branchen wie Automobil, Elektronik, Maschinenbau, etc. möglicher Substitution durch die Entwicklung alternativer leichter Werkstoffe ausgesetzt. Die Entwicklung von Karbonfasern, Glasfasern oder Kunststoffen stellt ein gewisses Substitutionsrisiko für Aluminium dar. Die HAI Extrusion Germany wirkt dieser Gefahr durch gezielte Markt- und Technologiebeobachtung sowie permanente Verbesserung der eigenen Produkteigenschaften entgegen. Durch den hohen Energiebedarf, der für die Herstellung von Primäraluminium im Elektrolyseverfahren notwendig ist, und dadurch, dass die Kosten für Energie in den letzten Jahren stark gestiegen sind, wandern die Hersteller von Primäraluminium immer mehr in Länder mit hohem Energievorkommen ab. Da die HAI Unternehmensgruppe ihre Produkte zu rund 75% aus Aluminiumschrott herstellt und die Wiederaufbereitung von Aluminiumschrott nur 5% der für eine Elektrolyse notwendigen Energie benötigt, stellt die obige Entwicklung eine Chance für die HAI Unternehmensgruppe dar. Risikobeurteilung: Die Risikowahrscheinlichkeit wird, abgesehen von den beschriebenen Auswirkungen der allgemeinen konjunkturellen Lage und der geopolitischen Unsicherheit als gering gesehen, die Auswirkung einer Substitution wäre groß. 3.2.7 IT-Risiken Redundante Firewallsysteme sichern unsere IT-Systeme gegen unberechtigte Zugriffe ab. Virenscanner sowie eingeschränkte Zugangs- und Zugriffsberechtigungen sorgen für zusätzlichen Schutz. Die eingesetzten Maßnahmen zur Informationssicherheit werden fortlaufend überprüft und aktualisiert. Darüber hinaus wird täglich ein Backup von sämtlichen Datenbeständen erstellt. Der Zugriff auf Informationen des Unternehmens wird durch umfassende Berechtigungskonzepte gesteuert, wodurch die Vertraulichkeit der Daten gewährleistet und die Möglichkeit der Manipulation von unternehmensrelevanten Daten minimiert wird. Dieses Risiko ist umso höher, je mehr unterschiedliche Unternehmen innerhalb einer Gruppe miteinander datenmäßig verbunden sind und je stärker von außerhalb des Unternehmens, aufgrund von Homeoffice, auf Unternehmensdaten zugegriffen wird. Die Unternehmensgruppe hat hier 2020, zusätzlich zu den bestehenden Sicherheitsmaßnahmen, eine 2-Faktor-Authentifizierung eingeführt. Externe E-Mails werden gesondert gekennzeichnet und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in standardisierten Online-Schulungen auf die richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit Daten und Equipment hingewiesen. Es werden laufend Test E-Mails von der IT Abteilung versendet (Fake Phishing). Auf Basis der Daten werden die Maßnahmen angepasst. Die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung der Sicherheit unserer Datenbestände und Informationssysteme schätzen wir im Branchendurchschnitt als unterdurchschnittlich ein. Die Umsetzung der oben dargestellten Maßnahmen wird in regelmäßigen, externen, unangemeldeten Infrastruktur- und Sicherheitsaudits überprüft. Risikobeurteilung: Die Auswirkung bei Schlagendwerden eines Risikos wird als mittel bis hoch eingestuft, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines längerdauernden Anhaltens als gering. 3.2.8 Umweltrisiken Ein genereller Vorteil von Aluminium ist, dass es zu 100% recyclebar ist. Ein besonderer Vorzug ausgedienter Aluminiumprodukte ist die ausgezeichnete Wiederverwertbarkeit. Der hohe Metallwert bleibt erhalten - ohne Qualitätsverlust lassen sich aus Sekundäraluminium die gleichen oder andere hochwertige Produkte herstellen. Der Recyclingprozess, der in unserer Gießerei umgesetzt wird, benötigt aufgrund des niedrigen Schmelzpunkts von Aluminium von 660°C nur 5% der für die Primäraluminiumerzeugung erforderlichen Energie. Aufgrund der Gesetzesentwicklungen sowie der steigenden Zahl der Anwendungsgebiete (vor allem in Verpackung, Transport und im Bau) von Aluminium spielt Sekundäraluminium weltweit eine immer größere Rolle. Aluminium kann daher bei entsprechender Aufbereitung beliebig oft ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden. Recyceltes Aluminium hat die gleichen Eigenschaften und dieselbe Qualität wie Primäraluminium. Die Recyclingraten zeigen, dass die Schonung der Ressourcen durch die Wiederverwendung von Aluminium heute sehr weit fortgeschritten ist. Die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken wird im Unternehmen durch zertifizierte Umweltmanagementsysteme gemindert. Darüber hinaus werden durch die laufende Investitionstätigkeit Maschinen und Anlagen in Betrieb genommen, die hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauches sowie des Abgasausstoßes signifikante Verbesserungen bringen. Die Unternehmensgruppe ist Mitglied im Aluminium Stewardship Council. 2021 wurde ein Vertrag über die Lieferung von 150.000 t umweltfreundlich hergestelltem NaturAlTM-Aluminum über einen Zeitraum von 5 Jahren geschlossen. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Produkten zum Schutz der Umwelt und zur Realisierung der Klimaziele beitragen dürfen. Risikobeurteilung: Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung werden als gering angesehen. 3.2.9 Finanzielle Risiken Das Unternehmen managt seine finanziellen Risken, im Besonderen das Kontrahentenrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko, das Währungsrisiko und das Risiko der Veränderung des Ratings, wie im folgenden Teil angegeben. Das Kontrahentenrisiko wird durch den Abschluss von Kreditversicherungen und durch das Beibringen von bankmäßigen Sicherheiten begrenzt. So wird jedem Kunden eine bestimmte Kreditlinie zugewiesen, die in Abstimmung mit Kreditversicherungsunternehmen in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit kontrolliert und gegebenenfalls angepasst wird. Interne Richtlinien sollen sicherstellen, dass Lieferungen nur innerhalb des Kreditlimits erfolgen. Die Gesellschaft stellt nur in geringem Umfang Kommissionslager zur Verfügung und produziert nur in Ausnahmefällen auf Lager, sodass das sich daraus ergebende Risiko überschaubar ist. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Maßnahmen werden offene Forderungen in regelmäßigen Abständen gemahnt, bzw. werden Aufzeichnungen über das Zahlungsverhalten der Kunden geführt. Um die jederzeitige Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten, werden basierend auf dem Finanzplan die Kreditlinien gesichert. Darüber hinaus werden die Stände all unserer Bankkonten täglich kontrolliert, ein Gesamtliquiditätsstatus ermittelt und bei Bedarf zusätzlich Barvorlagen disponiert. Das Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe von Zinsswaps auf Konzernebene, durch welche variable durch fixe Zinszahlungen getauscht werden, minimiert. Da wir das Vormaterial von unseren Lieferanten auf Euro-Basis einkaufen und sich auch sonstige Zukäufe in Fremdwährungen in Grenzen halten, ist das Währungsrisiko begrenzt. Größere Fremdwährungstransaktionen, vor allem in USD, sichert die HAI Gruppe mit Forward-Geschäften gegen das Fremdwährungsrisiko ab. Bei den in der Bilanz dargestellten Finanzinstrumenten stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallsrisiko dar. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen. Der Marktwert der liquiden Mittel, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Wesentliche Chancen ergeben sich auch durch die weiterführende Integration der HAI Extrusion Germany in die HAI Gruppe durch standortübergreifende Optimierung und Synergien. Hier kann beispielsweise die Optimierung von Kundenportfolios, Aluminiumlegierungsportfolios und Transportwegen sowie die Nutzung von Synergien im Einkauf genannt werden. Potentiale liegen auch im Bereich der technologisch wichtigen Presswerkzeugentwicklung durch standortübergreifenden Erfahrungsaustausch. Der HAI Extrusion Germany stehen am Standort in Soest auch umfangreiche Erweiterungsflächen zur Verfügung, um dieses Marktwachstum und diese Potentiale auch entsprechend verwerten zu können. Risikobeurteilung: Die Auswirkung wird als hoch eingestuft, die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der getroffenen Vorkehrungen und Systeme allerdings als gering. 4 Bericht über Zweigniederlassungen Die HAI Extrusion Germany GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Soest, 27.3.2024 Dipl.-Ing. (FH) Robertus van Gils MBA e.h., Geschäftsführer Dr.-Ing. Michael Heußen, Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Dr. Markus Schober MBA e.h., Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
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