ALBA Ferrous Trading GmbHLiquidiert

Dieselstraße 52, 60314 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 98113
Vorher
INTERSEROH RSH Recycling-Stahl-Handel GmbHINTERSEROH Scrap and Metals Trading GmbH
Eingetragen
8.7.2003
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Gegenstand
Erfassung, Vermarktung, Wiederverwendung sowie Verwertung von Sekundärrohstoffen, die Durchführung der mit den vorbezeichneten Tätigkeiten verbundenen Entsorgungsaufgaben sowie der Betrieb von Anlagen und Einrichtungen zum Sammeln, Sortieren, Aufbereiten und Verwerten von Sekundärrohstoffen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jens Raabe
seit 2.9.2019
Prokura
Jens Fischer
seit 18.1.2018
Geschäftsführer
Sven Bokhari
seit 18.1.2018
Prokura
Jean-Louis Coldebella
seit 6.12.2013
Prokura
Klaus Mordhorst
seit 6.12.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALBA Group plc & Co. KG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.692   85.400  
2. Geschäfts- oder Firmenwert 75.993   83.262  
3. Geleistete Anzahlungen 10.552 170.237 6.936 175.598
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.716   142.083  
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.042   19.721  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.047   48.727  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.383 207.188 4.112 214.643
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 937   977  
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 60.528   64.048  
3. Sonstige Beteiligungen 2.929   2.935  
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23   23  
5. Sonstige Ausleihungen 1 64.418 1 67.984
    441.843   458.225
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.885   3.798  
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.091   10.744  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.019   20.786  
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.350   -1.826  
5. Geleistete Anzahlungen 255 28.900 942 34.444
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.076   95.217  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 414   180  
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.492   26.687  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 52.316 166.298 40.972 163.056
III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   28.414   8.746
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   223.612   206.246
1. Disagio 37   11  
2. Andere Abgrenzungsposten 4.217 4.254 4.553 4.564
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG   181   255
    669.890   669.290

PASSIVA

       
  31.12.2018   31.12.2017  
  TEUR   TEUR  
A. EIGENKAPITAL        
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 4.250   4.250  
II. Rücklagen 183.172   183.172  
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.096   -893  
IV. Konzernbilanzgewinn 63.966   85.051  
V. Nicht beherrschende Anteile 32.881   29.775  
VI. Genussrechtskapital 0 282.173 30.730 332.085
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZULAGEN BZW. INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN   504   525
C. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.371   15.624  
2. Steuerrückstellungen 10.344   18.098  
3. Sonstige Rückstellungen 57.243 83.958 60.903 94.625
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.752   83.586  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.441   69.511  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131   165  
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.299   7.148  
5. Sonstige Verbindlichkeiten 67.060 278.683 53.475 213.885
(davon aus Steuern TEUR 5.780; Vorjahr TEUR 3.493)        
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 1.407; Vorjahr TEUR 1.307)        
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   11.199   14.367
F. PASSIVE LATENTE STEUERN   13.373   13.803
    669.890   669.290

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse   1.088.504   1.279.735
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -3.563   6.883
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   1.233   402
4. Sonstige betriebliche Erträge   38.223   321.243
(davon aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen bzw. Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen TEUR 73; Vorjahr TEUR 100)        
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -394.619   -465.303  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -292.864 -687.483 -365.607 -830.910
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -163.447   -181.798  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -32.880 -196.327 -34.282 -216.080
(davon für Altersversorgung TEUR -1.639; Vorjahr TEUR -1.066)        
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -40.402   -48.987
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -179.380   -196.936
9. Erträge aus Beteiligungen   421   580
10. Ergebnisse aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen   -3.183   -150
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   2.552   7.907
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 84; Vorjahr TEUR 361)        
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen   0   -374
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme   0   -99
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -8.268   -20.400
(davon an verbundene Unternehmen TEUR -41; Vorjahr TEUR -24)        
15. Aufwand aus Vergütung Genussrechtskapital   -1.833   -5.531
16. Aufwand aus Garantiedividenden für nicht beherrschende Anteile   -3.006   -8.899
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -5.110   -14.071
(davon aus latenten Steuern TEUR 424; Vorjahr TEUR 938)        
18. Ergebnis nach Steuern   2.378   274.313
19. Sonstige Steuern   -1.853   -3.576
20. Konzernjahresüberschuss   525   270.737
21. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (Vorjahr Verlust)   -1.610   2.483
22. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr   85.051   -157.439
23. Gewinnzuweisung Genussrechtskapital   0   -30.730
24. Entnahme der Gesellschafter   -20.000   0
25. Konzernbilanzgewinn   63.966   85.051

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
TEUR TEUR
1. Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit    
Konzernjahresüberschuss 525 270.737
Abschreibungen (einschließlich Zuschreibungen) 40.216 49.361
Veränderung Pensionsrückstellungen -603 -1.515
Veränderung latente Steuern -431 -828
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.258 -1.764
Gewinne aus Asset Deals -92 0
Ergebnis aus Entkonsolidierung 0 -282.485
Veränderung Sonderposten -21 -30
Zahlungsunwirksam übernommene Ergebnisse assoziierter Unternehmen 3.183 151
Sonstige Beteiligungserträge -421 -580
Zinsergebnis 5.716 12.493
Aufwand Genussrechtsvergütung 1.833 5.531
Ertragsteueraufwand 5.534 15.033
Ertragsteuerzahlungen -10.359 -6.221
Erträge aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen -51 -345
Veränderung Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 10.198 3.033
Veränderung sonstiger Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva 10.264 -4.872
  64.232 57.698
2. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögensgegenständen 2.306 5.896
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.627 -5.319
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -25.065 -24.027
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 34
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.069 -4.316
Einzahlungen im Zusammenhang mit Konsolidierungskreisänderungen 0 340.799
Einzahlung aus Ergebnisabführung veräußerter Unternehmen 0 29.625
Einzahlungen im Zusammenhang mit Asset Deals 6.086 619
Erhaltene Zinsen 1.001 6.141
Erhaltene Dividenden von assoziierten Unternehmen 2.308 2.191
Sonstige erhaltene Dividenden 421 580
Sonstige Darlehensgewährungen/-rückzahlungen -15.503 -8.428
  -36.143 343.796
3. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit    
Kapitalerhöhung Minderheitsgesellschafter 3.430 1.715
Veränderung der Bankschulden 35.259 -182.476
Auszahlung für die Tilgung von Anleihen 0 -203.000
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Forfaitierung -2.803 -2.546
Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Mietkauf- und Leasingverträgen -3.476 -4.759
Veränderung sonstige Darlehensverbindlichkeiten -1.606 -366
Auszahlung an Minderheitsgesellschafter in Verbindung mit Anteilserwerben 0 -41
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 51 345
Gezahlte Zinsen -6.713 -20.073
Auszahlung Genussrechtskapital -5.730 0
Gezahlte Genussrechtsvergütung -2.638 -4.375
Dividenden an Minderheitsgesellschafter -4.024 -3.971
Entnahme der Gesellschafter -20.000 0
  -8.250 -419.548
4. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 19.839 -18.054
Zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes aus Währungsumrechnung sowie sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen -220 18
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 50 0
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.746 26.781
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 28.414 8.746

Konzerneigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2018

Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Kapitalanteile Rücklagen Genussrechtskapital
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2016 4.250 184.963 0
Gezahlte Dividenden      
Veränderungen des Konsolidierungskreises   -1.791  
Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen      
Übrige Veränderungen      
Gewinnzuweisung Genussrechtskapital     30.730
Konzernergebnis 2017      
Stand am 31. Dezember 2017 4.250 183.172 30.730
Gezahlte Dividenden      
Übrige Veränderungen      
Rückzahlung Genussrechtskapital     -30.730
Entnahme der Gesellschafter      
Konzernergebnis 2018      
Stand am 31. Dezember 2018 4.250 183.172 0
Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Konzernbilanzverlust/ -gewinn Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2016 -157.439 -2.086 29.688
Gezahlte Dividenden      
Veränderungen des Konsolidierungskreises   -72 -1.863
Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen      
Übrige Veränderungen   1.265 1.265
Gewinnzuweisung Genussrechtskapital -30.730   0
Konzernergebnis 2017 273.220   273.220
Stand am 31. Dezember 2017 85.051 -893 302.310
Gezahlte Dividenden      
Übrige Veränderungen   -1.203 -1.203
Rückzahlung Genussrechtskapital     -30.730
Entnahme der Gesellschafter -20.000   -20.000
Konzernergebnis 2018 -1.085   -1.085
Stand am 31. Dezember 2018 63.966 -2.096 249.292
Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital Konzern
Minderheitenkapital Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gesamt Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2016 27.445 -559 26.885 56.573
Gezahlte Dividenden -1.575   -1.575 -1.575
Veränderungen des Konsolidierungskreises 3.141 -17 3.124 1.261
Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen -27   -27 -27
Übrige Veränderungen 3.436 415 3.851 5.116
Gewinnzuweisung Genussrechtskapital     0 0
Konzernergebnis 2017 -2.483   -2.483 270.737
Stand am 31. Dezember 2017 29.937 -161 29.775 332.085
Gezahlte Dividenden -1.703   -1.703 -1.703
Übrige Veränderungen 3.430 -231 3.199 1.996
Rückzahlung Genussrechtskapital     0 -30.730
Entnahme der Gesellschafter     0 -20.000
Konzernergebnis 2018 1.610   1.610 525
Stand am 31. Dezember 2018 33.274 -392 32.881 282.173

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Muttergesellschaft ALBA Group plc & Co. KG (nachfolgend auch kurz "ALBA Group KG") hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, HRA 36525 B.

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht wegen untergeordneter Bedeutung von einer Einbeziehung abgesehen wird. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener und assoziierter Unternehmen ist der 31. Dezember 2018.

Tochterunternehmen, bei denen die ALBA Group KG einen beherrschenden Einfluss im Sinne von § 290 Abs. 2 HGB ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Führt ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen eine andere Gesellschaft gemeinsam mit einem oder mehreren nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, so wird die Gesellschaft im Wege der Quotenkonsolidierung entsprechend dem Kapitalanteil des Mutterunternehmens einbezogen.

Übt ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik eines nicht einbezogenen Unternehmens aus, an dem das Konzernunternehmen zu mindestens 20% beteiligt ist, wird zur Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts des assoziierten Unternehmens die Equity-Methode angewendet.

Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Abs. 2 und § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie auch in der Gesamtheit für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Unter anderem beträgt die Gesamtheit der Umsatzerlöse und der Bilanzsumme der nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen weniger 2% der Konzernwerte.

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises:

Einbeziehung Stand 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2018
voll 63 3 5 61
quotal 2 0 0 2
at equity 8 0 0 8
Summe 73 3 5 71

Erstmals im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden folgende Gesellschaften:

ALBA Utility Scrap Solutions GmbH, Rostock,

scrappel GmbH, Berlin,

ALBA CEE Holding GmbH, Berlin.

Fünf vollkonsolidierte Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr auf andere Tochterunternehmen verschmolzen.

Die Konsolidierungskreisänderungen des Geschäftsjahres hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Kreis der in den Konzernabschluss der ALBA Group KG einbezogenen Unternehmen ist der Konzernanteilsbesitzliste (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen, welche einen integralen Bestandteil dieses Konzernanhangs darstellt. In dieser Aufstellung sind auch die wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen angegeben.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Die anteilmäßige Konsolidierung von den quotal einbezogenen Unternehmen erfolgt gemäß § 310 HGB.

Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Gewinne und Verluste aus den konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden ebenso eliminiert wie Beteiligungserträge aus einbezogenen Unternehmen.

Konzerninterne Umsatzerlöse und Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht in andere aktivierte Eigenleistungen oder Bestandsveränderungen umzugliedern waren.

Steuerabgrenzungen waren aufgrund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen vorzunehmen.

Verbundene Unternehmen

Sofern nach der Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung) werden, ohne dass sich der Status des Tochterunternehmens verändert, dann werden solche Transaktionen anteilig als Erwerbsvorgang bzw. erfolgswirksam als Veräußerungsvorgang abgebildet.

Assoziierte Unternehmen

Die für die assoziierten Unternehmen ermittelten Equity-Werte basieren auf der Buchwertmethode.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen entsprechen grundsätzlich den dargestellten für vollkonsolidierte Unternehmen.

In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die Zugänge bzw. Abgänge zum anteiligen Eigenkapital der "at equity" bewerteten Unternehmen als Zugang bzw. Abgang innerhalb der Anschaffungskosten ausgewiesen, die Abschreibungen auf den bei der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert werden als Zugänge innerhalb der Abschreibungen dargestellt. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse entstehenden Differenzen aus der Umrechnung wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung im Eigenkapital eingestellt.

Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte mit dem Jahresdurchschnittskurs. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Für die Umrechnung der Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zu Grunde gelegt:

ISO-Code Durchschnittskurs Stichtagskurs
2018 2017 31.12.2018 31.12.2017
US Dollar USD 1,1793 1,1370 1,1450 1,1993
Polnischer Zloty PLN 4,2684 4,2427 4,3014 4,1770
Bosnische Mark BAM 1,95583 1,95583 1,95583 1,95583
Hongkong-Dollar HKD 9,2438 8,8634 8,9675 9,3720
Chinesischer Renminbi CNY 7,8156 7,6557 7,8751 7,8044

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Übereinstimmung mit einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellt. Gegebenenfalls wurden notwendige Anpassungen der Abschlüsse an die einheitlich in der ALBA Group geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sofern die Nutzungsdauer eines entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstands nicht bestimmbar ist (beispielsweise einer Dachmarke), wird eine unbegrenzte Nutzungsdauer unterstellt und dieser immaterielle Vermögensgegenstand nicht planmäßig abgeschrieben. Gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Infolge der Kapitalkonsolidierung wurden im Geschäftsjahr Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die je nach Einzelfall über einen Zeitraum von 5 bis 20 Jahren linear abgeschrieben werden. Hinsichtlich der Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf die Anlage 1 zum Anhang (Anlagespiegel) verwiesen.

Die Abschreibungsdauer für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurde auf Basis der voraussichtlichen Bestandsdauer und Entwicklung der erworbenen Unternehmen sowie ihrer branchenspezifischen Absatz- und Beschaffungsmärkte bzw. sonstiger betriebsindividueller Umstände der einbezogenen Einheit bestimmt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 253 Abs. 3 HGB). Diese erfolgen nach der linearen Methode. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt.

Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden auf der Passivseite als Sonderposten ausgewiesen und über die entsprechende Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt.

Die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wurde ab dem 1. Januar 2018 auf Basis des Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen vom 27. Juni 2017 geändert. Unter anderem sieht das Gesetz höhere steuerliche Grenzen für geringwertige Wirtschaftsgüter vor. Um die steuerliche und handelsrechtliche Bilanzierung zu vereinheitlichen, werden geringwertige Wirtschaftsgüter (außer Behälter), die ab dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden, bis zu einem Wert von 250 Euro sofort im Aufwand erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 250 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden unter den entsprechenden Anlagenklassen ausgewiesen. Davon abweichend werden Behälter, die nicht der Ausstattung eines neuen Vertragsgebietes dienen, bis zu einem Wert von 60 Euro sofort aufwandswirksam erfasst und innerhalb der Wertgrenze von 60 Euro bis 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Neuausstattung eines Vertragsgebietes werden Behälter bis zu einem Wert von 800 Euro aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, die bis zum 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, werden wie folgt bilanziert. Wirtschaftsgüter mit einem Wert von über 150 Euro bis 1.000 Euro werden unter den entsprechenden Anlagenklassen ausgewiesen und pauschal über 5 Jahre abgeschrieben. Bei Wirtschaftsgütern mit einem Wert zwischen 60 und 150 Euro erfolgt die Erfassung unter den entsprechenden Anlagenklassen, wobei im Zugangsjahr die Sofortabschreibung vorgenommen wird. Wirtschaftsgüter mit einem Wert von unter 60 Euro werden sofort als Aufwand verbucht.

Bei den Finanzanlagen werden Anteile an assoziierten Unternehmen mit dem anteiligen Reinvermögen (Equity-Methode) nach der Buchwertmethode ausgewiesen. Der im Buchwert enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 20 Jahren linear abgeschrieben. Eine Abschreibungsdauer von 20 Jahren wurde auf Basis der voraussichtlichen Bestandsdauer und Entwicklung der assoziierten Unternehmen sowie ihrer branchenspezifischen Absatz- und Beschaffungsmärkte bestimmt.

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten bzw. zu den um zwischenzeitlich vorzunehmende planmäßige Abschreibungen verminderten fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für bestimmte Vorratsposten werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird gemäß § 253 Abs. 4 HGB verlustfrei bewertet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für drohende Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind - soweit sie un- oder niedrigverzinslich sind - mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 i.V.m. § 298 Abs. 1 und § 306 HGB aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Eine insgesamt nach Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibende Steuerbelastung (passiver Überhang) auf Ebene des Organträgers, beziehungsweise einer nicht zum Organkreis gehörenden Gesellschaft, wird als passive latente Steuer angesetzt. Insofern sich für die nach § 274 HGB ermittelten latenten Steuern insgesamt eine Steuerentlastung (aktiver Überhang) ergibt, wird vom Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet.

Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen (Deckungsvermögen) im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit den entsprechenden passivierten Verpflichtungen. Der aktivische Überhang des Deckungsvermögens ist gemäß § 266 Abs. 2 HGB gesondert ausgewiesen.

Das Genussrechtskapital wurde aufgrund seiner Nachrangigkeit, Langfristigkeit sowie seiner Erfolgsabhängigkeit und Verlustteilnahme als Eigenkapital im Sinne von § 272 HGB ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zum Nennbetrag abzüglich etwaiger vorrangig zu tragender Verlustanteile.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G ab dem Geschäftsjahr 2018) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,21% (i.Vj. 3,68%) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5% (i.Vj. 2,5%) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75% (i.Vj. 1,75%) berücksichtigt.

Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungen mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes sowie die Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit werden als Disagio aktiviert und über die Laufzeit der Verbindlichkeit planmäßig abgeschrieben.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 2 HGB umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Währungsumrechnung unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips sowie des Anschaffungskostenprinzips. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bewertungseinheiten werden gemäß § 254 HGB gebildet. Hierbei schließen Konzerngesellschaften zur Absicherung von Grundgeschäften (Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) gegenläufige Sicherungsgeschäfte ab, um die aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken zu eliminieren. Für die Darstellung der Bewertungseinheit wird grundsätzlich die sogenannte "Einfrierungsmethode" angewandt, nach der für Zeitraum und Umfang der Bewertungseinheit weder Wertschwankungen des Grund- noch des Sicherungsgeschäfts in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Sofern Grundgeschäfte, die bereits durch Devisentermingeschäfte abgesichert sind, durch Gefahrenübergang realisiert werden, erfolgt ein Übergang von der Einfrierungs- zur Durchbuchungsmethode.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises werden in gesonderten Spalten ausgewiesen.

Neben den planmäßigen Abschreibungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 1.212 vorgenommen (i. Vj.: TEUR 0).

Assoziierte Unternehmen

Die ALBA Services Holding GmbH (ASH) sowie die ALBA International Recycling GmbH (AIR) sind wesentliche assoziierte Unternehmen der ALBA Group. Beide Gesellschaften erstellen einen freiwilligen Konzernabschluss. Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Methodenwechsels von Vollkonsolidierung auf at-equity-Bilanzierung im Konzernabschluss der ALBA Group KG werden die Anteile an der AIR und der ASH sowie ihrer Tochterunternehmen zu anteiligen fortgeführten Konzernanschaffungskosten bilanziert. Aus diesem Grund stimmt das anteilige Eigenkapital der im Folgenden für die AIR und ASH dargestellten Konzernbilanz nicht mit dem jeweiligen Equity-Wertansatz überein. Im Folgenden wird eine aggregierte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der beiden Konzerne dargestellt:

ALBA International Recycling GmbH, Berlin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
TEUR
Anlagevermögen 177.497
Umlaufvermögen 84.875
Rechnungsabgrenzungsposten 62
  262.434

Passiva

 
  31.12.2018
  TEUR
Eigenkapital 173.017
Rückstellungen 21.639
Verbindlichkeiten 61.978
Rechnungsabgrenzungsposten 1
Passive latente Steuern 5.799
  262.434

Konzerngewinn- und verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

01.01.2018- 31.12.2018
TEUR
Umsatzerlöse 377.146
Sonstige Erträge 8.412
Materialaufwand -308.966
Personalaufwand -28.627
Abschreibungen -11.774
Sonstige Aufwendungen -35.695
Steuern -1.857
Konzernjahresfehlbetrag -1.361

ALBA Services Holding GmbH, Berlin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
TEUR
Anlagevermögen 385.633
Umlaufvermögen 196.810
Rechnungsabgrenzungsposten 1.761
  584.204

Passiva

 
  31.12.2018
  TEUR
Eigenkapital 271.439
Sonderposten 170
Rückstellungen 133.527
Verbindlichkeiten 147.773
Rechnungsabgrenzungsposten 2.815
Passive latente Steuern 28.480
  584.204

Konzerngewinn- und verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

  01.01.2018 - 31.12.2018
  TEUR
Umsatzerlöse 739.214
Sonstige Erträge 21.346
Materialaufwand -451.378
Personalaufwand -74.798
Abschreibungen -33.592
Sonstige Aufwendungen -219.421
Steuern 910
Konzernjahresfehlbetrag -17.719

Zum 31. Dezember 2018 betragen die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen TEUR 60.528. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 42.344. Darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt TEUR 41.977. Die Summe der negativen Equity-Wertansätze beträgt TEUR 3.615. Die an den assoziierten Unternehmen gehaltenen Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 414 umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 78; i. Vj.: TEUR 168) sowie sonstige Forderungen (TEUR 336; i. Vj.: TEUR 12).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 22.492 betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 9.816; i. Vj.: TEUR 15.788) sowie sonstige Forderungen (TEUR 12.676; i. Vj.: TEUR 10.899).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Darlehensforderungen (TEUR 25.585), Steuererstattungsansprüche (TEUR 7.563), Forderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmensanteilen (TEUR 6.098), Sicherheitseinbehalte im Rahmen des Factoring-Programms (TEUR 3.367) sowie debitorische Kreditoren (TEUR 1.383). Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 18.528 (i. Vj.: TEUR 7.220) und betreffen Darlehensforderungen sowie daraus resultierende Zinsen. Dieser Posten enthält Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.157 (i. Vj.: TEUR 5.710).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor allem vorausbezahlte Beträge für Versicherungen und Bankgebühren.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Kommanditanteile der ALBA Group KG betragen zum 31. Dezember 2018 unverändert TEUR 4.250. Die Kapitalanteile wurden durch die beiden Kommanditisten, die ALBA plc & Co. KGaA, Berlin (Kommanditeinlage TEUR 3.740), sowie die ALBA Finance plc & Co. KGaA, Berlin (Kommanditeinlage TEUR 510), erbracht. Das Grundkapital der Komplementärin ALBA Group Europe plc, London/Großbritannien, beträgt GBP 50.000,00. Zudem sind die Alpsee Ltd. und die Eibsee Ltd., beide mit Sitz in London/Großbritannien, weitere Kommanditisten ohne Kommanditeinlage.

Die Einlagen wurden geleistet.

Das zum 31. Dezember 2017 bestehende Genussrechtskapital mit einem Nennbetrag von TEUR 30.730 wurde im Geschäftsjahr 2018 auf Grundlage einer vorzeitigen Aufhebungsvereinbarung in Höhe von TEUR 5.730 an den Genussrechtsinhaber zurückgezahlt und in Höhe von TEUR 25.000 in ein Darlehen umgewandelt.

Das Konzernjahresergebnis und seine Aufteilung sowie Verwendung sind in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung dargestellt. Der Jahresüberschuss der ALBA Group KG des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von TEUR 12.210 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonderposten

Der Sonderposten beinhaltet Investitionszulagen und Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten und wurden wie folgt bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bzw. des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung berücksichtigt:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Abgezinster Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 18.409 17.639
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen -2.219 -2.270
Saldo 16.190 15.369
Davon entfallen auf    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.371 15.624
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 181 255

Im Zinsaufwand wurden Erträge aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1 mit Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.351 verrechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Diskontierung der Pensionsverpflichtungen mit dem siebenjährigen und dem zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung beträgt TEUR 1.842.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 10.344 betreffen insbesondere Gewerbesteuer und Umsatzsteuer sowie zu einem geringeren Anteil auch Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für sonstige Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 18.527), ausstehende Rechnungen (TEUR 15.609), Altlastensanierung, Rückbauverpflichtungen und Rekultivierung (TEUR 8.429), Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten (TEUR 8.943) sowie für Jahresabschluss- und Rechtsanwaltskosten (TEUR 1.120) gebildet. Ein wesentlicher Teil der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten entfällt auf die Risikovorsorge für eine mögliche Erhöhung der Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre der ALBA SE im Rahmen eines Spruchverfahrens.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

31.12.2018 Gesamtbetrag Laufzeit
TEUR < 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.752 68.253 49.862 637
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.441 86.410 27 4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131 131 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.299 6.299 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 67.060 53.237 9.627 4.196
Summe 278.683 214.330 59.516 4.837
31.12.2017 Gesamtbetrag Laufzeit
TEUR < 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 83.586 32.131 51.199 256
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.511 69.472 39 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 165 165 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.148 7.148 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 53.475 38.572 10.310 4.593
Summe 213.885 147.488 61.548 4.849

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 118.752) sind in Höhe von TEUR 116.511 durch die Verpfändung von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen, Sicherungsübereignung von Anlage- und Umlaufvermögen sowie durch Grundpfandrechte besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 22 abgegrenzte Zinsverpflichtungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 131 resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 12; i. Vj.: TEUR 22) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 119; i. Vj.: TEUR 143).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum Bilanzstichtag TEUR 6.299 und betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.116; i. Vj.: TEUR 4.705) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 1.183; i. Vj.: TEUR 2.444).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Factoring-Programm (TEUR 10.155), Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 29.737), Verbindlichkeiten aus Mietkauf und Finanzierungsleasing (TEUR 10.851), Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 5.780), die Verpflichtung zur Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre der ALBA SE (TEUR 2.156) sowie kreditorische Debitoren (TEUR 826).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 3.710 durch Eigentumsvorbehalte sowie Sicherungsübereignung von beweglichem Sachanlagevermögen besichert.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen die Forfaitierung von Forderungen der Leasingobjektgesellschaften.

Passive latente Steuern

Insgesamt ergibt sich im Konzernabschluss der ALBA Group KG ein Passivüberhang an latenten Steuern, der insbesondere aus passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB resultiert. Die passiven latenten Steuern betreffen vor allem Unterschiede in der Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Anteilen an Kapitalgesellschaften, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Kapitalkonsolidierungsvorgänge. Der Passivüberhang an latenten Steuern wurde teilweise durch aktive latente Steuern gemindert. Ein erheblicher Teil der aktiven latenten Steuern wird jedoch aufgrund eines sich ergebenden Aktivüberhangs und der Nutzung des Wahlrechts nach § 274 HGB in den Einzelabschlüssen in Einklang mit den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht bilanziert. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Verlustvorträgen zur Gewerbesteuer und zur Körperschaftsteuer. Es besteht die überwiegende Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre. Zudem resultieren aktive latente Steuern aus Unterschieden in der Bewertung von Grundstücken sowie immateriellen Vermögenswerten, Pensions- und sonstigen Rückstellungen.

Für die Steuerberechnung wurden die in den jeweiligen Ländern relevanten Ertragsteuersätze verwendet. In Deutschland setzen sich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag zusammen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5% sowie ein effektiver Gewerbesteuersatz von 12,33% bis 16,28% angewandt. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurde in Bezug auf die in einen ertragsteuerlichen Organkreis eingebundenen Unternehmen ein Steuersatz von 15,0% (Organträger ist jeweils eine Kommanditgesellschaft), in Bezug auf die nicht in einen ertragsteuerlichen Organkreis eingebundenen Unternehmen ein kombinierter Ertragssteuersatz von 17,0% bis 32,45% zu Grunde gelegt.

Tabellarisch stellt sich die Veränderung wie folgt dar:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo (passivisch ausgewiesen)
TEUR TEUR TEUR
31.12.2017 300 14.103 13.803
31.12.2018 344 13.717 13.373
Veränderung 44 -386 -430

Haftungsverhältnisse

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Aus Gewährleistungsverträgen 7.226 6.914
Aus Mieteintrittsgarantien 11.739 14.271
Gesamt 18.965 21.185

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den tabellarisch aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Folglich wurden sie nicht in der Bilanz passiviert. Bei den Haftungsverhältnissen aus Gewährleistungsverträgen ist der Eintritt eines Gewährleistungsfalls nicht absehbar. Die Sicherungsnehmer der Mieteintrittsgarantien verfügen über ausreichend Liquidität, sodass auch hier eine Inanspruchnahme der ALBA Group KG nicht erwartet wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 79.799 (davon gegenüber assoziierten Unternehmen TEUR 5.777, i. Vj. TEUR 5.593). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen 75.032 81.057
Bestellobligo und Investitionsvorhaben 4.767 6.704
Gesamt 79.799 87.761

Factoring

Zur Betriebsmittelfinanzierung und Übertragung von Ausfallrisiken nutzen ausgewählte Gesellschaften der ALBA Group ein revolvierendes Factoring-Programm. Im Rahmen dieses Programms veräußern die Gesellschaften (Forderungsverkäufer) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis eines einheitlichen Forderungskaufvertrages an eine Factoring-Gesellschaft (Factor). Der Kaufpreis der Forderungen entspricht deren Nennbetrag abzüglich Zinsen bis zum tatsächlichen Zahlungseingang der Forderung beim Factor bzw. Delkrederefall. Vom Kaufpreis wird für die veräußerten Forderungen ein Sicherheitseinbehalt von regelmäßig 7% des Forderungsnennbetrags einbehalten, der das Veritätsrisiko abdecken soll und bei Zahlungseingang durch den Kunden bzw. im Delkrederefall an den Forderungsverkäufer erstattet wird. Die Vorteile des Factorings liegen insbesondere in einer Verbesserung der Liquidität sowie in der Übertragung des Forderungsausfallrisikos auf den Factor. Im Zeitpunkt des Verkaufs und der Übertragung der Forderungen an den Factor werden die Forderungen ausgebucht und der Sicherheitseinbehalt unter den sonstigen Vermögensgeständen aktiviert. Zum Bilanzstichtag waren von den veräußerten Forderungen TEUR 42.618 durch die Kunden noch nicht beglichen, woraus der ALBA Group KG kein Ausfallrisiko droht.

Derivative Finanzinstrumente

Devisentermingeschäfte

Im Konzern wurden zur Absicherung des Währungsrisikos aus in Fremdwährung fakturierten Lieferungen und Leistungen Devisentermingeschäfte abgeschlossen, denen jeweils ein entsprechendes Grundgeschäft mit gleicher Höhe und Fristigkeit zu Grunde gelegen hat. Der Buchwert der abgesicherten Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet TEUR 3.779. Die Sicherungsinstrumente weisen einen Marktwert von TEUR 1 auf. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde mit der Critical Term Match-Methode nachgewiesen. Die eingegangenen Devisensicherungsgeschäfte haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Warentermingeschäfte

In der ALBA Group bestanden zum Stichtag keine Warentermingeschäfte zur Absicherung von Metallpreisänderungen. Die unterjährig für Metalle abgeschlossenen Warentermingeschäfte befanden sich in einer ökonomischen Sicherungsbeziehung. Handelsrechtliche Bewertungseinheiten wurden zwischen den Warentermingeschäften und den dazugehörigen Grundgeschäften nicht gebildet.

Zur ökonomischen Absicherung des Dieselpreisänderungsrisikos wurde eine Diesel-Option mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 abgeschlossen. Da hier die Voraussetzungen des § 254 HGB zur Bildung einer handelsrechtlichen Bewertungseinheit nicht erfüllt sind, wird die Option frei bilanziert. Zum Bilanzstichtag entsprach der Buchwert der Diesel-Option von TEUR 116 dem Marktwert.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Außenumsatzerlöse (nach Konsolidierung zwischen den Bereichen) entfallen nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf das In- und Ausland:

2018 2017
TEUR TEUR
Inland    
Waste and Metals 854.088 940.620
Services 0 91.254
Finance 1.432 1.735
  855.520 1.033.609
Ausland    
Waste and Metals 232.968 228.559
Services 0 17.375
Finance 16 192
  232.984 246.126
Konzern 1.088.504 1.279.735

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.569 (i. Vj.: TEUR 3.102) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 2.587 (i. Vj.: TEUR 2.517).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.705 (i. Vj. TEUR 1.833) betreffen Pensionsverpflichtungen und andere langfristige Personalrückstellungen (TEUR 1.401; i. Vj.: TEUR 1.386), die zum Teil aktivisch unter dem Posten aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen werden, sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 304; i. Vj.: TEUR 447).

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die in der ALBA Group im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr angefallenen außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen sind in folgenden Posten der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthalten:

2018 2017
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 0 285.507
Personalaufwand 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.563 -2.876
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0
Aufwand aus Garantiedividende für nicht beherrschende Anteile 0 -6.502
Gesamt -1.563 276.129

Die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 stehen zum einen im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2017 erfolgten Veräußerung von Mehrheitsanteilen am Segment Services und an ausgewählten Bereichen des China-Geschäfts sowie der hiermit verbundenen Anpassung der Verwaltungsstruktur der ALBA Group. Zum anderen betreffen die außergewöhnlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2017 die Auswirkungen aus einem im Februar 2018 ergangenen erstinstanzlichen Gerichtsbeschluss in einem Spruchverfahren, das die außenstehenden Aktionäre der ALBA SE angestrengt haben.

Sonstige Angaben

Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand umfasst grundsätzlich die Posten Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und die Wertpapiere des Umlaufvermögens. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr enthält der Finanzmittelbestand ausschließlich Schecks, den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen betragen TEUR 886 (i. Vj.: TEUR 728). Zum Bilanzstichtag unterlag der Finanzmittelbestand keinen Verfügungsbeschränkungen, wie auch im Vorjahr.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird gemäß Ziffer 6 des Gesellschaftsvertrags der ALBA Group KG ausschließlich durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die ALBA Group Europe plc, ausgeübt. Dem Vorstand ("Board of Directors") der persönlich haftenden Gesellschafterin gehörten im Geschäftsjahr 2018 folgende Mitglieder an:

Dr. Axel Schweitzer, CEO, Diplom-Ingenieur, Berlin

Dr. Eric Schweitzer, CEO, Diplom-Kaufmann, Berlin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4.428.

Gesellschafterausschuss

Die ALBA Group KG hat gemäß Ziffer 8.1 ihres Gesellschaftsvertrages einen Gesellschafterausschuss gebildet, dem die Komplementärin sowie die Kommanditisten Alpsee Ltd. und Eibsee Ltd. angehören.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ergibt sich nach Köpfen wie folgt:

2018
Gewerbliche Arbeitnehmer (inklusive 73 Auszubildenden) 3.628
Angestellte (inklusive 54 Auszubildenden) 1.720
  5.348

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Beteiligungsquote entfallen 68 Mitarbeiter auf Gemeinschaftsunternehmen.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter gemäß Vollzeitäquivalent beträgt 5.114.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt EUR 0,5 Mio. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 0,5 Mio.

Befreiung nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB

Die Gesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB in Anspruch nehmen, sind aus der Konzernanteilsbesitzliste ersichtlich.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die ALBA SE, Köln, ist als börsennotiertes Tochterunternehmen der ALBA Group KG zur Abgabe einer Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG verpflichtet. Der Verwaltungsrat der ALBA SE hat im April 2018 seine jährliche Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (www.alba.info/unternehmen/investor-relations-aktionaere-der-alba-se/corporate-governance.html) veröffentlicht und damit öffentlich dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Berlin, 25. März 2019

Vorstand

Dr. Axel Schweitzer

Dr. Eric Schweitzer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.218 0 997 -65 -4.884
2. Geschäfts- oder Firmenwert 154.421 12 0 -6 -1.359
davon Geschäftswerte aus Einzelabschlüssen 17.629 0 0 -6 -1.359
davon Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung 136.792 12 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 7.019 0 4.629 0 0
  285.657 12 5.627 -71 -6.243
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 334.546 0 4.938 -960 -12.501
2. Technische Anlagen und Maschinen 144.543 0 3.989 -458 -15.156
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.385 0 15.704 -1.387 -29.975
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.461 0 3.792 -29 -12
  801.935 0 28.423 -2.833 -57.643
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.185 -80 69 -20 -382
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 614 0 0 0 -614
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 68.852 0 5.003 -29 -2.308
4. Beteiligungen 6.083 0 0 -9 0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 943 0 0 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 0
  79.678 -80 5.072 -58 -3.305
  1.167.271 -68 39.121 -2.961 -67.190
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
Umbuchungen 31.12.2018 01.01.2018 Zugänge Währungsdifferenzen
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.018 121.285 38.819 3.709 -63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14 153.082 71.160 7.296 -5
davon Geschäftswerte aus Einzelabschlüssen 14 16.278 16.164 401 -5
davon Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung 0 136.804 54.996 6.896 0
3. Geleistete Anzahlungen -1.013 10.635 84 0 0
  19 285.001 110.064 11.005 -68
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.663 327.686 192.466 8.165 -317
2. Technische Anlagen und Maschinen 483 133.400 124.820 3.615 -344
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 378 303.105 269.660 17.617 -1.010
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -2.543 5.669 350 0 -6
  -19 769.861 587.297 29.397 -1.677
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 2.773 2.210 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 614 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 71.517 4.804 6.186 0
4. Beteiligungen 0 6.074 3.148 0 -2
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 943 920 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 0 1 0 0 0
  0 81.308 11.696 6.186 -2
  0 1.136.170 709.056 46.588 -1.749
Abschreibungen
Abgänge Zuschreibungen Umbuchungen 31.12.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -4.872 0 0 37.593
2. Geschäfts- oder Firmenwert -1.359 0 0 77.092
davon Geschäftswerte aus Einzelabschlüssen -1.359 0 0 15.200
davon Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung 0 0 0 61.892
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 84
  -6.231 0 0 114.769
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -8.211 -187 57 191.973
2. Technische Anlagen und Maschinen -14.705 0 -32 113.355
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -29.238 0 32 257.061
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 -57 288
  -52.154 -187 0 562.677
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -372 0 0 1.837
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -614 0 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 10.989
4. Beteiligungen 0 0 0 3.146
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 920
6. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
  -987 0 0 16.893
  -59.372 -187 0 694.339
Restbuchwerte
31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.692 85.400
2. Geschäfts- oder Firmenwert 75.993 83.262
davon Geschäftswerte aus Einzelabschlüssen 1.079 1.466
davon Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung 74.912 81.796
3. Geleistete Anzahlungen 10.552 6.936
  170.237 175.598
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.716 142.083
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.042 19.721
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.047 48.727
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.383 4.112
  207.188 214.643
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 937 977
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 60.528 64.048
4. Beteiligungen 2.929 2.935
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 23
6. Sonstige Ausleihungen 1 1
  64.418 67.984
  441.843 458.225

Konzernanteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2018

I. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Anteilseigner Fußnote
  1. Vollkonsolidierte Unternehmen      
1 ALBA Group plc & Co. KG, Berlin 100,00   1) 7)
2 ALBA Berlin GmbH, Berlin 100,00 37 1) 5)
3 ALBA BH d.o.o., Mostar, Bosnien-Herzegowina 100,00 5  
4 ALBA Braunschweig GmbH, Braunschweig 94,00 1 1)
5 ALBA CEE Holding GmbH, Berlin (vormals ALBA Süd Liegenschaften GmbH) 100,00 16  
6 ALBA China Recycling Solutions Ltd., Peking, China 100,00 14  
7 ALBA Cottbus GmbH, Cottbus 100,00 1 1)
8 ALBA Digital Solutions GmbH, Berlin (vormals INTERSEROH Management GmbH) 100,00 1 1)
9 ALBA Dolny Śląsk Sp. z o.o., Wałbrzych, Polen 100,00 30  
10 ALBA Ekoplus Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen 100,00 30  
11 ALBA Environmental Solutions GmbH, Berlin 100,00 1 1)
12 ALBA Europe Holding plc & Co. KG, Berlin (vormals ALBA Süd Grundstücksverwaltungs- plc & Co. KG, Waiblingen) 100,00 1 1)
13 ALBA Ferrous Trading GmbH, Frankfurt am Main 93,26 35 1)
14 ALBA Group Asia Limited, Wanchai, Hongkong 100,00 16  
15 ALBA Heilbronn-Franken plc & Co. KG, Waiblingen 100,00 1 1)
16 ALBA International Holding GmbH, Berlin 100,00 1 1)
17 ALBA Lausitz GmbH, Cottbus 100,00 7 1)
18 ALBA Logistik GmbH, Berlin 100,00 2 1)
19 ALBA Management GmbH, Berlin 100,00 1 1)
20 ALBA Metaal Recycling Nederland B.V., Groningen, Niederlande 93,26 51  
21 ALBA Metall Nord GmbH, Rostock 93,26 35 1)
22 ALBA Metall Süd GmbH, Stuttgart 93,26 35 1)
23 ALBA Miejskie Przedsiębiorstwo Gospodarki Komunalnej Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen 51,08 30  
24 ALBA Miejskie Przedsiębiorstwo Oczyszczania Sp. z o.o., Olkusz, Polen 51,08 23  
25 ALBA Neckar-Alb GmbH & Co. KG, Metzingen 91,00 12 1)
26 ALBA Neckar-Alb Verwaltungs GmbH, Metzingen 91,00 12 6)
27 ALBA Niedersachsen-Anhalt GmbH, Braunschweig 100,00 1 1)
28 ALBA Nord GmbH, Schwerin 94,00 1 1)
29 ALBA Nordbaden GmbH, Karlsruhe 100,00 1 1)
30 ALBA Polska Sp. z o.o., Wrocław, Polen 100,00 5  
31 ALBA Południe Polska Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen 100,00 30  
32 ALBA Przedsiębiorstwo Techniki Sanitarnej Sp. z o.o. w.L., Tychy, Polen (i.L.) 99,66 30  
33 ALBA Re-Life Holding GmbH, Berlin 51,00 16  
34 ALBA Sachsen GmbH, Leipzig (vormals ALBA Leipzig GmbH) 100,00 1 1)
35 ALBA Scrap and Metals Holding GmbH, Berlin 93,26 36 1)
36 ALBA SE, Köln 93,26 1  
37 ALBA Services GmbH & Co. KG, Berlin 100,00 1 1)
38 ALBA Süd Geschäftsführungs GmbH, Waiblingen 100,00 12 4)
39 ALBA Süd GmbH & Co. KG, Waiblingen 100,00 12 1)
40 ALBA Supply Chain Management GmbH, Berlin 100,00 1 1)
41 ALBA Trading CEE Sp. z o.o., Wrocław, Polen 100,00 30  
42 ALBA Uckermark GmbH, Schwedt 51,00 1  
43 ALBA Utility Scrap Solutions GmbH, Rostock (vormals Brillant 2736. GmbH) 93,26 35 1)
44 ALBA Zenica d.o.o., Zenica, Bosnien-Herzegowina 75,00 5  
45 Akanthus Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 100,00 1 1)
46 AVL Abfallverwertung Leipzig GmbH, Leipzig 70,00 34  
47 BIL Leasing GmbH & Co. Radex KG, Pöcking - - 1) 2)
48 documentus GmbH Stuttgart, Stuttgart (vormals Reisswolf Akten- und Datenvernichtungs GmbH) 100,00 39 1)
49 FALSUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf - - 2)
50 HABITUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG, Düsseldorf 94,00 1 1)
51 INTERSEROH Evert Heeren GmbH, Leer 93,26 35 1)
52 INTERSEROH SEROG GmbH, Bous 93,26 35 1)
53 Nenn Entsorgung GmbH & Co. KG, Berlin 100,00 1 1)
54 Nenn Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 100,00 1 1) 3)
55 Przedsiębiorstwo Techniki Sanitarnej ALBA Sp. z o.o., Chorzów, Polen 66,67 30  
56 scrappel GmbH, Berlin 100,00 8  
57 SR Service GmbH, Rostock 70,00 1  
58 TVF Altwert GmbH, Cottbus 93,26 35  
59 Wrocławskie Przedsiębiorstwo Oczyszczania ALBA S.A., Wrocław, Polen 100,00 30  
60 Zamak Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz - - 1) 2)
61 Zamie Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 100,00 39 1)
  2. Gemeinschaftsunternehmen      
62 AWU Abfallwirtschafts-Union Ostprignitz-Ruppin GmbH, Neuruppin 49,00 1  
63 BRAL Reststoff-Bearbeitungs GmbH, Berlin 50,00 1  
  3. Assoziierte Unternehmen      
64 Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH, Torgau 49,00 34  
65 ALBA International Recycling GmbH, Berlin 40,00 16  
66 ALBA Rising Green Fuel (Hong Kong) Limited, Hongkong 50,00 16  
67 ALBA Services Holding GmbH, Berlin 40,00 16  
68 ALL Abfall-Logistik Leipzig GmbH, Leipzig 49,00 34  
69 AWU Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH, Velten 49,00 1  
70 Encory GmbH, Unterschleißheim 25,50 33  
71 HAW Havelländische Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Nauen 49,00 1  
  II. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen      
  1. Verbundene Unternehmen      
72 ALBA Asia Smart Recycling Logistics Limited, Hongkong 100,00 14  
73 ALBA ATOL Sp. z o.o., Krakau, Polen (i.L) 100,00 1  
74 ALBA Europe Holding Verwaltungs plc, Dublin, Irland 100,00 1  
75 ALBA Green Gas Holding Limited, Hongkong 100,00 14  
76 ALBA INFRA Serwis Sp. z o.o., Wroclaw, Polen (i.L.) 100,00 59  
77 ALBA Organizacja Odzysku Opakowan S.A., Wroclaw, Polen 100,00 59  
78 ALBA Przedsiebiorstwo Gospodarki Komunalnej Czeladz Sp. z o.o., Czeladz, Polen 96,40 30  
79 ISR INTERSEROH Italia s.r.l., Venedig, Italien (i.L.) 100,00 16  
80 repaper Sekundärrohstoffe GmbH, Böhlen 51,00 1  
81 Umwelttechnik Strobel GmbH i.L., Bad Saulgau 100,00 1  
  2. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht      
82 Deponiegesellschaft Ostvorpommern GmbH, Spantekow 34,78 28  
83 Rhenus-Zehner GmbH, Heilbronn 50,00 1  
84 Sonderabfall Service Südwest GmbH, Waiblingen 50,00 1  
85 Umwelt-Service Nordschwarzwald GmbH, Nagold 49,00 1  
86 USŁUGI KOMUNALNE WODNIK Sp. z o.o., Breslau, Polen 40,21 59  
87 Ziems Recycling GmbH i.I., Malchow 23,31 21  

1) Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB
2) Zweckgesellschaft, die aufgrund von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wird
3) Persönlich haftende Gesellschafterin der Nenn Entsorgung GmbH & Co. KG, Berlin
4) Persönlich haftende Gesellschafterin der ALBA Süd GmbH & Co.KG, Waiblingen
5) Persönlich haftende Gesellschafterin der ALBA Services GmbH & Co. KG, Berlin
6) Persönlich haftende Gesellschafterin der ALBA Neckar-Alb GmbH & Co. KG, Metzingen
7) Persönlich haftende Gesellschafterin der ALBA Heilbronn-Franken plc & Co. KG, Waiblingen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

ALBA Group plc & Co. KG, Berlin

Inhalt

A. Grundlagen des Konzerns

A.1. Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

A.2. Produkte und Dienstleistungen

A.3. Steuerungssystem

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

B.2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen

B.3. Geschäftsverlauf

B.3.1 Waste and Metals

B.3.2 Services

B.3.3 AIR

B.3.4 Green Fuel

B.4. Lage

B.4.1 Ertragslage

B.4.2 Vermögenslage

B.4.3 Finanzlage

B.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der ALBA Group

C. Chancen- und Risikobericht

C.1. Chancenbericht

C.1.1. Chancenmanagement

C.1.2. Chancen

C.2. Risikobericht

C.2.1. Risikomanagementsystem

C.2.2. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Konzernrechnungslegung

C.2.3. Risikobewertung

C.2.4. Risiken

C.2.5. Gesamtrisikoprofil

D. Weitere Angaben

D.1. Mitarbeiter und soziale Verantwortung

D.2. Umwelt und Nachhaltigkeit

D.3. Forschung und Entwicklung

E. Prognosebericht

E.1. Entwicklung Waste and Metals

E.2. Entwicklung Services

E.3. Entwicklung AIR

E.4. Entwicklung Green Fuel

E.5. Entwicklung des Konzerns

A. Grundlagen des Konzerns

Die ALBA Group ist mit ihren beiden Marken ALBA und Interseroh mit rund 90 Tochter- und Beteiligungsunternehmen (Stand 31. Dezember 2018) in Deutschland und Europa sowie in Asien aktiv. Sie ist einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister sowie Rohstoffversorger weltweit.

Die ALBA Group leistet einen hohen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Laut der 2018 veröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, Oberhausen, konnten durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group allein im Jahr 2017 rund 4,1 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und rund 30,2 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

Zwischen der ALBA SE und der ALBA Group KG bestand zum Bilanzstichtag ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Gemäß diesem Vertrag verpflichtet sich die ALBA Group KG, auf Verlangen eines jeden außenstehenden Aktionärs [*] der ALBA SE dessen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 Euro je Aktie gegen eine Barabfindung in Höhe von 46,38 Euro je ALBA SE-Aktie zu erwerben (Barabfindungsangebot).

Diejenigen außenstehenden Aktionäre der ALBA SE, die das Barabfindungsangebot nicht annehmen, haben für die Dauer des Vertrages Anspruch auf Zahlung einer wiederkehrenden Geldleistung (Ausgleichszahlung). Die Ausgleichszahlung wurde für jedes volle Geschäftsjahr mit brutto 3,94 Euro je ALBA SE-Aktie abzüglich Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Satz (netto 3,25 Euro) ermittelt.

Außenstehende Aktionäre hatten beim Landgericht Köln eine gerichtliche Überprüfung der Barabfindung und Ausgleichszahlung beantragt. Das Gericht hat mit Beschluss vom 23. Februar 2018 entschieden, dass die Abfindung von 46,38 Euro unverändert bestehen bleibt und die Ausgleichszahlung auf brutto 4,91 Euro (netto 4,17 Euro) angehoben wird. Einige außenstehende Aktionäre reichten Beschwerde gegen diese Entscheidung ein. Damit ging das Spruchverfahren in die zweite Instanz.

Die von der ALBA Group KG gehaltenen Aktien sowie der zwischen der ALBA SE und der ALBA Group KG bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gehen kurzfristig auf die ALBA Europe Holding plc & Co. KG (ALBA Europe Holding KG) mit Sitz in Berlin über. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um eine 100%ige Tochtergesellschaft der ALBA Group plc & Co. KG.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde der mit einem internationalen Bankenkonsortium geschlossene Konsortialkreditvertrag von der ALBA Group KG auf die ALBA Europe Holding KG übertragen. Bereits im November 2018 hat diese Gesellschaft die führende Funktion im Cashpooling für den Geschäftsbereich Waste and Metals übernommen.

A.1. Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur

Die ALBA Group ist in vier Geschäftsbereiche unterteilt. Hiervon ist der Geschäftsbereich Waste and Metals von vorrangiger Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da dieser nahezu ausschließlich aus Tochterunternehmen besteht, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Bei den weiteren Geschäftsbereichen Services, AIR und Green Fuel handelt es sich um Unternehmensgruppen, an denen die ALBA Group KG keine Anteilsmehrheit hält und die daher ausschließlich zum Beteiligungsergebnis beitragen.

A.2. Produkte und Dienstleistungen

Waste and Metals

Der Geschäftsbereich Waste and Metals umfasst europäische Gesellschaften, die die Erfassung beziehungsweise die Sammlung sämtlicher Abfallarten, insbesondere von Stahl- und Metallschrott, Papier/ Pappe/ Kartonagen (PPK) sowie Kunststoffen betreiben.

Die Erfassung der Abfälle erfolgt mit eigenen Fahrzeugen und Containern sowohl für Gewerbekunden als auch im Auftrag von Kommunen. Dabei übernimmt der Geschäftsbereich die Abholung, den Transport und die umweltgerechte Entsorgung. Es werden unter anderem Abfallmanagement, -bilanzen und -wirtschaftskonzepte angeboten sowie die Realisierung kundeninterner Logistikkonzepte und produktionsintegrierter Prozesse. Der Bereich umfasst zudem die umweltgerechte und sichere Sonderabfallentsorgung.

Die mit der Erfassung und Sammlung von Schrotten befassten Unternehmen bereiten diese zudem auf. Nach ihrer Aufbereitung werden Stahlwerke, Gießereien und Metallhütten mit Eisen- und Nichteisenmetallen versorgt. Dabei steht Fe (ferrous) für alle Eisen- oder Stahlschrotte und NE für alle Nichteisen-Metallschrotte. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Fraktionen liegt neben den Materialeigenschaften in der unterschiedlichen Wertigkeit, die bei den NE-Metallen deutlich höher ist. Die Aufbereitung von Produktions-, Gewerbe- und Konsumschrott zu hochwertigem Shredder-, Scheren- und Paketierschrott für den internationalen Handel erfolgt in industriellen Anlagen und mit modernen Trenntechniken.

Bei der PPK-Sortierung werden unterschiedliche Papierfraktionen (Qualitäten) aus haushaltsnaher Sammelware gewonnen. Mit Hilfe modernster Sortiertechnik, wie beispielsweise Nahinfrarottechnik, wird eine nahezu 100%ige Ressourceneffizienz erzielt. Insgesamt werden drei Haupt-Papierfraktionen aussortiert: Mischpapier, Kaufhausaltpapier und Deinkingware. Die Deinkingware kann anschließend als Ballen oder lose flexibel vermarktet werden.

Services

Aufgabenfelder der ALBA Services Gruppe sind die Konzeption und Realisation von Erfassungs-, Rückhol- und Kreislaufsystemen für gebrauchte Verpackungen und Produkte, die Betreibung von Anlagen zur Sortierung von Leichtverpackungen (LVP) und zur Aufbereitung von Kunststoffen sowie die Erbringung infrastruktureller, technischer und kaufmännischer Facility-Management Dienstleistungen. Das Dienstleistungsangebot dieser sämtlich in Europa ansässigen Gesellschaften ist in vier Business Center unterteilt - ReCycle, ReDuce, ReThink und ReUse.

Zum Business Center ReCycle gehören die Rücknahme von Transportverpackungen, Verkaufsverpackungen und Papiersäcken, andere Rücknahme- und Lizenzierungssysteme sowie die Entwicklung und Produktion von Recyclingkunststoffen (recycled-resource).

Dem Business Center ReDuce sind die Aktivitäten Mehrwegpooling und Einweg-Pfandlösungen zugeordnet.

Zu ReThink gehört die Dienstleistung Recycling Solutions Interseroh (RSI). Sie umfasst die gesamte Bandbreite des Managements der Filial-, Lager- und Produktionsstättenentsorgung sowie die Verwertung beziehungsweise Vermarktung der gewonnenen Rohstoffe. Im Geschäftsfeld RSI wird ein nach Kundenwünschen individuelles Konzept erarbeitet. Darüber hinaus bietet RSI die Serviceleistung des infrastrukturellen Facility Managements (Winterdienst, Grün-/ Grauflächenpflege) im Lebensmitteleinzelhandel an.

Zum Bereich ReUse gehört die Sammlung und Sortierung von Tintenpatronen und Tonerkartuschen.

Das darüber hinaus bestehende Regional Center ist ein wichtiger Treiber bei der Internationalisierung der Dienstleistungen aus den vier Business Centern in mittel- und osteuropäischen Recyclingmärkten, aber auch für länderspezifische Innovationen und Produktentwicklungen.

Bezogen auf das Geschäftsvolumen sind die Bereiche Transportverpackungen, Verkaufsverpackungen und Recycling Solutions Interseroh von wesentlicher Bedeutung.

Gemeinsam mit einem großen deutschen Automobilhersteller wird zudem das Unternehmen Encory GmbH, Unterschleißheim, zur Wiedergewinnung, Aufbereitung und Vermarkung gebrauchter Kraftfahrzeugteile betrieben. Darüber hinaus bietet Encory Entsorgungslösungen für Kraftfahrzeugteile und -reststoffe sowie damit zusammenhängende Logistik- und Beratungsdienstleistungen an.

AIR

Zum Geschäftsbereich AIR gehören deutsche und asiatische Unternehmen, die unterschiedlichste Abfallarten erfassen bzw. sammeln, diese aufbereiten und vermarkten.

Auf verschiedenen Plätzen werden, ähnlich wie im Geschäftsbereich Waste and Metals, Alt- und Neuschrotte gesammelt (Fe sowie NE-Metalle). Nach ihrer Aufbereitung werden Stahlwerke, Gießereien und Metallhütten mit Eisen- und Nichteisenmetallen versorgt. Die Aufbereitung von Produktions-, Gewerbe- und Konsumschrott zu hochwertigem Shredder-, Scheren- und Paketierschrott für den internationalen Handel erfolgt in industriellen Anlagen und mit modernen Trenntechniken. Darüber hinaus werden durch die Zerlegung von Altfahrzeugen neben Eisen- und Stahlschrotten auch wiederverwertbare Fahrzeugkomponenten für den Gebrauchtwagenmarkt gewonnen (ELV - End-of-Life-Vehicle). Durch die autorisierte Demontage und Lagerung wird privaten wie gewerblichen Kunden am Standort die Möglichkeit gegeben, auf vorhandene Ersatzteilbestände zurückzugreifen.

Weitere wesentliche Abfallarten von AIR sind PPK, Kunststoffe sowie Elektro- und Elektronikschrott (WEEE). Zu den vermarkteten Kunststoffen gehören insbesondere LDPE-Folien, PET, diverse Hartkunststoffe sowie Kunststoffe, die bei der Sortierung von Post-Consumer-Materialien anfallen. Mit PPK werden vornehmlich Papierfabriken in Deutschland beliefert. Kunststoffe werden größtenteils in Deutschland und Europa vermarktet, teils auch nach Asien. Die Handelsaktivitäten werden von den so genannten Handelshäusern abgewickelt. Dies sind im Wesentlichen die ALBA Wertstoffmanagement GmbH, Berlin, und die RDB plastics GmbH, Aukrug. Hinzu kommt eine internationale Tochtergesellschaft in Spanien.

Zum Bereich WEEE zählt neben einer Anlage in Deutschland auch die im März 2018 offiziell eröffnete Recyclinganlage in Hongkong. Die ALBA Group hatte diesen größten Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens im Jahr 2015 gewonnen. Er umfasst neben dem Bau und Betrieb der im Eigentum der Stadt Hongkong stehenden Anlage auch den Aufbau und Betrieb eines flächendeckenden Sammelsystems mit fünf dezentralen Sammelzentren und eigener LKW-Flotte für die Dauer von zehn Jahren. In der Anlage, die die modernste ihrer Art in ganz Südostasien ist, wird der Großteil des "regulierten" Elektronikschrotts der Millionenmetropole Hongkong aufbereitet. Darunter fallen vor allem Haushaltsgroßgeräte wie Klimageräte, Kühlschränke, Waschmaschinen sowie Fernseher und Computer.

Green Fuel

Die deutsche Green Fuel-Sparte beschäftigt sich primär mit der Herstellung und Vermarktung von Ersatzbrennstoffen (auch EBS oder "Green Fuel" genannt) und Recyclingmaterialien aus Hausmüll und Gewerbeabfällen. Diese Geschäftsaktivitäten wurden 2015 an ein Joint Venture übertragen. Die Herstellung von EBS erfolgt in zwei baugleichen Anlagen in Berlin. Diese Anlagen arbeiten nach dem Prinzip der "Mechanisch-Physikalischen Stabilisierung" (MPS). Die Abfälle werden dabei in einem komplexen Verfahren zerkleinert, getrocknet und in nutzbare Komponenten getrennt. Anschließend erfolgt die Aussortierung verwertbarer Rohstoffe, die im Wege der Vermarktung in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Nicht separat verwertbare Bestandteile werden zu Ersatzbrennstoffen mit attraktiven kalorischen und emissionstechnischen Eigenschaften verarbeitet und vermarktet. Zusätzlich zu den MPS Anlagen betreibt die Sparte auch eine thermische Abfallverbrennungsanlage in Ludwigslust.

Die chinesische Green Fuel-Sparte befindet sich noch im Aufbau. Sie ist spezialisiert auf den Know-how-Transfer und den Bau von vergleichbaren Recyclinganlagen im asiatischen Markt. Vor allem die einzigartige Technologie weckt großes Interesse lokaler Regierungen. Die erste Anlage befindet sich im Bau, weitere sind in Planung.

A.3. Steuerungssystem

Zur Steuerung der ALBA Group werden verschiedene Kennzahlen genutzt und auf Konzernebene ermittelt. Diese Kennzahlen werden dem Vorstand der ALBA Group grundsätzlich vierteljährlich vorgelegt.

Steuerungsgrößen

EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)

Anhand dieser Kennzahl misst die ALBA Group Effizienz und Ertragskraft des operativen Geschäfts. Sie wird wie folgt ermittelt: Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungsergebnisse, abzüglich Material- und Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen, sonstige Steuern und Abschreibungen.

Eigenkapitalquote

Anhand der Eigenkapitalquote lässt sich die Kapitalstruktur der ALBA Group bestimmen. Diese Kennzahl wird anhand der Relation von Eigenkapital, zuzüglich des hälftigen Sonderpostens für Investitionszulagen bzw. -zuschüsse zum Anlagevermögen, zur Bilanzsumme ermittelt. Diese Steuerungsgröße entfällt ab 2019 aufgrund der Änderung der Finanzierungsstruktur.

Investitionen

Die absolute Größe der getätigten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zeigt die langfristige Bindung finanzieller Mittel im Anlagevermögen ohne Finanzierungsleasing. Bei Investitionsentscheidungen steht die zielgerichtete Verwendung der Finanzmittel im Mittelpunkt.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Waste and Metals

Die thermische Verwertung war im Berichtsjahr weiterhin durch hohe Kapazitätsauslastungen gekennzeichnet, bedingt durch die gute Konjunktur im produzierenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft sowie durch nach wie vor hohe Abfallimporte aus dem europäischen Ausland. Entsprechend erhöhten die Betreiber der Verbrennungsanlagen die Preise für die angenommenen Abfälle im Berichtsjahr.

Viele Müllverbrennungsanlagen nahmen keine oder nur noch sehr eingeschränkt zusätzliche Abfallkontingente an. Die Anfahrtswege zu Müllverbrennungsanlagen, die noch Abfälle annahmen, verlängerten sich damit.

In Polen besteht seit Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie Mitte 2013 ein intensiver Wettbewerb um Gewerbekunden. Dem gegenüber steht eine positive konjunkturelle Entwicklung. Aufgrund der Wertstoffmarktentwicklung gibt es deutliche Preiskorrekturen bei nahezu allen stofflichen Fraktionen. Die Kommunen vergeben Aufträge zunehmend intern (inhouse), was zu einer Verknappung des Marktes für Kommunaldienstleistungen führt.

Die globale Erzeugung von Rohstahl wuchs laut Weltstahlverband 2018 gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 1,808 Mrd. Tonnen. Sie erhöhte sich in allen Regionen der Welt, außer in der EU. Hier sank sie um 0,3% auf 168,1 Mio. Tonnen. In Deutschland reduzierte sich die Rohstahlproduktion um 2,0% gegenüber dem Vorjahr auf 42,4 Mio. Tonnen. Chinas Anteil an der weltweiten Rohstahlerzeugung erhöhte sich 2018 auf 51,3% (i. Vj.: 50,3%). Die indische Stahlproduktion stieg 2018 um 4,9% auf 106,5 Mio. Tonnen. Dadurch wurde Indien global zum zweitgrößten Stahlerzeuger und löste Japan auf dieser Position ab.

Auch 2018 war geprägt von weltweiten Überkapazitäten in der Stahlproduktion und der protektionistischen US-amerikanischen Politik. Der heiße Sommer in Deutschland sorgte mehrere Monate lang für Niedrigwasser in den Flüssen und damit mangels alternativer Transportmöglichkeiten für eine angespannte Lage in der Absteuerung von Erzeugnissen. Davon war auch die Recyclingbranche betroffen.

Gemäß Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) betrug der Durchschnittspreis für die Leitschrottsorte 2 im Geschäftsjahr 2018 264,90 Euro pro Tonne und lag damit um 29,30 Euro oder 12,4% über dem Durchschnittspreis von 2017 (235,60 Euro pro Tonne).

Auch die Durchschnittspreise für Nichteisen-Metalle stiegen 2018 im Vergleich zum Vorjahr. Der Preis für Aluminium erhöhte sich im Zwölf-Monats-Mittel um 2,5% auf 1.787 Euro pro Tonne, während der durchschnittliche Preis für eine Tonne Kupfer um 1,2% auf 5.521 Euro und der Durchschnittspreis für eine Tonne Nickel um 20,6% auf 11.114 Euro kletterten. Die Preise stiegen allerdings im ersten Halbjahr, im zweiten Halbjahr war ein deutlicher Abschwung festzustellen.

Die durchschnittlichen Preise für die Fraktion PPK lagen im Berichtsjahr je nach Sorte zwischen 12 und 70% unter den Durchschnittspreisen des Jahres 2017. Der Preisverfall für Kunststoffe hielt auch 2018 an. Verantwortlich dafür war im Wesentlichen der vollständige Importstopp für Altkunststoffe nach China und die damit verbundene weitere Reduzierung der Verwertungskapazitäten.

Services

Im Bereich Services herrschte auch in diesem Berichtsjahr ein preisintensiver Wettbewerb. Bei den Altkunststoffen sowie bei PPK kam es im Berichtsjahr zu einer Verknappung der Absatzmärkte und demzufolge zu einem Preisverfall. Ein Jahr nach dem Inkrafttreten strenger chinesischer Importregeln für Abfälle sind die deutschen Ausfuhren von Kunststoffabfällen eingebrochen. Die Preise für Weißblech und Aluminium litten unter den amerikanischen Strafzöllen und die Handelswege änderten sich aufgrund dessen 2018 massiv. Für die aus der Fraktion LVP aussortierten Wertstoffe gab es nur sehr begrenzt Abnehmer, so dass sich die Abhängigkeit erhöhte.

Der Sorting-Bereich stand im abgelaufenen Geschäftsjahr vor der Herausforderung, die bestehenden Sortieranlagen technisch weiter zu entwickeln, um die vorgeschriebenen höheren Recyclingquoten des neuen VerpackG ab 2019 zu erfüllen.

An der Spitze des Facility-Management-Marktes haben sich durch diverse Übernahmen und Verschmelzungen große Dienstleistungsanbieter gebildet. Der Gesamtmarkt ist allerdings weiterhin sehr heterogen.

AIR

Die Rahmenbedingungen für den Geschäftsbereich AIR decken sich zu weiten Teilen mit denen des Geschäftsbereichs Waste and Metals.

Zudem ist der Bereich der Altfahrzeugverwertung unverändert gekennzeichnet von hohen Umweltauflagen durch die EU-Verordnung 2000/53/EC, die seit 2015 Quoten von 85% für die Wiederverwendung und das Recycling bzw. 95% für die Verwertung stillgelegter Autos vorsieht. Bei über 40 Millionen zugelassener Pkw und leichter Nutzfahrzeuge innerhalb Deutschlands beträgt die Anzahl ausgemusterter Altfahrzeuge rund eine halbe Million pro Jahr. Europaweit beläuft sich deren Anzahl jährlich auf über sechs Millionen.

Green Fuel

Im Verlauf des Jahres stiegen die Verkaufspreise für Schrotte, während die Verwertungspreise für Ersatzbrennstoffe leicht sanken.

B.2. Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen

Zum 1. Juli 2018 trat eine Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes (BFStrMG) in Kraft. An diesem Stichtag wurde die LKW-Maut, die bisher nur auf Autobahnen und einzelnen Bundesstraßen galt, auf alle 40.000 Kilometer Bundesstraßen ausgeweitet. Für Abfallsammelfahrzeuge ist eine Ausnahme nach § 1, Ziff. 2 BFStrMG nicht vorgesehen. Die mautbedingten Kosten der ALBA Group werden folglich entsprechend der Nutzung mautpflichtiger Straßen steigen.

Außerdem hat der Deutsche Bundestag am 18. Oktober 2018 die Erhöhung der Mautsätze zum 1. Januar 2019 beschlossen.

Seit dem 1. Januar 2019 sind mit dem neu in Kraft getretenen Verpackungsgesetz (VerpackG) deutlich höhere Recyclingquoten vorgesehen (§16 Absatz 2).

Bereits am 1. August 2017 trat die Novelle der Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Sie schreibt die verpflichtende Getrennthaltung vieler Abfälle, deutlich anspruchsvollere Recyclingquoten und Mindestanforderungen für Sortieranlagen vor. Am 1. Januar 2019 traten § 4 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 sowie Absatz 3 bis 6 in Kraft, wodurch weitergehende Anforderungen an die Vorbehandlung und die hierzu einzusetzenden Anlagen statuiert wurden.

B.3. Geschäftsverlauf

B.3.1 Waste and Metals

Die Gesellschaften des Geschäftsfelds Waste Operations sind vor allem in Deutschland und Polen aktiv.

Im Norden Deutschlands entwickelte sich das Entsorgungsgeschäft auf einem konstanten Niveau. Das Gewerbegeschäft profitierte weiterhin von der guten Auftragslage in der deutschen Bauwirtschaft. Sinkende Preise für die Fraktion PPK und der anhaltende Preisverfall für Kunststoffe führten jedoch zu erhöhtem Margendruck im Gewerbe- wie auch im Kommunalgeschäft. In Süddeutschland verschärfte sich die Situation in den Verbrennungsanlagen für angenommene Abfälle weiter. Eine große Zahl außerplanmäßiger und verlängerter Revisionen bedingte steigende Preise für angenommene Abfälle und längeren Anfahrtswege zu den Müllverbrennungsanlagen. Die dadurch entstandenen höheren Kosten konnten nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Zudem führten auch hier die sinkenden Preise für PPK und Kunststoffe zu erhöhtem Margendruck. Diese Entwicklungen wirkten sich negativ auf die Profitabilität aus.

Im Entsorgungsgeschäft in Polen gelang es der ALBA Group, auch im Jahr 2018 mehrere Gemeindeausschreibungen für die haushaltsnahe Entsorgung erstmalig oder erneut zu gewinnen. Der zunehmende Wettbewerbsdruck und die steigenden Verwertungspreise für angenommene Abfälle forderten eine weitere Verbesserung der internen Abläufe; dank dieser konnte die Profitabilität leicht erhöht werden. Die der ALBA Group gehörenden RIPOK-Anlagen (regionale Anlagen zur Behandlung kommunaler Abfälle) waren im Jahr 2018 voll ausgelastet und erwirtschafteten die geplanten Ergebnisse. Fallende Wertstoffpreise und steigende Verwertungspreise führten zu einer leicht rückläufigen Profitabilität der Gewerbe-Sparte.

Das Geschäftsfeld Scrap and Metals war im Vorjahr geprägt von der Überführung einzelner Gesellschaften in das Joint Venture AIR sowie dem Verkauf der Europe Metals B.V. Trotz der grundsätzlich guten Lage auf dem Stahl- und Metallmarkt entwickelte sich das Geschäftsfeld nicht ganz wie erwartet. Durch Absteuerungsengpässe in Folge des langanhaltenden Niedrigwassers sanken die Fe-Mengen im Berichtsjahr 2018. Die NE-Mengen lagen ebenfalls unter Vorjahr, primär bedingt durch die oben genannten Konsolidierungskreisänderungen.

B.3.2 Services

Im Bereich Transportverpackungen war das Geschäftsjahr 2018 geprägt von einem schwächeren Vermarktungsumfeld im Bereich Folie und PPK, was sich entsprechend auf die Ergebnislage auswirkte.

Eine Vergrößerung des Marktanteils des Dualen Systems Interseroh durch Neukundenakquisitionen resultierte in höheren Umsätzen in 2018 im Bereich der Verkaufsverpackungen. Demgegenüber belasteten gestiegene Entsorgungskosten sowie rückläufige Margen das Ergebnis in 2018.

Die Business Unit RSI konnte rückläufige Vermarktungserlöse aus den Bereichen Folie und PPK durch positive Effekte im Bereich der PET-Vermarktung sowie geringere Sachkosten kompensieren.

Die Auslastung der LVP-Sortieranlagen lag 2018 auf hohem Niveau, erreichte jedoch nicht ganz die Auslastung des Jahres 2017. Vor dem Hintergrund des seit 2019 geltenden VerpackG bestimmte ein harter Wettbewerb um die Sortiermengen sowie ein schwächeres Marktumfeld im Bereich der Kunststoffvermarktung die operative Entwicklung im Berichtsjahr. Zusätzliche Projekt- und Anlaufkosten für eine weitere Sortieranlage beeinflussten ebenfalls das Ergebnis.

Ein weiterhin schwaches Marktumfeld im Bereich Recycled Resource und damit ein niedriges Vermarktungspreisniveau belasteten das Ergebnis 2018. Gegenüber dem Vorjahr konnten allerdings die Absatzmengen durch Neukundengewinnung gesteigert werden. Dadurch wurden die negativen Preiseffekte überkompensiert.

Der Umsatz im Facility Management lag durch Akquiseerfolge im Neukundengeschäft über dem Vorjahresniveau. Gegenläufig wirkten sich gestiegene Sach- und Personalkosten auf das Ergebnis aus.

Ein langsamerer Roll-out der Geschäftsmodelle sowie zusätzliche Projektkosten beeinträchtigte das Ergebnis im Bereich Encory 2018.

B.3.3 AIR

Im Stahl- und Metallrecycling sowie in der Altfahrzeugverwertung profitierte AIR im Berichtsjahr von den positiven Rahmenbedingungen auf dem Stahl- und Metallmarkt. Durch die Fokussierung auf margenträchtige Geschäfte und ein effektives Positions- und Bestandsmanagement wurde das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Mengen bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Geschäftsfeld WEEE entwickelte sich 2018 sehr erfreulich. In Deutschland führten die positiven Einflüsse aus dem Stahl- und Metallmarkt, die effiziente Aufbereitung von Kühlgeräten in der Pentananlage sowie von elektronischen Geräten zu einer Ergebnisverbesserung. Die Inbetriebnahme der Behandlungs- und Verwertungsanlage von Elektro- und Elektronikschrott in Hongkong trug im Berichtsjahr ebenfalls zu einer positiven Ergebnisentwicklung bei.

Der PPK-Absatz konnte gegenüber dem Vorjahr geringfügig gesteigert werden, wobei die reduzierten Exportmöglichkeiten nach China und die Überkapazitäten in Europa die Profitabilität belasteten.

Trotz der 2018 weiterhin schwierigen Situation in der Vermarktung von Folien und Sondersorten auf dem chinesischen Markt lagen die Mengen aufgrund der Erschließung neuer Absatzmärkte nur marginal unter Vorjahresniveau. Die Profitabilität des Handels mit EPS (Expandiertes Polystyrol, Schaumstoff) wurde im Zuge der reduzierten Verfügbarkeit durch hohe Einkaufspreise im Berichtsjahr belastet.

B.3.4 Green Fuel

Gegenüber dem Vorjahr konnten rückläufige Mengen im Geschäftsfeld Green Fuel Deutschland durch höhere Preise kompensiert werden, während gestiegene Sachkosten das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr negativ beeinflussten.

Das Geschäftsfeld Green Fuel Asien war im laufenden Jahr weiterhin durch Projektkosten für den Bau der ersten Anlage geprägt.

B.4. Lage

B.4.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der ALBA Group sind gegenüber dem Vorjahr um 191,2 Mio. Euro (14,9%) auf 1.088,5 Mio. Euro (i. Vj.: 1.279,7 Mio. Euro) zurückgegangen. Diese Umsatzminderung ist primär auf die Ende März 2017 erfolgte Überführung einzelner Gesellschaften in die Joint Ventures AIR und Services sowie den Verkauf der beiden Europe Metals Gesellschaften zurückzuführen.

Die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Mio. Euro vermindert. Dies resultiert insbesondere daraus, dass im ersten Quartal 2017 der auftragsbezogene Bau einer Recyclinganlage durch eine entkonsolidierte AIR Gesellschaft enthalten ist.

Der Materialaufwand in Höhe von 687,5 Mio. Euro sank mit 17,3% gegenüber dem Vorjahr (830,9 Mio. Euro) stärker als die Umsatzerlöse und verbesserte damit gleichzeitig die Materialaufwandsquote.

Der Rückgang der sonstigen betriebliche Erträge (-283,0 Mio. Euro), der Personalaufwendungen (-19,8 Mio. Euro) sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-17,6 Mio. Euro) resultiert im Wesentlichen aus den Konsolidierungskreisänderungen im ersten Quartal des Vorjahres.

Aufgrund der in 2017 veräußerten Gesellschaften sowie der zurückhaltenden Investitionspolitik, haben sich die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mio. Euro (17,5%) auf 40,4 Mio. Euro vermindert.

Das Beteiligungsergebnis beträgt im Geschäftsjahr -2,8 Mio. Euro (i.Vj. 0,0 Mio. Euro) und blieb damit insbesondere aufgrund des rückläufigen Ergebnisses des Geschäftsbereiches Services hinter den Erwartungen. Das anteilige Ergebnis wurde durch planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf stille Reserven auf Konzernebene überkompensiert.

Das EBIT reduzierte sich auch aufgrund des Wegfallens der transaktionsbedingten Sondereffekte des Vorjahres um 295,5 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro und erfüllt damit nahezu die Prognose.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 16,4 Mio. Euro (60,8%) auf -10,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen für das Konsortialdarlehen sowie auf reduzierte Genussrechtsvergütung und Garantiedividenden zurückzuführen ist.

Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf 0,5 Mio. Euro (i. Vj.: 270,7 Mio. Euro). Hier sind Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 5,1 Mio. Euro (i. Vj.: 14,1 Mio. Euro) enthalten.

B.4.2 Vermögenslage

Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 bewegt sich die Bilanzsumme mit 669,9 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (i. Vj. 669,3 Mio. Euro).

Das Anlagevermögen hat sich um 16,4 Mio. Euro reduziert. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände verringerte sich dabei um 5,4 Mio. Euro, der Buchwert der Sachanlagen um 7,5 Mio. Euro. Dies ist größtenteils auf planmäßige Abschreibungen sowie in geringem Umfang auf Abgänge zurückzuführen, die die laufenden Investitionen überstiegen. Zudem ist der Buchwert der Finanzanlagen um 3,6 Mio. Euro gesunken, was vor allem aus der Entwicklung der assoziierten Unternehmen resultiert.

Das Umlaufvermögen stieg um 17,4 Mio. Euro, primär eine Folge des Anstiegs der Bankguthaben um 19,7 Mio. Euro.

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital um 49,9 Mio. Euro auf 282,2 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurde das Genussrechtskapital teilweise zurückgezahlt (5,7 Mio. Euro) und der Restbetrag in ein Darlehen umgewandelt (25,0 Mio. Euro). Darüber hinaus erfolgte eine Entnahme der Gesellschafter in Höhe von 20,0 Mio. Euro. Daher sank die Eigenkapitalquote, anders als prognostiziert, im Vergleich zum 31. Dezember 2017 von 49,7% auf 42,2%.

Bei den Steuerrückstellungen überstiegen die Inanspruchnahmen sowie die Auflösungen die Zuführungen um 7,8 Mio. Euro und führten zu einem entsprechenden Rückgang.

Die Summe der Verbindlichkeiten stieg im Geschäftsjahr 2018 um 64,8 Mio. Euro (30,3%). Ein Grund dafür ist der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 35,2 Mio. Euro auf 118,8 Mio. Euro. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 16,9 Mio. Euro sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,6 Mio. Euro. Letzteres resultiert insbesondere aus der oben erwähnten Umwandlung von Genussrechtskapital in ein Darlehen. Gegenläufig reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Factoring sowie aus Genussrechtsvergütung.

B.4.3 Finanzlage

Finanzmanagement

Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität jedes einzelnen Geschäftsbereiches sowie der ALBA Group KG selbst sicherzustellen, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Geschäftsbereiche sind selbständig finanziert. Die Unternehmen des Geschäftsbereiches Waste and Metals nehmen seit November 2018 an einem eigenen Cashpooling-Verfahren teil. Die ALBA Group KG finanziert sich durch Ausschüttungen aus den Geschäftsbereichen.

Die zuvor bereits beschriebene Übertragung des Konsortialkreditvertrages auf die ALBA Europe Holding KG, die seit Anfang 2019 die Holdingfunktion für den Geschäftsbereich Waste and Metals wahrnimmt, erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019. Gleichzeitig wurde die Laufzeit des Kreditvertrags bis zum 30. Dezember 2023 verlängert.

Die Verzinsung dieses Konsortialkredits erfolgt auf Basis des EURIBOR zuzüglich einer Marge. Es bestehen bankenübliche Covenants. Die Besicherung erfolgt ausschließlich durch die Verpfändung von Geschäftsanteilen an Unternehmen des Geschäftsbereiches Waste and Metals.

Im Rahmen der Liquiditätsplanung wurden u.a. auch weitere potenzielle Aktienandienungen von Aktionären der ALBA SE sowie die Finanzierung der allgemeinen Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Es sind ausreichend freie Kreditlinien verfügbar.

Weitere Informationen zur Steuerung der Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken finden sich unter C. Chancen- und Risikobericht.

Zur Betriebsmittelfinanzierung und Übertragung von Ausfallrisiken nutzen ausgewählte Gesellschaften der ALBA Group ein revolvierendes Factoring-Programm. Im Rahmen dieses Programms veräußern die Gesellschaften (Forderungsverkäufer) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis eines einheitlichen Forderungskaufvertrages an eine Factoring-Gesellschaft (Factor).

Der Kaufpreis der Forderungen entspricht deren Nennbetrag abzüglich Zinsen bis zum tatsächlichen Zahlungseingang der Forderung beim Factor bzw. Delkrederefall. Vom Kaufpreis wird für die veräußerten Forderungen ein Sicherheitseinbehalt von regelmäßig 7% des Forderungsnennbetrags einbehalten, der das Veritätsrisiko abdecken soll und bei Zahlungseingang durch den Kunden bzw. im Delkrederefall an den Forderungsverkäufer erstattet wird. Die Vorteile des Factorings liegen insbesondere in einer Verbesserung der Liquidität sowie in der Übertragung des Forderungsausfallrisikos auf den Factor.

Im Zeitpunkt des Verkaufs und der Übertragung der Forderungen an den Factor werden die Forderungen ausgebucht und der Sicherheitseinbehalt unter den sonstigen Vermögensgeständen aktiviert. Zum Bilanzstichtag waren von den veräußerten Forderungen 42,6 Mio. Euro (i. Vj.: 34,4 Mio. Euro) seitens der Kunden noch nicht beglichen.

Cash-Flows

Nachfolgend werden die in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit analysiert. Mit einem Betrag von 64,2 Mio. Euro liegt der Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit im Jahr 2018 um 6,5 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Maßgeblich hierfür ist vor allem die geringere Mittelbindung im Working Capital (Saldo aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

Der Saldo aus Ein- und Auszahlungen im Rahmen der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr -36,1 Mio. Euro (i. Vj.: 343,8 Mio. Euro). Die zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 30,7 Mio. Euro (i. Vj.: 29,3 Mio. Euro) und fielen damit niedriger aus als prognostiziert. Diesen Investitionen stehen 2,3 Mio. Euro (i. Vj.: 5,9 Mio. Euro) Einnahmen aus Anlagenabgängen gegenüber. Zudem wurden Einzahlungen von 6,1 Mio. Euro im Zusammenhang mit Asset Deals erzielt, die im Wesentlichen aus einem Standortverkauf resultieren.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich per Saldo Auszahlungen in Höhe von 8,3 Mio. Euro (i. Vj.: 419,5 Mio. Euro). Während 2017 infolge der M&A Transaktionen die Unternehmensanleihe (203,0 Mio. Euro) sowie Bankverbindlichkeiten (182,5 Mio. Euro) getilgt werden konnten, begründeten im Berichtsjahr Entnahmen der Gesellschafter und die teilweise Rückzahlung von Genussrechten den geringen Mittelabfluss.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst in der Kapitalflussrechnung die in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von 28,4 Mio. Euro (i. Vj.: 8,7 Mio. Euro).

B.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der ALBA Group

Das operative Geschäft hat sich im Berichtsjahr überwiegend plangemäß entwickelt. Wie erwartet konnte das Konzernergebnis des Vorjahres bei weitem nicht erreicht werden, da hier in erheblichem Umfang transaktionsbedingte Sondereffekte enthalten waren. Dennoch erzielte die ALBA Group nach 2017 im Berichtsjahr erneut ein positives Konzernergebnis und bestätigt somit die positive Gesamtentwicklung.

Das Konzerneigenkapital der ALBA Group befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Es stehen ausreichende Finanzmittel zur Verfügung.

C. Chancen- und Risikobericht

C.1. Chancenbericht

C.1.1. Chancenmanagement

Die ALBA Group agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum der ALBA Group.

Im Rahmen des Chancenmanagements werden Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umfeldszenarien ausgewertet. Des Weiteren befasst sich die ALBA Group mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Strukturkosten sowie den potenziellen Erfolgsfaktoren der Branche.

Die ALBA Group verfügt über solide Steuerungsstrukturen. Diese stellen sicher, dass Chancen auf der Basis ihrer Potenziale, der notwendigen Investitionen und ihres Risikoprofils bewertet und verfolgt werden. Sofern es wahrscheinlich ist, dass Chancen eintreten, hat die ALBA Group dies bereits in ihre Geschäftspläne aufgenommen. Der nachfolgende Abschnitt konzentriert sich daher auf zukünftige Trends oder Ereignisse, die zu einer für die ALBA Group positiven Abweichung zum Ausblick für das neue Geschäftsjahr führen können.

C.1.2. Chancen

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Fe- und NE-Märkte für Schrotte besser als erwartet entwickeln und hierdurch operative Chancen genutzt werden können. Steigen die Preise für das im Hochofenverfahren verwendete Eisenerz weiter an und steuern die Vorgaben der EU weiter auf CO 2-Reduzierung hin, könnte die Elektrostahlproduktion, bei der vornehmlich Stahlschrotte eingesetzt werden, zunehmen. Dies würde zu steigenden Preisen für alle Stahlschrotte führen.

Zudem kann die novellierte Gewerbeabfallverordnung aufgrund der nun erforderlichen Getrenntsammlung von Gewerbeabfall und Nachrüstung der Vorbehandlungsanlagen zu einer Marktbereinigung und einem höheren Mengenaufkommen führen.

C.2. Risikobericht

C.2.1. Risikomanagementsystem

Grundsätze

Als international agierende Unternehmensgruppe der Recyclingbranche ist die ALBA Group neben diversen Chancen auch einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unter dem Begriff "Risiko" werden alle Ereignisse und Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens verstanden, die sich im Rahmen eines vorgegebenen Betrachtungszeitraums nachteilig auf die prognostizierte Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage auswirken können.

Ziel ist nicht die Vermeidung aller Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen aufgrund umfassender Kenntnisse der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen. Die Steuerung dieser Risiken ist unter Beachtung von Grenzen für die Risikobereitschaft Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg. Unternehmerische Risiken werden nur eingegangen, wenn diese kalkulierbar sind und die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen.

Risikomanagement

Das Chancen- und Risikomanagement ist in der ALBA Group darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu gewährleisten.

Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Steuerung relevanter Chancen und Risiken hat die ALBA Group ein Steuerungs- und Kontrollsystem in einem einheitlichen Risikomanagement festgelegt.

Die Kernbereiche des Risikomanagements sind die strategische und operative Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen, das interne Kontroll- und Compliance-System, das Treasury-Management sowie das Risikofrüherkennungssystem. Die strategische Unternehmensplanung soll unter anderem gewährleisten, langfristige Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren, um geeignete strukturelle Maßnahmen ergreifen zu können. Das interne Berichtswesen ist auf allen Unternehmensebenen darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu liefern. Die gezielte Überwachung und Steuerung der Risiken steht im Fokus des internen Kontrollsystems. Die Aufgaben des Compliance-Systems sind unter anderem die Unterstützung des Managements, um Risiken durch Compliance-Verstöße frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.

Treasury

Als Bestandteil des Risikomanagements ist das Treasury-Management für die generelle Auswahl von Kontrahenten für Finanztransaktionen jeder Art sowie Ausstattung mit Limiten und deren laufende Überprüfung verantwortlich. Darüber hinaus erfolgt die Definition der Steuerung und Überwachung von Länder- und Kontrahentenlimiten zur Begrenzung des Gesamtrisikos. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nur zu Sicherungszwecken, unter anderem gegen Preisänderungsrisiken und Währungsrisiken. Eingesetzt werden nur solche Derivate, die vom Bereich Treasury abgebildet und überwacht werden können und deren buchhalterische Erfassung geklärt ist. Das Treasury-Berichtswesen trägt dazu bei, dass zukünftige Liquiditätsentwicklungen und finanzielle Risikopositionen frühzeitig erkannt werden.

Risikofrüherkennung

Das Risikofrüherkennungssystem der ALBA Group ist ein nachvollziehbares, alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System, das ein systematisches und permanentes Vorgehen mit folgenden Prozesselementen umfasst: Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung dieser Prozesselemente. Es erstreckt sich integrativ auf alle vollkonsolidierten Unternehmen der Geschäftsbereiche und die Zentralbereiche.

Die direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt bei den jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen und den Tochtergesellschaften. Das Management der ALBA Group trägt die Gesamtverantwortung für den konzernweiten Risikofrüherkennungsprozess und legt die Grundsätze für die Risikopolitik fest. Die Risikoverantwortlichen in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sichern die standardisierte Berichterstattung entsprechend der festgelegten Meldewege unter Berücksichtigung der an die Unternehmensgröße angepassten Berichtsgrenzen. Durch die konzernweit standardisierte Vorgehensweise ist die Effizienz und Effektivität des Früherkennungssystems sichergestellt. Die Koordination des Risikofrüherkennungssystems ist im Konzernrechnungswesen der ALBA Group verankert. Von dort werden sowohl die Rahmenbedingungen, Richtlinien und Prozesse vorgegeben als auch die gemeldeten Einzelrisiken aggregiert, kommuniziert und überwacht. In der Konzernrichtlinie Risikofrüherkennungssystem sind alle verbindlichen Vorgaben für den Risikofrüherkennungsprozess definiert.

Die identifizierten Risiken in den Gesellschaften und den Zentralbereichen werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Ergebnis, Liquidität und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems werden diejenigen Risiken betrachtet, bei denen die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadenshöhe festgelegte Berichtsgrenzen übersteigen. Die Risikobetrachtung erfolgt nach der Nettomethode, was bedeutet, dass bereits ergriffene Maßnahmen berücksichtigt werden.

Unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften werden entsprechende Rückstellungen und Wertminderungen im Jahresabschluss erfasst. Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Das Risikoreporting erfolgt quartalsweise mit einer konzernweiten webbasierten Risikomanagementanwendung entlang der definierten Berichtsstruktur. Somit ist eine regelmäßige Überwachung beziehungsweise Nachverfolgung der Risiken und der Maßnahmen sichergestellt. Für plötzlich auftretende, schwerwiegende beziehungsweise existenzgefährdende Risiken besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht.

Regelmäßige Workshops dienen dazu, den Prozess der Risikoberichterstattung zu verbessern und die Mitarbeiter für das Risikomanagement zu sensibilisieren.

Das Risikofrüherkennungssystem wird regelmäßig im Rahmen von internen Prüfungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften auf die Wirksamkeit zur frühzeitigen Erkennung bestandsgefährdender Risiken hin überprüft.

Auch ein angemessenes und funktionsfähiges Risikofrüherkennungs- beziehungsweise Risikomanagementsystem kann keine absolute Sicherheit bezüglich der Vollständigkeit der identifizierten Risiken und der Wirksamkeit der eingesetzten Steuerungsinstrumente garantieren.

Compliance

Compliance-Verstöße können zu Strafen, Sanktionen, Schadenersatzzahlungen, der Abschöpfung von Gewinnen, zum Ausschluss bestimmter Geschäfte, zum Verlust von Lizenzen und Konzessionen oder zu anderen empfindlichen Sanktionen führen. Solche Verstöße schaden der Reputation der ALBA Group und können nachteilige Auswirkungen auf die Auftragserteilung durch Kunden des öffentlichen und des privaten Sektors haben. Dies kann sich auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, negativ auswirken.

Um diesen Risiken zu begegnen, besitzt die ALBA Group ein Compliance-Programm. Das Compliance-Programm wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Führungskräfte und Angestellte der ALBA Group werden regelmäßig in Präsenzschulungen sowie mit einem E-Learning Programm mit den neusten Compliance-Anforderungen vertraut gemacht. Damit soll sichergestellt werden, dass Compliance-Risiken frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Die Einhaltung aller geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen und internen Richtlinien ist verpflichtend. Handlungen, die darauf abzielen, den Wettbewerb zu Gunsten der ALBA Group oder zu Gunsten Dritter außer Kraft zu setzen, werden nicht toleriert.

Die Ressortzuständigkeit für Compliance ist arbeitsteilig allen Zentralbereichen und den Geschäftsbereichsleitungen zugewiesen. In dem für Grundsatzfragen zuständigen Compliance Gremium der ALBA Group sind Repräsentanten verschiedener Zentralbereiche und Geschäftsbereiche vertreten. Das Gremium kümmert sich um die Weiterentwicklung des Compliance Programms und koordiniert die Zusammenarbeit. Insbesondere die Bereiche Recht und Interne Revision kümmern sich um anlassunabhängige Compliance Audits sowie Grundsatzfragen und Ermittlungen in Verdachtsfällen. Beide Bereiche befassen sich zudem mit der Beratung der Geschäftsbereiche und Gruppenunternehmen sowie der Durchführung und Organisation von Präsenzschulungen. Diese Beratung wird von Juristen in einzelnen Tochterunternehmen durch gezielte Beratung vor Ort und mit besonderem Verständnis der lokalen Gegebenheiten und Geschäftsmodelle verstärkt.

C.2.2. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Konzernrechnungslegung

Der Vorstand versteht unter dem internen Kontrollsystem, bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess, alle Strukturen, Maßnahmen und Kontrollprozesse, die darauf ausgerichtet sind, eine zuverlässige Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften beziehungsweise den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten.

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems der Gesellschaft im Hinblick auf die Rechnungslegung sind konzernweit einheitliche Bilanzierungsvorgaben und -prozesse, IT-Sicherheitsrichtlinien und -vorschriften, Organisationsprinzipien und -abläufe. Durch zentrale wie auch dezentrale Schulungen wird sichergestellt, dass die am Rechnungslegungsprozess Beteiligten über die für sie relevanten Kenntnisse verfügen.

Die Kontrollmechanismen unterliegen einem ständigen Optimierungsprozess. Darüber hinaus sind hinsichtlich bestimmter Risiken im Rechnungslegungsprozess verschiedene Kontrollprinzipien wie beispielsweise die Funktionstrennung oder die konsequente Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips verankert. Unabhängig von Umfang und Ausrichtung der eingerichteten Kontrollstrukturen und -prozesse sind dem internen Kontrollsystem Grenzen gesetzt, da es fortlaufend an geänderte Anforderungen und Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Hierzu findet zum Beispiel mindestens einmal pro Jahr eine Überarbeitung der Organisationsrichtlinien statt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt über eine standardisierte Konsolidierungssoftware. Der Großteil der Sachkonteninformationen der einbezogenen Gesellschaften wird nach dem Stichtag aus den jeweiligen Buchhaltungssystemen über eine Schnittstelle in die Konsolidierungssoftware importiert. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten sowie die Abstimmung konzerninterner Salden obliegen der jeweiligen Geschäftsführung. Die Einzelabschlussdaten durchlaufen automatisierte und manuelle Plausibilisierungsprozesse.

Im Rahmen der Konsolidierungsarbeiten zeigt die Konsolidierungssoftware über ein Ampelsystem den aktuellen Status für jede Art von Konsolidierung (Kapital, Aufwand und Ertrag, Schulden etc.) separat für jede Gesellschaft an. Grundsätzlich ist eine Fortführung der Konsolidierungsarbeiten nur möglich, wenn das System im vorherigen Schritt keine Fehler festgestellt hat. Nach Beendigung der Konsolidierungsarbeiten werden verschiedene Plausibilitätsverprobungen mit den generierten Konzernabschlusszahlen vorgenommen. Abschließend erfolgt eine Analyse und Kommentierung des Zahlenwerkes. Zur Erstellung des Konzernlageberichts werden die dafür benötigten Informationen von den Geschäftsbereichen und den Zentralbereichen schriftlich eingeholt, zusammengefasst und den Verantwortlichen zur Prüfung gegeben. Danach wird der Konzernlagebericht dem Vorstand vorgelegt. Zusätzliche Informationen zur Erstellung des Konzernanhangs liefern die Gesellschaften in elektronischer Form zu. Diese werden zentral ausgewertet, aggregiert und vor Übernahme in den Konzernanhang mehreren Plausibilitätsprüfungen unterzogen. Der gesamte Konzernabschluss wird dem Vorstand vorgestellt und von diesem nach Prüfung freigegeben.

C.2.3. Risikobewertung

Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die ALBA Group aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftsziele als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

Risikoklasse Beschreibung Eintrittswahrscheinlichkeit
1 < 5% sehr unwahrscheinlich
2 5% - < 10% unwahrscheinlich
3 10% - < 50% möglich
4 50% - < 70% wahrscheinlich
5 70% - 99% sehr wahrscheinlich

Gemäß dieser Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko definiert als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt, ein sehr wahrscheinliches Risiko als eines, mit dessen Eintritt innerhalb des folgenden Geschäftsjahres zu rechnen ist.

Grad der Auswirkung Definition der negativen Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- oder Ertragslage gemessen am Konzerneigenkapital
A < 1%
B 1% - < 5%
C 5% - < 20%
D 20% - < 50%
E > 50%

Als Bezugsgröße für den Grad der Auswirkung wird das Konzerneigenkapital der ALBA Group zum 31. Dezember 2018 herangezogen.

Gemäß ihren geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren Auswirkungen werden die Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert.

Eintrittswahrscheinlichkeit Grad der Auswirkung
  A B C D E
1 L L L L M
2 L L L M M
3 L L M M H
4 L M M H H
5 L M H H H

L = geringes Risiko

M = mittleres Risiko

H = hohes Risiko

C.2.4. Risiken

Im Folgenden werden die Risikofaktoren der ALBA Group aufgeführt. Sie werden in den nachfolgenden Beschreibungen stärker aggregiert als sie zur internen Steuerung verwendet werden. Die Aufgliederung erfolgt in Anlehnung an das interne Risikomanagement-Berichtssystem.

Beschaffungs- und Absatzrisiken

Weltweite Überkapazitäten in der Stahlproduktion, Billigimporte und geopolitische Krisen beeinflussen die Entwicklung der Stahlproduktion in Europa und damit die Nachfrage nach Schrotten. Aktuell stehen darüber hinaus die politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten von Amerika im Fokus. Die anhaltenden protektionistischen Maßnahmen stellen ein weiteres Risiko dar. Eine Abschottung des US-amerikanischen Marktes hätte direkte Auswirkungen auf die Handelsströme von Stahlproduzenten in Deutschland, was zu einer niedrigeren Nachfrage nach Stahlschrotten führen kann.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein ungeregelter Brexit negative Folgen auf die Wertschöpfungsketten im Stahl- und Metallrecycling mit sich bringt. Des Weiteren sorgt die Dieselaffäre für Unsicherheiten und Produktionsstopps in der Automobilindustrie, was zusätzlichen Druck auf die Mengen und den Preis ausübt. Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Nachfrage der türkischen Stahlindustrie nach verschiedenen Schrottqualitäten stark variiert und nur bedingt planbar ist. Für die Veräußerung hochwertiger Schrotte an die Stahlindustrie werden Vormaterialien in ausreichender Qualität und Menge benötigt. Bei niedrigen Schrottpreisen besteht das Risiko, dass benötigte Mengen nicht ausreichend beschafft werden können. Zusätzlich können Lieferanten ausfallen, was sich ebenfalls negativ auf bestehende Lieferverpflichtungen auswirken dürfte.

Weiterhin ergeben sich Risiken aus steigenden Einkaufspreisen, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können und somit die Kostenstruktur belasten. Durch eine entsprechende enge Zusammenarbeit mit den Kunden wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Auch die chinesische Regierung setzt ihre protektionistische Politik fort. So wurden weitreichende Importstopps beispielsweise für Plastikabfall, Altpapier und verschiedenste Schrotte durchgesetzt, was zum Preisverfall für diese Stoffe geführt hat. Die angeführten Branchen- und Marktrisiken können zu einer Einschränkung der geplanten Ergebnisse führen. Um dem Risiko zu begegnen, werden die Gesamtkonjunktur und die Absatzmärkte kontinuierlich beobachtet. Diese Risiken werden als gering eingestuft.

Risiken der betrieblichen Tätigkeit

An den Anlagen und Maschinen kann es zu Sachschäden und/oder Betriebsunterbrechungen kommen. Insbesondere durch den Umgang mit sperrigem und schwerem Material kommt es zu einer hohen Inanspruchnahme und stärkeren Wartungsintensität vorhandener Umschlaggeräte und Aggregate. Der Ausfall von Produktionsanlagen kann zu Stillstandskosten führen, da mit langen Lieferzeiten bei Ersatzteilen zu rechnen ist. Folgende Auswirkungen sind zu berücksichtigen: Steigendes Working Capital für lagerndes Vormaterial, Reparatur- und Ersatzteilaufwendungen, Dispo- und Transportkosten. Sachschäden und Folgeschäden bei Brand sind durch Versicherungen abzüglich eines Selbstbehalts abgedeckt.

Durch die zurückhaltende Investitionspolitik der letzten Jahre ist das Risiko der Anlagenüberalterung weiter gestiegen. Folglich resultieren daraus erhöhte Instandhaltungsaufwendungen. Diesem Risiko wird durch eine laufende Steuerung der Investitionsmittel und einer bedarfsgerechten Allokation entgegengewirkt.

Durch die Anlagenintensität der Standorte besteht das Risiko von Überkapazitäten insbesondere dann, wenn eine effektive Produktivität der Aggregate mangels fehlender Eingangsmengen nicht gewährleistet ist und Fixkosten somit nicht gedeckt werden können. Dieses Risiko wird durch die Überwachung von Mengenströmen sowie durch das vorgelagerte Positionsmanagement aktiv überwacht und abgemildert.

Sämtliche Standorte sind vollumfänglich als Entsorgungsfachbetriebe zertifiziert. Durch jährliche Auditierung wird gewährleistet, dass die Genehmigungslagen ein aktuelles Bild der tatsächlichen Verhältnisse widerspiegeln. Neu- oder Änderungsgenehmigungen können jedoch durch die Genehmigungsbehörden mit Auflagen versehen werden, aus denen ungeplante Investitionen resultieren können.

Insgesamt werden die Risiken als geringes Risiko eingestuft.

Spruchverfahren

Über die Höhe von Barabfindung und Ausgleichszahlung in Verbindung mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der ALBA Group KG und der ALBA SE ist, wie zuvor beschrieben, beim Landgericht Köln ein Spruchverfahren nach Spruchverfahrensgesetz anhängig. Es besteht das Risiko, dass durch eine finale Gerichtsentscheidung die Ausgleichs- beziehungsweise die Abfindungszahlung erhöht wird. Dieses Risiko wird weiterhin als mittleres Risiko eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich durch Schwankungen der Zahlungsströme. Im Rahmen der täglichen Finanzdisposition werden die liquiden Mittel bedarfsgerecht gesteuert. Zur Deckung des Finanzbedarfs besteht der Konsortialkreditvertrag der ALBA Europe Holding KG. Darüber hinaus erleichtert das Factoring-Programm die Beschaffung kurzfristiger liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit.

Es besteht das Risiko, dass freie Kreditlinien durch das Ausbleiben prognostizierter Entwicklungen abschmelzen. Ein regelmäßiges Liquiditätsreporting soll dieses Risiko minimieren.

Bei der Nichteinhaltung der Kreditvereinbarungen besteht das Risiko, dass ein Margenaufschlag auf den regulären Kreditzins erfolgt.

Ein Forderungsausfallrisiko besteht für Forderungen, die nicht durch eine Warenkreditversicherung (WKV) abgesichert werden können. Bei unzureichender WKV und/ oder einer fehlenden Ausstattung an Sicherheiten ist grundsätzlich kein Geschäft zu tätigen.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft.

Zinsrisiko

Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Änderungen des Marktzinses oder der Zinsmargen. Ein Verstoß gegen eine oder mehrere relevante Vertragsbedingungen des Konsortialkreditvertrages könnte die Zinsmargen erhöhen. Marktzinsrisiko und Zinsmargenrisiko werden als gering eingestuft.

Bewertungsrisiken

Abwertungsrisiken in der Vorratsbewertung durch konjunkturell bedingte Preisschwankungen werden monatlich überwacht. Durch die Vorgabe von Maximalpositionen und einem Working-Capital-Management wird das Risiko zusätzlich minimiert. Diese Risiken werden als gering bewertet.

Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten dazu führen, dass Vermögenswerte wie Geschäfts- oder Firmenwerte oder andere langfristige Vermögenswerte neu bewertet werden müssen. Entsprechend der Veränderung der Faktoren kann ein durchgeführter Impairment-Test zu Abschreibungen führen und das Konzernergebnis belasten. Diese Risiken werden als mittel eingestuft.

Steuerrisiken

Steuerliche Risiken ergeben sich insbesondere aus laufenden und noch ausstehenden Betriebsprüfungen. Kommt es zu Prüfungsfeststellungen, könnten Steuernachzahlungen, Strafen und Zinsen entstehen. In einem systematischen Prozess werden diese Risiken deshalb durch eine defensive Bewertung von Steuererstattungsansprüchen beziehungsweise durch die Bildung von Rückstellungen frühzeitig evaluiert und angemessen berücksichtigt. Die Risiken sind als gering einzustufen.

Personalrisiken

Es besteht das Risiko, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu verlieren. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe wie altersbedingtes Ausscheiden, persönliche Neuorientierung oder Fluktuation, insbesondere bei Restrukturierungsmaßnahmen. Die ALBA Group wirkt diesem Risiko mit einer Reihe von Maßnahmen entgegen. In einem gruppenweiten Talente-Prozess werden besonders qualifizierte Mitarbeiter identifiziert. Mit diesen werden weiterführende Personalgespräche geführt und bei Bedarf Personalentwicklungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt.

Trotz eingerichteter Kontrollsysteme sind dolose Handlungen möglich, die dem Unternehmen schaden können. Auch die eingerichteten Systeme können keine absolute Sicherheit gewährleisten.

Zielgruppenspezifische Maßnahmen sowie die systematische Nachwuchsförderung im kaufmännischen Bereich und die Qualitätssteigerung im Recruiting führen zu einer Verringerung des Personalrisikos.

Die Personalrisiken werden insgesamt als gering eingeschätzt.

Informationstechnische Risiken

Sowohl die komplexe Abwicklung der Geschäftsprozesse als auch die Verwaltungsprozesse werden durch moderne Informationstechnologie gestützt. Dabei spielt die Verfügbarkeit von Daten und Informationen eine zentrale Rolle.

Zum Schutz der Informationen müssen entsprechend gesicherte IT-Systeme und eine zuverlässige IT-Infrastruktur betrieben werden. Risiken, die im Schadensfall eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse aufgrund von IT-System-Ausfällen zur Folge haben oder den Verlust und die Verfälschung von Daten verursachen können, werden deshalb über den gesamten Lebenszyklus der Applikation und IT-Systeme hinweg identifiziert und bewertet. Den wachsenden Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten wird mit vielfältigen präventiven und korrektiven Maßnahmen begegnet. So wurden geeignete Maßnahmen definiert, damit Risiken vermieden oder mögliche Schäden begrenzt werden können. Diese Maßnahmen werden fortlaufend an die sich verändernden Umstände angepasst. Dazu gehört unter anderem, dass die bestehenden IT-Sicherheitssysteme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen regelmäßig optimiert und überprüft werden, um mögliche informationstechnologische Risiken wie den Ausfall des Rechenzentrums oder sonstiger IT-Systeme bereits im Vorfeld zu erkennen beziehungsweise zu minimieren.

Dem stetig wachsenden Gefährdungspotential durch Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffe wird durch einen konsequenten Ausbau der IT-Sicherheit begegnet. Trotz aller Vorkehrungen können Störungen in der Informationstechnologie und dadurch negative Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Risiken werden insgesamt als gering eingestuft.

C.2.5. Gesamtrisikoprofil

Die ALBA Group aggregiert sämtliche gemeldeten Risiken gemäß Risikofrüherkennungsrichtlinie. Auch im Berichtsjahr konnte das Niveau des Risikoprofils stabilisiert werden.

Insgesamt sind die zuvor beschriebenen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit für die ALBA Group bestandsgefährdend.

D. Weitere Angaben

D.1. Mitarbeiter und soziale Verantwortung

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten belief sich im Jahresdurchschnitt 2018 auf 5.114 (FTE) und im Vorjahr auf 5.602. Die Reduzierung ist vor allem auf Änderungen des Konsolidierungskreises im ersten Quartal 2017 zurückzuführen.

Personalentwicklung

Für die Aus- und Weiterbildungsprozesse wurde im Berichtsjahr 2018 ein Learning Management System (LMS) implementiert, mit dem die Weichen für die Anbindung von eLearning gestellt wurden.

Mitte des Jahres 2018 startete das Nachwuchsführungskräfteprogramm ALBA Group PRO in eine neue Runde. ALBA Group PRO richtet sich an ausgewählte High Potentials, die erst kürzlich eine (neue) Führungsposition übernommen haben oder in absehbarer Zeit Führungsaufgaben übernehmen sollen. Die Teilnehmer stammen aus dem Talent Review-Prozess.

Parallel dazu standen 2018 auch die Führungskräfte des Bereichs Logistik im Fokus. In Führungstrainings erhielten die Disponenten Rüstzeug zur Führung der Berufskraftfahrer bzw. bauten bestehende Kompetenzen weiter aus. Für den Fachbereich Vertrieb wurde mit der Konzeption eines fortlaufenden modulartigen Weiterbildungsprogramms begonnen, das im laufenden Jahr umgesetzt werden soll. Gleiches ist perspektivisch auch für die anderen Fachbereiche vorgesehen.

Gleichermaßen hat die ALBA Group im Berichtsjahr 2018 begonnen, die diagnostischen Instrumente zu überarbeiten. Das jährliche Mitarbeitergespräch wurde bereits umfassend überarbeitet. Auch insgesamt wurde 2018 weiter an der Feedbackkultur im Unternehmen gearbeitet, beispielsweise mit dem Vorgesetzten-Feedback, bei dem Mitarbeiter ihre Führungskräfte in einer strukturierten Abfrage beurteilten.

Nachwuchsgewinnung

Die ALBA Group räumt der systematischen Fachkräftegewinnung, -ausbildung und -bindung besonders hohe Priorität ein, da sie diese Themen sowohl als besonders erfolgskritisch als auch herausfordernd erkannt hat. Von großer Relevanz ist dabei das Interesse talentierter Menschen zu wecken, diese für die Mitarbeit zu gewinnen und durch Entwicklungsprogramme im Unternehmen zu halten, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Zu diesem Zweck ging die ALBA Group Kooperationen mit unterschiedlichen Schulen und Hochschulen ein und war auf zielgruppengerechten Veranstaltungen und Internetportalen vertreten.

Die ALBA Group bildete auch im Jahr 2018 Auszubildende und dual Studierende in unterschiedlichen Berufen aus. Den ausgelernten Mitarbeitern werden verschiedene Perspektiven in der Unternehmensgruppe angeboten. Neben einer unbefristeten Übernahme haben leistungsstarke Nachwuchskräfte die Möglichkeit, eine weiterführende Qualifikation wie beispielsweise ein Studium zu absolvieren. Um qualifizierten akademischen Nachwuchs anzusprechen und zu binden, tritt die ALBA Group als "Fair Company" auf, welche für Hochschulpraktika zu fairen Arbeitsbedingungen steht.

Außerdem führt die ALBA Group Traineeprogramme durch. Der Fokus des neu aufgelegten Trainee-Programms liegt auf qualifizierter Projektarbeit im Bereich Projektmanagement & Organisationsentwicklung (PMO). Für ihr besonders gutes Traineeprogramm erhielt die ALBA Group das Siegel "Traineeauszeichnung" von ABSOLVENTA in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Soziale Verantwortung

Seit Jahren engagiert sich ALBA für "KINDerLEBEN", den Verein zur Förderung der Klinik für krebskranke Kinder e.V. in Berlin. Dabei verfolgt ALBA das Ziel, die Versorgung krebskranker Kinder zu optimieren und die Forschung zu unterstützen.

Die INTERSEROH Dienstleistungs GmbH unterstützt seit bereits mehr als 15 Jahren KidS, die Kinderheime der Stadt Köln. In Polen initiierte Interseroh auch 2018 zahlreiche Informationsprojekte im Bereich der Abfallvermeidung und -verwertung.

Außerdem ist die ALBA Group seit 1991 Hauptsponsor und Namensgeber des ALBA Berlin Basketballteams und fördert in diesem Zusammenhang auch die Jugendarbeit des Vereins, insbesondere in sozialen Brennpunkten der Hauptstadt Berlin.

D.2. Umwelt und Nachhaltigkeit

Umwelt und Nachhaltigkeit spielen in der ALBA Group eine zentrale Rolle.

Die ALBA Group hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr für alle mit ihr verbundenen Unternehmen eine neue Studie beim Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen, in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group konnten allein im Jahr 2017 rund 4,1 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und rund 30,2 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

Die ALBA SE, börsennotierte Zwischenholding innerhalb der ALBA Group, erstellt seit 2017 einen nichtfinanziellen Bericht.

Alle deutschen operativ tätigen Einheiten der ALBA Group im Bereich Waste and Metals sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Einige Einheiten erfüllen zudem die Vorgaben der internationalen Normen ISO 9001 (Qualitätsmanagement). Darüber hinaus erhielt die ALBA Metall Nord GmbH im August 2018 für ihren Standort Wilhelmshaven das Zertifikat nach ISO 14001 für das Umweltmanagement und dokumentiert damit die klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie die kontinuierliche Leistungsverbesserung in diesen Bereichen.

Services (im Folgenden Interseroh) legt seit 2013 alle zwei Jahre umfassend Rechenschaft zu seinen sozialen und ökologischen Leistungen ab. 2017 wurde der Bericht dabei erstmals als Online-Nachhaltigkeitsbilanz umgesetzt Zudem sind Teile des Berichts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft. Ergänzend zum Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht Interseroh jährlich auch sein Nachhaltigkeitsmagazin. Zuletzt erschien dieses im Juni 2018. Darüber hinaus wurde im letzten Jahr die überarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht, welche an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet ist.

Das integrierte Managementsystem (Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015, Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015, Arbeitsschutzmanagementsystem nach BS OHSAS 18001:2007) der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde im Juni 2018 einem Überwachungsaudit unterzogen; zudem erfolgte die Rezertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb.

Außerdem hat die INTERSEROH Pool-System GmbH das Hygiene-Kontrollaudit (DIN EN ISO 22000) für die Reinigung von klappbaren Obst- und Gemüsekisten Ende Februar 2018 wiederum erfolgreich bestanden (Lebensmittelsicherheit).

Im Rahmen des Energiedienstleistungs-Gesetzes sind große Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften zur Durchführung von Energieaudits oder der Implementierung von Energiemanagementsystemen verpflichtet. An allen nationalen Standorten der ALBA Group ist ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert, mit dem diese gesetzliche Auflage erfüllt wird.

D.3. Forschung und Entwicklung

In der ALBA Group haben Innovationen und die Weiterentwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle angesichts der Tätigkeitsfelder einen hohen Stellenwert. Forschung und Entwicklung im üblichen Sinne betreibt die Gruppe regelmäßig nicht.

Der Geschäftsbereich Services hat gemeinsam mit Unternehmen der Kunststoffindustrie eine neue Generation von Kunststoffprodukten entwickelt, die zu 100% aus Post-Consumer-Material aus dem Dualen System bestehen. Mit recythen und procyclen bietet die ALBA Group Kunden aus der Industrie hochwertige Recycling-Kunststoffe zur Herstellung neuer Produkte und Verpackungen an. Auch im Berichtsjahr wurden nach individuellen Kundenvorgaben maßgeschneiderte Recyclat-Compounds im Kompetenzzentrum für Kunststoffrecycling im slowenischen Maribor entwickelt. Der Standort ermöglicht der Gruppe als Komplettanbieter, alle Anforderungen der Kunden an die Herstellung moderner Recycling-Kunststoffe aus einer Hand zu bedienen. Neben deutlich reduzierten Entwicklungszeiten bietet die geographische Lage den Vorteil, sowohl den deutschen als auch den gesamten osteuropäischen Markt logistisch optimal abzudecken.

Bei der Entwicklung hochwertiger Kunststoff-Rezyklate für unterschiedliche Marktanforderungen durch mechanisches Recycling von Polyolefinen wurde durch den Einsatz des neuen Systems eines Kooperationspartners der Herstellungsprozess der Recompounds deutlich verkürzt: Ein "One-Extrusion-Process" ermöglicht passgenaue Rezepturen je nach Wunsch des Kunden in nur einem Schritt, statt wie bisher in zwei Schritten. Direkt im Herstellungsprozess werden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40% beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolgt dabei digital und in Echtzeit. Das ermöglicht die Produktion individueller Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen. Zudem senkt der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spart das neue Verfahren bis zu 50% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein.

Darüber hinaus betreibt die ALBA Group in ihrer Firmenzentrale in Berlin ein InnovationLAB zur Digitalisierung der Recyclingbranche. Gemeinsam mit Start-ups wird der Einsatz moderner Technologien, die Vernetzung im "Internet der Dinge" und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vorangetrieben.

E. Prognosebericht

E.1. Entwicklung Waste and Metals

Die Einschätzung der Entwicklung der Geschäftsbereiche der ALBA Group basiert auf derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und wirtschaftlicher Bedingungen auf die operativ tätigen Gesellschaften.

Im Unterschied zu Produktionsbetrieben sind Angaben zu Auftragsbeständen in Unternehmen der Recyclingbranche nicht repräsentativ. Dies gilt auch für die Tochtergesellschaften der ALBA Group.

Im Geschäftsbereich Waste and Metals erstrecken sich die mit Kommunen abgeschlossenen Verträge für Containergestellung und Entsorgungsdienstleistungen über einen befristeten Mehrjahreszeitraum. Die Auftragslage im Gewerbekundenbereich ist sowohl saisonal als auch konjunkturell bedingt. Diese Verträge werden befristet vereinbart. Die Dauer ist dabei abhängig vom jeweiligen Auftrag. Je nach Auftragsgröße werden Ausschreibungen vorgenommen, die durch starken Wettbewerb geprägt sind.

In Bezug auf die gehandelten Rohstoffe werden Kontrakte etwa mit Papierfabriken, Kunststoffproduzenten, Stahlwerken, Metallhütten und Gießereien in Abhängigkeit von der Rohstoffnachfrage kurzfristig geschlossen und erfüllt. Entsprechend ist die Umschlagshäufigkeit der Läger hoch. Hiermit wird potenziellen Preisrückgängen entgegengesteuert.

In Polen haben die infolge der gewonnenen Ausschreibungen geschlossenen Entsorgungsverträge eine Laufzeit zwischen sechs Monaten und vier Jahren. In einigen Gemeinden umfassen die Verträge sowohl die Hausmüllentsorgung als auch die Müllentsorgung in Bezug auf Gewerbeimmobilien (Bürogebäude, industrielle Anlagen). Gewerbeverträge werden überwiegend unbefristet geschlossen. Die Preise folgen hier der Preisentwicklung der einzelnen Fraktionen und sind zunehmend an die Indizes gekoppelt.

Für 2019 wird nach der konjunkturellen Abschwächung zum Ende des Jahres 2018 nur noch ein geringes Wirtschaftswachstum prognostiziert. Es wird davon ausgegangen, dass sich dies entsprechend auf das Mengenwachstum der Abfälle auswirkt. Folglich wird auch nur ein leichter Anstieg der Nachfrage nach Entsorgungsdienstleistungen und Containern erwartet. Sowohl im Geschäft mit gewerblichen Kunden als auch bei der Kommunalentsorgung wird im laufenden Geschäftsjahr mit einem intensiven Wettbewerb gerechnet. Aufgrund der bereits in den Vorjahren in die Wege geleiteten Effizienzmaßnahmen bei operativen Prozessen sowie der zunehmenden Vertiefung der Wertschöpfungsketten, vor allem im Bereich der Abfallvorbehandlung, wird die ALBA Group ihre Position im Entsorgungsgeschäft weiter stärken.

Für das laufende Jahr wird weiterhin von einer grundsätzlich hohen Auslastung der Verbrennungskapazitäten in Deutschland ausgegangen. Bei den Entsorgungskosten für Abfälle zur thermischen Verwertung und bei Ersatzbrennstoffen werden steigende Preise im Vergleich zum Berichtsjahr erwartet. Insbesondere im Bereich der nach Gewerbeabfallverordnung zugelassenen Vorbehandlungs-/ und Aufbereitungsanlagen sind bereits deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Entsorgungspreise können dabei regionalen Schwankungen unterliegen, was weiterhin zu einem hohen Margendruck führt. Diesem wird kontinuierlich mit logistischen Optimierungen und Preisanpassungen sowie einem umfassenden Netzwerk eigener Anlagentechnik entgegengewirkt.

Der Weltstahlverband geht im laufenden Geschäftsjahr von einem weiteren weltweiten Nachfrageanstieg nach Stahl aus und prognostiziert ein globales Nachfragewachstum von mindestens 1,4%. Gründe dafür sind laut Verband die Erholung der Investitionstätigkeit in den Industrieländern sowie eine verbesserte Wirtschaftsleistung der Schwellenländer. In Deutschland erwarten Marktexperten für das Jahr 2019 nochmals eine sinkende Rohstahlproduktion.

Bedroht wird das weltweite Wirtschaftswachstum unter anderem durch das Risiko eines Handelskriegs, durch starke Wechselkursschwankungen sowie den Brexit. Diverse Prognosen gehen davon aus, dass die Stahlpreise künftig weiter unter Druck stehen werden. Sowohl der volatile Eisenerzpreis gegen Ende 2018 als auch die unklare Situation im türkischen Importmarkt sprechen zusätzlich dafür. Des Weiteren hat China angekündigt, seine Importbeschränkungen ab dem 1. Juli 2019 auf Eisen-, Kupfer- und Aluminiumschrotte auszudehnen. Diese Mengen werden andere Absatzmärkte suchen.

Laut einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) rechnen in Deutschland nur noch 7% der befragten Unternehmen im kommenden Jahr mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage. Die Zollpolitik der USA, zunehmende Handelskonflikte und eine hohe Staatsverschuldung wichtiger Abnehmerländer für Stahlschrott lassen die Risiken für das Wirtschaftswachstum steigen. Auch Probleme auf nationaler Ebene trüben die Stimmung.

Der Verband Deutscher Metallhändler (VDM) schätzt aufgrund der vorgenannten Rahmenbedingungen die Lage ähnlich verhalten ein. Trotz dieser getrübten Stimmungslage sowie der Prognose einer sich deutlich abkühlenden Konjunktur, ist die Nachfrage nach NE-Metallen in den relevanten Branchen nach wie vor hoch.

Politische Weichenstellungen werden die Richtung über den weiteren Verlauf maßgeblich mitbestimmen. Bis dahin ist im laufenden Geschäftsjahr mit überdurchschnittlich volatilen Preisnotierungen sowie sich stetig ändernden globalen Warenströmen zu rechnen.

E.2. Entwicklung Services

Es ist davon auszugehen, dass sich auch im laufenden Geschäftsjahr der preisintensive Wettbewerb in allen Bereichen fortsetzen wird. Eine Entspannung der Marktsituation ist für Kunststoffe und PPK nicht sichtbar. Ein weiterer Rückgang der Vermarktungskonditionen für diese Fraktion ist aufgrund des Wegfalls von Absatzmärkten daher nicht auszuschließen.

Im Fokus stehen 2019 insbesondere die Wachstumschancen durch die Verabschiedung des neuen VerpackG und die damit verbundenen Chancen zusätzlicher Geschäftsabschlüsse.

In dem Geschäftszweig Verkaufsverpackung wird Services auch 2019 der zweitgrößte Systembetreiber in Deutschland sein. Im Bereich Recycling Solutions Interseroh wurden für das Geschäftsjahr 2019 wesentliche neue Kundenverträge akquiriert, unter anderem die Werkstattentsorgung für einen großen Autohersteller.

Auch der Bereich Sorting ist für das Geschäftsjahr 2019 sehr gut aufgestellt. Die bestehenden vier Sortieranlagen sowie die neue Sortieranlage im nordrhein-westfälischen Marl sind für das Jahr 2019 weitestgehend vertraglich ausgelastet. Der Bereich Sorting sortiert im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 30% der in Deutschland gesammelten LVP-Mengen.

Das Facility Management ist in einem Markt aktiv, der sich in den letzten Jahren in Deutschland kontinuierlich vergrößert hat und der auch 2019 weiter wachsen wird. Die zunehmende Internationalisierung stärkt Anbieter, die zusätzlich zu infrastrukturellem und technischem Facility Management auch das Property Management durchführen können. Der Bereich Services sieht sich daher für die weitere Entwicklung sehr gut positioniert.

E.3. Entwicklung AIR

Für den Geschäftsbereich AIR gelten weitgehend die auch für den Geschäftsbereich Waste and Metals antizipierten künftigen Rahmenbedingungen.

Im Geschäftsfeld WEEE soll durch einen verbesserten Rücknahmeservice für elektronische und elektrische Haushaltsgeräte die Verfügbarkeit von Elektro- und Elektronikschrott erhöht werden. Darüber hinaus sind ein Ausbau des Metallhandels mit Spänen sowie ein höherer Durchsatz aus der Behandlung von Kabeln geplant.

Bei nahezu konstant angenommenen Prämissen im Geschäftsfeld ELV/SSA wird daher für AIR insgesamt ein marginales bzw. moderates Mengenwachstum für Fe und NE Metalle erwartet.

Für den Bereich Plastics werden eine Markterholung sowie die Erschließung neuer Absatzkanäle angenommen. Zudem soll durch verbesserte Verarbeitungsmethoden sowie eine weitere Diversifikation von gehandelten Sorten eine Steigerung der Profitabilität erreicht werden.

Für das Geschäftsfeld Paper wird erwartet, dass sich der Absatz auf hohem Niveau einpendelt und die Mengen PPK daher nur marginal ansteigen werden.

Bereichsübergreifend werden sich voraussichtlich steigende Transportkosten aufgrund der Erhöhung der Mautgebühren ergeben, die nur zum Teil durch die Neuverhandlung von Logistikverträgen kompensiert werden können.

Auf Basis der dargestellten operativen Erwartungen sowie infolge zentraler Aufwendungen für den Aufbau der Aktivitäten in Asien, wird das Ergebnis des Geschäftsbereichs AIR voraussichtlich leicht zurückgehen.

E.4. Entwicklung Green Fuel

Auch im laufenden Geschäftsjahr wird mit einer guten Auslastung der deutschen Anlagen sowie einer stabilen Nachfrage bei marktbedingt höheren Preisen gerechnet. Steigende Instandhaltungs- sowie Personalkosten wirken jedoch gegenläufig auf das operative Ergebnis.

Für 2019 wird im Geschäftsfeld Asien ein höheres Ergebnisniveau als im Berichtsjahr prognostiziert. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage in Jieyang wird einen positiven Einfluss auf das operative Ergebnis nehmen können.

E.5. Entwicklung des Konzerns

Im Ergebnis der oben beschriebenen Entwicklungen der Geschäftsbereiche ergibt sich für die ALBA Group folgendes Bild:

In nahezu allen Geschäftsbereichen wird sich das operative Geschäft verbessern und zu einer signifikanten Steigerung des EBIT führen. Die in 2018 begonnenen Investitionen in die Wachstumsfelder Digitalisierung und IT werden in 2019 intensiviert, so dass sich das Investitionsvolumen gegenüber dem Berichtsjahr deutlich erhöhen wird.

 

Berlin, 25. März 2019

* Aufgrund der besseren Lesbarkeit nutzen wir die männliche Schreibweise. Allerdings sind hier und im Folgenden selbstverständlich die Geschlechter m/w/d impliziert.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Warth & Klein GrantThornton

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ALBA Group plc & Co. KG, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ALBA Group plc & Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ALBA Group plc & Co. KG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 5. April 2019

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer

Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

11 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.