Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft m.b.H.
Godorfer Hauptstraße 186, 50997 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Merkel seit 2.1.2026 | Geschäftsführer |
Michaela Dany seit 13.7.2023 | Prokura |
Stefan Hubert Dr. Sommer seit 5.11.2021 | Geschäftsführer |
Tomas Matela seit 5.8.2021 | Prokura |
Günter Bulau seit 14.8.2020 | Prokura |
Andreas Haskamp seit 28.8.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
Shell Petroleum B.V. | 41.00% |
Shell Deutschland GmbH (vormals firmierend als Shell Deutschland Oil GmbH) | 22.00% |
| 20.00% | |
BP Olex Fanal Mineralöl GmbHEigenbeteiligung | 15.00% |
ExxonMobil Benelux Holdings B.V. | 2.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft m.b.H.KölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und RahmenbedingungenDie Gesellschaft betreibt eine Rohrfernleitung zum Transport von Kohlenwasserstoffprodukten von der deutsch/niederländischen Grenze bei Venlo bis in das Rhein-Main-Gebiet. Mit der Rotterdam-Rijn-Pijpleiding Maatschappij in Rotterdam besteht ein langfristiger Transportvertrag über den Transport von Kohlenwasserstoffprodukten aus Rotterdam bis nach Venlo, wo sie dann in das Leitungssystem der RMR übernommen werden. Neben den Pipelinetransporten werden von der Gesellschaft folgende Nebentätigkeiten getätigt:
Die rechnerische Auslastung der Leitungssysteme lag bei 107 % und damit deutlich über dem Wert aus dem Vorjahr. Die wirtschaftlichen Folgen der hohen Energiekosten aufgrund des Ukraine-Krieges sind weiterhin zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 4,12 Billionen Euro (2022: 3,86 Billionen Euro). Trotz eines nominalen Anstiegs von 1,1 % sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 %. In 2023 führte die Inflation (5,9 %) sogar zu einer Rezession. Für 2024 prognostiziert das ifo Institut einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,9%. Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Deutsche Bundesbank, Frankfurt; ifo institut, München 2. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIm Berichtsjahr wurden durch unser Pipelinesystem 11,6 Mio. t (Vorjahr 11,7 Mio. t) Kohlenwasserstoffprodukte transportiert, was einer Auslastung von rechnerisch über 100 % entspricht. Die geplante Transportmenge von 10,9 Mio. t wurde um 0,7 Mio. t übertroffen. Trotz andauerndem Ukraine-Krieg bleibt die Auslastung nahezu konstant. Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 56,8 Mio. €, davon 53,4 Mio. € aus dem Transportgeschäft sowie 1,6 Mio. € aus Verkauf und Dienstleistung und 1,8 Mio. € aus Vermietung und Verpachtung. Die Umsatzerlöse aus dem Transport lagen damit um 10,2 Mio. € über dem Vorjahr und um 6,5 Mio. € unter dem Jahresplan. Die Gewinne aus dem Pipelinetransport sowie den Nebengeschäften führten zu einem Ergebnis nach Steuern analog zum Vorjahr von 1,3 Mio. €. Der Materialaufwand ist auf 42,8 Mio. € (Vorjahr 30,9 Mio. €) angestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus den um 80,8 % gestiegenen Energiekosten. Der Personalaufwand ist zum Vorjahresvergleich um 1,4 Mio. € gestiegen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie gestiegenen Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Der durchschnittliche Personalbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 4 Mitarbeiter angestiegen. Die Höhe der Abschreibungen beträgt konstant 0,5 Mio. €. Die Gesamtkosten lagen im Berichtsjahr um 5,5 Mio. € unter den Plankosten. Als Gesamtkosten sind an dieser Stelle sämtliche Aufwendungen (mit Ausnahme der Zinsaufwendungen sowie der Gewerbesteueraufwendungen, die auf Drittgeschäfte anfallen, und der Körperschaftssteueraufwendungen) definiert. Das Ergebnis des Geschäftsjahres lag 0,1 Mio. € unter Plan. Die flüssigen Mittel in Höhe von 41,3 Mio. € (Vorjahr 31,3 Mio. €) entsprechen 79 % (Vorjahr 77 %) der Bilanzsumme. Kredite wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Die flüssigen Mittel wurden ausschließlich als Tages- oder Termingelder bei inländischen Banken, die an Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind, angelegt. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 1,8 Mio.€ auf 26,5 Mio.€ und betragen 51 % der Bilanzsumme. Stichtagsbedingt stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,8 Mio.€ auf 5,1 Mio.€. Auf der Gesellschafterversammlung vom 13. Juni 2023 wurde eine Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 0,8 Mio. € und die Ausschüttung des vorgetragenen Jahresüberschusses 2022 in Höhe von T€ 499 beschlossen. Die Investitionen (T€ 811) setzten sich im Wesentlichen aus Ersatzanschaffungen für Fahrzeuge, Software, Betriebsausstattung und Geschäftsausstattung zusammen. Diese sind ausschließlich eigenfinanziert. Die geplanten Investitionen in 2024 in Höhe von T€ 1.785 als auch die Investitionsverpflichtung aus 2023 in Höhe von T€ 909 werden ebenfalls ausschließlich durch die eigene Liquidität finanziert. Die Gesellschaft setzt hinsichtlich ihrer Beschäftigten auch weiterhin auf Kontinuität und sieht sich nur einer geringen Fluktuation ausgesetzt. Unsere Kunden zeigen weiterhin eine hohe Zufriedenheit, die durch die hohe Verfügbarkeit der Pipeline sowie durch sichere, kostengünstige und reklamationsfreie Transporte erreicht wird. 3. SteuerungssystemeFür RMR hat der sichere und umweltschonende Transport von Kohlenwasserstoffprodukten oberste Priorität, die Steuerung des Unternehmens erfolgt dabei auf der Grundlage eines abgestimmten Kennzahlensystems. Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen sind das Kosten- und das Investitionsbudget sowie die Transportleistungen (Auslastung) und damit die Umsatzerlöse aus dem Transportgeschäft. Bedeutende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind für uns die Unfallquoten, die Integrität und die Verfügbarkeit der Pipeline. Darüber hinaus erheben wir weitere Kennzahlen zur Gesamtsteuerung, auf die im Chancen- und Risikobericht eingegangen wird. Die Erhebung der Indikatoren für 2023 hat ergeben, dass diese nur unwesentlich von der Prognose aus dem Vorjahr abweichen. 4. Chancen- und RisikoberichtZiel der Gesellschaft ist es, die Kohlenwasserstoffprodukte sicher, kostengünstig und umweltschonend zu transportieren. Zukünftig ist auch trotz der Energiewende eine weiterhin gute Auslastung der Pipeline zu erwarten. Mittel- bis langfristig ist vermutlich davon auszugehen, dass sich der transportierte Produktmix von Kohlenwasserstoffprodukten zu mehr und mehr regenerativ erzeugten Produkten verschieben wird. Regelmäßige Risikoanalysen auf Basis einer Risikomatrix zeigen aktualisierte Eintrittswahrscheinlichkeit, Beherrschbarkeit, potenzielle Auswirkung und Charakter der identifizierten Risiken auf. Durch Steuerung und Überwachung der Risiken werden jeweils frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet. Diverse Steuerungsgrößen (KPIs) wurden im Berichtsjahr fortlaufend ermittelt und unterstützen die Risikosteuerung der Gesellschaft. Hierzu zählen diverse finanzielle und nichtfinanzielle Kenngrößen, die Aussagen liefern, z. B. zur Verfügbarkeit, Anzahl Störungen des Betriebes, zur Qualität, als auch zur Budgeteinhaltung, zu Unfall- und Krankheitsquoten und zu Ausbildungsmaßnahmen. Die Geschäftsführung verfolgt und überprüft laufend alle KPIs in geeigneter Form und arbeitet mit geeigneten Maßnahmen an der kontinuierlichen Verbesserung. Diese Anstrengungen werden auch für die Folgejahre weitergeführt. Die Risikostruktur hat sich grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Planungszeitraum. Als größte Risiken werden mögliche Schäden an den Anlagen der RMR gesehen. Um den integren Zustand der Rohrleitung zu überprüfen und zu sichern, werden neben wiederkehrenden Prüfungen spezielle Inspektionsgeräte (sogenannte intelligente Molche) zur Untersuchung der Rohrleitungen eingesetzt. Sie sollen Kleinstleckagen frühzeitig erkennen. In Abstimmung mit den Sachverständigen Organisationen werden außerdem Spezialmolche eingesetzt, die die Stahlrohre auf eventuelle Korrosion, Beschädigungen und Risse untersuchen. Schäden an der Rohrleitung können auch durch ungenehmigte Maßnahmen Dritter innerhalb des Schutzstreifens entstehen. Zur Vermeidung solcher möglichen Beschädigungen wird die Trasse regelmäßig aus der Luft und vom Boden aus überwacht. Außerdem nimmt die Gesellschaft am bundesweiten Informationssystem zur Leitungsrecherche (BIL) teil, das ein kostenloses Portal für Anfragen zu geplanten Maßnahmen betreibt. Aktuell werden die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Gaza-Konfliktes mit den immer noch hohen Energiepreisen sowie den zum Teil dadurch bedingten möglichen Auslastungsreduzierungen als besondere Risiken gesehen. Durch zusätzliche Maßnahmen, insbesondere dem strategischen Stromeinkauf sowie durch konsequentes Kostenmanagement, sieht sich die Gesellschaft diesen Risiken gegenüber gut aufgestellt. Für mögliche o.g. und sonstige nachrangige Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Der Umfang wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die abgeschlossenen Versicherungssummen alle erdenklichen Risiken weitestgehend abdecken und Schadensfälle keine größeren Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragslage haben. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der vereinbarten Durchleitpreise gemäß Konsortialvertrag mit den Gesellschaftern sieht sich die Gesellschaft keinen nennenswerten Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Chancen für die Gesellschaft werden in der Generierung zusätzlicher Aufträge im Bereich des Drittgeschäfts, insbesondere in der Erbringung von Steuerungs- und Wartungsarbeiten, gesehen. 5. PrognoseberichtFür das kommende Jahr ist von einer ähnlichen Auslastung unseres Pipelinesystems auszugehen. Trotz höherer Aufwendungen für Instandhaltung und Transportleistungen sinken die Kosten im kommenden Geschäftsjahr 2024 aufgrund gesunkener Energiepreise. Die Umsatzerlöse aus dem Hauptgeschäft werden geringer als im Berichtsjahr ausfallen. Im Geschäftsjahr 2024 ist von einem zumindest gleichbleibenden bis geringfügig verbesserten Niveau der nichtfinanziellen Steuerungsgrößen auszugehen. Hierzu sind zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur geplant, um Unfälle zu vermeiden.
Köln-Godorf, den 12. April 2024 Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft m.b.H. Die Geschäftsführung Dr. Stefan Sommer Andreas Haskamp Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine ErläuterungenDie Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH, Köln-Godorf, (Amtsgericht Köln, HRB 2918) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in T€ aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und Betrieb von Rohrleitungen zum Transport von Kohlenwasserstoffprodukten. II. Erläuterungen zum JahresabschlussAllgemeine Angaben Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Anlagevermögen Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind als Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen, bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear mit 10 %, 20 % bzw. 33 1/3 % abgeschrieben. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen nach der linearen Methode und werden nach betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern ermittelt. Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinbauten wurden mit 3 %, 5 % bzw. 10 % abgeschrieben, Rohrleitungen mit 5 %, technische Einrichtungen mit 6 2/3 %, EDV-Anlagen für technische Einrichtungen mit 20 %, PC mit 33 1/3 %, Betriebs- und Geschäftsausstattungen mit 7,7%, 12,5 %, 14 %, 20 % bzw. 25 %, Lastkraftwagen mit 11,11 % und Personenkraftwagen mit 16 2/3 %. Bei den technischen Einrichtungen wird von einem einheitlichen Inbetriebnahme Datum 1. Januar 1968 ausgegangen. Daher werden grundsätzlich nach Ablauf der Nutzungsdauer Zugänge zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme in voller Höhe abgeschrieben. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird aus Vereinfachungsgründen ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Posten sind auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die in den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung ist zu Anschaffungskosten bilanziert. Vorräte Bei den unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesenen Beständen handelt es sich zum überwiegenden Teil um Ersatzmaterial, das zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet ist. Der gebildete Festwert ist dem Wert nach von nachrangiger Bedeutung und der Bestand unterliegt in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen. Der Wert wurde im Geschäftsjahr 2022 neu ermittelt und beträgt weiterhin T€ 54. Die noch nicht abgeschlossenen Transportleistungen ergeben sich aus dem Transport von Produktmengen, die zum Abschlusszeitpunkt den Bestimmungsort noch nicht erreicht hatten. Unter der Annahme, dass für die am Bilanzstichtag in der Leitung befindlichen Mengen die Transportleistung zur Hälfte erbracht ist, erfolgte die Bewertung unverändert mit 50 % der Transportkosten. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel Forderungen werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, insoweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Auf der Passivseite sind Erträge nach dem Abschlussstichtag ausgewiesen, insoweit sie Einnahmen für eine bestimmte Zeit vor dem Stichtag darstellen. Die passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von T€ 8.068 (Vorjahr T€ 138) besteht im Wesentlichen aus einer vertraglichen Verpflichtung zur Unterhaltung von Erdungsanlagen zwecks Reduzierung der Hochspannungsbeeinflussung. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Folgende Steuersätze fanden bei der Berechnung der Steuern Anwendung: Körperschaftssteuer 15,0 %, Solidaritätszuschlag 5,5 % der Körperschaftssteuer sowie Gewerbesteuer 16,22 %. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die latenten Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen der Bilanzposten Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Dienstjubiläen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 voraussichtlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zu dem geltenden siebenjährigen Durchschnitt beträgt € 0,3 Mio. (Vorjahr € 1,5 Mio.). Der angesetzte durchschnittliche Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Der zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Zinssatzweicht nicht davon ab. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,1 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,1 % bzw. 1 % (für vom 1. Januar 1999 an erteilte Zusagen) zugrunde gelegt, sowie eine pauschale Fluktuation in Höhe von 2 % p.a. auf die Anwartschaftsbarwerte der aktiven Mitarbeiter unterstellt. Der sich aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergebende Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 betrug T€ 4.411. Dieser wird gemäß Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 294 (Vorjahr T€ 294) gem. Artikel 75 Abs. 5 EGHGB als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei Pensionsrückstellungen somit auf T€ 294 (Vorjahr T€ 588). Rückstellungen für Dienstjubiläen Rückstellungen für Dienstjubiläen werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen und werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 voraussichtlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %). Der zum 31.12.2023 veröffentlichte Zinssatz wich davon nicht ab. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,1 % zugrunde gelegt, sowie eine pauschale Fluktuation in Höhe von 2 % p.a. auf die Anwartschaftsbarwerte der aktiven Anwärter unterstellt. Sonstige Rückstellungen Die, mit Ausnahme der Rückstellung für Dienstjubiläen, kurzfristigen Rückstellungen betreffen vor allem noch nicht berechnete Lieferungen und Leistungen und Personalaufwendungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag gebildet und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Verbindlichkeiten im Vorjahr gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichenerhaltene Anzahlungen für Weiterbelastungen von Instandhaltungsmaßnahmen. III. FremdwährungsumrechnungZum 31. Dezember 2023 lagen keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung vor. IV. Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren)Umsatzerlöse Aus Transportleistungen für die Gesellschafter und mit diesen verbundenen Unternehmen wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 53.412 (Vorjahr T€ 43.169) erzielt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um inländische Umsätze. Die Umsätze aus Verkauf und Dienstleistungen beinhalten vor allem Erlöse aus der Wartung von Übergabestationen, der Steuerung des niederländischen Teils der Pipeline, der Übernahme der Betriebsführung einer Pipeline sowie der Weiterberechnungen von Eigenleistungen und Fremdleistungen. Die weiteren Umsätze aus Vermietung und Verpachtungen enthalten ausschließlich Erlöse aus der Vermietung von Leerrohren für Lichtwellenleiter-Telekommunikationsleitungen. Die sonstigen Erlöse betragen T€ 3.385 (Vorjahr T€ 3.517). Sonstige betriebliche Erträge Hier sind im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Erstattungsfällen in Höhe von T€ 1.803, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 372 (Vorjahr T€ 159) und Erstattungen aus Versicherungen in Höhe von T€ 302 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Materialaufwand Hierunter werden die für den Betrieb und die Unterhaltung des Pipeline-Systems angefallenen Kosten (einschließlich der im Rahmen des Transportvertrages mit der RRP (N.V. Rotterdam-Rijn Pijplieiding Maatschappij) anfallenden Aufwendungen) ausgewiesen. Personalaufwand / Arbeitnehmer Im Berichtsjahr hat unsere Gesellschaft im Durchschnitt 67 Gehaltsempfänger (Vorjahr 65 Gehaltsempfänger) und 26 Lohnempfänger (Vorjahr 24 Lohnempfänger) beschäftigt. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten, neben der Zuführung zur Pensionsrückstellung, geleistete Pensionszahlungen sowie Belastungen von Gesellschaftern für bei diesen pensionsberechtigte Mitarbeiter unserer Gesellschaft. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Versicherungsaufwendungen, Rechts- und Beratungskosten, Grundstücksvermessungs- und Wegerechtsaufwendungen, Kosten aus Flurschäden und Folgekosten, Telekommunikationskosten, Reisekosten, Personalkostenweiterbelastungen, Ausbildungskosten sowie Beiträge und Gebühren. Im Zuge der BilMoG-Umstellung machte die Gesellschaft von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen (Umstellungsbetrag) über einen Zeitraum von max. 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 294 gem. Artikel 75 Abs. 3 EGHGB im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers in Höhe von T€ 28 (Vorjahr T€ 27) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Finanzergebnis Die in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthaltenen Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 444 (Vorjahr T€ 449) ergeben sich aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen T€ 441 (Vorjahr T€ 446) sowie aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Rückstellungen für Dienstjubiläen T€ 3 (Vorjahr T€ 3) zum 31. Dezember 2023. Die in der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthaltenen Erträge T€ 681(Vorjahr T€ 68) resultieren im Wesentlichen aus der Anlage in Termingelder T€ 679 (Vorjahr T€ 66). Steuern vom Einkommen und Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag beziehen sich T€ 1.129 (Vorjahr T€ 1.076) auf das ordentliche Ergebnis des laufenden Jahres. Der Steueraufwand aus Nachzahlungen für Vorjahre beträgt T€ 35 (Vorjahr T€ 41). V. Sonstige Erläuterungen und AngabenGeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich marktübliche Geschäfte abgeschlossen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Aus bereits getätigten Bestellungen für laufende Investitionen bestanden zum 31. Dezember 2023 Verpflichtungen in Höhe von T€ 909. b) Aufgrund von zum 31. Dezember 2023 bestehenden Miet-, (Erb) Pacht- und Wartungsverträgen sind bis zum frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt in den nachfolgenden Geschäftsjahren die folgenden Zahlungen zu leisten:
Es bestehen zwei Erbpachtverträge, wovon einer mit einer Laufzeit bis 2071 und einem Jahresvolumen von T€ 7 und der zweite mit einer Laufzeit bis Juli 2028 und einem Jahresvolumen von T€ 96 ausgestattet ist. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres 2023 von folgenden Personen wahrgenommen: Dr. Stefan Sommer - Geschäftsführer, geschäftsansässig in Köln Andreas Haskamp - Geschäftsführer, geschäftsansässig in Bochum Im Geschäftsjahr 2023 erhielten ein Geschäftsführer und ein ehemaliger Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft; daher wird auf die Angabe der Bezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Gesellschafter/Konzern Seit dem Geschäftsjahr 2002 halten Gesellschaften der Shell plc. (ehemals Royal Dutch Shell plc.) die Mehrheit der Anteile am Kapital unserer Gesellschaft. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den nach englischem Recht erstellten Konzernabschluss der Shell plc. (ehemals Royal Dutch Shell plc.), London/Großbritanien, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis), welcher am Sitz sowie über die Internetadresse dieser Gesellschaft erhältlich ist und im britischen Handelsregister ("companies house") unter der Nummer 4366849 veröffentlicht wird. Ausschüttungssperre Durch die Regelung des § 253 Abs. 6 HGB zur Rückstellung der Pensionsverpflichtungen und der damit verbundenen Änderung des HGB Rechnungszinssatzes besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 0,3 € Mio. (Vorjahr 1,5 € Mio.). Es besteht eine Gewinnrücklage in Höhe von 2,9 € Mio., mit der der ausschüttungsgesperrte Betrag abgedeckt ist. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 541, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 1.341 und der Vorabausschüttung an die Gesellschafter im Berichtsjahr (T€ 800) ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln-Godorf, den 12. April 2024 Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft m.b.H. Die Geschäftsführung Dr. Stefan Sommer Andreas Haskamp Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anmerkung:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhein-Main-Rohrleitungstransportgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Hassan EL-Haddad, Wirtschaftsprüfer
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