Tätigkeiten von Werbeagenturen
Scope International AG
Konrad-Zuse-Ring 18, 68163 Mannheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Dr. Binder seit 21.5.2014 | Prokura |
Lisa Schwarz seit 11.2.2011 | Prokura |
Judith Husmeier-Beckers seit 11.2.2011 | Prokura |
Gerald Meub seit 12.10.2005 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scope International AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHTDer globale Pharmamarkt hat trotz der vielfältigen weltwirtschaftlichen Belastungsfaktoren seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt und bleibt dank solider Wachstumserwartungen attraktiv. Laut IQVIA, einem auf den Pharmamarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmen, wird der globale Pharmamarkt im Jahr 2023 voraussichtlich um 9,2% (2022: 7,8 %) wachsen. Nach der Erholung von der Covid-19 Pandemie wird der Pharmamarkt den Erwartungen nach weiter ein hohes Wachstum erzielen, da er weltweit von beschleunigten Zulassungsverfahren und einem verbesserten Zugang zu innovativen Arzneimitteln profitiert. Ein Gegengewicht hierzu bilden die zunehmenden Maßnahmen und Richtlinien zur Kostendämpfung. Diese erhöhen die Nachfrage nach Biosimilars und Generika und führen zu strengeren Preiskontrollen und Verschreibungspflichten. Eine starke staatliche Unterstützung begünstigt den weltweiten Markt für Biotechnologie mit Initiativen, die den regulatorischen Rahmen modernisieren, die Zulassungsverfahren verbessern und klinische Studien weiter standardisieren sollen. Die zunehmende Verbreitung der personalisierten Medizin und die steigende Zahl von Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten eröffnen der Biotechnologie neue Anwendungsbereiche und fördern den Zustrom junger, innovativer Biotechunternehmen, was das Wachstum des Marktes zusätzlich beflügelt. Die steigende und alternde Weltbevölkerung sowie ein besserer Zugang zu Gesundheitsleistungen treiben weiterhin die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen an. Gleichzeitig hat die COVID-19-Pandemie viele branchenspezifische Trends im Gesundheitssektor beschleunigt, wie Veränderungen in der Marktdynamik, kontinuierliche Gesundheitsreformen und eine zunehmende Digitalisierung. Dadurch erleben Digital-Health-Dienstleistungen einen Boom. Das Thema Digitalisierung ist in der klinischen Forschung seit Jahren von großer Bedeutung. Die Nutzung neuer technischer Möglichkeiten bietet nicht nur Potenzial zur Effizienzsteigerung, sondern auch die Möglichkeit zur Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. Unser Unternehmen ist gefordert, die Potenziale der fortgesetzten Digitalisierung in klinischen Studien zu erkunden und bestmöglich zu nutzen. Auch führt die zunehmende digitale Vernetzung zu einer immer größeren Datenmenge, weshalb wir uns intensiv damit auseinandersetzen, was mit diesen Daten geschieht, welches Potential in deren Nutzung liegt und wie eine größtmögliche Datensicherheit gewährleistet werden kann. Im Jahr 2023 erlebten wir einen rasanten Aufstieg der KI-Technologien, der sich voraussichtlich 2024 fortsetzen wird. Heute sind neuronale Netze in der Lage, unzählige biologische Datenpunkte - von Genen und Proteinen bis hin zu klinischen Markern - zu analysieren, neue Unterklassen von Krankheiten zu identifizieren, genetische Faktoren zu erkennen und auf der Grundlage molekularer Profile vorherzusagen, wie Patienten auf Therapien ansprechen werden. Diese beispiellose Fähigkeit, Populationen in ansprechende und nicht ansprechende Patienten zu unterteilen, wird die Entwicklung gezielter und personalisierter Therapien vorantreiben. Zu den wichtigsten Bereichen in der gesamten Forschungs- und Entwicklungspipeline (F&E) gehören unter anderem auch die präklinische Analyse und adaptive klinische Studien. Die behördlichen Zulassungsverfahren in den USA und in Europa sind langwierig und ihre Ergebnisse nur bedingt vorhersehbar. Zulassungsrelevante Gesetze, Vorschriften und Richtlinien können sich während der klinischen Entwicklungsphase ändern und sind in verschiedenen Ländern unterschiedlich. Dies war nun auch der Fall. Ende Januar 2022 trat die Clinical Trials Regulation in Kraft, welche den Herausforderungen im Arzneimittelsektor begegnen und ein einheitliches, förderliches Umfeld für klinische Studien innerhalb der EU schaffen soll. Die Anlaufschwierigkeiten und Unsicherheiten sehen wir auch als Chance, unsere Kompetenz als verlässlicher und kompetenter Partner zu demonstrieren. Als erfahrene CRO sind wir in der Lage, unsere Kunden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen und sicherzustellen, dass ihre klinischen Studien den neuen EU-Vorschriften entsprechen. Unsere Fähigkeit, schnell auf neue Entwicklungen und Veränderungen zu reagieren, ist ein wichtiger Faktor, der uns auf dem Markt wettbewerbsfähig hält und unseren Kunden einen hohen Mehrwert bietet. Das Kerngeschäft von Scope International konzentriert sich auf den Gesundheitsmarkt, der von wesentlichen und nachhaltigen Trends beeinflusst wird. Ein bedeutender Trend ist die demographische Entwicklung, insbesondere die weltweit wachsende und alternde Bevölkerung. Der verbesserte Zugang zu medizinischer Versorgung und deren steigende Qualität sowie der medizinische und therapeutische Fortschritt unterstützen das Wachstum der Pharma- und Gesundheitsmärkte. Ein weiterer Trend ist die Zunahme an chronischen Erkrankungen, die durch die alternde Bevölkerung und umwelt- und lebensstilbedingte Veränderungen verursacht werden. Dies führt zu einem stetig wachsenden Bedarf an Arzneimitteln. Wir bewegen uns mit unseren Aktivitäten somit in einem grundsätzlichen zukunfts- und wachstumsorientierten Umfeld. Die Pharmaindustrie gehört zu den innovativsten und langfristig wachstumsstärksten Branchen weltweit, da bis heute für eine Vielzahl von schweren Erkrankungen noch keine Heilungsmöglichkeit besteht. Die dadurch entstehenden indirekten Kosten für die Behandlung von Patienten sind enorm. In Kombination mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung und dem Anstieg chronischer Erkrankungen führt dies zu einem hohen Bedarf an innovativen Medikamenten. Aus diesem Grund rücken Geschwindigkeit, Qualität und Kosten der Wirkstoffforschung und -entwicklung verstärkt in den Fokus. Aufgrund des steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen der Industrieländer üben Kostenträger einen immer stärkeren Druck auf die Medikamentenpreise aus und fordern höhere Nachweise über den Mehrwert neuer Therapien von der Gesundheitsbranche. In den Wachstumsmärkten hingegen erhalten Patienten und Verbraucher einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung und somit auch zu innovativen Medikamenten. Innovation ist stets das Rückgrat und die treibende Kraft der Pharmaindustrie gewesen. Obwohl die Branche sehr gut finanziert ist, herrscht ein starker finanzieller Druck, um die erwarteten Umsatzeinbußen durch Patentabläufe und den Wettbewerb durch Generika (wirkstoffgleiche Kopien von Originalmedikamenten) auszugleichen. Gleichzeitig sind die Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgrund eines Rückgangs der Effizienz kontinuierlich gestiegen. Der Entwicklungsprozess von der ersten Idee bis zur Zulassung dauert im Durchschnitt mehr als 13 Jahre, generiert im Mittel 1 bis 2 Mrd $ Kosten bei einer Ausfallrate von über 90%. Von 5.000 bis 10.000 Wirkstoffen, die in Frage kamen, blieb am Ende nur ein Wirkstoff übrig, der zugelassen wurde. Mehr als die Hälfte der Kosten entfallen auf die klinische Entwicklung in streng kontrollierten Studien mit zum Teil vielen tausend Patientinnen und Patienten weltweit, insbesondere auf die logistisch aufwendigen, internationalen Phase III-Studien. Durch die ständig weiter steigenden Anforderungen an den Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, aber auch durch die Studien mit Kindern und Jugendlichen, die die Behörden zur Auflage machen, dürften sich die Entwicklungskosten weiter erhöhen. Nach erfolgter Zulassung sind Phase IV Studien Anwendungsbeobachtungen (PASS) ein wichtiges Instrument zur Erhebung weiterer Daten zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen einzelner Medikamente. Es geht darum, nach der Zulassung weitere Informationen zu Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit unter Alltagsbedingungen zu sammeln und weitere Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit unter Praxisbedingungen zu generieren. Positiv betrachtet führen diese Herausforderungen zu mehr Forschung und Innovationen. Aufgrund der globalen Ausrichtung der Forschung hängt die Zahl der in Deutschland neu zugelassenen Wirkstoffe eng mit der internationalen Entwicklung zusammen. Die meisten neuen Wirkstoffe werden möglichst zeitnah in allen wichtigen Ländern zur Zulassung gebracht. Angesichts dieser Herausforderungen werden Biotechnologie- und Pharmaunternehmen ihre Entwicklungsaktivitäten vermehrt auslagern, um Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen erzielen zu können. Tatsächlich hält der Trend zur Auslagerung der Forschung und Entwicklung an, was zu einem geteilten Geschäftsmodell, das die Bereitstellung innovativer Wirkstoffkandidaten und Therapien von der Weiterentwicklung, Genehmigung und Vermarktung dieser Kandidaten trennt, führt. Wissenschaft ist das Herzstück unserer Arbeit. Wir erforschen und entwickeln weltweit Wege und Lösungen, um die Lebensqualität von Patienten zu verbessern und die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Dabei sind wir stets darauf bedacht, Relevanz und Effizienz unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zu optimieren - ob im Alleingang oder in Kooperation mit Dritten. Scope International ist als kundenorientiertes Auftragsforschungsinstitut mit Niederlassungen in 14 Ländern fest im Markt für die klinische Forschung positioniert. Die Entwicklung neuer Arzneimittel ist in vielerlei Hinsicht komplex und voller Herausforderungen. Scope International nimmt sich dieser Komplexität an und entwickelt maßgeschneiderte Konzepte, die einer sicheren und effizienten Entwicklung dienen. Dabei werden verschiedene Indikationsbereiche, gesetzliche Bestimmungen und Ansprüche von Ärzten und Patienten in Einklang gebracht. Um dessen gerecht zu werden, bedarf es umfangreichen Fachwissens, langjähriger Erfahrung und einem hohen Anspruch an qualitativer Leistung. Unsere professionellen Teams arbeiten daran, dieses Ziel zu erreichen und haben die Unterstützung von Spezialisten aus vielen Bereichen. Scope International hat bereits frühzeitig den Trend erkannt und kontinuierlich in die Verbesserung ihrer Infrastruktur für klinische Auftragsforschung investiert, um den Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. Scope International legt besonderen Wert auf eine umfassende Outsourcing-Lösung und ist bestens positioniert, um von den aktuellen Marktentwicklungen zu profitieren. Klinische Studien können bereits in früheren Phasen gemeinsam geplant und damit personelle Kapazitäten und Zeitvorgaben besser abgestimmt werden. Die Projektteams sind aufeinander eingespielt, Handlungsweisen und Aktivitäten besser koordiniert. Insgesamt können Projekte schneller gestartet und damit Entwicklungskosten reduziert werden. Scope International setzt sich für Innovationen und die Förderung der Forschung ein, indem es attraktive Dienstleistungen anbietet, die den Menschen zugutekommen. Als Full-Service-Anbieter für klinische Studien zur Entwicklung innovativer Medikamente legt das Unternehmen seit jeher höchste Anforderungen an die Qualität seiner Dienstleistungen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden umfangreichen so genannten Audits überprüft das Qualitätsmanagement sowohl im Unternehmen als auch bei externen Dienstleistern die von Scope International festgelegten und zum Teil weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden Qualitätsstandards. Über alle Funktionen hinweg haben wir einen gemeinsamen Blick auf unsere Kunden. Sie machen an allen Schnittstellen positive Erfahrungen mit Scope International und ihre Loyalität ist hoch. Unsere schlanken Organisationsstrukturen fördern eine unternehmerische Kultur, die uns befähigt, Herausforderungen effektiv anzupacken. Dabei legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Planung unserer Studien, um wesentliche Aspekte zu berücksichtigen und die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Dadurch können wir auch preisbewusste Kunden erreichen und attraktive Lösungen anbieten. Scope begreift die Digitalisierung als umfassende Weiterentwicklung die verschiedenen Schwerpunkte und Geschwindigkeiten setzt. Begonnen hat diese Entwicklung mit dem Aufbau einer Digital-Abteilung, die die Entwicklung eigener Software und die Integration von projektspezifischen externen Anwendungen vorantreibt, aufeinander abstimmt und fortlaufend optimiert. Die Basis unserer selbstentwickelten digitalen Plattform bilden die Softwarenanwendungen InSIGHT, einem Clinical Trial Management Systems (CTMS) und SCORIS dem Safety Reporting System. In der Entwicklung befinden sich verschiedene Erweiterungen für das Risiko Management, für einen eTMF (electronic Trial Master File) sowie das Trainingsprogramm CRYSTAL. Alle Anwendungen wurden exakt auf die Bedürfnisse von Auftragsforschungsinstituten für die Durchführung von klinischen Studien zugeschnitten und sind in der Branche einzigartig. Umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten einschließlich vielfältiger Grafiken, ermöglichen einen frei definierbaren Überblick über sämtliche Bereiche einer klinischen Studie. Mit diesen Schlüsselindizes ist das System auch optimal für das sogenannte "Risk-Based-Monitoring" geeignet. Wir arbeiten weltweit eng mit unseren Kunden zusammen, um Kundenwünsche hinsichtlich Designs und Funktionalität unserer Software umzusetzen. Einen weiteren innovativen Wachstumsmarkt hat Scope in der marketingorientierten Unterstützung klinischer Studien erschlossen. Seit Jahren unterstützen wir mit einem eigenen Team jedes Projekt individuell bei der Gestaltung von Studienmaterialen, von digitalen Studienportalen und sämtlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Projekte. Hieraus hat sich ein neues Geschäftsfeld entwickelt, da dieser besondere Bereich bisher nur unzureichend von Marketing-Agenturen abgedeckt wurde. Sehr viel Experten-Wissen ist hierfür erforderlich, über das Scope durch den Aufbau der Tochtergesellschaft, die Purple & Pine GmbH verfügt. Unser Team setzt sich aus kreativen Köpfen der Marketingabteilung von Scope zusammen, die über langjährige Erfahrung in den Bereichen Marketing, Design und klinische Forschung verfügen. Dadurch können wir unseren Kunden und allen Unternehmen in der klinischen Forschung ein breitgefächertes Spektrum an Dienstleistungen sowie maßgeschneiderte Lösungen für ihre klinischen Studien anbieten. Neben unseren Kernleistungen wie der Erstellung von Flyern, Newslettern oder App Layouts, bieten wir auch eine breite Palette an unterstützenden Dienstleistungen. Dazu gehören Maßnahmen zur Patientenrekrutierung oder auch die Organisation von Meetings und Events. Durch diese Innovationen und unsere umfassende Erfahrung und Expertise in wichtigen Indikationsgebieten hat sich das Unternehmen eine hervorragende Wettbewerbsposition erarbeitet. Eine Reihe von Kooperationen wurden in den letzten Jahren signifikant ausgeweitet, was als klarer Hinweis auf die hohe Kundenzufriedenheit gewertet werden kann. Diese ausgezeichnete Erfolgsbilanz sowie das umfangreiche Netzwerk des Unternehmens bieten eine hervorragende Grundlage für zukünftige Geschäftschancen, die sich positiv auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Unternehmens- und Finanzziele auswirken werden. Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 ist für Scope International unter den Erwartungen geblieben und insgesamt schwächer als das Vorjahr verlaufen. Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen belief sich auf 25.861 Tsd. € und lag damit etwas unter dem Wert des Vorjahres mit 27.724 Tsd. Der Grund lag in einem Rückgang der Umsatzerlöse, da im Berichtsjahr wenige Projekte abgeschlossen aber mehrere Projekte begonnen wurden. Damit einhergehend war die Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen stark zunehmend und betrug 7.667 Tsd. € (Vorjahr -122 Tsd. €). In Abhängigkeit vom jeweiligen Projektfortschritt werden die Leistungen der Bestandsveränderung zugeschlagen. Die mittlere Projektlaufzeit beträgt 2-3 Jahre. Die Bewertung der Bestände entspricht dabei der "Compeleted-Contract-Methode". Dabei erfolgt die Bewertung der unfertigen Leistungen entsprechend dem Projektfortschritt zu Herstellungskosten. Diese Bewertung entspricht dem Realisationsprinzip und dem Vorsichtsprinzip. Gewinne werden erst nach der vollständigen Abwicklung des jeweiligen Projektes ausgewiesen. Von besonderer Bedeutung für die weitere Geschäftsentwicklung ist die Flexibilisierung und Dezentralisierung in der länderübergreifenden Projektkoordination und die Erweiterung der digitalen Systeme in Verbindung mit unserem Clinical Trial Management Systems InSIGHT. Insbesondere die Erweiterung und Digitalisierung unseres Risk-Management-Systems über sämtliche kritischen operationalen Funktionen war ein wichtiger Meilenstein und von besonderer Bedeutung für das langfristige Wachstum des Unternehmens. Scope International strebt an, die Gesamtleistung durch organisches Wachstum wieder zu steigern und die operative Profitabilität zu erhöhen. Das bisherige Wachstum, das wir gemeinsam mit unseren bestehenden Kunden und Partnern erreicht haben, wird durch die Erschließung neuer Kunden ergänzt. Zusammen mit einer vorausschauenden Investitionspolitik bildet dies eine solide Grundlage für zukünftigen finanziellen Erfolg und Wertschöpfung. Ertragslage Die gesamte Leistung aus operativer Tätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls auf einem hohen Niveau, aber unter dem Wert des Vorjahres. Der Auftragseingang aus dem Vorjahr hat im Berichtsjahr für einen Rückgang der Umsatzerlöse und deutlichen Anstieg der Bestandsveränderung geführt. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Berichtsjahr auf 405 Tsd. € (Vorjahr 901 Tsd. €). Sie beinhalten überwiegend Erträge aus der Umrechnung von Fremdwährungen sowie sonstigen Sachbezügen. Die betrieblichen Aufwendungen, einschließlich der Personalaufwendungen, haben sich auf 24.869 Tsd. € vermindert. Der Rückgang entfällt hauptsächlich auf fremdbezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen. Unser Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 992 Tsd. € und konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 929 Tsd. € etwas gesteigert werden. Mit 228 Tsd. € lagen die Abschreibungen nur geringfügig über dem Vorjahreswert mit 221 Tsd. €. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) hat sich mit 764 Tsd. € im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe 708 Tsd. € ebenfalls weiter verbessert. Unser Ziel ist es, durch die Nutzung und Weiterentwicklung unserer Softwaresysteme den Einkauf fremder Leistungen zu vermindern und die Effizienz in den Projekten zu steigern. Erfolgsrechnung (Kurzfassung)
Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -169 Tsd. €, im Vergleich zum Vorjahr mit -154 Tsd. €. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten haben sich die Zinserträge in unseren Cash-Positionen und Wertpapieren wieder gesteigert. Im Finanzergebnis ist eine außerordentliche Abschreibung auf ein Darlehen an unsere US-Tochtergesellschaft in Höhe von 350 Tsd. € enthalten. Zum Ende des Berichtsjahres wurde beschlossen, die US-Tochtergesellschaft in einem geregelten Verfahren aufzulösen und auf kurze Sicht zu schließen. Für zukünftige Projekte in den USA werden wir strategische Partnerschaften mit ausgewählten US-Unternehmen nutzen. Durch diese Kooperationen soll die Effizienz unserer Dienstleistung und der Zugang zum US-Markt verbessert werden. Die weiteren Finanzanlagen dienen der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und setzten sich aus Investmentfonds zusammen. Abschreibungen auf Wertpapiere waren im Berichtsjahr nicht vorzunehmen. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich im Geschäftsjahr auf 165 Tsd. € und lagen damit über den Aufwendungen des Vorjahres in Höhe von 93 Tsd. €. Die Steueraufwendungen werden beeinflusst durch unterschiedliche regionale Ergebnisbeiträge, insbesondere der ausländischen Betriebsstätten. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag mit 430 Tsd. € leicht unter dem Vorjahreswert mit 461 Tsd. €. Der Gewinn pro Aktie beläuft sich damit im Berichtsjahr auf 0,86 € nach 0,92 € im Vorjahr. Finanzlage Der Cashflow belief sich im Berichtszeitraum auf 1.068 Tsd. € und lag damit über dem Wert des Vorjahres von 872 Tsd. €. Die Veränderung ist hauptsächlich auf die Bewertung der Finanzanlagevermögen und den höheren Jahresüberschuss, zurückzuführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr mit 599 Tsd. € und lag damit auf vergleichbarer Höhe zum Vorjahr mit 574 Tsd. €. Einem deutlichen Aufbau der Bestände an unfertigen Leistungen stand eine vergleichsweise geringere Abnahme der erhaltenen Anzahlungen gegenüber. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Mit 864 Tsd. € war der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit größer im Vergleich zum Vorjahr mit 741 Tsd. €. Die Auszahlungen umfassten Investitionen in IT-Ausstattung und sonstige Geschäftsausstattung. Darüber hinaus entfallen Zugänge im Finanzanlagevermögen auf Darlehen an verbundene Unternehmen zur Finanzierung von Investitionen, sowie Wertpapiere zur Finanzierung der Pensionszusagen aus der betrieblichen Altersversorgung. Im Geschäftsjahr 2023 sind Mittel aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 100 Tsd. € abgeflossen. Aufgrund der an unsere Aktionäre ausbezahlten Dividende für das Geschäftsjahr 2022 flossen Mittel in Höhe von 100 Tsd. € ab. Der Bestand an Finanzmitteln hat sich infolgedessen seit Jahresbeginn um -366 Tsd. € auf 4.874 Tsd. € vermindert. Scope International ist unverändert solide finanziert. Das Unternehmen deckt seinen Finanzierungsbedarf aus dem Cashflow. Angesichts der sehr guten Liquiditätslage und der positiven Entwicklung im gesamten Geschäftsjahr 2023 sowie der Finanzierungsstruktur ist aus heutiger Sicht auch die Erfüllung künftiger Zahlungsverpflichtungen gesichert. Vermögenslage Die Bilanzsumme von Scope International hat sich zum 31.12.2023 auf 13.976 Tsd. € leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahresstichtag mit einer Bilanzsumme in Höhe von 13.797 Tsd. €. In den Aktiva hat sich die Position Sachanlagen durch Abschreibungen vermindert auf 3.177 Tsd. € (Vorjahr 3.281 Tsd. €). Das Finanzanlagevermögen hat sich um 212 Tsd. € erhöht auf insgesamt 1.548 Tsd. € (Vorjahr: 1.336 Tsd. €). Die Zugänge bei den Finanzanlagen entfallen größtenteils auf ein Darlehen an die Tochtergesellschaft in Litauen zum Erwerb einer Büroimmobilie. Das gesamte Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 4.725 Tsd. € (Vorjahr 4.620 Tsd. €). Das entspricht, bezogen auf die Bilanzsumme, einem Anteil von 33%. Wir haben den konservativen Ansatz auch in der Bilanzierung beibehalten. Die Bewertung der Bestände entspricht dabei der "Completed-Contract-Methode". Dabei erfolgt die Bewertung der unfertigen Leistungen entsprechend dem Projektfortschritt zu Herstellungskosten. Diese Bewertung entspricht dem Realisationsprinzip und dem Vorsichtsprinzip. Gewinne werden erst nach der vollständigen Abwicklung des jeweiligen Projektes ausgewiesen. Die Vorräte an unfertigen Leistungen haben sich um 7.667 Tsd. € auf 46.452 Tsd. € deutlich erhöht. Von dem Wahlrecht, auftragsbezogene Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wurde im Berichtsjahr, wie in den Vorjahren, Gebrauch gemacht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr auf 1.268 Tsd. € geringfügig vermindert (Vorjahr 1.304 Tsd. €). Forderungsausfälle waren nicht zu verzeichnen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Berichtsjahr ebenfalls kaum verändert mit 1.694 Tsd. €. Die Summe der kurzfristigen Wertpapiere und liquiden Mittel hat sich zum Bilanzstichtag leicht vermindert und betrug 4.874 Tsd. € (Vorjahr 5.240 Tsd. €). Das Eigenkapital hat sich zum Bilanzstichtag erhöht auf 7.368 Tsd. € (Vorjahr 7.023 Tsd. €). Die Steigerung resultiert aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 445 Tsd. €. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 52% und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (52%) nicht verändert. Den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden Beträge in Höhe von 61 Tsd. € zugeführt. Sie haben sich damit zum Bilanzstichtag auf 1.015 Tsd. € erhöht. Bei den Rückstellungen handelt es sich um Zusagen auf Grundlage der betrieblichen Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Die Zusagen werden vollständig durch sicherungsübereignete Investmentanlagen ausfinanziert. Diese sind unter dem Finanzanlagenvermögen ausgewiesen und wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag überstieg das Deckungsvermögen die Pensionsrückstellungen und es erfolgte ein saldierter Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" in Höhe von 46 Tsd. €. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich zum Stichtag auf 527 Tsd. € im Vergleich zum Vorjahr mit 345 Tsd. €. Es handelt sich überwiegend um Rückstellungen für offene Urlaubsansprüche und ausstehende Rechnungen. Diesen stehen größtenteils wertgleiche Bestände an unfertigen Leistungen gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 1.301 Tsd. € und haben sich zum Vorjahr mit 1.077 Tsd. € erhöht. Die Verbindlichkeiten beliefen sich insgesamt auf 5.965 Tsd. € und haben sich im Vergleich zum Vorjahr mit 6.242 Tsd. € kaum verändert. Personal- und Sozialbereich Bei Scope International steht der Mensch im Mittelpunkt. Unsere Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Erfolg. Ihre fachliche Qualifikation und ihr Engagement zeichnen sie aus und machen Scope International stark. Um das Ziel, das beste mittelständische Dienstleistungsunternehmen in der Auftragsforschung zu sein, zu erreichen, ist es wichtig, besonderes Augenmerk auf alle Aspekte der Personalarbeit zu legen. Die Rekrutierung und Bindung talentierter Mitarbeiter ist daher von größter Bedeutung. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, in der klinischen Forschung langfristig erfolgreich zu bestehen. Deshalb kommt dem Personalmanagement eine strategische Schlüsselrolle zu. Wir bemühen uns stets, vielversprechende Talente für unser Unternehmen zu gewinnen, Leistungsträger zu binden und Mitarbeiter kontinuierlich und gezielt weiterzubilden. Zu den zentralen Werten des Unternehmens zählen Kundenorientierung, unternehmerisches Denken, Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit. Daher bemühen wir uns stets um Individuen, die diese Wertvorstellungen und das Engagement und die Bereitschaft mitbringen, den Erfolg des Unternehmens mitzugestalten. Ein Ausdruck für den Erfolg des Personalmanagements ist die hoch qualifizierte und erfahrene Belegschaft. Am 31.12.2023 waren bei Scope International 243 Mitarbeiter beschäftigt. Damit ist der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr mit 257 Mitarbeitern leicht rückläufig. Im Berichtsjahr hat Scope International Personalbedarf und Personalbestand stets sorgfältig aufeinander abgestimmt, um den Anforderungen des Kundengeschäfts gerecht zu werden und gleichzeitig die Personalentwicklung zu fördern. Dank unserer gelebten sozialen Verantwortung, attraktiven Aufgabenstellungen in einem internationalen Umfeld, Entwicklungsperspektiven und einer auf offenem Dialog basierenden Führungskultur haben wir bei Scope International im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter eine starke Position erreicht. Wir erkennen frühzeitig das Talent unserer Mitarbeiter, fördern ihre Stärken und bieten ihnen langfristige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um ihr Potenzial optimal auszuschöpfen. Personalentwicklung hat bei Scope International einen hohen Stellenwert und dient der Identifizierung und Förderung von Mitarbeitern, die über entsprechende Fähigkeiten und Verständnis für das Geschäft verfügen. Unser Ziel ist es, Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen und sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter in der Lage sind, Schlüsselpositionen zu übernehmen, falls solche vakant werden. Dies trägt zum Wachstum von Wissen und Erfahrung bei Scope International bei. Unsere gezielte Nachfolgeplanung spielt eine entscheidende Rolle bei der Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter an unser Unternehmen. Als Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in vielen europäischen Ländern legen wir großen Wert auf eine dezentral organisierte Personalverwaltung. Dadurch haben unsere Niederlassungen ausreichend Spielraum, um die konkrete Personalarbeit vor Ort gemäß ihren individuellen Anforderungen zu gestalten. Die Organisation internationaler klinischer Studien erfordert eine komplexe Koordination von verschiedenen Kulturen. Daher ist es unser vorrangiges Ziel, hochqualifizierte Mitarbeiter für Scope International zu gewinnen und langfristig im Unternehmen zu halten. Mit unseren umfangreichen Sozialleistungen und unserer partnerschaftlichen Unternehmenskultur schaffen wir hierfür die Voraussetzungen. Wir streben ein faires Vergütungssystem an, dass an die persönliche Leistung des Mitarbeiters gekoppelt ist und vom Unternehmenserfolg abhängige Komponenten enthält. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit ist entscheidend für die Arbeitszufriedenheit und somit auch den Erfolg eines Unternehmens. Bei Scope International können Mitarbeiter flexible Arbeitsbedingungen und -zeiten genießen, um den steigenden Anforderungen an die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben gerecht zu werden. Wir legen auch großen Wert auf die interne Kommunikation und sorgen dafür, dass an allen Standorten übergreifend direkte Gespräche zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern stattfinden. Der Erfolg unserer Unternehmenskultur zeigt sich in der geringen Mitarbeiterfluktuation. Die Konstanz unserer Projektteams hebt uns von der Konkurrenz ab und ist ein wichtiger Faktor für die hohe Qualität unserer Dienstleistungen. Chancen- und Risikomanagement Wir sind Teil einer Industrie, die von stetem Wandel und Fortschritt geprägt ist. Als international agierendes Unternehmen begegnen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten verschiedenen Risiken und Chancen. So basiert jede unternehmerische Entscheidung auf der bewussten Abwägung zwischen den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Durch entsprechende Risikosysteme können Gefahren rechtzeitig identifiziert, bewertet und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die unternehmerische Bereitschaft, Verluste kalkuliert einzugehen, eröffnet aber auch die Möglichkeit, den Unternehmenswert zu steigern. Ziel unseres Chancen- und Risikomanagements ist die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens. Um Gelegenheiten frühzeitig zu erkennen und zu nutzen, setzen wir auf kontinuierliche Marktbeobachtung und den aktiven Dialog mit unseren Kunden, anderen Marktteilnehmern, Behörden und wissenschaftlichen Meinungsbildnern. Der Schlüssel für eine rasche und flexible Nutzung sich bietender Chancen liegt in der zentral ausgerichteten Unternehmensstruktur mit flachen Hierarchien und klarer Kundenorientierung. Eine regelmäßige Überprüfung der Strategie stellt sicher, dass Vor- und Nachteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Wir gehen nur dann Risiken ein, wenn diese gleichzeitig Möglichkeiten bieten, den Unternehmenswert zu steigern. Um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen wirkungsvoll zu begegnen, verfügt Scope International über ein Risikomanagementsystem, das in allen Geschäftsbereichen verankert ist. Wir überprüfen regelmäßig ihre Wirksamkeit und entwickeln sie bei Bedarf weiter. Unser Risikomanagementsystem ist in die betriebliche und projektbezogene Ablauforganisation des Unternehmens integriert. Auf diese Weise können Risiken frühzeitig identifiziert und soweit möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Aber auch Trends und Chancen zu erkennen ist eine herausfordernde unternehmerische Aufgabe. Den Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit bilden die Planung, Organisation und Durchführung klinischer Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von innovativen Arzneimitteln. Diese Tätigkeit findet in einem stark reglementierten Umfeld statt. Übergeordneten Einfluss üben die staatlich-regulatorische Ausgestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens und die dadurch geprägten Marktstrukturen aus. Die Auswirkungen betreffen in erster Linie die Pharmaunternehmen als unsere Auftraggeber und können sich auf deren Forschungsaktivitäten negativ auswirken. Eine Prognose über Ausmaß und Auswirkungen von etwaigen Änderungen nationaler oder europäischer Regelungen ist nicht möglich, da solche Regelungen von politischen Prozessen abhängen und die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten beeinflusst werden. Mit unserer Internationalisierung und unserem breiten Dienstleistungsspektrum für die pharmazeutischen Unternehmen reduzieren wir die Abhängigkeit von staatlichen Maßnahmen in einzelnen Ländern. Auf mögliche Risiken eines veränderten Marktumfelds bereiten wir uns vor, indem wir dieses kontinuierlich beobachten und mit entsprechender Voraussicht agieren. Die Entwicklung neuer Medikamente ist grundsätzlich mit der Gefahr verbunden, dass das angestrebte Entwicklungsziel nicht erreicht wird. Bei klinischen Studien kann der Erfolg nicht garantiert werden. Es besteht die Gefahr, dass Patienten für klinische Studien nicht rechtzeitig gefunden werden, was zu einer Verzögerung der Studien führen kann. Die Behörden können klinische Projekte bremsen, indem sie weitere vorklinische, klinische oder pharmazeutische Daten einfordern. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass eine klinische Untersuchung abgebrochen werden muss, etwa aufgrund von unerwarteten Nebenwirkungen oder weil sich die vermutete therapeutische Wirkung nicht bestätigt. Das Unternehmen könnte für Schäden verantwortlich gemacht werden, falls vertraglich vereinbarte Studienvorgaben nicht eingehalten werden. Es bestehen weiterhin rechtliche Risiken aus der möglichen Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen. Mit der Unterstützung des Vorstands stellt eine eigenständige Qualitätssicherungsabteilung sicher, dass sämtliche Projekte und Maßnahmen den nationalen und internationalen Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien entsprechen. Dies erfolgt ebenso im Hinblick auf die Einhaltung von behördlichen Regularien, den Standards von Scope International und den Auftraggebern sowie auf die Einhaltung der Timelines. Sämtliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung entsprechen den Grundsätzen der guten klinischen Praxis (Good Clinical Practice - GCP). Die genauen Verfahren sind in detaillierten Anweisungen dokumentiert und bilden die Grundlage für die Durchführung klinischer Studien gemäß internationalen Normen. Eine regelmäßige Überprüfung gewährleistet deren Einhaltung. Die Erstellung und regelmäßige Adaption von Arbeitsanweisungen an Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen stellt sicher, dass Arbeitsschritte im gesamten Unternehmen einheitlich abgewickelt werden. Bestandteil der standardisierten Ablaufvorgaben sind die strikte Einhaltung der Genehmigungsverfahren für Projekte, rechtliche Vertragskontrollen und die Überprüfung der Zeichnungsberechtigungen. Durch interne und externe Prüfungen wird die Rechtmäßigkeit und Effizienz unserer Geschäftsabläufe fortlaufend überprüft. Risikobasierte Prüfungsansätze werden dabei zugrunde gelegt. Auf der Absatzseite besteht das potenzielle Risiko, wichtige Kundenbeziehungen, insbesondere zu Großkunden zu verlieren. Der Verlust einer Großkundenbeziehung kann die Umsatz- und Ertragslage spürbar beeinflussen. Diesem Abhängigkeitsrisiko begegnen wir mit einem aktiven Kundenmanagement mit dem Ziel der Schaffung einer partnerschaftlichen Vertrauensbasis. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an der weiteren Diversifizierung unseres Kundenstammes. Durch Fusionen von Kunden können sich Risiken aber auch Chancen für zukünftige Geschäftsbeziehungen ergeben. Um einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, müssen unsere IT-Systeme jederzeit einsatzfähig und gegen unberechtigten Datenzugriff und Datenmanipulation gesichert sein. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass Probleme mit bestehenden Systemen oder künftigen Erweiterungen bis hin zu Systemausfällen auftreten, die den Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigen können. Zur Begrenzung dieser Risiken werden Sicherheitsmaßnahmen mit geeigneten organisatorischen, technischen und softwareseitigen Vorkehrungen für Zugangskontrolle, Zugriffsrechte, Verschlüsselungen, Virenschutz und Datenschutz angewandt. Außerdem werden vielfältige Datensicherungsmaßnahmen eingesetzt und Sicherheitstests durchgeführt, um die Verfügbarkeit geschäftskritischer Daten sicherzustellen. Die Angemessenheit der Sicherheitsmaßnahmen wird dabei regelmäßig überprüft und gegebenenfalls werden die Systeme und Verfahren an sich ändernde Anforderungen angepasst. Die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung unserer IT-Systeme gewährleisten wir durch regelmäßige Investitionen in eine unternehmensweite Harmonisierung. Bei der Erbringung von Dienstleistungen gewähren wir unseren Kunden in der Regel Zahlungsziele. Das daraus resultierende Forderungsausfallrisiko ist abhängig von der Kundenstruktur. Wir profitieren aufgrund der hohen Bonität unserer Kunden von einem guten Zahlungsverhalten überwiegend innerhalb der vereinbarten Ziele. Die laufende Kontrolle des Zahlungsverhaltens unserer Kunden, die Prüfung ihrer Bonität und gegebenenfalls eine Anpassung der Zahlungsmodalitäten sind wesentliche Bestandteile zur Überwachung der Forderungsausfallrisiken. Ziel unseres systematischen Liquiditätsmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität von Scope International kurz und langfristig sicherzustellen. Unsere Liquidität und unser Wertpapierportfolio werden laufend überwacht. Unser Controlling umfasst die zielorientierte Koordination der Planung, Informationsversorgung, Steuerung und Kontrolle. Das Unternehmen hat zu diesem Zweck ein monatliches Reportingsystem installiert, das Budgetberichte und Varianzanalysen liefert. Die Geschäftsprozesse unterliegen wie bei jedem Unternehmen allgemeinen Risiken. Scope International kann z.B. einem Ausfallrisiko ausgesetzt sein, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Für allgemeine Geschäftsrisiken wie Unfälle und Naturkatastrophen wurden von Scope International, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Unter Beachtung der bekannten Risikofaktoren, ist der Vorstand der Auffassung, dass trotz der Herausforderungen, die grundsätzlich mit der klinischen Auftragsforschung verbunden sind, die Chancen für das Unternehmen überwiegen, langfristig Wertzuwachs zu erzielen. Zurzeit sind keine Risiken bekannt, die allein oder in Kombination als bestandsgefährdend für Scope International eingestuft werden müssten. Zudem gab es im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen der Gefahrenquellen. Ausblick Die Pharmabranche und der Gesundheitssektor haben in der Vergangenheit ihre Resistenz gegen konjunkturelle Entwicklungen durch die konstant steigende Nachfrage nach innovativen Behandlungsmethoden unter Beweis gestellt. Insbesondere die Pandemiejahre haben der Pharmabranche einen Wachstumsschub beschert, der durch staatliche Unterstützung und zusätzliche Investitionen ermöglicht wurde. Die treibenden Kräfte des Wachstums, einschließlich der globalen Bevölkerungszunahme, des medizinischen Fortschritts und der alternden Gesellschaft in Industrieländern, bleiben weiterhin intakt. Scope International zeichnet sich seit vielen Jahren durch eine konstante und nachhaltige Geschäftsstrategie aus. Insbesondere das Outsourcing von Dienstleistungen profitiert von einem Wachstum im Bereich Pharma- und Biotechnologie, da diese Branchen verstärkt auf die Entwicklung neuer, effizienterer Arzneimittel und Therapien setzen. Die Suche nach innovativen Behandlungsmethoden für eine Vielzahl von Krankheiten führt zu einer erhöhten Investition in Forschung und Entwicklung. Zusätzlich steigen die Anforderungen an den Nachweis von Sicherheit, Wirksamkeit und Nutzen von Medikamenten, was eine verstärkte Datenerhebung im Rahmen klinischer Studien erforderlich macht. Aufgrund der bevorstehenden Patentabläufe, die derzeit viele Pharmaunternehmen betreffen, befindet sich die Branche in einer Restrukturierungs- und Übergangsphase. Dieser Innovationsbedarf in der Pharmabranche ist größer als jemals zuvor. Dies hat zur Entwicklung neuer Strategien, sowie zur erhöhten Tendenz der Unternehmen geführt, die kapitalintensive klinische Forschung auszulagern. Die Einbindung externer Anbieter für die klinische Forschung ermöglicht es Fixkosten in variable Kosten umzuwandeln und die Expertise von Spezialisten in diesem Bereich zu nutzen, ohne dafür eigene Infrastrukturen aufbauen zu müssen. In der Pharmabranche wird vermehrt auf strategische Forschungsvereinbarungen gesetzt und dabei bevorzugen Unternehmen Kooperationspartner mit langjähriger Erfahrung und nachgewiesener Expertise, um das damit verbundene kommerzielle Risiko zu minimieren. Scope International hat eine hervorragende Position, um von diesen Marktentwicklungen zu profitieren, da das Unternehmen maßgeschneiderte klinische Forschungsdienstleistungen aus einer Hand anbietet, über hervorragende Referenzen in der Branche verfügt und finanziell äußerst stabil ist. Geographisch sehen wir neben unserem Kernmarkt in Europa ein großes Wachstumspotential in den USA. Der amerikanische Gesundheitsmarkt gilt als äußerst stabil und bietet ein vielversprechendes Umfeld für die pharmazeutische Entwicklung und bietet speziell für klinische Auftragsforschung einen robusten Wachstumsmarkt. Unsere europäischen Kunden schätzen unsere Garantie für hohe Qualität und Budgetsicherheit bei US-Studien. Für US-Kunden verliert jedoch der europäische Markt an Bedeutung. Investitionen und vielversprechende Entwicklungen werden zunehmend in den asiatischen Raum verlagert. Dies hat zu einem Rückgang in unserem US-Geschäft geführt und im Verlauf des Jahres zur Schließung unserer US-Niederlassung. Um unseren europäischen Kunden weiterhin unsere US-Expertise anbieten zu können, haben wir beschlossen zukünftig strategische Partnerschaften und Kooperationen zu nutzen. Die USA sind unverändert der wichtigste Markt für klinische Forschung und Pharmaindustrie weltweit. Infolge des Krieges in der Ukraine waren wir gezwungen, unsere Geschäftstätigkeiten in Russland einzustellen. Für die Unterstützung der Ukraine und unserer Kollegen vor Ort haben wir alle möglichen und erforderlichen Hilfen geleistet. Laufende Projekte konnten, auch mit der großartigen Unterstützung unserer Kunden, erfolgreich fortgeführt werden. Scope International ist auch mit operativen Herausforderungen und einem sich verstärkenden Wettbewerb konfrontiert. In die wachsende CRO Branche wurde in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang Kapital investiert, was zu vermehrten Akquisitionen und einer Konzentration von kapitalstarken Wettbewerbern geführt hat. Die reine Größe an sich führt zwar zu einem erweiterten Angebotsportfolio, ersetzt aber nicht die langjährige Erfahrung und das Knowhow sowie die Qualität stabiler und eingespielter Teams. Gerade der, in der Dienstleistung, besonderes wichtige persönliche Einsatz erfahrener Teams und deren Leitung, sowie die Flexibilität auf individuelle Anforderungen einzugehen, ist ab einer gewissen Größe und Struktur nicht mehr möglich. Ein weiterer Vorteil einer mittelständischen CRO mit flacher Hierarchie ist die Fähigkeit, schnell zu reagieren und zu entscheiden. Ein bedeutender Aspekt in der klinischen Forschung, da laufend schnelle Entscheidungen in Studien gefordert sind und die Projektlaufzeit ein wesentlicher Kostenfaktor ist. Darin liegen die besonderen Stärken eines organisch gewachsenen Dienstleisters und der in dieser Form einzigartigen Aufstellung von Scope International. Die Digitalisierung ist ein weiterer Aspekt, der die klinische Forschung bereits heute strukturell transformiert hat. Insbesondere der rasante Fortschritt in der Nutzung KI-basierten Anwendungen wird die klinische Forschung erheblich beeinflussen und weiterentwickeln. Die neue Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen, patientenorientierten Gesundheitsversorgung. Als CRO sehen wir großes Potenzial in der Einführung der elektronischen Patientenakte und in der Nutzung der KI in den Bereichen Risk-based Monitoring, Risk-Management, Datenmanagement sowie Medical Writing. Obwohl sich diese Konzepte teilweise noch in der Anfangsphase befinden, sind wir bei SCOPE International optimal darauf vorbereitet, ihre Vorteile voll auszuschöpfen. Wir haben früh darauf reagiert und begonnen ein eigenes Softwaresystem für alle wesentlichen Bereiche in der klinischen Forschung zu entwickeln. Diese Softwareanwendung besteht aus Modulen, einem Clinical Trial Management Systems (CTMS) InSIGHT und dem Safety Reporting System SCORIS. Das System wurde exakt auf die Bedürfnisse von Auftragsforschungsinstituten für die Durchführung von klinischen Studien zugeschnitten und ist in der Branche einzigartig. Besondere Merkmale sind ein rollenbasierter Datenzugriff, die flexible Integration externer Daten und Dokumente sowie die projektspezifische Konfiguration. Eine Besonderheit sind die umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten einschließlich vielfältiger Grafiken, die jederzeit einen frei definierbaren Überblick über sämtliche Bereiche einer klinischen Studie ermöglichen. Mit diesen Schlüsselindizes ist das System auch optimal für das sogenannte "Risk-Based-Monitoring" geeignet. Alle Systeme wurden im Berichtsjahr konsequent weiterentwickelt und im Funktionsumfang erweitert. Diese innovative Eigenentwicklung ist ein bedeutender Meilenstein in der Historie von Scope International und wird die Qualität und Effizienz klinischer Studien und damit unsere Wettbewerbsposition noch weiter verbessern. Auf Basis der aktuellen Planungen gehen wir davon aus, dass auch das kommende Jahr geprägt sein wird durch eine leicht rückläufige Auftragslage und dem Abschluss von zahlreichen Projekten in Europa. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem schwierigen Jahr und planen eine Gesamtleistung etwas geringer als im Berichtsjahr. Bei der Entwicklung des operativen Ergebnisses rechnen wir mit einer vergleichsweise besseren Entwicklung. Weiterhin positive und stabile Erträge und Cashflows sowie eine gute Liquiditätsposition versetzen das Unternehmen in die Lage das organische Wachstum beizubehalten. Aufgrund anhaltender globaler Unsicherheiten ist Scope nach wie vor gezwungen flexibel und angepasst zu reagieren. Die unter schwierigen Bedingungen erreichte positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 betont jedoch erneut die starke Anpassungsfähigkeit von Scope, die sich bereits in der Vergangenheit als entscheidender Wettbewerbsvorteil erwiesen hat. Scope International ist damit hervorragend aufgestellt, um für die forschenden Pharma- und biotechnologischen Unternehmen weiterhin innovative und effiziente Lösungen für die klinische Forschung anzubieten. Das Unternehmen verfügt über das Wissen um die Bedürfnisse der Branche für eine erfolgreiche Planung, Organisation und Durchführung klinischer Studien. Dieses Wissen gründet auf langjährigen exzellenten Kundenbeziehungen voller Vertrauen, Seriosität und Verlässlichkeit. Gewinnvorschlag Die Scope International AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 430 Tsd. €. Zusammen mit dem Gewinnvortag aus dem Vorjahr ergab sich zum 31.12.2023 ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.700 Tsd. €. Auf der nächsten Hauptversammlung der Scope International AG werden Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 einen Betrag von insgesamt 200 Tsd. € den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen. Der verbleibende Überschussbetrag von 1.500 Tsd. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Bilanz zum 31.12.2023Amtsgericht Mannheim: HRB 9421Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge wurde nicht vorgenommen. Die Scope International AG weist zum Stichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Verbindlichkeiten und Forderungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a Satz 1 HGB bewertet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen wurden linear vorgenommen. Die Möglichkeiten der degressiven Abschreibung wurden, soweit steuerlich zulässig, genutzt. Von der Bewertungsfreiheit des § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von insgesamt € 4.803,36 wurde Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen Leistungen des Unternehmens werden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß der "Completed-Contract-Methode" ermittelt. Dabei erfolgt die Bewertung der unfertigen Leistungen entsprechend dem Projektfortschritt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung der notwendigen Gemeinkosten und anderer Kostenbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Diese Bewertung entspricht dem Realisationsprinzip und dem Vorsichtsprinzip. Gewinne werden erst nach vollständiger Abwicklung des jeweiligen Auftrages ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht zu bilden. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag. Die sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Die Bewertung von Sorten-Kassenbeständen und Devisen-Bankguthaben erfolgt mit dem am Bilanzstichtag maßgeblichen Wechselkurs. Die Bewertung der auf Fremdwährungs-Basis erworbenen Vermögenswerte und der darauf entfallenden Aufwendungen erfolgt zu dem am Anschaffungstag maßgebenden Wechselkurs. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen für Pensionen sind mit den versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der " Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode)" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Klaus Heubeck verwendet. Mit einer Anpassung des § 253 HGB hat der Gesetzgeber auf die Niedrigzinsphase reagiert und den bisher zugrunde gelegten 7-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses auf einen 10-Jahres-Durchschnitt umgestellt. Im Berichtsjahr wird ein durchschnittlicher Marktzinssatz für 10 Jahre von 1,82% bei der Bewertung zugrunde gelegt. Anwartschaftswertsteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände stellt sich im Jahr 2023 wie folgt dar: Die Rückstellung für Pensionen mit einem Abzinsungssatz von 1,82% (10-Jahres-Durchschnitt) beträgt € 1.014.938,00. Mit einem Abzinsungssatz von 1,74% (7-Jahres-Durchschnitt) ergibt sich eine Rückstellung von € 1.021.480,00. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von € 6.542,00. Die Pensionsverpflichtungen sind gesichert durch Investmentfondsanlagen. Diese Finanzanlagen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind durch Sicherungsübereignung dem Zugriff der Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der in der nachstehenden Tabelle genannte Zeitwert der Investmentfonds wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Die Entwicklung dieses Postens sowie die Verrechnung mit den Pensionsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Erstanwendung von BilMoG stellen sich wie folgt dar:
Die Summe der Aufwendungen und Erträge aus den in den Pensionsrückstellungen saldierten Positionen ist in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen (€ 121.928,07). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet in Höhe von € 61.918,89 Abgrenzungen von Versicherungsbeiträgen, Softwarelizenzgebühren und Wartungskosten. Das gezeichnete Kapital beträgt € 502.192,-- und ist eingeteilt in 502.192 auf den Namen lautende Stückaktien zu jeweils € 1,--. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen sind Anteile an Investmentfonds zweckgebunden angeschafft und sicherungsübereignet worden. Sie sind in Anwendung von § 253 Abs. 1 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Bilanzstichtag auf € 1.061,3 Tsd. und liegt damit um € 407,6 Tsd. über den Anschaffungskosten von € 653,7 Tsd. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von € 1.715,1 Tsd. besteht daher nicht. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Urlaubsansprüche, ausstehende Rechnungen, Aufwenden für die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Beiträge zur gesetzlichen Berufsgenossenschaft. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 425.639,77) handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31.12.2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von € 260,9 Tsd. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Jahresergebnis lässt sich zum Bilanzergebnis wie folgt weiterentwickeln:
In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in Höhe von € 350.000,00 Abschreibungen auf ein Darlehen gegenüber der Scope International USA Inc. (USA) enthalten. Die Restschuld zum 31.12.2023 beträgt 419.291,85 Euro. Die Scope International USA Inc. hat am 10.11.2023 den Geschäftsbetrieb eingestellt und die ordentliche Auflösung der Gesellschaft beschlossen. V. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden 104 Angestellte (Vorjahr 107 Angestellte) beschäftigt. Zusammen mit den Mitarbeitern der verbundenen Unternehmen wurden im Jahresdurchschnitt 245 Angestellte (Vorjahr 252 Angestellte) beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Scope International AG durch den Vorstand: Herr Gerald Meub, Darmstadt Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt: Herr Jörg Büßecker, Steuerberater (bis 18.07.2023) Herr Jens Armbrüster, Unternehmensberater (Vorsitzender) Herr Henning Zietsch, Volkswirt (stellv. Vorsitzender) Herr Jan Runde, Vertriebsleiter (ab 18.07.2023) Auf die Angabe der Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat wird unter Berücksichtigung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Berichtsgesellschaft hält 100% der Anteile an der Scope International France mit Sitz in Paris. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 EUR -3.612,00. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR -46.650,00. Die Berichtsgesellschaft hält 100% der Anteile an der UAB Scope Baltija mit Sitz in Vilnius. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 EUR -956.070,00. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 beträgt EUR -248.221,00. Die Gesellschaft hält im Berichtsjahr 100% der Anteile an der Scope International Spain S. L. mit Sitz in Barcelona, Spanien. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 EUR 368.691,75. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 109.501,97. Die Gesellschaft hält im Berichtsjahr eine 100%ige Beteiligung an der Scope International (UK) Ltd. mit Sitz in Bolton, England. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 GBP -488.519,00. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 beträgt GBP -55.474,00. Die Gesellschaft hält im Berichtsjahr eine 100%ige Beteiligung an der Scope International Italy S.R.L. mit Sitz in Mailand, Italien. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 EUR 18.356,00. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 8.937,00.
Mannheim, den 02. April 2024 Scope International AG Gerald Meub
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) handelt es sich um eine für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Scope International AG, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scope International AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scope International AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 13. Mai 2024 AUDATO
GmbH
Jüttner, Wirtschaftsprüfer Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2023 wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. August 2024 stattgegeben. Bericht des AufsichtsratsAufgabe des Aufsichtsrates ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Im Jahr 2023 ist der Aufsichtsrat seinen ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben gewissenhaft nachgekommen. So hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollumfänglich über alle unternehmensrelevanten Geschehen und geschäftlichen Vorgänge informiert und die Arbeit des Vorstands überwacht sowie beratend begleitet. Gegenstand schriftlicher sowie mündlicher Berichte seitens des Vorstands waren die wirtschaftliche Situation und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Lage des Unternehmens hinsichtlich der Risikosituation, der Auswirkungen des Krieges in Ukraine auf unsere Geschäftstätigkeit. Gegenstand der Beratungen waren Maßnahmen zur Unterstützung der Kollegen in der Ukraine sowie der erfolgreichen Fortführung der dortigen Dienstleistungen. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung des Aufsichtsrates umfasste die Entwicklung der eigenen Softwareanwendungen und der Ausbau von Partnerschaften. Der Aufsichtsrat war bei allen wichtigen Entscheidungen eingebunden. Bei zustimmungspflichtigen Geschäften hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung der Berichte und Beschlussvorschläge sein Votum abgegeben. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr zu 4 regulären Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand zusammengetreten. In den Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung, mit der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage beschäftigt. Auch außerhalb der turnusmäßigen Sitzungen stand der Vorstand in engem Kontakt mit den Aufsichtsratsmitgliedern. Dabei war die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand stets von Offenheit und Vertrauen sowie einem konstruktiven Dialog geprägt. Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Wir können bestätigen, dass der Vorstand in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Jahresabschluss der Scope International AG sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Audato GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft worden und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits geprüft. Die Prüfung gab keinen Anlass zur Beanstandung. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns einverstanden. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Unternehmens für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten, erneut herausragenden Leistungen.
Mannheim, im Mai 2024 Jens Armbrüster, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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