Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
FRIMO Freilassing GmbHLiquidiert
83395 Freilassing, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christof Wolfgang Dr. Bönsch seit 8.2.2019 | Geschäftsführer |
Peter Rajsp seit 21.7.2010 | Prokura |
Manfred Christian Rudholzer seit 7.9.2006 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FRIMO Freilassing GmbHFreilassingJahresabschluss zum 31. Dezember 2009Bilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20091. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1.1. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1.2. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzposten Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der degressiven (Altbestand) und der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter, die nach dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen €150 und €1000 liegen, werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten kleiner als € 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und die Fertigungsge meinkosten. Der in den Herstellungskosten enthaltene Wertverzehr des Anlagevermögens, das der Fertigung der Erzeugnisse dient, wird durch bilanzielle Abschreibung vom Anschaffungswert ermittelt. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht und die erhaltenen Anzahlungen projektbezogen aktivisch bis zur Höhe der Herstellungskosten abgesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i. H. v T€ 530 wurden passivisch ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag abzüglich angemessener Wertberichtigungen für Ausfallrisiken bewertet. Es wird eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 2% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Bei der Berechnung der pauschalen Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden die Zahlungseingänge bis zum 4. Februar 2010 auf Grund des hohen Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag und erfolgter Zahlungen im Januar 2010 von der Bemessungsgrundlage in Abzug gebracht. Hieraus ergibt sich ein geringerer Aufwand aus der Wertberichtigung zu Forderungen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 26.000,00. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 6% errechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen WE/RE, für Nachlaufkosten, für Personalverpflichtungen, für Gewährleistungen, für Berufsgenossenschaften und für sonstige ausstehende Eingangsrechnungen. Die Rückstellungen für Boni und für Provisionen werden auf der Ebene der FRIMO Group GmbH berechnet und ausgewiesen. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellungen für Boni und für Provisionen entsteht in den einzelnen Gesellschaften. Über das Verrechnungskonto der FRIMO Group GmbH werden diese Rückstellungen buchhalterisch auf die FRIMO Group GmbH übertragen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Verrechnungskonten gegenüber der FRIMO Group GmbH werden als Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisengeldkurs und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenbriefkurs im Entstehungszeitpunkt oder mit dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 1.3. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen (T€ 30.823) entfallen unter Berücksichtigung von Erlösminderungen (insgesamt T€ 690) auf Inlandsumsätze T€ 24.496 und auf Auslandsumsätze T€ 6.327, hier im Wesentlichen auf Mitgliedsstaaten der EU. Sämtliche Umsatzerlöse wurden mit OEMs und Tier1 getätigt und beinhalten nahezu ausschließlich Anlagen- und Werkzeuglieferungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung einer erloschenen Zinsverbindlichkeit, aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie aus Versicherungsentschädigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Dienstleistungsaufwendungen, Raumkosten, Werbe- und Reisekosten, Leasingkosten, Kosten der Warenabgabe, Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen, Fahrzeugkosten, Kosten für Porto/Telefon, Stromkosten, Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Fortbildung / Schulung, sowie Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen. 2. Sonstige Angaben2.1. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Mit Vertrag vom 30. August 2007 wurde ein Sicherheitenpoolvertrag der finanzierenden Kreditinstitute des FRIMO- Konzerns und der FRIMO geschlossen. Danach haben die FRIMO- Gesellschaften mit Ausnahme der FRIMO Freilassing GmbH der Poolführerin (WGZ-Bank AG, Düsseldorf) diverse Sicherheiten treuhänderisch bestellt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
Am 2. November 2010 wurde dieser Sicherheitenpoolvertrag mit den neuen Kernfinanzierern - wieder mit der WGZ-Bank als Poolführer - neu abgeschlossen. Die Bestellung der Sicherheiten wurde unverändert fortgeführt. 2.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind, ergeben sich für künftige Geschäftsjahre wie folgt:
2.3. Geschäftsführung und Geschäftsführerbezüge Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres 2009 von Herrn Dipl.-Ing. Hans-Günter Bayer, Hasbergen, wahrgenommen. Es wurden keine Geschäftsführerbezüge gewährt. 2.4. Pensionsrückstellung für frühere Organmitglieder
2.5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Tragena 1. Abwicklungsgesellschaft mbH (vormals FRIMO Beteiligungs GmbH), Lotte i.W., einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Tragena 1. Abwicklungsgesellschaft mbH (vormals FRIMO Beteiligungs GmbH) werden gemäß § 325 HGB offengelegt. Die Einreichung dieser Unterlagen erfolgt an den elektronischen Bundesanzeiger. 2.6. Übrige Angaben Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2009 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Freilassing, 5. November 2010 FRIMO Freilassing GmbH, Freilassing Dipl.-Ing. Hans-Günter Bayer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091. AllgemeinesDie FRIMO Unternehmensgruppe ist ein weltweit operierender Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie. Das Technologie- und Produktportfolio reicht dabei von Modellen, Stanz- und Presswerkzeugen, flexiblen Beschneidesystemen, Schäumformen und Vorrichtungen, Fügetechnologien bis zu kompletten Anlagesystemen und Automatisierungslösungen mit eingebauten Werkzeugen, entsprechender Hydraulik und elektronischer Steuerung. Das Leistungsangebot der FRIMO erstreckt sich von der Beratung bei der Entwicklung fertigungsgerechter Bauteile über die Auslegung, Konstruktion und Realisierung von Fertigungseinrichtungen bis hin zur Begleitung der Serienproduktion und After Sales Service. Durch die Auswahl und die intelligente Verzahnung der einzusetzenden Technologien aus einer Hand ist FRIMO in der Lage, durchgängig Prozessverantwortung zu übernehmen und damit dem Kunden einen zusätzlichen Mehrwert zu verschaffen. Die FRIMO versteht sich als Systemintegrator, der seinen Kunden alle Aufgaben rund um das Produkt abnimmt und Lösungen aus einer Hand liefert. Aus dem Zusammenwirken der einzelnen Technologien ergeben sich zusätzliche Synergien und Anwendungen. Das Ziel des höheren Kundennutzens erfordert die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten schließen Kooperationen mit Unternehmen aus technologieverwandten Bereichen und wissenschaftlichen Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen ein. Die Ergebnisse sind in einer Vielzahl von Patenten abgesichert; neue befinden sich im Genehmigungsverfahren. FRIMO ist nahezu mit allen Produkten weltweit aktiv. Der Vertrieb ist in den einzelnen Märkten und Regionen in unterschiedlichen Organisationsformen vertreten. In den Kernmärkten Europa und Nordamerika werden die Produkte im Wesentlichen über den eigenen Vertriebsverbund vertrieben. In Ländern wie Spanien, Portugal, Großbritannien oder in Skandinavien sowie in Vorderasien wird der Vertrieb durch langjährige Vertretungen vor Ort unterstützt und in enger technischer und kaufmännischer Abstimmung mit den Kompetenzzentren in Deutschland koordiniert. Märkte wie die der Türkei, Russland, Indien und der Großraum in Asien werden durch bestimmte Area Sales Manager bearbeitet. In Asien wird der Area Sales Manager durch einen lokalen Vertrieb vom Fertigungsstandort in Shanghai unterstützt. Auch hier findet ein permanenter technischer und kaufmännischer Abgleich mit den Kompetenzzentren in Deutschland statt. Die Nachfrage kommt zum Großteil aus der Automobilindustrie, d. h. direkt von den Autoherstellern (OEM) bzw. deren Zulieferern (Tier1). Aber auch Unternehmen u. a. aus der Luftfahrt-, der Eisenbahn- und der Bauindustrie finden Interesse an dem vielseitig einsetzbaren Technologiespektrum. 2. Risikomanagement/ Management InformationssystemeIm Projektgeschäft der FRIMO mit überwiegender Einzelfertigung liegen die durchschnittlichen Projektlaufzeiten zwischen 6 und 18 Monaten. Das Projektgeschäft ist vom Charakter her mit zahlreichen Risiken behaftet, deren Kontrolle ein ausgefeiltes Risikomanagement erfordert. Innerhalb der FRIMO Unternehmensgruppe werden daher - auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete - Management- und Kontrollsysteme eingesetzt. Hierzu gehören insbesondere die strategische Unternehmensplanung, die operative Budgetplanung sowie das damit in Verbindung stehende Berichtswesen. Ein MIS-System dient dazu, die Aktualität, Transparenz und Konsistenz der bereitgestellten Informationen aufzuzeigen. Ein wichtiges Steuerungselement sowohl für die Projektverantwortlichen als auch für die Geschäftsleitung der einzelnen Standorte sind in diesem Zusammenhang die monatlichen Projektstatusberichte. Auf Grund des Prognoseanteils in diesen Berichten kann die zukünftige Ergebnisentwicklung schon frühzeitig erkannt werden. Die Genauigkeit der Prognosen sowie die zeitnahe Bereitstellung der Daten soll weiter optimiert werden. 3. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungFür die nächsten drei Jahre wurde eine vorsichtige Markteinschätzung im Automotive-Bereich durchgeführt. Der Trend zum Werkzeugbau wird sich verstärken, da die bereits vorhandenen Anlagen weiter verwendet werden. Die Wettbewerbsintensität wurde in der Planung als unverändert eingestuft. Der Auftragseingang für 2010 wird bei ca. 36,0 Mio. € gesehen. Der Einkauf wird sich auf Grund gestiegener Rohstoffpreise zunehmend mit Forderungen nach Preiserhöhungen konfrontiert sehen. Das EBITDA soll sich auf Grund von eingeleiteten und auch schon teilweise umgesetzten Maßnahmen gegenüber den Vorjahren weiter verbessern. FRIMO wird sich den steigenden Anforderungen an Zulieferer der Automobilindustrie, insbesondere den erhöhten Kosten- und Finanzierungsdruck, stellen, sowie weiterhin verstärkt eine Internationalisierung vorantreiben. Die Fähigkeit, kurzfristig auf stark schwankende Kapazitätsauslastungen reagieren zu können, ist insbesondere in Hochlohnländern wie Deutschland, Frankreich und den USA eine unabdingbare Voraussetzung für ein erfolgreiches Agieren am Markt. FRIMO wird weiterhin die Wertschöpfungstiefe optimieren und damit eine größere Unabhängigkeit von Marktschwankungen erreichen (Stichwort: optimierte Kapazitätsvorhaltung im eigenen Hause). Die Anzahl der Mitarbeiter wird konstant bleiben. Bei der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen ist die FRIMO Unternehmensgruppe in einem bestimmten Maße auch auf Fremdanbieter angewiesen. Unerwartete Lieferschwierigkeiten (Termine, Qualitäten, etc.) stellen bei der Einbeziehung von Dritten immer ein mögliches Risiko dar. Eine intensive Marktbeobachtung, eine gründliche Prüfung von Lieferanten sowie langfristige Lieferverträge (Lieferantenentwicklung) führen dazu, die Lieferantenrisiken zu minimieren. Ebenso werden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte abgesichert. Die Fixierung von Kursen ist dabei die Basis für eine Minimierung des Währungsrisikos. Die Absicherung des Wechselkursrisikos wird in der FRIMO zentral von der FRIMO Group GmbH wahrgenommen. Die operativen Standorte tragen im Innenverhältnis kein Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Des Weiteren bestehen Zinssicherungsgeschäfte zur Absicherung auf kurzfristiger Zinsbasis kontrahierte Darlehensverträge. Immer mehr muss FRIMO die Vorfinanzierung der Projekte übernehmen. Zahlungsverzögerungen von Kunden, Forderungsausfälle sowie Währungskursrisiken auf Grund der internationalen Aufstellung sind Kreditrisiken, denen die FRIMO Unternehmensgruppe ständig ausgesetzt ist. Eine gründliche Beurteilung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden sowie ein konsequentes Forderungsmanagement helfen dabei, die Kreditrisiken kalkulierbar zu machen. 4. Ereignisse nach Schluss des GeschäftsjahresWesentliche Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres sind:
5. AusblickDie konsequente Umsetzung der Maßnahmen aus dem in 2007/2008 überarbeiteten Optimierungskonzept wird auch über das Jahr 2009 fortgesetzt. Dabei steht zum einen die Konsolidierung der Unternehmensgruppe und der damit einhergehende Technologietransfer vom Standort Viersen in Richtung Sontra (Stanzen) als auch nach Lotte (Flexible Schneidtechnologie) im Vordergrund. Weitere Kostensenkungen liegen im Bereich Personal oder im Bereich der Sachkosten. Letztendlich werden diese Maßnahmen weiter zu einer Stabilisierung der Ertrags- und Finanzlage führen. Die nächsten drei Jahre sind mit einer Vielzahl von Risiken behaftet. Zum einen wird die derzeitige Finanzkrise negative Folgen auf Kreditvergaben und Finanzierungskosten haben. Zum anderen sind die Kunden der Autohersteller durch die Wirtschafts- und Finanzkrise verunsichert. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger wird das PKW Produktionsvolumen wieder in 2010 steigen (Roland Berger: Angezogene Handbremse - Die Konsolidierung in der Zuliefererindustrie kommt nicht in Fahrt). Der Absatz im Oberklassensegment erholt sich demnach wieder. Insgesamt bleibt die Modellvielfalt bestehen. Die FRIMO ist als Anlagen- und Werkzeughersteller von der Variantenvielfalt abhängig. Auf Grund eigener Analysen und dem engen Kontakt zu unseren Kunden wissen wir schon jetzt, welche Modellanläufe es in den nächsten Jahren geben wird. Wir erwarten - und das bestätigen auch vorliegende Studien (CAR Research) - eine steigende Modell- und Variantenvielfalt, die zu einer höheren Anzahl an Werkzeugen führt. Die steigenden Kundenwünsche nach Individualisierung des eigenen Fahrzeugs und Typs sprechen ebenso dafür. Die Anzahl der Plattformen wird reduziert, während gleichzeitig die Zahl der Modelle weiter steigen wird; Volumenmodelle verlieren relativ an Bedeutung. Die produzierte Stückzahl je Modell wird allgemein geringer werden, was nach neuen Technologien in der Herstellung von Werkzeugen verlangt. Hier werden wir energieeffiziente Technologien anbieten, die den Kunden auch aus dem Aspekt der Umweltverträglichkeit überzeugen. Die Produktion folgt den Absatzmärkten, d.h. neue Produktionskapazitäten werden in Märkten wie China oder auch der Türkei aufgebaut, in Europa und in Nordamerika ist kein großes Wachstum zu erwarten. Trotz der derzeitigen Absatzkrise ist in den nächsten 20 Jahren mit einer weltweiten Verdoppelung der jährlichen Fahrzeugproduktion zu rechnen. Die Nachfrage nach Mobilität gerade in den oben genannten Regionen wird steigen. Überdurchschnittliche Wachstumsraten werden in den preisgünstigen Fahrzeugsegmenten aber auch in den Premiumsegmenten erwartet. Die OEM's werden sich noch stärker auf Markenentwicklung, Design, Marketing, Vertrieb, Service, Kundenbetreuung und Systemintegration konzentrieren, d. h. die Wertschöpfungstiefe wird weiter reduziert (Auslagerung auf die Zulieferer). Bis 2020 wird der Wertschöpfungsanteil der Zulieferer bei 70% liegen von heute 65%. Die OEM's versuchen, immer mehr Risiken (Entwicklungs-, Finanzierungs-, Logistik-, Produkthaftungsrisiken) in Richtung Zulieferer abzuwälzen (Bain & Company: Wachstum aus dem Kern). Auf Grund der Reduzierung der Fertigungstiefe bei den OEM's wird die Hauptlast der Investitionstätigkeit auf die Zulieferer verlagert; innovative Finanzierungsstrategien gewinnen damit für die Zulieferer erheblich an Bedeutung. Die Arbeitsteilung wird weiter steigen, d. h. eine Vernetzung zwischen OEM's, Zulieferern und Dienstleistern gewinnt erheblich an Bedeutung; es werden sich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den OEM's und Zulieferern etablieren; die heutige Wertschöpfungspyramide mit auf Einzelkomponenten spezialisierten Zulieferern wird durch eine wissensbasierte Wertschöpfungsarchitektur ersetzt; hier erbringen Zulieferer auf Grund ihres Know-hows innovative Integrationsleistungen über die klassischen Segmentgrenzen hinweg. Die Wertschöpfungskette bildet dann nicht mehr nur eine Pyramide sondern ein verwobenes Netzwerk; z. B. kann ein Unternehmen mit dediziertem Wissen zu Oberflächenstrukturen Module wie Türinnenverkleidung, Cockpit, Mittelkonsole oder Lenkrad, die heute noch separat geliefert werden, in Zukunft miteinander verbinden. Der vermehrte Einsatz von Kunststoffen wird im Automobilbau unvermindert anhalten. Um den CO 2 Ausstoss zu vermindern werden mehr und mehr leichtere Bauteile aus Kunststoff eingebaut. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Freilassing im November 2010 FRIMO Freilassing GmbH Hans-Günter Bayer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FRIMO Freilassing GmbH, Freilassing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dortmund, den 26. November 2010 Rölfs
WP Partner AG
Ralf Gröning, Wirtschaftsprüfer Martin Weinand, Wirtschaftsprüfer Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung am 10.12.2010der FRIMO Freilassing GmbH, FreilassingDie FRIMO Group GmbH, Lotte i.W., ist alleinige und beherrschende Gesellschafterin der FRIMO Freilassing GmbH, und hält hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsrechtlichen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine ordentliche Gesellschafterversammlung ab und fasst folgenden Beschluss:
Lotte, den 10.12.2010 Gesellschafterin
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