Manufactum Gastronomie GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Kleinert seit 21.10.2025 | Geschäftsführer |
Daniela Schneider seit 2.1.2025 | Prokura |
Alexander Peters seit 11.10.2022 | Geschäftsführer |
Jörg Kanabei seit 19.3.2019 | Prokura |
Kai-Uwe Steffan seit 29.11.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Krämer seit 11.12.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Manufactum GmbHWaltropJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023Bilanz zum 28. Februar 2023Manufactum GmbH, WaltropAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. März 2022 bis 28. Februar 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/221. Allgemeine Angaben Die Manufactum GmbH mit Sitz in Waltrop ist beim Amtsgericht Recklinghausen unter der Nummer HRB 7982 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister bekannt gegeben. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. März bis 28./29. Februar des Folgejahres. Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 264 HGB i. V. m. § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Gliederung der Bilanz sind im Geschäftsjahr unverändert beibehalten worden. Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die voraus-sichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2009 und vor dem 1. Januar 2010 erfolgt die Abschreibung degressiv. Sofern sich nach der linearen Abschreibungsmethode ein höherer Abschreibungswert ergibt, wird auf diese übergegangen. Für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010 ist eine degressive Abschreibung nur dann noch zulässig, wenn diese Methode den Nutzungsverlauf bzw. den Werteverzehr des Vermögensgegenstands sachgerecht darstellt. Für ab dem 1. Januar 2011 vorgenommene Neuerwerbungen ist grundsätzlich eine lineare Abschreibung vorzunehmen.
Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (bis 31. Dezember 2017: EUR 410,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Die Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten größer EUR 800,00 (bis 31. Dezember 2017: EUR 410,00), die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bewertung von Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bewertung von Vorräten Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Allen erkennbaren modischen und technischen Risiken sowie der Altersstruktur und den Verwertungsmöglichkeiten wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Rückgaberechte bedingte Kundenforderungen enthalten. Für diesen Sachverhalt wird eine vorzeitige Gewinnrealisierung durch den Ansatz einer Rückstellung in Höhe des bis zum Bilanzstichtag nur bedingt entstandenen Warenrohertrags ausgeschlossen. Währungsumrechnung Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der Berücksichtigung von unternehmensindividuell bestimmter Fluktuationsrate und erwarteter Lohn-, Gehaltsund Rentensteigerungen ermittelt. Die Zinssätze entsprechen den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, entsprechend der Vereinfachungsregelung für eine mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Bewertung von Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder-entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi-permanenten Differenzen berücksichtigt. Die Gesellschaft bilanziert als Organträgerin die latenten Steueransprüche bzw. Steuerverpflichtungen auf temporäre Bewertungsunterschiede aller Gesellschaften des Organkreises. Sich daraus ergebende aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuern, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15 %, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von 16,7 % (Hebesatz 477 %). 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in der beigefügten Anlage zum Anhang. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen Darlehensforderungen mit einem Saldo von TEUR 50 (i. Vj. TEUR 225). Von den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 0 (i. Vj. TEUR 175) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Vorräte Vom Vorratsbestand wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 678 (i. Vj. TEUR 703) aktivisch abgesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Im Forderungsbestand sind durch Rückgaberechte bedingte Kundenforderungen in Höhe von TEUR 328 (i. Vj. TEUR 270) enthalten. Für diesen Sachverhalt wird eine vorzeitige Gewinnrealisierung durch den Ansatz einer Rückstellung in Höhe des bis zum Bilanzstichtag nur bedingt entstandenen Warenrohertrags ausgeschlossen. Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit einem Saldo von TEUR 429 (i. Vj. TEUR 1.053) sowie Forderungen aus Ergebnisübernahme mit einem Saldo von TEUR 2.219 (i. Vj. TEUR 2.306) und saldierten Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme von TEUR 684 (i. Vj. TEUR 1.148). Pensionsrückstellungen Der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegt ein Rechnungszinssatz von 1,79 %, eine Gehaltsdynamik von 2,0 % und eine Rentendynamik von 2,0 % zugrunde. Der Rechnungszins entspricht dem 10-jährigen Durchschnittszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag aus den entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 28. Februar 2023 TEUR 78 (i. Vj. TEUR 69). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Rücknahmeverpflichtungen gegenüber Kunden TEUR 155 (i. Vj.TEUR 130), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern TEUR 2.387 (i. Vj.TEUR 2.385), sonstige umsatzbezogene Verpflichtungen TEUR 513 (i. Vj.TEUR 370), ausstehende Kostenrechnungen TEUR 2.241 (i. Vj.TEUR 2.295), und Rückbauverpflichtungen TEUR 501 (i. Vj.TEUR 500) gebildet. Verbindlichkeiten Zu den Verbindlichkeiten wird auf den beigefügten Verbindlichkeitenspiegel verwiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. TEUR 196) gegenüber Gesellschaftern. Davon haben TEUR 24 (i. Vj. TEUR 196) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit OTTO in Höhe von TEUR 23.619 (i. Vj.TEUR 20.192). Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich insbesondere aus der Bewertung der Mietereinbauten sowie den sonstigen Rückstellungen und werden nicht angesetzt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Handelswaren in Deutschland. Außerdem werden Dienstleistungsumsätze mit verbundenen Unternehmen ausgewiesen. In den Umsatzerlösen sind durch Rückgaberechte bedingte Umsätze in Höhe von TEUR 281 (i. Vj. TEUR 229) enthalten. Eine vorzeitige Gewinnrealisierung wurde durch Bildung entsprechender Rückstellungen ausgeschlossen. Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 15.495 (i. Vj. TEUR 15.867, Wert wurde angepasst) im Ausland erzielt. Davon entfallen auf das Drittland TEUR 8.238 (i. Vj. TEUR 8.463) und auf das EU-Ausland TEUR 7.257 (i. Vj. TEUR 7.405, Wert wurde angepasst). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 239 (i. Vj.TEUR 927, Wert wurde angepasst) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Erstattungen aus Nebenkostenabrechnungen. Aus der Währungsumrechnung haben sich Erträge in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 157) ergeben. Personalaufwand Aufwendungen für Altersversorgung Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 63). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 313 (i. Vj. TEUR 157, Wert wurde angepasst) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Betriebskostenabrechnungen TEUR 40 (i. Vj. TEUR 23) und Belastungen von Dienstleistern TEUR 273 (i. Vj. TEUR 134). Aus der Währungsumrechnung haben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 37) ergeben. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen stammen in Höhe von TEUR 56 (i. Vj.TEUR 62) aus Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen. Zinserträge und Zinsaufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 19 (i. Vj.TEUR 67) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 324 (i. Vj. TEUR 402). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 493 (i. Vj. TEUR 1.013) an verbundene Unternehmen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 167) enthalten. 5. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Personen Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Unternehmensverträge Zwischen der Gesellschaft als herrschender Gesellschaft und der MAGAZIN als Organgesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag kann von beiden Vertragspartnern unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden. Bezüge der Geschäftsführer Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Bewertungseinheiten Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte (Warenverkauf) des Unternehmens in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von EUR 3,1 Mio (Vorjahr: EUR 3,1 Mio) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -14 (i. Vj. TEUR -105). Ihnen standen gegenläufige Geschäfte von nominal EUR 3,1 Mio (i. Vj. EUR 2,9 Mio) gegenüber. Die bewertungsrelevanten Faktoren zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft sind identisch. Es ergibt sich daher eine vollständige gegenläufige Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäft für einen Zeitraum von voraussichtlich 18 Monaten. Es handelt sich um eine Micro Hedge Absicherungsstrategie. Die Effektivitätsmessung erfolgt anhand der Dollar-Offset Methode mithilfe der hypothetischen Derivate-Methode. Die Geschäfte werden somit bilanziell nicht erfasst. Die Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte erfolgt nach der Einfrierungsmethodik. Sich ausgleichende Wertänderungen werden somit bilanziell nicht erfasst. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (umgerechnet auf Vollzeit) betrug 320 Mitarbeiter (i. Vj. 294). Darin enthalten sind 260 Teilzeitkräfte (i. Vj. 223), die in 129 Vollzeitmitarbeiter (i. Vj. 112) umgerechnet wurden. Aufgrund Änderung in der Berechnungsmethode wurde eine Anpassung der Vorjahreswerte vorgenommen.
Beirat Mitglieder des Beirats
Geschäftsführer
Konzernklausel Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, und Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, als mittelbares Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Aus diesem Grunde ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, enthalten. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag zum 28. Februar 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Manufactum GmbH von wesentlicher Bedeutung sind.
Waltrop, den 20. April 2023 gez.: Alexander Peters, Geschäftsführer gez.: Kai Steffan, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23(erweiterte Bruttodarstellung)
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 28. Februar 2023
*) Ergebnis nach
Gewinnabführung/Verlustausgleich
Verbindlichkeitenspiegel zum 28. Februar 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23Grundlagen der Gesellschaft Bereits den Beginn unserer Unternehmensgeschichte prägte der Wunsch, unseren Kund*innen nur die wirklich guten Dinge anzubieten. Dinge mit qualitativem Bestand und Mehrwert. Dinge, die im Gebrauch überzeugen und haltbar genug sind, um zu bleiben. "Natur- und Qualitätswaren aus den Sortimentsbereichen Küchenbedarf, Lebensmittel, Spielwaren, Werkzeuge, Textilien und Möbel" hieß es darum im ersten Gesellschaftsvertrag aus dem Jahr 1987. Gemeint waren Produkte, die einen besonderen Platz in unserem Leben einnehmen können. Unser erster Katalog führte gerade einmal 500 solcher Produkte - heute bieten wir rund 11.000 an. Doch obwohl wir unser Sortiment über die Jahre hinweg ausgeweitet haben, ist die grundsätzliche Idee, auf der Manufactum aufbaut, immer noch dieselbe wie zu Beginn und in ihrer Tragweite aktueller und wichtiger denn je. Darum haben wir neben unserem Sortiment auch unser Verständnis von "gut" als zentrales Kriterium unserer Leitlinien stetig weiterentwickelt. Diese Leitlinien bilden die Grundlage unseres wirtschaftlichen Handelns: Materialität ist unsere Basis: Mit der sorgfältigen Auswahl bester Rohstoffe und optimal geeigneter Materialien garantieren wir ein Höchstmaß an Funktionalität. Kompetenz ist unser Weg: Ob traditionelle Handwerksarbeit oder innovative Start-up-Technologie - wir suchen für jedes Produkt nach dem idealen Herstellungsverfahren. Langlebigkeit ist unser Ziel: Wir setzen auf hochwertig verarbeitete, reparierbare Produkte sowie eine zeitlose Gestaltung, denn wir möchten unseren Kund*innen Wegbegleiter zur Seite stellen, auf die sie lange zählen können. Wissen ist unsere Stärke: Wir unterstützen unsere Kund*innen auch jenseits des Einkaufs mit einem vielfältigen Informations- und Seminarangebot, das inspiriert und dazu beiträgt, unsere Produkte optimal erlebbar zu machen. Respekt ist unsere Währung: Wir stehen immer und überall für einen verantwortungsvollen, wertschätzenden und achtsamen Umgang mit Mensch und Natur. Noch immer stehen wir also für langlebige Produkte, die, wie man so schön sagt, eine Seele besitzen und weitgehend immun sind gegen den Zahn der Zeit. Sie beeindrucken dauerhaft durch ihre außergewöhnliche Materialität sowie ein zeitloses Design, mit dem unsere Waren auch nach Jahren nicht aus der Mode kommen. Unsere Produkte werden nach innovativen Methoden und mit großer Handwerkskunst in ausgewählten Betrieben gefertigt und stellen mit ihrer hohen Wertigkeit einen willkommenen Kontrast zum allgegenwärtigen, schnelllebigen Massenmarkt dar. Als Händler stehen wir für eine unverwechselbare Marke. Unsere Kund*innen können unsere Produkte digital im Onlineshop, stationär im Warenhaus sowie über unseren Customer Service erwerben. Aus Deutschland heraus steuern wir auch den Export insbesondere nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Omnichannel-Unternehmen. Die für MANUFACTUM wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Produktion der deutschen Volkswirtschaft zeigte sich im Jahr 2022, wenn auch mit weniger Dynamik, weiterhin aufwärtsgerichtet und war durch einen Anstieg des realen BIP in Höhe von 1,8 % (2021: 2,6 %) gekennzeichnet. Nach einer postpandemischen Aufholbewegung zum Jahresbeginn 2022 zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung infolge des Einmarsches russischer Streitkräfte in die Ukraine und der damit ausgelösten Energiekrise zum Jahresende rückläufig. Die privaten Konsumausgaben, welche mit dem Wegfall sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zunächst dynamisch belebten, zeigten im vierten Quartal des Jahres 2022 aufgrund des steigenden Energiekostenniveaus eine erneute Ausgabenvorsicht. In der Gesamtjahresbetrachtung konnten die privaten Konsumausgaben einen preisbereinigten Anstieg von 4,3 % (2021: 0,4 %) verzeichnen, der nominal bei deutlichen 11,6 % (2021: 3,5 %) lag. Krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte, wie Material- und Lieferengpässe sowie hohe Preissteigerungen, trieben die Verbraucherpreise in die Höhe, welche sich negativ auf die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen auswirkten. Angesichts der uneingeschränkten Konsummöglichkeiten, die im Zuge der Aufhebung sämtlicher Infektionsschutzmaßnahmen zurückkehrten, zeigte sich die Sparquote der privaten Haushalte im Jahresdurchschnitt 2022 rückläufig, wenngleich das hohe Energiekostenniveau zum Jahresende eine erneute Kaufzurückhaltung und daraus resultierend eine Erhöhung der Sparquote herbeiführte. Positive Impulse gingen von der hohen Erwerbstätigkeit aus, die 2022 einen neuen Höchststand erreichte. Die expansive Dynamik der öffentlichen Konsumausgaben schwächte sich angesichts des Rückgangs pandemiebedingter Mehrausgaben gleichwohl deutlich ab. Zusätzlich nahmen die Unternehmensinvestitionen im Vorjahresvergleich robust zu, obgleich steigende Baustoffpreise und gestörte Lieferketten das Investitionsklima grundsätzlich belasteten. Der Außenhandel wurde von den gesamtwirtschaftlichen Folgewirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt und konnte insgesamt betrachtet keinen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten. Die Dynamik der Ausfuhren ließ zum Jahresende gegenüber allen Absatzregionen nach, insbesondere für energieintensive Waren, die infolge gestiegener Rohstoffpreise teurer wurden.
Branchenspezifisches Umfeld Der deutsche Einzelhandel stand im Jahr 2022 unter dem Einfluss eines postpandemischen Erholungsprozesses, welcher jedoch infolge gesamtwirtschaftlich belastender Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ausgebremst wurde. Die insgesamt aufwärtsgerichtete gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland äußerte sich in einem Anstieg des realen BIP sowie einer hohen Erwerbstätigkeit: Mit 45,6 Millionen Erwerbstätigen befand sie sich auf dem höchsten Niveau seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Während die Nominallohnentwicklung mit einem Plus von 3,5 % den stärksten Anstieg seit 2008 verzeichnete, lasteten hohe Verbraucherpreise, die im Jahresdurchschnitt 2022 mit 6,9 % signifikant über der Jahresteuerungsrate des Vorjahres lagen, auf den verfügbaren Einkommen. Der historisch hohe Inflationsanstieg, der vor allem seit Beginn des Krieges in der Ukraine durch krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte wie Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege getrieben wurde, mündete in einem starken Reallohnverlust von 3,1 % nach einer nahezu stagnierenden Reallohnentwicklung von -0,1 % im Vorjahr. Trotz der starken Reallohnverluste konnten die Konsumausgaben der privaten Haushalte nicht nur einen Nominalanstieg in Höhe von 11,6 % (2021: 3,5 %), sondern auch einen realen Anstieg von 4,3 % (2021: 0,4 %) verzeichnen. Auch hier äußerte sich die Differenz in der hohen Teuerung bei nahezu allen Ver- und Gebrauchsgütern für private Haushalte. Die stark positive Entwicklung der privaten Konsumausgaben trotz belastender Preisauftriebe ist im Zusammenhang mit dem Wegfall sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen und den bislang bestehenden Konsumeinschränkungen zu sehen. Die Erholung zeigte sich demnach vor allem bei Waren und Dienstleistungen, die pandemiebedingt besonders große Rückschläge erfuhren, wie aus den Bereichen Freizeit und Kultur sowie Tourismus und Gastronomie. Der wiederauflebende Konsum löste im Jahresdurchschnitt 2022 eine rückläufige Sparquote aus, die sich dem Vorkrisenniveau annäherte. Dieser Effekt beruhte vor allem auf der ersten Jahreshälfte 2022. Die im Zuge des Krieges in der Ukraine ausgelöste Energiekrise bewirkte Verunsicherungen in der Bevölkerung, die zu neuen Ersparnissen und Konsumzurückhaltung in der zweiten Jahreshälfte führte. Vor dem Hintergrund des volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes verzeichnete der gesamte deutsche Einzelhandel im Jahr 2022 zwar eine nominale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 7,8 % (2021: 2,7 %), was jedoch einem leichten preisbereinigten Rückgang von 0,6 % (2021: +0,7 %) entspricht. Damit konnten die deutschen Einzelhändler trotz nominal und real gestiegener Konsumausgaben der privaten Haushalte erstmalig in den vergangenen 13 Jahren keine preisbereinigte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen, verzeichneten in Summe jedoch keine relevanten Umsatzeinbrüche. Innerhalb des deutschen Einzelhandels zeigte sich der deutsche Online- und Versandhandel jedoch deutlich belastet, konnte seine Umsätze mit Waren im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nicht halten und verzeichnete einen Rückgang um 8,8 % auf 91,4 Mrd. EUR (2021: 100,3 Mrd. EUR). Die Kaufzurückhaltung spiegelte sich entsprechend im E-Commerce-Bereich mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung von 8,8 % (2021: +19,0 %) wider, wodurch 90,4 Mrd. EUR (2021: 99,1 Mrd. EUR) mit Waren im reinen Onlinegeschäft umgesetzt wurden. Am deutlichsten spürbar war dies bei Multichannel-Händlern, deren Online-Verkäufe sich teilweise aufgrund der Verlagerung ins eigene stationäre Geschäft rückläufig zeigten. Gleichwohl ist der warengetriebene E-Commerce in Deutschland seit dem Jahr 2018 insgesamt betrachtet um 38,9 % gewachsen. Der Umsatzrückgang im Jahr 2022 betrifft beinahe alle Warengruppen. In hohem Maße betroffen waren die Sortimente aus den Bereichen Bekleidung und Unterhaltung, darunter Elektronik- und Telekommunikationsartikel, Computerzubehör und -spiele sowie Softwareprodukte, die einen überdurchschnittlichen Umsatzrückgang erfuhren. Auch die in der Vergangenheit stark wachsenden Sortimente im Einrichtungsbereich konnten infolge von postpandemischen Sättigungseffekten und krisenbedingter Konsumzurückhaltung keine weiteren Anstiege verzeichnen. Die Internetnutzung über Smartphones und Tablets zeigte sich im Jahr 2022 weiterhin dynamisch. Der Umsatzanteil der Warenbestellungen im deutschen E-Commerce, der über mobile Endgeräte erfolgte, lag im Jahr 2022 mit 41,1 % über dem Vorjahresniveau (2021: 40,2 %). Geschäftsverlauf MANUFACTUM konnte trotz der Multikrisensituation auch im Berichtsjahr die Umsätze nochmals steigern. Die Gesamtumsatzerlöse stiegen um 3,7% auf EUR 110,1 Mio. Damit wurde nach der EUR 100 Mio. Grenze im vorigen Jahr nun auch direkt die nächste Grenze von EUR 110 Mio. übertroffen worden. Die auszuweisenden Erlöse aus Dienstleistungen innerhalb des Nettoumsatzes betrugen EUR 7,1 Mio. nach EUR 6,2 Mio. im Vorjahr, diese Umsätze stammen im Wesentlichen aus Leistungs- und Mietverrechnungen mit verbundenen Unternehmen. Die Innenumsätze aus Warenlieferungen an verbundene Unternehmen beliefen sich auf EUR 7,0 Mio. (i. Vj.EUR 6,3 Mio.). Nach zwei Jahren, die durch die Pandemie geprägt wurden, waren nun im Berichtsjahr neue und anders gelagerte schwierige Umfeldbedingungen zu verzeichnen. Zum einen war die Herausforderung, die zuletzt durch Schließungen und Beschränkungen verlorenen Stationärumsätze wieder zurückzuholen, zum anderen aber auch gegen die schon im letzten Jahr festzustellende Abwanderungsbewegung der Kunden aus dem Digitalgeschäft gegenzusteuern. Und das alles vor dem Hintergrund der Multi-Krisensituation. Dabei hat sich wiederum unsere Multi-Channel Vertriebsstruktur als stabil erwiesen und wir konnten in Summe die Umsätze sogar steigern. Allerdings haben sich die Vertriebskanäle vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Herausforderungen sehr unterschiedlich entwickelt. Nach dem nunmehr kompletten Wegfall der stationären Beschränkungen konnte der Versandhandel seine Vorjahresumsätze nicht mehr erreichen, der Umsatz fiel um -13,6% auf EUR 48,6 Mio. Der Inlandsanteil ging auf 73,0% zurück und betrug EUR 35,5 Mio. nach EUR 42,4 Mio.im Vorjahr. Die gesamten Auslandserlöse beliefen sich auf EUR 13,1 Mio. (i. Vj. EUR 13,9 Mio.), davon wurden 90,4% (i. Vj. 93,6%) über die Tochtergesellschaften erwirtschaftet. Die Kundenentwicklung war dadurch geprägt, dass insbesondere die in den zwei Pandemiejahren so stark gestiegenen Bestandskund*innen wieder rückläufig waren (-13,8%) während die Neukund*innenanzahl auf der hohen Zahl des Vorjahres gehalten werden konnte. Der Vertriebskanal Stationär profitiert zum einen von der Eröffnung unseres 15. Warenhauses in Freiburg sowie dem erstmaligen Full Year Effekt des Warenhauses im Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg. Zum anderen fielen im März 2022 alle Zugangsbeschränkungen, das Verbrauchervertrauen kehrte zurück und die Besucherfrequenz in den Innenstädten erholte sich wieder. Auf vergleichbarer Basis zum Geschäftsjahr 2019/20 konnten wir die Umsätze um 5,8% steigern. In Summe erreichte der stationäre Vertriebskanal auch durch ein besonders gutes Weihnachtsgeschäft sogar einen Umsatz von EUR 47,6 Mio. nach EUR 38,3 Mio. im Vorjahr, das entspricht insgesamt einem Zuwachs von 24,1%. Insofern ist unsere Erwartung, dass nach Aufheben der Einschränkungen im stationären Einzelhandel die Kunden auch wieder zurückkehren werden, erfüllt worden. Wir profitieren dabei besonders von unserem ausgesuchten Filialportfolio ausschließlich in den Top-Standorten von Deutschland. Der Rückgang im Online-Handel war ebenso für uns erwartungskonform. Allerdings konnten wir in beiden Kanälen unsere dabei hinterlegten internen Planungen nicht voll treffen. Ertragslage Wir konnten im Berichtsjahr den Rohertrag durch die bessere Umsatzentwicklung bei gleichbleibender Wareneinsatzquote von 47,9% um EUR 2,1 Mio. auf EUR 57,4 Mio. steigern. Unter Einschluss der sonstigen betrieblichen Erträge erreichte das Rohergebnis EUR 64,3 Mio., ein Plus zum Vorjahr von EUR 2,4 Mio. Wir haben im vergangenen Jahr nochmals zur Absicherung der Prozesse in das Thema Personal investiert und unsere Ausgaben um EUR 1,6 Mio. auf EUR 17,9 Mio. erhöht. Kurzarbeit wurde im vergangenen Jahr nicht mehr beantragt. Die Marketing- und Werbekosten sind im vergangenen Jahr von EUR 11,7 Mio. auf EUR 13,6 Mio. gestiegen, die Kosten-Umsatz Relation stieg damit auf 12,4%. Diese Steigerung hat zum einen eine Preiskomponente aus der Printwerbungs-Produktion und zum anderen eine nach den Corona-Jahren deutlich schwierigere Ansprache der Neukund*innen. Daneben haben wir hier auch bewusst in Reichweite investiert, um den langfristigen Erfolg abzusichern. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um EUR 1,8 Mio. auf EUR 30,8 Mio. zugenommen. Hier zeigen sich insbesondere Anpassungs- und Nachlaufeffekte aus dem Wachstum der Vorjahre. Hier zeigen sich auch die Full Year Effekte der Warenhauseröffnung des Vorjahres sowie der neuen Anmietung aus dem Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren i.W. aus Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und Kunden-Verrechnungen. Sie sind im letzten Geschäftsjahr mit EUR 7,0 Mio. gegen über dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio. gestiegen. Der Saldo aus Ergebnisabführung und Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften hat sich im Berichtsjahr deutlich verbessert und weist einen Überschuss von EUR 1,5 Mio., im Vj.EUR 1,2 Mio., aus. Das Zinsergebnis verbessert sich um EUR 0,5 Mio. auf EUR +0,1 Mio. Das Ergebnis vor Steuern liegt nun nach EUR 3,1 Mio. im Vorjahr bei EUR 1,0 Mio. Der Steueraufwand ist entsprechend rückläufig und sinkt um EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,7 Mio. Damit beträgt das ausgewiesene Jahresergebnis im Berichtsjahr EUR 0,3 Mio. (i. Vj. EUR 2,0 Mio.) und liegt damit leicht unter Plan. Finanz- und Vermögenslage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr EUR -4,1 Mio. Insbesondere Zahlungsabflüsse für Steuern, EUR -1,4 Mio. (i. Vj. -0,8 Mio.) und der Working Capital Bedarf, der bei EUR -5,1 (i. Vj. EUR -3,9 Mio.) lag, waren hierfür die wesentlichen Größen. Im Working Capital war wiederum der Vorratsaufbau der größte Treiber mit EUR - 3,4 Mio. Die Mittelabflüsse aus Investitionen betrugen EUR -1,0 Mio. Die wesentlichste Einzelinvestition des Jahres betraf dabei den neuen Warenhaus-Standort in Freiburg. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf EUR +1,1 Mio. nach EUR +0,4 Mio. im Vorjahr. Dieser positive Wert ist insbesondere dem nochmals verbesserten Beteiligungsergebnis zuzurechnen (EUR +1,6 Mio. nach EUR +1,2 Mio. im Vorjahr). MANUFACTUM finanziert sich in wesentlichen Teilen innerhalb des Konzernverbundes und dabei hauptsächlich über kurzfristige Cash-Pool Darlehen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR 2,9 Mio. (i.Vj. EUR -3,0 Mio.). Das Konzerndarlehen stieg um EUR -3,4 Mio. auf EUR -23,6 Mio. Die Bilanzsumme betrug EUR 53,4 Mio. nach EUR 51,1 Mio. im Vorjahr. Dabei sank das Anlagevermögen um EUR 1,6 Mio. auf 10,5 Mio. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von EUR 1,0 Mio. getätigt. Das Umlaufvermögen stieg im Berichtszeitraum um EUR 3,8 Mio. auf EUR 42,6 Mio. Wir haben weiterhin in die Warenbestände investiert, um insbesondere auch das Weihnachtsgeschäft entsprechend mit einer hohen Lieferfähigkeit abzusichern. Die Bestände zum Stichtag sind insbesondere durch die Bevorratung für die anlaufende Gartensaison sowie das Frühjahrsgeschäft im Segment Bekleidung geprägt. So stiegen hier die Vorräte nochmals um EUR 3,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr an. Die flüssigen Mittel konnten nochmals im Rahmen unserer Liquiditätssteuerung unter das schon niedrige Niveau des Vorjahres gedrückt werden (EUR 0,6 Mio. nach EUR 0,8 Mio. im Vorjahr). Die Eigenkapitalquote gab durch den hohen Working Capital Bedarf etwas ab, sie beläuft sich auf 20,7% nach 21,0% im Vorjahr. Da MANUFACTUM ein vollkonsolidiertes Unternehmen des Otto-Konzerns ist, spielt aber der Ausweis des eigenen Eigenkapitals nur eine nachrangige Rolle. Die notwendigen Mittel zur Finanzierung des Unternehmens werden weiterhin vom Konzern zur Verfügung gestellt. Der Stand der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stieg von EUR 20,5 Mio. auf EUR 23,5 Mio. Dieser Erhöhung ist im Wesentlichen dem Working Capital Bedarf geschuldet. Bei den außerbilanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben zu den Haftungsverhältnissen im Anhang. Wir konnten unsere eigene Planung für das Berichtsjahr hinsichtlich Umsatz, Rohertrag und Jahresüberschuss nicht ganz erfüllen. Das erste Jahr nach den großen Verwerfungen durch die Pandemie war geprägt durch die Auswirkungen der Multi-Krisensituation mit dem Krieg in der Ukraine, der Energiekrise sowie dem starken Anstieg der Inflation. All diese Dinge konnten wir im Rahmen unserer Planung noch nicht berücksichtigen. Unter Einbezug dieser Effekte und auch im Vergleich zur sonstigen Entwicklung im Einzelhandel können wir dann am Ende die Abweichungen zu unserem Plan gut herleiten und begründen. Unser Geschäftsmodell, Güter anzubieten, die ressourcenschonend und sozialverträglich hergestellt werden, langlebig sind und damit den bewussten Konsum fördern, erweist sich auch nach mehr als 30 Jahren als erfolgreich und unsere Vertriebsstrategie als Multi-Channel-Händler hat sich auch in der besonderen Krisensituation des Jahres 2022/23 wiederum sehr bewährt. Chancen-/Risikobericht Exogene Einflussfaktoren beeinflussen massiv die Entwicklung des Einzelhandels. Die geopolitischen Krisen, Inflation mit hohen Energie- und Lebensmittelpreisen sowie gestörte Lieferketten trüben die Verbraucherlaune und führen zu Kauf-Zurückhaltung bei den Konsument*innen. Vor dieser Entwicklung ist auch der Online-Handel betroffen, der in der Corona Pandemie noch der Gewinner war. Hier zeigt sich dann auch der Effekt der enormen Kaufkraftverluste der Verbraucher. So mussten in der letzten Zeit einige große Unternehmen des E- Commerce (u.a. Amazon, Zalando) Entlassungen und sonstige Maßnahmen verkünden, um dem Ergebnisverlust entgegenzuwirken. Viele stationäre Händler mussten schon während der Corona-Pandemie ihre Geschäfte aufgeben. Die aktuelle Konsumflaute in Kombination mit den hohen Energiepreisen lässt befürchten, dass weitere Läden geschlossen werden müssen: Die momentanen Krisen bei Galeria Karstadt Kaufhof, Peek & Cloppenburg und Görtz, um nur ein paar Namen zu nennen, sind ein starkes Indiz dafür. Am deutlichsten wird dieser Rückgang in den Innenstädten der Klein- und Mittelstädte stattfinden, die über kein ausreichendes Einzugsgebiet verfügen und im Wettbewerb mit den großen Einkaufsmetropolen stehen. Erfreulicherweise konnte im letzten Weihnachtsgeschäft wieder ein deutlicher Aufschwung festgestellt werden, der sich danach aber noch nicht weiter manifestieren konnte. Die vom Bundeskanzler Olaf Scholz vor dem Hintergrund des Ukraine Kriegs ausgerufene Zeitenwende mit umfangreichen Änderungen in unserer Außen- und Sicherheitspolitik zeigt sich bisher insbesondere in den Auswirkungen aus den Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland, die zuerst über die Energiekrise und die dann ansteigende Inflation unser tägliches Handeln mittlerweile sehr stark beherrscht und großen Einfluss auf den Wohlstand in Deutschland nimmt. Die anhaltend hohe Inflation bei zu erwartenden sinkenden Reallöhnen und steigenden Zinsen wird die Verbraucherlaune nicht anfachen und daher wird Wachstum im Einzelhandel schwierig werden. MANUFACTUM wird im Sommer 2023 den Lagerstandort und damit auch den Dienstleister wechseln. Erfahrungsgemäß birgt ein solcher Wechsel besondere Risiken besonders in den ersten Wochen des Hochlaufs. Wir begegnen diesem Risiko mit einem eng abgestimmten Projektmanagement mit allen Beteiligten und glauben somit die möglichen Schwachstellen rechtzeitig identifizieren und in der Folge dann beseitigen zu können. Die Geschäftsführung sieht aus der Multi-Krisen-Situation auch ein wesentliches Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Dieses Risiko betrifft im Besonderen
Eine schnelle Verhandlungslösung zwischen den Kriegsparteien scheint aktuell keine Option zu sein, viele Experten rechnen noch mit einem langen Abnutzungskrieg. Somit werden von dieser Seite keine Signale zu erwarten sein, die die Märkte beruhigen. Die aktuellen Verhandlungen der Gewerkschaften mit hohen Lohn- und Gehaltsforderungen müssen abgewartet werden, inwieweit hier die Lohn-Preis-Spirale an Fahrt gewinnt und die Inflation weiter anheizt. Mögliche negative Entwicklungen aus dem Lagerumzug werden entsprechend eng gemonitort und können auch teilweise an den neuen Dienstleister weitergereicht werden. Wir vertrauen weiterhin darauf, dass unser Geschäftsmodell gerade in Krisenzeiten funktioniert, da hier in der Regel die Nachfrage nach langlebigen und nachhaltigen Wirtschaftsgütern besonders ausgeprägt ist. Die Vergangenheit hat uns auch gezeigt, dass unsere Kundschaft eher konjunkturunabhängig agiert. Neben dieser aktuellen Entwicklung und den damit einhergehenden Risiken ist MANUFACTUM im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von äußeren Einflüssen ausgesetzt, die sich auf die Unternehmensentwicklung als Chancen bzw. Risiken auswirken können. Die Aufzählung der Risiken erfolgt im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung. Im Rahmen einer systematisierten Planung werden mögliche Chancen/Risiken umfassend identifiziert und evaluiert. Evidenten Risiken wird durch ein Risikomanagementsystem (RMS) begegnet. Ziel des RMS ist es, ein unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten möglichst ausgewogenes Chancen-Risiken-Verhältnis sicherzustellen. Dafür ist im Konzern eine Richtlinie Risikomanagement und IKS erstellt worden, die für alle Beteiligungsgesellschaften gültig ist. Ziel der Richtlinie ist eine systematische und frühzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kontrolle bestandsgefährdender sowie weiterer wesentlicher Risiken. Als Risiko wird dabei ein zukünftiges Ereignis bzw. eine mögliche Entwicklung innerhalb und außerhalb des Unternehmens bezeichnet, welches sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken könnte. Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes erfolgt über ein internes Kontrollsystem und entsprechende Controlling-Instrumente. Diese Überwachungssysteme werden laufend optimiert und neuen Anforderungen angepasst. Das monatliche interne Berichtswesen stellt sicher, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf an die Geschäftsführung berichtet wird. Im Rahmen des Controlling-Systems dienen die Planungsdaten als zusätzlicher Vergleichsmaßstab für die aktuelle Geschäftsentwicklung auf Basis von Ist-Daten. Risiken, die sich aus Veränderungen des Geschäfts, seiner Struktur und seines Umfeldes ergeben, können so frühzeitig erkannt werden. Um den gestiegenen Anforderungen an Compliance gerecht zu werden haben wir ein Compliance Office initiiert und mit der Entwicklung eines Compliance Management Systems beauftragt. Insgesamt 6 Themenfelder - Kartellrecht, Nachhaltigkeit, Anti-Korruption, Risikomanagement, Datenschutz und Informations-Sicherheit - werden hier abgedeckt. Hier wird dann ad hoc und turnusmäßig an die Geschäftsführung und das Office der Holding berichtet, ob und welche Compliance relevanten Vorfälle sich ereignet haben. Daneben werden auch dem Konzern regelmäßig Berichte zur Verfügung gestellt, über die ein zusätzliches aktives Monitoring sichergestellt ist. Zweimal im Jahr wird den Beiräten exklusiv berichtet und zusätzlich im Rahmen einer jährlichen Strategiesitzung das Geschäftsmodell gemeinsam auf Zukunftsfähigkeit hin überprüft. Hier werden dann auch die grundlegenden Maßnahmen und Entscheidungen für die langfristige Entwicklung diskutiert und beschlossen. Weiterhin findet im Regelfall einmal im Monat ein Management Meeting mit dem Beiratsvorsitzenden statt, um insbesondere in unsicheren Zeiten einen engen und transparenten Austausch sicherzustellen. Darüber hinaus werden wesentliche Prozesse und Systeme des Unternehmens in regelmäßigen Abständen von der Konzernrevision der Otto Group einer Prüfung unterzogen. Neben der gegenwärtigen Ukraine-Krise gibt es weitere politische Risiken und Tendenzen, die möglicherweise auch Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft haben. Bedingt durch die Ukraine Krise sind auch Verwerfungen mit Auswirkungen auf den Wert des Euro nicht auszuschließen. Unsere Position als Nischenanbieter im hochwertigen Konsumgüterbereich ist dabei nur sehr begrenzt von diesen volkswirtschaftlichen und europäischen Rahmendaten beeinflusst, eher wirken Trends wie Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und bewusster Konsum positiv auf unser Geschäftsmodell. Auch der sehr intensive Wettbewerb im deutschen Einzelhandel mit hoher Preissensitivität betrifft seit einigen Jahren schon den relevanten MANUFACTUM Markt. Wir begegnen diesen Risiken mit einer abgestimmten und sehr klaren Preis- und Sortimentspolitik. Aufgrund der Einbindung in den Konzernverbund der Otto Group ist MANUFACTUM nur wenigen direkt wirkenden Finanzrisiken ausgesetzt. Ein tägliches Cash Clearing sowie die Inter-Company-Finanzbeziehung mit der Konzernmutter begrenzen das Liquiditäts- und Kontrahentenrisiko. Marktrisiken entstehen aus Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten, die in Fremdwährung zu begleichen sind. Diesen Risiken wird im Rahmen einer konzerneinheitlichen Vorgehensweise durch den Abschluss von Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften begegnet. Zur Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die entsprechenden Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten im Anhang. Die sofortige Lieferbereitschaft in hoher Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Lieferausfälle, Lieferverzögerungen und Qualitätsmängel wirken sich auf das Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit der Bestellabwicklung aus und beeinträchtigen die Onlineumsätze sowie die Warenhausbelieferungen und damit die Stationärumsätze. Über ein entsprechendes Forecast-System planen wir auf Artikelebene Absatzverläufe, die wir an das Beschaffungsmanagement übergeben, die darauf basiert dann das Bestellwesen auslösen und monitoren. Für das Warenhandling und den Warentransport zum Kunden hat MANUFACTUM Dienstleister im Einsatz, die über langjährige Expertise verfügen und die täglich in ihrer Performance gemonitort werden. Risiken aus Kernprozessen ergeben sich aus den operativen Aufgabenbereichen entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören im Wesentlichen der Ausfall oder verspätete Anlieferungen von unseren Warenlieferanten. Für die Marktbearbeitung ist es wichtig, dass die aufeinander abgestimmten online und offline Werbekampagnen auch termingerecht durchgeführt werden können. Hier können Risiken entstehen, wenn Dienstleister für Katalog-Erstellung bzw. -Druck und Versand sowie im Online-Marketing entweder schlecht leisten oder ausfallen. Diesem Risiko begegnen wir im Wesentlichen durch eine sorgfältige Dienstleisterauswahl und einer streng gemonitorten vereinbarten Terminschiene. So sehen wir frühzeitig Störungen in den Prozessabläufen. Daneben sind in der Prozesskette Risiken in der Performance von Front-End-Systemen in der Bestellannahme und im Webshop. Im Rahmen eines täglichen morgendlichen virtuellen "Vertriebs-Stand-ups" mit Beteiligung des Vertriebs, Supply Chain, Customer Service und BI Teams wird nicht nur tagesaktuell die Vertriebsperformance nachgehalten, sondern viel wichtiger im Rahmen dieses crossfunktionalen Austausches mögliche Prozess-Schwachstellen frühzeitig identifiziert. Diesen Risiken wird zudem über Back-Up- und Fall-Back-Lösungen begegnet. Risiken, die sich aus Elementarschäden oder einem längeren Ausfall von Techniksystemen in Logistik- bzw. Abwicklungsbereichen ergeben, werden durch regelmäßige Wartungsmaßnahmen bzw. Versicherungen in ihren Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis begrenzt. Bei den Risiken aus Unterstützungsprozessen ist insbesondere an die eingesetzten IT-Systeme zu denken. Hier hat MANUFACTUM seit vielen Jahren eine eingeführte Infrastruktur für das Back-Office im Einsatz. Für die E-Commerce Abwicklung haben wir gemeinsam mit einem Partner eine neue Plattform entwickelt, die zusätzliche Möglichkeiten des Kundenzugangs und der Kundenkommunikation ermöglicht. Mittlerweile haben wir die Kapazitäten für eine professionelle Betreuung und Weiterentwicklung des Shop-Systems über Insourcing sichergestellt. Im Rahmen unseres Omni-Channel Ansatzes nutzen wir ein POS-Kassen-System an allen Standorten, das vollständig in unser ERM-System integriert ist. Alle wesentlichen Systeme werden extern von Spezialisten gehostet. Der Einsatz von Informationstechnologie birgt in der heutigen Zeit die Gefahr für unberechtigte Datenzugriffe und Datenmissbrauch. Gegen diese Risiken sichert sich MANUFACTUM durch umfassende Sicherheitskonzepte und ein internes Kontrollsystem ab. Die Einrichtung von Firewall-Systemen auf unterschiedlichen Ebenen sowie der Einsatz von Virenscannern, Zugriffskontrollen und Berechtigungsrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene bilden weitere Elemente der Sicherheitsstrategie. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitstests durch interne und externe Spezialisten durchgeführt und daraus abgeleitete Maßnahmen konsequent nachgehalten. Der Konzern hält darüber hinaus eine eigene Abteilung zur Informationssicherheit vor und wir partizipieren an der dortigen Expertise zu den Themenbereichen Erkennung und Abwehr von Angriffen (Cybercrime) und Betrieb von Abwehrsystemen (z.B. Threat Intelligence Tool, Information Leakage Monitoring). Vertragsrisiken, also rechtliche Risiken, Compliance- oder Steuer-Risiken, sowie Risiken in Zusammenhang mit wettbewerbsrechtlichen Streitfragen, dem IP-Recht sowie datenschutzrechtliche Fragestellungen werden mittels einer umfassenden Beratung durch den Konzern und Hinzuziehung externer Spezialisten begrenzt und entsprechende Vertragsgestaltungen, interne Anweisungen und Trainings weitgehend ausgeschlossen. Gewährleistungsrisiken werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen so weit wie möglich auf die Lieferanten übertragen. Mit dem Abschluss von Versicherungen wird bei den verbleibenden Risiken die Schadenshöhe minimiert beziehungsweise eine Pflicht zum Schadensausgleich wirtschaftlich vollständig ausgeschlossen. Die im Rahmen der kontinuierlichen, methodischen Überprüfung identifizierten Risiken sind allesamt beherrschbar und werden durch die getroffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung in ihren Ergebnis- und Liquiditätswirkungen minimiert. Seit diesem Jahr ist dieses Risikomanagement in das Compliance Management System integriert und liefert somit gesamthaft einen Blick auf Risiko und Compliance in der Organisation. In der Gesamtbeurteilung lässt sich daher auf Basis der heute bekannten Informationen feststellen, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Auf der Chancenseite sehen wir weiterhin gute Potentiale jüngere Zielgruppen, die früher als zuvor MANUFACTUM relevante Themen wie Nachhaltigkeit, Wertbeständigkeit und Langlebigkeit entdecken, zu erschließen. Weiterhin können wir aus den während der Pandemie hinzugewonnen Kunden mit attraktiven Ansprachen sowohl digital als auch klassisch unsere Kundenbasis langfristig verbreitern. Unsere Auslandsaktivitäten wollen wir fokussieren auf die Anrainerstaaten, die auch Teil der Europäische Union sind. Im abgelaufenen Jahr haben wir einen neuen Webshop in den Niederlanden live gesetzt, weitere Märkte werden folgen. Wir bleiben hier zunächst bei unserem Ansatz "Online First", sind aber auch auf der Suche nach attraktiven Einzelhandelsflächen. Im Rahmen dieser Ausrichtung haben wir auch beschlossen unsere Vertriebsaktivitäten in Großbritannien nicht mehr aufzunehmen und werden unsere dort ansässige Gesellschaft schließen. Prognosebericht Die weltpolitische Lage macht die Vorhersagen für Unternehmen schwer. Die Dauer des Kriegs in der Ukraine und die angespannten Beziehungen und Entwicklungen zwischen den Nato-Staaten auf der einen Seite und Russland und China auf der anderen Seite belasten die Verbraucherstimmung und die anhaltende Inflation führt auch zu Konsumzurückhaltung. Glücklicherweise spielt zumindest aktuell die Corona-Pandemie keine besondere Rolle mehr und es sind wohl hier auch keine Einschränkungen mehr zu befürchten. Wir blicken trotz eines angespannten Marktumfeldes und unsicherer Rahmenbedingungen respektvoll optimistisch und gut vorbereitet auf das nächste Geschäftsjahr. Wir glauben an eine weitere Belebung des stationären Einzelhandels, was aber teilweise auch zu Lasten des Online-Handels gehen wird. Unsere Schwerpunktthemen im Geschäftsjahr 23/24 werden in der Vorbereitung und Durchführung eines möglichst reibungsarmen Lagerumzugs, der weiteren Internationalisierung und in Operational Excellence Maßnahmen liegen (Optimierung von Prozessen, Transparenz etc.) Bei unseren vertrieblichen Aktivitäten werden wir den Weg der verstärkten Bearbeitung der Bestandskund*innen weiter gehen. Hierfür planen wir zusätzlich den Einsatz einer neuen mobile App als zusätzliches Instrument, um Bestandskunden direkter anzusteuern und perspektivisch eine Community aufzubauen. Daneben analysieren wir, wie die Ansprache der zuletzt gewonnenen Neukund*innen verbessert werden kann. Die dafür bereits entwickelten Formate und Instrumente, sowohl im Online-Marketing wie auch im klassischen Print-Bereich, werden wir sukzessive weiterentwickeln und auf ihre Marktwirkung hin analysieren, wobei der Fokus mehr und mehr auf digitalen Formaten liegen wird. Insbesondere betrachten wir dabei die Wirkung der digitalen und analogen Werbeinstrumente und passen daraufhin unsere Werbeausgaben in den entsprechenden Kanälen an. Weiteres Wachstum wollen wir darüber hinaus mit einer differenzierten Expansionsstrategie im europäischen Ausland erzielen. Dabei werden wir zunächst ausschließlich mit "Online First" die Auslandsmärkte digital bearbeiten. Diese Strategie hat einen mehrjährigen Planungshorizont und hat dann bei jedem neuen Land einen entsprechend investiven Charakter in den jeweiligen ersten Jahren der Marktbearbeitung. Weiterhin sind wir auf der Suche nach interessanten Einzelhandelsimmobilien, um auch das Stationärgeschäft strategisch auszubauen. Dabei fokussieren wir uns auf Innenstadtlagen in den deutschen Städten, in denen wir nach unseren Analysen (u.a. eigene Kundendaten, externe Geo-Analysen und Frequenzberichte) eine ausgabebereite und MANUFACTUMaffine Zielkundschaft erwarten. Wir können uns vorstellen, die Internationalisierung ebenfalls durch stationäre Konzepte zu unterstützen und recherchieren in den entsprechenden Landesmetropolen nach geeigneten Standorten. Die Einmal-Aufwendungen aus dem Lagerumzug, die dauerhaft steigenden Logistikkosten sowie die Investition in die Expansionsstrategie werden das Ergebnis im kommenden Geschäftsjahr belasten. Wir steuern daher das nächste Jahr zunächst auf Umsatzerlöse zumindest auf Vorjahresniveau und auf ein ausgeglichenes Ergebnis, arbeiten aber intensiv an weiteren Potentialen für die nächsten Jahre.
Waltrop, 20.04.2023 gez.: Kai Steffan gez.: Alexander Peters Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Manufactum GmbH, Waltrop Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Manufactum GmbH, Waltrop, - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Manufactum GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um-fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 16. Juni 2023 KPMG
AG
gez.: Borger, Wirtschaftsprüfer gez.: Küntzel, Wirtschaftsprüfer |
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