Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 44799
Eingetragen
1.7.2014
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Der Betrieb einer Spedition, das Ausführen von Transporten jeglicher Art, die Lagerhaltung sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen, die Erbringung von Zolldienstleistungen, der Paketservice sowie die Entwicklung und der Verkauf von Software im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sam Leopold Houwen
seit 25.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Pieter Hulspas
seit 7.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shipcloud Europaket+ Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Shipcloud Europaket+ Holding B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Europaket+ GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Feststellung des Jahresabschlusses

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 136.195,34 3.158,01
II. Sachanlagen 52.574,39 0,00
III. Finanzanlagen 791.583,33 1.632.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.673.221,33 5.297.193,52
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.508.208,95 704.772,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.845,00 12.617,19
9.164.628,34 7.649.740,99

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.350.027,48 1.686.095,79
III. Jahresüberschuss 830.803,47 663.931,69
B. Rückstellungen 1.149.964,71 446.707,34
C. Verbindlichkeiten 4.764.722,27 4.828.006,17
D. Passive latente Steuern 44.110,41 0,00
9.164.628,34 7.649.740,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Rohergebnis 3.966.493,59 3.084.340,51
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.569.416,29 1.430.505,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 150.961,70 130.671,43
1.720.377,99 1.561.177,04
3. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.378,94 2.229,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 899.644,15 540.431,65
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.424,66 11.583,33
- davon aus verbundenen Unternehmen € 47.424,66 (€ 11.583,33)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 543.372,41 321.287,00
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern € 44.110,41 (€ 0,00)
7. Ergebnis nach Steuern 841.144,76 670.798,98
8. Sonstige Steuern 10.341,29 6.867,29
9. Jahresüberschuss 830.803,47 663.931,69

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Europaket+ GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bielefeld unter HR B HRB 44799 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen gehört die Gesellschaft unter Zugrundelegung der Daten für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach linearer Methode vorgenommen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Rückzahlungsbetrag unter Berücksichtigung etwaiger dauerhafter Wertminderungen bilanziert.

Das Umlaufvermögen wird zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Wegen der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die Seite 4 verwiesen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 wurde das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 II HGB in Anspruch genommen. In Verbindung mit § 255 Ila wurden Forschungs- und Entwicklungskosten für die Schaffung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes i. H. v. TEUR 135 aktiviert.

Die Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögen führt gem. § 268 Abs. 8 S.1 HGB zu einer Ausschüttungssperre.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 135.266,50 0,00 135.266,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.145,87 0,00 0,00 11.145,87
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 11.145,87 135.266,50 0,00 146.412,37
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 59.724,16 0,00 59.724,16
Summe Sachanlagen 0,00 59.724,16 0,00 59.724,16
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000,00 41.583,33 0,00 791.583,33
2. Beteiligungen 882.000,00 0,00 882.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.632.000,00 41.583,33 882.000,00 791.583,33
Summe Anlagevermögen 1.643.145,87 236.573,99 882.000,00 997.719,86
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Geschäftsjahr Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.987,86 2.229,17 10.217,03
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.987,86 2.229,17 10.217,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.149,77 7.149,77
Summe Sachanlagen 0,00 7.149,77 7.149,77
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.987,86 9.378,94 17.366,80
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 135.266,50 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 928,84 3.158,01
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 136.195,34 3.158,01
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.574,39 0,00
Summe Sachanlagen 52.574,39 0,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 791.583,33 750.000,00
2. Beteiligungen 0,00 882.000,00
Summe Finanzanlagen 791.583,33 1.632.000,00
Summe Anlagevermögen 980.353,06 1.635.158,01

Sämtliche ausgewiesene Forderungen und Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.906 (Vorjahr T€ 2.335) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.906 (Vorjahr T€ 2.335).

Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschafter.

Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen i. H. v. T€ 695 für Charterkosten, T€ 167 für Verpflichtungen für Personal sowie T€ 80 für ausstehende Rechnungen und Abschluss- und Beratungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 30).

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Als Folge der aktivierten F&E Kosten in den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen kam es zur Passivierung latenter Steuerverpflichtungen i. H. v. TEUR 44, sowie korrespondierenden Aufwendungen aus deren Zuführung. Diese wurden auf Basis der Steuersätze zu der GewSt (16,786 %) und KSt (15,825 %) = 32,611 % gebildet.

Alle Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu außergewöhnlichen Aufwendungen aus der Verschmelzung der IMN GmbH auf die Europaket+ GmbH i. H. v. TEUR 291.

Verbindlichkeitenspiegel

insgesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.521.210,43 4.521.210,43 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.274,40 31.274,40 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 212.237,44 212.237,44 0,00 0,00
4.764.722,27 4.764.722,27 0,00 0,00

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen derzeit jährlich T€ 95.

Die liquiden Mittel in Höhe von T€ 1.509 sind an die ING Bank N. V. als Sicherheit für an verbundene Unternehmen ausgereichte Finanzierungsmittel verpfändet worden. Aufgrund der wirtschaftlichen Stabilität der Gruppe ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

Sonstige Angaben

Die bisher unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen werden abweichend zum Vorjahr in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 im Durchschnitt 12 Arbeitnehmer ohne die Geschäftsführer (Vorjahr: 11).

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

 

Robertus Gerardus Johannes Linders, Kaufmann

 

Pieter Hulspas, Kaufmann

 

Silvio Richter, Kaufmann

Auf die Angabe der Organbezüge gem. § 285 Nr. 9 HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Europaket+ GmbH wurde in den Konzernabschluss der Shipcloud Europaket Holding B. V. einbezogen. Die Shipcloud Europaket Holding B. V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Die Janssen Group of Companies Holding B. V. stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der niederländischen Handelskammer erhältlich.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine berichtspflichtigen Vorgänge bekanntgeworden.

 

Bielefeld, den 8. April 2024

Robertus Gerardus Johannes Linders

Pieter Hulspas

Silvio Richter

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Europaket+ GmbH erbringt als 4PL (Fourth-Party Logistic) Dienstleister Transportketten ihrer Kunden. Zum Dienstleistungsportfolio gehören der Einkauf der Transportdienstleistung, der Customer Service, die IT-Implementierung und die Optimierung der verschiedenen Transportströme.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 standen die Integration der Firma Shipcloud GmbH in den Firmenverbund und die damit verbundene Internationalisierung.

Die Geschäftsbereiche der Europaket+ GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Key Account Management, Sales, Einkauf, IT und Customer Service.

Der Hauptsitz der Europaket+ GmbH ist in Bielefeld. Es werden keine Zweigniederlassungen betrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Europaket+ GmbH entwickelt weiterhin Transportströme, die weniger CO 2 -Ausstoß verursachen, zum einen durch effizientere Transporte in die Zieldestinationen, zum anderen durch die Anbindung alternativer Zustellkonzepte und alternativer Frachtführer.

Die Europaket+ GmbH bündelt Volumen verschiedener Kunden um so effizienter, schneller und umweltfreundlicher Transporte durchführen zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen gestalteten sich auch im Jahr 2023 als sehr herausfordernd. Neben der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine wirkten sich vor allem die Energiekrise und die hohe Inflation negativ auf das E-Commerce Geschäft aus. Die potentiellen Käufer sind in Bezug auf Neuanschaffungen weiterhin sehr zurückhaltend.

Der E-Commerce Markt entwickelte sich in den vergangenen Jahren mit einem jährlichen Wachstum von ca. 10 %. Auch in 2023 wurde diese Entwicklung gebremst und war mit ca. 12 % stark rückläufig.

Der Cross-Border E-Commerce Markt gewinnt weiter an Bedeutung. Beim Online-Einkauf wird in den einzelnen Ländern nicht nur bei heimischen Anbietern bestellt, sondern auch immer häufiger auf Anbieter aus dem Ausland zurückgegriffen.

Die Kosten für die Logistik im E-Commerce Geschäft gewinnen weiter an Bedeutung.

Für das Jahr 2024 wird ein moderates E-Commerce Umsatzwachstum prognostiziert.

Vor allem durch neue Technologien und mobiles Shopping wird der Umsatz weiter steigen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Berichtsjahr 2023 stand weiterhin im Zeichen der Stärkung und des Ausbaus der Organisation und der damit verbundenen festgelegten Strategie, Wachstum im Vertrieb durch neue Produkte, neue Carrier und neue Länder, zu erreichen.

Die Europaket+ GmbH unterstützt die bestehenden Kunden durch weitere Verbesserung der Paketlogistik und alternative Transportkonzepte.

Der Rohertrag der Europaket+ GmbH lag im Jahr 2023 um ca. 29 % über dem Vorjahreswert.

Das Betriebsergebnis hat sich um 30 % erhöht.

a) Ertragslage

Insbesondere aufgrund der verbesserten Aufwandsseite hat sich das Rohergebnis von 3,1 Mio. € auf 4,0 Mio. € deutlich erhöht. Trotz gestiegener Personalaufwendungen und sonstiger betrieblicher Aufwendungen ist das Betriebsergebnis von 1,0 Mio. € auf 1,3 Mio. € gestiegen.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Current Ratio (Liquiditätsgrad III) hat sich von 1,13 auf 1,38 erhöht.

Die Bilanzsumme hat sich von 7,7 Mio. € auf 9,2 Mio. € erhöht.

Die Eigenkapitalquote ist von 31 % in 2022 auf 35 % gestiegen.

c) Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist angesichts der Investitionen und der aktuellen wirtschaftlichen Lage im laufenden Berichtsjahr konstant gut.

III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Intern steuert das Management vor allem nach den finanziellen Leistungsindikatoren Rohmarge (Gross Margin) und Betriebsergebnis (Contribution Margin).

IV. Prognosebericht

Wir erwarten für die kommenden Jahre ein weiteres Umsatzwachstum und eine weitere Verbesserung unserer Finanzsituation.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir in 2024 eine Steigerung der Roherträge um 20 % auf 4,3 Mio. € (Vj.: 3,6 Mio. €). Das Betriebsergebnis wird sich mit Blick auf unseren Forecast 2024 auf 2,2 Mio. € (Vj.: 1,6 Mio. €) erhöhen.

Hinsichtlich unserer finanziellen Leistungsindikatoren lagen wir in 2023 vor allem auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Situation unter Budget.

Die Kalkulation unserer Prognosewerte erfolgte vor allem unter der Annahme der zukünftigen Generierung zusätzlicher Neukunden und zusätzlichem Neugeschäft mit Bestandskunden.

V. Chancen- und Risikobericht

Ein wesentliches Risiko sind die nicht erwartbaren Marktveränderungen durch z.B. Kriege, Inflation oder Pandemien. Vor allem die Kaufzurückhaltung beeinflusst die Umsätze im E-Commerce Markt negativ.

Durch die weitere Internationalisierung unserer Geschäfte erschließen wir neue Märkte mit großem Potential.

Wir entwickeln unser Geschäftsmodell stetig weiter. Wir erweitern unser Frachtführerportfolio und verbessern / erweitern unsere IT-Produktpalette.

Gestärkt auch durch die Möglichkeiten im Mutterkonzern Logicall und den damit verbundenen Unternehmen ergeben sich weitreichende, neue Möglichkeiten.

Insgesamt schätzen wir die Chancen- und Risikolage als überwiegend positiv ein, wobei Chancen die Risiken überwiegen.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Mit einem Großteil der Kunden bestehen langjährige gute Geschäftsbeziehungen.

Verbindlichkeiten werden in der Regeln innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Bielefeld, den 8. April 2024

Robertus Gerardus Johannes Linders

Pieter Hulspas

Silvio Richter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende zur Offenlegung vorgesehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Europaket+ GmbH wurde unter Inanspruchnahme der Erleichterungen für mittelgroße Kapital- und Personengesellschaften aufgestellt.

Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Europaket+ GmbH, Bielefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Europaket+ GmbH, Bielefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Europaket+ GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nettetal, den 10. April 2024

WWS WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
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Sonfeld, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. April 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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