DBIV Dritte Bergische Immobilienverwaltung KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Wolfgang Worch seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Frank Johann seit 25.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vaillant GmbHRemscheidKonzernabschluss der Vaillant GmbH 202201 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
Ausblick für das Jahr 2023Wir erwarten einen signifikanten Umsatzanstieg und ein Betriebsergebnis (EBIT) deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Grundlagen des KonzernsGESCHÄFTSMODELLDie Vaillant Group ist seit der Unternehmensgründung im Jahr 1874 ein reines Familienunternehmen. Bis heute übernehmen die Eigentümer Verantwortung für die erfolgreiche Ausrichtung des Unternehmens mit dem Ziel eines nachhaltigen und profitablen Wachstums. Dies steht traditionell in Einklang mit der konsequenten Orientierung an sozialen und ökologischen Maßstäben. Die Vaillant Group ist ein führender international tätiger Anbieter von Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik. Das Unternehmen verfügt über acht internationale Heiztechnikmarken: Vaillant, Saunier Duval, AWB, Bulex, DemirDöküm, Glow-worm, Hermann Saunier Duval und Protherm. Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und zum anschließenden Kundenservice verfügt die Vaillant Group über eine geschlossene Wertschöpfungskette. Das Kerngeschäft konzentriert sich auf effiziente und energiesparende Heizgeräte auf der Basis von Erdgas und Strom sowie Technologien zur Nutzung regenerativer Energien. Das Produktportfolio umfasst alle wesentlichen Technologien zur Gebäudeversorgung. Hierzu zählen Wärmepumpen, Brenn- und Heizwertgeräte, Lüftungssysteme, Regelungstechnik, Wärmespeicher, thermische Solaranlagen und Photovoltaiksysteme, Batteriespeicher sowie Gas- und Elektro-Wasserheizer, Klimageräte und Heizkörper. Die Vaillant Group bietet zudem abgestimmte Systeme, die mehrere Energieträger und anlagentechnische Komponenten miteinander kombinieren, aus einer Hand an. Neben dem Produktgeschäft bilden Servicedienstleistungen einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit. Inbetriebnahmen, Reparaturen, Wartungen und Schulungen, die technische Unterstützung von Fachpartnern und die Gewährleistung einer maximalen Verfügbarkeit von Ersatzteilen zählen ebenso dazu wie Garantieverlängerungen, digital vernetzte Dienstleistungen und internetbasierte Applikationen. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich überwiegend auf Europa sowie auf die Länder China und Türkei. Die Vaillant Group unterhält Niederlassungen in rund 20 Ländern und exportiert Produkte in über 60 Länder. Der Vertrieb der Vaillant Group erfolgt in der Regel auf einem dreistufigen Weg. Direkte Kunden innerhalb der Vertriebskette sind der Großhandel für Sanitär- und Heizungstechnik sowie Installateure und Fachhandwerksbetriebe. Zu den Kunden auf weiteren Stufen der Vertriebskette zählen Unternehmen der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie private Immobilieneigentümer. Die Vaillant Group fertigt Produkte an sieben Standorten in Europa, einem in der Türkei und einem in China. Die Fertigung umfasst die Herstellung aller leistungs- und qualitätsrelevanten Kernkomponenten sowie die Endmontage aller Geräte mit vollständiger Überprüfung der technischen Leistungsmerkmale. Alle Produktionsprozesse erfolgen standortübergreifend einheitlich. Die Vaillant Group betreibt Produktentwicklung an vier Standorten innerhalb der EU sowie in der Türkei und in China. Ausgehend von der Unternehmensvision "Wir sorgen für ein besseres Klima. In jedem Zuhause und unserer Umwelt" hat die Vaillant Group strategische Ziele definiert, um das Wachstum weiter voranzutreiben. WirtschaftsberichtGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche EntwicklungNach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2022 mit 3,4 Prozent gewachsen und damit deutlich schwächer als noch im Vorjahr (2021: 6,2 Prozent). Der konjunkturelle Abschwung resultierte aus mehreren zusammenwirkenden Faktoren. Hierzu zählten hohe Inflationsraten und fiskalpolitische Maßnahmen, die wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion der Ukraine sowie die noch nicht bewältigten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften belief sich auf 2,7 Prozent (2021: 5,4 Prozent). Die Entwicklung in der Gruppe der wichtigsten Schwellenländer lag bei 3,9 Prozent (2021: 6,7 Prozent). Innerhalb der Eurozone schwächte sich die Konjunktur in Spanien auf 5,2 Prozent (2021: 5,5 Prozent) und in Italien auf 3,9 Prozent ab (2021: 6,7 Prozent). Noch geringeres Wachstum erzielte Frankreich mit 2,6 Prozent (2021: 6,8 Prozent) und Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft mit 1,9 Prozent (2021: 2,6 Prozent). In den für die Vaillant Group wesentlichen Märkten außerhalb des Euro-Währungsraums verzeichnete das Vereinigte Königreich ein konjunkturelles Plus von 4,1 Prozent (2021: 7,6 Prozent). In der Volksrepublik China kam es zu einem deutlichen Rückgang des Wachstums auf 3,0 Prozent (2021: 8,4 Prozent). Unter anderem war dies auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemiebekämpfung zurückzuführen. In der Türkei lag die Wirtschaftsleistung 5,0 Prozent im Plus (2021: 11,4 Prozent). Die Entwicklung der Durchschnittskurse von für uns relevanten Währungen gegenüber dem Euro stellt nachfolgende Tabelle dar:
Abweichend vom Durchschnittskurs sank die türkische Lira zum 31. Dezember 2022 auf einen Wert von 19,93 TRY. Branchenentwicklung 1Die für die Vaillant Group maßgeblichen internationalen Heiztechnikmärkte haben sich im Jahr 2022 mit 0,2 Prozent nur marginal positiv entwickelt. Dies stellt einen starken Rückgang des Wachstums gegenüber dem Vorjahr dar (2021: 13,8 Prozent). Zu beobachten war 2022 marktübergreifend eine signifikante Nachfrageverschiebung hin zu Wärmepumpen und weg von gasbetriebenen Wärmeerzeugern. Der Gesamtmarkt für wandhängende Wärmeerzeuger lag deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-3,3 Prozent). Anhaltend dynamisch wuchsen im Jahr 2022 hingegen erneut die Wärmepumpenmärkte (38,8 Prozent). Jedoch lagen die Wachstumsraten in diesem Segment erstmals seit mehreren Jahren unter dem Vorjahreswert. Mit Blick auf die großen europäischen Heiztechnikmärkte verzeichnete der Markt in Frankreich (-5,4 Prozent) durch die Beendigung eines Subventionsprogramms für energetische Sanierung im Bereich sozialer Wohnungsbau zum Ende des Jahres 2021 den deutlichsten Rückgang. Leicht rückläufig war auch die Nachfrage in Spanien (-0,2 Prozent). Der deutsche Markt für Wärmeerzeuger lag 2022 hingegen im Plus (5,2 Prozent). Positiv verlief die Branchenentwicklung auch in Italien (10,3 Prozent), in den Niederlanden (4,9 Prozent) und in Polen (4,1 Prozent). Außerhalb der EU war der Markt im Vereinigten Königreich 2022 rückläufig (-3,4 Prozent). Gleiches gilt für die Nachfrage in der Volksrepublik China (-4,4 Prozent). In der Türkei drehte der Markt nach einem schwachen Vorjahr zurück ins Plus (3,9 Prozent).
1 Quelle: BRG Enterprise Database.
Rechtliche RahmenbedingungenUnter dem Titel "REPowerEU" hat die Europäische Kommission im Jahresverlauf Vorschläge zur Verringerung der Abhängigkeit von der Lieferung fossiler Brennstoffe aus Russland vorgelegt. Die Vorschläge bauen auf dem bereits existierenden "Fit for 55"-Paket der EU auf. Im Fokus stehen Verbesserungen bei der Energieversorgungssicherheit und der Energiespeicherung. Zu diesem Zweck werden höhere Ausbauziele für erneuerbare Energien (Richtlinie über erneuerbare Energien) und die Reduzierung des Energieverbrauchs (Energieeffizienz-Richtlinie) vorgeschlagen. Für die Vaillant Group ist das vorgegebene Ziel, zehn Millionen Wärmepumpen in den nächsten fünf Jahren in den EU-Mitgliedstaaten zu installieren, von erheblicher Relevanz. Hohe Relevanz für das Unternehmen haben darüber hinaus die Pläne zum schnelleren Aufbau von Produktionskapazitäten für erneuerbaren Wasserstoff sowie dessen Import in die EU. Zudem sollen Stromerzeugungskapazitäten im Bereich Photovoltaik verstärkt ausgebaut werden. Die seit 2015 rechtskräftigen EU-Ökodesign-Verordnungen für Heiz- und Warmwassergeräte befinden sich in der Überarbeitung. Neue Gesetzesentwürfe liegen seit Juli 2021 vor. Im "Energiesparplan für die EU" werden strengere Ökodesign-Grenzwerte für Heizgeräte als mögliche Maßnahme genannt, Anreize für eine verstärkte Nutzung von Wärmepumpen zu schaffen. Mit dem Inkrafttreten der novellierten Richtlinie ist voraussichtlich nicht vor Jahresende 2023 zu rechnen. Ein Entwurf der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde im Dezember 2021 veröffentlicht. Es liegen Vorschläge zur verpflichtenden Reduktion des Energieverbrauchs und der Emissionen im Neubau und im Gebäudebestand vor. Der Gesetzgebungsprozess wird voraussichtlich bis Mitte 2023 andauern. Neuregelungen der EU-Verordnung für fluorierte Treibhausgase liegen seit April 2022 als Entwurf vor. Die Verlagerung zu natürlichen Kältemitteln mit geringerem Treibhausgaspotenzial soll damit beschleunigt werden. Auch ein Verbot bestimmter Kältemittel für Wärmepumpen ist im derzeitigen Entwurf enthalten. Der Novellierungsprozess dauert voraussichtlich bis Ende 2023. In Deutschland plant die Bundesregierung neue gesetzliche Vorschriften für neu installierte Heizungsanlagen. Diese sollen ab dem 1. Januar 2024 für Installationen sowohl in Neu- als auch in Bestandsbauten gelten. Möglichst jede neue Heizungsanlage soll dann zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Technische Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Vorgabe beschreibt ein Konzeptpapier, das seit Juli 2022 vorliegt. Die gesetzliche Verankerung soll im Zuge der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes im Jahr 2023 erfolgen. GESAMTAUSSAGE ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNGDas Geschäftsjahr 2022 verlief für die Vaillant Group insgesamt erfolgreich. In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld stiegen die Umsatzerlöse 2 um 11,2 Prozent auf 3.652 Mio Euro (2021: 3.285 Mio Euro). Damit hat das Unternehmen seinen eingeschlagenen Wachstumskurs fortgesetzt. Mit einem Umsatzplus von mehr als 75 Prozent im Bereich der Wärmepumpen verzeichnete die Vaillant Group erneut starkes Wachstum in diesem Produktsegment. Im Bereich der Gas-Heizgeräte hat das Unternehmen seine Position als einer der führenden Anbieter für wandhängende Gas-Heizgeräte in den meisten seiner Kernmärkte weiter ausgebaut. Wie das Vorjahr war auch das Jahr 2022 durch eine hohe Produktnachfrage geprägt. Gleichzeitig verschärfte sich die bereits seit 2021 zu verzeichnende weltweite Knappheit in der Versorgung mit Produktionsmaterialien. Dies führte zu signifikanten Lieferengpässen, welche einem höheren Umsatzwachstum entgegenstanden. Umsatzerlöse und EBIT Vaillant
Group
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2022 | 2021 | ||
| Mio Euro | % | Mio Euro | % | |
| Umsatzerlöse | 3.652 | 100,0 | 3.285 | 100,0 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -2.335 | -63,9 | -2.023 | -61,6 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.317 | 36,1 | 1.263 | 38,4 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -172 | -4,7 | -142 | -4,3 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -698 | -19,1 | -640 | -19,5 |
| Verwaltungskosten | -182 | -5,0 | -169 | -5,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -3 | -0,1 | -1 | -0,0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 262 | 7,2 | 311 | 9,5 |
| Finanzergebnis | 2 | 0,1 | -5 | -0,2 |
| Ergebnis vor Steuern | 264 | 7,2 | 305 | 9,3 |
| Ertragsteuern | -61 | -1,7 | -75 | -2,3 |
| Konzernjahresüberschuss | 203 | 5,6 | 230 | 7,0 |
Das Betriebsergebnis (EBIT) blieb vor dem Hintergrund der hohen Kostensteigerungsraten des Geschäftsjahres 2022 signifikant hinter den Erwartungen zurück. Dies resultierte maßgeblich aus einer geringeren Bruttomarge, die durch Kostenanstiege für Produktionsmaterialien, Energie und Logistik belastet war. Aufgrund der Dynamik der Kostenanstiege sowie hoher Lieferrückstände wirken sich die entsprechenden Verkaufspreisanhebungen teilweise erst zeitverzögert aus.
Die beiden oben genannten Kennzahlen stellen die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen dar.
Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 2 Mio Euro (2021: -5 Mio Euro). Dies war maßgeblich auf positive Bewertungseffekte bei den langfristigen Rückstellungen im Zuge gestiegener Rechnungszinssätze zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 264 Mio Euro (2021: 305 Mio Euro). Nach Abzug eines Steueraufwands von 61 Mio Euro (2021: 75 Mio Euro) ergab sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss von 203 Mio Euro (2021: 230 Mio Euro).
Im Jahr 2022 investierte das Unternehmen insgesamt 212 Mio Euro (2021: 115 Mio Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. 3
Davon entfiel der größte Teil auf die Erweiterung des Produktionsnetzwerks, die insbesondere für den weiteren Ausbau des Wärmepumpengeschäfts konsequent vorangetrieben wurde.
Im Bereich Vertrieb, Marketing und Service investierten wir unter anderem in den Um- beziehungsweise Ausbau von Vertriebsgebäuden und Trainingszentren.
Weitere Investitionen betrafen die Infrastruktur am Standort der Unternehmenszentrale in Remscheid.
Die Abschreibungen lagen mit 137 Mio Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (2021: 122 Mio Euro). Das höhere Abschreibungsniveau war unter anderem auf gestiegene selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen.
3 Investitionen vor Kapitalisierung von
Forschungs- und Entwicklungsleistungen.
Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg im Jahr 2022 signifikant, auf 2.959 Mio Euro (2021: 2.483 Mio Euro).
Für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Abbildung der türkischen Aktivitäten erstmals verpflichtend unter Anwendung des internationalen Rechnungslegungsstandards IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern). Auf die Vermögenslage hat sich dies durch einen erhöhten Geschäfts- oder Firmenwert und eine damit korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals ausgewirkt.
Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit 1.572 Mio Euro über dem Vorjahreswert (2021: 1.291 Mio Euro). Ursächlich hierfür war insbesondere der Ausbau unseres Produktionsnetzwerks. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich infolgedessen auf 621 Mio Euro (2021: 475 Mio Euro). Weiterhin führte die Erstanwendung des IAS 29 zu einer Erhöhung des bei der Akquisition des türkischen Unternehmens Türk Demir Döküm entstandenen Firmenwerts in Höhe von 106 Mio Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 1.387 Mio Euro (2021: 1.192 Mio Euro). Davon entfielen 719 Mio Euro (2021: 464 Mio Euro) auf höhere Vorräte, die im Wesentlichen aus gestiegenen Materialpreisen sowie dem Aufbau von Sicherheitsbeständen resultierten. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen wegen gesteigerter Umsatzerlöse mit 275 Mio Euro über dem Vorjahresniveau (2021: 249 Mio Euro).
Am Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 297 Mio Euro (2021: 391 Mio Euro).
Das Eigenkapital stieg auf 879 Mio Euro (2021: 723 Mio Euro). Erhöhend wirkte sich das Konzernergebnis von 203 Mio Euro (2021: 230 Mio Euro) aus.
Darüber hinaus beeinflussten ergebnisneutrale Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 13 Mio Euro (2021: 72 Mio Euro), die erstmalige Anwendung des IAS 29 sowie Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 91 Mio Euro (2021: -37 Mio Euro) die Eigenkapitalentwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 wurde für das Vorjahr eine Dividende in Höhe von 134 Mio Euro (2021: 112 Mio Euro) ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 29,7 Prozent (2021: 29,1 Prozent).
Das langfristige Fremdkapital lag mit 819 Mio Euro über dem Vorjahresniveau (2021: 652 Mio Euro). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Zuge der gestiegenen Investitionen auf 375 Mio Euro (2021: 188 Mio Euro). Darin enthalten war die Inanspruchnahme von Kreditlinien sowie eine erste Tranche eines von der Europäischen Investitionsbank (EIB) gewährten Darlehens in Höhe von bis zu 120 Mio Euro. Die EIB fördert mit dem Darlehen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für klimafreundliche Produkte, die strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Gegenläufig verminderten sich die Pensionsrückstellungen auf 230 Mio Euro (2021: 290 Mio Euro) aufgrund eines Anstiegs der Rechnungszinssätze.
Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 1.260 Mio Euro über dem Vorjahreswert (2021: 1.107 Mio Euro). Ursächlich hierfür war der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 482 Mio Euro (2021: 378 Mio Euro). Zudem stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 91 Mio Euro (2021: 36 Mio Euro).
Im Berichtsjahr 2022 lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit mit 113 Mio Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 368 Mio Euro). Gründe hierfür waren das geringere operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie ein höherer Vorratsbestand. Dieser ist insbesondere auf gestiegene Materialpreise auf dem weltweit angespannten Beschaffungsmarkt, eine damit zusammenhängende Erhöhung unserer Sicherheitsbestände sowie eine nachlassende Nachfrage nach Gasgeräten zum Ende des Geschäftsjahres zurückzuführen.
Der Zahlungsmittelabfluss im Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -241 Mio Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau (2021: -146 Mio Euro). Dies ist insbesondere auf den Ausbau unseres Produktionsnetzwerkes zurückzuführen.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 43 Mio Euro zugeflossen (2021: -313 Mio Euro). Die Dividendenzahlung an die Gesellschafter betrug -134 Mio Euro (2021: -112 Mio Euro).
Der Freie Cashflow 4 lag mit -166 Mio Euro unter dem Vorjahreswert (2021: 186 Mio Euro).
Der Netto-Cashflow lag mit -85 Mio Euro in etwa auf Vorjahresniveau (2021: -91 Mio Euro).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 297 Mio Euro (2021: 391 Mio Euro).
4 Netto-Cashflow vor Veränderung von
Finanzverbindlichkeiten und Dividenden.
|
Cashflow-Rechnung
Mio Euro |
2022 | 2021 |
| EBITDA | 399 | 432 |
| Anstieg (-)/ Rückgang (+) langfristige Vermögenswerte und Schulden | -32 | -15 |
| Anstieg (-)/ Rückgang (+) Nettoumlaufvermögen | -196 | 14 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -57 | -63 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 113 | 368 |
| Investitionen und Akquisitionen | -238 | -149 |
| Desinvestition | -4 | 2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -241 | -146 |
| Gezahlte Dividenden an Eigentümer | -134 | -112 |
| Erhaltene Dividenden | - | - |
| Kreditaufnahme | 234 | -0 |
| Kredittilgung | - | -159 |
| Zinssaldo | -5 | -3 |
| Zahlung von (+) / an (-) Minderheitsgesellschafter | -19 | -6 |
| Tilgung (-) / Anstieg (+) Verbindlichkeiten aus Leasing | -33 | -32 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 43 | -313 |
| Netto-Cashflow | -85 | -91 |
| Freier Cashflow | -166 | 186 |
Die Vaillant Group wies zum 31. Dezember 2022 Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 466 Mio Euro aus (2021: 224 Mio Euro). Der Anstieg ist insbesondere auf die Inanspruchnahme von Kreditlinien und auf das Darlehen der EIB zurückzuführen.
Durch die vorhandenen liquiden Mittel und nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 277 Mio Euro (2021: 317 Mio Euro) kann die Vaillant Group die Liquidität jederzeit sicherstellen. Mit der Verlängerung des Syndikatskredits und des ABS-Programms um fünf Jahre haben wir im Geschäftsjahr 2022 die finanziellen Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum der Vaillant Group geschaffen.
Die Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Vaillant Group konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2022 vornehmlich auf Entwicklungsprogramme in den Bereichen Wärmepumpen und effiziente Gas-Wandheizgeräte sowie auf die weitere Digitalisierung unseres Produktportfolios.
Im Bereich Wärmepumpen wurden Programme zur Erweiterung des Produktportfolios und zur Umstellung auf klimafreundliche Kältemittel weiter ausgebaut.
Der Fokus im Bereich Gas-Wandheizgeräte lag auf Programmen zur Effizienzsteigerung im Basissegment.
Für die zuvor genannten Projekte wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von 20 Mio Euro aktiviert (2021: 29 Mio Euro). Das im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Aktivierungsvolumen resultierte maßgeblich aus dem Abschluss von Projekten im Bereich Gas-Wandheizgeräte im Jahr 2021.
Der Einzelabschluss der Vaillant GmbH wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Es ergeben sich hierdurch Abweichungen von den International Financial Reporting Standards (IFRS), die in der Vaillant Group gelten, insbesondere in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des immateriellen Anlagevermögens sowie der Rückstellungen.
Ergänzend zur Berichterstattung über die Vaillant Group wird im Folgenden die Entwicklung der Vaillant GmbH erläutert. Die Vaillant GmbH ist das Mutterunternehmen der Vaillant Group und hat ihren Sitz in Remscheid.
In ihrer Funktion als Mutterunternehmen der Vaillant Group verantwortet die Vaillant GmbH außer der Festlegung und Verfolgung der unternehmerischen Ziele vor allem die Produktionstätigkeit. Weiterhin erbringt sie zentrale Gruppen- und Dienstleistungsfunktionen, unter anderem auch Forschung und Entwicklung, und steuert den Liefer- und Leistungsverkehr innerhalb des Konzerns. Sie verantwortet das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumentarium einschließlich des Risikomanagements.
Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Vaillant GmbH ist sowohl durch ihre eigene operative Tätigkeit geprägt als auch durch die operative Tätigkeit ihrer Tochtergesellschaften, da sich deren Geschäftserfolg durch Ergebnisabführungsverträge direkt oder in Form von Beteiligungserträgen zeitversetzt entsprechend den Gewinnverwendungsbeschlüssen auswirkt. Die wirtschaftliche Lage der Vaillant GmbH entspricht damit grundsätzlich der der Vaillant Group. Dementsprechend verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel "Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung", die auch die Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 hielt die Vaillant GmbH direkte und indirekte Beteiligungen an 99 Unternehmen und beschäftigte 2.608 (2021: 2.327) Mitarbeitende einschließlich 56 Auszubildender (2021: 59). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug im Geschäftsjahr 2.489 (2021: 2.234), wovon 78 Prozent (2021: 77 Prozent) männlichen Geschlechts sind. 9 Prozent (2021: 10 Prozent) der Belegschaft in der Vaillant GmbH sind in Teilzeit beschäftigt, davon sind 61 Prozent Frauen (2021: 64 Prozent).
Die Vaillant GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Durch die Tarifbindung unterliegen die Mitarbeitenden im tariflichen Bereich der ERA-Systematik (Entgeltrahmenabkommen). Dabei werden die Stellen durch eine paritätisch besetzte Tarifkommission (Arbeitgebervertreter und Arbeitnehmervertreter [Betriebsrat]) bewertet und in Entgeltgruppen eingeteilt. Auch im außertariflichen Bereich werden die Stellen unabhängig bewertet und die Vergütung wird in Gehaltsbändern festgelegt. Bei den Festlegungen (inhalts- und verantwortungsorientiert) ist es unerheblich, wer eine Stelle innehat beziehungsweise wer eine Stelle neu besetzt. Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass eine geschlechtsunterschiedliche Bezahlung für gleiche Tätigkeiten vermieden wird.
Die Vaillant GmbH strebt einen weiteren Ausbau des Anteils weiblicher Führungskräfte an. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben in diesem Jahr hierzu neue Zielquoten bis 2027 festgelegt.
Der Geschäftsführung soll mindestens eine Frau angehören. Dies ist heute noch nicht erreicht, da noch keine geeignete Kandidatin gefunden werden konnte. Bereits heute ist die Zielquote im Aufsichtsrat erfüllt, wo zwei Frauen im zwölfköpfigen Gremium vertreten sind. Die Zielquote bis 2022 von 14 Prozent Frauenanteil auf den ersten beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung wurde mit Abschluss des Geschäftsjahres um 3 Prozent verfehlt. Bis Ende 2027 sollen 16 Prozent der Stellen auf den ersten beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung durch Frauen besetzt sein. Darüber hinaus wurden quantitative und qualitative Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels beschlossen. Die Vaillant GmbH ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat bereits 2018 eine Stelle für "Diversity Management" geschaffen. Das Thema "Diversity & Inclusion" ist in sämtliche Prozesse des Personalmanagements eingebunden.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 lagen mit 1.564 Mio Euro über dem Niveau des Vorjahres (2021: 1.327 Mio Euro).
Mit allen Konzern-Vertriebsgesellschaften im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) konnten Umsatzzuwächse verzeichnet werden. Insgesamt erreichten die Umsatzerlöse mit diesen Gesellschaften 609 Mio Euro (2021: 475 Mio Euro). Der größte Umsatzzuwachs resultierte dabei aus Verkäufen von Wärmepumpen an die deutsche Vertriebsgesellschaft.
Insbesondere die Umsatzerlöse mit der Vertriebsgesellschaft in den Niederlanden, aber auch mit den skandinavischen Vertriebsgesellschaften und der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien erhöhten sich im Jahr 2022. Der Umsatz mit den belgischen Vertriebsgesellschaften war hingegen rückläufig. Insgesamt belief sich der Umsatz mit den genannten Gesellschaften auf 294 Mio Euro (2021: 280 Mio Euro). Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen auf die Verkäufe von Wärmepumpen zurückzuführen.
Die Umsatzerlöse mit den Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Italien und Spanien stiegen auf 265 Mio Euro (2021: 214 Mio Euro) an. Der größte Anstieg wurde mit dem Verkauf von Umlaufwasserheizern nach Italien erzielt. Auch die Verkäufe von Wärmepumpen lagen deutlich über dem Vorjahreswert.
Trotz Beendigung der Geschäftsaktivitäten in Russland lagen die Umsatzerlöse in den osteuropäischen Ländern mit 174 Mio Euro über denen des Vorjahres (2021: 164 Mio Euro). Dazu trug der Umsatzzuwachs mit Produkten auf Basis erneuerbarer Energien bei, der insbesondere aus Verkäufen nach Polen resultierte.
Sowohl mit den Vertriebsgesellschaften in China als auch mit den Gesellschaften in der Türkei konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und erreichten 119 Mio Euro (2021: 100 Mio Euro). Der größte Umsatzzuwachs resultierte aus Verkäufen von Umlaufwasserheizern nach China.
Die sonstigen Umsatzerlöse betrugen 103 Mio Euro (2021: 95 Mio Euro). Hierzu trugen vor allem höhere Lizenzerträge gegenüber unseren ausländischen Produktionseinheiten bei.
Neben der zuvor beschriebenen Entwicklung der Umsatzerlöse stellt sich die Entwicklung der Kostenpositionen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Herstellungskosten stiegen weitgehend proportional zu den Umsatzerlösen auf 1.247 Mio Euro (2021: 1.044 Mio Euro). Die Bruttomarge blieb mit 20 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau (2021: 21 Prozent). Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich auf 317 Mio Euro (2021: 283 Mio Euro).
Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich auf 168 Mio Euro (2021: 144 Mio Euro). Zu den wesentlichen Aktivitäten verweisen wir auf das Kapitel "Forschung und Entwicklung der Vaillant Group" im Konzernteil.
Die Vertriebskosten stiegen auf 76 Mio Euro (2021: 73 Mio Euro). Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Frachtkosten.
Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 183 Mio Euro (2021: 165 Mio Euro). Wesentlich für diese Steigerung waren zusätzliche Aufwendungen für strategische Projekte im Bereich der Digitalisierung.
Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit 75 Mio Euro auf Vorjahresniveau (2021: 77 Mio Euro) und wird weitgehend durch Dienstleistungsverrechnungen mit den Konzerntöchtern bestimmt.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12 Mio Euro auf -35 Mio Euro (2021: -23 Mio Euro).
Die Umsatzerlöse der Vaillant GmbH haben, korrespondierend zur Entwicklung auf Konzernebene, die für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierten Werte erreicht. Das Betriebsergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Dies resultierte - wie auch auf Konzernebene - maßgeblich aus einer geringeren Bruttomarge, die durch Kostenanstiege für Produktionsmaterial belastet war.
Das Finanzergebnis betrug 197 Mio Euro und lag somit über dem Vorjahresniveau (2021: 160 Mio Euro). Hierbei stiegen die Erträge aus Beteiligungen um 38 Mio Euro auf 185 Mio Euro an (2021: 147 Mio Euro). Die Nettoerträge aus Ergebnisabführungsverträgen gingen auf 22 Mio Euro (2021: 27 Mio Euro) zurück. Das Zinsergebnis betrug -10 Mio Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau (2021: -13 Mio Euro).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gingen auf -10 Mio Euro (2021: -12 Mio Euro) zurück.
Der Jahresüberschuss lag mit 152 Mio Euro über dem Vorjahresniveau (2021: 125 Mio Euro).
Die Vermögens- und Finanzlage der Vaillant GmbH ist zum Bilanzstichtag durch einen Anstieg der Bilanzsumme im Zuge erhöhter Umsatz- und Investitionstätigkeit geprägt. Das Vermögen hat sich überwiegend im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, der Vorräte, des Anlagevermögens sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erhöht. Dem stehen auf der Finanzierungsseite im Wesentlichen Erhöhungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, des Eigenkapitals und der Rückstellungen gegenüber. Deshalb hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 276 Mio Euro auf 1.977 Mio Euro erhöht (2021: 1.701 Mio Euro).
Das Anlagevermögen stieg um 34 Mio Euro auf 1.401 Mio Euro (2021: 1.367 Mio Euro), maßgeblich bedingt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen im Inland sowie in Beteiligungen an verbundenen Unternehmen im Ausland.
Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 94 Mio Euro auf 245 Mio Euro (2021: 151 Mio Euro). Dieser Anstieg ist auf die Preisentwicklungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zurückzuführen. Zudem wurden die Sicherheitsbestände erhöht, um die Versorgungssicherheit angesichts angespannter Lieferketten und hoher marktseitiger Nachfrage zu gewährleisten.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 143 Mio Euro auf 278 Mio Euro (2021: 135 Mio Euro). Dies ist hauptsächlich auf zum Stichtag erhöhte Forderungen aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr sowie der Finanzierung der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften der Vaillant Group zurückzuführen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 10 Mio Euro auf 35 Mio Euro an (2021: 25 Mio Euro). Der Anstieg resultierte aus höheren Umsatzsteuerforderungen zum Stichtag und Anzahlungen im Rahmen der Beschaffung.
Die liquiden Mittel reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Mio Euro und betrugen zum Bilanzstichtag 13 Mio Euro (2021: 20 Mio Euro). Über das gruppenweite Cash-Pooling stellt die Gesellschaft ihre Zahlungsfähigkeit sicher.
Unter Berücksichtigung der im Jahr 2022 geleisteten Dividendenzahlung und des Jahresüberschusses erhöhte sich das Eigenkapital im Berichtsjahr um 18 Mio Euro auf 887 Mio Euro (2021: 869 Mio Euro). Maßgeblich bedingt durch die stark gestiegene Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote um 6,2 Prozentpunkte auf 44,9 Prozent reduziert (2021: 51,1 Prozent).
Die Rückstellungen erhöhten sich um 6 Mio Euro auf 164 Mio Euro (2021: 158 Mio Euro). Der Anstieg bezieht sich auf die Pensions-, Steuer- und sonstigen Rückstellungen.
Durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien zur Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens sowie der Investitionen werden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 214 Mio Euro (2021: 0 Mio Euro) ausgewiesen. Zu den wesentlichen Finanzierungskomponenten verweisen wir auf das Kapitel "Vermögens- und Finanzlage der Vaillant Group".
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr geschäftsbedingt um 39 Mio Euro auf 143 Mio Euro angestiegen (2021: 104 Mio Euro).
Die Geschäftsentwicklung der Vaillant GmbH unterliegt den gleichen Risiken und Chancen wie die Geschäftsentwicklung der Vaillant Group. An den Chancen und Risiken ihrer Tochterunternehmen partizipiert die Vaillant GmbH grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote.
Dementsprechend verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel "Risiken- und Chancenbericht", die auch die Erwartung für die Muttergesellschaft widerspiegeln.
Entsprechend der Entwicklung im Konzern erwarten wir auch für die Vaillant GmbH ein erhebliches Umsatzwachstum und damit verbunden ein höheres Bruttoergebnis. Allerdings planen wir zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens auch höhere Ausgaben für Entwicklungsaktivitäten. Darüber hinaus erwarten wir eine Steigerung der Personalkosten. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel "Prognosebericht", die auch die Erwartung für die Muttergesellschaft widerspiegeln. Dies betrifft auch die Aussagen zur Umsatzentwicklung und zur Entwicklung des Betriebsergebnisses (EBIT) in der Vaillant Group.
Die Prognose des Finanzergebnisses der Vaillant GmbH ist wesentlich von der Entwicklung ihrer Tochterunternehmen geprägt, da sich deren Geschäftserfolge durch Ergebnisabführungsverträge direkt auf die Vaillant GmbH oder in Form von Beteiligungserträgen zeitversetzt entsprechend den Gewinnverwendungsbeschlüssen auswirken. Nicht zuletzt aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen im Unternehmensumfeld kann das tatsächliche Geschäftsergebnis von unseren Erwartungen abweichen.
Die Vaillant Group ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit zahlreichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Mit ihrem Risiken- und Chancenmanagementsystem (RCMS) verfolgt die Vaillant Group das Ziel, Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu überwachen. Das Ergreifen geeigneter Maßnahmen soll negative Auswirkungen auf die kurzfristigen operativen oder die langfristigen strategischen Unternehmensziele abwenden oder Chancenpotenziale nutzen. Dadurch soll eine mögliche Bestandsgefährdung des Unternehmens rechtzeitig erkannt und verhindert werden. Das RCMS verfolgt zudem den Zweck, unternehmerische Entscheidungen zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und die Wachstumsziele zu erreichen.
Das RCMS ist in sämtliche Planungs-, Controlling- und Berichterstattungsprozesse in den einzelnen Gesellschaften, den Unternehmensbereichen und auf Konzernebene integriert.
Als Risiken werden alle Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb der Vaillant Group definiert, die sich negativ auf die Erreichung der operativen oder strategischen Unternehmensziele auswirken können. Unter Chancen werden alle gruppeninternen sowie -externen Ereignisse und mögliche Entwicklungen verstanden, die über die geplanten operativen oder strategischen Ziele hinaus zum Unternehmenserfolg beitragen.
Grundlage des RCMS sind eine monatliche operative sowie eine quartalsweise strukturelle Chancen- und Risikoinventur.
Die Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen erfolgt in den Tochtergesellschaften der Vaillant Group, in den Unternehmensbereichen sowie auf Konzernebene. Damit steht ein gruppenübergreifendes, integratives Managementinstrument zum systematischen Umgang mit Risiken und Chancen zur Verfügung, welches eine regelmäßige Beurteilung des aggregierten Risiko- und Chancenpotenzials vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit der Vaillant Group gewährleistet. Der Konsolidierungskreis des Risiko- und Chancenmanagements entspricht dem Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses der Vaillant Group.
Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im Lagebericht umfasst das Geschäftsjahr 2023. Sollten sich jedoch über diesen Zeitraum hinaus wesentliche neue Risiken oder Chancen ergeben oder sich bestehende in ihrer Bedeutung ändern, so wird dies berücksichtigt und darauf eingegangen. Die Reihenfolge der beschriebenen Risiken und Chancen spiegelt die derzeitige Einschätzung des relativen Risiko- und Chancenmaßes wider. Themen mit höherer Bedeutung sind vorrangig genannt. Diese Darstellung gibt die gegenwärtige Gesamtlage der Risiken und Chancen für die Vaillant Group wieder.
Einen erheblichen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg der Vaillant Group haben gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen, die sich aus klimapolitischen Vorgaben sowie Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen ergeben.
Viele Länder planen, ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen und den Einsatz von Kohle, Öl und Gas sukzessive zu verringern. Dieser Trend wird durch das Maßnahmenpaket der EU-Kommission zur raschen Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verstärkt. Für die Vaillant Group bedeutet dies eine beschleunigte Marktverschiebung von Gasgeräten hin zu Technologien, die mit Strom und erneuerbaren Energien betrieben werden, insbesondere hin zu Wärmepumpen. Dies stellt eine zentrale Herausforderung für die weitere Geschäftsentwicklung dar.
Aus regenerativen Energiequellen gewonnene "grüne" Gase, insbesondere Wasserstoff, könnten künftig eine größere Rolle im Markt spielen. Dies könnte sich langfristig für die Vaillant Group als Chance darstellen, wenn entsprechende Geräte dem Markt zur Verfügung gestellt und "grüne" Gase für die Gebäudeenergieversorgung eingesetzt werden.
Es existiert eine Vielzahl von nationalen und regionalen Förderprogrammen für die energetische Modernisierung von Heizanlagen und den Einsatz von erneuerbarer Energie. Dies kann sich positiv auf unsere Absatzentwicklung auswirken. Häufig sind Förderprogramme befristet und die Produktanforderungen unterliegen regelmäßigen Anpassungen. Für die Zukunft erwarten wir eine Aufstockung der Fördermittel im Zuge klimapolitischer Entscheidungen. Mittelfristig könnte sich durch die von der EU-Kommission vorgeschlagene "Renovierungswelle" für Gebäude eine Verstetigung von Förderprogrammen ergeben.
2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft, in dessen Geltungsbereich die Vaillant Group fällt.
Das Gesetz regelt die Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen. Zu dieser zählen eine Analyse der menschenrechtlichen Risiken, das Ergreifen von Präventions- und Abhilfemaßnahmen, die Einrichtung von Beschwerdemöglichkeiten und eine entsprechende Berichterstattung.
Die Vaillant Group ist seit 2011 Unterzeichner der zehn Prinzipien des UN Global Compact und hat bereits zahlreiche Maßnahmen im Hinblick auf menschenrechtliche Sorgfalt etabliert. Auf dieser Basis wird das Managementsystem zur menschenrechtlichen Sorgfalt kontinuierlich weiterentwickelt, um den Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie kommender Gesetzgebungen in diesem Kontext zu entsprechen.
Als international agierender Hersteller von Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik mit signifikantem externen Einkaufsvolumen ist die Vaillant Group von Zuliefererunternehmen abhängig. Daher bestehen hier wesentliche Risiken innerhalb der globalen Liefer- und Logistikketten.
Aktuell sehen wir drei Hauptrisiken:
Die weltweite Ausbreitung neuer Varianten des Coronavirus kann auch in Zukunft spürbare Auswirkungen auf die Liefersituation in verschiedenen Ländern haben. Dadurch kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen sowie Störungen in den internationalen Lieferketten kommen, von denen auch die Vaillant Group betroffen wäre.
Darüber hinaus führt der Ukraine-Krieg weltweit zu Verwerfungen, insbesondere auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Vor diesem Hintergrund werden weitere Preissteigerungen und verschärfte Lieferengpässe bei der Beschaffung von Vormaterialien erwartet. Die Vaillant Group ist von diesen Engpässen nur unmittelbar betroffen und kann gezielt auf alternative Bezugsquellen ausweichen. Dennoch verschärft der Konflikt um die Verknappung der Gasexporte aus Russland die Gefahr einer steigenden Inflation.
Die anhaltend hohe Nachfrage insbesondere nach spezifischen Elektronikkomponenten kann weiterhin zu global höheren Einkaufspreisen führen. Zudem sehen wir vor allem für den türkischen Stahlmarkt eine hohe Volatilität, die getrieben ist durch Kapazitätsengpässe und Währungskursschwankungen.
Generell werden Lieferanten rechtzeitig in langfristige Bedarfsprognosen eingebunden, um Kapazitätsengpässe rechtzeitig aufzuzeigen sowie kritische Materialien in ausreichender Menge zu disponieren.
Zu den Schwerpunktaufgaben des Einkaufs wird daher auch zukünftig gehören, die Versorgungssicherheit der Produktion unter erschwerten, volatilen Rahmenbedingungen sicherzustellen. Die Diversifizierung der Lieferantenbasis bleibt ein weiterer Schwerpunkt, insbesondere um Lieferketten resilienter zu gestalten.
Das Marktumfeld der Vaillant Group ist weiterhin von starken Unsicherheiten geprägt. Vorherrschend sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, in dessen Folge die Vaillant Group ihre Geschäftsaktivitäten in Russland eingestellt hat. Den durch den Krieg massiv steigenden Energiekosten begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen. An den deutschen Standorten wurden Produktionsanlagen auf Flüssiggas umgestellt. Die Möglichkeiten zum "Mobilen Arbeiten" wurden stark ausgeweitet und gleichzeitig die Beheizung einzelner Bürogebäude eingestellt.
Die hohen Energiepreise bergen für uns Chancen und Risiken. Unklar bleibt, welcher Effekt sich stärker auswirken wird. Hohe Energiepreise richten das Augenmerk verstärkt auf energetische Sanierungen, die häufig den Austausch der Heiztechnik beinhalten. Schwer abzuschätzen ist, inwieweit die Verunsicherung der Verbraucher in Bezug auf die Volatilität spezifischer Energiepreise das Kaufverhalten beeinflussen wird. Zudem erschweren steigende Bauzinsen das Neubaugeschäft, wodurch zusätzliche Risiken für die Vaillant Group entstehen können.
Vor allem im Bereich der Wärmepumpen können wir die weltweit sprunghaft angestiegene Nachfrage derzeit nur mit verlängerten Lieferzeiten bedienen. Gleichzeitig gilt es, die bestehenden Lieferrückstände sukzessive abzuarbeiten. Hierbei wirkt sich die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Lieferkettenkrise weiter unmittelbar auf unser Geschäft aus. Weder kurz- noch mittelfristig ist mit einer wesentlichen Entspannung zu rechnen. Zur Verbesserung der Situation hat die Vaillant Group umfassende Optimierungsmaßnahmen bei der Lagerbestandshaltung sowie der Lieferantenstruktur ergriffen. So stellen wir die Weichen, um weiterhin an dem dynamischen Marktwachstum für Wärmepumpen zu partizipieren und unsere starke Marktposition weiter auszubauen. Zur Unterstützung weiteren Wachstums investiert das Unternehmen erheblich in den Ausbau der Produktionskapazitäten.
Anhaltend steigenden Materialpreisen und Inflationsraten begegnen wir mit einer gruppenweit harmonisierten Preispolitik, welche die profitable Weiterentwicklung der Vaillant Group sichert.
Klimapolitische Regulierungen und Förderungen sind für die Branche gleichermaßen Wachstumstreiber und Herausforderung. Zur langfristigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gilt es deshalb, die Entwicklung zukunftsfähiger Technologien, darunter Wärmepumpen und wasserstoffbasierte Heizsysteme, voranzutreiben.
Der europäische Markt für Heiztechnik ist weiterhin von einem intensiven Wettbewerb und Preiskampf geprägt. Insbesondere asiatische Hersteller von Klimageräten drängen vermehrt in den europäischen Wärmepumpenmarkt.
Mit zielgerichteten Vertriebsinitiativen, Erweiterungen des Produkt- und Dienstleistungsportfolios sowie marktspezifischen Markenstrategien bauen wir unsere führende Marktposition weiter aus. Außer auf Produkttechnologien liegt ein Schwerpunkt auf dem Servicegeschäft und der Entwicklung digitaler Lösungen zur Erhöhung von Kundenzufriedenheit und -bindung. Ferner sehen wir in der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle große Chancen, uns im Markt zu differenzieren.
Der Markt in China ist für die Vaillant Group von strategischer Bedeutung. Die dortige führende Position im Gasheizungsgeschäft planen wir durch verschiedene Maßnahmen, unter anderem die Erweiterung des Produkt- und Serviceportfolios, auszubauen.
Das Produktionsnetzwerk der Vaillant Group ist eng verzahnt. Längere Störungen oder Ausfälle einzelner Produktionsanlagen können zu Beeinträchtigungen der Lieferfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe führen. Um das Risiko einer Betriebsunterbrechung zu verringern, existiert ein Business Continuity Management (BCM). An allen Standorten werden Krisenstabsmitglieder entsprechend geschult und mit den BCM-Prozessanweisungen vertraut gemacht. Betriebskritische Maschinen werden hinsichtlich ihres Ausfallrisikos untersucht. Zudem unterhält die Vaillant Group eine weltweite Sach- und Betriebsausfallversicherung nach industrieüblichem Standard.
Mit fortschreitender Digitalisierung in der Produktion steigt das Risiko eines IT-bedingten Produktionsausfalls. Diesem wird mit unserer Strategie im Rahmen des BCM für die Produktions-IT sowie mit einem Ausbau der IT-Service-Organisation und -Infrastruktur entgegengewirkt.
Durch die europäische Energie-/Gaskrise ist es notwendig geworden, in bestimmten Ländern die Gasversorgung neu zu bewerten. In den Werken in Bergheim, Remscheid und in Bozüyük wird angestrebt, den Produktionsgasbedarf 2023 von Erdgas auf Flüssiggas umzustellen.
Eine erheblich höhere Nachfrage in den Märkten birgt Risiken und eröffnet gleichermaßen Chancen. Höhere Produktionsvolumina und komplexere Produkte können zu Kapazitätsengpässen führen. Regelmäßige Analysen der Kapazitäten und Bedarfe innerhalb des Produktionsnetzwerks schaffen die Voraussetzung, schnell auf Veränderungen reagieren zu können.
Es besteht das Risiko, dass neu entwickelte Produkte nicht den Kundenbedürfnissen oder zukünftigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Insbesondere die zunehmende Anzahl regulatorischer Anforderungen, zum Beispiel aus den EU-Ökodesign-Richtlinien sowie nationalen Gesetzen, hat kurz- bis mittelfristigen Einfluss auf das geplante Produktportfolio und die entsprechenden Entwicklungsaktivitäten. Die Änderungen von Kundenbedürfnissen aufgrund regionaler und globaler Trendentwicklungen und geopolitischer Ereignisse verstärken dieses Risiko. Daraus resultierende Lieferengpässe sowie inflationsbedingte Materialpreiserhöhungen führen zu notwendigen Gegenmaßnahmen, die einen zusätzlichen Ressourcenaufwand bedingen.
Aus diesem Grund arbeitet der Entwicklungsbereich eng mit den Bereichen Programmmanagement, Government Relations, Marketing und Vertrieb zusammen. Außerdem existiert ein eigenständiger Entwicklungsbereich für Wärmepumpen.
Um zukünftige Kunden- und Marktbedürfnisse zu antizipieren, werden regelmäßig Marktstudien und Kundenbefragungen durchgeführt. Zudem gehen jeder Markteinführung Feld- und Labortests voraus, welche die Funktionen, die Robustheit, die Sicherheit sowie die Langlebigkeit der Produkte sicherstellen.
Ein Risiko bei Entwicklungsprojekten besteht darin, die vereinbarten Zeit-, Kosten- oder Qualitätsziele nicht zu erreichen. Zur Minimierung dieses Risikos finden Vorentwicklungsprojekte statt. Die laufende Überwachung von Projektfortschritten geschieht in funktions- und fachübergreifenden Lenkungs- und Kontrollgremien, um schnelle Entscheidungsprozesse sicherzustellen. Die kontinuierlich fortschreitende Digitalisierung im Bereich Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die Effizienz der Forschungs- und Entwicklungsprozesse stetig weiter zu verbessern.
Die Vernetzung und Konnektierbarkeit von Produkten und Systemen unter Sicherstellung der höchstmöglichen IT-Sicherheit ermöglicht es, dem Kunden zusätzliche digitale Services anzubieten. Darüber hinaus können mittels Data-Analytics-Verfahren über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg die Funktionalität, Energieeffizienz und Produktqualität kontinuierlich optimiert werden.
Mit der Zunahme von IT-Systemen und Software in allen Firmenbereichen und Produkten gewinnt die IT-Sicherheit immer stärker an Bedeutung. Die Abhängigkeit vom Internet, die Notwendigkeit einer sicheren Informationsverarbeitung sowie eine zunehmende Zahl von Cyberangriffen gegen Unternehmen stellen auch für die Vaillant Group besondere Herausforderungen dar. Zur Erhöhung der Informationssicherheit und zum Schutz der IT-Infrastruktur werden weiterhin umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen im Rahmen eines unternehmensweiten Cybersecurity-Programms implementiert.
Bei unserer Internet-of-Things-Plattform hat die Sicherheit von Systemen und Services höchste Priorität. Um dem Qualitätsmaßstab der Vaillant Group zu entsprechen, durchlaufen diese Systeme und die zugehörigen Prozesse eine Sicherheitszertifizierung.
Ein seit Jahren konstant wachsendes Projektvolumen erhöht den Einsatz externer Ressourcen. Das damit erhöhte Risiko des Verlusts von Know-how in Kernprozessen der IT wird sowohl durch den Aufbau interner Ressourcen in Remscheid als auch durch einen neuen IT-Standort im polnischen Kattowitz aufgefangen.
Das konzernweite Qualitätsmanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Qualität sowohl neuer als auch vorhandener Produkte und Services im Markt zu gewährleisten.
Bestehende Prozesse, Methoden und Abläufe in der Qualitätssicherung sorgen dafür, dass Kundenanforderungen bereits in der Frühphase der Entstehung mechanischer und digitaler Produkte Berücksichtigung finden. Dies vermeidet Nacharbeit und reduziert Serviceeinsätze beim Kunden. Mit dem neuen Testcenter am Standort Remscheid und der Etablierung eines weltweiten Testnetzwerks sind die Rahmenbedingungen für die standardisierte Qualifizierung und Zertifizierung von Produkten gegeben.
Analog zum etablierten Prozess für die Produktsicherheit hat sich ein äquivalenter Prozess für die Daten- und Informationssicherheit von Produkten bewährt. Das Managementsystem für Cybersicherheit wurde im Geschäftsjahr 2022 zertifiziert.
Aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen unterliegt die Vaillant Group den Risiken aus Wechselkursschwankungen. Hierbei sind aktuell insbesondere die türkische Lira, aber auch das britische Pfund sowie der polnische Zloty und der chinesische Renminbi die Währungen mit den größten Einzelrisiken. Wir begegnen diesen Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, entweder durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder durch sogenannte Natural Hedges. Rohstoffrisiken, im Wesentlichen aufgrund von Preisschwankungen bei Stahl oder Kupfer, begegnen wir mit der Gestaltung von Lieferantenkontrakten sowie dem Einsatz von derivativen Sicherungsinstrumenten.
Die Durchführung von Derivategeschäften erfolgt auf Basis der zentralen Entscheidungen des regelmäßig tagenden Exposure-Komitees und dient ausschließlich zur Absicherung des operativen Geschäfts. Dabei werden die Zahlungsströme der Grundgeschäfte auf Ebene von Mikro-Hedges abgesichert. Diese Sicherungsgeschäfte sind so aufgesetzt, dass sie die Kriterien sogenannter effektiver Sicherungsgeschäfte erfüllen.
Ein Risiko besteht auch aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und dem hierfür gebildeten Deckungsstock. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen, des Planvermögens und der Ermittlung des Nettopensionsaufwands liegen Annahmen zugrunde. Selbst geringe Änderungen dieser Annahmen, insbesondere eine Änderung der Diskontierungszinssätze, könnten das Konzerneigenkapital des aktuellen Geschäftsjahres negativ oder positiv beeinflussen. Zudem könnten sie zu einer Änderung des periodenbezogenen Nettopensionsaufwands im folgenden Geschäftsjahr führen (weitere Informationen finden sich im Konzernanhang).
Die Vaillant Group unterliegt dem üblichen Forderungsausfallrisiko. Diesem Risiko begegnen wir mit einem ganzheitlichen Ansatz im Kredit- und Forderungsmanagement. Dieses umfasst das Monitoring des gesamten Prozesses für sämtliche Märkte der Vaillant Group. Eine Bonitätsüberwachung der Kreditnehmer und damit des potenziellen Forderungsausfallrisikos erfolgt sowohl auf lokaler als auch auf zentraler Ebene. In den wesentlichen Märkten ist die Vaillant Group über eine Warenkreditversicherung oder gleichwertige Kreditsicherheiten gegen Forderungsausfälle geschützt. Allerdings bestehen Risiken aufgrund instabiler politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen. Diesem Risiko begegnet die Vaillant Group mit entsprechender Markt- und Kundenbeobachtung.
Rechtsrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Vaillant Group haben, sind zurzeit weder anhängig noch drohend.
Im Übrigen sind potenzielle Haftungsrisiken und Schadensfälle in angemessenem Umfang durch gebildete Rückstellungen oder Versicherungen abgedeckt.
Durch Compliance-Regeln und ein Compliance-Management-System wird das Risikobewusstsein der Belegschaft stetig geschult und gefördert. Compliance-Risiken werden hierdurch reduziert.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Vaillant Group sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur als attraktiver Arbeitgeber kann es gelingen, talentiertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden. Der zunehmende Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte sowie der demografische Wandel stellen auch die Vaillant Group vor Herausforderungen.
Aufgrund dieser Risiken haben die Rekrutierung, Entwicklung und Bindung von Fach- und Führungskräften an das Unternehmen hohe Priorität. Strukturierte Recruiting- und Bewerbungsprozesse dienen der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sichern das Wachstum der Vaillant Group. Um den Mitarbeitenden Karriereoptionen zu bieten, wurden Talentpools und Jobrotation-Programme aufgebaut. Zur Bindung von Personal setzen wir auf Feedbacksysteme, Talentprogramme und Nachfolgeplanung, attraktive Vergütungspakete, ein modernes, digitales Arbeitsumfeld und Angebote, flexibel und mobil zu arbeiten. Ein hohes Maß an Diversität und Inklusion fördert die Entwicklung und Bindung der gesamten Belegschaft.
Die Vaillant GmbH und ihre Tochtergesellschaften operieren weltweit und unterliegen vielfältigen lokalen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Die Gesellschaften der Vaillant Group werden fortlaufend von Finanzbehörden in verschiedenen Ländern geprüft. Etwaige Änderungen von Rechtsvorschriften und der Rechtsprechung sowie unterschiedliche Rechtsauslegungen durch Finanzverwaltungen können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen. Dies gilt insbesondere im Bereich von grenzüberschreitenden Transaktionen.
Die Steuerabteilung identifiziert, bewertet und überwacht daher kontinuierlich entsprechende Änderungen oder Aufgriffe durch die Finanzbehörden, um bei Bedarf risikovermeidende Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus werden sowohl die für die verschiedenen Steuerbereiche bestehenden Tax-Compliance-Management-Systeme als auch Management- und Reportingprozesse fortlaufend überwacht und stetig verbessert.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken bekannt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Vaillant Group gefährden könnten. Sämtliche identifizierten Risiken stufen wir als beherrschbar ein. Auch gegenüber dem aggregierten Risiko- und Chancenpotenzial ist die Risikotragfähigkeit der Vaillant Group gegeben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Risiken mit einem aktuell niedriger geschätzten Risikomaß möglicherweise gravierendere Schadenswirkungen entfalten können als Risiken mit derzeit höher geschätztem Risikomaß. Auch können sich negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung durch Risiken ergeben, die gegenwärtig noch nicht bekannt sind oder derzeit als nicht bedeutsam eingestuft werden.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen von steigender Volatilität und Unsicherheit geprägt sind. Politische Konflikte wie zum Beispiel der Ukraine-Krieg oder die Spannungen zwischen China und Taiwan können eine Vielzahl weitreichender Risiken für international verflochtene Volkswirtschaften und Unternehmen hervorbringen. Von der Vaillant Group fordert dies eine zunehmende Flexibilität, sich auf neue Herausforderungen einzustellen und geeignete Gegenmaßnahmen zeitnah zu ergreifen.
Der Einfluss regulatorischer und klimapolitischer Rahmenbedingungen auf Markt- und Kundenanforderungen nimmt weiter zu. Neben staatlichen Fördermaßnahmen für umweltfreundliche Heizsysteme stellen viele europäische Länder zunehmend ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energien um. Ziel ist, den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren. Die genannten Entwicklungen werden in unseren operativen und strategischen Unternehmensentscheidungen kontinuierlich berücksichtigt, um Produkt- und Prozessanpassungen zeitnah zu gewährleisten und entstehende Marktpotenziale zu erschließen.
Die Situation auf den Beschaffungsmärkten ist von anhaltenden Materialengpässen und Preissteigerungen geprägt. Dies wird sich unserer Erwartung nach 2023 fortsetzen. Grund hierfür ist zum einen die mögliche weltweite Ausbreitung neuer Varianten des Coronavirus mit regionsbezogenen Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten. Zum anderen besteht das erhöhte Risiko politischer Konflikte und damit verbundener Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Um künftigen Lieferengpässen entgegenzuwirken und unsere Lieferketten resilienter zu gestalten, arbeitet die Vaillant Group unter anderem an der Diversifizierung der Lieferantenbasis.
Für die Zukunft erwarten wir in verschiedenen Ländern zudem Absatz- und Umsatzerlösrisiken. Insbesondere der Markteintritt neuer asiatischer Hersteller in den europäischen Wärmepumpenmarkt führt zu einer Intensivierung des Marktanteil- und Preiswettbewerbs. Eine zusätzliche Verschärfung der Absatz- und Umsatzerlösrisiken aufgrund einer potenziellen Eskalation des China-Taiwan-Konflikts kann nicht ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus bestehen Wechselkursrisiken. Den Erwartungen für die kommenden Jahre liegen Devisenkurse zugrunde, die sich an den Kursschwankungen des Berichtsjahres sowie den Trendprognosen möglicher Kursentwicklungen orientieren. Dennoch besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen, ungeplanten Belastung künftiger Geschäftsergebnisse aufgrund für die Vaillant Group negativer Kursentwicklungen. Die größten Unabwägbarkeiten sehen wir derzeit im Kursverlauf der türkischen Lira. Die anhaltend hohe Inflation in der Türkei hat dazu geführt, dass die Türkei seit dem 30. Juni 2022 als Hochinflationsland gilt.
Eine wesentliche Chance sehen wir vor allem im stark wachsenden Wärmepumpenmarkt, welcher von staatlichen Fördermaßnahmen und dem nachfrageseitigen Trend zu elektrifizierten Heizsystemen profitiert. Die Ausweitung unserer Produktionskapazitäten im Bereich Wärmepumpen ermöglicht es uns, kurzfristig die im Berichtsjahr 2022 entstandenen Lieferrückstände aufzuholen und die mittel- und langfristigen Marktpotenziale auszuschöpfen.
Eine Aussage zur weltwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2023 ist zum Zeitpunkt der Berichtslegung und auf Grundlage der verfügbaren Prognosen nur als Einschätzung möglich und unterliegt zahlreichen Unwägbarkeiten. Der IWF benennt drei Faktoren als kritische Einflussgrößen für die tatsächliche Entwicklung. Dies ist erstens die Normalisierung oder der Anstieg von Inflationsraten. Damit unmittelbar verbunden sind zweitens die Folgen des Kriegs in der Ukraine. Hinzu kommt als dritter Faktor die Störung von Lieferketten und Beschaffungsmärkten durch die chinesische Pandemiepolitik. Insgesamt wird zum aktuellen Zeitpunkt für das Jahr 2023 eine weitere Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums in allen größeren Volkswirtschaften mit Ausnahme von China erwartet sowie eine Rezession im Vereinigten Königreich.
Branchenanalysten erwarten für das Jahr 2023 einen rückläufigen europäischen Heiztechnikmarkt. Zu den Hauptgründen zählen die eingeschränkte Verfügbarkeit von einzelnen Produkttechnologien und Installationsmaterial sowie hohe Kapazitätsauslastungen im Fachhandwerk. Jedoch gehen die Projektionen von deutlich unterschiedlichen Absatzentwicklungen auf Technologieebene aus. Während im Volumensegment der Gas-Heizgeräte eine teils deutlich rückläufige Nachfrageentwicklung erwartet wird, ist bei elektrischen Wärmepumpen mit einem anhaltend dynamischen Absatzplus im zweistelligen Prozentbereich zu rechnen. Für den Markt in China gehen die Prognosen zum Zeitpunkt der Berichtslegung von einer Rückkehr zu geringem Wachstum aus.
Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäfts- und Branchenentwicklung sowie unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung.
Die Grundlage für zukünftige Umsatzerlössteigerungen bildet unsere Wettbewerbsposition in einem teilweise schwierigen Umfeld des Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikmarkts. Diese haben wir in den vergangenen Jahren mit unserer Innovationskraft, unseren starken Marken sowie der Qualität unseres Portfolios gefestigt.
Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir eine signifikante Steigerung der Umsatzerlöse, im Wesentlichen durch eine Fortsetzung des hohen Wachstums im Wärmepumpengeschäft.
Das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2023 erwarten wir erheblich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Dies resultiert aus dem signifikanten Umsatzanstieg infolge höherer Absatzvolumina, insbesondere bei Wärmepumpen, sowie Verkaufspreisanpassungen bei zugleich höheren Aufwendungen zur weiteren Umsetzung unserer Wachstumsinitiativen und strategischen Projekte.
Aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen im Unternehmensumfeld - dazu zählen unter anderem Währungskursschwankungen, die Entwicklung der COVID-19-Pandemie, geopolitische Spannungen sowie andauernde Schwierigkeiten bei der Beschaffung von weltweit knappen Materialien - kann das tatsächliche Geschäftsergebnis von unseren Erwartungen abweichen.
| 2022 | 2021 | ||||
| Anhang | Mio Euro | % | Mio Euro | % | |
| Umsatzerlöse | 5.1 | 3.651,7 | 100,0 | 3.285,2 | 100,0 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 5.2 | -2.334,7 | -63,9 | -2.022,6 | -61,6 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.316,9 | 36,1 | 1.262,6 | 38,4 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 5.3 | -171,7 | -4,7 | -141,8 | -4,3 |
| Marketing- und Vertriebskosten | 5.4 | -698,1 | -19,1 | -639,6 | -19,5 |
| Verwaltungskosten | 5.5 | -182,3 | -5,0 | -169,5 | -5,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.6 | 22,4 | 0,6 | 21,8 | 0,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.6 | -25,0 | -0,7 | -22,8 | -0,7 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 262,1 | 7,2 | 310,7 | 9,5 | |
| Ergebnis aus sonstigen Finanzanlagen | -0,1 | -0,0 | -0,0 | -0,0 | |
| Zinsertrag und ähnliche Erträge | 5.7 | 9,1 | 0,3 | 4,8 | 0,1 |
| Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen | 5.7 | -11,1 | -0,3 | -10,3 | -0,3 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 4,0 | 0,1 | - | - | |
| Finanzergebnis | 1,9 | 0,1 | -5,5 | -0,2 | |
| Ergebnis vor Steuern | 264,0 | 7,1 | 305,2 | 9,3 | |
| Ertragsteuern | 5.8 | -60,6 | -1,7 | -75,5 | -2,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 203,4 | 5,5 | 229,7 | 7,0 | |
| Jahresüberschuss Konzern | 203,4 | 5,5 | 229,7 | 7,0 | |
| Zurechnung des Jahresüberschusses an die | |||||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 198,4 | 5,4 | 223,6 | 6,8 | |
| Minderheitsanteile | 4,9 | 0,1 | 6,1 | 0,2 | |
| Anhang |
2022
Mio Euro |
2021
Mio Euro |
|
| Jahresüberschuss Konzern | 203,4 | 229,7 | |
| Komponenten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden können | |||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage aus leistungsorientierten Pensionszusagen | 12,6 | 71,7 | |
| Komponenten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden können | |||
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen | -16,9 | -36,9 | |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen | -8,4 | 2,5 | |
| Sonstiges Ergebnis | 5.10 | -12,7 | 37,3 |
| Gesamtergebnis | 190,6 | 267,0 | |
| Zurechnung des Gesamtergebnisses an die | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 185,7 | 260,9 | |
| Minderheitsanteile | 4,9 | 6,1 |
| Anhang |
2022
Mio Euro |
2021
Mio Euro |
|
| Jahresüberschuss | 203,4 | 229,7 | |
| Finanzergebnis | -1,9 | 5,5 | |
| Ertragsteuern | 60,6 | 75,5 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 136,6 | 121,7 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (-) | -0,2 | - | |
| Anstieg / Rückgang (-) langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -31,6 | -13,1 | |
| Anstieg (-) / Rückgang langfristige Forderungen und Vermögenswerte | -0,5 | -1,9 | |
| Buchgewinne (-) / -verluste aus Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten | 0,3 | -0,2 | |
| Anstieg (-) / Rückgang Vorräte | -256,1 | -87,0 | |
| Anstieg (-) / Rückgang kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -39,8 | -8,4 | |
| Anstieg / Rückgang (-) kurzfristige Verbindlichkeiten | 91,8 | 81,6 | |
| Anstieg / Rückgang (-) kurzfristige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7,6 | 28,1 | |
| Operativer Cashflow | 170,4 | 431,5 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -57,0 | -63,2 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 113,3 | 368,3 | |
| Auszahlung für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -232,6 | -143,4 | |
| Einzahlungen für die Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 1,8 | 1,9 | |
| Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte und für den Erwerb von Tochtergesellschaften | -4,9 | -5,3 | |
| Einzahlungen für finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 0,4 | |
| Zu- /Abflüsse liquider Mittel aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften | -6,2 | - | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -241,5 | -146,3 | |
| An die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlte Dividenden | -134,0 | -112,0 | |
| Kreditaufnahme | 234,4 | - | |
| Kredittilgung | - | -159,4 | |
| Gezahlte Zinsen | -8,1 | -7,9 | |
| Erhaltene Zinsen | 3,5 | 4,4 | |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -33,5 | -32,0 | |
| Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter aus der Veränderung der Beteiligungsquote | -15,7 | - | |
| An Minderheitsgesellschafter gezahlte Dividenden | -3,4 | -6,1 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 43,2 | -313,0 | |
| Netto-Cashflow | -84,9 | -91,0 | |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | 391,0 | 471,4 | |
| Währungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | -9,3 | 10,6 | |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | 6 | 296,8 | 391,0 |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| Anhang | Mio Euro | % | Mio Euro | % | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.1 | 629,1 | 21,3 | 526,0 | 21,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 7.1 | 216,8 | 7,3 | 189,7 | 7,6 |
| Sachanlagen | 7.2 | 620,8 | 21,0 | 474,6 | 19,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.3 | 8,1 | 0,3 | 12,9 | 0,5 |
| Sonstige Forderungen | 7.5 | 8,2 | 0,3 | 7,7 | 0,3 |
| Aktive latente Steuern | 5.8 | 88,8 | 3,0 | 79,7 | 3,2 |
| 1.571,8 | 53,1 | 1.290,6 | 52,0 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Vorräte | 7.6 | 719,1 | 24,3 | 464,5 | 18,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.4 | 275,3 | 9,3 | 248,6 | 10,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.3 | 9,5 | 0,3 | 13,5 | 0,5 |
| Sonstige Forderungen | 7.5 | 80,5 | 2,7 | 66,0 | 2,7 |
| Steuererstattungsansprüche | 5,9 | 0,2 | 8,4 | 0,3 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6 | 296,8 | 10,0 | 391,0 | 15,7 |
| 1.387,0 | 46,9 | 1.192,0 | 48,0 | ||
| Gesamtvermögen | 2.958,8 | 100,0 | 2.482,6 | 100,0 | |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| Anhang | Mio Euro | % | Mio Euro | % | |
| Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 60,0 | 2,0 | 60,0 | 2,4 | |
| Kapitalrücklage | 75,0 | 2,5 | 75,0 | 3,0 | |
| Gewinnrücklagen | 1.286,4 | 43,5 | 1.224,3 | 49,3 | |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | -548,5 | -18,5 | -643,6 | -25,9 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft | 872,9 | 29,5 | 715,7 | 28,8 | |
| Minderheitsanteile | 6,6 | 0,2 | 7,3 | 0,3 | |
| 7.7 | 879,5 | 29,7 | 722,9 | 29,1 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||||
| Rückstellungen für Pensionen | 7.8 | 230,0 | 7,8 | 290,4 | 11,7 |
| Andere Rückstellungen | 7.9 | 60,1 | 2,0 | 65,6 | 2,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.10 | 374,6 | 12,7 | 187,6 | 7,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.12 | 128,1 | 4,3 | 104,5 | 4,2 |
| Passive latente Steuern | 5.8 | 26,0 | 0,9 | 4,5 | 0,2 |
| 818,8 | 27,7 | 652,5 | 26,3 | ||
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| Andere Rückstellungen | 7.9 | 304,9 | 10,3 | 321,6 | 13,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.10 | 91,1 | 3,1 | 36,2 | 1,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.11 | 481,9 | 16,3 | 378,3 | 15,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.12 | 338,2 | 11,4 | 328,6 | 13,2 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.8 | 44,4 | 1,5 | 42,4 | 1,7 |
| 1.260,5 | 42,6 | 1.107,1 | 44,6 | ||
| Gesamtkapital | 2.958,8 | 100,0 | 2.482,6 | 100,0 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | ||||
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | ||||
| Mio Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung |
| Stand 01.01.2021 | 60,0 | 75,0 | 1.111,9 | -240,6 |
| Gesamtergebnis | - | - | 223,6 | -36,9 |
| Ausschüttungen | - | - | -112,0 | - |
| Gesamt 31.12.2021 | 60,0 | 75,0 | 1.224,3 | -277,5 |
| Stand 01.01.2022 (wie bisher berichtet) | 60,0 | 75,0 | 1.224,3 | -277,5 |
| Erstanwendung IAS 29 | - | - | - | 99,8 |
| Stand 01.01.2022 (angepasst) | 60,0 | 75,0 | 1.224,3 | -177,7 |
| Gesamtergebnis | - | - | 198,4 | -16,9 |
| Ausschüttungen | - | - | -134,0 | - |
| Änderungen der Beteiligungsquote ohne Beherrschungsveränderung | - | - | -13,8 | - |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | - | - | 11,5 | 8,0 |
| Stand 31.12.2022 | 60,0 | 75,0 | 1.286,4 | -186,6 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | ||
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | ||
| Mio Euro | Neubewertungsrücklage aus leistungsorientierten Pensionszusagen | Zeitbewertung Sicherungsinstrumente |
| Stand 01.01.2021 | -449,5 | 8,2 |
| Gesamtergebnis | 71,7 | 2,5 |
| Ausschüttungen | - | - |
| Gesamt 31.12.2021 | -377,9 | 10,7 |
| Stand 01.01.2022 (wie bisher berichtet) | -377,9 | 10,7 |
| Erstanwendung IAS 29 | - | - |
| Stand 01.01.2022 (angepasst) | -377,9 | 10,7 |
| Gesamtergebnis | 12,6 | -8,4 |
| Ausschüttungen | - | - |
| Änderungen der Beteiligungsquote ohne Beherrschungsveränderung | - | - |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | - | - |
| Stand 31.12.2022 | -365,3 | 2,3 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | ||||
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | ||||
| Mio Euro | Sonstige | Summe | Minderheitsanteile | Summe Eigenkapital |
| Stand 01.01.2021 | 1,1 | 566,1 | 7,3 | 573,4 |
| Gesamtergebnis | - | 260,9 | 6,1 | 267,0 |
| Ausschüttungen | - | -112,0 | -6,1 | -118,1 |
| Gesamt 31.12.2021 | 1,1 | 715,7 | 7,3 | 722,9 |
| Stand 01.01.2022 (wie bisher berichtet) | 1,1 | 715,7 | 7,3 | 722,9 |
| Erstanwendung IAS 29 | - | 99,8 | - | 99,8 |
| Stand 01.01.2022 (angepasst) | 1,1 | 815,5 | 7,3 | 822,8 |
| Gesamtergebnis | - | 185,7 | 4,9 | 190,6 |
| Ausschüttungen | - | -134,0 | -3,4 | -137,4 |
| Änderungen der Beteiligungsquote ohne Beherrschungsveränderung | - | -13,8 | -2,2 | -16,0 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | - | 19,5 | - | 19,5 |
| Stand 31.12.2022 | 1,1 | 872,9 | 6,6 | 879,5 |
Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Vaillant GmbH mit Sitz in Remscheid (Registergericht: Amtsgericht Wuppertal, HRB 11775) für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden am 20. Februar 2023 durch die Geschäftsführung aufgestellt und zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt. Darüber hinaus bedarf er der Billigung durch den Gesellschafterausschuss. Beide Organe haben die Möglichkeit, den Konzernabschluss nach Freigabe durch die Geschäftsführung zu ändern.
Die Vaillant GmbH ist die Führungsgesellschaft der Vaillant Group. Sitz der Vaillant GmbH ist Remscheid, Deutschland.
Die tatsächliche Geschäftstätigkeit entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Vaillant Group liegen in der Entwicklung und Produktion sowie dem Vertrieb und der Servicebetreuung von Produkten aus dem Bereich der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik.
Der Konzernabschluss der Vaillant GmbH wird in den Konzernabschluss der Joh. Vaillant GmbH & Co KG, Remscheid, als weitestgehenden Konsolidierungskreis einbezogen. Dieser Abschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hinsichtlich der Auswirkungen des IAS 29 auf die Erstellung des Konzernabschlusses verweisen wir auf die Ausführungen in Kapitel 2.4.4.2 dieses Anhangs. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden alle Beträge in Mio Euro angegeben. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Abschluss bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammengefasst worden. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.
Der Konzernabschluss der Vaillant Group wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und wurde um einen zusammengefassten Lagebericht ergänzt. Aufgrund der Regelung des § 315e Abs. 3 HGB hat dieser nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss befreiende Wirkung von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen.
Der Konzernabschluss der Vaillant Group umfasst den Abschluss der Vaillant GmbH und die Abschlüsse der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) zum 31. Dezember 2022. Die Vaillant Group erlangt Beherrschung, wenn sie:
| ― |
Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, |
| ― |
schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und |
| ― |
die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Die Vaillant Group nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten Kriterien der Beherrschung verändert haben.
Es wird widerlegbar vermutet, dass Beherrschung grundsätzlich dann vorliegt, wenn die Vaillant Group über die Mehrheit der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen verfügt. Sofern keine Stimmrechtsmehrheit vorliegt, so beherrscht die Vaillant Group das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Vaillant Group alle Tatsachen und Umstände, darunter
| ― |
den Umfang der im Besitz der Vaillant Group befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber; |
| ― |
potenzielle Stimmrechte der Vaillant Group, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien; |
| ― |
Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen; und |
| ― |
weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Vaillant Group die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Gesellschafterversammlungen zu bestimmen. |
Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, zu dem die Vaillant Group die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wie auch der Abschluss des Mutterunternehmens werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden für dieselbe Berichtsperiode aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Alle konzerninternen Salden, Erträge und Aufwendungen sowie unrealisierten Gewinne und Verluste und Dividenden aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Verluste werden den Minderheitsanteilen (Anteilen ohne beherrschenden Einfluss) auch dann zugeordnet, wenn dies zu einem negativen Saldo führt.
Verliert das Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen,
| ― |
bucht es die Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) und die Schulden des Tochterunternehmens aus, |
| ― |
bucht es den Buchwert aller Minderheitsanteile an dem ehemaligen Tochterunternehmen aus, |
| ― |
erfasst es den beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, |
| ― |
erfasst es den beizulegenden Zeitwert der verbleibenden Beteiligung, |
| ― |
erfasst es Ergebnisüberschüsse beziehungsweise -fehlbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung, |
| ― |
gliedert es die auf das Mutterunternehmen entfallenden Bestandteile des sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung oder, soweit vorgeschrieben, in die Gewinnrücklagen um. |
Allen für das Geschäftsjahr 2022 verbindlichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, wurde entsprochen. Die IFRS umfassen die vom IASB neu erlassenen IFRS, die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC).
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
Aus der erstmaligen Anwendung der im Folgenden aufgelisteten Neuerungen beziehungsweise Änderungen bestehender Verlautbarungen resultierten keine beziehungsweise nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant Group:
| Verlautbarung | Titel | Änderungen | Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE) |
| Änderungen an IAS 16 | Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung | Durch die Änderungen wird es unzulässig, von den Kosten einer Sachanlage die Erträge abzuziehen, die aus der Veräußerung von Gütern entstehen, die produziert werden, während eine Sachanlage an den vom Management beabsichtigten Standort sowie in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird. Stattdessen erfasst ein Unternehmen die Erträge aus derartigen Veräußerungen und die Kosten für die Produktion dieser Güter im Betriebsergebnis. Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob die Sachanlage ordnungsgemäß funktioniert, stellen weiterhin ein Beispiel für direkt zurechenbare Kosten dar. | Die erstmalige Anwendung hatte keine Auswirkung auf die VFE-Lage der Vaillant Group. |
| Änderungen an IAS 37 | Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrags | Mit den Änderungen wird festgelegt, dass sich die "Kosten der Vertragserfüllung" aus den "Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen" zusammensetzen. Dabei kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrags handeln (zum Beispiel direkte Arbeitskosten, Materialien) oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen (zum Beispiel die Zuweisung der Abschreibungen für einen Posten des Sachanlagevermögens, der bei der Erfüllung des Vertrags verwendet wird). | Die erstmalige Anwendung hatte keine Auswirkung auf die VFE-Lage der Vaillant Group. |
| Änderungen an IFRS 3 | Verweis auf das Rahmenkonzept 2018 | Die Änderungen aktualisieren IFRS 3 dahin gehend, dass sich der Standard nunmehr auf das Rahmenkonzept 2018 und nicht mehr auf das Rahmenkonzept 1989 bezieht. Daneben wurden zwei Ergänzungen aufgenommen. Ein Erwerber hat bei der Identifizierung von Schulden, die er bei einem Unternehmenszusammenschluss übernommen hat, auf Geschäftsvorfälle und ähnliche Ereignisse im Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 ebendiese Vorschriften (anstelle des Rahmenkonzepts) anzuwenden. Außerdem wurde die ausdrückliche Aussage aufgenommen, dass bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Eventualforderungen nicht anzusetzen sind. | Die erstmalige Anwendung hatte keine Auswirkung auf die VFE-Lage der Vaillant Group. |
| AIP 2018-2020 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018-2020 | Der IASB hat Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2018 - 2020 herausgegeben, die geringfügige Änderungen beziehungsweise Klarstellungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 zur Folge hatten. | Die erstmalige Anwendung hatte keine Auswirkung auf die VFE-Lage der Vaillant Group. |
Die folgenden für die Vaillant Group potenziell relevanten Standards und Interpretationen, die durch das IASB beziehungsweise IFRS IC veröffentlicht wurden, sind aufgrund der noch nicht erfolgten Anerkennung durch die EU beziehungsweise des noch nicht eingetretenen Erstanwendungszeitpunkts im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verpflichtend anzuwenden gewesen. Sofern eine Anerkennung durch die EU bereits vorliegt, hat Vaillant eine vorzeitige Anwendung nicht durchgeführt.
Von der EU übernommen:
| Verlautbarung | Titel | Anwendungszeitpunkt | Voraussichtliche Änderungen | Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE) |
| Änderungen an IAS 1 | Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 01.01.2023 | Die Änderungen an IAS 1 konkretisieren, in welchem Umfang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in einem IFRS-Anhang zu erläutern sind. Künftig ist nicht mehr auf bedeutende (significant), sondern nur auf wesentliche (material) Methoden einzugehen. Nach dem neuen IAS 1.117A kann auf die Angabe verzichtet werden, sofern sich die Bilanzierungsmethode auf immaterial transactions, other events or conditions bezieht. Es ist dabei aber nicht nur auf die absolute Größe zu achten. Wesentlichkeit kann sich auch aufgrund der Art der damit verbundenen Geschäftsvorfälle, der sonstigen Ereignisse oder der Bedingungen ergeben. Wann eine accounting policy als material anzusehen ist, ist anhand der neuen Kriterien in IAS 1.117B zu beurteilen. | Die Vaillant Group erwartet keine Auswirkungen auf die VFE-Lage. |
| Änderungen an IAS 8 | Definition von rechnungs- legungsbezogenen Schätzungen | 01.01.2023 | Über die Änderungen an IAS 8 wird erstmals eine Definition des Begriffs einer "rechnungslegungsbezogenen Schätzung" eingeführt: Rechnungslegungsbezogene Schätzungen sind monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Eine Unterscheidung zu Bilanzierungsmethoden ist entscheidend, da IAS 8 unterschiedliche Folgen für die Änderung von Schätzungen und Rechnungslegungsmethoden vorsieht. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden müssen retrospektiv abgebildet werden, Änderungen von Schätzungen prospektiv. | Die Vaillant Group erwartet keine Auswirkungen auf die VFE-Lage. |
| Änderungen an IAS 12 | Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion | 01.01.2023 | Die Änderung an IAS 12 engt den Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung (initial recognition exemption), nach der im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswerts oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind, ein. Entstehen bei einer Transaktion gleichzeitig abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen in gleicher Höhe, fallen diese nicht mehr unter die Ausnahmeregelung, sodass aktive und passive latente Steuern zu bilden sind. | Die Vaillant Group erwartet gegenwärtig keine Auswirkungen auf die VFE-Lage. |
| IFRS 17 inklusive Änderungen an IFRS 17 | Versicherungsverträge | 01.01.2023 | Der Standard ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4 und regelt die Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Die wichtigsten Änderungen, die IFRS 17 mit sich bringt, beziehen sich auf die Methodik, nach der Verträge und Policen bewertet werden. Bisher wurden sie vor allem nach vergangenen Entwicklungen und auf der Grundlage der Daten bewertet, die zu Beginn der Verträge erhältlich waren; zukünftig wird die Analyse eher zukunftsorientiert und anhand von potenziellen Cashflows beurteilt. | Die Vaillant Group erwartet keine Auswirkungen auf die VFE-Lage. |
Noch nicht von der EU übernommen:
| Verlautbarung | Titel | Anwendungszeitpunkt | Voraussichtliche Änderungen | Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE) |
| Änderungen an IAS 1 | • Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 01.01.2024 (berücksichtigt bereits die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts) | Die Änderungen an IAS 1 sollen die Kriterien zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig klarstellen. Demnach ist eine Verbindlichkeit als langfristig einzustufen, wenn das Unternehmen am Abschlussstichtag über ein Recht verfügt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Dabei genügt das reine Vorhandensein eines Rechts, es muss keine Absicht des Unternehmens vorliegen, dieses auch auszuüben. Bei Rechten, die von dem Vorhandensein bestimmter Bedingungen abhängig sind, ist darauf abzustellen, ob die Bedingungen am Abschlussstichtag erfüllt sind. In jedem Fall muss ein Unternehmen im Anhang Informationen offenlegen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Risiko zu verstehen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten. | Die Änderung hat möglicherweise Auswirkungen auf die Darstellung der VFE-Lage. |
| • Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants | ||||
| Änderung an IFRS 16 | Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion | 01.01.2024 | Die Änderung beinhaltet Vorgaben für die Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sale-and-Leaseback (SLB) für Verkäufer-Leasingnehmer. Hierdurch soll vor allem die Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten vereinheitlicht werden, um unangemessene Gewinnrealisierungen zu verhindern. | Die Vaillant Group erwartet gegenwärtig keine Auswirkungen auf die VFE-Lage. |
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Minderheitsanteile am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet die Vaillant Group die Minderheitsanteile am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Erwirbt die Vaillant Group ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden bemessen.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des jährlichen Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beziehungsweise den Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (im Folgenden beides unter ZGE subsumiert) der Vaillant Group zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren wird beziehungsweise werden. Dies gilt unabhängig davon, ob Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen ZGE zugeordnet werden.
Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer ZGE zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der ZGE ermittelt, sofern eine andere Methode keine bessere Zuordnung des anteiligen Geschäfts- oder Firmenwerts zum veräußerten Geschäftsbereich liefert.
Die Anteile der Vaillant Group an einem assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem die Vaillant Group über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Diese liegt vor bei mittel- oder unmittelbarem Stimmrechtsanteilsbesitz von 20 Prozent bis 50 Prozent.
Nach der Equity-Methode sind Anteile am assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten Unternehmens, die den Anteil der Vaillant Group an diesem assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung erfolgt lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen ist beziehungsweise Zahlungen anstelle des assoziierten Unternehmens leistet.
Nach Anwendung der Equity-Methode wird ermittelt, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für die Anteile der Vaillant Group an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Die Vaillant Group ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert des Anteils als Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und übrige unwesentliche Beteiligungen der Vaillant Group werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, klassifiziert. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, sofern sich kein niedrigerer beizulegender Zeitwert ermitteln lässt.
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Veräußerung höchst wahrscheinlich und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Das Management muss die Veräußerung beschlossen haben, die erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung gemäß IFRS 5 erfolgen sollte.
In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Tochterunternehmen werden Transaktionen in fremder Währung mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionstageskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der Gesellschaften außerhalb des Euro-Währungsgebiets erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung dieser Gesellschaften ist gegenwärtig in allen Fällen die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Dementsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs nach dem 1. Januar 2005 entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche Zeitwertanpassungen von Vermögenswerten und Schulden im Zusammenhang mit Akquisitionen von Unternehmen außerhalb des Euro-Währungsgebiets werden als Vermögenswerte und Schulden des berichtenden Unternehmens betrachtet und mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet und in den Folgeperioden mit dem Stichtagskurs bewertet. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen integrierter ausländischer Einheiten werden grundsätzlich ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Türkei wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß IAS 29 als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. Infolgedessen sind nicht monetäre Posten der Bilanzen der türkischen Tochtergesellschaften nicht mehr auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit in den Konzernabschluss einzubeziehen. Darüber hinaus sind alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der türkischen Tochtergesellschaften an die Kaufkraft des Abschlussstichtags anzupassen. Monetäre Bilanzposten hingegen sind nicht anzupassen, da sie bereits in der zum Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit ausgedrückt werden. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind einheitlich mit dem Stichtagskurs in die Berichtswährung Euro umzurechnen. Die Vorjahreswerte wurden gemäß den Vorgaben des IAS 21 nicht angepasst.
Die Inflationsauswirkung auf die nicht monetären Bilanzposten der türkischen Tochtergesellschaften zum 1. Januar 2022 beträgt 99,8 Mio Euro; sie wird, wie auch die laufenden Inflationsanpassungen in Höhe von 8,0 Mio Euro nebst Währungsumrechnungen in Höhe von -16,9 Mio Euro, in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung in der Währungsumrechnungsrücklage berücksichtigt. Die Fortschreibung der Geldentwertung des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 4,0 Mio Euro wird in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung in einem separaten Posten, "Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29", innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Der von der türkischen Regierung offengelegte allgemeine Preisindex betrug 686,95 zum 1. Januar 2022 und 1.128,45 zum 31. Dezember 2022.
Die Wechselkurse der für die Vaillant Group wichtigsten Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:
| Währung | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| 1
Euro |
31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 | |
| China | CNY | 7,36 | 7,19 | 7,09 | 7,63 |
| Großbritannien | GBP | 0,89 | 0,84 | 0,85 | 0,86 |
| Russland | RUB | 75,39 | 85,30 | 90,29 | 86,61 |
| Türkei | TRY | 19,93 | 14,68 | 17,58 | 10,52 |
Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer ergebniswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und mögliche Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt.
Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
Die jeweiligen Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem jeweiligen Funktionsbereich erfasst, dem der immaterielle Vermögenswert dient. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte belaufen sich auf 2 bis 15 Jahre.
Forschungskosten werden stets als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten einzelner Projekte -die neben Produktentwicklungen in zunehmendem Maße auch geschäftsprozessunterstützende Entwicklungsleistungen umfassen -werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vaillant Group Folgendes kumulativ nachweisen kann:
| ― |
die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht; |
| ― |
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, und die Fähigkeit, ihn zu nutzen oder zu verkaufen; |
| ― |
wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird; |
| ― |
die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts; |
| ― |
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können. |
Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erstmals erfüllt. Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Sofern wesentlich und sofern die Ansatzvoraussetzungen vorliegen, beinhalten die langfristigen Entwicklungsprojekte (> 12 Monate) Fremdkapitalkosten. Die Aktivierung von Entwicklungskosten endet mit Erreichen des vom Management beabsichtigten Nutzens und die Abschreibung beginnt ab diesem Zeitpunkt. Der Abschreibungszeitraum richtet sich nach dem Lebenszyklus beziehungsweise der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Produkts respektive Entwicklungsleistung. Ab der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen, bewertet. Die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten beinhalten neben den Anschaffungsnebenkosten die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage sowie die Fremdkapitalkosten, sofern wesentlich, für langfristige Bauprojekte (> 12 Monate), wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer verteilt.
Bei den in der Tabelle aufgeführten Nutzungsdauern handelt es sich um die im Vaillant Konzern überwiegend angewendeten Nutzungsdauern je Sachanlagenklasse.
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des angesetzten Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste bei Veräußerung werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.
Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen behandelt.
| Nutzungsdauern der Sachanlagen | Jahre |
| Bauten auf eigenen Grundstücken | 10 bis 60 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 22 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 23 |
Darüber hinaus werden auch Vermögenswerte aus Nutzungsrechten, die gemäß den Anforderungen des IFRS 16 bilanziert werden, unter den Sachanlagen ausgewiesen. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter 2.4.7 Leasingverhältnisse.
Ein Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 ist ein Vertrag, der das Recht zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts (des zugrunde liegenden Leasinggegenstands) für einen bestimmbaren Zeitraum gegen Entgelt einräumt.
Die Vaillant Group tritt in erster Linie als Leasingnehmer auf, insbesondere im Rahmen der Anmietung von Grundstücken und Gebäuden sowie von Fahrzeugen. Für Leasingnehmer gilt, dass abgesehen von wenigen Ausnahmen für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht an dem zugrunde liegenden Vermögensgegenstand ("RoU-Vermögenswert") sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren ist.
Die Höhe des RoU-Vermögenswerts entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich
| ― |
etwaiger anfänglicher direkter Kosten, |
| ― |
bei oder vor der Bereitstellung geleisteter Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize sowie |
| ― |
der geschätzten, von der Vaillant Group zu tragenden Kosten des Rückbaus. |
In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Leasingverbindlichkeit beinhalten folgende Leasingzahlungen:
| ― |
feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize, |
| ― |
variable Zahlungen, deren Höhe an die Entwicklung eines Index oder Kurses geknüpft ist, |
| ― |
erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien, |
| ― |
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde, und |
| ― |
Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird. |
Die Leasingverbindlichkeit wird zum Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet. Die Leasingzahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst, sofern sich dieser ohne Weiteres bestimmen lässt. Andernfalls wird der entsprechende Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Nachfolgend wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Ändert sich der Umfang des Leasingverhältnisses oder das für das Leasingverhältnis zu entrichtende Entgelt und war dies in den ursprünglichen Bedingungen des Leasingverhältnisses nicht vorgesehen, so wird der geänderte Vertrag dahin gehend überprüft, ob er eine Bilanzierungsänderung in Bezug auf das bestehende Leasingverhältnis oder ein gesondertes Leasingverhältnis begründet.
Ausnahmen betreffen kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte, von denen die Vaillant Group jeweils Gebrauch macht und lediglich Aufwand in Höhe der gezahlten Leasingraten in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Ferner werden die Vorschriften des IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Immobilien- und Fahrzeug-Leasingverhältnissen, die neben Leasing- auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, werden diese Komponenten getrennt voneinander behandelt.
Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere Immobilienleasingverträge, beinhalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung beziehungsweise Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind und keine einseitige Kündigungsoption aufseiten des Leasinggebers besteht.
Leasinggeber hingegen haben eine Leasingvereinbarung entweder als Finanzierungsleasing oder Operating Leasing zu klassifizieren, abhängig davon, in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung erfolgt zu Beginn des Leasingverhältnisses.
Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Leasing), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasinggegenstands richtet sich nach den für diesen Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasingraten werden vom Leasinggeber erfolgswirksam vereinnahmt.
Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finanzierungsleasing), so hat der Leasinggeber den Leasinggegenstand auszubuchen und eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis anzusetzen. Die Leasingzahlungen werden in Tilgungen der Leasingforderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasingverhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben.
Zu diversen Leasingverhältnissen hat die Vaillant Group Untermietverhältnisse mit konzernfremden Dritten abgeschlossen. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Untervermietung von Gebäuden. Die Untermietverhältnisse stellen aus Sicht der Vaillant Group als Leasinggeber Operating Leases dar.
Die Vaillant Group überprüft nicht finanzielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus überprüft die Vaillant Group jedes Jahr noch nicht nutzungsbereite Sachanlagen und Entwicklungsprojekte auf Wertminderung. Die Vaillant Group nimmt eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts oder, sofern der einzelne Vermögenswert keine von anderen Vermögenswerten weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüsse generiert, der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) vor. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag als höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert ermittelt und dem Buchwert gegenübergestellt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz ergebniswirksam erfasst. Bei der Überprüfung der nicht finanziellen Vermögenswerte auf Wertminderung ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte mit Schätzungen verbunden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte sowie auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten. Abwertungen auf einen gegebenenfalls niedrigeren Nettoveräußerungswert stellen Wertminderungsaufwendungen dar, die erfolgswirksam erfasst werden und in den Herstellungskosten des Umsatzes ausgewiesen werden. Entfällt der Grund für die Abwertung, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren werden grundsätzlich zu gewogenen gleitenden Durchschnittskosten aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren Tages- oder Marktpreis bewertet. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich produktionsbezogener variabler und fixer Gemeinkosten zusammen. Risiken, die sich entweder aus geminderter Verwertbarkeit oder aus gesunkenen realisierbaren Verkaufspreisen der Vorräte ergeben, wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Vaillant Group bewertet Finanzinstrumente (zum Beispiel Derivate) zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert. Darüber hinaus wird der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten angegeben, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Für Details zu den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten wird auf Kapitel 7.15 verwiesen. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen beziehungsweise für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
Sämtliche Finanzinstrumente, für die ein beizulegender Zeitwert erfasst beziehungsweise offengelegt wird, werden wie folgt in der Bemessungshierarchie klassifiziert, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in der Gesamtheit erheblich ist:
Stufe 1 - Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der niedrigste Inputparameter, der sich wesentlich auf die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert auswirkt, entweder direkt oder indirekt beobachtbar ist
Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der niedrigste Inputparameter, der sich wesentlich auf die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert auswirkt, nicht beobachtbar ist
Für Zwecke von beizulegenden Zeitwertangaben hat die Vaillant Group sachgerechte Klassen von Vermögenswerten und Schulden auf Grundlage der Beschaffenheit, der Merkmale und der Risiken des Vermögenswerts oder der Schuld sowie der Stufe der Bemessungshierarchie bestimmt.
Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt nach IFRS 9. Demnach werden Finanzinstrumente in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Vaillant Group ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten, beziehungsweise eine vertragliche Verpflichtung obliegt, an ein anderes Unternehmen Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte abzugeben. Die Vaillant Group macht keinen Gebrauch von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert beziehungsweise Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair-Value-Optionen). Finanzinstrumente sind unter Zugrundelegung ihrer Wesensart in folgende Klassen zu unterteilen:
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Assets Measured at Amortised Cost - FAAC), sind Vermögenswerte, deren erwartete Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Diese Beurteilung wird auch als Prüfung der Zahlungsstrombedingung bezeichnet und erfolgt auf Ebene des Finanzinstruments. Für Zwecke der Prüfung der Zahlungsstrombedingungen entspricht der Kapitalbetrag dem beizulegenden Zeitwert des finanziellen Vermögenswerts zum Zeitpunkt des Zugangs. Außer von der Zahlungsstrombedingung hängt die Klassifizierung auch vom Geschäftsmodell ab, in dessen Rahmen ein Unternehmen den finanziellen Vermögenswert hält: Ein Schuldinstrument wird in der Regel dann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn es mit der Zielsetzung gehalten wird, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen. |
| ― |
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost - FLAC), werden bei Zugang in Höhe des beizulegenden Zeitwerts angesetzt, welcher in der Regel dem erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabfluss unter Anwendung der Effektivzinsmethode entspricht. Zu dieser Kategorie gehören Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen sowie andere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. |
| ― |
Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (Financial Instruments Measured at Fair Value Through OCI - FAFVOCI, FLFVOCI), werden in der Regel im Rahmen eines dualen Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung erfüllt ist, wenn regelmäßig vertragliche Cashflows vereinnahmt werden und Finanzinstrumente verkauft werden. Darüber hinaus muss die Zahlungsstrombedingung erfüllt sein. |
| ― |
Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Financial Instruments Measured at Fair Value Through Profit or Loss - FAFVPL, FLFVPL), werden in der Regel im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung erfüllt ist, wenn die Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte realisiert werden. Zu einer FVPL-Bewertung führen beispielsweise Geschäftsmodelle, bei denen die finanziellen Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten oder auf Fair-Value-Basis verwaltet werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken klassifiziert, wenn sie für Zwecke der kurzfristigen Weiterveräußerung oder Rückzahlung erworben beziehungsweise ausgegeben werden. |
Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich am Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines Finanzinstruments erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten berücksichtigt die Vaillant Group bei der Ermittlung der Anschaffungskosten nur, soweit sie die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Langfristige unverzinsliche oder unterverzinsliche Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Hinsichtlich der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten verfolgt die Vaillant Group den vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9.5.5.15: Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solche, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden bei erstmaligem Ansatz sowie zu jedem nachfolgenden Bilanzstichtag mit dem insgesamt über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlust bewertet (Lifetime-Expected-Credit-Loss-Modell). Zu diesem Zweck werden die Vermögenswerte in Gruppen finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen länderspezifisch zusammengefasst und gemeinsam auf Wertminderung untersucht. Sofern erforderlich, werden bei der Ermittlung des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts auch verfügbare Informationen externer Kreditversicherer miteinbezogen. Die Vaillant Group legt die Klassifizierung ihrer Finanzinstrumente mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die Folgebewertung der Finanzinstrumente hängt von deren Klassifizierung ab.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt, welche dem erwarteten Kreditausfall über die Laufzeit des Vermögenswerts bei dessen Zugang entsprechen. Sollten darüber hinaus objektive Anhaltspunkte für eine weitere Wertminderung eines einzelnen Vermögenswerts vorliegen, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der noch erwarteten künftigen Cashflows.
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente umfasst von der Vaillant Group abgeschlossene derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente in Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 designiert sind, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des ABS-Programms verkauft werden, sowie Investitionen in Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen.
Die Folgebewertung sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Auswirkungen auf den Periodenerfolg treten erst bei Ausbuchen der Verbindlichkeiten beziehungsweise im Rahmen der Folgebewertung mittels Effektivzinsmethode auf. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agios oder Disagios bei Erwerb sowie von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Zinsaufwendungen enthalten.
Die Vaillant Group bucht finanzielle Vermögenswerte nur dann aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder wenn sie den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten überträgt.
Sofern die Vaillant Group weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken überträgt noch zurückbehält, aber weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst die Vaillant Group einen Vermögenswert in Höhe ihres anhaltenden Engagements und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Die Vaillant Group setzt derivative Finanzinstrumente ein, um sich gegen Wechselkurs- und Rohstoffpreisrisiken abzusichern.
Derivate werden erstmals zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sofern wesentlich, wird das Kreditausfallrisiko gemäß den Anforderungen des IFRS 13 bei der Bewertung angemessen berücksichtigt. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) designiert und effektiv.
Im Rahmen ihrer Sicherungsstrategie und durch Ausgestaltung als effektive Sicherungsinstrumente kommen bei der Vaillant Group Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken und Warentermingeschäfte zur Absicherung von Wareneinkaufspreisen zur Anwendung. Die von der Vaillant Group verwendeten Sicherungsinstrumente dienen grundsätzlich der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge). Sämtliche Sicherungsinstrumente werden stets in ihrer Gesamtheit designiert, das heißt, neben der Kassakurskomponente wird auch die Terminkomponente designiert (Forward-to-Forward-Methode). Den effektiven Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Instrumente weist die Vaillant Group nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im sonstigen Ergebnis aus. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den gleichen Perioden in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung berichtet, in denen sich das abgesicherte Grundgeschäft in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung niederschlägt. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne beziehungsweise Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne beziehungsweise Verluste so lange im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung das Ergebnis beeinflusst.
Bei der Bewertung werden die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte auf Basis der jeweiligen Referenzkurse zum Bilanzstichtag der Europäischen Zentralbank (EZB) zuzüglich der entsprechenden Terminauf- oder -abschläge ermittelt. Der Wert der Warentermingeschäfte ermittelt sich anhand der von der London Metal Exchange festgestellten Terminpreise. Sofern der beizulegende Zeitwert nicht von aktiven und liquiden Märkten abgeleitet werden kann, stellt der Kapitalwert zukünftiger Cashflows den beizulegenden Zeitwert dar. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv respektive negativ ist.
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Laufende und latente Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall wird die Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen die Vaillant Group tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.
In den Fällen, in denen die Vaillant Group es als wahrscheinlich erachtet, dass die Finanzverwaltung die Würdigung eines steuerlichen Sachverhalts abweichend beurteilen könnte, wird ein damit verbundenes steuerliches Risiko in der Bilanz als Rückstellung berücksichtigt. Die Bewertung dieses Risikos erfolgt anhand des Erwartungswerts.
Nach der Verbindlichkeitsmethode werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergibt. Eine Ausnahme besteht für Differenzen, die auf Unterschiede beim erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts anfallen und die zu keinem Ansatz von latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt die Vaillant Group zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Vaillant Group einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern desselben Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Aufwendungen der Vaillant Group aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst. Die Vaillant Group bewertet die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Plänen nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits erdienten Anwartschaft widerspiegelt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation - DBO) wird von der Vaillant Group unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet, da der bis zum regulären Pensionierungsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist. Die Pensionsverpflichtungen werden auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, zum Beispiel aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, sowie aus dem Unterschied zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Erträgen aus Planvermögen, werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen werden in nachfolgenden Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert. Die Annahmen, die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahres zugrunde gelegt werden, gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der rechnerischen Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahres. Die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie sonstige Verwaltungskosten, die nicht mit der Verwaltung des Planvermögens zusammenhängen, werden den betrieblichen Funktionsbereichen belastet. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam erfasst, wenn die Planänderung eintritt.
Sind die erworbenen Leistungsansprüche nicht durch Planvermögen im Sinne des IAS 19 gedeckt, erfasst die Vaillant Group eine Verbindlichkeit aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe der DBO. Sind die Leistungsansprüche durch Vermögen gedeckt, das die Anforderungen an Planvermögen gemäß IAS 19 erfüllt, verrechnet die Vaillant Group den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens mit der DBO. Der Nettobetrag wird im Posten "Rückstellungen für Pensionen" oder im Posten "Langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen.
Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige, gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Erfüllungsbetrag spiegelt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe wider, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Werden einzelne Verpflichtungen bewertet, stellt das wahrscheinlichste Ergebnis die bestmögliche Schätzung der Schuld dar. Umfasst die zu bewertende Rückstellung eine größere Anzahl von Einzelfällen, wird dieser Unsicherheit durch die Anwendung der Erwartungswertmethode Rechnung getragen.
Sofern die Vaillant Group für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich dieser Erstattung ausgewiesen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist.
Liquide Mittel umfassen überwiegend Barmittel und Sichtguthaben bei Kreditinstituten und sind zum Nennwert angesetzt.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden in den Funktionsbereichen in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesen, in denen die zugrunde liegenden Aufwendungen erfasst wurden.
Die Vaillant Group ist ein international tätiges Unternehmen in der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikbranche. Den Schwerpunkt bildet der Verkauf von Heizgeräten auf der Basis von Erdgas sowie Technologien zur Nutzung regenerativer Energien. Neben dem Produktgeschäft bildet das Servicegeschäft einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit. Inbetriebnahmen, Reparaturen und Wartungen zählen hier ebenso zu wie Garantieverlängerungen, konnektive Dienste und internetbasierte Applikationen.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, sobald die Verfügungsmacht über die Güter auf den Käufer übergegangen ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Produkte an den Kunden versendet wurden und dieser die mit dem Eigentum an der Ware verbundenen Chancen und Risiken übernommen hat.
Neben dem Verkauf von Produkten erzielt die Vaillant Group auch Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen. Umsätze aus Inbetriebnahmen und Wartungen werden erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde. Erträge für Dienstleistungen, die durch mehrere Teilleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erbracht werden, werden linear innerhalb dieses Zeitraums erfasst. Dies betrifft in erster Linie Umsätze aus erweiterten Garantieleistungen sowie die Umsatzrealisierung aus Fernüberwachung und -diagnose im Rahmen konnektiver Dienste.
Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Leistungsversprechen (zum Beispiel Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Allokation des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungen erfolgt auf Basis ihrer relativen Einzelveräußerungspreise. Hierbei kommt gruppenweit insbesondere die Kostenzuschlagsmethode ("expected-cost-plus-margin approach") zur Anwendung. Abhängig von den jeweiligen länderspezifischen Geschäftspraktiken können Kundenverträge auch implizite Leistungsversprechen beinhalten.
Verkäufe von Waren und Erzeugnissen, die gemäß dem Treuepunkteprogramm der Gruppe zur Gewährung von Bonuspunkten bei den Kunden führen, werden als Mehrkomponentenverträge bilanziert und der beizulegende Zeitwert der erhaltenen oder noch zu erhaltenden Gegenleistung wird auf die verkauften Güter und die gewährten Bonuspunkte gemäß den relativen Einzelveräußerungspreisen aufgeteilt. Die Gegenleistung für die gewährten Bonuspunkte wird auf Basis des gewährten Nachlasses bei Einlösung unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Einlösung ermittelt. Eine solche Gegenleistung wird zum Zeitpunkt der ursprünglichen Verkaufstransaktion nicht als Umsatz realisiert, sondern zunächst passivisch unter den vertraglichen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Die Vaillant Group agiert im Rahmen der begebenen Kundenbindungsprogramme weitestgehend als Prinzipal. Der Umsatz wird dann erfasst, wenn die Bonuspunkte eingelöst wurden und die Vaillant Group ihre Leistungsverpflichtungen erfüllt hat.
Bei der Ermittlung des Transaktionspreises werden Finanzierungskomponenten nur berücksichtigt, wenn sie eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant Group haben. Sofern die Vaillant Group ihren Kunden langfristige Zahlungsziele gewährt und der implizite Finanzierungseffekt wesentlich ist, wird der Transaktionspreis durch Diskontierung der zugesagten Gegenleistung ermittelt. Der so ermittelte Barwert wird über die mit dem Kunden vereinbarte Laufzeit mittels Anwendung der Effektivzinsmethode aufgezinst, wobei der Betrag aus der Aufzinsung innerhalb der Zinserträge ausgewiesen wird. Eine wesentliche Finanzierungskomponente bleibt für die Höhe und den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung grundsätzlich unberücksichtigt, wenn die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maximal zwölf Monate beträgt.
Insbesondere im Zusammenhang mit langfristigen Serviceverträgen kann es zu Vorauszahlungen durch Kunden kommen. Diese enthalten jedoch in Übereinstimmung mit IFRS 15.62(c) keine Finanzierungskomponente und werden daher in Höhe des erhaltenen Entgelts als vertragliche Verbindlichkeiten unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Selbiges gilt für erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.
Direkt zurechenbare Kosten der Vertragsanbahnung im Zusammenhang mit dem Abschluss langfristiger Serviceverträge werden nur dann als sonstige Vermögenswerte erfasst und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge erfolgswirksam aufgelöst, wenn die daraus resultierenden Effekte wesentlich sind und die Vaillant Group darüber hinaus erwartet, dass diese Kosten über die Rückflüsse aus dem Servicevertrag wieder erwirtschaftet werden. Auch hier macht die Vaillant Group vom Wahlrecht Gebrauch, auf eine Aktivierung von Kosten der Vertragsanbahnung zu verzichten, sofern der Abschreibungszeitraum, der andernfalls herangezogen würde, zwölf Monate nicht überschreitet.
Die Vaillant Group erhält Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen sowie der Erbringung von Dienstleistungen gemäß den mit den Kunden vereinbarten Zahlungsmodalitäten, die grundsätzlich den am Markt üblichen Konditionen entsprechen. Hinsichtlich des Verkaufs von Produkten erfolgt die Fakturierung in der Regel bei Lieferung der Ware unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Zahlungsziele. Im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt die Abrechnung regelmäßig entweder unmittelbar nach Leistungserbringung oder aber im Voraus, insbesondere bei langfristigen Serviceverträgen, was dann zur Abgrenzung vertraglicher Verbindlichkeiten führt. Variable Vergütungsbestandteile betreffen in erster Linie Bonusvereinbarungen, Preisnachlässe und andere Rückvergütungen. Sie gelten sowohl für direkte als auch für indirekte Kunden der Vaillant Group und werden bei der Ermittlung des Transaktionspreises nur in dem Maße berücksichtigt, wie es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner wesentlichen Anpassung der Umsatzerlöse in zukünftigen Perioden kommt. Bei der Schätzung des Verpflichtungsumfangs aus variablen Rückvergütungen an direkte und indirekte Kunden zum Bilanzstichtag kommen bei der Vaillant Group mehrere Methoden zum Einsatz; diese reichen von Schätzungen auf der Grundlage der erwarteten Rückvergütungsansprüche aus getätigten Verkäufen für verschiedene Vertriebskanäle über die Extrapolation von Vergangenheitswerten zur Bestimmung des wahrscheinlichen Verpflichtungsumfangs bis hin zur exakten Kalkulation der Rückvergütung.
Für Verpflichtungen aus Gewährleistungen in den ersten 24 Monaten nach Inverkehrbringen der Ware werden zum Zeitpunkt des Verkaufs Rückstellungen gebildet, die innerhalb der Herstellungskosten des Umsatzes erfasst werden. Garantievereinbarungen, die über diesen Zeitraum hinausgehen, werden als eigenständige Leistungsversprechen mit eigener Umsatzrealisierung gewürdigt.
Innerhalb der Vaillant Group bestehen keine wesentlichen Rücknahme- beziehungsweise Rückkaufverpflichtungen aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen. Die Vaillant Group agiert grundsätzlich als Prinzipal in ihren Kundenbeziehungen.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant Group haben können. Basis dieser Annahmen und Schätzungen ist, neben anderen, insbesondere auch die globale, gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Diese stand im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie. Die schon im Vorjahr gewonnene Erkenntnis, dass die Geschäftstätigkeiten der Vaillant Group dadurch nicht in dem Maße beeinflusst wurden, dass sich der Unsicherheitsgrad bei den Annahmen und Schätzungen des Managements erhöht hätte, bestätigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sollten sich dennoch Auswirkungen außerhalb von Schätzungen oder Ermessensentscheidungen ergeben haben, werden diese in den entsprechenden Kapiteln dargestellt. Hinzugekommen sind im laufenden Jahr die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und der weiteren Inflationsentwicklung in der Türkei.
Die Annahmen und Schätzungen des Managements beziehen sich im Wesentlichen auf die folgenden Sachverhalte:
Die Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten, aktivierten Entwicklungskosten und Sachanlagen haben. Insbesondere die Ermittlung diskontierter Cashflows unterliegt in umfangreichem Ausmaß Planungsannahmen, die sensitiv auf Änderungen reagieren und damit die Werthaltigkeit signifikant beeinflussen können. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in den Kapiteln 7.1 bis 7.2.
Bei der Ermittlung des Transaktionspreises in Übereinstimmung mit IFRS 15 als Grundlage der Umsatzrealisierung nimmt die Vaillant Group regelmäßig Schätzungen hinsichtlich erwarteter variabler Gegenleistungen in Form von Boni, anderen Preisnachlässen sowie sonstigen Rückvergütungen an direkte und indirekte Kunden vor. Diese betreffen neben Boni und Rabatten in erster Linie leistungsabhängige Rückvergütungsmodelle mit Kunden auf Basis von Jahreszielvereinbarungen, die sich an das Erreichen bestimmter Zielvorgaben (zum Beispiel Absatzvolumina) knüpfen. Auch wenn variable Gegenleistungen nur in dem Ausmaß berücksichtigt werden, wie ihre Existenz hochwahrscheinlich ist, kann es grundsätzlich immer zu nachträglichen Anpassungen kommen.
Die Einzelveräußerungspreise, die die Grundlage der Umsatzallokation bei Mehrkomponentenverträgen darstellen, werden jährlich auf Angemessenheit überprüft und - sofern erforderlich - mit prospektiver Wirkung ab dem Zeitpunkt der Änderung angepasst. Sofern sich Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachten lassen, werden diese mittels der Kostenzuschlagsmethode geschätzt. In diesen Fällen ist die Bestimmung mit Unsicherheiten verbunden und erfordert kaufmännisches Ermessen.
Abhängig von den jeweiligen länderspezifischen Geschäftspraktiken können Kundenverträge auch implizite Leistungsversprechen beinhalten. Diese werden aus den jeweils vorliegenden historischen Erfahrungswerten abgeleitet und bei der Bestimmung der umsatzrelevanten Leistungsversprechen berücksichtigt.
Die Ermittlung der Laufzeit von Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 kann mit Unsicherheiten verbunden sein. Dies betrifft insbesondere langfristige Vereinbarungen, die mit Verlängerungs- beziehungsweise Kündigungsoptionen seitens der Vaillant Group als Leasingnehmer versehen sind. Diese werden bei der Ermittlung der Laufzeit nur dann berücksichtigt, wenn eine Ausübung der Option hinreichend sicher erscheint.
Da sich der interne Kalkulationszinsfuß des Leasinggebers im Regelfall nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, wird im Hinblick auf den für Abzinsungszwecke relevanten Diskontierungszinssatz zumeist der laufzeitadäquate und währungsäquivalente Grenzfremdkapitalzinssatz ermittelt. Dessen Bestimmung ist grundsätzlich mit Annahmen und Schätzungen verbunden.
Die Ermittlung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei sonstigen Forderungen, umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen und Forderungen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen hinsichtlich der Kreditwürdigkeit der Kunden, der aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle. Für weitere Angaben verweisen wir auf Kapitel 7.4.
Bei den Ertragsteuern bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Dies gilt sowohl für die tatsächlichen als auch für die latenten Steuern. Die Ermittlung der laufenden Ertragsteuern in der Vaillant Group erfolgt unter Berücksichtigung der in den jeweiligen Ländern gültigen gesetzlichen Anforderungen. Soweit bei Ansatz und Bewertung der im Abschluss dargestellten Steuerposten gesetzliche Ermessensspielräume ausgeübt wurden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer abweichenden Positionierung lokaler Steuerbehörden. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Hierzu werden die geplanten operativen Geschäftsergebnisse und die Ergebniswirkungen aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen berücksichtigt. Da jedoch die zukünftigen Geschäftsentwicklungen unsicher sind und teilweise von der Vaillant Group nicht beeinflusst werden können, ist die Bewertung der latenten Steuern mit Unsicherheiten verbunden. Bilanzierte unsichere Ertragsteuerposten werden mit dem Erwartungswert angesetzt. Weitere Informationen finden sich in Kapitel 5.8.
Verpflichtungen für Pensionen und damit zusammenhängende Aufwendungen werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf Annahmen, darunter Abzinsungssätze, erwartete Inflationsraten sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf Marktrenditen von Staatsanleihen. Sensitivitätsanalysen zu den getroffenen wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen finden sich in Kapitel 7.8.
Die Eventualverbindlichkeiten und der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen unterliegen in erheblichem Umfang Einschätzungen durch die Vaillant Group. Außer für die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit hinsichtlich des Abflusses von Ressourcen zur Erfüllung der Verpflichtung gilt dies ebenfalls für die verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung. Diese Einschätzungen können sich bei Vorliegen neuerer Informationen ändern und dadurch Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant Group haben. Weiter gehende Informationen finden sich in den Kapiteln 7.9 und 7.13.
In den Konzernabschluss der Vaillant Group zum 31. Dezember 2022 sind, einschließlich der Vaillant GmbH als Obergesellschaft, 15 inländische (2021: 15) und 83 ausländische (2021: 88) Gesellschaften in Form der Vollkonsolidierung einbezogen worden.
Der Konsolidierungskreis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt geändert:
| Überleitung | Inland | Ausland | Summe |
| Vollkonsolidierte Unternehmen 01.01.2022 | 15 | 88 | 103 |
| Zugänge | 0 | 4 | 4 |
| Abgänge | 0 | 9 | 9 |
| Vollkonsolidierte Unternehmen 31.12.2022 | 15 | 83 | 98 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Vaillant Group Business Services Poland Sp. z o.o. in Polen mit Sitz in Kattowitz gegründet. Zudem wurde ebenfalls in Polen die Servicegesellschaft Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. mit Sitz in Königshütte gegründet.
Die Vaillant Group hat im Geschäftsjahr 2022 die Anteile an den folgenden Servicegesellschaften auf 100 Prozent aufgestockt:
| ― |
Serwis Partner Antoni Kita Sp.K. mit Sitz in Krakau, Polen |
| ― |
Serwis Pomorskie Eugeniusz Słowik Sp.K. mit Sitz in Zoppot, Polen |
| ― |
Serwis System Eugeniusz Słowik Sp.K. mit Sitz in Königshütte, Polen |
| ― |
Saunier-Tec Mantenimientos de Calor y Frío S.L. mit Sitz in Madrid, Spanien |
Da die Vaillant Group bereits vor Erwerb der zusätzlichen Anteile Kontrolle ausgeübt hat, wurden die Transaktionen als Eigenkapitaltransaktionen behandelt und der Unterschiedsbetrag zwischen der Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Anteile von insgesamt 13,8 Mio Euro als Reduktion der Gewinnrücklagen dargestellt. Die drei polnischen Gesellschaften wurden abschließend auf die Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. verschmolzen.
Im Rahmen einer legalen Neustrukturierung der Serviceaktivitäten in Polen und Spanien wurden im Berichtsjahr folgende vollkonsolidierten Gesellschaften verschmolzen:
| Name der Gesellschaft | Sitz | Aufnehmende Gesellschaft | Sitz |
| Red Ofisat Rioja S.L.U. | Zamudio | Red Ofisat Nordeste S.L.U. | Zamudio |
| Vaillant Servi Tecnic Girona S.L.U. | Girona | Red Ofisat Nordeste S.L.U. | Zamudio |
| SAT Etxeiru S.L.U. | Pamplona | Red Ofisat Nordeste S.L.U. | Zamudio |
| Red Ofisat Eliosat S.L.U. | Zamudio | Red Ofisat Sur-Levante S.L.U. | Zamudio |
| Servigarra S.L. | Albacete | Red Ofisat Sur-Levante S.L.U. | Zamudio |
| Serwis System Eugeniusz Słowik Sp.K. | Königshütte | Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. | Chorzów |
| Serwis Małopolska Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. | Krakau | Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. | Chorzów |
| Serwis Pomorskie Eugeniusz Słowik Sp.K. | Zoppot | Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. | Chorzów |
Zum 1. Januar 2022 wurden insgesamt 100 Prozent an der spanischen Servicegesellschaft Servigarra S.L. mit Sitz in Albacete und im Juli 2022 100 Prozent an der spanischen Servicegesellschaft Sejúber Servicios de Asistencia Técnica, S.L. mit Sitz in Vitoria-Gasteiz erworben. Die Erwerbe wurden als Unternehmenszusammenschluss gemäß den Vorschriften des IFRS 3 klassifiziert. Der Kaufpreis für diese beiden Akquisitionen betrug 5,3 Mio Euro. Diese Erwerbe waren für den Konzern unwesentlich.
Im August 2022 hat die Vaillant GmbH ihre russische Vertriebsgesellschaft Vaillant Group Rus Ltd. mit Sitz in Moskau veräußert. Das damit verbundene Veräußerungsergebnis war unwesentlich.
In der nachfolgenden Tabelle werden die veräußerten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:
| Mio Euro | Beizulegende Zeitwerte |
| Zahlungsmittel | 6,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4,7 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0,2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -11,0 |
| Veräußertes Reinvermögen | 2,6 |
Die Veräußerung wirkte sich wie folgt auf den Cashflow aus:
| Mio Euro | |
| Zufluss von Zahlungsmitteln zur Veräußerung des Tochterunternehmens ohne Zahlungsmittel | - |
| Abzüglich veräußerter Zahlungsmittel | -6,2 |
| Nettoabflüsse von Zahlungsmitteln - Desinvestition | -6,2 |
Weitere Informationen zum Konsolidierungskreis:
Bei den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften, an denen die Vaillant Group Stimmrechtsanteile in Höhe von 50 Prozent hält, ergibt sich die Beherrschung ebenfalls durch die Möglichkeit, die maßgeblichen operativen und finanziellen Tätigkeiten der betreffenden Unternehmen bei Ausübung der substanziellen Rechte zu bestimmen. Außer durch die Stimmrechte begründet sich die Möglichkeit der Beherrschung insbesondere durch bestehende vertragliche Vereinbarungen zwischen der Vaillant Group und anderen Investoren sowie die wirtschaftliche Abhängigkeit der Tochtergesellschaften von der Vaillant Group.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wird die Vaillant Ltd., Hongkong, China, da diese Gesellschaft schon vor mehreren Jahren ihre operative Geschäftstätigkeit eingestellt hat und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
In der Vaillant Group existieren zum 31. Dezember 2022 für diverse Konzerngesellschaften Beschränkungen in Form von Verfügungs-, Verpflichtungs- und Belastungsverboten, die im Zusammenhang mit den bestehenden leistungsorientierten Pensionsplänen in Großbritannien vereinbart wurden (sogenannte Negative Pledge Subgroup). Das Anliegen der Vereinbarung besteht grundsätzlich darin, den Wert der betreffenden Gesellschaften zur Sicherung der Ansprüche aus dem Plan zu erhalten. Daraus resultieren zahlreiche Einschränkungen, so zum Beispiel hinsichtlich der Aufnahme von Krediten, der Vergabe / Aufnahme von Garantien sowie der Übertragung von Beteiligungen und anderer Vermögenswerte. Hinsichtlich weiterer Informationen zu den zugrunde liegenden leistungsorientierten Pensionsplänen in Großbritannien verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen in Kapitel 7.8.
Für Vermögenswerte aus Nutzungsrechten, die gemäß den Anforderungen des IFRS 16 bilanziert werden, bestehen grundsätzlich Verfügungsbeschränkungen (siehe Kapitel 7.2).
Hinsichtlich der als Sicherheiten für Schulden verpfändeten Vermögenswerte verweisen wir auf die Ausführungen in Kapitel 7.5 dieses Anhangs. Bei den Minderheitsanteilen bestehen keine über das gewöhnliche Maß hinausgehenden Schutzrechte beziehungsweise Verfügungsbeschränkungen.
Zum 9. Oktober 2022 wurde das assoziierte Unternehmen Tianjin Vaillant Gas Water Heater Ltd. mit Sitz in Tianjin, China, an dem die Vaillant Group 47 Prozent der Beteiligungs- und Stimmrechte besaß, liquidiert.
Die Vaillant Group ist am nachfolgenden assoziierten Unternehmen beteiligt:
| Name der Gesellschaft | Sitz | Hauptniederlassung/ Gründungsland |
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote
(in %) |
Art der Beziehung | Bewertungsmethode |
| Manuel J. Monteiro & Co. Lda. | Barcarena | PT | 26 | Vertriebsgesellschaft | Equity-Methode |
Es bestanden zum Stichtag keine Beschränkungen in der Fähigkeit, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehenstilgungen an die Vaillant Group zu transferieren. Soweit Anteile an Tochterunternehmen oder an assoziierten Unternehmen aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nach der Anschaffungskostenmethode bilanziert.
Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022.
Folgende in den Konzernabschluss in Form der Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften sind von der Anwendung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB aufgrund § 264 Abs. 3 beziehungsweise § 264b HGB befreit:
| ― |
Vaillant Verwaltungs-GmbH, Remscheid |
| ― |
Vaillant Group International GmbH, Remscheid (nach Umfirmierung Cogenon) |
| ― |
Vaillant Group Business Services GmbH, Remscheid |
| ― |
Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Remscheid |
| ― |
tecbytel GmbH, Gelsenkirchen |
| ― |
PowerPlus Technologies GmbH, Remscheid |
| ― |
HKR GmbH & Co. KG, Roding |
| ― |
TechnoCargo Logistik GmbH u. Co. KG, Neuss |
| ― |
Vesta GmbH, Remscheid |
Die folgenden Angaben zum Beteiligungsbesitz entsprechen den Anforderungen des § 313 HGB.
In der folgenden Tabelle sind die vollkonsolidierten, unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsgesellschaften der Vaillant GmbH aufgeführt:
| Gesellschaft | Sitz | Land |
Anteil
in % |
| Heiztechnik Roding Verwaltungs GmbH | Roding | DE | 100 |
| HKR GmbH & Co. KG | Roding | DE | 100 |
| O.B. Bergsicherung GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| PowerPlus Technologies GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| tecbytel GmbH | Gelsenkirchen | DE | 100 |
| TechnoCargo Logistik GmbH u. Co. KG | Neuss | DE | 100 |
| TechnoCargo Logistik Beteiligungsgesellschaft mbH | Neuss | DE | 100 |
| Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant Group Business Services GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant Group International GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant Marketing GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant North America Holding GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant Verwaltungs-GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vesta GmbH | Remscheid | DE | 100 |
| Vaillant Group Austria GmbH | Wien | AT | 100 |
| Vaillant d.o.o. | Sarajevo | BA | 100 |
| Bulex Services N.V. | Drogenbos | BE | 100 |
| Saunier Duval Belgique S.A. | Destelbergen | BE | 100 |
| Vaillant N.V. | Drogenbos | BE | 100 |
| Globes SA Global Energy Solutions | Cadenazzo | CH | 100 |
| Vaillant GmbH | Dietikon | CH | 100 |
| Tianjin Demrad International Trading Co. Ltd. | Tianjin | CN | 100 |
| Vaillant Group (China) Heating, Cooling and Environmental Technology Co. Ltd. | Shanghai | CN | 100 |
| Vaillant (Beijing) Heating Equipment Co. Ltd. | Beijing | CN | 100 |
| Vaillant (Wuxi) Heating Equipment Co. Ltd. | Wuxi | CN | 100 |
| Vaillant Group Czech s.r.o. | Chrášťany | CZ | 100 |
| Vaillant A / S | Karlslunde | DK | 100 |
| Centro de Asistencia Técnica y Mantenimientos Programados S.L. | Toledo | ES | 50 |
| E. Graupera I Fills S.L.U. | Barcelona | ES | 100 |
| Red Ofisat S.L.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Red Ofisat Nordeste S.L.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Red Ofisat Noroeste S.L.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Red Ofisat Region Centro S.L.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Red Ofisat Sur-Levante S.L.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Saunier Duval Clima S.A.U. | Vitoria | ES | 100 |
| Sauniersat Tarragona Servicio de Asistencia al Cliente S.L. | Tarragona | ES | 50 |
| Saunier-Tec Mantenimientos de Calor y Frío S.L. | Alcobendas (Madrid) | ES | 100 |
| Sejúber Servicios de Asistencia Técnica, S.L.U. | Vitoria-Gasteiz | ES | 100 |
| Sematec Pealber Servicio de Asistencia Técnica S.L. | Lleida | ES | 60 |
| Serviat S.L. | Madrid | ES | 50 |
| Servicio de Asistencia Técnica Especialista en Calderas S.A. | Madrid | ES | 50 |
| Servicio de Asistencia Técnica Suministros y Reparaciónes S.L. | Palencia | ES | 70 |
| Vaillant Saunier Duval S.A.U. | Zamudio | ES | 100 |
| Vaillant Saunier Duval Ibérica S.L. | Vitoria | ES | 100 |
| Vatec Valladolid Asistencia Técnica S.L. | Valladolid | ES | 75 |
| Garanka Ile de France S.A.S. | Fontenay-sous-Bois | FR | 100 |
| Garanka Centre Ouest S.A.S. | Chambray-lès-Tours | FR | 100 |
| Garanka Holding S.A.S. | Nantes | FR | 100 |
| Garanka Nord Ouest S.A.S. | Le Mans | FR | 100 |
| Garanka Sud Est S.A.S. | Chavanod | FR | 100 |
| Garanka Sud Ouest S.A.S. | Toulouse | FR | 100 |
| Saunier Duval Eau Chaude Chauffage S.A.S. | Fontenay-sous-Bois | FR | 100 |
| Saunier Duval Eau Chaude Chauffage Industrie S.A.S. | Nantes | FR | 100 |
| Saunier Duval Pièces De Rechange S.A.S. | Nantes | FR | 100 |
| Societe Financiere Saunier Duval S.A.S. | Nantes | FR | 100 |
| Vaillant Group France Gestion S.A.R.L. | Fontenay-sous-Bois | FR | 100 |
| DD Heating Ltd. | Belper | GB | 100 |
| TechnoCargo Logistics Ltd. | Ripley | GB | 100 |
| Vaillant Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant European Holdings Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Group UK Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Holdings Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Home Products Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Industrial UK Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Management Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant Netherlands Holdings Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant R & M Ltd. | Belper | GB | 100 |
| Vaillant d.o.o. | Zagreb | HR | 100 |
| Vaillant Saunier Duval Kft. | Budapest | HU | 100 |
| Vaillant Group Italia S.p.A. | Mailand | IT | 100 |
| Vaillant Group Korea Ltd. | Seoul | KR | 100 |
| VAILLANT DOOEL Skopje. | Skopje | MK | 100 |
| Vaillant Group Norge AS | Vestby | NO | 100 |
| Vaillant Group Netherlands B.V. | Amsterdam | NL | 100 |
| Centrum Serwis Dariusz Ciupak Sp.K. | Rzeszów | PL | 50 |
| Partner Serwis Cezary Mielczrek Sp.K. | Stettin | PL | 50 |
| Przedsiebiorstwo Uslogo-Handlowe Feston Waldemar Królski Sp.K. | Obernigk | PL | 50 |
| Regionalne Centrum Serwisowe Wojciech Besz Sp.K. | Breslau | PL | 50 |
| SEBIK Piotr Kuklinski Sp.K. | Białystok | PL | 50 |
| Serwis Warszawa Dariusz Klos Sp.K. | Kobyłka | PL | 50 |
| Thermoserwis Szymon Wozniak Sp.K. | Zielona Góra | PL | 50 |
| Vaillant Saunier Duval Sp. z o.o. | Warschau | PL | 100 |
| Vaillant Group Business Services Poland Sp. z o.o. | Kattowitz | PL | 100 |
| Vaillant Group Serwis Sp. z o.o. | Königshütte | PL | 90 |
| Vaillant Group Romania S.r.l. | Bukarest | RO | 100 |
| Vaillant d.o.o. | Belgrad | RS | 100 |
| Protherm Production s.r.o. | Skalica | SK | 100 |
| TechnoCargo Logistik Slovakia s.r.o. | Trenčianske Stankovce | SK | 100 |
| Vaillant Group Heat Pump Production s.r.o. | Skalica | SK | 100 |
| Vaillant Group Slovakia s.r.o. | Skalica | SK | 100 |
| Vaillant Industrial Slovakia s.r.o. | Skalica | SK | 100 |
| Vaillant Group Gaseres AB | Svedala | SE | 100 |
| Vaillant d.o.o. | Ljubljana | SI | 100 |
| Panel Radyatör Sanayi ve Ticaret A.Ş. | Istanbul | TR | 100 |
| Türk Demir Döküm Fabrikalari A.Ş. | Istanbul | TR | 100 |
| Vaillant Isi Sanayi ve Ticaret Ltd. Şirketi | Istanbul | TR | 100 |
| Daughter Enterprise "Vaillant Group Ukraine" | Kiew | UA | 100 |
Komplementärin der HKR GmbH & Co. KG mit Sitz in Roding, Deutschland, ist die Heiztechnik Roding Verwaltungs GmbH, Roding, Deutschland. Komplementärin der Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Remscheid, Deutschland, ist die Vaillant Marketing GmbH mit Sitz in Remscheid, Deutschland. Die TechnoCargo Logistik Beteiligungsgesellschaft mbH ist die Komplementärin der TechnoCargo Logistik GmbH u. Co. KG.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Einzelheiten zu den Tochterunternehmen des Konzerns, an denen Minderheitsanteile bestehen. Dabei beschränkt sich die Darstellung aus Wesentlichkeitsgründen auf die spanischen Servicegesellschaften (im Folgenden Red Ofisat Group genannt):
| Name der Gesellschaft | Hauptniederlassung/ Gründungsland |
Eigentumsanteil gehalten von der Vaillant Group
(in %) |
Hauptgeschäftsaktivitäten |
| Red Ofisat Group | |||
| Centro de Asistencia Técnica y Mantenimientos Programados S.L. | ES | 50 | Kundendienst |
| Servicio de Asistencia Técnica Especialista en Calderas S.A. | ES | 50 | Kundendienst |
| Servicio de Asistencia Técnica Suministros y Reparaciónes S.L. | ES | 70 | Kundendienst |
| Sauniersat Tarragona Servicio de Asistencia al Cliente S.L. | ES | 50 | Kundendienst |
| Sematec Pealber Servicio de Asistencia Técnica S.L. | ES | 60 | Kundendienst |
| Serviat S.L. | ES | 50 | Kundendienst |
| Vatec Valladolid Asistencia Técnica S.L. | ES | 75 | Kundendienst |
Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche Minderheitsanteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Diese entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.
| Red Ofisat Group | ||
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 88,0 | 96,9 |
| Kurzfristige Schulden | 82,5 | 78,5 |
| Kurzfristiges Nettovermögen | 5,5 | 18,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 30,4 | 23,8 |
| Langfristige Schulden | 5,4 | 4,3 |
| Langfristiges Nettovermögen | 25,0 | 19,5 |
| Nettovermögen | 30,5 | 37,9 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 24,5 | 31,4 |
| Anteil ohne beherrschenden Einfluss | 6,0 | 6,6 |
| Umsatzerlöse | 141,1 | 135,4 |
| Aufwendungen | -113,4 | -109,3 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-) | 27,7 | 26,1 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil | 23,4 | 20,5 |
| Anteil ohne beherrschenden Einfluss | 4,3 | 5,6 |
| Gesamtergebnis | 27,7 | 26,1 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil | 23,4 | 20,5 |
| Anteil ohne beherrschenden Einfluss | 4,3 | 5,6 |
| Dividenden an Minderheiten gezahlt | 2,9 | 5,5 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 34,2 | 35,9 |
| Cashflow aus Investitionen | 1,9 | -12,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -36,7 | -24,5 |
| Nettoanstieg/ -rückgang (-) im Finanzmittelfonds | -0,6 | -0,6 |
Nachfolgend werden die wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022 beliefen sich auf 3.651,7 Mio Euro (2021: 3.285,2 Mio Euro) und setzten sich wie folgt zusammen:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Zentraleuropa | 947,4 | 784,5 |
| Südeuropa | 867,0 | 827,8 |
| Nordeuropa | 792,5 | 712,3 |
| Asien / Export | 685,1 | 576,0 |
| Osteuropa | 359,7 | 384,5 |
| Gesamt | 3.651,7 | 3.285,2 |
Die Salden der zum Bilanzstichtag noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inklusive vertraglicher Vermögenswerte) und vertraglichen Verbindlichkeiten stellten sich wie folgt dar:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inklusive vertraglicher Vermögenswerte) | 275,3 | 248,6 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | -318,3 | -301,2 |
Die Vaillant Group erhält Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen sowie der Erbringung von Dienstleistungen gemäß den den Verträgen zugrunde liegenden Konditionen und Zahlungsmodalitäten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen das Recht auf Erhalt der vereinbarten Gegenleistung für bereits erbrachte Leistungen der Vaillant Group dar. Neben Forderungen aus bereits abgerechneten Lieferungen und Leistungen in Höhe von 274,0 Mio Euro (2021: 246,7 Mio Euro) waren in diesem Posten auch vertragliche Vermögenswerte aus erbrachten Leistungen in Höhe von 1,3 Mio Euro (2021: 2,0 Mio Euro) enthalten, für die noch keine Rechnungsstellung erfolgt ist. Vertragliche Verbindlichkeiten beziehen sich auf bestehende Leistungsverpflichtungen der Vaillant Group, für die sie vom Kunden bereits eine Gegenleistung erhalten beziehungsweise noch zu erhalten hat. Änderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der vertraglichen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Erfüllung der jeweiligen Vertragspflichten. Hinsichtlich der Entwicklung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen in Kapitel 7.4. Rücknahme- beziehungsweise Rückkaufverpflichtungen für abgesetzte Produkte gegenüber dem Großhandel bestanden nur in derart unwesentlichem Umfang, dass hierfür keine bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 197,0 Mio Euro (2021: 142,4 Mio Euro) aus vertraglichen Verbindlichkeiten erfasst, die im Saldo der Verbindlichkeiten zu Geschäftsjahresbeginn enthalten waren. Zu bestehenden Verträgen wurden im Berichtsjahr keine nachträglichen Änderungen mit den Kunden vereinbart, die zu einer Neuwürdigung der vertraglichen Verbindlichkeiten und somit zu einer Revision der hiermit verbundenen Umsatzerlöse geführt hätten. Aus Anpassungen erwarteter variabler Gegenleistungen in Form von Boni, anderen Preisnachlässen sowie sonstigen Rückvergütungen, bezogen auf Verkäufe des Vorjahres, resultierte insgesamt ein umsatzerhöhender Effekt in Höhe von 16,4 Mio Euro im Berichtsjahr (2021: 6,9 Mio Euro).
Wesentliche Finanzierungskomponenten aus bestehenden Kundenverträgen lagen wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht vor.
Wie im Vorjahr existierten zum 31. Dezember 2022 keine Vermögenswerte aus direkt zurechenbaren Kosten der Vertragsanbahnung im Zusammenhang mit dem Abschluss langfristiger Kundenverträge.
Die vertraglichen Verbindlichkeiten aus noch zu erbringenden Leistungen zum 31. Dezember 2022 gliederten sich wie folgt:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 191,0 | 197,0 |
| Fällig in 1 bis 5 Jahren | 111,9 | 79,9 |
| Fällig nach 5 Jahren | 15,4 | 24,2 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 318,3 | 301,2 |
Die vertraglichen Verbindlichkeiten beinhalten Leistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Bonuspunkteprogrammen und Serviceverträgen sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen. Lieferungen und Leistungen aus den Bonuspunkteprogrammen sowie den erhaltenen Anzahlungen werden innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet, die Restlaufzeit der Serviceverträge reicht von 1 Monat bis 120 Monate (2021: 1 bis 120 Monate). Vertragliche Verbindlichkeiten aus langfristigen Serviceverträgen resultieren aus kundenseitigen Vorauszahlungen, denen noch offene Leistungsverpflichtungen der Vaillant Group gegenüberstehen. Im Zeitablauf werden diese Verbindlichkeiten gemäß dem anteiligen Leistungsfortschritt der jeweiligen Leistungsverpflichtung abgebaut. Für Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferungen und Leistungen, denen Ansprüche in gleicher Höhe gegenüberstehen, erwartet die Vaillant Group eine Erfüllung innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Die Herstellungskosten des Umsatzes betrugen im Geschäftsjahr 2.334,7 Mio Euro (2021: 2.022,6 Mio Euro). Dieser Posten umfasst die Herstellungskosten der abgesetzten Erzeugnisse, die Einstandskosten der verkauften Handelswaren sowie die Kosten, die den Dienstleistungsumsätzen zuzuordnen sind. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie zum Beispiel Material- und Personalkosten auch produktionsbezogene variable und fixe Gemeinkosten. Darüber hinaus sind in den Herstellungskosten des Umsatzes Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand für Personalmaßnahmen in Höhe von 0,8 Mio Euro (2021: 1,1 Mio Euro) enthalten.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 171,7 Mio Euro (2021: 141,8 Mio Euro); darin enthalten waren Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 2,0 Mio Euro (2021: 2,2 Mio Euro). Forschungskosten werden grundsätzlich in der Periode erfolgswirksam als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten werden aktiviert, sobald die in Kapitel 2.4.5 genannten Kriterien kumulativ erfüllt sind. In den Entwicklungskosten waren keine Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten enthalten (2021: 0,0 Mio Euro) (vgl. Kapitel 7.1.2).
Die Marketing- und Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 698,1 Mio Euro (2021: 639,6 Mio Euro). Marketingkosten beinhalten neben den Kosten für Verkaufsförderungsmaßnahmen auch Kosten für Werbemaßnahmen und externe Schulungen. Vertriebskosten beinhalten die Kosten der vertriebsbezogenen Einheiten der Vaillant Group sowie die Logistikkosten inklusive Zöllen für die physische Distribution und Lagerhaltung der verkaufsfähigen Produkte. Darüber hinaus wurden in den Marketing- und Vertriebskosten Zuwendungen der öffentlichen Hand für Personalmaßnahmen in Höhe von 0,2 Mio Euro (2021: 0,3 Mio Euro) erfasst.
Die Verwaltungskosten betrugen im Geschäftsjahr 182,3 Mio Euro (2021: 169,5 Mio Euro). In den Verwaltungskosten sind grundsätzlich die Personal- und Sachkosten der zentralen verwaltenden Organisation enthalten. Diese Stabsfunktionen umfassen hauptsächlich die Geschäftsführung, Strategieabteilung, Rechtsabteilung, Personalabteilung, Unternehmenskommunikation, Qualität und die zentrale Finanzabteilung sowie gruppenweit unterstützte Projekte, die keinem der anderen Bereiche zuordenbar sind. Ebenso enthalten sind solche Aufwendungen der produzierenden Einheiten des Konzerns, die weder produktbezogen, das heißt im Zusammenhang mit der Herstellung angefallen sind noch Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen darstellen. In den Verwaltungskosten wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 0,1 Mio Euro (2021: 0,2 Mio Euro) erfasst.
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 22,4 | 21,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -25,0 | -22,8 |
| Gesamt | -2,6 | -1,0 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fremdwährungsbewertung in Höhe von 6,4 Mio Euro (2021: 5,5 Mio Euro), Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 0,4 Mio Euro (2021: 0,7 Mio Euro) sowie Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1,8 Mio Euro (2021: 1,6 Mio Euro) enthalten.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen betrugen 0,1 Mio Euro (2021: 0,1 Mio Euro) und die Aufwendungen aus Fremdwährungsbewertung 6,4 Mio Euro (2021: 7,4 Mio Euro).
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Zinsertrag und ähnliche Erträge | 9,1 | 4,8 |
| Zinsaufwand und ähnliche Aufwendungen | -11,1 | -10,3 |
| Gesamt | 2,0 | -5,5 |
Die Zinsaufwendungen beinhalteten mit 3,8 Mio Euro (2021: 3,8 Mio Euro) einen Nettozinsaufwand für die leistungsorientierten Pensionspläne, die auf dem Niveau des Vorjahres liegen (siehe Kapitel 7.8), die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten lagen mit 1,3 Mio Euro (2021: 1,3 Mio Euro) ebenfalls auf Vorjahresniveau.
Aus der Anwendung der Effektivzinsmethode für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen ergab sich aufgrund gestiegener Rechnungszinssätze ein Zinsertrag in Höhe von 5,7 Mio Euro (2021: 0,5 Mio Euro).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte im Bereich der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 0,7 Mio Euro (2021: 0,2 Mio Euro) aktiviert; der dabei zugrunde gelegte Fremdkapitalkostensatz betrug 0,97 Prozent (2021: 1,26 Prozent).
Im Zusammenhang mit der Abwicklung des ABS-Programms (siehe Kapitel 7.4) wurden insgesamt Zinsaufwendungen und Gebühren in Höhe von 0,5 Mio Euro (2021: 0,2 Mio Euro) erfasst.
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 61,5 | 62,2 |
| Ertrag (-) / Aufwand (+) aus latenten Steuern | -0,9 | 13,3 |
| Gesamt | 60,6 | 75,5 |
Die Steuern auf das Ergebnis vor Steuern weichen von den theoretischen Steuern unter Verwendung der in Deutschland gültigen Steuersätze wie folgt ab:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Ergebnis vor Steuern | 264,0 | 305,2 |
| Steuerberechnung zum Satz von 32,72 % (2021: 32,71 %) | 86,4 | 99,8 |
| Effekt aus unterschiedlichen Steuersätzen in anderen Ländern | -22,3 | -23,5 |
| Effekt aus Steuersatzänderung auf latente Steuern | -0,5 | -0,2 |
| Steuereffekte aus steuerfreien Erträgen | -8,7 | -5,8 |
| Steuereffekte aus steuerlicher Firmenwertzuschreibung | -0,0 | 1,2 |
| Steuereffekte aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen | 6,1 | 5,6 |
| Steuereffekte aus Verlusten, für die keine latenten Steuern bilanziert werden / wurden | 0,1 | 0,4 |
| Steuereffekt aus Zinsaufwand (steuerlich nicht abzugsfähig) | 1,2 | 0,9 |
| Steuer Vorjahre | -1,4 | -1,3 |
| Latente Steuer Vorjahre | -0,1 | -1,8 |
| Ertragsteueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung | 60,6 | 75,5 |
Der anzuwendende Steuersatz in der Überleitungsrechnung von 32,72 Prozent (2021: 32,71 Prozent) setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer (15,0 Prozent), Solidaritätszuschlag (0,83 Prozent) und Gewerbesteuer (16,89 Prozent).
Von den insgesamt in der Bilanz ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 44,4 Mio Euro (2021: 42,4 Mio Euro) entfallen 17,7 Mio Euro (2021: 18,3 Mio Euro) auf unsichere Steuerverpflichtungen.
Die Entwicklung der saldierten Posten der aktiven und passiven latenten Steuern war wie folgt:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Stand 01.01. (wie bisher berichtet) | 75,2 | 104,6 |
| Erstanwendung IAS 29 | -5,1 | - |
| Stand 01.01. (angepasst) | 70,1 | 104,6 |
| Währungsdifferenzen | -0,9 | 1,2 |
| Ertrag (+) / Aufwand (-) in der Gewinn- und Verlustrechnung | 0,9 | -13,3 |
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern | -5,8 | -17,3 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | -0,4 | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -1,1 | - |
| Stand 31.12. | 62,8 | 75,2 |
Die Steuereffekte auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses stellten sich wie folgt dar:
| 2022 | 2021 | |||||
| Mio Euro | Vor Steuer | Steueranteil | Nach Steuer | Vor Steuer | Steueranteil | Nach Steuer |
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen | -16,9 | - | -16,9 | -36,9 | - | -36,9 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage aus leistungsorientierten Pensionszusagen | 23,0 | -10,4 | 12,6 | 87,3 | -15,7 | 71,7 |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen | -13,0 | 4,6 | -8,4 | 4,2 | -1,7 | 2,5 |
| Gesamt | -6,9 | -5,8 | -12,7 | 54,6 | -17,3 | 37,3 |
Latente Steuern werden für solche steuerlichen Verlustvorträge angesetzt, bei denen die Realisierung des entsprechenden Steuervorteils aufgrund künftiger steuerpflichtiger Einkommen wahrscheinlich ist. Auf dieser Grundlage sind in den latenten Steuern 4,8 Mio Euro (2021: 4,4 Mio Euro) für steuerliche Verluste von verschiedenen Gesellschaften der Vaillant Group aktiviert worden. Das Management geht davon aus, dass zukünftig ausreichend verrechenbares Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die Verlustvorträge verrechnet werden können. Weiterhin verfügt die Vaillant Group über nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 11,7 Mio Euro (2021: 10,4 Mio Euro), die mit künftigen steuerpflichtigen Erträgen verrechnet werden können. Von den gesamten steuerlichen Verlustvorträgen verfallen 11,4 Mio Euro in den Jahren 2024 bis 2027 (2021: 2,4 Mio Euro) sowie 2,3 Mio Euro spätestens im Jahr 2044 (2021: 15,4 Mio Euro).
Darüber hinaus verfügt der Konzern über nicht verrechnete steuerliche Verlustvorträge, im Wesentlichen aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen, in Höhe von 112,1 Mio Euro (2021: 118,4 Mio Euro). Diese steuerlichen Verlustvorträge können nur mit bestimmten künftigen Gewinnen aus der Veräußerung, zum Beispiel von immateriellen Wirtschaftsgütern oder Grundstücken, verrechnet werden und haben nicht zu einer aktiven latenten Steuerabgrenzung geführt. Die steuerlichen Verlustvorträge können unbefristet vorgetragen werden.
Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 10,2 Mio Euro (2021: 4,0 Mio Euro) wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden und die Vaillant Group in der Lage ist, die Umkehrung zu steuern.
Die Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern (vor Verrechnung der Salden innerhalb derselben Steuerhoheit) im Berichtszeitraum stellte sich wie folgt dar:
| Mio Euro | Rückstellungen/ Vorräte/ Forderungen | Pensionen | Verlustvorträge | Immaterielle Vermögenswerte/ Derivate | Gesamt |
| Stand 01.01.2022 (wie bisher berichtet) | 65,4 | 60,7 | 4,4 | 2,8 | 133,2 |
| Erstanwendung IAS 29 | 0,7 | - | - | - | 0,7 |
| Stand 01.01.2022 (angepasst) | 66,1 | 60,7 | 4,4 | 2,8 | 133,9 |
| Verringerung / Erhöhung Jahresüberschuss | 11,8 | -11,2 | 0,4 | -0,8 | 0,2 |
| Währungsumrechnung | 0,1 | -1,1 | 0,0 | - | -1,0 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | 2,2 | - | - | - | 2,2 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -0,6 | - | - | - | -0,6 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | - | -10,4 | - | 4,6 | -5,8 |
| Stand 31.12.2022 | 79,5 | 38,0 | 4,8 | 6,6 | 128,8 |
| Mio Euro | Immaterielle Vermögenswerte/ Sachanlagen | Neubewertung | Rückstellungen/ Vorräte/ Forderungen | Veräußerungsgewinn | Pensionen | Gesamt |
| Stand 01.01.2022 (wie bisher berichtet) | 49,2 | - | 8,8 | - | - | 58,0 |
| Erstanwendung IAS 29 | 5,8 | - | - | - | - | 5,8 |
| Stand 01.01.2022 (angepasst) | 55,0 | - | 8,8 | - | - | 63,8 |
| Verringerung / Erhöhung Jahresüberschuss | -1,8 | - | 1,2 | - | - | -0,6 |
| Währungsumrechnung | -0,2 | - | - | - | - | -0,2 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | 2,6 | - | - | - | - | 2,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,5 | - | - | - | - | 0,5 |
| Stand 31.12.2022 | 56,2 | - | 9,9 | - | - | 66,1 |
Folgende Beträge für die aktiven und passiven latenten Steuern werden nach ordnungsmäßiger Verrechnung in der Konzernbilanz ausgewiesen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| Stand vor Verrechnung | 128,8 | 66,1 | 133,2 | 58,0 |
| Verrechnung | -40,1 | -40,1 | -53,5 | -53,5 |
| Bilanzansatz | 88,8 | 26,0 | 79,7 | 4,5 |
| Davon langfristig | 32,6 | 23,1 | 36,9 | 2,3 |
Folgender Personalaufwand war in den Aufwandsposten der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthalten:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 732,2 | 676,1 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 152,8 | 144,3 |
| Davon für leistungsorientierte Altersversorgungssysteme | -0,1 | 8,4 |
| Davon für beitragsorientierte und sonstige Altersversorgungssysteme * | 50,0 | 45,3 |
| Personalaufwand gesamt | 885,1 | 820,4 |
| Anzahl der Mitarbeitenden (Jahresdurchschnitt ohne Leiharbeiter/-innen) | 15.359 | 14.542 |
| Davon in der Produktion beschäftigt | 4.155 | 4.128 |
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Arbeitgeberbeiträge zu staatlichen Pensionsplänen in Höhe von 46,3 Mio Euro (2021, angepasst: 42,3 Mio Euro) enthalten.
Der Aufwand aus beitragsorientierten Pensionsplänen verteilte sich über alle Funktionsbereiche des Konzerns. Hinsichtlich des Rückgangs der Aufwendungen aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen des Berichtsjahres verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausführungen in Kapitel 7.8.
Das sonstige Ergebnis ist neben der Gewinn- und Verlustrechnung zweiter Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung. Die Tabelle zeigt die im Jahr 2022 beziehungsweise 2021 ergebnisneutral erfassten Werte und die in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifizierten Beträge.
| Mio Euro | 2022 | 2021 | ||
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen | -16,9 | -36,9 | ||
| Erfolgsneutrale Änderungen | -16,9 | -36,9 | ||
| Veränderung der Neubewertungsrücklage aus leistungsorientierten Pensionszusagen | 12,6 | 71,7 | ||
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen | -8,4 | 2,5 | ||
| Erfolgsneutrale Änderungen | -3,0 | 5,5 | ||
| Erfolgswirksame Änderungen aus Reklassifizierung | -5,5 | -3,0 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -12,7 | 37,3 | ||
Der in der Konzern-Cashflow-Rechnung enthaltene Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel und die Zahlungsmitteläquivalente. Diese beinhalten Barmittel und Sichteinlagen bei Kreditinstituten sowie kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Renditen auf solche kurzfristigen Einlagen lagen für EUR-Anlagen bei 0,00 Prozent (2021: 0,00 Prozent) und für GBP-Einlagen bei 1,24 Prozent (2021: 0,03 Prozent).
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Liquide Mittel | 170,6 | 289,8 |
| Zahlungsmitteläquivalente | 126,3 | 101,2 |
| Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente | 296,8 | 391,0 |
Die dargestellten Mittelzuflüsse und -abflüsse der einzelnen Tätigkeitsbereiche führten zu einem Bestand an liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 296,8 Mio Euro (2021: 391,0 Mio Euro). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand um 94,2 Mio Euro vermindert. In dieser Veränderung enthalten waren den Finanzmittelfonds erhöhende Währungsumrechnungsdifferenzen von 9,3 Mio Euro (2021: erhöhende Währungsumrechnungsdifferenzen von 10,6 Mio Euro). Nicht im Finanzmittelfonds enthalten sind Barmittel, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen. Diese werden als sonstige Forderung bilanziert (vgl. auch Kapitel 7.5).
Die Überleitung der Finanzschulden, deren Zahlungsströme in der Konzern-Cashflow-Rechnung als Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden, stellt sich wie folgt dar:
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | ||||
| Mio Euro | 01.01.2022 | Zahlungswirksame Veränderung | Änderung Konsolidierungskreis | Währungsumrechnung |
| Leasingverbindlichkeiten | 77,5 | -34,7 | -1,5 | -1,3 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 48,3 | - | -0,3 | -1,0 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 29,2 | -34,7 | -1,2 | -0,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 139,3 | 234,4 | - | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 139,1 | 179,0 | - | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0,2 | 55,5 | - | - |
| Gesamt | 216,8 | 199,7 | -1,5 | -1,3 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | ||
| Mio Euro | Sonstiges | 31.12.2022 |
| Leasingverbindlichkeiten | 42,0 | 81,9 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 5,4 | 52,4 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 36,6 | 29,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | -0,6 | 373,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0,6 | 318,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | -1,3 | 54,4 |
| Gesamt | 41,4 | 455,0 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | ||||
| Mio Euro | 01.01.2021 | Zahlungswirksame Veränderung | Änderung Konsolidierungskreis | Währungsumrechnung |
| Leasingverbindlichkeiten | 84,6 | -33,3 | 0,1 | -0,1 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 57,2 | - | - | -0,1 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 27,4 | -33,3 | 0,1 | 0,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 300,0 | -159,4 | - | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 139,8 | - | - | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 160,2 | -159,4 | - | - |
| Gesamt | 384,6 | -192,7 | 0,1 | -0,1 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | ||
| Mio Euro | Sonstiges | 31.12.2021 |
| Leasingverbindlichkeiten | 26,1 | 77,5 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | -8,8 | 48,3 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 35,0 | 29,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | -1,3 | 139,3 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | -0,7 | 139,1 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | -0,6 | 0,2 |
| Gesamt | 24,8 | 216,8 |
Die in der Tabelle genannten Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Sicherungsbeziehung sind grundsätzlich zahlungsunwirksam und werden daher in oben genannter Tabelle nicht aufgeführt. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen bei den kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Zugänge des laufenden Jahres in Höhe von 41,6 Mio Euro (2021: 25,7 Mio Euro) sowie die Aufzinsung der Verbindlichkeiten von 1,3 Mio Euro (2021: 1,3 Mio Euro).
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr 2022 wie folgt:
| 2022 | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||
| erworbene | selbst erstellte | ||||
| Mio Euro | Geschäfts- oder Firmenwert | Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte | Geschäftsprozessbezogene Entwicklungsprojekte | Produktbezogene Entwicklungsprojekte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01. (wie bisher berichtet) | 746,4 | 93,6 | 75,5 | 285,1 | 1.200,5 |
| Erstanwendung IAS 29 | 79,4 | 28,5 | - | 1,4 | 109,3 |
| Stand 01.01. (angepasst) | 825,8 | 122,1 | 75,5 | 286,5 | 1.309,8 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 2,7 | 3,3 | - | - | 6,0 |
| Währungsumrechnung | -5,7 | -1,9 | - | -0,8 | -8,4 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | 26,5 | 8,7 | - | 1,2 | 36,4 |
| Zugänge | - | 5,1 | 14,8 | 20,7 | 40,5 |
| Abgänge | - | 9,0 | 0,1 | - | 9,1 |
| Umbuchungen | - | 0,5 | - | - | 0,5 |
| Stand 31.12. | 849,3 | 128,8 | 90,1 | 307,6 | 1.375,8 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. (wie bisher berichtet) | 220,3 | 59,7 | 10,3 | 194,5 | 484,8 |
| Erstanwendung IAS 29 | - | 10,9 | - | 0,9 | 11,8 |
| Stand 01.01. (angepasst) | 220,3 | 70,6 | 10,3 | 195,4 | 496,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | -0,1 | - | - | -0,1 |
| Währungsumrechnung | -0,1 | -0,7 | - | -0,5 | -1,3 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | - | 2,8 | - | 0,6 | 3,4 |
| Zugänge | - | 9,2 | 7,7 | 23,4 | 40,3 |
| planmäßig | - | 8,8 | 7,7 | 23,4 | 39,9 |
| außerplanmäßig | - | 0,4 | - | - | 0,4 |
| Abgänge | - | 8,9 | 0,1 | - | 9,1 |
| Umbuchungen | - | -0,0 | - | - | -0,0 |
| Stand 31.12. | 220,2 | 72,8 | 17,8 | 218,9 | 529,7 |
| Buchwert 31.12.2021 | 526,0 | 33,9 | 65,1 | 90,6 | 715,7 |
| Buchwert 31.12. | 629,1 | 55,9 | 72,2 | 88,7 | 845,9 |
| 2021 | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||
| erworbene | selbst erstellte | ||||
| Mio Euro | Geschäfts- oder Firmenwert | Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte | Geschäfts- prozessbezogene Entwicklungsprojekte | Produktbezogene Entwicklungsprojekte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 759,3 | 89,8 | 57,3 | 256,3 | 1.162,7 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | 6,2 | - | - | 6,2 |
| Währungsumrechnung | -12,9 | -4,5 | - | -0,2 | -17,6 |
| Zugänge | - | 2,8 | 18,3 | 29,0 | 50,1 |
| Abgänge | - | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Umbuchungen | - | 0,2 | -0,1 | - | 0,1 |
| Stand 31.12. | 746,4 | 93,6 | 75,5 | 285,1 | 1.200,5 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 220,2 | 55,0 | 7,3 | 173,3 | 455,8 |
| Währungsumrechnung | 0,1 | -1,7 | - | 0,0 | -1,5 |
| Zugänge | - | 7,2 | 2,9 | 21,2 | 31,3 |
| planmäßig | - | 7,2 | 2,9 | 21,2 | 31,3 |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - |
| Abgänge | - | 0,9 | - | - | 0,9 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Stand 31.12. | 220,3 | 59,7 | 10,2 | 194,6 | 484,8 |
| Buchwert 31.12.2020 | 539,1 | 34,8 | 49,9 | 82,9 | 706,7 |
| Buchwert 31.12. | 526,0 | 33,9 | 65,1 | 90,6 | 715,7 |
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Postens ist die im Jahre 2007 mit 61,6 Mio Euro aktivierte Marke DemirDöküm. Diese wird planmäßig linear über 40 Jahre abgeschrieben und valutierte zum Jahresende 2022 noch mit 25,8 Mio Euro (2021: 4,6 Mio Euro). Neben der planmäßigen Abschreibung, die in den Marketing- und Vertriebskosten erfasst wurde, veränderte sich der Buchwert währungskursbedingt und durch die Anwendung des IAS 29.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt die Wertminderung bei den Konzessionen, gewerblichen Rechten und ähnlichen Rechten 0,4 Mio Euro (2021: 0,0 Mio Euro). Die Wertminderung wurde in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst.
Zum Geschäftsjahresende bestand ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio Euro (2021: 0,4 Mio Euro).
Bei den Zugängen der geschäftsprozessbezogenen Entwicklungskosten handelte es sich um die Entwicklung einer neuen konzernweiten IT-Plattform.
Bei den produktbezogenen Entwicklungsprojekten handelte es sich unter anderem um Projekte für die weitere Digitalisierung der Produkte sowie Vorentwicklungen im Bereich Wasserstoff-Umlaufwasserheizer.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr wurde weder bei den produktbezogenen Entwicklungsprojekten noch bei den geschäftsprozessbezogenen Entwicklungsprojekten eine Wertminderung festgestellt.
Die Nutzungsdauer aller im Jahr 2022 aktivierten produktbezogenen Entwicklungsprojekte betrug fünf Jahre, bei den geschäftsprozessbezogenen Projekten zwischen fünf und zehn Jahre.
Bei dem Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich im Wesentlichen um den bei der britischen Hepworth-Akquisition entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 448,6 Mio Euro und um den bei der türkischen Türk-Demir-Döküm-Akquisition entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 121,6 Mio Euro (2021: 21,1 Mio Euro). Während der Geschäfts- oder Firmenwert aus der britischen Akquisition in Euro fixiert ist, veränderte sich der Geschäfts- oder Firmenwert aus der türkischen Akquisition im Berichtsjahr währungsbedingt und durch die Anwendung des IAS 29 um insgesamt 100,5 Mio Euro (2021: Minderung um 13,1 Mio Euro, ausschließlich währungsbedingt). Davon entfallen 79,4 Mio Euro auf die Erstanwendung des IAS 29 am 1. Januar 2022.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte und deren Allokation zu den ZGE:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| ZGE Heiztechnik | 609,6 | 506,5 |
| ZGE Serviceaktivitäten Frankreich | 19,5 | 19,5 |
| Gesamt | 629,1 | 526,0 |
Bei allen ZGE wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts ermittelt. Die Vaillant Group bestimmt diesen Wert grundsätzlich mittels Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen basieren. Diesen diskontierten Zahlungsströmen liegen Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts basiert, beinhalten die Einschätzung zur künftigen Umsatz- und Margenentwicklung sowie die Höhe der verwendeten Diskontierungssätze:
|
Diskontierungssatz (vor Steuern)
% |
2022 | 2021 |
| ZGE Heiztechnik | 11,6 | 10,7 |
| ZGE Serviceaktivitäten Frankreich | 10,4 | 9,5 |
Die Diskontierungssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen, gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Diese Zinssätze wurden weiter angepasst, um die Markteinschätzung im Hinblick auf alle ZGE-spezifischen Risiken widerzuspiegeln, für welche die Schätzungen der künftigen Cashflows nicht angepasst wurden. Bei der Extrapolation der künftigen Cashflows jenseits der Detailplanungsperiode von fünf Jahren wurde für die ZGE Heiztechnik eine Wachstumsrate von 1,2 Prozent (2021: 1,4 Prozent) und für die ZGE Serviceaktivitäten Frankreich eine Wachstumsrate von 0,8 Prozent (2021: 0,7 Prozent) angesetzt.
Aus der Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich für keine ZGE ein Wertminderungsbedarf (2021: 0,0 Mio Euro). Zusätzlich zum Impairment-Test wurden für beide ZGE zwei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurden die erwarteten künftigen Cashflows um 10 Prozent reduziert. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde der Diskontierungssatz um 10 Prozent angehoben. Keine dieser Sensitivitätsanalysen zeigte einen Wertminderungsbedarf.
Die Sachanlagen (ohne die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16) entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:
|
2022
Mio Euro |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01. (wie bisher berichtet) | 348,1 | 238,8 | 396,8 | 49,1 | 1.032,8 |
| Erstanwendung IAS 29 | 23,5 | 43,0 | 10,8 | - | 77,2 |
| Stand 01.01. (angepasst) | 371,5 | 281,8 | 407,6 | 49,1 | 1.110,1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,0 | -0,0 | -1,0 | -0,1 | -1,1 |
| Währungsumrechnung | -2,9 | -4,3 | -4,2 | -1,0 | -12,3 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | 8,5 | 17,4 | 8,7 | - | 34,6 |
| Zugänge | 18,7 | 11,8 | 23,0 | 138,5 | 192,1 |
| Abgänge | 6,4 | 15,6 | 53,8 | -0,1 | 75,7 |
| Umbuchungen | 9,3 | 7,0 | 15,7 | -32,3 | -0,3 |
| Stand 31.12. | 398,7 | 298,0 | 396,1 | 154,5 | 1.247,3 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. (wie bisher berichtet) | 164,6 | 173,3 | 297,9 | - | 635,8 |
| Erstanwendung IAS 29 | 17,7 | 39,6 | 9,8 | - | 67,0 |
| Stand 01.01. (angepasst) | 182,2 | 212,9 | 307,7 | - | 702,8 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | -0,0 | -0,9 | - | -0,9 |
| Währungsumrechnung | -1,9 | -2,4 | -2,9 | - | -7,2 |
| Lfd. Anwendung IAS 29 | 5,7 | 14,0 | 6,8 | - | 26,5 |
| Zugänge | 13,7 | 17,4 | 31,0 | - | 62,2 |
| planmäßig | 13,6 | 17,4 | 30,1 | - | 61,1 |
| außerplanmäßig | 0,1 | 0,1 | 1,0 | - | 1,1 |
| Abgänge | 6,2 | 15,7 | 52,4 | - | 74,3 |
| Umbuchungen | 0,2 | 0,0 | -0,1 | - | 0,1 |
| Stand 31.12. | 193,8 | 226,2 | 289,2 | - | 709,2 |
| Buchwert 31.12.2021 | 183,5 | 65,5 | 98,9 | 49,1 | 397,1 |
| Buchwert 31.12. | 205,0 | 71,8 | 106,8 | 154,5 | 538,1 |
|
2021
Mio Euro |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 321,3 | 226,4 | 374,3 | 52,4 | 974,4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Währungsumrechnung | -2,4 | -5,3 | -0,4 | -0,0 | -8,1 |
| Zugänge | 17,4 | 11,9 | 26,0 | 38,0 | 93,3 |
| Abgänge | 2,8 | 6,4 | 17,5 | 0,0 | 26,7 |
| Umbuchungen | 14,6 | 12,3 | 14,3 | -41,3 | -0,1 |
| Stand 31.12. | 348,1 | 238,8 | 396,8 | 49,1 | 1.032,8 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 154,5 | 166,4 | 286,6 | - | 607,5 |
| Währungsumrechnung | -1,4 | -3,1 | -0,4 | - | -4,9 |
| Zugänge | 13,3 | 16,1 | 28,7 | - | 58,1 |
| planmäßig | 11,7 | 15,0 | 27,9 | - | 54,7 |
| außerplanmäßig | 1,6 | 1,1 | 0,8 | - | 3,5 |
| Abgänge | 1,9 | 6,1 | 17,0 | - | 25,0 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 |
| Stand 31.12. | 164,6 | 173,3 | 297,9 | - | 635,8 |
| Buchwert 31.12.2020 | 166,8 | 59,9 | 87,7 | 52,4 | 366,8 |
| Buchwert 31.12. | 183,5 | 65,5 | 98,9 | 49,1 | 397,1 |
Im Jahre 2022 wurden Sachanlagen in Höhe von 1,1 Mio Euro (2021: 3,5 Mio Euro) außerplanmäßig wertgemindert; davon entfielen 0,1 Mio Euro (2021: 1,6 Mio Euro) auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, 0,1 Mio Euro (2021: 1,1 Mio Euro) auf technische Anlagen und Maschinen und 1,0 Mio Euro (2021: 0,8 Mio Euro) auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese Wertminderungen wurden im Wesentlichen in den Herstellungskosten des Umsatzes mit 1,1 Mio Euro berücksichtigt.
Zum Berichtszeitpunkt bestand ein Bestellobligo für Sachanlagen in Höhe von 128,2 Mio Euro (2021: 31,7 Mio Euro).
Aus Operating-Leasingverhältnissen über Gebäude mit konzernfremden Dritten, bei denen die Vaillant Group als Leasinggeber auftritt, wurden im Geschäftsjahr Zahlungen in Höhe von 0,5 Mio Euro (2021: 0,5 Mio Euro) vereinnahmt. Die zukünftig als Einnahmen zu erwartenden Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Einnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen | 0,6 | 0,5 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 0,4 | 0,4 |
| Fällig in 1 bis 5 Jahren | 0,1 | 0,1 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0,0 | - |
Als Sicherheiten für Schulden wurden wie im Vorjahr keine Sachanlagen verpfändet.
Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten, die gemäß den Anforderungen des IFRS 16 bilanziert werden, entwickelten sich wie folgt:
|
2022
Mio Euro |
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten | Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen | Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 88,4 | 0,1 | 59,8 | 148,3 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -1,5 | - | -1,3 | -2,8 |
| Währungsumrechnung | -1,7 | -0,0 | 0,9 | -0,8 |
| Zugänge | 26,2 | 0,1 | 15,4 | 41,7 |
| Abgänge | 2,5 | - | 4,5 | 7,0 |
| Stand 31.12. | 108,9 | 0,2 | 70,4 | 179,5 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | 39,9 | 0,0 | 30,9 | 70,8 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -0,6 | - | -0,7 | -1,3 |
| Währungsumrechnung | -0,8 | -0,0 | -0,2 | -1,0 |
| Zugänge | 17,9 | 0,1 | 16,3 | 34,2 |
| planmäßig | 17,9 | 0,1 | 16,3 | 34,2 |
| außerplanmäßig | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge | 1,7 | - | 4,3 | 6,0 |
| Stand 31.12. | 54,6 | 0,1 | 42,0 | 96,7 |
| Buchwert 31.12.2021 | 48,5 | 0,1 | 28,9 | 77,5 |
| Buchwert 31.12. | 54,3 | 0,1 | 28,4 | 82,8 |
|
2021
Mio Euro |
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten | Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen | Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 81,6 | 0,1 | 52,9 | 134,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Währungsumrechnung | 0,3 | -0,0 | 0,2 | 0,4 |
| Zugänge | 9,0 | 0,1 | 16,5 | 25,6 |
| Abgänge | 2,5 | 0,1 | 9,8 | 12,3 |
| Stand 31.12. | 88,4 | 0,1 | 59,8 | 148,3 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | 26,2 | 0,0 | 23,7 | 50,0 |
| Währungsumrechnung | 0,1 | -0,0 | 0,1 | 0,2 |
| Zugänge | 15,5 | 0,1 | 16,7 | 32,2 |
| planmäßig | 15,4 | 0,1 | 16,6 | 32,1 |
| außerplanmäßig | 0,0 | - | 0,1 | 0,1 |
| Abgänge | 1,9 | 0,1 | 9,7 | 11,7 |
| Stand 31.12. | 39,9 | 0,0 | 30,9 | 70,8 |
| Buchwert 31.12.2020 | 55,4 | 0,1 | 29,1 | 84,6 |
| Buchwert 31.12. | 48,5 | 0,1 | 28,9 | 77,5 |
Die Vaillant Group mietet im Bereich Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten vor allem Produktions- und Lagergebäude sowie Bürogebäude. Die unter den anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesenen Nutzungsrechte betreffen insbesondere angemietete Fahrzeuge.
Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio Euro (2021: 1,8 Mio Euro) wurden für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten sowie weitere 2,5 Mio Euro (2021: 1,9 Mio Euro) für Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögensgegenstände in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Der Aufwand entspricht den geleisteten Zahlungen.
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Vaillant Group Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio Euro (im Jahr 2021 für 2022: 0,5 Mio Euro) aus kurzfristigen Leasingverhältnissen.
Aufwand aus variablen Leasingzahlungen, die nicht im Buchwert der Leasingverbindlichkeiten enthalten waren, wurde im Geschäftsjahr wie schon im Vorjahr nicht erfasst.
Ebenso wurden wie bereits im Vorjahr keine Erträge aus Untermietverhältnissen vereinnahmt.
Hinsichtlich der im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten erfassten Zinsaufwendungen verweisen wir auf die Ausführungen in Kapitel 5.7 dieses Anhangs. Einzelheiten zu den geleisteten Zahlungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen finden sich in Kapitel 6 und Informationen zum erwarteten Fälligkeitsprofil der Leasingverbindlichkeiten in Kapitel 7.10.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzten sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Gesamt | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon kurzfristig |
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 0,3 | - | 0,3 | - |
| Ausleihungen an verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | 3,4 | - | 3,4 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1,8 | 0,1 | 1,9 | 0,1 |
| Forderungen aus Derivaten mit Sicherungsbeziehung | 10,1 | 9,1 | 20,0 | 13,3 |
| Forderungen aus Derivaten ohne Sicherungsbeziehung | 0,2 | 0,2 | - | - |
| Leasingforderungen | 1,7 | 0,1 | 0,7 | 0,1 |
| Gesamt | 17,6 | 9,5 | 26,4 | 13,5 |
Bei den "finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten" handelt es sich insbesondere um Darlehen an Mitarbeiter und Dritte; diese werden im Wesentlichen ohne dingliche Sicherheiten gehalten.
Die Leasingforderungen beziehen sich auf im Rahmen von Wärmelieferverträgen an Kunden überlassene Heizgeräte. Da die Vaillant Group wesentliche Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, an die Kunden überträgt, werden die Vereinbarungen als Finanzierungsleasing klassifiziert. Zum Bilanzstichtag wurden keine Wertberichtigungen auf Leasingforderungen erfasst.
Aus der Übertragung der den Vereinbarungen zugrunde liegenden Vermögenswerte wurde im Geschäftsjahr ein Gewinn in Höhe von 0,4 Mio Euro (2021: 0,2 Mio Euro) erzielt. Erträge aus variablen Leasingzahlungen wurden nicht vereinnahmt.
Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten wurde auf eine Diskontierung der Leasingforderungen verzichtet.
Die mit den Leasingforderungen verbundenen Zahlungen werden wie folgt fällig:
| Mio Euro | 31.12.2022 |
| 2023 | 0,1 |
| 2024 | 0,1 |
| 2025 | 0,1 |
| 2026 | 0,1 |
| 2027 | 0,1 |
| 2028 und später | 1,1 |
| Gesamt | 1,7 |
Die Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen stellt sich wie folgt dar:
| Mio Euro | Bruttobuchwert 31.12.2022 | Wertberichtigung 31.12.2022 | Nettobuchwert 31.12.2022 |
| Leasingforderungen | 1,7 | -0,0 | 1,7 |
| Altersanalyse | |||
| 0 - 30 Tage | 1,7 | -0,0 | 1,7 |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Gesamt | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon kurzfristig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 284,9 | 284,9 | 263,1 | 263,1 |
| Kumulierte Wertberichtigungen | -9,9 | -9,8 | -14,9 | -14,9 |
| Buchwert | 275,1 | 275,0 | 248,2 | 248,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen: | ||||
| a) verbundene Unternehmen | - | - | 0,0 | 0,0 |
| b) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,2 | 0,2 | 0,4 | 0,4 |
| Gesamt | 275,3 | 275,2 | 248,6 | 248,6 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Vermögenswerte aus Umsatzgeschäften in Höhe von 1,3 Mio Euro (2021: 2,0 Mio Euro) (siehe Kapitel 5.1).
Seit 2007 verkauft die Vaillant Group im Rahmen eines ABS-Programms Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Nominalvolumen der verkauften Forderungen 50,4 Mio Euro (2021: 50,4 Mio Euro). Die mit dem ABS-Programm verbundenen Forderungsverkäufe sind - soweit alle Chancen und Risiken übergegangen sind - als Teilabgang zu behandeln, da die Vaillant Group zur Weiterleitung der Zahlungen aus den jeweiligen Forderungen verpflichtet ist (Pass-through-Arrangements). Die Verpflichtungen aus den Pass-through-Arrangements wurden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Der nicht abgegangene Teil aus den zugrunde liegenden Kundenforderungen abzüglich zu erwartender Skonti wurde unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. Die verbleibenden finanziellen Vermögenswerte per 31. Dezember 2022 betrugen 1,1 Mio Euro (2021: 1,1 Mio Euro). Der Wertansatz entspricht dem beizulegenden Zeitwert und spiegelt das maximale Ausfallrisiko wider. Aus der Abwicklung des Programms resultierte im Geschäftsjahr insgesamt ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio Euro (2021: 0,2 Mio Euro).
Im Berichtsjahr wurde die Laufzeit des ABS-Programms um weitere fünf Jahre, bis zum 28. Oktober 2027, verlängert.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Stand 01.01. | 14,9 | 20,8 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -0,4 | - |
| Währungskurseffekte auf den Anfangsbestand | -2,3 | -5,3 |
| Zuführung | 0,9 | 0,8 |
| Verbrauch | -0,6 | -0,7 |
| Auflösung | -2,7 | -0,8 |
| Stand 31.12. | 9,9 | 14,9 |
Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| Mio Euro | Bruttobuchwert 31.12.2022 | Wertberichtigung 31.12.2022 | Nettobuchwert 31.12.2022 | Bruttobuchwert 31.12.2021 | Wertberichtigung 31.12.2021 | Nettobuchwert 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 285,1 | -9,9 | 275,3 | 263,6 | -14,9 | 248,6 |
| Altersanalyse | ||||||
| 0 - 30 Tage | 259,0 | -0,3 | 258,6 | 232,6 | -0,5 | 232,1 |
| 31 - 60 Tage | 7,3 | -0,0 | 7,3 | 7,3 | -0,0 | 7,3 |
| 61 - 90 Tage | 2,4 | -0,1 | 2,3 | 2,6 | -0,1 | 2,6 |
| 91 - 120 Tage | 3,0 | -0,1 | 2,9 | 2,2 | -0,1 | 2,1 |
| über 120 Tage | 13,5 | -9,4 | 4,1 | 18,8 | -14,2 | 4,6 |
Der nicht wertgeminderte Forderungsbestand wurde aufgrund etablierter Kreditmanagementprozesse und individueller Beurteilung der einzelnen Kundenrisiken als werthaltig erachtet. Das bestehende Ausfallrisiko der Forderungen wurde in den Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Zu diesem Zweck werden die Forderungen bei erstmaligem Ansatz sowie zu jedem nachfolgenden Bilanzstichtag mit dem insgesamt über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlust bewertet (Lifetime-Expected-Credit-Loss-Modell). Hierzu werden die Vermögenswerte in Gruppen finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen länderspezifisch zusammengefasst und gemeinsam auf Wertminderung untersucht. Sofern erforderlich, werden bei der Ermittlung des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts auch verfügbare Informationen externer Kreditversicherer miteinbezogen.
Vollstreckungsmaßnahmen auf abgeschriebene Forderungen werden bis zu deren endgültiger Ausbuchung vorgenommen. Grundsätzlich entsprechen die vertraglich ausstehenden Beträge den Bruttobuchwerten der betreffenden Forderungen.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Gesamt | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon kurzfristig |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 43,3 | 43,3 | 34,1 | 34,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 13,8 | 13,8 | 13,3 | 13,1 |
| Übrige Forderungen | 31,5 | 23,4 | 26,4 | 18,9 |
| Davon nicht finanzielle Forderungen | 11,8 | 11,8 | 9,4 | 9,4 |
| Gesamt | 88,7 | 80,5 | 73,8 | 66,0 |
Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren und mit Verfügungsbeschränkung versehene Zahlungsmitteläquivalente. Darin enthalten sind 7,5 Mio Euro (2021: 0,3 Mio Euro), die als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet sind. Ferner sind in den sonstigen Forderungen Wertberichtigungen in Höhe von 2,4 Mio Euro (2021: 0,3 Mio Euro) enthalten, die sich wie folgt zusammensetzen:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Stand 01.01. | 0,3 | 0,3 |
| Währungskurseffekt auf den Anfangsbestand | -0,0 | 0,0 |
| Zuführung | 2,1 | - |
| Verbrauch | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt | 2,4 | 0,3 |
Fälligkeitsanalyse der sonstigen finanziellen Forderungen:
| Mio Euro | Bruttobuchwert 31.12.2022 | Wertberichtigung 31.12.2022 | Nettobuchwert 31.12.2022 | Bruttobuchwert 31.12.2021 | Wertberichtigung 31.12.2021 | Nettobuchwert 31.12.2021 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 20,8 | -2,1 | 18,7 | 17,0 | - | 17,0 |
| Altersanalyse | ||||||
| 0 - 30 Tage | 17,0 | -2,1 | 14,9 | 16,3 | - | 16,3 |
| 31 - 60 Tage | 0,4 | - | 0,4 | 0,1 | - | 0,1 |
| 61 - 90 Tage | 0,1 | - | 0,1 | 0,1 | - | 0,1 |
| 91 - 120 Tage | 0,2 | - | 0,2 | 0,1 | - | 0,1 |
| über 121 Tage | 3,1 | - | 3,1 | 0,5 | - | 0,5 |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||||
| Mio Euro | Brutto | Abwertung | Netto | Brutto | Abwertung | Netto |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 301,8 | -4,7 | 297,1 | 193,2 | -5,1 | 188,0 |
| Unfertige Erzeugnisse | 65,0 | -4,4 | 60,6 | 49,1 | -3,4 | 45,7 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 391,0 | -35,3 | 355,7 | 251,7 | -23,5 | 228,2 |
| Geleistete Anzahlungen | 5,7 | - | 5,7 | 2,6 | - | 2,6 |
| Gesamt | 763,5 | -44,4 | 719,1 | 496,5 | -32,0 | 464,5 |
Vorräte in Höhe von 1.654,5 Mio Euro (2021: 1.559,1 Mio Euro) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden. Im Jahr 2022 betrug der Wertminderungsaufwand 15,8 Mio Euro (2021: 5,3 Mio Euro). Gegenläufig dazu wirkten sich Wertaufholungen aufgrund geänderter Risikoeinschätzungen in Bezug auf Annahmen zum Nettoveräußerungspreis sowie aufgrund einer besseren Bestandsstruktur im Sinne einer erhöhten Umschlagshäufigkeit der Bestände in Höhe von 4,7 Mio Euro (2021: 5,7 Mio Euro) positiv aus.
Es wurden per 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr keine Vorräte zu Sicherungszwecken verpfändet.
Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Durch einen Beschluss der Gesellschafterversammlung kann aus dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft Vaillant GmbH im Rahmen der Gewinnverwendung ein Teil in die Gewinnrücklage eingestellt werden.
Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft Vaillant GmbH betrug zum Bilanzstichtag unverändert 60,0 Mio Euro; es war in voller Höhe eingezahlt. Am gezeichneten Kapital sind die Gesellschafter Joh. Vaillant GmbH & Co KG, Remscheid, mit 6 Prozent, und VBV Vaillant Beteiligungsverwaltung GmbH, Remscheid, mit 94 Prozent, beteiligt. Die von der VBV Vaillant Beteiligungsverwaltung GmbH, Remscheid, gehaltenen Geschäftsanteile gewähren kein Stimmrecht.
Die Kapitalrücklage der Vaillant Group umfasst die Kapitalrücklage der Vaillant GmbH, welche unverändert 75,0 Mio Euro betrug. Sie wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 15. November 2006 dem Unternehmen zugeführt.
Die Gewinnrücklagen enthalten das Nettoergebnis des Geschäftsjahres sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.
In den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen sind die Unterschiede aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ausgewiesen, die nicht den Euro als funktionale Währung haben, sowie die Bewertungseffekte von Sicherungsinstrumenten, die in ein Cashflow Hedge Accounting einbezogen wurden. Des Weiteren werden hier die Neubewertungseffekte im Rahmen der Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsplänen ausgewiesen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2022 ist in der Währungsumrechnungsrücklage zudem die Auswirkung des IAS 29 enthalten.
Die Minderheitsanteile entfallen im Wesentlichen auf die konzernfremden Anteilseigner an der spanischen Red Ofisat Group.
Die leistungsorientierten Pläne umfassten 19.059 Anspruchsberechtigte (2021: 19.096), einschließlich 8.376 aktiver Mitarbeiter (2021: 7.842), 3.895 ehemaliger Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen (2021: 4.273) sowie 6.788 Pensionären und Hinterbliebener (2021: 6.981). Die Merkmale und die damit einhergehenden Risiken der leistungsorientierten Pläne variieren in Abhängigkeit von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes. Die Merkmale der für die Vaillant Group wesentlichen leistungsorientierten Pläne werden im Folgenden beschrieben.
Die Vaillant Holdings Ltd. in Großbritannien unterhält zusammen mit der Vaillant Group UK Ltd. und der Vaillant Industrial UK Ltd. das Vaillant Group Pension Scheme.
Dieser Pensionsplan ist für Neueintritte nach dem 5. April 2013 geschlossen worden, und nach Absprache zwischen der Gesellschaft, den Treuhändern und den betroffenen Mitarbeitern wurden die Ansprüche aus dem Vaillant Group Pensionsplan mit Wirkung zum 5. April 2015 eingefroren. Aktive Mitarbeiter können keine weiteren Ansprüche über diesen Zeitpunkt hinaus erdienen. Nach diesem Datum wird den Mitarbeitern der Gesellschaft eine Mitgliedschaft in einem beitragsorientierten Pensionsplan angeboten.
Die Verwaltung des Plans erfolgt durch den Vaillant Trust UK, dessen geschäftsführendes Organ (Board of Trustees) durch Gesetz und die Treuhandvereinbarung allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet ist. Auf Basis lokaler Vorschriften muss mindestens alle drei Jahre eine sogenannte versicherungsmathematische Bewertung zur Feststellung eines etwaigen Finanzierungsdefizits durchgeführt werden. Soweit erforderlich, muss auf Basis dieser versicherungsmathematischen Bewertung eine Planung zum Ausgleich des Finanzierungsdefizits mit dem Board of Trustees abgestimmt werden.
In Deutschland gewähren die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften Pensionsleistungen entweder entsprechend der kollektiv vereinbarten Versorgungsregelung ("VO 2022") oder gemäß individuellen Einzelzusagen:
| Gesellschaft | Sitz |
| Vaillant GmbH | Remscheid |
| Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG | Remscheid |
| HKR GmbH & Co. KG | Roding |
| tecbytel GmbH | Gelsenkirchen |
| Vaillant Group Business Services GmbH | Remscheid |
| Vaillant Group International GmbH | Remscheid |
| TechnoCargo Logistik GmbH u. Co. KG | Neuss |
Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter von Vaillant in Deutschland fällt unter die im Geschäftsjahr 2022 neu vereinbarte kollektive Versorgungsregelung ("VO 2022"), welche die Allgemeine Versorgungsordnung aus dem Jahr 1980 abgelöst hat. Die leistungsorientierte Versorgungszusage sieht als Versorgungsleistungen nach Ablauf einer fünfjährigen Wartezeit Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen vor.
Bis zum Neuordnungsstichtag 1. Januar 2022 erdiente Versorgungsanwartschaften aus der Allgemeinen Versorgungsordnung 1980 wurden in Form eines Kapitalbausteins in der VO 2022 als individueller einmaliger Initialbaustein (Besitzstandsbaustein) abgebildet. Ab dem Neuordnungsstichtag wird für jedes weitere versorgungsfähige Dienstjahr ein Kapitalbaustein gewährt. Die jeweils in den Kalenderjahren gewährten Kapitalbausteine erhöhen sich jährlich ab 2023 um 1 Prozent.
Mitarbeiter, die vor dem Neuordnungsstichtag in das Unternehmen eingetreten sind und einen Besitzstandsbaustein aus der Allgemeinen Versorgungsordnung 1980 haben, können bei Eintritt des Versorgungsfalls hinsichtlich der Zahlung der gesamten Versorgungsleistung zwischen einer Kapitalzahlung und einer lebenslang laufenden Rente wählen.
Mitarbeiter, die nach dem Neuordnungsstichtag 2022 in das Unternehmen eingetreten sind, erhalten ihre Versorgungsleistung ausschließlich in Form einer Kapitalzahlung ausgezahlt.
Sowohl die VO 2022 als auch die jeweiligen Einzelzusagen sind leistungsorientierte Versorgungspläne, für die teilweise eine Finanzierung mithilfe von Rückdeckungsversicherungen erfolgt, die in einem CTA (Contractual Trust Arrangement) gebündelt sind. Die Vaillant Group trägt bei der VO 2022 die versicherungsmathematischen Risiken wie Finanzierungsrisiko, Inflationsrisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 hat die Vaillant Group Zahlungsmittel in Höhe von 5,1 Mio Euro auf vom Treuhänder des CTA eingerichtete Treuhandkonten überwiesen. Die eingebrachten Mittel erfüllen die Anforderungen an Planvermögen im Sinne des IAS 19 und werden daher bilanziell mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen saldiert.
In Anlehnung an die Höhe der jeweiligen Dienstzeitaufwendungen strebt das Unternehmen mittels individueller Rückdeckungsversicherungen eine sukzessive Ausfinanzierung zukünftiger Anwartschaften an.
Für die gesamte Vaillant Group ergeben sich aus den leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses insgesamt folgende Beträge im Konzernabschluss:
| Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen | ||||
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Großbritannien | 604,6 | 967,4 | 508,8 | 875,1 | 95,8 | 92,3 |
| Deutschland | 110,0 | 164,6 | 5,1 | - | 104,9 | 164,6 |
| Sonstige | 58,0 | 63,1 | 28,7 | 29,7 | 29,3 | 33,5 |
| Gesamt | 772,5 | 1.195,1 | 542,5 | 904,7 | 230,0 | 290,4 |
Der Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen in Höhe von 230,0 Mio Euro (2021: 290,4 Mio Euro) setzte sich aus einer Nettoverbindlichkeit von 230,1 Mio Euro (2021: 290,4 Mio Euro) und einem Nettovermögenswert von 0,1 Mio Euro (2021: 0,0 Mio Euro) zusammen.
Die Aufwendungen für die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen setzten sich wie folgt zusammen:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 7,8 | 8,5 |
| Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen (+ = Aufwand / - = Ertrag) | -7,9 | -0,1 |
| Nettozinsaufwendungen | 3,8 | 3,8 |
| Verpflichtungsbezogene Verwaltungskosten | 0,0 | 0,0 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 3,7 | 12,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | -343,7 | -65,2 |
| Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) | 320,7 | -22,1 |
| In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | -23,0 | -87,3 |
| Aufwendungen / Erträge (-) für leistungsorientierte Pläne | -19,3 | -75,1 |
Das versicherungsmathematische Ergebnis resultierte insbesondere aus der Anpassung der finanziellen Annahmen bei der Bewertung des Verpflichtungsumfangs.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne verteilten sich über die Funktionsbereiche wie folgt:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 1,8 | 2,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0,7 | 1,3 |
| Marketing- und Vertriebskosten | 1,5 | 3,4 |
| Verwaltungskosten | -4,5 | 0,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 0,4 | 0,4 |
| Finanzergebnis | 3,8 | 3,8 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 3,7 | 12,2 |
Die Überleitung vom Finanzierungsstatus zu den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen stellt sich wie folgt dar:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| DBO der Pensionspläne | 772,5 | 1.195,1 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens für Pensionspläne | 542,5 | 904,7 |
| Finanzierungsstatus der Pensionspläne | 230,0 | 290,4 |
Die leistungsorientierten Pläne des Unternehmens werden in den nachfolgenden Abschnitten ausführlicher beschrieben:
a. Überleitung der DBO und des Planvermögens
b. Versicherungsmathematische Annahmen
c. Sensitivitätsanalysen
d. Asset-Liability-Matching-Strategien
e. Aufgliederung des Planvermögens
f. Künftige Zahlungsströme
In den folgenden Tabellen ist die Entwicklung der DBO detailliert dargestellt:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahres | 1.195,1 | 1.216,8 |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 7,8 | 8,5 |
| Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen | -7,9 | -0,1 |
| Zinsaufwendungen | 20,1 | 15,5 |
| Neubewertung | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund der Veränderungen von finanziellen Annahmen | -364,4 | -73,3 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund der Veränderungen von demografischen Annahmen | -1,6 | 9,3 |
| Erfahrungsbedingte Gewinne (-) / Verluste (+) | 22,3 | -1,3 |
| Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | 1,1 | 1,0 |
| Leistungszahlungen unmittelbar durch die Gesellschaft | -5,2 | -4,8 |
| Leistungszahlungen aus dem Planvermögen | -44,6 | -42,3 |
| Wechselkursänderungen | -50,3 | 65,7 |
| DBO zum Ende des Geschäftsjahres | 772,5 | 1.195,1 |
Eine detaillierte Überleitung der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Geschäftsjahres | 904,7 | 828,8 |
| Zinserträge | 16,4 | 11,7 |
| Neubewertung | ||
| Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind | -320,7 | 22,1 |
| Arbeitgeberbeiträge | 31,4 | 26,2 |
| Beiträge begünstigter Arbeitnehmer | 1,1 | 1,0 |
| Leistungszahlungen aus dem Planvermögen | -44,6 | -42,3 |
| Verpflichtungsbezogene Verwaltungskosten | -0,0 | -0,0 |
| Wechselkursänderungen | -45,8 | 57,2 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahres | 542,5 | 904,7 |
Die für die Berechnung der DBO zugrunde gelegten Annahmen zu Abzinsungssätzen, Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten variieren in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen des Landes, in dem die Pläne bestehen.
Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz sowie die Sterbetafeln, die der versicherungsmathematischen Berechnung der wesentlichen DBO zum Bilanzstichtag zugrunde lagen, stellen sich wie folgt dar:
| Rechnungsgrundlagen und Parameter | Großbritannien | Deutschland | ||
| % | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Rechnungszins | 4,95 | 1,9 | 3,8 | 1,0 |
| Inflationsrate | 2,75 | 3,0 | 2,0 | 2,0 |
| Sterbetafeln | S3PMA (Männer) und S3PFA_M (Frauen) | Heubeck-Richttafeln 2018 G | ||
Darüber hinaus wird die DBO durch Annahmen zum künftigen Entgelttrend, Rententrend und zu Fluktuationsraten beeinflusst. Diese Auswirkungen sind in den oben genannten Annahmen berücksichtigt (wenn zutreffend).
Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2022 verwendeten Annahmen würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
| Veränderung der DBO zum 31.12.2022 | Veränderung der DBO zum 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | (+ = Anstieg, - = Rückgang) | (+ = Anstieg, - = Rückgang) | ||
| Rechnungszins-Variation (+/- 0,5 Prozent) | -42,0 | 46,2 | -94,2 | 104,0 |
| Inflationsraten-Variation (+/- 0,5 Prozent) | 16,7 | -16,4 | 35,5 | -34,2 |
| Lebenserwartung +/- 1 Jahr | 22,0 | -23,1 | 50,2 | -52,7 |
Aus dem Anstieg des Rechnungszinses um einen halben Prozentpunkt resultiert beispielsweise eine Reduzierung der DBO um 42,0 Mio Euro, aus einem Rückgang des Rechnungszinses um einen halben Prozentpunkt resultiert umgekehrt eine Erhöhung der DBO um 46,2 Mio Euro.
Die hier angegebenen Sensitivitäten berücksichtigen nur die DBO und nicht etwaiges zur Abdeckung eingebrachtes Planvermögen. Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode angewandt (Ermittlung des Barwerts nach der Methode der laufenden Einmalprämien) wie für die Berechnung der DBO in Höhe von 772,5 Mio Euro, die in der Konzernbilanz erfasst ist. Erhöhungen und Senkungen des Abzinsungssatzes, der Inflationsrate sowie der Sterblichkeitsraten wirken bei der Ermittlung der DBO - vor allem aufgrund des Zinseszinseffekts bei der Berechnung des Barwerts der künftigen Leistung - nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die Gesamtwirkung nicht notwendigerweise der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderungen der Annahmen entsprechen. Daneben gilt, dass die Sensitivitäten eine Veränderung der DBO nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung von Annahmen (beispielsweise 0,5 Prozent) widerspiegeln. Wenn sich die Annahmen in einer anderen Größenordnung ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare Auswirkung auf die DBO.
Für den englischen endgehaltsabhängigen Pensionsplan wurde eine strategische Asset-Allokierung festgelegt. Der endgehaltsabhängige Plan wird über den Vaillant Trust UK finanziert und administriert. Die unmittelbare Verantwortung für die Finanzierung und Administration des Vaillant Trust liegt bei den Trustees des Vaillant Trust UK.
Als wesentliches Risiko aus dem über den Vaillant Trust UK finanzierten endgehaltsabhängigen Pensionsplan hat die Vaillant Group die Verschlechterung des Finanzierungsstatus aufgrund einer nicht planmäßigen Entwicklung des Planvermögens und/oder der Verpflichtungsseite identifiziert. Im Rahmen der laufenden Risikoadjustierung wird regelmäßig die Entwicklung der Verpflichtungsseite mit der Entwicklung des zugehörigen Planvermögens abgeglichen. Wesentliche Risiken auf der Verpflichtungsseite sind in der Entwicklung des Rechnungszinses, der Inflation und der Lebenserwartung zu sehen. Um diesen entgegenzuwirken, werden Rechnungszins- und Inflationsrisiken im Trust, soweit möglich, über Hedging-Instrumente abgesichert. Im Hinblick auf die Entwicklung des Planvermögens ergeben sich die wesentlichen Risikofaktoren aus der Entwicklung der jeweiligen Aktien- und Anleihemärkte.
Im Hinblick auf eine geeignete Risikominimierung stimmen sich die Trustees mit dem von ihnen beauftragten Vermögensverwalter (Fiduciary Manager), den Aktuaren und der Vaillant Group ab. Das primäre Ziel ist es, möglichst zeitnah wieder einen ausgeglichenen Finanzierungsstatus herbeizuführen und dabei die Rendite der Vermögensanlagen mit möglichst geringen Risiken zu maximieren. Auf Basis der zwischen den Trustees und der Vaillant Group abgestimmten Steuerungsgrundsätze und Handlungsrahmen kann eine breit diversifizierte Vermögensanlage gewährleistet werden. Eine Konzentration von Investitionen in bestimmten Bereichen, Sektoren oder Branchen kann vermieden werden. Derivate werden nur in dem Umfang eingesetzt, wie sie zur Verringerung von Risiken erforderlich sind.
Die Vaillant Group erwartet, dass die Vermögensanlagen des endgehaltsabhängigen Pensionsplans mittel- bis langfristig eine Rendite im Einklang mit den versicherungsmathematischen Annahmen erzielen werden, unter denen der Finanzierungsplan vereinbart wurde. Die Vaillant Group ist sich der Tatsache bewusst, dass der kurzfristige Erfolg deutlich vom langfristigen Ziel abweichen kann.
Die Aufgliederung des Planvermögens der Versorgungspläne stellt sich wie folgt dar:
| Vermögenskategorie | Beizulegende Zeitwerte zum | |
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Schuldinstrumente | 319,2 | 518,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 104,6 | 285,5 |
| Immobilien | 50,3 | 62,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 37,0 | 4,8 |
| Strukturierte Schuldinstrumente | 18,8 | 20,6 |
| Qualifizierende Versicherungspolicen | 11,3 | 11,8 |
| Asset-backed Securities | 0,7 | 0,7 |
| Derivate | 0,6 | 0,5 |
| Gesamt | 542,5 | 904,7 |
Bis auf die qualifizierenden Versicherungspolicen hatten alle Vermögenskategorien Preisnotierungen an einem aktiven Markt. Ferner ist der Großteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zur Anlage in Unternehmensanleihen vorgesehen.
Das Planvermögen beinhaltet keine Vaillant-Group-eigenen übertragbaren Finanzinstrumente, und die im Planvermögen enthaltenen Immobilien werden von der Vaillant Group nicht selbst genutzt.
Am 3. April 2020 wurde zwischen den Treuhändern des Vaillant Trust in Großbritannien und der Vaillant Group ein überarbeiteter Plan zur Deckung des bestehenden Finanzierungsdefizits unterschrieben (Recovery Plan). Grundlage für die Ermittlung der Höhe der Recovery-Plan-Zahlungen war die versicherungsmathematische Bewertung vom 5. April 2019. Die neue, alle drei Jahre durchzuführende versicherungsmathematische Bewertung wurde im April 2022 begonnen und wird voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2023 abgeschlossen sein. Auf Basis der versicherungsmathematischen Bewertung aus April 2019 ist die Vaillant Group verpflichtet, von Mai 2019 bis zum Oktober 2023 Beiträge für den Ausgleich bestehender versicherungstechnischer Unterdeckungen in Höhe von insgesamt 112,4 Mio GBP zu leisten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Mittel in Höhe von 21,7 Mio GBP (2021: 20,7 Mio GBP) bereitgestellt.
Die für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt zu erwartenden Arbeitgeberbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen der Vaillant Group für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betragen 35,7 Mio Euro (im Jahr 2021 erwartete Beiträge für das Jahr 2022: 28,1 Mio Euro).
Zukünftige Zahlungen an die Leistungsempfänger stellen sich aus Sicht des Bilanzstichtags wie folgt dar:
|
Erwartete Leistungszahlungen
Mio Euro |
31.12.2022 |
| 2023 | 49,9 |
| 2024 | 50,7 |
| 2025 | 52,4 |
| 2026 | 54,4 |
| 2027 | 56,0 |
|
Erwartete Leistungszahlungen
Mio Euro |
31.12.2021 |
| 2022 | 48,2 |
| 2023 | 49,6 |
| 2024 | 51,5 |
| 2025 | 53,1 |
| 2026 | 56,0 |
Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pläne der Vaillant Group beträgt 12,3 Jahre (2021: 17,6 Jahre).
| Mio Euro | Gesamt 01.01.2022 | Änderung Konsolidierungskreis | Währungsumrechnung | Zuführungen | Verbräuche | Auflösungen |
| Rückstellungen für | ||||||
| Rabatte / Boni | 147,2 | -4,0 | -0,5 | 131,9 | 115,2 | 16,4 |
| Personal | 97,3 | -1,3 | -0,6 | 67,5 | 70,7 | 2,4 |
| Sonstige Rückstellungen | 142,6 | -2,3 | -2,9 | 74,9 | 67,8 | 12,5 |
| Gesamt | 387,1 | -7,6 | -3,9 | 274,4 | 253,8 | 31,2 |
| Mio Euro | Gesamt 31.12.2022 | Davon kurzfristig |
| Rückstellungen für | ||
| Rabatte / Boni | 143,0 | 143,0 |
| Personal | 89,9 | 69,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 132,1 | 92,7 |
| Gesamt | 365,0 | 304,9 |
Die Rückstellungen für Personal umfassen Verpflichtungen aus Abfindungen, aus Altersteilzeitverhältnissen, aus Resturlaubslöhnen und -gehältern sowie sonstige Personalverpflichtungen.
In den Verbräuchen des Jahres der anderen Rückstellungen war ein Abzinsungsertrag in Höhe von 5,7 Mio Euro (2021: 0,0 Mio Euro) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Risiken aus Gewährleistungen sowie mögliche Drohverluste.
Den Rückstellungen standen wie schon im Vorjahr keine Erstattungsansprüche gegenüber.
Für die im Geschäftsjahr bilanzierten langfristigen anderen Rückstellungen werden die folgenden Mittelabflüsse (Barwerte) erwartet:
| Mio Euro | 2022 | Erwartete Mittelabflüsse (Barwerte) | ||||
| Rückstellungen für | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 2028 ff. | |
| Personal | 20,8 | 5,5 | 3,0 | 1,8 | 1,3 | 9,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 39,3 | 24,6 | 2,6 | 9,0 | 0,6 | 2,5 |
| Gesamt | 60,1 | 30,1 | 5,5 | 10,8 | 1,9 | 11,7 |
| Buchwerte | |||
| Mio Euro | Endfälligkeit | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Leasingverbindlichkeiten | 31.12.2023 | 29,5 | 29,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2023 | 54,4 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 7,3 | 6,8 | |
| Davon Derivate mit Sicherungsbeziehung | 6,7 | 6,1 | |
| Davon Derivate ohne Sicherungsbeziehung | 0,5 | 0,7 | |
| Summe kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 91,1 | 36,2 | |
| Schuldscheindarlehen | 30.11.2026 | 80,0 | 80,0 |
| Schuldscheindarlehen | 30.11.2024 | 60,0 | 60,0 |
| EIB-Darlehen | 07.11.2027 | 50,0 | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 31.12.2035 | 52,4 | 48,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 128,7 | -0,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 3,5 | 0,2 | |
| Davon Derivate mit Sicherungsbeziehung | 3,5 | 0,2 | |
| Summe langfristige Finanzverbindlichkeiten | 374,6 | 187,6 | |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 465,8 | 223,8 | |
Die syndizierte Kreditfazilität ist im Geschäftsjahr 2022 um fünf Jahre verlängert und auf 350 Mio Euro (2021: 300 Mio Euro) erhöht worden, wovon zum Bilanzstichtag 129 Mio Euro in Form von Krediten und 16 Mio Euro in Form von Avalen in Anspruch genommen wurden.
Im September 2022 hatte die Vaillant Group von der Europäischen Investitionsbank eine Kreditzusage über 120 Mio Euro erhalten. Zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich klimafreundlicher Heizgeräte waren hiervon zum Bilanzstichtag 50 Mio Euro in Anspruch genommen.
Die Cashflows aus den finanziellen Verbindlichkeiten der Vaillant Group ergeben sich wie folgt:
| Mio Euro | Buchwert | Cashflows | Cashflows | Cashflows | Cashflows |
| 31.12.2022 | 2023 Zins + Tilgung | 2024 Zins + Tilgung | 2025-2030 Zins + Tilgung | 2031 ff. Zins + Tilgung | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 481,9 | 481,3 | 0,2 | 0,5 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 183,1 | 63,6 | 134,1 | - | - |
| Schuldscheindarlehen | 80,0 | 0,9 | 0,8 | 81,5 | - |
| Schuldscheindarlehen | 60,0 | 0,4 | 60,4 | - | - |
| EIB-Darlehen | 50,0 | 1,9 | 1,9 | 55,7 | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 81,9 | 31,0 | 22,0 | 31,5 | 3,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 84,1 | 83,6 | 0,6 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich | 4,4 | 4,4 | - | - | - |
| Cashoutflow | - | 126,7 | - | - | - |
| Cashinflow | - | -122,3 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Nettoausgleich | 6,4 | 2,8 | 2,2 | 1,3 | - |
| Mio Euro | Buchwert | Cashflows | Cashflows | Cashflows | Cashflows |
| 31.12.2021 | 2022 Zins + Tilgung | 2023 Zins + Tilgung | 2024-2029 Zins + Tilgung | 2030 ff. Zins + Tilgung | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 378,3 | 378,3 | 0,0 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -0,7 | 0,2 | - | - | - |
| Schuldscheindarlehen | 80,0 | 0,8 | 0,8 | 82,3 | - |
| Schuldscheindarlehen | 60,0 | 0,4 | 0,4 | 60,4 | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 77,5 | 30,1 | 22,3 | 27,4 | 0,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70,9 | 70,6 | 0,2 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich | 6,7 | 6,7 | - | - | - |
| Cashoutflow | - | 251,5 | - | - | - |
| Cashinflow | - | -244,8 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Nettoausgleich | 0,3 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | - |
Die Tabellen zeigen alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am 31. Dezember im Bestand waren und für die Zahlungen vertraglich vereinbart sind. Die Cashflows enthalten neben der Tilgung auch den Zinsanteil.
Die Vaillant Group steuert das Finanzierungsrisiko zum einen über die Kennzahl Nettoschulden zu EBITDA, da diese für die Verschuldungskapazität der Unternehmensgruppe maßgeblich ist. Zum anderen wird bei der Fremdverschuldung auf eine ausgewogene Fälligkeitsstruktur geachtet. So verteilen sich die Restlaufzeiten der einzelnen Finanzierungsinstrumente auf einen Zeitraum von einem bis fünf Jahren. Zur Deckung kurzfristiger Finanzierungserfordernisse standen am Jahresende neben den liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 297 Mio Euro (2021: 391 Mio Euro) nicht ausgeschöpfte Kreditlinien von 277 Mio Euro (2021: 317 Mio Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus achtet die Vaillant Group darauf, eine Konzentration auf einzelne Kreditgeber zu vermeiden. Die Hauptfinanzierungsinstrumente sind die revolvierende Kreditfazilität mit sieben Banken, bilaterale Kreditvereinbarungen, Schuldscheindarlehen sowie der Kredit der Europäischen Investitionsbank. Die Liquiditätsplanung erfolgt langfristig im Rahmen des Businessplans, mittelfristig im Rahmen der Budgetplanung und der diesbezüglichen unterjährigen Fortschreibungen sowie kurzfristig im Rahmen der Liquiditätsbedarfsrechnung zur Festlegung kurzfristiger Geldaufnahmen beziehungsweise -anlagen.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Gesamt | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon kurzfristig |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 481,9 | 481,3 | 378,3 | 378,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber: | ||||
| verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 0,0 | 0,0 | - | - |
| Gesamt | 481,9 | 481,3 | 378,3 | 378,3 |
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio Euro | Gesamt | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon kurzfristig |
| Erhaltene Anzahlungen | 25,2 | 25,2 | 54,8 | 54,8 |
| Rechnungsabgrenzung | 293,5 | 166,0 | 247,3 | 143,1 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 9,4 | 9,4 | 9,9 | 9,9 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 15,5 | 15,5 | 14,4 | 14,4 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 84,1 | 83,6 | 70,9 | 70,6 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 38,5 | 38,5 | 35,7 | 35,7 |
| Gesamt | 466,3 | 338,2 | 433,1 | 328,6 |
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen vertraglichen Leistungsverbindlichkeiten aus Umsatzgeschäften betrugen 318,3 Mio Euro (2021: 301,2 Mio Euro) (siehe Kapitel 5.1), die anderen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalteten Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Pass-through-Arrangement aus dem ABS-Programm in Höhe von 22,6 Mio Euro (2021: 21,8 Mio Euro).
| Mio Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 264,1 | 55,6 |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften | 53,3 | 51,1 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | - | 0,1 |
Zum Bilanzstichtag liegen zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 264,1 Mio Euro vor. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen und einkaufsseitigen Abnahmeverpflichtungen sowie aus der Anmietung von EDV-Struktur nebst zugehörigen Serviceleistungen.
Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 53,3 Mio Euro wurden im Wesentlichen für Beschaffungsgeschäfte und Bankbürgschaften gegeben.
Es bestehen Eventualforderungen gegenüber Lieferanten und staatlichen Behörden in Höhe von 10,9 Mio Euro (2021: 9,0 Mio Euro), die sich auf mögliche Schadenersatzansprüche aus fehlerhaften Lieferungen und ausstehenden Subventionen beziehen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet.
Die folgenden Tabellen enthalten zusammenfassend Angaben zu Buchwerten, Bewertungskategorien des IFRS 9 sowie beizulegenden Zeitwerten:
| 31.12.2022 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Mio Euro | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Gemäß IFRS 16 bewertet Buchwert | Keiner Bewertungskategorie zugeordnet Buchwert |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 275,3 | 274,9 | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5,2 | 5,2 | 0,5 | 10,1 | 1,7 | - |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 5,2 | 5,2 | - | - | 1,7 | - |
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente | - | - | 0,3 | - | - | - |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | - | - | - | 10,1 | - | - |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | - | - | 0,2 | - | - | - |
| Sonstige Forderungen | 19,8 | 19,8 | - | - | - | 68,9 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 19,8 | 19,8 | - | - | - | - |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | 68,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 296,8 | 296,8 | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 597,1 | 596,7 | 0,5 | 10,1 | 1,7 | - |
|
31.12.2022
Mio Euro |
Buchwert in der Bilanz |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 275,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17,6 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 6,9 |
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente | 0,3 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | 10,1 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | 0,2 |
| Sonstige Forderungen | 88,7 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 19,8 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 68,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 296,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 609,4 |
| 31.12.2022 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Mio Euro | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Gemäß IFRS 16 bewertet Buchwert | Keiner Bewertungskategorie zugeordnet Buchwert |
| Finanzverbindlichkeiten | 373,1 | 356,1 | 0,5 | 10,3 | 81,9 | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 373,1 | 356,1 | - | - | 81,9 | - |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | - | - | - | 10,3 | - | - |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | - | - | 0,5 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 481,9 | 481,9 | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 84,1 | 84,1 | - | - | - | 382,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 84,1 | 84,1 | - | - | - | - |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | 382,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 939,1 | 922,1 | 0,5 | 10,3 | 81,9 | - |
|
31.12.2022
Mio Euro |
Buchwert in der Bilanz |
| Finanzverbindlichkeiten | 465,8 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 455,0 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | 10,3 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | 0,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 481,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 466,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 84,1 |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 382,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 1.031,8 |
Die Überleitung der Vorjahreszahlen stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2021 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Mio Euro | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Gemäß IFRS 16 bewertet Buchwert | Keiner Bewertungskategorie zugeordnet Buchwert |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 248,6 | 248,3 | - | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5,4 | 5,4 | 0,3 | 20,0 | 0,7 | - |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 5,4 | 5,4 | - | - | 0,7 | - |
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente | - | - | 0,3 | - | - | - |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | - | - | - | 20,0 | - | - |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Forderungen | 17,0 | 17,0 | - | - | - | 56,7 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 17,0 | 17,0 | - | - | - | - |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | 56,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 391,0 | 391,0 | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 662,0 | 661,7 | 0,3 | 20,0 | 0,7 | - |
|
31.12.2021
Mio Euro |
Buchwert in der Bilanz |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 248,6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 26,4 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 6,1 |
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente | 0,3 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | 20,0 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | - |
| Sonstige Forderungen | 73,8 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 17,0 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 56,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 391,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 683,1 |
| 31.12.2021 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Mio Euro | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Buchwert | Gemäß IFRS 16 bewertet Buchwert | Keiner Bewertungskategorie zugeordnet Buchwert |
| Finanzverbindlichkeiten | 139,3 | 140,3 | 0,7 | 6,4 | 77,5 | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 139,3 | 140,3 | - | - | 77,5 | - |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | - | - | - | 6,4 | - | - |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | - | - | 0,7 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 378,3 | 378,3 | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70,9 | 70,9 | - | - | - | 362,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 70,9 | 70,9 | - | - | - | - |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | 362,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 588,5 | 589,5 | 0,7 | 6,4 | 77,5 | - |
|
31.12.2021
Mio Euro |
Buchwert in der Bilanz |
| Finanzverbindlichkeiten | 223,8 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 216,8 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | 6,4 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | 0,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 378,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 433,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 70,9 |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 362,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 673,0 |
Aus einer Fair-Value-Bewertung von offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des bestehenden ABS-Programms in Folgemonaten noch verkauft werden können, hätte sich eine ergebniswirksame Reduktion des Buchwerts in Höhe von 0,4 Mio Euro (2021: 0,3 Mio Euro) ergeben. Auf die Erfassung des Effekts wurde unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten verzichtet.
Wenn eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt beziehungsweise nachrichtlich angegeben wird, müssen diese Finanzinstrumente einer der drei Stufen aus der beizulegenden Zeitwert-Hierarchie zugeordnet werden (zu der beizulegenden Zeitwert-Hierarchie vgl. auch Kapitel 2.4.10).
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2022 | ||
| Beizulegender Zeitwert eingestuft
in |
|||
| Mio Euro | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte | |||
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente - börsengehandelt | 0,3 | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Sicherungsbeziehung | |||
| Warentermingeschäfte - Kupfer | - | 5,3 | - |
| Fremdwährungsforwards - GBP | - | 4,8 | - |
| Fremdwährungsforwards - Sonstige | - | 0,0 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Sicherungsbeziehung | |||
| Fremdwährungsswaps | - | 0,2 | - |
| Vermögenswerte, für die der beizulegende Zeitwert nur nachrichtlich angegeben wird | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 274,9 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2022 | ||
| Beizulegender Zeitwert eingestuft
in |
|||
| Mio Euro | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Sicherungsbeziehung | |||
| Warentermingeschäfte - Kupfer | - | 6,4 | - |
| Fremdwährungsforwards - PLN | - | 2,4 | - |
| Fremdwährungsforwards - CZK | - | 0,9 | - |
| Fremdwährungsforwards - GBP | - | 0,2 | - |
| Fremdwährungsforwards - Sonstige | - | 0,3 | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Sicherungsbeziehung | |||
| Fremdwährungsswaps | - | 0,5 | - |
| Verbindlichkeiten, für die der beizulegende Zeitwert nur anzugeben ist | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 356,1 | - |
Die Vorjahreswerte stellen sich wie folgt dar:
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2021 | ||
| Beizulegender Zeitwert eingestuft
in |
|||
| Mio Euro | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte | |||
| Investitionen in Eigenkapitalinstrumente - börsengehandelt | 0,3 | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Sicherungsbeziehung | |||
| Warentermingeschäfte - Kupfer | - | 19,5 | - |
| Fremdwährungsforwards - GBP | - | - | - |
| Fremdwährungsforwards - PLN | - | 0,4 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Sicherungsbeziehung | |||
| Fremdwährungsswaps | - | - | - |
| Vermögenswerte, für die der beizulegende Zeitwert nur nachrichtlich angegeben wird | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 248,3 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2021 | ||
| Beizulegender Zeitwert eingestuft
in |
|||
| Mio Euro | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Sicherungsbeziehung | |||
| Warentermingeschäfte - Kupfer | - | 0,3 | - |
| Fremdwährungsforwards - PLN | - | 0,4 | - |
| Fremdwährungsforwards - CZK | - | 0,6 | - |
| Fremdwährungsforwards - GBP | - | 4,9 | - |
| Fremdwährungsforwards - Sonstige | - | 0,2 | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Sicherungsbeziehung | |||
| Fremdwährungsswaps | - | 0,7 | - |
| Verbindlichkeiten, für die der beizulegende Zeitwert nur anzugeben ist | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 140,3 | - |
Bei einigen Finanzinstrumenten, beispielsweise Zahlungsmitteln, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Gemäß IFRS 7.29 (a) ist für solche Finanzinstrumente eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts nicht erforderlich.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten aus dem Schuldscheindarlehen wurde das DCF-Verfahren zugrunde gelegt. Als Diskontierungsfaktoren wurden mögliche Refinanzierungssätze der Vaillant Group zum Ansatz gebracht.
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind unverzinslich und wurden - sofern wesentlich - entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem aktuellen Marktzinssatz diskontiert.
Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich entweder um Vermögenswerte kurzfristiger Natur (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder um variabel verzinsliche Werte beziehungsweise um Vermögenswerte, bei denen der vereinbarte Nominalzinssatz nur unwesentlich von den Zinssätzen entsprechender Restlaufzeiten abweicht. Für offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des ABS-Programms noch in Folgemonaten verkauft werden, wird der beizulegende Zeitwert nur nachrichtlich angegeben. Dieser ergibt sich grundsätzlich unter Berücksichtigung des mit dem Programmpartner vereinbarten Kaufpreisabschlags vom Buchwert der betreffenden Posten.
Bei allen anderen finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich keine Veränderungen zu den Buchwertansätzen, da diese entweder kurzfristiger Natur (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) oder variabel verzinslich sind.
Die Ermittlung der in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte für derivative Finanzinstrumente hängt von der Art des Instruments ab:
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ermittelt sich auf Basis der aktuellen EZB-Referenzkurse zuzüglich eines auf den Zinsdifferenzialen begründeten Auf- oder Abschlags.
Die beizulegenden Zeitwerte von Warentermingeschäften werden auf Basis von Quotierungen der LME (London Metal Exchange) ermittelt.
Sofern wesentlich, wird bei den derivativen Finanzinstrumenten bei der Anwendung der Bewertungstechniken das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung von Credit und Debit Valuation Adjustments berücksichtigt.
Die Nettogewinne (+) beziehungsweise -verluste (-) aus Finanzinstrumenten ergaben sich wie folgt:
| Mio Euro | Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | 2022 | 2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem ABS-Programm | FAFVPL | -0,4 | -0,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | FAAC | 3,0 | 2,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | -9,0 | -13,2 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | FAFVPL / FLFVPL | -0,4 | -0,7 |
Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus "finanziellen Vermögenswerten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "finanziellen Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf zuvor abgeschriebene Ausleihungen und Forderungen. Ebenso sind darin Gewinne beziehungsweise Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Veräußerung von Vermögenswerten enthalten.
Hinsichtlich der Zinsaufwendungen beziehungsweise -erträge, die aus der Anwendung der Effektivzinsmethode resultieren, verweisen wir auf die entsprechenden Kommentierungen des Zinsergebnisses in Kapitel 5.7.
Die Globalisierung von Marktplätzen zwingt die Wirtschaft, flexibel auf Änderungen finanzieller und anderer Marktparameter wie zum Beispiel Devisenkurse, Zinsniveaus oder Metallpreise zu reagieren. Als international tätiges Unternehmen unterliegt auch die Vaillant Group diesen Risiken. Zur Eliminierung oder Reduzierung der aus dem operativen Geschäft und dessen finanzieller Alimentierung resultierenden Risiken setzt die Vaillant Group außerbörslich gehandelte derivative Finanzinstrumente ein. Die Absicherung von Metallpreis- und Devisenkursänderungsrisiken erfolgt durch den Einsatz kompensatorischer Derivate für direkte Zusammenhänge zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft (Micro-Hedges).
Abschluss, Abwicklung und Kontrolle des Einsatzes von Finanzderivaten werden zentral durch die Group-Treasury-Abteilung auf der Basis einer konzerneinheitlichen Treasury-Richtlinie durchgeführt. Der Einsatz von Devisen- und Metall-Derivaten ist ausschließlich auf die Absicherung des operativen Geschäfts beschränkt.
Das maximale Ausfallrisiko der in der Bilanz angesetzten derivativen Finanzinstrumente wird durch deren Buchwerte wiedergegeben, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Ein nachhaltiges profitables Wachstum ist das zentrale Ziel der langfristigen Strategie der Vaillant Group. Dies sichert die Unternehmensfortführung, damit weiterhin Dividenden an die Gesellschafter gezahlt werden können und auch für andere Interessengruppen Nutzen generiert werden kann. Zudem wird eine adäquate Renditeerzielung für die Gesellschafter gemäß der Risikosituation des Unternehmens sichergestellt.
Umsatz und EBIT sind die wesentlichen Kennzahlen, mit denen die Vaillant Group das Wachstum des Unternehmens misst und steuert.
Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der Vaillant Group ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben sowie genügend freier Cashflow zur Verfügung steht, damit regelmäßig Dividenden an die Gesellschafter ausgeschüttet werden können. Daher ist das Kapitalmanagement der Vaillant Group insbesondere an der Sicherung des bilanziellen Eigenkapitals ausgerichtet.
Eine stabile Finanzstruktur ist daher unabdingbar. Um diese Zielsetzung fortlaufend erreichen zu können, ist eine konsequente und systematische Steuerung des Fremdkapitalanteils in der Bilanz erforderlich. Als Steuergröße hierfür dienen finanzielle Kreditvereinbarungsklauseln (Financial Covenants). Eine Nichteinhaltung der Financial Covenants führt im schlimmsten Fall zu einer sofortigen Fälligkeit der Darlehen.
Daher überwacht das Group Treasury fortlaufend den nachfolgenden Financial Covenant, dessen Komponenten gemäß den Definitionen der vereinbarten Kreditvereinbarungsklauseln ermittelt werden und der erfüllt sein muss:
| ― |
Nettoverschuldungsquote, definiert als Quotient aus Nettoverschuldung zu EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibung auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte) |
Wie in den Vorjahren wurde dieser Financial Covenant zum Stichtag (31. Dezember 2022) erfüllt.
Die Währungskursrisiken der Vaillant Group resultieren aus dem operativen Geschäft (Transaktionsrisiken).
Die den Währungssicherungsüberlegungen zugrunde liegenden Grundgeschäfte werden definiert als Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie erwarteten Umsätzen und Kosten der nächsten zwölf Monate. Die Vaillant Group legt besonderen Wert auf den natürlichen Hedge, das heißt, Umsatzerlösen in einzelnen Währungen sollten nach Möglichkeit auch Aufwendungen (Kosten für Material, Personal usw.) in selbiger Währung gegenüberstehen. Die Cashflows aus Fremdwährungsgrundgeschäften werden im Jahr 2023 fällig und weisen zum Bilanzstichtag einen Nominalwert von 636,0 Mio Euro (2021: 348,4 Mio Euro) auf. Von diesem Nominalbetrag waren zum Bilanzstichtag rund 50 Prozent (2021: 76 Prozent) durch Devisentermingeschäfte in Sicherungsbeziehungen gesichert. Die gegenüber dem Vorjahr geringere Sicherungsquote kommt durch höhere geplante Grundgeschäfte im Jahr 2023 zustande, die zum Bilanzstichtag noch nicht nachgesichert waren.
Die wichtigsten Währungsrelationen für die Vaillant Group sind EUR / GBP und EUR / PLN. Der beizulegende Zeitwert der EUR / GBP-Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag 4,6 Mio Euro (2021: -4,9 Mio Euro) und der beizulegende Zeitwert der EUR / PLN-Devisentermingeschäfte belief sich auf -2,4 Mio Euro (2021: 0,1 Mio Euro).
Folgende Annahme liegt der Währungssensitivitätsanalyse zugrunde:
Für den gesicherten Teil der Cashflows wirken sich Währungskursänderungen nicht ergebniswirksam aus. Die Sensitivitätsanalyse gemäß IFRS 7 zur Bestimmung des Marktrisikos ergibt bei einem 10 Prozent stärkeren GBP einen theoretischen beizulegenden Zeitwert von -13,6 Mio Euro (2021: -23,8 Mio Euro), bezogen auf die GBP-Terminverkäufe. Bei einem 10 Prozent stärkeren PLN ergäbe sich gemäß IFRS 7 ein theoretischer beizulegender Zeitwert in Höhe von -7,9 Mio Euro (2021: -5,2 Mio Euro).
Für den ungesicherten Teil der Fremdwährungsgrundgeschäfte wäre im Falle einer gleichzeitigen durchschnittlichen Abwertung des GBP und des PLN um 10 Prozent das Jahresergebnis 2022 mit voraussichtlich zusätzlich rund 27,9 Mio Euro (2021: 4,8 Mio Euro) belastet worden.
Die Vaillant Group ist als Industrieunternehmen darüber hinaus dem Preisänderungsrisiko bei Rohstoffen ausgesetzt. Bei nicht börsennotierten Rohstoffen wird versucht, das Preisrisiko durch langfristige Einkaufskontrakte abzusichern. Von den börsennotierten Rohstoffen kommt im Wesentlichen Kupfer zum Einsatz. Hier hat die Vaillant Group entsprechende Kauf-Terminkontrakte (OTC-Swaps) abgeschlossen. Die beizulegenden Zeitwerte der Rohstoffkontrakte mit Sicherungszusammenhang per 31. Dezember 2022 betrugen -1,1 Mio Euro (2021: 19,2 Mio Euro).
Den Rohstoffsensitivitätsanalysen liegt die Annahme zugrunde, dass Nichteisen-Metalle in gleichbleibender Qualität an den Warenterminbörsen auf Termin gekauft werden können. Obwohl es hier nicht zu einer physischen Lieferung der Metalle kommt, wird der aus diesen Geschäften resultierende Gewinn oder Verlust bei Fälligkeit mit den Herstellungskosten des Umsatzes verrechnet. Schwankungen der Metallpreise sind bei den gesicherten Geschäften somit nicht ergebniswirksam.
Die Sensitivitätsanalyse ergibt, dass bei einem um 10 Prozent niedrigeren Marktpreis der beizulegende Zeitwert der entsprechenden Kontrakte bei -13,4 Mio Euro (2021: 6,1 Mio Euro) gelegen hätte.
Zinsrisiken können aus variabel verzinslichen Finanzschulden resultieren. Die festverzinslichen Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sodass hier eine Änderung des Marktzinses zu keiner Auswirkung auf das Periodenergebnis führte. Die Zinsänderungsrisiken beziehen sich überwiegend auf die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum 31. Dezember 2022 hat die durchgeführte Sensitivitätsanalyse für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei einem um 1 Prozentpunkt höheren Zinsniveau einen um 2,6 Mio Euro (2021: 0,0 Mio Euro) erhöhten Zinsaufwand ergeben.
Die Vaillant Group ist insbesondere aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände aus Lieferungen und Leistungen dezentral überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierter Einzelwertberichtigungen gemäß dem Lifetime-Expected-Credit-Loss-Modell Rechnung getragen. Die Vaillant Group hat einen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines ABS-Programms veräußert und in Höhe der übertragenen Risiken und Chancen ausgebucht. Es verbleibt ein Ausfallrisiko in Höhe der angesetzten finanziellen Vermögenswerte.
Zur Minimierung des Ausfallrisikos von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich unbare Sicherheiten (im Wesentlichen Warenkreditversicherungen, Bankgarantien und -akkreditive sowie Hypotheken) abgeschlossen worden, die einen Teil des Ausfallrisikos abdecken.
Das maximale Ausfallrisiko der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert) wird durch die Buchwerte wiedergegeben.
Die nachfolgende Übersicht enthält Informationen über die Cashflows der in Sicherungsbeziehungen verwendeten derivativen Finanzinstrumente:
| 2022 | Warentermingeschäfte | Devisentermingeschäfte | ||
|
Nominalvolumen
Mio Euro |
Ø gesicherter Preis pro Tonne (in Euro) |
Nominalvolumen
Mio Euro |
Ø Terminkurs | |
| Fälligkeit 2023 | 65,6 | 7.592 | 241,0 | EUR / GBP: 0,87 EUR / PLN: 4,99 |
| Fälligkeit 2024 | 44,4 | 7.891 | - | - |
| Fälligkeit 2025 | 22,5 | 7.863 | - | - |
| 2021 | Warentermingeschäfte | Devisentermingeschäfte | ||
|
Nominalvolumen
Mio Euro |
Ø gesicherter Preis pro Tonne (in Euro) | Nominalvolumen Mio Euro * | Ø Terminkurs * | |
| Fälligkeit 2022 | 54,7 | 6.885 | 184,9 | 0,87 |
| Fälligkeit 2023 | 36,7 | 7.146 | - | - |
| Fälligkeit 2024 | 20,5 | 7.707 | - | - |
Die Sicherungsinstrumente, die die Vaillant Group in Sicherungsbeziehungen designiert hatte, wirkten sich wie folgt auf die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung aus (in Mio Euro, sofern nichts anderes angegeben ist):
| 2022 | Buchwert der eingesetzten Sicherungsinstrumente | Änderung des Fair Value zur Messung der Ineffektivität im Berichtsjahr | Im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag | |
| Mio Euro | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Finanzverbindlichkeiten | (+ = Gewinn, - = Verlust) | |
| Devisentermingeschäfte | 4,8 | 3,8 | 6,7 | 2,5 |
| Warentermingeschäfte | 5,3 | 6,4 | -20,3 | -5,4 |
| 2022 | Aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliederter Betrag | Posten in der Konzern-GuV |
| Mio Euro | (+ = Gewinn, - = Verlust) | |
| Devisentermingeschäfte | -2,4 | Umsatzerlöse / Herstellungskosten des Umsatzes |
| Warentermingeschäfte | 7,9 | Herstellungskosten des Umsatzes |
| 2021 | Buchwert der eingesetzten Sicherungsinstrumente | Änderung des Fair Value zur Messung der Ineffektivität im Berichtsjahr | Im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag | |
| Mio Euro | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Finanzverbindlichkeiten | (+ = Gewinn, - = Verlust) | |
| Devisentermingeschäfte | 0,4 | 6,1 | -6,2 | -10,0 |
| Warentermingeschäfte | 19,5 | 0,3 | 9,5 | 15,5 |
| 2021 | Aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliederter Betrag | |
| Mio Euro | (+ = Gewinn, - = Verlust) | Posten in der Konzern-GuV |
| Devisentermingeschäfte | -5,3 | Umsatzerlöse / Herstellungskosten des Umsatzes |
| Warentermingeschäfte | 8,4 | Herstellungskosten des Umsatzes |
Die im Geschäftsjahr im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge aus bilanziellen Sicherungsgeschäften entfallen mit einem Gewinn von 2,5 Mio Euro auf Fremdwährungsforwards. Dieser wird erwartungsgemäß weit überwiegend innerhalb der nächsten zwölf Monate erfolgswirksam aufgelöst, der auf Warentermingeschäfte entfallende Verlust von -5,4 Mio Euro innerhalb der nächsten 36 Monate.
Ergebnisse aus den Devisentermingeschäften werden in den Umsatzerlösen gezeigt, soweit es sich bei den Grundgeschäften um Warenverkäufe handelt. Handelt es sich hingegen um Einkaufsgeschäfte, erfolgt der Ausweis in den Herstellungskosten des Umsatzes. Beträge für Warentermingeschäfte sind ebenfalls in den Herstellungskosten des Umsatzes enthalten.
Da es sich bei den in Sicherungsbeziehungen designierten Grundgeschäften für laufende Absicherungen ausschließlich um erwartete Transaktionen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit handelt, die zum Bilanzstichtag schwebender Natur sind, ergeben sich aus ihnen keine Auswirkungen auf die Konzernbilanz. Auch ergaben sich in der Berichtsperiode keine ergebniswirksamen Ineffektivitäten aus den Sicherungsbeziehungen. Verbleibende Salden aus Sicherungsbeziehungen resultieren ausschließlich aus beendeten Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe und sind noch mit insgesamt -75,3 Mio Euro in der Währungsumrechnungsrücklage enthalten, da die entsprechenden Geschäftsbetriebe noch alle im Konsolidierungskreis enthalten sind.
Die Entwicklung der in den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen enthaltenen Rücklage für die Zeitbewertung von Sicherungsinstrumenten und deren Einfluss auf das sonstige Ergebnis im Berichtszeitraum stellen sich abschließend wie folgt dar:
|
2022
Mio Euro |
Devisentermingeschäfte | Warentermingeschäfte | Gesamt |
| Stand 01.01. | -3,8 | 14,4 | 10,6 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag (+ = Gewinn, - = Verlust) | 2,5 | -5,4 | -3,0 |
| Beträge, die in die GuV umgebucht wurden, weil das gesicherte Grundgeschäft in die GuV eingegangen ist (- = Gewinn, + = Verlust) | 2,4 | -7,9 | -5,5 |
| Stand 31.12. | 1,2 | 1,0 | 2,2 |
|
2021
Mio Euro |
Devisentermingeschäfte | Warentermingeschäfte | Gesamt |
| Stand 01.01. | 0,9 | 7,2 | 8,1 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag (+ = Gewinn, - = Verlust) | -10,0 | 15,5 | 5,5 |
| Beträge, die in die GuV umgebucht wurden, weil das gesicherte Grundgeschäft in die GuV eingegangen ist (- = Gewinn, + = Verlust) | 5,3 | -8,4 | -3,0 |
| Stand 31.12. | -3,8 | 14,4 | 10,6 |
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 sind juristische und natürliche Personen, die auf die Vaillant GmbH und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Vaillant GmbH beziehungsweise deren Tochtergesellschaften unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Vaillant GmbH sowie deren nahe Angehörige. Die Bezüge der Organmitglieder sind dem nachfolgenden Kapitel 10 zu entnehmen, die Angaben zu den Einzahlungsverpflichtungen in leistungsorientierte Versorgungspläne finden sich in Kapitel 7.8. Geschäfte mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.
Transaktionen mit diesen nahestehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch; der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| Mio Euro | Art der Beziehung | Leistungen an nahestehende Unternehmen | Leistungen von nahestehenden Unternehmen | Forderungen gegen nahestehende Unternehmen | Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | |
| Manuel J. Monteiro & Co. Lda. | Vertrieb von Fertigerzeugnissen | 2022 | 0,9 | - | 0,2 | - |
| 2021 | 1,2 | 0,0 | 0,4 | - | ||
| Joh. Vaillant GmbH & Co KG | Immobilienmanagement, Buchhaltung | 2022 | 0,0 | 1,5 | 3,4 | 0,0 |
| 2021 | 0,1 | 1,3 | 3,5 | 0,0 |
Aus der Darlehensforderung der Vaillant Group gegenüber der Joh. Vaillant GmbH & Co KG hatte die Vaillant GmbH Zinserträge in Höhe von 5 Tsd Euro (2021: 5 Tsd Euro) vereinnahmt.
Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen der Vaillant Group umfasst die Vergütung der Geschäftsführung, des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats.
Die Mitglieder der Geschäftsführung wurden wie folgt vergütet:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 6,1 | 5,0 |
| Leistungen aus Anlass / nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0,5 | 0,6 |
| Gesamt | 6,7 | 5,6 |
Als Leistungen aus Anlass / nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden zeitlich befristete Gehaltsfortzahlungen sowie die Aufwendungen für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 sind der Geschäftsführung wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen aus Pensionen beliefen sich auf 0,2 Mio Euro (2021: 0,3 Mio Euro). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven und früheren Mitgliedern der Geschäftsführung wurden 6,3 Mio Euro (2021: 10,7 Mio Euro) zurückgestellt, wovon 4,4 Mio Euro (2021: 7,4 Mio Euro) auf frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen entfallen.
Der Gesellschafterausschuss erhielt im Geschäftsjahr 2022 Gesamtbezüge in Höhe von 0,9 Mio Euro (2021: 0,6 Mio Euro) und der Aufsichtsrat Gesamtbezüge in Höhe von 0,1 Mio Euro (2021: 0,1 Mio Euro).
Zum 31. Dezember 2022 sind Aufsichtsratsmitgliedern sowie den Mitgliedern des Gesellschafterausschusses wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Organe eingegangen.
Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers wurden folgende Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst:
| Mio Euro | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 0,6 | 0,6 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,1 | 0,0 |
| Sonstige Leistungen | 0,1 | 0,2 |
| Gesamt | 0,8 | 0,8 |
Es sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant Group eingetreten, die außerhalb der vorangegangenen Anhangsinformationen eine gesonderte Angabe erfordert hätten.
Remscheid, 20. Februar 2023
Vaillant GmbH
Die Geschäftsführung
Dr.-Ing. Schiedeck, Vorsitzender
Dr. Borchers
Dr. Groos
König
An die Vaillant GmbH, Remscheid
Wir haben den Konzernabschluss der Vaillant GmbH, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Vaillant GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weiter gehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 20. Februar 2023
BDO
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Marc Fritz, Wirtschaftsprüfer
gez. Dr. Marcus Falk, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat im Kalenderjahr 2022 am 1. April 2022, am 11. November 2022 und am 16. Dezember 2022 getagt. Die Sitzungen im April und November fanden als Online-Videokonferenzen und die Sitzung im Dezember fand als Präsenzsitzung statt. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich durch die mündliche und schriftliche Berichterstattung der Geschäftsführung über die Entwicklung des Vaillant Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat befasste sich insbesondere mit dem Jahresabschluss 2021, der Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres (insbesondere in Ansehung der Auswirkungen der Pandemie, des russischen Überfalls auf die Ukraine und der Störung der weltweiten Lieferketten), der Kapazitätserweiterung der Wärmepumpenproduktion, dem Compliance-Bericht 2022, der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung und mit Personalangelegenheiten der Geschäftsführung.
Der von der Gesellschafterversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den von der Vaillant GmbH aufgestellten Jahresabschluss (nach HGB) sowie den Konzernabschluss (nach IAS/IFRS) und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 geprüft. Die Prüfung ergab keinerlei Einwendungen. In seinem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk hat der Abschlussprüfer erklärt, dass der Einzelabschluss und der Konzernabschluss unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vaillant GmbH und des Konzerns vermitteln. Der zusammengefasste Lagebericht gibt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24. März 2023, in der die geprüften Abschlüsse dem Aufsichtsrat vorlagen, teilgenommen. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten in diesem Zusammenhang gestellte Fragen des Aufsichtsrats. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Prüfungsberichte zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat Einwendungen nicht erhoben und die Abschlüsse gebilligt. Der Gesellschafterausschuss hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den gewählten Vertretern der Belegschaft sowie der Geschäftsführung für die geleistete Arbeit und ihr erfolgreiches Engagement im Interesse des Unternehmens und seiner Kunden.
Remscheid, im März 2023
Der Aufsichtsrat
Dr. Matthias Blaum, Vorsitzender
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
17 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kälteverteilung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen