Inovias GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Tober seit 7.4.2022 | Liquidator |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ODERSUN AGFrankfurt (Oder)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Unternehmensstruktur Gegenstand der ODERSUN AG (im Folgenden kurz: ODERSUN) ist die Entwicklung, Nutzung, Fertigung, Errichtung und der Vertrieb regenerativer Energiesysteme und dazugehöriger Betriebsstätten. Die ODERSUN ist Entwickler und Hersteller von Dünnschichtsolarzellen und -modulen. Auf der Basis eines eigens entwickelten und weltweit patentierten Dünnschichtverfahrens ist ODERSUN in der Lage Solarmodule in flexiblem Design herzustellen. Wir bieten unseren Kunden hochwertige PV Solarprodukte, welche an ihre spezifischen Kundenwünsche bzw. an die spezifischen Markterfordernisse angepasst sind. Wir haben einen Produktionsprozess, welcher die Fertigung von verschiedenen Solar-Produkten unterstützt, ohne dabei Durchlaufzeit zu verlieren sowie unter Beibehaltung unserer niedrigen Produktionskosten. Wir produzieren derzeit an 2 Produktionsstandorten in Deutschland, Frankfurt (Oder) (Solarfabrik "Sun 1") und Fürstenwalde (Solarfabrik "Sun 2"). Zusätzlich sind wir mit einer Repräsentanz in Berlin vertreten. Ein Joint Venture in China mit dem damit verbundenen Ausbau der Produktionskapazitäten ist geplant. Produkte Die Technologie der ODERSUN AG bietet eine hohe Bandbreite technischer und optischer Variationen für das Design von Solarmodulen und ermöglicht so die Fertigung kundenspezifischer Lösungen zur Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht in den vielfältigsten Anwendungen. Die Lösungen, die ODERSUN gemäß Kundenanforderungen entwickelt und produziert, zeichnen sich durch den klaren Fokus auf die Verbindung von Ästhetik, herausragender Performance, Qualität sowie langlebigen Design aus. Eine vollintegrierte Fertigung bietet die hierfür notwendige Flexibilität im Produktionsprozess und ermöglicht ein breites Produktspektrum von vorkonfektionierten und standardisierten Solarmodulen für heutige Aufdach- und Freifeldanwendungen bis hin zu individuellen Lösungen für Anwendungen wie gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV). Gebäudeintegration Auf Kosten von Ästhetik und Funktionalität der architektonischen Gestaltung fokussiert Photovoltaik (PV) auf Gebäuden bislang vor allem auf die Energiegewinnung. Für ODERSUN bedeutet wahre Gebäudeintegration (BIPV) jedoch die Verbindung von beidem: die funktionelle Anpassung und die gestalterische Einbindung eines Solarmoduls. Auf Basis der eigens entwickelten und patentierten CISCuT-Technologie und des flexiblen Fertigungsprozesses, bietet ODERSUN die Möglichkeit Solarmodule individuell nach den Anforderungen von Architekten, Bauunternehmen und Herstellern von Baukomponenten zu gestalten. Die PV verfügt damit über Funktionen, die über eine reine Energiegewinnung hinausgehen, wie: Schall-, Wärme- und Wetterschutz, Sicherheitsglas, Sonnenschutz. Darüber hinaus gibt es zahlreiche variable Möglichkeiten der Anpassung in Größe, Form, Material, Farbgebung und weiteren Produkteigenschaften. ODERSUN bietet eine einzigartige Bandbreite technischer und optischer Gestaltungsoptionen zur optimalen Konfiguration kundenspezifischer Solarmodule für gebäudeintegrierte PV-Systeme. Standardmodule Vorkonfektionierte Solarmodule der ODERSUN werden für die Erfordernisse klassischer Aufdach- und Freifeldanwendungen mit hohen Anforderungen an eine elegante Erscheinung und herausragenden Erträgen entwickelt. Die Module der ODS 170-R Serie sind das erste Produkt der ODERSUN und zeichnen sich durch ihren Glas/Folien-Aufbau aus. Weitere optionale Moduldesigns wie alternative Rahmungen, rahmenlose Varianten, diverse Größen sowie Modulaufbauten aus Glas/Glas und Folie/Folie werden schrittweise eingeführt. Um für jede Applikation effektive vorkonfektionierte Lösungen bieten zu können, identifizieren wir gemeinsam mit unseren Partnern die Vorgaben für ein erweitertes Produktportfolio. ODS 170-R Module heben sich durch die Kombination aus systemoptimiertem Design, exzellente Erträge, hohe Qualitätsstandards sowie langlebige Komponenten und elegantem Äußeren hervor. Technologie Die kundenspezifischen PV-Lösungen der ODERSUN AG basieren auf der patentierten CISCuT-Produktionstechnologie (Kupfer-Indium-DiSulfid auf Kupferband). Die Solarzellen werden auf 1 cm breitem und kilometerlangem Kupferband produziert. In einem weiteren Schritt werden aus dem kilometerlangen Band einzelne Solarzellen konfektioniert und je nach Anwendung zu unterschiedlich großen Flächen verschaltet. Auch die Auswahl der Materialien zur Einbettung der Zellen erfolgt in Abhängigkeit zur Zielanwendung und der dafür benötigten Moduleigenschaften. ODERSUN ist somit in der Lage projektspezifische Solar-Baukomponenten anzubieten, die über variable Eigenschaften wie Größe, Form, Material und Farbgebung verfügen. Zusätzlich zeichnet sich die spezifische Dünnschicht-Technologie durch ihr technisches Leistungsspektrum aus. Die Module sind für integrierte Anwendungen besonders gut geeignet, da diese oft suboptimal ausgerichtet sind oder auf Grund spezifischer Gebäudemerkmale verschattet werden können. Dank innovativer Zellverschaltung werden mit den Modulen auch bei Verschattung gute Resultate erzielt. Die Gründe für den Einsatz solarer Baukomponenten sind so vielfältig wie die Architektur selbst: Steigende Nachfrage zu umweltfreundlichem Wohnungsbau und ein allgemeines, verstärktes Bewusstsein für Umweltaspekte; Finanzielle Anreize zur Installation von PV-Anlagen durch Steuervergünstigungen, Förderprogramme oder Tarife für die Einspeisung oder Selbstnutzung erzeugten Stroms; Verpflichtungen zur Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und des Energieverbrauchs bei Neubauten und sanierten Gebäuden; Dezentrale Energiegewinnung nahe am Ort des Verbrauchs vermeidet lange Transportwege für die Energie; Kombination von Photovoltaik mit anderen erneuerbaren Energiequellen reduziert Abhängigkeiten von externer Energieversorgung; Identifizierung von Fassaden im Hochhausbau als besonders geeignete Träger für Photovoltaiksysteme. Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerber Absatzmärkte Als wesentliche Märkte neben Deutschland sehen wir die schnell wachsenden Märkte für Standardprodukte und kundenangepasste PV-Produkte in Westeuropa, China und den USA. Wettbewerber Wir glauben, dass wir einer der wenigen PV Solar Hersteller sein werden, die in der Lage sind kommerzielle PV-Produkte herzustellen, die den vielschichtigen BiPV Solar Markt bedienen können. Gängige Vergleichsmerkmale unter den PV Solar Produzenten auf dem Markt für Aufdach- und Freifeldanwendungen sind derzeit vor allem Preis pro kWh, Produktionskapazität sowie die Umsetzung von Effizienz und Verlässlichkeit. Unserer Meinung nach werden die PV Hersteller mit der wachsenden Nachfrage an kundenindividuellen Lösungen zukünftig gefordert sein, sich ebenfalls anhand der Kriterien wie Ästhetik, Produktanpassbarkeit für Gebäudeinstallation und -integration zu vergleichen. Wir sind überzeugt, hier den in unserer Technologie begründeten Wettbewerbsvorteil nutzen zu können. Unsere Hauptwettbewerber für Standard-Module sind Hersteller von kristallinen Silizium-Solarzellen und Dünnschicht Solarzellen Hersteller. Unternehmen, die die kristalline Silizium-Technologie verwenden werden beschränkt durch die Materialeigenschaften des Siliziums, wie Steifigkeit, Dicke und feste Größe der Siliziumwafer. Diese beschränken die Anpassungsfähigkeit der Produkte. Produzenten, mit Anwendung der Dünnschichttechnologie, verfügen üblicherweise über eine hochautomatisierte, kapitalintensive Produktion um großformatige Solarpanels zu produzieren mit nur geringen Möglichkeiten der Produktanpassung. Deswegen glauben wir, mit unserer einzigartigen Lösung für kundenangepasste PV- und BIPV-Produkte nur geringem Wettbewerb ausgesetzt zu sein. Innerhalb der PV Industrie agieren Wettbewerber der kristallinen Silizium Technologie und der Dünnschichttechnologie. Der kundenangepasste PV-Markt und der BIPV-Markt sind üblicherweise beschränkt auf Dünnschichttechnologie-Produzenten. Zusätzlich erwarten wir zukünftig auf neue in den Markt eintretende Wettbewerber zu treffen, die neue technologische Lösungen anbieten. Strategie Unser Ziel ist es, der führende Anbieter auf dem Gebiet der PV-Lösungen für die Märkte Aufdach, Indach, Fassaden und kundenindividuelle Solarlösungen zu werden. Wir glauben, dass wir in der Lage sind, Standard-PV-Solar-Panels zu produzieren, die für kommerzielle Installationen sowie Aufdach-Installationen geeignet sind. Unseren primären Focus werden wir jedoch auf den Markt für kundenangepasste Solarlösungen für solarintegrierte Baukomponenten und gebäudeintegrierte PV (BIPV) legen. Wir sind davon überzeugt, dass nur einige wenige Anbieter auf diesem Gebiet passende marktfähige Produkte liefern können. Überblick über den Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2009 durch eine starke Abschwächung des Konjunkturklimas auf Grund der internationalen Krise an den Finanzmärkten und der zeitlich verzögerten Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt. Der PV-Markt wurde dadurch im ersten Halbjahr 2009 in Mitleidenschaft gezogen, was sich durch fallende Preise bemerkbar machte. Im zweiten Halbjahr 2009 wurde das Volumen bei weiten übertroffen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich auf die ODERSUN nur unwesentlich aus, da die ODERSUN im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine Produkte am Markt verkauft hat. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Markt für PV ist einer der am schnellsten wachsenden erneuerbare Energien Märkte weltweit, mit Anwendungen wie Freifeldanlagen, Aufdachinstallationen und das in den kommenden Jahren mit besonders hohen Zuwachsraten behaftete Segment für kundenindividuelle PV-Anwendungen wie der gebäudeintegrierten PV (BIPV). Die staatliche Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland führte in der Vergangenheit zu starken Wachstumsraten. Dabei ist Deutschland ein bedeutender Absatzmarkt. Der Vorbildcharakter des EEG führte in mehreren anderen Staaten Westeuropas zu ähnlichen Fördermodellen. Die positive Entwicklung der Branche konnte die ungünstige gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen 2 Jahren weitgehend kompensieren. Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf Unsere erste Produktionslinie (Sun 1) ging mit 5 MW in 2007 am Standort Frankfurt (Oder) in Betrieb. In 2009 konnten wir die Produktionskapazität um weitere 20 MW durch unsere 4 neuen Produktionslinien in Sun 2 am Standort Fürstenwalde erhöhen. Damit wurden in 2009 alle wichtigen Grundlagen gelegt, die uns die Auslieferung von Produkten an Endkunden ab April 2010 möglich machten. Zukünftig ist geplant, 2 zusätzliche Linien am Standort Fürstenwalde mit je 5 MW Kapazität produktiv zu setzen. Unser Standard Solar Panel wurde im Februar 2010 durch den Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) IEC-zertifiziert. Im Oktober 2009 schloss ODERSUN ein Joint-Venture-Vertrag in China (JV) mit Advanced Technologies & Materials Co., Ltd. (AT&M). Die Vereinbarung sieht eine Produktionskapazität von 120 MW in China in den nächsten Jahren vor. ODERSUN wird dabei das Produktions- und Prozess-know-how anstelle eines Kapitalbeitrages einbringen, während AT&M den Kapitalbeitrag leistet. Der anfängliche Anteil der ODERSUN am JV soll 25% betragen. Mit dem China JV ist ein verbesserter und beschleunigter Zugang zum asiatischen Markt für Standard - und kundenangepasste Solarprodukte gesichert. Die finanzielle Ausstattung der ODERSUN konnte im Geschäftsjahr 2009 durch Aufnahme zusätzlicher Kredite und Zuflüsse aus Zuwendungen für Investitionen gesichert werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurden folgende Vorstandsposten neu bzw. erstmalig besetzt. Mit Wirkung vom 06. Januar 2009 wurde Herr Dr. Hein van der Zeeuw in die Position des Vorstandsvorsitzenden berufen und folgt damit auf Herrn Ramin Lavae Mokhtari. Hein van der Zeeuw bringt 26 Jahre Erfahrung aus der Halbleiterindustrie sowie der Herstellung elektronischer Baukomponenten mit und ist ehemaliges Vorstandsmitglied von NXP Semiconductors, der 2006 ausgegründeten Halbleitersparte des Philips Konzerns. Mit Wirkung vom 22. April 2009 wurde Herr Peter van Bommel zum Finanzvorstand berufen. Der international erfahrene Finanzspezialist unterstützt ODERSUN mit seiner über 25 Jahre umfassenden Erfahrung im Finanzbereich, darunter langjährig in leitenden Funktionen im Philips Konzern und als Finanzvorstand bei NXP Semiconductors. Der im Geschäftsjahr neu geschaffene Vorstandsposten für Vertrieb und Produktmarketing wurde mit Wirkung vom 01. Oktober 2009 durch Uwe Hering besetzt. Der studierte Elektroingenieur unterstützt die ODERSUN unter anderem mit seiner umfassenden Erfahrung aus der Halbleiterindustrie in Vertrieb, Geschäftsentwicklung und Produktmarketing. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten viele weitere neue kompetente und erfahrene Mitarbeiter für unsere Standorte Frankfurt (Oder), Fürstenwalde und Berlin gewonnen werden. Die Mitarbeiterzahl (ohne Vorstand, inkl. Azubi) erhöhte sich damit von 142 zu Jahresbeginn auf 190 zum 31. Dezember 2009, davon 149 in produktions- bzw. produktionsnahen Bereichen. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Da im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine Produkte an Kunden verkauft wurden, werden keine Umsatzerlöse gezeigt. Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Umsatzerlöse enthalten lediglich Erlöse aus Abfallverwertung (TEUR 27). Die Ertragsseite ist im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die sonstigen betrieblichen Erträge gekennzeichnet, die Erträge aus Investitionszulagen (TEUR 1.362), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (TEUR 569) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 36) beinhalten. Die Anzahl unserer Mitarbeiter ist von durchschnittlich 105 Mitarbeiter im Vorjahr auf 159 Mitarbeiter (jeweils ohne Vorstand) im Berichtszeitraum gestiegen. Korrespondierend hat sich der Personalaufwand von TEUR 4.243 im Vorjahr auf TEUR 7.743 erhöht. Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr auf Grund der getätigten Investitionen (Aufbau insb. der Produktionskapazitäten in Sun 2) von TEUR 1.132 um 130% auf TEUR 2.602 gestiegen. Im Berichtszeitraum begannen die Abschreibungen auf wesentliche Teile der Produktionsanlagen am Produktionsstandort Fürstenwalde (Sun 2). Die sonstige betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtszeitraum von TEUR 7.212 im letzten Jahr um 9% auf TEUR 7.868 gestiegen. Ursächlich hierfür sind die gestiegenen Kosten für Fremdleistungen, Reisekosten, Raumkosten sowie die sonstigen Beratungsleistungen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) sank auf TEUR -16.159 im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr (TEUR -765). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus einem Tagesgeldkonto. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Darlehen bei der Sparkasse Oder-Spree, Frankfurt (Oder), sowie die Zinsaufwendungen für die Wandelanleihe ("convertible bridge loan agreement") zwischen ODERSUN und den Investoren Doughty Hanson & Co. Technology Ltd., London, VGF Investments I, LLC, San Francisco, PCG CETF Holdings, LLC (Pacific Corporate Group), La Jolla, Kalifornien, und AGF Private Equity SA, Paris. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich von TEUR -591 im Vorjahr um TEUR -16.219 auf TEUR -16.810 im Berichtszeitraum. Als Grund sind hier vor allem die gestiegenen Personalaufwendungen (Delta TEUR -3.501), die erhöhten Abschreibungen (Delta TEUR -1.469), die erhöhten Raumkosten (Delta -702) sowie die gegenüber dem Vorjahr verminderten Erträge aus Investitionszulagen (Delta TEUR -10.051) zu nennen. 2.2 Finanzlage Das Finanzmanagement der ODERSUN zielt darauf ab, ausreichende Liquidität zu jedem Zeitpunkt zu sichern, um die Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Höhe der Liquiden Mittel zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betragen TEUR 2.566 (VJ TEUR 6.320). Aus der betrieblichen Tätigkeit sind im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von TEUR 7.309 abgeflossen. Wesentlicher Grund ist das negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR 16.810 und der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.781. Kompensierend wirken sich die um TEUR 11.220 niedrigeren sonstigen Forderungen aus. Die Ausgaben für die Produktionsanlagen des Produktionsstandortes Fürstenwalde (Sun 2) führten zu Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 5.375 im Geschäftsjahr 2009. Aus Investitionszuschüssen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Mittel in Höhe von TEUR 9.721 und aus einer Wandelanleihe in Höhe von TEUR 9.999 zugeflossen. Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 10.789 resultieren aus der Rückzahlung von Krediten. Im Saldo sind im Geschäftsjahr 2009 Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 8.931 zu verzeichnen gewesen. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der ODERSUN AG hat sich in der Berichtsperiode von TEUR 76.442 um TEUR 12.197 auf TEUR 64.245 vermindert. Ursache hierfür ist im Wesentlichen der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 16.810. Aktiva Das Anlagevermögen ist von TEUR 55.608 im Vorjahr um TEUR 2.698 auf TEUR 58.306 im Geschäftsjahr gestiegen. Grund hierfür sind die im Zusammenhang mit dem Aufbau der Produktionskapazitäten getätigten Investitionen der Produktionsstätte Sun 2 in Fürstenwalde. Kompensierend wirken die Abschreibungen im Geschäftsjahr. Das Umlaufvermögen ist von TEUR 20.457 um TEUR 14.797 auf TEUR 5.660 gesunken. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.060 gesunkenen Forderungen aus Investitionszuwendungen gegenüber dem Finanzamt (VJ TEUR 11.413, GJ TEUR 1.353). Passiva Das Eigenkapital sank von TEUR 53.879 im Vorjahr auf TEUR 37.069 im Geschäftsjahr auf Grund des Bilanzverlustes im Berichtszeitraum. Die Eigenkapitalquote ist jedoch mit 58% (Vorjahr 70%) noch auf einem hohen Niveau. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse stieg von TEUR 2.652 im Vorjahr um TEUR 9.836 auf TEUR 12.488 im Geschäftsjahr an. Die Verbindlichkeiten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 4.926 auf TEUR 14.212 (Vorjahr TEUR 19.138) gesunken. Als Grund sind im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (GJ TEUR 2.265, VJ TEUR 7.046) zu nennen. Die Ursache hierfür ist vor allem stichtagsbegründet. 3. Chancen - und Risikobericht Zur Erläuterung der Chancen der ODERSUN AG vgl. Paragraf 1.1, den Abschnitt über wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerber. Die ODERSUN AG ist als Entwickler, Hersteller und Vertreiber von Solarprodukten den üblichen Risiken der Globalisierung und der steigenden Wettbewerbsintensität an den Beschaffungs- und Absatzmärkten ausgesetzt. Ein systematisches Risikomanagement ist daher notwendigerweise ein wichtiger Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Für das Risikomanagement verantwortlich sind die operativen Bereiche im Rahmen ihrer Verantwortung. Die ODERSUN verfügt über umfangreiche Berichts- und Kontrollmechanismen, um die Risiken des operativen Tagesgeschäfts rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Monatliche Berichte an den Vorstand über den Geschäftsverlauf, verbunden mit einer Abschätzung der Geschäftslage der kommenden Monate, sollen insbesondere die Marktentwicklung auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten transparent machen. In regelmäßigen Besprechungen mit Vertretern aller Fachabteilungen findet darüber hinaus ein Informationsaustausch statt, mit dem Ziel, bereichsübergreifende Risiken zu kommunizieren, zu quantifizieren und Lösungsansätze zu finden und umzusetzen. Aus der Geschäftstätigkeit der ODERSUN ergeben sich folgende Risiken: 3.1 Beschaffungsmarktrisiken Die ODERSUN ist als Produktionsunternehmen von Solarzellen und -modulen dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgesetzt. Um die Risiken auf den Beschaffungsmärkten rechtzeitig zu erkennen, werden diese Märkte insbesondere von der Einkaufsabteilung laufend beobachtet. 3.2 Absatzmarktrisiken Die ODERSUN wird ihre Produkte weltweit absetzen, neben Deutschland insbesondere in Europa und den USA. Der Markt ist durch zum Teil starken Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die zu erzielenden Verkaufspreise der Produkte auswirken kann. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, ist die ODERSUN daher unter anderem bestrebt, ihre Herstellungskosten zu minimieren. 3.3 Schadensrisiken Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Explosions-, Produkthaftpflicht- und Umweltrisiken. Versicherungen sind ein wesentliches Instrument zur Minimierung dieser Risiken der ODERSUN. Es wurden branchenübliche Sach- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, welche einer regelmäßigen Überprüfung unterliegen und im Bedarfsfall angepasst werden. Außerdem sind umfangreiche Notfallpläne entwickelt worden, die regelmäßig überprüft und trainiert werden. 3.4 Rechtliche Risiken Um eventuellen Risiken entgegenzuwirken, die sich aus steuerlichen, wettbewerbs-, patent- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetze ergeben können, nehmen wir bei unseren Entscheidungen intensive rechtliche Beratung in Anspruch. 3.5 Finanzielle Risiken Die ODERSUN ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Finanzierungs-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken begegnen wir durch eine robuste Finanzplanung. Die ODERSUN ist zur Finanzierung der weiteren Anlaufverluste in 2010 auf zusätzliche Liquidität und Eigenkapital angewiesen. Gedeckt wird dieser Bedarf durch Finanzierungsmaßnahmen wie Wandelanleihen, Eigenkapitalzufuhr und die Aufnahme eines zusätzlichen Bankdarlehens Mitte 2010. Dem Währungsrisiko wird dadurch Rechnung getragen, dass die Währungsrelationen laufend beobachtet werden und gegebenenfalls Kurssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Spekulative Geschäfte werden nicht durchgeführt. 3.6 Sonstige Risiken Um dem Risiko des Verlustes unseres geistigen Eigentums zu begegnen, stützen wir uns auf eine Kombination von Patenten und Schutzmarken sowie auf Geheimhaltungsvereinbarungen mit Mitarbeitern und Dritten. 4. Prognosebericht Konjunktur- und Branchenausblick Der Markt für PV ist einer der am schnellsten wachsenden erneuerbare Energien Märkte weltweit, mit Anwendungen wie Freifeldanlagen, klein-, mittel- und große Aufdachinstallationen und das am stärksten wachsende Segment der kundenindividuellen PV-Anwendungen mit der gebäudeintegrierten PV (BIPV). Die weltweite PV-Zell-Produktion stieg von 682 MW in 2003 auf 6.854 MW in 2008, was einer jährlichen Wachstumsrate von über 58% entspricht (Quelle: Solarbuzz). Solarbuzz erwartet, dass der PV-Markt in den kommenden Jahren stark steigen wird, mit einem Forecast von 17,2 GW für 2013 (mittleres Wachstumsszenario), was einer jährlichen Wachstumsrate von 20,2% entspricht (versus 8,3 GW für das untere Wachstumsszenario und 21,0 GW für das höchste Wachstumsszenario). Für den globalen Solar-Modul Markt wird ein Wachstum auf 22 Billionen EUR für 2013 und einer jährlichen Wachstumsrate von über 23% erwartet (Quelle EPIA - European Photovoltaic Industry Association und IEA - International Energy Agency). Innerhalb des erweiterten Solar Marktes erwarten wir für die Bereiche kundenindividuelle Lösungen für Anwendungen wie gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) die höchsten Wachstumspotenziale mit einer jährlichen Wachstumsrate von 81% von 2009 bis 2013. Der Photovoltaikmarkt wird weiter wachsen. Gegenwärtig sind die Einspeisetarife (Europa) und Steueranreize (USA) die primären Treiber des Wachstums des PV-Marktes. Diese Anreize werden weiter sehr wichtig für das Wachstum sein, jedoch kommen auch neue Wachstumstreiber in Form von Begrenzungen des CO²-Ausstoßes (Verbesserung der CO²-Bilanz) für neue Gebäude hinzu. Diese Vorschriften machen das Bauen unter Berücksichtigung von CO² verbessernden Maßnahmen (z. B. unter Zuhilfenahme gebäudeintegrierter PV) notwendig: Gebäude machen derzeit ca. 40% des gesamten weltweiten Energiekonsums aus, die USA, die EU und andere Regierungen bereiten derzeit Gesetze vor, die sogenannte Null Energy Gebäude von 2020-2025 an vorsehen, "Green building organizations" entwickeln CO²-Standards (LEED, BREEAM, Green Star, UK Green Building Council), Building-attached and BIPV solar wird eine wichtige Rolle spielen, die Ziele für Null-Energie-Gebäude und green building certifications zu erreichen. Diese Regelungen und Anreize werden sich positiv auf den Solarmarkt auswirken. Architekten und Designer benötigen integrierte Solar-Lösungen in variablen Größen, Formen und Materialien, um auch die Anforderungen in Design und Ästhetik von Gebäuden zu erfüllen. Der Nutzen der gebäudeintegrierten PV (BIPV) liegt auf der Hand: Die Kosten sind oft in den Baumaterialkosten des gesamten Gebäudes enthalten; Viele Länder bieten spezielle, höhere Einspeisetarife für architektonisch gestaltete BIPV; Viele Länder bieten Zuwendungen oder Steuervergünstigungen, um die Anschaffungskosten auszugleichen; Neue Gebäudevorschriften werden eine weitere Anpassung forcieren, um die Null Energie Ziele zu erreichen. Wir glauben, dass der entstehende Markt für gebäudeintegrierte PV (BIPV) mit großer Sicherheit stark wachsen wird. So wie der PV-Markt sich weiter entwickeln und wachsen wird, verlangen die verschiedenen Segmente des PV-Marktes verschiedene Nachfragen nach PV-Produzenten. Große PV-Installationen für Energie verlangen nach niedrigen Kosten, Standard Panels. Aufdach-Anwendungen benötigen in der Regel Standard Panels, kundenangepasste Lösungen oder flexible Produkte (z. B. kein steifes Glas). BIPV und kundenangepasste Solarinstallationen verlangen nach Solar-Produkten, welche in variabler Form und Größe angeboten werden und sich für die Integration in Bauwerke eignen. Dennoch, fast alle PV-Produzenten sind in ihren Produkten, die sie liefern können, beschränkt. PV-Produzenten, die die kristalline Silizium-Technologie verwenden, sind z. B. beschränkt durch die Materialeigenschaften ihres Produktes: kristallines Silizium ist relativ dick, schwer und steif. PV-Produzenten, die die Dünnschicht-Technologie verwenden sind in der Lage, PV-Zellen auf flexiblem oder steifen Untergrund herzustellen, aber auf Grund von Kostenminimierungsgründen haben fast alle sehr viel Geld für eine hoch automatisierte Produktion investiert, auf der sich jedoch nur eine sehr limitierte Auswahl an Produkten fertigen lässt. Produzenten aus dem Bereich der Dünnschicht-Technologie, die in der Lage sind sehr große Panels herzustellen, können ihre Größe nicht variieren (z. B. in kleinere Panels bei entsprechendem Kundenwunsch) ohne dabei massiv an Ausbeute zu verlieren bzw. Materialverluste hinzunehmen, wenn es überhaupt möglich ist. Die Hersteller von low-cost, high-volume Standard-Panels werden voraussichtlich den größten Teil der Nachfrage des Bedarfs der Energieversorgungsunternehmen (utility scale) und der Freifeld-Anlagen (ground-mount-production) befriedigen, jedoch bei sehr kleinen Margen. Einige PV-Hersteller, die anwendungsspezifische Lösungen mit hohem Effizienzgrad anbieten, werden in der Lage sein, auf dem Markt zu bestehen, mit limitierten Volumen und hoher Marge. Die PV-Produzenten, die in der Lage sind, zu geringen Kosten Standard-Panels herzustellen sowie an Kundenwünsche angepasste individuelle BIPV-Produkte herzustellen, wie die ODERSUN AG, werden die am besten aufgestellten Unternehmen sein, um die wachsenden PV-Solar-Segmente zu bedienen. Die ODERSUN AG sieht sich daher jetzt und für die Zukunft wettbewerbsfähig und sehr gut aufgestellt. Erwartete Entwicklung der Ertragslage ODERSUN befindet sich in der Aufbauphase. Der Produktions-Ramp-up an den deutschen Standorten wurde Anfang April 2010 abgeschlossen. Die Markteinführung wird voraussichtlich 12 Monate ab der im Februar 2010 erfolgten Zertifizierung dauern. ODERSUN plant im Geschäftsjahr 2010 nur geringe Umsätze und wird voraussichtlich bis Ende 2011 Anlaufverluste verbuchen. Der notwendige Liquiditäts- und Eigenkapitalbedarf wird durch Finanzierungsmaßnahmen gedeckt. Die Planung kann jedoch durch geänderte Rahmenbedingungen immer von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. 5. Nachtragsbericht und sonstige Berichte Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2009 wurden, wie in den Vorjahren, intensive und erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrieben. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2009 Ergebnisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage haben sich nicht ergeben. Für die Darstellung der Entwicklung der ODERSUN nach dem Abschluss-Stichtag sind aber folgende Vorgänge nennenswert. Mit Wirkung vom 01. April 2010 wurde Frank Prein zum Produktionsvorstand berufen. Frank Prein arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Technologie und Herstellung und bringt so umfassende Produktionserfahrung in die ODERSUN ein. ODERSUN hat in den Monaten April und Mai 2010 die ersten Module an Kunden ausgeliefert. Ebenso wurden zu Beginn des neuen Geschäftsjahres erste Rahmenverträge mit Kunden abgeschlossen.
Frankfurt (Oder), 15. Juni 2010 ODERSUN AG Der Vorstand Dr. Hein van der Zeeuw Olaf Tober Peter van Bommel Uwe Hering Frank Prein BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2009I. Allgemeine Angaben Dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) zu Grunde. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Der Vorstand geht insbesondere im Zusammenhang mit der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Software wird linear über drei bzw. fünf Jahre (ERP - Software SAP Business One) abgeschrieben. Patente werden entsprechend der zum Zeitpunkt des Erwerbs bestehenden Restlaufzeit linear über acht Jahre abgeschrieben. Von der IST GmbH (Institut für Solartechnologie GmbH), Frankfurt (Oder), erworbenes verfahrenstechnisches, anlagentechnisches und materialspezifisches Know-how wird über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben. Zugänge von abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen werden zeitanteilig abgeschrieben. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Einzelnen beträgt die Abschreibungsdauer für Bauten 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen vier bis zwölf Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 19 Jahre. Zugänge von abnutzbaren Sachanlagen werden zeitanteilig abgeschrieben. In der Handelsbilanz wird analog § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geleaste Sachanlagen, bei denen ein Finanzierungsleasing vorliegt, werden mit dem Barwert der künftigen Leasingraten aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit passiviert. Die geleasten Sachanlagen werden über die Grundmietzeit planmäßig linear abgeschrieben. Die geleisteten Leasingraten werden in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Zur Ermittlung des Zinsanteils wird ein konstanter Zinssatz auf die jeweilige Restschuld zu Grunde gelegt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigen beizulegenden Werten angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die erhaltenen Investitionszuschüsse für den Bau der Fabrik SUNONE und SUNTWO wurden mit Zufluss passivisch abgegrenzt und werden über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken sind Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Eine Darstellung der vollständigen Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Software, Patente und Know-how. Die Aktivierung des Know-hows in Höhe von EUR 274.736,00 (i. Vj. EUR 364.507,00) erfolgte im Rahmen des Leistungsvertrages vom 23. März 2006, in dem eine Fortentwicklung des mit dem Patent- und Know-how-Vertrag vom 3. Mai 2004 übertragenen verfahrenstechnischen, anlagentechnischen und materialspezifischen Know-hows mit der IST GmbH (Institut für Solartechnologie GmbH), Frankfurt (Oder), vereinbart wurde. Unter den Sachanlagen sind die Grundstücke "Im Technologiepark 6" mit der Fabrik SUNONE und "Fürstenwalde" mit der im Jahr 2008 fertig gestellten Fabrik SUNTWO aktiviert. Die technischen Anlagen und Maschinen beinhalten die bereits fertig gestellten und in Betrieb genommenen Produktionsanlagen für die Fabrik SUNONE und SUNTWO. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau beinhalten zum 31. Dezember 2009 im Wesentlichen die noch nicht fertig gestellten Produktionsanlagen für die Fabrik SUNTWO. Finanzanlagen ODERSUN hält 100% der Anteile an der IST GmbH. Die IST GmbH hat ein Stammkapital von EUR 25.564,59. Für 2009 wird ein vorläufiger Jahresfehlbetrag von EUR -25.341,48 (i. Vj. EUR -24.455,13) und ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 382.191,74 (i. Vj. EUR 356.850,26) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2007 wurde die Beteiligung an der IST GmbH sowie ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von EUR 330.000,00 abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2009 wurden an die IST GmbH ausgereichte Darlehen in Höhe von EUR 30.000,00 sowie ein Vorschuss in Höhe von EUR 54.000,00 in voller Höhe wertberichtigt. Die IST GmbH hat ab dem Geschäftsjahr 2008 keine operative Geschäftstätigkeit mehr ausgeübt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses hat ODERSUN gemäß § 293 HGB verzichtet. Sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten im Wesentlichen den Anspruch auf Investitionszulage (EUR 1.353.202,13), Anspruch auf Investitionszuschuss (EUR 684.652,00), Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer (EUR 450.318,66) und aus Kapitalertragsteuer (EUR 200.506,97) sowie Forderungen gegen Gesellschafter (EUR 20,33). Grundkapital Das im Handelsregister eingetragene Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 EUR 188.551,00 und ist wie folgt in als auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 eingeteilt:
Sämtliche Aktien sind gezeichnet und das Grundkapital voll eingezahlt. Restrukturierung des Grundkapitals Durch Beschluss der Hauptversammlung am 22. Dezember 2009 wurde eine Restrukturierung des Grundkapitals beschlossen. Alle Vorzugsaktien der Serien (A), (A-1), (B) und (B-1) werden ohne Zuzahlung im Verhältnis 1:1 in Stammaktien umgewandelt. Der Gewinn- und Liquidationsvorzug der Vorzugsaktien der Serien (A) bis (B-1) wird damit aufgehoben. Ebenfalls wurde beschlossen das Grundkapital gegen Bareinlagen von EUR 188.551,00 bis zu EUR 307.521,00 durch Ausgabe von bis zu 118.970 neuen Stammaktien zu erhöhen. Die neuen Aktien werden zum Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Stammaktie ausgegeben. Die Eintragung des Beschlusses in das Handelsregister ist am 2. März 2010 erfolgt. Kapitalrücklage In der Kapitalrücklage werden ausschließlich schuldrechtliche Zuzahlungen in das Eigenkapital gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB ausgewiesen. Der Posten erfuhr in 2009 keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Bedingtes Kapital Insgesamt besteht zum 31. Dezember 2009 ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 40.855,00 (i. Vj. EUR 32.000,00). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juli 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.000,00 durch Ausgaben von bis zu 10.000 als auf den Namen lautende Stammaktien als Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Die Eintragung des bedingten Kapitals 2006/I in das Handelsregister ist am 16. August 2006 erfolgt. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung der Bezugsrechte gemäß nachfolgendem Optionsplan: Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juli 2006, ergänzt durch Beschluss vom 14. Dezember 2006, geändert durch Beschluss vom 23. Januar 2007, ist der Vorstand (bzw. der Aufsichtsrat) der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2010 einfach oder mehrfach an Mitglieder des Vorstands und an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen Optionsrechte für den Bezug von bis zu 10.000 auf den Namen lautende Stammaktien als Stückaktien auszugeben. An Mitglieder des Vorstands dürfen maximal 30% und an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens max. 70% der Optionsrechte ausgegeben werden. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Dezember 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 20.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000 als auf den Namen lautende Stammaktien als Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/II). Die Eintragung des bedingten Kapitals 2006/II in das Handelsregister ist am 29. Januar 2007 erfolgt. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Dezember 2007 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.000 auf den Namen lautenden Vorzugsaktien Serie (B) als Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2007/III). Die Eintragung des bedingten Kapitals 2007/III in das Handelsregister ist am 16. Januar 2008 erfolgt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. November 2008 wurde die Schaffung des bedingten Kapitals 2007/III als auch die Ermächtigung zur Gewährung von Optionsrechten abgeändert. Das Bedingte Kapital 2007/III dient der Gewährung von Bezugsrechten auf Stammaktien, anstelle von Vorzugsaktien der Serie (B). Der bei Ausübung der Optionsrechte zu entrichtende Ausübungspreis beträgt 20% vom Betrag der letzten Kapitalerhöhung. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 9. Januar 2009. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juli 2009 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 6.855,00 durch Ausgabe von bis zu 6.855 auf den Namen lautenden Stammaktien als Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/IV). Die Eintragung des bedingten Kapitals 2009/IV in das Handelsregister ist am 4. August 2009 erfolgt. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung der Bezugsrechte gemäß nachfolgendem Optionsplan: Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juli 2009 ist der Vorstand (bzw. der Aufsichtsrat) der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2011 einfach oder mehrfach an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder an die Geschäftsführung eines verbundenen Unternehmens Optionsrechte für den Bezug von bis zu 6.855 auf den Namen lautende Stammaktien als Stückaktien auszugeben. Der Ausübungspreis bei Ausübung der Optionsrechte beträgt EUR 1,00 pro Aktie. An die Ausübung der Optionsrechte sind bestimmte Bedingungen geknüpft, wie eine Wartezeit von zwei Jahren sowie die Voraussetzung, dass die Gesellschaft einen Umsatz von mindestens TEUR 3.500 in einem Geschäftsjahr erzielt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Dezember 2009 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 2.000 Stück auf den Namen lautender Stammaktien als Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/V). Die Eintragung des bedingten Kapitals 2009/V in das Handelsregister ist am 2. März 2010 erfolgt. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten des Inhabers der Wandelschuldverschreibung des Aktionärs Advanced Technology & Materials Co. Ltd., Peking/ Volksrepublik China. Zum 31. Dezember 2009 waren insgesamt 15.230 Optionsrechte auf Aktien ausgegeben, davon 8.400 an den Vorstand. Bilanzverlust Der Bilanzverlust hat sich in 2009 wie folgt entwickelt:
Sonderposten für Investitionszuschüsse Mit Zuwendungsbescheid vom 7. November 2007 sowie Änderungsbescheiden vom 19. Dezember 2008 und 17. Februar 2009 wurden der ODERSUN Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt EUR 10.405.552,00 bewilligt. Diese dienten der Finanzierung der Errichtung der Produktionsstätte "Lise-Meitner-Strasse 11" in 15517 Fürstenwalde (Spree). Im Verlauf des Jahres 2009 wurden davon EUR 9.720.900,00 an die ODERSUN überwiesen. Die restlichen EUR 684.652,00 wurden im April 2010 an die ODERSUN gezahlt. Damit ist zum 30. April 2010 der Investitionszuschuss vollständig ausgezahlt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse hat sich in 2009 wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:
Anleihen Mit Begebungsverträgen vom 19. November 2007 über eine Wandelschuldverschreibung wurden zwischen ODERSUN und Herrn Olaf Tober, Dr. Thomas Koschack, Dr. Jürgen Penndorf und der Ra Partners GmbH, Berlin, eine Wandelanleihe zum Nennbetrag von je EUR 5.000,00 geschlossen. Die Wandelanleihe berechtigt den Inhaber, entweder die Einlösung der Wandelschuldverschreibung zum Nennbetrag oder den Umtausch der Wandelanleihe in auf den Namen lautende Stammaktien der ODERSUN zu verlangen. Abhängig von dem bei Eintritt des Umtauschereignisses gegebenen Unternehmenswert kann eine Wandelschuldverschreibung in 5.000 Stammaktien der ODERSUN umgetauscht werden. Das Darlehen ist mit 5% p. a. zu verzinsen. Die Wandelschuldverschreibung wird fällig, wenn eines der unter § 4 des Begebungsvertrages beschriebenen Umtauschereignisse eintritt, jedoch spätestens 10 Jahre nach Zeichnung der Wandelschuldverschreibung. Wandelanleihen 5. Juni 2009 (Tranche 1 und 2) Am 5. Juni 2009 wurde ein Vertrag über eine Wandelanleihe ("convertible bridge loan agreement") zwischen ODERSUN und den Investoren Doughty Hanson & Co. Technology Ltd mit Sitz in London, VGF Investments I, LLC, mit Sitz in San Francisco, PCG CETF Holdings, LLC (Pacific Corporate Group), mit Sitz in La Jolla, Kalifornien, AGF Private Equity SA, mit Sitz in Paris, über EUR 10.000.000,00 geschlossen, der den Aktionären das Recht gewährt, die Wandelanleihe in neue Aktien zu wandeln. Das Darlehen ist mit 8% p. a. zu verzinsen, wobei die Zinsen zum Ende der Laufzeit fällig werden. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden EUR 9.999.087,84 der Summe der Wandelanleihe an ODERSUN gezahlt. Im Geschäftsjahr 2009 hat ODERSUN Zinsaufwendungen für die Wandelanleihen in Höhe von insgesamt EUR 309.837,63 abgegrenzt. Wandelanleihen 22. Dezember 2009 (Tranche 3 und 4) Am 22. Dezember 2009 wurde ein Vertrag über die Erweiterung der Wandelanleihe vom 5. Juni 2009 ("extension and amendment to the convertible bridge loan agreement dated 5. June 2009") zwischen ODERSUN und den Investoren Doughty Hanson & Co. Technology Ltd mit Sitz in London, VGF Investments I, LLC, mit Sitz in San Francisco, PCG CETF Holdings, LLC (Pacific Corporate Group), mit Sitz in La Jolla, Kalifornien, AGF Private Equity SA, mit Sitz in Paris, über TEUR 10.000 in zwei weitere Tranchen von je TEUR 5.000 geschlossen, der den Aktionären das Recht gewährt, die Wandelanleihe in neue Aktien zu wandeln. Die Wandelanleihe beträgt mit diesem Erweiterungsvertrag insgesamt TEUR 20.000 und wird in vier Tranchen aufgeteilt. Die Auszahlung der Tranchen 3 und 4 erfolgte erst in 2010. Die Rückzahlung des Darlehens (Tranche 1 bis 4) wird spätestens fällig am 25. Januar 2011. Es kann jedoch bis zum Fälligkeitszeitpunkt auf eine Umwandlung des Darlehens in neue Aktien optiert werden. Bei einer Wandlung werden dann die rückgestellten Zinsen ebenfalls gewandelt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten EUR 250.133,84 aus einem Annuitätendarlehen bei der Sparkasse Oder-Spree, Frankfurt (Oder). Das Annuitätendarlehen ist mit 5,64% p. a. verzinst; die Tilgung erfolgt mit 7,47% p. a. des Darlehensnennbetrags zuzüglich der durch die Rückzahlung ersparten Zinsen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten EUR 875.000,00 aus einem Darlehen bei der Sparkasse Oder-Spree, Frankfurt (Oder). Das Darlehen ist mit 4,25% p. a. verzinst; die Tilgung erfolgt mit EUR 125.000,00 p. a. In 2008 bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 10.636.000,00 bei der Sparkasse Oder-Spree, Frankfurt (Oder). Das Darlehen wurde mit 8,73% p. a. verzinst. Die erste Tilgung erfolgte am 27. März 2009 in Höhe von EUR 7.500.000,00. Das Darlehen wurde durch den Kreditnehmer nach Erhalt der Investitionszulage (ausgezahlt durch das Finanzamt) vollständig am 31. August 2009 zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten sind durch die Eintragung von Grundschulden, Raumsicherungsübertragung von Inventar, Globalabtretung von Forderungen, Bürgschaften eines Vorstandsmitgliedes, der Gründer und der Bürgschaftsbank Brandenburg sowie Abtretung von Lebensversicherungen besichert. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzten sich aus folgenden Posten zusammen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Investitionszulagen (EUR 1.361.727,13), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (EUR 569.309,76) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 35.531,48) und aus Stromsteuererstattungen für Vorjahre (EUR 50.976,18). Personalaufwand Die Gesellschaft beschäftigt im Durchschnitt neben den Vorständen 159 (i. Vj. 105) Mitarbeiter.
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten (EUR 1.846.808,93), Raumkosten (EUR 1.473.874,09), Fremdleistungen (EUR 718.124,30), Kosten für Forschung und Entwicklung (EUR 701.697,41), Reparatur- und Instandhaltungsaufwand (EUR 448.479,88), Reisekosten (EUR 333.474,73), Buchführungs-, Steuerberatungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 145.270,00), Finanzierungskosten (EUR 144.216,54), Werbekosten (EUR 281.984,26) sowie Aufwendungen für Werkzeuge und Kleingeräte (EUR 204.431,11). Die periodenfremden Aufwendungen von EUR 170.492,55 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus gekürzter Investitionszulage 2008 (EUR 85.332,35). V. Zusammensetzung der Gesellschaftsorgane Während des Geschäftsjahres 2009 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen: Ramin Lavae Mokhtari, Dipl.-Ing., Vorstandsvorsitzender, Kleinmachnow, bis 31. Januar 2009 Dr. Hein van der Zeeuw, Dipl.-Physiker, Vorstandsvorsitzender, Eindhoven, Niederlande, ab 6. Januar 2009 Olaf Tober, Dipl.-Physiker, Technischer Vorstand, Berlin Peter van Bommel, Master of Science, Finanzvorstand, Geldrop, Niederlande, ab 22. April 2009 Uwe Hering, Dipl.-Ing., Vorstand für Vertrieb und Produktmarketing, München, ab 1. Oktober 2009 Frank Prein, Dipl.-Ing. (FH), Produktionsvorstand, Dresden, ab 1. April 2010 Der Wohnsitz von Uwe Hering verlagert sich ab März 2010 von München nach Berlin. Während des Geschäftsjahres 2009 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen: George Wayne Powlick, Senior Manager bei Doughty Hanson Technology Ventures, London, Großbritannien, Vorsitzender Dr. Thomas Koschak, Dipl.-Physiker, Wiesenau, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Shai Weiss, Managing Partner bei Virgin Green Fund LLP, London, Großbritannien Die Gesellschaft hat einen aus maximal drei Personen bestehenden Beirat, der von den Aktionären mit einer Stimmenmehrheit von mindestens 60% benannt wird. Dieser Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Wolfgang von Meibom, Chairman der Anwaltssozietät Bird & Bird LLP, Düsseldorf Richard Parry-Jones, ehemaliger Chief Technical Officer der Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA Ludolf von Wartenberg, ehemaliger Hauptgeschäftsführer des BDI-Bundesverband der Deutschen Industrie e. V., Berlin VI. Gesamtbezüge des Vorstands Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen für 2009 TEUR 1.396. Zum 31. Dezember 2009 waren insgesamt 8.400 Optionsrechte auf Aktien an den Vorstand ausgegeben. Der Zeitwert pro Aktie beträgt zum Bilanzstichtag EUR 166,99. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftjahr 2009 keine Vergütung erhalten. Die Gesamtbezüge des Beirats betragen für 2009 TEUR 95. VII. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB liegen zum 31. Dezember 2009 nicht vor. VIII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2009 hatte die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 7.500, davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 350, insbesondere für die Verpflichtung aus einem Erbbaupachtvertrag. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2009 bestehen im Wesentlichen aus Versicherungsverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 170, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf TEUR 2.025, davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 2.025. IX. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von EUR 24.946.986,70 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt (Oder), 30. Juni 2010 ODERSUN AG Der Vorstand Dr. Hein van der Zeeuw Olaf Tober Peter van Bommel Uwe Hering Frank Prein Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die Geschäftsführung der Gesellschaft sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben uns vom Vorstand regelmäßig in Aufsichtsratssitzungen sowie durch mündliche Berichte über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und die Geschäftsentwicklung unterrichten lassen. Im Berichtszeitraum fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Tu diesen Sitzungen wurde unter anderem die Geschäftslage der Gesellschaft, die strategische Ausrichtung sowie die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken der Gesellschaft mit dem Vorstand erörtert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig vom Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. Wir haben den Jahresabschluss der Odersun Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Jahresergebnisses geprüft. Die von der Hauptversammlung gewählte KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG hat den Jahresabschluss der Odersun Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Lagebericht geprüft und mit dein uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und den vorgelegten Abschluss zu erheben. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Odersun Aktiengesellschaft und den Lagebericht in der heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses stimmen wir zu.
Berlin, den 21. Juli 2010 George Powlick, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Thomas Koschack, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Shai Weiss, Aufsichtsratsmitglied BerichtsprüfungBestätigungs-/Versagungsvermerk/BescheinigungstextBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ODERSUN AG, Frankfurt (Oder), für das Geschäftjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 30. Juni 2010 KPMG
AG
Geisler, Wirtschaftsprüfer Stief, Wirtschaftsprüfer |
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