Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 114114
Vorher
Vattenfall Europe New Energy Services GmbHVattenfall Energy Solutions GmbH
Eingetragen
17.6.2010
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
die Betätigung auf Gebieten der dezentralen Energieversorgung von Gebäuden und Quartieren, insbesondere in den Bereichen: a. Erzeugung, Vertrieb und Verteilung von Strom, Wärme und Kälte, b. Erwerb, Entwicklung, Vertrieb, Errichtung, Betrieb und Wartung von dezentralen Energielösungen bzw. erzeugungsanlagen, sowie c. mit den vorgenannten Gegenständen verbundenen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Scharnweber
seit 20.1.2025
Prokura
Christoph Weidt
seit 20.1.2025
Geschäftsführer
Marco Tocco
seit 6.12.2022
Geschäftsführer
Thomas Kreuziger
seit 14.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BEW Solutions GmbH (vormals: Vattenfall Energy Solutions GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäft und organisatorische Struktur

Die Unternehmen des deutschen Teilkonzerns von Vattenfall sind auf verschiedenen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Dazu gehören die Strom- und Wärmeerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie der Vertrieb und die Wärmeverteilung.

Die Vattenfall-Gruppe gliedert sich grenzübergreifend in fünf Business Areas: Heat and Customers & Solutions, Distribution, Generation, Markets und Wind. Die Business Areas sind wiederum in Business Units und Operating Units untergliedert. Den unternehmensweiten Stabsfunktionen zugeordnete Fachabteilungen unterstützen das Business und üben eine funktionale Steuerung im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs aus.

Die Vattenfall Energy Solutions GmbH, Hamburg, (Energy Solutions) gehört zur Business Area Heat and Customers & Solutions und wird dort innerhalb der Business Unit Heat Berlin geführt. Zum Geschäft der Energy Solutions gehört vor allem die Entwicklung und Realisierung von maßgeschneiderten Energielösungen für den Neu- und Bestandsbau.

Die Energy Solutions ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Vattenfall Wärme Berlin AG (Wärme Berlin).

Auf Vattenfall Konzernebene wurde ein strukturiertes Bieterverfahren durchgeführt, an dessen Ende die Entscheidung über den Verkauf der Wärme Berlin an das Land Berlin gefallen ist. Die Energy Solutions als Tochtergesellschaft der Wärme Berlin geht damit ebenfalls an das Land Berlin über. Der Kaufvertrag wurde zum Ende des Jahres 2023 durch die handelnden Parteien unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion ist für das 2. Quartal 2024 geplant. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Berliner Abgeordnetenhauses und der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Auswirkungen auf das Geschäft der Energy Solutions sind derzeit nicht absehbar.

Forschung und Entwicklung

Neben einer höheren Effizienz in den technischen Einrichtungen und Prozessen der Energieverteilung steht die klimaschonende Strom- und Wärmeerzeugung im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten des Vattenfall-Konzerns. Diese werden im Wesentlichen auf Ebene des Konzerns zusammengefasst.

Wirtschaftsbericht

Politisches Umfeld

Die Energy Solutions betreibt ihr Geschäft in einem Markt, der durch verschiedene regulatorische Rahmenbedingungen bestimmt wird. Dazu zählen neben der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) vor allem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sowie die einschlägigen Gesetze und Verordnungen auf Seiten der Kunden in der Immobilienwirtschaft. Hier nimmt beispielsweise das novellierte Gebäudeenergiegesetz (GEG), flankiert durch das zum 01.01.2024 in Kraft getretene Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG), eine zentrale Rolle ein. Da die Bundesregierung das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu einem wesentlichen Baustein ihrer politischen Arbeit macht, ist das enge Begleiten der Gesetzgebungsverfahren ein wichtiges Element für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Energy Solutions.

Auf dem Weg zur Erfüllung des Klimaschutzabkommens spielte bislang die Verbrennung von Erdgas eine zentrale Rolle. Dies hat sich mit dem Ausbruch des Ukrainekrieges am 20. Februar 2022 schlagartig verändert. Die Heizperiode 2022/2023 war von Risiken bei der Versorgungssicherheit und sehr hohen und volatilen Erdgas- und Strompreisen geprägt. Um Bürger und Bürgerinnen vor diesen hohen Preisen zu schützen, wurden Energieversorger durch das Gesetz über eine Soforthilfe für Letztverbraucher von leitungsgebundenem Erdgas und Kunden von Wärme (EWSG) und das Gesetz zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme (EWPBG) verpflichtet, definierte Entlastungszahlungen an ihre Kunden auszuzahlen. Diese Entlastungszahlungen bekommen die Energieversorger vom Bund erstattet.

Wirtschaftliches und Wettbewerbsumfeld

Die Energy Solutions bewegt sich auf ihren Heimatmärkten Berlin und Hamburg in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Sie konkurriert hier mit den Unternehmen der örtlichen Gasversorger und anderen Wärmeversorgungsarten. Der Trend zur Urbanisierung und der damit verbundene Neubauboom macht die großen Städte zu attraktiven Zielregionen für die Wettbewerber der Branche. Durch steigende Zinsen hat dieser Bauboom in 2023 vorerst sein Ende gefunden. Nach erster Verunsicherung und nun im GEG verankerten Anforderungen an Wärmeversorgungslösungen für Gebäude, erwächst eine große Nachfrage, bestehende Wärmeerzeugungsanlagen durch Wärmepumpen oder Quartierslösungen abzulösen. Dafür hat die Energy Solutions schon im September 2021 einen eigenen Bereich für die Quartiersversorgung gegründet. Trotz der hohen Wettbewerbsintensität konnte sich die Energy Solutions in den letzten Jahren erfolgreich am Markt behaupten und ihre Position festigen.

Die Gesellschaft baut stetig ihr Know-How in der Wärmepumpentechnologie und den Quartierslösungen aus und sucht neue Partner für die Anlagenkonzeptionierung und Abwärmenutzung. Derzeit befinden sich Quartierslösungen in verschiedenen Stadien von der Konzeptionierung bis hin zur konkreten Vertragsverhandlungen.

Die Energy Solutions analysiert und bewertet das Kundenverhalten im Zusammenhang mit den stark gestiegenen Energiekosten und der damit verbundenen Preissensibilität der Kunden. Dafür werden das Forderungsmanagement und persönliche Kundengespräche fortlaufend ausgewertet.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein grundlegender und vollständig integrierter Bestandteil der Geschäftstätigkeit und Strategie von Vattenfall. Die Strategie von Vattenfall spiegelt die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung wider, von denen sechs Ziele für das Unternehmen am relevantesten sind und zu denen Vattenfall den bedeutendsten globalen Beitrag leisten kann. Vattenfall konzentriert sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Erhöhung der Kreislaufwirtschaft, die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur nachhaltigen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, den Schutz der Artenvielfalt und die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit.

Die Business Areas bei Vattenfall sind für ihre Nachhaltigkeitsleistung direkt verantwortlich und sind daher verpflichtet, soziale und ökologische Themen in ihren jeweiligen Strategien und Geschäftsplänen zu berücksichtigen. Diese werden dann auf Konzernebene zusammengefasst, wo die wichtigsten sozialen Ziele (Mitarbeiterengagement und Lost-Time-Injury-Häufigkeitsrate) und ein ökologisches Ziel (CO 2 -Emissionen) gleiches Gewicht wie die finanziellen Ziele erhalten.

Umweltschutz ist ein vorrangiges Ziel von Vattenfall und ein fester Bestandteil in der Strategie der Energy Solutions. Die Gesellschaft hat ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 eingeführt und wendet es an. Das Umweltmanagementsystem der Energy Solutions wurde im Jahr 2023 erfolgreich rezertifiziert. Das aktuelle Zertifikat ist gültig bis zum 12. August 2024.

Der Schwerpunkt der umweltbezogenen Ziele liegt in der weiteren CO 2 -Reduktion. Dazu werden neben den umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Lösungen zunehmend Wärmepumpen integriert und Abwärmequellen erschlossen.

Lage des Unternehmens

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Umsatz und das Ergebnis nach Steuern für den handelsrechtlichen Abschluss.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Energy Solutions führt regelmäßige Kundenzufriedenheitsbefragungen durch. Die wesentlichen Kennzahlen zur Messung der Kundenzufriedenheit sind der NPS, der Net Promoter Score, sowie der CSI, der Customer Satisfaction Index. Der NPS leitet sich aus der Frage ab, ob die Kunden die Wärmelieferung der Energy Solutions einem Freund oder Kollegen empfehlen würden. Der CSI ist ein Indexwert und umfasst die Auswertung der Fragen mit Bezug auf die Erfahrungen und Ansprüche der Kunden. Die Energy Solutions hatte im Jahr 2021 einen NPS von -17, welcher sich in 2022 auf 6 gesteigert hat und im Jahr 2023 auf -30 gefallen ist. Der CSI lag im Jahr 2021 bei 69, stieg 2022 auf 72 und sank in 2023 auf 68.

Der Konzern führt regelmäßig Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Eine bestimmende Größe ist hier der Engagement Index. Im Geschäftsbereich, der für die Gesellschaft repräsentativ ist, wurde der Engagement Index von 75 im Jahr 2022 auf 85 gesteigert und liegt damit über dem Vattenfall-Durchschnittswert von 84 und der Energie & Versorgungsnorm von 83. Der zunehmend in die Aufmerksamkeit rückende Wert zur Psychologischen Sicherheit weist im Jahr 2023 einen Wert von 99 auf und liegt damit deutlich über dem Vattenfall-Durchschnittswert von 92 und dem der Energie & Versorgungsnorm von 80.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse und übrige Erträge 61.525 83.085 -21.560
Operative Aufwendungen *) -50.658 -75.451 24.793
Finanzergebnis -393 -577 184
Ergebnis nach Steuern 10.474 7.057 3.417

*) Zu den Operativen Aufwendungen zählen Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr verringerten sich die Umsatzerlöse um 22.263 T€ auf 60.739 T€. Ursächlich dafür sind insbesondere die aufgrund gefallener Gaspreise stark gesunkenen Wärmeerlöse und weiterhin deutlich geringere Stromerlöse aufgrund des erheblichen Verfalls der Strommarktpreise. Periodenfremde negative Umsatzerlöse wirkten sich ebenfalls umsatzvermindernd aus.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um 703 T€ auf 786 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus der Aktivierung von im Vorjahr nicht verbrauchten Biogas Zertifikaten in Höhe von 432 T€ sowie der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen.

Der um 25.362 T€ geringere Materialaufwand resultiert hauptsächlich aus den im Geschäftsjahr aufgrund der Marktpreisentwicklung erheblich gesunkenen Energiepreisen. Dementsprechend haben sich im Vorjahresvergleich die Aufwendungen für Erdgas um 25.121 T€ und für Strombezug um 2.952 T€ verringert. Gegenläufig dazu stiegen die Gasnetzentgelte aufgrund von Preissteigerungen um 733 T. Erstmals fielen im Geschäftsjahr Aufwendungen für eine Bilanzierungsumlage in Höhe von 1.153 T€ und für ein Gasspeicherumlage in Höhe von 276 T€ an. Die Aufwendungen für Instandhaltung sind im Wesentlichen wegen höherer Instandsetzungsmaßnahmen um 631 T€ gestiegen. Darin enthalten ist ein periodenfremder Ertrag in Höhe von 78 T€. Ebenso stiegen die Entgelte für Betriebsführung in Höhe von 116 T€ und die Aufwendungen für Serviceverträge aufgrund von Sonderprojekten um 177 T€.

Der um 199 T€ gestiegene Personalaufwand resultiert überwiegend aus höheren Löhnen und Gehältern in Höhe von 149 T€ aufgrund von Neueinstellungen im Geschäftsjahr.

Die Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 207 T€. Die Verringerung ergibt sich im Wesentlichen daraus, dass im Vorjahr nachträglich Anlagegüter aktiviert wurden und somit im Vorjahreswert auch Abschreibungen für frühere Jahre enthalten waren.

Die um 577 T€ gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren hauptsächlich aus höheren Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen.

Die Verringerung des negativen Finanzergebnisses um 184 T€ ergibt sich vollständig aus der Verzinsung der kurzfristigen Geldanlagen von der Vattenfall GmbH.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 10.434 T€ wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vollständig an die Wärme Berlin abgeführt.

Vermögens- und Finanzlage

T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 23.580 24.382 -802
Umlaufvermögen (einschließlich RAP) 55.833 55.295 538
79.413 79.677 -264
Passiva
T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Eigenmittel 1.572 1.725 -153
Langfristige Fremdmittel 645 768 -123
Mittel- und kurzfristige Fremdmittel 77.196 77.184 12
79.413 79.677 -264

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 29,7 %. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote nach Zurechnung von 70,0 % der Baukostenzuschüsse erreicht einen Wert von 2,0 % der Bilanzsumme.

Den Investitionen in Höhe von 3.196 T€ stehen Abschreibungen in Höhe von 3.956 T€ gegenüber und führen zu einem Rückgang des Anlagevermögens um 3,3 %.

Das Umlaufvermögen einschließlich des Rechnungsabgrenzungspostens (RAP) ist im Vergleich zum Vorjahr um 538 T€ gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahr höheren Forderungen aus dem Cashpooling.

Die geringeren Eigenmittel im Geschäftsjahr ergeben sich ausschließlich durch höhere Auflösungen von erhaltenen Baukostenzuschüssen.

Die Erhöhung der mittel- und kurzfristigen Fremdmittel um 12 T€ resultiert hauptsächlich aus den im Geschäftsjahr zurückgestellten Aufwendungen für Abgabeverpflichtungen von CO 2 Zertifikaten. Gegenläufig wirkten sich geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

Gesamtaussage

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die Geschäftsführung als positiv beurteilt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und keine Auszubildenden. Die Belegschaft erhöhte sich gegenüber dem Ende des Vorjahres um 4 Personen. Die Beschäftigungszunahme ergibt sich aus 9 Zugängen und 5 Abgängen.

Prognosebericht

Die Heizperiode 2022/2023 wies hohe und teilweise stark volatile Erdgaspreise auf. Mit Ende der Heizperiode sind die Preise abgefallen und haben sich über dem Sommer stabilisiert, um mit Beginn der Heizperiode 2023/2024 wieder leicht anzusteigen. Die Preise liegen weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn des Ukraine-Krieges in 2020 und 2021, aber im Jahresschnitt nicht mehr auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2023 hat die Energy Solutions Umsätze in Höhe von 60.739 TEUR generiert und somit die Planerwartung um rund 36.000 TEUR unterschritten. Die Planung beruhte auf der Grundlage einer wesentlich höheren Preisprognose sowie auf einer höheren Absatzmengenplanung, das Jahr 2023 war um ca. 7,4% wärmer als prognostiziert. Da eine weitere Senkung des Preisniveaus erwartet wird, werden die Umsatzerlöse leicht niedriger ausfallen als im Jahr 2023, auch wenn ein wieder gestiegener Wärmeabsatz geplant ist.

Aufgrund gleichartiger Effekte in der Plan-Ist-Entwicklung sank der Brennstoffaufwand um 38.500 TEUR, während der CO 2 Aufwand aufgrund des angestiegenen Preises leicht über dem Plan lag.

Damit konnte der Rohertrag signifikant gesteigert werden, was den wesentlichen Beitrag für das EBIT (Earnings before interest and taxes) von 10.867 TEUR (Anstieg um über 4.500 TEUR im Vergleich zur Vorjahresprognose) darstellt.

Die Rohstoffpreise werden stark rückläufig sein, was zeitversetzt die Wärmepreise mindert und somit niedrigere Wärmeerlöse erwarten lässt. Das wirkt entsprechend senkend auf das Planergebnis.

Die Energy Solutions arbeitet stetig an der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Der negative Wert des Net Promoter Scores wird anteilig auf die gestiegenen Preise in 2022 zurückgeführt. Die Preise für Bestandsverträge verändern sich überwiegend monatlich, nach sogenannten Preisänderungsformeln. Diese Formel berücksichtigt Marktpreise und Indizes des statistischen Bundesamtes. Das Ziel ist, mit Blick auf das bereits eingetretene gefallene Preisniveau, die Kundenzufriedenheit wieder auf das höhere Niveau der Vorjahre zu bringen. Als Zielsetzung für die Mitarbeiterzufriedenheit gilt es, das hohe Niveau des Engagements zu halten und dabei die Psychologische Sicherheit auf ebenfalls hohem Niveau zu halten.

Die Energy Solutions wird im Einklang mit der Strategie des Landes Berlin, eine klimaneutrale Stadt zu entwickeln, zukünftig verstärkt Technologien mit einem geringeren CO 2 Fußabdruck in das Portfolio aufnehmen und Abwärmepotentiale erschließen. Ergänzt wird der technologische Wandel durch die verstärkte Beimischung von CO 2 -neutralen Brennstoffen wie z.B. Biomethan in den Brennstoffmix.

So wurde in 2023 der spezifische CO 2 Verbrauch nach der Stromgutschriftsmethode von 193 g CO 2 e/kWh auf 165 CO 2 e/kWh gesenkt. Ziel ist es die spezifischen Emissionen weiter abzusenken.

Die strategische Planung sieht ein organisches Wachstum in den Wärmemärkten in Berlin und Hamburg vor. Die geplanten Neuanschlüsse werden sich positiv auf das Wärmegeschäft auswirken.

Das bislang vor allem durch das Neubausegment getragene Wachstum der Gesellschaft wird zukünftig um Projekte im Wohnungsbestand sowie in Quartieren erweitert. Die Energy Solutions sieht vor allem in der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) und der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gute Hebel zur Realisierung von Projekten im Gebäudebestand. Hier stellt die Gesellschaft das Angebotsportfolio auf das von der Bundesregierung ausgerufene 65 %-Erneuerbare Energien Ziel ab.

Es wird erwartet, dass das Ergebnis der Energy Solutions in 2024 trotz eines geplant steigenden Wärmeabsatzes gegenüber dem Vorjahr signifikant absinkt. Es wird aber in Summe ein positives Ergebnis erwartet.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die Energy Solutions ist ein am Markt etablierter Anbieter von innovativen, dezentralen Energielösungen für B2B-Kunden der Immobilienwirtschaft. Die größten Chancen für die Gesellschaft ergeben sich aus der politisch und gesellschaftlich gewollten Transformation des Gebäudebestandes in Deutschland mit dem Ziel, dessen CO 2 -Emissionen nachhaltig zu reduzieren und sich von fossilen Brennstoffen zu befreien. Der Wechsel der Beheizungsart, das Kerngeschäft der Gesellschaft, ist dafür der effizienteste Weg. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Potenziale aus der engeren organisatorischen Verzahnung der Vertriebsaktivitäten der Wärme Berlin und der Energy Solutions. Zusätzlich konnte die Gesellschaft maßgeblich ihr Know-How im Bereich der Quartiersentwicklung bündeln und ausbauen.

Technische Risiken

Die technischen Risiken beim Betrieb der Erzeugungsanlagen werden durch regelmäßige Wartungen sowie durch zweckmäßige Instandhaltung vermindert. Die Beseitigung von Störungen, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden durch beauftragte Fachfirmen ausgeführt.

Sonstige Risiken

Der schnelle Zinsanstieg und das Verharren auf hohem Niveau führt dazu, dass vereinzelt Bauprojekte gestoppt, verschoben oder abgesagt werden. Hier besteht ein Risiko, dass geplante Einnahmen ausbleiben. Aufgrund des überwiegenden Engagements der Energy Solutions im nichtgewerblichen Kundensegment sind Zahlungsausfälle aus laufenden Lieferbeziehungen kaum zu erwarten. Dazu werden im Jahr 2023 die weit überwiegenden Kunden gemäß EWPBG anteilig von der Bundesregierung entlastet. Da das Preisniveau weiterhin über dem Vorkrisenniveau liegt, ist eine höhere Preissensibilität abzuleiten. Somit ergibt sich ein potentielles Risiko der Preis- und damit der Rechnungsanfechtung.

Die aktuell vorherrschende Inflation führt nicht nur zu steigenden Brennstoffpreisen, sondern auch zu steigenden Anlagenpreisen. Daraus ergibt sich eine Verteuerung der Grundkosten für die Wärmeversorgung. Dies kann zu Entscheidungshemmnissen bei den Kunden führen. Da der Neubau von Immobilien durch Inflations- und Zinsentwicklung stark gedämpft ist, wird die Energy Solutions den Akquise Fokus vom Neubau auf den Bestandsbau verlagern. Da dies keine für die Energy Solutions spezifische Herausforderung ist und die Modernisierung der Wärmeversorgung zwingend notwendig sowie politisch und gesellschaftlich gefordert ist, sieht die Energy Solutions für sich kein wettbewerbliches Risiko, erwartet jedoch langwierige Akquisitionsmaßnahmen.

Im Jahr 2023 wurden Wärmepreissteigerungen anteilig kompensiert durch das Gesetz zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme (EWPBG). Zeitgleich sichert das EWPBG anteilig die Erlöse der Versorger. Für die aktuelle Heizperiode ist nicht mehr von einer Gasmangellage auszugehen. Die deutschen Gasspeicher sind auf einem sehr hohen Füllstand und LNG-Lieferungen wurden ermöglicht. Derzeit lassen sich keine konkreten Risiken für die Gesellschaft erkennen.

Mit Ausruf des Notfallplans Gas zum 30.02.2022 hat die Energie Solutions sich aktiv auf eine mögliche Gasmangellage vorbereitet, Maßnahmen identifiziert und laufend aktualisiert. Kommt es zur Anordnung durch die Bundesregierung zur Einstellung von gasbasiertem KWK-Strom, kann dies, in Abhängigkeit der Marktpreise und dem Umfang der Anordnung, zu reduzierten Gewinnen aus der Stromerzeugung führen. Muss die Wärmeversorgung vereinzelt für Gewerbekunden unterbrochen werden, so entfallen Kosten und Erlöse in gleichem Maße. Eine Anwendung dieser Maßnahmen wird für die laufende Heizperiode 2023/2024 nicht gesehen, zumal die überwiegende Kundenanzahl der Energy Solutions zu der nach § 53a EnWG geschützten Kundengruppe zählt.

Die Unsicherheiten in der Gasbeschaffung haben sich deutlich reduziert. Die Verfügbarkeit war in 2023 uneingeschränkt und wird auch in 2024 ohne Einschränkung erwartet. Die Gaspreise und damit die Wärmepreise haben an Volatilität verloren, liegen jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau vor Ausbruch des Ukrainekrieges. Zusätzlich ist der Emissionspreis gemäß BEHG von 30 auf 45 Euro je Tonne angestiegen. Dies führt zum einen zu einer erhöhten Preissensibilität der Kunden und begünstigt zum anderen die unternehmerisch angestrebte Dekarbonisierung des Portfolios.

Gesamtrisikolage

Für die Gesellschaft ergab sich im Jahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine Bestandgefährdungen erkennbar.

der Vattenfall Energy Solutions GmbH, Hamburg, HRB 114114, Amtsgericht Hamburg

Bilanz

AKTIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen (1)
Sachanlagen 23.580 24.382
23.580 24.382
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 906 611
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 54.897 54.519
Flüssige Mittel - 139
55.803 55.269
Rechnungsabgrenzungsposten (4) 30 26
79.413 79.677

PASSIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital (5)
Gezeichnetes Kapital 100 100
Kapitalrücklage 233 233
333 333
Baukostenzuschüsse (6) 1.770 1.989
Rückstellungen (7) 5.093 1.446
Verbindlichkeiten (8) 72.217 75.909
Rechnungsabgrenzungsposten - -
79.413 79.677

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (9) 60.739 83.002
Sonstige betriebliche Erträge (10) 786 83
Materialaufwand (11) -39.284 -64.646
Personalaufwand (12) -2.077 -1.878
Abschreibungen (13) -3.956 -4.163
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -5.341 -4.764
Zinsergebnis (15) -393 -577
Ergebnis nach Steuern 10.474 7.057
Sonstige Steuern (16) -40 -45
Aufwendungen aus Gewinnabführung -10.434 -7.012
Erträge aus Verlustübernahme 0 0
Jahresüberschuss - -

Anhang

Allgemeine Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Vattenfall Energy Solutions GmbH (Energy Solutions) wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft führt Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne § 6b Abs. 3 EnWG aus. Alle Werte sind in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Im Bericht dargestellte Beträge in Höhe von 0 T€ stellen Rundungen und ein "-" eine Fehlanzeige dar.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Energy Solutions wird in den Konzernabschluss der Vattenfall AB mit Sitz in Solna/Schweden einbezogen. Vattenfall AB stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird nach den Vorschriften der von der EU-Kommission übernommenen IAS/IFRS erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Des Weiteren ist er beim Bolagsverket in Sundsvall erhältlich. Dort ist die Gesellschaft in das Register unter der Nummer 556036-2138 eingetragen.

Zwischen der Energy Solutions und der Vattenfall Wärme Berlin AG (Wärme Berlin) besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Energy Solutions ist in den körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

AKTIVA

Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten in angemessenem Umfang anteilige Gemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Abschreibungen für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft oder hergestellt wurden, werden, soweit steuerlich zulässig, nach der degressiven Methode vorgenommen. Ein Übergang auf die lineare Methode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für ab dem 1. Januar 2008 angeschaffte oder hergestellte Sachanlagen wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese betragen bei den Immateriellen Vermögensgegenständen 3 Jahre, bei den Sachanlagen im Wesentlichen 1 bis 25 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn bei dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögensgegenstands.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten über 250,00 € und bis zu 1.000,00 € erfolgt die Aktivierung als jahresbezogener Sammelposten. Diese werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und in Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch verrechnet. Die Forderungen aus noch nicht abgerechnetem Verbrauch basieren auf nach anerkannten Methoden durchgeführten Hochrechnungen für den Leistungszeitraum.

Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, ebenso Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

PASSIVA

Baukostenzuschüsse

Erhaltene, investitionsbezogene Baukostenzuschüsse werden passiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer der zugehörigen Anlagegüter linear aufgelöst. Bis zum 30. Juni 2003 erhaltene Baukostenzuschüsse werden über 20 Jahre ertragswirksam aufgelöst, sofern nicht eine kürzere Laufzeit vereinbart ist.

Rückstellungen

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Prämissen

% 31.12.2023 31.12.2022
Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen 1,83 1,78
Abzinsungsfaktor für den Pensionsverpflichtungen vergleichbare und andere langfristige Personalrückstellungen 1,75 1,44
Langfristige Gehaltssteigerungsrate 2,50 2,50
Allgemeiner Rententrend 1,00 0,00 bis 2,50
Fluktuationsrate 0,00 bis 10,40 0,00 bis 10,40
Inflationsrate 2,25 2,25
Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze 3,50 3,50

Für die Abzinsung werden auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnete Zinssätze angewandt. Basis für die Hochrechnung sind die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und am 30. November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze. Bei Pensionsrückstellungen sind zur Durchschnittszinsermittlung die vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei den anderen Rückstellungen die vergangenen sieben Geschäftsjahre einzubeziehen. Für langfristige Pensions- und Personalrückstellungen wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Soweit Pensionsverpflichtungen mit dem Aktivwert einer Versicherung rückgedeckt sind, werden diese mit den jeweiligen Rückstellungen saldiert.

Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsnehmers zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung).

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wird im Zinsergebnis erfasst. Das Ergebnis aus Zinssatzanpassungen wird mit den anderen Zuführungsbeträgen zur Rückstellung im zugehörigen Aufwandsposten verrechnet. Im Falle eines sich daraus ergebenden Ertrags wird dieser innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen.

Die anderen sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen, die für die Verpflichtung zur Abgabe von CO 2 -Emissionszertifikaten gegenüber der Deutschen Emissionshandelsstelle gebildet wurden, sind zum Buchwert der abzugebenden CO 2-Emissionszertifikate bzw. zum Marktwert bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Vattenfall Energy Solutions GmbH war bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2023 in den ertragsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen. Ab dem 1. Januar 2024 gehört sie zum ertragsteuerlichen Organkreis der Vattenfall Wärme Berlin AG. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung -auch dort bilanziert.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgt für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten eine Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Das Niederstwertprinzip für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und das Höchstwertprinzip für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Wertansatz beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten im Berichtsjahr 2023 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens, beigefügt als Anlage, dargestellt.

(2) Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.988 42.676
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.434 10.018
Sonstige Vermögensgegenstände 2.475 1.825
54.897 54.519

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen noch nicht abgerechneten Forderungen von 58.889 T€ (Vorjahr: 66.756 T€) erhaltene Abschlagszahlungen von 57.223 T€ (Vorjahr: 26.253 T€) gegenüber. Des Weiteren sind 640 T€ (Vorjahr: 0) Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie 100 T€ (Vorjahr: 491 T€) Entlastungsbeträge aus dem Soforthilfegesetz (EWSG) und 15.307 T€ (Vorjahr: 0) aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG), die noch nicht an die Kunden ausgezahlt werden konnten, saldiert.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen 45.615 T€ (Vorjahr: 8.371T€) verzinsliche kurzfristige Geldanlagen bei der Vattenfall GmbH.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 778 T€ (Vorjahr: 1.625 T€) auf Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin Wärme Berlin bestehen in Höhe von 574 T€ (Vorjahr: 921 T€).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Mineralölsteuererstattungen für das Geschäftsjahr und für Vorjahre ausgewiesen.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Abgrenzungen für Versicherungen.

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 100.000,00 € wird zu 100,0 % von der Wärme Berlin gehalten.

(6) Baukostenzuschüsse

Hierbei handelt es sich um vereinnahmte Zuschüsse für Investitionen im Zusammenhang mit der Wärmeversorgung.

(7) Rückstellungen

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 114 171
Sonstige Rückstellungen 4.979 1.275
5.093 1.446

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um Aktivwerte bei Rückdeckungsversicherungen.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Bei einem Ansatz dieser Rückstellungen unter Anwendung einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um 3 T€ höhere Rückstellung.

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 120 180
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände -6 -9
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 114 171

Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für die Abgabe von Zertifikaten für CO 2 und Biogas sowie Verpflichtungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen.

T€ 31.12.2023 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.475 2.475 - 1.458 1.458 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.587 14.587 55.000 74.422 19.422 55.000
Sonstige Verbindlichkeiten 155 155 - 29 29 -
davon aus Steuern (29) (29) (-) (22) (22) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-) (-) (-) (4) (4) (-)
72.217 17.217 55.000 75.909 20.909 55.000

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 55.000 T€ (Vorjahr: 55.000 T€) Darlehensverbindlichkeiten bei der Vattenfall GmbH. Verbindlichkeiten gegenüber der Wärme Berlin bestanden in Höhe von 11.560 T€ (Vorjahr: 8.424 T€). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 14.587 T€ (Vorjahr: 18.533 T€) auf Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

T€ 2023 2022
Wärmelieferungen 52.505 67.628
Stromlieferungen 7.252 13.880
Vermiedene Netznutzung 327 338
Übrige 655 1.156
60.739 83.002

In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen für Stromsteuer in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 29 T€) verrechnet.

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt.

Die Umsatzrealisierung bleibt durch die Gesetze zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher (Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz und Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz) unberührt. Unter den Umsatzerlösen des Berichtsjahres werden auch die Ausgleichsansprüche gegen die Bundesrepublik Deutschland nach dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz in Höhe der gewährten Entlastung der betroffenen Letztverbraucher erfasst.

Die übrigen Erlöse enthalten hauptsächlich Auflösungen von Baukostenzuschüssen und zweckgebundene Zuschüsse im Rahmen von Projektförderungen. Weiterhin enthalten sind Erlöse aus Personalgestellung und aus Weiterverrechnungen von Mieten und anderen Dienstleistungen.

(9) Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2023 2022
Übrige Erträge 468 0
Erträge aus Herabsetzung Pauschalwertberichtigung 264 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 54 17
Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens 0 66
786 83

Die übrigen Erträge enthalten hauptsächlich periodenfremde Erträge in Höhe von 432 T€, die aus der Aktivierung von im Vorjahr nicht verbrauchten Biogas Zertifikaten entstanden sind.

(10) Materialaufwand

T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.654 59.949
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.630 4.697
39.284 64.646

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Strom- und Erdgasbezug. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind hauptsächlich Aufwendungen für Instandhaltung sowie für Betriebsführungsentgelte enthalten.

(11) Personalaufwand

T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 1.654 1.505
Soziale Abgaben 344 334
Aufwendungen für Altersversorgung 4 33
für Unterstützung 75 6
2.077 1.878

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer - -
Angestellte 23 22
23 22

(12) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Einzelnen aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

T€ 2023 2022
Serviceleistungen 3.454 3.418
Erhöhung Wertberichtigungen 807 227
Rechts- und Beratungskosten 322 221
Übrige Aufwendungen 246 165
Mieten und Pachten 216 381
Werbemaßnahmen 155 164
Vertriebsleistungen 64 64
Sonstige Personalaufwendungen 44 14
Versicherungen 33 74
Aufwendungen aus Abgang des Anlagevermögens - 36
5.341 4.764

Die Serviceleistungen umfassen hauptsächlich Aufwendungen für Personalgestellung, die im Rahmen der Zusammenlegung von Vertriebsaktivitäten mit der Wärme Berlin entstanden sind. Darüber hinaus sind Serviceleistungen für IT und kaufmännische Dienste sowie Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Stabsfunktionen enthalten.

Honorare des Abschlussprüfers

Für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 53 T€ (Vorjahr: 26 T€) berechnet. Die Honorare entfallen mit 22 T€ (Vorjahr: 22 T€) auf Abschlussprüfungsleistungen, 31 T€ (Vorjahr: 4 T€) betreffen andere Bestätigungsleistungen.

(14) Zinsergebnis

T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7 0
davon an verbundene Unternehmen (-) (-)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -400 -577
davon an verbundene Unternehmen (-396) (-574)
-393 -577

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Verzinsung des von der Vattenfall GmbH gewährten Darlehens sowie die Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen bei der Vattenfall GmbH.

Der Zinsanteil in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 3 T€) aus der Zuführung zu den Pensions- und Personalrückstellungen wird unter den "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen.

(15) Sonstige Steuern

Die ausgewiesenen Steueraufwendungen betreffen Stromsteuer sowie Grundsteuer.

Mindeststeuer

Zum 31. Dezember 2023 wurden die BEPS Pillar Two Regelungen (MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Der Vattenfall-Konzern hat im Vorfeld des Abschlussstichtags eine erste indikative Analyse durchgeführt, um die grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen das Unternehmen möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar Two Top-Up Tax (Steuererhöhungsbetrag) ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR-Safe-Harbour Regelungen einschlägig sind, was für die Jurisdiktion, in der die <Name der Gesellschaft> ansässig ist, insoweit zutrifft.

Der hiernach vereinfacht berechnete effektive Steuersatz für die Konzernunternehmen der sogenannten Mindeststeuergruppe innerhalb des deutschen Steuerhoheitsgebiets übersteigt den Übergangssteuersatz von 15%, weshalb sich ein möglicher Steuererhöhungsbetrag voraussichtlich auf Null reduziert.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestand ein Bestellobligo für Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 4.974 T€ (Vorjahr: 3.606 T€), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 5 T€).

Geschäfte größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die Einfluss auf die Höhe der Entgelte von regulierten Bereiche haben können, bestehen nicht.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind in einer gesonderten Übersicht als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge.

 

Hamburg, 01. März 2024

Carolin Süß

Marco Tocco

Geschäftsführung der Vattenfall Energy Solutions GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens

T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1 - - - 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1 - - - 1
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 378 - - - 378
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.495 384 - 152 42.727
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23 - - 15 8
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.905 2.812 - - 5.717
II. Sachanlagen 45.801 3.196 - 167 48.830
Anlagevermögen 45.802 3.196 - 167 48.831
T€ Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1 - - 1 - -
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1 - - 1 - -
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 277 14 - 291 87 101
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.122 3.942 110 24.954 17.773 21.373
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20 0 15 5 3 3
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - 5.717 2.905
II. Sachanlagen 21.419 3.956 125 25.250 23.580 24.382
Anlagevermögen 21.420 3.956 125 25.251 23.580 24.382

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Vattenfall Energy Solutions GmbH:

Carolin Süß

Head of Energy Solutions Germany, Vattenfall Wärme Berlin AG

Marco Tocco

Leiter Business Control Administration, Vattenfall Wärme Berlin AG

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vattenfall Energy Solutions GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vattenfall Energy Solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vattenfall Energy Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Berlin, den 1. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Merle Holland, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 05.03.2024 festgestellt.

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