SAL Heavy Lift GmbHLiquidiert

Brooktorkai 20, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 127362
Eingetragen
16.1.2012
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der BinnenschifffahrtBetrieb von Häfen
Gegenstand
der Betrieb von Schiffen und Schifffahrtsgeschäften aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Jens Baumgarten
seit 10.11.2020
Geschäftsführer
Maximilian Karp
seit 10.11.2020
Prokura
Christian Schleif
seit 10.11.2020
Prokura
Stephanie Schillgalies
seit 10.11.2020
Prokura
Soeren Bibow
seit 26.4.2020
Geschäftsführer
Claas Matthies
seit 18.10.2017
Geschäftsführer
Martin Dr. Harren
seit 28.7.2017
Geschäftsführer
Sebastian Westphal
seit 2.10.2015
Prokura
Jan Peter Esbensen
seit 2.5.2013
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAL Heavy Lift GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Dieser Lagebericht enthält Aussagen zum zukünftigen Geschäftsverlauf des SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg. Den Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir derzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen.

Grundlagen des Unternehmens

SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg

Die SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg, (SAL) ist in der internationalen Schwergutschifffahrt tätig. Dabei werden zum Bilanzstichtag 4 (Vorjahr: 6) eigene Schwergutschiffe, 10 (Vorjahr: 8) Charterschiffe und 5 (Vorjahr: 4) Schiffe im modifizierten "Commercial Management" eingesetzt. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt im Einsatz der Schiffe im sogenannten "Semi-Liner Business". Des Weiteren wird das "Project Business" mit Schiffen der eigenen Flotte abgedeckt.

Die SAL tritt als Befrachtungsgesellschaft innerhalb des SALTO Holding GmbH & Co. KG-Konzerns (SALTO-Gruppe) auf und ist mit der Marke "SAL Heavy Lift" am Markt aktiv.

Struktur der SAL

Die SAL Heavy Lift ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die ihren Geschäftssitz in Hamburg hat. SAL ist am Bilanzstichtag an 5 Auslandsgesellschaften beteiligt, die exklusiv die Marke "SAL Heavy Lift" in den unterschiedlichen Regionen der Erde repräsentieren.

Organisation und Leitung

Die Geschäftsführung der SAL bestand zum Bilanzstichtag aus zwei Mitgliedern - Dr. Martin Harren und Claas Matthies.Das Führungsteam besteht aus einem Chief Executive Officer (Martin Harren), Chief Financial Officer (Claas Matthies), Chief Operating Officer (Justin Archard) und einem Chief Technical Officer (Sebastian Westphal).

Unternehmensziele und -strategie

Vorrangiges strategisches Ziel ist ein kontinuierliches Wachstum mit einhergehend stabiler Gewinnentwicklung. Die Voraussetzung für die Erreichung dieses Zieles ist die erwartete weltweit steigende Nachfrage nach Transportleistungen. Dafür werden die vorhandenen Segmente vorsichtig ausgebaut und erweitert.

Die Erwirtschaftung nachhaltiger positiver Cash-Flows, eine solide Unternehmensfinanzierung und damit eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind dabei wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit.

Die nachhaltige Unternehmensentwicklung ist weiterhin das oberste Ziel. Als Dienstleister will das Unternehmen die gute Position in den von bearbeiteten Marktsegmenten sichern und weiter ausbauen. Kernelemente der Strategie sind u.a. die von Kunden und Lieferanten wahrgenommene Zuverlässigkeit und die hohe Qualität der angebotenen Dienstleistungen.

Es ist das Bestreben der SAL, dabei den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden gerecht zu werden und bei den zu erbringenden Dienstleistungen die Gefahr von Unfällen und die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Ein wesentliches Element der Unternehmensstrategie ist die umfassende Senkung des Kostenniveaus und die Verbesserung der Erlösqualität. Um das angestrebte Profitabilitätsniveau zu erreichen sind weitere Effizienzverbesserungen und Kosteneinsparungen notwendig. Im Rahmen eines Strategieprogrammes sollen bis 2020 jährlich weitere erhebliche Kosteneinsparungen sowie zusätzliche Erlösbeiträge realisiert werden. Wichtige Maßnahmen zur Nutzung zusätzlicher Erlöspotentiale sind u. a. die Verbesserung der Ladungsoptimierung und die Erhöhung des Anteils an rentablerer Projektladungen. Ein weiterer wesentlicher Hebel ist ein effizientes Kostenmanagement. Die Kostenbasis ist allerdings zu großen Teilen abhängig von externen Einflussfaktoren. Aufgrund der weltweiten operativen Geschäftsaktivitäten beeinflussen Wechselkursschwankungen in erheblichem Maße die Höhe der Kosten. Des Weiteren wird die operative Kostenbasis von der Bunkerpreisentwicklung beeinflusst. Die Höhe des Bunkerpreises korreliert mit der Entwicklung des Rohölpreises und unterliegt starken Schwankungen.

Darüber hinaus hat die optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffskapazitäten einen wesentlichen Einfluss auf die Erzielung eines langfristig profitablen Wachstums. Eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind ebenfalls wichtige Grundlagen für das langfristig profitable Unternehmenswachstum von der SAL.

Die SAL beabsichtigt, die bestehende Positionierung als führender "Heavy Lift und Project Carrier" weiter zu stärken. Dabei findet hinsichtlich des Reisecharterdienstes eine Fokussierung auf profitable Regionen statt, bei denen eine konstante Nachfrage nach Transportleistungen im Bereich Schwergut und Projektladungen gegeben ist. Mit dem Fokus auf Qualität und lokale Kundenanforderungen beabsichtigt die SAL Innovationen und Investitionen in Engineering, technisches Know-how sowie die Verbesserung des Betriebs zu tätigen.

Strategische Schwerpunkte in den Segmenten

"Projekt Business"

In den letzten Jahren konnte das Tätigkeitsfeld vor allem durch die Durchführung von Offshore Wind Projekten weiter ausgebaut werden und auch zukünftig geht die Unternehmensleitung davon aus, in diesem Bereich Zuwächse erzielen zu können. Die Vergrößerung der in diesem Tätigkeitsbereich eingesetzten Flotte wird angestrebt. Bei der Bearbeitung dieses Marktsegments profitiert das Unternehmen von der gewonnenen Reputation, Referenzprojekten und entsprechenden Synergien.

"Semi-Liner Business"

Im Vorjahr hat die SAL damit begonnen, die Flotte durch die Aufnahme von Harren & Partner Schiffen zu erweitern. Da der "Semi-Liner-Service" das Rückgrat der SAL bildet, soll dieser auch weiterhin mit eigenen und gecharterten Schiffen betrieben werden und wenn sich Gelegenheiten bieten soll auch hier die Erweiterung bzw. Verjüngung der eingesetzten Flotte erfolgen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des International Monetary Fund (IMF) belief sich das Wachstum der Weltwirtschaft in 2018 auf 3,6%. In seinem im April 2019 veröffentlichten Ausblick (world economic outlook) rechnet das IMF damit, dass das globale Wachstum in 2019 und 2020 voraussichtlich nur noch um 3,5% bzw. 3,6% steigen wird, und nahm seine letzte Wachstumsprognose damit um jeweils 0,2%-Punkte zurück.

Das für die internationale Schifffahrt bedeutende Welthandelsvolumen verzeichnete in 2018, gemäß Angaben des IMF und der Welthandelsorganisation (WTO), ein Wachstum von 3,6% (Vorjahr: 4,9% (IMF)) und 3,0% (Vorjahr: 4,7% (WTO)). Die Prognosen für das Wachstum des Welthandelsvolumens liegen für die Jahre 2019 und 2020 bei 3,3% und 3,6% (IMF) bzw. bei 2,6% und 3,0% (WTO).

Der Euro-Referenzkurs der EZB zum US-Dollar (USD) wurde zum Ende des Berichtszeitraumes am 31. Dezember 2018 auf 1,1450 USD je EUR festgelegt (Europäische Zentralbank). Für die SAL wirkt sich der EUR/USD-Wechselkurs unmittelbar auf die Ertragslage aus.

In den Segmenten General Cargo-, Multipurpose- und Projekt- sowie Projekt-Schwergutschifffahrt sind Signale für eine positive Entwicklung der Einnahmesituation zu erkennen.

Das Marktforschungsinstitut Drewry hält für die kommenden Jahre bis 2023 zwei Szenarien je nach Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China für wahrscheinlich. Zum einen werden ein Anstieg des globalen Bruttosozialprodukts und eine Investorenzuversicht als wesentliche positive Wachstumsfaktoren für die MPP und Heavy Lift Märkte ausgemacht. So führen ein geringerer Wettbewerb um Marktanteile und ein steigendes Marktvolumen dazu, dass der Markt bis 2023 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,7% wachsen wird. Im anderen Szenario geht Drewry davon aus, dass sich die Wachstumsrate etwas abschwächt und mit 0,7% bis 2023 fortentwickeln wird.

Alle Segmente profitieren weiterhin davon, dass ältere Tonnage in Vorjahren den Markt verlassen hat (Verschrottung) aber neue Tonnage nur in geringem Umfang in den Markt eingetreten ist und sich auch weiter nur wenige Neubauten in den Orderbüchern der Werften finden. Unter den Marktteilnehmern besteht allerdings weiterhin ein verstärkter Wettbewerbsdruck.

Im Folgenden wird auf die Entwicklungen eingegangen, die die beiden großen Segmente der SAL - "Semi-Liner Business" und "Projekt Business" im Geschäftsjahr genommen haben.

"Semi-Liner Business"

Der Wettbewerb um Ladung für die vom Unternehmen bedienten Destinationen war im abgelaufenen Jahr zunächst aufgrund der Überkapazitäten im Schiffsmarkt und einem verhältnismäßig geringen Verschiffungsvolumen weiterhin von stark unter Druck stehenden Frachtraten geprägt.

Die Spot-Märkte für das Segment "Semi-Liner Service" ("SLS") bewegten sich im ersten und zweiten Quartal zunächst seitwärts, tendierten jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zunehmend positiver und schlossen mit einem festeren vierten Quartal.

"Projekt Business"

Die in diesem Segment beschäftigten Schiffe werden im weltweiten Transport für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie zunehmend für den stark wachsenden Bereich der Erneuerbaren Energien und insbesondere bei der Installation von Offshore Windparks eingesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr konnten Beschäftigung und Ergebnis im Projektgeschäft erneut gesteigert werden. Die Erwartungen wurden in 2018 volumenmäßig mehr als erfüllt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage des Unternehmens

Die Ertragslage der SAL wird anhand der folgenden, im Vergleich zum Vorjahr geänderten Übersicht dargestellt. Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Auswertung, die die Übersichtlichkeit und Klarheit der Ertragslage verbessert. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 12. Dezember 2017 entspricht das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr. Der Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 31. Dezember 2017 stellte ein Rumpfgeschäftsjahr dar und die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist nur eingeschränkt möglich.

Der im Vergleich zum Vorjahr überproportionale Anstieg der Gesamtleistung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Übernahme von fünf Schiffen in das modifizierte "Commercial Management" (rd. 37,7 Mio. EUR); korrespondierend dazu sind auch die Reisekosten gestiegen (rd. 37,7 Mio. EUR).

Der überproportionale Anstieg der sonstigen Erlöse resultiert im Wesentlichen (rund 13,0 Mio. EUR) aus Kostenerstattungen von den Schiffsgesellschaften im modifizierten Commercial Management und von verbundenen Schiffsgesellschaften. Ein Großteil der dazugehörigen Aufwendungen ist den Hafenkosten zugeordnet.

Insbesondere die Bunkerkosten und die Charterkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional erhöht. Ursächlich für den Anstieg der Bunkerkosten sind im Wesentlichen Preiseffekte. Der Anstieg der Charterkosten steht im Zusammenhang mit dem Verkauf von 7 Seeschiffen an verbundene Unternehmen und deren anschließende Eincharterung im Geschäftsjahr 2017 sowie der Verkauf von 2 Seeschiffen an verbundene Unternehmen und deren anschließende Eincharterung im Geschäftsjahr 2018.

Die Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen die planmäßigen Abschreibungen auf die Seeschiffe (6,7 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum wurden neben den planmäßigen Abschreibungen zusätzlich auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das sonstige finanzielle Ergebnis beinhaltet u.a. den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von zwei Seeschiffen an verbundene Einschiffsgesellschaften (3,0 Mio. EUR) und das Kursergebnis (-1,0 Mio. EUR).

Der Schiffsbetriebsüberschuss ist mit 28,9 Mio. EUR positiv; das EBITDA ist mit -2,2 Mio. EUR negativ. Insofern konnte die Prognose des Vorjahres nicht vollständig erreicht werden.

Finanzlage des Unternehmens

Das Finanzmanagement der SAL hat zum Ziel die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen sicherzustellen. Die Wahrung einer angemessenen Mindestliquidität ist hierbei von vorrangiger Bedeutung. Das Finanzmanagement wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze und Regeln sowie der internen Grundsätze und Richtlinien ausgeübt.

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die SAL ausgesetzt ist, zählen das Währungsrisiko und das Risiko aus sich verändernden Zinsniveaus. Die Geschäfte der SAL werden überwiegend in EURO (1/3) und US-Dollar (2/3) abgewickelt. Weitere Währungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Die SAL deckt ihren Finanzierungsbedarf mit Mittelzuflüssen aus der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzschulden.

Im Zuge des Verkaufs von zwei Seeschiffen sind im Geschäftsjahr 2018 auch die dazugehörigen Schiffshypothekendarlehen in Höhe von 22,2 Mio. EUR zurückgeführt worden; darüber hinaus wurden Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 44,8 Mio. EUR zurückgeführt.

Die Zahlungsfähigkeit der SAL war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Eine ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb wird ständig überwacht. Eventuell auftretende kurzfristige Liquiditätsengpässe werden durch den SALTO-Konzern abgedeckt.

Die Liquiditätslage des Konzerns war zu jedem Zeitpunkt zufriedenstellend.

Vermögenslage der SAL

Der Buchwert der Seeschiffe hat sich um 47,4 Mio. EUR auf 89,5 Mio. EUR (Vorjahr 136,9 Mio. EUR) verringert. Gründe hierfür sind die Verkäufe von zwei Seeschiffen an zwei verbundene Einschiffsgesellschaften sowie die planmäßigen Abschreibungen auf die Seeschiffe. Das Seeschiffsvermögen macht rund 43,6% der Bilanzsumme aus (Vorjahr 50,8%).

Die Zunahme der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (24,6 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Ausreichung von Gesellschafterdarlehen im Rahmen der Veräußerung der Seeschiffe an die zwei verbundenen Einschiffsgesellschaften.

Der Anstieg des Vorratsvermögens um 3,4 Mio. EUR resultiert sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen als auch bei den aktivierten Kosten für noch nicht beendeten Reisen im Wesentlichen aus erhöhten Bunkeraktivierungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 6,5 Mio. EUR erhöht; demgegenüber haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,4 Mio. EUR erhöht; u.a. aufgrund der Übernahme von fünf Seeschiffen in das modifizierte Commercial Management.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 47,2 Mio. EUR reduziert; korrespondierend dazu haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 37,6 Mio. EUR reduziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden aufgrund der Rückführung der Darlehen für die verkauften Seeschiffe sowie planmäßiger Tilgungsleistungen um 28,1 Mio. EUR auf 47,9 Mio. EUR zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden insgesamt um 37,6 Mio. EUR auf 72,5 Mio. EUR zurückgeführt.

Im Übrigen sind die Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur sowie wesentliche Finanzierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr ebenso wie Kreditkonditionen unverändert.

Die Eigenkapitalquote beträgt 18,7% (Vorjahr 17,6%); diese hat sich trotz des Jahresfehlbetrags im Wesentlichen aufgrund des Rückgang der Verbindlichkeiten verbessert.

Abschließend beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung bzw. die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAL im Gesamtkontext der SALTO-Gruppe trotz des Jahresfehlbetrags insbesondere aufgrund der positiven Kapitalausstattung und der weiteren planmäßigen Rückführung der Verbindlichkeiten insgesamt als erwartungsgemäß.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement

Bereits 2000 hat SAL ein Qualitätsmanagementsystem für alle Aktivitäten implementiert. Dieses System wurde im Jahre 2006 mit einer Zertifizierung nach dem ISO Standard 14001:2004 und dem OHSAS Standard 18001:1999 erweitert und wird seitdem als integriertes Qualitäts-, Arbeits- & Gesundheitsschutz, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem geführt. Die entsprechenden Zertifikate wurden in 2018 vom DNV GL erneuert und sind bis März 2021 (OHSAS 18001:2007) und April 2022 (ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015) gültig. Durch jährliche Überwachungsaudits vom DNV GL wird SAL's Zertifizierung bestätigt.

Die Überprüfung der sehr hohen Qualitäts- und Umweltanforderungen an unsere Schiffe, deren Besatzungen und an den Landbetrieb erfolgt u.a. durch Klassifikationsgesellschaften und durch unabhängige, von Kunden beauftragte Prüfunternehmen.

Effizienz und Umweltschutz

Gemessen an ihrem Anteil an der globalen CO 2-Emission ist die Schifffahrt weiterhin der CO 2-effizienteste Verkehrsträger. Ein Vergleich der verschiedenen Verkehrsmittel anhand des ausgestoßenen CO 2 pro Tonnenkilometer ergibt für den Verkehrsträger Schiff den niedrigsten Wert, wohingegen Flugzeuge aufgrund der relativ geringen Transportmengen bei hohem Energiebedarf bei Weitem den größten CO 2-Ausstoß verbuchen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) emittieren Seetransporte zwischen ca. 5 - 60 Gramm CO 2 pro Tonnenkilometer, Schienentransporte etwa 10 bis 120 Gramm CO 2 pro Tonnenkilometer und Straßentransporte etwa 75 bis 160 Gramm CO 2 pro Tonnenkilometer.

Das Unternehmen hat seit mehreren Jahren einen internen Prozess etabliert in welchem die Effizienz der bestehenden Flotte permanent überwacht und evaluiert wird. Als Ergebnis daraus ist das "SAL Green Shipping" Programm entstanden. In diesem Programm werden Maßnahmen und technische Lösungen untersucht um sowohl die bestehende Flotte, als auch zukünftige Schiffstypen effizienter und damit umweltverträglicher zu gestallten. Hierbei wird stets ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt in dem das gesamte operative Einsatzprofil eines jeden Schiffes mit einbezogen wird. Als etablierte Maßnahmen sind hier das Slow Steaming, Ballast- und Trimoptimierung sowie Wetter-Routing zu nennen. Des Weiteren verfolgt das Unternehmen ein Pilotprojekt um Hilfsdiesel- und Hauptmaschinenaggregate u.a. mit Wasserstoff und anderen Additiven zu betreiben um Schadstoff- und Partikelemissionen massiv zu reduzieren.

Mitarbeiter

Per 31. Dezember 2018 beschäftigte die SAL im Durchschnitt 94 Mitarbeiter an Land. Auf den Schiffen wurden 468 Seeleute beschäftigt.

Risiko- und Chancenbericht

Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht

Die Chancen- und Risikosituation der SAL wird wesentlich durch das Welthandelsvolumen und die darauf basierenden Entwicklungen in der Schifffahrtsindustrie geprägt. Besonders relevant sind der anhaltende Konsolidierungsprozess in der Schwergutschifffahrt, aktuell zu verzeichnende Schiffsüberkapazitäten und die begrenzte Bereitschaft der Banken, Schifffahrtsunternehmen Finanzierungen bereitzustellen. Diese Entwicklungen führen zu einer andauernden Belastung der Chancen und Risikosituation.

Aufgrund der zu Jahresbeginn 2019 weiterhin schwierigen Bedingungen des Schifffahrtsmarktes besteht das Risiko, dass es bei einem wesentlichen Unterschreiten der Umsatz- und Ertragserwartungen sowie der geplanten Investitions-, Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen zu geringeren als den erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit kommt.

RISIKEN

STRATEGISCHE RISIKEN

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Schwergutschifffahrt ist abhängig von den Rahmenbedingungen in den weltweiten Volkswirtschaften und unterliegt einem hohen Risiko, durch konjunkturelle Schwankungen überdurchschnittlich beeinflusst zu werden. Die Entwicklung der Frachtraten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von der SAL ausübt, ist insbesondere abhängig vom Transportaufkommen sowie dem Kapazitätsangebot auf den Routen und somit von der konjunkturellen Entwicklung einzelner Regionen.

Nach Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds hat sich das Wirtschaftswachstum nach den starken Entwicklungen in 2017 und 2018 in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres vor allem in führenden Wirtschaftsnationen abgeschwächt. Das globale Wirtschaftswachstum wird nun mit 3,3% in 2019 und 3,6% in 2020 prognostiziert.

Es bestehen weiter Risiken für die Weltwirtschaft und den Welthandel vor allem durch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Eine Eintrübung der globalen Konjunktur könnte zu einem deutlichen Rückgang des weltweiten Transportaufkommens in der Schwergutschifffahrt führen. Die gleichzeitig deutliche Ausweitung des Kapazitätsangebotes hat in den vergangenen Jahren zu einem merklichen Rückgang der Frachtraten in allen wichtigen Fahrtgebieten geführt. Ein Rückgang der Frachtraten könnte die Ertragsentwicklung der SAL negativ beeinflussen.

Risiken durch intensiven Wettbewerb

Zwar hat mit der Insolvenz der Hansa Heavy Lift GmbH ein wesentlicher Marktbegleiter den relevanten Markt für die SAL verlassen, die weltweite Schwergutschifffahrt ist jedoch nach wie vor durch einen intensiven Wettbewerb der Reedereien untereinander gekennzeichnet. Einige der Marktbegleiter sind hinsichtlich Geschäftsvolumen, Flottengröße, Transportaufkommen und Kapazitäten größer als die SAL. Andere verfügen über eine bessere Kapitalausstattung. Diese Marktbegleiter könnten daher besser im Markt positioniert sein, um Skalenvorteile zu realisieren und in effizientere Schiffe zu investieren. Daher könnten diese Marktbegleiter in der Lage sein, einen kostengünstigeren Service und niedrigere Frachtraten anzubieten. Dies könnte zulasten des Marktanteils der SAL gehen.

In der weltweiten Schwergutschifffahrt bestehen keine Einschränkungen für Marktbegleiter, die ihren Service auf andere Fahrtgebiete oder Routen ausweiten wollen. Jeder Marktbegleiter könnte daher auf den Routen, auf denen SAL tätig ist, einen vergleichbaren Service anbieten und versuchen, die Frachtraten zu unterbieten. Angesichts der aktuell niedrigen Charterraten für Schiffe könnten darüber hinaus neue Marktbegleiter hinzukommen, die einen Dienst zu besonders niedrigen Frachtraten bereitstellen.

Risiken durch Veränderungen von Handelsströmen

Die Nutzung der Kapazitäten der SALTO Flotte wird von der Entwicklung der Handelsströme zwischen den verschiedenen Regionen beeinflusst. Bei Transporten zwischen Regionen von Netto-Exporteuren und Regionen von Netto-Importeuren fällt die Auslastung der Kapazitäten in beide Richtungen unterschiedlich aus. Dadurch kommt es zu Leertransporten und entsprechenden Kosten. Eine Vergrößerung der Ungleichgewichte im internationalen Handel könnte die mit Leertransporten verbundenen Kosten weiter erhöhen.

Risiken aus dem Wettbewerb durch neue Kooperationen

Die Schwergutschifffahrt war in den letzten Jahren durch eine Reihe von Änderungen geprägt. So sind neue Marktbegleiter in den Markt eingetreten, es kam zu Kooperationen von bestehenden Marktteilnehmern und Ende 2018 hat ein wesentlicher Marktbegleiter den Markt verlassen. Durch Übernahme und Zusammenschlüsse könnten einzelne Reedereien höhere Skalenvorteile und eine größere Finanzkraft erzielen, sodass diese Marktbegleiter einen stärkeren Preiswettbewerb und eine höhere Volatilität der Märkte besser verkraften könnten als die SAL.

Die verschiedenen Kooperationen und neuen Marktteilnehmer haben eine unterschiedliche Präsenz in den jeweiligen Fahrtgebieten. Durch den Ausbau der jeweiligen Netzwerke und des Serviceangebotes für Kunden können unterschiedlich Kostenvorteile entstehen. Die Kostenvorteile anderer Schwergutreedereien kann die SAL möglicherweise nicht ausgleichen.

OPERATIVE RISIKEN

Rohstoffpreisrisiken

Die SAL ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen (Bunker) für die Schwergutflotte ausgesetzt.

Die Ausgaben für Bunker haben einen erheblichen Anteil an den gesamten Betriebskosten. Im Geschäftsjahr 2018 entsprachen die Kosten für die Brennstoffe der Schiffe rund 32,8% (in 2017 rd. 25%) der Frachterlöse. Im Berichtsjahr lag der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis (IFO 380) bei 445 USD je Tonne (Vorjahr: 330 USD/Tonne).

Die verbleibenden Risiken werden regelmäßig quantifiziert und, sofern durch das Management als erforderlich erachtet, entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zurzeit werden weder Bunker- noch Schmierölpreise abgesichert, jedoch wurde innerhalb der SAL eine strategische Bunkereinkaufsabteilung geschaffen. Durch diese Maßnahme wird die Realisierung von Einsparungen durch die optimierte Beschaffung von Bunkermengen für die Gesamtflotte sowie die Entwicklung eines Konzepts zur Reaktion auf die Änderung von Regularien im Zuge der IMO 2020 Gesetzgebung angestrebt.

Risiken aus schwankenden Transportmengen und Frachtraten

Hinsichtlich der Entwicklung der Transportmengen und Frachtraten gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrtgebieten, in denen die SAL tätig ist. Die Entwicklung der Transportmengen ist stark von den wirtschaftlichen Aktivitäten in den Regionen, die die Fahrtgebiete verbinden, abhängig. Die Frachtratenentwicklung wird zudem stark von dem in einem Fahrtgebiet verfügbaren Transportkapazitäten bestimmt. Angesicht einer weiter absehbaren Erhöhung der Transportkapazitäten kann ein intensiverer Wettbewerb zwischen den Reedereien auch in 2019 zu einem verschärften Preiswettbewerb auf einzelnen Fahrtgebieten führen.

Darüber hinaus kann ein Ungleichgewicht im Ladungsmix zwischen Transporten hochwertiger Güter mit hohem Erlöspotential und sogenannter Basisladung mit vergleichsweise niedrigem Erlöspotential die durchschnittlich erzielbare Frachtrate belasten. Somit besteht aufgrund dieser interdependenten Unsicherheiten das Risiko negativer Auswirkungen auf das Ergebnis.

Risiken durch Engpässe in einzelnen Häfen

Es kommt immer wieder vor, dass in einigen Häfen nicht ausreichend geeignete Liegeplätze für das Laden und Löschen von Schwergutladungen zur Verfügung stehen. Dies führt in den betreffenden Häfen zu Wartezeiten und damit zum Teil zu beträchtlichen Zeitverlusten beim Be- und Entladen der Schiffe.

Mit dem weiteren Ausbau der Kapazitäten könnten die Zeitverluste in den betreffenden Häfen noch ansteigen. Dies würde die Einhaltung von Transitzeiten erschweren und könnte zu Belastungen für das Geschäftsergebnis und die Finanzlage des Unternehmens führen. Die Entscheidung über den Ausbau der Häfen liegt in der Verantwortung der jeweiligen Regierungen und damit außerhalb der Einflussmöglichkeiten der SAL.

Risiken beim Betrieb von Schiffen

Der Betrieb von Schiffen ist mit speziellen Risiken verbunden; hierzu zählen u.a. Havarie, Kollisionen, Totalverlust des Schiffes, Umweltschäden, Feuer, Explosionen, Verlust oder Beschädigung der Ladung, durch Materialfehler verursachte Schäden, menschliches Versagen, Krieg, Terrorismus, Piraterie, politische Maßnahmen in einigen Ländern, schwierige Wetterbedingungen sowie Verzögerungen durch Streiks der Hafenarbeiter.

Alle aufgeführten Punkte können den Reiseablauf stören, zum Tod oder zu Verletzungen von Menschen sowie zum Verlust oder zur Beschädigung von Eigentum führen. Hierdurch könnte das Ansehen des Unternehmens Schaden nehmen und Kundenbeziehungen könnten belastet werden. Sofern möglich hat die SAL in einem wirtschaftlich angemessenen Rahmen Versicherungen gegen diese Risiken abgeschlossen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die bestehenden Versicherungen nicht sämtliche Schäden in voller Höhe abdecken.

Auch technische Ursachen, die in dem üblichen Verschleiß der Schiffe oder Sonstiges begründet sind, könnten zu einer Einschränkung des Betriebs führen. Zusätzlich zu regelmäßigen reparatur- und wartungsbedingten Ausfallzeiten kann die Klassifikationsgesellschaft einem Schiff aus technischen Gründen die Klasse entziehen. Damit ist dieses nicht mehr seetüchtig, bis die erforderlichen Reparaturen und Inspektionen vorgenommen wurden und das Schiff die Vorgaben der Klassifikationsgesellschaft wieder uneingeschränkt erfüllt.

Risiken durch politische Rahmenbedingungen und Protektionismus

Die SAL ist weltweit in zahlreichen Ländern aktiv. Die geschäftlichen Aktivitäten können durch politische Spannungen, Kriege, Terrorismus sowie durch wirtschaftliche und soziale Probleme beeinträchtigt werden. Dadurch können Störungen der Produktionsprozesse bei den Kunden oder Unterbrechungen beim eigenen Service auftreten. Als weitere Folge solcher Probleme könnten Häfen oder wichtige Schifffahrtskanäle (Suez-Kanal, Panama-Kanal) in ihrer Nutzung beeinträchtigt werden.

Einzelne Länder könnten als Ergebnis finanzieller oder wirtschaftlicher Krisen zu protektionistischen Maßnahmen greifen und zum Beispiel Importbeschränkungen beschließen. Andere Länder könnten Gegenmaßnahmen einleiten und somit weltweit den Protektionismus fördern. Dies hätte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Schwergutschifffahrt.

Risiken durch Piraterie

Piraterie stellt seit Langem eine erhebliche Beeinträchtigung der Handelsschifffahrt dar. Seit 2008 gab es eine signifikante Intensivierung der Piraterieaktivitäten im Golf von Aden, im südlichen Bereich des Roten Meeres und in einem immer größer werdenden Areal im Indischen Ozean. 2014 war - wie schon in den Vorjahren - eine deutliche Verringerung von initiierten und erfolgreichen Piraterieüberfällen in diesem Gebiet zu beobachten, nicht zuletzt dank einem intensiveren Einsatz von bewaffneten Sicherheitskräften.

Seit 2011 hat man ebenfalls eine intensivere Piratentätigkeit an der westafrikanischen Küste (Golf von Guinea) verzeichnet. Während die somalischen Piraten bevorzugt Schiffe entführen und Lösegeldforderungen stellen, standen im Golf von Guinea die Lösegeldforderungen anfänglich nicht im Vordergrund. Seit 2012 kommt es nun auch dort verstärkt zu Fällen mit Lösegeldforderungen und man konnte in dieser Region eine Steigerung der Gewalt beobachten.

Wenn die SAL eigene oder gecharterte Schiffe in diesen Regionen einsetzt, so können mit dem wachsenden Risiko die Versicherungsprämien signifikant ansteigen bzw. wird eine einschlägige Deckung einschließlich der Lösegeld-Versicherung nur schwer bzw. unmöglich einzukaufen sein. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die SAL für diese Fälle nicht ausreichend versichert ist.

Risiken aus sinkendem Eigenkapital

Die anhaltend herausfordernde Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere in der Schifffahrt könnte dazu führen, dass die Umsatz- und Ergebnislage der SAL spürbar unter den aktuellen Erwartungen verlaufen. Ein potentieller Verlust könnte insbesondere aus sinkenden Frachtraten und Frachtaufkommen resultieren. Des Weiteren könnten Verkäufe von Vermögenswerten unterhalb aktueller Buchwerte zur Realisierung von Buchverlusten führen, die sich ebenfalls negativ auf das Eigenkapital auswirken.

Die genannten Effekte würden zu einer Belastung des Eigenkapitals führen. Falls diese Effekte nicht in notwendigem Umfang durch entsprechende Gesellschafterdarlehen oder Kapitalerhöhungen kompensiert werden können, würde unter Umständen die Eigenkapitalausstattung und damit der Bestand der SAL gefährdet werden.

COMPLIANCE RISIKEN

Risiken aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen

Als weltweit tätige Schwergutreederei ist die SAL mit zahlreichen national und international geltenden Vorschriften konfrontiert. Die Veränderung oder Erweiterung derartiger Vorschriften sowie die Notwendigkeit, weitere Genehmigungen einzuholen, könnte den Geschäftsverlauf belasten und ggf. eine Änderung der Strategie erfordern. Bei einem Verstoß gegen geltende Vorschriften könnte das Unternehmen mit beträchtlichen Schadensersatzforderungen und Bußgeldern konfrontiert werden.

Die Schwergutschifffahrt unterliegt zahlreichen Sicherheitsbestimmungen und Zollvorschriften in den jeweiligen Herkunfts-, Durchgangs- und Bestimmungsländern. Die Überprüfungen durch die zuständigen Behörden könnten zur Beschlagnahme von Ladungen führen sowie Verzögerungen bei der Be- und Entladung der Schiffe zur Folge haben.

Wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur der SAL sind Gesetzestreue, Unbestechlichkeit und lauterer Wettbewerb. Die Grundsätze der Compliancekultur der SAL sind im Code of Conduct beschrieben, werden geschult und durch die Führungskultur des Managements vorgelebt. Dennoch verbleibt ein Restrisiko, dass Gesetze und internationale Regulierungen nicht eingehalten werden beziehungsweise dass Betrugs- oder Korruptionsfälle auftreten.

Risiken aufgrund der Verschärfung von Umweltschutzbedingungen

Die Emissionsvorschriften der International Maritime Organization (IMO), des US-Bundesstaates Kalifornien sowie der EU sehen eine deutliche weitere Reduzierung der Emissionswerte vor. Der seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschriebene Einsatz von besonders schwefelarmen Treibstoffen wird zukünftig weiter verschärft und könnte zu einer deutlichen Erhöhung der spezifischen Treibstoffpreise führen. Ab 2020 tritt eine neue globale Gesetzgebung der IMO in Kraft, so dass nur noch schwefelarme Kraftstoffe eingesetzt werden dürfen. Können die Kostenerhöhungen nicht oder nur teilweise in Form von Treibstoffzuschlägen an Kunden weitergegeben werden, führt dies zu einer erheblichen Belastung der Ergebnissituation.

Rechtsstreitigkeiten und rechtliche Risiken

Die SAL könnte in Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten involviert werden. Rechtsstreitigkeiten können auch im Erfolgsfall hohe Kosten verursachen, sofern nicht versichert, und das Ansehen des Unternehmens schädigen.

Darüber hinaus unterliegt die SAL regelmäßigen Steuerprüfungen, aus denen Steuernachzahlungen resultieren können.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Die SAL ist mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die SAL im Wesentlichen Währungsrisiken, Zinsrisiken, Rohstoffpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken ausgesetzt, die einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Aufgrund der Gesamtsituation des globalen Schifffahrtsmarktes reduzieren insbesondere deutsche Banken ihre Engagements in der Schiffsfinanzierung oder stellen diese komplett ein. Zur Gewährleistung einer größtmöglichen Transparenz bestehen ein regelmäßiges Reporting über die Entwicklung der SAL und ein enger Austausch mit den finanzierenden Banken.

Währungsrisiken

In der internationalen Schwergutschifffahrt ist der US-Dollar die übliche Währung, in der ein Großteil der Leistungen fakturiert wird. Dies gilt sowohl für Frachtraten als auch für Treibstoffe. Die SAL ist als weltweit tätiger Konzern im operativen Geschäft aufgrund unterschiedlicher Währungen bei den Einnahmen und Ausgaben dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt.

Neben dem Euro und dem Australischen Dollar sind auch das Britische Pfund und der Japanische Yen von Bedeutung. Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen werden bei Bedarf Sicherungsgeschäfte für EUR/USD getätigt.

Ein Teil der Zahlungen in Fremdwährung kann durch interne Geschäfte ausgeglichen werden, wodurch das Wechselkursrisiko reduziert wird. Zur Begrenzung der verbleibenden Risiken aus Wechselkursschwankungen werden, sofern durch das Management als erforderlich erachtet, entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Trotz der Reduzierung von Währungsrisiken können unvorhergesehene Wechselkursschwankungen die Ertrags- und Liquiditätslage beeinflussen. Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine Sicherungsinstrumente bezogen auf Fremdwährungsrisiken.

Treibstoffpreisrisiko

Der Treibstoffverbrauch stellt einen wesentlichen Kostenfaktor dar, der bei entsprechenden Marktpreisveränderungen das Ergebnis beeinflussen kann. Zur Begrenzung von Ergebnisbelastungen aufgrund von volatilen Bunkerpreisen setzt die SAL von Zeit zu Zeit marktübliche Instrumente zur Absicherung von Treibstoffrisiken ein. Aktuell werden keine Sicherungsmaßnahmen eingesetzt.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken, die durch die Aufnahme von Finanzmitteln entstehen, werden durch ein ausbalanciertes Portfolio an festen und variablen Zinsstrukturen reduziert. Gegebenenfalls können auch Zinssicherungsgeschäfte getätigt werden.

Risiken aus der Veränderung von Schiffswerten

Aufgrund von Schwankungen der Marktpreise für Schiffe und der sich verändernden Kosten für Schiffsneubauten könnten sich die Beleihungswerte für die kreditfinanzierten Schiffe ebenfalls ändern. In Absprache mit den kreditgebenden Finanzinstituten kann die SAL Teile der Schiffsfinanzierung vorzeitig tilgen. Dies könnte einen negativen Einfluss auf die Liquiditätssituation des Unternehmens haben.

Ferner könnten infolge eines weiteren nachhaltigen Absinkens der Marktwerte unter die jeweiligen Schiffsbuchwerte weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf Seeschiffe notwendig werden.

Die SAL beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der jeweiligen Marktwerte der Seeschiffe unter anderem mittels externen Schiffswertgutachten.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird bei der SAL konzernintern gesteuert. Durch Zurverfügungstellung von Kreditfazilitäten durch das Mutterunternehmen sowie den Bestand an flüssigen Mitteln sichert sich die Gesellschaft eine jederzeit ausreichende Liquiditätsreserve.

Kreditausfallrisiken

Zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Forderungsausfällen verfolgt die SAL ein zentral gesteuertes Forderungsmanagement. Zu den Komponenten gehört ein zentral gesteuertes monatliches Berichtswesen zur Überwachung der Außenstände inklusive der Altersstruktur.

Risiken durch Verschuldung

Per 31. Dezember 2018 belaufen sich die Finanzschulden der SAL auf 120,4 Mio. EUR

(Vorjahr 189,1 Mio. EUR). Die Möglichkeit, das Betriebskapital, den Schuldendienst und andere Ausgaben zu finanzieren, hängt vom künftigen Geschäftsverlauf und von der Ertragsentwicklung ab. Der bestehende Fremdkapitalanteil erfordert die Verwendung eines Anteils der Einnahmen für den Zins- und Schuldendienst. Ein Anstieg der gesamten zinstragenden Verbindlichkeiten könnte möglicherweise die Bedienung der Zahlungsverpflichtungen erschweren.

Risiken der Besteuerung

Die SAL hat entschieden, die Möglichkeit der Besteuerung der geschäftlichen Aktivitäten auf Basis der eingesetzten Transportkapazitäten in Anspruch zu nehmen (sogenannte Tonnagesteuer). Damit wird die Steuerlast von der Kapazität der Flotte und nicht vom tatsächlich erzielten Geschäftsergebnis bestimmt. Eine Änderung oder Aufhebung der Tonnagesteuer oder fehlende Voraussetzungen im Unternehmen, die Möglichkeit der Tonnagesteuer weiter in Anspruch zu nehmen, könnten insbesondere in Zeiten hoher Erträge die Steuerlast beträchtlich anheben.

Risiken durch eine niedrige Eigenkapitalausstattung

Zum 31. Dezember 2018 betrug das Eigenkapital der SAL 38,4 Mio. EUR (Vorjahr 47,6 Mio. EUR). Die handelsrechtliche Eigenkapitalquote lag am 31. Dezember 2018 rund 18,7% (Vorjahr rd. 17,6%). Sollte eine Verlustsituation eintreten, könnte dies die handelsrechtliche Eigenkapitalausstattung der SAL beeinträchtigen, was konzerninterne Maßnahmen nach sich ziehen würde.

Risiken aus dem Verlust von Kunden und Mitarbeitern

Die Aktivitäten von Marktbegleitern (Risiken durch weitere Branchenkonsolidierungen) könnten zu einer erhöhten Fluktuation von Mitarbeitern und Kunden führen. Gelingt es nicht, wichtige Kunden und Mitarbeiter langfristig an die SAL zu binden, könnte dies zu negativen Auswirkungen auf Umsatz- und Ergebnissituation der SAL führen.

SONSTIGE RISIKEN

IT-Risiken

Das Geschäft der SAL ist von IT-Systemen abhängig. Um die in den einzelnen Geschäftsfeldern angebotenen Dienstleistungen zu ermöglichen, müssen Informationen direkt, integriert und schnell verfügbar sein. Ein Ausfall von IT-Systemen kann sich negativ auf verschiedenste Faktoren der einzelnen Geschäftsfelder auswirken. Dabei sind ein Reputationsverlust, Belastungen in den Betriebskosten sowie im operativen Ergebnis und Liquiditätsabflüsse nicht auszuschließen.

Durch die Struktur des Netzwerkes und die Verteilung der Rechenzentren kann weitestgehend sichergestellt werden, dass es im Falle von Katastrophen nicht in allen Bereichen der Datencenter zu Ausfällen und Beeinträchtigungen kommt.

Die IT-Systeme sind mehrfach gesichert. Es kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass es infolge von Schäden, zum Beispiel durch Feuer, Energieausfall, Systemfehler, Hackerangriffen, Betrugsfälle oder Terrorismus, zu Datenverlusten kommen könnte, deren Wiederbeschaffung - sofern möglich - zu erhöhten Kosten und/oder zu einer Beeinträchtigung der Kunden- oder Partnerbeziehungen führen könnte.

ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER UNTERNEHMENSRISIKEN

Die wesentlichen Risiken resultieren aus einem deutlich stärker als erwarteten Rückgang der Transportmenge, einer merklich negativen Entwicklung der durchschnittlichen Frachtrate, einem möglichen deutlichen Anstieg der Bunkerpreise über das durchschnittliche Niveau 2018, einem nachhaltigen Wertverfall des US-Dollar gegenüber dem Euro sowie einer erheblich schlechter als erwarteten Entwicklung der Liquidität.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der möglichen Risiken bezogen auf das zugrunde gelegte Jahresbudget für das Geschäftsjahr 2019 sind wie folgt klassifiziert:

Gering: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt bis zu 25 Prozent

Mittel: Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt bei mehr als 25 Prozent und bis zu 50 Prozent

Hoch: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt mehr als 50 Prozent

Die möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis im Geschäftsjahr, nach Berücksichtigung von gegensteuernden Maßnahmen, sind wie folgt klassifiziert:

Gering: Bei Eintritt ergeben sich negative Auswirkungen auf das Ergebnis in Höhe von bis zu 5,0 Mio. EUR

Mittel: Bei Eintritt ergeben sich negative Auswirkungen auf das Ergebnis in Höhe von mehr als 5,0 Mio. EUR bis zu 10,0 Mio. EUR

Hoch: Bei Eintritt ergeben sich negative Auswirkungen auf das Ergebnis in Höhe von über 10,0 Mio. EUR

CHANCEN

STRATEGISCHE UND OPERATIVE CHANCEN

Strategische Ausrichtung

Das Erkennen und Nutzen von Chancen ist bei der SAL integraler Bestandteil der strategischen Unternehmensführung. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die systematische Beobachtung und Analyse von Entwicklungen auf den für die Gesellschaft relevanten Märkten sowie von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Trends, aus denen sich Chancen ableiten und bewerten lassen.

Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen eigenen Stärken und Wettbewerbsvorteile ist das Unternehmen bestrebt, die sich bietenden Chancenpotentiale bestmöglich zu verwerten.

Chancen aus direkter Kundenverbindung

Die SAL verfügt über langfristige Kundenverbindungen mit direkten Zugang zur Ladung. Dabei werden der Großteil des jährlichen Ladungsaufkommens durch das weltweit mit eigenen Büros umfassende Netzwerk generiert und nur ein kleiner Teil durch Fremdagenturen. Durch diese Nähe zum Kunden soll dessen Transportvergabe zugunsten der SAL beeinflusst und die Möglichkeit erschlossen werden, über die bestehende Planung hinaus Fracht- und Umsatzvolumina zu generieren.

Chancen aus Ausbau und Diversifikation von Dienstleistungen

Die SAL verfügt über umfangreiche und langjährige Erfahrung in der Schwergutschifffahrt, die sich auf weite Teile der Wertschöpfungskette erstreckt, sowie über langjährige Verbindungen zu wesentlichen Beteiligten in der maritimen Industrie.

Auf dieser Basis sieht insbesondere der Bereich "Engineering", die bestehende und zukünftige Kundenbasis durch den Ausbau und die Diversifikation von angebotenen Dienstleistungen umfassender zu bedienen und eventuell auch zu erweitern.

Durch Kooperationen und Allianzen erhofft sich die SAL ein erweitertes Angebotsspektrum am Markt anbieten und so zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu können, ohne substantiell Investitionen leisten zu müssen.

Die Eröffnung neuer Handelsrouten insbesondere nach Afrika und die Bearbeitung des Afrikanischen Marktes mit einem Afrika-Desk soll zu nachhaltigen Ergebnisbeiträgen führen.

Chancen aus der Verbesserung der betrieblichen Effizienz

In 2017 sowie 2018 hat die SAL nach der Übernahme der SAL weitere Projekte für eine Erhöhung der betrieblichen Effizienz initiiert. Die Umsetzung dieser Projekte hat bereits zu einem verbesserten Einsatz der betrieblichen Ressourcen, Effizienzverbesserungen und zu niedrigeren operativen Kosten geführt. Es ist davon auszugehen, dass die Effizienzverbesserungen eine erhebliche positive Wirkung auf die Ergebnisentwicklung haben werden.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN

Chancen aus einer Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten

Unverändert sind Banken weiter zurückhaltend mit der Bereitstellung von Schiffskrediten. Eine weniger restriktive Kreditvergabe würde dem Unternehmen zusätzliche finanzielle Möglichkeiten bei der Finanzierung von möglichen Wachstumsinvestitionen einräumen.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DER RISIKEN UND CHANCEN

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der SAL ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Auch nach dem Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2018, zeichnen sich aus heutiger Sicht keine den Fortbestand der SAL gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab. Die solide Bilanzstruktur und der mehr als ausreichende Liquiditätsstand bilden eine stabile Grundlage für das weitere organische Wachstum der SAL. Vor dem Hintergrund eines zu erwartenden stabilen Weltwirtschaftswachstums in 2019 fällt die Einschätzung des Gesamtrisikos vorsichtig positiv aus.

Die externen Hauptrisiken für die Branche und damit auch für die SAL sind auch für 2019 das wettbewerbsbedingt weiter auskömmliche Niveau der Frachtraten. Leicht negativ auswirken dürfte sich in 2019 der Ausblick für die globale Konjunktur und den Welthandel als Hauptwachstumstreiber für die Nachfrage nach Transportleistungen.

PROGNOSEBERICHT

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt auf der Basis der zum 31. Dezember 2018 bestehenden Geschäftsaktivitäten der SAL.

Die Nachfrage nach Mehrzweckschiffen wird sich gemäß Drewry voraussichtlich um knapp über 3% pro Jahr bis 2021 steigern. Haupteinflussfaktoren hierfür sind: der Ölpreis, das für Investitionen zur Verfügung stehende Kapital, der Level der Stahlproduktion sowie der Wettbewerb mit anderen Schiffstypen (u.a. Container- bzw. Bulkschiffe).

Ein entscheidender Faktor für die Erholung des Marktes und eine damit verbundene Frachtratenerhöhung wird ein mittelfristig kontinuierlich fortgeführter Abbruch veralteter Schiffe sein. Diese Entwicklung könnte durch das vom International Maritime Organisation (IMO) ratifizierte und im September 2017 in Kraft getretene Ballastwasserübereinkommen forciert werden. Drewry erwartet einen Rückgang der Mehrzweckschiffsflotte um durchschnittlich 0,3% pro Jahr bis 2021.

Ausgehend von den erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen geht die SAL von einer moderaten Erhöhung des eigenen Transportvolumens in 2019/2020 aus, da insbesondere die Anzahl der Freigaben von Öl- und Gasexplorationsprojekten sowie die Installationen von Offshore Windparks im Wachstum begriffen ist.

Wichtige Eckwerte für die Prognose 2019

Wachstum Weltwirtschaft: + 3,6%
Zunahme des Welthandelsvolumens: + 3,3% / + 2,6% (IMF / WTO)
Transportmenge SAL: steigend
Durchschnittl. Bunkerverbrauchspreis SAL: deutlich steigend
Durchschnittl. Frachtrate SAL: steigend
Operatives Ergebnis: positiv

Im Geschäftsjahr 2019 plant die SAL unter Berücksichtigung eines unverändert schwierigen Branchenumfeldes ein positives operatives Ergebnis (Reedereiüberschuss).

Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken könnten, sind ausführlich im Risikobericht dargestellt. Die maßgeblichen Risiken sind insbesondere eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und Welthandelsvolumens, ein deutlicher und nachhaltiger Anstieg der Bunkerpreise über das Niveau von Ende Dezember 2018, ein deutlicher Anstieg des Euros gegenüber dem US-Dollar sowie eine Stagnation oder sogar ein erneuter Rückgang der Frachtraten. Zusätzliche Risiken könnten sich aus der Branchenkonsolidierung und der veränderten Zusammensetzung von Joint-Ventures ergeben.

Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken könnte in 2019 einen negativen Einfluss auf die Branche und somit ebenfalls auf die Geschäftsentwicklung von der SAL im laufenden Geschäftsjahr haben.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Positionen der Geschäftsführung sind derzeit adäquat besetzt und es besteht weiterhin keine Veranlassung, hieran momentan etwas zu ändern. Aus diesem Grund plant die Gesellschafterin bis zum 31. Dezember 2019 weiterhin mit keinen Frauen in der Geschäftsführung.

Ebenso stellt sich die Situation in der ersten Führungsebene (Chief Financial Officer, Chief Executive Officer, Chief Operational Officer, Chief Technical Officer) dar.Auf der zweiten Führungsebene (Abteilungsleiter) unterhalb der Geschäftsführung liegt der Frauenanteil bei 12,5%. Hier plant die Geschäftsführung bis zum 31. Dezember 2019 ebenfalls nicht mit Veränderungen. Die Gesellschafterin der SAL Heavy Lift GmbH verzichtet auf die Bildung eines Aufsichtsrats entgegen der gesetzlichen Verpflichtung gemäß § 1 Abs. 1 DrittelbG, daher wurde kein Frauenanteil für den Aufsichtsrat festgelegt.

Die festgelegten Zielgrößen werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Aktualität hinterfragt und gegebenenfalls neu definiert. Des Weiteren findet laufend eine Überprüfung der Zielerreichung statt.

 

Hamburg, den 23. September 2019

Die Geschäftsführung

Dr. Martin Harren

Claas Matthies

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAL Heavy Lift GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

· wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

· anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Haren, den 22. Oktober 2019

MAREVA Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kerstin M. Sanders, Wirtschaftsprüferin

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 115.699.623,45 379.120.159,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.739,87 436.182,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.739,87 436.182,00
II. Sachanlagen 90.737.262,16 377.882.694,37
1. technische Anlagen und Maschinen 89.519.700,72 376.897.325,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.217.561,44 985.369,37
III. Finanzanlagen 24.949.621,42 801.283,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.313,84 260.391,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.674.292,58 170.562,02
3. Beteiligungen 15,00 370.330,03
B. Umlaufvermögen 89.034.924,83 160.418.711,90
I. Vorräte 18.421.510,08 26.071.920,45
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.760.436,08 8.861.483,51
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.661.074,00 16.335.436,94
3. geleistete Anzahlungen   875.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 59.952.471,28 102.386.054,65
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.422.236,02 12.673.340,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.820.551,86 86.139.986,64
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 777.188,16 1.871.895,34
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.932.495,24 1.700.831,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.660.943,47 31.960.736,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 413.521,41 3.047.503,06
Summe Aktiva 205.148.069,69 542.586.374,47

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 38.437.454,52 102.794.334,53
I. gezeichnetes Kapital 52.000.000,00 207.458.544,00
II. Gewinnrücklagen 5.200.000,00 11.167.352,64
1. andere Gewinnrücklagen 5.200.000,00 11.167.352,64
III. Verlustvortrag 9.561.423,87 90.099.122,52
IV. Jahresfehlbetrag 9.201.121,61 25.732.439,59
B. Rückstellungen 2.843.402,97 13.765.710,10
1. Steuerrückstellungen 677.522,31 294.690,70
2. sonstige Rückstellungen 2.165.880,66 13.471.019,40
C. Verbindlichkeiten 163.867.212,20 426.026.329,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.937.025,89 154.009.623,30
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 23.100.333,50 20.585.351,49
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.718.956,29 20.544.440,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.505.181,19 224.723.085,17
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   458.311,59
6. sonstige Verbindlichkeiten 605.715,33 5.705.517,40
Summe Passiva 205.148.069,69 542.586.374,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 182.402.250,83 210.928.590,65
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.194.331,82 6.176.581,54
3. sonstige betriebliche Erträge 16.618.970,60 39.500.746,38
4. Materialaufwand 173.133.439,96 152.127.651,83
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.459.798,36 51.199.995,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 124.673.641,60 100.927.655,90
5. Personalaufwand 16.442.265,94 41.547.982,84
a) Löhne und Gehälter 14.649.252,24 35.760.210,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.793.013,70 5.787.772,78
6. Abschreibungen 7.113.718,64 60.992.721,72
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.113.718,64 60.992.721,72
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.749.509,50 24.132.912,88
8. Erträge aus Beteiligungen   27.959,37
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 893.128,64 981.851,24
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 79.108,26  
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.332.299,55 4.092.677,79
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 454.703,65 442.948,43
13. Ergebnis nach Steuern -9.196.363,61 -25.721.166,31
14. sonstige Steuern 4.758,00 11.273,28
Jahresfehlbetrag 9.201.121,61 25.732.439,59

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 12. Dezember 2017 entspricht das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr. Der Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 31. Dezember 2017 stellte ein Rumpfgeschäftsjahr dar und die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist nur eingeschränkt möglich.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma SAL Heavy Lift GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 27252 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Wie im Vorjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung des Kontenrahmens des Verbands Deutscher Reeder aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Seeschiffe werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung wird grundsätzlich nach linearer Methode auf Basis einer Gesamtnutzungsdauer von 25 Jahren und einem Schrottwert von 270 EUR pro Tonne vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Schiffsreise- und -betriebskosten für nicht abgeschlossene Reisen sind auf der Basis von Schiffsreisekalkulationen zu Herstellungskosten bewertet.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Geschäftsjahr entstandene Ausgaben für das Folgejahr sind als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Name und Sitz der Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens 20% der Anteile besitzt:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 23.360) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 38.821 (Vorjahr TEUR 62.697). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 34.136 (Vorjahr TEUR 62.697) aus den berechneten Kaufpreisen verkaufter Seeschiffe sowie in Höhe von TEUR 4.526 aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 159 aus Zinsforderungen.

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital und Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Fehlbetrag des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 1.342, Vorjahr 771) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 792, Vorjahr TEUR 3.147).

Verbindlichkeiten

Nach den vereinbarten Restlaufzeiten verteilt sich der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten wie folgt:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 47.937 durch Schiffshypotheken gesichert. Daneben bestehen weitere Sicherheiten durch die Abtretung von Chartereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 69.983 (VorjahrTEUR 81.402) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.522 (VorjahrTEUR 28.703).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von TEUR 68.459 aus Darlehen, in Höhe von TEUR 273 aus Zinsen und in Höhe von TEUR 1.251 aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.522 resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthält Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 14 (TEUR 141) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr TEUR 63).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

In denFrachterlösensind Erträge in Höhe von insgesamt EUR 37,7 Mio. enthalten, denen unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen Aufwendungen in Höhe von ebenfalls EUR 37,7 Mio. gegenüberstehen.

Bei den Erträgen aus Kostenerstattungen handelt es sich um Erstattungen von Treibstoffaufwendungen und übrigen Kosten, denen unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen entsprechende Aufwendungen gegenüberstehen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.465, Erlass von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.221, Erträge aus der Veräußerung von Seeschiffen in Höhe von TEUR 2.998, Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.922 (Vorjahr TEUR 1.457) sowie Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 626 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 449 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Nachträge aus vergangenen Jahren.

Personalaufwand

Gehälter und Heuern betreffen die bei der SAL Heavy Lift GmbH beschäftigten Mitarbeiter, Offiziere und Seeleute. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 130).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.940 (Vorjahr TEUR 2.046) sowie nicht dem Materialaufwand zu zurechenbaren Aufwendungen für Fremdarbeiten in Höhe von TEUR 1.037 (Vorjahr TEUR 1.016) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 884 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 870 (Vorjahr TEUR 974).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr TEUR 162).

Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

Für die SAL Heavy Lift GmbH sind als Geschäftsführer bestellt

Herr Dr. Martin Harren, Bremen, Reeder

Herr Claas Matthies, Bremen, Chief Financial Officer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird von der Befreiungsmöglichkeit gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit Gesellschaftern wurden Geschäfte in Form von Leistungsaustausch (rund EUR 17,7 Mio.) getätigt. Mit verbundenen Unternehmen wurden Geschäfte in Form von Verkäufen (EUR 43,8 Mio.), Darlehenshingaben (EUR 24,6 Mio.) sowie Leistungsaustausch (rund EUR 12,1 Mio.) getätigt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse im Rahmen von gegenüber Kreditinstituten und Kunden abgegebenen Bürgschaften in einer Gesamthöhe von TEUR 2.191. Die Geschäftsführung beurteilt das Risiko der Inanspruchnahme als gering, da Inanspruchnahmen bislang nicht erfolgt sind und auch nicht absehbar sind.

Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 553.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 562 Mitarbeiter (ohne Auszubildende), davon 94 an Land und 486 auf unseren Schiffen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der SAL Heavy Lift GmbH wird in den Konzernabschluss der PMH Shipping GmbH, Bremen einbezogen.

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von PMH Shipping GmbH, Bremen erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 30.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Hamburg, 23. September 2019

Die Geschäftsführung

Dr. Martin Harren

Claas Matthies

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.11.2019.

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