Inge's Christmas Decor GmbH
Dieselstraße 7, 96465 Neustadt bei Coburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marie Müller-Blech seit 6.8.2025 | Geschäftsführer |
Klaus Müller-Blech seit 14.4.2009 | Geschäftsführer |
Tilo Volker Hannemann seit 15.3.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Inge's Christmas Decor GmbHNeustadt b. CoburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtInge ́s Christmas Decor GmbH, Neustadt bei CoburgI. Darstellung des Geschäftsverlaufes einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Unternehmen und Geschäftstätigkeit Als familiengeführtes Unternehmen zählt die Inge`s Christmas Decor GmbH europaweit zu den Marktführern im Bereich "Glas-Weihnachtsschmuck". Die Gesellschaft verbindet handwerkliche Tradition durch einen konstanten Anteil Eigenfertigung mit ausgeprägter Einkaufs- und Beschaffungskompetenz auch und vor allem im asiatischen Raum. Mit den jährlich neu aufgelegten Kollektionen unterstreicht die Gesellschaft ihren Anspruch eines europaweit führenden Trendsetters. 2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. Januar 2024. "Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu. Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück. Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar. Die privaten Konsumausgaben sanken preisbereinigt um 0,6 %. Dabei machten sich nach wie vor die hohen Preise bemerkbar. Besonders betroffen davon waren Nahrungsmittel und Gaststättendienstleistungen, für die preisbereinigt jeweils deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr. Nachdem die staatlichen Konsumausgaben in den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 teilweise deutlich gesunken waren, stagnierten sie im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich ab. Die Exporte sanken um 4,0 %, da die Ausfuhr von Waren deutlich zurückging (-5,1 %). Ursächlich waren Rückgänge in den Bereichen chemische Erzeugnisse, pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte. Die Importe insgesamt nahmen im selben Zeitraum mit preisbereinigt -5,6 % noch stärker ab als die Exporte. Vor allem die Einfuhr von Waren zeigte mit -8,9 % eine stark negative Entwicklung, bedingt durch Rückgänge vor allem bei Metallen, Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen. Die Dienstleistungsimporte wiesen hingegen ein deutliches Plus von 5,2 % auf, dank eines deutlichen Anstiegs der unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 0,3 % zurück. Dabei verlief die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich insgesamt sehr unterschiedlich. Während die Dienstleistungsbereiche insgesamt einen leichten Zuwachs verzeichnen konnten, sank die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe mit -2,2 % deutlich. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ging dies vor allem auf die gesunkene Wertschöpfung bei der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen und im Maschinenbau zurück. (Quelle: "Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024" - Stat. Bundesamt - www.destatis.de) Nach den heftigen, lockdown-bedingten Einbrüchen der Weihnachtsschmuckbranche in 2020 und 2021 wurden 2022 wieder sehr gute Umsätze - allerdings auf deutlich gestiegenem Preisniveau - erzielt. Der Handel hatte sich stabilisiert und die Erholung der Lieferketten sorgte für ausreichende Verfügbarkeiten, aber auch hohen Warendruck. Die Folgen des Ukrainekrieges und dadurch bedingte Energiekosten-Steigerungen haben jedoch das Weihnachtsgeschäft 2022 stark beeinflusst und für einen überdurchschnittlich schlechten Abverkauf im Handel gesorgt. Die dadurch bedingten sehr hohen Warenbestände und eine deutliche Preisreduzierung durch wieder stark gesunkene Warenbezugskosten haben 2023 zu einem relativ starken Auftragsrückgang geführt. 3. Auftrags- und Umsatzentwicklung Im Vergleich zu anderen Branchen bzw. Unternehmen verzeichnet die Gesellschaft keinen Versatz zwischen Auftrag und Umsatz. Typischerweise werden die Aufträge in der zweiten Jahreshälfte komplett ausgeliefert und auch entsprechend fakturiert, so dass sich zum Bilanzstichtag keine nennenswerten Auftragsüberhänge ergeben. Dies begründet auch die Höhe der Forderungen, die im ersten Quartal des Folgejahres regelmäßig komplett abgebaut werden können. Im Jahr 2023 ist nach dem Umsatzhoch nach der Corona-Pandemie wieder ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.829 verringert. Durch die erheblich gesunkenen Warenbezugskosten enthält das Jahresergebnis 2023 allerdings auch deutliche Preisreduzierungen, die diesen Umsatzrückgang noch verstärkt haben. Geschäftsergebnis
4. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2023 setzt sich die Belegschaft im Durchschnitt wie folgt zusammen:
Im Jahr 2023 betrug der Personalaufwand insgesamt 4.462 TEUR an Löhnen, Gehälter und Sozialabgaben. Der Personalaufwand liegt damit gegenüber dem Vorjahr auf höherem Niveau, was im Wesentlichen den Lohnerhöhungen im Rahmen der gesetzlichen Mindestlohnanpassungen geschuldet ist. 5. Beschaffung, Investitionen, und Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Beschaffung der Importware hat sich aufgrund der chaotischen Entwicklung am logistischen Weltmarkt im Jahr 2021 und 2022 grundsätzlich verändert und ist zur besonderen Herausforderung geworden. Die Frachtraten haben sich zwischenzeitlich nahezu verzehnfacht und die Verfügbarkeit der Transportmittel und Laufzeiten der Verkehrswege belasteten die Lieferketten enorm. Im Herbst 2022 ist hier eine gewisse Beruhigung der Situation eingetreten und nachdem die Exportmengen in Fernost ebenfalls stark zurückgegangen sind, sind auch die Seefrachtraten bis auf ein normales Niveau zum Jahreswechsel gesunken. Im Laufe des Jahres 2023 hat sich diese Entwicklung fortgesetzt und die Frachtraten bis zum Herbst 2023 weit unter Vorjahresniveau sinken lassen. Nach der Fertigstellung unseres neuen Lager- und Logistikgebäudes in Neustadt bei Coburg, Sternenweg 4, wurden 2023 keine größeren Investitionen oder Finanzierungsvorhaben mehr getätigt. 6. Umweltschutz Im Rahmen unserer Produktion von Glas-Christbaumschmuck am Standort in Neustadt fallen keine nennenswerten Umweltbelastungen an. Die erzeugte Energie/ Wärme aus der Glasbläserei wird aufgefangen und der Heizungs-/ Trocknungsanlage zugeführt. Abfall aus Glas, Lacken und Verpackungen wird ausschließlich dem Recycling zugeführt. Seit Erwerb der Immobilie in Neustadt bestand eine Sanierungsverpflichtung zur Beseitigung von Altlasten aus dem ehemaligen Gaswerksstandort. Hierüber wurde mit dem Freistaat Bayern ein öffentlich-rechtlicher Sanierungsvertrag geschlossen, der die dafür notwendigen Aufwendungen in einem vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnis zum Wert der Immobilie begrenzt. Dadurch kann, bei gleichzeitiger Beseitigung und Kontrolle aller möglichen Umweltbelastungen, der Standort erhalten und für die Zukunft weiter sinnvoll genutzt werden. Die Sanierungsmaßnahmen wurden zur Jahresmitte 2014 abgeschlossen. Die vertraglich vereinbarte Sanierungsverpflichtung ist hiermit erfüllt worden. Weiterhin laufen nun für die kommenden Jahre regelmäßige Wasserproben zur Kontrolle des Sanierungserfolges in Verantwortung und Regie des Landratsamtes Coburg. Bisher sind hierbei keinerlei Störungen oder Verschlechterungen der Messwerte aufgetreten. Des Weiteren haben wir seit 2022 einen Großteil unserer PVC-Runddosen für Glas-Weihnachtskugeln durch Wellpappe Boxen - 100 % plastikfrei - ersetzt. Diese Maßnahme fand im Markt große Beachtung. Wir werden den Weg der Umstellung auf nachhaltige und umweltfreundliche Verpackungskonzepte weiterhin konsequent fortsetzen. II. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 auf 10.389 TEUR verringert. Dies entspricht einer Minderung gegenüber dem Vorjahr um 1.320 TEUR bzw. um 11,3 %. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 48,0 %. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um 1.255 TEUR verringert. Es beträgt 49,7 % der Bilanzsumme. Mit einer Eigenkapitalquote von 57,3, % erzielt die Gesellschaft ein Resultat, das nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt mittelständischer Unternehmen in Deutschland liegt.
2. Finanzlage Die finanzielle Situation des Unternehmens ist als solide zu bezeichnen. Ausreichende Finanzierungsmittel und ein nachdrückliches Forderungsmanagement versetzten die Gesellschaft in die Lage, ihre Verbindlichkeiten, wo möglich, unter Inanspruchnahme von Skonti zu begleichen, stets jedoch innerhalb der Fälligkeiten. Die Löhne/Gehälter (inkl. der Sozialversicherungsbeiträge) wurden jederzeit termingerecht gezahlt. Es gab zu keinem Zeitpunkt Anzeichen von Zahlungsschwierigkeiten. Zur Finanzierung des Saisongeschäfts wird ein Darlehen in Anspruch genommen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 254 TEUR. Diesen stehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.143 TEUR gegenüber, die in 2023 im Vergleich zu den Vorjahren durch eine verbesserte Liefersituation nochmals deutlich reduziert wurden. Zur Analyse der Finanzlage kann folgende Finanzstruktur abgeleitet werden:
Der Deckungsgrad I hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 230 verbessert, liegt im Berichtsjahr mit TEUR 965 im positiven Bereich, was auf die Erhöhung des Eigenkapitals zurückzuführen ist. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr um TEUR 254 gesunken, sodass der Deckungsgrad II mit TEUR 3.541 um TEUR 24 niedriger ist als im Vorjahr. 3. Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind um TEUR 4.829 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. In dieser Umsatzminderung sind auch notwendige und starke Preisreduzierungen aufgrund der wieder deutlich gesunkenen Beschaffungskosten enthalten. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Voraussichtliche Entwicklung Das laufende Geschäftsjahr 2024 ist immer noch durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes auf die Wirtschaft und den privaten Konsum geprägt. Vor allem durch die durchgeführten und noch zu erwartenden Preiserhöhungen bei privaten Energiekosten war in der Verkaufssaison 2023 im Einzelhandel mit Saisonartikeln immer noch eine Zurückhaltung der Verbraucher zu spüren. Die Saisonware konnte zwar besser als im Vorjahr 2022 abfließen, aber dennoch ist eine vorsichtige Haltung hinsichtlich Bestellungen und Lagerbeständen im Handel verblieben. Bisher ist ein verhalten positiver Auftragseingang zu verzeichnen. Die Kundenstruktur erscheint stabil, wenige Insolvenz-bedingte Auftragsausfälle konnten durch andere Auftragserhöhungen ausgeglichen werden. Die Umsätze werden das Niveau von 2023 voraussichtlich wieder erreichen, eventuell übersteigen. Hierbei ist auch eine weitere Preisreduzierung in 2024 aufgrund rückläufiger Seefrachtraten zu beachten. Die Entwicklung des Handels allgemein und des Einzelhandels im Besonderen im weiteren Jahresverlauf bleibt dennoch abzuwarten. 2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das Kostenrisiko der Beschaffung der Importware durch die derzeitige Situation am Logistik-Weltmarkt ist eingepreist. Verschiffungen der Ware haben bereits begonnen und sollten im Wesentlichen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Aufgrund der Situation im Roten Meer (Beschuss der Handelsschiffe durch die Huthi-Rebellen) entstehen deutlich längere Laufzeiten der Schiffe und verzögerte Zustellungen. Die weitere Entwicklung bleibt stets kritisch zu beobachten. Unsere eigene Fertigung am Standort Neustadt könnte sich weiterhin positiv entwickeln. Die Verbraucher-Zielgruppe der qualitativ hochwertigen Artikel unterscheidet sich deutlich von den Kunden der Importware. Wir rechnen hier weiterhin mit stabilen Umsätzen im Jahr 2024. 3. Risiken der Verwendung von Finanzinstrumenten Einkaufsseitig bedient sich das Unternehmen Devisentermingeschäften, um die wesentlichen USD-Vorgänge abzusichern. Dem Ausfall- und Liquiditätsrisiko wird mit einem qualifizierten Forderungsmanagement und einer Warenkreditversicherung begegnet. Die Vereinbarungen mit unserer Hausbank hinsichtlich der notwendigen Saisonfinanzierung sind eingeleitet und werden kurzfristig abgeschlossen werden, sodass das Liquiditätsrisiko als gering einzustufen ist. IV. Sonstige Angaben 1. Forschung und Entwicklung Aufgrund der Art und Weise des Geschäftsfeldes unterhält die Gesellschaft keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. 2. Bericht über bestehende Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen. Unselbständige Verkaufsstellen bestehen in Lauscha, Potsdam, Bamberg und Berlin sowie temporär auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg.
Neustadt, den 26.03.2024 Klaus Müller-Blech Geschäftsführender Gesellschafter Tilo Hannemann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inge's Christmas Decor GmbH, Dieselstr. 7, 96465 Neustadt/CoburgI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Firma Inge's Christmas Decor GmbH mit Sitz in Neustadt bei Coburg (Amtsgericht Coburg, Reg.-Nr. 3504 HRB) ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches, nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264 ff. HGB, erstellt. Die Vorschrift des § 42 GmbHG wurde beachtet. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgten unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) und sind an den handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet. Sie werden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewandt. Bilanzierungsmethoden Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Das Gliederungsschema des § 266 Abs. 3 HGB wurde gemäß § 268 Abs. 1 HGB angepasst und erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter entsprechender Anwendung von § 158 Abs. 1 AktG und § 265 Abs. 5 HGB erweitert. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur Überleitung vom "Jahresüberschuss" zum "Bilanzgewinn" um die Posten "Gewinnvortrag" sowie "Ausschüttung" erweitert. Im Geschäftsjahr wurde ein Bilanzgewinn ausgewiesen, da eine vollständige Verwendung des Jahresergebnisses gem. § 268 Abs. 1 S. 1 HGB erfolgt ist. Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden gem. § 256a HGB zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und ausgewiesen. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr wurden nicht vorgenommen. A. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern von längstens 13 Jahren zugrunde gelegt. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten alle handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Sachanlagen werden planmäßig linear bzw. geometrisch degressiv abgeschrieben. Dabei werden voraussichtliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 50 Jahren zugrunde gelegt. Für die im Geschäftsjahr neu angeschafften Vermögensgegenstände wird die Abschreibung pro rata temporis berechnet. Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 sind aus Vereinfachungsgründen analog den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe in Abzug gebracht worden. B. Umlaufvermögen Bei der Bewertung der Vorratsbestände sind erkennbare Risiken wegen dem Alter der Waren in Form von Abschlägen auf die Anschaffungskosten berücksichtigt worden. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie mit dem gewogenen Durchschnittswert unter Berücksichtigung erforderlicher Abschläge bewertet. Für Zwecke der Bewertung wurden zum Teil Gruppen gebildet und zum Teil erfolgte eine Einzelbewertung. Die Bewertung erfolgte zu individuellen Anschaffungskosten, zum gewogenen Durchschnittswert oder nach der Lifo-Methode. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte auf Basis der Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades der einzelnen Artikel. Die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Waren wurden zu den individuellen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie nach dem vereinfachten Bewertungsverfahren der Gruppenbewertung unter Anwendung des Lifo-Prinzips bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen in ausländischer Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und ausgewiesen. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Vermögensgegenstände in ausländischer Währung (USD, CHF) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und ausgewiesen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. C. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. D. Eigenkapital Die Posten des Eigenkapitals sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. E. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. F. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, wie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten, wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben über die Restlaufzeit und die Höhe der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung (USD) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und ausgewiesen. G. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Es ergeben sich sowohl aktive latente als auch passive latente Steuern. Die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung i.H.v. TEUR 1,4 ist im Berichtsjahr aufgrund des Wahlrechts nicht als aktive latente Steuer ausgewiesen. III. Weitere Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Hieraus ergeben sich die Abschreibungen des Geschäftsjahres.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche i.H.v. TEUR 6 (Vj.: TEUR 61) enthalten. Eigenkapital Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 4.861 aus dem Vorjahr. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:
Verbindlichkeiten Art, Umfang, Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen: Verbindlichkeitenspiegel
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 2.829.986,71. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 56 (Vj.: TEUR 262), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. TEUR 2 (Vj.: TEUR 1) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltszahlungen i.H.v. TEUR 204 (Vj.: TEUR 204) enthalten. IV. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 102 (Vj.: TEUR 153) enthalten. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 30 (Vj.: TEUR 30) enthalten. Materialaufwand Im Materialaufwand sind Bezugsnebenkosten i.H.v. TEUR 366 (Vj.: TEUR 2.125) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 182 (Vj.: TEUR 17) enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die jährliche Verpflichtung für die Pacht der Lager sowie für die Verkaufsräume beläuft sich auf netto TEUR 318. Es bestehen diverse Kfz-Leasingverträge und Wartungsverträge für Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die jährlichen Zahlungsverpflichtungen betragen hierfür insgesamt TEUR 168. 2. Anzahl der Mitarbeiter Folgende Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:
3. Eigenkapital und Ergebnisverwendung Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Im Bilanzgewinn sind EUR 4.861.405,62 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr enthalten. Mit Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2023 ist beschlossen worden, die Bilanz zum 31.12.2023 unter vollständiger Ergebnisverwendung aufzustellen und den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungsschwankungen werden auch derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte decken Währungsrisiken aus schwebenden Lieferungs- und Leistungsgeschäften ab. Im Geschäftsjahr wurde zwei Devisentermingeschäfte mit einem Restvolumen von USD 2.000.000,00 abgeschlossen, dessen Laufzeit über den Bilanzstichtag hinaus andauerte. Der beizulegende Zeitwert wurde nach der Marktpreisbewertung (Marktwert DW) ermittelt und beträgt EUR 16.245,56. 5. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. Ausgenommen hiervon sind natürlich nach wie vor der Ukraine-Krieg sowie der Nahost-Konflikt im Gazastreifen, deren Auswirkungen auf die Handelswelt sich immer mehr verstärken. 6. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: - Herr Klaus Müller-Blech, Kaufmann - Herr Tilo Hannemann, Bilanzbuchhalter Die Geschäftsführer sind jeweils allein zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.
Neustadt, den 26. März 2024 Klaus Müller-Blech, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter Tilo Hannemann, Bilanzbuchhalter, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkHinweis Bei der Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Inge`s Christmas Decor GmbH, Neustadt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde von den Offenlegungserleichtungen gem. § 327 HGB Gebrauch gemacht. Der nachfolgend aufgeführte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Inge`s Christmas Decor GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Inge`s Christmas Decor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inge`s Christmas Decor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 10. April 2024 Daniel Buhl, Wirtschaftsprüfer |
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