Interflex Medizintechnik GmbH

Im Lehrer Feld 9, 89081 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 723908
Eingetragen
3.8.2009
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Strahlenschutz-Einrichtungen für medizintechnische oder sonstige Anwendungsfälle im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, sämtliche mit der Herstellung und dem Vertrieb von Strahlenschutz-Einrichtungen im Zusammenhang stehende Leistungen, gleich welcher Art, zu erbringen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Roberto Angelo Fiore
seit 4.11.2020
Geschäftsführer
Marc Fröscher
seit 22.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

24.90% identifiziert75.10% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
C****** F****
24.90%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Wing BidCo GmbH
71.19%
Nippon Express Holdings, Inc.JPN
3.91%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service mbH
Germany
18.775 €
75.10%
C****** F****
6.225 €
24.90%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Interflex Medizintechnik GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Interflex® Medizintechnik GmbH mit Sitz in Ulm, ist auf die Entwicklung, Produktion und Installation von Abschirmlösungen für die Medizin und Industrie spezialisiert. Das eigenentwickelte, modulare HF-Abschirmkabinensystem Intercabin® in Stahl und Aluminium schafft eine betriebssichere Arbeitsumgebung für Radiologen, Ärzte, medizinisches Personal und für Forschung.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit 2018 war die konsequente Weiterentwicklung unserer "Intercabin". Die meisten Entwicklungen entstanden projektspezifisch auf Kundenwunsch und konnten bei weiteren Projekten mit eingesetzt und verkauft werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit einem Wert von +1,5 % (2017 +2,2 %) hat das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2018 den Aufwärtstrend der vergangenen 9 Jahre fortgesetzt aber an Schwung verloren. Die deutsche Medizintechnikbranche legte beim Gesamtumsatz im Jahr 2018 um 1,3 % zu.

Insgesamt wird die Medizintechnik-Branche auf Grund des technologischen Fortschritts, der demografischen Entwicklung sowie des erweiterten Gesundheitsbegriffes in Richtung mehr Lebensqualität ein Wachstumsmarkt bleiben.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen ein rasantes Wachstum bewerkstelligt. Die dazu notwendige Anpassung der Kapazitäten stellt eine kontinuierliche Herausforderung dar, v. a. bei der Suche nach geeignetem Personal, der Einsatzplanung der Montageteams sowie der Planung der Produktionsabläufe.

a. Ertragslage

2018 war ein Jahr der Konsolidierung. Der Fokus lag auf einer kosteneffizienten Abwicklung der Aufträge. Umsatzverschiebungen hatten zur Folge, dass die Gesamtleistung um 10,6% sank. Gleichzeitig verbesserte sich aber die Rohertragsquote. Die Wareneinsatzquote stand im Fokus der in 2017 begonnen Optimierungsmaßnahmen der Geschäftsführung. Die Wareneinsatzquote ist im Vergleich zum Vorjahr knapp 7 %-Punkte niedriger. Der Rohertrag sank daher nur um 1,4% auf 5.731 T€.

Der Personalaufwand konnte durch am Anfang des Jahres 2017 etablierte Optimierungsmaßnahmen nochmals um 7 % auf 3.085 T€ reduziert werden.

Die sonstigen Erträge und die sonstigen Aufwendungen sind teilweise von Einmaleffekten beeinflusst, die sich jeweils in beiden GuV-Positionen ausgewirkt haben. Saldiert man die beiden Positionen konnten auch hier Einsparungen realisiert werden.

Per Saldo stieg das EBITDA um 313 T€ auf 702 T€. Dies war ausreichend, um das Finanzergebnis zu decken.

Aufgrund der im Jahr 2019 angestoßenen weiterreichenden Restrukturierungsmaßnahmen wurden die in den unfertigen Erzeugnissen bilanzierten Projekte mit einer Laufzeit größer als einem Jahr in vollem Umfang abgeschrieben. Diese Abschreibung (1.988 T€) übersteigt den bisher üblichen Rahmen der Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen deutlich. Insofern erfolgt der Ausweis nach § 275 Abs. 2 Nr. 7b HGB in der Position "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögen". Per Saldo schließt das Geschäftsjahr daher mit einem Verlust von -1.899 T€ ab.

b. Finanzlage

Die oben beschriebene Verbesserung des operativen Ergebnisses hat sich positiv auf die Verschuldung ausgewirkt. Insgesamt konnte das Fremdkapital um 426 T€ abgebaut werden. Vor allem die Lieferantenverbindlichkeiten sanken um 427 T€ auf 946 T€.

Der Cashflow I, der sich aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen zusammensetzt, konnte von -504 T€ auf 266 T€ gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Investitionen des Geschäftsjahres lagen unter den Abschreibungen und betrafen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen. Es sind keine größeren Finanzierungsmaßnahmen diesbzgl. geplant.

Die Liquidität des Unternehmens war gewährleistet und ist zukünftig durch zugesagte Kontokorrentlinien gesichert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der individuellen Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist von der Abwertung der unfertigen Erzeugnisse gekennzeichnet. Gleichzeitig konnte durch ein verbessertes Forderungsmanagement und eine geringere Gesamtleistung die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 16 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die so freiwerdenden Mittel wurden vor allem in den Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten gesteckt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen vor allem wegen erhöhten Gesellschafterforderungen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag mit -2.320 TEUR resultiert im Wesentlichen aus den aufwandswirksamen Ausbuchungen der aktiven latenten Steuern von 459 TEUR aus dem Jahr 2017 und der Neubewertung der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 1.988 TEUR. Unter Berücksichtigung der mit einer Rangabrede belegten stillen Beteiligungen in Höhe von 2.200 TEUR und dem weiteren mittelbaren Rangrücktritt der Gesellschafterin in Höhe von 750 T€ ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von 630 TEUR (Vj. 1.780 TEUR).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzdiversifikation

Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand)

EBIT

Der Rohertrag sank aufgrund der niedrigeren Gesamtleistung absolut. Die Rohertragsquote konnte aber deutlich gesteigert werden. Der EBIT, korrigiert um die Abschreibung der Vorräte (1.988 T€), stieg deutlich.

III. Risikomanagementziele und -methoden

Zu den Finanzinstrumenten zählen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenstamm ist solvent und bonitätsstark. Mit einem Großteil der Kunden arbeiten wir seit einem längeren Zeitraum zusammen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der individuell vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Die kurzfristige Finanzierung ist im Wesentlichen über Kontokorrentlinien gesichert.

Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist grundsätzlich konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet. Die aktuelle Eigenkapitalsituation und die Restrukturierung bedingen ein aktives Finanzmanagement. Die Liquiditätssteuerung bleibt eine Herausforderung.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement.

IV. Prognosebericht

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und weitere Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen wurde im Mai 2019 ein externes Beratungsunternehmen beauftragt. Ziel des Restrukturierungkonzeptes ist eine Reduzierung der Kosten mit Liquiditätseffekten in Höhe von T€ 398 in 2019 und T€ 552 in 2020. Das in 2019 erstellte Restrukturierungsprogramm wurde von allen Finanzierern und der Gesellschafterin einstimmig verabschiedet.

Der Gesellschaft wurden daher zusätzliche finanzielle Mittel von 700 T€ zugesagt. Das externe Beratungsunternehmen hat in der Folge der Gesellschaft eine positive Fortbestehensprognose und die Sanierungsfähigkeit bescheinigt. Dementsprechend geht die Geschäftsführung unverändert von going-concern aus. Zur weiteren aktiven Begleitung der Neuausrichtung des Unternehmens wurde ein Beirat gegründet.

Unter der Voraussetzung der vereinbarten Sanierungsmaßnahmen sieht die Ertragsplanung 2019 bei einer Gesamtleistung von 7.678,0 T€ eine weitere Verbesserung des EBIT auf 483,0 T€ vor. Vor allem aufgrund von außerordentlichen Aufwendungen wird in 2019 letztmals mit einem Jahresverlust von -634,0 T€ geplant. Das Reporting Oktober 2019 zeigt aber wegen kundenseitigen Umsatzverschiebungen einen EBIT von 70,0 T€, der damit -205,0 T€ unter Plan ist. Diese Planunterschreitung wird man in 2019 nicht mehr vollständig aufholen können.

Im abgelaufenen Jahr konnten Kooperationen mit neuen Partnern geschlossen und somit neue Märkte erschlossen werden. Diese Kooperationen sowie die vorhandenen Aufträge werden das Ergebnis 2020 positiv beeinflussen. Die Planung 2020 geht von einer Gesamtleistung von 9.347,0 T€ und einem EBIT von 1.525,0 T€ bei einem Jahresüberschuss von 1.076,0 T€ aus.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

 

Ulm, 26. November 2019

Interflex Medizintechnik GmbH

Carolin Fiore, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 1.061.512,83 1.210.960,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 633.241,80 689.265,78
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 630.091,03 680.668,01
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.150,77 8.597,77
II. Sachanlagen 418.234,00 514.195,00
1. technische Anlagen und Maschinen 74.659,00 82.201,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.575,00 431.994,00
III. Finanzanlagen 10.037,03 7.500,00
1. sonstige Finanzanlagen 10.037,03 7.500,00
B. Umlaufvermögen 4.128.238,68 6.316.502,55
I. Vorräte 1.205.996,73 3.344.740,54
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 55.900,00 53.155,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.916.777,49 2.971.576,85
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.916.777,49 2.971.576,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.464,46 185,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 93.346,27 81.362,09
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.319.599,05 419.983,76
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.602.696,83 8.028.809,18

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 537.500,00 537.500,00
III. Stille Beteiligung -242.742,94 422.122,41
IV. Bilanzverlust 2.639.356,11 1.404.606,17
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.319.599,05 419.983,76
B. Rückstellungen 403.020,00 305.810,00
C. Verbindlichkeiten 7.199.676,83 7.722.999,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.902.671,73 3.954.369,12
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.297.005,10 3.768.630,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.602.696,83 8.028.809,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 6.059.914,11 5.923.865,98
2. Personalaufwand 3.085.005,62 3.326.814,01
a) Löhne und Gehälter 2.623.186,42 2.822.042,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 461.819,20 504.771,93
davon für Altersversorgung 11.412,01 13.134,55
3. Abschreibungen 2.165.252,66 168.558,54
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 177.212,66 168.558,54
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.988.040,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.273.355,31 2.208.671,22
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 250,56 167,63
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.187,76 16.566,27
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 456.089,88 443.014,73
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 66,09 459.137,21
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 459.093,00
9. Ergebnis nach Steuern -1.893.417,13 -665.595,83
10. sonstige Steuern 6.198,16 6.648,66
11. Jahresfehlbetrag 1.899.615,29 672.244,49

Ergebnisverwendung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
11. Jahresfehlbetrag 1.899.615,29 672.244,49
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.404.606,17 967.647,25
13. Verlustanteil atypisch stiller Gesellschafter 664.865,35 235.285,57
14. Bilanzverlust 2.639.356,11 1.404.606,17

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Interflex Medizintechnik GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Ulm

Registereintrag: Handelsregister

Register-Nr.: 723908

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Interflex Medizintechnik GmbH (Interflex) für das Geschäftsjahr 2018 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die bisher unter der Bilanzposition fertige Erzeugnisse und Waren ausgewiesenen Bestände werden seit dem Jahr 2018 als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gezeigt. Die Struktur der Bestände hat sich geändert. Die wenigsten Teile werden als Handelsware weiterverkauft, sondern in der Produktion verbaut. Weitere Bilanzierungsänderungen haben sich nicht ergeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge an beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Jahr 2018 wurden linear abgeschrieben. Die Annahme der Nutzungsdauer erfolgte in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen und betriebsindividuellen Erfahrungen. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs auf 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Lohnkosten sowie einen angemessenen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Eine Anpassung des Bewertungsschemas führte zu einer Minderung des Bestandes um T€ 1.988.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder ggf. zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten des Bilanzstichtages bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf Forderungen aus Lieferungen und Leistung Rechnung getragen. Spezielle Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Disagio Beträge in Höhe von 15 T€ (Vj.: 19 T€) die anteilig auf die Dauer der Kapitalinanspruchnahme abgeschrieben werden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

In der Bilanz werden selbst geschaffenen immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen. In Höhe der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände gilt eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.857

(i. Vj. TEUR 2.972) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den ausgewiesenen Forderungen bestehen 824 T€ (Vj. 672 T€) gegenüber Gesellschaftern. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit größer als 5 Jahren.

3.3 Latente Steuern

Es wurden keine latenten Steuern aktiviert.

3.4 Eigenkapital

Im Eigenkapital ist eine atypisch stille Beteiligung mit einem Nennbetrag von 900 T€ vor Verlustverrechnung ausgewiesen.

Das im Eigenkapital ausgewiesene Genussrechtskapital weist nach Verlustverteilung einen Betrag von T€ -242 aus.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten aktivierten Beträge nach §§ 268 Abs. 8 HGB betrifft selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 652 T€.

3.5 Rückstellungen

Die Position sonstige Rückstellungen enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Gewährleistungen, Nacharbeiten, Aufwendungen aus einer drohenden Bürgschaftsinanspruchnahme und Abschlusskosten.

3.6 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2018 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
T€
kleiner 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
gegenüber Kreditinstituten 3.903 3.358 545 0
Vorjahr 3.954 3.403 551 0
aus Lieferungen und Leistungen 946 946 0 0
Vorjahr 1.373 1.373 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 2.351 151 1.700 500
Vorjahr 2.396 196 500 1.700
davon aus Steuern 47 47 0 0
Vorjahr 94 94 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 0 0
Vorjahr 12 12 0 0
Summe 7.200 4.455 2.245 500
Vorjahr 7.723 4.972 1.051 1.700

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch die Gesellschafter besichert; bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt die Absicherung über den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt.

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von 120 T€ (i. Vj. 3 T€) betreffen Regressansprüche aus einer Bürgschaftsinanspruchnahme. In selber Höhe sind für die Bürgschaftsinanspruchnahme selbst Aufwendungen in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Beide Effekte sind davon außerordentlicher Größenordnung.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 T€ (i. Vj. 1 T€) enthalten.

4.2 Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Im Berichtsjahr wurden vor allem sogenannte Langläufer der unfertigen Erzeugnisse in vollen Umfang abgeschrieben. Dies hat das Ergebnis in Höhe von 1.988 T€ belastet. Diese Abschreibung übersteigt den bisher üblichen Rahmen der Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen deutlich und sind somit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung. Insofern erfolgt der Ausweis nach § 275 Abs. 2 Nr. 7b HGB in der Position "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögen".

5. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Miet-, Wartungs-, Dienstleistungs- und Leasingverträge, die erst nach dem Bilanzstichtag kündbar sind, in Höhe von 574 T€ (Vj.: 545 T€).

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2018
Gewerbliche Mitarbeiter 25
Angestellte 32
Teilzeit 2
Geringfügig 2
  61

Nachtragsbericht:

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und weitere Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen wurde im Mai 2019 ein externes Beratungsunternehmen beauftragt. Ziel des Restrukturierungkonzeptes ist eine Reduzierung der Kosten mit Liquiditätseffekten in Höhe von T€ 398 in 2019 und T€ 552 in 2020. Das in 2019 erstellte Restrukturierungsprogramm wurde von allen Finanzierern und der Gesellschafterin einstimmig verabschiedet.

Der Gesellschaft wurden daher zusätzliche finanzielle Mittel von 700 T€ zugesagt. Das externe Beratungsunternehmen hat in der Folge der Gesellschaft eine positive Fortbestehensprognose und die Sanierungsfähigkeit bescheinigt. Dementsprechend geht die Geschäftsführung unverändert von going-concern aus. Zur weiteren aktiven Begleitung der Neuausrichtung des Unternehmens wurde ein Beirat gegründet. Die aktuelle Eigenkapitalsituation und die Restrukturierung bedingen aber unverändert ein aktives Finanzmanagement und die Liquiditätssteuerung wird eine Herausforderung bleiben.

Mitglieder des Beirats sind seit dem Jahr 2019 WP StB CPA Michael Hinterholzer und Dr. Neitzel.

Geschäftsführerin der Interflex Medizintechnik GmbH:

Frau Carolin Fiore, Kauffrau, 89155 Erbach

Die Geschäftsführerin war von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Jahre 2018 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ulm, den 26. November 2019

gez. Carolin Fiore

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand zum 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle VGE          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 711.482,14 0,00 0,00 0,00 711.482,14
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Waren 43.455,44 0,00 1.500,00 0,00 41.955,44
  754.937,58 0,00 1.500,00 0,00 753.437,58
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 127.422,88 8.290,66 0,00 0,00 135.713,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.941,38 28.233,02 101.592,62 0,00 749.581,78
  950.364,26 36.523,68 101.592,62 0,00 885.295,32
  1.705.301,84 36.523,68 103.092,62 0,00 1.638.732,90
III. Finanzanlagen          
Genossenschaftsanteile 7.500,00 2.537,03 0,00 0,00 10.037,03
  1.712.801,84 39.060,71 103.092,62 0,00 1.648.769,93
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2018
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen Stand zum 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle VGE          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 30.814,13 50.576,98 0,00 0,00 81.391,11
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Waren 34.857,67 5.446,00 1.499,00 0,00 38.804,67
  65.671,80 56.022,98 1.499,00 0,00 120.195,78
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 45.221,88 15.832,66 0,00 0,00 61.054,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 390.947,38 105.357,02 90.297,62 0,00 406.006,78
  436.169,26 121.189,68 90.297,62 0,00 467.061,32
  501.841,06 177.212,66 91.796,62 0,00 587.257,10
III. Finanzanlagen          
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  501.841,06 177.212,66 91.796,62 0,00 587.257,10
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle VGE    
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 630.091,03 680.668,01
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Waren 3.150,77 8.597,77
  633.241,80 689.265,78
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 74.659,00 82.201,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.575,00 431.994,00
  418.234,00 514.195,00
  1.051.475,80 1.203.460,78
III. Finanzanlagen    
Genossenschaftsanteile 10.037,03 7.500,00
  1.061.512,83 1.210.960,78

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2019 festgestellt.

"In dem beigefügten, zur Offenelgung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt."

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Interflex Medizintechnik GmbH, Ulm

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Interflex Medizintechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Interflex Medizintechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapital-

gesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den "Nachtragsbericht" im Anhang sowie die Angaben im Lagebericht in den Abschnitten "Risikomanagementziele und -methoden" sowie im "Prognosebericht", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die aktuelle Eigenkapitalsituation und die Restrukturierung ein aktives Finanzmanagement bedingen und die Liquiditätssteuerung eine Herausforderung bleibt. Wie im Nachtragsbericht des Anhangs und im Prognosebericht des Lageberichts dargelegt, deuten diese Gegebenheiten und das Erstellen eines Restrukturierungskonzeptes mit Zustimmung der Finanzierer auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2

Satz 3 HGB darstellt.

Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres-

abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falschen Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches

Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen

Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs-

legungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben

unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolge-

rungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-

lage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde

gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches

unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben

abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, den 26. November 2019

Helmer und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer

Roland Karcher, Wirtschaftsprüfer

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