EXTREME ProGear GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Pfeiffer seit 2.11.2021 | Prokura |
Stefanie Link seit 4.11.2016 | Prokura |
Markus Noll seit 19.4.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Giebeler GmbHEschenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Giebeler GmbH ist unter HR B 3008 im Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar eingetragen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 500.000,00. Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion und Herstellung von Spritzgießwerkzeugen für die kunststoffverarbeitende Industrie sowie die Produktion und Lieferung von Kunststoffteilen und Baugruppen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Trotz einiger struktureller Herausforderungen erweist sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähig und positioniert sich weiterhin als eine der führenden Volkswirtschaften weltweit. Die Automobilindustrie erlebt weiterhin dynamische Veränderungen, darunter eine steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Innovationen in der Mobilitätstechnologie. Trotz globaler Herausforderungen wie Lieferkettenengpässen und Rohstoffpreisschwankungen zeigt die Branche eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Die Digitalisierung und Entwicklung autonomer Fahrzeuge bietet neue Geschäftsmöglichkeiten, erfordert aber gleichzeitig Investitionen in Forschung und Entwicklung. Bedingt durch den fortdauernden Ukraine Krieg sowie in Folge des Klimawandels gewinnen weitere Geschäftsfelder in den Bereichen Solar- und Gebäudetechnik sowie Logistik weiterhin an Bedeutung. 2.2. Geschäftsverlauf Die weltweite wirtschaftliche Rezession aufgrund von Corona hatte auch bei der Giebeler GmbH zu einem Umsatzrückgang geführt, der im Jahr 2022 zu großen Teilen wieder aufgeholt werden konnte. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Trend, wenn auch deutlich abgeschwächt, fortgesetzt. Anzumerken ist, dass sich die Gesamtleistung um 3 % erhöht hat. Problematisch bleiben weiterhin die hohen Material- und Personalkosten. Unter Einzug der Materialkosten hat sich sogar ein verschlechtertes Rohergebnis von TEUR 14.358 gegenüber TEUR 15.044 im Vorjahr ergeben. Hinzu kommen die Personalaufwendungen, die im Verhältnis zum Rohergebnis 77,9 % bzw. 70,4 % betragen. Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war geprägt von einer teilweise schwankenden Auslastung sowie der Verschiebung von Aufträgen seitens unserer Kunden. Dies hat eine verlässliche Planung deutlich erschwert. Hinzu kommen die weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere der Automobilindustrie. Die hohen Energiepreise führen zu einer deutlichen Ergebnisbelastung. Hier stellt sich weiterhin die Frage nach einer Verkraftbarkeit der Preise im Mittelstand. Positiv ist anzumerken, dass der Trend, neue Kunden und Aufträge aus anderen Industriezweigen zu gewinnen, wie z.B. der Solar-, Gebäudetechnik oder der Logistik, sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt hat. 2.3. Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten, wie bereits angemerkt, gesteigert werden. Dies betrifft beide Bereiche, den Werkzeugbau wie auch die Kunststofftechnik. Die Materialaufwendungen liegen trotz ihrer Produktionsabhängigkeit mit 57,0 % (Vorjahr: 53,8 %), gemessen an der Gesamtleistung, weiterhin auf einem zu hohen Niveau. Hauptgrund sind die weiterhin hohen Preise bei der Beschaffung der Rohmaterialien, die Energiekosten sowie eine gestiegene Auswärtsbearbeitung von Kunststoffteilen. In Summe beträgt das erzielte Rohergebnis TEUR 14.358 gegenüber TEUR 15.044 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 4,6 % (Vorjahr: Zuwachs von 14,0 %). Das Ergebnis vor Steuern hat sich wie folgt entwickelt:
Die Personalaufwendungen sind absolut betrachtet im Vergleich zum Vorjahr um weitere TEUR 587 auf TEUR 11.182 gestiegen. Dies resultiert aus Entgeltsteigerungen, aber auch aus einem Aufbau des Personalbestands. Im Verhältnis zum Rohergebnis beträgt die Quote nun 77,9 % (Vorjahr: 70,4 %). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde im Geschäftsjahr 2023 ein operativer Verlust (EBIT) von TEUR 702 gegenüber positiven TEUR 988 im Vorjahr erwirtschaftet. Nach dem Finanzergebnis sowie den Steuern wurde im Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 972 gegenüber einem Jahresüberschuss im Vorjahr von TEUR 816 erzielt. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds und der hohen Kostenbelastungen, konnte das im Vorjahreslagebericht genannte Ziel eines Jahresüberschusses auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2022 nicht annährend erreicht werden. Beschaffungsmarkt Das Jahr 2023 war weiterhin durch hohe Beschaffungs- und Energiepreise gekennzeichnet. Hinzu kamen hohe Aufwendungen durch eine Auswärtsbearbeitung von Kunststoffteilen. Dies hat im Ergebnis zu einem deutlichen Anstieg des gesamten Materialaufwands geführt. Finanzlage Die jeweiligen Cashflow Kennzahlen stellen sich wie nachstehend dar:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist zwar weiterhin negativ, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Working Capital ist weiterhin mit rd. EUR 5,5 Mio. relativ hoch. Die Finanzlage entspricht unter den gegebenen Rahmenbedingungen den Erwartungen, befindet sich unter einer fortlaufenden Beobachtung und kann gerade noch als zufriedenstellend bezeichnet werden. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurden zur Stärkung der Liquidität Gespräche mit Kunden geführt sowie das Zahlungsmanagement verbessert. Ferner wurde eine revolvierende Liquiditätsplanung auf Wochenbasis aufgesetzt. Unterdeckungen ergeben sich hieraus keine und sind auch für die Zukunft nicht absehbar. Zudem wurde eine Beratungsgesellschaft zur Verbesserung und Optimierung der internen Abläufe beauftragt. Hieraus zeichnen sich bereits erste Erfolge ab. Darüber hinaus hat sich die derzeit bestehende Auftragslage vor allem im Werkzeugbau wieder deutlich verbessert. Investitionen Investitionen wurden insbesondere in eine Photovoltaik Anlage (noch im Bau) sowie ein Bearbeitungszentrum und eine Spritzgießmaschine getätigt. Bedingt durch die aktuellen Projekte sowie die Gewährleistung und den Ausbau eines weiterhin hohen Fertigungsstandards erfolgten alle Investitionen im Jahr 2023 unter der Prämisse der Nachhaltigkeit und der energetischen Optimierung. Die Finanzierung wird im Wesentlichen über Eigenmittel, Bankkredite und Leasingverträge vorgenommen. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote lag zum Abschlussstichtag bei einer gestiegenen Bilanzsumme (TEUR +1.233) bei 23,4 % gegenüber 33,6 % im Vorjahr. Es ergibt sich folgende Vermögens- und Kapitalstruktur:
2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Auf Basis einer mittel- bzw. langfristig angelegten Personalplanung sowie organisatorischer Änderungen ist die Anzahl der Mitarbeiter der Giebeler GmbH im letzten Jahr etwas gestiegen. Aufgrund des Jahresfehlbetrags im Geschäftsjahr 2023 besteht hier zukünftig ein hoher Anpassungsdruck. Dennoch sollen auch zukünftig zur Sicherung eines qualifizierten Mitarbeiterstamms die Ausbildung und berufsbegleitenden Studiengänge sowie Weiterbildungsmaßnahmen beibehalten bzw. gefördert werden. Zertifizierung nach IATF 16949:2016 Die Giebeler GmbH lässt regelmäßige Umweltaudits durchführen und besitzt eine Zertifizierung nach IATF 16949:2016. Darüber hinaus besteht eine ergänzende Umweltzertifizierung nach DIN EN 14001:2015. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Inflation, Krieg, steigende Lohn- und Energiekosten machen der mittelständischen Automobilindustrie schwer zu schaffen. Das Grundproblem der Branche liegt in der Abhängigkeit von wenigen Abnehmern und den geringen Margen. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse, respektive die Gesamtleistung, auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2023 gehalten werden können. Auf der anderen Seite sind die hohen Kosten eine weiter zunehmende Belastung für unsere Ertragssituation. Dennoch erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund von Anpassungen einen moderaten Jahresüberschuss. 3.2. Risikobericht Wie in den letzten Jahren auch, muss weiterhin von volatilen Märkten, insbesondere in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie als einer der signifikanten Absatzmärkte der Giebeler GmbH, ausgegangen werden. Negative Entwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten bergen das Risiko, dass es zu signifikanten Preisschwankungen kommt. Dies kann weitere negative Ergebnisveränderungen bewirken. Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes Risk-Management in Form einer laufenden Überwachung aller unternehmensrelevanten Prozesse. Alle im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit getätigten Umsätze werden mit Ausnahme eines Kunden in Euro abgewickelt. Somit ist die Giebeler GmbH keinen besonderen Risiken aus Währungs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Haftungsrisiken wegen Schlechtleistung wird mit laufender Überwachung der Produktionsprozesse, DIN-Zertifizierung, Mitarbeiterschulungen, etc. entgegengewirkt. Regelmäßige Audits der Kunden bestätigen den hohen Qualitätsstandard der Produktion. Hinsichtlich der Bestände wurden alle zum Abschlussstichtag bestehenden Risiken entsprechend bilanziert. Einzelrisiken entstanden im Berichtsjahr nicht. Ebenso bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken zum Abschlussstichtag oder zum jetzigen Zeitpunkt. Aufgrund von Verschiebungen der Abnahmen im Bereich des Werkzeugbaus besteht das Risiko, dass es als Folge der hier oftmals erforderlichen Vorfinanzierung zu Engpässen in der Liquidität kommen kann. Hierfür haben wir im Geschäftsjahr 2024 eine verbesserte Liquiditätsplanung aufgesetzt, um potentielle Engpässe bereits im Vorfeld zu erkennen und reagieren zu können. 3.3. Chancenbericht Im Vertrieb konnten aufgrund des vorhandenen Kundenstammes neben dem Bereich Automotive, weitere Kunden und Aufträge in den Bereichen der erneuerbaren Energien (Solarindustrie) und Gebäudetechnik sowie Logistik, neue Projekte gewonnen werden. Diese Strategie soll vorwiegend im Industrie-Bereich fortgeführt werden. Synergie-Effekte zwischen Formenbau und Kunststofftechnik können sich hier positiv auswirken. Ebenso sehen wir in der frühen Integration der Giebeler GmbH als Entwicklungspartner für unsere Kunden die Chance, das Leistungsspektrum nachhaltig abzurunden. Im Produktionsbereich soll die Akquise von Projekten mit neuen, zukunftsweisenden Technologien und Anwendungstechniken und einer ständigen Erweiterung des Leistungsspektrums zu einer weiteren Optimierung und Auslastung des Maschinenparks hin zu einer CO 2 -neutralen Produktion der Giebeler GmbH führen. Die Giebeler GmbH besitzt eine ansprechende Marktpositionierung und weiterhin Entwicklungschancen.
Eschenburg, den 17. Juni 2024 Markus Noll Stefan Kreck Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft Firma: Giebeler GmbH Sitz: Eschenburg Registergericht: Amtsgericht Wetzlar Nummer: HR B 3008 Die Giebeler GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Für die Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des HGB in Anspruch. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. 2. Die Bewertung der Gegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 25 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und von 10 bis 50 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen sind die Abschreibungen nach der degressiven mit Übergang zur linearen und der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen worden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Für Werkzeuge wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 Satz 1 HGB bei den Sachanlagen gebildet. 3. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zur Sicherung von Altersteilzeitansprüchen verpfändet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet (verrechenbares Planvermögen). Die Wertpapiere werden an der Börse gehandelt. Der beizulegende Zeitwert beruht daher auf dem von dem Kreditinstitut angegebenen Börsenkurs zum Abschlussstichtag. 4. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten sind neben Einzelauch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit diesen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstehen, mit dem Erfüllungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Der darüberhinausgehende Betrag wird auf der Passivseite ausgewiesen. 5. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bilanziert. Den in den Forderungen enthaltenen Risiken ist durch Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. 6. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält kurz-, mittel- und langfristige Abgrenzungen. 7. Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Als Rechnungszins wurde bei den Rückstellungen für Pensionen der von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Oktober 2023 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 17. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2023 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Im Rahmen der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeit-Regelung in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge sowie der Erfüllungsrückstand berücksichtigt. Die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände (sog. verrechenbares Planvermögen) und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich:
Der Zinsaufwand ergibt sich aus der Anwendung des im Vorjahr verwendeten Rechnungszinses auf den Verpflichtungswert des Vorjahrs. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Bewertung erfolgte zum notwendigen Erfüllungsbetrag. 8. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Anhang ersichtlich. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet und mit den Rückstellungen saldiert worden (verrechenbares Planvermögen). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wird auf der Aktivseite unter D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. 2. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind noch nicht verrechenbare Vorsteuern in Höhe von TEUR 29 enthalten. 3. Eigenkapital Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 17, die aus dem Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung resultiert. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 8.192) sind durch Grundschulden auf dem Betriebsgrundstück in Eschenburg, durch Sicherungsübereignungen von Maschinen inkl. Photovoltaikanlage sowie durch Verpfändung von TEUR 104 Bankguthaben besichert. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren. In den Verbindlichkeiten sind TEUR 363 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt. 5. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat bei einem Kreditinstitut im Jahr 2022 einen langfristigen Darlehensvertrag (Laufzeit 3/2023 bis 9/2030) mit einem Nominalbetrag von TEUR 840 und einem variablen Zinssatz aufgenommen. Die Auszahlungen erfolgten in 2023. Als Zinssicherung wurde ebenfalls in 2022 ein Zins-Cap über dieselbe Laufzeit und den gleichen Basisdaten abgeschlossen. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft stimmen in allen wesentlichen Bedingungen überein. Es handelt sich um einen Micro-Hedge der zu einer Bewertungseinheit zusammenfasst und noch der Einfrierungsmethode bilanziert wurde. Weitere derivative Finanzinstrumente bestehen zum Abschlussstichtag nicht. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasing- und Mietverträgen sowie Gebühren resultiert ein Obligo von TEUR 485 das wie folgt fällig wird:
Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen. IV. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2023 von TEUR 972 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. V. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
2. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren
Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.
Eschenburg, den 17. Juni 2024 Markus Noll Stefan Kreck Brutto-Anlagengitter
Verbindlichkeitenspiegel
Bescheinigung zum offenzulegenden Jahresabschluss und LageberichtIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Giebeler GmbH, Eschenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Giebeler GmbH, Eschenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Giebeler GmbH, Eschenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillenburg, den 18. Juni 2024 WESTTREU
GmbH
Droste, Wirtschaftsprüfer Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin" Eine Verwendung oder Weitergabe der obigen Bescheinigung zum offenzulegenden Jahresabschluss und Lagebericht bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 9. August 2024 festgestellt. |
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