Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 5973
Eingetragen
17.6.1999
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb von und der Handel mit Grundstoffen und Substanzen für die pharmazeutische, chemische und biotechnologische und Nahrungsmittelindustrie sowie verwandten Industrien. Weiterhin wird Beratung für oben genannte Industrien auf insbesondere chemischen, biologischen, physikalischen, verfahrenstechnischen, medizinischen und biotechnologischen sowie damit verwandten Gebieten angeboten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ilka Noack
seit 30.10.2025
Prokura
Thorsten Lars Bogisch
seit 30.10.2025
Prokura
Peter Dr. Gockel
seit 28.8.2017
Prokura
Raphael Dr. Vogler
seit 9.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vogler Enterprises Holdings GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ChemCon GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der ChemCon GmbH

1.1 Geschäftsmodell

ChemCon ist ein Service-Unternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung chemischer Produkte spezialisiert ist. Die Nische, die ChemCon besetzt, ist die Produktion vergleichsweise kleiner Mengen von wenigen Gramm bis hunderte Kilogramm in extrem hoher Qualität mit bester Dokumentation.

Seit der Gründung vor über 25 Jahren konnten wir durch eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte sehr fundierte Expertise im Bereich organischer, anorganischer und polymerchemischer Prozessentwicklung nach cGMP aufbauen. Wir beschränkten uns dabei nicht nur auf die Entwicklung und Produktion von Pharmawirkstoffen (active pharmaceutical ingredients = APIs) sondern bearbeiteten auch Hilfsstoffe, Provokationssubstanzen, in vivo und in vitro Diagnostika, GMP-Startmaterialien, Referenzsubstanzen oder Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Spurenelement-Salze. In unseren Forschungslaboratorien und Reinräumen stellen wir APIs für präklinische Studien, Wirkstoffe für die Durchführung von klinischen Phasen sowie kommerzielle Produkte her, weiterhin auch hochwertige Feinchemikalien, ebenfalls spezialisiert auf kleine Mengen.

Umfassende hauseigene Analytik-Dienstleistungen und Qualitätskontrolle nach cGMP und ICH guidelines sind ein integraler Bestandteil aller Projekte bei ChemCon. Seit einigen Jahren wird dieser Bereich zusätzlich als eigenständige Dienstleistung vermarktet. Wesentlicher Bestandteil unserer Service-Expertise beinhaltet die Erstellung umfangreicher Dokumentationen und eine fundierte regulatorische Beratung als Teil unserer intensiven Kommunikation mit unseren Kunden.

Zusätzlich zu unserem Auftragssynthese-Business (CDMO-Services) und der Analytical Services strebt die Firma an, weitere API-Produkte zu identifizieren, selbst zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Dieses Produkte-Business bezieht sich ebenfalls auf den Bereich der Kleinmengen-Pharmazeutika bzw. Spezialchemikalien. Die Produktvermarktung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen wesentlichen Anteil am Umsatz gehabt und wir erwarten eine deutliche Steigerung dieses Geschäftszweigs.

1.2 Forschung und Entwicklung

ChemCon bietet Forschung & Entwicklung hauptsächlich im Service für ihre Kunden an. Wir arbeiten jedoch auch an der Optimierung von etablierten Synthese- und Analytik-Verfahren und verfügen über einige eigene Einreichungen (ASMF, DMF, zukünftig auch CEP geplant).

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

2.2 Geschäftsergebnis der ChemCon GmbH

Aufgrund der in 2023 schadensbedingt um ca. 40% verminderten Laborkapazitäten ist die Gesamtleistung in 2023 um 22% gesunken. Die bisher geflossenen Abschlagszahlungen der Versicherung für den Feuerbetriebsunterbrechungsschaden (FBU) führten dazu, dass die ChemCon GmbH trotzdem einen Jahresüberschuss von TEUR 1.631 ausweist, nach einem Jahresüberschuss von TEUR 2.542 im Vorjahr.

2.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr betrug 12.5 Mio. €. Die Bestandskunden bestellten weiter vor allem sogenannte Routine-Produkte. Der Auftragseingang war der drittbeste in der Historie, die Auftragsreichweite zum Bilanzstichtag betrug knapp 9 Monate bezogen auf den erhöhten Planumsatz für 2024.

2.4 Produktion

Im Berichtsjahr standen wegen des Brandschadenereignisses vom 27. Juli 2022 nur 2 Reinräume und 1 Entwicklungslabor sowie 6 Analytik-Labore und 1 Verpackungsraum zur Verfügung. Die Auslastung der Syntheselabore war daher hoch, die analytischen Geräte waren im normalen Rahmen ausgelastet. Ein neues Produktionslabor für ein Bestandsprojekt konnte noch nicht wie geplant Ende 2023 in Betrieb gehen.Am 31. August 2023 brannte eine Mikrowelle im Analytiklabor 4 und die darin enthaltenen GC- und ICP-Geräte wurde durch Löschpulver beschädigt und mussten ersetzt bzw. repariert werden.

Der wachsende Gerätepark und die Produktionsmittel waren in einem ordnungsgemäßen Zustand.

2.5 Beschaffung

Der Materialaufwand ist bei ChemCon von untergeordneter Bedeutung und wird, v.a. im Berichtsjahr, zu einem nicht unwesentlichen Teil an die Kunden weiter berechnet. Die Einkaufspreise haben sich aufgrund der Inflation erhöht. Wechselkursveränderungen spielten keine wesentliche Rolle. Liefertreue, Versorgungssicherheit, Qualität und Verfügbarkeit der geforderten Dokumentation sind wichtige Parameter bei unserer Lieferantenbewertung. Bei der Beschaffung von Chemikalien und Geräten kam es zu keinen wesentlichen produktionskritischen Verzögerungen. Lediglich bei der Fertigstellung des neuen Produktionslabors kam es zu Verzögerungen bei der Lieferung von Elektronikbauteilen. Für kritische Startmaterialien wird weiter daran gearbeitet, mehrere Lieferanten zu identifizieren und zu qualifizieren.

2.6 Investitionen und Großreparaturen

Im Berichtsjahr wurden für den Wiederaufbau der im Juli 2022 zerstörten Labore ca. 3,6 Mio. € als Anlagen im Bau aktiviert. Die vollständige Wiederherstellung der Produktionskapazitäten ist für März 2024 vorgesehen. Hinzu kamen Ausgaben in Höhe von 1,1 Mio. € für das bereits erwähnte Speziallabor. Zusammen mit den üblichen Investitionen in Laborgeräte wurden insgesamt Anschaffungen für 6,8 Mio. € getätigt. Großreparaturen fielen keine an.

2.7 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Sämtliche Investitionen wurden unter anderem dank den Abschlagszahlungen der Sachversicherung aus der laufenden Liquidität finanziert. Die Kontokorrentlinien wurden nicht in Anspruch genommen.

2.8 Personal und Sozialbereich

Um für die Zeit nach dem Wiederaufbau der Produktionslabore für das geplante Wachstum ab 2024 ff. gerüstet zu sein, wurde der Personalbestand in Marketing & Sales erhöht. Im Jahr 2023 wurden 21 Mitarbeiter neu eingestellt, 17 Personen haben das Unternehmen verlassen. Die meisten offenen Stellen konnten im Berichtsjahr besetzt werden. Zum Jahresende sind 130 Mitarbeiter bei ChemCon aktiv, darunter 9 Auszubildende bzw. Studentinnen und 26 Teilzeitkräfte.

2.9 Umweltschutz

Wesentliche Umweltrisiken sind nicht vorhanden. Produktionsabfälle werden ordnungsgemäß entsorgt bzw. aufbereitet.

2.10 Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Der Brandschaden im Juli 2022 hat unsere operativen Laborkapazitäten im Jahr 2023 um ca. 40% reduziert. Durch die intensivere Nutzung der verbliebenen Labore und wegen der Schaffung eines Ausweichlabors konnten die meisten Aufträge abgearbeitet werden. Am 31. August 2023 brannte eine Mikrowelle im Analytiklabor 4 und die darin enthaltenen Geräte wurde durch Löschpulver beschädigt. Dadurch kam es ca. 10 Wochen lang zu Verzögerungen bei Freigabemessungen und Inprozesskontrollen. Aufgrund des Versicherungsschutzes bestand zu keiner Zeit ein existenzielles Risiko.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung lag aufgrund der um ca. 40% reduzierten Laborkapazitäten 22% unter dem Vorjahreswert. Im sonstigen betrieblichen Ertrag sind 3,2 Mio. € aus Abschlagszahlungen für den FBU-Schaden enthalten. Das Rohergebnis beläuft sich auf TEUR 10.871 nach TEUR 14.815 im Vorjahr. Die Materialaufwendungen sind wegen dem Einkauf teurer Chemikalien gegenüber dem Vorjahr sogar gestiegen. Höhere Abschreibungen, gestiegene Personalaufwendungen (Gehaltserhöhungen, Inflationsbonus) und immer noch hohe sonstige betriebliche Aufwendungen sorgen dafür, dass die Ertragslage sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat.

Das Finanzergebnis ist von geringerer Bedeutung, aber im sehr positiven neutralen Ergebnis spielen Erträge aus der FBU-Versicherung und Rückstellungsauflösungen eine wesentliche Rolle.

3.2 Finanzlage

Der operative Cash-Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) und die Vorauszahlungen der Versicherung reichten aus, um die hohen Investitionen zu finanzieren, eine Ausschüttung vorzunehmen und die verbliebene stille Beteiligung planmäßig abzulösen. Die Kontokorrentlinien wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut nicht in Anspruch genommen. Wir erwarten weitere Zahlungen von der Versicherung. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

3.3 Vermögenslage

Aufgrund gesunkener liquider Mittel - auch wegen eines höheren Forderungsbestandes zum Jahresende - haben sich die Liquiditätskennzahlen verschlechtert. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der hohen Wiederbeschaffungen (starker Anstieg der Bilanzsumme) auf 50% verschlechtert. Die Anlagendeckung beträgt nun 72%. Die Versicherungszahlungen für den Sach- und Vorratsschaden wurden in Höhe von 3,8 Mio. € als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten-Quote stieg daher auf 39%.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Beurteilung der Produktivität ziehen wir einen Wertschöpfungsfaktor heran, ermittelt aus der Relation des Personalaufwands im Verhältnis zum Rohergebnis. Aufgrund der geringeren Gesamtleistung sank der Wertschöpfungsfaktor von 2,42 auf 1,55.

3.5 Gesamtaussage

Der Auftragsbestand zu Jahresbeginn und ein Teil des Auftragseingangs in 2023 konnten im Berichtsjahr erfolgreich abgearbeitet werden. Die Summe der erhaltenen Aufträge war der drittbeste Wert in der Firmengeschichte. Die Ressourcenreduzierung konnte durch eine höhere Auslastung der Labore nicht vollständig kompensiert werden. Die bisher erhaltenen Abschlagzahlungen der Versicherung in Höhe von 3,5 Mio. € wurden als erhaltene Anzahlungen passiviert.

4. Prognosebericht

ChemCon hat in ihrer über fünfundzwanzigjährigen Geschichte einen breiten Stamm an Kunden weltweit aufbauen können. Dabei bearbeitet ChemCon inzwischen zahlreiche Projekte, die in ihrem Entwicklungsstadium immer weiter fortschreiten oder bereits kommerziell am Markt sind. Die Anzahl an Aufträgen für regelmäßig wiederkehrende Produkte steigt, was der Finanzstabilität sehr zugute kommt. Der Aufbau einer eigenen Projektliste zusätzlich zum bestehenden Auftragssynthesebusiness soll intensiv weiterbetrieben werden. ChemCon gelingt es gut, durch Streuung des Umsatzes auf verschiedene Kunden und Regionen Sicherheit zu gewähren.

Im März 2024 soll eine neue Produktionsanlage in Betrieb gehen. Die wiederaufgebauten Labore sollen ebenfalls im März 2024 nutzbar sein. Ab Ostern 2024 wird ChemCon daher über mehr und modernere Produktionslaborfläche verfügen als je zuvor. Auf Basis der bereits vorhandenen Aufträge wird für 2024 ein deutlich höherer Umsatz erwartet. Der Personalbestand ist gut qualifiziert, es werden noch zusätzliche Labormitarbeiter benötigt.

Ab März 2024 soll mit den größer und moderner wiederhergestellten Laborkapazitäten und dem zusätzlichen Produktionslabor der Auftragsstau abgearbeitet werden. Wir gehen davon aus, dass wir das Jahr 2024 trotz Kriegen, Rezession und Inflation sehr erfolgreich abschließen können. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Steigerung der Gesamtleistung und ein deutlich positives Jahresergebnis im niedrigen siebenstelligen Bereich.

5. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Grundlagen des Risikomanagements sind klar geregelte Geschäftsprozesse, eine lückenlose Zuordnung von Zuständigkeiten in der Organisation sowie angemessene Berichtssysteme, die eine zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen gewährleisten. Das Risikomanagement umfasst insbesondere:

• monatliche IST-Plan- und IST-Vorjahresvergleiche

• regelmäßige Produktionssteuerungs-Meetings zur zeitnahen Abstimmung zwischen Vertriebs- und Produktionsabteilung unter Einbeziehung der Qualitätskontrolle

• regelmäßige Analyse von Kundenbeschwerden, der Kundenzufriedenheit und der Verkaufschancen

Das Managen von Risiken ist eine wichtige Aufgabe der Geschäftsleitung.

Risiken der zukünftigen Entwicklung: Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

a. Währungsrisiko: Der überwiegende Teil des Wareneinkaufs wird in Euro abgewickelt, die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in Euro fakturiert.

b. Liquiditätsrisiko: Die vorhandene Liquidität, der erarbeitete Cash Flow, Kontokorrentlinien, die gute Bonität und eine permanente Liquiditätsvorschau stellen die jederzeitige Liquidität sicher.

c. Forderungsausfallrisiko: Risiken im Forderungsbestand konnten durch kontinuierliches Debitoren-Management auf niedrigem Niveau gehalten werden. Forderungsausfälle sind in Bezug auf Umsatz und Forderungsbestand sehr gering.

d. Absatzrisiko: Die Rezession, die Kriege und die Inflation könnten negative Auswirkungen auf künftige Umsätze haben. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind keine signifikanten Umsatzverluste für das Jahr 2024 erkennbar. Es wird in 2024 von einer stabilen Situation im Gesundheitsmarkt ausgegangen.

e. Produktionsrisiko: Der Wiederaufbau der zerstörten Labore wird im März 2024 abgeschlossen sein. Zusammen mit dem zusätzlichen Produktionslabor gibt es dann wieder redundante Laborkapazitäten in der Produktion. Die eigenen Lager- in Logistikkapazitäten reichen nicht aus, um manche Projekte parallel bearbeiten zu können. Deshalb werden externe Flächen über Dienstleister angemietet.

f. Qualitätsrisiko: Durch Inprozesskontrollen und das 6-Augenprinzip der cGMP-Regularien (Produktion, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung) verlassen keine Produkte das Haus, die nicht den Spezifikationen entsprechen. Haftungsrisiken werden in Verantwortungsabgrenzungsverträgen definiert, aus Vorsichtsgründen haben wir Rückstellungen gebildet.

g. Regulatorische Anforderungen: Wir verfügen über eine qualifizierte QS-Abteilung, die unsere Projektchemiker regulatorisch berät. Durch externe Kontrollen (Regierungspräsidium, amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sowie durch vorgeschriebene Auditierungen unserer Kunden) werden wir bisher ohne kritische Beanstandungen extern überwacht.

h. Prozessrisiken: Der Verlust von Knowhow durch Abgang erfahrener Mitarbeiter kann die Projektbearbeitung, die Effizienz und die Qualität der Leistungserbringung verschlechtern.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die zunehmenden Qualitätsanforderungen von Schwellenländern nach cGMP-Produkten und die anhaltende Tendenz zur Auslagerung von F&E-Aktivitäten werden den Markt für unsere Dienstleistungen weiter wachsen lassen. Hinzu kommt das generelle Wachstum des Gesundheitsmarktes aufgrund der demografischen Entwicklung und des Anstiegs der Weltbevölkerung.

Wir verfügen über eine breite Kundenbasis mit vielversprechenden F&E-Projekten, deren Upscale wir in den nächsten Jahren bis hin zur kommerziellen Phase begleiten wollen. Immer mehr Projekte erreichen die Routineproduktion und lassen unsere Ressourcen besser planen.

ChemCon ist nach Abschluss der Wiederaufbautätigkeiten und dem zusätzlichen Produktionslabor in der Lage, den Umsatz am vorhandenen Standort mit wenigen zusätzlichen Mitarbeitern noch deutlich zu steigern. Das Knowhow für komplexe Synthesen in den Bereichen organische Chemie, anorganische Salze und Komplexe sowie Polymerchemie, ergänzt durch vielfältige Analytik-Methoden in Verbindung mit dem ausgeprägten Servicegedanken heben uns vom Wettbewerb ab. Besondere Chancen für die Zukunft ergeben sich auch durch die Einführung selbst entwickelter Produkte und deren weltweiter Vermarktung.

 

Freiburg, im Februar 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.177.314,34 6.746.727,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 429.706,00 434.485,00
II. Sachanlagen 11.746.683,00 6.311.317,64
III. Finanzanlagen 925,34 925,34
B. Umlaufvermögen 5.222.528,78 7.182.068,75
I. Vorräte 1.533.736,71 1.407.377,10
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.823.568,32 2.562.709,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.618.102,27 1.208.611,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.070.689,80 4.566.079,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.309,68 109.269,46
Aktiva 17.534.152,80 14.038.066,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.753.957,81 8.012.477,14
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Bilanzgewinn 8.723.957,81 7.982.477,14
B. Rückstellungen 1.916.690,04 2.227.845,48
C. Verbindlichkeiten 6.863.207,45 3.797.743,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 297,50 0,00
Passiva 17.534.152,80 14.038.066,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.650.364,92 15.297.125,73
2. Personalaufwand 6.992.246,14 6.125.692,00
a) Löhne und Gehälter 5.676.687,91 5.097.861,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.315.558,23 1.027.830,04
3. Abschreibungen 1.305.810,68 1.235.254,39
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.305.810,68 1.235.254,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.972.750,40 4.176.224,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.782,54 14.882,89
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.308,14 93.036,30
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 759.338,43 1.138.601,87
8. Ergebnis nach Steuern 1.632.693,67 2.543.199,67
9. sonstige Steuern 1.213,00 1.213,00
10. Jahresüberschuss 1.631.480,67 2.541.986,67
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.982.477,14 6.275.490,47
12. Ausschüttung 890.000,00 835.000,00
13. Bilanzgewinn 8.723.957,81 7.982.477,14

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die ChemCon GmbH hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 5973 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der ChemCon GmbH ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft nimmt größenabhängige Angabenerleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten, in Anspruch.

Zur Verbesserung der Darstellungsklarheit werden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederungsvorschrift des § 266 Abs. 3 HGB ist erweitert worden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und analog den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen aktivisch von den ausgewiesenen Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Bankguthaben und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Guthabenkonten, die in ausländischer Währung geführt wurden, sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zu bewerten.

Vom Wahlrecht, auf den Ausweis eines aktiven latenten Steuerüberhangs zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht.

Passiva

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte handels- und steuerrechtlich nach der Pauschalwertmethode.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten (§ 284 Abs. 3 HGB) sind dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.601.371,59 285.943,87 0,00 78.684,45 1.808.631,01
1.601.371,59 285.943,87 0,00 78.684,45 1.808.631,01
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 774.911,76 0,00 0,00 0,00 774.911,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.080.731,62 1.270.790,47 483.297,34 668.449,23 11.166.370,20
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.461.655,89 5.226.433,70 -483.297,34 0,00 6.204.792,25
12.317.299,27 6.497.224,17 0,00 668.449,23 18.146.074,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 925,34 0,00 0,00 0,00 925,34
925,34 0,00 0,00 0,00 925,34
13.919.596,20 6.783.168,04 0,00 747.133,68 19.955.630,56
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.166.886,59 290.698,87 78.660,45 1.378.925,01
1.166.886,59 290.698,87 78.660,45 1.378.925,01
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 586.526,76 70.590,00 0,00 657.116,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.419.454,87 944.521,81 621.702,23 5.742.274,45
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.005.981,63 1.015.111,81 621.702,23 6.399.391,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.172.868,22 1.305.810,68 700.362,68 7.778.316,22
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.706,00 434.485,00
429.706,00 434.485,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 117.795,00 188.385,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.424.095,75 4.661.276,75
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.204.792,25 1.461.655,89
11.746.683,00 6.311.317,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 925,34 925,34
925,34 925,34
12.177.314,34 6.746.727,98

Die Gesellschaft ist zu 100 % an der ChemCon America Inc. mit Sitz in Lake Mary, Florida (USA) beteiligt.

Das gezeichnete Kapital der ChemCon America Inc. beträgt per 31.12.2023 USD 1.000,00.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besitzen EUR 123.448,37eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: EUR 106.608,37).

Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Passiva

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.982.477,14 (Vorjahr: EUR 6.275.490,47) enthalten.

Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG sind zum 31.12.2023 folgende Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern anzugeben:

stille Beteiligung EUR 0,00
Vorjahr: EUR 500.000,00

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 75.397,45 (Vorjahr: EUR 94.097,75) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 6.637,19 (Vorjahr: EUR 911,87) enthalten.

Angabe zur Mitzugehörigkeit von Schulden zu mehreren Bilanzpositionen

Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 265 Abs. 7 HGB in Höhe von EUR 2.823.568,32 (Vorjahr: EUR 2.562.709,76) aktivisch von den Beständen des Vorratsvermögens abgesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren aus Mietverpflichtungen mit einem Jahreswert von EUR 600.372,01, Laufzeit bis längstens ein Jahr.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Außergewöhnliche Erträge:

Im Jahresergebnis sind außerordentliche Erträge in Höhe von EUR 3.200.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) aus Entschädigungszahlungen der Betriebsunterbrechungsversicherung enthalten.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von EUR 19.363,50 (Vorjahr: EUR 18.084,72) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 51.853,65 (Vorjahr: EUR 143.415,61) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 160.957,79 (Vorjahr: EUR 38.082,79) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.618,25 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.750,00 (Vorjahr: EUR 80.000,00) und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.435,79) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr sind durchschnittlich 124 (Vorjahr: 120) Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane:

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr ist Dr. Raphael Vogler, Dipl. Chemiker, Freiburg.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag:

Zu berichtende Vorgänge haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr wurde eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 890.000,00 beschlossen.

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 hat sich wie folgt entwickelt:

EUR
Bilanzgewinn zum 31.12.2022 7.982.477,14
Gewinnverwendung in 2023 -890.000,00
Jahresüberschuss 2023 1.631.480,67
Bilanzgewinn zum 31.12.2023 8.723.957,81

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.723.957,81 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Freiburg im Breisgau, 19.02.2024

gez. Dr. Raphael Vogler, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis zum Bestätigungsvermerk:

Gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB weisen wir darauf hin, dass der von der Euregio Südwest GmbH, Freiburg i. Br., Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Wir haben den Jahresabschluss der ChemCon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ChemCon GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, 19.02.2024

EUREGIO Südwest GmbH, Freiburg im Breisgau
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hansjörg Winterhalter, Wirtschaftsprüfer

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