Carl Warrlich
GmbH
Treffurt
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
der Carl Warrlich GmbH, Treffurt,
für das Geschäftsjahr 2023
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Carl Warrlich GmbH wurde im Jahr 1904 in Treffurt
gegründet. Das Produktions- und Handels-unternehmen
blickt auf eine 118-jährige Firmengeschichte zurück
und zählt heute zu den führenden Anbietern von
Grill- und Kaminanzündern in Deutschland und Europa.
Gegenstand unseres Unternehmens ist die Herstellung und
der Vertrieb von Kohleanzündern, vornehmlich auf
chemischer Basis, sowie des damit zusammenhängenden
Zubehörs. Weiterer Gegenstand ist die Herstellung und
der Vertrieb von Baustellenwagen und Containern sowie die
Produktion und der Vertrieb von Zubehörteilen hierzu.
Die Erfahrungen in der Herstellung von Grill- und
Kaminanzündern reichen bis in das Jahr 1951 zurück.
Die Produktion erfolgt am Standort Treffurt. Neue
Technologien, moderne Produktionsverfahren, Zertifizierungen
sowie kontinuierliche Kontrollen bei der Auswahl und
Verarbeitung der Rohstoffe stellen die gleichbleibend hohe
Qualität der Produkte sicher.
Das Produktsortiment umfasst hauptsächlich
chemische Anzünder, Öko-Anzünder und
Flüssiganzünder. In den vergangenen Jahren wurde
das Sortiment kontinuierlich mit ökologischen
Anzündern, Barbecue- und Grillzubehör erweitert.
Daneben besteht auch noch die Produktion, der Verkauf und die
Vermietung von Bauwagen und Raumzellen.
Die Vermarktung im nationalen Markt erfolgt
insbesondere über die Vertriebsschienen Bau- &
Fachmärkte, den Lebensmitteleinzelhandel,
Verbrauchermärkte & SB-Warenhäuser sowie
Drogeriemärkte. Europaweit, mit dem Schwerpunkt auf
Frankreich, Italien und Spanien, erfolgt der Vertrieb in der
Regel über Großhandels- und Distributionspartner.
Aufgrund globalisierter Märkte wurde der Vertrieb in den
vergangenen Jahren weltweit ausgedehnt.
2. Forschung und Entwicklung
Die Sicherstellung der gleichbleibend hohen
Produktqualität, die marktgerechte Sortimentserweiterung
der verschiedenen Produktgruppen sowie die stetige
Modernisierung der Produktionsanlagen und Optimierung der
Produktionsverfahren zur Effizienz- und
Kapazitätssteigerung stellen die höchste
Priorität für das Unternehmen dar. Neben eigenen
Ideen und Forschung setzt das Unternehmen auf externe
Spezialisten, Berater und Dienstleister.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Gemäß dem statistischen Bundesamt liegt das
inländische Bruttoinlandsprodukt für 2023 aufgrund
schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen bei
-0,3 %. (Stand Statistisches Bundesamt, Januar 2024)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. und 2. Quartal
2024 gegenüber 2023 - preis-, saison- und
kalenderbereinigt -weiter gesunken (-0,25 %).
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023
gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und
kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das
Ergebnis der "Schnellmeldung vom 30. Januar 2024". Damit hat
die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im
Schlussquartal bremsten die rückläufigen
Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht
zulegte". In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP
noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen
weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte
Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang
der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr
(kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt. (Statistisches
Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)
Nach dem starken Rückgang der privaten
Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich
diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die
Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten
Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und
kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive
Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach
Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates
nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu.
(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)
Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und
kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im
Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden
Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten
Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im
Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während
die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm,
hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von
Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen
zu verzeichnen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich
Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen
Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt
zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um
jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen
Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse
verzeichnet hatte. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung
66, 23.2.2024)
Auch in den anderen großen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union (EU) sowie in der EU insgesamt hat
sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt.
Während Spanien und Italien noch einen Anstieg von 0,6 %
beziehungsweise 0,2 % im Vergleich zum3. Quartal 2023
verzeichneten, stagnierte das preis-, saison- und
kalenderbereinigte BIP in Frankreich und auch im Euroraum
insgesamt (0,0 %). Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten
Staaten (USA) nahm mit +0,8 % im Vergleich zum Vorquartal
und+3,1 % gegenüber dem 4. Quartal 2022 stärker zu
als die der meisten europäischen Staaten. Deutschland
liegt im Vorjahresvergleich preis-, saison- und
kalenderbereinigten mit -0,2 % deutlich unterhalb der
Entwicklung in der EU insgesamt (+0,3 %). (Statistisches
Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)
Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2023 von
rund 46,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in
Deutschlanderbracht. Das waren 216 000 Personen oder 0,5 %
mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde ein neuer
Höchststand erreicht. (Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung 59 vom 16. Februar 2024)
Die Zuwachsrate zum Vorjahresquartal bei den privaten
Konsumausgaben in jeweiligen Preisen schwächte sich im
Jahresverlauf immer weiter ab, im 4. Quartal 2023 lag sie
noch bei +3,8 %. Da das verfügbare Einkommen mit +4,4 %
im Vorjahresvergleich etwas stärker anstieg, lag die
Sparquote mit 10,9 % über dem Vorjahreswert von 10,5 %.
(Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)
Branche
Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das Jahr
2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal
abgeschlossen. Besonders die fehlenden Aufträge als
Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und der
intensive Wettbewerb führten zu
Umsatzrückgängen im In-und Ausland. Weitere
Produktionsdrosselungen waren die Folge.
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große
Entrup kommentiert die aktuelle Situation: "Das Jahr2023 hat
auf der ganzen Linie enttäuscht. Und die guten
Nachrichten für den Standort Deutschlandbleiben auch
weiterhin rar gesät. Nicht nur die
chemisch-pharmazeutische Industrie, sondern die gesamte
heimische Wirtschaft leidet weiterhin unter der schleppenden
Konjunktur und den strukturellen Problemen." Die Produktion
ging im Vergleich zum Vorquartal (3.2023) um 2,3 Prozent
zurück. Im Vorjahresvergleich entsprach dies einem Minus
von 4,3 Prozent. Die Kapazitäten der Branche waren mit
77,2 Prozent nicht ausgelastet.
Die Erzeugerpreise gingen im Vergleich zum Vorquartal
um 0,1 Prozent zurück. Damit waren chemische und
pharmazeutische Erzeugnisse 5,3 Prozent günstiger als
ein Jahr zuvor.
Der Umsatz der Chemie- und Pharmaindustrie sank
saisonbereinigt um1 Prozent auf insgesamt 51,3 Milliarden
Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Verkaufserlöse
um 11,9 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten in der
chemisch-pharmazeutischen Industrie blieb mit rund 477.000
Beschäftigten stabil.
Betrachtet man das Gesamtjahr 2023 im Vergleich zum
Vorjahr, ging die Produktion um 7,9 Prozent zurück und
der Umsatz sank um 12,2 Prozent auf insgesamt 229,3 Mrd.
Euro.
Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI mit einer
auf niedrigem Niveaustagnierenden Produktion. Bei
rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in
diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 Prozent sinken.
(VCI-Quartalsbericht 4.2023, 15. 3.2024)
Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch
Konzentration des Einkaufs unserer Kunden gekennzeichnet. Wir
begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein
hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit.
2. Geschäftsverlauf
Das Jahr 2023 zeigte gegenüber 2022 einen
rückläufigen Ergebnisverlauf und war auf der
Absatzseite geprägt von einem deutlichen Preiskampf und
einem niedrigeren Anfragevolumen.
Aufgrund angepasster Preise, geringeren Abrufmengen im
zweiten Halbjahr, ist unser Gesamtumsatz um
T€ 6.190 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Wir
verzeichneten aber eine Verschiebung zum Geschäft mit
Handelswaren (+1,7 %) weg vom Geschäft mit eigenen
Erzeugnissen (-2,6 %). Die Erlöse aus der
Serienfertigung fielen um T€ 5.914 und die der
Handelsware gingen um T€ 383 zurück.
Bezogen auf unsere Kundenregionen war im Inland ein
Umsatzrückgang von T€ 4.259 zu verzeichnen. Im
EU-Raum hatten wir einen Umsatzrückgang von
T€ 2.785 und in Drittländern einen
Umsatzanstieg von T€ 143 zu verzeichnen.
Unsere Gesamtleistung lag im Vergleich zum Vorjahr um
T€ 5.555 unter dem Geschäftsjahr 2022.
Ein Focus im Jahr 2023 war u.a. die Weiterentwicklung
des Personals, insbesondere im technischen Bereich und auf
der Controlling Ebene. Die Personalaufwendungen sind
gegenüber dem Vorjahr um T€ 402 auf
T€ 3.614 gesunken.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe sowie Waren fielen gegenüber dem
vorangegangenen Geschäftsjahr deutlich und analog der
Gesamtleistung um T€ 3.993. Die
Materialeinsatzquote verringerte sich damit um 0,8
Prozentpunkte; bezogen auf die Gesamtleistung.
Das betriebliche Ergebnis unserer Gesellschaft ist mit
T€ 420 (Vorjahr: T€ 2.145) gegenüber
dem Vorjahr wesentlich geringer.
Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit waren
gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (von
T€ 5.312 auf T€ 5.701). Verbesserungen
gegenüber dem Vorjahr gab es bei den zu leistenden
Provisionen für Handelsvertreter (T€ -124),
bei den Wertberichtigungen (T€ -60) sowie bei den
Verwaltungskosten (T€ -50). Dagegen standen
Aufwandssteigerungen bei den Raumkosten durch Anmietung einer
weiteren Lagerhalle (T€ 117) sowie bei den
Vertriebskosten von insgesamt T€ 683
gegenüber.
Im betrieblichen Ergebnis sind "Sonderbelastungen" aus
Gewährleistungen in Höhe von T€ 670
enthalten.
Im Geschäftsjahr haben wir ein Unternehmen
zugekauft, was uns erhebliche Synergieeffekte bei der
Vermarktung von Ökoprodukten einbrachte.
Unser Unternehmen befand sich auch im
Geschäftsjahr 2023 in keiner angespannten
Ertragssituation mehr, welches im Wesentlichen auf die
erfolgreichen Preisverhandlungen mit Kunden
zurückzuführen war. Preisanpassungen gegenüber
Kunden konnten zum größten Teil bereits im
Geschäftsjahr 2022 vorgenommen werden und wurden seit
dem Geschäftsjahr 2023 den Marktbedingungen angepasst.
Dennoch besteht weiterhin ein starker Preisdruck, der
sich auch in den geringen Margen widerspiegelt.
Für 2023 können wir insgesamt auf ein den
Marktbedingungen angemessenes Geschäftsjahr
zurückblicken.
Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit
unserer Gesellschaft ist maßgeblich von den erfolgten
Preismaßnahmen abhängig. Wir gehen entsprechend
der bereits erfolgreich eingeleiteten Maßnahmen von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.
Unsere EBIT-Entwicklung der letzten Geschäftsjahre
stellt sich wie folgt dar:
2023
|
2022
|
2021
|
2020
|
2019
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
420
|
2.145
|
1.008
|
406
|
-627
|
Seit dem Geschäftsjahr 2020 wirkten eingeleitete
Maßnahmen hinsichtlich der Neuverhandlung von
Mietverträgen und Zugeständnisse der
Geschäftsführung bei den Gehältern aus.
Im Geschäftsjahr 2023 liefen Rohstoffkontrakte aus
den Vorjahren aus, die nunmehr zu dem im Markt angepassten
Preisen neu abgeschlossen wurden.
Dieses zeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, in
gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten die damit verbundenen
Herausforderungen zu meistern und dennoch einen positiven
Geschäftsverlauf darstellen kann. Erreicht werden konnte
dieses Ergebnis durch Abgrenzung zu unlukrativen
Geschäftsfeldern/ Kunden und Neukundenakquisition. Mit
Hilfe der etablierten Kostenrechnung und einer genauen
Analyse der Plan-Ist-Abweichungen sowie einer integrierten
Unternehmensplanung war die Gesellschaft in der Lage, die
Schwachstellen und Kostentreiber zu identifizieren und diesen
frühzeitig entgegenzuwirken.
Im Geschäftsjahr 2023 ist es der Gesellschaft
gelungen, die vorhandene Marktposition zu sichern und die
Kundenbindungen zu vertiefen. Wichtig ist dabei, sich auf die
Bereiche zu fokussieren, die das Kerngeschäft abbilden
und in denen die Gesellschaft stark ist, um sich so vom
Wettbewerb abzuheben.
3. Lage
Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt
von unserem operativen Geschäft.
a. Ertragslage:
Ergebnisquellen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
%
|
Betriebsergebnis
|
420
|
2.145
|
-1.725
|
-80,5
|
Finanzergebnis
|
-73
|
-62
|
-11
|
-17,7
|
Steuerergebnis
|
-73
|
-457
|
384
|
84,0
|
Jahresergebnis
|
249
|
1.626
|
1.377
|
-84,7
|
Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die eigenen
Erzeugnisse dar. Diese machen über 81,0 % (Vorjahr:
83,6 %) der gesamten Umsätze aus. Auf den Bereich
Handelsware entfallen 15,6 % (Vorjahr: 13,9 %) der
Umsätze.
Die Abschreibungen sind aufgrund von gegenüber dem
Vorjahr rückläufiger Investitionsquote um T€
96 geringer.
Die Personalkosten fielen gegenüber dem Vorjahr
aufgrund des geringeren Personalbestands und trotz
tariflicher Anpassungen (T€ - 402). Der
Personalbestand verringerte sich Stichtagsbezogen um zehn
Mitarbeiter.
Die Eigenkapitalrentabilität beträgt daher
für das Geschäftsjahr 2,6 % (Vorjahr:
18,0 %). Die Umsatzrentabilität verringerte sich
von 4,6 % auf 0,8 %. Ebenso war die Finanzkraft
unserer Gesellschaft von 6,4 % auf 2,6 %
rückläufig.
b. Finanzlage:
Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser
Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten
stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und
Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Unsere Gesellschaft erzielte aufgrund eines
gegenüber dem Vorjahr rückläufigen
Jahresergebnisses (T€ + 249;
T€ + 1.626) und gleichzeitig gegenüber
dem Vorjahr gestiegener Sonstiger Forderungen
(T€ + 615) sowie gesunkener
Lieferverbindlichkeiten (T€ - 178) dennoch
einen positiven Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit (T€ 579; Vorjahr:
T€ 1.647).
Auf der Aktivseite lag der Anstieg der Bilanzsumme
(T€ + 541) gegenüber dem Vorjahr im
Wesentlichen am Zukauf eines Unternehmens (Finanzanlagen:
T€ + 1.024) und der Darlehensgewährung an
Verbundunternehmen (T€ + 900).
Die Kapitalstruktur unserer Gesellschaft hat sich
gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
betragen 15,2 % (Vorjahr: 13,8 %) der Bilanzsumme.
Die uns zur Verfügung gestellten Kreditlinien wurden
dabei nicht in Anspruch genommen, wodurch uns noch erhebliche
Finanzmittel für weitere Investitionen und zur
Wachstumsfinanzierung zur Verfügung stehen.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten ist darauf zurückzuführen, dass
bereits zum Ende des Geschäftsjahres Geldmittel für
Investitionen und für eine Unternehmenstransaktion des
ersten Quartals 2023 zur Verfügung gestellt wurden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betragen 14,4 % (Vorjahr:15,9 %) der Bilanzsumme.
Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb
der Zahlungsziele beglichen werden.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen erfolgte stichtagsbedingt.
Für die Zukunft sind Investitionen in die
Modernisierung der Produktionsprozesse und neue
Produktionsanlagen/-linien sowie Ersatzinvestitionen geplant.
Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr verringert und stellt sich wie folgt dar;
die Liquidität 1. Grades liegt bei 106,0 %
(Vorjahr: 259,5 %), die des 2. Grades bei 588,3 %
(Vorjahr: 828,6 %). Hintergrund der geringeren
Liquidität ist im Wesentlichen eine Verzögerung von
Investitionen (Auszahlung in 2022, Investition in 2023).
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital
gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die
Bankbestände übersteigen die kurzfristigen
Verbindlichkeiten.
c. Vermögenslage:
wesentliche Bilanzposten
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
Aktiva
|
T€
|
T€
|
T€
|
%
|
Anlagevermögen
|
2.918
|
1.916
|
1.002
|
52,3
|
Vorräte
|
4.029
|
3.404
|
625
|
18,4
|
kurzfristige
Vermögenswerte
|
6.710
|
7.093
|
-383
|
-5,4
|
Passiva
|
|
|
|
|
Eigenkapital
|
9.252
|
9.014
|
238
|
2,6
|
langfristige
Verbindlichkeiten
|
2.546
|
2.326
|
220
|
8,6
|
Bilanzsumme
|
16.830
|
16.279
|
552
|
3,4
|
Der Anlagendeckungsgrad beträgt 317,1 %
(Vorjahr: 470,6 %), die Anlagenintensität lag bei
17,4 % (Vorjahr: 11,8 %).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf
T€ 5.671 gesunken. Die Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven
Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr
überschaubar gehalten werden. Die unternehmensinterne
durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 70 Tagen (Vorjahr:
68) liegt im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich im
positiven Bereich.
Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits
im Vorjahr, nicht vollständig beansprucht.
Der dynamische Verschuldungsgrad liegt bei 764,3 %
(Vorjahr: 176,7 %).
Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen
Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir
aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Berücksichtigt werden bei den finanziellen
Leistungsindikatoren Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite
und der Cash Flow. Bei den Mitarbeitern sind 3
Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite
berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe aus
Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw.
Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.
Der Umsatz pro Mitarbeiter ist um T€ 23
gesunken. Der Cash Flow beträgt T€ 777 und ist
damit um T€ 1.474 geringer als im Vorjahr. Die
Umsatzrendite ist um 3,8 Prozentpunkte gegenüber dem
Vorjahr gesunken, welches auf den Rückgang der
Umsätze und gleichzeitig unveränderter
Kostenstruktur zurückzuführen ist.
Das EBIT beträgt T€ 420 und ist somit um
T€ 1.725 geringer als im Vorjahr.
Insgesamt können wir unsere wirtschaftliche Lage
als den Marktverhältnissen angemessen bezeichnen.
5. Gesamtaussage
Die Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft
ist geordnet. Die Ertragslage ist wie unter Punkt 2
beschrieben im Vergleich zum Vorjahr leicht
rückläufig. Insgesamt ist die
Geschäftsentwicklung im Wesentlichen
planmäßig verlaufen.
III. Prognosebericht
Die Entwicklung der Branche im nationalen Markt wird
durch einen weiterhin wachsenden Wettbewerb, steigendem
Preisdruck und einer größeren Produktvielfalt bei
einem leicht steigenden Marktvolumen gekennzeichnet sein.
Internationale Märkte unterliegen bislang einem
geringeren Wettbewerbs- und Preisdruck. Die hohe
Qualität der Produkte "Made in Germany" hat in den
internationalen Märkten auch weiterhin einen hohen
Stellenwert, so dass hier ein weiteres Expansionspotential zu
sehen ist.
Die für 2023 gesetzten Ziele hat unsere
Gesellschaft bei der Gesamtleistung und bei dem
Betriebsergebnis geringfügig verfehlt. Bei der
Gesamtleistung liegen wir mit T€ 949 und im
Rohertrag mit T€ 92 hinter der Planung. Beim EBIT
lagen wir mit T€ 373 ebenfalls hinter unserem
Planergebnis, welches vor dem Hintergrund des negativen
Sondereffekts (T€ - 670) im Jahresergebnis positiv zu
bewerten ist.
In unserer Ertragsplanung für das
Geschäftsjahr 2024 gehen wir aufgrund von notwendigen
Preisanpassungen und dem Wegfall von einem Kunden, von einem
moderaten Anstieg der Gesamtleistung gegenüber 2023 in
Höhe von T€ 937 und für 2025 von einer
Konsolidierung auf Basis unserer Planung für 2024 aus.
Beim EBIT sieht unsere Planung für 2024 aufgrund der
stagnierenden Gesamtleistung ein Ergebnis von
T€ 773 vor.
Nach dem zweiten Quartal 2024 entspricht das Ergebnis
im Bereich der Gesamtleistung nicht unserer Planung. Wir
liegen im Umsatz wegen des milden Winters 2023/ 2024 bereits
mit T€ 1.100 hinter unserer Planung. Beim EBIT
wirken sich die etwas geringeren Energie- und
Beschaffungskosten für die Vorprodukte leicht
Ergebnisverbessernd aus. Das EBIT beträgt nach dem
zweiten Quartal T€ - 150.
Insgesamt rechnen wir in einem schwierigen Umfeld aus
hoher Wettbewerbsintensität und ab Mitte 2023 stark
steigenden Preisen auf der Beschaffungsseite vor dem
Hintergrund unserer guten Positionierung bei unseren Kunden
trotzdem mit positiven Ergebnissen vor Steuern (2024:
T€ +300; 2025: T€ +300), sowie einer
weiterhin verbesserten Kapitaldienstfähigkeit.
Durch den im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Kauf
eines Unternehmens für ökologische Anzünder
erwarten wir weiterhin positive Ergebnis- und
Absatzbeiträge sowie eine Verbesserung der
Wettbewerbsposition durch die Erweiterung um ein
ökologisches Produktportfolio aus eigener Produktion.
IV. Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht
unterhalten.
V. Chancen und Risiken
1. Risikobericht
Die Carl Warrlich GmbH ist ein international agierendes
Produktions- und Handelsunternehmen, dass weltweit in
verschiedenen Märkten und Branchen aktiv ist. Hieraus
ergeben sich zahlreiche Chancen für die weitere
Geschäftsentwicklung, aber auch
geschäftsspezifische Risiken. Ziel ist es, diese Risiken
zu minimieren, Chancen zu nutzen und das Unternehmen
hierdurch auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs
zurückzuführen.
Branchenbezogene Risiken:
Durch den weiterhin wachsenden Wettbewerb, insbesondere
durch ausländische Produzenten und Anbieter, besteht
derzeit unverändert ein starker Preisdruck auf dem Markt
für Grill-, Ofen- und Kaminanzünder. Der vor
einigen Jahren erfolgte Eintritt von ausländischen
Investoren auf dem inländischen Grill-, Ofen- und
Kaminanzündermarkt ist unverändert als Risikofaktor
für das zukünftige Marktumfeld zu sehen.
Ertragsorientierte Risiken:
Für die Carl Warrlich GmbH ergeben sich auf der
Beschaffungsseite Risiken insbesondere durch die nicht
kalkulierbare Preisentwicklung der Rohstoffe,
Lieferverzügen oder Qualitätsmängeln. Die
Preisschwankungen beim Rohöl werden durch einen Mix
aus längerfristigen Rahmenvereinbarungen mit
Lieferanten, auftragsbezogenen Bestellungen und
Ergänzungskäufen bei niedrigem Preisniveau
abgesichert.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Ukrainekrieg
und die damit verbundene Erhöhung der Energiekosten.
Finanzwirtschaftliche Risiken:
Die Risiken von Forderungsausfällen werden bei der
Carl Warrlich GmbH durch Bonitätsprüfungen der
Kunden bei Geschäftsanbahnung, Kreditversicherungen,
fortlaufende Überwachung der Kreditlimits,
Bonitäten und Zahlungsverhalten sowie einem aktiven
Forderungsmanagement begrenzt.
Unkalkulierbare Risiken können auch von
außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde
insbesondere eine plötzliche Änderung der
gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den
Auslandsmärkten zählen.
Weitere finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich bei
unserer Gesellschaft vor allem durch Refinanzierungen und
Zinsen.
Aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation unseres
Unternehmens sind weitere Liquiditätsrisiken derzeit
nicht erkennbar.
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und
sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung
eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die
Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus,
dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die
Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen
auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig
abgeschlossenen Verfahren.
2. Chancenbericht
Zur Qualitätssicherung in den
Produktionsstätten setzt die Carl Warrlich GmbH ein
internes Qualitätsmanagement zur Kontrolle der
Rohstoffe, der Analyse von Fehlerquellen und zur Optimierung
der Produktionsverfahren ein. Regelmäßige
Zertifizierungen und Auditierungen sowie die Kooperation mit
namhaften Prüforganisationen stellen die Produktion
qualitativ hochwertiger Produkte sicher. Die Unternehmen
arbeitet nach dem Umweltmanagement ISO 14001 sowie dem
Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 und wurde durch
den TÜV Thüringen zertifiziert.
Als führender Anbieter von Grill-, Ofen- und
Kaminanzündern in Europa liefert die Carl Warrlich GmbH
qualitativ hochwertige Produkte "hergestellt in Deutschland"
in den weltweiten Handel.
Mit dem Ziel, die derzeitige Marktposition zu sichern
und mittel- bis langfristig die Marktposition weiter
auszubauen, wird sich die Carl Warrlich GmbH noch
stärker an den Markt- und Kundenbedürfnissen
orientieren und neue Wachstumspotentiale erschließen.
Die Carl Warrlich GmbH strebt eine konsequente,
bedarfsgerechte Erweiterung ihres Produktportfolios an, um
den Handel noch besser ansprechen und sich gegenüber dem
Wettbewerb abheben zu können. Hierzu wird die
Entwicklung und Produktion neuer Produkte im Segment der
Öko-Anzünder konsequent ebenso vorangetrieben wie
die Erweiterung des Sortiments mit Barbecue- und
Grillzubehör.
Zur Erschließung neuer Absatzmärkte und zur
weiteren Durchdringung der internationalen Märkte wird
die Expansions- und Distributionsstrategie weiterentwickelt.
In der weiteren Durchdringung der internationalen
Märkte mit den Anzündhilfen sowie von
Joint-Ventures in Produktion und Vertrieb sieht die Carl
Warrlich GmbH langfristig gute Chancen, die
Marktdurchdringung zu erhöhen und zusätzliche
Wachstumspotentiale zu erschließen.
Mit der langjährigen Kompetenz und dem Knowhow in
der Produktion von Grill-, Ofen- und Kaminanzündern in
höchster Qualität, modernen Produktionsanlagen,
einem motivierten Team an qualifizierten Mitarbeitern,
innovativen Produktneuheiten, der Expansion in neue
Märkte und der permanenten Verbesserung unserer gesamten
Geschäftsprozesse sollte es der Carl Warrlich GmbH in
den nächsten Jahren gelingen, die derzeitig angespannte
Marktsituation gestärkt zu meistern und das Unternehmen
auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs
zurückzuführen.
Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende
Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir
weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit
und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
Die Qualifizierung von Mitarbeitern ist uns enorm
wichtig. Wir bilden eigene Mitarbeiter aus. Darüber
hinaus qualifizieren wir unsere Mitarbeiter. Bei
Neueinstellungen werden in erster Linie Fachkräfte
ausgewählt.
Fachspezifische Weiterbildungsmaßnahmen werden
von den Mitarbeitern gut angenommen.
3. Gesamtaussage
Risiken der künftigen Unternehmensentwicklung
sehen wir weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld und den
durch die Konsumzurückhaltung der Verbraucher sowie den
anhaltenden Ukrainekrieg zu erwartenden
Absatzrückgängen. Des Weiteren erwarten wir
weiterhin steigenden Rohstoffpreise und Lieferengpässen
unserer Vorlieferanten.
Vor dem Hintergrund unserer Vermögens- und
Finanzlage sehen wir uns für die Bewältigung der
künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die
den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten,
sind derzeit nicht erkennbar
4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen
Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute
Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit
mit einem Großteil der Kunden.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert
sich die Gesellschaft überwiegend mittels
Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener
Banken.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft
ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle
Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen
verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende
Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von
Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein
adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus
informieren wir uns vor Eingehung einer neuen
Geschäftsbeziehung stets über die Bonität
unserer Kunden und Lieferanten. Risiken, die sich aus den
Marktpreisschwankungen der Rohstoffe ergeben, werden durch
eine vorausschauende Beschaffungspolitik sowie dem
Führen von strategischen Beständen minimiert
Treffurt, im Juni 2024
Die
Geschäftsführung
Alexander
Häßler
Mathias
Pafelinsky
Kevin
Warrlich
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.917.729,34 |
1.915.533,78 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
35.491,50 |
34.736,50 |
| II.
Sachanlagen |
1.778.038,53 |
1.800.754,90 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
219.302,00 |
248.784,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
581.416,00 |
706.559,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
818.264,88 |
733.751,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
159.055,65 |
111.660,90 |
| III.
Finanzanlagen |
1.104.199,31 |
80.042,38 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
1.024.156,93 |
0,00 |
| 2.
Beteiligungen |
79.417,38 |
79.417,38 |
| 3.
Sonstige Finanzanlagen |
625,00 |
625,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
13.562.924,57 |
14.023.990,19 |
| I.
Vorräte |
4.029.027,64 |
3.404.071,55 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
7.822.014,83 |
7.308.821,52 |
| 1.
Forderungen gegen Gesellschafter |
35.356,36 |
61.057,75 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
900.000,00 |
|
| 3.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
218.957,50 |
211.759,96 |
| 4.
sonstige Vermögensgegenstände |
6.667.700,97 |
7.036.003,81 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.711.882,10 |
3.311.097,12 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
74.180,48 |
69.746,98 |
| D.
Aktive latente Steuern |
214.505,22 |
200.982,20 |
| E.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
61.324,54 |
68.474,93 |
| Aktiva |
16.830.664,15 |
16.278.728,08 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
9.262.767,08 |
9.013.807,32 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
104.000,00 |
104.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
5.000.000,00 |
5.000.000,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
4.158.767,08 |
3.909.807,32 |
| B.
Rückstellungen |
1.614.718,25 |
1.275.860,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.953.178,82 |
5.989.060,76 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
2.557.542,61 |
2.238.705,93 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
34.708,11 |
|
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
624.750,00 |
606.994,65 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.736.178,10 |
3.143.360,18 |
| Passiva |
16.830.664,15 |
16.278.728,08 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
10.235.609,13 |
12.102.891,66 |
| 2.
Personalaufwand |
3.613.643,96 |
4.015.209,06 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.960.822,07 |
3.051.166,87 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
652.821,89 |
964.042,19 |
| davon
für Altersversorgung |
96.809,88 |
148.902,42 |
| 3.
Abschreibungen |
528.523,57 |
624.291,59 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
528.523,57 |
624.291,59 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.700.599,32 |
5.311.990,75 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
36.764,26 |
50,95 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
34.200,00 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
109.630,87 |
62.178,02 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
61.764,91 |
456.942,30 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
13.523,02 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
115.822,13 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
258.210,76 |
1.632.330,89 |
| 9.
sonstige Steuern |
9.251,00 |
6.085,31 |
| 10.
Jahresüberschuss |
248.959,76 |
1.626.245,58 |
| 11.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
3.909.807,32 |
2.283.561,74 |
| 12.
Bilanzgewinn |
4.158.767,08 |
3.909.807,32 |
Anhang
der Carl Warrlich GmbH, Treffurt, für das
Geschäftsjahr 2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Carl Warrlich GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Treffurt |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Jena |
| Register-Nr.: |
400289 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch
die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Der Übergang von der degressiven zur linearen
Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu
einer höheren Jahresabschreibung führt.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
- Ausleihungen zum Nennwert
- unverzinsliche und niedrig verzinsliche
Ausleihungen zum Barwert
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1
Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags bewertet. Die
Pensionsrückstellungen betragen 546.644 €.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Mitzugehörigkeitsvermerke
Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden
Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden.
Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird
dazu folgende Erläuterung gegeben:
Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende
Posten und Sachverhalte:
Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen
verbundene Unternehmen in der Bilanz mit 900.000 €.
Darin enthalten:
- Sonstige Vermögensgegenstände: 900.000
€
Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht in der Bilanz mit 218.958 €. Darin
enthalten:
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 7.198
€
- Sonstige Vermögensgegenstände: 211.760
€
Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, sind in der Bilanz mit 624.750 €. Darin
enthalten:
- Sonstige Verbindlichkeiten: 624.750 €
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die Sofortabschreibung geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese
Beträge nicht.
Der Betrag der in den kumulierten
Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen
Sofortabschreibungen beläuft sich auf:
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des
Geschäftsjahres: 10.335.754
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des
Geschäftsjahres: 10.625.980
Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen
und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des
Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
- Abschreibungen auf Zugänge: 63.016 €
- Abschreibungen auf Abgänge: 238.298 €
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
224.574,68
|
11.850,00
|
0,00
|
870,00
|
237.294,68
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
981.635,11
|
10.211,96
|
0,00
|
0,00
|
991.847,07
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
7.693.617,22
|
32.342,90
|
173.894,35
|
84.227,00
|
7.636.292,77
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.112.882,96
|
320.965,73
|
18.828,34
|
0,00
|
3.415.020,35
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
111.660,90
|
132.491,75
|
0,00
|
-85.097,00
|
159.055,65
|
Summe Sachanlagen
|
11.899.796,19
|
496.012,34
|
192.722,69
|
-870,00
|
12.202.215,84
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
1.024.156,93
|
0,00
|
0,00
|
1.024.156,93
|
2. Beteiligungen
|
126.292,38
|
0,00
|
46.875,00
|
0,00
|
79.417,38
|
3. Genossenschaftsanteile
|
625,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
625,00
|
Summe Finanzanlagen
|
126.917,38
|
1.024.156,93
|
46.875,00
|
0,00
|
1.104.199,31
|
Summe Anlagevermögen
|
12.251.288,25
|
1.532.019,27
|
239.597,69
|
0,00
|
13.543.709,83
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
189.838,18
|
11.965,00
|
0,00
|
0,00
|
201.803,18
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
732.851,11
|
39.693,96
|
0,00
|
0,00
|
772.545,07
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
6.987.058,22
|
241.712,90
|
173.894,35
|
0,00
|
7.054.876,77
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.379.131,96
|
235.151,71
|
17.528,20
|
0,00
|
2.596.755,47
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
10.099.041,29
|
516.558,57
|
191.422,55
|
0,00
|
10.424.177,31
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. Beteiligungen
|
46.875,00
|
0,00
|
46.875,00
|
0,00
|
0,00
|
3. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
46.875,00
|
0,00
|
46.875,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
10.335.754,47
|
528.523,57
|
238.297,55
|
0,00
|
10.625.980,49
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
35.491,50
|
34.736,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
219.302,00
|
248.784,00
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
581.416,00
|
706.559,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
818.264,88
|
733.751,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
159.055,65
|
111.660,90
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
1.778.038,53
|
1.800.754,90
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
1.024.156,93
|
0,00
|
2. Beteiligungen
|
0,00
|
79.417,38
|
79.417,38
|
3. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
625,00
|
625,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
1.104.199,31
|
80.042,38
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
2.917.729,34
|
1.915.533,78
|
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt
1.111.760 € (Vorjahr: 215.731 €).
Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser
Ergebnisverwendung
Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung
der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein
Gewinnvortrag von 3.909.807 € einbezogen.
Ausschüttungssperre
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der
Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt
214.505 €.
Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Gesamtbetrag gemäß
Ausschüttungssperre
|
€
|
Aktivierung latenter
Steuern
|
214.505,00
|
Aktivierung von
Vermögensgegenständen zum beizulegenden
Zeitwert
|
0,00
|
Gesamtbetrag
|
214.505,00
|
Pensionsrückstellungen
Der Barwert der laufenden Pensionsverpflichtungen wurde
nach dem Ansammlungsverfahren ("Projected Unit Credit
Methode") unter Zugrundelegung eines Rententrends von
0,0 % berechnet.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
Zinssatz
|
1,82
|
%
|
erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen
|
0,00
|
%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
|
Heubeck 2018 G
|
|
Verrechnung von Vermögensgegenständen und
Schulden
Für die Saldierung von Schulden aus
Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen
Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verrechnung von Vermögensgegenständen
und Schulden
|
€
|
Erfüllungsbetrag der
Schulden
|
546.644,00
|
Anschaffungskosten der
verrechneten Vermögenswerte
|
607.968,00
|
Zeitwert der verrechneten
Vermögenswerte
|
607.968,00
|
verrechnete Aufwendungen
|
44.976,00
|
verrechnete Erträge
|
12.682,00
|
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein
anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen
zugrunde gelegt:
- Deckungskapital und Überschussanteile
spezielle Annahmen
|
|
- Bewertungsmethode unter IDW RH FAB 1.021
|
Aktivprimat
|
- Faktorbasierte Verfahren gemäß
DAV-Ergebnisbericht vom 26.4.2022
|
Einzelfallbewertung
|
- Finanzielle Annahmen
|
Gesamtverzinsungserwartung
der Rückdeckungsansprüche
|
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten
enthalten.
- Personalkosten: 354.906 €
- Garantieverpflichtungen: 897.100 €
- schwebende Geschäfte: 45.000 €
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag
entstehen
In den Verbindlichkeiten sind größere
Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag
rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge,
die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen,
aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits
zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.
Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte
zu berücksichtigen:
- Steuern 8.504 €
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
882.545 € (Vorjahr: 600.005 €).
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 882.545 €.
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen
sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
- Bürgschaften
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre
Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und
Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten.
Art der Verbindlichkeit
|
Restlaufzeit
größer 5 Jahre
|
Sicherung
|
|
|
Betrag
|
Betrag
|
Vermerk
|
|
€
|
€
|
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
882.545,00
|
794.291,00
|
90 % Haftungsfreistellung
durch KfW (2, 5)
|
Summe
|
882.545,00
|
794.291,00
|
|
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:
1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht
an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren
Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 =
Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt
Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
davon gegenüber
Kreditinstituten
|
2.557,5
|
611,8
|
1.063,2
|
882,5
|
davon gegenüber
verbunden Unternehmen
|
34,7
|
34,7
|
0,0
|
0,0
|
davon gegenüber
beteiligten Unternehmen
|
624,8
|
24,8
|
600,0
|
0,0
|
Summe
|
5.953,2
|
3.407,4
|
1.663,2
|
882,5
|
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen
sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
- Sicherungsübereignung: € 850.000
- Globalzession: € 407.000
- persönliche Bürgschaften der
Gesellschafter: € 400.000
- Bürgschaften durch die KfW: € 1.894.000
Latente Steuern
Der Saldo der latenten Steuern am Ende des
Geschäftsjahres beträgt 214.505 €.
Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende
Änderungen am Saldo der latenten Steuern:
13.523 €.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB
|
Betrag
|
|
€
|
aus Bürgschaften,
Wechsel- und Scheckbürgschaften
|
96.974,00
|
gesichert durch:
|
Rahmenavale
|
Summe
|
96.974,00
|
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus
folgenden Gründen nicht bilanziert:
Die Inanspruchnahme aus
Gewährleistungsverträgen schätzen wir aufgrund
der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen
Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein.
Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung
erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Risiken könnten sich dann ergeben, wenn
Rückgriffsansprüche seitens der Avalgeber oder
Sicherungsnehmer entstehen sollten. Dies würde bei
entsprechender Sachverhaltslage zu einer entsprechenden
Zahlungsverpflichtung der Gesellschaft führen. Auf Basis
einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der
eingegangenen Rechtsgeschäfte und unter
Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt
gewonnenen Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung
eine Zahlungsverpflichtung als nicht wahrscheinlich ein.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 3.083.349 € sonstige
finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
- Leasingverpflichtungen bewegliche
Vermögensgegenstände € 275.830
- Mietverpflichtungen unbewegliche
Vermögensgegenstände € 2.721.655
- Lizenzvereinbarungen € 85.864
Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben betreffend
assoziierter Unternehmen aufzuführen:
- Mietverpflichtungen unbewegliche
Vermögensgegenstände € 1.104.655
Die Darstellung erfolgt auf einen Betrachtungszeitraum
von fünf Jahren.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
62,00
|
Angestellte
|
|
16,00
|
leitende Angestellte
|
|
3,00
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
81,00
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
77,00
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
4,00
|
Namen der Geschäftsführer
Erster
Geschäftsführer:
|
Kevin Warrlich,Treffurt,
ab 12.01.2023
|
ausgeübter Beruf:
|
Diplom Betriebswirt
|
Weitere
Geschäftsführer:
|
Alexander
Häßler, Weimar
|
ausgeübter Beruf:
|
Kaufmann
|
Weitere
Geschäftsführer:
|
Mathias Pafelinsky,
Bautzen
|
ausgeübter Beruf:
|
Diplom Volkswirt
|
Auf die Angabe der Bezüge der
Geschäftsführung wird unter Anwendung der
Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB, verzichtet.
Gewährte Vorschüsse und Kredite an
Geschäftsführer
Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer
vergebenen Krediten wird berichtet:
Kreditentwicklung
|
Betrag
|
|
€
|
Stand bisheriger Kredite
|
61.058,00
|
Rückzahlungen im
Berichtsjahr
|
26.397,00
|
Neuvergaben im
Berichtsjahr
|
695,00
|
= neuer
Kreditbestand
|
35.356,00
|
Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3
HGB
Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde
verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen
erheblichen Nachteil zufügen kann.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Die Geschäftsführung beschließt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss beträgt
248.960 €.
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Ergebnisvortrags ergibt sich ein Betrag von
4.158.767 €, der zu verwenden ist.
Auf neue Rechnung werden 4.158.767 €
vorgetragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Treffurt, den 30. Juni
2024
|
Alexander
Häßler
|
Mathias Pafelinsky
|
Kevin Warrlich
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte
Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde
folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Carl Warrlich GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Carl Warrlich GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Carl
Warrlich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung
der International Standards on Auditing (ISA)
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und dem für
die Überwachung Verantwortlichen Beirat für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Die für die Überwachung Verantwortlichen sind
der Beirat der Gesellschaft. Dieser ist verantwortlich
für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter
ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets
aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Kamen,den 31. Juli 2024
Ecofides GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rilling Wirtschaftsprüfer |