BWS Rhein-Neckar GmbH
Hans-Bunte-Straße 20, 69123 Heidelberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Roland Veth seit 21.7.2023 | Prokura |
Ronald Springer seit 21.7.2023 | Prokura |
Frank Gerhard Debo seit 21.7.2023 | Prokura |
Hans-Peter Lange seit 15.2.2006 | Geschäftsführer |
Thomas Arnold Rudolf Wachter seit 15.2.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BWS Rhein-Neckar GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT zum Jahresabschluss 20231. WIRTSCHAFTSBERICHT - Gegenstand des Unternehmens - Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023 - Geschäftsverlauf der BWS Rhein-Neckar GmbH 2023 2. PROGNOSEBERICHT - Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024 - Aussichten für die BWS Rhein-Neckar GmbH 2024 3. CHANCEN- und RISIKENBERICHT 1. WIRTSCHAFTSBERICHT Gegenstand des Unternehmens Die BWS Rhein-Neckar GmbH ist ein im Raum Heidelberg und dessen Umkreis von ca. 250 Kilometern tätiges mittelständisches Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum nahezu alle wichtigen Bereiche der Bautätigkeit abdeckt: In folgenden Bereichen ist die BWS Rhein-Neckar GmbH schwerpunktmäßig tätig: Brücken- und Bauwerksanierung von - Brücken - Parkdecks - Kläranlagen - Regenrückhaltebecken, Trinkwasserbehältern - Balkonen, Garagen, Hofflächen - Decken und Gewölben - Altbauten, Kellern, Gebäuden - Horizontalsperren Spezialarbeiten - Höchstdruckwasserstrahlen bis 2.500 bar - Spritzbetonarbeiten - Gel-Injektionen zur Abdichtung von Tunneln und Tiefgaragen - WHG-Beschichtungen - Verstärken und Verkleben von Betonteilen Umbauarbeiten - Bei Nutzungsänderungen von Wohn- und Gewerbeobjekten - Zur Optimierung von Büro- oder Produktionsflächen Neubau von - kleineren Brückenbauwerken, Fundamenten. Stützwänden - Industriehallen - Gewerbegebäude Dabei werden die Bauhauptgewerke überwiegend mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, in besonderen Fällen auch mit ausgesuchten Nachunternehmern. Der Schwerpunkt liegt in der Brücken- und Bauwerksanierung; je nach Auftragslage schwanken allerdings die Anteile der genannten Bereiche an der Gesamtleistung. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023 Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben: • Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%, • eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, • unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, • sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie • die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel, dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%). In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug bei 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%). Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromstrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%). Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%). Geschäftsverlauf der BWS Rhein-Neckar GmbH 2023 Die BWS Rhein-Neckar GmbH startete mit einer außerordentlich guten Auftragslage und einem Bestand an Aufträgen zum 1. März 2023 in Höhe von 12,9 Mio. € in das neue Jahr. Lieferschwierigkeiten gab es kaum noch. Die Materialpreise bewegten sich zwar auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark. Auf hohem Niveau stabil waren auch die Energiepreise, obwohl auf dem Energiemarkt bereits wieder zu geringeren Preisen gehandelt wurde. Insgesamt führte die Geschäftstätigkeit 2023 zu Umsatzerlösen von 17,5 Mio.€ bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt +0,7 Mio.€. Die Gesamtleistung betrug somit 18,2 Mio.€ (prognostiziert: 12 Mio.€ / 2022: 16,3 Mio.€). Der Jahresüberschuss belief sich auf 1.153 T€ (nach Steuern), und ist somit rund 5 % höher bezogen auf die Gesamtleistung als prognostiziert. Dies stellt einen Zugang um 275 T€ gegenüber dem Vorjahr dar (2022: 878 T€ nach Steuern) - trotz weiterer Preissteigerungen bei Strom, Treib- und Baustoffen. Dieser beachtliche Gewinnsprung wurde durch die Schlussrechnungen kurz vor Jahresende unserer Maßnahmen Konrad-Adenauer-Brückenkopf und Neuenheimer Landstraße, geschickte Material- und Nachunternehmervergaben sowie teilweise enormen Nachtragsvolumina möglich. Dies ist umso erfreulicher, da wir in der Regel keine Kostensteigerungen nach Vertragsabschluss an den Kunden weitergeben können. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2023 durch ein Bilanzvolumen von 24,8 Mio. € gekennzeichnet, wovon 4,1 Mio. € auf das Eigenkapital entfallen. Dies entspricht 16,5 % des Bilanzvolumens (Vorjahr 12,7 %). Als wesentliche Aktivposten sind zum Bilanzstichtag die in Ausführung befindlichen Bauaufträge mit 15,3 Mio. € (Vorjahr 14,6 Mio €), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 1,9 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €) sowie die flüssigen Mittel mit 7,3 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) zu nennen. Zweifelhafte Forderungen wurden laufend wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit absolut uneingeschränkt gewährleistet. Die bestehenden Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Neue Kredite wurden nicht aufgenommen. Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben höchste Priorität in unserem Arbeitsalltag, da das Bauen mit körperlicher Tätigkeit und entsprechenden Risiken verbunden ist. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Vertragspartner steht für uns im Vordergrund. Eines unserer übergeordneten Ziele ist es, Projekte unfallfrei abzuwickeln. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir daran, arbeitsplatzbedingte Risiken sowohl auf der Baustelle als auch im Büro frühzeitig zu identifizieren und zu reduzieren. Denn jeder geschehene und jeder Beinaheunfall ist einer zu viel. Es ist und bleibt unser Ziel, die Unfallhäufigkeit weiter zu reduzieren. Im Mai 2023 fand das turnusmäßige Überwachungsaudit durch die BG Bau statt. Dabei wurde wie in den vergangen Jahren die hohe Qualität unseres AMS (Arbeitsschutz mit System) bestätigt, so dass die BWS Rhein-Neckar GmbH inzwischen seit 13 Jahren (seit 2011) die branchenspezifische Umsetzung des NLF / ILO-OSH 2001 erfüllt. Das Wissen, Können und Engagement unserer Mitarbeiter sowie die gute Zusammenarbeit, sind die Basis unseres geschäftlichen Erfolgs. Die Geschäftsleitung hat wiederholt festgestellt, dass die gute Wettbewerbsposition der BWS Rhein-Neckar GmbH in erster Linie auf die hervorragend ausgebildeten und stets aktuell geschulten Mitarbeiter zurückzuführen ist. Unsere Mitarbeiter haben entscheidend dazu beigetragen, dass die BWS Rhein-Neckar GmbH auch im Geschäftsjahr 2023 wieder ein positives Ergebnis ausweisen konnte. Die Geschäftsleitung bedankt sich deshalb ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit der Transformation der BWS Rhein-Neckar GmbH hin zu einem nachhaltigen Unternehmen haben wir Ende 2023 begonnen. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 sehr zufrieden. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor überdurchschnittlich gut. Durch unsere Investitionen der letzten Jahre in Strukturen, Prozessmanagement und IT, sehen wir uns gut aufgestellt für ein absehbares schwieriges Jahr 2024. Im kaufmännischen Bereich wird die umfassende Softwarelösung "SBS Rewe neo" aus dem Hause Wolters Kluwer Software und Service GmbH ( SBS Software Zentrale in Bretten) eingesetzt. Sie umfasst die Module Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung, Jahresabschluss, E-Bilanz und Zahlungsverkehr. Alle üblichen standardisierten Auswertungen stehen für den monatlichen Abruf zur Verfügung. Das Programm ist nach den GoB-Richtlinien testiert. Auch für die Lohn- und Gehaltsabrechnung wird auf die Lösung "SBS Lohn Plus" des gleichen Herstellers zurückgegriffen. Im technischen Bereich wird das bewährte Programmpaket "IBD Bau für Windows" für Kalkulation und Abrechnung der Bauprojekte verwendet. Für die Erstellung von Bauzeitenplänen wird das Programm Power Projekt aus dem Hause Asta Development eingesetzt. Seit dem Jahr 2008 archivieren wir alle Eingangsrechnungen mit einem Dokumentenmanagementsystem (DMS) mit direkter Anbindung an die kaufmännische Software. Zur Geräteverfolgung und Kostenzuordnung verwenden wir die Lösung Hilti OnTrack. Im abgelaufenen Jahr investierte die BWS Rhein-Neckar GmbH weiterhin in die Entwicklung und Optimierung der eigenen App zur Digitalisierung von Prozessen. Die Investitionen wurden aus dem Cashflow finanziert. Ersatz- und Neuanschaffungen im Geräte- und Fuhrpark, werden in der BWS Besitzgesellschaft OHG getätigt. Die BWS Rhein-Neckar GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 7 kaufmännische und 7 technische Angestellte sowie 52 gewerbliche Arbeitnehmer, außerdem zwei technische und drei gewerbliche Auszubildenden. Der Personalaufwand ist um 754 T€ auf 6.689 T€ (Vorjahr 5.935 T€) gestiegen. Im Zuge des anhaltenden Fachkräftemangels halten wir es für notwendig, Leistungsträger - neben anderen Maßnahmen - auch mit einer adäquaten Vergütung ans Unternehmen zu binden. Um den Bekanntheitsgrad der BWS Rhein-Neckar GmbH weiter zu steigern und interessant für zukünftige Mitarbeiter zu sein, haben wir in 2023 intensiv mit Social Media begonnen. Wir sind auf Instagram, Facebook und Youtube mit regelmäßigen und aktuellen Beiträgen aktiv. 2. PROGNOSEBERICHT Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024 Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %. Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt. Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %. In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus: Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive Afa von 6% für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können nicht wirken, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15%, real -13%). Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1%, real knapp +3%). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7%). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1%). Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2%), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5%). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1%, real +3%). Aussichten für die BWS Rhein-Neckar GmbH 2024 Lieferschwierigkeiten gibt es inzwischen keine mehr. Die Materialpreise bewegen sich zwar immer noch auf hohem Niveau, sind aber nicht mehr so volatil. Die Energiepreise für Unternehmen und Verbraucher sind nach wie vor hoch, auch wenn sie auf dem Energiemarkt bereits wieder etwas gesunken sind. Zum 1. März 2024 stellt sich die Auftragslage der Gesellschaft - gegen den allgemeinen Trend - ungewöhnlich gut dar: Der Auftragsbestand beträgt 14,4 Mio. € (Vorjahr 12,9 Mio. €), die Auftragsreichweite damit 12 Monate. Wegen der unsicheren konjunkturellen Lage und der hohen Baukosten, plant die Geschäftsleitung für 2024 daher vorsichtig mit einem Rückgang der Gesamtleistung im Vergleich zu 2023 um 34%. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) soll 1 - 1,5 % betragen. Unser gut ausgebildetes Personal konnten wir im Jahr 2023 nicht nur halten, sondern sogar aufstocken. Den maroden Zuständen der Brückenbauwerke in Deutschland, soll mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm in den nächsten Jahren Abhilfe geschaffen werden. Als erfahrene Spezialisten in der Brückensanierung, werden wir mit größtem Interesse an den Ausschreibungen teilnehmen und gehen zukünftig von genügend Aufträgen aus. Der Ende 2021 erhaltene Auftrag zu Sanierung der Wehrbrücke in Hirschhorn, hat immer noch eine Bauzeit von 12 Monaten. Der Anfang 2023 erhaltene Auftrag zur Erneuerung des Überbaus über die A6 an der Anschlussstelle Schwetzingen, hat noch eine Bauzeit von 7 Monaten. Darüber hinaus haben wir den Auftrag zur Instandsetzung der Hirschbrücke in Neuenbürg erhalten. Weitere Projekte sind in der Planung. Die neuen Aufträge sind schärfer als im Vorjahr, aber meist noch auskömmlich kalkuliert und werden - vorausgesetzt, dass nicht weitere abrupte Preissprünge beim Material auftreten - so auch ausgeführt werden. Bei der Umsatzrendite gehen wir 2024 von einem durchschnittlichen Jahr aus und rechnen mit 1 - 1,5 % (Vorjahr 6 %). Der Investitionsplan sieht für das Jahr 2024 Ersatzanschaffungen im Bereich EDV sowie einen Ladepark für E-Autos vor. Alle anderen Investitionen werden ausschließlich in der BWS Besitzgesellschaft OHG getätigt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Cash-Flow. Weiteren Fremdkapitalbedarf sehen wir aktuell nicht. Das Thema "nachhaltiges Unternehmen" werden wir 2024 weiter bearbeiten. Die BWS Rhein-Neckar GmbH ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Eine gute Auftragslage sowie mehrere vielversprechende, in Verhandlung befindliche Projekte veranlassen uns daher, trotz unsicherer Konjunkturaussichten weiterhin von einer positiven Entwicklung der BWS Rhein-Neckar GmbH im Jahr 2024 auszugehen. Allerdings wird es nach unserer Einschätzung kaum möglich sein, ähnlich herausragende Jahresergebnisse wie 2021, 2022 und 2023 in 2024 zu erzielen. 3. CHANCEN- und RISIKOBERICHT Die BWS Rhein-Neckar GmbH hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen für ein Risikomanagement getroffen, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Die wichtigsten Risiken, wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar. Der starke Wettbewerb erfordert aktuell eine äußerst sorgfältige Kalkulation der Projekte, um bei Ausschreibungen erfolgreich zu sein. Das Vieraugenprinzip und gründliche Abstimmung rund um die Verhandlungstermine sichern die Auskömmlichkeit der Vertragsabschlüsse. Die BWS Rhein-Neckar GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren nachhaltig zu werden. Wir sind aktuell dabei, übergeordnete Nachhaltigkeitsziele zu formulieren sowie aussagekräftige Kennzahlen dafür zu finden. Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse haben wir außerdem deutliche Effizienzvorteile erzielt, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen. Aus der anhaltenden Diskussion um den Zustand der Brückenbauwerke und der daraus erwachsenden Notwendigkeit zur Sanierung und zum Neubau, ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für die Branche. Da die Gesellschaft in der Sanierung über jahrelange Erfahrung verfügt, sieht die Geschäftsleitung dort nach wie vor ein großes Potenzial für das Unternehmen Risiken für den öffentlichen Bau sehen wir allerdings in der stetig wachsenden finanziellen Belastung der Kommunen. Grundsätzlich können Kostensteigerungen nach Vertragsabschluss nicht an den Kunden weitergegeben werden. Wir werden den Baustoffmarkt dieses Jahr genau beobachten und versuchen rechtzeitig verlässliche Rahmen- und Preisvereinbarungen zu treffen. Die Fachkräftesicherung bleibt ein Risiko für die Geschäftsentwicklung. Nach den Bemühungen der letzten Jahre ist der Bedarf der BWS Rhein-Neckar GmbH an Fachkräften und Auszubildenden aktuell zufriedenstellend gedeckt. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Die beiden Geschäftsführer haben sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch nach deren aktiver Zeit als Geschäftsführer der BWS Rhein-Neckar GmbH die Firma mit jüngeren Führungskräften weiter erfolgreich geführt werden kann. Einzelne Maßnahmen, so z.B. die Eintragung von 3 Prokuristen, die Ernennung von zwei weiteren Handlungsbevollmächtigten und die Führung vierteljährlicher Strategiegespräche im Führungskreis der wichtigsten Bau- und Projektleiter zusammen mit der kaufmännischen Leitung und den Geschäftsführern wurden bereits umgesetzt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit unserem IT-Dienstleister und jährlichen Schulungen sehen wir die IT-Sicherheit bei der BWS Rhein-Neckar GmbH momentan als gewährleistet an. Rechtsstreitigkeiten bestehen in geringem jedoch nicht besorgniserregendem Umfang. Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.
Heidelberg, den 12. März 2024 BWS Rhein-Neckar GmbH Geschäftsführung gez. Dipl.-Ing. Thomas Wachter gez. Hans-Peter Lange BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine AngabenBWS Rhein-Neckar GmbH
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen saldiert. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 2 Angaben zur Bilanz2.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. 2.2 Bewertung / AbschreibungDas Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen und degressiven Methode unter Einbeziehung der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes vorgenommen. Geringwertige, selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswert bis € 250,00 und Anschaffungswerten von € 250,01 bis € 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend gemacht. Für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswert von € 800,01 bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der auf 5 Jahre abgeschrieben wird. 2.3 VorräteDas Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten bzw. den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt; notwendige Bewertungsabschläge aufgrund gesunkener Marktpreise wurden entsprechend vorgenommen. Bei den noch nicht fertig gestellten und abgenommenen Bauvorhaben wurde grundsätzlich eine Leistungsaufnahme über Aufmaße erstellt und die über die Kostenrechnung ermittelten Herstellkosten in Ansatz gebracht. Übersteigen die Herstellkosten die Leistung, wird die ermittelte Bauleistung als niedrigerer Bewertungsansatz am Abschlussstichtag gewählt. Bei langjährigen Bauprojekten mit außerordentlichem Volumen kann, bei nahezu vollendeter Fertigstellung und sicheren Gewinnen, eine Teilgewinnrealisierung erfolgen, wenn dadurch ein besseres Bild der Vermögens- und Ertragslage entsteht. 2.4 ForderungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit den Nennwerten abzüglich einer Pauschalwertberichtigung angesetzt. Einzelne Zahlungsrisiken wurden in Höhe des voraussichtlichen Ausfalls bewertet und als Einzelwertberichtigung angesetzt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern (VJ: € 0,00). 2.5 Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDie liquiden Mittel wurden mit den Nennwerten angesetzt. 2.6 RückstellungenBei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach der Höhe der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung abzusehenden Verpflichtungen bemessen. Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. 2.7 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Jedoch gibt es eine Grundschuld im Grundbuch unserer Immobilie in der Knollstraße 4, LU zu Gunsten der Sparkasse Kraichgau in Höhe von T€ 500. 2.8 Angabe zur G+VAus der Auflösung von Rückstellungen gem. § 285 Nr. 31 HBG ergeben sich außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 427. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 3 Sonstige Angaben3.1 GeschäftsführungZu Geschäftsführern waren bestellt: Herr Thomas Wachter, Dipl.-Ing. Herr Hans-Peter Lange, Kaufmann Zu Prokuristen waren bestellt - Herr Dipl.-Bw. Frank Debo - Herr Dipl.-Ing. Ronald Springer - Herr Matthias Veth Zu Handlungsbevollmächtigten waren bestellt - Herr Dipl.-Ing. Norbert Fengler - Frau Dipl.-Ing. Jutta Kempf - Herr M.Eng. Maximilian Müller Weitere Geschäftsführer, Prokuristen oder Handlungsbevollmächtigte waren nicht bestellt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. 3.2 HaftungsverhältnisseDie von der Unternehmung an die Kunden herausgelegten Bürgschaften betragen am Abschlussstichtag € 2.458.159. Die Bürgschaften dienen den Auftraggebern zur Absicherung von Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsansprüchen.Der Betrag ist durch entsprechende Avallinien rückversichert. Eine Inanspruchnahme wird nicht erwartet. 3.3 BeteiligungenIm Geschäftsjahr bestanden folgende Beteiligungen: Arge A6 Waschmühltalbrücke, Sitz Heidelberg, Anteil 50%, Anteil am Ergebnis zum 31.12.2023 -78.433,80€ 3.4 MitarbeiterWährend des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 66 Mitarbeiter, davon 14 Angestellte (6 leitende) und 52 gewerbliche Mitarbeiter, beschäftigt. 3.5 Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Mietverträgen bestehen für 2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 130.Aus Gerätemietverträgen gegenüber der BWS Besitzgesellschaft OHG bestehen finanzielle Verpflichtungen von ca. 1,1 Mio €. 3.6 ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. 3.7 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.
Heidelberg, den 12. März 2024 BWS
Rhein-Neckar GmbH
gez. Dipl.-Ing. Thomas Wachter gez. Hans-Peter Lange
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BWS Rhein-Neckar GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BWS Rhein-Neckar GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BWS Rhein-Neckar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 26. März 2024 WSB
Treuhand GmbH
gez. Marius Laskowski, Wirtschaftsprüfer gez. Jürgen Wolf, Wirtschaftsprüfer |
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