Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Curt Bauer GmbHLiquidiert
Bahnhofstraße 16, 08280 Aue-Bad Schlema, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Bauer seit 2.7.2021 | Geschäftsführer |
Gert Bauer seit 20.10.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.00% | |
| 3.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Curt Bauer GmbHAue- Bad SchlemaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LageberichtA. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich vom coronabedingten Einbruch im Vorjahr wieder erholt. Die deutsche Wirtschaft konnte sich mit einem Plus von ca. 2,9 % steigern. Dieser positive Trend war ebenfalls in der Textilindustrie zu erkennen. In der Textil- sowie Bekleidungsindustrie konnten die Umsätze wieder um ca. 5 % gesteigert werden. Zum Jahresende verdüstert sich die Lage. Das hat verschiedene Einflussfaktoren. Zum einen kämpfen alle Unternehmen mit anhaltenden Beschaffungsproblemen, die sich vor allem in Lieferzeiten und erhöhten Transportpreisen auswirken. Dazu kommen die drastisch gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Der Baumwollpreis erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2020 um ca. 75 %. Dazu kommt der Einbruch des optimistisch eingeschätzten Weihnachtsgeschäftes im Einzelhandel. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen (2G-Regel) hielt sich die Kaufkraft im Einzelhandel jedoch stark zurück. Die Einschätzungen der Unternehmen werden wieder spürbar pessimistischer, da die Inflation immer spürbarer wird. Die Verbraucherpreise sind im Jahr 2021 um ca. 3,1 % gestiegen, sodass der Endverbraucher immer weniger Geld zur Verfügung hat. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Entwicklungen der Textilbranche zeichnen sich auch bei uns im Unternehmen ab. Wir konnten die großen Lücken von 2020 wieder schließen und haben in fast allen Bereichen an Umsatz zulegen können. Im Bereich der Bett- und Tischwäsche ist der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2020 fast konstant geblieben. Die coronabedingten Einschränkungen haben sich nicht negativ, aber auch nicht positiv auf unseren Umsatz ausgewirkt. Sehr positiv haben sich die Verkäufe im Afrika-Damast entwickelt. Die Ende 2020 aufgebauten Bestände konnten fast alle im ersten Quartal 2021 veräußert werden. Die zu Beginn des Jahres sehr gute Auftragslage konnte bis Jahresende fortgesetzt werden. Leider werden die Bedingungen gerade bei den Transporten zu den Kunden immer schwieriger. Zum einen steigen die Preise und zum anderen benötigen die Transporte immer mehr Zeit. Früher hat ein Schiff ca. 4 Wochen von Hafen zu Hafen gebraucht. Jetzt sind es mindestens 8 Wochen. Dazu kommt, dass unsere Kunden in einigen Ländern stark gestiegene Zollzahlungen leisten müssen und dadurch eingeschränkter in der Abnahme der Ware sind. Im Bereich der technischen Textilien konnten wir in 2021 durch den Anlauf neuer Projekte die größte Umsatzsteigerung erzielen. Aber auch in diesem Bereich müssen zusätzliche Herausforderungen gelöst werden. Es wird eine höhere Bevorratung von Rohstoffen und Hilfsmitteln benötigt, damit die Lieferfähigkeit gewährleistet werden kann. Dadurch wird die Liquidität geschmälert und die Lagerkosten steigen. Die Lohnveredelung konnte im Jahr 2021 wieder angeboten werden, da sich durch die Inbetriebnahme des neuen Spannrahmens die Engpasssituation in unserer Veredlung entspannen konnte. Der 2021 erreichte Umsatz lag knapp über den Einschätzungen, die Anfang 2021 gemacht wurden. 3. Produktion Trotz der unverändert andauernden Corona-Pandemie konnten die Produktionskapazitäten mit kurzen Unterbrechungen im ersten Halbjahr nahezu ganzjährig ausgelastet werden. Die zeitweilig vorhandenen Überkapazitäten wurden durch temporäre Kurzarbeit in den betroffenen Betriebsabteilungen zum Teil kompensiert. Im zweiten Halbjahr wurden die Produktionskapazitäten wieder im 3-Schichtsystem (Weberei, Teile der Veredelung) bzw. im 2-Schichtrhythmus (Veredelung, teilweise Legerei und Versand) ausgelastet. Zur Deckung des Gewebebedarfs wurden 2021 wieder Rohgewebe von verschiedenen Kooperationspartnern im In- und Ausland zugekauft. 4. Beschaffung Im Jahr 2021 stieg der Aufwand für Zukäufe im Bereich Garne, Rohware und Fertigware entsprechend der betrieblichen Entwicklung wieder an. Garne und Rohware wurden im erhöhten Umfang importiert. Zum Jahresende hin zogen insbesondere die Preise für Garne und Chemikalien zum Teil deutlich an. Der erstarkende Dollar sorgte zusätzlich für eine Verteuerung der Zukaufware speziell aus China. Wesentlichen Einfluss auf das Einkaufsgeschehen hatten auch die deutlich längeren Verschiffungszeiten. Die Energiekosten entwickelten sich in 2021 preislich gesehen etwas über dem Niveau der Vorjahre. Durch die rechtzeitig gesicherten Einkaufspreise für die Jahre 2021 und 2022 wirkten sich die zum Jahresende hin gestiegenen Energiepreise nicht negativ aus. Ungeachtet dessen wurden weitere Maßnahmen zur Energieeffizienz (Einbau einer neuen Beleuchtungsanlage in der Produktion) ergriffen, um die zu erwartenden Preissteigerungen in den Folgejahren zu kompensieren. 5. Investitionen Im Jahr 2021 wurden die letzten Arbeiten am neuen Spannrahmen zum Abschluss gebracht und die Maschine im letzten Quartal endgültig in Betrieb genommen. Damit wurde die Investitionsetappe 2019/2020 endgültig abgeschlossen und die Fördermittel abgerechnet. Der wesentliche Teil der in 2021 getätigten Investitionen war die Installation der Beleuchtungsanlage. 6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Der Finanzierungsbedarf im Geschäftsjahr 2021 für die Auftragsfertigung, der dafür erforderlichen Vorratshaltung und zur teilweisen Finanzierung von Exportgeschäften wurde durch eigene Mittel, kurzfristige Bankkredite und mittelfristige Bankdarlehen gewährleistet. Diese Finanzierungsquellen werden auch im Jahr 2022 genutzt. Die im Jahr 2021 getätigten Investitionen wurden gemäß des ursprünglich aufgestellten Investitionsplanes über eigene Mittel, mittel- und langfristige Bankdarlehen (Afa-konform) und Fördermittel der Sächsischen Aufbaubank finanziert. Aufgrund der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie, dem deutlich anziehenden Umsatzgeschehen im zweiten Halbjahr und dem damit verbundenen Liquiditätsbedarf wurden auch in 2021 mittel- und langfristige Darlehensmittel aus den zur Verfügung stehenden öffentlichen Programmen in Anspruch genommen. 7. Personal Beschäftigte Mitarbeiter am 31. Dezember 2021:
8. Umweltschutz Im vorhandenen Managementhandbuch sind von der Geschäftsleitung die Ziele und Leitlinien für den betrieblichen Umweltschutz für das Jahr 2021 festgelegt und dokumentiert worden. Entsprechend den Auflagen der Behörden erfolgt eine Indirekteinleitung des Abwassers in die Zentralkläranlage. Alle im Jahr 2021 angefallenen Abfälle wurden durch Fachfirmen entsorgt bzw. verwertet. Zur effizienten Energienutzung in allen Unternehmensbereichen werden weiterhin Beratungsleistungen in Anspruch genommen und unverändert Investitionen in den folgenden Jahren vorbereitet. 9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die schon im Jahr 2020 vorhergesagten Umsatzsteigerungen vor allem bei den technischen Textilien konnten wie geplant umgesetzt werden. Der Umsatzzuwachs betrug bei den technischen Textilien ca. 80 %. Das ist eine enorme Steigerung, die auch die Anpassung unserer Prozesse und Abläufe erfordert. Bei der Bett- und Tischwäsche konnte ein leichter Zuwachs von 3 % in 2021 im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Für die bessere Vermarktung unserer Produkte und die Stärkung unserer Marke haben wir eine Marketinggesellschaft beauftragt, die mit uns zusammen den Markenkern und ein "Fresh over" des Logos erarbeitet haben. Dadurch sollen nochmals die Umsatzzahlen gesteigert werden. Zusätzlich soll der Auftritt in den sozialen Medien und auch die Online-Präsenz zukünftig verbessert werden. Sehr erfreulich war die Umsatzentwicklung im Afrika-Damast Bereich. Hier konnten nach den großen Verlusten in 2020 die Umsätze wieder um ca. 60 % gesteigert werden. Um den Anforderungen des Marktes insbesondere hinsichtlich der Digitalisierung der Produktions- und Geschäftsprozesse Rechnung zu tragen, wurde auch in 2021 unverändert in Hard- und Software in Produktion und Verwaltung investiert und sich im Rahmen von Forschungsprojekten intensiv mit dem Thema "Industrie 4.0" beschäftigt. Darüber wurden externe Beratungsleistungen zur Erarbeitung und Umsetzung weiterer konkreter Maßnahmen im Unternehmen in Anspruch genommen. Weiterhin ist die Gewinnung geeigneter Bewerber für Ausbildungsstellen problematisch. Erfreulich war 2021, dass unsere Azubis aus Guinea in Theorie sowie Praxis gute Ergebnisse erzielt haben. Sie haben sich gut in die Firma integrieren können. Die Bewerbungen für Lehrstellen in unserer Firma werden immer geringer und es ist beängstigend zu sehen, dass das Interesse in der Industrie zu arbeiten immer mehr abnimmt. Dazu kommt der Fachkräftemangel, der sich auch in Zukunft noch viel stärker in den Unternehmen auswirken wird. 10. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung Aufgrund des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine ist es schwer eine Einschätzung für das kommende Geschäftsjahr zu geben. Die Ausmaße des Krieges sind nicht klar und es muss abgewartet werden, ob sich die Lage weiter zuspitzt. Gleichwohl wird die deutsche Wirtschaftsaktivität voraussichtlich auch im 1. Quartal 2022 weiterhin von Unterbrechungen in den globalen Lieferketten (Lieferengpässe) sowie von der Corona-Pandemie beeinträchtigt sein. Die Materialknappheit auf den Weltmärkten hat seit dem Verlauf des Jahres 2021 nunmehr zu einer sinkenden Industrieproduktion geführt. B. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Aus der Bilanz per 31. Dezember 2021 ist die unverändert anlagenintensive Vermögensstruktur des Unternehmens (rd. 30 % der Bilanzsumme) ersichtlich. Die Investitionstätigkeit im Jahr 2021 war nach dem Abschluss der größeren Erweiterungsinvestitionen im Rahmen der Investitionsetappe 2019/2020 deutlich geringer ausgefallen. Die ursprünglich für die Jahre 2021/2022 geplante Investition in eine neue Beleuchtungsanlage in den Produktionsbereichen konnte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr komplett realisiert werden. Dazu wurden Investitionen in ein neues ERP-System getätigt, die auch im Jahr 2022 noch fortgesetzt werden. Zur Erhöhung der Effizienz wurde zusammen mit dem Fraunhofer-Institut in die Entwicklung einer automatischen Warenschaumaschine investiert. Auch hier wird mit dem Abschluss im Jahr 2022 gerechnet. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 konnte im abgelaufenen Jahr eine Bestandsreduzierung bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen verzeichnet werden. Dies hängt in erster Linie mit Auslieferungen zum Jahresende und dem damit einhergehenden Abbau der Warenbestände "Afrika" (auch in den vorgelagerten Produktionsbereichen) zusammen. Im Bereich der Haustextilien wurden zur Sicherung der Lieferfähigkeit im Hinblick auf die geplanten Umsätze die Bestände aufgebaut. Gleiches gilt für den Bereich der technischen Textilien. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass aufgrund der sich verschärfenden Liefersituation eine deutlich höhere Bestandshaltung über nahezu alle Sortimentsbereiche notwendig geworden ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Hier wirken sich auch stichtagsbezogen die Auslieferungen im Dezember überproportional aus. Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 49 %. Die nachfolgenden Finanzkennziffern belegen, dass die Curt Bauer GmbH über eine gute Vermögens- und Kapitalstruktur verfügt: - Das langfristig gebundene Vermögen war zu 158 % (in 2020: 142 %) durch Eigenkapital gedeckt. - Das langfristig gebundene Vermögen war zu 239 % (in 2020: 225 %) durch langfristiges Kapital finanziert. 2. Finanzlage Das Jahr 2021 ist gekennzeichnet durch eine weiterhin stabile Liquiditätssituation. Die zur Verfügung gestellten Finanzierungsrahmen bei den Hausbanken wurden im Wesentlichen zur Finanzierung des Export- und Importgeschehens in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag bestanden freie kurzfristige Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 1.874. 3. Ertragslage Die Ursprungsplanung für das Geschäftsjahr 2021 konnte aufgrund positiver Entwicklungen in einzelnen Vertriebslinien mit fast TEUR 550 übertroffen werden. Aufgrund verschiedener außerordentlicher Faktoren konnte ein deutlich positives Betriebsergebnis ausgewiesen werden, welches den Verlust des Vorjahres wieder kompensierte. Veränderung wesentlicher Ertrags- und Aufwandspositionen in % (im Vergleich zu 2020)
C. Ausblick Wie auch im Vorjahr wurde das Jahr 2021 durch Corona geprägt. Dennoch hatten wir volle Auftragsbücher und konnten unsere Planungen umsetzen. Das Jahr 2022 startete sehr gut mit einem höheren Umsatz im Januar als erwartet. Im Februar konnten wir diese positive Entwicklung nicht fortsetzen. Ein massiver Einbruch im Fach- und Einzelhandel sowie im Onlinehandel haben unsere Planungen stark beeinflusst. So müssen wir derzeit in diesem Segment einen Einbruch von 30 % hinnehmen. Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind Luxusgüter in den Hintergrund gerutscht und für die Menschen nicht mehr so wichtig geworden. Sie bevorraten stattdessen Lebensmittel und Dinge, die für den täglichen Bedarf benötigt werden. Das hat sehr großen Einfluss auf unsere Planung. Bei den technischen Textilien gab in den ersten 3 Monaten des Jahres 2022 größere Schwankungen bei den Liefermengen, sodass wir in diesem Bereich noch unter unserer Planung liegen. Trotzdem sind wir optimistisch und planen in diesem Bereich mit einer erneuten Umsatzsteigerung. Im Bereich Afrika-Damast gehen wir von gleichbleibenden Liefermengen und Umsätzen aus. Diese sind aktuell mit den Kunden abgeglichen und bestätigt. Für den Bereich Haustextilien planen wir aufs Gesamtjahr gesehen mit einem Rückgang von 10 %. Trotz der positiven Aussichten in einzelnen Vertriebsbereichen müssen wir auf Basis der aktuellen Zahlen mit einem negativen Ergebnis für das Jahr 2022 ausgehen, da die ergriffenen Maßnahmen nicht sofort Wirkung zeigen, sondern erst zeitverzögert das Ergebnis positiv beeinflussen werden. Die erwartete leichte Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist weitgehend auf - sowohl bereits umgesetzte, als auch noch geplante - Preisanpassungen zurückzuführen. Wir gehen davon aus, dass die gestiegenen Einkaufspreise nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben werden können. Lässt man die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres außer Ansatz, erwarten wir ein leicht positives Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern sowie einen positiven Cash-Flow. Sollte sich die Situation der unverändert steigenden Einkaufspreise weiter fortsetzen, werden wir weitere Maßnahmen umsetzen müssen, um weitere Verluste zu vermeiden. Immer wichtiger wird die Absicherung der Liquidität des Unternehmens, da durch Veränderungen bei den Umsätzen sowie die immer länger werdenden Lieferzeiten von Rohstoffen eine höhere Bevorratung notwendig ist und diese finanziert werden muss. Dazu kommen die langen Zahlungsziele unserer Kunden, die ebenfalls unsere Liquidität sehr negativ beeinflussen. Dafür sind die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet worden, so dass die Liquidität für das laufende Jahr gesichert ist. Für die Absicherung der erforderlichen Kapazitäten arbeiten wir eng mit unseren Kooperationspartnern zusammen. Hier muss auf ausstehende Veränderungen kurzfristig reagiert werden. Der bisherige Lieferant für Rohware aus Spanien befindet sich in Insolvenz und stellte im Laufe des April 2022 seine Produktion ein. Um die erforderliche Rohware trotzdem weiterhin zu erhalten, wird ab Mai 2022 wieder rollende Woche in der Weberei eingeführt und zielgerichtet nach anderen Kooperationspartnern im In- und Ausland gesucht. Weiterhin wird es einen Wechsel des Kooperationspartners in der Konfektion geben, da der bisherige Partner die Produktion stark einschränken wird. Es ist weiter schwierig die Personalbesetzung besonders in der Produktion abzusichern, da oft die Vorstellungen der Bewerber für Azubi- und Arbeitsstellen anders sind und die Anforderungen an Mitarbeiter in der Produktion nicht auf großes Interesse stoßen. Die Aussichten für 2022 können nur im Zusammenhang mit den äußeren Bedingungen gesehen werden. Wir sind trotz allem bemüht, auf alle Veränderungen kurzfristig zu reagieren, um trotz aller Widrigkeiten unsere betrieblichen Ziele für 2022 zu erfüllen.
Aue-Bad Schlema, den 16. Juni 2022 Curt Bauer GmbH gez. Claudia Bauer, Geschäftsführerin gez. Gert Bauer, Geschäftsführer gez. Ralph Bauer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Curt Bauer GmbH Firmensitz laut Registergericht: 08280 Aue-Bad Schlema Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Chemnitz Register-Nr.: 5354 II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze In Aufbau und Gliederung folgen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die fortwirkenden Besonderheiten des D-Mark-Bilanzgesetzes wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises berücksichtigt. Die in der DMEB angesetzten Werte der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten fortgeführt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden dabei nach linearen Sätzen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer vorgenommen. Dabei beträgt die Nutzungsdauer bei Gebäuden 8 bis 40 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 22 Jahre und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 17 Jahre. Bei Erstmustern beträgt die Nutzungsdauer aufgrund der tatsächlichen betrieblichen Verhältnisse 2 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die der Gesellschaft gewährten Investitionszuschüsse werden von den zu aktivierenden Kosten der Anlagengegenstände abgesetzt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten einschließlich der Fremdleistungen auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten. Die Kostensätze basieren auf den Istkosten des Jahres 2019, fortgeschrieben um einen pauschalen Zuschlag, abgeleitet aus der Entwicklung der in den Gemeinkosten enthaltenen Personalkosten. Zur Ermittlung des Wertansatzes der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wird ein Abschlag für Lager- und Abfallrisiken auf Basis aktueller Materialeffizienzerkenntnisse individuell für die einzelnen Fertigungsstufen vorgenommen. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Zur Berücksichtigung zweifelhafter Forderungen und des allgemeinen Ausfallrisikos werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf den Nettoforderungsbestand gebildet. Soweit Forderungen unverzinslich sind, werden diese mit dem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgt in Höhe des Zinssatzes für Investitionskredite mit vergleichbarer Laufzeit. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Zeitpunkt der Entstehung mit dem Stichtagskurs erfasst. Aufgrund einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Von dem Wahlrecht auf Bilanzierung von aktiven latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten. Für die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe wird ein Festwert angesetzt, der den Anschaffungskosten des vorangegangenen Bilanzstichtages entspricht. Die letzte Fortschreibung des Bilanzansatzes erfolgte im Geschäftsjahr 2020. III. Erläuterungen zur Bilanz Angabe von Bilanzposten nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB
Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen EUR 11.511,50 (i. Vj.: EUR 17.968,97). Alle weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Bankverbindlichkeiten sind durch Grundschulden auf das Betriebsgelände in Aue (TEUR 4.154) sowie durch Sicherungsübereignung von Maschinen und einer Photovoltaikanlage (TEUR 3.196) und die Globalabtretung von Außenständen (TEUR 204) sowie Bürgschaften der Gesellschafter besichert. Durch die KfW-Bankengruppe und die Bürgschaftsbank Sachsen werden zusätzliche Haftungsfreistellungen gewährt. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 83 (i. Vj.: TEUR 119) enthalten. Davon sind gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 44 (i. Vj.: TEUR 45). IV. Gewinn- und Verlustrechnung Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wird ein Gewinn aus Anlagenabgang in Höhe von EUR 125.144,00 ausgewiesen. Dieser Gewinn steht im Zusammenhang mit der Durchführung eines Sale-and-Mietkauf-Back. Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Coronahilfen in Höhe von insgesamt EUR 886.202,33, davon periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 262.645,53 ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es besteht eine Verpflichtung aus einer unbefristeten Bürgschaft über TEUR 25, für die gegenwärtig eine Inanspruchnahme nicht zu erwarten ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen mit Restlaufzeiten von 1 bis 42 Monaten in Höhe von insgesamt TEUR 211. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind Frau Dipl.-Ing. Claudia Bauer, Lößnitz (seit 1. Juli 2021), Herr Dipl.-Ing. Gert Bauer, Aue-Bad Schlema, und Herr Dipl.-Ing. Ralph Bauer (seit 1. Juli 2021), Lauter-Bernsbach. Zum 30. Juni 2021 ist Herr Dipl.-Ing. Michael Bauer als Geschäftsführer ausgeschieden. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 127 Mitarbeiter beschäftigt. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Nachtragsbericht Aufgrund der Insolvenz und der damit verbundenen Einstellung der Produktion bei einem Lieferanten für Rohware im Laufe des April 2022 wurde ab Mai 2022 die rollende Woche in der Weberei eingeführt. Es ist beabsichtigt, für den Zukauf von Rohware andere Kooperationspartner zu finden. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass wir mit den vorgesehenen Maßnahmen den Ausfall des Lieferanten ausgleichen können und somit keine Einschränkung in der Belieferung unserer Kunden auftreten werden.
Aue-Bad Schlema, den 16. Juni 2022 Curt Bauer GmbH gez. Claudia Bauer, Geschäftsführerin gez. Gert Bauer, Geschäftsführer gez. Ralph Bauer, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2022 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: An die Curt Bauer GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Curt Bauer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Curt Bauer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 16. Juni 2022 ALR
Treuhand GmbH
gez. Salomon, Wirtschaftsprüfer |
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Großhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
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