Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 731130
Vorher
7(S) Gastronomie GmbH
Eingetragen
11.9.2009
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: das Betreiben von Großküchen und damit verbundene Dienstleistungen sowie Erbringen von Dienstleistungen im Bereich Personalmanagement einschließlich Personalvermittlung sowie Überlassung von Fachkräften nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Angela Olsen
seit 2.1.2020
Geschäftsführer
Terry Cade
seit 13.2.2019
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: ManpowerGroup Deutschland GmbH)

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

A. Grundlagen des Konzerns

Die ManpowerGroup ist in Deutschland seit 1965 im Bereich der Personaldienstleistungen tätig und zählt seither in dieser Branche zu den führenden Unternehmen. Als "Workforce Solutions Company" ist die ManpowerGroup in den Bereichen Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Training, Consulting, Outsourcing, Solutions und IT-Services tätig. Die ManpowerGroup verfügt über ein breites und tiefes Angebotsportfolio und zählt zu den Top 4 der Personaldienstleistungsbranche in Deutschland (s. Lünendonk-Liste 2021: Ranking nach Umsatz im Kalenderjahr 2020).

B. Wirtschaftsbericht

(1) Gesamtwirtschaftliche Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2018 um 1,5% gewachsen (Vorjahr +2,2%) 1. Damit war die deutsche Wirtschaft das neunte Jahr in Folge gewachsen, jedoch schwächer als in den letzten beiden Vorjahren. Dies führte zu einem Anstieg der Beschäftigung und somit ebenfalls zu einer erhöhten Nachfrage nach Zeitarbeitskräften.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich in 2018 positiv.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag zum Jahresende 2018 bei 44,8 Mio. Personen (2017: 44,6 Mio.). Dies entspricht einem Plus von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr (+1,5%). Damit setzte sich der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. 2 Die bereinigte Erwerbslosenquote sank auf 3,2%, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von ca. 4%-Punkten entspricht (Vorjahr: 3,6%). 3

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/BIP2018/pm-bip.pdf;jsessionid= ElE749555ADAC6554F43F3BF6BEEE046.internet8741?__blob=publicationFile
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/BlP2018/statement-bip.pdf?__blob=publication-File
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/BIP2018/pressebroschuere-bip.pdf?__blob=publicationFile

Die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche ist laut Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit 4 um ca. 3% gegenüber dem Vorjahr gesunken und lag im Jahresdurchschnitt 2018 bei 1,00 Mio. (Vorjahr: 1,03 Mio.). Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag bei etwa 2,8%. Die Anzahl der Betriebe mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung erhöhte sich um 1%, wobei der Anteil der Verleihbetriebe mit 100 und mehr Arbeitnehmern weiterhin konstant bei 5% lag. 5

Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland war auf Grund der Vielzahl von Anbietern (51.400 Lizenzinhaber, davon ca. 2.600 mit mehr als 100 Mitarbeitern) 6 weiterhin von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Trotz zunehmender Komplexität des Geschäfts ist der Konzentrationsprozess auf Anbieterseite nicht wesentlich fortgeschritten. Die TOP 10 Anbieter vereinen wie in den letzten Jahren rund ein Viertel des Marktes auf sich (s. Lünendonk).

(2) Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung des Manpower Konzerns wurde im Berichtsjahr 2018 durch eine insgesamt konstante Nachfrage nach Leistungen der Personaldienstleistungsbranche und durch Tariferhöhungen beeinflusst.

Die Manpower Group steuert ihre operative Geschäftstätigkeit insbesondere anhand des Konzernumsatzes und der Kennzahl Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation (EBITDA).

Die Umsatzrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis beträgt -10,2 % nach -0,3 % im Vorjahr.

Der Anstieg der Konzern-Umsatzerlöse um 27,7 Mio. € bzw. 2,7 % resultiert mit einem Anstieg von 112,3 Mio. € weitestgehend aus höheren Erlösen des Geschäftsbereichs "Managed Service Provider" der ManpowerGroup Solutions GmbH (Management externer Dienstleister in Kundenunternehmen zur Bündelung und Optimierung von Beschaffungsprozessen). Diesem stehen 96,4 Mio. € geringere Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Manpower Personaldienstleistungen gegenüber. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Berichtsjahr um 122,0 Mio. € gestiegen, hiervon entfallen 108,7 Mio. € auf die ManpowerGroup Solutions GmbH aufgrund höherer Aufwendungen im Geschäftsbereich "Managed Service Provider" sowie 12,2 Mio. € auf den Geschäftsbereich IT Outsourcing. Beide Geschäftsbereiche verzeichneten im Geschäftsjahr zusammen eine Steigerung der Umsatzerlöse um 145,1 Mio. €. Die Aufwendungen für das Zeitpersonal sind um 83,5 Mio. € (11,6 %) gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Anzahl an Zeitpersonal (19.280 gegenüber 22.893 im Vorjahr). Die Aufwendungen für das Stammpersonal sind um 3,7 Mio. € (2,1 %) angestiegen. Der Anstieg resultiert in Höhe von 16,6 Mio. € aus dem Geschäftsbereich IT Outsourcing aufgrund einer Steigerung um 256 Beschäftigten, welcher durch Reduktionen im Geschäftsbereich Manpower Personaldienstleistungen in Höhe von 11,9 Mio. € teilweise kompensiert wird. Die Reduktionen im Geschäftsbereich Personaldienstleistungen konnten durch Transformationen im Unternehmen im Zuge der Eingliederung des 7S Group-Teilkonzerns erreicht werden.

4 https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Branchen/generische-Publikationen/ Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf
5 Ebenda
6 Ebenda

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 37,8 Mio. € betreffen im Wesentlichen vertraglich vereinbarte Aufwandszuschüsse der Entserv Deutschland GmbH, Böblingen (vormals erhalten von Hewlett Packard GmbH, Böblingen) sowie der ES Field Delivery GmbH, Böblingen, welche im Berichtsjahr um 1,2 Mio. € auf 25,2 Mio. € angestiegen sind. Ein Anstieg um 8,0 Mio. € resultiert aus einem entsprechend erhöhten Anspruch des Tochterunternehmens Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) auf den Ausgleich der nicht durch Deckungsvermögen abgedeckten Pensionsverpflichtungen für von der Hewlett Packard GmbH in Vorjahren übernommenen Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,0 Mio. € auf 86,1 Mio. € gestiegen. Im Vorjahresvergleich sind im Wesentlichen die Aufwendungen für Prüfungs-, Rechts- und Beratungsdienstleistungen um 2,4 Mio. € und die Aufwendungen für Shared Service-Kosten um 1,5 Mio. € gestiegen. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Aufwendungen für Personalrestrukturierungsmaßnahmen von 9,7 Mio. € im Vorjahr auf 7,7 Mio. € im Berichtsjahr und der Rückgang der Konzernumlagen um 1,5 Mio. € auf 11,2 Mio. € aus.

Das EBITDA (Betriebsergebnis abzüglich Abschreibungen) der Manpower Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Mio. € auf 7,9 Mio. € verringert. Haupttreiber der signifikanten EBITDA-Verschlechterung waren die im Vergleich zum Vorjahr um 122,0 Mio. € höheren Aufwendungen für bezogene Leistungen, welche nicht in voller Höhe durch die um 27,7 Mio. € höheren Umsatzerlöse und die um 83,5 Mio. € niedrigeren Aufwendungen für das Zeitpersonal kompensiert worden sind. Besonders der Rückgang der Nachfrage im Geschäftsbereich Personaldienstleistungen (einhergehend hierzu war ein Rückgang von 3.497 Beschäftigten beim Zeitpersonal zu verzeichnen) hat zu einem wesentlichen Rückgang der Bruttomarge als Beitrag zum Betriebsergebnis geführt.

Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen um 97,6 Mio. € ist hauptsächlich die Folge einer außerplanmäßigen Abschreibung des Firmenwerts der 7S Group in Höhe von 96,2 Mio. € aufgrund der operativen Verlustsituation und des auch zukünftig erwarteten schwierigen Marktumfelds mit geringeren Ergebnisbeiträgen.

Im Jahr 2018 hat sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 133,9 Mio. € ergeben nach einem Konzernjahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von 14,6 Mio. €. Dies entspricht einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 119,3 Mio. €. Nach den dargestellten Effekten aus dem Betriebsergebnis resultiert die Verschlechterung darüber hinaus aus den um 6,7 Mio. € gestiegenen Zinsaufwendungen im Rahmen der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und um 6,4 Mio. € gestiegenen Ertragssteueraufwendungen.

Im Lagebericht des Vorjahres wurde ein negatives EBITDA im hohen einstelligen Mio. € Bereich erwartet. Tatsächlich wurde ein EBITDA von 7,9 Mio. € erreicht. Jedoch blieb das Ergebnis vor Steuern hinter unseren Erwartungen zurück. Gründe hierfür waren im Wesentlichen höhere Abschreibungen auf Firmenwerte, Effekte aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und Steueraufwendungen für Vorjahre aufgrund abgeschlossener Betriebsprüfungen.

Das Mutterunternehmen ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH übernimmt eine Holdingfunktion. Im Folgenden wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche bzw. der wesentlichen operativ tätigen Manpower Tochtergesellschaften geschildert.

Geschäftsbereich Manpower Personaldienstleistungen

Im Wesentlichen ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) + Manpower GmbH & Co. KG + Stegmann Personaldienstleistung GmbH

Die Gesellschaften erbringen Dienstleistungen im Personalbereich, die vorwiegend das Volumengeschäft im Zeitarbeitssektor betreffen, zudem erbringt die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs haben sich im Berichtsjahr um 96,4 Mio. € auf 575,0 Mio. € verringert. Dies entspricht einem Rückgang von 14,4 %, der im Wesentlichen aus niedrigeren Erlösen aus der Arbeitnehmerüberlassung (-102,4 Mio. €) resultiert. Grund hierfür ist die rückläufige Nachfrage und eine damit verbundene, stark gesunkene Zahl der Mitarbeiter des Zeitpersonals (15.260 in 2018 gegenüber 18.757 in 2017).

Die Erlöse im Bereich der Arbeitsvermittlung sind um 1,4 Mio. € auf 7,4 Mio. € gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Mio. € gestiegen. Dies liegt zum Großteil an Mehraufwendungen im Rahmen des Outsourcings (1,5 Mio. €) ausgewählter Unternehmensbereiche.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen Finanzsektor

Bankpower GmbH Personaldienstleistungen (Bankpower)

Die BANKPOWER GmbH Personaldienstleistungen ist seit 1998 ein Joint Venture der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) und der Deutsche Bank AG.

Die Gesellschaft stellt Finanzdienstleistungsunternehmen sowie Versicherungen Zeitarbeitskräfte und im Rahmen der Personalvermittlung Kandidaten zur Festanstellung zur Verfügung.

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mio. € auf 62,8 Mio. € gesunken. Dies ist vor allem der Kombination aus engem Bewerbermarkt und der AÜG-Reform geschuldet. Einige Kunden begannen bereits Monate vor Ablauf der Höchstüberlassungsdauer, Personal zu übernehmen, um zu vermeiden, dass zum 01. Oktober 2018 zu viele neue Mitarbeiter gleichzeitig eingestellt werden mussten. Deshalb gelang es uns nicht, die Anzahl der Mitarbeiter im Kundeneinsatz zu halten bzw. wieder zu steigern, nachdem bereits Ende 2017 viele Mitarbeiter von Kunden übernommen wurden. Zudem hat sich der administrative Aufwand durch die Umsetzung von Equal Pay drastisch erhöht. Weitere zusätzliche Prozesse zur Sicherung von Compliance Anforderungen unserer Kunden bedeuten ebenfalls Mehraufwand für Bankpower.

Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr bemerkbar gesunken. Mit nunmehr 4,1 Mio. € gegenüber 4,8 Mio. € im Vorjahr beträgt die Reduktion 0,7 Mio. €, dies entspricht einer Verminderung um 14,6 %. Die niedrigere Anzahl an Mitarbeitern in der Arbeitnehmerüberlassung sowie im Bereich Projekt und Interim Management konnte auch durch einen höheren durchschnittlichen Stundenverrechnungssatz nicht ausgeglichen werden.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen IT-Spezialisten und Personalvermittlung für bestimmte Segmente

Experis GmbH + VIS GmbH + Stegmed GmbH + StegPlus Personal GmbH (vormals Stegdoc GmbH)

Im Wesentlichen stellt der Geschäftsbereich, mit Schwerpunkt auf IT, Telekomunikations- und Healthcare-Spezialisten, Projektmitarbeiter und Personaldienstleistungen zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Rahmen der Personalvermittlung Kandidaten zur Erbringung von Ingenieurdienstleistungen und Projektunterstützung im Finanz- und Rechnungswesen sowie zur Ausführung von kaufmännischen und verwaltungstechnischen Aufgaben einschließlich der Durchführung von Reparaturen und Wartungen zur Verfügung gestellt.

Kunden sind insbesondere die großen IT-Dienstleister sowie renommierte Konzerngesellschaften der Branchen Energie, Pharmazie, Chemie und Automotive. Das Serviceportfolio besteht unter anderem aus IT-Strategieberatung (inkl. Hard- und Software), Software Entwicklung, IT Projektplanung und -durchführung, Systemintegration und -wartung sowie der Durchführung von Schulungsmaßnahmen.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs belaufen sich im Berichtsjahr auf 87,5 Mio. € gegenüber 94,8 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang von 7,3 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Erlösen aus der Arbeitnehmerüberlassung (6,7 Mio. € weniger als im Vorjahr).

Der Beitrag zum Betriebsergebnis ist von -2,7 Mio. € auf 2,1 Mio. € gestiegen. Die Ursachen für das um 4,8 Mio. € höhere Betriebsergebnis sind in dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,2 Mio. € zu sehen, insbesondere in den um 2,7 Mio. € geringeren Aufwendungen für Personalrestrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zu 2017.

Geschäftsbereich MSP (Managed Service Provider)

ManpowerGroup Solutions GmbH (ManpowerGroup Solutions)

Die Gesellschaft entwickelt, implementiert und betreibt das folgende Portfolio an innovativen HR-Lösungen. Die wesentlichen HR-Lösungen umfassen Recruitment Process Outsourcing (RPO) bzw. die Übernahme des Rekrutierens von Stammpersonal unserer Kunden, Talent Based Outsourcing (TBO - bezeichnet die Übernahme personalintensiver Prozesse im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen), Managed Service Provider (MSP - repräsentiert das Management externer HR-Dienstleister unserer Kunden) sowie Borderless Talent Solutions (BTS - bezieht sich auf internationale Kandidatenrekrutierung).

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr um 112,3 Mio. € (+ 110,0 % im Vergleich zum Vorjahr), welche gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 108,7 Mio. € (+ 121,2 % im Vergleich zum Vorjahr) mit sich brachten. Dies resultiert im Wesentlichen aus der HR-Lösung Managed Service Provider. Diese starke Steigerung der Umsatzerlöse konnte auf Konzernsicht die gesunkenen Umsatzerlöse der übrigen Geschäftsbereiche kompensieren. Die geringere Bruttomarge in diesem Geschäftssegment konnte die Rückgänge der Bruttomarge der übrigen Geschäftsbereiche nicht ausgleichen.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem verschlechterten Beitrag zum Betriebsergebnis von 0,6 Mio. € (im Vorjahr 0,8 Mio. €) abgeschlossen.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen in der Luftfahrt

AviationPower GmbH + AviationPower TechnicalServices GmbH + AviationStaffManagement GmbH + AviationPower UK Ltd.

Die AviationPower GmbH als Mutterunternehmen der Aviation Gesellschaften ist ein Joint Venture zwischen der Lufthansa Technical Training GmbH, Hamburg, und der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf Personaldienstleistungen für Luftfahrtunternehmen.

Der Geschäftsbereich Luftfahrt erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Beitrag zum Jahresergebnis von 2,0 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €). Die Umsätze sind um 11,3 % auf 84,2 Mio. € (Vj. 94,9 Mio. €) gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 1,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus einmaligen Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr die für die personelle, organisatorische und strukturelle Optimierung der Gesellschaft in Abstimmung mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat eingesetzt wurden.

Geschäftsbereich IT Outsourcing

Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) + Experis Field Services GmbH (vormals Proservia Field Services GmbH)

Die Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) wurde innerhalb des Manpower-Konzerns in 2016 als IT-Unternehmen im Wesentlichen für Infrastrukturmanagement und Anwendersupport ausgebaut.

Die Basis des Betriebs der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) bilden die im Geschäftsjahr 2016 von der Hewlett Packard GmbH im Zuge eines Betriebsüberganges (§ 613a BGB) übernommenen 734 IT-Service Mitarbeiter. Spezialisiert auf Infrastrukturmanagement und Anwendersupport unterstützt die Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) in den Bereichen Architektur, Transformation und Outsourcing Unternehmen bei den täglichen Herausforderungen im IT-Umfeld.

Die Experis Field Services GmbH (vormals Proservia Field Services GmbH) wurde im Geschäftsjahr 2017 in den Manpower-Konzern eingegliedert.

Im Betrachtungszeitraum 2018 erzielten beide Gesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 129,8 Mio. € nach 97,0 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung der Nachfrage und einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl von 848 Beschäftigten auf 1.109 Beschäftigte. Dies entspricht einer Steigerung von 30,8 % und hatte somit einen materiellen Anteil an der Umsatzsteigerung des Konzerns.

Darüber hinaus konnten sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 25,2 Mio. € nach 23,9 Mio. € im Vorjahr erzielt werden, die im Wesentlichen aus den mit der Entserv Deutschland GmbH (vormals erhalten von Hewlett Packard GmbH, Böblingen) vereinbarten Aufwandszuschüssen resultieren.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund der Erhöhung der Beschäftigtenzahl von 69,1 Mio. € im Vorjahr auf 85,5 Mio. € angestiegen. Das Betriebsergebnis der beiden Gesellschaften war mit 14,6 Mio. € positiv, welches eine Steigerung um 2,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist.

(3) Investitionen

Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2018 keine wesentlichen Investitionen getätigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen.

(4) Personal

Der Ansatz der ManpowerGroup in Bezug auf soziale Verantwortung wird bestimmt von unseren Unternehmenswerten, unserer Vision und unserer Strategie. Unsere Werte "Menschen - Wissen - Innovation" stehen über allem, was Manpower seit Jahrzehnten am deutschen Markt ausmacht. Wir begegnen allen Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, mit Respekt; wir teilen unser Wissen und unsere Expertise, um nachhaltige Personallösungen zu entwickeln; durch Innovation streben wir nach Exzellenz mit dem Ziel, nachhaltige Arbeitsumgebungen ohne soziale Ausgrenzung zu schaffen. Unser Verhaltens- und Ethikkodex fördert ehrliches und ethisches Verhalten im ganzen Unternehmen.

Da sich die ManpowerGroup auch weltweit für ethisches Handeln einsetzt, erhielt der Konzern 2018 zum achten Mal in Folge die Auszeichnung als eine der "World's Most Ethical Companies" vom Ethisphere Institut. Die Einhaltung ethischer Standards wird durch den Code of Business Conduct and Ethics gewährleistet. Jeder Mitarbeiter durchläuft jährlich eine Online-Schulung zu den Verhaltens- und Ethikgrundsätzen für geschäftliches Handeln mit anschließender Wissensabfrage. Eine kostenfreie Hotline ermöglicht es jedem Mitarbeiter, Bedenken oder Verstöße gegen den Ethikkodex anonym zu melden.

Die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen wurde auch im Jahr 2018 erfolgreich fortgeführt, wobei Gesundheitstage in Niederlassungen oder bei Kunden durchgeführt wurden.

Die Zahl der Stammmitarbeiter lag am Jahresende bei 3.058 (Vorjahr: 2.780). In den Stammmitarbeitern sind die Mitarbeiter von Experis IT Services GmbH & Co. KG und Experis Field Services GmbH enthalten, da diese im Wesentlichen in ihrer Funktion als Berater und nicht als Zeitpersonal tätig sind.

Die Zahl der Beschäftigten, die bei Kundenunternehmen im Einsatz waren, verringerte sich im Jahresdurchschnitt von 22.893 im Vorjahr auf 19.280 im Berichtsjahr. Im Geschäftsjahr 2018 hat die ManpowerGroup deutschlandweit 12.900 Qualifizierungs-, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt und dadurch vielen Personen mit geringer beruflicher Qualifizierung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Es wurde in fast allen Berufssegmenten qualifiziert. Die unterschiedlichen Maßnahmen wurden sowohl vor als auch während der Einsätze im Kundenunternehmen durchgeführt. Qualifizierungsschwerpunkte lagen im Bereich Lager und Logistik, in der Luftfahrtbranche (Aviation) sowie im Metall- und Elektrobereich. Manpower stellt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenfreie eLearning - Angebote zur Verfügung. Diese Angebote wurden auch im Jahr 2018 wieder im großen Umfang genutzt und werden im Jahr 2019 fortgeführt.

(5) Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um 119,1 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Geschäfts- oder Firmenwerten, die aufgrund der planmäßigen Abschreibungen und aufgrund der in Abschnitt 2 beschriebenen außerplanmäßigen Abschreibungen um 117,2 Mio. € auf 0,0 Mio. € gesunken sind.

Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme beträgt 58,6 % nach 48,8 % im Vorjahr. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 45,5 Mio. € auf nunmehr 289,0 Mio. € resultiert im Wesentlichen prozessbedingt aus Verzögerungen der Abrechnungen im Geschäftsjahr 2018.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Mio. € erhöht und belaufen sich nunmehr auf 74,2 Mio. €. Dieser Anstieg resultiert mit 9,3 Mio. € im Wesentlichen aus einer langfristigen Forderung aus einer Vereinbarung zwischen der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) und der Hewlett Packard GmbH über den Ausgleich der nicht durch Deckungsvermögen abgedeckten Pensionsverpflichtungen gegenüber übernommenen Mitarbeitern. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind darüber hinaus Steuererstattungsansprüche in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) enthalten.

Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von 9,5 Mio. € ausgewiesen nach 7,7 Mio. € im Vorjahr. Die aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen temporäre Differenzen aus personalbezogenen Rückstellungen wie z. B. der Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben.

Der Konzern ist zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 89,1 Mio. € bilanziell überschuldet. Entsprechend wird auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkaptal gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern eine Überschuldungsquote von 18,0 % aus (nach einer Eigenkapitalquote von 9,2 % im Vorjahr).

Von der indirekten Alleingesellschafterin ManpowerGroup Inc., Milwaukee, Wisconsin, USA, wurde am 01. Juli 2019 eine Patronatserklärung gegenüber der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH und deren Tochtergesellschaften Manpower Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, und ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, ausgesprochen, in welcher die Alleingesellschafterin ohne weitere Bedingungen dafür Sorge trägt, dass diese Gesellschaften mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um ihre sämtlichen bis zum 31. Dezember 2023 begründeten Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Leitung des überwiegenden Teils der Tochtergesellschaften (sämtliche 100% Beteiligungen) ist über Beherrschungsverträge direkt oder indirekt der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG unterstellt, so dass auch deren Liquiditätsausstattung insoweit sichergestellt werden kann.

Die Rückstellungen insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Mio. € auf 136,1 Mio. € gesunken. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um 8,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Rückstellungen, da der zugrunde gelegte Zinssatz von 3,68 % auf 3,21 % gesenkt wurde. Für Steuern (inklusive steuerliche Risiken) wurden Rückstellungen in Höhe von 14,7 Mio. € gebildet, dies entspricht einem Anstieg um 9,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 24,4 Mio. € auf 88,3 Mio. € vermindert. Dies resultiert mit 15,6 Mio. € aus einer Verminderung der personalbezogenen Rückstellungen. Die Rückstellungskonten für das Zeitkonto und für den Urlaubslohn verringerten sich um 9,4 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten insgesamt sind im Berichtsjahr um 48,6 Mio. € auf einen Betrag von 324,2 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools in Höhe von 67,4 Mio. €, dem die Begleichung von Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 14,6 Mio. € gegenüberstehen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um 2,5 Mio. € auf 33,3 Mio. € verringert. Dieser Rückgang resultiert aus der Auflösung der Abgrenzung von Einnahmen für entgeltlich erworbene und den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag übersteigende Pensionsverpflichtungen der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) in Höhe von 2,4 Mio. €. Die Auflösung dieser Rechnungsabgrenzung erfolgt aufgrund der Anwendung des Vereinfachungsverfahrens gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den Altersversorgungsverpflichtungen analog pauschal über 15 Jahre.

Das Anlagevermögen wird aufgrund der bilanziellen Überschuldung nicht mehr vom Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: Anlagendeckungsgrad 1 35,2 %).

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2018 hat sich um 34,1 Mio. € auf 18,2 Mio. € verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (-96,5 Mio. €) und gegenläufig den Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools (+67,4 Mio. €).

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -96,5 Mio. € (Vorjahr -40,5 Mio. €) negativ. Dies ist vor allem auf die laufenden Cash Abflüsse für die Bezahlung von Aufwendungen (im Wesentlichen Personalaufwendungen) zurückzuführen, denen aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 45,5 Mio.€ nicht in entsprechendem Umfang Zahlungseingänge von Kunden gegenüberstehen. Darüber hinaus erfolgten im Berichtsjahr wesentliche Auszahlungen für im Vorjahr zurückgestellte Aufwendungen (Abnahme der sonstigen Rückstellungen um 24,4 Mio. €) und Auszahlungen zur Begleichung von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 14,6 Mio. €.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt -2,4 Mio. € nach -5,4 Mio. € im Vorjahr und betrifft im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie entgeltlich erworbene Software.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 64,8 Mio. € nach 51,2 Mio. € im Vorjahr und resultiert in Höhe von 67,4 Mio. € (Vorjahr 53,5 Mio. €) aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools.

Die ManpowerGroup ist in den weltweiten Cash-Pool der ManpowerGroup Inc., Milwaukee/ USA, eingebunden und weist zum Bilanzstichtag in diesem Zusammenhang Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 269,8 Mio. € aus. Im Rahmen des weltweiten Cash-Pool-Systems der ManpowerGroup Inc., Milwaukee/USA werden die Banksalden der beteiligten Konzernunternehmen fiktiv (National Pooling) auf einem Master Account zusammengerechnet.

Die Cash-Pool Salden der ManpowerGroup verbleiben dabei jedoch Salden gegenüber der Bank. Darüber hinaus hat die ManpowerGroup Kreditlinien in Höhe von 9,3 Mio. € bei Banken, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.

C. Chancen- und Risikobericht

(1) Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Durch die weltweite Covid-19 Pandemie, welche im ersten Quartal 2020 begann und weiter andauert, wird die Personaldienstleistungsbranche durch geringere Nachfrage an Zeitarbeitskräften auch in Mitleidenschaft gezogen. Die ManpowerGroup geht davon aus, dass man im Jahr 2022 erneut einen Anstieg der Umsatzerlöse erzielen kann, mögliche zukünftige Restriktionen durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie stellen nach wie vor ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar.

Die ManpowerGroup leidet auch unter dem stärker werdenden Kampf der Unternehmen um Nachwuchs und die besten Talente ("War of Talents"), insbesondere in der Rekrutierung (Stammpersonal sowie Zeitarbeitspersonal) ist dies zu spüren und führt zu nicht genutzten Umsatzpotentialen im Jahr 2021. Die ManpowerGroup versucht durch gezielte Kampagnen diesen Trend zu durchbrechen.

Das laufende interne Reporting, in dem relevante Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Geschäftseinheiten abgefragt, beurteilt und kommuniziert werden, erlaubt eine pro-aktive Einflussnahme auf unerwünschte Entwicklungen. Insbesondere werden wirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Wettbewerbsrisiken, Geschäftsrisiken, Zins- und Liquiditätsrisiken, Rechtsrisiken, IT-Risiken und Managementrisiken näher betrachtet.

Die ManpowerGroup verfügt über ein Risikomanagementsystem, das der lokalen und globalen Ausrichtung des ManpowerGroup Inc. Konzerns gerecht wird. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Damit soll sichergestellt werden, dass die Konzernleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann. Der Manpower "President Mediterranean, Northern and Eastern Europe" (ohne Verantwortung für Manpower Frankreich) hält regelmäßig Kontakt mit der deutschen Geschäftsführung und der US-Muttergesellschaft, um mit ihr neben der Strategie und der Geschäftsentwicklung des Unternehmens auch Fragen des Risikomanagements zu erörtern. Die Interne Revision der US-Muttergesellschaft überwacht die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Unternehmensstandards mit zielgerichteten Prüfungen und initiiert bei Bedarf entsprechende Maßnahmen.

Das interne Kontrollsystem bezogen auf die Konsolidierung beinhaltet konzerninterne Richtlinien zur Abstimmung konzerninterner Leistungsbeziehungen, beispielsweise für Zwecke der Eliminierungen. Darüber hinaus gibt es eine Aufgabenzuordnung bei der Erstellung der Konzernabschlüsse (z.B. Abstimmung (konzern-)interner Salden, Kapitalkonsolidierung, Nutzung einheitlicher IT Systeme (PeopleSoft/HFM) und einheitlicher Kontenrahmen auf Konsolidierungsebene).

Die Zugriffsvorschriften im Konsolidierungs-EDV-System (Schreib-, Leseberechtigungen auf Ebene von einbezogenen Unternehmen oder auf Ebene des Konzerns oder Teilkonzernen/Segmenten) sind ebenfalls einheitlich geregelt und werden überwacht und bei allen Kontrollprozessen hinsichtlich der Konzernrechnungslegung gilt das Vier- Augen-Prinzip).

Risiken in Bezug auf die Ergebnisbeiträge der Konzernunternehmen werden durch ein stringentes Beteiligungscontrolling gesteuert. Ausfallrisiken sind für die Gesellschaft unwesentlich; dies resultiert insbesondere auch aus der hohen Bonität unserer Großkunden und einer konsequenten Kreditlimitprüfung. Besondere Preisänderungsrisiken bestehen nicht. Ebenso sind Fremdwährungsrisiken von keiner praktischen Relevanz.

Den Liquiditätsrisiken im Rahmen der aktuellen Geschäftsentwicklung und der Corona-Pandemie wird durch Einbindung in den weltweiten Manpower Cashpool der ManpowerGroup Inc. begegnet. Darüber hinaus wurde von der indirekten Alleingesellschafterin ManpowerGroup Inc., Milwaukee, Wisconsin, USA, am 01. Juli 2019 eine Patronatserklärung gegenüber der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, der Manpower Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, und der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, ausgesprochen, in welcher die ManpowerGroup Inc. ohne weitere Bedingungen dafür Sorge trägt, dass diese Gesellschaften mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um ihre sämtlichen bis zum 31. Dezember 2023 begründeten Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Leitung des überwiegenden Teils der Tochtergesellschaften (sämtliche 100% Beteiligungen) ist über Beherrschungsverträge direkt oder indirekt der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG unterstellt, so dass auch deren Liquiditätsausstattung insoweit sichergestellt werden kann.

Die Geschäftsführung sieht es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als gesichert an, dass die ManpowerGroup Deutschland GmbH und ihre Tochterunternehmen allen Zahlungsverpflichtungen der nächsten 24 Monate jederzeit nachkommen können. Die veröffentlichten Quartals- und Jahresabschlüsse (Forms 10-Q und 10-K), welche die Gruppe regelmäßig bei der Securitites and Exchange Commission (SEC) offenlegt, werden von der Geschäftsführung regelmäßig gesichtet und hinsichtlich der Finanzierungsindikatoren ausgewertet.

In einzelnen Tochterunternehmen der ManpowerGroup Deutschland GmbH gibt es Risiken aus der Abhängigkeit von Großkunden. Diesen wird teilweise durch Abschluss längerfristiger Verträge begegnet. Gleichzeitig werden die Geschäfte mit Großkunden im Rahmen des Berichterstattungsprozesses durch die deutsche Geschäftsführung analysiert.

Durch Fach- und Branchenspezialisierung innerhalb der einzelnen Gesellschaften, eine verstärkte Ansprache qualifizierter Kandidaten und das Vorantreiben innovativer Lösungen sind wir heute breiter aufgestellt und können unsere Kunden in allen Personalfragen kompetent beraten. Durch die Tatsache, dass die ManpowerGroup nicht auf eine bestimmte Branche spezialisiert ist, sondern für Kunden in vielen Branchen tätig ist und weitere Lösungen im Personalbereich anbietet, die weit über die Zeitarbeitsleistung hinausgehen, werden die Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung vermindert.

Auch spielt die Zufriedenheit unserer Kunden und damit verbunden eine gewisse Kundenbindung für uns eine wichtige Rolle. Unsere langfristige positive Entwicklung hängt davon ab, inwiefern es gelingt, Kunden zu akquirieren und an uns zu binden. Um die Kundenzufriedenheit zu monitoren, machen wir regelmäßige NPS (Net Promoter Score) Umfragen.

(2) Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Obwohl es aufgrund der nach wie vor niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland immer schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter für Kundeneinsätze zu finden, rechnet der Konzern nach zuletzt rückläufigen Umsatzerlösen zukünftig mit Wachstum. Die Zeitarbeit wird auch in Zukunft weiterhin eines der wichtigsten Flexibilisierungsinstrumente auf dem deutschen Arbeitsmarkt sein. Die Rahmenbedingungen der Zeitarbeit sind komplex und schwer abzuschätzen Unsere Kunden sind weiterhin bestrebt, ihre Fixkosten so gering wie möglich zu halten. Des Weiteren erwarten sie von uns eine hohe Flexibilität bezüglich der Beschaffung von Arbeitnehmern.

Als Chancen der zukünftigen Entwicklung sehen wir folgenden Punkte:

Fachkräftemangel: Der zunehmende Mangel an Fachkräften kann dazu führen, dass die Nachfrage an höherqualifizierten Zeitarbeitnehmern aufgrund ihrer höheren Flexibilität zunimmt und damit den generellen Effekt einer geringeren Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern mildert. Ende September 2021 gibt es in Deutschland 0,8 Mio. offene Stellen 7 , die nicht besetzt werden können.

Wir sehen eine starke Erholung im Bereich Permanent Recruiting. Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsbereich bewegen sich schon im Jahr 2021 wieder auf dem Vor-Corona-Niveau des Geschäftsjahres 2019. Wir gehen auch davon aus, dass sich dieser Trend im Jahr 2022 fortsetzt.

Aufgrund der zunehmenden Regulierung und des gleichzeitigen Fachkräftemangels verzeichnete die ManpowerGroup bereits für das Geschäftsjahr 2019 ein Abflachen der Anzahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland. U.a. mit neuen Vertragsmodellen, wie Werkverträgen und Personalvermittlungen, aber auch IT-Dienstleistungen soll entgegengesteuert werden.

7 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2900/umfrage/entwicklung-des-gemeldeten-offenen-arbeitsstellenbestands/

(3) Entwicklung der Geschäftsjahre 2019 bis 2021 und Prognosebericht

Für 2019 erzielte die ManpowerGroup bereits mit gegenüber dem Vorjahr deutlich um 23,4 % reduzierten Umsatzerlösen einen negativen EBITDA von 29,3 Mio. €.

Der EBITDA war in 2018 durch Restrukturierungskosten von 7,8 Mio. € belastet. Für 2019 ergab sich eine Ergebnisbelastung aus Restrukturierungsmaßnahmen von 8,9 Mio.€.

2020 gab es einen weiteren Umsatzeinbruch bedingt durch COVID-19 von ca. 26%. Darüber hinaus wirkt sich umsatzhemmend die Regulierung durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz aus, welche sich zwar positiv in der Personalvermittlung und Nachfrage nach Outsourcing Lösungen auswirkt, jedoch die Rückgänge im Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft nicht kompensieren kann. Die Margen in der Arbeitnehmerüberlassung werden durch die vergleichsweisen hohen tariflichen und marktbedingten Lohnerhöhungen weiter unter Druck sein. Die Integration des Geschäftsbereichs 7S Group sowie des neu aufgebauten Geschäftsbereiches bei der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) erfordert Investitionen in Systeme und Prozesse sowie Anpassungen der Stammbelegschaft, um die internen Kostenstrukturen an die sich schnell ändernden und herausfordernden Markterfordernisse anzupassen.

Für 2020 wurden weitere Aufwendungen für Personalrestrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 33,1 Mio. € notwendig und insgesamt ein negatives EBITDA in Höhe von ca. 86,4 Mio. € erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet die ManpowerGroup mit Umsatzerlösen auf dem Niveau von 2020 (ca. 614 Mio. €) und einer signifikanten Verbesserung des EBIT- DAs. Dennoch wird das EBITDA negativ sein. Die bilanzielle Überschuldung wird per 31. Dezember 2021 ca. 200 Mio. € betragen.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die Geschäftsführung der ManpowerGroup mit Umsatzerlösen von ca. 648 Mio. € und mit einer weiteren Verbesserung des EBITDA. Das EBITDA wird dennoch negativ sein (ca. minus 9.9 Mio. €).

(4) Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2018 der ManpowerGroup ist geprägt von der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes der 7S Group sowie von Aufwendungen für Personalrestrukturierungsmaßnahmen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzern-Lageberichtes beurteilt die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung als herausfordernd. Eine Erholung und Steigerung der Umsatzerlöse nach den Umsatzrückgängen in den Jahren 2019 bis 2021 wird erst ab dem Geschäftsjahr 2022 erwartet. Durch die Patronatserklärung von der direkten Alleingesellschafterin wird die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln ausgestattet, um ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können

Das implementierte Risikomanagement-System bildet die Grundlage für die Einschätzung unseres Gesamtrisikos. Es fasst alle wesentlichen Risiken und Chancen zusammen, die von den Geschäftsbereichen, den Tochtergesellschaften und den administrativen Bereichen gemeldet werden. Momentan sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit den Bestand des Konzerns nachhaltig gefährden könnten. Wir bleiben zuversichtlich, dass wir strategisch und finanziell so aufgestellt sind, dass wir die bestehenden Risiken beherrschen und die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen können.

 

Frankfurt am Main, den 14. Oktober 2022

Terry Cade

Kathrin Hess

Karen Hoyndorf

Ahmet Doğan

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 3.375.657,33 2.261.584,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 117.205.995,31
3. Geleistete Anzahlungen 99.007,51 3.087.673,11
3.474.664,84 122.555.253,04
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 683.489,36 660.869,82
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.884.223,22 6.729.098,26
3. Geleistete Anzahlungen 59.942,66 33.185,73
6.627.655,24 7.423.153,81
10.102.320,08 129.978.406,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 1.251.599,34 956.784,58
1.251.599,34 956.784,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 288.997.246,14 243.492.969,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.163.410,97 933.618,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände
(davon aus Steuern T€ 6.784; Vorjahr T€ 5.899) 74.208.468,14 62.886.529,39
364.369.125,25 307.313.117,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 18.203.950,66 52.336.675,48
383.824.675,25 360.606.577,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.068.966,16 749.240,35
D. Aktive latente Steuern 9.513.305,91 7.705.564,96
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 331.168,06
F. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 89.078.251,68 0,00
493.587.519,08 499.370.958,15

Passiva

31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 72.424.435,00 72.424.435,00
III. Bilanzverlust 164.175.270,85 -34.743.479,23
IV. Nicht beherrschende Anteile 2.647.584,17 8.087.568,74
Zwischensumme -89.078.251,68 0,00
Übertrag auf Aktivseite F. 89.078.251,68 0,00
0,00 45.793.524,51
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 33.079.449,00 24.421.110,12
2. Steuerrückstellungen 14.653.147,61 4.973.348,33
3. Sonstige Rückstellungen 88.332.112,66 112.748.297,42
136.064.709,27 142.142.755,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 269.825.306,97 202.460.640,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.620.706,16 5.888.825,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.366.507,18 2.400.156,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern T€ 18.472; Vorjahr T€ 33.041)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 2.890; Vorjahr T€ 420) 49.375.612,84 64.818.975,99
324.188.133,15 275.568.598,30
D. Rechnungsabgrenzungsposten 33.334.676,66 35.866.079,47
493.587.519,08 499.370.958,15

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
1. Umsatzerlöse 1.073.769.942,89 1.046.023.213,38
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 294.814,76 285.193,32
3. Sonstige betriebliche Erträge 37.757.578,11 28.899.683,45
4. Gesamtleistung 1.111.822.335,76 1.075.208.090,15
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -114.893,72 -274.826,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -205.937.974,87 -83.964.998,26
-206.052.868,59 -84.239.824,77
6. Personalaufwand
a) Aufwendungen für Zeitpersonal
aa) Löhne und Gehälter -521.774.164,36 -592.153.464,53
ab) Soziale Abgaben -111.924.028,09 -125.016.148,03
-633.698.192,45 -717.169.612,56
b) Aufwendungen für Stammpersonal
ba) Löhne und Gehälter -148.737.525,29 -142.625.713,02
bb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -29.309.865,91 -31.721.527,87
-178.047.391,20 -174.347.240,89
7. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -117.254.995,08 -19.658.296,62
-117.254.995,08 -19.658.296,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -86.138.729,79 -83.098.353,18
9. Betriebsergebnis -109.369.841,35 -3.305.237,87
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.627,45 181.155,23
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen T€ 11.008; Vorjahr: T€ 4.950) -12.641.458,42 -5.950.453,68
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (davon Ertrag aus latenten Steuern T€ 1.827; Vorjahr Ertrag T€ 1.536) -11.969.432,19 -5.522.570,86
13. Ergebnis nach Steuern -133.892.104,51 -14.597.107,18
14. Sonstige Steuern -2.934,22 -24.419,88
15. Konzernjahresfehlbetrag -133.895.038,73 -14.621.527,06
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -34.743.479,23 -16.978.210,34
17. Verlustanteile (Vorjahr: Gewinnanteile) Nicht beherrschende Anteile 4.463.247,11 -2.149.704,14
18. Zuführung zur Kapitalrücklage Komplementär 0,00 -993.940,71
19. Zuführung zur Kapitalrücklage Kommanditist 0,00 -96,98
20. Bilanzverlust -164.175.270,85 -34.743.479,23

Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2018

I. Allgemeine Angaben und rechtliche Grundlagen

Konzernabschluss

Die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55967) ist Mutterunternehmen des vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Dieser wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt, insbesondere unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB.

Nachträgliche Änderung des Konzernabschlusses

Aufgrund einer fehlenden Fußnote in der Anteilsbesitzliste des Abschnitts II. des Konzernanhangs zur Angabe über die Befreiung des Tochterunternehmens ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, von der Offenlegungspflicht gemäß § 264b HGB wurde der zum 16. Mai 2022 offengelegte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 nachträglich geändert. Neben der Ergänzung der fehlenden Fußnote in Abschnitt II. des Konzernanhangs wurden in Abschnitt VI. des Konzernanhangs die Änderungen in der Zusammensetzung der Geschäftsführung und im Nachtragsbericht die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die Lage des Konzerns ergänzt.

Weitere Änderungsnotwendigkeiten für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht ergaben sich nicht.

II. Angaben zur Konsolidierung

Konsolidierungskreis und Angaben zum Beteiligungsbesitz

Der Konzernabschluss umfasst die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH sowie die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Unternehmen.

Sitz der Gesellschaft Anteil in %
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) 5 Frankfurt am Main (ehemals Eschborn) 100,00
Bankpower GmbH Personaldienstleistungen 1 Frankfurt am Main 70,00
Experis GmbH 1,6 Eschborn 100,00
ManpowerGroup Solutions GmbH 1,6 Eschborn 100,00
AviationPower GmbH 1 Hamburg 51,00
AviationStaffManagement GmbH 2 Hamburg 51,00
AviationPower UK Ltd 2 London, Großbritannien 51,00
AviationPower TechnicalServices GmbH 3 Mörfelden-Walldorf 51,00
Manpower Beteiligungsgesellschaft mbH6 Eschborn 100,00
Experis IT Services GmbH & Co. KG (ehemals Proservia GmbH) 1'5 Eschborn 100,00
VIS (ehemals Vivento Interim Services GmbH) 1,6 Bonn 100,00
Experis Verwaltungs GmbH (ehemals Proservia Verwaltungs GmbH) 1 Frankfurt am Main 100,00
7S Group GmbH 1'6 Jena 100,00
Stegmann Personaldienstleistung GmbH 3,6 Mainz 100,00
Edwork GmbH & Co. KG 3,5 Fulda 100,00
Shoga GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
Splu Experts GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
Stegmed GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
Montaplan GmbH 3,6 Wesseling 100,00
Wolleschensky Personalmanagement GmbH 3,6 Nürnberg 100,00
K&K HR-Services GmbH 3,6 Jena 100,00
Arcqus GmbH 36 Hamburg 100,00
Arcqus Professionals GmbH 3 Reichelsheim 100,00
StegPlus Personal GmbH (ehemals Stegdoc GmbH) 3,6 Mainz 100,00
Manpower GmbH & Co. KG (ehemals OnYourSite GmbH) 3,5 Mainz 100,00
Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH) 4,6 München 100,00
ManpowerGroup Financial Services GmbH 3 Stuttgart 100,00
Stegmann Services s.r.o. 3 Bratislava, Slovakei 100,00

1) mittelbare Beteiligung über die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
2) mittelbare Beteiligung über die AviationPower GmbH
3) mittelbare Beteiligung über die 7S Group GmbH
4) mittelbare Beteiligung über die Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH)
5) Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten hinsichtlich der Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls Lageberichts gemäß § 264b HGB
6) Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB.

Für den nicht dem Mutterunternehmen gehörenden 30 %-igen Anteil an der Bankpower GmbH Personaldienstleistungen und den 49 %-igen Anteilen an der Aviation-Power GmbH, AviationStaffManagement GmbH, AviationPower UK Ltd und der AviationPower TechnicalServices GmbH wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Posten "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen.

Die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen, Eschborn).

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um die Experis Verwaltungs GmbH (ehemals Proservia Verwaltungs GmbH) erweitert und um die FAO Office GmbH, Siebenlist, Grey & Partner GmbH, PADES Personalservice GmbH, jenovation GmbH i. L., Stegmann Personaldienstleistung GmbH, Wien, Österreich, MONTAPLAN Elektro Verkehrstechnik GmbH, Wien, Österreich, Stegmann Polska Sp. z.o.o., Poznan, Polen, Stegmann Personal Polska Sp. z.o.o., Poznan, Polen, Stegmann Czech s.r.o., Prag, Tschechische Republik, Stegmann Nederland B.V., Rotterdam, Niederlande, reduziert. Die nicht mehr einbezogenen Gesellschaften sind im Geschäftsjahr innerhalb des Konzerns übertragen worden, insofern ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr nicht eingeschränkt.

Zugehörigkeit zu einem übergeordneten Konzernkreis

Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, dem die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH angehört, wird von der ManpowerGroup Inc., Milwaukee/USA, aufgestellt. Dieser wird bei der Securities und Exchange Commission (SEC), Washington D.C. /USA, veröffentlicht (CIK 0000871763).

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 basiert auf den HGB-Einzelabschlüssen der ManpowerGroup Deutschland GmbH und der einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften, sowie den Reporting Packages der ausländischen Tochtergesellschaften. Der Abschlussstichtag der einbezogenen Konzerngesellschaften ist einheitlich der 31. Dezember 2018.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung der AviationStaffManagement GmbH wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2012.

Die Kapitalkonsolidierung der AviationPower UK Ltd. wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2014.

Die Kapitalkonsolidierung der 7S Group GmbH erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte aus Vereinfachungsgründen auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 1. September 2015.

Die Kapitalkonsolidierung der Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH) wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2017.

Die Kapitalkonsolidierung der Experis Verwaltungs GmbH (ehemals Proservia Verwaltungs GmbH) wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2018.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie alle Aufwendungen und Erträge zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Zwischen den einbezogenen Gesellschaften gibt es keine zu eliminierenden Zwischengewinne.

Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist der Euro. Die Währungsumrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß § 308a HGB nach folgenden Grundsätzen (modifizierte Stichtagskursmethode):

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH einbezogenen Unternehmen wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt.

Abweichend von DRS 4 und. DRS 23.34 wurde für Erwerbsvorgänge, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, die Kapitalkonsolidierung auf Basis der Buchwertmethode durchgeführt; abweichend vom DRS 18 enthält der Konzernanhang keine Darstellung des Zusammenhangs zwischen erwartetem und ausgewiesenem Steueraufwand in Form einer Überleitungsrechnung; und abweichend von DRS 7.15 und DRS 22.60 wurde die Angabe des Betrags des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, unterlassen.

Im Einzelnen wurden nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

• Die entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis zehn Jahre) abgeschrieben.

• Im Rahmen des Erwerbs der 7S Gruppe wurden Marken in Höhe von 3.684 T€ als entgeltlich erworbene Marken aktiviert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eingetragene Marken. Auf Basis der voraussichtlichen Dauer der Eigenständigkeit auf den Absatzmärkten, werden diese Marken über fünf Jahre linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden diese aufgrund eines Impairment-Tests vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst.

• Der im Jahr 2003 aus der Erstkonsolidierung der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG resultierende Firmenwert von 106.144 T€ ergab sich aus der Differenz zwischen dem Wert, mit dem die Beteiligung von der früheren Alleingesellschafterin ManpowerGroup Inc., Milwaukee/USA, auf die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH übertragen wurde (122.425 T€, Ermittlung auf Basis eines Gutachtens) abzüglich des Eigenkapitals der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG zum Konsolidierungszeitpunkt (16.281 T€). Der Firmenwert wird in den Folgejahren (unter Berücksichtigung einer im Jahr 2004 erfolgten geringfügigen Korrektur) über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich ein Buchwert von 0 T€ (Vorjahr: 7.133 T€). Zum Zeitpunkt der Einbringung der Beteiligung an der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG in die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH wurde aufgrund der Marktstellung, des bekannten Markennamens Manpower und in Anbetracht der in Deutschland tendenziell steigenden Nachfrage nach Personaldienstleistungen davon ausgegangen, dass der Markenname sowie die bestehende Organisations- und Kundenstruktur der Gesellschaft 15 Jahre genutzt wird. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Firmenwert als Abgang erfasst.

• Aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der 7S Group GmbH resultierte ein Firmenwert in Höhe von.130.344 T€, der sich aus der Differenz zwischen dem Beteiligungsbuchwert (153.677 T€) und dem Eigenkapital zum Konsolidierungszeitpunkt (19.649 T€) unter Berücksichtigung der im Rahmen des Erwerbs separat aktivierten Marken (3.684 T€) ergab. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Firmenwert aufgrund dauernder Wertminderung um 96.313 T€ außerplanmäßig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich für den Geschäftswert ein Restbuchwert von 0 T€ (Vorjahr 110.068 T€). Die Basis für die außerplanmäßige Abschreibung bildet eine Discounted-Cashflow Berechnung (WACC-Ver- fahren), der eine Detailplanungs- und Übergangsphase von 12 Jahren bis 2030 und ein letztes Prognosejahr 2031 (ewige Rente) bei einem Kapitalkostensatz von 10,7 % zugrunde liegen. Hinsichtlich der Nutzungsdauer des im Zusammenhang mit dem Erwerb der 7S Gruppe entstandenen Firmenwerts wurde davon ausgegangen, dass die bestehende Organisations- und Kundenstruktur der 7S Gruppe aufgrund der Marktstellung sowie der Einbindung in den Manpower Konzern über 15 Jahre genutzt würde. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Firmenwert als Abgang erfasst.

Sachanlagen

• Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert.

• Die Abschreibungen wurden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwei bis dreizehn Jahre) linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen AfA-Tabellen angegebenen Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Einbauten in fremde Gebäude wurden über die Dauer der abgeschlossenen Mietverträge abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode monatsgenau vorgenommen. Die Zugänge des laufenden Jahres wurden einheitlich linear abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2010 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 410 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ausnahmen waren Büromöbel, diese wurden seit dem 1. Januar 2012 nur bis zu 150 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2014 werden alle Anlagegegenstände, die 150 € im Wert überschreiten, aktiviert und planmäßig über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ab dem 1. März 2018 werden alle Anlagegegenstände, die 250 € im Wert überschreiten, aktiviert und planmäßig über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

• Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt grundsätzlich zu den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Einzelkosten zzgl. angemessener Gemeinkosten. Die Herstellungskosten enthalten daneben auch gemäß handelsrechtlichen Wahlrechten aktivierbare angemessene Teile der Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Diese wurden zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

• Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für bekannte Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit einem Betrag von 3.286 T€ (Vorjahr: 1.971 T€) den Minderheitsgesellschafter der Bankpower GmbH, die Deutsche Bank AG, und mit einem Betrag von 0 T€ (Vorjahr: 14 T€) den Minderheitsgesellschafter der AviationPower GmbH, die Lufthansa Technical Training GmbH.

• Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

• In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 58.000 T€ (Vorjahr: 48.754 T€) enthalten, die auf einen Anspruch des Tochterunternehmens Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) auf den Ausgleich der nicht durch Deckungsvermögen abgedeckten Pensionsverpflichtungen gegenüber von der Hewlett Packard GmbH übernommenen Mitarbeiter beruhen. Diese Forderungen haben eine Laufzeit bis 16. Juni 2021. Darüber hinaus haben die sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Diese wurden für vorausbezahlte Wartungsrechnungen, Lizenzgebühren für Software und Versicherungsbeiträge gebildet.

Aktivierung und Saldierung latenter Steuern

Aktive und passive latente Steuern wurden nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept ermittelt. Der Aktivüberhang der latenten Steuern wird in der Bilanz ausgewiesen, gemäß Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Bewertung erfolgte zu einem Steuersatz in Höhe von 30,485 %, der die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer beinhaltet.

Die aktiven latenten Steuern betreffen weitestgehend temporäre Differenzen aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen sowie sonstige temporäre Differenzen aus anderen personalbezogenen Rückstellungen wie etwa Differenzen beim Urlaubs- und Zeitkonto sowie latente Steuern aus der Aktivierung und Abschreibung diverser immaterieller Vermögensgegenstände aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen.

Die verrechneten passiven latenten Steuern betreffen weitestgehend temporäre Differenzen aus steuerlichen Rücklagen für im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613 BGB übernommene Pensionsverpflichtungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensumrechnung resultierte im Vorjahr aus dem Deckungsvermögen für Lebensarbeitszeitkonten, welches die Rückstellungen um 331 T€ überstiegen hatte.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Das Eigenkapital ist durch den hohen Konzernbilanzverlust im Berichtsjahr aufgebraucht. Für den Überschuss der Passiv- über die Aktivposten, wird der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" gesondert als letzter Posten auf der Aktivseite ausgewiesen.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage betrifft die in 2003 erfolgte Einlage sämtlicher von der ManpowerGroup Inc., Milwaukee/USA, gehaltener Anteile an der früheren Konzernobergesellschaft ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG in die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für dem Grunde oder der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten gebildet, sofern mit der Inanspruchnahme zu rechnen ist; sie sind in der Höhe des Betrages der wahrscheinlichen Inanspruchnahme, der dem Erfüllungsbetrag entspricht, angesetzt.

Rückstellungen für die Altersversorgungsverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB vereinfachend angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Manpower Konzern liegen Pensionspläne in folgenden Tochterunternehmen vor.

• Hinsichtlich des Pensionsplans der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) gilt Folgendes: Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinses von 3,21 % p.a. unter Zugrundelegung der aktuellen Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0% und eine Fluktuation von 0,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 1,75 %.

• Für die bei der 7S Group GmbH bilanzierten Pensionsrückstellungen gilt Folgendes: Die Pensionsrückstellung wird auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,21 % bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und eine Fluktuation von 0,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 0,0 %. Die Pensionsrückstellung ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen wird (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

• Für die bei der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) und bei der Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH) bilanzierten Pensionsrückstellungen gilt Folgendes: Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heu- beck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,21 % bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und eine Fluktuation von 2,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 1,75 %. Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen wird (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einem Zinsfuß von 2,32 % beträgt 16.237 T€.

Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 76.041 T€. Diese wurden mit Deckungsvermögen (42.961 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen und CTA-Verträge mit der CommerzTrust GmbH, Frankfurt, und der AXA Lebensversicherung AG, Köln, als Treuhänder klassifiziert.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) und der Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH) betragen 35.799 T€. Der beizulegende Zeitwert ist 42.483 T€ und die Wertänderungen des Deckungsvermögens belaufen sich auf 1.785 T€, hierin sind Erträge von 14 T€ enthalten.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt 76.041 T€. Zur Fortschreibung der Verpflichtungsseite im Geschäftsjahr 2018 wurden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 13.780 T€ vorgenommen, die nach reinen Personalaufwendungen (2.803 T€) und Zinsaufwendungen (10.997 T€) getrennt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (14 T€) sind mit den Zinszuführungen (10.997 T€) verrechnet und in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung des Versicherers. Der beizulegende Zeitwert der saldierten CTA-Ansprüche entspricht dem Nominalwert der vom Treuhänder verwalteten CTA-Gelder zum Bilanzstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen wurden größtenteils für personalbezogene Verpflichtungen (39.740 T€; Vorjahr: 55.322 T€) gebildet wie Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubsansprüche des Zeit- und Stammpersonals, Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe sowie Zeitguthaben. Die Urlaubsrückstellungen wurden gemäß der Auffassung des Instituts der Wirtschaftsprüfer auf der Grundlage der Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage (220) berechnet. Weitere 19,6 Mio. € (Vorjahr: 22,4 Mio. €) betreffen Rückstellungen für übernommene Verpflichtungen zur Durchführung von Struktur- und Transformationsmaßnahmen der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) und Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH).

Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitmodellen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 8.629 T€. Diese wurden mit Deckungsvermögen (7.520 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen und CTA-Verträge mit der CommerzTrust GmbH, Frankfurt, als Treuhänder klassifiziert.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) betragen 6.724 T€. Der beizulegende Zeitwert ist 7.520 T€ und die Erträge aus dem Deckungsvermögen belaufen sich auf 267 T€.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung des Versicherers. Der beizulegende Zeitwert der saldierten CTA-Ansprüche entspricht dem Nominalwert der vom Treuhänder verwalteten CTA-Gelder zum Bilanzstichtag.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

• Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

• Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Beträge aus der Personalabrechnung wie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt für Zeitpersonal in Höhe von 22.480 T€ (Vorjahr: 29.306 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von 11.475 T€ (Vorjahr: 17.968 T€).

• Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten in Höhe von 33.310 T€ (Vorjahr: 35.866 T€) eine Abgrenzung von Einnahmen für entgeltlich erworbene und den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag übersteigende Pensionsverpflichtungen der Experis IT Services GmbH & Co. KG (vormals Proservia GmbH) und der Experis Field Services GmbH (ehemals Proservia Field Services GmbH). Die Auflösung dieser Rechnungsabgrenzung erfolgt aufgrund der Anwendung des Vereinfachungsverfahrens gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den Altersversorgungsverpflichtungen analog pauschal über 15 Jahre.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden im Einklang mit § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

• Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

31.12.2018 31.12.2017
T€ % T€ %
Erlöse aus der Zurverfügungstellung von Arbeitskräften, von technischem Personal, gewerblichen Arbeitnehmern und Büroarbeitskräften 735.010 68,45 857.155 81,94
Arbeitskräftevermittlung 14.590 1,36 15.747 1,51
Weiterbelastete Kosten (Verpflegungsmehraufwendungen und Fahrgeld) 2.935 0,27 2.875 0,27
Übrige Umsätze (im Wesentlichen Umsätze aus Talent Based Outsourcing und Managed Services Provider) 324.608 30,23 175.081 16,74
1.077.143 100,31 1.050.858 100,46
Kundenboni und Kundenskonti -3.373 -0,31 -4.835 -0,46
1.073.770 100,00 1.046.023 100,00

• Aufgliederung nach Regionen

Die Umsatzerlöse wurden zu über 95 % in der Bundesrepublik Deutschland erzielt, der Rest verteilt sich weltweit.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.198 T€ (Vorjahr: 3.629 T€).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 205.938 T€ (Vorjahr: 83.965 T€) beinhalten Aufwendungen für Subunternehmerleistungen.

Beim Personalaufwand erfolgte eine Trennung zwischen den Aufwendungen für Zeitpersonal und für Stammpersonal. Die Aufwendungen für Zeitpersonal wurden in Löhne und Gehälter und soziale Abgaben unterteilt. In den Aufwendungen für soziale Abgaben für das Stammpersonal sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 496 T€ (Vorjahr: 3.331 T€) enthalten.

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 96.313 T€. Diese betreffen den Geschäfts- oder Firmenwert der 7S Group, der aufgrund der operativen Verlustsituation und des auch zukünftig erwarteten, schwierigen Marktumfelds mit geringeren Ergebnisbeiträgen komplett abgeschrieben wurde.

Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von insgesamt 11.969 T€ (Vorjahr: 5.523 T€) enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 10.550 T€ (Vorjahr: 2.552 T€), die im Wesentlichen aus Zuführungen der Steuerrückstellung für steuerliche Risiken resultieren. Aus latenten Steuern resultieren Erträge in Höhe von 1.827 T€ (Vorjahr: 1.536 T€).

V. Angaben zur Kapitalflussrechnung gemäß DRS 21

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: Der Finanzmittelfonds entspricht dem Betrag des Bilanzpostens "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" und entfällt fast ausschließlich auf Guthaben bei Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Salden gegenüber der Bank aus dem weltweiten Cash-Pool (Notional Pooling) der ManpowerGroup Inc., Milwaukee/USA. Da diese Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten faktisch der mittel- und langfristigen Finanzierung dienen, werden sie nicht dem Finanzmittelfonds zugeordnet.

VI. Sonstige Angaben

Beschäftigte

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22.338 Arbeitnehmer (Vorjahr 25.673), davon entfallen 19.280 Mitarbeiter (Vorjahr: 22.893) auf das Zeitpersonal und 3.058 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.780) auf das Stammpersonal.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Auf der Basis der bestehenden Mietverträge für Büroräume ergeben sich derzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen von 24.110 T€. Aus den bestehenden Leasingverträgen für Geschäftswagen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von 3.716 T€. Aus den bestehenden Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von 644 T€. Insgesamt belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf 28.470 T€.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses in Höhe von 500 T€ setzt sich wie folgt zusammen:

• Abschlussprüfungsleistungen: 500 T€

Geschäftsführer der Konzernobergesellschaft (ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH) sind

Terry Cade, Managing Director Finance, seit 21.02.2019

Kathrin Hess, Managing Director Manpower, seit 07.12.2020

Karen Hoyndorf, Managing Director Human Resources, seit 11.05.2021

Ahmet Doğan, Managing Director Experis, seit 28.02.2022

Eric de Jonge, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, vom 07.04.2021 bis 31.08.2022

Angela Olsen, Vorsitzende der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, vom 03.03.2020 bis 16.02.2021

Anke Anderie, Managing Director Human Resources, bis 07.12.2020

Frederikus Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, vom 05.12.2018 bis 03.03.2020

Dr. Alexander Wurdack, Managing Director, bis 03.03.2020

Dr. Thorsten Koletschka, Managing Director Talent Solutions, vom 07.12.2020 bis 24.05.2022

Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, bis 01.12.2018

Hansjörg Votteler, Geschäftsführer ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, bis 02.02.2019

Christian Peters, Managing Director Finance, bis 10.08.2018

Für das Geschäftsjahr 2018 wurden der Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von 1.268 T€ gewährt.

In der Pensionsrückstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG sind 758 T€ für einen ehemaligen Geschäftsführer enthalten. In 2018 wurden Bezüge in Höhe von 61 T€ ausgezahlt.

Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Von der indirekten Alleingesellschafterin ManpowerGroup Inc., Milwaukee, Wisconsin, USA, wurde am 01. Juli 2019 eine Patronatserklärung gegenüber der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, der Manpower Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, und der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, ausgesprochen, in welcher die Alleingesellschafterin ohne weitere Bedingungen dafür Sorge trägt, dass die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet wird, um ihre sämtlichen bis zum 31. Dezember 2023 begründeten Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die Covid-19-Pandemie, welche in Q1 2020 begann, hatte einen signifikanten Impakt auf die ManpowerGroup. Die Umsätze sanken von 2019 auf 2020 um ca. 25% und führten zu einer signifikanten Restrukturierung in 2020. Die Auswirkungen der Pandemie sind auch noch in 2021 spürbar - allerdings schwächt sich der negative Trend im Jahr 2021 ab.

Als wesentlicher Vorgang nach dem Bilanzstichtag ist der Krieg in der Ukraine zu nennen. Aktuell ergeben sich hieraus keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022.

 

Frankfurt am Main, den 14. Oktober 2022

Terry Cade

Kathrin Hess

Karen Hoyndorf

Ahmet Doğan

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 5.937.068
2. Geschäfts- und Firmenwert 236.516.213
3. Geleistete Anzahlungen 3.087.673
245.540.954
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.082.520
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.987.350
3. Geleistete Anzahlungen 33.186
15.103.056
260.644.010
Anschaffungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 333.900 -4.241.335 3.087.673 5.117.306
2. Geschäfts- und Firmenwert 0 236.516.213 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 99.008 0 -3.087.673 99.008
432.908 240.757.548 0 5.216.314
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 196.535 -144.575 0 1.134.480
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.806.197 -4.568.958 0 11.224.589
3. Geleistete Anzahlungen 46.618 -19.860 0 59.944
2.049.350 -4.733.393 0 12.419.013
2.482.258 245.490.941 0 17.635.327
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 3.675.483 2.301.663 -4.235.497 0 1.741.649
2. Geschäfts- und Firmenwert 119.310.218 112.141.345 -231.451.563 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
122.985.701 114.443.008 -235.687.060 0 1.741.649
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 421.650 160.915 -131.573 0 450.992
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.258.252 2.651.072 -4.568.958 0 5.340.366
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
7.679.902 2.811.987 -4.700.531 0 5.791.358
130.665.603 117.254.995 -240.387.591 0 7.533.007
Bilanzwerte
31.12.2018 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 3.375.657 2.261.585
2. Geschäfts- und Firmenwert 0 117.205.995
3. Geleistete Anzahlungen 99.008 3.087.673
3.474.665 122.555.253
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 683.489 660.870
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.884.223 6.729.098
3. Geleistete Anzahlungen 59.943 33.186
6.627.655 7.423.154
10.102.320 129.978.407

Konzernkapitalflussrechnung

2018 2017
T€ T€
Konzern-Jahresfehlbetrag -133.895 -14.622
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 117.255 19.658
Zunahme / Abnahme (-) der Rückstellungen -15.163 -7.278
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge (-) -1.808 1.582
Zunahme (-) / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -52.275 -48.367
Abnahme (-) / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.277 10.050
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 39 927
Zinsaufwendungen / Zinserträge (-) 1.544 820
Ertragsteueraufwand 13.796 7.059
Ertragsteuerzahlungen -4.711 -10.367
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -96.495 -40.538
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -433 -815
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.049 -4.729
erhaltene Zinsen 89 181
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.393 -5.363
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 67.365 53.511
gezahlte Zinsen -1.633 -1.001
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -977 -1.271
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 64.755 51.239
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -34.133 5.338
Finanzmittelbestand am 01.01.2018 52.337 46.999
Finanzmittelbestand am 31.12.2018 (= Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) 18.204 52.337

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2018

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand 1.1.2017 25.000,00 71.430.397,31
Ausschüttungen 0,00 0,00
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 0,00
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 994.037,69
Jahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00
Stand 31.12.2017 25.000,00 72.424.435,00
Stand 1.1.2018 25.000,00 72.424.435,00
Ausschüttungen 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00
Stand 31.12.2018 25.000,00 72.424.435,00
Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung Bilanzgewinn / Bilanzverlust Summe Nicht beherrschende Anteile
Stand 1.1.2017 -22.621,38 -16.978.210,34 54.454.565,59 7.208.949,80
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 -1.271.085,20
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 22.621,38 -22.621,38 0,00 0,00
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 -994.037,69 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag (-) 0,00 -16.748.609,82 -16.748.609,82 2.149.704,14
Stand 31.12.2017 0,00 -34.743.479,23 37.705.955,77 8.087.568,74
Stand 1.1.2018 0,00 -34.743.479,23 37.705.955,77 8.087.568,74
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 -976.737,47
Jahresfehlbetrag (-) 0,00 -129.431.791,62 129.431.791,62 -4.463.247,10
Stand 31.12.2018 0,00 -164.175.270,85 -91.725.835,85 2.647.584,17
Konzern Eigenkapital
Stand 1.1.2017 61.663.515,39 Stand 1.1.2017
Ausschüttungen -1.271.085,20 Ausschüttungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 Zuführung zur Kapitalrücklage
Jahresfehlbetrag (-) -14.598.905,68 Jahresfehlbetrag (-)
Stand 31.12.2017 45.793.524,51 Stand 31.12.2017
Stand 1.1.2018 45.793.524,51 Stand 1.1.2018
Ausschüttungen -976.737,47 Ausschüttungen
Jahresfehlbetrag (-) 133.895.038,73 Jahresfehlbetrag (-)
Stand 31.12.2018 -89.078.251,68 Stand 31.12.2018

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 4. März 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 14. Oktober 2022 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die geänderten Angaben im Konzernanhang zur Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten gemäß § 264b HGB durch Tochterunternehmen und der Zusammensetzung der Geschäftsführung sowie auf die Ergänzung des Nachtragsberichts um das wesentliche Ereignis des Russland-Ukraine Krieges bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt "Allgemeine Hinweise", wird verwiesen.

 

Frankfurt am Main, den 14. Oktober 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Gregg, Wirtschaftsprüferin

Holger Riedel, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.