Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 740552
Eingetragen
27.8.2020
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Der Betrieb einer Gießerei und einer Produktionsstätte zur mechanischen Bearbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Karsten Stephan Rix
seit 18.3.2024
Prokura
Heiko Dr. Hesemann
seit 27.8.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hüttenwerke Königsbronn GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HWK Produktion GmbH

Königsbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.107,55 22.861,72
II. Sachanlagen 761.740,48 745.586,51
774.848,03 768.448,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.844.322,84 5.714.429,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.698.612,35 142.551,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.412.386,47 100.081,54
8.955.321,66 5.957.062,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 326.812,50 54.443,75
10.056.982,19 6.779.954,23

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.481.476,66 2.481.476,66
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
2.506.476,66 2.506.476,66
B. Rückstellungen 1.004.871,23 631.884,23
C. Verbindlichkeiten 6.545.634,30 3.641.593,34
10.056.982,19 6.779.954,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.122.351,93 9.501.430,71
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 4.254.540,60 4.193.850,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 915.022,59 922.625,44
- davon für Altersversorgung EUR 24.226,01 (i.Vj. EUR 26.857,01)
5.169.563,19 5.116.475,44
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 374.223,22 267.617,58
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,00 22,60
- übrige 4.068.614,69 3.456.920,51
4.068.614,69 3.456.943,11
509.950,83 660.394,58
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.033,23 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj. EUR 72.065,19)
- Aufwendungen aus der Abzinsung 3.041,00 2.536,00
- übrige 0,00 72.253,32
3.041,00 74.789,32
1.992,23 -74.789,32
511.943,06 585.605,26
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 76.300,00 71.900,00
8. Ergebnis nach Steuern 435.643,06 513.705,26
9. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -435.643,06 -513.705,26
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der HWK Produktion GmbH, Königsbronn ("Gesellschaft"), Amtsgericht Ulm HRB 740552, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig vier Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung findet aufgrund der bestehenden Organschaft keine Anwendung. Die Berechnung der latenten Steuern beim Organträger erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 28,4 %.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Sterbegeldrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,74 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.518 (i.Vj. TEUR -) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe (i.Vj. TEUR -) gegen Gesellschafter..

Rückstellungen für Pensionen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

31.12.2023
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,0 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,0 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 3. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.068.407,81 0,00 4.068.407,81
(i.Vj. TEUR 2.577) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 2.577)
Übrige Verbindlichkeiten 1.018.382,77 1.458.843,72 2.477.226,49
(i.Vj. TEUR 1.065) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 1.065)
5.086.790,58 1.458.843,72 0,00 6.545.634,30
(i.Vj. TEUR 3.642) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 3.642)
davon durch
Pfandrechte
und ähnliche Rechte
gesichert
Art u. Form
der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Übrige Verbindlichkeiten
Übliche Eigentumsvorbehalte

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr gegenüber Gesellschaftern..

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Gewerbesteuerumlage des Organträgers Hüttenwerke Königsbronn GmbH, Königsbronn.

III. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen ein Buy-and-Sale-and-Lease-back-Geschäft über die von der Gesellschaft seit Juni 2019 genutzten und geleasten Produktionsanlagen zum Zweck der Beschaffung von Liquidität abgeschlossen. Aus diesem Geschäft flossen der Gesellschaft in 2023 EUR 2,3 Mio. an liquiden Mitteln zu; dem stehen Auszahlungen für zukünftige Leasingraten über vier Jahre von EUR 0,9 Mio. p.a. gegenüber. Aus diesem Geschäft bestehen zum 31. Dezember 2023 sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2,0 Mio. und ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 327.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 8.852 (einschließlich der vorstehenden Leasingraten). Von den genannten finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 5.658 gegenüber der Gesellschafterin und damit auch gegenüber verbundenen Unternehmen; sie betreffen in Höhe von TEUR 5.571 Verpflichtungen aus dem bis zum 31. August 2035 laufenden Grundstücksmietvertrag.

Weiterhin besteht ein Bestellobligo für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 682.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Herr Dr. Heiko Hesemann, CEO der Hüttenwerke Königsbronn GmbH, Königsbronn, und Alleingeschäftsführer der HWK Produktion GmbH

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 84 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 14 Angestellte und 70 gewerbliche Arbeitnehmer.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich wie folgt:

Im März 2024 wurde der mit der Alleingesellschafterin Hüttenwerke Königsbronn GmbH, Königsbronn (Darlehensgeber), bestehende Kreditrahmenvertrag bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die HWK Produktion GmbH, Königsbronn, wird gegebenenfalls in den Konzernabschluss ihres mittelbaren Alleingesellschafters, der AVIR Walze Holding GmbH, München, einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der AVIR Walze Holding GmbH ist gegebenenfalls an deren Sitz erhältlich.

 

Königsbronn, den 8. April 2024

HWK Produktion GmbH, Königsbronn

Die Geschäftsführung

Dr. Heiko Hesemann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.262,50 0,00 0,00 0,00 29.262,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 58.896,75 0,00 0,00 0,00 58.896,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.084.847,00 380.623,02 11.417,40 88.150,30 1.542.202,92
3. Anlagen im Bau 88.150,30 0,00 0,00 -88.150,30 0,00
1.231.894,05 380.623,02 11.417,40 0,00 1.601.099,67
1.261.156,55 380.623,02 11.417,40 0,00 1.630.362,17
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2023 Änderungen der Abschreibungen i. Zsg. mit Abgängen Stand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.400,78 9.754,17 0,00 16.154,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 44.531,24 5.678,61 0,00 50.209,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.776,30 358.790,44 11.417,40 789.149,34
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
486.307,54 364.469,05 11.417,40 839.359,19
492.708,32 374.223,22 11.417,40 855.514,14
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.107,55 22.861,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.686,90 14.365,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 753.053,58 643.070,70
3. Anlagen im Bau 0,00 88.150,30
761.740,48 745.586,51
774.848,03 768.448,23

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HWK Produktion GmbH, Königsbronn ("Gesellschaft" oder "HWKP"), ist eine 100% Tochtergesellschaft der Hüttenwerke Königsbronn GmbH, Königsbronn ("HWK"). Sie entstand mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 durch Ausgliederung des Teilbetriebs "Produktion" der HWK (HWK und HWKP zusammen "HWK-Gruppe").

Die HWKP blickt als operative Nachfolgegesellschaft der Hüttenwerke Königsbronn auf eine über 650-jährige Tradition zurück. Gegründet 1365 war die Eisengießerei in sehr vielen Produktbereichen immer wieder technologisch an vorderster Front unterwegs und gehört seit den 1830er Jahren zu den ersten Herstellern der qualitativ hochwertigsten Präzisionswalzen für Papiermaschinen. 1855 wurde sie für ihre Kalanderwalzen auf der Internationalen Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Seit den Anfängen von Papiermaschinen war diese Gießerei mit Präzision, Qualität und Know-How Marktführer bei der Herstellung der in der Papiermaschine anspruchsvollsten Walzen. Die meisten der die Papiermaschinenwalzen betreffenden Innovationen insbesondere in den letzten Jahrzehnten stammen aus diesem Hause.

Die HWK Produktion GmbH betreibt eine Eisengießerei und stellt vor allem Eisengusswalzen für Papiermaschinen, aber auch für die Lebensmittel- und Beschichtungsindustrie und Kolben für den Pressenbau her. Darüber hinaus wird Verschleißguss für den Mühlenbau und Handformguss für den Maschinenbau hergestellt. Dabei werden Walzen ab einem Stückgewicht von wenigen hundert Kilogramm für die Lebensmittelindustrie bis hin zu den weltgrößten Papiermaschinenwalzen mit einem Flüssigeisengewicht von 130 Tonnen und mehr nach Auslegung und Berechnung gegossen und bis hin zum einbaufertigen Zustand fertigbearbeitet.

Die HWKP produziert auf Cost-Plus-Basis ausschließlich für ihre Alleingesellschafterin Hüttenwerke Königsbronn GmbH, die die Produkte vermarktet und verschiedene Verwaltungsdienstleistungen für die HWKP erbringt. Die HWKP betreibt ihr Geschäft am Standort Königsbronn in von der HWK gemieteten Räumlichkeiten und führt ihren Gewinn über einen Ergebnisabführungsvertrag an die HWK ab. Die Produktionsanlagen der HWKP sind im Wesentlichen geleast. Aufgrund der Vorgeschichte der Gesellschaften besteht ein relativ hoher Investitionsbedarf, der in der Planung integriert ist.

I.2. Forschung und Entwicklung

Aufgrund der erst 2019 erfolgten Neugründung der Alleingesellschafterin Hüttenwerke Königsbronn GmbH aus Vorgängergesellschaften und der wirtschaftlichen Situation einerseits aus dieser Anfangszeit heraus, andererseits vor den wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine, wie z. B. Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie, stellte die Stabilisierung des Tagesgeschäfts auch in 2023 das vornehmliche Ziel für die HWK-Gruppe dar. Forschung und Entwicklung wurde daher nur sehr eingeschränkt betrieben. Es wurden jedoch zahlreiche kleinere Optimierungen bei Produktionsprozessen durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024).

Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen Eurostat (30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024).

Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar.

Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7,2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte.

Seit über vier Jahren befindet sich die Papierindustrie, und damit der für die HWK-Gruppe maßgebliche Markt für Papiermaschinen, in einer Ausnahmesituation. Nach einem anfänglichen Einbruch (2020) aufgrund der COVID-19 Pandemie konnte die weltweite Papierindustrie im weiteren Verlauf wieder zulegen. Nach Zahlen des Branchenverbands "Die Papierindustrie e.V." ist die Produktion in Deutschland nach dem Corona-Nachholjahr 2021 (+8,3 %) im Jahr 2022 um 6,5 % auf 21,6 Mio. Tonnen gesunken, habe sich damit jedoch wieder auf dem langjährigen Vorkrisenniveau bewegt (Die Papierindustrie e.V. 01.03.2023). Im Jahr 2023 musste die Branche einen deutlichen Rückgang bei Produktion und Absatz hinnehmen; die Kennzahlen für die Branche waren schlecht wie lange nicht mehr. So ging die Produktion 2023 um 14 % auf 18,6 Mio. Tonnen zurück und sank damit auf den niedrigsten Wert der vergangenen 20 Jahre. Viele Unternehmen mussten empfindliche Preisnachlässe hinnehmen, die sich auf deren Wirtschaftlichkeit auswirken. Das spiegele der Umsatzrückgang 2023 von 27 % auf 15,5 Mrd. Euro (2022 21,2 Mrd. Euro) wider (Die Papierindustrie e.V. 01.03.2024).

II.2. Geschäftsverlauf

Die enormen Energie- sowie Rohstoffpreisanstiege in 2022, vor allem durch Corona-Pandemie, Lieferkettenproblemen und Ukrainekrieg bedingt, konnten zum größten Teil an die Endkunden der HWK-Gruppe weitergereicht werden. Diese bereits in 2022 ergriffenen Maßnahmen haben sich aufgrund unseres Projektgeschäfts und der langen Durchlaufzeiten in 2023 positiv für die HWK-Gruppe ausgewirkt. Wir sehen damit die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft richtiggestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die HWKP trotz Reduzierung der Umsatzerlöse um 11,9 % gegenüber dem Vorjahr einen um 7,9 % gestiegenen Rohertrag in Höhe von EUR 9,6 Mio. (i. VJ EUR 8,9 Mio.) und einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 0,4 Mio. (i. VJ EUR 0,5 Mio.) erzielen. Die HWKP und ihre Alleingesellschafterin HWK finanzierten sich im Geschäftsjahr 2023 ganz überwiegend aus dem operativen Geschäft. Dies wurde vor allem durch einen auch in 2023 fortgeführten Ergänzungstarifvertrag und damit deutlich reduzierten Personalkosten unterstützt.

Aufgrund eines hohen Auftragseingangs in 2022 konnte das Jahr 2023 mit einem hohen Auftragsbestand beginnen 1. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Lieferrückstand abgebaut. Das zweite Halbjahr 2023 war gekennzeichnet von einer Marktkonsolidierung und Zurückhaltung der Kunden. Dieser Rückgang beim Auftragseingang wurde Anfang 2024 mit einem sehr hohen Auftragseingang teilweise kompensiert. Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Auftragsbestand in Höhe von TEUR 11,7 Mio.

1 Die Kundenaufträge bestehen bei der HWK als Vertriebsgesellschaft. Die Aussagen zu deren Auftragslage betreffen jedoch unmittelbar auch die HWKP als deren alleinige Produktionsgesellschaft.

Im Juni 2023 endete der vier Jahre zuvor abgeschlossene Leasingvertrag über die wesentlichen durch HWKP genutzten Produktionsanlagen (diverse Produktionsmaschinen, Werkzeuge und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung). Im Zuge der Beendigung des Vertrags wurden sämtliche dem auslaufenden Leasingvertrag unterliegenden Gegenstände durch die HWKP erworben und anschließend im Rahmen eines Sale-and-Lease-back-Vertrags mit demselben Leasinggeber ein Großteil der erworbenen Gegenstände zu einem signifikant höheren Verkaufspreis an den Leasinggeber zurückverkauft und im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnis in der Form eines Teilamortisationsleasings über eine unkündbare Grundmietzeit von vier Jahren ab 1. Juli 2023 zurückgeleast. In diesem Zusammenhang flossen der HWKP flüssige Mittel in Höhe von EUR 2,3 Mio. zu.

Insgesamt war die Geschäftsentwicklung der HWK-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend; es konnte eine deutliche Umsatzsteigerung sowie ein hoher Jahresüberschuss verzeichnet werden. Die im Vorjahreslagebericht für die HWK-Gruppe angegebene Prognose für die Umsatzerlöse ("mindestens 20 % höher als 2022") konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden, im Gegensatz zur Prognose für das Jahresergebnis ("ca. 0,9 Mio."), das deutlich übertroffen wurde. Für die HWKP verlief die Geschäftsentwicklung 2023 aufgrund der Cost-Plus-Leistungsverrechnung an die HWK ebenfalls zufriedenstellend.

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

Der Vertrieb der von der HWKP hergestellten Produkte erfolgt über die HWK, diese ist der einzige Kunde der HWKP. Der Umsatz der HWK-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2023 zu 86,8% (i. VJ 92,0%) innerhalb der Papierindustrie (Neuwalzen, Zubehörteile und mechanische Bearbeitungsumfänge an Kundenwalzen als Serviceleistung) als Endkunde der HWK verdient. Bei Gründung der HWK (2019) hatte eine Fokussierung auf die Papierindustrie stattgefunden. Zu 5,9% (i.VJ 6,5%) wurde der Umsatz der HWK-Gruppe 2023 innerhalb der Lebensmittelindustrie erzielt und soll künftig noch deutlich erhöht werden. Weitere Kunden aus dem Bereich Kolben konnten gewonnen werden (Umsatzanteil 2023 5,9%; i.VJ unbedeutend). Neben den Produktumsätzen mit der HWK erzielte die HWKP in 2023 Umsatzerlöse aus Schrottverkäufen in Höhe von TEUR 321 (i. VJ TEUR 481).

Im Geschäftsjahr 2023 reduzierten sich die Umsatzerlöse der HWKP um 11,9 % gegenüber 2022; die Gesamtleistung aufgrund von Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierte sich lediglich um 8,9 %. Nachdem sich der gesamte Materialaufwand 2023 jedoch überproportional zur Gesamtleistung um 22,6 % gegenüber dem Vorjahr reduzierte, erhöhte sich der Rohertrag 2023 um 7,9% gegenüber 2022 auf TEUR 9.638 (i. VJ TEUR 8.930). Der Rückgang des Materialaufwand 2023 gegenüber dem Vorjahr betrifft zum einen physische Rohstoffe (-16,4%) und zum anderen bezogene Leistungen, darunter ganz überwiegend Strom/Gas, die sich um 30,5% reduzierten (2022 Anstieg um 79,5%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Jahr 2023 TEUR 484 (i. VJ TEUR 572) und betreffen wie im Vorjahr überwiegend Stromsteuererstattungen. Das Rohergebnis 2023 beträgt TEUR 10.122 (i. VJ TEUR 9.501; +6,5 %).

Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.170 (i.VJ TEUR 5.116) und damit 51,1 % (i. VJ 53,8 %) des Rohergebnisses. Der Anstieg des Personalaufwands 2023 um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 82 im Vorjahr auf 84 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 beliefen sich auf TEUR 4.069 (i. VJ TEUR 3.457; +17,7 %) und betragen damit 40,2 % (i. VJ 36,4%) des Rohergebnisses. Sie enthalten im Wesentlichen Leasingaufwendungen, vor allem für die Produktionsanlagen, TEUR 775 (i. VJ TEUR 1.107), Reparatur-, Instandhaltungs- und Reinigungsaufwendungen TEUR 1.244 (i. VJ TEUR 634) sowie Aufwendungen für von der HWK bezogene Dienstleistungen TEUR 1.446 (i. VJ TEUR 1.299). Demgegenüber betrugen die Abschreibungen auf eigenes Anlagevermögen des Jahres 2023 TEUR 374 (i. VJ TEUR 268). Die Erhöhung um TEUR 106 ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2022 und 2023 selbst erstellten und aktivierten Kokillen zurückzuführen.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 510 (i. VJ TEUR 660) erwirtschaftet (-22,8 %). Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (d.h. Zinsergebnisses) 2023 in Höhe von TEUR 2 (i.VJ TEUR -75) und der Gewerbesteuerumlage der HWK (TEUR 76; i. VJ TEUR 72) konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 436 (i. VJ TEUR 514; -15,2 %) erzielt werden. Auf Grund des geltenden Gewinnabführungsvertrages mit der Hüttenwerke Königsbronn GmbH beträgt der Jahresüberschuss 2023 wie im Vorjahr letztendlich Null.

Die Eigenkapitalrentabilität (vor Gewinnabführung) beträgt für das Geschäftsjahr 2023 17,4 % (i. VJ 20,5%), die Gesamtkapitalrentabilität (vor Gewinnabführung) 5,2 % (i. VJ 8,3 %).

II.3.2. Finanzlage

Finanziell ist die HWKP über einen Kreditrahmenvertrag mit der Muttergesellschaft in das Cash-Management der HWK eingebunden. Liquiditätsengpässe in der HWK-Gruppe konnten im Jahr 2023 einerseits durch eine langfristige Kapitalflussplanung und deren Steuerung mittels Kreditrahmenvertrag und mittels eines Ergänzungstarifvertrages mit den Beschäftigten und andererseits durch eine mittel- bis kurzfristige Kapitalflussplanung und deren Steuerung im Tagesgeschäft vermieden bzw. überwunden werden. Die Liquidität der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung durch die laufende Finanzierung über das Cash-Management mit der HWK aktuell und auch zukünftig als gesichert an.

Der vereinfachte Cashflow, bestehend aus Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen, betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 810 (i. VJ TEUR 781). Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.412 (i. VJ TEUR 100), Bankverbindlichkeiten bestanden wie im Vorjahr keine. Der Anstieg der liquiden Mittel im Jahr 2023 resultiert wesentlich aus dem Mittelzufluss im Rahmen der Erneuerung des Leasingvertrags über die Produktionsanlagen (EUR +2,3 Mio.; s.o. Punkt II.2) und führte zu einer Finanzverbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.042 (i.VJ Null). Diese Finanzverbindlichkeit bedingte auch den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.091; i. VJ TEUR 51).

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags weist die HWKP zum 31. Dezember 2023 ein zum Vorjahresstichtag unverändertes Eigenkapital von TEUR 2.506 auf. Damit ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 zu 24,9 % (i. VJ 37,0 %) durch Eigenkapital, zu 10,0 % (i. VJ 9,3 %) durch Rückstellungen sowie zu 65,1 % (i. VJ 53,7 %) durch Verbindlichkeiten finanziert. Letztere betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 6.546 (i. VJ TEUR 3.642), wovon TEUR 4.068 (i. VJ TEUR 2.577) gegenüber verbundenen Unternehmen (HWK) und TEUR 386 (i. VJ TEUR 1.012) aus Lieferungen und Leistungen bestanden. Insgesamt belief sich die Fremdkapitalquote zum 31. Dezember 2023 auf 75,1 % (i. VJ 63,0 %). Die Nettoverbindlichkeit gegenüber der Alleingesellschafterin HWK betrug zum 31. Dezember 2023 fast unverändert zum Vorjahresstichtag TEUR 2.551 (i.VJ TEUR 2.577).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit TEUR 381 (i. VJ TEUR 242) Investitionen ins Anlagevermögen getätigt, wobei TEUR 344 (i. VJ TEUR 223) aus aktivierten Eigenleistungen resultierten. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Bestellobligo für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 682. Dieses kann durch bestehende Liquidität sowie Zahlungszuflüsse aus dem operativen Geschäft finanziert werden.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 über das Cash-Management mit der HWK in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

II.3.3. Vermögenslage

Die Erhöhung der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 3.277 (+48,3 %) auf TEUR 10.057 (i. VJ TEUR 6.780) ist beim Vermögen im Wesentlichen auf die erhöhten liquiden Mittel (TEUR +1.312), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (HWK; TEUR +1.518) und aktive Rechnungsabgrenzungen (TEUR +272) und beim Kapital auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (HWK; TEUR +1.491), der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR +2.040) und der sonstigen Rückstellungen (TEUR +349) zurückzuführen. Während der Nettosaldo gegenüber der HWK insgesamt gegenüber dem Vorjahr fast konstant blieb (TEUR -26), stehen die Erhöhungen der liquiden Mittel, der aktiven Rechnungsabgrenzung und der sonstigen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erneuerung des Leasingvertrags über die Produktionsanlagen (s.o. Punkt II.2).

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der HWK hat sich das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert und beträgt TEUR 2.506. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 auf 24,9 % (i. VJ 37,0%). Das langfristig zur Verfügung stehende Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.674 (i. VJ TEUR 2.650), das mittelfristig zur Verfügung stehende Kapital TEUR 1.459 (i.VJ TEUR -). Damit sind zum 31. Dezember 2023 neben dem Anlagevermögen auch wesentliche Teile des Umlaufvermögens lang- und mittelfristig finanziert (37,5 %; i. VJ 31,6 %).

Das Anlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 775 (i. VJ TEUR 768), das Umlaufvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag 2023 um TEUR 2.998 (+50,3 %) gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund der liquiden Mittel und Forderungen gegen die HWK (s.o.). Die Vorräte insgesamt erhöhten sich in 2023 geringfügig auf TEUR 5.844 (i.VJ TEUR 5.714); die Reduzierung bei den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 88 ist im Wesentlichen auf die reduzierten Rohstoffpreise zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 um TEUR 34 betrifft im Wesentlichen Stromsteuererstattungsansprüche.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 848; i.VJ TEUR 498) erhöhen sich im Geschäftsjahr 2023 hauptsächlich in Bezug auf unterlassene Instandhaltungen sowie ausstehende Eingangsrechnungen.

Gesamtaussage

Insgesamt befindet sich die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in einer zufriedenstellenden wirtschaftlichen Lage, ist jedoch bezüglich ihrer Geschäftstätigkeit und ihrer Finanzierung abhängig von der Alleingesellschafterin HWK.

II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

Werte in TEUR 2023 2022
Rohergebnis 10.122 9.501
Betriebsergebnis 510 660
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 436 514
Eigenkapital 2.506 2.506
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 84 82

III. Nachtragsbericht

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wie bereits im Vorjahr ist der Ausblick auf die zukünftige konjunkturelle Entwicklung mit großen Unsicherheiten verbunden. Die weiteren Entwicklungen im Ukrainekrieg und die daraus resultierenden Folgen sind schwierig vorherzusagen. Aufgrund der Spannungen in Nahost und den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Schiffsverkehr sind bereits jetzt die Auswirkungen auf die Logistik zu spüren, sowohl in Bezug auf Verfügbarkeit von Schiffen als auch Transportkosten und -dauer. Des Weiteren sind die Verfügbarkeit und Preisentwicklung für Energie maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Für das Jahr 2024 werden für Deutschland keine nennenswerten Wachstumsimpulse erwartet; so geht die OECD und die EU-Kommission für Deutschland von einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,3 %, der IWF von 0,5 % und die Bundesregierung von 0,2 % aus; die Prognose der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute geht von nur +0,1 % aus (OECD 5.2.2024, EU-Kommission 15.2.2024, BMWK 1.3.2024, IWF 31.1.2024, tagesschau.de 5.3.2024, Gemeinschaftsdiagnose 27.3.2024).

Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,0 % (OECD 5.2.2024; BMWK 1.3.2024), 3,1% (IWF 31.1.2024) bzw. 2,6 % (ifo Institut 23.1.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2024 mit 0,9 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % erwartet (EU-Kommission 15.2.2024).

Die Inflation wird im Jahr 2024 in Deutschland anhalten, lt. Einschätzung der Bundesregierung und der EU-Kommission mit 2,8 %, lt. Einschätzung der Bundesbank mit 2,7 %, ebenso im Euro-Raum mit 2,7 % (BMWK 1.3.2024, EU-Kommission 15.2.2024, Übersicht tagesschau.de 5.3.2024);

Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März 2024 auf 87,8 Punkte gestiegen, nach 85,7 Punkten im Februar 2024. Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen fielen deutlich weniger pessimistisch aus. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich. Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima markant verbessert. Die Unternehmen zeigten sich merklich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem legte der Erwartungsindikator deutlich zu. Von Optimismus sind die Firmen aber noch ein Stück entfernt. Der Auftragsbestand war weiter rückläufig. Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex spürbar gestiegen. Dies war insbesondere auf die weniger pessimistischen Erwartungen zurückzuführen. Die Dienstleister bewerteten auch ihre aktuelle Lage etwas besser. Vor allem in Transport und Logistik sowie im Gastgewerbe ging es bergauf. Auch im Handel konnte der Index deutlich zulegen. Die Händler zeigten sich mit den laufenden Geschäften zufriedener. Zudem waren die Erwartungen nicht mehr so pessimistisch. Insbesondere der Einzelhandel sieht einen Hoffnungsschimmer. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gestiegen. Die aktuelle Lage wurde etwas besser beurteilt. Nach dem historischen Tief im Vormonat legten die Erwartungen etwas zu. Die Aussichten bleiben jedoch düster (ifo Institut 23.2.2024).

Entwicklung in der Papierbranche

Aufgrund von Berichten, Analysen und Marktstudien wird die Papierbranche auch mittelfristig in einer Hochkonjunktur gesehen. Hierbei muss auch innerhalb der Papierindustrie zwischen den Segmenten differenziert werden. Der Bedarf an Kartonagen sowie Verpackungs- und Hygienepapier wird zukünftig steigen. Länder wie China, Indien und Brasilien weisen eine hohe Nachfrage nach Papiermaschinen auf (Fisher International, Inc. Studie 2023).

Nach Angaben des Branchenverbands "Die Papierindustrie" beträgt der Erdgasanteil am Gesamtbrennstoffeinsatz rund 55 % (2022). Dies verdeutlicht die Kostenabhängigkeit von Erdgas in der Papierindustrie. Die auferlegten Strom- und Gaspreisbremsen der Bundesregierung sowie die gut gefüllten Gasspeicher sorgen in Deutschland für etwas Beruhigung am Markt. Eine Gasmangellage ist sehr unwahrscheinlich. Folglich ist ein Worst-Case-Szenario von flächendeckenden Produktionstopp so gut wie auszuschließen. Die immer noch hohen Kosten belasten die Branche aber weiterhin. Es gibt so gut wie keine Branche, in der keine Verpackungen aus Papier bzw. andere Papierprodukte wie Hygiene- und Druckpapier benötigt werden. Somit ist es umso wichtiger die Papierproduktion aufrechtzuerhalten.

Der Einbruch des vergangenen Jahres (2023) und der schwache Start im Jahr 2024 geht vielen Unternehmen der Papierindustrie an die Substanz, zumal die Mengenentwicklung schon 2022 rückläufig war. Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten sowie einen zunehmende Planungsunsicherheit durch kurzfristige politische Kurswechsel belasten die Branche auch im laufenden Jahr 2024. Für die Zukunft erwartet die Branche neue Impulse u.a. durch innovative Verpackungslösungen aus Papier als nachhaltige Alternative zu fossilbasierten Kunststoffen bilden (Die Papierindustrie e.V. 01.03.2024).

Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft 2

2 Da die HWKP als einzigen Kunden ihre Alleingesellschafterin HWK hat, wird ihre Entwicklung unmittelbar von deren Entwicklung bestimmt. Insofern wird hier die zukünftige Entwicklung der HWK-Gruppe, bestehend aus diesen beiden Gesellschaften, dargestellt.

Auf der Basis der erwarteten Entwicklungen in der Papierbranche wird für die HWK-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 von um ca. 7 % niedrigeren Umsatzerlösen gegenüber 2023 ausgegangen. Diese Umsätze werden voraussichtlich wieder zum allergrößten Teil in der Papierindustrie erzielt, jedoch ist ein erklärtes Ziel, den Umsatzanteil anderer Branchen, zunächst vor allem der Lebensmittelindustrie, zu erhöhen und auch das Servicegeschäft weiter auszubauen. Die niedrigeren Umsätze beruhen im Wesentlichen auf einer erwarteten Beruhigung des Marktes einhergehend mit einer sinkenden Nachfrage nach einem auf der Nachfrageseite sehr positiven Jahr 2023. Dabei finden Preisänderungen bei Energie- und Rohstoffkosten ihren Einzug in neue Angebotspreisermittlungen.

Aufgrund der langen Durchlaufzeiten unserer Produkte im Projektgeschäft ergibt sich bei sich stark und schnell verändernden Kosten eine volatile Ergebnissituation. Sollte die Lage am Energie- als auch am Rohstoffmarkt weiterhin stabil bleiben, so ist von einem deutlich positiven Ergebnis der HWK-Gruppe für das Gesamtjahr 2024 in Höhe von ca. EUR 0,5 Mio. auszugehen. Die Personalkosten werden 2024 aufgrund von zu erwartenden üblichen Entgeltsteigerungen sowie im Rahmen des geltenden Ergänzungstarifvertrages, aber auch wegen der Nachbesetzung relevanter Positionen steigen. Ein Teil der Kosten kann an die Kunden weitergegeben werden.

IV.2 Risikobericht

Zu den Risiken resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere in Deutschland und Europa, aus den internationalen Krisen u.ä. verweisen wir auf Punkt IV.1 Prognosebericht. Es bestehen weiterhin folgende unternehmensspezifischen Risiken 3 :

3 Da die HWKP als einzigen Kunden ihre Alleingesellschafterin HWK hat, sind die Risiken der HWKP unmittelbar von den Risiken der HWK bestimmt. Insofern werden hier die wesentlichen Risiken der HWK-Gruppe, bestehend aus diesen beiden Gesellschaften, dargestellt.

Die Gesellschaft bzw. die HWK-Gruppe verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie Auftragseingang, Rohstoffpreiserhöhungen, Energiepreiserhöhungen, Zulieferengpässe, und Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sicherstellt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst. Im Rahmen der Risikosteuerung und Risikobewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen. Ein wesentliches Risikomanagementziel ist die jederzeitige Sicherstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Aufgrund der aktuell eher entspannten Situation sind die vorgenannten operativen Risiken derzeit überschaubar. Die größten diesbezüglichen Risikopotentiale kommen aus dem Ukrainekrieg, einer möglichen Ausweitung des Nahost-Konflikts und einem möglichen Handelskonflikt mit China. Der Fachkräftemangel ist deutlich spürbar, jedoch können bislang alle offenen Stellen nach einer gewissen Zeit besetzt werden.

Ein derzeit weit größeres Risiko ist die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung und der Einbruch in der Papierindustrie (s.o.), die sich negativ auf die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der HWK-Gruppe auswirken können. Auch eine Wiederholung der exorbitanten Energie- und Rohstoffpreissteigerungen wie in 2022 sowie eine Verknappung würde für ein energie- und rohstoffintensives Unternehmen wie die HWK-Gruppe erhebliche Belastungen für die Ertrags- und Liquiditätssituation mit sich bringen. Die Kostensteigerungen werden auf die aktuellen Verkaufspreise umgelegt, was sich jedoch aufgrund der Durchlaufzeiten im Projektgeschäft erst zeitverzögert auswirkt. Derzeit scheint aber eine Beruhigung sowohl auf dem Rohstoff- als auch auf dem Energiemarkt anzuhalten.

Aufgrund der bisherigen Finanzierung allein aus dem laufenden Geschäftsbetrieb mit wenigen Hauptkunden sind alle Effekte, die den Kapitalfluss aus dem operativen Geschäft stören oder verzögern, speziell zu beleuchten. Die Geschäftsführung und das gesamte Managementteam legen auf diese Punkte und deren möglichen Einflüsse und Auswirkungen besondere Aufmerksamkeit. Neben einer langfristigen gibt es auch eine kurz- bis mittelfristige Kapitalflussplanung, wie bereits erwähnt. Des Weiteren zeichnen sich bessernde Bankbeziehung ab, nach der sehr turbulenten Geschichte der Vorgängergesellschaften.

Da sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und des Liquiditätszuflusses aus dem Buy-and-Sale-and-Lease-back-Geschäft (EUR 2,3 Mio.) die liquiden Mittel der HWK-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 signifikant erhöht haben, ist das in den Vorjahren bestehende Liquiditätsrisiko deutlich zurück gegangen. Nachdem im Juni 2022 zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs ein Betrag in Höhe von TEUR 600 in das Eigenkapital (Kapitalrücklage) der Hüttenwerke Königsbronn GmbH eingelegt wurde, konnte aufgrund der stark verbesserten Liquiditätslage im Dezember 2023 eine Vorabgewinnausschüttung auf den Bilanzgewinn 2023 der HWK in Höhe von TEUR 565 vorgenommen werden. Es besteht weiterhin eine Bankkontokorrentkreditlinie von TEUR 250, die im Geschäftsjahr 2022 und im Geschäftsjahr 2023 zum Teil ausgenutzt wurde.

Die aktuelle Unternehmens- und Liquiditätsplanung der HWK-Gruppe, in die die bekannten Kosten- und Umsatzsteigerungen eingearbeitet sind, sieht einen positiven Liquiditätsbestand für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 vor. Auf Basis der derzeit bekannten Annahmen und Maßnahmen, wie sie in der aktuellen Unternehmens- und Liquiditätsplanung der HWK-Gruppe für die Jahre 2024 und 2025 enthalten sind, sieht die Geschäftsführung die Liquidität der HWK-Gruppe (und damit auch der HWKP) für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 als gesichert an.

Die fast vollständige Ausrichtung der HWK-Gruppe auf die Papierbranche und dort auf nur wenige Hauptkunden stellt ein Risiko dar. Neben der zeitnahen und häufigen Bewertung des Marktes wird hier eine Diversifikation der Kunden und Branchen angestrebt, aber auch als nicht leicht eingestuft.

Die weitere positive Entwicklung der HWK-Gruppe setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der HWK-Gruppe besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern, insbesondere auch bei der HWKP, eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Ausbildung in allen Schwerpunktbereichen verstärkt bzw. gestartet.

IV.3 Chancenbericht

Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten Geschäftsjahre insbesondere folgende Chancen:

Eine positive Nachfrageentwicklung seitens der Papiermaschinenindustrie ist trotz der eingetrübten Konjunkturlage und der vorstehend geschilderten Risiken möglich und mittel- bis langfristig zu erwarten. Positiv würde sich dabei auch eine Ausweitung des Servicegeschäfts auswirken. Im Bereich Service und neuer Papiermaschinen wird noch die Möglichkeit weiterer Impulse in bestimmten Regionen in Asien oder Südamerika gesehen.

Durch die Ausweitung der Branchen würde eine Steigerung des Umsatzes und eine Verminderung des Branchenrisikos erreicht werden. Hier wird zunächst die Lebensmittelindustrie oder andere Bereiche mit einem Bedarf an hochwertigen Präzisionswalzen gesehen. Danach schließt sich die bereits angesprochene Ausweitung des Verschleißgussmarktes oder die Erschließung weiterer Produkte im Maschinenbau an.

Zur Kostensenkung sollen einerseits "make or buy"-Entscheidungen und andererseits verstärkte Rationalisierungsinvestitionen geprüft werden.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Forderungen der HWKP aus ihrer Umsatztätigkeit bestehen (von geringen Schrottverkäufen abgesehen) ausschließlich gegen die Alleingesellschafterin HWK. Aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung trägt die HWKP indirekt die Ausfallrisiken von Zahlungen durch Kunden der HWK mit. Deren Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Papiermaschinenhersteller, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren, jedoch als gering eingeschätzt werden. Weiterhin muss die HWKP aufgrund der Vorgeschichte der Hüttenwerke Königsbronn teilweise für Lieferungen Vorkasse leisten und trägt hier ein Ausfallrisiko der Lieferanten.

Die Gesellschaft bzw. die HWK-Gruppe fakturiert ihre Umsätze ganz überwiegend in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen bei der Gesellschaft keine zu verzinsenden Finanzierungsverbindlichkeiten oder Finanzanlagen, so dass derzeit kein Zinsänderungsrisiko gesehen wird.

Finanzielle Sicherungsgeschäfte werden nur nach Einzelfallbetrachtung und in Absprache mit der Alleingesellschafterin abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente lagen im Geschäftsjahr 2023 und zum Bilanzstichtag nicht vor.

 

Königsbronn, den 8. April 2024

HWK Produktion GmbH, Königsbronn

Die Geschäftsführung

Dr. Heiko Hesemann, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HWK Produktion GmbH, Königsbronn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HWK Produktion GmbH, Königsbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HWK Produktion GmbH, Königsbronn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 8. April 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hämmerle, Wirtschaftsprüfer

Sälzer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 14. Juni 2024.

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