FGS Fair Guards Security GmbH

Brückenmühle 93, 36100 Petersberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 6941
Eingetragen
22.9.2016
Branche
Sicherheitsdienste a. n. g.Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenGeld- und Wertdienste
Gegenstand
sind Bewachungs-, Sicherheits-, Kuriersowie Reinigungsdienste. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar bzw. mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Brüssow
seit 29.11.2023
Geschäftsführer
Norbert Christian Ott
seit 12.1.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FGS Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wasserkuppenstr. 15, 36124 Eichenzell
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FGS Fair Guards Security GmbH

Petersberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

I. Beschreibung des Geschäftsmodells

Die FGS Fair Guards Security GmbH ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Petersberg. Das Unternehmen ist ein etablierter Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen mit langjähriger Erfahrung und steht für professionelle und qualifizierte Sicherheitsdienstleistungen im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor, aber auch für Privatpersonen.

II. Ziele und Strategien

Ein vorrangiges Ziel unseres Unternehmens im Bereich der Bewachungstätigkeiten und Sicherheitsdienstleistungen ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes durch die Schaffung von nachhaltigen und flexiblen Sicherheitslösungen für unsere Kunden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf eine klare strategische Ausrichtung und definierte Steuerungsgrößen, die uns bei der Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung unterstützen.

III. Darstellung des Steuerungssystems

Steuerungsgrößen sind unter anderem, das Umsatzwachstum, das EBIT, oder auch die Mitarbeiter - und Kundenzufriedenheit. Durch die konsequente Verfolgung dieser Ziele und Strategien sind wir zuversichtlich, unseren Unternehmenswert nachhaltig steigern und unseren Kunden einen hohen Mehrwert bieten zu können.

Die finanziellen Leistungsindikatoren bieten einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation unseres Unternehmens. Die folgenden Kennzahlen sind unter anderem für die Analyse unserer finanziellen Leistung von zentraler Bedeutung:

1: Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge), die im Geschäftsjahr 2023 TEUR 42.134 (i. Vj. TEUR 22.974) betrug, beinhaltet deutliche Umsatzsteigerungen.

2: Die Materialaufwandsquote (71,4%), die das Verhältnis des Materialaufwands zur Betriebsleistung der Gesellschaft zeigt, ist ggü. dem Vorjahreszeitraum (63,1%) überproportional gestiegen.

3: Der Rohertrag lag bei TEUR 11.936 (i. Vj. TEUR 8.437), was vor allem auf eine sorgfältige und stabile operative Leistung hinweist.

2. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

I. I. Konjunkturelle Lage

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 von den anhaltenden Herausforderungen geprägt, die durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und eine hohe Inflation entstanden sind. Nach einem moderaten Wachstum im Jahr 2022 zeigte sich die deutsche Wirtschaft weiterhin stabil, jedoch bleiben die Wachstumsraten im Vergleich zu den Vorkrisenjahren gedämpft. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. (Quelle: Statistisches Bundesamt. https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/bruttoinlandsprodukt- uebersicht.html)

Die Inflation blieb ein zentrales Thema, mit einer Rate von +5,9% im Jahr 2023 (Quelle: Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611). Diese Preissteigerungen waren bedingt durch anhaltend hohe Energiepreise, gestiegene Rohstoffkosten und Lieferengpässe, die sich auch auf die Betriebskosten der Unternehmen, einschließlich der Sicherheitsdienstleister, auswirkten.

I. II. Branchenumfeld

Im Berichtszeitraum 2023 zeigte die Branche eine positive Entwicklung. Der Umsatz ist von 11,9 Mrd. EUR im Jahr 2022 auf 13,4 Mrd. EUR im Jahr 2023 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 12,6% und spiegelt das anhaltende Wachstum und die Stabilität der Branche wider. Die Umsatzsteigerung von 1,5 Mrd. EUR ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Diese sind eine erhöhte Nachfrage, Markterweiterung, sowie Innovationen und technologische Fortschritte. Parallel zum Umsatzwachstum ist auch die Beschäftigtenzahl in der Branche gestiegen. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich von 272.607 im Jahr 2022 auf 284.320 im Jahr 2023, was einem Anstieg um 4,3% entspricht. Diese Entwicklung ist ein klares Indiz für die positive Geschäftsentwicklung und die Notwendigkeit, zusätzliche Fachkräfte auszubilden und einzustellen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Die Branche zeigte sich im Jahr 2023 stark und dynamisch. Der Anstieg des Umsatzes und der Beschäftigtenzahl ist ein Zeichen für die gesunde Entwicklung und die Zukunftsaussichten der Branche. Unternehmen, die in der Lage sind, sich an die verändernden Marktbedingungen anzupassen und kontinuierlich zu innovieren, werden auch in den kommenden Jahren von diesem Wachstum profitieren. (Quelle der Umsatz-Beschäftigtenzahlen: BDSW, https://www.bdsw.de/die-branche/zahlen-daten-fakten)

II. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die FGS Fair Guards Security GmbH erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die strategischen Ziele, die durch wertmäßige Steuerungskennzahlen, wie Betriebsleistung, Materialaufwandsquote und Rohertrag definiert wurden, wurden sowohl auf Unternehmensebene als auch in den meisten Segmenten überwiegend erfolgreich erreicht. Die Betriebsleistung ist um ca. 83% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Besonders hervorzuheben ist, dass das Geschäftsvolumen auch im zweiten Halbjahr stabil blieb. Die implementierten Maßnahmen zur Absicherung des Umsatzes trugen maßgeblich dazu bei, die Profitabilität zu sichern.

III. Darstellung der Lage der Gesellschaft

III. I. Ertragslage

Die Betriebsleistung belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 42.134. Die Steigerung zum Geschäftsjahr 2022 ist insbesondere auf die Zunahme neuer Aufträge zurückzuführen. Durch die erfolgreiche Akquise von Großprojekten und langfristigen Verträgen konnten wir unsere Auftragslage deutlich verbessern.

Unter den Materialaufwendungen (TEUR 30.097; i. Vj. TEUR 14.509) sind hauptsächlich Kosten für Nachunternehmer erfasst. In Folge der Zugewinne an Kunden erhöhte sich der Aufwand um TEUR 15.588. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) ist von 63,1% im Jahr 2022 auf 71,4% im Jahr 2023 gestiegen. Begründet ist dieser Anstieg durch die jeweiligen Tarifabschlüsse der Länder und eine erhöhte Quote an Nachunternehmern.

Die Personalaufwendungen TEUR 10.948; i. Vj. TEUR 6.993) haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.955 bzw. 56,6% erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Tariferhöhungen und dem im Vergleich zum Vorjahr vorgenommenen Personalaufbau. Die Mitarbeiteranzahl unter Einbeziehung der Auszubildenden konnte im Jahresdurchschnitt aufgrund der neuen Aufträge fast verdoppelt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zur Betriebsleistung 0,6%-Punkte gesunken, von 2,7% auf 2,1%. Absolut sind sie um TEUR 259 auf TEUR 887 gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch neue IT-Ausstattung, freiwillige Sozialleistungen, Berufsbekleidung, Fahrzeugkosten und andere verschiedene betriebliche Kosten.

Das gute Betriebsergebnis des Vorjahres konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 nicht bestätigt werden. Es sank insbesondere aufgrund der überproportional gestiegenen Materialaufwandsquote (+8,3%-Punkte) um TEUR 649 auf TEUR 176 (i. Vj. TEUR 826).

III. II. Finanzlage

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 durchgehend sichergestellt. Es bestehen weiterhin keine Kreditverbindlichkeiten. Aktuell ist mit der Einführung eines Factorings geplant. Dies soll für weitere Liquidität sorgen. Alle bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr bedient werden. Der Brutto-Cashflow zeigte sich aufgrund des niedrigeren Jahresergebnisses um TEUR 488 auf TEUR 146 vermindert.

III. III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 63,6% gegenüber dem Vorjahr. Hauttreiber hierfür war der Anstieg (+TEUR 3.590) der Liefer- und Leistungsforderungen (TEUR 5.821; i. Vj. TEUR 2.231), infolge des gestiegenen Umsatzvolumens.

Im Stichtagsvergleich stieg das Eigenkapital in Höhe des Jahresüberschusses (TEUR 121) auf TEUR 954. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 15,3% nach 21,9% zum 31. Dezember 2022.

Der leichte Rückgang des Postens sonstige Rückstellungen (TEUR 229; i. Vj. TEUR 260) lässt sich im Wesentlichen aus Anpassungen von Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge begründen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.972) lagen aufgrund des Umsatzwachstums deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 1.733. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 119 auf TEUR 871 ist hauptsächlich auf im Vorjahresvergleich jeweils höhere Personal- und Ertragsteuerverpflichtungen zurückzuführen.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend wird die Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Punkt 1III Darstellung des Steuerungssystems) im Berichtsjahr sowie im Vorjahresvergleich dargestellt.

IV. I. Finanzielle Leistungsindikatoren

Leistungsindikator 2023 2022 Veränderung
TEUR / %-Pkt. %
Betriebsleistung (TEUR) 42.134 22.974 19.159 83,4
Materialaufwandsquote (%) 71,4 63,1 8,3%-Pkt. n/a
Rohergebnis (TEUR) 11.936 8.437 3.499 41,5

3. Prognosebericht

I. Konjunktur

"Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal unverändert bleiben und erst zum Jahresende wieder leicht um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zulegen. Damit dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 bzw. 1,5% zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien. Der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2026 wird durch die hohe Zahl an Arbeitstagen überzeichnet. Kalenderbereinigt beträgt der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts lediglich 1,2%." (Quelle: ifo Schnelldienst digital 7 / 2024 vom 5. September 2024)

II. Branche

Die Sicherheitslage in Deutschland ist weiterhin angespannt. Bedrohungen durch Terrorismus, politischen Extremismus und Cyberangriffe sind nach wie vor präsent. Der Sicherheitsbedarf in verschiedenen Bereichen, insbesondere bei Veranstaltungen und in kritischen Infrastrukturen ist gestiegen. Dennoch hat die Anspannung der Sicherheitslage nicht automatisch zu einem Anstieg der Aufträge im Bereich der Objektsicherung geführt. Der Ruf nach einem Mehr an staatlicher Sicherheit wird lauter, welches die Marktbedingungen für private Sicherheitsdienstleister erschwert. Der Markt für Bewachungs- und Sicherheitsdienstleistungen ist nach wie vor durch einen intensiven Verdrängungswettbewerb geprägt. Die Auftragsvergabe, insbesondere im öffentlichen Sektor, wird weiterhin stark über den Preis geregelt. Die demografische Entwicklung in Deutschland führt ebenfalls in der Branche der Bewachungs- und Sicherheitsdienstleistungen zu einem Fachkräftemangel. Unternehmen müssen attraktive Arbeitsbedingungen schaffen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. (Quelle: https://www.bmi.bund.de/ SharedDocs/schwerpunkte/DE/desinformation/artikel-desinformation-hybride-bedrohung.html; https://www.bmi. bund.de/SharedDocs/schwerpunkte/DE/schutz-kritis/topthema-kritis.htm)

III. Gesellschaft

Für das Jahr 2024 erwartet die FGS Fair Guards Security aufgrund des weiterhin hohen Auftragsbestandes und in Erwartung neuer Aufträge eine Steigerung der Betriebsleistung in Höhe von 19% auf rd. 50 Mio. EUR. Es wird eine weiterhin hohe Auftragslage im Sicherheits- und Bewachungsgewerbe prognostiziert. Die Fortentwicklung im Bereich Werk- und Objektschutz soll für weiteren Umsatz beitragen. Insgesamt zeigt sich für die Gesellschaft eine positive Perspektive für 2024, trotz der vielfältigen Herausforderungen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Veränderungen der Zuordnung in der Verwaltung und einhergehend die korrekten Meldewege haben zu einer signifikanten Verbesserung der Profitabilität beigetragen. Mit einer stabilen Auftragslage und der Fortsetzung der Effizienzmaßnahmen ist die Gesellschaft optimistisch, dass sie im kommenden Jahr eine positive Entwicklung der Betriebsleistung und des Rohertrages erreichen kann. Die Materialaufwandsquote sollte sich linear zur prognostizierten Entwicklung der Betriebsleistung entwickeln und sich in einer Range zwischen 68% - 73% der Betriebsleistung einpendeln.

4. Chancen- und Risikobericht

I. Risikobericht

Der Erfolg des Unternehmens basiert auf der konsequenten Wahrnehmung von Chancen, die im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifiziert wurden. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen jedoch einer Vielzahl von Risiken gegenüber, die es zu managen gilt.

I. I. Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation im Sicherheits- und Bewachungsgewerbe und somit für die FGS Fair Guards Security GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend stabil gezeigt. Für das Jahr 2024 werden die folgenden Risiken kontinuierlich überwacht und hinsichtlich ihrer Tragweite, sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. So stuft die Gesellschaft beispielsweise Marktrisiken, die zu negativen Abweichungen von den im Prognosebericht formulierten Annahmen führen könnten, als nur mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ein. Dennoch wird die potenzielle Auswirkung dieser Marktrisiken aufgrund der Bedeutung des Marktes für die Geschäfts- und Ertragslage der Gesellschaft weiterhin mit einer mittleren Risikohöhe bewertet.

I. II. Einzelrisiken

Besondere Herausforderungen ergeben sich aus der Tatsache, dass Laufzeiten von Verträgen mit Kunden enden, dass der Referentenentwurf des Sicherheitsgewerbegesetzes in unveränderter Form vom Bundestag beschlossen wird, sowie der Mangel an qualifizierten Sicherheitsmitarbeitern. Diese Faktoren können potenziell die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird eine kontinuierliche Anpassung der Personalstrategien, sowie eine proaktive Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen angestrebt. Als ein wesentlicher Faktor hierbei ist die Mitgliedschaft im BDSW, dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft.

I. III. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle Maßnahmen für einen systematischen und transparenten Umgang mit Risiken. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, sie adäquat zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen, zu vermeiden, zu überwachen und zu dokumentieren. In regelmäßigen Abständen werden die Entwicklungen risikorelevanter Kennzahlen sowie deren Bedeutung für einzelne Unternehmensbereiche hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen bewertet. Bei Erreichen definierter Schwellenwerte werden entsprechende Gegenmaßnahmen ausgelöst. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kennzahlen Angebotsabgaben und Auftragsbestand, Personalbestand und kosten, Liquidität, Entwicklung von Einkaufspreisen, Investitionen, Erlösen, Kosten und Ergebnis. Die permanente Aktualisierung dieser Daten, das monatliche Reporting, sowie die regelmäßigen Besprechungen mit den Verantwortlichen erfolgen durch die Geschäftsführung. Notwendige Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen und der Geschäftsleitung initiiert.

II. Chancenbericht

Die Chancen für unser Unternehmen ergeben sich aus der soliden Geschäftspolitik, die wir in den vergangenen Jahren verfolgt haben, sowie aus der Neustrukturierung der Unternehmensstruktur, in der die FGS Fair Guards Security GmbH in die Holding übergegangen ist. Durch eine ständige Überprüfung aller operativen Prozesse auf Effektivität, die Anpassung der Mitarbeiterstruktur und die gezielte Bindung unserer Mitarbeitenden ist es uns gelungen, die Kostenstruktur nachhaltig konstant zu halten.

Hervorheben möchten wir, dass sowohl der Geschäftsführer als auch der Prokurist regelmäßig vor Ort bei unseren Kunden sind. Diese proaktive Präsenz dient nicht nur der Stärkung der Kundenbindung, sondern ermöglicht es uns auch, unmittelbare Einblicke in die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden zu gewinnen. Durch den direkten Kontakt können wir schnell auf Veränderungen reagieren und unsere Dienstleistungen gezielt anpassen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Diese Strategie fördert nicht nur das Vertrauen unserer Kunden, sondern trägt auch maßgeblich zu einer langfristigen und erfolgreichen Zusammenarbeit bei.

Zudem ergeben sich weitere Chancen aus der sorgfältigen Analyse unserer bestehenden Kunden- und Preisstruktur, wodurch wir Umsätze mit niedrigen Deckungsbeiträgen kontinuierlich aussortieren können. Dies sichert uns freie Personalkapazitäten für gewinnbringendere Aufträge. Ein weiterer Ansatz zur signifikanten Reduzierung des Personalaufwandes liegt in der Senkung der Krankheitsquote, insbesondere angesichts des hohen Personaleinsatzes. Durch die Zusammenarbeit mit der BSS-Business School for Security ergeben sich zudem Chancen zur Mitarbeiterförderung und Mitarbeiterbindung. Die Gesellschaft fördert das unternehmerische Denken seiner Mitarbeiter. Das Unternehmen sieht damit Chancen, sich schneller und umfassender als bislang an Veränderungen im operativen Umfeld anzupassen und den Kundennutzen zu steigern.

Wir sind überzeugt, gut gerüstet zu sein, um die künftigen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. In dem letzten Jahr haben wir zudem verstärkt Optimierungen in der Verwaltung vorgenommen, sowie in Mitarbeiter im Vertrieb investiert. Insbesondere mit diesen Maßnahmen wollen wir die Erschließung neuer Märkte im privatwirtschaftlichen Sektor vorantreiben. Durch erfolgversprechende strategische Maßnahmen sieht die Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser aus.

5. Zweigniederlassungsbericht

Derzeit betreiben wir keine Zweigniederlassungen.

 

Petersberg, 25. Oktober 2024

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 31.125,00 17.839,00
I. Sachanlagen 31.125,00 17.839,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.125,00 17.839,00
B. Umlaufvermögen 6.185.406,92 3.781.836,36
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.033.481,95 2.333.140,64
1. Forderungen gegen Gesellschafter 144.141,25 53.752,96
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.889.340,70 2.279.387,68
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 151.924,97 1.448.695,72
Aktiva 6.216.531,92 3.799.675,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 954.100,38 833.407,79
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 929.100,38 808.407,79
davon Gewinnvortrag 808.407,79 193.452,17
B. Rückstellungen 418.871,79 481.029,81
C. Verbindlichkeiten 4.843.559,75 2.485.237,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 29,75
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.843.530,00 2.485.237,76
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.843.530,00 2.485.237,76
Passiva 6.216.531,92 3.799.675,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.036.500,32 8.467.085,98
2. Personalaufwand 10.947.693,35 6.993.434,99
a) Löhne und Gehälter 9.102.355,04 5.823.672,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.845.338,31 1.169.762,88
davon für Altersversorgung 583,80 574,00
3. Abschreibungen 25.212,23 19.594,91
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.212,23 18.539,74
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.055,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 887.278,50 628.415,98
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.383,07 378,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.387,17 1.894,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.385,55 207.912,81
8. Ergebnis nach Steuern 121.926,59 616.210,62
9. sonstige Steuern 1.234,00 1.255,00
10. Jahresüberschuss 120.692,59 614.955,62
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 808.407,79 193.452,17
12. Bilanzgewinn 929.100,38 808.407,79

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die FGS Fair Guards Security GmbH hat ihren Sitz in 36100 Petersberg (Anmeldung Handelsregister vom 11.04.2024, vorher Eichenzell-Welkers) und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Fulda unter HRB 6941 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss (§ 264 Abs.1a HGB)

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden deutschen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der steuerrechtlich zugelassenen Zeiträume linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen berücksichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt (§ 253 I HGB).

Das Eigenkapital wurde mit dem entsprechenden Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden auf Grundlage des § 253 HGB ermittelt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I S. 2 HGB). Eine Abzinsung nach § 253 II S. 1 HGB ist unterblieben, da die Restlaufzeiten der Rückstellungen zum Bilanzstichtag ein Jahr jeweils nicht überstiegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen (§ 284 Abs. 3 HGB)

Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind aus der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel § 268 Abs. 2 Satz 1 HGB) ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB)

Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind nachfolgende nicht unerhebliche Rückstellungen enthalten:

TEUR
Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub 138
Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen 75
Rückstellungen für Archivierungskosten 5
Rückstellungen Abschluss und Prüfung 11
Sonstige Rückstellungen 229

4. Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
EURO
bis 1 Jahr
EURO
1 bis 5 Jahre
EURO
über 5 Jahre
EURO
- gegenüber Kreditinstituten 30 30 0 0
im Vorjahr 0 0 0 0
- aus Lieferungen u. Leistungen 3.972.113 3.972.113 0 0
im Vorjahr 1.732.918 1.732.918 0 0
- sonstige Verbindlichkeiten 871.417 871.417 0 0
im Vorjahr 752.319 752.319 0 0
Summe Verbindlichkeiten 4.843.560 4.843.560 0 0
im Vorjahr 2.485.237 2.485.237 0 0
sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern 313.134 313.134
im Vorjahr 298.296 298.296
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 835 835
im Vorjahr 11.341 11.341

Art der Sicherheiten (§ 285 Nr. 1b HGB)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

VI. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB)

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

a) Mietverpflichtungen für bewegliche Wirtschaftsgüter in 2024 von TEUR 128, in 2025 in voraussichtlich ähnlicher Höhe.

b) Mietverpflichtungen für unbewegliche Wirtschaftsgüter in 2024 von TEUR 51, in 2025 in voraussichtlich ähnlicher Höhe.

2. Zahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Zahl der 2023 durchschnittlich im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmergruppen beträgt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
gewerbliche Arbeitnehmer 198
Angestellte 15
213

3. Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGB

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr durch deren Geschäftsführer

Herrn Frank Brüssow, Controller (ab 29.11.2023)

Herrn Stefan Ketterer, Finanzwirt (bis 29.11.2023)

Herrn Amir El-Attar, Controller (bis 19.02.2024)

ausgeübt.

4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB)

Die Schutzklauseln gem. § 286 Abs. 4 HGB wurden in Anspruch genommen.

5. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 929.100,38, der sich aus dem Jahresüberschuss 2023 von EUR 120.692,59 und dem Gewinnvortrag von EUR 808.407,79 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Petersberg, den 25. Oktober 2024

Frank Brüssow, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die FGS Fair Guards Security GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FGS Fair Guards Security GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FGS Fair Guards Security GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

1. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 25. Oktober 2024

GFP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer

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