C3 Creative Code and Content GmbHLiquidiert

Heiligegeistkirchplatz 1, 10178 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 81360
Vorher
Kircher Burkhardt Editorial & Corporate Communication GmbHKircherBurkhardt GmbH
Eingetragen
2.7.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von WerbeagenturenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Erbringung medialer Dienstleistungen aut dem Gebiet der Unternehmens- und Markenkommunikation sowie die Beratung auf dem Gebiet der Werbung, der Kommunikation und der Verkaufsförderung, insbesondere das Editorial Design von Print- und Onlinemedien. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland zu errichten sowie andere Unternehmen im Inund Ausland zu erwerben und sich an solchen zu beteiligen, auch als persönlich haftende Gesellschafterin, und ihre Geschäfte zu führen.

Historie

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Management

NameRolle
Anna-Katharina Lohre
seit 10.5.2024
Geschäftsführer
Lisa Sieben
seit 16.9.2021
Geschäftsführer
Adil Saieb Gelbert
seit 23.10.2017
Geschäftsführer
Karsten Krämer
seit 16.2.2015
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

C3 Creative Code and Content GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2019

A. Grundlagen des Unternehmens

Die C3 Creative Code and Content GmbH (C3) ist mit fast 400 Mitarbeitern und rund 54 Mio. € Umsatz im deutschsprachigen Raum eine der führenden Agenturen im Content Marketing. C3 Creative Code and Content verschafft Marken und Unternehmen einen relevanten Platz im Leben ihrer Kunden und entwickelt und realisiert Content Marketing-Lösungen, die messbar Wirkung zeigen. Die Agentur kombiniert Kreativität, Content und Technologie und vereint alle Disziplinen für zeitgemäßes Marketing unter einem Dach: Von Strategie und Konzeption über Content-Kreation, Technologie und Plattformkompetenz bis hin zu Marketing Intelligence, Channels und Performance. C3 agiert im In- und Ausland gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen und weiteren Partnerunternehmen (C3 Gruppe) und ist somit ein internationales Content Marketing Netzwerk. Die C3 Gruppe ist die führende europäische Content Marketing Agentur und unterhält Standorte in Berlin, München, London, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Essen, Zürich, Prag und Ljubljana sowie ein internationales Partnernetzwerk. Mit knapp 700 Mitarbeitern erzielt die Gruppe einen Umsatz von 91 Mio. €.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der deutsche Werbemarkt ist 2019 um 1,9% gewachsen, insbesondere das starke Wachstum der Online Spendings - plus 7,9 Prozent - ist weiterhin stabil. Darunter fällt auch ein großer Teil der digitalen Content Marketing Investitionen, die im deutschsprachigen Raum inzwischen jährlich 4,6 Mrd. Euro betragen. In Summe ist der CM-Markt im Raum DACH seit 2010 um insgesamt 81 % gestiegen - das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 8%. Diese Aktivitäten werden sich nach Einschätzung vieler Unternehmen in den nächsten Jahren noch intensivieren - die Prognosen gehen hier von einem Investitionszuwachs auf Seiten der Unternehmen im CM Bereich von jährlich 10% bis 2021 aus.

Der Aufbau und die Aussteuerung von Omnichannel-Systemen werden von Marketing-Verantwortlichen klar als eine der größten Herausforderungen für 2020 gesehen. Dies spiegelte sich bereits 2019 bei C3 in der verstärkten Nachfrage nach dem Aufbau und Betrieb von integrierten Marketing-Ökosystemen wider, die von der Gesellschaft in Form des kundenzentrierten Client Pod Modells abgebildet und bedient werden.

Content Marketing ist mittlerweile integrierter Bestandteil der Marketing Kommunikation geworden. Die Verschmelzung von Werbung, Content Marketing, Performance Marketing und Marketing Intelligence eröffnet für C3 die Chance, sich als Leadagentur für Marketing und Kommunikation zu positionieren.

Geschäftsverlauf und Lage

Die Hauptgeschäftstätigkeit der C3 besteht in der Konzeption, Gestaltung und Produktion crossmedialer, journalistisch geprägter Content-Lösungen für verschiedenste Kanäle und Endgeräte zum Zwecke des Marketings und der Unternehmenskommunikation. Das Leistungsspektrum beinhaltet ebenso die Beratung und die Umsetzung programmiertechnischer Lösungen in diesen Bereichen sowie die Generierung von Reichweiten für die bereit gestellten Inhalte. Die Nachfrage war 2019 - wie in den Vorjahren - geprägt von der zunehmenden Bedeutung von Content Marketing bei den Marketingentscheidern, aber auch aufgrund der Weiterentwicklung der klaren und glaubhaften Positionierung von C3 in diesem Markt. Das positive Standing von C3 am Markt zeigt sich auch erneut an den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die gewonnen wurde, darunter insbesondere Platz 1 bei den Best of Content Marketing (BCM) Awards. Auch beim Internetagenturranking des BVDW konnte sich C3 von Platz 10 auf Platz 8 verbessern.

Im Jahr 2019 konnten erneut große Etats dazugewonnen werden, die zum größten Teil gesamtheitliche systemische Marketinglösungen darstellen, die sich mit der Strategie, der Positionierung und dem Know-How von C3 decken. Die Maßnahmen zur Transformation des Unternehmens in 2018, die von strategischen, personellen und strukturellen Veränderungen geprägt waren, zeigten in 2019 deutlich Wirkung. Zum 1. Januar 2019 wurde ein Group Management Board als oberste Führungsebene installiert, die die C3 Gruppe - die C3 GmbH sowie ihre in- und ausländischen Beteiligungen - strategisch führt und deren wesentliche Fähigkeiten bündelt. Die Standorte der Gruppe bleiben in ihrer lokalen und inhaltlichen Eigenständigkeit bestehen, sie werden operativ von ihren jeweiligen Geschäftsführern geleitet. Sie wurden jedoch stärker untereinander vernetzt und erhielten Zugriff auf zentrale Kompetenzcluster wie zum Beispiel Kreation & Content, Strategie oder Data & Analytics, die jeweils gruppenübergreifend geführt werden.

Daneben wurde eine flexible Client Pod Struktur als neues Delivery Modell implementiert, die den Kunden in den zentralen Mittelpunkt aller Kompetenzfelder stellt und die Möglichkeit eröffnet, Teamstrukturen deutlich passgenauer und agiler um Kundenbedürfnisse herum zu formen. Der strategische Umbau des Unternehmens vom Produktgeschäft hin zum Lösungsgeschäft manifestiert sich darin, dass bereits 65% des Geschäfts der C3 Gruppe systemische Marketing-Lösungen darstellen.

Der strategische Umbau des Unternehmens war mit einer Anpassung der Kostenstruktur, insbesondere eine Reduktion von Fixkosten verbunden. Dies spiegelte sich im Personalabbau von festen Mitarbeitern in 2018 wider, was in 2019 deutlich flexiblere Strukturen ermöglichte.

Aufgrund der vorgenannten Gründe erzielt die C3 bei einem Gesamtumsatz von 53,833 T€ (Vorjahr: 47.898 T€) eine starke Umsatzsteigerung von 12,4 Prozent zum Vorjahr. Das betriebliche Ergebnis verbesserte sich mit 1.373 T€ (Vorjahr: -1.245 T€) deutlich und manifestiert den operativen Turnaround des Unternehmens.

Die in- und ausländischen Beteiligungen der C3 GmbH verzeichnen zum Teil einen strukturell bedingten Erlös- und Ergebnisrückgang, der bei einigen Gesellschaften auf den teilweise noch nicht abgeschlossenen Transformationsprozess zurückzuführen ist. Damit einher gehen Abschreibungen im Finanzanlagevermögen in Höhe von 8 Mio. € sowie Abschreibungen von Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von 1,6 Mio. €.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Geschäftsführung sind Umsatzerlöse und betriebliches Ergebnis (EBIT; Ergebnis vor Zinsen und Steuern) die entscheidenden Kennziffern für die interne Unternehmenssteuerung der C3. Diese Kennzahlen berechnen wir im Verhältnis zum Budget sowie im Vorjahresvergleich.

D. Ertragslage

Umsätze

Die Umsätze von C3 entstehen vornehmlich an den Standorten Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt. Die Hauptumsatzquelle sind Tätigkeiten der genannten Standorte, die im weiteren Sinne dem Markt für Content Marketing zuzuordnen sind. Dazu gehören Erlöse in der strategischen Kommunikationsberatung, der Konzeption, Gestaltung und redaktionellen Erstellung von Inhalten off- und online, der Konzeption und Umsetzung von Printmedien aller Art, der Entwicklung und dem Betrieb von digitalen Plattformen, der Konzeption und Realisierung von Bewegtbildformaten, dem Content- und Community-Management in den digitalen sozialen Medien sowie von Marketing Intelligence und der Performanceanalyse. C3 erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 53.833 T€, eine Steigerung von 12,4% gegenüber dem Vorjahr und konnte somit die Vorjahresprognose eines moderaten Wachstums erfüllen. In 2019 konnten an allen Standorten große Neukundenetats gewonnen bzw. Bestandskundenetats ausgebaut werden.

Angaben zur Auftragslage

Die positive Umsatzentwicklung in 2019 wird sich ebenfalls positiv auf das kommende Geschäftsjahr auswirken. Aktuell sind bereits ca. 80% des geplanten Auftragsbestands 2020 identifiziert.

Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 655 T€ vermindert. Dabei haben sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen auf 191 T€ (Vorjahr: 2.304 T€) vermindert. Gegenläufig hat sich die Auflösung einer Wertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 1.000 T€ ausgewirkt.

Aufwendungen

Wesentliche Aufwandspositionen waren der Personalaufwand (23.834 T€; Vorjahr: 24.736 T€), die Aufwendungen für bezogene Leistungen (18.660 T€; Vorjahr: 17.225 T€) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (10.243 T€; Vorjahr: 9.815 T€). Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den strukturellen Personalmaßnahmen des Vorjahres.

Ergebnis

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag in 2019 bei 1.373 T€ (Vorjahr: -1.245 T€). Somit konnte das geplante Ziel eines wieder positiven Ergebnisses erfüllt werden.

Personal- und Sozialbereich

C3 hat im Jahr 2019 durchschnittlich 344 (Vorjahr: 339) festangestellte Mitarbeiter sowie 17 (Vorjahr: 15) kaufmännische Aushilfen beschäftigt. Marktwachstum, Marktpositionierung, Internationalität und interdisziplinäres Arbeiten machen C3 weiterhin zu einem attraktiven Arbeitgeber und stellen wichtige Faktoren dar, um Talente und Leistungsträger für den weiteren Ausbau des Unternehmens zu gewinnen und zu halten.

Beschaffung

C3 beschäftigt fest angestellte Mitarbeiter, wickelt aber vermehrt Projekte auch unter Einschaltung externer Dienstleister ab, so dass diese Aufwandsposition als Bestandteil der Materialaufwendungen nach den Personalaufwendungen die betragsmäßig größte Aufwandsposition darstellt. Sie liegt im Geschäftsjahr 2019 bei 18.660 T€ (Vorjahr: 17.225 T€).

Die Investitionen insbesondere in die IT Infrastruktur und Geschäftsausstattung betrugen T€ 468 und lagen aufgrund von zeitlichen Verschiebungen unter dem budgetierten Wert.

D. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft lag am Bilanzstichtag bei 15 T€ (Vorjahr: 12 T€).

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung teil, um ihre laufenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und die Zahlungsfähigkeit auch zukünftig sicher zu stellen. Zum Stichtag wurden 22.043 T€ des zur Verfügung stehenden Rahmens über 26 Mio. € in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag keine Gesellschafterdarlehen (Vorjahr: 4.742 T€). Die Darlehen wurden marktüblich verzinst und im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt. Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt daher nur noch über die Cash-Pool-Anbindung an den Mehrheitsgesellschafter.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 30.390 T€ (Vorjahr: 27.645 T€) steht neben den liquiden Mitteln kurzfristiges Umlaufvermögen in Höhe von 19.785 T€ (Vorjahr 21.408 T€) gegenüber.

E. Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz in Höhe von 36.421 T€ (Vorjahr: 40.351 T€) gliedert sich im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von 16.247 T€ (Vorjahr: 18.521 T€) in Finanzanlagen in Höhe von 15.172 T€ (Vorjahr: 17.364 T€), in Sachanlagevermögen in Höhe von 1.008 T€ (Vorjahr: 1.056 T€) sowie in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 66 T€ (Vorjahr: 101 T€).

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von 6.294 T€ (Vorjahr: 835 T€). Der größte Teil wurde durch Zugänge in den Finanzanlagen verursacht (5.825 T€; Vorjahr: 402 T€), die auf Kapitalerhöhungen bei einer inländischen und einer ausländischen Tochtergesellschaft zurückzuführen sind.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 19.810 T€ (Vorjahr: 21.515 T€) setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.839 T€ (Vorjahr: 13.623 T€) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.358 T€ (Vorjahr: 4.859 T€) zusammen. Der Bestand der in Arbeit befindlichen Aufträge betrug zum Bilanzstichtag 489 T€ (Vorjahr: 891 T€).

Die Passivseite gliedert sich neben dem Eigenkapital mit 5.999 T€ (Vorjahr: 12.684 T€) vorrangig in die Verbindlichkeiten in Höhe von 27.253 T€ (Vorjahr: 23.833 T€) sowie Rückstellungen von 3.146 T€ (Vorjahr: 3.833 T€), die weiterhin Kosten für Transformationsmaßnahmen beinhalten.

F. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Die C3 ist in erster Linie im nationalen Markt und gemeinsam mit ihren Beteiligungen und Kooperationspartnern international tätig. Die Dynamik des Marktes auf nationaler wie internationaler Ebene ist unverändert hoch. Dieser bietet dennoch weiterhin Aufgrund seiner Größe, Vielfältigkeit und Dynamik trotz intensiven Wettbewerbs ein sehr großes Geschäftspotenzial. Daher ist verstärkt der Trend zu beobachten, dass zunehmend Player aus anderen Branchen, insbesondere Technologieberatungsunternehmen und klassische Kreativagenturen versuchen, im Markt Fuß zu fassen. Die zunehmende Verschmelzung von Werbung, Content Marketing, Performance Marketing und anderer Marketing-Felder bietet weiterhin die Möglichkeit, umfassende Etats bei Kunden zu gewinnen und somit das bestehende Geschäft strategisch auszubauen, sowie weitere Neukunden zu akquirieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dies zeigt sich in der fortschreitenden strukturellen Veränderung des Geschäfts, die einen klaren Shift von Produkt- hin zu Lösungsgeschäft mit sich bringt: Ein wesentlich engeres Zusammenspiel von Content, Tech, Media und Performance ist notwendig, um auf die Costumer Experience der Marke einzuzahlen.

Dies erfordert in vielen Fällen den Aufbau und Betrieb eines kompletten Ökosystems der Kundenkommunikation.

Mit diesen Entwicklungen ist eine deutlich größere Komplexität und Volatilität der Projekte verbunden, die von der Gesellschaft eine erhöhte Planungsagilität erfordert. Um die sich verändernde Nachfrage des Marktes, die sich in einem deutlich breiteren Anforderungsspektrum seitens unserer Kunden zeigt, erfolgreich bedienen zu können, wird der konsequente Ausbau der Digitalskills etwa im Bereich Technical Consulting und Marketing Intelligence vorangetrieben. Daneben ist die konsequente Umsetzung des kundenzentrierten Delivery Modells entscheidend. Aus diesen Gründen war das Geschäftsjahr 2019 von der inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung der C3 Gruppe geprägt, um das angebotene Leistungsspektrum den Kundenbedürfnissen anzupassen.

Die fortschreitende technologische Entwicklung wird auch weiterhin zu leistungswirtschaftlichen Herausforderungen führen. Insbesondere muss sich der Markt auch weiter mit der der wachsenden Bedeutung von Live Formaten und der intelligenten Nutzung und Analyse von Daten auseinandersetzen. Dies stellt fortlaufend hohe Anforderungen an die Innovations- und Investitionstätigkeit des Unternehmens sowie an die Informationssicherheit und den Datenschutz dar.

Das Geschäft der C3 unterliegt marktüblichen Preisänderungsrisiken, die in erster Linie aus Kostensenkungsbestrebungen ihrer Kunden resultieren. Dieser Entwicklung steht eine hohe Glaubwürdigkeit des Unternehmens in Hinblick auf Qualität und Relevanz des Leistungsangebots entgegen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist weiterhin als gesichert zu bezeichnen, die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu bedienen. Die Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Wirtschaftsverkehr üblichen Finanzrisiken, wie Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken bei Währungsschwankungen und Zinsänderungen ausgesetzt. Liquiditätsrisiken des Unternehmens sind auf Grund der Teilnahme am Cash-Pool der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung überschaubar. Auch Zahlungsstromschwankungen, die durch unterschiedliche Erscheinungsfrequenzen von für Kunden erstellten Medien entstehen können, sind somit gut beherrschbar.

Das Gesamtrisiko, dem die C3 ausgesetzt ist, ergibt sich aus den dargestellten Einzelrisiken sowie aus möglichen Abweichungen von der erwarteten Marktentwicklung. Diese Risiken werden laufend überwacht, insbesondere durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting wesentlicher aktueller Informationen an die Geschäftsleitung. Aus heutiger Sicht liegen der Geschäftsführung keine Informationen vor, nach denen der Fortbestand der C3 GmbH gefährdet ist.

Aufgrund des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des weltweiten Wirtschaftswachstums führen können. Für C3 können dadurch Risiken auf der Absatz-, der Leistungserstellungs- und der Beschaffungsseite entstehen, die aktuell schwierig zu prognostizieren sind. Möglichen Liquiditätsrisiken, die sich aus einer rückläufigen Geschäftstätigkeit ergeben, wird mit ausreichender Cash-Pool-Linie sowie einer restriktiven Investitionspolitik begegnet.

Die Prognose der Geschäftszahlen 2020 ist in dem aktuellen Umfeld mit großen Unsicherheiten behaftet. Ohne Berücksichtigung möglicher negativer Effekte aus der Coronavirus-Pandemie, die sich momentan noch nicht beziffern lassen, rechnet C3 für das Geschäftsjahr 2020 und die Folgejahre zunächst mit einer Konsolidierung und anschließend mit moderatem Wachstum der Umsatzerlöse in den Folgejahren. Nach der strategischen und strukturellen Neuausrichtung von C3 in den vergangenen beiden Jahren wird für 2020 ein deutlich verbessertes betriebliches Ergebnis der Gesellschaft erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2020 sind Investitionen in Höhe von ca. 0,7 Mio. € geplant. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in die IT Infrastruktur und Geschäftsausstattung.

Die Zahl der Mitarbeiter der C3 GmbH wird sich im Jahresdurchschnitt voraussichtlich moderat erhöhen.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von unseren vorgenannten Erwartungen abweichen können.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2019 geleistete Arbeit.

 

Berlin, den 20. März 2020

Die Geschäftsführer

Christian Breid

Adel Gelbert

Franzis Heusel

Karsten Krämer

Amtsgericht Charlottenburg HRB 81360 B

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2018
Anlagevermögen 18.520.911,77 16.246.591,03
Immaterielle Vermögensgegenstände 101.227,75 66.174,75
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.227,75 66.174,75
Sachanlagen 1.056.049,00 1.008.051,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.056.049,00 1.008.051,00
Finanzanlagen 17.363.635,02 15.172.365,28
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.363.635,02 15.172.365,28
Umlaufvermögen 21.514.798,77 19.809.660,04
Vorräte 909.898,60 498.086,35
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 890.507,35 488.551,03
fertige Erzeugnisse und Waren 19.391,25 9.535,32
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.593.142,19 19.296.849,13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.622.759,77 15.839.038,49
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.858.754,36 2.357.625,52
sonstige Vermögensgegenstände 2.111.628,06 1.100.185,12
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.757,98 14.724,56
Rechnungsabgrenzungsposten 315.259,77 364.927,95
Summe Aktiva 40.350.970,31 36.421.179,02

PASSIVA

31.12.2018
Eigenkapital 12.684.468,39 5.998.578,94
Gezeichnetes Kapital 512.470,00 512.470,00
Kapitalrücklage 17.012.701,80 17.012.701,80
andere Gewinnrücklagen 200.000,00 200.000,00
Bilanzverlust 5.040.703,41 11.726.592,86
Rückstellungen 3.833.141,75 3.145.816,66
Steuerrückstellungen 21.900,00 7.700,00
sonstige Rückstellungen 3.811.241,75 3.138.116,66
Verbindlichkeiten 23.833.360,17 27.253.105,42
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 145.553,44 591.481,70
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.734.505,71 2.199.485,52
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.488.694,60 22.455.114,91
sonstige Verbindlichkeiten 1.464.606,42 2.007.023,29
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 23.678,00
Summe Passiva 40.350.970,31 36.421.179,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2018
Betriebliches Ergebnis -1.245.007,88 1.372.952,16
Betriebliche Erträge 51.189.383,19 55.924.059,15
Umsatzerlöse 47.898.206,46 53.833.021,39
Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 142.945,68 -401.956,32
sonstige betriebliche Erträge 3.148.231,05 2.492.994,08
Betriebliche Aufwendungen 52.434.391,07 54.551.106,99
Materialaufwand 17.224.538,95 18.660.353,35
Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.224.538,95 18.660.353,35
Personalaufwand 24.736.234,14 23.834.129,76
Löhne und Gehälter 21.371.541,35 20.321.808,57
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.364.692,79 3.512.321,19
Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 658.500,13 532.532,51
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen übersteigen 0,00 1.281.200,00
sonstige betriebliche Aufwendungen 9.815.117,85 10.242.891,37
Finanzergebnis -182.924,75 -7.971.725,09
Erträge aus Beteiligungen 79.386,48 293.860,69
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.406,51 190.625,31
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 7.963.244,80
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 397.717,74 492.966,29
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.664,04 85.576,09
Ergebnis nach Steuern -1.457.596,67 -6.684.349,02
sonstige Steuern -2.621,98 1.540,43
Jahresfehlbetrag 1.454.974,69 6.685.889,45
Verlustvortrag 3.585.728,72 5.040.703,41
Bilanzverlust 5.040.703,41 11.726.592,86

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlichen Vermerke zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Grundsätze für Bilanzierung und Bewertung unverändert beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wurden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren) bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschritten, wurden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Vermögenswerte mit einem Wert bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Gleichzeitig wird ihr Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt.

Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Jahresende. Die Anschaffungskosten ergeben sich aus fortgeschriebenen gewogenen Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisnachlässen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind grundsätzlich mit den Nennwerten angesetzt.

Für erkennbare Risiken werden Einzelabwertungen gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung vorgenommen worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit diesen Schulden verrechnet.

Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Sonstige Forderungen aus Ansprüchen auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich aus der Abrechnung von höheren Vorauszahlungen mit tatsächlich entstandenen niedrigeren Steuerschulden ergeben, werden bereits in dem Geschäftsjahr aktiviert, dem sie wirtschaftlich zuzuordnen sind. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion lauten, sind zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläen werden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wird grundsätzlich der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den 31. Dezember 2019 wurde am 31. Oktober 2019 ein Zinssatz in Höhe von 2,59 % prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als 15 Jahre wurden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende prognostizierte Zinssatz angesetzt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wird wegen unwesentlicher Auswirkungen nicht einberechnet.

Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, werden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 31 verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen worden sind. Diese Werte entsprechen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für die Bewertung wird grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den Bilanzstichtag wurde am 31. Oktober des Geschäftsjahres ein Zinssatz in Höhe von 1,97 Prozent p.a. prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. In den ersten 10 Dienstjahren wird eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von 3,0 Prozent p.a. unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wird wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem 11. Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt.

Die Rückstellungen enthalten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannten Verpflichtungen und Risiken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen. Schuldposten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion lauten, werden mit dem jeweils niedrigeren Kurs des Entstehungstags oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag ausgewiesen. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

2. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen für das Geschäftsjahr ist aus dem gesondert dargestellten Anlagespiegel ersichtlich.

Finanzanlagen

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB sind aus einer Anlage zum Anhang ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

Angaben in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Lieferungs- und Leistungsverkehr 1.522 710
Finanzverkehr 836 4.149
2.358 4.859

In diesem Posten sind Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 85) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10), welche aus Mietkautionen resultieren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zudem antizipative Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 58).

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 2.432. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der C3 von aktuell rund 31 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (16 %) sowie Gewerbesteuer (15 %).

Die Steuerlatenzen betragen zum 31.12.2019:

Angaben in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Bilanzposten Differenz Steuer Differenz Steuer
Aktiva
Anlagevermögen 1.416 443
Passiva
Rückstellungen 515 161
Summe 1.931 604
Verlustvortrag Gewerbesteuer 5.950 892
Verlustvortrag Körperschaftsteuer 5.847 936
Aktiver Überhang 2.432

Eigenkapital

Der Bilanzverlust beträgt TEUR 11.727 und setzt sich aus dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 5.041 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.686 zusammen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen und sonstige Verbindlichkeiten aus Wertkontenverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 31. Diese wurden mit Deckungsvermögen (TEUR 31) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: verpfändete Rückdeckungsversicherung und verpfändete Wertkonten.

Verrechnete Vermögensgegenstände
Angaben in TEUR Sonstige Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungen)
Anschaffungskosten 28
Beizulegender Zeitwert 31
Erträge(+) / Aufwendungen(-) aus dem Deckungsvermögen 1
Angaben in TEUR Verrechnete Pensionsverpflichtungen
Erfüllungsbetrag 31
Aufwendungen in Form von Zinszuführungen zu den Altersversorgungsrückstellungen 1

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 1) wurden mit den Aufwendungen (TEUR 1) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten berücksichtigt insbesondere Verpflichtungen aus Personalrückstellungen sowie aus ausstehenden Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Angaben in TEUR Unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 591 0 0 591
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.200 0 0 2.200
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.455 0 0 22.455
sonstige Verbindlichkeiten 2.006 1 0 2.007
davon aus Steuern 1.644 0 0 1.644
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
27.252 1 0 27.253

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Abrechnungssaldo des Cash-Pool-Systems der Hubert Burda Media-Gruppe enthalten. Der Posten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 22.177 (Vorjahr: TEUR 20.263).

Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.644 (Vorjahr: TEUR 1.439).

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 53.833 teilen sich wie folgt auf:

Angaben in TEUR Inland Ausland
Umsatzerlöse 50.612 3.221

Es sind periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von 151 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 1.750 (Vorjahr: TEUR 2.538) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Erträge aus der Währungsumrechnung zum Stichtag sind mit TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten.

Personalaufwand

Der Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 91).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 400). Diese betreffen im Wesentlichen Korrekturen von Forderungen aus dem Vorjahr und Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter. Ferner sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung zum Stichtag von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 37) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 135) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Position enthält Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen von TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 352) sowie Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 33).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Hierin enthalten ist periodenfremder Aufwand aus Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 26) sowie periodenfremder Ertrag aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 1).

4. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat gegenüber der wunder media production GmbH, München, mittels "Letter of financial support" ihre Absicht erklärt, die Beteiligung bis zum Ablauf des 31.05.2021 insoweit mit Finanzmitteln auszustatten, als dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Gesellschaft hat gegenüber der Seven Publishing Group Ltd., London, mittels "Comfort Letter" ihre Absicht erklärt, die Beteiligung insoweit mit Finanzmitteln auszustatten, als dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Zudem hat die Gesellschaft mit der C3 Creative Code and Content (Schweiz) AG, Zürich, mittels Rangrücktrittsvereinbarung beschlossen, Forderungen des Gläubigers im Gesamtbetrag von CHF 400.000,00 gegenüber allen bereits bestehenden und zukünftig entstehenden Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang zurückzustellen.

Die Geschäftsleitung geht zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht von einer möglichen Inanspruchnahme aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestehen für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen in nachfolgender Höhe und Fälligkeit.

Wesentliche Dauerschuldverhältnisse im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit 7.247
fällig 2020 3.631
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.124
fällig 2021 bis 2026 3.616
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 287

Darüber hinaus bestehen kurzfristige Verpflichtungen im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in betriebsgewöhnlichem Umfang.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 344 festangestellte Mitarbeiter sowie 17 kaufmännische Aushilfen beschäftigt.

Konzernverhältnisse, verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, sowie in den Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht.

Die Gesellschaft behandelt alle Gesellschaften als verbundene Unternehmen, die wie sie in den Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, einbezogen werden.

Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, und nimmt die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 291 HGB in Anspruch.

Abschlussprüferhonorar

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 48 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:

Name Ausgeübter Beruf im GJ 2019:
Herr Christian Breid Standortleitung Hamburg
Herr Adel Gelbert Chief Executive Officer (CEO)
Herr Karsten Krämer Standortleitung München & Stuttgart
Herr Franzis Heusel Standortleitung Berlin seit 01.01.2019

Im Geschäftsjahr wurden keine Vorschüsse an Organmitglieder gewährt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:

Art des Geschäfts in T€ / Art der Beziehung direktes sowie alle übergeordneten Mutterunternehmen Tochterunternehmen übrige verbundene sowie nahestehende Unternehmen
Bezug von Dienstleistungen 262 1.089 1.134
Erbringung von Dienstleistungen 1.375 6
Nutzung von Vermögensgegenständen (Pacht, Miete, Leasing) 950 8
Zins- und ähnliche Aufwendungen 488
Zins- und ähnliche Erträge 480

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das sich seit Anfang 2020 weltweit ausbreitende Coronavirus könnte sich im Geschäftsjahr 2020 negativ auf die Entwicklung der C3 GmbH und die Bewertung einzelner Beteiligungen auswirken. Trotz des hohen Diversifikations- und Digitalisierungsgrades der Geschäftsaktivitäten ist nicht auszuschließen, dass sich daraus auch negative, aktuell noch nicht bezifferbare, Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der C3 Gruppe ergeben.

 

Berlin, den 20. März 2020

Die Geschäftsführer

Christian Breid

Adel Gelbert

Franzis Heusel

Karsten Krämer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019 Stand 01.01.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 884.660,73 0,00 518.172,78 266.487,92 783.432,98
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 875.366,95 0,00 609.879,00 265.487,96 774.139,20
Geschäfts- oder Firmenwert 9.293,78 0,00 9.293,78 0,00 9.293,78
Sachanlagen 2.943.714,06 468.478,51 54.319,12 3.367.873,45 1.887.665,06
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.943.714,06 468.478,51 54.319,12 3.357.873,45 1.887.665,06
Finanzanlagen 17.363.635,02 6.825.264,39 53.289,33 23.135.610,08 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.363.635,02 5.825.264,39 53.289,33 23.136.610,08 0,00
Summen 21.192.009,81 6.293.742,90 725.781,23 26.759.971,48 2.671.098,04
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 35.053,00 618.172,78 200.313,20
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.053,00 608.879,00 200.313,20
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 9.293,78 0,00
Sachanlagen 497.479,51 35.322,12 2.349.822,45
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.479,51 35.322,12 2.349.822,45
Finanzanlagen 7.963.244,80 0,00 7.963.244,80
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.963.244,80 0,00 7.963.244,80
Summen 8.495.777,31 663.494,90 10.613.380,45
Buchwert Buchwert
31.12.2019 31.12.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände 66.174,75 101.227,75
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.174,75 101.227,75
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Sachanlagen 1.008.051,00 1.056.049,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.008.051,00 1.056.049,00
Finanzanlagen 15.172.365,28 17.363.635,02
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.172.366,28 17.363.636,02
Summen 16.246.591,03 18.520.911,77

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung. Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 23. März 2020

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Helmut Schuhmann, Wirtschaftsprüfer

David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25. Mai 2020 festgestellt worden.

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