Verzahntechnik Dr.-Ing. D. Wiener GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Walter Craghs seit 9.8.2023 | Prokura |
Gerhard Antonius Dr. Kotthoff seit 9.8.2023 | Prokura |
Michael Tim Schwarzer seit 11.4.2023 | Prokura |
Antonio Agudo Alonso seit 7.9.2022 | Prokura |
Martin Abel seit 7.9.2022 | Prokura |
Philipp Kannengießer seit 9.5.2022 | Geschäftsführer |
Sabine Sander seit 17.5.2021 | Prokura |
Claudia Bodewig seit 22.3.2021 | Prokura |
Markus Friedrich seit 22.10.2018 | Prokura |
Alexander Dr. Landvogt seit 28.9.2015 | Prokura |
Christoph Küster seit 26.11.2014 | Geschäftsführer |
Christof Werner Dr. Gorgels seit 8.10.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Klingelnberg AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Klingelnberg GmbHHückeswagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024I. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell Die Klingelnberg Gruppe zählt weltweit zu den führenden Unternehmen in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag. Von den Lösungen profitieren Anwender unter anderem aus der Automobil-, Nutzfahrzeug-, Aerospace-, Windkraft- und Schiffbauindustrie. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über die Muttergesellschaft in Zürich / Schweiz sowie über Schwestergesellschaften in den USA, Mexiko, Brasilien, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Indien und China. Darüber hinaus werden eigene Verkaufsreferenten eingesetzt. Die Klingelnberg GmbH entwickelt, produziert und vertreibt am Hauptsitz in Hückeswagen und in den Zweigstellen in Ettlingen und Wermelskirchen:
2. Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 kann die Klingelnberg GmbH auf eine Reihe von innovativen Neu- und Weiterentwicklungen zurückblicken, die in der Zukunft zusätzliche Umsatz- und Ertragsperspektiven bieten werden bzw. dem Unternehmen Marktchancen eröffnen. Die Welt verändert sich mit hoher Geschwindigkeit. Die Themen Elektromobilität und Klimaschutz sind heute aktueller denn je. Demzufolge hat Klingelnberg in den letzten Jahren kontinuierlich mit vielen Kunden gemeinsam die Herausforderungen der erneuerbaren Energien, wie Elektromobilität und Windenergie, analysiert und in die Entwicklung einfließen lassen. Ein wichtiger Aspekt aus vielen Gesprächen ist die hohe Anforderung an das Geräuschverhalten von Verzahnungen für Elektroautos. Daraus sind neue Produkte, aber auch Weiterentwicklungen bestehender Produkte entstanden, die dazu geeignet sind, auch in Zukunft hochqualitative und anforderungsgerechte Zahnräder wirtschaftlich herzustellen. Prominentester Zuwachs im Klingelnberg Produktportfolio ist die Höfler Stirnrad-Wälzprüfmaschine R 300 für die Geräuschprüfung von Stirnradverzahnungen. Mit der Messtechnik der Höfler Stirnrad-Wälzprüfmaschine R 300 lassen sich zuverlässig die Ursachen von Getriebegeräuschen ermitteln. Aufgrund der kurzen Messdauer ist sie gut in jeden Fertigungsprozess zu integrieren und ermöglicht eine 100% Qualitätskontrolle der produzierten Zahnräder. Die R 300 ist für alle Verfahren der Wälzprüfung ausgelegt, die für eine Beurteilung des Lauf- und Geräuschverhaltens von Verzahnungen relevant sind. Die R 300 ermöglicht je nach Ausstattung das Prüfen von Rädern und Wellen, welches insbesondere für Bauteile aus dem eDrive-Antriebsstrang wichtig ist. Für das Prüfen der eDrive-Zwischenwelle zeigt Klingelnberg ein Verfahren zur Wälzprüfung beider Verzahnungen der Welle innerhalb eines Prüfzyklus. Dies erspart Zeit für ein zweimaliges Be- und Entladen sowie das Umrüsten der Maschine und reduziert die Prüfkosten. Durch die Einführung der hybriden Messtechnik mit optischer Teilungsmessung werden die Messzeiten erheblich reduziert. Die von Klingelnberg und Partnern entwickelte Weißlicht-Sensorik (HISPEED OPTOSCAN) sowie weitere innovative Messstrategien ermöglichen eine optische Teilungsmessung an fast allen Oberflächen. Zwei weitere Verfahren zur sicheren Erfassung der Teilungsabweichungen sind ebenfalls erhältlich. Alle Klingelnberg Präzisionsmesszentren der Baureihen P 26 bis P 65 können optional mit dem optischen Sensor (HISPEED OPTOSCAN) nachgerüstet werden. Für Neumaschinen steht zusätzlich die Option "Ready for Optic" zur Verfügung, die bereits eine werkseitige Vorbereitung für eine spätere Nachrüstung vorsieht. Durch die konsequente Nutzung der standardisierten GDE (Gear Data Exchange) Schnittstelle im Im- und Export von Daten und Messergebnissen, hat Klingelnberg im Bereich Diagnose von Messergebnissen und Vernetzung von Produktionsmaschinen und Messtechnik - dem sogenannten Closed Loop - einen weiteren Standard in der Messtechnik 4.0 gesetzt. SmartTooling wird jetzt zur SmartFactory und erlaubt die Verwaltung sämtlicher Assets in der Produktion. Zu jeder Zeit hat der Anwender Standorte und Verbrauchsdaten im Blick und das nicht nur für Klingelnberg Maschinen. Mit mobilen Geräten werden vielfältige Arbeitsgänge sehr einfach unterstützt. Gerade für Klingelnberg Bearbeitungsmaschinen bietet Klingelnberg mit Smart Process Control neue Auswerte- und Eingabemöglichkeiten, um die Produktion optimal und effizient zu steuern. Die Quote der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz liegt im Geschäftsjahr 2023/24 mit 8,4 % um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die Zunahme resultiert aus gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Vor dem Hintergrund großer Unsicherheiten über die globalen Rahmenbedingungen expandiert die Weltwirtschaft im Jahr 2023 zwar nur in moderatem Tempo, zeigt sich jedoch angesichts der mannigfaltigen Herausforderungen als insgesamt recht robust. Stabilisierend wirken niedrigere Energiepreise als im Vorjahr sowie in den meisten Ländern ein Anstieg der inflationsbedingt gesunkenen Kaufkraft, während das anhaltend hohe Zinsniveau bremsend auf das internationale Konjunkturwachstum Einfluss nimmt. Global gesehen ist das internationale Konjunkturbild sektoral und regional stark differenziert. Während Dienstleistungen im Jahr 2023 deutlich stärker als die Industrie expandieren, geht der Welthandel mit Waren hingegen spürbar zurück. Darüber hinaus belasten geopolitische Risiken wie der Krieg gegen die Ukraine sowie schwelende Konflikte im Nahen Osten und Asien den Welthandel und damit die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aufgrund der lange vorherrschenden Null-COVID-Politik in China legt die chinesische Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 5,2 % nur mäßig zu und liegt unter dem Trendwachstum vor der Pandemie. Bremsend wirkt die Krise im Immobiliensektor, die auch die privaten Haushalte verunsichert und den privaten Konsum dämpft. Die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft nach dem Ende der Pandemie verbessert zwar die wirtschaftlichen Aussichten, der erwartete kräftige Aufschwung kommt jedoch nicht zustande. Unter den großen Ländern expandiert die US-Wirtschaft überraschend stark, nicht nur dank der Ausgabefreudigkeit der privaten Haushalte, sondern auch aufgrund steigender Unternehmensinvestitionen und Exporte. Die Exporte steigen zum Jahresende 2023 deutlich stärker als die Importe, so dass der Außenbeitrag ebenfalls spürbar zur Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion beiträgt. Für das Gesamtjahr 2023 verzeichnen die USA ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,5 %. Zu Beginn des Jahres 2024 vermehren sich jedoch Anzeichen für ein geringeres Expansionstempo, welche auf eine sinkende Industrieproduktion vor allem im Verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen sind. Der Rückgang der Inflation verläuft zunehmend zäh und ist mit einer Kernrate von rund 4 % weiterhin hartnäckig hoch, was auf eine Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik hindeutet. In der Europäischen Union (EU) und in Großbritannien nimmt die Produktion dagegen nur geringfügig zu, wobei die Wirtschaftsleistung seit einem Jahr in der Tendenz sogar stockt. Während der private Konsum angesichts verbesserter Realeinkommen ausgeweitet wird, gehen die Anlageinvestitionen im Betrachtungszeitraum spürbar zurück. Das Konjunkturbild differiert im Jahr 2023 zwischen den Ländern erheblich. Eine starke Ausweitung der Produktion verzeichnen Dänemark (+3,1 %) sowie Slowenien, Portugal und Spanien mit Zuwächsen von über 2 %. In Deutschland ist im vergangenen Jahr die gesamtwirtschaftliche Erholung ausgeblieben. Die realwirtschaftliche Aktivität verzeichnet im Schlussquartal des Jahres 2023 sogar einen Rückgang um 0,3 %. Trotz hoher Auftragspolster in der Industrie konnte das schwächelnde Neugeschäft nicht kompensiert werden, wodurch die Industrieproduktion zum Jahreswechsel abwärtsgerichtet ist. Während der private Konsum moderat wächst, expandiert der öffentliche Konsum in der zweiten Jahreshälfte 2023 sogar kräftig. Insgesamt deutet die Kapazitätsauslastung in Deutschland jedoch auf eine Unterauslastung hin, wodurch sich die Gesamtwirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 in einer schwachen Verfassung zeigt. Insgesamt ist die Weltwirtschaft auch weiterhin großen geopolitischen Risiken ausgesetzt. Ein Ende des Krieges Russlands gegen die Ukraine ist gegenwärtig noch nicht absehbar und auch Konflikte im Nahen Osten haben das Potential den Welthandel und die damit verbundenen Wertschöpfungsketten empfindlich zu stören mit daraus abgeleiteten Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf. Ein weiteres Risiko für die Weltkonjunktur ergibt sich aus den handelspolitischen Spannungen wie derzeit zwischen den USA und China, welche durch den Beschluss neuer Restriktionen insbesondere im Hochtechnologiebereich zu weiteren Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen würden. b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnet im Jahr 2023 entsprechend der globalen wirtschaftlichen Entwicklung ein differenziertes Konjunkturbild. Global umspannende geo- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie die daraus abgeleiteten hohen Zinsen projizieren sich in Form zurückhaltender Investitionen gleichermaßen auf die deutsche und gesamteuropäische Werkzeugmaschinenindustrie, wohingegen die USA das Geschäft stützen. Sektoral kompensieren Wachstumsfelder wie die Elektromobilität, Windkraft, Medizintechnik, Aerospace und Rüstung das schwach laufende Geschäft mit Standardmaschinen. Die Produktion in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im Jahr 2023 nominal um knapp 8 % auf rund EUR 15,2 Milliarden gestiegen. Während der Export um 9 % wächst, erreicht die Exportquote knapp 70 %. Forciert werden die Ausfuhren durch ein zweistelliges Wachstum in den USA, während Asien und Europa nur einstellig zulegen. Getrieben vor allem durch Investitionen in den Klimaschutz und in erneuerbare Energien entwickeln sich die USA äußerst dynamisch, wohingegen China aufgrund sinkender Konsumnachfrage und des kriselnden Immobiliensektors eine Wachstumsschwäche durchlebt. Dennoch steigen die Exporte nach China als weiterhin wichtigsten Abnehmermarkt um 6 % gegenüber dem Vorjahr an und erreichen ein Volumen von EUR 1,6 Milliarden, bleiben jedoch deutlich hinter dem Spitzenjahr 2018 zurück. Die Autonomiebestrebungen Chinas, sich weiter von ausländischen Importen abzukoppeln, belasten die Exportquote zusätzlich zu den konjunkturellen Einflüssen. Damit rücken die USA als zweitgrößter Markt dem Spitzenreiter China näher, denn China steht für 17,7 % und die USA für 15,5 % der deutschen Maschinenexporte. Europa ist mit einem Anteil von mehr als 50 % die größte Absatzregion für deutsche Werkzeugmaschinenhersteller. Im Jahr 2023 haben laut dem Verband der deutschen Werkzeugmaschinenbauer (VDW) die meisten westeuropäischen Länder zugelegt. Das Gesamtwachstum erzielt ein Plus von 6 % und ein Volumen von rund EUR 4,9 Milliarden. Jedoch verzeichnet Italien aufgrund der aktuell lahmenden Wirtschaft rückläufige Neuaufträge. Dahingegen entwickeln sich die Schweiz als Absatzmarkt stabil, ebenso Nordeuropa und die Türkei. Der Inlandsabsatz kann mit 5 % nicht ganz so stark zunehmen. Für das Jahr 2024 erwartet der VDW einen Produktionsrückgang, welcher auf das abgekühlte Auftragseingangsniveau im Jahr 2023 zurückzuführen ist. Neben den konjunkturellen Auswirkungen, bedingt durch die geopolitischen Konflikte, ist die gesamte Fahrzeug- und Zuliefererindustrie zunehmend einem globalen Dekarbonisierungsprozess ausgesetzt. Für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ergeben sich aber auch Chancen im Green Deal und den Klimaschutzzielen bis 2050. Als treibende Kraft mit Nachholpotenzial ist hier vor allem der asiatische Raum zu sehen. Vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaneutralität von China erwachsen neue Impulse durch die verstärkte Nachfrage nach Maschinen im großen Anwendungsbereich (Windkraft) und in den stark wachsenden Feldern der Elektromobilität. Aufgrund des kumuliert hohen Auftragsbestandes sind die deutschen Werkzeugmaschinenbauer im Jahr 2023 dennoch gut ausgelastet. Ende 2023 sind rund 66.600 Frauen und Männer in der Branche beschäftigt. c) Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Der prognostizierte Geschäftsverlauf ist eingetreten. Der Umsatz liegt auf Vorjahresniveau (+2,5 %) und das Jahresergebnis (EUR 4,5 Millionen) ist positiv und im einstelligen Millionenbereich. 2. Personal Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten ist um 63 Mitarbeiter (1.022 gegenüber 959 im Vorjahr) gestiegen. Darüber hinaus werden durchschnittlich 60 Auszubildende (Vorjahr 56) beschäftigt. Die Vergütung der Mitarbeiter richtet sich nach dem Entgelttarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie NRW bzw. Nordwürttemberg / Nordbaden. Der aktuelle Tarifvertrag enthält der folgenden Bestandteile:
Der am Produktionsstandort Hückeswagen aufgrund des Hochwassers geschlossene Sanierungstarifvertrag konnte vorzeitig zum 01. Mai 2023 beendet werden. Von der Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells unverändert gegenüber den Vorjahren Gebrauch gemacht. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung bestand die große Herausforderung für den Bereich Personal darin, im Rahmen des Wachstums qualifiziertes Personal zu rekrutieren und zeitnah zur Verfügung zu stellen. Aufgrund einer optimierten Employer-Branding-Strategie konnte dieses Ziel erreicht werden. 3. Umweltaspekte Die Klingelnberg GmbH verfügt an den Standorten Hückeswagen, Wermelskirchen und Ettlingen über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem, das der DIN EN ISO 14001:2015 entspricht. Dies wurde für das Jahr 2023 durch ein erfolgreich durchgeführtes, externes Überwachungsaudit bestätigt. Die im Wesentlichen untersuchten Umweltauswirkungen ergeben sich aus dem Betrieb der Produktionsstätten sowie der Verwendung von Energie und dem Einsatz wassergefährdender Flüssigkeiten. Das nächste externe Audit (Re-Zertifizierungsaudit) wird voraussichtlich im November 2024 stattfinden. 4. Beschaffungssituation Die Klingelnberg GmbH beschafft ihr Teilespektrum weltweit, wobei volumenmäßig die meisten Lieferanten aus den Schengen-Staaten stammen. Im Geschäftsjahr 2023/24 liegt die Liefertermintreue der Lieferanten im Schnitt bei über 89,2 % und somit über dem Niveau des VDMA-Benchmarks von 85 %. 5. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Ertragslage des Geschäftsjahres 2023/24 Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigen die Umsatzerlöse um EUR 6,4 Millionen auf EUR 260,5 Millionen. Der Anstieg von 2,5 % ist auf den signifikant hohen Auftragsbestand im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Umsatzsteigerungen haben die Bereiche Stirnradmaschinen, Messgeräte und die Antriebstechnik zu verzeichnen. Der Bereich Messgeräte ragt mit einem Anstieg von EUR 13,5 Millionen (+17,6 %) heraus. Zusätzlich zu dem Umsatzanstieg kommt es zu einer Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 von EUR 1,8 Millionen (Vorjahr EUR -15,7 Millionen). Die aktivierten Eigenleistungen nehmen um EUR 0,3 Millionen gegenüber dem Vorjahr ab und auf betragen EUR 1,2 Millionen. Alles in allem steigt die Gesamtleistung der Klingelnberg GmbH um EUR 23,6 Millionen (+9,9 %) auf EUR 263,5 Millionen an. Der Materialaufwand steigt umsatzgetrieben zur Gesamtleistung und beläuft sich auf EUR 131,1 Millionen, EUR 9,9 Millionen über dem Vorjahr. Die Materialaufwandsquote sinkt aufgrund des Produktmixes gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte und liegt zum Geschäftsjahresabschluss bei 49,7 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf EUR 6,6 Millionen und notieren damit EUR 1,1 Millionen unter dem Vorjahr. Die Abnahme basiert im Wesentlichen auf der Reduzierung von Erträgen aus Fremdwährungsgewinnen sowie Erträgen aus der Billigkeitsleistung für Wiederaufbauhilfe gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt mit EUR 86,0 Millionen EUR 9,6 Millionen (+12,6 %) über dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist zum einen auf den Aufbau des Personalstandes (+63 Mitarbeiter) sowie erhöhte Monatsgrundentgelte (+5,2 %) im Zuge des im Jahr 2022 abgeschlossenen Entgelttarifvertrages zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 37,6 Millionen und liegen damit deutlich unter Vorjahresniveau (EUR -3,0 Millionen). Die Abnahme von 7,3 % resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Fremdpersonalkosten (EUR -2,5 Millionen). Nachdem der postpandemische Aufschwung vor zwei Jahren durch die Hochwasserkatastrophe am 14. Juli 2021 stark abgebremst wurde, schaffte es die Klingelnberg GmbH im Vorjahr erneut eindrucksvoll, gestärkt aus einer Krise hervorzugehen. Nach einer Ergebnisverbesserung von 108,6 % im Vorjahr setzt die Klingelnberg GmbH diesen positiven Trend im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 weiter fort und erzielt einen Jahresüberschuss von EUR 4,5 Millionen (Vorjahr EUR +1,9 Millionen), eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr von EUR 2,7 Millionen (+144,8 %). b) Auftragseingang / -bestand / Umsatz Auftragseingang und Umsatz stellen sich nach Geschäftsfeldern im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Auftragseingang liegt mit EUR 267,0 Millionen (+5,4 %) über dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Umsatz steigt ebenfalls von EUR 254,1 Millionen auf EUR 260,5 Millionen. Da der Auftragseingang den Umsatz des Geschäftsjahres 2023/24 übersteigt, erhöht sich der Auftragsbestand zum 31. März 2024 um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr. c) Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2024 Das Bilanzvolumen liegt mit EUR 198,4 Millionen am Ende des Geschäftsjahres 2023/24 um EUR 1,8 Millionen über dem Vorjahr. Während das Anlagevermögen - im Wesentlichen aufgrund eines Tilgungszuschusses der KfW für die im Vorjahr in Betrieb genommene Montagehalle in Winterhagen - um EUR 1,7 Millionen auf EUR 53,2 Millionen sinkt, steigt das Umlaufvermögen inklusive Abgrenzungsposten hauptsächlich durch die stichtagsbedingte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 3,5 Millionen auf EUR 145,2 Millionen. Bedingt durch den Jahresüberschuss liegt das Eigenkapital mit EUR 23,8 Millionen um EUR 4,5 Millionen über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten inklusive Abgrenzungsposten nehmen im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 um EUR 6,0 Millionen deutlich ab. Zwar steigen u.a. die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen signifikant um EUR 8,2 Millionen (i.W. Cash-Pool), jedoch sinken sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um EUR 8,6 Millionen als auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 6,6 Millionen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich am Geschäftsjahresende 2023/24 auf 12,0 %, eine Erhöhung um 2,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. d) Liquiditätssituation Die Barliquidität des Unternehmens ist im Berichtsjahr durch eine solide Zahlungsmittelgenerierung gekennzeichnet, so dass den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachgekommen werden kann. Die Finanz- und Liquiditätslage wird tagesaktuell überwacht. Es erfolgt eine wöchentliche Aktualisierung des Cash-Reports mit einer Vorausschau von zehn Wochen. Die Finanzierung der Gesellschaft wird über das Cashpooling und Kreditlinien innerhalb der Klingelnberg Gruppe sichergestellt. e) Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 auf EUR 3,6 Millionen, davon EUR 0,1 Millionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Unter anderem wurde in neun Maschinen im Wert von EUR 2,1 Millionen investiert, von denen fünf aus eigener Produktion stammen. Die Investitionen sind um den Tilgungszuschuss des GEB NWG Programmes von EUR 2,6 Millionen, welches von dem KfW-Darlehen gutgeschrieben wurde, gekürzt. III. Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft/Erklärung zur UnternehmensführungZur Bewältigung der Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen, sowie zur Lösung der an uns gestellten, vornehmlich technischen, Aufgaben sind wir sehr stark auf Mitarbeitende mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund angewiesen. Hinsichtlich der Geschlechterverteilung stehen wir in diesem Bereich vor der Schwierigkeit, dass nur wenige Nachwuchsfachkräfte weiblichen Geschlechts sind. Die Gewinnung von weiblichen Führungskräften aus dieser Gruppe heraus gestaltet sich ungleich schwieriger. Vor genanntem Hintergrund setzen wir uns zum Ziel, im kommenden Geschäftsjahr die Frauenquote innerhalb der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung mindestens auf dem Niveau des aktuellen Jahres zu halten und dauerhaft zu sichern. Beim bestehenden dreiköpfigen Aufsichtsrat besteht eine Zielgröße von null weiblichen Personen; dasselbe gilt für die mit zwei Personen besetzte Geschäftsführung. Die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung umfasst 22 Personen (hiervon 3 weibliche Führungskräfte). Gegenüber den Vorjahren wurde der Personenkreis der ersten und zweiten Führungsebene neu definiert. Bei der ersten Führungsebene handelt sich um alle Bereichsleiter, bzw. Direct-Reports der Geschäftsführung. Der Frauenanteil beträgt in dieser Ebene infolgedessen 13,64 %. Diese Quote, als aktuelle Zielgröße, gilt es auch im kommenden Jahr zu erreichen. Die zweite Führungsebene umfasst aktuell 26 Personen (hiervon 2 weibliche Führungskräfte). Der Frauenanteil beträgt somit 7,69 %. Hier gilt ein Verschlechterungsverbot für die nächsten Geschäftsjahre. IV. Chancen- und RisikoberichtDie Klingelnberg Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement. Die Mitarbeiter sind angehalten, potentielle Risiken frühzeitig zu melden. Entsprechend der internen "Direktive Risikomanagement" werden die Risiken in einer Risikolandkarte zusammengefasst. Eine etablierte Software hilft, die Auswirkungen der einzelnen Risiken mittels Monte-Carlo-Simulation auf die Planung zu analysieren. Zudem werden die Top-Risiken mittels Sensitivitätsanalyse bestimmt. Mindestens einmal jährlich tagt das Risikomanagement-Board, um die Gesamtbewertung der Risiken vorzunehmen und gegebenenfalls Maßnahmen abzuleiten. Die Gesellschaft ist in das konzerninterne Berichtssystem der Konzernholding, der Klingelnberg AG, Zürich / Schweiz, eingebunden. In diesem Zusammenhang werden Budgets erstellt und die Abweichungen monatlich analysiert. Das interne Buchhaltungs- und Controllingsystem wird mit Hilfe von SAP und anderen Softwareprogrammen ständig weiterentwickelt und entspricht den Anforderungen an unternehmensinterne Buchhaltungssysteme. Vor dem Hintergrund der bestehenden hohen technischen Anforderungen an die Produkte betreibt die Klingelnberg GmbH ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem. Darüber hinaus bestehen gesetzliche Anforderungen, denen wir als Hersteller hochkomplexer technischer Produkte zu genügen haben. Die nachfolgend dargestellten Chancen und Risiken werden entsprechend ihrem absteigenden Grad etwaiger positiver/negativer finanzieller Auswirkungen aufgeführt: 1. Chancen der künftigen Entwicklung Chancen sehen wir für die Klingelnberg GmbH insbesondere vor dem Hintergrund des hochentwickelten und ausgereiften Produktsortiments sowie der hohen Flexibilität innerhalb der Fertigung. Diese Tatsache, verbunden mit dem spezifischen Know-how unserer erfahrenen und hochqualifizierten Belegschaft, wird auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, unsere starke Marktposition weiter auszubauen. Bei diesem Vorhaben unterstützt uns im globalen Wettbewerb eine eigene Vertriebsorganisation mit internationaler Ausrichtung. Aufgrund unserer hervorragenden technologischen Marktposition sind wir zuversichtlich, künftig überdurchschnittlich gegenüber dem Gesamtmarkt abschneiden zu können. Neue Produkte werden am Markt hervorragend angenommen und stärken unsere Position. So bieten strengere Klimaschutzziele weltweit die Chance, dass Umsätze in den Bereichen E-Mobilität und Windenergie steigen. 2. Risiken der künftigen Entwicklung
Die Entwicklung der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt eine signifikante Rolle für die Geschäftsentwicklung der Klingelnberg GmbH. Die Konjunkturentwicklung in den bedeutenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den Schwellenländern, bestimmt u.a. die Nachfrageintensität nach unseren Produkten. Mit der Ausrichtung unserer Vertriebsaktivitäten versuchen wir die Abhängigkeit von regionalen oder nationalen Einzelmärkten so zu gestalten, dass die Auswirkungen regional begrenzter Wirtschaftskrisen auf die Klingelnberg GmbH begrenzt sind. Weitere Risiken gehen von der ständigen Veränderung des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfelds des Unternehmens aus. So ist es ungewiss, wie lange der Krieg in der Ukraine andauert und in wie weit die Konflikte im Nahen Osten weiter zunehmen. Welche Folgen sich hieraus für die Klingelnberg GmbH ergeben ist ebenfalls nicht abzusehen.
Absatzrisiken resultieren aus unserer Sicht vor allem aus einer steigenden Wettbewerbsintensität. Hierzu zählen auch Absatzrisiken für einzelne Produkte oder Produktgruppen aufgrund von spezifischen produktbezogenen Nachfragetrends. In der Folge kann es zu sinkenden Umsatzerlösen kommen, die sowohl durch rückläufige Absatzmengen als auch durch nachgebende Preise verursacht werden können. Da in bestimmten Fällen die Kostenstruktur kurzfristig nicht angepasst werden kann, kann es zu einem Rückgang der Profitabilität kommen. Wir begegnen diesen Risiken durch eine kontinuierliche Optimierung unseres Produkt- und Leistungsportfolios, vor allem auf der Basis unserer erheblichen Innovationskraft. Dabei ist es wichtig, dass die Entwicklung und Weiterentwicklung unserer Produkte frühzeitig und in enger Abstimmung mit unseren Kunden erfolgt, um uns an den Bedürfnissen des Marktes auszurichten. Mit unserer fokussierten Innovationsstrategie können wir einer Verschärfung der Wettbewerbsverhältnisse entgegenwirken.
Unternehmerische Klimarisiken resultieren aus dem Klimawandel und menschlichen Maßnahmen, die zur Vermeidung oder zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen werden. So verursachte das Hochwasser im Jahr 2021 am Standort Hückeswagen schwere Schäden. Weitere potentiellen physische Risiken sind Stürme und Hitzewellen, die zur Beeinträchtigung der Produktion führen können. Zudem bestehen regulatorische Risiken. Die weitere Entwicklung des Klimawandels wird genau beobachtet und Schutzmaßnahmen ergriffen.
Ein Liquiditätsrisiko besteht, sobald die Klingelnberg GmbH ihren bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt erfüllen kann. Unser Liquiditätsmanagement ermittelt den Liquiditätsbedarf anhand von kurzfristigen Liquiditätsplanungen, die wöchentlich aktualisiert werden, und sorgt für ausreichend liquide Mittel sowie Bankkreditlinien. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zusätzlich über das Cashpooling und Kreditlinien innerhalb der Klingelnberg Gruppe.
Risiken im Produktionsumfeld betreffen technische Störungen oder menschliches Versagen an unseren Produktionsanlagen, die zu Personen- oder Umweltschäden führen können. Für unsere Belegschaft existieren klar definierte Prozess- und Qualitätsstandards, deren Schulung verpflichtend ist.
Beschaffungsrisiken verursachen hohe Kosten und können beispielsweise Versorgungsengpässe, Preiserhöhungen, Qualitätsmängel und Handelsbarrieren sein. Dem zu entgehen wird versucht, das Lieferantennetzwerk stetig zu optimieren bzw. auszubauen.
Informationstechnologien bilden die Basis nahezu aller Geschäfts- und Kommunikationsprozesse der Klingelnberg GmbH. Durch Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen können weitreichende Beeinträchtigungen erfolgen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können. Hinzu kommen mögliche Risiken aus dem Datenverlust oder der Entwendung von Geschäftsgeheimnissen. Der reibungslosen Zurverfügungstellung von IT-Anwendungen und IT-Services wird bei der Klingelnberg GmbH eine hohe Bedeutung beigemessen. Um dies zu gewährleisten, sind entsprechende Prozesse und Organisationsstrukturen etabliert. Für den Fall von wesentlichen Störungen oder Datenverlusten existieren Notfallpläne.
Die Klingelnberg GmbH ist Wechselkursrisiken ausgesetzt. Mit dem Ziel der Absicherung von Fremdwährungsrisiken setzt die Klingelnberg GmbH derivative Finanzinstrumente ein. Auf dem jetzigen Kursniveau werden jeweils Einzelprojekte im Wesentlichen in US-Dollar mit Devisentermingeschäften abgesichert.
Obwohl die Klingelnberg GmbH bislang alle vakanten Positionen besetzen kann, sehen auch wir in der demographischen Entwicklung Risiken, zukünftig die richtigen Fach- und Führungskräfte anwerben zu können. Um dem entgegenzuwirken, unterhalten wir enge Beziehungen zu Universitäten und Fachhochschulen. Zudem setzen wir auf die permanente qualitative Weiterbildung unserer Mitarbeiter und bieten vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten für Fach- und Führungsnachwuchskräfte an (beispielsweise duale Studiengänge).
Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen minimiert.
Existenzbedrohende Risiken, Vorgänge oder Sachverhalte werden für die Klingelnberg GmbH derzeit nicht gesehen.
Entsprechend des hohen Auftragsbestandes am Ende des Geschäftsjahres 2023/24 erwarten wir für das neue Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus. Voraussetzung ist, dass es zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen der Produktion kommt, wie zum Beispiel durch mangelnde Teileversorgung aufgrund diverser Krisen. Abgeleitet vom Umsatz prognostizieren wir ein positives Jahresergebnis 2024/25 in etwa auf Vorjahresniveau.
Hückeswagen, den 07. Juni 2024 Klingelnberg GmbH Die Geschäftsführung Philipp Kannengießer Christoph Küster Bilanz zum 31.03.2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. April 2023 bis 31. März 2024(Vorjahr 01. April 2022 bis 31. März 2023)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 37950) mit Sitz in Hückeswagen eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist der Zeitraum 1. April bis 31. März des Folgejahres. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt den Kunden- und Mitarbeiterstamm des in 2012 erworbenen Geschäftsbetriebes Ettlingen wieder, der aufgrund der nachweislich langen Bindungsdauer über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei:
In den Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten (analog Vorräte) und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter, die vor dem 31. Dezember 2007 bzw. nach dem 1. Januar 2009 und vor dem 1. Januar 2011 angeschafft oder hergestellt worden sind, die degressive Abschreibungsmethode angewendet. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode gegenüber der degressiven Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear über eine Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für gebrauchte Maschinenwerkzeuge, Vorrichtungen und Modelle ist ein Festwert gebildet. Geleistete Anzahlungen im Bereich Sachanlagen und Vorräte sowie erhaltene Anzahlungen im Bereich der Vorräte und den Verbindlichkeiten sind zum Nennbetrag angesetzt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die lagermäßig geführten Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Anwendung des Durchschnittswertverfahrens zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Der Fertigstellungsgrad wird bei der Bewertung entsprechend berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In allen Fällen ist zum Bilanzstichtag verlustfrei bewertet, d.h., soweit die bereits angefallenen und noch zu erwartenden Kosten je Auftrag die Erlöse übersteigen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen oder Rückstellungen dotiert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder aus dem strengen Niederstwertprinzip ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine pauschale Wertberichtigung von 0,75 % berücksichtigt. Rückdeckungsversicherungsansprüche für Altersteilzeitzusagen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Aufgrund der Qualifizierung als Deckungsvermögen sind die Rückdeckungsversicherungsansprüche in Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen sind mit dem für März 2024 prognostizierten Zinssatz auf Basis des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB); dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,79 %). Die Differenz der Pensionsrückstellungen nach bisheriger Ermittlung (7-jährigem zu 10-jährigem Zins-Durchschnitt) beträgt TEUR -52. Dieser Betrag unterliegt gem. § 253 HGB der Ausschüttungssperre. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen sind unverändert jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % (Anpassungsklausel nach Metalltarif) zugrunde gelegt, außerdem sind geschlechtsspezifische Fluktuationen unverändert in Höhe von 4,5 % p.a. berücksichtigt. Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines prognostizierten Rechnungszinssatzes (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) von 1,79 % (Vorjahr 1,5 %) p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit sind jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen unverändert von 2,5 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Rückstellungen für Dienstjubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen sind mit dem für März 2024 prognostizierten Zinssatz auf Basis des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB); dieser Zinssatz beträgt 1,79 % (Vorjahr 1,5 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden geschlechterspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten unverändert in Höhe von 4,5 % p.a. berücksichtigt. Für zukünftige Aufwendungen zur Erfüllung von Gewährleistungsverpflichtungen sind entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Rückstellung wird auf Basis der Einzelverträge unter Berücksichtigung der prozentualen Erfahrungswerte lt. Sparte berechnet. Die Ermittlung der Restlaufzeiten erfolgt auf Basis der abgeschlossenen Verträge. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Abzinsungen werden, soweit erforderlich, berücksichtigt. Die Zahlungseingänge und Forderungen, die Umsatzerlöse und Erträge für künftige Zeiträume betreffen, sind im passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken sind Vermögensgegenstände und schwebende Geschäfte mit Finanzinstrumenten im Rahmen gebildeter Bewertungseinheiten zusammengefasst. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Latente SteuernLatente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden gegebenenfalls saldiert ausgewiesen. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt unverändert ein effektiver Steuersatz von 32,275 % zugrunde (davon 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus den standortspezifischen Gewerbesteuerhebesätzen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. 4. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Finanzanlagen Per 31. März 2024 hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der Höfler (Yantai) Service Co., Beijing/China. Das Eigenkapital beträgt TCNY 28.924 (TEUR 3.711) bei einem Jahresergebnis von TCNY 13.165 (TEUR 1.689). Ein Konzernabschluss wird gem. § 290 Abs. 5 HGB nicht aufgestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 134) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.101 (Vorjahr TEUR 141 resultieren mit TEUR 1.163 (Vorjahr TEUR 497) aus Liefer- und Leistungsverkehr inklusive Anzahlungen, von denen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 355) abgesetzt sind. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) wie im Vorjahr ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, für Dienstjubiläen, für Urlaubsguthaben. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen des Sachanlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Unterschieden bei der Währungsumrechnung. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf DM 30.000.000,00 und ist voll eingezahlt; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 15.338.756,44. Alleiniger Gesellschafter ist die Klingelnberg AG, Zürich / Schweiz. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Personalkosten, darunter vor allem für Urlaubsansprüche, Überstunden, Altersteilzeit, Jubiläen sowie Weihnachtsgeld, für Gewährleistungen sowie Montage und Schulungskosten. Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen vor Verrechnung bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.407 (Vorjahr TEUR 2.370). Diese sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 958 (Vorjahr TEUR 1.170) verrechnet. Als Deckungsvermögen werden zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgesicherte Rückdeckungsversicherungsansprüche klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß Mitteilungen der Versicherer. Es fallen Aufwendungen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 7 an. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Einzelnen im Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR) dargestellt:
Zur Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen unverändert Grundschulden zugunsten der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 20.600. Die Genehmigung des Tilgungszuschusses des GEB NWG Programmes über TEUR 2.592 datiert vom 28. April 2023 wurde per 30.09.2023 dem KfW-Darlehen gutgeschrieben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 4.412 (Vorjahr TEUR 3.644) setzen sich als Saldo zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.469 (Vorjahr TEUR 1.961), erhaltene Anzahlungen von TEUR 3.164 (Vorjahr TEUR 3.911), ein Darlehen in Höhe von TEUR 370 (Vorjahr TEUR 0), von denen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.591 (Vorjahr TEUR 2.228) abgesetzt sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 57.727 (Vorjahr TEUR 49.903) betreffen Verbindlichkeiten aus Cashpooling von TEUR 70.134 (Vorjahr TEUR 61.550), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 379 (Vorjahr TEUR 284), von denen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 12.786 (Vorjahr TEUR 11.931) abgesetzt sind. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. Auftragsbestand in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten für Mikro-Hedge i.S.d. § 254 HGB gebildet. Es handelt sich um ein Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen zwischen Euro und US-Dollar). Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sogenannte Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst. Es werden folgende Bewertungseinheiten gebildet:
5. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
In den Umsatzerlösen sind Lieferungen von TEUR 41.305 (Vorjahr TEUR 41.518) an die Konzernholding Klingelnberg AG, Zürich / Schweiz, enthalten. Die Umsätze betreffen zu 12,5 % (Vorjahr 14,9 %) das Inland und zu 87,5 % (Vorjahr 85,1 %) das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Billigkeitsleistung für Wiederaufbauhilfe in Höhe von TEUR 5.024 (Vorjahr TEUR 5.594), Erträge im Rahmen des Forschungszulagengesetzes in Höhe von TEUR 837 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus Ausbuchungen von Verbindlichkeiten von TEUR 255 (Vorjahr TEUR 40), Versicherungsentschädigungen TEUR 225 (Vorjahr TEUR 477), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 34 (Vorjahr TEUR 348) sowie Erträge aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr TEUR 739). Personalaufwand Im Vergleich zum Vorjahr erhöht ich der Personalaufwand um TEUR 9.611. Im Wesentlichen handelt es sich um Mehrkosten durch Personalaufbau (+63 Mitarbeiter) sowie einer Tariferhöhung von 5,2 % auf die Monatsgrundentgelte. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie für Unterstützung enthalten solche für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 732). Sonstige betriebliche Aufwendungen In dieser Position sind Kosten im Rahmen des Flutschadens in Höhe von rd. TEUR 189 (Vorjahr TEUR 476) sowie Fremdwährungsverluste von TEUR 104 (Vorjahr TEUR 518) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Im Vorjahr handelte es sich um die Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft Höfler (Yantai) Service Co., Beijing/China, ein verbundenes Unternehmen der Klingelnberg GmbH. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.130 (Vorjahr TEUR 2.249), sowie Aufwendungen aus der Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 221 (Vorjahr TEUR 227). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es fallen periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr TEUR 3) an. 6. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Aus Gründen einer geringeren Kapitalbindung und der Übernahme der Verwertungsrisiken durch den Leasinggeber bestehen Leasingkontrakte (Operating-Leasing-Verträge) für Personenkraftwagen sowie Maschinen. Es bestehen Verpflichtungen aus Wartungs-, Leasing- und Mietverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Des Weiteren bestehen Abnahmeverpflichtungen aus Warenlieferverträgen in Höhe von TEUR 408 und es werden der Gesellschaft seit 1997 Pensionskosten von Dritten in Rechnung gestellt. Hieraus ergeben sich für das Geschäftsjahr 2024/25 voraussichtliche Zahlungsverpflichtungen von TEUR 33. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023/24 sind keine Vorgänge eingetreten, die zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen. Angabe wesentlicher Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Nachfolgend sind alle im Geschäftsjahr 2023/24 getätigten Geschäfte/Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen/Personen aufgeführt:
Als nahestehende natürliche Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige. Angabe und Aufgliederung des Gesamthonorars des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt TEUR 115, davon TEUR 113 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 2 für Steuerberatungs- und Rechtsberatungsleistungen. Organbezüge Hinsichtlich der laufenden Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Bezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf TEUR 72. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 1.840. Mitarbeiter Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter, ohne Mitglieder der Geschäftsführung:
Im Geschäftsjahr 2023/24 beschäftigt die Gesellschaft darüber hinaus durchschnittlich 60 (Vorjahr 56) Auszubildende. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.536 auf neue Rechnung vorzutragen. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Geschäftsjahr 2023/24 die Herren
Geschäftsführung Geschäftsführer sind im Geschäftsjahr 2023/24 die Herren
Gesellschafter und Konzernverhältnisse Alleiniger Gesellschafter der Klingelnberg GmbH, Hückeswagen, ist die Klingelnberg AG (Firmennummer CHE-106.075.267/Handelsregisteramt Kanton Zürich), Zürich / Schweiz, die gleichzeitig den Konzernabschluss auf der größten und kleinsten Konzernebene erstellt. Der Jahresabschluss 2023/24 der Klingelnberg GmbH wird in diesen, nach den Rechnungslegungsvorschriften Swiss GAAP FER aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Klingelnberg AG, Zürich / Schweiz, erhältlich.
Hückeswagen, den 07. Juni 2024 Klingelnberg GmbH Die Geschäftsführung Philipp Kannengießer Christoph Küster Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Klingelnberg GmbH, Hückeswagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Klingelnberg GmbH, Hückeswagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klingelnberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 7. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin ppa. Dominik Walschus, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft auf Grund der übersandten Geschäftsführungsberichte und gemeinsamer Sitzungen mit der Geschäftsführung laufend überwacht. Die Geschäftsführung der Firma Klingelnberg GmbH hat uns gem.§ 77 BetrVG 52 und § 171 AktG am 23. August 2024 den Jahresabschluss nebst Lagebericht der Gesellschaft zum 31. März 2024 vorgelegt. Jahresabschluss und Lagebericht entsprechen unseren vorausgegangenen Erkenntnissen über Lage und Entwicklung der Gesellschaft, die wir in unseren Sitzungen, durch die uns erteilten Auskünfte sowie durch laufende Einsichtnahme in die kurzfristigen Ergebnisrechnungen und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft gewonnen hatten. Jahresabschluss und Lagebericht sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedrich-List-Str. 29 45128 Essen geprüft und am 30. Juni 2024 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss weist einen Überschuss in Höhe von 4.536.128,12 EUR aus. Gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie gegen den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers erheben wird nach pflichtgemäßer Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss wird von uns in der vorgelegten Form gebilligt.
Hückeswagen, den 23. August 2024 Jan Klingelnberg Dr. Klaus Musch Kemal Temizer Der Jahresabschluss zum 31.3.2024 wurde am 23.8.2024 festgestellt. |
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