Carrier RLC EMEA Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Geiger seit 5.12.2018 | Prokura |
Harald Kleine seit 23.7.2018 | Prokura |
Thomas Heim seit 28.7.2017 | Geschäftsführer |
Martin Roßmann seit 2.1.2017 | Prokura |
Karsten Koch seit 2.1.2017 | Prokura |
Michael Weber seit 2.1.2017 | Prokura |
Christoph Dannler seit 18.7.2016 | Prokura |
Markus Dr. Klausner seit 1.2.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Viessmann Werke GmbH & Co KGAllendorf (Eder)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des Konzerns Konzernstruktur Die Viessmann Gruppe ist einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen. Das 1917 gegründete Familienunternehmen wird von einem Verwaltungsrat unter Vorsitz des Präsidenten, Prof. Dr. Martin Viessmann, geleitet. Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 2017 betrug EUR 2,37 Mrd., wovon rund 55 % auf das Ausland entfielen. Beschäftigt wurden dabei insgesamt rund 12.100 Mitarbeiter. Die Viessmann Gruppe ist mit ihrer Gesellschaftsstruktur international ausgerichtet. Organisatorisch wird die Viessmann Gruppe in drei separaten Divisionen geführt - Division Heizsysteme, Division Industriesysteme und Division Kühlsysteme. Jede Division bildet dabei eine eigenständige Organisationseinheit, in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb unter der Gesamtverantwortung eines Mitglieds der erweiterten Geschäftsführung stehen. Innerhalb der Division 1 gibt es mit der Viessmann PV + E-Systeme GmbH einen neuen Geschäftsbereich. Darüber hinaus werden neue Geschäftsmodelle im Rahmen der Digitalisierung von der Einheit VC/O vorangetrieben. Bestandteil von VC/O sind unter anderem VITO Ventures, ein europäischer Früh-Phasen-Investor in der Start-up-Szene, und mit WATTx GmbH ein Company-Builder im Bereich Deep-Tech. Das umfassende Technologiespektrum lässt sich dahingehend wie folgt unterteilen: - Division Heizsysteme:
- Division Industriesysteme:
- Division Kühlsysteme:
Kunden- und Umweltorientierung Im Zuge des kundenorientierten Handelns der Unternehmensgruppe - insbesondere auch unter Einbeziehung von Bedürfnissen von Konsumenten - und der hohen Qualitätsstandards der Viessmann Produkte, welche ein zertifiziertes, umfangreiches Qualitätsmanagementsystem gewährleistet, wurde im vergangenen Jahr das digitale Informationsangebot um den Auftritt "aktuell.viessmann.de" ergänzt - eine digitale Weiterentwicklung des gedruckten Viessmann Magazins "aktuell". Die Produkte und Prozesse der Viessmann Gruppe haben eine hohe Energieeffizienz. Dies wird durch ressourcen- und umweltschonende Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontinuierlich optimiert sowie durch zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme gewährleistet. Akquisitionen und Gründungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Viessmann Gruppe Akquisitionen und Neugründungen vorgenommen, um die technologische Basis des Konzerns dem Strukturwandel der Branche entsprechend zu erweitern und insbesondere den durch die Digitalisierung hervorgerufenen Herausforderungen zu begegnen. Demgegenüber wurden im Zuge der Neuausrichtung der Gruppe in 2017 die AC NAWARO Kodersdorf Biogasanlagen GmbH & Co. KG, die BIOFerm USA und zum Jahreswechsel, mit Wirkung zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 die Schmack Biogas S.r.l. aus dem Konzernkreis veräußert. Akquisitionen Im August 2017 wurde eine Beteiligung an der finnischen Gesellschaft LämpöYkkönen Oy erworben. Diese ist auf energieeffiziente Heiz- und Kühllösungen im finnischen Wärmepumpenmarkt fokussiert und hat ihr Kerngeschäft im Austausch von Ölkesseln durch Wärmepumpen. Dafür bezieht sie Produkte von verschiedenen Lieferanten, wobei Viessmann ein Lieferant ist, und installiert sowie wartet diese beim Endkunden. Gründungen Im Geschäftsjahr 2017 wurde jeweils eine Gesellschaft im Iran und in China gegründet, die ihre Geschäftstätigkeit bisher jedoch noch nicht aufgenommen haben. Innerhalb der Organisationseinheit VC/O wurde eine Vorratsgesellschaft in die Snuk GmbH umfirmiert, welche dann ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Dabei konzentriert sie sich auf die Entwicklung und Bereitstellung einer horizontalen Plattform, bestehend aus Sensorik, Kommunikationsprotokollen und Gateways, zum Steuern und Optimieren der Infrastruktur von Gebäuden. Des Weiteren wurde unter anderem die Viessmann Solutions & Services GmbH gegründet, welche Wärmeerzeugungsanlagen errichtet, unterhält und betreibt. Darüber hinaus fokussiert sie sich auf die Erbringung sonstiger Dienstleistungen in der Energie-, Heizungs- und Kühlungsindustrie. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2017 lagen die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor allem in der Vorbereitung der Serieneinführung zukünftiger Schlüsseltechnologien, in der Weiterentwicklung etablierter Technologien sowie in der Begleitung der Markteinführung neuer Produkte und Systeme. Division Heizsysteme Mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro entstand seit Sommer 2014 am Viessmann Unternehmensstammsitz in Allendorf/Eder ein innovatives Technikum, das im Jahre 2016 fertiggestellt und im Frühjahr 2017 eingeweiht wurde. Das neue Gebäude ist als Technologie-Zentrum für alle am Entstehungsprozess neuer Produkte beteiligten Bereiche konzipiert und soll sämtliche Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten bündeln, transparent machen und optimieren sowie insbesondere die Zusammenarbeit von Produktmanagement, Entwicklung und Fertigung verbessern. Das Technikum dient somit als zentrales Bindeglied zwischen Forschung und Entwicklung, dem Produkt- und Qualitätsmanagement sowie der Serienfertigung. Als Teil von strombasierten Heizsystemen wurde ein Stromspeicher entwickelt, welcher in Kombination mit Photovoltaik und optionalen Brennstoffzellenheizsystemen den Autarkiegrad für Privathaushalte erhöht. Unterstützt wird dies noch durch Energiemanagementfunktionen in der elektronischen Regelung. Im Bereich der Solarkollektoren wurde ein Projekt zur Entwicklung von thermisch schaltenden Absorbern, welche die Überhitzung der Anlagen im Stagnationsbetrieb vermeiden, schon im Vorjahr mit einer erfolgreichen Markteinführung abgeschlossen. Der schaltende Absorber stellt im weltweiten Markt ein Alleinstellungsmerkmal dar. Neben der Entwicklung einer neuen Generation von Gas-Brennwertgeräten, die ab 2018 schrittweise eingeführt werden, bildete der Aufbau von digitalen Produkten, wie etwa einer Energy Community oder Device Communication, einen wesentlichen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Jahr 2017. Division Industriesysteme Im Bereich Großkessel wurden Wasseraufbereitungssysteme als Eigenentwicklungen erfolgreich eingeführt. Auch eine neue, digitale Steuerung für Niederdruck- und Hochdruckheißwasserkessel wurde zur Marktreife gebracht und steht unseren Kunden zur Verfügung. Die Komplettierung von Vitomax-Systemen wurde standardisiert und optimiert, um dem Kunden zukünftig besser vormontierte Systemlösungen anbieten zu können. Eines der Kernprodukte der Holzfeuerungsanlagen, der FSB-Kessel, wurde vollständig überarbeitet und wird zum Ende des ersten Quartals 2018 für den Markt zur Verfügung stehen. Des Weiteren wurde an Optimierungen der SRT Baureihe gearbeitet. Die Vorentwicklung der neuen Technologie "staubfreie Verbrennung ohne Filter" zeigt positive Einsatzmöglichkeiten. Geplant ist ein Entwicklungszeitraum bis 2019. Ferner wurde eine weitere Fokussierung der Biogas-Aktivitäten der Viessmann Gruppe mit Schwerpunkt Service vorangetrieben. Division Kühlsysteme Nach der erfolgreichen Präsentation des nachhaltigen Energiesystems "ESyCool green" bei der Messe Euroshop im Frühjahr 2017 wurde dieses Konzept inzwischen mit dem deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgezeichnet. In Porvoo, Finnland wurde 2017 die Entwicklung der neuen Plattform für Multidecks abgeschlossen und das Produkt MD5 erfolgreich im Markt eingeführt. In 2018 sollen schrittweise weitere Produkte für diese am meisten verbreitete Produktkategorie in Supermärkten folgen. Als weiterer Meilenstein ist die Entwicklung des Plug-In Kühlmöbels Frischesafe zu nennen, das Anfang 2018 mit positiven Kundenfeedback im deutschen Markt lanciert und durch die Viessmann Kühlsysteme GmbH in Ahornberg nahe Hof montiert wird. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Politische Konzepte als Reaktion auf die Energie- und Klimasituation sowie auf die Digitalisierung Die zentrale Herausforderung unserer Zeit ist neben dem Klimaschutz und der Gestaltung einer zukunftsfähigen Energieversorgung die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, die mittlerweile auch in den Branchen voranschreitet, in denen die Viessmann Gruppe aktiv ist. Um die fortschreitende Klimaerwärmung zu begrenzen, muss die Emission von Treibhausgasen minimiert werden. Das gilt vor allem für CO 2. Dies zwingt zur Einsparung fossiler Energieträger durch Effizienzsteigerung und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Sowohl die europäische als auch die nationale Politik haben daher verschiedene Konzepte und Zielsetzungen zur Reduktion der CO 2-Emission verabschiedet. Die deutsche Bundesregierung hat überdies die vollständige Energiewende, mit einer Abkehr von der Atomenergie, unumkehrbar eingeleitet. Mit dem Klimaschutzplan 2050 des Bundesumweltministeriums und dem Nationalen Aktionsprogramm Energieeffizienz (NAPE) des Wirtschaftsministeriums hat die Bundesregierung im Laufe des Jahres 2016, insbesondere in der Folge von COP 21 in Paris im Dezember 2015, ihre Ziele und Maßnahmen konkretisiert und die Steigerung der Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende fest etabliert. Auch nach der Bundestagswahl 2017 hat die Bundesregierung beim UN-Weltklimagipfel (COP 23), trotz des Ausstiegs der USA, das Festhalten an ihren Umwelt- und Klimazielen bekräftigt. Bedeutung des Wärmemarkts Der Wärmemarkt in Deutschland hat mit etwa 33% nach wie vor den größten Anteil am Energieverbrauch und damit auch an den CO 2-Emissionen. Außerdem ist der Heizungsbestand überaltert, nur etwas mehr als 38 % der rund 21 Mio. Anlagen sind auf aktuellem Stand. Konsequenz muss die deutliche Steigerung des Modernisierungstempos im Gebäudebestand sein. Durch die energetische Gebäudesanierung und den Einsatz moderner Heiztechnik könnten 15 % des deutschen Energieverbrauchs eingespart werden. Die für Deutschland genannten Fakten sind grundsätzlich auf die Europäische Union und Osteuropa zu übertragen. So gibt es in der EU etwa 126 Mio. Wärmeerzeuger, wovon etwa 80 Mio. nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Somit müssten immer noch mehr als 60 % der Wärmeerzeuger dringend modernisiert werden. Diese Zahlen korrespondieren mit dem energetischen Zustand der Häuser. In der EU gibt es 170 Mio. Wohneinheiten, die zu 65 % vor 1975 erbaut wurden, so dass sie, vergleichbar zu den Wohngebäuden in Deutschland, über keine oder nur geringe Wärmedämmung verfügen. Somit sind in der EU, ebenso wie in Deutschland, etwa 40 % des Endenergieein-satzes zur Gebäudebeheizung und zur Bereitstellung von Warmwasser notwendig. Division Heizsysteme Der deutsche Heiztechnikmarkt verzeichnete 2017 einen leichten Anstieg um 2,6 % auf 709.500 Wärmeerzeuger. Wie im Vorjahr wuchs der Markt für Heiz-Wärmepumpen besonders stark (+17 %). Ebenfalls steigend zeigte sich der Markt für Gas Brennwert (+3 %) und Gas Heizwert (+2 %). Rückläufig waren die Märkte für Ölkessel Heizwert (-15 %) und Ölkessel Brennwert (-9 %); der Ölpreis 2017 lag ganzjährig über dem Vorjahr. Weiterhin rückläufig waren die Märkte für Biomassekessel (-6 %) und thermische Solaranlagen (-16 %). Der europäische Wärmepumpenmarkt befand sich insgesamt weiter in einer Aufwärtsentwicklung, die allerdings in einzelnen relevanten Ländern recht unterschiedlich verlief. Begünstigt wurde dieser Trend durch die wachsende Erkenntnis, dass mit der Wärmepumpe ein ökologisch wertvolles Produkt zur Verfügung steht, das mit seinem hohen Anteil an genutzter Energie aus der Umwelt einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung der CO 2-Emissionen leistet. Dies führte auch zu entsprechenden Förderprogrammen in einigen Ländern. Innerhalb Europas zeigten sich die osteuropäischen Heizungsmärkte, im Wesentlichen Polen, Rumänien und Tschechien, mit zweistelligen Wachstumsraten als besonders wachstumsstark. Außerhalb Europas ist das Wachstum in China hervorzuheben (+13 %). Der Photovoltaik-Markt konnte 2017 weltweit wiederum eine Steigerung des Photovoltaik-Zubaus im zweistelligen Prozent-Bereich auf knapp 100 GWp gesamt verzeichnen. Dieser Zubau war wie schon im vergangenen Jahr geprägt durch starkes Wachstum in Asien, überwiegend in China und Indien, sowie den USA. Erfreulicherweise konnte auch der Photovoltaik-Markt in Europa nach mehreren rückläufigen Jahren wieder zulegen. Der Gesamtzubau in Europa belief sich auf etwas über 8 GWp insgesamt. Aufgrund sinkender Systempreise im Photovoltaik-Markt war auch in Deutschland nach rund 1,5 GWp Zubau in 2016 ein Wachstum auf rund 1,8 GWp in 2017 zu verzeichnen. Insgesamt ist festzustellen, dass die Märkte mit den höchsten Wachstumsraten nach wie vor durch Großprojekte und Ein-speisevergütungen getrieben sind. Etablierte Märkte wie u.a. Deutschland und Italien profitieren über den Eigenverbrauch selbst erzeugten Sonnenstroms und den Wunsch nach Autarkie der Endverwender. Division Industriesysteme Viessmann adressiert im Bereich Industriesysteme die Marktsegmente Industriekessel, Biomasseanlagen sowie Biogas. Im internationalen Umfeld ist im Wesentlichen ein stagnierender bis nur leicht zunehmender Markt für Industriekessel vorhanden, der geprägt ist von einem Verdrängungswettbewerb mit hohem Preisdruck. Die Trends zur Systemtechnik sowie zum sensiblen Umgang mit Emissionswerten (insbesondere Low-NOx) halten dabei weltweit an und eröffnen Differenzierungspotenziale. Ein zuverlässiger flächendeckender Service wird von der Industrie erwartet und ist häufig Einstieg in das Bestands- und Austauschgeschäft. Der Biomassemarkt bleibt mittelfristig auf niedrigem Niveau stabil. Auch hier werden Kundenservice und Ersatzteilgeschäft immer wichtiger. Es kommt ein breites Brennstoffspektrum mit schwankender Qualität zum Einsatz, z. B. verstärkt sich aktuell in Deutschland die Nutzung von Industrie-Resthölzern. KWK-Anlagen stehen derzeit aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Kernmärkten weniger im Fokus. Im Biogasbereich hat sich der im weiteren europäischen Umfeld auf äußerst niedrigem Niveau verharrende Markt nicht erholt. In Deutschland liegt der Fokus auf Kleinanlagen, während in einigen europäischen Ländern grundsätzlich geeignete Rahmenbedingungen für die Biomethanerzeugung bestehen und teilweise sogar ausgebaut werden. Dabei treten jedoch auch Wachstumshemmnisse auf. In Frankreich besteht zum Beispiel aufgrund des Fokus auf kleinere Anlagengrößen ein sehr hoher Kostendruck. Des Weiteren ist der Biomethan-Boom der letzten Jahre in Großbritannien aufgrund einer fehlenden Bestätigung der Förderungen durch das Parlament zum Stillstand gekommen. Im Vergleich zur ausgeprägten Wachstumsphase der Branche bis etwa 2014 ist der Markt im Hinblick auf die absoluten Zubauzahlen sehr klein. Infolgedessen wurde eine weitere Fokussierung der Biogas-Aktivitäten der Viessmann Gruppe mit Schwerpunkt Service vorangetrieben und die Personalstruktur am Standort Schwandorf entsprechend angepasst. Division Kühlsysteme Der Kühlmöbelmarkt in Europa verzeichnete auch im Jahr 2017 einen stabilen Aufwärtstrend, da einerseits in vielen Ländern weitere Supermärkte und Discounter, die auch zunehmend gekühlte bzw. tiefgefrorene Waren anbieten, errichtet und andererseits vorhandene Kühlmöbel kontinuierlich durch neuere Produkte ersetzt wurden. Dieser Austausch, der in der Regel nach 8 - 10 Jahren stattfindet, ist zunehmend motiviert durch das Bestreben, energieeffizientere Möbel mit geringeren Betriebskosten einsetzen zu wollen. In der Kühlmöbelindustrie wird diesem Bestreben durch eine intensive Entwicklungsarbeit Rechnung getragen. Insgesamt ist zukünftig davon auszugehen, dass der Bedarf an gekühlten Lebensmitteln und damit das spezifische Kühlmöbelvolumen je Lebensmittelfiliale ansteigen wird. Der Markt für Kühlzellen in Europa hat sich, ähnlich zur Branche der allgemeinen Lufttechnik, auch 2017 positiv entwickelt. Dies ist einerseits auf eine konstant positive Konjunkturentwicklung zurückzuführen und andererseits darauf, dass der durchschnittliche Umsatz eines Kühlzellenprojektes aufgrund immer höher gestellter Anforderungen an die Prozesse rund um die Kühlkette und an die Energieeffizienz wächst. Zudem führt der Modernisierungsdruck, getrieben durch die Gesetzgebung (F-Gas-Verordnung) oder die Digitalisierung, zu zunehmenden Investitionen. Allerdings gehen mit diesem Umsatzwachstum auch gesteigerte Kosten für die Entwicklung, höhere Preise für Rohstoffe und Kältemittel sowie steigende Lohnkosten durch den Fachkräftemangel in der Kältetechnik einher. Besonders die F-Gas-Verordnung sowie weiter steigende Anforderungen werden den Investitionsbedarf auch in den nächsten Jahren stark beeinflussen, so dass mit einer konstant positiven Entwicklung des Marktes zu rechnen ist. VC/O VC/O ist seit 2017 eine neue Geschäftseinheit der Viessmann Gruppe. Sie ist digitaler Taktgeber für die Gesellschaften des Konzerns, baut das digitale Geschäft mit Produkten sowie Dienstleistungen über das bestehende Portfolio hinaus aus und fokussiert dabei nicht nur auf die bereits etablierten B2B-Märkte, sondern insbesondere auf die B2C-Märkte. VC/O konzentriert sich auf intelligente, autarke und individuelle Lösungen, um die richtigen digitalen Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie treibt darüber hinaus das Image, die Botschaften und die visuelle Identität der Marke voran, in dem Kreativität, Marketing, Medien und Kommunikation entwickelt werden. Geschäftsverlauf Ertragslage Der Umsatz der Viessmann Gruppe betrug in 2017 EUR 2.369,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2.253,4 Mio.). Der Anteil der Umsätze im Inland betrug wie im Vorjahr 45 %, der Anteil im Ausland 55 %. Dabei entwickelten sich die Umsätze in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Sowohl in Deutschland als auch in anderen wichtigen Märkten wie Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Russland, Türkei, China sowie in Nordamerika und Südosteuropa konnten Umsatzsteigerungen erzielt werden. Demgegenüber waren Umsatzrückgänge in Norwegen, Schweden und Dänemark zu verzeichnen. Im Bereich der Wärmeerzeuger konnte der Absatz in allen Segmenten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Marktbedingt weiter rückläufig war der Absatz im Bereich der Solarthermie. Das Handelsgeschäft mit Photovoltaik konnte trotz rückläufiger Märkte im Gegensatz zum Vorjahr eine deutliche Absatzsteigerung erzielen. Entsprechend der rückläufigen Entwicklung des deutschen Biogasmarkts in 2017 war der Umsatz des Bereichs Biogas rückläufig. Die Materialeinsatzquote konnte trotz der im Laufe des Jahres gestiegenen Beschaffungspreise für Stahl, Aluminium und Buntmetalle gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant gehalten werden. Der Aufbau von Mitarbeitern hat eine Erhöhung der Personalkosten zur Folge. Dabei wurden innerhalb der Viessmann Gruppe besonders im Bereich digitaler Aktivitäten und in der Division Kühlsysteme Mitarbeiter eingestellt. In Bezug zur Gesamtleistung ergibt sich bei den Personalkosten hingegen keine Veränderung zum Vorjahr. Angesichts der Wechselkursentwicklungen in einigen Ländern wie z. B. in den USA oder der Türkei, ist das erzielte Wachstum im Rahmen des Erwartungshorizonts. Die im Konzernlagebericht des Vorjahres getätigten Prognosen sind im Hinblick auf den Umsatz und das Ergebnis eingetroffen. Finanz- und Vermögenslage Das Finanzmanagement wird zentral durch die Konzernobergesellschaft Viessmann Werke GmbH & Co KG wahrgenommen. Sie bestimmt die Allokation finanzieller Ressourcen und sichert die finanzielle Unabhängigkeit und Liquidität des Konzerns. Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität und die Begrenzung finanzieller Risiken im Konzernverbund. Im Rahmen des zentralen Cash-Poolings übernimmt die Viessmann Werke GmbH & Co KG überschüssige Mittel von den Konzerngesellschaften und stellt ihrerseits Liquidität zur Verfügung. Dadurch werden ein vorteilhafter Finanzausgleich im Konzern gewährleistet und die Finanzierungskosten reduziert. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 28,2 Mio. (1,9 %) auf EUR 1.476,5 Mio. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Vorräte um EUR 25,9 Mio. und einer Erhöhung der liquiden Mittel um EUR 20,7 Mio. Der Erhöhung des Umlaufvermögens stand eine Verminderung des Anlagevermögens um EUR 24,0 Mio. gegenüber. Dabei ergaben sich bei den Geschäfts- oder Firmenwerten Zugänge von EUR 0,6 Mio. (vor Abschreibungen). Zudem wurden in 2017 insgesamt EUR 59,8 Mio. in Sachanlagen und EUR 11,9 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) investiert (Vorjahr: EUR 116,9 Mio. bzw. EUR 13,2 Mio.). Wesentliche Investitionen am Standort Allendorf/Eder betreffen den Neubau des Technikums, die Steuerungsmodernisierung des Warenverteilzentrums sowie der Erwerb von Fertigungseinrichtungen und Software. Weiterhin der Erwerb von Fertigungseinrichtungen am Standort der Viessmann Kühlsysteme GmbH in Hof und bei der Viessmann Werke GmbH in Berlin, der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden sowie weitere Gebäudeneu- und -umbauten im In- und Ausland. Ferner erfolgten Investitionen in Betriebsmittel, technische Anlagen, Server, Produktionsanlagen und Maschinen zur Erhöhung der Effizienz. Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen und des in 2017 erstmals mit dem Ergebnisvortrag verrechneten und damit im Eigenkapital ausgewiesenen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung belief sich das wirtschaftliche Eigenkapital auf 45,1 %. Das im Vorjahr unter Einbeziehung des separat ausgewiesenen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung und der Gesellschafterdarlehen ermittelte wirtschaftliche Eigenkapital betrug 45,2 %. Die Rückstellungen waren insgesamt mit EUR 302,0 Mio. um EUR 21,8 Mio. höher als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Erhöhungen der Personalrückstellungen um EUR 12,9 Mio., der Rückstellungen für Pensionen um EUR 2,8 Mio., der Rückstellungen für Drohverluste aus Projekten um EUR 2,4 Mio. und der übrigen sonstigen Rückstellungen um EUR 13,5 Mio. Diesen Erhöhungen stehen Verminderungen der Steuerrückstellungen um EUR 3,0 Mio., der Garantierückstellungen um EUR 4,9 Mio. sowie der Rückstellungen für Kundendienstleistungen um EUR 2,0 Mio. gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 20,2 Mio. vermindert. Mitarbeiter Die Viessmann Gruppe beschäftigte am Stichtag 31. Dezember 2017 insgesamt rund 12.100 Mitarbeiter, wovon rund 500 Auszubildende sind. Dies sind rund 100 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Durch ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot bietet die Viessmann Gruppe seinen Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose der Viessmann Gruppe Die Viessmann Gruppe geht in 2018 von einem leichten organischen Wachstum beim Umsatz und im Ergebnis aus. Positive Entwicklungen werden in den europäischen Kernmärkten erwartet. In Russland ist eine weitere Stabilisierung bzw. leichte Erholung der Lage zu erwarten. Für China wird auch für 2018 eine positive Entwicklung unterstellt. Alle Geschäftsbereiche werden in 2018 zur positiven Entwicklung der Gruppe beitragen. Chancen Neben Marktchancen, die sich in Einzelmärkten ergeben könnten, werden Chancen insbesondere durch neue Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit dem weiter zunehmenden Trend zur Digitalisierung gesehen. Die Viessmann Gruppe widmet sich dem Thema intensiv, insbesondere im Kontext der Entwicklung neuer Produkte im Bereich Hard- und Software sowie der Ausschöpfung neuer Potenziale im Marktzugang. Zudem kommt der Ausbau des Geschäfts der Division Kühlsysteme gut voran und bietet Wachstumspotenziale sowohl durch neue Produkte als auch durch angepasste Geschäftsmodelle, die eine verstärkte Serviceorientierung vorsehen. Risiken Bedingt durch Energiewende und Digitalisierung werden sich die Produkte und Geschäftsmodelle in der Heiztechnikindustrie in den kommenden Jahren signifikant anpassen. Daher verwendet die Viessmann Gruppe bereits maßgebliche Ressourcen darauf, den sich hieraus möglicherweise ergebenden Risiken vorzubeugen. Weitere bestehende Einzelrisiken, welchen der Konzern in seiner Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist, werden nachfolgend erläutert. Beschaffungsmarktrisiken Bei den Preisen für Kupfer hat nach dem Überschreiten der Kursmarke von 6.150 $/t im August 2017 eine dynamische Aufwärtsbewegung eingesetzt, die ein temporäres Kursniveau von bis zu 7.000 $/t zufolge hatte. Der Kupfermarkt ist aus preislicher und technischer Sicht derzeit überhitzt, so dass in 2018 weitere Preiskorrekturen zu erwarten sind. Die Aluminiumpreise sind im Jahresverlauf 2017 um rund 17 % gestiegen. Auch in 2018 ist von einer moderaten Steigerung auszugehen. Aufgrund der weiterhin begrenzten Kapazitäten von Kupferfolien und der stark ansteigenden Nachfrage durch die E-Mobilität wird in 2018 mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen sein. Ferner besteht seit dem vierten Quartal 2017 im Bereich Elektronik eine Allokation, so dass die Lieferzeiten für diverse Bauteile bis zu 70 Wochen betragen und dadurch erhebliche Versorgungsprobleme entstehen können. Im Hinblick auf Stahl hat sich die Situation in 2017 gegenüber der ursprünglichen Erwartung etwas besser entwickelt, da einerseits die Preise für Warm- und Kaltband im zweiten Halbjahr reduziert werden konnten und sich andererseits die Legierungszuschläge für Edelstahl ebenfalls rückläufig entwickelt haben. Nur feuerverzinktes Feinblech blieb aufgrund hoher Nachfrage und massiver Kapazitätsengpässe auf einem hohen Preisniveau. Die ursprünglich geplante Stahlpreis-Verteuerung von 25 % für das Jahr 2017 konnte so auf 23 % im Jahr 2017 reduziert werden, die Edelstahlverteuerung lag bei 12,5 %. Für 2018 wurde eine geringfügige Verteuerung beim Edelstahl und ein leichte Preisreduzierung beim Stahl geplant. Produktionskürzungen in China, infolge umgesetzter Umweltschutzmaßnahmen, wirken Preissenkungen entgegen und tragen somit weiter zur Stabilität eines hohen Stahlpreises bei. Weitere Rohstoffe sind von untergeordneter Bedeutung. Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Wechselkursschwankungen werden im Bedarfsfall Finanzderivate ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. IT-Risiken Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine anhaltende Störung oder ein Ausfall wesentlicher IT-Systeme könnte daher zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Weitere Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten. Diese Risiken werden durch beständige Investitionen in die IT-Infrastruktur und den Einsatz moderner Hard- und Software minimiert. Des Weiteren bestehen Backup-Systeme, Systeme zum Viren- und Zugangsschutz, Verschlüsselungssysteme und ein hoher Grad an interner Vernetzung. Regelmäßige Penetrationstests und ständige Überwachung der IT Sicherheit auf Möglichkeiten des unbefugten Zugriffs von innen und außen minimieren die Angriffsszenarien weiterhin. Risiken aus Akquisitionen Die Nutzung der erworbenen Synergie- und Marktpotenziale steht im Mittelpunkt jeder Akquisition. Hierbei besteht das grundsätzliche Risiko, dass diese Potenziale im Rahmen des Integrationsprozesses zumindest teilweise verloren gehen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Annahmen zur Bewertung des Unternehmens in der Akquisitionsphase sich nach dem Kauf nicht materialisieren. Durch klare Zuordnung von Verantwortung in der Organisation sowie durch Integrationsprojekte, die teilweise mit externer Unterstützung durchgeführt werden, wird diesen Risiken entsprechend begegnet. Risiken des Anlagengeschäfts Im Gegensatz zum Seriengeschäft sind mögliche Risiken in der Division Industriesysteme im Einzelfall deutlich höher. Aufträge werden überwiegend kundenbezogen entwickelt und umgesetzt. Bestandteil des Geschäftsmodells ist teilweise die Übernahme von Gesamtprojekten mit vielen Unterlieferanten. Daher wird bereits im Rahmen der Vertragsgestaltung großer Wert auf die Begrenzung der Übernahme von Risiken bzw. deren Vermeidung gelegt. In der operativen Abwicklung werden mögliche Schäden im Rahmen des Risikomanagements überwacht. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Die Gesamtrisikosituation des Konzerns ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, besteht ein Risikomanagementsystem. Darüber hinaus sind nach den derzeit bekannten Informationen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, erkennbar.
Allendorf/Eder, den 17. Mai 2018 Viessmann Komplementär B.V. (Prof. Dr. Martin Viessmann) Chairman (Maximilian Viessmann) Co-CEO (Joachim Janssen) Co-CEO (Dr. Ulrich Hüllmann) CFO Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAnlage zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG
Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden sowie die Zahl der Beschäftigten sind im Konzernanhang erläutert bzw. angegeben. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine Angaben Mutterunternehmen ist die Viessmann Werke GmbH & Co KG mit Sitz in Allendorf/Eder. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HR A 3389 eingetragen. Die Viessmann Werke GmbH & Co KG ist gemäß § 11 PubIG zur Aufstellung und Offenlegung eines Konzernabschlusses verpflichtet. In Anwendung der von § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 und § 9 Abs. 2 PubIG eingeräumten Erleichterungen soll die Gewinn- und Verlustrechnung nicht offengelegt werden, die Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PubIG sind in einer Anlage zur Bilanz enthalten. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss wurden neben der Viessmann Werke GmbH & Co KG als Mutterunternehmen die Abschlüsse der in der Liste Anteilsbesitz (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Biogas Coevorden B.V. i.L., Winterswijk/Niederlande, 100 %iges Tochterunternehmen der BIO Energie Europark GmbH, Allendorf/Eder, wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. a) Erst- und Entkonsolidierungen Infolge des Anteilserwerbs oder der Neugründung wurden folgende Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen: LämpöYkkönen Oy, Jyskä/Finnland, Viessmann Heating Technology Zhejiang Co., Ltd., Zhejiang/China, Viessmann Pars Novin Co. Ltd., Tehran/Iran, Viessmann Solutions & Services GmbH, Allendorf/Eder, SHS Smart Home Services GmbH, Allendorf/Eder, Maschinenraum GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Fünf GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Sechs GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Sieben GmbH, Allendorf/Eder und Viessmann Acht GmbH, Allendorf/Eder. Für die BIO Energie Europark GmbH, Allendorf/Eder, fand infolge eines Anteilskaufs von 40 % der Übergang zur Vollkonsolidierung statt. Infolge Verkauf oder Liquidation wurden folgende Gesellschaften entkonsolidiert: AC NAWARO Kodersdorf Biogasanlagen GmbH & Co. KG, Schwandorf, BIOFerm USA Inc., Verona, Wisconsin/USA und Norpe UK Ltd., Stockport/UK. Diverse Tochterunternehmen wurden umfirmiert. b) Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den folgenden Grundsätzen: ● Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode bzw. bis 2009 nach der Buchwertmethode, durch Verrechnung mit den Anteilen der jeweiligen Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung (vor 2010). Für Anteile im Fremdbesitz ist ein Ausgleichsposten gebildet worden, ● Fortschreibung der Buchwerte der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Rahmen der At-Equity-Methode, bis ggf. auf EUR 0,00, ● Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten, ● Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, Aufwendungen und Erträgen, ● Eliminierung von Ergebnisübernahmen einbezogener Gesellschaften und von Beteiligungserträgen sowie Ab- und Zuschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften, ● Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, ● Vornahme von Steuerabgrenzungen auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Jahren voraussichtlich ausgleicht. Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung 1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Ein-standskurs wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die sich aus den unterschiedlichen Abschlussstichtagskursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. 2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. 3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahres sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Änderungen 1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden. 2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. TEUR 148.066 dieses Unterschiedsbetrags resultieren aus Gewinnthesaurierungen durch das Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Infolge der erstmaligen Anwendung des DRS 23 wird dieser zuvor als gesonderter Posten ausgewiesene Unterschiedsbetrag in das Eigenkapital umgegliedert. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile waren, sind die sich ergebenden Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 141.021 als Geschäfts- oder Firmenwert und in Höhe von TEUR 40.843 durch Aufdeckung von stillen Reserven abzüglich stiller Lasten aktiviert worden. Der Equity Wert der Microgen Engine Corporation Holding B.V., Ar Doetinchen/Niederlande ist zum Abschlussstichtag negativ. Der Unterschiedsbetrag (Geschäftsoder Firmenwert) zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital eines assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 674. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 1 bis 20 Jahren und die Geschäfts- oder Firmenwerte über 3, 5, 8 bzw. 10 Jahre ab Erwerbszeitpunkt abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wird dabei für jede Gesellschaft individuell anhand ihrer Technologie, ihren Mitarbeitern und ihrer langfristigen Kundenbeziehungen sowie anhand erwarteter Synergieeffekte begründet. In diesem Zeitraum erfolgt zudem unabhängig von der planmäßigen Nutzungsdauer eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes. 4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 31 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und längstens 54 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen überwiegend nach der linearen Methode. Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften sind die dort festgelegten Nutzungsdauern für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen worden, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. 5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstanden, mit dem Erfüllungsbetrag ohne Umsatzsteuer offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. 7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. Barwert angesetzt. Für die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kreditrisiken bestehen angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. 8. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit Anschaffungskosten bewertet. 9. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Abgrenzungen bis zu drei Jahren. 10. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive (TEUR 11.634) und passive latente Steuern (TEUR 2.659) saldiert ausgewiesen. 11. Die Posten des Eigenkapitals werden gemäß § 9 Abs. 3 PubIG in einem Posten zusammengefasst. 12. Investitionszuschüsse und -zulagen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird. 13. Die Rückstellungen für Pensionen entfallen auf in- und ausländische Gesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Sonstige Vermögensgegenstände (Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen) sind, soweit es sich um nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände handelt, zum Zeitwert bewertet und in der Bilanz mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen worden. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen betragen TEUR 257. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 311. Als Rechnungszins für die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen (Österreich, Frankreich, Italien und Türkei), Jubiläum und Hinterbliebenenbezüge wurde im Wesentlichen ein zum 31. Dezember 2017 qualifiziert geschätzter Zins bei einer Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Dieser wurde durch Fortschreibung des von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zehn-Jahres-Durchschnittszins für die Pensionen und pensionsähnliche Abfertigungen (Österreich und Frankreich) bzw. Sieben-Jahres-Durchschnittszins für die Hinterbliebenenbezüge sowie des sich bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit ergebenden Durchschnittszins für die übrigen Abfertigungen und Jubiläum jeweils zum 30. September 2017 bzw. 30. November 2017 bzw. 31. Dezember 2017 ermittelt. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 7.038. Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst. Aus mittelbaren Pensionszusagen - im Rahmen einer Pensions- und Unterstützungskasse - besteht ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 269. Unter Inanspruchnahme von Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB erfolgt keine Passivierung der mittelbaren Pensionszusagen. Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2017 abgezinst worden. Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung, die aus laufenden Verträgen resultieren, in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt. Die für diese Verträge entstehenden Abfindungsverpflichtungen gemäß § 6 TV-BB bzw. § 12 des Tarifvertrags zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) wurden ebenfalls in den sonstigen Rückstellungen bilanziert. 14. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, Rentenverpflichtungen mit dem Barwert passiviert. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1 Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der so genannten Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. Für gewährte Bankgarantien wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, in Höhe TEUR 416 verpfändet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wechsel in Höhe von TEUR 6.559 enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 326). 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Für die Berechnung der latenten Steuer wurde der Steuersatz des Unternehmens, bei dem sich die zugrundeliegende Differenz umkehrt (11 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 20 % zugrunde gelegt. Die sich ergebende latente Steuer resultiert im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung, aus der Schuldenkonsolidierung sowie der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. 4. Eigenkapital Die im Handelsregister eingetragenen Hafteinlagen betrugen am Abschlussstichtag TEUR 100.000. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Garantierückstellungen und Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich. 6. Verbindlichkeiten Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen des Sachanlagevermögens, Vorräten, Forderungen sowie durch Verpfändung von Bankguthaben (TEUR 346) gesichert. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. 7. Außerbilanzielle Geschäfte Insgesamt bestehen sechs Sale-and-Lease-back-Verträge für Immobilien. Durch Abschluss dieser Verträge wurden in den Vorjahren liquide Mittel freigesetzt. Aus den Leasingverträgen ergeben sich in den nächsten max. 12 bis 97 Monaten monatliche Leasingraten von durchschnittlich TEUR 163. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Sale-and-Lease-back-Verträge für EDV-Hardware im Gesamtwert von TEUR 963 abgeschlossen. Aus diesen Leasingverträgen ergeben sich in den nächsten max. 36 Monaten monatliche Leasingraten von durchschnittlich TEUR 27. Die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen der Folgejahre sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. 8. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von TEUR 104. Da die begünstigten Gesellschaften ihren Verpflichtungen nachkommen und keine Anzeichen für eine Verschlechterung der Bonität vorliegen, wird mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht gerechnet. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich folgende Aufwendungen:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 14.379. Aus Werbe- und Sponsoringverträgen ist mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.430 zu rechnen. Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken. 10. Derivative Finanzinstrumente Innerhalb des Konzerns werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Zins- und Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkurs- bzw. Zinsschwankungen bedingte Währungsrisiken bzw. Finanzierungskosten zu minimieren. Es wurden ausschließlich Devisentermingeschäfte zu Sicherungszwecken im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt. Hintergrund ist die Reduzierung der Fremdwährungsrisiken im Rahmen bereits durchgeführter bzw. geplanter Transaktionen in Fremdwährung. Zum Abschlussstichtag sind folgende Währungsrisiken abgesichert:
Die Devisentermingeschäfte wurden ausschließlich im Zusammenhang mit zukünftig geplanten operativen Umsätzen in Fremdwährung (Grundgeschäfte in CAD, CHF und PLN) abgeschlossen. Sie dienen der (Teil)absicherung des Kursrisikos der zu späteren Zeitpunkten entstehenden Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten (zukünftige Zahlungseingänge/-ausgänge) in Fremdwährung. Das kalkulierte Volumen der antizipativen Teilabsicherung für zukünftige Zahlungseingänge/-ausgänge aus Grundgeschäften orientiert sich dabei an den aus der Planung und der Vergangenheit abgeleiteten, mit hoher Sicherheit entstehenden Umsätzen in Fremdwährung. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte betragen zum 31. Dezember 2017 zwischen 2 und 12 Monaten. Die geplanten (Teil-) Zahlungseingänge/-ausgänge aus den Grundgeschäften und die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte bilden für jede Währung eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert/Tageskurs auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Hinsichtlich der Höhe der jeweiligen Teilabsicherung handelt es sich um Micro-Hedges und Portfolio-Hedges. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode verwendet. Weitere derivative Finanzinstrumente, die nicht Sicherungszwecken dienen, wurden entsprechend den Treasury-Grundsätzen der Viessmann Gruppe nicht abgeschlossen. 11. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz Durch die erstmalige Einbeziehung von in 2017 neu erworbenen bzw. gegründeten Tochterunternehmen sowie der Vollkonsolidierung der BIO Energie Europark GmbH, Allendorf/Eder, wurden die Posten der Konzernbilanz wie folgt beeinflusst:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Eine Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 und § 9 Abs. 2 PublG nicht veröffentlicht, die erforderlichen Angaben wurden in einer Anlage zur Bilanz publiziert. 1. Umsatzerlöse Nach den statistischen Aufzeichnungen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Personalaufwand In den Aufwendungen für Löhne und Gehälter sind periodenfremde Aufwendungen für Prämien in Höhe von TEUR 1.003 enthalten. 3. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer entfällt in Höhe von TEUR 658 auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sowie in Höhe von TEUR 74 (davon TEUR -4 für Vorjahre) auf andere Bestätigungsleistungen. VII. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss 2017 des Mutterunternehmens wird den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. VIII. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern folgende Mitarbeiter:
2. Geschäftsführung Die als Aufwand gebuchte Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung der Komplementäre für ihre Tätigkeit im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2017 TEUR 3.640. Für ehemalige Geschäftsführer wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.741 gebildet. 3. Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in einer gesonderten Anlage (Anlage 3 zum Konzernanhang). 4. Befreiung von der Aufstellung von Lageberichten und der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Viessmann Werke GmbH & Co KG haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB. IX. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2017 sind folgende Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Konzerns führen könnten: Im Februar 2018 wurde die WESO-Aurorahütte GmbH, welche Gussteile für die Gesellschaften des Viessmann Konzerns produzierte und auch in Zukunft noch produzieren wird, aus dem Konzernkreis veräußert. Der Anteil solcher Gussteile war in den vergangenen Jahren in der Heiztechnik stetig gesunken. Aus dem Verkauf ergibt sich im Konzern ein einmaliger positiver Ergebniseffekt, der das Konzernergebnis nennenswert beeinflussen wird. Ferner hat die Viessmann Werke GmbH & Co KG eine Beteiligung an dem Salzburger Unternehmen Etherma Holding GmbH erworben. Damit konnte das Komplettangebot des Viessmann Konzerns um Elektroheizsysteme erweitert werden.
Allendorf/Eder, den 17. Mai 2018 Viessmann Komplementär B.V. (Prof. Dr. Martin Viessmann) Chairman (Maximilian Viessmann) Co-CEO (Joachim Janssen) Co-CEO (Dr. Ulrich Hüllmann) CFO Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (Konzern-Anlagengitter) In EUR 31.12.2017
* Entwicklung: Stand 1.1.2017: EUR -13.288.949,87 + anteiliges Ergebnis 2017: EUR -2.928.938,45 - Gewinnausschüttung: EUR 187.903,13 + Abgang aus Konzernkreisveränderung: EUR 7.500,00 VerbindlichkeitenspiegelViessmann Werke GmbH & Co KG
Anteilsbesitzder Viessmann Werke GmbH & Co KG
1) Befreiung Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 2) Befreiung Offenlegung gemäß § 264b HGB 3) Befreiung Aufstellung Lagebericht gemäß § 264 Abs. 3 HGB Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und KonzernlageberichtVorstehende, zur Offenlegung bestimmte Konzernbilanz nebst Anlage zur Konzernbilanz, Konzernanhang und Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Viessmann Werke GmbH & Co KG, Allendorf/Eder, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, freiwillig aufgestellter Kapitalflussrechnung und freiwillig aufgestelltem Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dillenburg, den 17. Mai 2018 WESTTREU GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin Droste, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung oder Weitergabe der obigen Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. |
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