Mobil Invest GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Witkenkamp seit 16.4.2010 | Prokura |
Sven Dübbers seit 12.2.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WESTFALIA Van Conversion GmbHRheda-WiedenbrückJahresabschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2007Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WESTFALIA Van Conversion, Rheda-Wiedenbrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der WESTFALIA Van Conversion, Rheda-Wiedenbrück, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 25. März 2008 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Römgens, Wirtschaftsprüfer gez. Heisig-Beyer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007
Entwicklung der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs und des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20071. Darstellung des Geschäftsverlaufs1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Gemäß der Veröffentlichung des Caravaning Industrieverband e.V. (CIVD) wurden in Deutschland im Kalenderjahr 2007 7,4 % weniger Reisemobile in den Verkehr gebracht (Neuzulassungen) als 2006. Die Kunden waren aufgrund der vielfältigen Diskussionen zum Thema Umwelt und Besteuerung stark verunsichert, was sich in einer Kaufzurückhaltung niederschlägt. 1.2 Umsatz und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2007 konnte ein Umsatz von € 39,7 Mio. erzielt werden. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 25,7 %. Insbesondere der Mercedes "Marco Polo" legte deutlich zu und stellte einen neuen Absatzrekord auf, der noch deutlicher hätte ausfallen können, wenn nicht ein Streik der Zulieferindustrie die Belieferung mit Basisfahrzeugen erschwert hätte. Der Mercedes "James Cook" blieb im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach Markteinführung deutlich unter den Absatzerwartungen. Die Gründe hierfür liegen zum großen Teil in den qualitativen Problemen der Ausbauumfänge. Durch die hohe Nachfrage des Marktes nach Ford "Transit" Fahrzeugen sowie immer noch vorhandene Anlaufprobleme im Produktionswerk Southampton wurde die gesamte Reisemobilbranche und damit auch die Westfalia Van Conversion GmbH nur schleppend mit Basisfahrzeugen der Marke Ford bedient. Das Marktpotential konnte aufgrund dieses Lieferengpasses im Bereich der Ausbaureihen Ford "Nugget" und Ford "Euroline" nicht ausgeschöpft werden. Gegenüber dem Vorjahr wurde allerdings eine signifikante Steigerung der Absatzzahlen bei beiden Modellreihen erreicht. Der Ford "Big Nugget" blieb hinter den geplanten Verkaufszahlen zurück, die Gründe hierfür liegen in dem verschobenen Serienanlauf von März auf Juli. Das Absatzvolumen des Opel "Vivaro Life" konnte gegenüber dem Vorjahr um 28 % gesteigert werden, hierzu haben Marketingaktivitäten seitens Opel beigetragen. Westfalia präsentierte auf der Messe "Caravan Salon" in Düsseldorf im August den Prototypen eines neuen Produkts mit dem Namen "Sven Hedin". Der "Sven Hedin" ist eine Reisemobil auf Basis eines VW "Crafter"-Fahrzeuges. Die bisherigen Rückmeldungen des Marktes waren sehr positiv für dieses neue Produkt - die Markteinführung findet im Frühjahr 2008 statt. Das Volumen der Produktion für das Produkt "Superhochdach" innerhalb der Betriebsstätte Düsseldorf blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Westfalia kann den Absatzmarkt nicht beeinflussen, es handelt sich um eine Auftragsfertigung für die Daimler AG, Stuttgart. Die Umsatzerlöse für Zubehör und Ersatzteile sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Das Umsatzvolumen enthält erbrachte Dienstleistungen für Entwicklung und Design in Höhe von Mio. € 0,3 (i. Vj. Mio. € 1,3). Die Reduzierung ist damit begründet, dass die vorhandenen Kapazitäten vorrangig für die Entwicklung eigener Produkte eingesetzt worden sind. 1.3 Produktion Die Produktion des Mercedes "James Cook" war geprägt von konstruktiv bedingten Qualitätsproblemen, die eine kontinuierliche Fertigung verhinderten und die mögliche Ausbringungsmenge reduzierten. Gegen Ende des Jahres ist bereits damit begonnen worden, Qualitätsverbesserungsmaßnahmen in bereits produzierten Fahrzeugen, aus dem ersten Fertigungslos, einzubringen. Im Bereich des Mercedes "Marco Polo" wurde, bedingt durch einen hohen Auftragsbestand, die Wochenarbeitszeit angehoben und Produktionsspitzen mit Leiharbeitern abgedeckt. Somit wurde die Durchlaufzeit kurz gehalten und die Fahrzeuge konnten mit einer Lieferquote von 99 % im vereinbarten Zeitraum fertig gestellt werden. Gegen Ende des Jahres verhinderte ein Streik der Zulieferindustrie für das Basisfahrzeug die optimale Ausbringungsmenge. Die Ford-Produkte "Nugget" und "Euroline" konnten bis Mai ohne größere Probleme produziert werden, im Mai kam es dann jedoch zu einem Lieferabriss der Basisfahrzeuge seitens der Ford AG. Die Begründung hierfür waren die internen Probleme von Ford innerhalb seines Produktionswerkes. Im Zeitraum Juni - Oktober konnten nur vereinzelte Fahrzeuge fertig gestellt werden, erst im November setzte wieder eine regelmäßige Belieferung der Basisfahrzeuge seitens Ford ein. Der Ford "Big Nugget" hatte im Juli seinen Serienanlauf, der ohne größere Probleme erfolgreich verlief. Das Produkt Opel "Vivaro Life" konnte kontinuierlich und mit einer optimalen Durchlaufzeit produziert werden. Die Produktion des Produktes "Superhochdach", innerhalb der Betriebsstätte Düsseldorf, verlief ohne Komplikationen. 1.4 Qualität In der Qualitätsentwicklung gab es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Modellreihen bezüglich der Ausliefer- und Langzeitqualität. Beim Mercedes "Viano Marco Polo" konnte die Auslieferqualität gegenüber den Vorjahren deutlich gesteigert werden. Dies lag vor allem an der konsequenten Umsetzung des Produktionssystems, einem gut funktionierendem Verbesserungsprozess und einem eingespielten Montageteam. In der Langzeitqualität zeichnen sich beim Marco Polo Verbesserungen am Produkt auch in der Senkung der Gewährleistungskosten ab. Weitere Verbesserungsmaßnahmen sind definiert und werden umgesetzt. Beim Mercedes "James Cook" erfolgte das erste volle Produktionsjahr, welches durch erhebliche Anlaufschwierigkeiten gezeichnet war. Leider zeigte sich dies immer noch negativ im Reifegrad des Produktes, sodass auch in der Auslieferqualität eine hohe Fehlerrate aus Konzept- und Produktionsfehlern festzustellen war. Die mangelhafte Konzeptqualität führte auch zu einem Produktionsstopp in der zweiten Jahreshälfte. In der Folge ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Verbesserung des Modells in allen Bereichen definiert worden. Nach dessen kompletter Abarbeitung läuft die Produktion und Auslieferung des James Cook seit Dezember 2007 wieder an. Die Baureihen Ford "Euroline", "Nugget" sowie Opel "Vivaro Life" konnten sich in der Auslieferqualität deutlich verbessern, hier zeigten Maßnahmen zur Verbesserung im Produktionsprozess und in der Abstellung konzeptioneller Schwächen im Jahresverlauf Wirkung. Auch in der Langzeitqualität konnten bei den genannten Baureihen die Gewährleistungsaufwendungen gesenkt und die Kundenzufriedenheit weiter gesteigert werden. Organisatorisch war das Jahr 2007 das erste komplette Jahr unter neuer Leitung und Neuausrichtung des Bereiches Qualitätsmanagement entlang des Produktlebenszyklus. Das Team "QM Produktion" umfasst alle Mitarbeiter mit überwachenden und planenden Tätigkeiten im Produktionsprozess, das Team QM Lieferanten fasst alle Tätigkeiten mit externen Partnern zusammen, wie Bemusterungen von Neuteilen oder die Bearbeitung von Reklamationen. Die Produktbewährung (QM/PB) begleitet die Fahrzeuge im After Sales Prozess von der technischen Beratung für Kunden und Werkstätten, über die Bearbeitung von Garantie und Kulanzanträgen bis zu deren Auswertung und Einleitung von Fehlerabstellprozessen. 1.5 Beschaffung Die qualitativen Probleme im Bereich des Mercedes "James Cook" basierten zum Teil auch auf Produktionsproblemen seitens der Lieferanten. Der Einkauf hat diese Zulieferprobleme am Ende des Jahres, zusammen mit den betroffenen Lieferanten, weitgehend in den Griff bekommen und arbeitet nun mit verschiedenen Zulieferern konstruktive Optimierungen in die Kaufteile des James Cook ein. Der Serienanlauf des Ford "Big Nugget" beanspruchte stark die Kapazität der Einkaufsmitarbeiter, da noch in letzter Minute konstruktive Änderungen an einigen Kaufteilen vorgenommen worden sind und der Serienstart nicht gefährdet werden durfte. Diese Aufgabe wurde erfolgreich gelöst, zum Serienanlauf standen alle notwendigen Materialien zu Verfügung. Aufgrund der gestiegenen Beschaffungspreise auf dem Rohstoffmarkt war eine weitere wesentliche Tätigkeit die Abwehr von Preiserhöhungen. Die nicht abwendbaren Materialpreiserhöhungen lagen auf marktüblichem Niveau. 1.6 Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf Mio. € 1,0. Die Investitionen teilen sich in eine Vielzahl von Einzelinvestitionen auf. Die Abschreibungen betrugen insgesamt Mio. € 1,77. Teile des Anlagevermögens der Betriebsstätte Düsseldorf wurden im Wert von Mio. € 3,7 im Rahmen einer "sale -and -lease -back" -Vereinbarung an eine Leasinggesellschaft verkauft und werden jetzt von dieser gemietet. Weitere wesentliche Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen. 1.7 Finanzierung Die Finanzierung der Investitionen erfolgte bis zum Zeitpunkt des Gesellschafterwechsels im November über eine Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinie (Verrechnungskonto zur Daimler AG). Nach dem Wechsel des Gesellschafters ist das Kontokorrentkonto durch drei Darlehen ersetzt worden. Es besteht zum Bilanzstichtag ein Darlehen gegenüber der Daimler AG i.H. von Mio. € 6,9, davon sind Mio. € 2,9 in 2008 und der Rest in 2009 zu tilgen. Weiterhin bestehen Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen i.H. von Mio. € 5,8, die planmäßig in 2008 zur Tilgung fällig werden. Wesentliche Leasingverpflichtungen betreffen die Rückmietung der im Rahmen eines "sale -and -lease- back"-Modells verkauften Anlagen der Betriebsstätte Düsseldorf. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. 1.8 Personal Im Geschäftsjahr 2007 wurden durchschnittlich 222 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 236). Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf betrug T€ 46 und liegt damit leicht über Vorjahresniveau. Ab 1. Juni 2007 wurde eine Tariferhöhung von 4,1 % wirksam, welcher die Zahlung eines Pauschalbetrages in Höhe von € 400 bzw. € 125 bei Auszubildenden für die Monate April und Mai 2007 vorausging. Die Beschäftigungssituation führte sowohl am Standort Wiedenbrück als auch am Standort Düsseldorf durch eine Stundenerhöhung zu einer Verringerung der negativen Gleitzeitkonten und damit einhergehend zu einer Verringerung der bilanziellen Forderung gegenüber den Mitarbeitern. Die Maßnahmen des bestehenden Sanierungs- und Standortsicherungsvertrages für den Standort Wiedenbrück wurden seitens der Personalbteilung umgesetzt. Dies beinhaltete insbesondere die Anpassung der Wochenarbeitszeit auf 38 Std. ohne Entgeltausgleich (analog 2006), die Absenkung der Tarifentgelte auf 96 % (98 % in 2006), die Reduzierung des Standardentgeltes auf 136 % (140 % in 2006) und die Verringerung der Sonderzahlung gemäß TV 13. ME um 50 % des individuellen tariflichen Anspruchs (analog 2006). Der im Rahmen der Restrukturierung notwendige und im Sozialplan definierte Personalabbau wurde in Abstimmung mit dem Betriebsrat sozial verträglich abgeschlossen. Für die ausscheidenden Mitarbeiter wurde eine Auffanggesellschaft gegründet und die Abfindungen wurden analog des Sozialplanes zur Auszahlung gebracht. Die für diese Maßnahmen im Vorjahr gebildeten Rückstellungen wurden entsprechend in Anspruch genommen. Von den gekündigten Mitarbeitern gemäß Interessenausgleich sind 41% bereits wieder eingestellt worden. Während des Geschäftsjahres wurden auslaufende befristete Arbeitsverträge verlängert und wenn keine Verlängerung mehr möglich war, auch entfristet. Drei befristete Arbeitsverträge sind im Jahr 2007 nicht verlängert worden. In der Betriebsstätte in Düsseldorf wurde ein Personalaufbau im Rahmen der Superhochdachfertigung vorgenommen. Der Personalaufbau hat insbesondere im gewerblichen Bereich stattgefunden, wobei sämtliche Arbeitsverträge zunächst befristet sind. Am Standort Wiedenbrück ist zum 1. März 2007 das neue Entgeltrahmenabkommen (ERA) der Metall- und Elektroindustrie NRW erfolgreich eingeführt worden. Am Standort Düsseldorf wird das Entgeltrahmenabkommen zum 1. Januar 2008 betrieblich eingeführt. Sämtliche Vorbereitungen dafür sind in 2007 getroffen worden. Als weitere Geschäftsführer, neben Herrn Michael Kristeller, wurden Herr Gert Purkert (9. November 2007 bis 21. Dezember 2007) sowie Herr Sven Dübbers (ab 10. Dezember 2007) berufen. 1.9 Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden Mio. € 0,7 für Fremdleistung und Material eingesetzt (im Vorjahr Mio. € 0,83). Die Entwicklung wurde mit eigenem Personal, aber auch in Zusammenarbeit mit externen Stellen umgesetzt. Fremdleistung und Material sowie die eigenen Entwicklungszeiten wurden für rd. Mio. € 0,3 an Kunden abgerechnet. Die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit lagen auf dem Abschluß der Entwicklungstätigkeiten für den Ford "Big Nugget", der Neuentwicklung des Produktes VW "Sven Hedin", den konstruktiven Qualitätsoptimierungen im Bereich des Mercedes "James Cook" sowie Modellpflegemaßnahmen für die Reisemobile der Marken Ford, Opel und Mercedes. Die Entwicklungsaktivitäten bezüglich des "Big Nugget" konnten aufgrund der komplexen Konstruktion der Dachbettmechanik erst verspätet abgeschlossen werden und verursachten eine Überschreitung des avisierten Kostenbudgets. Die Neuentwicklung des VW "Sven Hedin" liegt im Rahmen des verabschiedeten Zeit- und Kostenplanes. Die konstruktiven Qualitätsoptimierungen für den Mercedes "James Cook" sind am Jahresende noch nicht abgeschlossen und haben ungeplant Ressourcen gebunden und Kosten verursacht. Aus Kapazitätsgründen wurde die Entwicklung des Produktes Ford "Westvan", einem Reisemobil aus dem Segment der kompakten Teilintegrierten, komplett fremdvergeben. 1.10 Vertrieb und Marketing Das Jahr 2007 war der Beginn des Aufbaus einer eigenen Vertriebsorganisation für die neue Produktlinie von Westfalia. Die neue Produktlinie wird im Gegensatz zu den bisherigen Produkten (Vertrieb über Auftraggeber) in Eigenregie über von Westfalia beauftragte Händler vertrieben. Das erste Produkt für dieses neue Geschäftsmodell war der Ford "Big Nugget", diesem werden die Produkte VW "Sven Hedin" und Ford "Westvan" in 2008 nachfolgen. Westfalia greift für den Vertrieb dieser Produkte auf etablierte Händler in Deutschland und dem europäischen Ausland zurück, die in der Lage sind, den Premiumanspruch der Marke zu repräsentieren. Die neue Produktlinie verhalf Westfalia zu einer hohen Präsenz in der einschlägigen Fachpresse, die vorgestellten Produkte wurden durchweg positiv bewertet. Ein Highlight war die Belegung der ersten beiden Plätze bei der Wahl zum Reisemobil des Jahres 2008 (Zeitschrift: promobil). Der Mercedes "James Cook" belegte, analog dem Vorjahr, den ersten Platz. Der VW "Sven Hedin" schaffte es sensationell auf den zweiten Platz, nachdem nur ein Prototyp erstmalig auf dem Caravan Salon 2007 in Düsseldorf präsentiert wurde. Die Markteinführung vom "Big Nugget" wurde aufgrund der Verschiebung des Serienanlaufs vom Frühjahr auf den Juli verschoben und dort erfolgreich mit ausgesuchten Händlern umgesetzt. Aufgrund der späten Markteinführung konnten die Marktpotentiale für 2007 nicht ausgeschöpft werden. 2. Darstellung der Lage2.1 Vermögenslage Bei einer um Mio. € 5,1 gestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote rechnerisch von im Vorjahr 13,0 % auf nunmehr 2,9 % abgesenkt. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 23,6 % (i. Vj. 48,8 %), absolut hat sich das Anlagevermögen um Mio. € 4,15 reduziert. Die Reduzierung ist im Wesentlichen eine Folge der Verkäufe von Anlagegegenständen der Betriebsstätte Düsseldorf im Rahmen eines "sale -and- lease -back" -Geschäftes. Auf der Aktivseite der Bilanz ist eine Bilanzierungshilfe zur Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Höhe von Mio. € 0,8 ausgewiesen. Die Bilanzierungshilfe betrifft die Aufwendungen, die für die Errichtung der neuen Betriebsstätte zur Fertigung des "Superhochdachs" in Düsseldorf notwendig waren. Das Vorratsvermögen hat sich in Summe gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 1,2 (= 19 %) erhöht. Die Gründe hierfür liegen im Wesentlichen im Bestand der Basisfahrzeuge (Ford Transit & VW Crafter) für die Produkte "Big Nugget" und "Sven Hedin" - diese Produkte hatte es im Geschäftsjahr 2006 noch nicht gegeben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatzbedingt um Mio. € 1,8 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um Mio. € 2,8 gestiegen und haben sich somit mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg basiert im Wesentlichen auf der längeren Ausnutzung von Zahlungszielen. Die Rückstellungen sind um Mio. € 1,5 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Anstieg ist hauptsächlich begründet in den notwendigen Rückstellungen für Gewährleistungsumfänge. Auf Grund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Bei Würdigung der Eigenkapitalsituation muss berücksichtigt werden, dass ein Rangrücktritt i.H. von Mio. € 1,0 für Gesellschafterdarlehen besteht und die Gesellschaft über diverse Markenrechte verfügt, welche nicht bilanziert sind. 2.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte bis zum Gesellschafterwechsel (8. November 2007) über das Verrechnungskonto zur Daimler AG. Im Rahmen des Gesellschafterwechsels wurde der Kontensaldo des Verrechnungskontos in Darlehen umgewandelt, die zum Teil gegenüber der Daimler AG und zum Teil gegenüber Konzerngesellschaften der Aurelius AG bestehen. Nach Umwandlung des Verrechnungskontos in Darlehen hat sich die Gesellschaft aus Eigenmitteln finanziert. Der Free-Cash Flow (Saldo der Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit) ist positiv und hat eine Höhe von Mio. € 2,4 (i. Vj. Mio. € -15,7); davon resultieren Mio. € 3,7 aus dem Verkauf von Anlagegütern der Betriebsstätte Düsseldorf. Die Mio. € 3,7 aus dem Anlagenverkauf wurden zur Teiltilgung eines Darlehens verwendet. Die bestehenden Darlehen i.H. von Mio. € 12,5 sind alle im Laufe der Geschäftsjahre 2008/2009 fällig. Die Geschäftsführung geht aber davon aus, die Darlehen, welche mit Tochtergesellschaften der Aurelius AG bestehen (Mio. € 5,8), einvernehmlich prolongieren zu können. 2.3 Ertragslage Das Jahresergebnis ist geprägt durch geringere Absatzzahlen im Bereich der Ford Produkte ("Nugget" + "Euroline"), sowie des Mercedes "James Cook". Die Lieferschwierigkeiten für die Basisfahrzeuge seitens Ford führten zu einem wesentlichen Ertragsverlust - die Stückzahlziele wurden deutlich verfehlt und es entstanden Leerkosten. Die Qualitätsprobleme für den Mercedes "James Cook" führten aufgrund der schleppenden Produktion und der notwendigen Nachrüstarbeiten zu einem geringen Output in Verbindung mit zusätzlichen Kosten zur Behebung der Qualitätsprobleme. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 25,7 % (vgl. oben Abschnitt 1.2). Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) ist um 25 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote ist aufgrund eines geänderten Produktmixes (Basisfahrzeuge z.T. im Materialaufwand) nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist von im Vorjahr Mio. € -6,9 auf Mio. € -6,1 angestiegen. Die Aurelius Industriebeteiligungen GmbH hat einen Darlehensverzicht in Höhe von Mio. € 4,0 ausgesprochen, der die Ergebnissituation verbessert. 3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken3.1 Voraussichtliche Entwicklung in 2008 Die Planung für die folgenden Geschäftsjahre prognostiziert einen wesentlichen Umsatzanstieg. Dies soll einerseits durch die Stabilisierung der durch die Liefersituation beeinflussten Produkte sowie andererseits durch die Neuprodukte "Big Nugget", "Sven Hedin" und "WestVan" gewährleistet werden. Des Weiteren sind Kostensenkungsprogramme für 2008 angesetzt. Für das Geschäftsjahr 2008 wird ein annähernd ausgeglichenes Jahresergebnis (-Mio. € 0,35) angestrebt. 3.2 Risiken Die WESTFALIA Van Conversion GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Die Realisierung der für 2008 angesetzten Umsatz- und Ergebnisziele könnten insbesondere durch folgende Risiken beeinträchtigt werden: Marktrisiken Im Bereich der Mercedes-Produkte sehen wir weiter Akzeptanzprobleme des bisherigen Kundenklientels bezgl. des geänderten Innenraum-Konzeptes (gegenüber dem Vorgängermodell) im Mercedes "James Cook". Evtl. ist es hier notwendig, eine weitere Grundriss-Variante anzubieten, um bisherige Kunden nicht zu verlieren. Aufgrund der verspäteten Markteinführung des Ford "Big Nugget" befinden sich noch Bestandsfahrzeuge zum Stichtag in der Bilanz. Diese Fahrzeuge besitzen zum großen Teil noch die alte Motorenvariante - Ford hat in der Zwischenzeit neue Motoren auf den Markt gebracht. Insofern besteht für diese Fahrzeuge das Risiko, diese nur mit höheren Rabattierungen vermarkten zu können. Generell müssen sich im Geschäftsjahr 2008 alle neuen Produkte ("Big Nugget", "Sven Hedin", "WestVan") im Markt bewähren. Ein wesentlicher Faktor wird hierbei das neu aufgebaute Händlernetz sein. Mit dem "WestVan" steigt Westfalia erstmals in das Segment der "Teilintegrierten"-Klasse ein - dieses Segment hat z.Zt. das höchste Wachstum im Bereich der Reisemobile. Insofern spricht Westfalia mit dem "WestVan" auch eine neue Kundengruppe an, die bisher nicht im Fokus gewesen ist. Fertigungsrisiken Der "WestVan" wird nicht in Eigenfertigung produziert, sondern ist komplett an einen Dienstleister fremd vergeben. Es müssen hinreichende Kontrollmechanismen geschaffen werden, die sicherstellen, dass der Dienstleister auch die Westfalia-Qualitätsansprüche erfüllt. Die Qualitätsprobleme im Mercedes "James Cook" sind zum Jahresende noch nicht vollständig gelöst, es gibt immer noch wesentliche Punkte, die konstruktiv geändert werden müssen. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Forderungsrisiken werden durch das Debitorenmanagement erfasst. Das Ausfallrisiko wird aufgrund der Tatsache, dass die wesentlichen bisherigen Kunden aus dem Klientel der Automobilhersteller bestehen, sowie aus der Vergangenheitsbetrachtung, als gering eingestuft. Die Gesellschaft ist den üblichen Risiken des Beschaffungsmarktes ausgesetzt, verfügt aber über adäquate Gegenstrategien. 3.3 Chancen Die Geschäftsführung sieht die Chance, dass die Neuprodukte, bei erfolgreicher Vermarktung durch das neue Händlernetz, die geplanten Stückzahlen übertreffen können. Weiterhin besteht ein Potential in der Absenkung der Einkaufspreise des Fertigungsmaterials durch neue Einkaufsstrategien. 4. Sonstige Angaben4.1 Besondere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag Im Januar 2008 wird das Entgeltrahmenabkommen (ERA) für die Betriebsstätte Düsseldorf eingeführt. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet. 4.2 Sicherungsgeschäfte Im Geschäftsjahr 2006 sind keine Sicherungsgeschäfte im Sinne von § 289 Abs. 2 Ziffer 2a) HGB abgeschlossen worden. 4.3 Zweigniederlassungen Die Betriebsstätte Düsseldorf stellt keine Zweigniederlassung im Sinne des Handelsgesetzbuches dar.
Rheda-Wiedenbrück, im Februar 2008 Sven Dübbers, Geschäftsführer Ruthard Drähne, Geschäftsführer |
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