E.I.S. Aircraft GmbHLiquidiert

53881 Euskirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 20736
Eingetragen
28.10.2002
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung, Instandhaltung, Führung der Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Flugzeugen und Vermarktung von Luft- und Wasserfahrzeugen und deren Zubehör sowie Ersatzteilen.

Historie

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Management

NameRolle
Henning Hülsemann
seit 8.1.2018
Prokura
Dirk Schellong
seit 8.1.2018
Prokura
Prokura
Thorsten Wobbe
seit 1.7.2016
Prokura
Sven Ulrich Achilles
seit 21.1.2016
Geschäftsführer
Dag Peter Jessel
seit 13.10.2015
Geschäftsführer
Christoph Otten
seit 4.3.2015
Prokura
Sascha Bauer
seit 17.7.2014
Prokura
Marcus Bernards
seit 7.4.2014
Prokura
Gerold Hupperich
seit 7.4.2014
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

E.I.S. Aircraft GmbH

Euskirchen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

GEÄNDERTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

E.I.S. AIRCRAFT GMBH, EUSKIRCHEN

1. Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Lage

Die deutsche Wirtschaft konnte 2016 mit knapp 2 % Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber den ohnehin schon starken Vorjahren (1,6 % und 1,7 %) noch einmal etwas an Tempo zulegen. Dabei trotzte die Konjunktur den vielen Unsicherheitsfaktoren, die im Laufe des Jahres auftraten. Weder der Brexit noch der harte US-Wahlkampf und sein überraschender Ausgang oder die anhaltende politische Unsicherheit in der Eurozone haben die deutsche Konjunktur merklich gebremst. Sie konnte sogar die anhaltende Schwäche des Welthandels, dessen Wachstum sich 2016 noch einmal mehr als halbierte, verkraften.

Dies gelang dank der robusten binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte, die durch einige temporäre Faktoren verstärkt wurden. So profitierte die reale Kaufkraft der Konsumenten von der Inflationsschwäche und trieb den privaten Konsum wie im Vorjahr zu einem Plus von etwa 2 %. Der Staatskonsum wuchs sogar mit über 4 % und damit sogar stärker als während der Wirtschafts- und Finanzkrise. Ausgaben zur Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge dürften hierbei eine wichtige Rolle gespielt haben. Die kräftige Baukonjunktur tat ihr Übriges für die Binnenwirtschaft.

Die Außenwirtschaft bremste die Konjunktur dagegen deutlich. So sank das Exportwachstum von über 5 % im Jahr 2015 auf etwa 2 % im Jahr 2016. Die Abschwächung war breit angelegt; der stärkste Bremser war jedoch die rückläufige Nachfrage aus den USA. Dies hatte zur Folge, dass die Unternehmen ihre Investitionen kaum ausweiteten und im Jahresverlauf sogar Quartale mit merklich schrumpfenden Ausrüstungsinvestitionen zu Buche schlugen - eine Hypothek für das Jahr 2017, was vermutlich auch an der erheblichen politischen Unsicherheit lag.

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum entsprach mit knapp 2 % unserer Erwartung von vor einem Jahr; die Divergenz zwischen der Binnenkonjunktur und der Außenwirtschaft fiel allerdings viel prononcierter aus als erwartet.

Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 einen Gang zurückschalten. Die Deutsche Bank prognostiziert eine Wachstumsrate von 1,1 %. Das ist zwar nahezu eine Halbierung des Wachstums, allerdings geht etwa die Hälfte auf einen Arbeitstageffekt zurück. Rechnet man diesen heraus, verlangsamt sich das Wachstum nur noch von 1,8 % auf 1,4 %. Damit läge es aber immer noch über der mittelfristigen Potentialrate, die sich angesichts der demografischen Aussichten Deutschlands und der Produktivitätsentwicklung ergibt. Die Verlangsamung basiert auf unserer Erwartung, dass der kräftige Rückenwind für den privaten und staatlichen Konsum aufgrund anziehender Inflation und der stark eingeschränkten Flüchtlingszuwanderung abflaut. Die Inflation dürfte getrieben vom ölpreisbedingten Anstieg der Energiepreise von 0,5 % auf 1,6 % zulegen. Zudem unterstellen wir eine anhaltende Flüchtlingszuwanderung in ähnlicher Höhe wie im Herbst 2016 (16.000 pro Monat) also deutlich weniger als noch im Herbst 2015 (180.000 pro Monat). Mit gut einem Prozent Wachstum sollte der private Konsum dank der anhaltend robusten Lage des Arbeitsmarktes kombiniert mit der Anhebung des Mindestlohns aber weiter die wichtigste Konjunkturstütze bleiben. Auch der Staatskonsum und die Bauinvestitionen sollten mit gut 2 % stärker als im Schnitt der letzten fünf Jahre wachsen und damit die Binnenkonjunktur antreiben.

Die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft sind insgesamt gemischt. Während die Weltwirtschaft 2017 stärker wachsen sollte, dürfte die Konjunktur in Europa an Tempo verlieren. Angesichts des sehr hohen Anteils dieser Region an den deutschen Exporten bedeutet dies eine nur marginal aufwärtsgerichtete Nachfrageentwicklung. Insgesamt rechnen wir für Deutschland mit einem ähnlich mauen Exportplus wie 2016, was zusammen mit der anhaltenden Unsicherheit ein ungünstiges Investitionsumfeld ergibt und die Industrieproduktion dämpfen sollte. Wir rechnen für 2017 mit rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen trotz überdurchschnittlicher Kapazitätsauslastung und einem moderaten Plus der Industrieproduktion von knapp 1 %. Der Staatshaushalt sollte davon aber kaum belastet werden. Dank der robusten Binnenkonjunktur sollte Deutschland erneut einen kleinen Haushaltsüberschuss erwirtschaften.

Die Weltwirtschaft sollte 2017 an Tempo zulegen. Nach rund 3 % Wachstum in 2016 könnte sie 2017 um etwa 3,5 % zulegen - die höchste Wachstumsrate seit 2011. Getragen wird diese Entwicklung vor allem durch eine stärkere US-Konjunktur und durch Russland und Brasilien, von denen wir annehmen, dass sie ihre Rezession hinter sich lassen können, wenn auch deren Wachstumsraten insgesamt moderat bleiben sollten. Die letztgenannten Länder dürften wie viele andere rohstoffexportierende Schwellen- und Entwicklungsländer von steigenden Öl- und anderen Rohstoffpreisen profitieren, nachdem die Notierungen in den letzten beiden Jahren stark unter Druck standen. Aber auch jenseits dieser Länder dürfte sich der globale Aufschwung verfestigen. Etwa zwei Drittel der von uns prognostizierten Länder dürften 2017 stärker als im Vorjahr wachsen. Im Jahr 2016 galt das für weniger als die Hälfte.

Die Aussichten für die USA sind insgesamt positiv. Mit einem Plus von etwa 1,5 % erzielte die US-Wirtschaft 2016 zwar voraussichtlich das geringste Wachstum seit der Rezession im Jahr 2009. Die zwei substanziellen Gegenwinde - die Korrektur der hohen Lagerbestände und der niedrige Ölpreis - welche die Investitionen 2015 und 2016 gebremst haben, dürften 2017 jedoch spürbar nachlassen. Zudem sollte der Konsum dank steigender Löhne deutlich zulegen und die Pläne der neuen US-Regierung vor allem im zweiten Halbjahr stimulierend wirken. Das US-amerikanische BIP-Wachstum könnte somit auf rund 2,3 % im Jahr 2017 und sogar 3,5 % in 2018 steigen.

Europa ist die einzige Region, in der das Wachstum 2017 spürbar geringer ausfallen dürfte als 2016. Wir rechnen für die Eurozone mit einem Plus von 1,3 % nach 1,7 % und knapp 2 % in den beiden Vorjahren. Auch in Großbritannien dürfte die Konjunktur nachlassen, was sich durch die kräftige Abwertung des britischen Pfunds auch auf die deutschen Unternehmen merklich negativ auswirken dürfte. Wir sehen dabei vier Hauptgründe für ein verlangsamtes Wachstum in der Eurozone: Nachdem der Einbruch des Ölpreises die realen Einkommen in den letzten beiden Jahren gestützt hat, wird die sich langsam normalisierende Inflation nun zum Gegenwind. Zugleich ist die Erholung des Arbeitsmarktes noch nicht weit genug vorangeschritten, als dass stärker ansteigende Löhne dies kompensieren könnten. Der zweite Gegenwind besteht im schwächelnden Wachstum der Kredite an die Realwirtschaft. Zuletzt hatte es sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, was auf eine nachlassende Dynamik der Binnenkonjunktur hindeutet. Von der Fiskalpolitik erwarten wir ebenfalls geringere Impulse, nachdem sie 2016 dank expansiver Politik auch in Deutschland positiv zum Wachstum beigetragen hatte. Der letzte Faktor ist die hohe politische Unsicherheit, die wie in Deutschland die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfen dürfte.

(Quelle: Ausblick 2017: Solide, trotz nachlassendem Rückenwind Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, Frankfurt am Main).

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und der Lage der Gesellschaft

2.1. Entwicklung der Branche

Die Flugzeugindustrie profitierte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 von einem anhaltenden Auftragsboom. Der Auftragseingang entspricht weiterhin dem Mehrfachen der Jahresproduktion. In der Branche wird dieser Wert typischerweise im sogenannten "Book-to-Bill" Verhältnis, also dem Verhältnis von wertmäßigem Auftragseingang zu realisiertem Umsatz für den Betrachtungszeitraum abgebildet. Dieser Wert lag für den größten europäischen Flugzeughersteller im Jahr 2016 deutlich oberhalb von 1:1 (Quelle: Airbus FY Results 2016, 22.02.2017). Als Folge dieser positiven Entwicklung sind die Auftragsbücher der Flugzeugindustrie für die folgenden zehn Jahre gefüllt (Quelle: Airbus Orders & Deliveries, 28.02.2017). Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Auftragsbuch des größten europäischen Flugzeugherstellers um + 5 % (+EUR 55 Mrd.) vergrößert. Der gesamte Auftragsbestand liegt bei 6.792 Flugzeugen. (Quellen: Airbus FY Results 2016, 22.02.2017 und Airbus Orders & Deliveries, 28.02.2017).

Die Erhöhung der Jahresproduktion nahezu aller in Serie gefertigten Flugzeuge ist geplant (prominente Ausnahme ist der Airbus A380) und befindet sich derzeit mit einer jährlichen Erhöhung um ca. 5 % in der Realisierungsphase. So hat beispielsweise Airbus in 2015 begonnen, die Produktionsrate des A320 Modells von 42 Flugzeugen pro Monat schrittweise bis 2019 auf 60 pro Monat zu erhöhen, was einer Steigerung von rund 9 % pro Jahr entspricht. Mit der Auslieferung neuer Modelle, z. B. des Airbus A350 im Jahr 2014 und des Airbus A320neo im Jahr 2015, konnten weitere Langstreckenflugzeuge etabliert werden, für die die Gesellschaft zahlreiche Fertigungsaufträge durchführt.

Die Flugzeugindustrie und die Luftfahrtbranche sind weiter im Wandel. lm Zuge der höheren Produktionsraten werden an die Prozesse der Hersteller und Zulieferer höhere Anforderungen gestellt und die Lieferketten optimiert. Dazu kommt es im Einkauf der großen Hersteller vermehrt zu einer Reduktion der Lieferanten bei gleichzeitiger Vergabe von umfangreicheren und damit komplexeren Paketen an weniger Lieferanten der ersten (sogenannte "Tier 1 Supplier") und der zweiten ("Tier 2 Supplier") Lieferkette.

Mit jedem neuen Flugzeugmodell steigen gleichzeitig die Anforderungen an Qualität, Liefertreue (hohe Komplexität der Lieferkette) und vor allem Gewichtsoptimierungen einzelner Bauteile und gesamter Baugruppen als Beitrag zu Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionsreduzierung (zentrale Anforderungen der Endkunden, also Fluggesellschaften). Hieraus ergeben sich für die Lieferanten der Tier 1 und Tier 2 Ebene steigende Anforderungen an eigene Entwicklungsleistungen, um regelmäßig die Anforderungen der Flugzeughersteller zu erfüllen. Tier 3 Supplier verlieren in diesem Zusammenhang zunehmend ihre Marktstellung, da zentrale Anforderungen im Bereich der Entwicklung und Produktion nicht mehr angemessen erfüllt werden können.

Da der gesamte Verkauf von Flugzeugen in USD abgewickelt wird und die Hersteller einen Teil der Wechselkursrisiken an ihre Unterlieferanten abgeben wollen, ist es in der Flugzeugindustrie zunehmend wichtiger, einen Teil des Geschäfts in USD zu realisieren.

Insbesondere in den stark wachsenden Absatzmärkten wie beispielsweise Indien oder China ist die Erfüllung von Lieferverpflichtungen enorm wichtig. Airbus erfüllt diese in China z.B. mit der Errichtung einer Endmontagelinie für das Flugzeug vom Typ A320 und erwartet, dass die Zulieferer ebenso einen Anteil zur Erfüllung dieser Verpflichtungen übernehmen.

Der Preisdruck hält trotz höherer Nachfrage unverändert an. Die Renditen werden zudem durch weiter steigende Material- und Energiepreise sowie durch höhere Lohnkosten belastet.

Im Segment der Dienstleistungen für Betreiber von kommerziellen Flugzeugen (Aviation Services) besteht weiterhin ein hoher Anspruch an Qualität bei gleichzeitig deutlichem Druck auf die Preise.

Aufgrund der geopolitischen Situation und weltweiter Konflikte bei nicht im gleichen Maße wachsenden Verteidigungsbudgets steigt die Nachfrage der öffentlichen Auftraggeber im Bereich Verteidigung und im Geschäftsbereich Aviation Operations. Externe Dienstleister, wie die E.I.S. Aircraft GmbH, profitieren von dieser steigenden Nachfrage.

2.2. Darstellung der Gesellschaft

Die E.I.S. Aircraft GmbH, Euskirchen, ist eine 100 %-Tochtergesellschaft der E.l.S. Holding GmbH, Euskirchen. Die Gesellschaft ist in drei Business Units (Geschäftsbereichen) organisiert: Aviation Products, Aviation Services und Aviation Operations. Mit UR.-Nr. 947 für 2016 des Notars Dr. Johannes Fetsch, Euskirchen, vom 15. Juni 2016 wurde die vormalige Schwestergesellschaft DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, welche organisatorisch bereits Teil der Business Unit Aviation Products war, rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf die E.I.S. Aircraft GmbH verschmolzen. Die Business Units sind als Profitcenter/Teilbetriebe mit eigener Bereichsleitung organisiert, um in größerer Eigenverantwortung den jeweiligen Geschäftsbereich führen und auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Der Geschäftsbereich Aviation Products (Standorte Euskirchen und Lemgo) entwickelt und produziert technische Kunststoffteile für die Luftfahrtindustrie, vornehmlich für Flugzeugkabinenausstattung. Kunden sind sowohl Flugzeughersteller, die direkt als Tier 1 Supplier beliefert werden, als auch große Lieferanten der ersten Lieferkette der Industrie, die als Tier 2 Supplier beliefert werden.

Der Geschäftsbereich Aviation Services (Standort München und Mönchengladbach) erbringt Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen an Flugzeugen. Am Standort München werden für den Kunden Lufthansa Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen im Bereich der Verkehrsflugzeugkabine erbracht. Der Standort Mönchengladbach bietet Dienstleistungen für private Flugzeuge an.

Der Geschäftsbereich Aviation Operations (Standorte Euskirchen und Emden) ist Betreiber einer Flugzeugflotte von 9 Pilatus PC9 Flugzeugen und einem Pilatus PC12 Flugzeug und erbringt überwiegend Simulations- und Trainingsdienstleistungen für militärische Kunden, vor allem die Beschaffungsbehörde der Bundeswehr, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw).

Sitz und Hauptstandort des Unternehmens ist in 53881 Euskirchen, Kolumbusstraße 31. Weitere Standorte sind Lemgo, München, Mönchengladbach, Emden und Kiel, sowie Hamburg (Vertriebsbüro).

2.3. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Die nachfolgenden Ausführungen umfassen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 die Berichtsgesellschaft nach Verschmelzung der DEVA Kunststofftechnik GmbH, wohingegen die Vorjahreswerte insbesondere im Bereich der Ertrags- und Finanzlage lediglich die Berichtsgesellschaft - ohne die DEVA Kunststofftechnik GmbH - umfasst. Ein Vergleich der in den folgenden Abschnitten beschriebenen Werte zum Bilanzstichtag bzw. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 mit den Vorjahreswerten ist daher nur sehr eingeschränkt möglich.

Ertragslage

Zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens gehören die Umsatzerlöse, das EBITDA und das Jahresergebnis vor Steuern. Deren Entwicklung wird in den nachfolgenden Passagen dargestellt.

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 erwirtschaftete die Gesellschaft im vormaligen Buchungskreis E.I.S. Aircraft GmbH eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen) in Höhe von ca. TEUR 37.341 (Vergleichszeitraum Geschäftsjahr 2015: TEUR 32.103) und lag damit um 16,3 % über dem Vergleichszeitraum. Insgesamt erwirtschaftete die "neue" E.I.S. Aircraft GmbH eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) in Höhe von TEUR 52.905, welche sich aus Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 53.449 und einer Bestandsveränderung von TEUR -544 zusammensetzt. Der Umsatzanstieg beruht im Wesentlichen auf einem weiter deutlich steigenden Auftragsvolumen im Bestandsgeschäft (mengengetrieben) und einer erfolgreichen Ausweitung des Neugeschäftes im Bereiche Bereich Aviation Products sowie Zusatzprojekten (u. a. Flottenerweiterung) und höherer Nachfrage im Bereich Aviation Operations. Der Materialwand betrug im Berichtsjahr im vormaligen Buchungskreis E.I.S. Aircraft GmbH TEUR 14.086 (Vergleichszeitraum Geschäftsjahr 2015: TEUR 14.991) und sank damit gegenläufig zur Entwicklung der Gesamtleistung um 6,0 %, was zu einer deutlich gesunkenen Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 37,7 % führte (Vergleichszeitraum Geschäftsjahr 2015: 46,7 %). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Materialaufwandsquote im Vorjahr zum einen durch die Wandlung von Material zu unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 1,7 % und zum anderen nicht unwesentlich durch Bereinigungseffekte im Rahmen des Clean-Up-Projektes 2015 beeinflusst wurde. Im Rahmen dieses Projektes wurden in den Jahren vor 2015 im Vorratsvermögen erfasste kundenspezifische Werkzeuge und Ersatzkomponenten im Lager Kiel im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 589 in das Anlagevermögen sachgerecht umgebucht und solche Werkzeuge, deren Eigentum bereits bei den Kunden lag, gemäß der handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften in Höhe von TEUR 375 vollumfänglich ausgebucht. Die um diesen Effekt bereinigte Materialaufwandsquote betrüge somit in 2015 insgesamt 43,7 %. Entwicklungsprojekte aus Vorjahren, deren Herstellkosten nicht durch die Kostenrechnung nachgewiesen werden konnten, wurden ebenfalls erfolgswirksam in Höhe von TEUR 526 bereinigt. Nach Bereinigung der Entwicklungsprojekte betrüge die Materialaufwandsquote 42,1 %. Insgesamt verzeichnet die "neue" E.I.S. Aircraft GmbH (einschließlich der verschmolzenen DEVA Kunststofftechnik GmbH) im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Materialaufwand in Höhe von TEUR 19.187, was zu einer Materialaufwandsquote in 2016 von 36,3 % führte. Der Personalaufwand im vormaligen Buchungskreis E.I.S. Aircraft GmbH erhöhte sich um TEUR 3.424 oder 30,6 % was im Wesentlichen auf Sondereffekte im Bereich der personellen Umstrukturierung (insbesondere bei Schlüsselpositionen im Bereich Produktion und IT) sowie die Veränderung in der Geschäftsführung zurückzuführen ist. Insgesamt betrug der Personalaufwand der "neuen" E.I.S. Aircraft GmbH im Geschäftsjahr 2016 TEUR 19.564. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr ebenfalls deutlich zur Gesamtleistung unterproportional um 5,0 % gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 8.056 im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zu TEUR 7.675 im Geschäftsjahr 2015) im vormaligen Buchungskreis E.I.S. Aircraft GmbH verringerte sich insbesondere aufgrund des gegenläufigen Effekts im Materialaufwand und den unterproportional gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von ./. TEUR 173 im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 1.179 auf TEUR 1.006. Insgesamt betrug das EBITDA der "neuen" E.I.S: Aircraft GmbH im Geschäftsjahr 2016 TEUR 5.561.

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden und plant auf Basis der erzielten Ergebnisse für das kommende Jahr abermals konservativ und vorsichtig. Die Budgetvorgaben für das Geschäftsjahr 2016 wurden im Bereich der Umsatzerlöse knapp erfüllt und aufgrund der ausgewiesenen Sondereffekte im Bereich des EBITDA sowie Jahresergebnisses vor Steuern deutlich unterschritten. Im adjusted EBITDA (EBITDA vor Sondereffekten)konnte die Gesellschaft die Budgetvorgaben erfüllen.

Die Geschäftsleitung weist darauf hin, dass das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresergebnis TEUR 0 beträgt, da die Gesellschaft mit ihrer Gesellschafterin, der E.I.S. Holding GmbH, Euskirchen, als herrschendem Unternehmen am 31. Oktober 2011 einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen hat, welcher - letztmals geändert durch Vertrag vom 27. Oktober 2014 - am 1. Dezember 2014 im Handelsregister des Amtsgerichts Euskirchen eingetragen wurde und daher für das gesamte Geschäftsjahr 2016 wie für die Vorjahre Wirkung entfaltet.

Vermögenslage

Die Kommentierung der Vermögenslage erfolgt auf Basis der konsolidierten Vergleichszahlen nach Verschmelzung der DEVA Kunststofftechnik GmbH zum 1. Januar 2016 (3-Spalten-Darstellung).

Das Anlagevermögen hat sich bei Investitionen von TEUR 4.993 in 2016 und Abschreibungen von TEUR 1.916 sowie Anlagenabgängen von TEUR 351 um insgesamt TEUR 2.726 erhöht. Im Vergleich zum Wert des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015 hat sich dieses im Geschäftsjahr 2016 ebenfalls netto (kumulierte Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung) um TEUR 2.821 durch die Verschmelzung der DEVA Kunststofftechnik GmbH zum 1. Januar 2016 erhöht. Die Erhöhung basiert im Wesentlichen auf der Aktivierung der Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 400 für das neue ERP-System "Pro Alpha", welches in 2016 eingeführt wurde sowie auf der Durchführung des Asset Deals II bei der vormaligen DEVA Kunststofftechnik GmbH, innerhalb dessen Grund und Boden in Höhe von TEUR 644 sowie Gebäude in Höhe von TEUR 1.751 angeschafft wurden.

Das Vorratsvermögen hat sich bilanziell gegenüber dem 1. Januar 2016 um TEUR 1.598 verringert. Diese Verringerung beruht im Wesentlichen auf um TEUR 1.370 gestiegenen erhaltenen Anzahlungen, welche aufgrund des handelsbilanziellen Wahlrechts, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, offen von den Vorräten abgesetzt wurden. Die Abnahme des "Bruttovorratsvermögens" (Vorratsvermögen ohne geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen) um TEUR 227 im Geschäftsjahr 2016 und somit ein gegenläufiger Effekt zu dem ausgeweiteten Umsatz kann als weiteres Indiz für eine deutlich verbesserte Vorratsführung durch die Neueinführung von Pro-Alpha gesehen werden.

Der Posten "II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum 1. Januar 2016 (nach Verschmelzung der DEVA Kunststofftechnik GmbH) um TEUR 7.803 erhöht, wobei diese Erhöhung im Wesentlichen in Höhe von TEUR 2.846 aus der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Erhöhung der Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.343 resultiert. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beruht in neben der Ausweitung der Umsatzerlöse insbesondere auf der leicht verspäteten Einzahlung eines großen Kunden am 3. Januar 2017. Die Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR -387 beruht zu großen Teilen auf der negativen Veränderung der Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Ertragsteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR -503 die im Buchungskreis DEVA unbeachtet des Organschaftsverhältnisses geleistet wurden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Forderungen gegenüber der E.I.S. Holding GmbH auch den Saldo aus dem in der Gruppe durchgeführten Cash-Pooling umfasst, wobei die liquiden Mittel bis auf die kurzfristig benötigten Barmittelbestände in das Cash-Pooling bei der E.I.S. Holding GmbH überführt werden.

Der Anstieg der Kapitalrücklage erfolgte aus der Verschmelzung zu Buchwerten. Der positive Differenzbetrag aus dem Nettobuchwert der übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden in Höhe von EUR 7.399.830,58 wurde unmittelbar in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum 1. Januar 2016 um TEUR 345 erhöht, was im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen und deren Erfassung in den Rückstellungen in Höhe von TEUR 414 sowie auf die Erhöhung der Jubiläumsrückstellungen von TEUR 316 zurückzuführen ist. Gegenläufige Effekte ergaben sich größtenteils aus der Verringerung der personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 616.

Die Gesellschaft weist wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr um TEUR 1.501. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 4.089, was im Wesentlichen aus dem im Berichtsjahr 2016 vorgenommenen Ausgleich der passivierten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal II der DEVA Kunststofftechnik GmbH in Höhe von TEUR 4.557 zum 31. Dezember 2015 / 1. Januar 2016 resultiert.

Liquiditätslage

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Gesellschaft einen operativen Cashflow von TEUR 2.191. Ursächlich war hierfür im Berichtsjahr ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und Abschreibungen von TEUR 5.629 bei gleichzeitiger Veränderung der Bilanzpositionen, die nicht Zahlungsmittel sind, von ./.TEUR 3.816.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich für das Berichtsjahr 2016 auf ./. TEUR 4.993, was im Wesentlichen auf Zugänge bei Grund und Boden (./. TEUR 2.395), Neuanschaffungen von und Ersatzinvestitionen in technische Anlagen und Maschinen (./. TEUR 1.155) sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (./. TEUR 523) und letztlich auf die Aktivierung der neu einzuführenden ERP-Software "Pro Alpha" (./. TEUR 404) zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 11.737, welcher sich aus der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ergibt.

Der Finanzmittelfonds hat sich im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der Forderung aus Cash-Pooling der Gesellschaft gegenüber der E.I.S. Holding GmbH um TEUR 5.275 auf TEUR 15.090 erhöht.

2.4. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für 2017 wird für Deutschland mit einer weiteren Belebung der Wirtschaft und einem damit verbundenen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von ca. 1,7 % gerechnet.

Die Marktchancen der Luftfahrtindustrie sind weiterhin positiv. Prognosen der IATA (International Air Transport Association) gehen von einem jährlichen Passagierwachstum von 3,8 % pro Jahr über die nächsten 20 Jahre aus (Quelle: IATA Air Passenger Forecast 2015). Gleichzeitig gibt es einen hohen Ersatzbedarf für Flugzeuge mit hohem Treibstoffverbrauch, die durch neue, sparsamere und geräuschärmere Modelle ersetzt werden. Aufgrund dieser Effekte wird die Luftfahrtindustrie voraussichtlich nachhaltig doppelt so schnell wachsen wie die Weltwirtschaft. Die aktuellen weltweiten Krisenherde beeinflussen diesen Trend nicht, da sie insbesondere die Fluggesellschaften und weniger die Flugzeughersteller betreffen. Die globalen Marktprognosen, die bis 2030 eine Verdoppelung des weltweiten Flugzeugbedarfs bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 5 % sehen, geben den großen Zivilflugzeugherstellern und auch ihren Zulieferunternehmen eine langfristige Auslastungsperspektive (Quelle: Branchendaten der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie - BDLI 2014).

Der Markt für Simulations- und Trainingsdienstleistungen wird aufgrund aktueller geopolitischer Spannungen und einer zunehmenden Anzahl von regionalen Krisenherden tendenziell zunehmen. Wir erwarten hier steigende Anforderungen in Bezug auf das Volumen an nachgefragten Dienstleistungen und Erweiterungen des Dienstleistungsportfolios.

Die bisherige Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung erwarten wir für das Wirtschaftsjahr 2017 einen aufgrund neu anlaufender Projekte und erhöhter Abnahmen der Hauptkunden erneut steigenden Umsatz von ca. 8 %. Trotz des weiter erhöhten Kostendrucks erwarten wir aufgrund der im Vorjahr das Ergebnis der Gesellschaft erneut belastenden Sondereffekte für das Geschäftsjahr 2017 ein deutlich positiveres EBITDA und Jahresergebnis vor Steuern.

2.5. Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und Arbeitnehmerbelange

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) stieg (unter Berücksichtigung der Verschmelzung) in Summe von 313 im Vorjahr auf 324 am Bilanzstichtag 31. Dezember 2016. Bei den Angestellten ist eine Zunahme von 80 im Vorjahr auf 98 im Berichtsjahr zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeiter lag zum 31. Dezember 2016 bei 226. Die Gesellschaft bildet zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 14 Auszubildende aus.

3. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Aus derzeitiger Sicht lassen sich folgende wesentlichen internen und externen Risiken, denen die Berichtsgesellschaft ausgesetzt ist, erkennen:

Das Unternehmen ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit erheblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Flugzeugindustrie, betroffen. Der globale Wettbewerb unter den Flugzeugherstellern ist ausgeprägt, entsprechend hart ist der Wettbewerb unter den Zulieferern. Die Übernahme branchenfremder Standards, z. B. aus der Automobilindustrie zur Durchsetzung von Preiszugeständnissen, oder die Übertragung von Währungsrisiken an die Ausrüstungsindustrie verdeutlichen dies. An dieser Stelle sei auf Einsparprogramme seitens der Flugzeugindustrie hingewiesen, welche insbesondere langfristige Preisvereinbarungen, andere Zahlungsziele und Lieferkonditionen beinhalten. Da wir deutlich mehr als die Hälfte der Umsätze mit Flugzeugherstellern erzielen, würde der Verlust dieser Kunden ein wesentliches Risiko unserer Geschäftstätigkeit darstellen. Jedoch sei auch erwähnt, dass langfristige Abnahmeverträge bestehen. Auch im Jahr 2015 wurden mit den wesentlichen Kunden neue Rahmenverträge mit langer Laufzeit abgeschlossen und die Preise für drei bis fünf Jahre festgeschrieben.

Eine stagnierende oder gar rückläufige Konjunktur in diesen Bereichen kann sich mittelfristig auf die Auftragszahlen des Unternehmens und somit auf den Umsatz auswirken. Als Zulieferbetrieb für wenige Hauptabnehmer können sich negative Entwicklungen bei diesen Kunden unmittelbar auf unser Unternehmen auswirken. Da diese Unternehmen weltweit tätig sind, unterliegen sie ebenfalls allgemeinen Wechselkursrisiken mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis und die Nachfrage. lm Rahmen der Vertragsverhandlungen wurden wir angehalten, einen Teil des Umsatzes in USD zu fakturieren, da unsere Kunden auch in dieser Währung bezahlt werden. Wir versuchen entsprechend den USD-Einnahmen auch Zukäufe zu tätigen, z. B. Rohmaterial und Normteile in USD zu beziehen. Zusätzlich haben wir Währungssicherungsmaßnahmen für USD-Einnahmen abgeschlossen.

Bei unseren Kunden ist eine Tendenz vorhanden, mehr und mehr Risiken hinsichtlich Produktentwicklung sowie Investitions- und Finanzierungskosten auf die Zulieferer zu verlagern. Wir wägen die Risiken genau ab und nehmen daher Aufträge in Abhängigkeit von unserer bestehenden Kapazität und des geplanten Investitionsvolumens an.

Dienstleistungen, die im Bereich Simulation- und Training für öffentliche Auftraggeber erbracht werden, unterliegen regelmäßigen öffentlichen Neuausschreibungen. Hier besteht das Risiko, das aktuell vertraglich abgesicherte Geschäft vollständig zu verlieren.

Bonitäts- oder auch Liquiditätsrisiken können wir aufgrund des ausreichenden Bestands an liquiden Mitteln und bestehender Kreditlinien sowie der Cash-Pooling-Vereinbarung nicht erkennen. Risikobehaftete Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Es bestehen grundsätzlich Währungsrisiken, die jedoch fortlaufend überwacht werden und durch Sicherungsmaßnahmen (natürliche Sicherung und Sicherungsinstrumente) weiter reduziert werden. Sofern die Fremdwährungsgeschäfte ansteigen, werden wir zusätzliche geeignete Sicherungsmaßnahmen ergreifen.

Vorstehende Einflussfaktoren enthalten aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die weitere Unternehmensentwicklung. So erhielten wir von der Luftfahrtindustrie Aufträge für neue zukunftsweisende Projekte. lm Jahr 2016 verbuchten wir einen guten Auftragseingang von Neuprojekten. Für das Jahr 2017 stehen weitere erfolgversprechende Ausschreibungen ins Haus. Diese Aufträge und Ausschreibungen können zu einer langfristigen Umsatzerhöhung führen.

Unerwartete Rückschläge können sich unmittelbar auf das Käuferverhalten auswirken und zu Umsatzeinbußen führen. Bislang konnten wir uns allerdings gut im Markt behaupten und sind zuversichtlich, dass uns das auch in Zukunft gelingt.

Mit unseren Lieferanten pflegen wir eine enge und partnerschaftliche Beziehung, die wir zum Teil durch gemeinsame Entwicklungen festigen. Um möglichen Engpässen oder Ausfällen zu begegnen, beobachten wir ergänzend den Beschaffungsmarkt.

lm Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich vielfältige Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erheblich beeinträchtigen können. Hierzu zählen auch mögliche technische Ausfälle, Brände und ähnliche Ereignisse, die zwar potenziell hohe Schäden verursachen können, deren Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch verhältnismäßig gering ist. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen neben vorbeugenden Maßnahmen wie Alarm- und Brandschutzanlagen mit Direktaufschaltung, entsprechenden Versicherungen, regelmäßigen Datensicherungen und einem speziellen "Werkzeugbunker" (feuersichere Stellplätze für nur langfristig wiederzubeschaffende kundeneigene Werkzeuge/Produktionsmittel).

4. Sonstige Angaben

4.1. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft steuert ihr Geschäft ausschließlich anhand von finanziellen Leistungsindikatoren. Daher ist über nicht-finanzielle Leistungsindikatoren nicht zu berichten.

4.2. Entwicklungen

Wir unterhalten eine eigene innovative Konstruktions- und Entwicklungsabteilung in der Business Unit Aviation Products, um den besonderen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. Hierbei erfolgt neben der laufenden Verbesserung der eingesetzten Materialien im Wesentlichen die technische Anpassung an die Erfordernisse der jeweiligen Flugzeugtypen sowie an die kundenspezifischen Bedürfnisse bei der Innenausstattung. Die Entwicklungsabteilung beschäftigt fünf Ingenieure.

4.3. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat Zweigniederlassungen in Lemgo (Aviation Products), München (Aviation Services), Mönchengladbach (Aviation Services), Emden (Aviation Operations) und Kiel (Aviation Operations).

 

Euskirchen, den 26. April 2017 / 18. August 2017

E.I.S. Aircraft GmbH

Geschäftsführung

gez. Sven Achilles

gez. Dag Jessel

GEÄNDERTE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2016

E.I.S. AIRCRAFT GMBH, EUSKIRCHEN

AKTIVA

31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 938.220,00 48.763,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 199.707,54
3. Geschäfts- oder Firmenwert 228.390,00 0,00
  1.166.610,00 248.470,54
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.558.442,60 241.881,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.464.266,29 636.933,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.022.089,00 669.989,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 132.774,75 0,00
  6.177.572,64 1.548.803,01
III. Finanzanlagen    
  700,00 0,00
  7.344.882,64 1.797.273,55
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
  4.408.750,72 2.899.219,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.609.297,11 3.959.966,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.535.142,97 3.124.801,65
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.300.000,00 (i. V. EUR 1.300.000,00)    
- davon gegen Gesellschafter EUR 15.535.142,97 (i. V. EUR 3.124.801,65)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 479.328,91 257.669,67
  24.623.768,99 7.342.437,41
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 854.466,67 857.671,33
  29.886.986,38 11.099.327,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.303,87 38.118,79
  37.373.172,89 12.934.720,18

PASSIVA

   
  31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.600,00 1.022.600,00
II. Kapitalrücklage 7.399.830,58 0,00
III. Gewinnvortrag 485.708,43 485.708,43
  8.908.139,01 1.508.308,43
B. Rückstellungen    
  3.753.441,79 2.272.649,50
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.502.303,76 2.566.600,17
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.502.303,76 (i. V. EUR 2.566.600,17)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.064.913,61 6.274.107,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.020.889,61 (i. V. EUR 6.274.107,60)    
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 19.064.913,61 (i. V. EUR 6.262.507,60)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.144.374,72 313.054,48
- davon aus Steuern EUR 924.342,95 (i. V. EUR 243.972,51)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.419,81 (i. V. EUR 0,00)    
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.144.374,72 (i. V. EUR 313.054,48)    
  24.711.592,09 9.153.762,25
  37.373.172,89 12.934.720,18

GEÄNDERTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2016

2016
2015
1. Rohergebnis 34.914.672,87 18.717.944,27
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 16.361.695,34 9.448.754,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.202.295,88 1.756.490,13
  19.563.991,22 11.205.244,33
3. Abschreibungen    
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.916.159,70 291.019,32
  1.916.159,70 291.019,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.789.728,97 7.675.376,88
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 299.354,57 (i. V. EUR 162.279,95)    
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 380.543,98 71.673,59
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 379.383,22 (i. V. EUR 52.000,00)    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 312.353,56 18.507,40
- davon an verbundene Unternehmen EUR 301.680,20 (i. V. EUR 12.351,54)    
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,67 -70.422,49
8. Ergebnis nach Steuern 3.712.976,73 -330.107,58
9. Sonstige Steuern -139,29 10.813,60
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 340.921,18
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -3.713.116,02 0,00
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

GEÄNDERTER ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

E.I.S. AIRCRAFT GMBH, EUSKIRCHEN

Die E.I.S. Aircraft GmbH mit Sitz in der Kolumbusstraße 31, 53881 Euskirchen, ist unter der Nummer HRB 20736 im Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn eingetragen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 i. V. m. § 267 Abs. 4 S. 2 HGB.

Im Berichtsjahr wurde die Schwestergesellschaft DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, ehemals eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Lemgo unter HRB 2261, mit UR.-Nr. 947 für 2016 des Notars Dr. Johannes Fetsch, Euskirchen, vom 15. Juni 2016 rückwirkend zum 1. Januar 2016 im Wege eines Sidestream-Mergers auf die E.I.S. Aircraft GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 1. Juli 2016 in das Handelsregister beim Amtsgericht Euskirchen eingetragen.

Aufgrund der rückwirkenden Verschmelzung zum 1. Januar 2016 sind die in diesem Anhang angegebenen Vorjahreswerte, welche nur die E.I.S. Aircraft GmbH ohne die DEVA-Kunststofftechnik GmbH umfassen, nur begrenzt mit den Werten des Berichtsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Bilanz um eine weitere Spalte mit Angabe der Bilanzwerte zum 1. Januar 2016 unter Berücksichtigung der Verschmelzung ergänzt. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Der positive Differenzbetrag aus dem Nettobuchwert der übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden in Höhe von EUR 7.399.830,58 wurde unmittelbar in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Im Vorjahr erwirtschaftete die DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, Umsatzerlöse von EUR 15.217.762,60, ein Ergebnis nach Steuern von EUR 1.363.634,18 sowie einen Jahresüberschuss von EUR 0,00, nachdem der Gewinn in Höhe von EUR 1.363.555,32 auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin, E.I.S. Holding GmbH, abgeführt wurde.

Im Vergleich zu dem unter dem 26. April 2017 aufgestellten Jahresabschluss haben sich die folgenden Änderungen ergeben: Durch zusätzliche Gängigkeitsabschreibungen sanken die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bzw. stiegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 93. Durch zusätzliche Zuführungen zu den Rückstellungen für Jahresabschlusserstellungs- und -prüfungskosten stiegen die sonstigen Rückstellungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 96. Durch die hieraus folgende Reduzierung des Jahresergebnisses sanken die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Gewinnabführung um TEUR 189. Die Angaben zu der Verteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen im Abschnitt B./II./2. dieses Anhangs wurden korrigiert. Zudem wurden im Lagebericht die Erläuterungen zu den Standorten und Zweigniederlassungen in den Abschnitten 2.2 und 4.3 angepasst.

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Im Berichtsjahr wurden die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Die Änderungen betreffen insbesondere die Anwendung des geänderten Gliederungsschemas für die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Umgliederungen vom Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in die Umsatzerlöse unter Anpassung der jeweiligen Vorjahreszahlen. Im Übrigen entsprechen Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Anhang wird in vollen Euro aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren (Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten) vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über Nutzungsdauern von drei bis 33 Jahren. Dabei werden Bauten zwischen neun und 33 Jahren, technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 19 Jahren sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 14 Jahren abgeschrieben. Zugänge, die nach dem 1. April 2010 angeschafft wurden, werden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2010 angeschafften abnutzbaren beweglichen Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Regelung der Sofortabschreibung von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG wird angewandt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, einschließlich Anschaffungsnebenkosten, oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Gleichartige Vermögensgegenstände werden zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert nach § 240 Abs. 4 HGB angesetzt.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z.B. Werkzeugkosten). Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile und die in Anlehnung an R 6.3 EStR anzusetzenden Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Grundlage für die Bewertung der unfertigen Leistungen zu Herstellkosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommen Personaleinzel- und -gemeinkosten bei internen Mitarbeitern sowie die in Rechnung gestellten Stundensätze von Externen. Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % (im Vorjahr 1,0 %) gebildet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen im Berichtsjahr, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Abzinsung der einzelnen Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Die Zugangsbewertung erfolgt zum jeweils tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die in der Anlage gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die im Berichtsjahr unterjährig ausgetauschten Flugzeugkomponenten, welche unter den Technischen Anlagen ausgewiesen sind, werden mit einer Ersatzkomponente von gleichem oder ähnlichem Wert ersetzt. Der unterjährige Abgang der ausgetauschten Komponenten ist als Anlagenabgang mit Buchverlust erfasst. Die Ersatzkomponente werden mit den Anschaffungs-/Herstellkosten als Anlagenzugang erfasst und bis zum Anlagenabgang abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Komponenten lautet zehn Jahre. Zu den Komponenten der Flugzeuge zählen unter anderem elektronische Einzelbestandteile, wie z. B. Kontroll-Units, Uhren, Schaltsysteme und Steuerboxen, Notstromgeneratoren, aber auch mechanische Bestandteile, wie z. B. Leuchten, Regler und auch Propeller.

Die Finanzanlagen beinhalten Genossenschaftsanteile der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG in Höhe von EUR 700.

2. Vorräte

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.170.739 662.616
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.410.979 2.159.643
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.103.306 76.960
Geleistete Anzahlungen 94.137 0
Erhaltene Anzahlung -1.370.410 0
  4.408.751 2.899.219

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Vorjahr waren projektbezogene Erzeugnisse erfasst, welche im Berichtsjahr sachgerecht - da unfertig und zur Weiterverarbeitung erworben - unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen wurden.

In den unfertigen Erzeugnissen sind kundenbezogene Entwicklungsprojekte in Höhe von EUR 99.958 zum Bilanzstichtag aktiviert. Diese Entwicklungsprojekte werden in den zukünftigen Perioden über Abnahmemengen durch den Kunden übernommen und amortisiert.

Erhaltene Anzahlungen wurden bis zur Höhe der aktivierungspflichtigen Vorräte von denen abgesetzt und saldiert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.609.297 3.959.966
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.535.143 3.124.802
Sonstige Vermögensgegenstände 479.329 257.670
  24.623.769 7.342.437

Die Bewertungskorrekturen nach § 256a HGB der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung (USD) sind in Höhe von EUR 67.064 abgebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen in Gänze Forderungen gegen Gesellschafter, die E.I.S. Holding GmbH, Euskirchen. Sie resultieren im Wesentlichen aus einer Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von EUR 13.660.298 und in Höhe von EUR 1.300.000 aus einer Darlehensforderung, welche eine Laufzeit von mehr als einem Jahr hat.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen ansonsten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus der Umsatzsteuer 2016 und Kautionen.

Bis auf die Darlehensforderung haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertungskorrekturen nach § 256a HGB der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung (USD) sind in Höhe von EUR 245.166 abgebildet.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter und betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen zu Wartungsleistungen, welche sich über den Bilanzstichtag hinaus erstrecken.

6. Eigenkapital

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Gezeichnetes Kapital 1.022.600 1.022.600
Kapitalrücklage 7.399.831 0
Gewinnvortrag 485.708 485.708
  8.908.139 1.508.308

Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus der Seitwärtsverschmelzung der DEVA Kunststofftechnik GmbH auf die E.I.S. Aircraft GmbH zum 1. Januar 2016. Im Rahmen der Seitwärtsverschmelzung zu Buchwerten, welche handelsbilanziell wie eine Herabverschmelzung zu erfassen ist, ist der Nettovermögenszuwachs im Eigenkapital im Posten Kapitalrücklage auszuweisen.

7. Rückstellungen

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Steuerrückstellungen 0 0
Sonstige Rückstellungen 3.753.442 2.272.650
  3.753.442 2.272.650

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 17.667.568,09 (i. V. EUR 9.153.762,25) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die E.I.S. Holding GmbH, und bestehen im Wesentlichen in Höhe von EUR 11.354.037 aus der Gewinnabführung aufgrund des Gewinnabführungsvertrages, in Höhe von EUR 7.044.024 aufgrund eines Darlehen zur Finanzierung eines Asset Deals und in Höhe von EUR 681.711 aus der Weiterbelastung von Versicherungsprämien seitens des Gesellschafters. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.044.024 haben ein Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. V. EUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 924.343 243.973
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.420 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 218.612 69.081
  1.144.375 313.054

9. Pensionsverpflichtungen

Die verschmolzene DEVA-Kunststofftechnik GmbH hat verschiedenen Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt. Die berücksichtigten Mitarbeiter bekamen jeweils eine Kapitalzusage zum 65. Lebensjahr. Die Versorgung erfolgt dabei über externe Unterstützungskassen, die zur Finanzierung der Zusagen Rückdeckungsversicherungen abschließt, deren jährlichen Versicherungsprämien von der Gesellschaft getragen werden.

Die Anhangangaben zu Pensionsrückstellungen gemäß § 285 Nr. 24 HGB gelten analog auch für Rückstellungen in Folge einer Unterdeckung. Zum 31. Dezember 2016 besteht keine Unterdeckung.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Änderungen durch BilRUG bei Ausweis und Gliederung

Darstellung und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr an die durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB angepasst. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB sind die im Vorjahr noch ausgewiesenen Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" (EUR -447.057) sowie "Außerordentliche Aufwendungen" (EUR 46.527) entfallen. Neu eingefügt wurde im Berichtsjahr der Posten "Ergebnis nach Steuern".

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG sind als Umsatzerlöse solche Erlöse auszuweisen, die aus dem Verkauf und der Vermietung und Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen der Gesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer resultieren. Hierdurch kann eine Umgliederung von vormals in einem gesonderten Posten nach § 275 Abs. 2 Nr. 4 HGB "Sonstige betriebliche Erträge" auszuweisenden Erträge sowie eine Umgliederung der zu diesen Erlösen korrespondierenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand notwendig sein. Etwaige Anpassungen waren bei der E.I.S. Aircraft GmbH nicht vorzunehmen.

Durch Streichung von außerordentlichen Posten im Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung nach BilRUG wurden im Berichtsjahr außerordentliche Erträge jeweils den originären sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:

EUR %
Aviation Operations 34.711.288 64,94
Aviation Products 12.176.313 22,78
Aviation Services 6.513.567 12,19
Zentralfunktion 47.687 0,09
  53.448.854,74 100,00

Dabei wurden 75,56 % der Umsätze im Inland (TEUR 40.387), 16,86 % im europäischen Ausland (TEUR 9.012) und 7,58 % in Nordamerika (TEUR 4.050) erzielt.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen um Erträge aus Währungsumrechnungen und Versicherungsentschädigungen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 7.227 (i. V. EUR 0,00) ausgewiesen.

4. Materialaufwand

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.616.667 14.715.481
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.570.674 275.884
  19.187.341 14.991.365

5. Personalaufwand

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Löhne und Gehälter 16.361.695 9.448.754
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.202.296 1.756.490
  19.563.991 11.205.244

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 46.303,23 (i. V. EUR 268,95) enthalten.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 20.501 (i. V. EUR 0,00) ausgewiesen. Anderweitig setzen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 1.874.236 (i. V. EUR 1.697.187), Kosten für IT-Service in Höhe von EUR 437.496 (i. V. EUR 283.166) und Mietleasing in Höhe von EUR 201.254 (i. V. EUR 163.191) zusammen.

7. Finanzergebnis

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 380.544 71.674
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -312.354 -18.507
  68.190 53.166

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 379.383 (i. V. EUR 52.000) und die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 301.680 (i. V. EUR 12.352) verbundene Unternehmen, im Berichtsjahr 2016 den Gesellschafter E.I.S. Holding GmbH.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 6.491 (i. V. EUR 0,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl 2016 Anzahl 2015
Leitende Angestellte 39 14
Angestellte 71 58
Gewerbliche Arbeitnehmer 214 137
  324 209

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Jahr 2017 in Höhe von rund EUR 1.108.470 aus Mietverträgen und EUR 995.239 aus Leasingverträgen. Für die Jahre 2018 - 2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.044.755 aus Mietverträgen sowie EUR 246.704 aus Leasingverträgen. Für den Zeitraum ab dem Jahr 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 728.636 aus Mietverträgen und keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Dabei wurden solche Verträge, die jährlich kündbar sind, nur mit der Mindestvertragslaufzeit berücksichtigt, da die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, sich zukünftigen Verpflichtungen durch Kündigung zu entziehen.

Es bestehen Leasingverträge über zehn Flugzeuge mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017, die der Durchführung der Flugzieldarstellung dienen. Die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen lauten EUR 3.023.582 für das Jahr 2017.

Die Gesellschaft hat am 22. Dezember 2016 einen aufschiebend bedingten Kaufvertrag über den Erwerb von drei weiteren Flugzeugen mit einem Gesamtvolumen von EUR 2.650.000 abgeschlossen, welcher in 2017 voraussichtlich in Kraft treten wird.

Die Gesellschaft haftet als "additional guarantor" gemäß der "Euro 41.500.00 Senior Term and Revolving Facilities Agreement" datierend vom 13. März 2015 zwischen der E.I.S. Holding GmbH (vormals E.I.S. Verwaltungs GmbH) und der BHF-Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und der UniCredit Bank AG gesamtschuldnerisch mit der E.I.S. Holding GmbH. Die Haftungssumme betrug zum 31. Dezember 2016 insgesamt EUR 34.693.000 (i. V. EUR 35.013.000). Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der E.I.S. Holding GmbH wird von einer Inanspruchnahme nicht ausgegangen.

Mit der Gesellschafterin, der E.I.S. Holding GmbH besteht ein Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag.

3. Finanzderivate

Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften (zukünftige Zahlungsströme in USD) eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.

In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden:

Betrag Bilanzposten Art der abgesicherten Risiken Art der Bewertungseinheit Gesichertes Volumen
Bilanzunwirksame Geschäfte (Cash-Flow-Hedges) TEUR 2.256 - Währungsrisiko Macro-Hedge TUSD 2.400

Die E.I.S. Aircraft GmbH verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Macro-Hedges, bei denen ein Teil der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme aus Grundgeschäften mittels eines Sicherungsinstruments abgesichert wird.

Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt:

Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt.

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Es handelt sich um laufende monatliche Verträge in USD (Cash-Flow-Hedges), welche rollierend bis Ende Oktober 2017 (zur Monatsmitte) abgeschlossen werden. Zum Bilanzstichtag hatten diese Verträge einen negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR 195. Es wurden aufgrund des Bestehens effektiver Sicherungsbeziehungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften Bewertungseinheiten gebildet. Hierbei wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgte anhand der Critical Terms Match Methode (vgl. IDW RS HFA 35 Rz. 93).

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Herr Thomas Sturm, Dipl.-Ingenieur, Zehnhausen bei Rennerod (bis 28.11.2016)

Herr Dag Jessel, Dipl.-Ingenieur, Master of Business Administration, Bonn

Herr Sven Achilles, Kaufmann, Michelfeld (ab 21.01.2016)

Sämtliche aufgeführten Geschäftsführer sind bzw. waren hauptberuflich für die Gesellschaft tätig. Herr Achilles und Herr Jessel sind darüber hinaus zusätzlich als Geschäftsführer der E.I.S. Holding GmbH, Euskirchen, tätig.

Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführung der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr EUR 846.880.

5. Sonstige Angaben

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind unterblieben, da die Angaben im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten sind.

D. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.713.116 wird aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungsvertrages vom 1. Januar 2012 in voller Höhe an die E.I.S. Holding GmbH abgeführt.

E. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der obersten Konzerngesellschaft, E.l.S. Holding GmbH, Euskirchen, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

F. Nachtragsbericht

Es gibt zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung keine angabepflichtigen Sachverhalte, über welche im Anhang im Rahmen des Nachtragsberichts zu berichten wäre.

 

Euskirchen, den 26. April 2017 / 18. August 2017

E.I.S. Aircraft GmbH

Geschäftsführung

gez. Sven Achilles

gez. Dag Jessel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

E.I.S. AIRCRAFT GMBH, EUSKIRCHEN,

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 31.12.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.366,02 666.968,41 - 350.948,39 347.972,49 1.545.255,31
2. Geleistete Anzahlungen 199.707,54 197.939,85 57.199,00 (340.448,39) - -
3. Geschäfts- oder Firmenwert - - - - 1.054.558,25 1.054.558,25
Immaterielle Vermögensgegenstände 379.073,56 864.908,26 57.199,00 10.500,00 1.402.530,74 2.599.813,56
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 300.987,01 2.394.684,00 - - 15.262,50 2.710.933,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 987.249,27 1.154.584,57 301.660,49 58.739,09 3.619.978,85 5.518.891,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.828.121,10 522.804,64 135.002,31 (9.084,20) 841.529,98 3.048.369,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 56.254,89 - (60.154,89) 136.674,75 132.774,75
Sachanlagen 3.116.357,38 4.128.328,10 436.662,80 (10.500,00) 4.613.446,08 11.410.968,76
III. Finanzanlagen            
Genossenschaftsanteile - - - - 700,00 700,00
Summe Anlagevermögen 3.495.430,94 4.993.236,36 493.861,80 - 6.016.676,82 14.011.482,32
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.603,02 265.236,80 - - 211.195,49 607.035,31
2. Geleistete Anzahlungen - - - - - -
3. Geschäfts- oder Firmenwert - 210.912,00 - - 615.256,25 826.168,25
Immaterielle Vermögensgegenstände 130.603,02 476.148,80 - - 826.451,74 1.433.203,56
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.106,01 81.050,40 - - 12.334,50 152.490,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 350.316,27 896.131,06 30.943,18 - 1.839.120,85 3.054.625,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.158.132,10 462.829,44 112.061,31 - 517.379,98 2.026.280,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
Sachanlagen 1.567.554,38 1.440.010,90 143.004,49 - 2.368.835,33 5.233.396,12
III. Finanzanlagen            
Genossenschaftsanteile - - - - - -
Summe Anlagevermögen 1.698.157,40 1.916.159,70 143.004,49 (178,00) 3.195.465,07 6.666.599,68
Buchwerte
Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.763,00 938.220,00
2. Geleistete Anzahlungen 199.707,54 -
3. Geschäfts- oder Firmenwert - 228.390,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 248.470,54 1.166.610,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 241.881,00 2.558.442,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 636.933,00 2.464.266,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 669.989,00 1.022.089,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 132.774,75
Sachanlagen 1.548.803,00 6.177.572,64
III. Finanzanlagen    
Genossenschaftsanteile - 700,00
Summe Anlagevermögen 1.797.273,54 7.344.882,64

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der E.l.S. Aircraft GmbH, Euskirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der E.I.S. Aircraft GmbH, Euskirchen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Diese Bestätigung erteilen wir aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 26. April 2017 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Vorräte, der sonstigen Rückstellungen, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, des Materialaufwands, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Angaben im Anhang zu der Verteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und der Erläuterungen im Lagebericht zu den Standorten und Zweigniederlassungen bezog. Die Nachtragsprüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Düsseldorf, den 26. April 2017/18. August 2017

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lammers, Wirtschaftsprüferin

gez. Schürtz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde in der Gesellschafterversammlung am 17. Oktober 2017 festgestellt.

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