Freifrau Manufaktur GmbH

Gildestraße 9, 32657 Lemgo, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 10487
Vorher
Freifrau GmbH
Eingetragen
25.11.2021
Branche
Herstellung von BüromöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von modernen Möbeln, sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen, einschließlich sämtlicher mit Holdingeigenschaft verbundenen Tätigkeiten, wie Geschäftsführungs-, Finanzierungs- und Verwaltungsfunktionen, die Koordination der Tätigkeit der Beteiligungsgesellschaften sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Niklas Helweg
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Marc Alexander Helweg
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Jens Büker
seit 15.1.2026
Geschäftsführer
Alexandra Helweg
seit 5.5.2022
Prokura
Hansjörg Helweg
seit 25.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
150.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Freifrau Manufaktur GmbH

Lemgo

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Freifrau Manufaktur GmbH mit Sitz in Lemgo hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2011 als renommierter Hersteller hochwertiger Sitzmöbel im Premiumsegment etabliert. Die Marke steht für sinnlich-elegantes Design, das in Zusammenarbeit mit renommierten Designer:innen wie Birgit Hoffmann, Sebastian Herkner und Hanne Willmann entsteht. Freifrau-Produkte zeichnen sich durch zeitlose Ästhetik, hohen Komfort und eine Vielzahl individueller Gestaltungsmöglichkeiten aus.

Die Fertigung erfolgt in enger Kooperation mit regionalen Partnern, wobei großer Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität gelegt wird. Kurze Lieferketten, die Verwendung zertifizierter Materialien und die Möglichkeit zur Reparatur und Aufbereitung unterstreichen das Engagement für umweltbewusstes Handeln. Mit einer jährlichen Produktion von rund 40.000 Einheiten ist Freifrau heute international präsent und bleibt dabei der ostwestfälischen Handwerkstradition treu.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin durch ein herausforderndes Umfeld geprägt. Belastet durch geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise sowie eine anhaltend hohe Inflation, geriet das wirtschaftliche Wachstum ins Stocken. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Auch bereinigt um Kalendereffekte zeigte sich ein leichtes Minus von 0,1 %, was auf eine insgesamt stagnierende Konjunktur hinweist.

Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spiegelten sich auch in der Entwicklung der deutschen Möbelindustrie wider. Der Branchenumsatz lag im Jahr 2023 bei rund 18 Milliarden Euro und damit 4,3 % unter dem Vorjahreswert. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Außenhandel verzeichneten deutliche Rückgänge - die Erlöse im deutschen Markt gingen um 4,6 % zurück, im Exportgeschäft um 3,6 %. Besonders stark war die Abschwächung der Nachfrage im zweiten Halbjahr zu spüren.

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist die deutliche Kaufzurückhaltung auf Seiten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Diese ist unter anderem auf die stark gestiegene Inflation, gestiegene Lebenshaltungskosten sowie die verunsichernde Wirkung internationaler Krisen und innenpolitischer Unsicherheiten zurückzuführen. Zusätzlich führte die angespannte Lage in der Bauwirtschaft, insbesondere im Wohnungsneubau, zu einem rückläufigen Bedarf an Möbeln. Die Branche sieht sich damit einer Mehrfachbelastung gegenüber, die nicht nur die Absatzmengen, sondern auch die Planungssicherheit erheblich beeinträchtigt hat.

Geschäftsverlauf und Lage

Das Jahr 2023 war für unser Unternehmen ein Jahr des gezielten Wachstums, der Innovation und der strategischen Weiterentwicklung. Ein zentrales Element war der weitere Ausbau unserer Büroflächen sowie der hausinternen Ausstellung. Diese Maßnahmen schufen nicht nur optimale Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern stärkten auch unsere Präsentationsmöglichkeiten gegenüber Kunden, Partnern und Interessenten am Standort.

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war die erstmalige Durchführung unserer eigenen Hausmesse. Dieses Event markierte einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte und diente als Plattform zur Vorstellung neuer Entwicklungen sowie zur intensiven Kundenbindung. Im Rahmen der Hausmesse wurde zudem ein bedeutender Produktlaunch realisiert: Mit dem modularen Sofa MIA präsentierten wir nicht nur ein innovatives Produkt, sondern erschlossen gleichzeitig ein völlig neues Produktsegment. Dieser Schritt unterstreicht unseren Anspruch, unser Portfolio stetig weiterzuentwickeln und auf sich verändernde Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren.

Ein weiteres strategisches Ereignis war die feierliche Eröffnung des BORA Flagship Stores in Herford. In diesem hochwertigen Showroom ist unser Unternehmen gemeinsam mit unserem Partner JANUA auf einer eigens gestalteten Ausstellungsfläche vertreten. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unsere Produkte in einem inspirierenden Umfeld zu präsentieren und Synergien mit starken Partnern gezielt zu nutzen. Der Standort Herford bietet zudem eine hervorragende Sichtbarkeit und fungiert als wichtige Schnittstelle zu Fachpublikum und Endkunden.

Insgesamt war 2023 ein Jahr voller positiver Entwicklungen und wegweisender Entscheidungen, das die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt hat.

Ertragslage

Der Rohertrag hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. € bzw. 14,6 % auf 10,8 Mio. € verbessert. Aufgrund einer preisbedingt gestiegenen Wareneinsatzquote sowie gestiegenen Fremdleistungen ist die Rohertragsquote in Bezug auf die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr jedoch leicht gesunken. Dieses ist in erster Linie mit Preiserhöhungen der Lieferanten zu begründen, die nicht vollumfänglich durch Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden konnten.

Der Personalaufwand ist im Vorjahresvergleich um 0,6 Mio. € bzw. 40 % gestiegen, dies resultiert aus dem kontinuierlichen Aufbau des Personalbestands entsprechend der Umsatzentwicklung.

Die Abschreibungen sind aufgrund kontinuierlicher Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 5,4 Mio. auf 6,8 Mio. € ist insbesondere bedingt durch umsatzvariable Kosten wie z.B. Frachtkosten und Verkaufsprovisionen sowie Werbe- und Messekosten. Bedingt durch diese Kostensteigerungen konnte ein EBIT in Höhe von 1,6 Mio. € gegenüber 2,4 Mio. € im Jahr 2022 erzielt werden. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von rd. 1,2 Mio. € erzielt werden.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch das Vorratsvermögen (2,8 Mio €) sowie das Anlagevermögen (1,2 Mio. €), gleichzeitig besteht eine Forderung gegen die Gesellschafterin in Höhe von rd. 4,6 Mio. €. Stichtagsbedingt konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. € reduziert werden, die liquiden Mittel zum Stichtag betragen 0,6 Mio. €.

Finanzlage

Die bilanzielle Eigenkapitalquote hat sich mit rd. 52,3 % gegenüber dem Vorjahr (51,0 %) trotz Anstieg der Bilanzsumme um rd. 2,1 Mio. € verbessert. Ursache hierfür ist der Abbau der Rückstellungen und Verbindlichkeiten bei gleichzeitiger Thesaurierung der Ergebnisse. Die vorhandenen Darlehen wurden planmäßig getilgt, gleichzeitig wurde eine Investition in Höhe von rd. 0,3 Mio. € durch Aufnahme eines neuen Darlehens langfristig finanziert.

Beschäftigte

Die Gesellschaft beschäftigte am 31.12.2023 insgesamt 33 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 32). Wir danken unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die bewiesene Einsatzbereitschaft und die erbrachten Leistungen.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als grundsätzlich gut ein. Unsere Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war positiv, aufgrund der dargestellten Faktoren hat sich das Ergebnis jedoch gegenüber dem Vorjahr reduziert. Wir schätzen das Ergebnis aber nach wie vor als gut ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Freifrau Manufaktur GmbH blickt trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds zuversichtlich auf die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Zwar sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor von hoher Unsicherheit geprägt - insbesondere durch geopolitische Spannungen, die schwache Baukonjunktur und eine anhaltende Kaufzurückhaltung im privaten Konsum -, dennoch erwarten wir eine stabile bis leicht positive Entwicklung der Nachfrage nach hochwertigen Sitzmöbeln im Premiumsegment.

Die kontinuierliche Erweiterung und Pflege des Sortiments sowie die strategische Entwicklung neuer, designorientierter Modelle - stets in Kooperation mit namhaften Designer:innen - stärken das Profil der Marke und sollen im kommenden Jahr zusätzliche Marktimpulse setzen. Die Fähigkeit, individuelle Kundenwünsche zu realisieren, stellt weiterhin ein zentrales Differenzierungsmerkmal dar.

Vor dem Hintergrund einer stabilen Finanz- und Liquiditätslage ist das Unternehmen gut aufgestellt, und damit in der Lage auch kurzfristige Marktveränderungen flexibel zu bewältigen. Unter Annahme eines sich nicht weiter verschärfenden Marktumfelds erwarten wir für das Jahr 2024 eine stabile Umsatzentwicklung mit leichten Wachstumsimpulsen aus dem Export- und Objektbereich sowie aus der Einführung neuer Produktlinien. Insgesamt rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr mit einer konstanten Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Gleiches gilt für das darauffolgende Jahre 2025, sofern keine weitere Verschlechterung der Konjunktur erfolgt.

Risikobericht

Auch im Jahr 2024 bleibt das wirtschaftliche und politische Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Globale Spannungen, fragile geopolitische Verhältnisse und wirtschaftliche Abschwächung in den Absatzmärkten wirken sich indirekt auf die Entwicklung unserer Gesellschaft aus. Der rückläufige private Konsum, bedingt durch Inflation, gestiegene Finanzierungskosten sowie eine allgemeine Zurückhaltung bei Investitionen in langlebige Konsumgüter, beeinflusst die Nachfrage im Möbelmarkt und somit auch das Premiumsegment, in dem wir uns positioniert haben.

Auf der operativen Seite bleiben Materialverfügbarkeit und Preisvolatilität potenzielle Risikofaktoren. Die Abhängigkeit von ausgewählten Zulieferern erfordert eine enge Abstimmung entlang der gesamten Lieferkette. Auch wenn die Versorgungslage aktuell stabil ist, können globale Marktverwerfungen oder logistische Engpässe künftig zu Verzögerungen oder Preiserhöhungen führen. Durch mittel- bis langfristige Partnerschaften begegnen wir diesen Herausforderungen aktiv.

Zudem bleibt der Fachkräftemangel in handwerklich geprägten Produktionsbereichen ein zentrales Thema. Trotz hoher Arbeitgeberattraktivität und lokalem Engagement im Ausbildungsbereich besteht mittelfristig das Risiko einer begrenzten Personalverfügbarkeit, insbesondere bei qualifizierten Fachkräften in der Polsterei und der Näherei. Flexibilisierte Arbeitszeitmodelle und Investitionen in ergonomische Arbeitsplätze sollen dem entgegenwirken.

Abschließend lässt sich festhalten: Auch wenn die Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben, ist die Freifrau Manufaktur GmbH aufgrund ihrer stabilen finanziellen Lage, ihrer fokussierten Markenstrategie und der bewussten Ausrichtung auf Qualität und Langlebigkeit gut vorbereitet. Dennoch erfordern die externen Unsicherheiten ein kontinuierliches Monitoring, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren und die Zukunftsfähigkeit sichern zu können.

Chancenbericht

Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage eröffnen sich für uns im Jahr 2024 und darüber hinaus Entwicklungschancen. Als Hersteller designorientierter Sitzmöbel im Premiumsegment sind wir in einem Marktumfeld positioniert, das zunehmend Wert auf Individualität, Qualität, Handwerkskunst und nachhaltige Produktion legt. Die steigende Sensibilität der Kund:innen für langlebige Produkte und verantwortungsvollen Konsum stärkt die Relevanz des Freifrau-Markenversprechens.

Im klassischen Wohnbereich bestehen Chancen: Insbesondere durch die Entwicklung neuer Produktlinien, die Erweiterung bestehender Modellfamilien und die Zusammenarbeit mit international renommierten Designer:innen können wir neue Zielgruppen erschließen. Die zunehmende Digitalisierung im Vertrieb und in der Kundenkommunikation - etwa durch virtuelle Planungsangebote, erweiterte Online-Produktpräsentationen oder individualisierte Konfiguratoren - bietet weitere Hebel, um die Markenpräsenz zu stärken und die Beratungsqualität zu erhöhen.

Zudem eröffnen sich durch die Fokussierung auf Nachhaltigkeit zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten. Die hohe Fertigungstiefe am Standort Lemgo, kurze Lieferwege sowie die verantwortungsvolle Auswahl von Materialien bilden eine glaubwürdige Grundlage für langfristig ausgerichtete Kundenbeziehungen. Neue Entwicklungen im Bereich Kreislaufwirtschaft oder modulare Möbelkonzepte könnten mittelfristig neue Geschäftsmodelle ermöglichen und die Markenidentität weiter schärfen.

Nicht zuletzt liegt eine wesentliche Chance in der unternehmenseigenen Kultur: Die hohe Identifikation der Belegschaft mit Produkt, Marke und Anspruch, kombiniert mit kurzen Entscheidungswegen, schafft die nötige Beweglichkeit, um auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren und gezielt Innovationen vorantreiben zu können.

Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Wir sehen uns in einem herausfordernden, von Unsicherheiten geprägten Umfeld sowohl Risiken als auch Chancen gegenüber. Während geopolitische Entwicklungen, inflationsbedingte Konsumzurückhaltung und strukturelle Veränderungen im Handel potenzielle Belastungen darstellen, eröffnen sich zugleich signifikante Perspektiven durch die klare Positionierung im Premiumsegment, die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Produkte sowie den weiteren Ausbau des Objektgeschäfts.

Wir begegnen den identifizierten Risiken mit gezielten Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferkette, enger Zusammenarbeit mit Fachhandelspartnern sowie Investitionen in Digitalisierung, Fertigungstechnik und Personalbindung. Die solide finanzielle Basis und die hohe interne Flexibilität bilden dafür eine stabile Grundlage.

In der Gesamtschau sind wir gut aufgestellt, um auf Marktveränderungen zeitnah reagieren und langfristige Wachstumsmöglichkeiten aktiv nutzen zu können. Chancen und Risiken erscheinen aus heutiger Sicht insgesamt als ausgewogen, wobei wie bestrebt sind, unsere Widerstandsfähigkeit weiter zu stärken und die strategischen Potenziale im In- und Ausland gezielt auszuschöpfen.

D. Nachtragsbericht

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang verwiesen.

 

Lemgo, 31. Dezember 2024 / 31. März 2025

gez. Hansjörg Helweg, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.172.600,99 742.256,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 279.375,40 2.007,40
II. Sachanlagen 868.225,59 715.249,09
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 9.032.037,13 7.476.628,50
I. Vorräte 2.769.551,00 2.156.097,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.681.633,99 4.958.535,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 580.852,14 361.996,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 372.373,29 302.549,09
Summe Aktiva 10.577.011,41 8.521.434,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.535.150,77 4.342.149,61
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 969.606,96 969.606,96
III. Bilanzgewinn 4.415.543,81 3.222.542,65
B. Rückstellungen 587.145,24 1.141.511,81
C. Verbindlichkeiten 4.306.293,11 2.840.843,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 148.422,29 196.929,08
Summe Passiva 10.577.011,41 8.521.434,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.999.330,63 9.637.196,43
2. Personalaufwand 2.346.047,80 1.681.579,94
a) Löhne und Gehälter 1.950.051,82 1.412.670,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 395.995,98 268.909,39
davon für Altersversorgung 15.080,92 9.737,19
3. Abschreibungen 232.187,05 185.028,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 232.187,05 185.028,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.822.141,60 5.348.337,65
5. Erträge aus Beteiligungen 282.240,55
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150.325,58 17.402,74
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.061,34 6.677,16
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 539.969,24 807.191,85
9. Ergebnis nach Steuern 1.196.249,18 1.908.024,72
10. sonstige Steuern 3.248,02 1.721,69
11. Jahresüberschuss 1.193.001,16 1.906.303,03
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.222.542,65 1.316.239,62
13. Bilanzgewinn 4.415.543,81 3.222.542,65

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Die Freifrau Manufaktur GmbH hat ihren Sitz in Lemgo und ist unter der Nummer HRB 10487 in das Handelsregister beim Amtsgericht Lemgo eingetragen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Freifrau Manufaktur GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu berücksichtigen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten worden. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB wurden angewandt. Vereinzelt wurden freiwillig die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt und ebenfalls vereinzelt wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 264, 274a und 288 HGB in Anspruch genommen. Die gesetzlich vorgeschriebenen "davon-Vermerke" zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden ausschließlich im Anhang gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich bei der Gesellschaft um eine sog. mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in dem (als Anlage IV beigefügten) Anlagenspiegel dargestellt, der damit zum Bestandteil dieses Anhangs wird. Die einzelnen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um die planmäßige Abschreibung - angesetzt. Es wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Bewertung werden grundsätzlich die durchschnittlichen Einkaufspreise zugrunde gelegt. Die Herstellungskosten beinhalten die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen Gesellschafter, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % des Netto-Forderungsbestandes gebildet. Für zweifelhafte Forderungen werden bei Bedarf angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Abzinsungen waren nicht erforderlich. Im Ausweis enthalten sind in erster Linie Rückstellungen für Gewährleistungen (207 Tsd. €) und für den Personalbereich (133 Tsd. €).

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 24.504,47 Euro (Vorjahr: 24.002,30 Euro) (Mitzugehörigkeitsvermerk).

Davon-Vermerke zu den Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (Tsd. Euro, Berichts- + Vorjahr):

- gegenüber Kreditinstituten 228 158
- aus erhaltenen Anzahlungen 1.026 561
- aus Lieferungen und Leistungen 1.811 1.473
- sonstige Verbindlichkeiten 923 373
Summe 3.988 2.565

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (Tsd. Euro, Berichts- + Vorjahr):

- gegenüber Kreditinstituten 307 265
- sonstige Verbindlichkeiten 12 12
Summe 319 277

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten, davon (Tsd. Euro, Berichts- + Vorjahr):

- aus Steuern 763,1 140,3
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,3 0,3

Sicherheiten:

Die Verbindlichkeiten sind durch die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte und Sicherungsübereignungen von Vorräten gesichert.

Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Davon-Vermerke (Tsd. Euro, Berichts- + Vorjahr):

Personalkosten, davon für Altersversorgung 15,1 9,7
Zinserträge von verbundenen Unternehmen 150,1 16,5
Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen 0,5 0,1

Sonstige Pflichtangaben

Im Durchschnitt des Jahres waren 33 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen beschäftigt.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Hansjörg Helweg Verwaltungs GmbH, Lemgo.

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Hansjörg Helweg.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung bzw. der ehemaligen Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurde die Schutzklausel des § 268 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die Geschäftsführung hat in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgenden Ergebnisverwendungsvorschlag: der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung ergeben.

 

Lemgo, 31. Dezember 2024 / 31. März 2025

gez. Hansjörg Helweg, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 345.780,10 287.003,25 0,00 0,00 632.783,35
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.458.303,47 380.937,80 -71.598,62 0,00 1.767.642,65
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
1.829.083,57 667.941,05 -71.598,62 0,00 2.425.426,00
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Zuschreibungen
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 343.772,70 9.635,25 0,00 0,00 353.407,95
II. Sachanlagen
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 743.054,38 222.551,80 -66.189,12 0,00 899.417,06
III. Finanzanlagen
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.086.827,08 232.187,05 -66.189,12 0,00 1.252.825,01
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.375,40 2.007,40
II. Sachanlagen
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 868.225,59 715.249,09
III. Finanzanlagen
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 25.000,00 25.000,00
1.172.600,99 742.256,49

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehend wiedergegebenen Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die für die Offenlegung verkürzten Fassungen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht der Freifrau Manufaktur GmbH, Lemgo, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 habe ich folgenden eingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Freifrau Manufaktur GmbH, Lemgo,

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Freifrau Manufaktur GmbH, Lemgo, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Freifrau Manufaktur GmbH, Lemgo, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme von möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme von möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Bestand und Vollständigkeit der Vorräte sind nicht hinreichend nachgewiesen, weil ich nicht an der Inventur teilnehmen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Demzufolge sind möglicherweise die Vorräte und das Eigenkapital sowie die Bestandsveränderungen, der Materialaufwand und der Jahresüberschuss unrichtig. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichend geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hameln, den 12. Mai 2025

Gerhard Bültemeier, Wirtschaftsprüfer

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