Solar Millennium Invest Aktiengesellschaft

Michael-Vogel-Straße 1D, 91052 Erlangen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 12346
Eingetragen
23.2.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Gegenstand
die Vermittlung des Erwerbs von Kapitalanlagen im Sinne von § 34c Abs. 1 Nr. 2 Gewerbeordnung (GewO), sowie die Erbringung sonstiger mit dem vorgenannten Unternehmensgegenstand zusammenhängender Leistungen. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Beltle
seit 4.8.2014
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Solar Millennium Invest AG

Erlangen

Jahresabschluss zum 31.10.2011

Jahresbilanz zum 31. Oktober 2011

Solar Millennium Invest AG, Erlangen

AKTIVA

      31.10.2011
EUR
31.10.2010
TEUR
1. Barreserve        
Kassenbestand     139,74 0,5
2. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig     394.332,70 497,0
3. Forderungen an Kunden     928.211,37 1.943,4
4. Immaterielle Anlagewerte     22.145,74 20,4
5. Sachanlagen     77.124,78 91,0
6. Sonstige Vermögensgegenstände     0,00 18,8
7. Rechnungsabgrenzungsposten     10.463,39 2,3
      1.432.417,72 2.573,3

Passiva

       
EUR EUR 31.10.2011
EUR
31.10.2010
TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten     132.839,71 856,9
2. Rückstellungen        
a) Steuerrückstellungen   12.025,00   25,3
b) andere Rückstellungen   260.341,53   189,6
      272.366,53 214,9
3. Eigenkapital        
a) Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00     3.000,0
b) Ausstehende Einlagen -1.500.000,00 1.500.000,00   -1.500,0
c) Gewinnrücklagen   77,05   0,1
d) Bilanzverlust (Vorjahr: Bilanzgewinn)   -472.865,57   1,5
      1.027.211,48 1.501,5
      1.432.417,72 2.573,3

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. November 2010 bis 31. Oktober 2011

der Solar Millennium Invest AG, Erlangen

  EUR 2010/2011
EUR
2009/2010
TEUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 688,04   0,0
2. Zinsaufwendungen 200,00   0,0
    488,04 0,0
3. Provisionserträge 2.308.710,34   2.219,4
4. Provisionsaufwendungen 41.537,94   67,0
    2.267.172,40 2.152,4
5. sonstige betriebliche Erträge   3.695.935,54 1.364,4
6. Allgemeiner Verwaltungsaufwand      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 1.018.100,72   569,3
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 125.247,53   76,0
  1.143.348,25   645,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.667.098,76   2.824,2
    5.810.447,01 3.469,5
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   67.101,78 20,5
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   573.465,23 0,0
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -487.418,04 26,8
10. Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus Steuern vom Einkommen und Ertrag   -13.088,40 25,3
11. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss)   -474.329,64 1,5
12. Gewinnvortrag   1.464,07 0,0
13. Zuführung zu den Gewinnrücklagen   0,00 -0,1
14. Bilanzverlust (Vorjahr: Bilanzgewinn)   -472.865,57 1,4

Anhang zum 31. Oktober 2011

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses.

Der Jahresabschluss zum 31.10.2011 wurde gemäß § 284 a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Vorjahreswerte sind in TEUR angegeben.

Es kommt die Gliederung entsprechend § 340a II S. 2 HGB nach den durch Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute erlassenen Formblätter 1 und 3 zur Anwendung.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der Solar Millennium Invest AG (kurz: "SMI-AG") wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung (RechKredV) aufgestellt. Dabei wurde von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

2.1. Flüssige Mittel/ Forderungen an Kreditinstitute

Guthaben bei Kreditinstituten und die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungspositionen bestanden nicht.

2.2. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind mit ihren Nennwerten abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen bilanziert. Forderungen in Fremdwährung bestanden zum Stichtag nicht.

2.3 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen entsprechen den steuerlichen Grundsätzen.

Bei der Verteilung der Anschaffungskosten auf die jeweilige Nutzungsdauer kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Für Wirtschaftsgüter des beweglichen Anlagevermögens sind im Zugangsjahr die Abschreibungen zeitanteilig in Anspruch genommen worden.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden bis zu einem Wert von 150,00 € (geringwertige Wirtschaftsgüter) im Zugangsjahr voll abgeschrieben, bis zu einem Wert von 1.000,00 € wird die Abschreibung aus Vereinfachungsgründen auf 5 Jahre verteilt.

2.4. Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter diesen Posten sind alle Zahlungsausgänge erfasst, die sich auf eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag beziehen.

2.5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestanden nicht.

2.6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und entsprechen den zu erwartenden Aufwendungen und drohenden Verlusten.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Forderungen an Kreditinstitute

Diese Posten besteht ausschließlich aus Bankguthaben.

3.2. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen ausschließlich gegenüber dem Mutterunternehmen Solar Millennium AG und der Ibersol Fonds GmbH & Co. KG. Gegenstand der Forderungen ist die Vermittlung, der Vertrieb und die Verwaltung von Finanzprodukten im Auftrag der Solar Millennium AG.

3.3. Immaterielle Vermögensgegenstände

Es handelt sich um erworbene Lizenzen für EDV-Software.

Die Entwicklung sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel (Seite 6).

3.4. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Bruttoanlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel (Seite 6).

3.5. Forderungen an verbundene Unternehmen

In folgenden Bilanzpositionen sind Posten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten:

a. Solar Millennium AG 766.897,37 EUR
b. Ibersol Fonds GmbH & Co. KG 161.314,00 EUR

3.6. Rechnungsabgrenzung

Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus der Tätigkeit des externen Datenschutzbeauftragten und der lfd. Versicherung für den Zeitraum November 2011 bis Oktober 2012.

3.7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten

Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditoren 46.329,18 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.837,13 €.

Alle Positionen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

3.8. Rückstellungen

Bei den im Posten andere Rückstellungen enthaltenen Beträgen handelt es sich um:

  31.10.2011 Vj
T€
1. Rückstellungen für Aufsichtsrat 110.000,00 € 114
2. Rückstellungen für Personal 115.131,53 € 45
3. Sonstige 47.235,00 € 55
Summe 272.366,53 € 214

3.9. Grundkapital

Das Grundkapital beträgt gemäß Satzung unverändert 3.000.000,00 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 3.000.000 nennwertlose Aktien, welche auf den Namen lauten.

Das Grundkapital ist in Höhe von 1.500.000,00 € noch ausstehend und nicht eingefordert.

3.10. Sonstige betriebliche Erträge

Die Position "sonstige betriebliche Erträge" besteht v.a. aus Erlösen aus Schaltung und Handling von Finanzprodukten (Werbemaßnahmen) in Höhe von 3.628.482,47 € (Vj 1.365), Auflösung von Rückstellungen € 55.250 und aus div. Weiterberechnungen in Höhe von 9.193,29 € (Vj. 0,00).

3.11. Andere Verwaltungsaufwendungen

Es sind folgende wesentliche Posten enthalten:

  31.10.2011 Vj
T€
1. Werbekosten 4.170.542,42 € 2.389
2. andere 496.556,34 € 435
Summe 4.667.098,76 € 2.824

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1. Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine außerbilanziellen Geschäfte.

4.2. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Sie sind sämtlich unbesichert.

4.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.1 Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.

4.3.2. Sonstige Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

  31.10.2011 Vj
T€
  < 1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre < 1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre
Mietverpflichtungen 98.032 € 371.122 € 143.479 € 98 379 242
Leasingverpflichtungen 2.594 € 14.618 € 0 € 1 5 0

Bei den Mietverpflichtungen handelt es sich um Mieten und Nebenkosten für die Büros, die Leasingverpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für Kopiergeräte und ein Kfz.

4.4 Angaben zu den Umsatzerlösen

Die Provisionserträge ergeben sich aus folgenden Geschäften:

Vermittlungsleistung Finanzprodukte 2.071.664,00 € (Vj 2.094)
Verwaltung Finanzprodukte 237.046,34 € (Vj. 125)

4.5. Angaben zu den Arbeitnehmern

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 53 (Vj 52) Arbeitnehmer beschäftigt.

4.6. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:

Prof. Dr. Wolfgang Gerke, Hochschulprofessor, wohnhaft in Ebenhausen (Stellvertreter)

Prof. Dr. Michael Fischer, Hochschulprofessor, wohnhaft in Altendorf

Dr. Christoph Wolff, Kaufmann, wohnhaft in Bad Homburg, Aufsichtsratsvorsitzender (bis 12. Oktober 2011)

Manfred Wächter, Unternehmensberater, wohnhaft in Veitshöchheim, Aufsichtsratsvorsitzender (ab 15. November 2011)

Als Vorstand ist bestellt:

Herr Dr. Norbert Hagen, Vorstand, wohnhaft in Nürnberg

Im Geschäftsjahr wurden keine Kredite und Vorschüsse an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gewährt. An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden weder Kredite noch Vorschüsse vergeben; gleichfalls wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangen.

4.7. Gesamtbezüge der Geschäftsführung, des Aufsichtsrats und des Abschlussprüfers

Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2010/11: 147.000,00 € (Vj 58).

Dem Aufsichtsrat wurden bisher 38.000,00 € an Bezügen ausbezahlt, des Weiteren wurden 110.000,00 € als Rückstellung dotiert.

Für den Abschlussprüfer ist im Geschäftsjahr für die Prüfung des Jahresabschlusses 2010/11, die Prüfung gemäß § 36 WpHG und die Prüfung gemäß § 16 MaBV --- für das Jahr 2010/11 --- ein Honorar von EUR 19.200,00 € (Vj 24) als Rückstellung dotiert. Andere Leistungen hat er nicht erbracht.

4.8. Zusätzliche Angaben gem. § 340a Abs. 4 HGB

Im Geschäftsjahr wurden von keinem gesetzlichen Vertreter oder anderen Mitarbeitern der SMI AG Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB wahrgenommen. Die SMI AG war im Geschäftsjahr an keiner großen Kapitalgesellschaft beteiligt.

4.9. Konzernabschluss

Die SMI AG ist im Konzernabschluss der Solar Millennium AG, Erlangen, einbezogen.

5. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Erlangen, den 12.1.2012

Der Vorstand

Gez. Dr. Norbert Hagen

Anlagespiegel zum 31.10.2011

  Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
  31.10.10 + Zugang + Abgang - Umgliederung 31.10.11 +
Immaterielle Vermögensgegenstände 24.692,16 11.078,59 0,00 0,00 35.770,75
Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 8.618,59 8.618,59 0,00 0,00 17.237,18
EDV-Software 16.073,57 2.460,00 0,00 0,00 18.533,57
Sachanlagen 107.186,82 44.276,29 -468,19 0,00 150.994,92
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.186,82 44.276,29 -468,19 0,00 150.994,92
Summe 131.878,98 55.354,88 -468,19 0,00 186.765,67
  Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Abschreibungen
  31.10.10 - Abschreibung - Wertminderung - Abgang + Umgliederung 31.10.11 -
Immaterielle Vermögensgegenstände -4.318,15 -9.306,86 0,00 0,00 0,00 -13.625,01
Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen -746,23 -3.880,65 0,00 0,00 0,00 -4.626,88
EDV-Software -3.571,92 -5.426,21 0,00 0,00 0,00 -8.998,13
Sachanlagen -16.183,90 -57.794,92 0,00 108,68 0,00 -73.870,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -16.183,90 -57.794,92 0,00 108,68 0,00 -73.870,14
Summe -20.502,05 -67.101,78 0,00 108,68 0,00 -87.495,15
  Buchwert Buchwert
  31.10.10 + 31.10.11
Immaterielle Vermögensgegenstände 20.374,01 22.145,74
Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 7.872,36 12.610,30
EDV-Software 12.501,65 9.535,44
Sachanlagen 91.002,92 77.124,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.002,92 77.124,78
Summe 111.376,93 99.270,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11

der Solar Millennium Invest AG

Rahmenbedingungen

Spätestens die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima gilt als Startschuss für eine beschleunigte Energiewende in der Bundesrepublik. Was eigentlich 2011 als grundsätzlich positives Umfeld für erneuerbare Energien wirken sollte, wurde durch eine weitere Verschärfung der Krise rund um die Staatsschulden der südlichen Peripherie des Euroraums mehr und mehr überlagert. Rückläufige Aktienkurse, steigende Renditen in Griechenland, Portugal, Italien und nicht zuletzt Spanien - einem wichtigen Standort für Parabolrinnenkraftwerke - verunsicherten die Anleger zunehmend.

Die Vermittlung von Vermögensanlagen im Bereich Solarenergie verlief laut Branchenverband VGF im ersten und zweiten Quartal 2011 mit rund 110 Millionen Euro platziertem Volumen um etwa ein Drittel schlechter als im Vorjahresvergleichszeitraum. Dies war politischen Nachjustierungen in den staatlichen Einspeisevergütungen, die zu massiven negativen Abweichungen der prognostizierten Renditen vieler Photovoltaikfonds führten, geschuldet. Die eigentliche Ursache lag aber in chinesischer Überproduktion, die zu weltweit wegbrechenden Preisen für Photovoltaikmodule führte. Auch die anderen alternativen Spitzenlasttechnologien mussten sich nun im Preiswettbewerb am neuen Niveau der Konkurrenz messen. Die Entscheidung der Muttergesellschaft Solar Millennium, ihre CSP-Aktivitäten in den USA zu verkaufen, war daher auch als Reaktion auf diese veränderten Marktgegebenheiten zu interpretieren.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts sind bereits zwei börsennotierte Unternehmen der Branche - darunter der Alleinaktionär des Instituts - voraussichtlich zahlungsunfähig, andere wie der Windturbinenanbieter Vestas bemühen sich um eine Konsolidierung. Die Kurse der börsennotierten Anleiheemissionen der Branchenvertreter deuten mit gehandelten Fälligkeitsrenditen zwischen 15 und 30 % auf weitere Ausfälle hin. Damit ist den Unternehmen der Zugang zum Kapitalmarkt derzeit verschlossen.

Rechtliche Struktur

Zum Vertrieb von Finanzinstrumenten und Vermögensanlagen aus dem Spektrum erneuerbarer Energien wurde die Gesellschaft von den Aktionären am 12.11.2009 gegründet. Ende August 2011 hat der Mehrheitsaktionär Solar Millennium seine bislang 55 %ige Beteiligungsquote auf 100% erhöht.

Die Solar Millennium hält die Zulassungen nach Kreditwesengesetz für die Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG), die Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG), das Platzierungsgeschäft ohne feste Übernahmeverpflichtung (§ 1 Abs. 1a Nr. 1c KWG) und die Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a, Nr. 2 KWG).

Ausgeübt wurden im Geschäftsjahr das Platzierungsgeschäft ohne feste Übernahmeverpflichtung.

Mit der Mutter bestehen seitdem eine Reihe von Dienstleistungsverträgen, die es der Tochter ermöglichen, an den Ressourcen teilzuhaben. Dazu zählen Personalabteilung, Finanzbuchhaltung, Werbekonzeption, EDV. An fremde Dritte wurden Datenschutz und Lohnbuchhaltung ausgegliedert.

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Institut konnte im Geschäftsjahr einen Erlöse von ca. 5,9 Mio. Euro erzielen. Die Solar Millennium Invest AG konnte im Vertrieb von Vermögensanlagen und Finanzinstrumenten mit einem Umsatzanteil von rund 40 % in Form von Provisionserlösen am Erfolg des Vorjahres anknüpfen, auch wenn sie weit hinter den anfangs erwarteten Umsatzzuwächsen zurückblieb.

Vermögens- und Finanzlage

Wesentliche Sachinvestitionen sind im Berichtsjahr 20010/11 im Rahmen des Umzugs vorgenommen worden. Die zum Aufbau und zur Entwicklung der Gesellschaft entstandenen Aufwendungen wurden aus den laufenden Einnahmen getragen.

Die SMI weist ein Grundkapital von EUR 3.000.000 aus, das zur Hälfte (Mio. EUR 1,5) eingezahlt ist. Der dargestellte Roh-Cashflow bestimmt sich aus dem Jahrsüberschuss und den Abschreibungen auf Sachanlagen. Die Finanzlage ist geordnet und war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit geordnet.

Ertragslage

Die Entwicklung des Instituts wurde im Geschäftsjahr maßgeblich beeinflusst vom Vertrieb des Ibersol-Fonds (KG), des Andasol Fonds und der Anleihe 8 der Solar Millennium AG (6,0 % 03/2016). Zum Ende des Geschäftsjahrs am 31.10.2011 war der Andasol3 Fonds zu 94 % seines Zeichnungsvolumens von rund 48 Mio. EUR platziert. Im Geschäftsjahr 2010/11 konnten etwa 5,1 Mio. EUR neues Beitrittsvolumen für den Andasol Fonds vermittelt werden. Dem Ibersol Fonds flossen annähernd 6,6 Mio. EUR Kommanditkapital über die Vermittlungstätigkeit der Solar Millennium Invest AG zu. Die Anleihe 8 fand in Höhe von ca. 55 Mio. Euro Zeichner. Die Platzierung der Anleihe wurde nach dem 17.08.2011 zeitweise wegen der Veröffentlichung eines Nachtrags ausgesetzt und im Oktober aufgrund der insgesamt verschlechterten Finanzlage der Emittentin und der damit verschlechterten Bonität nicht weiter fortgesetzt.

Vertraglich hat die Solar Millennium Invest AG an die Mutter über fünf Jahre verteilt hinweg insgesamt 7,5 Mio. EUR für die Überlassung des Kundenstamms zu vergüten, jedoch maximal den Jahresüberschuss vor Abzug dieser Überlassungskosten. Würde der Jahresüberschuss niedriger als 1,5 Mio. EUR ausfallen, wäre der Fehlbetrag vorgetragen und der Anspruch erst in einem späteren Geschäftsjahr mit entsprechendem Gewinnausweis entstanden und fällig. Für das Geschäftsjahr 2010/11 ergab sich kein Gewinn.

Das Geschäftsmodell der SMI AG weicht neben der Vermittlung gegen Provision in einigen Tätigkeitsbereichen von dem klassischer KWG-regulierten Vermittler ab, da hier zum einen Lettershop-Aufgaben für den Emittenten übernommen werden, zum anderen auch die administrative Verwaltung für KG-Fonds des Emittenten erfolgt. Diese drei Kerngeschäftsfelder des Instituts mit Vermittlung, Vollzug von Werbemaßnahmen auftrags des Emittenten, sowie die Administration von Publikumsfonds bringen so neben der umsatzsteuerbefreiten Vermittlung zwei umsatzsteuerpflichtige Leistungspakete mit sich. Die umsatzsteuerpflichtigen Leistungen, die bislang von der als Emissionshaus fungierenden Mutter beauftragt worden waren, wurden vom Institut auf Basis ihrer eigenen Gesamtkostenkalkulation weiterberechnet.

Abstrahiert von diesen Leistungen hat das Institut in diesem Geschäftsjahr rund 2.072 TEUR Provisionen vereinnahmt, denen ca. 1.920 TEUR Kosten gegenüberstanden. Daraus ergibt sich eine Cost/Income-Ratio von etwa 93 %. In dem Geschäftsbereich Anlagenverwaltung wurde kostendeckend gearbeitet, wohingegen im Bereich Lettershop/Werbung durch noch am Geschäftsjahresende ausstehendes Annahmevolumen bei der Anleihe 8 von der SMI vorfinanzierte Werbekosten nicht komplett im Geschäftsjahr 2010/11 der Muttergesellschaft in Rechnung gestellt werden konnten. Als Ergebnis erreicht deshalb auf Ebene des Gesamtumsatzes die Cost/Income-Ratio einen Wert von etwa 99 %.

Die Erlöse verteilten sich auf die vertriebenen Anlagen Anleihe 8 einerseits sowie Andasol Fonds und Ibersol Fonds andererseits in einem Verhältnis von etwa 3:1 und betragen insgesamt ca. TEUR 2.072. Im Bereich von Werbemaßnahmen auftrags des Emittenten wurde ein sonstiger Ertrag von TEUR 3.705 erzielt, bei der Verwaltung des Andasol- und Ibersol Fonds sowie für die Anleihe 8 TEUR 271. Der Vermittlungsaufwand machte TEUR 57 aus.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen betrugen TEUR 4.667. Diese Größe wird maßgeblich durch externe Dienstleistungen beeinflusst.

Der Personalaufwand lag bei TEUR 1.143. Diese Position enthält die Grundgehälter von studentischen Hilfskräften i.H.v. TEUR 284 (ohne Sozialversicherungsanteile) und fest angestellten Mitarbeitern von TEUR 737 (inkl. Prämien, ohne Sozialversicherungsanteile).

Mit dem Antrag auf Zahlungsunfähigkeit der Muttergesellschaft mussten Forderungen i.H.v. 573 TEUR (exklusive USt.) wertberichtigt werden. Damit ergibt sich ein Verlust i.H.v. 474 TEUR oder 31 % der Eigenmittel.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft im Berichtsjahr war geordnet, die Liquidität jederzeit ausreichend. Zu jedem Zeitpunkt kann der Vorstand von den Aktionären die noch nicht einbezahlten zweiten 50 % des Grundkapitals i.H.v. EUR 1.500.000 einfordern. Dies ist am 05.01.2012 mit Fristsetzung 19.01.2012 geschehen. Aufgrund des Insolvenzantrags über das Vermögen der Alleinaktionärin kann eine Einzahlung aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden.

Vermögenslage

Laut Vorgaben der die Zulassung erteilenden Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht darf die SMI AG keine Anlagen tätigen. Die zur Verfügung stehende Liquidität muss in Form von Sichteinlagen gehalten werden.

Gesetzliche Vorgaben

Das Institut unterliegt aufgrund der Erlaubnis für bestimmte Finanzdienstleistungen der Überwachung der BAFin und muss turnusmäßige Meldungen an die Deutsche Bundesbank abgeben. Dieser Pflicht wurde im Berichtszeitraum uneingeschränkt nachgekommen und führte zu keiner Beanstandung.

Personalbereich

Der Mitarbeiterstamm betrug im Geschäftsjahresdurchschnitt 53 Personen (exklusive Vorstand), davon waren 44 Personen als Werkstudenten beschäftigt.

    2010/11 2009/10
Bilanzsumme TEUR 1.432 2.573
Provisionserträge TEUR 2.309 2.219
Jahresergebnis TEUR -474,0 1,5
Cash-Flow vor kurzfristiger Finanzierung TEUR -407 22
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR -48 -871
Arbeitnehmer zum Jahresende (inkl. Vorstand) Anzahl 48 58
davon festangestellt Anzahl 13 9
Vermitteltes Volumen Mio. EUR 66 62

Risikobericht

Der Risikobericht folgt den im Handbuch Risikosteuerung und Meldewesen dargelegten Haupt-Risikokategorien. Diese sind: Liquiditätsrisiken, Operationelle Risiken und das Reputationsrisiko.

Liquiditätsrisiken

Die Solar Millennium Invest AG verfügt über eine auf monatlicher Basis erstellten drei Jahre rollierende Liquiditätsplanung, die in unmittelbarem Anschluss auf die Kenntnis von Maßnahmen, die signifikante Auswirkung auf die Umsatz- und Kostensituation oder die Liquiditätslage des Instituts haben bzw. haben können, angefertigt wird. Der Guthabenbestand des Instituts war zu jeder Zeit ausreichend. Die Grundstockliquidität (ca. 375 T€) wurde zu den Monatsenden der Monate Februar nur knapp, im Mai, Juni und Juli deutlich unterschritten, jedoch innerhalb der ersten Tage des Folgemonats durch Abruf liquider Mittel bei der Muttergesellschaft (Auflösung von Forderungen gegenüber Solar Millennium AG) wieder erreicht bzw. überschritten. Ein Liquiditätsengpass ist im gesamten Geschäftsjahr nicht eingetreten.

Operationelle Risiken

Risiken aus der Geschäftsjahresplanung ergaben sich aufgrund des Vertriebsstops bei der Anleihe 8 sowie aufgrund der sehr schleppenden Platzierung des Ibersol Fonds. Im Zuge der regelmäßigen Plananpassungen wurden die Verlustperioden bzw. Perioden knapper Liquidität frühzeitig erkannt. Mittels entsprechender Maßnahmen wie Vorziehen oder Erhöhung von Werbekostenzuschüssen und vollständige Kompensation von Werbeausgaben für den Vertrieb des Ibersol Fonds durch die Solar Millennium AG konnte die Ergebnis- und Liquiditätssituation unterjährig so beeinflusst werden, dass keine Gefahr für das Institut bestand.

Zur nachhaltigen Absicherung gegen die beschriebenen Risiken müsste nun das Institut im neuen Geschäftsjahr Fremdprodukte vertreiben.

Durch die laufende Werbeerfolgskontrolle konnte erreicht werden, dass eine Fehlallokation von Werbegeldern in ineffiziente Werbemaßnahmen schnell unterbunden wurde und Werbeaufwendungen in für das Institut ertragreichere Maßnahmen transferiert werden konnten.

Haftungsrisiken aus einer fehlerhaften Vermittlung von Vermögensanlagen und Finanzinstrumenten konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr vermieden werden. Es sind keine Rechtsstreitigkeiten aus der Vermittlungstätigkeit der SMI anhängig.

Betriebsunterbrechungen seitens DV oder Telefonanlage traten nicht auf. Notfalltests im Oktober 2010, Juni 2011 und November 2011 haben gezeigt, dass das System auch bei kurzfristigem Stromausfall, Ausfall von Systemkomponenten oder Ausfall von Programmen stabil weiter läuft bzw. der Geschäftsbetrieb nicht negativ beeinflusst wurde.

Das Risiko des Instituts aus der Gestaltung von Vergütungssystemen war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gering ausgeprägt, weil im Verhältnis zu den Fixgehältern nur ein Bruchteil als zusätzliche variable Vergütung erreicht und ausgezahlt werden kann und zudem dieser variable Bestandteil nicht an dem Zeichnungsverhalten von Kunden orientiert war. Interessenkonflikte vor dem Hintergrund der Vergütung konnten daher nicht auftreten.

Was die Solvabilität des Instituts anbelangt, wurde an keinem Berichtszeitpunkt (quartalsweise Berichterstattung über die Vermögens- und Ertragslage des Instituts an die Bundesbank) ein Periodenverlust in Höhe von 25 % des eingezahlten Grundkapitals erreicht bzw. überschritten. Erst durch die nach Insolvenzantrag der Muttergesellschaft aus Vorsicht erfolgte komplette Wertberichtigung der Forderungen hat sich ein Periodenverlust von über 31 % des einbezahlten Grundkapitals ergeben. Die Risikotragfähigkeit des Instituts war damit im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Reputationsrisiko

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Reklamationen von Kunden im Hinblick auf fehlerhafte Aufklärung oder Information über die zu vermittelnden Produkte oder die Abwicklung der Vermittlung in der Produktverwaltung auf. Insofern zeigten sich hier keine Reputationsrisiken.

Ein ernstzunehmendes Reputationsrisiko trat jedoch indirekt durch die negativen Pressemeldungen und Berichte über die Solar Millennium AG auf. Diese Situation tangierte von Mitte August bis Mitte Oktober spürbar die Platzierbarkeit der im abgelaufenen Geschäftsjahr gestarteten Anleihe. Durch Verlagerung der Vertriebsaktivität auf die Platzierung des Andasol Fonds konnte allerdings zum Ende des Geschäftsjahres hin und zum Beginn des neuen Geschäftsjahres ein Teil des geplanten Umsatzes wieder kompensiert werden.

Risikomatrix

Zur Verdeutlichung der Auswirkungen der oben beschriebenen Risikofaktoren sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit siehe die nachfolgende Risikomatrix. Die ordinalskalierten Achsen dienen der Clusterung der einzelnen Risikofaktoren. Die Ausprägung des jeweiligen Risikofaktors auf der Abszissendimension folgt der Kategorisierung: "sehr gering" eine Eintrittswahrscheinlichkeit unter 1 x p.a. bis "sehr oft" mit mindestens 50 Fällen p.a. Auf der Ordinatendimension bezeichnet die Ausprägung "sehr gering" eine Schadenshöhe, die unwesentlich für den Fortbestand des Unternehmens ist; während die Ausprägung "sehr hoch" ein akutes Risiko für das Unternehmen darstellt.

Das laufende Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, relativ häufige oder sehr häufige Risiko tragende Ereignisse durch laufende Kontrollen zu begrenzen. So werden in der Verwaltung alle Zeichnungsscheine und damit zusammenhängenden Unterlagen seit Juli 2011 vor der Annahme von Zeichnungen oder Beitrittserklärungen auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft und im Zuge der Ablage nochmals stichprobenartig kontrolliert. Im Infoteam geschieht die Kontrolle der Gesprächsinhalte durch aperiodisches monitoring der Mitarbeiter(innen) in der Ausprägung von coachings, trouble shootings, best-practice-Schulungen oder durch regelmäßiges Zuhören bei Kundengesprächen. Diese Aufgaben obliegen den Teamleitern.

Risikofaktoren, die zwar i.d.R. sehr selten eintreten, dann aber fundamentale Auswirkung auf das Institut haben können, werden durch das laufende Controlling (Ergebnis- und Liquiditätsforecasts) frühzeitig erkannt, um aktiv an der Risikobeseitigung arbeiten zu können. Reputationsrisiken seitens SMI werden durch eine sehr straffe Kontrolle der Qualität im Vertrieb (Inhalt von Werbematerial, Gesprächsinhalte, Abwicklungsgüte) und in der Produktverwaltung gering gehalten. Allein das indirekte Reputationsrisiko induziert durch die Muttergesellschaft ist relevant. Da dieser Faktor aus der Sicht SMI ein exogener ist, kann die Wesentlichkeit für SMI nur durch ein noch aufzubauendes Portfolio an Emittenten gesenkt werden.

Aufgrund der derzeitigen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten an der Platzierung von Finanzprodukten der SM AG ist das Adressenausfallrisiko bei Liquiditäts- und Solvabilitätsproblemen der SM AG sehr hoch. Aus diesem Grund wurde seit September 2011 an der Gewinnung von Fremdprodukten gearbeitet, um das Adressenausfallrisiko zu vermindern.

Risikomatrix der Solar Millennium Invest AG

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Für das neue Geschäftsjahr hat sich die Situation des Instituts durch den Insolvenzantrag der Mutter und Produktlieferantin dramatisch verschärft. Vorläufige Zahlen aus Angaben zu Bilanz und GuV nach MonAwV zeigen, dass bis 31.12. bereits weitere 293 TEUR Verlust durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand aufgelaufen sind. Per 20.12.2011 wurde von der Muttergesellschaft beschlossen, den Ibersol-Genussrechtsfonds wegen Undurchführbarkeit rückabzuwickeln. Neue Vertriebspartner scheuen angesichts des Reputationsrisikos vor Vertriebsverträgen bislang zurück. Damit ist der Geschäftszweck des Instituts in der heutigen Konstellation nur mehr schwer zu erfüllen. Eine Fortführung unter einem neuen Eigner und gegebenenfalls einer Umbenennung der Firma würde helfen. Eine Fortführung verlangt desweiteren die ausreichende Zuführung frischen Kapitals, wenn man die Lizenz als Gruppe IIIb-Institut bei der BaFin erhalten will. Einzig Finanzprodukte, die unter den § 34c GewO fallen - geschlossene Fonds - könnten dann ohne Zulassung nach KWG weiterhin vertrieben werden.

Kurzfristig ein Käufer zu finden wird angesichts des mit einem Zahlungsausfall konfrontierten und damit zu Neugeschäft wenig motivierten Kundenstamms des Instituts zur Herausforderung, zumal zukünftige Haftungsrisiken aus der Vermittlungstätigkeit der Vergangenheit heute nicht kalkulierbar sind.

 

Erlangen, 12.01.2012

gez. Dr. Hagen, Vorstand

Eingeschränkter Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Solar Millennium Invest AG für das Geschäftsjahr vom 1. November 2010 bis 31. Oktober 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB in Anlehnung an die vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat mit Ausnahme folgender Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

1. Die Vollständigkeit der anderen Rückstellungen kann in einer für die Vermögenslage der Gesellschaft erheblichen Größenordnung nicht mit hinreichender Sicherheit festgestellt werden.

2. Die dem Jahresabschluss zugrunde gelegte Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB kann nicht mit hinreichender Sicherheit prognostiziert werden.

Mit diesen Einschränkungen entspricht der Jahresabschluss nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 16. Januar 2012

Michael Böllner, Wirtschaftsprüfer

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