Erfurter Malzwerke GmbH

Am Malzwerk 1, 99086 Erfurt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 512279
Vorher
Elbe-Börde-Terminal GmbH
Eingetragen
21.8.1990
Branche
Herstellung von MalzGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
ist die Verabeitung und der Handel mit Malzerzeugnissen jeder Art

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Leitmayr
seit 18.2.2026
Geschäftsführer
Matthias Ludewig
seit 5.2.2024
Prokura
Volker Riechers
seit 9.11.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erfurter Malzwerke GmbH

Erfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

1. Volkswirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1. Branchenkonjunktur

Für die Erfurter Malzwerke GmbH (EMW) mit dem Geschäftsfeld Herstellung und Vertrieb von Malz an zwei Standorten (Erfurt und Hamburg) besteht eine direkte Abhängigkeit von der Entwicklung des Bierkonsums und damit der Bierproduktion im deutschen Markt und im Weltmarkt. Lt. Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (Fachserie 14, Reihe 9.2.1.) sank der Bierausstoß deutscher Brauereien im Jahr 2019 um ca. 1,9 %. Die steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt bot auch 2019 die Möglichkeit zur Kompensation. In der Saison 2018/2019 nahm der Anteil der Exporte in Destinationen außerhalb Europas im Vergleich zur Vorsaison 2017/2018 um ca. 21.000 t Malz zu. Mit einem Anteil von ca. 9.000 t konnten die Erfurter Malzwerke am Standort Hamburg in erheblichem Maße von dieser Entwicklung profitieren.

1.2. Wettbewerbssituation

Die Wettbewerbssituation der Erfurter Malzwerke wird wesentlich durch zwei Faktoren bestimmt, den Zugang zum Hauptrohstoff Braugerste sowie die Lage der Standorte zu den Hauptabnehmern des Malzes.

Insbesondere die in Deutschland produzierenden Unternehmen sind auch als Hauptwettbewerber bei der Rohstoffbeschaffung zu nennen. Nach witterungsbedingter einmaliger Ausdehnung in der Vorsaison setzte sich in der Saison 2018/ 2019 der langfristige Trend der Reduzierung der Anbaufläche an Sommerbraugerste in Deutschland fort. Regionale Besonderheiten, wie die Einschränkung der Beregnungsmöglichkeiten für Braugetreide in Niedersachsen, fördern diesen Trend. Durch politische Entscheidungen, bspw. die Düngeverordnung, könnte der Trend zur Flächenreduzierung in den nächsten Jahren gebremst werden. Dennoch müssen mittelfristig je nach Ertrags- und Qualitätsergebnissen der Ernten in Deutschland 600.000 t bis 1.000.000 t pro Jahr an Braugerste importiert werden. Dies erfolgt vorrangig aus Frankreich und Skandinavien. Der Standort Hamburg mit Zugang zum Tiefwasser des Hamburger Hafens bietet besten Zugang zu diesen Importen. Gemäß aktuellen Bilanzen besteht in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt noch ein leichter Überschuss. Von diesem Überschuss profitiert die ansässige Malzindustrie, aber auch benachbarte Defizitregionen wie z.B. Bayern.

Der deutsche Malzmarkt ist insgesamt mit Überkapazitäten belastet. Diese Überkapazitäten haben Ihren Schwerpunkt vor allem in den südlichen und südwestlichen Bundesländern. Gleichzeitig besteht in den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin/Brandenburg und Thüringen aktuell ein Malzdefizit in Höhe von ca. 70.000 t pro Jahr. Davon kann der Produktionsstandort Erfurt mit seiner Lage etwa im geografischen Mittelpunkt Deutschlands profitieren. Der Standort im Hafen in Hamburg verfügt über die beste Hafenanbindung unter allen deutschen Mälzereien. Damit sind besonders gute Voraussetzungen für den Zugang zu den beschriebenen wachsenden Exportmärkten gegeben.

Als Hauptwettbewerber um die internationalen Absatzmärkte sind vorrangig internationale Mälzereigruppen zu nennen wie Cargill, Malteurope, Grain Corp, die Avangardgruppe sowie Soufflet/Durst-Malz.

Unter den deutschen Mälzereiunternehmen sind die IREKS GmbH Kulmbach und die Bamberger Mälzerei die wesentlichen Wettbewerber, sowohl national als auch international.

1.3. Marktstellung

Laut Information der Firma H.M. Gauger Potsdam wird in Deutschland an mindestens 66 Standorten Malz produziert. Gemessen an der verfügbaren Mälzungskapazität belegen die EMW Platz 4 der deutschen Malzindustrie. Dies entsprach für 2019 einem Anteil von ca. 10 % des Malzmarktes.

Etwa 25 % des produzierten Malzes wurden im Export abgesetzt. Basierend auf den beschriebenen Standortfaktoren können sich die Erfurter Malzwerke sowohl auf den deutschen und frachtnahen Markt als auch auf Schiffsbeladungen zu europäischen und überseeischen Destinationen konzentrieren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

2.1.1. Beschaffung

Die Trockenheit in Nordost- und Osteuropa führte in der Ernte 2018 für die Saison 2018/2019 zu erheblichen Ernteausfällen bei Braugetreide. Das Importangebot aus Skandinavien fiel geringer aus als in den Vorjahren, auf Importe aus Tschechien oder der Slowakei musste nahezu vollständig verzichtet werden. Entsprechend kam es dann zu Saisonbeginn zu deutlichen Preissteigerungen für Braugetreide. Ausgleich wurde teilweise durch Überschüsse in Frankreich und Großbritannien sowie Importe von dort erzielt. Durch intensives Bonitieren und die Aufbereitung von Rohgetreide wurden zudem Qualitätsabweichungen ausgeglichen und so konnte letztlich die Verfügbarkeit von Rohware für die Malzindustrie verbessert werden. Im Verlaufe der Saison fielen dann die Preise für Braugetreide wieder.

Für den Standort Erfurt erstreckt sich das Erfassungsgebiet für Inlandsbraugerste fast ausschließlich auf die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die beschriebene Witterung führte insbesondere in Sachsen-Anhalt und Nordsachsen zu Qualitäts- und Ertragseinbußen bei Braugerste. Thüringen erreichte mit Erträgen nahe dem langjährigen Mittel sowie guten Kornqualitäten eine normale Ernteausbeute. Insgesamt konnten ca. 84 % des Braugetreidebedarfes aus der regionalen Landwirtschaft sowie über regionale und nationale Händler gedeckt werden. Darüber hinaus wurde auf Importe über die eigenen Anlagen im Werk Hamburg zurückgegriffen.

Am Standort Hamburg mit seiner prädestinierten Lage im Tiefwasser des Hamburger Hafens wurde zu 92 % Importware verarbeitet. Nur in geringem Umfang erfolgte die Versorgung aus den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

2.1.2. Produktion und Fertigung

Der für das Wirtschaftsjahr 2019 durchgängig hohe Stand abgeschlossener Verkaufsverträge für Malz war maßgebend für die sehr hohe Produktions-/Kapazitätsauslastung an beiden Standorten. Auch die Absatzmenge des bisherigen Rekordjahres 2018 wurde mit 99,7 % nahezu erreicht.

Die besondere Standortverteilung der beiden Werke in Bezug auf die Binnen- und Exportmärkte wurde möglichst optimal genutzt. Eine zeitweise sinkende Binnennachfrage sowie kurze, havariebedingte Produktionsausfälle konnten jeweils problemlos ausgeglichen werden. So sank der Produktionsausstoß im Werk Erfurt im Vorjahresvergleich leicht um 2,6 %, während er im Werk Hamburg um 3,6 % stieg.

2.1.3. Investitionen

2019 wurden Investitionen von 1.011 TEUR getätigt. Schwerpunkt war die Installation einer Pilotanlage zur Neugestaltung der Keimkastenantriebe im Werk Hamburg. Nach erfolgreicher Umsetzung werden 2020 weitere Antriebsanlagen nach diesem System errichtet.

2.2. Ertragslage

2.2.1. Analyse der Umsatzsituation

Der Gesamtumsatz konnte um ca. 825 TEUR (1,22 %) erhöht werden. Bei leicht gesunkener Menge war dies weitgehend durch einen um 3,7 % höheren, durchschnittlichen Malzverkaufspreis bedingt.

2.2.2. Aussage zur Auftragslage

Bereits zu Beginn des Berichtsjahres belief sich der Auftragsbestand auf 95 %, unterjährige Spotanfragen gewährleisteten dann durchgängig die volle Kapazitätsauslastung.

2.2.3. Rohertragsbetrachtung

Der Rohertrag konnte im Berichtsjahr um 21,7 % gesteigert werden, von 13.197 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 16.070 TEUR. Damit wurde sogar der Wert aus dem sehr guten Jahr 2017 (15.212 TEUR) deutlich überboten. Maßgeblich war der durchschnittlich höhere Verkaufspreis für Malz in Verbindung mit einem niedrigeren Braugersteneinstand. Hinzu traten Erlöse aus Lohnmälzung, die nur in begrenztem Umfang zu Materialaufwand geführt haben. Auch die betriebliche Gesamtleistung als Summe der Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen liegt um 1.621 TEUR und 2,4 % über dem Vorjahr. Wesentlichen Anteil hat die Erhöhung der Fertigwarenbestände um 796 TEUR.

Der Rohwareneinsatz konnte mit 1.252 TEUR um 2,3 % reduziert werden. Zudem konnte das Unternehmen von der günstigen Marktentwicklung bei der Rohware am Ende der Vermarktungssaison für die Ernte 2018 profitieren, auch bedingt durch die günstige Standortverteilung der beiden Werke. Wichtig war, die geplanten, gegenüber dem Vorjahr höheren Kosten für Energie nicht zu überschreiten. Dies gelang mit Investitionen zur Optimierung der Energieverwendung und basierend auf einem konsequenten Energiemanagement nach DIN ISO 50001.

2.2.4. Sonstige Kostenanalysen, Betriebs- und Finanzergebnis, Jahresüberschuss

Die gestiegenen Kosten für Ausgangsfrachten resultierten überwiegend aus der geplanten und andauernden Schwerpunktverlagerung des Absatzes auf Exportdestinationen.

Das Betriebsergebnis konnte basierend auf dem kräftigen Rohertragszuwachs mehr als verdoppelt werden (+140,9%). Das Finanzergebnis bewegte sich mit -195 TEUR in etwa auf dem Vorjahresniveau (+1,2 %). Das neutrale Ergebnis war nach im Vorjahr erfolgten Steuererstattungen aus Betriebsprüfungen und geringeren Erträgen aus Investitionszuschüssen rückläufig.

Insgesamt konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 1.238 TEUR und damit um 80,1 % stark gesteigert werden, wobei die Prognose bei umsichtiger Planung eher im moderaten Steigerungsbereich lag.

2.3. Finanzlage

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde ein positiver operativer Cash-Flow erwirtschaftet, welcher die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen vollständig decken konnte. Der negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belegt die fortgesetzten, planmäßigen Investitionen der EMW. Es werden grundsätzlich keine Kapazitäten abgebaut.

Die Sicherstellung der Liquidität und Finanzierung erfolgt im Rahmen des Konzerns GETREIDE AG. Die Darlehen wurden planmäßig getilgt, die Euribor-Kreditlinie wurde nicht vollständig ausgenutzt. Die Kreditkonditionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode war positiv.

2.4. Vermögenslage

Im Bereich des Anlagevermögens beruht der mit 4,6 % leichte Rückgang wie im Vorjahr auf den die Investitionen übersteigenden Abschreibungen.

Die Vorräte verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 2.504 TEUR oder 22,8 %. Dies wird wesentlich geprägt durch den Anstieg bei den Fertigerzeugnissen um 2.085 TEUR, verursacht durch die bereits beschriebenen Verzögerungen bei den Exportverladungen. Da diese Vorratsbestände zum Berichtszeitpunkt bereits wieder weitgehend abgebaut sind und der Auftragsbestand für das Jahr 2020 eine Vollauslastung der Kapazitäten erwarten lässt, liegt keine deutliche Bevorratung zum Stichtag vor.

Wesentlich für die Erhöhung des Umlaufvermögens insgesamt ist der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 9.878 TEUR.

Bei den Rückstellungen gab es keine gewichtigen Veränderungen. Die Erhöhung um 61 TEUR im Vergleich zum Vorjahr beruht auf leicht höheren Rückstellungen im Personalkostenbereich sowie der Rückstellung für Frachtrechnungen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 11.825 TEUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurück zu führen ist. Gegen Jahresende wurde im Rahmen der Konzernfinanzierung ein bestehender Kreditrahmen um 11.500 TEUR erhöht, wobei dann im gleichen Maße die Forderungen gegenüber der Konzernmutter anstiegen.

2.5. Angaben zu den finanziellen Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren 12 2018 12 2019
Ertragslage
Eigenkapitalrentabilität in % 6,82 10,95
(Jahresergebnis x 100) / Eigenkapital einschl. anteil. SoPo
Umsatzrentabilität in % 2,28 4,06
(Jahresergebnis x 100) / Umsatzerlöse
Umsatz je EUR 1,00 Personalkosten in EUR 26,70 24,68
Umsatzerlöse / Personalaufwand
Vermögens- und Kapitalstruktur
Anlagenintensität in % 36,65 25,66
(Anlagevermögen x 100 / Gesamtvermögen)
Eigenkapitalanteil in % 61,51 50,69
(Eigenkapital einschl. anteil. SoPo x 100) / Gesamtkapital
Operative Ergebniskennzahlen
EBT (in TEUR) 1.522 3.282
Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern
EBITDA (in TEUR) 4.172 5.691
Vorzins- u. Steuerergebnis, abzgl. Abschreib. u. Leasingkosten
EBITDA - Marge 6,16 8,30
(EBITDA / Umsatzerlöse) x 100

Die Eigenkapitalrentabilität weist mit einem Zuwachs von 4,1 %-Punkten eine weitere Verbesserung der Eigenkapitalverzinsung aus. Auch die Steigerung der Umsatzrentabilität um 1,78 %-Punkte bei nahezu unverändertem Umsatz deutet auf eine zunehmende Produktivität im Unternehmen hin.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ging aufgrund der Erhöhung des Forderungsbestandes gegen verbundene Unternehmen um 10,99 %-Punkte zurück. Der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital der Gesellschaft liegt mit 50,69 % (Vorjahr 61,51 %) trotz Rückgang noch immer weit über der durchschnittlichen Quote in Deutschland von 20 % - 25 %. Das Liquiditätsrisiko des Unternehmens ist entsprechend niedrig.

Die operativen Ergebniskennzahlen EBT, EBITDA und EBITDA-Marge zeigen die im Vorjahresvergleich nochmals gestiegene, hohe Leistungsfähigkeit des Unternehmens vor Steuerabzug, Belastung durch Fremdkapital, Abschreibungen und Leasingkosten.

2.6. Angaben zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren

Im Berichtsjahr wurde die normkonforme Tätigkeit des Unternehmens im Rahmen der Systeme DIN ISO 9001 und 50001, QMS und Koscher-Produktion geprüft und institutionell zertifiziert.

Vor allem durch den Eintritt langjähriger Mitarbeiter in die Rente, aber leider auch durch viele krankheitsbedingte Ausfälle, war die Personalsituation an beiden Standorten, ganz besonders aber am Standort Erfurt, angespannt. Ausgleich wurde durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern geschaffen, was zu überplanmäßigem Aufwand für Fremdlöhne führte.

Gesamtaussage Wirtschaftsbericht zum abgelaufenen Wirtschaftsjahr

Die positive wirtschaftliche Situation des Unternehmens konnte in 2019 weiter ausgebaut werden. Über das Gesamtjahr wurde ein überplanmäßiges, sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

3. Prognosebericht

3.1. Geschäftsentwicklung

3.1.1. Beschaffung

Für das Folgejahr sind mit der Rohwarenbeschaffung und dem Energiebedarf alle wesentlichen Beschaffungspositionen nahezu vollständig vertraglich gebunden. Das Hauptaugenmerk wird in erster Linie einem planmäßigen und noch effizienteren Prozess bei der kontraktlichen Abwicklung der Rohware gewidmet werden.

Schwerpunktaufgabe im Personalbereich ist die Einstellung qualifizierten Personals, insbesondere am Standort Erfurt.

3.1.2. Produktion und Fertigung

Der erreichte Stand des Malzverkaufs zum Berichtszeitpunkt kann auch 2020 eine sehr hohe Auslastung der Produktion sichern. Da erfahrungsgemäß im Laufe des Geschäftsjahres noch Spotmarktanfragen eingehen, ist von einer Vollauslastung der Produktionskapazitäten auszugehen.

3.1.3. geplante Investitionen

Für 2020 sind Investitionen in Höhe von ca.1.600 TEUR geplant, wobei etwa ein Drittel auf die bereits unter 2.1.3. beschriebenen Neuerrichtungen von Antriebssystemen in den Keimkästen und Darren in Hamburg entfällt. Ziel ist eine wesentliche Verbesserung der Betriebssicherheit und schrittweise Schaffung von Voraussetzungen für die mittelfristige Erhöhung der Mälzungskapazität durch eine weitestgehend spezifische Belegung der Anlagen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Neuerrichtung von Keimhorden und Wendeantriebssystemen für eine Produktionslinie am Standort Erfurt. Darüber hinaus wird dort die im Bau befindliche Erneuerung der Kälteerzeugung in der NH3-Kälteanlage fertiggestellt, wobei dann zugleich die Produktions- und Arbeitssicherheit dieser Anlage wesentlich erhöht werden kann.

3.2. Ertragslage

3.2.1. geplante Umsatzentwicklung

Wir erwarten einen Gesamtumsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres.

3.2.2. Aussage zur Auftragslage

Der Auftragsbestand für das Folgejahr beträgt zum Stichtag bereits mehr als 98% der Produktionskapazität und liegt damit leicht höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (95 %).

3.2.3. Rohertragsentwicklung, absehbare Kostenentwicklungen sowie geplantes Jahresergebnis

Neben positiven Auswirkungen des Energiemarktes, welche zu moderaten Energiekostensenkungen führen sollten, erwartet das Unternehmen erneut leichte Steigerungen der Frachtkosten. Schwerpunkt der geplanten, umfangreichen Kostenerhöhungen ist aber der Personalaufwand für eigenes Personal und Fremdpersonal.

Insgesamt gehen von einem etwa um 29 % geringeren wirtschaftlichen Ergebnis für 2020 aus.

Gesamtaussage Prognosebericht

Im Jahr 2020 sind die Wiederholungsaudits des integrierten Managementsystems nach DIN ISO 9001 und 50001 sowie im Bereich Qualitätssicherung (QS) zu absolvieren.

Schwerpunktaufgabe für den Standort Erfurt wird die Sicherung gewerblichen Fachpersonals. In diesem Zusammenhang werden Ausschreibungen zur Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie Konzepte zur Motivierung und Bindung des vorhandenen Personals im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen.

Es wird davon ausgegangen, dass auch bei stabilem Umsatz und moderaten Kostensenkungen im Energiebereich, vor allem aufgrund der erwarteten Kostenerhöhungen im Personalbereich das Jahresergebnis für 2020 nur bei 1.976 TEUR und damit deutlich unter dem des Jahres 2019 liegt.

4. Risiko-/Chancenbericht

4.1. Marktrisiken/-chancen

Die wesentlichen Marktrisiken und Marktchancen sind im Rahmen der Vorgaben zur Risikobegrenzung im Konzern vertraglich abgesichert.

Da mehr als 70 % der Herstellungskosten des Braumalzes durch den Aufwand für Rohwaren bestimmt wird, beeinflusst die Entwicklung des Rohwarenmarktes entscheidend die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Für 2020 sind bereits 97,4 % des Rohwarenbedarfs vertraglich abgesichert.

Weitere 10 % der Gesamtkosten werden durch den Energie- und Wasseraufwand repräsentiert. Die Energielieferungen sind zu 100 % vertraglich abgesichert.

Wie im Berichtsjahr werden auch im Folgejahr ca. 98 % des Gesamtumsatzes durch den Verkauf von Malz erzielt. Da derzeit 98 % der Produktionskapazität vertraglich gebunden ist, wurde diese wesentliche Chance bereits genutzt.

4.2. Devisenterminkontrakte und versicherbare Risiken

Die wesentlichen Risiken aus Zahlungsausfällen werden auch 2020 im Rahmen der Warenkreditversicherung abgesichert.

Risiken durch Brand, Produktionsausfall, Transport und Produkthaftung werden im Rahmen der Konzernversicherung der Getreide AG gedeckt.

Es besteht ein System zur Überwachung der Risiken aus Devisenterminkontrakten und Warenverkaufskontrakten auf Devisenbasis. Offene Posten aus Warenlieferungen in Devisen sollten gemäß Konzernrichtlinie durch Devisenterminkontrakte abgesichert werden. Darüber hinaus sollte nach Möglichkeit eine gegenseitige Deckung von planmäßig erwarteten Zahlungseingängen in Devisen und entsprechenden Devisenterminkontrakten bestehen.

4.3. Technische Risiken

Absehbare technische Risiken bestehen nicht. Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter werden durch regelmäßige Beratungen und Begehungen des Arbeitsschutzausschusses minimiert. Produktions- und Qualitätsrisiken wird mit planmäßiger Instandhaltung und gezielten Ersatzinvestitionen entgegengewirkt.

Gesamtaussage Risiko-/Chancenbericht

Grundsätzlich liegt für das Unternehmen ein funktionstüchtiger und effizienter Prozess des Risikomanagements vor. Alle wesentlichen Risiken (schwerpunktmäßig Zahlungsausfälle, Rohwarenabsicherung und Energiekosten) sind, soweit möglich, entsprechend der Konzernrichtlinie abgesichert.

Die Chancen können insgesamt positiv beurteilt werden, da die wesentlichen Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit in der Branche, wie die Lage zu den Absatzmärkten der Produkte, der Zugang zu den Hauptrohstoffen sowie Größe und Effizienz der Anlagen, beste Voraussetzungen bieten.

 

Erfurt, den 11.03.2020

gez. Dietrich Kaiser, Geschäftsführer

gez. Volker Riechers, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 12.868.158,83 13.496.236,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.709,12 16.938,12
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.709,12 16.938,12
II. Sachanlagen 12.857.449,71 13.479.297,95
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.334.565,67 2.210.327,16
2. technische Anlagen und Maschinen 6.934.314,35 7.531.732,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.584.119,69 3.732.787,93
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.450,00 4.450,00
B. Umlaufvermögen 35.551.752,75 21.376.112,22
I. Vorräte 13.472.124,48 10.968.169,09
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.697.209,88 6.054.630,24
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 929.794,62 1.153.229,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.845.119,98 3.760.309,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.041.291,22 10.362.358,62
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.903.988,91 8.039.044,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.441.347,56 562.853,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.695.954,75 1.760.460,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 38.337,05 45.584,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.732.192,10 1.951.734,38
Bilanzsumme, Summe Aktiva 50.152.103,68 36.824.082,67

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 25.342.896,30 22.559.187,17
I. gezeichnetes Kapital 13.000.000,00 13.000.000,00
II. Kapitalrücklage 6.217.632,29 6.217.632,29
III. Gewinnvortrag 3.341.554,88 1.795.938,61
IV. Jahresüberschuss 2.783.709,13 1.545.616,27
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 110.937,50 129.687,50
C. Rückstellungen 391.346,87 189.371,74
1. Steuerrückstellungen 141.225,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 250.121,87 189.371,74
D. Verbindlichkeiten 24.306.923,01 13.945.836,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.514.916,66 11.499.361,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.735.639,86 2.391.188,07
3. sonstige Verbindlichkeiten 56.366,49 55.286,52
Bilanzsumme, Summe Passiva 50.152.103,68 36.824.082,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 68.553.703,13 67.729.016,55
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.862.150,65 1.066.223,10
3. sonstige betriebliche Erträge 130.122,45 389.355,69
4. Materialaufwand 54.345.892,77 55.598.316,91
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 47.619.100,55 49.998.823,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.726.792,22 5.599.493,71
5. Personalaufwand 2.778.078,28 2.536.932,20
a) Löhne und Gehälter 2.341.815,74 2.137.457,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 436.262,54 399.475,19
6. Abschreibungen 1.629.748,74 1.644.426,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.629.748,74 1.644.426,14
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.315.894,61 7.690.185,68
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.021,73 203.090,73
davon aus verbundenen Unternehmen 101.745,29 176.659,34
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 297.618,21 395.422,67
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 332.615,74 -148.606,67
11. sonstige Steuern 165.440,48 125.392,87
12. Jahresüberschuss 2.783.709,13 1.545.616,27

Anhang zum 31. Dezember 2019

Erfurter Malzwerke GmbH, Erfurt

A. ALLGEMEINE ANGABEN

(1) Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Die Erfurter Malzwerke GmbH hat ihren Sitz in Erfurt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (Reg.Nr. 512 279 HRB).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der Erfurter Malzwerke GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Rohstoffe werden die Anschaffungskosten nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Ansatz der Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, und angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Umrechnung von in Fremdwährung fakturierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt im Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs.

Fremdwährungsforderungen in US-Dollar werden bei Absicherung durch Devisentermingeschäfte zum Stichtag mit dem jeweiligen Absicherungskurs bewertet. Sofern keine Absicherung gegeben ist, erfolgt die Bewertung zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die in Fremdwährung bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem am 31. Dezember 2019 gültigen Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Für gewährte Zuschüsse zu Investitionen wurde in den Vorjahren gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ein Sonderposten mit Rücklageteil gebildet. Dieser Sonderposten wird parallel zu den Abschreibungen des entsprechenden Anlagegegenstandes aufgelöst.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i.H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Entwicklung des Anlagevermögens

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens der GmbH ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Strom- und Energiesteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 1.192,5 (Vorjahr TEUR 628,6) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit TEUR 10.441,3 (Vorjahr TEUR 562,9) gegenüber der Gesellschafterin.

(3) Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt TEUR 13.000,0.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in voller Höhe TEUR 1.545,6 auf neue Rechnung vorgetragen.

(4) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Personalkosten, Prüfungs- und Beratungskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie für ausstehende Rechnungen gebildet.

(5) Verbindlichkeiten

Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach ihrer Fristigkeit ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.

31.12.2019
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
davon gesichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.515 14.969 6.546 1.050 21.515
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.736 2.736 0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 56 56 0 0 0
-davon aus Steuern TEUR 32
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 2
24.307 17.761 6.546 1.050 21.515
31.12.2018
davon mit einer Restlaufzeit davon
Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.499 3.489 8.010 2.198 11.499
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.391 2.391 0 0 0
55 55 0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten
-davon aus Steuern TEUR 31
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 2
13.945 5.935 8.010 2.198 11.499

Die gesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie die Abtretung von Kundenforderungen gesichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen erfolgt nicht, da 98,7% des Gesamtbetrages auf Malz und das Kuppelprodukt entfallen.

Die Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten zeigt folgendes Bild:

2019
TEUR
2018
TEUR
Inland 48.867 54.349
andere EU-Länder 1.725 1.555
übriges Europa 1.145 1.030
Asien 4.872 5.880
Südamerika 11.035 797
Afrika 45 4.100
67.689 67.711

Gewährte Erlösschmälerungen und Nebenerlöse wurden nicht berücksichtigt.

(2) Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Ein Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 23,4 (Vorjahr TEUR 103,8) wurde erfolgswirksam behandelt.

(3) Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen

Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen werden jeweils unter dem sachlich zutreffenden Posten ausgewiesen (darunter TEUR 10,7 Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und TEUR 5,3 Buchgewinne aus der Veräußerung von abnutzbaren Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens).

Es wurden Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 1,9 erfasst.

Soweit nicht bereits unter Absatz (2) angegeben, sind keine weiteren Einzelbeträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung zu verzeichnen.

(4) Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10,1 (Vorjahr TEUR 131,6) bzw. TEUR 159,1 (Vorjahr TEUR 131,5) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

(1) Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Sicherungsübereignung von Vorräten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.109,4. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich durch die verbundenen Unternehmen erfüllt werden können.

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat bis zum Ende der einzelvertraglichen Grundlaufzeiten Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Pacht-, Dienstleistungs- und Leasingverträgen sowie aus erteilten Aufträgen für Investitionen und Großreparaturen in Höhe von insgesamt TEUR 7.648,6, deren Fälligkeit sich wie folgt darstellt: TEUR 1.577,3 Fälligkeit innerhalb eines Jahres (davon TEUR 839,4 gegenüber verbundenen Unternehmen); TEUR 3.517,5 Fälligkeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren (davon TEUR 1.440 gegenüber verbundenen Unternehmen) und TEUR 2.553,8 Fälligkeit nach 5 Jahren (davon TEUR 810 gegenüber verbundenen Unternehmen).

(3) Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsforderungen in Höhe von TEUR 1.484,6 (Vorjahr Fremdwährungsforderungen und offene Fremdwährungskontrakte TEUR 3.661,2) mit Devisentermingeschäften zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Hierdurch werden Wechselkursrisiken in Höhe von TEUR 5,7 abgesichert. Die gegenläufigen Wertveränderungen werden sich voraussichtlich bis Februar 2020 ausgleichen.

Als Form für die Bewertungseinheit wurde das Makro-Hedging unter Anwendung der Einfrierungsmethode gewählt.

(4) Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2019 bestellt:

Herr Dietrich Kaiser, Riethnordhausen

Herr Volker Riechers, Wunstorf

(5) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Bezüge anderer Organe fielen nicht an.

(6) Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 15 Angestellte und 36 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt.

(7) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.783,7 auf neue Rechnung vorzutragen.

(8) Konzerngesellschaft

Die Geschäftsanteile wurden im Berichtsjahr zu 100 % von der Getreide-Aktiengesellschaft vorm. P. Kruse - Chr. Sieck, Hamburg, gehalten. Diese erstellt als Obergesellschaft einen Konzernabschluss, der in das Unternehmensregister eingestellt wird.

 

Erfurt, 26. Februar 2020

Erfurter Malzwerke GmbH

gez. Dietrich Kaiser, Geschäftsführer

gez. Volker Riechers, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.305,26 622,80 3.108,65 64.819,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 67.305,26 622,80 3.108,65 64.819,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.148.595,56 152.933,47 0,00 4.301.529,03
Technische Anlagen und Maschinen 32.745.928,29 555.080,40 0,00 33.301.008,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.003.695,72 302.727,38 72.224,50 7.234.198,60
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.450,00 0,00 0,00 4.450,00
Summe Sachanlagen 43.902.669,57 1.010.741,25 72.224,50 44.841.186,32
Summe Anlagevermögen 43.969.974,83 1.011.364,05 75.333,15 44.906.005,73
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.367,14 6.850,78 3.107,63 54.110,29
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 50.367,14 6.850,78 3.107,63 54.110,29
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.938.268,40 28.694,96 0,00 1.966.963,36
Technische Anlagen und Maschinen 25.214.195,43 1.152.498,91 0,00 26.366.694,34
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.270.907,79 441.704,09 62.532,97 3.650.078,91
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 30.423.371,62 1.622.897,96 62.532,97 31.983.736,61
Summe Anlagevermögen 30.473.738,76 1.629.748,74 65.640,60 32.037.846,90
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.709,12 16.938,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 10.709,12 16.938,12
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.334.565,67 2.210.327,16
Technische Anlagen und Maschinen 6.934.314,35 7.531.732,86
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.584.119,69 3.732.787,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.450,00 4.450,00
Summe Sachanlagen 12.857.449,71 13.479.297,95
Summe Anlagevermögen 12.868.158,83 13.496.236,07

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.04.2020 unverändert festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Erfurter Malzwerke GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erfurter Malzwerke GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erfurter Malzwerke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

12 Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.

 

Kiel, 17. März 2020

wetreu NTRG Norddeutsche Treuhand-
und Revisions-Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dörte Reese, Wirtschaftsprüferin

gez. Hartmut Kaack, Wirtschaftsprüfer

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