Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 28525
Eingetragen
30.12.2002
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
die Entwicklung von Verpackungen sowie damit zusammenhängende Ingenieurleistungen, Optimierung der Fertigung von Verpackungsteilen sowie das Anbieten von Serviceleistungen incl. des Verpackens.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Max Menninger
seit 31.7.2023
Geschäftsführer
Walter Hitziger
seit 7.10.2022
Geschäftsführer
Stefan Hauer
seit 16.12.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Lorch

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 18. Juli 2022

HSA Frankfurt GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin

Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.337,06 279.131,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.780.695,14 4.736.179,39
2. technische Anlagen und Maschinen 3.426.542,92 3.765.809,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.331.721,11 2.593.605,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 336.161,29 342.145,89
11.875.120,46 11.437.740,49
III. Finanzanlagen 2.656,46 2.656,46
12.150.113,98 11.719.528,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.077.363,72 3.751.178,22
2. unfertige Erzeugnisse 19.999,99 122.749,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.092.199,49 2.479.031,55
8.189.563,20 6.352.959,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.461.857,31 1.810.438,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 741.683,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.333.917,48 1.658.222,94
3.795.774,79 4.210.344,85
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.039.779,38 3.752.417,99
14.025.117,37 14.315.721,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.570,09 74.115,86
D. Aktive latente Steuern 3.170.079,97 1.700.038,20
29.393.881,41 27.809.404,18

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 163.613,40 163.613,40
II. Kapitalrücklagen 3.764.444,70 0,00
II. Gewinnrücklagen 945.966,00 945.966,00
III. Gewinnvortrag 2.559.052,96 2.338.173,30
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -14.501,39 -278.076,33
V. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -2.181.058,90 220.879,66
5.237.516,77 3.390.556,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.185.166,44 7.324.450,50
2. Steuerrückstellungen 104.758,95 49.887,36
3. sonstige Rückstellungen 707.849,62 764.755,87
4.997.775,01 8.139.093,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.578.444,19 7.703.093,44
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 651.949,09 412.968,36
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.838.310,57 3.481.768,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 597.646,50
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.089.885,78 4.084.277,42
davon aus Steuern: EUR 340.317,22; Vj. EUR 130.476,23
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30.618,64; Vj. EUR 31.774,95
19.158.589,63 16.279.754,42
29.393.881,41 27.809.404,18

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 58.393.882,45 49.990.585,19
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 342.035,52 -230.075,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 128.928,95 113.211,62
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00; Vj. EUR 52.140,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.417.646,01 -17.391.143,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.051.191,27 -5.704.001,47
-33.468.837,28 -23.095.144,57
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.437.682,46 -11.052.292,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.371.652,56 -2.009.375,18
davon für Altersversorgung: EUR 213.165,08; Vj. EUR -773.970,67
-14.809.335,02 -13.061.667,36
6. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.676.786,52 -1.552.841,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.059.537,06 -9.754.774,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.331,94; Vj. EUR 1,94
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: EUR 84.128,23; Vj. EUR 159.363,56
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.343,89 18.190,12
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; Vj. EUR 18.186,12
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.001.005,89 -1.377.035,34
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 329.010,00; Vj. EUR 742.317,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.074.446,90 -704.185,84
davon Aufwendungen /Erträge (-) aus der Auflösung /Zuführung latenter Steuern: EUR -1.470.041,77; Vj. EUR 377.339,44
11. Ergebnis nach Steuern -2.057.864,06 346.262,92
12. Sonstige Steuern -123.194,84 -125.383,26
13. Konzernjahresüberschuss -2.181.058,90 220.879,66

Konzernanhang für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum 31. Dezember 2021 wurde in Anwendung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir

sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Vermerke zu Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt

keine Leervermerke angegeben

die Jahresabschlussposten auf TEUR gerundet.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Lorch im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 28514 eingetragen.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurden im Wege der Vollkonsolidierung die folgenden Unternehmen einbezogen:

Sitz Anteil am Kapital %
Inland
Kunststoff Gesellschaft mbH Lorch 100
Schlaadt High Cut GmbH Mühlheim an der Ruhr 100
Schlaadt Königsbronner Verpackungsgesellschaft mbH Königsbronn 100
ProRap GmbH Lorch 100
Schlaadt Recycling GmbH Lorch 100
Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackungen mbH Lorch 100
Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackungen mbH Dillingen 100
Ausland
Schlaadt Plastics Ltd. New Bern, North Carolina / USA 100

Sämtliche einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum einheitlichen Stichtag 31. Dezember 2021.

Für die nachfolgend aufgeführten Unternehmen sind die Vorschriften der §§ 311, 312 HGB nicht angewendet worden, da die Summen des anteiligen Eigenkapitals und der anteiligen Ergebnisse dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind und auch keine anderen Sachverhalte vorliegen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital %
ISOPLAST Systems Ltd. Makarov / Ukraine 50,0

III. Konsolidierungsgrundsätze

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Konzerngesellschaften gegen das anteilige bilanzielle Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet (Buchwertmethode).

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet oder so umgegliedert, wie sie aus der Sicht eines einheitlichen Unternehmens auszuweisen sind.

Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese erfolgswirksam eliminiert. Aus konzerninternen Verkäufen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens entstehende Buchgewinne oder -verluste werden eliminiert.

Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Sämtliche Bilanzposten sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bzw. zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet, die Währungsumrechnungsdifferenzen werden als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen, sofern sich die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen in späteren Jahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden dabei miteinander verrechnet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und etwaige selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, linear um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die Anschaffungskosten des eingesetzten Materials, die zu Fertigungskostensätzen bewerteten Fertigungslöhne und -gehälter, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung von Abschlägen für alle erkennbaren Einzelrisiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen und aufgrund steuerlicher Verlustvorträge (soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist) werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Vom Ansatzwahlrecht aktiver latenter Steuern wird Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,575 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,75 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem Gewerbesteuerhebesatz von 450 %.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag wurde von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 313. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Höhe der Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit entspricht dem Wert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 198. Entsprechend dem Saldierungsgebot nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aktivwert und Rückstellung saldiert; sodass kein Ausweis in der Handelsbilanz erfolgt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die stille Beteiligung wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, da aufgrund der fehlenden Verlustteilnahme die Voraussetzung für den Eigenkapitalausweis nicht gegeben ist.

V. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Kursschwankungen der wesentlichen funktionalen Fremdwährungen:

Stichtagskurse Durchschnittskurse
Ausgewählte ISO-Code 31.12.2021 31.12.2020 1.1. - 31.12.2021 1.1. - 31.12.2020
Wartungen EUR EUR EUR EUR
1 US-Dollar USD 0,8830 0,8141 0,8454 0,8775

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die sich hierbei ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral in die Bilanzposition "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entstehende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Für die Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,575 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern ergeben sich aus den folgenden Differenzen im Wertansatz:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Aktive latente Steuern
Verlustvorträge 2.845 963
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 62 391
Pensionsrückstellungen 440 562
übrige 37 30
3.384 1.946
Passive latente Steuern
Sonstige Rückstellungen 63 95
Aktiver Unterschiedsbetrag 151 151
214 246
Aktive latente Steuern (saldiert) 3.170 1.700

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 198
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 198
Aktiver Unterschiedsbetrag 0

Das gezeichnete Kapital entspricht dem gezeichneten Kapital der Muttergesellschaft und ist voll eingezahlt. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist als Bestandteil des Konzernabschlusses beigefügt.

Der Posten sonstige Rückstellungen in HöheFstill von TEUR 708 besteht aus Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 165), Personalkosten (TEUR 398), Berufsgenossenschaft (TEUR 100) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 37) und Prozesskosten (TEUR 8).

Die Restlaufzeiten und sonstige zusätzliche Angaben zu den Verbindlichkeiten sind aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

31.12.2021 (31.12.2020)
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit gesamt bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten 8.578 4.301 3.744 533
gegenüber Kreditinstituten (7.703) (2.856) (2.472) (2.375)
2. Erhaltene Anzahlungen 652 652 0 0
auf Bestellungen (413) (413) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus 4.838 4.838 0 0
Lieferung und Leistung (3.482) (3.482) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten ggü. 0 0 0 0
verbundenen Unternehmen (598) (598) (0) (0)
5. Sonstige 5.090 2.090 0 3.000
Verbindlichkeiten (4.084) (1.084) (3.000) (0)
340 340 0 0
davon aus Steuern (130) (130) (0) (0)
davon im Rahmen der 31 31 0 0
sozialen Sicherheit (32) (32) (0) (0)
19.158 14.881 3.744 533
Summe Verbindlichkeiten (16.280) (8.433) (5.472) (2.375)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 1.500 durch Grundpfandrechte gesichert. Ein Pfandrecht wurde auf ein Kontokorrentkonto bei der Deutschen Factoring Bank gewährt. Der Saldo des Kontos beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 61.

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Tätigkeitsbereiche des Konzerns können in diverse Marktsegmente untergliedert werden; darunter fallen Verpackungen, Hausgeräte, Automobilindustrie, Elektronik, Heizung, Klima oder Lüftung. Der Schwerpunkte liegt mit ca. 46 % im Bereich Hausgeräte und ca. 12 % im Bereich Herstellung von Funktionsteilen für die Automobilindustrie.

Geographisch ist der Konzern hauptsächlich in Deutschland tätig. Die Umsätze des Konzerns werden zu ca. 90 % im Inland generiert. Daneben erzielt der Konzern etwa 10 % seiner Erlöse in den USA, hauptsächlich durch die dort ansässige Tochtergesellschaft.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 5 enthalten.

VIII. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.006.

- davon bis zu einem Jahr 684
- davon zwei bis fünf Jahre 1.071

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2025.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 65. Die Aufwendungen betreffen ausschließlich Leistungen für die Abschlussprüfung.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich danach wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 2.040 3.752
kurzfristige Kreditverbindlichkeit i.S. DRS 21 -2.210 -1.238
Finanzmittelfonds -170 2.514

Im Übrigen wird hinsichtlich der Konzern-Kapitalflussrechnung auf Anlage 5 verwiesen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 245
Angestellte 79
324

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung sind:

Herr Stefan Hauer, Geschäftsführer Strategische Unternehmensführung (seit 14.12.2021)

Tim Kappes, Kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) (seit 05.04.2022)

Herr Stefan Schlaadt, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO)

Herr Andreas Mahler, Technischer Geschäftsführer (COO) (bis 30.06.2022)

Die Angaben der Geschäftsführerbezüge unterbleiben gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

Inanspruchnahme der Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB

Die folgenden Gesellschaften machen von den Erleichterungsregelungen bzw. Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung und der Offenlegung der Einzelabschlüsse Gebrauch:

Kunststoff Gesellschaft mbH, Lorch

Schlaadt Königsbronner Verpackungsgesellschaft mbH, Königsbronn

ProRap GmbH, Lorch

Schlaadt High Cut GmbH, Mülheim an der Ruhr

Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackungen mbH, Lorch

Schlaadt Recycling GmbH, Lorch

Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackungen mbH, Dillingen

Nachtragsbericht

Der Geschäftsführung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine wesentlichen Ereignisse mit besonderer Wirkung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bekannt.

 

Lorch, den 18. Juli 2022

Stefan Hauer

Tim Kappes

Stefan Schlaadt

Entwicklung des Konzernanlagevermögens Konzernabschluss Schlaadt Plastics GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.315.894,15 64.868,18 -30.462,04 11.971,60 1.362.271,89
1.315.894,15 64.868,18 -30.462,04 11.971,60 1.362.271,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.918.630,13 193.922,27 0,00 44.686,46 8.157.238,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.334.061,17 351.063,79 -95.053,43 115.047,00 14.705.118,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.948.470,82 1.430.189,81 -152.301,88 0,00 12.226.358,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 342.145,89 239.167,96 -73.447,50 -171.705,06 336.161,29
33.543.308,01 2.214.343,83 -320.802,81 -11.971,60 35.424.877,45
III. Finanzanlagen
1. Finanzanlagen 2.656,46 0,00 0,00 0,00 2.656,46
2.656,46 0,00 0,00 0,00 2.656,46
34.861.858,62 2.279.212,01 -351.264,85 0,00 36.789.805,80
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.036.762,88 83.629,99 -30.460,22 0,00 1.089.934,83
1.036.762,88 83.629,99 -30.460,22 0,00 1.089.934,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.182.450,74 194.092,98 0,00 0,00 3.376.543,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.568.251,61 714.323,00 -3.999,00 0,00 11.278.575,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.354.865,17 684.740,55 -144.968,08 0,00 8.894.637,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.105.567,52 1.593.156,53 -148.967,08 0,00 23.549.756,99
III. Finanzanlagen
1. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
23.142.330,40 1.676.786,52 -179.427,30 0,00 24.639.691,82
Buchwert
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.337,06
272.337,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.780.695,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.426.542,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.331.721,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 336.161,29
11.875.120,46
III. Finanzanlagen
1. Finanzanlagen 2.656,46
2.656,46
12.150.113,98

Entwicklung des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2021

Konzernabschluss Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Gewinn-Rücklagen
TEUR TEUR
Stand am 31.12.2020 164 0 946
Währungsumrechnung - - -
Sonstige Veränderungen - 3.764 -
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag - - -
Stand am 31.12.2021 164 3.764 946
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Gewinnvortrag/ Konzernjahresüberschuss/ Summe
Währungsumrechnung Verlustvortrag -fehlbetrag, der dem Mutter-
zuzurechnen ist
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31.12.2020 -278 2.338 221 3.391
Währungsumrechnung 263 - - 263
Sonstige Veränderungen - 221 -221 3.764
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag - - -2.181 -2.181
Stand am 31.12.2021 -15 2.559 -2.181 5.237

Kapitalflussrechnung vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

EUR
Periodenergebnis -2.181.058,90
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.676.786,52
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -3.141.318,72
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 263.574,94
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.268.447,67
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.820.576,23
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.311,20
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 943.313,70
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -1.074.446,90
-/+ Ertragsteuerzahlungen -340.723,28
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.300.432,88
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,00
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -64.868,18
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 170.524,53
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.214.343,83
+ Erhaltene Zinsen 18.343,89
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.090.343,59
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 3.764.444,70
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus der Begebung/Tilgung von Anleihen und der Aufnahme/Tilgung von (Finanz-) Krediten -96.164,07
- Gezahlte Zinsen -961.657,59
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.706.623,04
Zahlungswirksame Verändungen des Finanzmittelfonds -2.684.153,43
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.513.861,94
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -170.291,49

Konzernlagebericht 2021

Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

3 Allgemeine Verwaltung und Qualitätssicherung

4 Unternehmensstruktur

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

b) Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Schlaadt Unternehmensgruppe entwickelt, produziert und vertreibt an ihren Standorten in Lorch, Bitzfeld, Dillingen und New Bern (USA) Formteile aus Partikelschäumen wie z.B. expandierbarem Polystyrol, Polypropylen, Neopor oder expandiertes thermoplastisches Polyurethan. An den Standorten in Lorch und Mühlheim werden insbesondere Zuschnitte und Konturenteilen aus diesen Materialien gefertigt und vertrieben. Die Produkte decken verschiedene Anwendungsbereiche ab. Unsere Kunden zählen zu den unterschiedlichsten Marktsegmenten, die sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammensetzten:

Diese breitgefächerte Segmentierung macht das Unternehmen unabhängiger von negativen Marktentwicklungen in einzelnen Branchen, was sich 2021, vor dem Hintergrund der Lieferkettenprobleme in diversen Branchen der Kunden, als ein positiver Faktor darstellte.

2. Forschung und Entwicklung

Die von der Unternehmung benötigte Beratungs- und Entwicklungskompetenz stellt die ProRap GmbH, ein Tochterunternehmen der Schlaadt-Plastics, mit Sitz in Lorch, zur Verfügung. Damit hat die Gesellschaft jederzeit Zugriff auf eine der Kernkompetenzen der Gruppe. Neue Entwicklungsprojekte werden gemeinsam mit Kunden und Lieferanten definiert und konsequent verfolgt. Sie werden als Produkt- und Verfahrensinnovationen an allen Standorten der Schlaadt Unternehmensgruppe umgesetzt.

3. Allgemeine Verwaltung und Qualitätssicherung

Die Verwaltungsaufgaben wie Verkauf, Einkauf, Personalwesen, IT, Controlling, QS etc. werden von der Schlaadt-Plastics GmbH für die Tochterunternehmen übernommen.

Das Unternehmen ist nach der DIN EN ISO 9001, der DIN EN ISO 50001, sowie der ISO 14001 zertifiziert.

Im Betrachtungszeitraum beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 338 Mitarbeiter.

4. Unternehmensstruktur

Die Schlaadt Unternehmensgruppe wurde zum 15.11.2021 von ihrer ehemaligen Konzernmutter, der Georg St. Schlaadt Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Lorch, an die Valencia Holding Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in München veräußert. Seit dem 15.11.2021 ist die Valencia Holding GmbH alleinige Eigentümerin der Schlaadt Unternehmensgruppe. Sie hält 100 % der Anteile der Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch und somit direkt oder indirekt, alle Anteile an den Tochtergesellschaften.

Dieser Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Schlaadt-Plastics GmbH mit Sitz in Lorch als Konzernmutter und folgende (direkte oder indirekte) Tochterunternehmen:

Gesellschaft Anteilsbesitz Art der Gesellschaft
Konsolidierte Gesellschaften
Schlaadt-Plastics Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lorch 100,00 % Produktionsgesellschaft
Schlaadt HighCut GmbH, Mühlheim 100,00 % Produktionsgesellschaft
Kunststoff Gesellschaft mbH, Lorch 100,00 % Holdinggesellschaft
Schlaadt Königsbronner Verpackungs GmbH 100,00 % Vorratsgesellschaft
ProRap GmbH, Lorch 100,00 % Vetriebsgesellschaft
Schlaadt Recycling GmbH, Lorch 100,00 % Produktionsgesellschaft
Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackung mbH, Lorch 100,00 % Produktionsgesellschaft
Schlaadt Gesellschaft für Hartschaumverpackung mbH, Dillingen 100,00 % Produktionsgesellschaft
Schlaadt-Plastics Ltd., New Bern, USA 100,00 % Produktionsgesellschaft
Nicht konsolidierte Gesellschaften
ISOPLAST Systems Ltd., Makarov, Ukraine 50,00 %

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft verzeichnete 2021 eine leichte Aufwärtsbewegung. Tempo und Umfang der Erholung erfolgten dabei abhängig von den Erfolgen bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie und dem Zugang zu Impfstoffen. Insbesondere die Industrie konnte sich aufgrund steigender Nachfrage vom pandemiebedingt drastischen Einbruch des Frühjahrs 2020 erholen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hatte zunächst zur Jahresmitte an Fahrt gewonnen, nachdem das 1. Quartal noch von den Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie geprägt war. Im 3. Quartal verlor das Wirtschaftswachstum aufgrund von weltweiten Lieferengpässen bei Vorprodukten, die die Industrieproduktion massiv behinderten, deutlich an Dynamik. Das preisbereinigte und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr, obwohl die Prognosen im Frühjahr 2021 noch deutlich höher waren.

In den USA verlief die Konjunkturentwicklung ebenfalls volatil. Staatliche Programme stützten die Nachfrage zu Jahresbeginn in erheblichem Maße, so dass das BIP in den ersten beiden Quartalen stark wuchs. Mit dem Auslaufen von Unterstützungszahlungen, wieder steigenden Infektionszahlen sowie wegen zunehmender Lieferschwierigkeiten flachte diese Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte ab. Insgesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt in den USA im Jahr 2021 um 5,7 %.

Die Inflationsrate in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit 30 Jahren gestiegen. Der Sachverständigenrat erwartet zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland in seiner Jahresprognose 2021/22 eine Inflationsrate in Deutschland von 3,1 % für das Jahr 2021. Die Inflationsrate in den USA (Consumer Price Index) stieg im Jahre 2021 sogar um 4,7%.

2. Geschäftsverlauf

Die skizzierte wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021 spiegelte sich auch in einer Normalisierung der Nachfrage nach Produkten der Schlaadt Unternehmensgruppe wider.

Das Umsatzniveau im gesamten Konzern konnte gesteigert werden und lag im Gesamtjahr 2021 bei 58,4 Mio. EUR. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von ca. 17 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg basiert auch auf Preiserhöhungen gegenüber den Kunden der Gesellschaft aufgrund fixierter Preisgleitklauseln. Das Umsatzwachstum war in allen Branchen und allen Gesellschaften bemerkbar.

Aufgrund gestiegener Einsatzmengen sowie einem allgemeinen Anstieg der Einkaufspreise für Rohmaterial stieg der Materialaufwand im Jahr 2021 deutlich an (+52 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020). Ebenso stiegen die Energiekosten gegen Ende des Jahres deutlich an und lagen im Gesamtjahr 2021 8 % über dem Vorjahr. Der Rohertrag der Schlaadt Unternehmensgruppe geriet im Gesamtjahr 2021 unter Druck. Im Vergleich zum Jahr 2020 reduzierte sich die bilanzierte Rohertragsmarge im Jahr 2021 um 11 Prozentpunkte. Das normalisierte EBITDA des Konzerns verschlechterte sich im Jahr 2021 auf 2,0 Mio. EUR.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragsquellen der Gesellschaft finden sich in der Fertigung und dem Vertrieb von Funktions- und Verpackungsteilen sowie deren Zuschnitte für die Segmente Transportverpackungen, Logistiklösungen, Transportschutz, Personenschutzlösungen, Isolationslösungen und Spezialteilen. Dabei bedient die Gesellschaft ihre Kunden sowohl auf dem deutschen als auch dem internationalen Markt, wobei der Exportanteil auf Grund der Teilebeschaffenheit gering ist.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderungen Fertigware) des Unternehmens beläuft sich im Geschäftsjahr auf 58,9 Mio. EUR und hat sich damit rd. 17 % gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Der Materialaufwand beträgt 33,5 Mio. EUR. Damit war dieser ca. 10,4 Mio. EUR höher als im Vergleichszeitraum 2020. Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Bestandsabweichungen, erhaltene Skonti/Boni sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Diese wiederum setzen sich aus den Löhnen für Fremdbeschäftigte sowie im Wesentlichen den Energieaufwendungen zusammen.

Der Personalaufwand ohne Aufwendungen für Fremdbeschäftigte lag im Geschäftsjahr 2021 bei 14,8 Mio. EUR. Damit lag er ca. 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund von Umstrukturierungen einmalige Personalaufwendungen (Abfindungen) überwiegend in der Schlaadt-Plastics GmbH fällig.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr leicht um. 124 TEUR und lagen in Summe bei 1,7 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 13 % bzw. 1,3 Mio. EUR über dem Vorjahr. Im Wesentlichen ist dies auf höhere Kosten bei Ausgangsfrachten und sonstigen Transport-, Fahrzeugkosten zurückzuführen. Auch hier fielen die Kostensteigerungen überwiegend in der Schlaadt-Plastics GmbH an, die auch entsprechende Verwaltungsfunktionen in der Gruppe ausführt.

Der Aufwand für Zinsen reduzierte sich im laufenden Geschäftsjahr in Summe um 0,4 Mio. EUR. Ein großer Teil der Reduktion entfällt auf die geringere Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Kurzfristige und langfristige Zinsaufwendungen für Bankdarlehen reduzierten sich marginal um 50 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Steuererträge in Höhe von 1,5 Mio. bilanziell geltend gemacht.

Der Jahresfehlbetrag der Unternehmensgruppe Schlaadt liegt Geschäftsjahr 2021 bei ca. 2,2 Mio. EUR.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist gesichert. Die Gesellschaft begleicht Verbindlichkeiten gegenüber ihren Lieferanten innerhalb der Zahlungsfristen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde in ähnlichem Verhältnis wie im Vorjahr Skonto gezogen. Forderungen wurden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Mit ca. 62 % der Kunden besteht eine Forderungsfinanzierung in Form eines Factorings oder Gutschriftverfahren.

Insgesamt stehen ausreichende Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes zur Verfügung. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist stabil. Zum Bilanzstichtag standen dem Unternehmen zugesagte, nicht genutzte Kreditlinien im niedrigen, einstelligen Millionenbereich zur Verfügung.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 8,6 Mio. EUR. Dabei handelt es sich mit 2,2 Mio. EUR um kurzfristige Finanzierungen des Umlaufvermögens und mit 6,4 Mio. EUR um langfristige Darlehensverbindlichkeiten, die entsprechend den Tilgungsplänen bedient wurden. Die Kontokorrentrahmen der Betriebsmittelkredite werden von den Hausbanken weiterhin in unveränderter Höhe und zu gleichbleibenden Zinsen zur Verfügung gestellt.

Der Bestand an Barmitteln am Ende des Betrachtungszeitraumes lag bei 2,0 Mio. EUR.

Im Betrachtungszeitraum wurden 2,3 Mio. EUR in das Anlagevermögen investiert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist um 1,6 Mio. EUR auf 29,4 Mio. EUR angestiegen.

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 12,1 Mio. EUR, wobei 0,3 Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände und 11,8 Mio. EUR auf Sachanlagen entfallen. Die wesentliche Veränderung gab es im Sachanlagevermögen, das sich netto um 0,4 Mio. EUR erhöhte.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR reduziert und beträgt zum Bilanzstichtag 14,0 Mio. EUR, wobei 8,2 Mio. EUR auf Vorräte, 3,8 Mio. EUR auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und 2,0 Mio. EUR auf liquide Mittel entfallen. Die Vorräte stiegen um 1,8 Mio. EUR, als Konsequenz der Verteuerung von Rohstoffen und einer strategischen Lagerhaltung, an. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände reduzierten sich netto um 0,4 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden zusätzliche latente Steuern in Höhe von ca. 1,5 Mio. EUR bilanziert.

Das Eigenkapital der Schlaadt Unternehmensgruppe konnte durch eine Einstellung in die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2021 gestärkt werden und erhöhte sich insgesamt um 1,9 Mio. EUR. Es betrug zum Bilanzstichtag 5,2 Mio. EUR was einer Verbesserung von 54 Prozentpunkten im Vergleich zu 2020 entspricht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 18%.

Die Veränderung im Eigenkapital setzt sich aus dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 0,2 Mio. EUR, den Konzernjahresfehlbetrag sowie einer Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 3,8 Mio. EUR zusammen. Die Kapitalrücklage wurde noch vor dem Verkauf in Folge eines (nicht zahlungswirksamen) Abbaus der Pensionsrückstellungen in gleicher Höhe durch die Altgesellschafter gebildet.

Die Rückstellungen verringerte sich in Folge des Abbaus der genannten Pensionsrückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Mio. EUR erhöht und betrugen zum Bilanzstichtag 19,2 Mio. EUR. Sie setzen sich zusammen aus 8,6 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 0,7 Mio. EUR erhaltenen Anzahlungen, 4,8 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 5,1 Mio. EUR aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die wesentlichen Veränderungen gegenüber 2020 sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (+ 1,4 Mio. EUR) in Folge gestiegener Rohstoffkosten und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ 0,9 Mio. EUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die stille Beteiligung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von 3,0 Mio. EUR ausgewiesen, die im Jahre 2021 langfristig verlängert werden konnte. Unter Berücksichtigung dieser stillen Beteiligung entspricht die wirtschaftliche Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 28%.

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe zieht zur Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag (absolut und in % von Gesamtleistung) und normalisiertes EBITDA (absolut und in % von Gesamtleistung) heran.

Die Rohertragsmarge (ohne Berücksichtigung der Fremdbeschäftigte) des Konzerns verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2021 prozentual um 9 %. Im Wesentlichen lässt sich dies auf die deutlich gestiegenen Kosten für Rohmaterial zurückführen. Der zugrundeliegende Materialpreisindex stieg sogar um über 60 %. Die Schlaadt Gesellschaften konnten auch durch strategische Materialeinkäufe nicht alles abfedern.

Die gestiegenen Materialkosten wurden 2021 nur zu einem geringen Teil aktiv an die Kunden weitergegeben. Für Kunden mit einer Preisgleitklausel konnte nur mit deutlichem Versatz eine Preissteigerung durchgeführt werden.

Neben den Materialkosten sind auch die Energiekosten in der Gruppe im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 gestiegen (+7 %). Dies ist auf einen höheren Energieverbrauch im Zuge der Normalisierung des Absatz- und damit Produktionsniveaus zurückzuführen.

Zusammenfassend lief die Entwicklung des Rohertrags im Geschäftsjahr 2021 nicht entsprechend der Planung des Unternehmens. Aufgrund des drastischen Preisanstiegs bei den Rohstoffen, griffen die teilweise vereinbarten (Verkaufs-)Preisgleitklauseln zu kurz und zu langsam. Die Geschäftsführung versucht im Jahr 2022, mit gegensteuernden Maßnahmen die Ertragslage des Unternehmens zu stabilisieren. Kurzfristig ist das Ziel die prozentuale Rohertragsmarge wieder über 50 % zu heben.

Kennzahl 2021 2020 Abw.
Rohertrag 26.747.967 27.191.489 -443.522
Rohertrag (in % von Gesamtleistung) 45,4% 54,5% -9,1%

Das (normalisierte) EBITDA der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2021 2,0 Mio. EUR (im Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Die Verschlechterung resultiert aus dem prozentualen und absoluten Rückgang des Rohertrags. Bei den Gemeinkosten lagen die direkten Betriebskosten auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten lagen ca. 150 TEUR über dem Vorjahr. Der überwiegende Teil dieser Mehrkosten basiert auf Kosten für (Ausgangs-)Frachten.

Ein im Jahr 2021 durchgeführtes Restrukturierungsprogramm im gewerblichen Bereich verursachte zusätzlich Einmalaufwendungen, welche das bilanzierte EBITDA deutlich verschlechterten. Die in der folgenden Tabelle ausgewiesene Zeile Normalisierungen enthalten entsprechende Einmalaufwendungen, wie z.B. Abfindungszahlungen und Rechts- und Beratungskosten. Die zusätzlichen Aufwendungen entstanden der Gesellschaft durch den Verkauf des Unternehmens zum November 2021.

Die (normalisierte) EBITDA-Marge ist um 9 Prozentpunkte schlechter als im Jahr 2020. Das mittelfristige Unternehmensziel von 5 % bis 8 % wurde verfehlt. Um die EBITDA-Marge im Jahr 2022 wieder zu stabilisieren, plant die Unternehmensführung die oben erwähnte Stabilisierung im Rohertrag. Effizienzsteigerungen in den Sachkosten sollen diese Maßnahmen flankieren.

Kennzahl 2021 2020 Abw.
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -2.181.059 220.880
+ Steuern -951.252 829.569
EBT -3.132.311 1.050.449
+ Zinsaufwand/Zinsertrag 982.662 1.358.845
+ Periodenfremder Aufwand 156.250 0
EBIT -1.993.399 2.409.294
+ Abschreibung/Zuschreibungen 1.684.342 1.564.305
EBITDA -309.057 3.973.599
+ Normalisierungen 2.275.773 280.459
EBITDA (normalisiert) 1.966.716 4.254.058 -2.287.342
EBITDA (in % von Gesamtleistung) 3,3% 8,5% -5,2%

b) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die operative Tätigkeit der Gesellschaft sind nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Bereich Kundenzufriedenheit und Reklamation von Bedeutung. Durch intensive Kundenbetreuung und Reklamationsbearbeitung versucht das Unternehmen, hier permanent seine Qualitätsführerschaft und Kundenorientierung zu verbessern.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzt die Geschäftsführung trotz des schwächeren Geschäftsjahrs 2021 als stabil ein. Die Ursachen für die Verfehlung der Profitabilitätsziele im Jahr 2021 sind bekannt und werden intensiv und konsequent bearbeitet. Durch Ausweitung der Kreditlinien will sich die Gesellschaft weiteren Handlungsspielraum für nachhaltige Veränderungs- und Effizienzprojekte schaffen.

III. Prognosebericht

Die Schlaadt Unternehmensgruppe erwartet trotz des gesamtwirtschaftlichen Gegenwinds (Unsicherheit in den Lieferketten, weiter hohe Rohstoffpreise, steigende Energiepreise) eine Verbesserung der Ertragslage im Geschäftsjahr 2022.

Das Bestell- bzw. Abrufverhalten der Kunden hat sich im Jahr 2021 wieder normalisiert. Mit den heute bekannten makro- und mikroökonomischen Rahmenbedingungen erwartet die Gesellschaft ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahr 2020.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen haben einen Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft. Negative geopolitische, soziale oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen könnten sich nachteilig auf das Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken.

Risiken bestehen in Preissteigerungen von wichtigen Rohstoffen sowie von Energiekosten. Hier werden Preisrisiken mittels permanenter Marktbeobachtung minimiert sowie durch ein Einkaufsreporting überwacht.

Das Unternehmen versucht über langfristige Verträge Planungssicherheit zu schaffen und Einsparungen, wo möglich, zu erzielen. Gleichzeitig bestehen Möglichkeiten die Energieversorgung teilweise zu substituieren und auf alternative Energieträger umzustellen.

Im Zuge der angespannten Lieferketten im Jahr 2021 bleibt ein Risiko der grundsätzlichen Rohstoffversorgung auch in Zukunft bestehen. Zusätzliche temporäre Corona-Maßnahmen können diese Situation jederzeit verschärfen.

Zinsänderungsrisiken sowie Fremdwährungsrisiken bestehen aktuell nur in sehr geringem Umfang.

Ertragsorientierte Risiken

Durch die ständige Überwachung der Produktionsanlagen und -abläufe ist das Unternehmen bestrebt, dauerhaft die Produktivität zu verbessern. Qualitätsführerschaft in allen Bereichen der Unternehmung bei einem vertretbarem Kostenniveau wird angestrebt. Es ist das Ziel der Unternehmensführung die Marktposition zu halten bzw. weiter auszubauen. Qualitatives Wachstum ist hier die klare Maxime.

Die Kundenbeziehungen sind durch mehrjährige Lieferverträge gefestigt. Auf der Zufriedenheitsskala befindet sich das Unternehmen im oberen positiven Bereich.

Vertraglich fixierte Preisgleitklauseln sorgen bei den Kunden für eine automatische Anpassung unserer Verkaufspreise bei Veränderungen der Rohmaterialpreisbasis. Das Geschäftsjahr 2021 hat hier verdeutlicht, dass sich die (Verkaufs-)Preisanpassung gegenüber dem Kunden teilweise wesentlich später materialisiert als die tatsächliche (Einkaufs-)Preisanpassung gegenüber dem Lieferanten. Bei kontinuierlich steigenden Preisen besteht hier ein Ertragsrisiko.

Es besteht ein in den Betriebsablauf integriertes Monatsreporting einschließlich geeigneter Kennzahlensysteme, das kurzfristig auf Veränderungen in den Bereichen Produktion, Personal, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Finanzen hinweist. Durch ein zeitnahes Erkennen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken in den oben genannten Bereichen von Fall zu Fall zielgerichtet entgegenzuwirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die Finanzierung über Darlehen im Langfrist- bzw. Kurzfristbereich erfolgt über mehrere namhafte Großbanken sowie die ortsansässige Sparkasse und Volksbanken. Hier bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen, die durch die offene Kommunikation aller Belange gekennzeichnet sind.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hier verfolgt das Unternehmen eine konservative, solide Risikopolitik. Der wöchentliche Liquiditätsplan verleiht dem Unternehmen Sicherheit in Bezug auf die Liquiditätssteuerung.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite kann die Gesellschaft auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die hohen Qualitätsansprüche werden durch ein gut organisiertes Qualitätsmanagement umgesetzt. Dem Wettbewerb am Markt treten das Unternehmen und seine Mitarbeiter durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität entgegen.

Schlaadt sieht sich als Innovationsführer bezüglich neuer und nachhaltiger Fertigungstechnologien und Rohstoffe. Diese Position soll im Rahmen eines Zukunftsprogramms weiter ausgebaut werden und geht mit signifikanten Investitionen in Deutschland und den USA einher.

Gleichzeitig versucht das Unternehmen durch Kooperationen mit Lieferanten und Kunden die Recyclingquote auszubauen. Im Zuge der Versorgungssicherheit hat hier ein in sich geschlossener Materialkreislauf an Aufmerksamkeit gewonnen.

 

Lorch, 18. Juli 2022

Stefan Schlaadt

Stefan Hauer

Tim Kappes

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.