Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 112077
Eingetragen
13.6.2018
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenErrichtung von FertigteilbautenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: Die Konstruktion und der Bau von Fabriken und gewerblich genutzten Räumlichkeiten und weitere, diese Vorhaben unterstützende Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Graeme Munro
seit 13.11.2024
Prokura
Chetan Sharma
seit 11.4.2024
Prokura
Jacqueline McDonell
seit 11.4.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tonroe Group LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Tonroe Group Limited
United Kingdom
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TSL GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

TSL GmbH

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I.  Grundlagen des Unternehmens

1.  Das Geschäftsmodell

Die in Frankfurt am Main ansässige TSL GmbH (im Folgenden auch "TSL" oder "Unternehmen" genannt) ist ein Anfang 2018 gegründetes Unternehmen der TSL Group mit Konzernzentrale in Chalfont St. Peter, Großbritannien. Die Haupttätigkeit des Unternehmens und der TSL Group ist die eines technischen Bau- und Konstruktionspartners unserer Kunden, der sich auf die Planung, das Projektmanagement und den Bau hochtechnisierter Anlagen in den Bereichen Datenzentren, Lebensmittel, Pharmazie, Logistik und fortschrittliche Fertigung spezialisiert hat. Die TSL Group setzt ihre Projekte über Unternehmen in verschiedenen Ländern um, darunter Großbritannien, Irland, die Niederlande, Spanien, Polen, Kanada und die USA sowie seit 2018 auch über die TSL GmbH in Deutschland.

Die TSL GmbH führt die Bauaufträge als Generalunternehmer sowie durch die Beauftragung geeigneter Subunternehmer aus. Bei den Aufträgen handelt es sich um Generalunternehmerverträge, die als Werkverträge strukturiert sind.

Die TSL Group, zu der das Unternehmen gehört, hat sich die Schaffung von Räumen für die Vierte Industrielle Revolution zur Aufgabe gemacht. Gleichzeit sorgt sie dafür, dass wir Gemeinschaften auf der ganzen Welt ein positives ökologisches und soziales Erbe hinterlassen. Die Gruppe weiß, dass die nächste Phase der industriellen Entwicklung in der Konvergenz von KI mit Produktion, Technologie und Datensystemen bestehen wird. Dies führt bereits jetzt zu einer großen Nachfrage nach sichereren und flexibleren Gewerbeflächen, die sich an dieses sich rasch verändernde Umfeld anpassen können.

Die TSL Group hat ihre Geschäftstätigkeit auf diese sich stetig wandelnde Welt ausgerichtet. Im Jahresverlauf 2023 erweiterte TSL sein Datacenter-Team um weitere fundierte Kompetenzen und stärkte die interne Expertise in den Bereichen ESG und Umweltnormen, Energiesysteme sowie Informatik und Programmierung.

Ganz gleich, ob wir Lebensmittelanlagen für die Ernährung unserer wachsenden Bevölkerung, Rechenzentren für das digitale Zeitalter oder pharmazeutische Anlagen für lebenswichtige Medikamente und medizinische Geräte liefern, die Aktionäre, Geschäftsführer und Mitarbeiter der TSL Group sind stolz darauf, dass alle unsere Projekte auf ihre eigene Weise zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen.

Wir arbeiten eng mit unseren Kunden und der gesamten Lieferkette zusammen, um eine einfache Agenda zu erstellen, bei der es darum geht, Dinge konkret umzusetzen. Kernpunkt unserer Tätigkeit ist es, den "Lärm" aus der Projektabwicklung zu verbannen und gleichzeitig sicherzustellen, dass wir stets das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und zweckmäßige Lösungen entwickeln. TSL ist bestrebt, in jeder Phase des Prozesses einen Mehrwert zu schaffen - ein wesentlicher Bestandteil unseres innovativen Ansatzes.

Dazu haben wir eine Reihe von Systemen und Prozessen entwickelt, die es dem Unternehmen ermöglichen, ein in unserer Branche unerreichtes Maß an Kohärenz und Beständigkeit zu bieten. Die TSL Group liefert konsequent erstklassige Projekte, die ohne Abstriche bei der Sicherheit oder Qualität effizient ausgeführt werden.

Die Position des Unternehmens als führender Anbieter im Bereich Datenzentren wurde im Jahr 2023 weiter gefestigt.Das Unternehmen hat mit dem Bau von zwei Rechenzentren im Raum Frankfurt begonnen, die im Zeit- und Kostenrahmen liegen. Diese Projekte bringen uns unserem strategischen Ziel näher, unsere Expertise im Bereich Datenzentren zu stärken und zu diversifizieren, während wir weiterhin ehrgeizige Programme für renommierte Kunden durchführen.

Darüber hinaus etabliert sich die TSL Group zunehmend als zuverlässiger Baupartner für große Kühlhausbetreiber. Unser Einsatz bei der Entwicklung der Kühlkettenlogistik hat zu einer zusätzlichen Auftragspipeline in diesem Spezialbereich innerhalb der TSL Group für 2024 geführt.

Das Unternehmen und die TSL Group erreichen auch weiterhin unsere prognostizierten Wachstumsziele und haben unser Senior Management Team durch eine Reihe von Ernennungen auf Führungsebene, auch in unseren operativen Projektteams, kontinuierlich verstärkt. Mit der Ernennung eines Group Chief of Staff werden wir unsere Personalarbeit weiter ausbauen und für noch robustere Prozesse in den Bereichen Personalreisen und Mobilität, Schulung und Entwicklung, Personalbeschaffung, Karriereentwicklung und Umsetzung von Richtlinien sorgen.

2.  Work Safe : Work Smart

2021 hat die TSL Group eine Initiative mit dem Titel 'Work Safe : Work Smart' ins Leben gerufen. Die Initiative hat vier Schwerpunktthemen: Menschen, Prozesse, Orte und Technologie. Damit stellen wir sicher, dass jedes Projekt den höchsten Standards entspricht. Um diese Initiative im Jahr 2023 verstärkt zu unterstützen, hat TSL weitere Investitionen in digitale Technologien getätigt, die die Sicherheit unserer Standorte und die Sicherheit derjenigen, die sie betreten, erhöhen. Unsere Projektteams nutzen weiterhin unsere mehrsprachige App zur Ferneinweisung, die Multilingual Remote Induction App, um die Sicherheit auf der Baustelle zu optimieren. Wöchentliche Sicherheitsinspektionen vor Ort durch den Projektleiter werden über eine spezielle App durchgeführt, die sofortige Meldungen und Kommunikation ermöglicht. Diese App-Meldungen erleichtern auch die umfassende Analyse von EHS-Berichtsdaten in unseren Projekten und ermöglichen so die rasche Einführung von Toolbox-Gesprächen und Schulungsplänen als Reaktion auf gemeldete Beobachtungen.

Darüber hinaus wurde 2023 die Einführung einer durchgängigen digitalen Personalverwaltungs-Plattform an allen internationalen TSL-Standorten fortgesetzt, die Zugangskontrollen (Drehkreuze) mit Gesichtserkennung einsetzt. Außerdem haben wir in diesem Jahr eine neue Schulungsplattform für den gesamten Geschäftsbereich eingeführt, in deren Mittelpunkt zusätzliche Sicherheitsschulungen für TSL-Teammitglieder und unsere Subunternehmerpartner stehen. Weitere Einzelheiten zu Schulungen und Entwicklung finden Sie im ESG-Abschnitt.

In diesem Jahr wurde auch die Work Safe : Work Smart-Initiative selbst weiterentwickelt, um die verhaltensbasierte Sicherheit abzudecken. Neben Kursen, die im Rahmen mehrerer Projekte durchgeführt wurden, hat TSL die Kultur der Eigenverantwortung in allen EHS-Aktivitäten weiterentwickelt. Es wurde ein spezielles verhaltensbasiertes Sicherheitsprogramm in allen unseren Projekten eingeführt; hier liegt der Schwerpunkt darauf, dass alle auf der Baustelle Arbeitenden die Verantwortung für die Eskalation und Behebung sämtlicher sicherheitsrelevanten Beobachtungen bzw. Probleme übernehmen.

Sicherheit ist und bleibt ein zentrales Anliegen von TSL. Wir setzen uns dafür ein, unseren eigenen Teams sowie unseren Subunternehmern und Kunden eine sichere Arbeitsumgebung zu bieten. Wir investieren weiterhin intensiv in Schulungs- und Entwicklungsinitiativen sowie in unsere Arbeitsschutz-Audits, um für eine kontinuierliche Verbesserung unserer anspruchsvollen Sicherheitsstandards zu sorgen.

3.  Systeme und kontinuierliche Verbesserung

Die TSL Group entwickelt und verfeinert ihr kundenspezifisches Projektkontrollsystem (PCS) stetig weiter, ein Ansatz, der eine konstant hervorragende Projektabwicklung gewährleistet. Darüber hinaus bleiben wir uns der Bedeutung der kontinuierlichen Verbesserung bewusst, um den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Wir sind stets bestrebt, unsere robusten Systeme zu stärken und in den von uns gewählten Sektoren weltweit an der Spitze zu bleiben. Das erreichen wir durch ein gut eingebettetes 'Lessons Learned'-Programm, das die Mitglieder des Teams dazu anregt, alle Ideen für Prozessverbesserungen unternehmensweit einzureichen, sowie durch die 2023 regelmäßig durchgeführten Strategietage und Continuous Improvement-Workshops mit der Geschäftsführung und leitenden Mitarbeitern. Dies hat es dem Unternehmen ermöglicht, seine Prozesse im Jahresverlauf zu verfeinern, was zu einer Optimierung der Effizienz und einer Erhöhung der Leistungsstandards geführt hat.

4.  TSL-Team

Wir sind stolz auf die Menschen, die das Unternehmen und die TSL Group mitgestaltet haben und von denen viele schon seit Jahren bei uns sind. Dank ihres Einsatzes, ihres Engagements und der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Lieferkette gelingt es uns immer wieder, die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen.

Wir legen großen Wert auf die Betreuung unserer Mitarbeiter, die das "Herz" der TSL-Familie sind. Wir haben die Prozesse gestärkt, mit denen wir unsere Teams für ihre wertvollen Beiträge honorieren und umfassendes Feedback zu unserem Gesamtangebot für unsere Mitarbeiter einholen.

Das Unternehmen setzt weiterhin auf die Rekrutierung von Mitarbeitern, wobei wir sowohl unsere operativen als auch unsere Support-Teams laufend verstärken, um unsere stetig wachsende Präsenz in der Baubranche zu unterstützen. Dadurch stellen wir sicher, dass alle EHS-Aspekte sowie das Projekt- und Handelsmanagement im Zuge unserer weiteren Entwicklung mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet sind. Zudem entspricht es nach wie vor unserem Ethos, Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zu fördern, weshalb wir im Laufe des Jahres mehrere wichtige Ernennungen zur Stärkung des Managementteams vorgenommen haben. Die TSL Group hat im Jahr außerdem enge Beziehungen zu führenden Universitäten und Fachhochschulen aufgebaut, darunter das Somerville College in Oxford, um eine kontinuierliche Versorgung des Unternehmens mit Talenten zu gewährleisten.

2023 konnte das Unternehmen eine Reihe von Berufspraktika für Studenten anbieten. Soziale Mobilität bestimmt nach wie vor unser Geschäftsethos, und wir freuen uns besonders, dass wir im Rahmen unserer Partnerschaft mit der Hilfsorganisation Career Ready Praktika für Studenten aus benachteiligten Verhältnissen anbieten können. Wir sehen einer Ausweitung dieser wichtigen Chancen im Geschäftsjahr 2024 erwartungsvoll entgegen.

5.  Kontinuierliche Kundenunterstützung

TSL ist stolz auf die Entwicklung enger Beziehungen zu seinen Kunden. Wir haben einen hochkarätigen Kundenstamm in allen unseren Hauptgeschäftsbereichen mit vielen namhaften Unternehmen. Bei der Durchführung mehrerer Projekte für denselben Kunden können wir eine lange Erfolgsbilanz vorweisen. In vielen Fällen fordern Kunden die Gruppe auf, mit ihnen in neue Länder und Standorte zu ziehen. So arbeiten wir am liebsten, weil es zu echten langfristigen Partnerschaften führt.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unseren Kunden für ihre kontinuierliche Unterstützung zu danken, und verpflichten uns, immer einen Service zu bieten, der die Erwartungen übertrifft.

6.  Spezialisierte Subunternehmer-Partner

TSL hat die Strategie einer noch engeren Zusammenarbeit mit ausgewählten spezialisierten Subunternehmern fortgesetzt, die eine zusätzliche Dimension von Know-how und Fähigkeiten in unser Geschäft einbringen. Dabei stärken wir weiterhin unsere Lieferkette, um unserer Wachstumsstrategie in Deutschland und in der gesamten TSL Group gerecht zu werden. Wir möchten uns bei ihnen für ihre Unterstützung bedanken und sehen einem anhaltenden Wachstum in der Zukunft mit Zuversicht entgegen.

Wir arbeiten außerdem eng mit Architekten, Ingenieuren und Spezialfirmen zusammen, die wichtige Fachkompetenzen zur Verfügung stellen. Wir schätzen diese Beziehungen sehr und streben mit jedem von ihnen eine Zusammenarbeit an, von der beide Seiten profitieren.

Im Zuge des weiteren Wachstums des Unternehmens halten wir die Leistung unserer Lieferkette ständig im Auge, damit wir den Umfang der Arbeit, die wir an einzelne Unternehmen vergeben, genau steuern und mit deren Fähigkeiten in Einklang bringen. So stellen wir sicher, dass wir unseren bestehenden Partnern gegenüber loyal bleiben und die größeren Projekte, die wir durchführen, leichter umsetzen können.

2023 haben wir erhebliche Fortschritte bei der Unterstützung unserer Partner zur weiteren Verbesserung der Arbeitsschutz-, Umwelt- und Qualitätsstandards erzielt. TSL hat drei umfassende Leitfäden erarbeitet, in denen unsere Standards, Erwartungen und Verfahren in diesen drei Schlüsselbereichen für alle Subunternehmer, die an TSL-Standorten arbeiten, beschrieben sind. TSL wird sein Programm von Informationstreffen mit unseren Partnern sowie Audits in allen drei Kernbereichen fortsetzen, um dafür zu sorgen, dass diese Standards konsequent eingehalten werden.

7.  Umwelt, Soziales und Governance (ESG)

TSL hat sich verpflichtet, ein Vermächtnis zu schaffen, das im Einklang mit dem Planeten steht und eine resiliente und umweltschützende Grundlage für künftige Generationen bildet. Wir sind überzeugt, dass erfolgreiche Bauprojekte nicht nur unmittelbare Anforderungen erfüllen sollten, sondern auch als Katalysator für wirtschaftliches Wachstum, soziale Aufwertung und die Erhaltung und Verbesserung der Umwelt dienen müssen.

Der Kern unseres Ansatzes ist unser entschlossenes Engagement, mit Kunden und der Wertschöpfungskette zusammenzuarbeiten, um Infrastrukturen verantwortungsvoll und jenseits konventioneller Standards zu bauen.

Unsere Strategie fußt auf den drei Säulen "Unser Planet", "Unsere Mitarbeiter und Gemeinschaften" und "Unsere Unternehmensführung". Unter jeder dieser Säulen finden sich zentrale ESG-Verpflichtungen, die unsere wichtigsten Erkenntnisse aus unserem doppelten Wesentlichkeitsverfahren widerspiegeln. Die zentralen ESG-Verpflichtungen sind:

- Unser Planet
o Kreislaufwirtschaft o Netto-Null-Emissionen o Energie und Energieeffizienz
- Unsere Mitarbeiter und Gemeinschaften
o Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen o Lokalismus o Bildung, Ausbildung und soziale Mobilität o Public Stakeholder Management o Unterstützung der Mitarbeiter o Gemeinden und Wohltätigkeitsorganisationen
- Unternehmensführung
o Management-Systeme o Strategie und Ethik o Partnerschaften in der Lieferkette o Cyber- und Informationssicherheit

Strategierahmen
Im Einklang mit den internationalen UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) ist unsere ESG-Strategie so konzipiert, dass sie die wichtigsten gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen angeht und gleichzeitig ein nachhaltiges Wachstum fördert. Eine umfassende Bewertung ergab, dass unsere Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zu mehreren SDGs leisten können, darunter SDG 6 (Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 12 (Verantwortungsvoller Konsum und Produktion) und SDG 13 (Klimaschutz).

ESG Wesentlichkeit
2023 führte TSL eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch, im Rahmen derer eine umfassende Bewertung der wichtigsten ESG-Risiken und -Themen des Unternehmens stattfand. Anhand der bei dieser Maßnahme gesammelten Erkenntnisse haben wir:

· Überprüft, wie sich veränderte ESG-Bedingungen auf den Betrieb, die Lieferkette, den Ruf und die finanzielle Leistung von TSL auswirken werden.
· Chancen identifiziert, die genutzt werden können, um positive ESG-Effekte für den Planeten, die Gemeinschaft und die TSL-Kunden zu erzielen.
· Plänen zur Reifung der ESG-Leistung entwickelt, indem wir kosteneffiziente Entscheidungen treffen, Maßnahmen zur Beseitigung von Risiken priorisieren und Verbesserungen erzielen, die der langfristigen Nachhaltigkeitsleistung zugutekommen.

Mit diesem zukunftsorientierten Ansatz ist TSL in der Lage, sich für transformative Veränderungen einzusetzen und Branchenkollegen und Konkurrenten herauszufordern, dasselbe zu tun.

II.  Wirtschaftsbericht

1.  Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,2 % unter dem Vorjahreswert. Die deutsche Wirtschaft hoffte nach der Corona-Krise und dem Konjunktureinbruch im Jahr 2020 auf eine Wiederbelebung in den Folgejahren. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, steigender Energiepreise und einer Rekordinflation fiel die wirtschaftliche Erholung 2022 jedoch geringer aus; im Jahr 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Um Kalendereffekte bereinigt hat sich das BIP 2023 im Vergleich zu 2022 nicht verändert.
Zu Beginn des Jahres 2023 hat die Bauindustrie in Deutschland die Preise für Baustoffe aufgrund der Logistikkrise im Jahr 2022 infolge des Ukraine-Krieges und der coronabedingten Produktionsunterbrechungen deutlich erhöht. Die Materialpreise blieben im Jahresverlauf 2023 stabil, während die Gas- und Strompreise unter denen von 2022 lagen. Die Inflation der Arbeitskosten in der Branche liegt im Jahr 2023 bei 6,30 %   im Jahresvergleich (im März 2024).
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg 2023 gegenüber dem Vorjahr um nominal 1,3 % (real -5,3 %), je nach Bauart. Der Wohnungsbau wurde von den hohen Zinsen und der allgemeinen Inflation beeinträchtigt, während der Industriebau vor allem bei Gewerbebauten und Lagergebäuden von den aufgeschobenen Investitionen in den Corona-Perioden profitierte. Der Gesamtpreisanstieg für die Bauleistung im Jahr 2023 liegt bei 7 %.

2.  Geschäftsentwicklung

Die TSL GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 165,2 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2022 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 33,5 Millionen EUR; das entspricht einer Umsatzsteigerung von 131,7 Millionen EUR. Dies ist vor allem den beiden Rechenzentrumsprojekten zu verdanken, die derzeit von der TSL GmbH durchgeführt werden. Der Bau der Rechenzentren begann 2023 und wird voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen sein.

Der Bruttogewinn im GJ 2023 beträgt 28,2 Millionen Euro (Vorjahr: 6,7 Millionen EUR). Der Anstieg des Bruttogewinns ist auf den höheren Umsatz im GJ 2023 zurückzuführen. Die Bruttogewinnmarge für 2023 beträgt 17,1 % (Vorjahr: 20,2 %), was auf die höheren Kosten für den Bau von Rechenzentren zurückzuführen ist, die im Vergleich zu Logistikgebäuden komplexer sind. Das Unternehmen erzielte im GJ 2023 einen Nettogewinn von 5,5 Millionen Euro (Vorjahr: Verlust von 0,4 Millionen Euro).

Das Unternehmen und die TSL Group haben die strategische Entscheidung getroffen, sich auf die Realisierung von Projekten zu konzentrieren, die nachhaltige Gewinne für die Zukunft versprechen, was es uns ermöglicht hat, den Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen eine starke Projektpipeline für 2024 auf Verhandlungsbasis gesichert, was die Auswirkungen der Preisvolatilität reduziert. 87 % der Aufträge sind bereits bestätigt.

3.  Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Nettovermögen

Die Nettovermögenslage stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:


31.12.2023
31.12.2022
Diff.

TEUR
%
TEUR
%
EUR
Aktiva





Anlagevermögen
219
0,3%
130
0,7%
88
Vorräte
0
0,0%
0
0,0%
0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
54.953
74,4%
3.403
17,3%
51.550
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
250
0,3%
29
0,1%
221
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen
83
0,1%
0
0,0%
83
Sonstige Vermögensgegenstände
170
0,2%
184
0,9%
-14
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten
18.623
25,1%
16.056
81,0%
2.566
Umlaufvermögen
74.079
99,7%
19.673
99,2%
54.406
ARAP
17
0,0%
23
0,1%
-6

74.315
100,0%
19.827
100,0%
54.488

31.12.2023
31.12.2022
Diff.

TEUR
%
TEUR
%
EUR
Passiva





Eigenkapital
6.594
8,9%
1.123
5,7%
5.471
Rückstellungen
42.603
57,3%
15.637
78,9%
26.966
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
17.353
23,4%
2.460
12,4%
14.893
Sonstige Verbindlichkeiten
7.765
10,4%
607
3,1%
7.157
Verbindlichkeiten
25.118
33,8%
3.067
15,5%
22.051

74.315
100,0%
19.827
100,0%
54.488



Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 54,5 Millionen Euro.

Auf der Aktivseite ist der Anstieg hauptsächlich auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 51,6 Millionen Euro und der Bankguthaben um 2,6 Millionen Euro zurückzuführen. Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen um 26,9 Millionen Euro, im Wesentlichen resultiert die Erhöhung aus der Steigerung der sonstigen Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 15,0 Millionen Euro, während die sonstigen Verbindlichkeiten mit 7,2 Millionen Euro höher ausfielen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wuchsen aufgrund des deutlichen Anstieges bei der Rechnungsstellung als Folge der gestiegenen Projekterlöse.

Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen ist hauptsächlich auf einen erheblichen Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für bereits in Rechnung gestellte Dienstleistungen zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen beziehen sich auf die Ertragsteuern für 2023 aufgrund des höheren Nettogewinns im GJ 2023 gegenüber dem Vorjahr.

Der Anstieg des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund des Jahresüberschusses auf 8,9 % (Vorjahr 5,7 %).

b. Finanzlage

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 2,6 Millionen Euro auf 18,6 Millionen Euro zum Bilanzstichtag.

Der Cashflow resultiert in erster Linie aus der operativen Tätigkeit. Einem Mittelzufluss von TEUR 31.339 aus dem operativen Jahresergebnis (bereinigt um Abschreibungen) und der Zunahme der Rückstellungen steht ein Mittelabfluss von TEUR 26.917 aus der Abnahme des Nettoumlaufvermögens (Umlaufvermögen ohne liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) gegenüber.

Abgesehen von dem Mittelabfluss aus dem Nettoumlaufvermögen ist das Unternehmen eigenfinanziert.

c. Ertragslage

Die Ertragslage der TSL GmbH im Geschäftsjahr 2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:


2023
2022
Diff.

TEUR
%
TEUR
%
TEUR
%
Umsatzerlöse
165.241
100,0%
33.475
100,7%
131.766
393,62%
Bestandsveränderung
0
0,0%
-235
-0,7%
235
-100,00%
Gesamtleistung
165.241
100,0%
33.241
100,0%
132.000
293,62%
Materialaufwand
-137.008
-82,9%
-26.514
-79,8%
-110.494
-83,71%
Rohertrag
28.233
17,1%
6.727
20,2%
21.507
16,29%
Personalaufwand
-6.465
-3,9%
-3.703
-11,1%
-2.762
74,57%
Abschreibungen
-125
-0,1%
-672
-2,0%
546
-81,34%
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-15.203
-9,2%
-3.263
-9,8%
-11.940
365,92%
Sonstige betriebliche Erträge
1.339
0,8%
846
2,5%
493
58,28%
Betriebsaufwendungen
-20.454
-12,4%
-6.792
-20,4%
-91.387
-69,23%
Betriebsergebnis (EBIT)
7.779
4,7%
-65
-0,2%
7.844
-12069,20%
Zinsergebnis
0
0,0%
-10
0,0%
10
-100,00%
Ertragsteuern
-2.308
-1,4%
-283
-0,9%
-1.976
697,45%
Jahresüberschuss
5.471
3,3%
-358
-1,1%
5.878
-1642,28%



Die Gesamtleistung stieg im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 132,0 Millionen Euro auf 165,2 Millionen Euro. Dies basierte insbesondere auf zwei Rechenzentrumsprojekten, mit deren Bau 2023 begonnen wurde. Die Umsatzentwicklung der Projekte muss über mehrere Zeiträume betrachtet werden.

Der Materialaufwand stieg in absoluten Zahlen um 110,5 Millionen Euro. Der Anstieg ist auf die oben erwähnten höheren Einnahmen zurückzuführen. Die Bruttogewinnmarge ist von 20,2 % auf 17,1 % gesunken, was auf die höhere Komplexität der Rechenzentrumsprojekte zurückzuführen ist, die wiederum die Kosten erhöhte.

Der Personalaufwand stieg in absoluten Zahlen um 2,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind vor allem ein Anstieg der Mitarbeiterzahl infolge der Größe und des Umfangs der beiden Projekte sowie Gehaltserhöhungen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg im GJ 2023 von 34 im Vorjahr auf 65. Der Personalaufwand pro durchschnittliche Mitarbeiter beträgt somit TEUR 99,5 (Vorjahr TEUR 108).

Die Abschreibungen für das Jahr belaufen sich auf TEUR 125 und liegen damit um TEUR 549 niedriger als im Vorjahr, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass im Vorjahr TEUR 624 an Abschreibungen auf das Umlaufvermögen enthalten waren, soweit diese die für eine Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen übersteigen. Diese betrafen Wertberichtigungen auf Forderungen aus einer Bürgschaft (TEUR 333) und eine Schadensersatzforderung (TEUR 291).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen deutlich um 11,9 Millionen Euro auf 15,2 Millionen Euro. Dies ist hauptsächlich auf den Anstieg der direkten Kosten im Zusammenhang mit den Baustelleneinrichtungen sowie auf höhere Reisekosten, Beratungskosten und Aufwendungen für externe Dienstleistungen zurückzuführen.

Der Anstieg des Bruttogewinns, höhere Personalkosten und geringere Abschreibungen glichen den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus, so dass das EBIT um 7,8 Millionen Euro auf 7,9 Millionen Euro stieg. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 4,7 %.

Aufgrund der vorgenannten Entwicklungen ergab sich ein Jahresüberschuss von 5,5 Millionen Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von -0,4 Millionen Euro).

4.  Finanzielle Leistungskennzahlen

Bei den finanziellen Leistungskennzahlen liegt der Fokus der TSL GmbH auf
- der Entwicklung des Umsatzes,
- dem Bruttogewinn,
- dem Betriebsergebnis (EBIT) und
- dem Auftragsvolumen.

Die Kennzahlen Bruttogewinnmarge und EBIT-Marge werden hauptsächlich für die interne Unternehmenssteuerung verwendet. Wir verweisen auf unsere obigen Ausführungen zu "2. Geschäftsentwicklung" und "3.c. Ertragslage".

5.  Gesamtaussage

Aus Sicht der Geschäftsleitung waren die Ergebnisse des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 hervorragend und entsprachen den Erwartungen. Die starke Leistung des Unternehmens bei der termingerechten Lieferung von Projekten in den vergangenen Jahren in Verbindung mit der Expertise der TSL Group bei der Lieferung von Rechenzentren verschaffen der TSL GmbH somit ausgezeichnete Voraussetzungen für ein Wachstum in den nächsten Jahren. Der Bau der beiden Rechenzentren im Raum Frankfurt liegt im Plan und wird bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Diese Projekte haben ein Umsatzwachstum auf 165,2 Millionen Euro im GJ 2023 ermöglicht (Vorjahr: 33,2 Millionen EUR), was zu einem Jahresüberschuss von 5,6 Millionen EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von -0,4 Millionen Euro) geführt hat.

Darüber hinaus sind die Einnahmen für 2024 zu 87 % gesichert, so dass für das GJ 2024 ein erheblicher Gewinn erwartet wird. Diese insgesamt positive Entwicklung konnte trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage erzielt werden. Entsprechend sind wir mit unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

Unsere Finanzlage ist ebenfalls stabil; die Verbindlichkeiten werden weiterhin innerhalb der Zahlungsfrist beglichen, und die Forderungen gehen größtenteils innerhalb der Zahlungsfristen ein.

III.  Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft befand sich 2023 in einer Rezession, in der das reale BIP um 0,2 % zurückging (laut der letzten BIP-Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes). Trotz des anhaltenden Gegenwinds erholte sie sich zu Beginn des Jahres 2024 leicht. Was die in den vergangenen Jahren rückläufige Investitionstätigkeit betrifft, so wird für 2025 eine Erholung erwartet, auch dank der voraussichtlichen Verbesserung der Finanzierungsbedingungen. 

Seit Oktober 2022 hat sich die Inflation aufgrund des Rückgangs der Energiegroßhandelspreise und der Einführung von Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der hohen Energiepreise stetig verlangsamt. Es wird allerdings erwartet, dass das Auslaufen dieser Maßnahmen und die höheren Kraftstoffkosten in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt zu einem Anstieg der Inflation beitragen werden. Der Rückgang der Inflation dürfte auch durch das anhaltende Lohnwachstum gebremst werden, das voraussichtlich für einen anhaltenden Preisdruck bei den Dienstleistungen sorgen wird. Den Erwartungen zufolge wird sich die Inflation insgesamt von 6,0 % im Jahr 2023 auf 2,4 % im Jahr 2024 und 2,0 % im Jahr 2025 abschwächen. 

Insgesamt wird für das reale BIP-Wachstum eine moderate Erholung auf 1,0 % im Jahr 2025 prognostiziert, wobei der Arbeitsmarkt stabil bleiben soll.

Nach den Schätzungen von IBISWorld zur Branchenentwicklung im Bausektor für Deutschland erwartet die Branche im laufenden Jahr einen Umsatz von 415,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Bauwirtschaft wird in den nächsten fünf Jahren in Deutschland voraussichtlich langsamer wachsen als im vorangegangenen Fünfjahreszeitraum. IBISWorld prognostiziert für den Zeitraum von 2024 bis 2029 eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von 0,5 %.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz von über 250 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss (vor Steuern), der deutlich über dem von 2023 liegt. Zum 30. Juni 2024 konnte das Unternehmen bereits einen Umsatz von 140 Millionen Euro erzielen (im Vergleichszeitraum des Vorjahres: 59,4 Millionen EUR). Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere geplanten Ziele erreichen werden. Im Juli 2024 startet das Unternehmen einen neuen Großauftrag zur Lieferung eines dritten Rechenzentrums im Rhein-Main-Gebiet. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf über 100 Millionen EUR, der sich über einen Zeitraum von 1 Jahr verteilt.

IV.  Chancen- und Risikobericht

a. Chancenbericht

Unsere Hauptchancen sehen wir vor allem im neuen Geschäftsfeld "Bau von Datenzentren" sowie im Bestandskundengeschäft mit unseren wichtigsten "Blue Chip"-Kunden. Hervorragende Geschäftsbeziehungen entwickeln sich aus dem positiven Abschluss von Bauprojekten mit bestehenden Kunden, was sich wiederum auf die Entwicklung neuer Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden auswirkt. Die Expansion in Deutschland hat die Wahrnehmung der TSL GmbH bei den Marktteilnehmern deutlich erhöht.

Zum Zeitpunkt dieses Berichts hat das Unternehmen den Zuschlag für ein weiteres Rechenzentrumsprojekt erhalten, das 2024 beginnen wird und einen Projektumsatz von 107 Millionen EUR vorsieht. Das Unternehmen ist bestrebt, weitere Projekte in Deutschland für den Bau von Rechenzentren zu akquirieren.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich diese Möglichkeiten langfristig positiv auf die finanzielle Lage des Unternehmens auswirken werden.

Darüber hinaus expandiert die TSL Group auch weltweit und wird ab 2024 in Kanada, Spanien und Polen tätig sein sowie in Großbritannien, Irland und den Niederlanden ihr Wachstum fortsetzen. Das Wachstum in diesen und anderen Gebieten wird sich positiv auf die TSL GmbH auswirken, da es für den Zugang zu neuen Kunden sowie für den weiteren Ausbau und die Entwicklung der internen Expertise sorgt.

Im August 2023 gründete die TSL Group eine Niederlassung in Spanien mit einem hochrangigen Team aus erfahrenen Fachleuten der Baubranche. Nachdem das Team in Madrid sein erstes Projekt in Spanien erhalten hat, ist es nun in der Lage, internationale Best Practices in allen unseren Geschäftsbereichen zu nutzen, um für spanische Kunden und internationale Unternehmen, die in den spanischen Markt eintreten, tätig zu werden.

Ebenfalls im Jahr 2023 eröffnete die TSL Group eine Niederlassung in Polen mit einem Büro in Warschau. Unser wachsendes polnisches Team hat bei der Arbeit an laufenden Projekten auf dem europäischen Festland umfassende Erfahrungen mit unseren Projektsteuerungsprozessen gesammelt, während wir aktiv Ausschau nach Projektmöglichkeiten in ganz Polen halten. Das Land hat sich zu einem europäischen Zentrum für zukunftsweisende Branchen entwickelt. Mit einer Gruppe erfahrener Fachleute in unserem polnischen Team, die alle über lokale Kenntnisse des polnischen Marktes verfügen, freuen wir uns darauf, uns in diesem neuen Markt im GJ 2024 weiter zu etablieren.

2023 wurde außerdem TSL in Kanada, mit Sitz im Großraum Toronto, gegründet, um unsere Reichweite auf dem gesamten Kontinent zu vergrößern. 2024 sollen bereits mehrere Projekte anlaufen. Die kanadische Niederlassung wird auch die Entwicklung eines zweiten SmartParc-Lebensmittelproduktionscampus in Ontario unterstützen, der auf der technischen Bau- und Konstruktionspartnerschaft der Gruppe mit SmartParc (einem Unternehmen, das über gemeinsame Beteiligungen mit der Gruppe verbunden ist) aufbaut.

Vor allem die Präsenz von TSL und die Partnerschaft mit bedeutenden internationalen Kunden, die durch unsere gemeinsamen Wachstumspläne aufeinander abgestimmt sind, dürften einen starken Pfad für das weitere nachhaltige Wachstum sowohl der Gruppe als auch der TSL GmbH bis 2024 und darüber hinaus ebnen.

b. Risikobericht

Die TSL GmbH ist den folgenden Risiken ausgesetzt:

Dem Risiko von Regressansprüchen aufgrund von Qualitätsmängeln oder der Nichteinhaltung von Fristen begegnen wir mit einem strengen Qualitätsmanagement. Unsere Bauleistungen im Bereich des schlüsselfertigen Bauens werden hauptsächlich von bevorzugten Subunternehmern erbracht. Alle Partner werden sorgfältig ausgewählt und arbeiten in vielen Fällen schon seit vielen Jahren mit der TSL Group zusammen. Wir halten das Risiko einer Inanspruchnahme daher für gering.

Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnen wir mit der laufenden Fakturierung abgenommener Teilleistungen und einem konsequenten Forderungsmanagement. Wir arbeiten mit "Blue Chip"-Kunden zusammen und führen unsere interne Due Diligence auf hohem Niveau durch, bevor wir Aufträge neuer Kunden annehmen.

Ein weiteres erkanntes Risiko betrifft das Margenrisiko aufgrund des Kostenanstiegs bei den für Bauprojekte benötigten Materialien. Diese werden während der gesamten Bauphase genau überwacht. Darüber hinaus werden in der Phase vor Baubeginn Angebote von Subunternehmern eingeholt und in der Kalkulationsphase als Arbeitspakete technisch koordiniert, um eine größtmögliche Kostensicherheit bei der Realisierung zu erreichen.

Wir sehen die anhaltend negative Entwicklung der Bauwirtschaft als indirekte Folge des Krieges in der Ukraine als allgemeines Wirtschaftsrisiko an. Aufgrund der bestehenden Sanktionen und Versorgungsengpässe ist es zu erheblichen Preissteigerungen gegenüber den historischen Kosten gekommen, insbesondere bei Energie und Baumaterialien.

Da wir in einem spezialisierten Industriebausektor tätig sind, inzwischen insbesondere auch im Bau von Rechenzentren, trifft uns der derzeitige Rückgang des Bauvolumens insgesamt, insbesondere im Wohnungsbau, nicht.

Dank unseres spezifischen Geschäftsmodells und der vorhandenen finanziellen Stabilität sehen wir trotz der schwierigen konjunkturellen und geopolitischen Lage keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unsere Existenz gefährden könnten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 218.599,00 130.474,00
I. Sachanlagen 218.599,00 130.474,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.599,00 130.474,00
B. Umlaufvermögen 74.078.938,89 19.673.018,91
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 55.456.081,95 3.616.586,07
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.953.002,45 3.403.248,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 332.993,49 29.307,32
3. sonstige Vermögensgegenstände 170.086,01 184.030,12
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.622.856,94 16.056.432,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.380,75 23.351,80
Aktiva 74.314.918,64 19.826.844,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.593.850,82 1.122.595,84
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.097.595,84 1.455.524,65
III. Jahresüberschuss 5.471.254,98 -357.928,81
B. Rückstellungen 42.603.508,49 15.637.263,73
1. Steuerrückstellungen 2.129.763,57 889.877,79
2. sonstige Rückstellungen 40.473.744,92 14.747.385,94
C. Verbindlichkeiten 25.117.559,33 3.066.985,14
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.771.815,78 1.821.604,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 581.233,05 638.337,54
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.764.510,50 607.043,21
davon aus Steuern 7.651.274,66 545.327,51
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 40.839,37 11.270,30
Passiva 74.314.918,64 19.826.844,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 165.240.917,88 33.475.309,00
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -234.544,68
3. sonstige betriebliche Erträge 1.339.246,11 846.122,89
4. Materialaufwand 137.007.736,08 26.514.101,22
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.670.870,40 1.983.880,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 122.336.865,68 24.530.220,31
5. Personalaufwand 6.464.709,17 3.703.136,15
a) Löhne und Gehälter 5.521.530,27 3.219.821,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 943.178,90 483.314,86
6. Abschreibungen 125.335,53 671.552,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 125.335,53 47.782,95
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten   623.770,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.203.359,82 3.261.764,06
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   3.311,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   12.989,77
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.307.768,41 283.255,37
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   10.000,00
11. Ergebnis nach Steuern 5.471.254,98 -356.600,81
12. sonstige Steuern   1.328,00
13. Jahresüberschuss 5.471.254,98 -357.928,81

Anhang

I.  Angaben zum Jahresabschluss

A.  Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die TSL GmbH mit Sitz in Frankfurt ist beim Amtsgericht Frankfurt unter der Nummer HRB 112077 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der TSL GmbH, Frankfurt wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang genannt. Von bestehenden Ansatzwahlrechten wird nur Gebrauch gemacht, soweit aufgrund steuer­rechtlicher Vorschriften eine Aktivierungs- bzw. Passivierungspflicht besteht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten ange­setzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Für die langfristige Fertigung der in Ausführung befindliche Bauaufträge werden Teilgewinne vorzeitig realisiert, soweit selbständig abgrenzbare Teilleistungen vertraglich vereinbart und durch den Auftraggeber abgenommen worden sind, und in den Folgeperioden keine Verluste drohen.

Die liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) werden zum Nomi­nal­wert ange­setzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflich­tungen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der Sachanlagen wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ver­wiesen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023







Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
Zugänge
Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
kumulierte Abschreibung
Abschreibung Geschäftsjahr
kumulierte Abschreibung

01.01.2023

31.12.2023
01.01.2023

31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
 Anlagevermögen






 Sachanlagen






 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
285.145,09
213.460,53
498.605,62
154.671,09
125.335,53
280.006,62
 Summe Sachanlagen
285.145,09
213.460,53
498.605,62
154.671,09
125.335,53
280.006,62
 Summe Anlagevermögen
285.145,09
213.460,53
498.605,62
154.671,09
125.335,53
280.006,62



Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenin Höhe von TEUR 54.953 (i. Vj. TEUR 3.403) Forderungen aus langfristigen Fertigungs­aufträgen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kautionen haben eine Restlauflaufzeit von mehr als 1 Jahr.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer des Geschäftsjahres 2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend ausstehende Rechnungen für bezogene Bauleistungen in Höhe von TEUR 40.439 (i. VJ. TEUR 14.712).

Verbindlichkeiten


Gesamtbetrag

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von mehr als einem Jahr

TEUR
davon von mehr als fünf Jahren

TEUR

31.12.2023
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
16.772
16.772
0
0
  Vorjahr
1.822
1.822
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
581
581
0
0
  Vorjahr
638
638
0
0
sonstige Verbindlichkeiten
7.765
7.765
0
0
  Vorjahr
607
607
0
0
Gesamt
25.118
25.118
0
0
  Vorjahr
3.067
3.067
0
0



Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 581 (i. Vj. TEUR 638) gegenüber TSL Ltd. Sie betreffen mit TEUR 581 (i. Vj. TEUR 638) Lieferungen und Leistungen.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Trans­aktionskurs in Euro umgerechnet und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschluss­stichtag gem. § 256a HGB bewertet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 187 (i. Vj. TEUR 106) sowie Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 219 ((i. Vj  TEUR 0).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Bauleistungen und werden In Deutschland erzielt.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen sind Erträge aus der Auflösung von der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 1.000 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten einen Betrag in Höhe von TEUR 4.000 aus einer Einzelwertberichtigung auf ein Projekt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 65 Arbeitnehmer (i. Vj. 34) beschäftigt.

Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 bestellt:

Michael McDonnell, Chalfont St. Peter, England Kaufmann
Aufgrund der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Als weitere Geschäftsführerin wurde im folgenden Geschäftsjahr 2024 bestellt:
Jacqueline McDonnell, Chalfont St. Peter, England Kauffrau

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 5.471 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Frankfurt am Main

Gez. Michael McDonnell
Geschäftsführer
Jacqueline McDonnell
Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die TSL GmbH, Frankfurt am Main 

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TSL GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TSL GmbH, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht dargestellten Informationen zu
- Initiative Work Safe : Work Smart
- Systeme und kontinuierliche Verbesserung
- TSL Team
- Spezialisierte Subunternehmer-Partner
- Umwelt, Soziales und Governance (ESG)

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 30. September 2024


EBN Bracht Noje-Knollmann
Partnerschaft mbB | Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Alexander Bracht, Wirtschaftsprüfer

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